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Title:
SENSORS PRODUCING INTEGRATED SOLAR ENERGY
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2008/006463
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to field devices used for measuring pressure or a filling level and that are connected to an external energy supply via a cable. According to one embodiment of the invention, an energy supply unit is provided for a field device and comprises a housing (102) and a solar module (103, 104) that is integrated therein. The housing (102) receives the measuring electronic system of the field device and the solar module (103,104) of the energy supply. As a result, an external energy supply is no longer required. A corresponding energy storage unit can be used for energy buffering.

Inventors:
STAIGER, Holger (Unterdorf 65, Lauterbach, 78730, DE)
Application Number:
EP2007/005657
Publication Date:
January 17, 2008
Filing Date:
June 26, 2007
Export Citation:
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Assignee:
VEGA GRIESHABER KG (Hauptstrasse 1-5, Wolfach, 77709, DE)
STAIGER, Holger (Unterdorf 65, Lauterbach, 78730, DE)
International Classes:
G01F23/00; G01L19/00
Attorney, Agent or Firm:
KOPF, Korbinian (Maiwald Patentwalts GmbH, ElisenhofElisenstrasse 3, München, 80335, DE)
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Claims:

P a t e n t a n s p r ü c h e

1. Energieversorgungseinheit für ein Feldgerät zum Messen eines Drucks oder eines Füllstandes, die Energieversorgungseinheit umfassend: ein Solarmodul (101, 103, 104) zur Erzeugung von elektrischer Energie für das

Feldgerät; ein Gehäuse (102) zur Aufnahme der Messelektronik des Feldgeräts; wobei das Solarmodul (101, 103, 104) in dem Gehäuse (102) integriert ist.

2. Energieversorgungseinheit nach Anspruch 1, wobei das Gehäuse (102) einen Hohlraum aufweist; wobei das Solarmodul (101, 103, 104) derart eingerichtet ist, dass es in dem Hohlraum integrierbar ist.

3. Energieversorgungseinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Gehäuse (102) zumindest teilweise aus lichtdurchlässigem Material besteht; und wobei das Solarmodul (101, 103, 104) im Inneren des Gehäuses angeordnet ist.

4. Energieversorgungseinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, weiterhin umfassend: ein Feldgerätedisplaymodul (105) zum Anzeigen von Messwerten und als Flüssigkristalldisplay ausgeführt; wobei das Solarmodul (101, 103, 104) auf der Rückseite des Feldgerätedisplaymoduls (105) angeordnet ist.

5. Energieversorgungseinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Solarmodul (101, 103, 104) eine Vielzahl an Solarzellen (101, 103, 104) umfasst; und wobei das Gehäuse (102) durch die Solarzellen ausgebildet ist.

6. Energieversorgungseinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Solarmodul (101, 103, 104) als Vergussteil ausgebildet ist.

7. Energieversorgungseinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Solarmodul (101, 103, 104) in das Gehäuse (102) eingegossen ist.

8. Energieversorgungseinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Gehäuse (102) einen Gehäusedeckel aufweist; wobei das Solarmodul (101, 103, 104) in den Gehäusedeckel (117) eingegossen oder mit dem Gehäusedeckel verschraubt ist.

9. Energieversorgungseinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, die Energieversorgungseinheit weiterhin umfassend: einen Energiespeicher (109) zum Puffern der vom Solarmodul (101, 103, 104) erzeugten elektrischen Energie.

10. Energieversorgungseinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Solarmodul (101, 103, 104) zur Bereitstellung der gesamten vom Feldgerät benötigten Energiemenge ausgeführt ist, so dass keine weitere Energieversorgung erforderlich ist.

11. Energieversorgungseinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, weiterhin umfassend: eine zusätzliche Versorgungsleitung oder ein Messbus-Leitungssystem; wobei das Solarmodul (101, 103, 104) zur Unterstützung der Energieversorgung des Feldgerätes ausgeführt ist.

12. Energieversorgungseinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, weiterhin umfassend: ein Messbus-Leitungssystem, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus 2-Leiter HART® Bussystem, 4-Leiter HART® Bussystem, Profibus Bussystem, SDI- 12 und Fieldbus Foundation Bussystem.

13. Energieversorgungseinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Solarmodul (101, 103, 104) eine Klebeseite (106) aufweist; wobei die Klebeseite (106) derart eingerichtet ist, dass das Solarmodul (101, 103, 104) mittels der Klebeseite (106) an dem Gehäuse (102) befestigbar ist.

14. Energieversorgungseinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, weiterhin umfassend: eine Steuer- oder Regeleinheit (107) zum Steuern oder Regeln einer von extern zugeführten Energiemenge .

15. Energieversorgungseinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Steuer- oder Regeleinheit (107) zum Steuern oder Regeln eines Energiebedarfs des Feldgeräts ausgeführt ist.

16. Feldgerät, umfassend eine Energieversorgungseinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 15.

17. Feldgerät nach Anspruch 16, wobei das Feldgerät ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Füllstandsmessgerät und Druckmessgerät.

18. Feldgerät nach Anspruch 16, wobei das Feldgerät ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Radar-Füllstandmessgerät, TDR-Füllstandmessgerät, Ultraschall- Füllstandmessgerät, Mikrowellen-Füllstandmessgerät, Kapazitiv-Grenzstandmessgerät und Vibration-Grenzstandmessgerät.

19. Feldgerät nach einem der Ansprüche 16 bis 18, wobei das Feldgerät ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus HART® 2-Leiterfeldgerät, HART® 4-Leiterfeldgerät, 4 bis 20 mA Feldgerät, Profibus Feldgerät, SDI- 12 Feldgerät und Fieldbusfoundation Feldgerät.

20. Verwendung einer Energieversorgungseinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 15 für ein Feldgerät zum Messen eines Drucks oder eines Füllstandes.

21. Verfahren zur Energieversorgung für ein Feldgerät zum Messen eines Drucks oder eines Füllstandes, das Verfahren umfassend den Schritt: Erzeugung von elektrischer Energie für das Feldgerät durch ein Solarmodul (101,

103, 104), das in einem Gehäuse (102) des Feldgeräts integriert ist.

Description:

SENSOREN MIT INTEGRIERTER SOLARENERGIEERZEUGUNG

Verwandte Anmeldungen

Die vorliegende Anmeldung beansprucht die Priorität der US Provisional Patentanmeldung Nr. 60/830,228, eingereicht am 12. Juli 2006, und der deutschen Patentanmeldung

Nr. 10 2006 032 250.9, eingereicht am 12. Juli 2006, deren Inhalte hierin durch Referenz inkorporiert werden.

Technisches Gebiet Die vorliegende Erfindung betrifft die Energieversorgung für Feldgeräte. Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung eine Energieversorgungseinheit für ein Feldgerät zum Messen eines Drucks oder eines Füllstandes, ein Feldgerät mit einer solchen Energieversorgungseinheit, die Verwendung einer Energieversorgungseinheit für ein Feldgerät und ein Verfahren zur Energieversorgung für ein solches Feldgerät.

Hintergrund der Erfindung

Füllstandmessgeräte und Druckmessgeräte werden über einen entsprechenden Anschluss extern mit Energie versorgt. Eine derartige Energieversorgung kann beispielsweise über ein 2-Leitersystem erfolgen, über welches auch der Datenaustausch erfolgt. Weiterhin können Energiespeicher innerhalb des Feldgeräts vorgesehen sein, um das Feldgerät unabhängig von einer externen Energieversorgung zu machen. Allerdings müssen diese Energiespeicher dann in regelmäßigen, relativ kleinen Zeitabständen ausgewechselt oder extem geladen werden.

Eine externe Energieversorgung erfordert entsprechende Anschlüsse am Feldgerät und eine externe Versorgungsstation, welche am Feldgerät angeschlossen ist. Hierdurch wird der Einsatzbereich des Feldgerätes eingeschränkt.

SENSOREN MIT INTEGRIERTER SOLARENERGIEERZEUGUNG

Darstellung der Erfindung

Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine verbesserte Energieversorgung für ein Feldgerät bereitzustellen.

Gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ist eine

Energieversorgungseinheit für ein Feldgerät zum Messen eines Drucks oder eines Füllstandes angegeben, die Energieversorgungseinheit umfassend ein Solarmodul zur Erzeugung von elektrischer Energie für das Feldgerät und ein Gehäuse zur Aufnahme der Messelektronik des Feldgeräts, wobei das Solarmodul in dem Gehäuse integriert ist.

