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Title:
SEPARATING AGENT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2002/055605
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a separating agent comprising a propellant or solvent and another component selected from a group consisting of silicones, silanes and surfactants having a single ethylenically unsaturated structural unit per molecule. The inventive separating agent can be used in a method for producing a positive impression of an object with objects which are shaped from silicone, comprising the following steps: the shape of an object which is to be shaped is moulded using addition cross-linking silicone, the addition cross-linking silicon is hardened on the object which is to be shaped, the negative mould is detached from the formed negative mould of the object to be shaped made out of hardened A silicon polymer, the negative mould of the object to be shaped is treated with an inventive separating agent, the negative mould of the object to be formed is treated with the addition cross-linking silicone and the negative mould of the shape of the negative object to be shaped is removed (positive impression of the object to be shaped), optionally followed by further processing of the positive impression). .

Inventors:
Bublewitz, Alexander (Waldstr. 27 Herborn, 35745, DE)
Reber, Jens-peter (Friedrich-Birkendahl-Str. 13 Herborn, 35745, DE)
Schleicher, Wolfgang (Ländenstr. 1 Riedenburg, 93339, DE)
Application Number:
PCT/EP2002/000136
Publication Date:
July 18, 2002
Filing Date:
January 09, 2002
Export Citation:
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Assignee:
KETTENBACH GMBH & CO.KG (Im Heerfeld 7 Eschenburg, 35713, DE)
Bublewitz, Alexander (Waldstr. 27 Herborn, 35745, DE)
Reber, Jens-peter (Friedrich-Birkendahl-Str. 13 Herborn, 35745, DE)
Schleicher, Wolfgang (Ländenstr. 1 Riedenburg, 93339, DE)
International Classes:
A61C9/00; A61K6/00; A61K6/093; A61K6/10; B29C33/64; C09D183/05; (IPC1-7): C08L83/04; A61K6/10
Foreign References:
US5270110A1993-12-14
DE2919811A11979-11-22
Attorney, Agent or Firm:
KEIL & SCHAAFHAUSEN (Cronstettenstrasse 66 Frankfurt am Main, 60322, DE)
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Claims:
Patentansprüche
1. Trennmittel mit einem Treibgas oder Lösungsmittel und einer weiteren Komponente ausgewählt aus der Gruppe umfassend Silikone, Silane und Tenside, die pro Molekül eine einzige ethylenisch ungesättigte Struktur einheit aufweisen.
2. Trennmittel nach Anspruch 1, das als ethylenisch ungesättigte Struktur einheit eine Vinylgruppe, die direkt oder über einen Spacer am SiAtom gebunden ist, aufweist.
3. Trennmittel nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass es Silane, die pro Molekül eine ethylenisch ungesättigte Struktureinheit aufweisen, wie Alkenylalkylsilane, Alkenylarylsilane, Alkenylalkylarylsi lane, Alkenyl (alkylsiloxy) silane, Alkenyl (arylsiloxy)silane, Alke nyl (alkylarylsiloxy) silane, wobei die Alkylund/oder Arylgruppen auch weitere Substituenten enthalten können ; sowie bevorzugt Silane aus der Gruppe Vinyltrimethylsilan, Vinyltriethylsilan, Vinyldiethylmethylsilan, Vinyltbutyldimethylsilan, Vinylphenyldimethylsilan, Vi nyl(trifluoromethyl)dimethylsilan, Vinyl(3, 3,3trifluorpropyl) dimethyl silan, Vinyltriphenylsilan und. Vinyltris (trimethyfsiloxy) silan, und/oder Silikonpolymere, die pro Molekül eine ethylenisch ungesättigte Struktureinheit aufweisen, wie oAlkenyl, trimethylsiloxy endge stoppte Polydialkylsiloxane, Polydiarylsiloxane und Polyalkylarylsiloxane, wobei die Alkylund/oder Arylgruppen gegebenenfalls auch weitere Substituenten enthalten können ; sowie insbesondere aVinyl, co TrimethylsiloxyPolydimethylsiloxane, und/oder zyklische Oligooder Polydialkyl, Diaryl oder alkylaryl Siloxane, die pro Molekül eine ethylenisch ungesättigte Struktureinheit aufweisen, bevorzugt zyklische Vinyloligooder Vinylpolydimethylsiloxa ne wie beispielsweise Vinylheptamethylzyklotetrasiloxan, und/oder feste oder flüssige QMHarze, die pro Molekül eine ethylenisch ungesättigte Struktureinheit aufweisen, Silandendrimere oder Siloxan dendrimere, die pro Molekül eine terminale Alkenylgruppe aufweisen, Tenside, die eine Alkenyloder SiAlkenylStruktureinheit enthalten und/oder Silikonpolymere ohne funktionelle Struktureinheiten umfaßt.
4. Trennmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, enthaltend Silikonpoly mere, zyklische Siloxane oder QMHarze, die mehr als eine ethylenisch ungesättigte Struktureinheit pro Molekül aufweisen und in Form eines statistischen Gemisches mit Verbindungen ohne ethylenisch ungesät tigte Doppelbindungen eingesetzt werden.
5. Trennmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Treibgas Propan und/oder Butan ist oder dass das Lösungsmit tel ein Aromat, Benzin, Ether, Ester, Alkohol, Keton, Aldehyd, Amin, Car bonsäure, halogeniertes Lösungsmittel, z. B. Chloroform, zyklisches oder lineares Oligooder Polysiloxan oder Wasser oder mögliche Kombinatio nen aus den oben genannten Lösungsmitteln ist.
6. Trennmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass es oberflächenaktive Verbindungen enthält.
7. Trennmittel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass es anioni sche, kationische und/oder nicht ionische Tenside enthält.
8. Trennmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass es Markierungsmittel, insbesondere Metalloxide, Metalle, Titandi oxid, Zinkoxid oder Siliciumdioxid, und/oder Farbstoffe, insbesondere lösliche Farbstoffe oder Pigmentfarbstoffe, enthält.
9. Verfahren zur Herstellung eines positiven Abdrucks eines Gegenstandes von mit Silikonen abgeformten Gegenständen umfassend folgende Schritte : Abformnahme eines abzuformenden Gegenstandes mit additionsver netzenden Silikonen, Aushärten des additionsvernetzenden Silikons am abzuformenden Gegenstand, Ablösen der gebildeten negativen Abform des abzuformenden Ge genstandes aus ausgehärtetem additionsvernetzendem Silikon Polymer, Besprühen, Bepinseln oder Eintauchen der negativen Abform des ab zuformenden Gegenstandes mit einem Trennmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 8, gegebenenfalls gefolgt durch eine visuelle Kon trolle, optisches Abtasten oder Scannen, Abformen der negativen Abform des abzuformenden Gegenstandes mit dem additionsvernetzendem Silikon und Entfernen der negativen Abform der Abform des negativen abzufor menden Gegenstandes (positiver Abdruck des abzuformenden Ge genstandes), ggf. gefolgt von einer weiteren Bearbeitung des positiven Abdrucks.
10. Verfahren zur Herstellung eines positiven Abdruckes eines Gegenstan des verbunden mit einem Sockel umfassend folgende Schritte : Abformnahme eines abzuformenden Gegenstandes mit additionsver netzenden Silikonen, Aushärten des additionsvernetzenden Silikons am abzuformenden Gegenstand, Ablösen der gebildeten negativen Abformung des abzuformenden Gegenstandes aus ausgehärtetem additionsvernetzendem Silikon Polymer, Besprühen, Bepinseln oder Eintauchen der negativen Abformung des abzuformenden Gegenstandes mit oder in einem Trennmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 8, gegebenenfalls gefolgt durch eine visu elle Kontrolle, optisches Abtasten oder Scannen, Abformen der negativen Abformung des abzuformenden Gegenstan des mit dem additionsvernetzenden Silikon, insbesondere mit extra hartem Modellsilikon, Aufbringen eines Sockelmaterials, vorzugsweise standfestes mittel bis zähfließendes additionsvernetzendes Silikon, während des Aus härtens des additionsvernetzenden Silikonmodellmaterials, um das positive Modell mit einem Sockel zu versehen und den notwendigen mechanischen Halt zu geben, Aushärten des additionsvernetzendem Silikons (extra hartes Modell silikon) und des additionsvernetzendem Silikonsockelmaterials, Entfernen der positiven Abformung mitsamt des fest verbundenen Sockels aus der negativen Abformung des abzuformenden Gegens tandes, Bearbeitung des positiven Modells zur Erstellung von Modellsegmen ten vergleichbar einem Sägestumpfmodell, bevorzugt mit einem Skalpell, einem Messer oder einer Säge, und gegebenenfalls Anfertigung eines Inlays/Onlays am oben herge stellten positiven Modell aus Kompositmaterial.
11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10, wobei als additionsvernetzende Si likone ein oder mehrere ASilikone gemäß ISO 4823 (zahnärztliche e lastomere Abformmaterialien), die bevorzugt dünnfließend, mittelflie ßend, zähfließend oder knetbar sind, und/oder 2Komponenten additi onsvernetzende Silikonmaterialien verwendet werden.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 11, wobei als additionsver netzendes SilikonModellmaterial zum Abformen des negativen Abdrucks zur Herstellung eines positiven Abdrucks des abzuformenden Gegens tands bevorzugt dünnfließende additionsvernetzende Silikone gemäß der veröffentlichten Patentanmeldungsschrift PCT/EP/9601623, die nach Aushärten ein EModul > 20 MPa und eine Shore DHärte >35 aufwei sen, oder additionsvernetzende Zahnfleischmaskenmaterialien verwen det werden.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 12, wobei der abzuformende Gegenstand ein Zahn, Gebiß oder ein Teil des Gebisses ist, die auch präpariert sein können.
14. Verfahreh nach einem der Ansprüche 9 bis 13, wobei die negative Ab form der Abform des abzuformenden Gegenstandes ein Abbild eines herzustellenden Inlays ist.
15. Verwendung eines Trennmittels nach einem der Ansprüche 1 bis 8 bei einem Verfahren, bei dem eine Trennwirkung zwischen einem ausge härteten und einem aushärtenden addtionsvernetzenden Material erfor derlich ist.
Description:
Trennmittel Die folgende Erfindung betrifft ein Trennmittel in Form eines Trennsprays mit oder ohne Treibgas und einer weiteren Komponente oder in Form eines in Lö- sungsmittel gelösten Trennmittels zum Aufpinseln oder Eintauchen und einer weiteren Komponente sowie ein Verfahren zur Herstellung eines positiven Ab- drucks eines Gegenstandes von mit Silikonen abgeformten Gegenständen.

Beim Abformen von Gegenständen wird zunächst meist mit einer elastomeren Abformmasse ein Negativabdruck erzeugt, der dann durch Ausgießen mit ei- nem weiteren Abformmaterial in ein positives Gegenstück des abzuformenden Gegenstand überführt wird. Dabei werden Abformmaterialien eingesetzt, die von einem flüssigen bis zähflüssigen oder plastischen Zustand in einen form- stabilen Zustand übergehen können. Organische und/oder anorganische Mate- rialien kommen zum Einsatz. Zu den erstgenannten gehören insbesondere Sili- kone, die durch chemische Reaktionen nach erfolgtem Abdruck aushärten und somit den abzuformenden Gegenstand in einer negativen Form wiedergeben.

Als anorganisches Material, das zur Abformung eingesetzt wird, dient insbe- sondere Gips.

In der Dentaltechnik kommt es regelmäßig auf sehr exakte Abdrucknahme an.

So werden zum Beispiel bei der Herstellung von Inlays, Onlays oder Brücken die vom Zahnarzt präparierten Zähne durch Abdrucknahme und Dublieren ab- geformt.

Die Abdrucknahme erfolgt dabei üblicherweise mit Hilfe von Silikonen, die nach Verbringen in den Mund, Aushärten und nach Entnahme, ggf. gefolgt von weiteren Verarbeitungsmaßnahmen, ein negatives Modell der Präparation er- geben. Dieses Präparationsmodell muss dann vom Zahntechniker mittels wei- terer Abdrucknahme in ein Arbeitsmodell überführt werden. Dazu wird übli- cherweise Gips verwendet.

Die Abdrucknahme d. h. das Ausgießen des Negativmodells mit additionsver- netzendem Silikon scheidet dann aus, wenn das Negativmodell selbst aus den üblicherweise vom Zahnarzt verwendeten additionsvernetzendem Silikon her- gestellt wurde. Es wäre aber von Vorteil, wenn der Zahnarzt direkt stuhlseitig den zweiten Abdruck d. h. das Ausgießen zur Herstellung eines Arbeitsmodells vornehmen könnte, unter Verwendung der additionsvernetzenden Silikone, z. B. eines extra harten Modellsilikons. Dies ist aber nicht möglich, da der Ne- gativabdruck aus additionsvernetzenden Silikonen bei Abdrucknahme mit ad- ditionsvernetzenden Silikonen mit dem Gegenabdruck untrennbar verbunden wird.

Nach dem Stand der Technik sind sogenannte Trennmittel bekannt, die nach Erstellen des ersten Abdruckes auf die Abform aufgetragen werden. Sie sollen beim Erstellen des zweiten Abdruckes von diesem ersten Negativabdruck ver- hindern, dass das zweite Abdruckmaterial an das erste bindet.

Es ist ein Isolant von DeTrey zum Isolieren von Gips gegen Gips und Gips ge- gen Kunststoff bekannt. Zum Isolieren von Modellen und Modellstümpfen wird eine Siliconisolierung der Fa. Hedent verwendet. Beide Trennmittel sind zur Isolierung von additionsvernetzenden Siliconen gegen additionsvernetzende Silicone ungeeignet.

Ein weiteres Trennmittel ist das Silikon-Spray der Fa. Orbis Dental. Dieses ist ein Universaltrennspray auf der Basis von Trimethylsiloxy endgestopptem Po- lydimethylsiloxan (nicht funktionelle Silicone) und separiert Gips gegen Gips (Stumpfmodell), Gips gegen Kunststoff (Stumpfmodellerstellung), Gips gegen Gummi (Modellsockel), Gips gegen Metall (Artikulator), Gips gegen Wachs und Kunststoff gegen Kunststoff (Modeliguß).

Obwohl dieses Trennmittel zur Isolierung von additionsvernetzenden Siliconen gegen additionsvernetzende Silicone eher geeignet ist als die o. g. Trennmittel, kann es dennoch keine ausreichende Trennwirkung zwischen additionsvernet- zenden Materialien bewirken.

Das der Erfindung zu Grunde liegende technische Problem ist es somit, eine Möglichkeit zu schaffen, mit der es gelingt aus additionsvernetzenden Silikonen hergestellte Abdrücke mit additionsvernetzenden Silikonen, insbesondere mit besonders harten Modellsilikonen abzuformen.

Das Problem wird gelöst durch ein Trennmittel in Form eines Trennsprays mit oder ohne Treibgas und einer weiteren Komponente oder in Form eines in Lö- sungsmittel gelösten Trennmittels zum Aufpinseln oder Eintauchen und einer weiteren Komponente, ausgewählt aus der Gruppe umfassend Silikone, Sili- konharze, Silane, Silandendrimere und Tenside, die pro Molekül eine einzige ethylenisch ungesättigte Struktureinheit aufweisen, bzw. statistische Gemische von Molekülen/Polymeren, die pro Molekül im Durchschnitt eine einzige ethyle- nisch ungesättigte Struktureinheit aufweisen. Vorzugsweise weist das erfin- dungsgemäße Trennmittel als ethylenisch ungesättigte Struktureinheit eine Vinylgruppe auf, die direkt oder über einen Linker (Spacer) am Si-Atom ge- bunden ist.