Durch die Bereitstellung eines Solarmoduls kann eine weitgehende Unabhängigkeit des Feldgeräts von einer externen Energieversorgung erreicht werden. Das Solarmodul ist hierbei in dem Gehäuse integriert, so dass keine externe Installation des Solarmoduls erforderlich ist. Vielmehr bilden Solarmodul und Gehäuse eine zusammenhängende Einheit, in welche die entsprechende Messelektronik des Messgeräts (Feldgerätes) eingebaut werden kann. Zusätzlicher Installationsaufwand ist nicht nötig.

Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung weist das Gehäuse einen Hohlraum auf, wobei das Solarmodul derart eingerichtet ist, dass es in den Hohlraum integrierbar ist.

Ist der Hohlraum an die Form des zu integrierenden Solarmoduls angepasst, können zusätzliche Befestigungsmittel eingespart werden. Das Solarmodul wird einfach in den Hohlraum eingeschoben und klemmt dort fest.

Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung besteht das Gehäuse zumindest teilweise aus lichtdurchlässigem Material, wobei das Solarmodul im Inneren des Gehäuses angeordnet ist.

Somit kann das Solarmodul von der Gehäusewand vor externen Beschädigungen geschützt werden. Hierbei kann es sich beispielsweise um rein mechanische Beschädigungen

handeln, oder aber auch um chemische oder temperaturbedingte Beschädigungen, die von der schützenden Gehäusewand verhindert werden. Durch die zumindest teilweise lichtdurchlässige Ausfuhrung des Gehäuses wird gewährleistet, dass stets ausreichend Sonnenlicht zum Solarmodul vordringen kann.

Gemäß einem weiteren Ausfuhrungsbeispiel der vorliegenden Erfindung umfasst die Energieversorgungseinheit weiterhin ein Feldgerätedisplaymodul zum Anzeigen von Messwerten, wobei das Feldgerätedisplaymodul als Flüssigkristalldisplay ausgeführt ist und wobei das Solarmodul auf der Rückseite des Feldgerätedisplaymoduls angeordnet ist.

Ein Feldgerätedisplaymodul kann zur Anzeige ein LC-Display (Liquid Crystal Display, Flüssigkristalldisplay) verwenden. Ein solches Display kann in Form eines Bildschirms ausgeführt sein, bei dem spezielle Flüssigkristalle genutzt werden, welche die Polarisationsrichtung von Licht beeinflussen können, um Licht in bestimmten Winkeln ablenken zu können. Durch punktweises Ansteuern der Flüssigkristalle kann an den angesteuerten Stellen ein Bildpunkt sichtbar gemacht werden. Aus vielen dieser Bildpunkte kann beispielsweise ein Zahlenwert eines Messwertes dargestellt werden.

Bei einer solchen Messwertanzeige sind in der Regel etwa 60 % der Pixel hell und das Display somit zumindest zu 60 % durchsichtig. Auf diese Weise ist gewährleistet, dass stets genügend Sonnenlicht das Solarmodul erreichen kann.

Durch die Anbringung des Solarmoduls direkt hinter dem Feldgerätedisplaymodul wird eine kompakte Baugruppe bereitgestellt, welche einfach in das Gehäuse integriert werden kann.

Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung umfasst das Solarmodul eine Vielzahl an Solarzellen, wobei das Gehäuse durch die Solarzellen ausgebildet ist.

In anderen Worten sind so viele Solarzellen in das Gehäuse integriert, dass das Gehäuse tatsächlich im Wesentlichen nur noch aus den einzelnen Solarzellen besteht. Auf diese Weise kann die Energieerzeugungsrate der Energieversorgungseinheit maximiert werden.

Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ist das Solarmodul als Vergussteil ausgebildet.

Das Solarmodul kann als Baugruppe in ein Harz oder in einen Kunststoff eingegossen werden. Das Eingießen kann der Baugruppe eine vorgebbare Außenkontur verleihen und kann die Baugruppe robust gegen mechanische Einwirkungen machen.

Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ist das Solarmodul in das Gehäuse eingegossen.

Solarmodul und Gehäuse bilden somit ein zusammenhängendes Bauteil aus, welches werkseitig je nach Anforderung (z. B. dem Energiebedarf das Feldgeräts oder den Abmessungen des Feldgeräts) konfektionierbar ist.

Weiterhin kann das Gehäuse einen Gehäusedeckel aufweisen, in welchen das Solarmodul eingegossen ist oder an welchen das Solarmodul angeschraubt oder anderweitig befestigt ist.

Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung weist die Energieversorgungseinheit weiterhin einen Energiespeicher zum Puffern der vom Solarmodul erzeugten elektrischen Energie auf.

Beispielsweise kann es vorkommen, dass das Feldgerät nicht ununterbrochen in Betrieb ist, oder dass die vom Feldgerät benötigte Energie geringer ist als die vom Solarmodul bereitgestellte Energiemenge. Auch kann das Feldgerät an eine externe Energieversorgung angeschlossen sein (beispielsweise an eine 4 bis 20 mA 2-Leiterschleife). Bei der Regelung eines 4 bis 20 mA Signals kann ein zusätzlicher Strom anfallen, der nicht von der

Messschaltung des Feldgeräts für die Messaufgabe genutzt wird. Dieser Strom kann dann zum Laden des Energiespeichers eingesetzt werden.

Ein Energiespeicher mit einer entsprechenden Laderegelung bzw. einem entsprechenden Energiemanagement kann es erlauben, Energie zu einem Zeitpunkt, in welchem überschüssige Energie vorhanden ist, zu speichern und die gespeicherte Energie zu einem späteren Zeitpunkt zum Betrieb des Feldgeräts zur Verfügung zu stellen. Dabei kann die Kapazität des Energiespeichers an die vom Feldgerät benötigte Leistung angepasst sein.

Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ist das

Solarmodul zur Bereitstellung der gesamten vom Feldgerät benötigten Energiemenge ausgeführt, so dass keine weitere Energieversorgung erforderlich ist.

Hierdurch wird ein autarker, unabhängiger Betrieb des Feldgeräts gewährleistet.

Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung umfasst die Energieversorgungseinheit weiterhin ein Messbus-Leitungssystem, welches aus einem 2-Leiter HART® Bussystem, einem 4-Leiter HART® Bussystem, , einem SDI- 12, einem Profibus Bussystem oder einem Fieldbus Foundation Bussystem besteht.

Die Energieversorgungseinheit kann folglich zusätzliche Leistung über ein separates Leitungssystem beziehen, wodurch sichergestellt werden kann, dass stets ausreichend Leistung für den Betrieb des Feldgeräts vorhanden ist. Ein mögliches System, bei dem eine Trennung der Stromversorgung und der Messsignale stattfinden kann, kann das 4-Leiter HART® Bussystem sein.

Die Energieversorgungseinheit dient hier als Unterstützung der Energieversorgung des Feldgerätes beispielsweise über eines der oben genannten Messbus-Leitungssysteme. Dadurch kann die Leistungsfähigkeit des Feldgeräts erhöht werden, zum Beispiel durch Erhöhung der Messrate.

Die zusätzliche Energie der Energieversorgungseinheit kann aber auch zwischengespeichert werden und in Zeiten höheren Energiebedarfs abgerufen werden.

Anders ausgedrückt ist somit eine dauerhafte oder zeitlich begrenzte Steigerung der Leistungsfähigkeit des Feldgeräts möglich.

Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung weist das Solarmodul eine Klebeseite auf, wobei die Klebeseite derart eingerichtet ist, dass das Solarmodul mittels der Klebeseite an dem Gehäuse befestigbar ist.

Auf diese Weise wird eine einfache und sichere Befestigung des Solarmoduls an dem Gehäuse ermöglicht.

Weiterhin kann die Form des Solarmoduls an die Form des Feldgerätedisplaymoduls angepasst sein, so dass das Solarmodul passgenau und sehr eng an dem

Feldgerätedisplaymodul anliegend angekoppelt werden kann. Durch den engen Kontakt zwischen Feldgerätedisplaymodul und Solarmodul können Lichtverluste durch Streuung an dem übergangsbereich zwischen Display und Solarmodul minimiert werden.

Gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung umfasst die

Energieversorgungseinheit weiterhin eine Steuer- oder Regeleinheit zum Steuern oder Regeln einer von extern zugeführten Energiemenge.

Weiterhin kann die Steuer- oder Regeleinheit zum Steuern oder Regeln des Energiebedarfs des Feldgeräts ausgeführt sein.

Beispielsweise kann die Messrate des Feldgeräts je nach zur Verfügung stehender Energiemenge eingestellt werden.