Im erfindungsgemäßen Trennmittel können die folgenden Verbindungen ent- halten sein : 1) Silane, die pro Molekül eine ethylenisch ungesättigte Struktureinheit aufweisen, wie Alkenylalkylsilane, Alkenylarylsilane, Alkenylalkylarylsila- ne, Alkenyl (alkylsiloxy) silane, Alkenyl (arylsiloxy)-silane, Alke- nyl (alkylarylsiloxy) silane, wobei die Alkyl-und/oder Arylgruppen auch weitere Substituenten enthalten können. Insbesondere werden Silane aus der Gruppe Vinyltrimethylsilan, Vinyltriethylsilan, Vinyldiethyl- methylsilan, Vinyl-t-butyldimethylsilan, Vinylphenyldimethylsilan, Vi- nyl (trifluoromethyl) dimethylsilan, Vinyl- (3,3,3-trifluorpropyl) dimethyl- silan, Vinyltriphenylsilan und Vinyltris- (trimethylsiloxy) silan eingesetzt.

Diese Silane können auch Bestandteil von Gemischen sein, wie sie bei der technischen Synthese der Silane entstehen. Das bedeutet, dass die Reinheit der entsprechenden Silane zwischen 50 und 100 %, insbeson- dere 75 und 100 % liegt.

Die Silane mit ungesättigter ethylenischer Struktureinheit werden bezo- gen auf die Gesamtmasse des Trennmittels in einem Gewichtsbereich von 0,01 bis 50 Gew. %, insbesondere 0,1 bis 20 Gew. % eingesetzt.

2) Silikonpolymere, die pro Molekül eine ethylenisch ungesättigte Struktur- einheit aufweisen, wie a-Alkenyl,-co-trimethylsiioxy endgestoppte Polydi- alkylsiloxane, Polydiarylsiloxane und Polyalkylarylsiloxane, wobei die Al- kyl-und/oder Arylgruppen gegebenenfalls auch weitere Substituenten enthalten können. Insbesondere werden a-Vinyl-, o-trimethylsiloxy- Polydimethylsiloxane der allgemeinen Formel mit n = 1 bis 6000 eingesetzt.

Diese Silikonpolymere können auch Bestandteil statistischer Gemische sein, wie sie nach dem Stand der Technik durch Äquilibrierung und Kon- densation erhalten werden (siehe Walter Noll in"Chemie und Technol- gie der Silicone", Verlag Chemie GmbH, Weinheim/Bergstr, 2. Auflage 1968, S. 179 ff.) Beispielsweise kann in dem erfindungsgemäßen Trennmittel ein Gemisch bestehend aus 25 % mit n = 1 bis 6000, 25 % mit n = 1 bis 6000 und 50 % mit n = 1 bis 6000 eingesetzt werden.

Die Silikonpolymere mit einer ethylenisch ungesättigten Struktureinheit werden bezogen auf die Gesamtmasse des Trennmittels in einem Ge- wichtsbereich von 0,01 bis 50 Gew. %, insbesondere 0,1 bis 20 Gew. % eingesetzt.

3) Zyklische Oligo-oder Polydialkyl-,-diaryl-oder-alkylaryl-siloxane, die pro Molekül eine ethylenisch ungesättigte Struktureinheit aufweisen.

Insbesondere werden zyklische Vinyloligo-oder Vinylpolydimethylsiloxa- ne wie beispielsweise Vinylheptamethyl-zyklotetrasiloxan eingesetzt.

Diese zyklischen Siloxane können auch in Form eines durch Äquilibrie- rung oder Kondensation hergestellten statistischen Gemisches einge- setzt werden. Die zyklischen Siloxane mit einer ethylenisch ungesättig- ten Struktureinheit werden bezogen auf die Gesamtmasse des Trenn- mittels in einem Gewichtsbereich von 0,01 bis 50 Gew. %, insbesondere 0,1 bis 20 Gew. % eingesetzt.

4) Feste oder flüssige QM-Harze (gemäß Walter Noll,"Chemie und Tech- nologie der Silicone", Verlag Chemie GmbH Weinheim, Auflage 1968, S.

3), die pro Molekül eine ethylenisch ungesättigte Struktureinheit auf- weisen. Diese QM-Harze enthalten als Q-Einheiten das tetrafunktionelle SiO4/2, als M-Baustein das monofunktionelle R3 Sisals M-Baustein das monofunktionelle R3 SiO1, 2, als T-Einheiten das trifunktionelle R SiO3/2 und als D-Einheiten das bifunktionelle R2 SiO2/2, wobei R = Vinyl-, Me- thyl-, Ethyl-und Phenyl sein kann.

Die Silikonharze können außer den Resten R noch kleine Anteile an Hydroxyl-oder Alkoxygruppen enthalten, die an die Si-Atome gebunden sind. Die QM-Harze mit einer ethylenisch ungesättigten Struktureinheit können in Form eines statistischen Gemisches, das bei deren techni- schen Herstellung entsteht, eingesetzt werden. Die genannten Silikon- harze können auch in organischen Lösungsmitteln gelöst vorliegen. Die QM-Harze werden bezogen auf die Gesamtmasse des Trennmittels in ei- nem Gewichtsbereich von 0,01 bis 50%, insbesondere 0,1 bis 20 Gew. %, eingesetzt.

5) Silandendrimere oder Siloxandendrimere, die pro Molekül eine terminale Alkenylgruppe aufweisen. Silandendrimere weisen die allgemeine Formel auf : Si Ru [ (CH2) n-Si- (CH-CH = CH2] [(CH2)n - Si- (CH2)m - CH3]3-x mit Rl = Alkyl, Aryl, vorzugsweise Methyl, Phenyl mit n = 2 bis 5 mit m = 0 bis 3 mit x = 0 bis 3 Siloxandendrimere weisen die allgemeine Formel auf: R16-m Si R2-0- (Sir22-O)n-Sir2m R16-m mit R1 = siehe oben mit R2 = Alkenyl, vorzugsweise Allyl, Vinyl mit m = 4 bis 6 mit n = 0 bis 5 Insbesondere werden eingesetzt : H3C-Si [(CH2 - CH2 - Si (CH3)3]2 (CH2 - CH2 - SiR2 - CH = CH2), Si [CH2 - CH2 - Si (CH3) 2 - CH = CH2] [CH2 - CH2 - Si (CH3) 3] 3 oder 6) Tenside, die eine Alkenyl-oder Si-Alkenyl-Struktureinheit enthalten.

Es handelt sich um anionische Tenside, insbesondere solche Derivate der Alkylsulfate, Alkylbenzolsulfonate und-phosphate, kationischen Ten- side, insbesondere Tetralkylammoniumhalogenide,-sulfate oder- acetate oder Alkylpyridiniumhalogenide, nicht ionischen Tenside, insbe- sondere Alkyl-und Alkylaryl-Polyethylenglycole und-glycolether ; Fett- säurealkylolamide, Saccharosefettsäureester, Trialkylamid, Silikontensi- de oder Fluortenside sowie amphoteren Tenside, insbesondere sulfa- tierten oder oxyethylierten Kondensationsprodukte aus Alkylphenolen und Formaldehyd, Ethylenoxid-Propylenoxid-Blockpolymerisate, modifi- zierten Polysiloxane, Polyvinyl N-alkylpyridiniumsalze oder Copolymeri- sate aus Vinylpyridin und Methacrylsäure, bei denen eine Alkylgruppe durch eine Alkenyl-oder Si-Alkenyl Struktureinheit, insbesondere eine Vinyl-und Si-Vinyl-Gruppe, substituiert ist.

7) Silikonpolymere ohne funktionelle Struktureinheiten, wie a, CD-Bis (trialkylsiloxy) endgestoppte Polydialkylsiloxane, a, co-Bis (triarylsiloxy) endgestoppte Polydiarylsiloxane und cz-Bis (alkylarylsiloxy) endgestoppte Polyalkylarylsiloxane. Insbeson- dere werden a, co-Bis (trimethylsiloxy) endgestoppte Polydimethylsiloxane der allgemeinen Formel mit n = 1 bis 6000 eingesetzt.

Das erfindungsgemäße Trennmittel in Form eines Trennsprays mit Treibgas enthält als Treibgas typischerweise Propan und/oder Butan.

Das erfindungsgemäße Trennmittel in gelöster Form zum Eintauchen oder Auftragen enthält als Lösungsmittel typischerweise organische Lösungsmittel wie Aromaten, Benzine, Ether, Ester Alkohole, Ketone, Aldehyde, Amine, Car- bonsäuren, halogenierte Lösungsmittel, z. B. Chloroform, zyklische oder lineare Oligo-oder Polysiloxane oder Wasser oder mögliche Kombinationen aus den oben genannten Lösungsmitteln.

Neben dem Treibgas bzw. Lösungsmittel enthält das erfindungsgemäße Trennmittel oberflächenaktive Verbindungen, die nach Möglichkeit während des Austretens aus einem das Trennmittel enthaltenden Behälter mit den an- deren Inhaltsstoffen keinen Schaum bilden.

Als oberflächenaktive Verbindungen werden im erfindungsgemäßen Trennmit- tel insbesondere anionische, kationische und/oder nicht ionische Tenside ein- gesetzt.

Als weitere Inhaltsstoffe können dem erfindungsgemäßen Trennmittel Mattie- rungsmittel und Färbemittel zugesetzt werden. Die Färbemittel werden der Trennmittelzusammensetzung zugesetzt um dem Anwender eine Einschätzung zu geben, ob und in welcher Schichtdicke und Gleichmäßigkeit er das Trenn- mittel auf das zu behandelnde Substrat aufgebracht hat. Der Anwender kann am Vorhandensein und Intensität der Einfärbung auf dem Substrat nach Auf- bringen des Trennmittels besser erkennen, ob weiteres Trennmittel aufge- bracht werden muss, um eine optimale Trennwirkung zu erhalten (=> visuelle Kontrolle).

Bei den genannten Färbemitteln handelt es sich um lösliche Farbstoffe oder um Pigmentfarbstoffe. Zur Verwendung gelangen gleichfalls Farbpasten aus Poly- siloxan-sowie Mineralöl-Farbstoff-Formulierungen.