Insbesondere in Kombination mit einem internen Energiespeicher ist somit ein effektives Energiemanagement möglich, welches einen autarken Betrieb des Feldgeräts ermöglicht, ohne dass über einen externen Anschluss elektrische Energie zugeführt werden muss.

Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ist ein Feldgerät angegeben, umfassend eine oben beschriebene Energieversorgungseinheit.

Hierbei handelt es sich beispielsweise um ein Füllstandmessgerät oder ein Druckmessgerät. Ein solches Füllstandmessgerät kann zum Beispiel als Radar-Füllstandmessgerät, TDR- Füllstandmessgerät, Ultraschall-Füllstandmessgerät, Mikrowellen-Füllstandmessgerät, ein Druckmessgerät, Kapazitiv-Grenzstandmessgerät oder Vibration-Grenzstandmessgerät ausgeführt sein.

Weiterhin ist die Verwendung einer oben beschriebenen Energieversorgungseinheit für ein Feldgerät zum Messen eines Drucks oder eines Füllstandes angegeben.

Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Energieversorgung für ein Feldgerät zum Messen eines Drucks oder eines Füllstandes angegeben, bei welchem elektrische Energie für das Feldgerät durch ein Solarmodul, das in einem Gehäuse des Feldgeräts integriert ist, erzeugt wird.

Eine externe Energieversorgung mit elektrischer Energie ist somit nicht mehr erforderlich.

Weitere Ausführungsbeispiele und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Im Folgenden werden mit Verweis auf die Figuren bevorzugte Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung beschrieben.

Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung einer Energieversorgungseinheit gemäß einem Ausfuhrungsbeispiel der vorliegenden Erfindung.

Fig. 2 zeigt eine Darstellung eines Feldgeräts mit Energieversorgungseinheit gemäß einem Ausfuhrungsbeispiel der vorliegenden Erfindung.

Fig. 3 zeigt eine schematische Darstellung eines Füllstandradars mit Energieversorgungseinheit gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung.

Fig. 4 zeigt ein Feldgerät gemäß einem weiteren Ausfuhrungsbeispiel der vorliegenden Erfindung.

Die Darstellungen in den Figuren sind schematisch und nicht maßstäblich.

Detaillierte Beschreibung von exemplarischen Ausfuhrungsformen

In der folgenden Figurenbeschreibung werden für die gleichen oder ähnlichen Elemente die gleichen Bezugsziffern verwendet.

Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung einer Energieversorgungseinheit gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung. Die Energieversorgungseinheit umfasst ein Solarmodul 101, welches über eine Befestigungsfläche 106 mit einem Messgerätedisplaymodul 105 verbunden ist. Die Verbindung kann hier beispielsweise in Form einer Verklebung erfolgen. Auch ist es möglich, dass Solarmodul 101 und Display 105 miteinander im Gehäuse (nicht dargestellt in Fig. 1) der Energieversorgungseinheit eingegossen oder eingeklebt sind.

Auf der Rückseite des Solarmoduls 101 ist eine Heizfolie 115 angebracht, welche das Solarmodul und/oder das Display 105 auf Betriebstemperatur bringen kann. Die Heizfolie 115 kann auch derart ausgeführt sein, dass sie Display 105 und/oder Solarmodul 101 vor Vereisung schützt oder ein Beschlagen des Displays 105 verhindert.

Hierfür kann die Heizfolie 115 entsprechend bedarfsweise aktiviert werden, beispielsweise durch einen Handschalter oder automatisch durch eine entsprechende Regelelektronik 107 (siehe Fig. 3).

Display 105, Solarmodul 101 und Heizfolie 115 können als Gesamtmodul hergestellt werden und dann in ein entsprechendes Gehäuse integriert werden, um die Energieversorgungseinheit auszubilden.

Auf diese Weise wird die Energieversorgung eines Füllstand- oder Druckmesstechniksensors unterstützt oder gar ersetzt.

Durch die Installation des Solarmoduls 101 hinter dem Flüssigkristalldisplay 105 ist einerseits das Solarmodul nach außen hin geschützt und beansprucht andererseits keine eigene Installationsfläche auf der Gehäuseoberseite. Hierdurch wird letztendlich Platz auf der Gehäusefläche eingespart.