Die Mattierungsmittel werden eingesetzt, um eine optische Abtastbarkeit oder Scanbarkeit des Modells mit einer Kamera oder einem Scanner zu erzielen.

Durch das Mattierungsmittel wird ein Glänzen des Modells und somit störende Reflexe beim optischen Abtasten unterdrückt. Bei der Behandlung einer Ab- formung mit einem Trennmittel, das ein Mattierungsmittel enthält, befindet sich das Mattierungsmittel zunächst auf der Abformung. Nach Einbringen und Entnahme des Modellmaterials aus der Abformung verbleibt das Mattierungs- mittel auf dem ausgehärteten Modellmaterial. Das Modell ist nun mit einer gut haftenden Schicht aus Mattierungsmittel überzogen und einer optischen Ab- tastung zugänglich.

Als Mattierungsmittel werden Metalloxide oder Metalle eingesetzt, insbeson- dere kommen Titanoxid, Zinkoxid und Siliciumdioxid zum Einsatz.

Der Mattierungsgrad hängt ab von der Korngröße der jeweiligen Mattierungs- mittel.

Erfindungsgemäß beansprucht werden auch Verfahren zur Herstellung eines positiven Abdrucks eines Gegenstandes von mit Silikonen abgeformten Gegen- ständen umfassend folgende Schritte : Abformnahme eines abzuformenden Gegenstandes mit additionsvernet- zenden Silikonen, Aushärten des additionsvernetzenden Silikons am abzuformenden Ge- genstand, Ablösen der gebildeten negativen Abformung des abzuformenden Ge- genstandes aus ausgehärtetem additionsvernetzendem Silikon-Polymer, Besprühen, Bepinseln oder Eintauchen der negativen Abformung des abzuformenden Gegenstandes mit dem bzw. in dem erfindungsgemäßen Trennmittel, gegebenenfalls gefolgt durch eine visuelle Kontrolle, opti- sches Abtasten oder Scannen, Abformen der negativen Abformung des abzuformenden Gegenstandes mit dem additionsvernetzendem Silikon, insbesondere mit extra hartem Modellsilikon und Aushärten des Modell-additionsvernetzenden Silikons, Entfernen der positiven Abformung aus der negativen Abformung des abzuformenden Gegenstandes (positiver Abdruck des abzuformenden Gegenstandes), ggf. gefolgt von einer weiteren Bearbeitung des positiven Abdrucks.

Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren, bei dem der positive Abdruck des abzuformenden Gegenstandes mit einem Sockel verbunden wird, umfas- send folgende Schritte : Abformnahme eines abzuformenden Gegenstandes mit additionsver- netzenden Silikonen, Aushärten des additionsvernetzenden Silikons am abzuformenden Gegenstand, Ablösen der gebildeten negativen Abformung des abzuformenden Gegenstandes aus ausgehärtetem additionsvernetzendem Silikon- Polymer, Besprühen, Bepinseln, Eintauchen der negativen Abformung des ab- zuformenden Gegenstandes mit dem bzw. in dem erfindungs- gemäßen Trennmittel, gegebenenfalls gefolgt durch eine visuelle Kontrolle, optisches Abtasten oder Scannen, Abformen der negativen Abformung des abzuformenden Gegenstan- des mit dem additionsvernetzenden Silikon, insbesondere mit extra hartem Modellsilikon, Aufbringen eines Sockelmaterials (standfestes mittel-bis zähfließen- des additionsvernetzendes Silikon) während des Aushärtens des ad- ditionsvernetzendem Silikonmodellmaterials, um das positive Modell mit einem Sockel zu versehen und diesem den notwendigen mecha- nischen Halt zu geben, Aushärten des additionsvernetzendem Silikons (extra hartes Modell- silikon) und des additionsvernetzendem Silikonsockelmaterials, Entfernen der positiven Abformung mitsamt des fest verbundenen Sockels aus der negativen Abformung des abzuformenden Gegens- tandes, Bearbeitung des positiven Modells mit einem Skalpell, einem Messer oder einer Säge zur Erstellung von Modellsegmenten, vergleichbar einem Sägestumpfmodell, und ggf. Anfertigung eines Inlays/Onlays am oben hergestellten positiven Modell aus Kompositmaterial mit höherer Genauigkeit und in kürzerer Zeit als im Mund des Patienten.

Als Abformmaterial für die Abformnahme zur Herstellung des negativen Ab- drucks des abzuformenden Gegenstands werden bevorzugt ein oder mehrere A-Silikone gemäß ISO 4823 (zahnärztliche elastomere Abformmaterialien) verwendet. Diese Materialien sind dünnfließende, mittelfließende, zähfließende oder knetbare additionsvernetzende Silikon-Abformmaterialien, die die Anfor- derungen nach ISO 4823 hinsichtlich ihrer Verarbeitungs-und Endeigenschaf- ten erfüllen. Es können auch Materialkombinationen von additionsvernetzen- den Silikonen gemäß der bekannten Abformtechniken wie z. B. Korrekturab- formung oder Doppelmischtechnik zum Einsatz kommen. Insbesondere werden 2-Komponenten additionsvernetzende Silikonmaterialien verwendet, die über hand-oder elektrischbetriebene Misch-und Dosiergeräten, z. B. aus Kartusche oder Folienschlauchbeuteln, ausgetragen und über statische oder dynamische Mischer homogen gemischt werden. Solche Materialien sind zum Beispiel die Handelsprodukte"Monopren transfer, Kettosil oder Panasil tray"der Firma Kettenbach GmbH & Co. KG. Diese Produkte sind im wesentlichen aus folgen- den Inhaltsstoffen aufgebaut : Füllstoffe zwischen 20 bis 80 Gew. %, a, co- Divinylpolydimethylsiloxane zwischen 30 bis 70 Gew. %, Polyhydrogensiloxane zwischen 1 bis 30 Gew. % und Platinkatalysatoren zwischen 0,1% bis 5 Gew. %, sowie Farb-und Hilfsstoffe.

Ais additionsvernetzendes Silikon-Modellmaterial zum Abformen des negativen Abdrucks zur Herstellung eines positiven Abdrucks des abzuformenden Ge- genstands werden bevorzugt dünnfließende additionsvernetzende Silikone ge- mäß der veröffentlichten Patentanmeldungsschrift PCT/EP/9601623 verwen- det, die nach Aushärten ein E-Modut > 20 MPa und eine Shore D-Härte >35 aufweisen, oder z. B. additionsvernetzende Zahnfleischmaskenmaterialien.

Als Sockelmaterial zur Fixierung der Modellzähne können standfeste mittel-bis zähfließende additionsvernetzende 2-Komponentenmaterialien verwendet wer- den, die nach Aushärten eine hohe Shore A oder Shore D-Härte aufweisen. Es handelt sich dabei um ein Bissregistriermaterial gemäß PCT/EP/9601623 Als geeignet erweisen sich insbesondere Materialien wie die Handelsprodukte "Futar und Futar D"der Firma Kettenbach GmbH & Co. KG. (Bestandteile und Zusammensetzung siehe Beispiele in der o. g. Patentschrift).

Das erfindungsgemäße Trennmittel und Verfahren wird bevorzugt eingesetzt, wenn der abzuformende Gegenstand ein Zahn, Gebiss oder ein Teil des Gebis- ses ist, die auch präpariert sein können. Das erfindungsgemäße Trennmittel und Verfahren dient insbesondere zur Herstellung einer Dentalrestauration, wie eines Inlays/Onlays. Das erfindungsgemäße Trennmittel kann in der Zahntechnik und außerhalb der Zahntechnik überall dort eingesetzt werden, wo eine Negativform auf Basis additionsvernetzenden Silikonen mit einem weiteren additionsvernetzendem Silikon abgeformt werden soll, ohne dass ein Haftverbund zwischen diesen beiden additionsvernetzenden Silikonen zustande kommt. Hierzu zählen zum Beispiel Anwendungen bei Modellbau, Halbleiter- technik, Automobilbau oder Elektroindustrie, wo eine Trennwirkung zwischen einem ausgehärteten und einem aushärtenden additionsvernetzenden Material erforderlich ist.

Beispiel 1 Herstellung eines erfindungsgemäßen Trennsprays In einem Glaskolben werden 4 Teile eines Trimethylsiloxy-endgestoppten Poly- dimethylsiloxans mit einer Viskosität von 50 mPas (bei 20°C) mit 2 Teilen ei- nes anionischen Tensids und 5 Teilen eines durch Äquilibrierung gewonnenen statistischen Gemisches, das zu 50% a-Vinyl,-Trimethylsiloxypolydimethyl- siloxan, 25% a, e3-Divinylpolydimethylsiloxan und 25% a,-Bistrimethyl- siloxypotydimethylsiloxan enthält, mit einer Viskosität von 32.000 mPas und einem Vinylgehalt von 0,02 mmol/g homogen gemischt und zusammen mit 89 Teilen einer Propan/Butan-Treibgasmischung in eine Sprühdose überführt und verschlossen.

Beispiel 2 Verwendung des erfindungsgemäßen Trennsprays aus Beispiel 1 zur Herstel- lung eines Kiefermodells Von einem Kiefer mit präparierten Zähnen wird eine Teilabformung mit einem additionsvernetzenden Silikon Kettosil der Fa. Kettenbach GmbH & Co. KG vorgenommen. Die ausgehärtete negative Abformung wird mit dem erfin- dungsgemäßen Trennspray aus Beispiel 1 besprüht. Nach kurzer Ablüftzeit wird die mit Trennspray behandelte negative Abformung mit einem additions- vernetzenden dünnfließenden extra harten Modellsilikon der Fa. Kettenbach GmbH & Co. KG ausgegossen ("additionsvernetzende 2-Komponenten Sili- konmaterialien"mit hoher Shore D-Härte und hohem E-Modul gemäß der ve- röffentlicheten Patentanmeldungsschrift PCT/EP96/01623).

Während des Aushärtens des dünnfließenden Modeilmaterials wird ein stand- festes, mittel-bis zähfließendes, additionsvernetzendes Silikon der Firma Ket- tenbach GmbH & Co. KG (Futar D) als Sockelmaterial aufgebracht. Dieses So- ckelmaterial wird mit Hilfe eines Abformträgers (z. B. Frog der Fa. GC Corp., Japan) aufgebracht, um sich mit dem Modellmaterial zu verbinden und dem positiven Modell in einem Sockel den notwendigen mechanischen Halt zu ge- ben.