Fig. 2 zeigt ein Füllstandmessgerät mit einem Gehäuse 102 und einer Antenne 110. Die Antenne 110 ist im Ausführungsbeispiel der Fig. 2 als Parabolantenne ausgebildet. Es sind aber auch andere Antennenformen möglich. Das Gehäuse 102 des Füllstandsensors weist hierbei einen Gehäusedeckel 117 auf, in welchen ein erstes Solarmodul 103 in Form einer einzelnen Solarzelle integriert ist. Beispielsweise kann das Solarmodul 103 in den Sensordeckel 117 eingegossen oder mit diesem verschraubt sein.

Ein weiteres Solarmodul 104, auch hier in Form einer einzelnen Solarzelle, ist in die Gehäusewand eingelassen. Im Extremfall können so viele Solarzellen in dem Gehäuse 102 eingebettet sein, dass das Gehäuse im Wesentlichen nur noch aus diesen Solarzellen besteht (die dann zu einem Gesamtmodul zusammengefasst werden können). Beispielsweise kann jede einzelne Solarzelle 103, 104 als Vergussteil ausgebildet sein. Die Vergussteile können dann zu einem entsprechenden Gehäuse zusammengesetzt werden.

Fig. 3 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung in Gestalt eines Füllstandradars. Das Füllstandradar weist hierbei ein Gehäuse 102 auf, welches die Sende- und Empfangselektronik aufnimmt. Weiterhin ist eine Antenne 110 vorgesehen, welche zum Aussenden eines Sendesignals 110 und zum Empfangen eines an einer Füllgutoberfläche 113 reflektierten Empfangssignals 112 ausgeführt ist.

In dem Deckel 117 des Gehäuses 102 sind ein Display 105 und eine Solarzelle 103 integriert. Weiterhin ist eine zweite Solarzelle 104 in der Gehäusewand integriert. Beide Solarzellen 103, 104 sind über entsprechende Leitungen an eine elektronische Steuereinheit 107 angeschlossen, welche beispielsweise den Energiebedarf des Füllstandsensors steuert oder regelt.

Weiterhin ist ein 2-Leiteranschluss 108 vorgesehen, mit welchem der Füllstandsensor an eine 2-Leiterschleife angeschlossen werden kann. über diese 2-Leiterschleife sind Mess- oder Steuersignale übertragbar. Weiterhin kann über die 2-Leiterschleife eine externe Energieversorgung bereitgestellt werden.

Die elektronische Steuereinheit 107 kann hierbei den Energiebedarf des Füllstandsensors so einstellen, dass stets eine ausreichende Energieversorgung gewährleistet ist. Beispielsweise kann hierfür die Abtastrate geändert werden. Weiterhin ist die elektronische Steuereinheit 107 in der Lage, Spitzen im Energiebedarf des Füllstandsensors auszugleichen, indem etwa der Energiespeicher 109 hinzugeschaltet wird, oder beispielsweise Energie von außerhalb (über die 2-Leiterschleife) hinzugezogen wird.

Allerdings ist eine solche externe Energieversorgung nicht erforderlich, wenn die erfindungsgemäße Energieversorgungseinheit entsprechend dimensioniert ist, wenn also genügend Solarzellen zur Verfügung stehen und / oder wenn der Energiespeicher 109, der als Energiepuffer eingesetzt wird, über ausreichende Speicherkapazität verfügt. Bei dem Energiespeicher 109 kann es sich beispielsweise um einen Akkumulator oder einen anderen geeigneten Speicher handeln.

Fig. 4 zeigt eine schematische Darstellung eines Messgeräts gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung, bei welchem das Gehäuse im Wesentlichen aus den Solarzellen 103, 104, 116 (und weiteren, in der Fig. 4 nicht zu sehenden rückseitigen Solarzellen) besteht. Weiterhin ist ein Display 105 vorgesehen. Im Inneren des Gehäuses befindet sich die Elektronik.

Ergänzend ist daraufhinzuweisen, dass „umfassend" keine anderen Elemente oder Schritte ausschließt und „eine" oder „ein" keine Vielzahl ausschließt. Ferner sei darauf hingewiesen, dass Merkmale oder Schritte, die mit Verweis auf eines der obigen Ausfϊihrungsbei spiele beschrieben worden sind, auch in Kombination mit anderen

Merkmalen oder Schritten anderer oben beschriebener Ausfuhrungsbeispiele verwendet werden können. Bezugszeichen in den Ansprüchen sind nicht als Einschränkung anzusehen.