Nach Aushärten der beiden additionsvernetzenden Materialien (Modellsilikon und Sockelmaterial) wird die positive Abformung mitsamt dem festverbunde- nen Sockel aus der negativen Abformung des Kiefers entfernt.

Das Modellmaterial lässt sich hierbei sehr leicht aus der Abformung entneh- men.

Das auf diese Weise hergestellte Modell zeichnet sich durch eine exakte De- tailwiedergabe, exakte Kantenschärfe und eine glatte-und blasenfreie Oberflä- che aus.

Auf diese Weise erhält der Zahnarzt sehr schnell ein präzises Arbeitsmodell zur stuhlseitigen Herstellung von Dentalrestaurationen, wie z. B. Inlays und On) ays.

Beispiel 3 (Vergleichsbeispiel, nicht erfindungsgemäß) Verwendung eines Trennsprays nach dem Stand der Technik zur Herstellung eines Kiefermodells Von einem Kiefer mit präparierten Zähnen wird eine Teilabformung mit einem additionsvernetzenden Silikon Kettosil der Fa. Kettenbach GmbH & Co. KG vorgenommen. Die ausgehärtete negative Abformung wird mit einem handels- üblichen Silicontrennspray der Fa. Orbis Dental, Art.-Nr. 43299 bestehend aus Trimethylsiloxy endgestopptem Polydimethylsiloxan (nicht funktionelle Silico- ne), Propan-/Butan-Treibgasmischung ca. 85% und Tensid ohne reaktive Gruppen sowie sonstige Hilfs-und Geruchsstoffe.] besprüht.

Nach kurzer Ablüftzeit wird die mit Trennspray behandelte negative Abformung mit einem additionsvernetzenden dünnfließenden extra harten Modellsilikon der Fa. Kettenbach GmbH & Co. KG ausgegossen ("additionsvernetzende 2- Komponenten Silikonmaterialien"mit hoher Shore D-Härte und hohem E- Modul gemäß der veröffentlichten Patentanmeldung PCT/EP96/01623).

Während des Aushärtens des dünnfließenden Modellmaterials wird ein stand- festes, mittel-bis zähfließendes, additionsvernetzendes Silikon der Firma Ket- tenbach GmbH & Co. KG (Futar D) als Sockeimaterial aufgebracht. Dieses So- ckelmaterial wird mit Hilfe eines Abformträgers (z. B. Frog der Fa. GC Corp., Japan) aufgebracht, um sich mit dem Modellmaterial zu verbinden und dem positiven Modell in einem Sockel den notwendigen mechanischen Halt zu ge- ben.

Nach Aushärten der beiden additionsvernetzenden Materialien (Modellsilikon und Sockelmaterial) wird die positive Abformung mitsamt den festverbunde- nen Sockel aus der negativen Abformung des Kiefers entfernt. Hierbei bricht das Modellmaterial an einigen Stellen aufgrund des Haftverbundes zum Ab- formmaterial ab und verbleibt teilweise in der Negativabformung stecken. An- dererseits wird an einigen Stellen Abformmaterial aus der Abformung heraus- gerissen und haftet am Modellmaterial. Abformung und Modell sind hierdurch unbrauchbar geworden. Eine Herstellung von Dentalrestaurationen ist auf die- sem fehlerhaften Modell nicht möglich.

Beispiel 4 (Vergleichsbeispiel, nicht erfindungsgemäß) Versuch der Herstellung eines Kiefermodells ohne Verwendung eines Trenn- mittels Von einem Kiefer mit präparierten Zähnen wird eine Teilabformung mit einem additionsvernetzenden Silikon Kettosil der Fa. Kettenbach GmbH & Co. KG vorgenommen.

Die negative Abformung wird ohne Vorbehandlung mit einem Trennmittel mit einem additionsvernetzenden dünnfließenden extra harten Modellsilikon der Fa. Kettenbach GmbH & Co. KG ausgegossen ("additionsvernetzende 2- Komponenten Silikonmaterialien"mit hoher Shore D-Härte und hohem E- Modul gemäß der veröffentlichten Patentanmeidung PCT/EP/9601623).

Während des Aushärtens des dünnfließenden Modellmaterials wird ein stand- festes, mittel-bis zähfließendes, additionsvernetzendes Silikon der Fa. Ketten- bach GmbH & Co. KG (Futar D) als Sockelmaterial aufgebracht. Dieses So- ckelmaterial wird mit Hilfe eines Abformträgers (z. B. Frog der Fa. GC Corp., Japan) aufgebracht, um sich mit dem Modellmaterial zu verbinden und dem positiven Modell in einem Sockel den notwendigen mechanischen Halt zu ge- ben.

Nach Aushärten der beiden additionsvernetzenden Materialien (Modellsilikon und Sockelmaterial) wird versucht die positive Abformung mitsamt dem fest- verbundenen Sockel aus der negativen Abformung des Kiefers zu entfernen.

Das Modellmaterial ist hierbei jedoch untrennbar mit der negativen Kieferab- formung verbunden.

Dieses Beispiel zeigt, dass die Herstellung eines Arbeitsmodells durch Ausgie- ßen einer negativen Form aus additionsvernetzenden Silikonen mit einem ad- ditionsvernetzenden Modellsilikon nicht möglich ist.