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Title:
SEPARATING DEVICE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/149533
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a separating device (10) for separating granular material from an air flow loaded with the granular material, comprising an inlet opening (14) for the loaded air flow, a material outlet opening (16) for the material separated from the loaded air flow, one or more air outlet openings (18a, 18b) for the unloaded air flow produced by the separation process, and a filling region (20) for material collected within the separating device (10), wherein the filling region (20) extends between the inlet opening (14) and the material outlet opening (16) and has varying cross-sections.

Inventors:
WIEN, Thomas (Spohnberg 4a, Stuhr, 28816, DE)
FLUCKE, Jan (Auf der Nordheide 24b, Hude, 27798, DE)
Application Number:
EP2019/051118
Publication Date:
August 08, 2019
Filing Date:
January 17, 2019
Export Citation:
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Assignee:
AMAZONEN-WERKE H. DREYER GMBH & CO. KG (Am Amazonenwerk 9-13, Hasbergen, 49205, DE)
International Classes:
A01C7/08; B07B7/00
Domestic Patent References:
WO2013180619A12013-12-05
Foreign References:
EP1138186A12001-10-04
AU2010200082B22016-08-04
EP2855036B12016-10-19
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Claims:
Patentansprüche

1. Abscheideeinrichtung (10) zum Abscheiden von körnigem Material aus einer mit dem körnigen Material beladenen Luftströmung, mit

- einer Einlassöffnung (14) für die beladene Luftströmung;

einer Materialauslassöffnung (16) für das aus der beladenen Luftströmung abgeschiedene Material;

einer oder mehreren Luftauslassöffnungen (18a, 18b) für die durch das Abscheiden entstehende unbeladene Luftströmung; und - einem Füllbereich (20) für sich innerhalb der Abscheideeinrichtung

(10) sammelndes Material, wobei sich der Füllbereich (20) zwischen der Einlassöffnung (14) und der Materialauslassöffnung (16) erstreckt,

dadurch gekennzeichnet, dass der Füllbereich (20) unterschiedliche Querschnitte aufweist.

2. Abscheideeinrichtung (10) nach Anspruch 1 ,

dadurch gekennzeichnet, dass sich die Fläche des Querschnitts des Füllbereichs (20) von der Einlassöffnung (14) zur Materialauslassöffnung (16) zumindest abschnittsweise verringert.

3. Abscheideeinrichtung (10) nach Anspruch 1 oder 2,

dadurch gekennzeichnet, dass der Füllbereich (20) zumindest

abschnittsweise trichterförmig ausgebildet ist.

4. Abscheideeinrichtung (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der eine oder die mehreren

Luftauslassöffnungen (18a, 18b) innerhalb einer den Füllbereich (20) begrenzenden und vorzugsweise umlaufenden Bewandung (22) angeordnet sind.

5. Abscheideeinrichtung (10) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Luftauslassöffnungen (18a, 18b) gleichmäßig über den Umfang der den Füllbereich (20) begrenzenden Bewandung (22) angeordnet sind. 6. Abscheideeinrichtung (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass die eine oder die mehreren

Luftauslassöffnungen (18a, 18b) schlitzförmig oder als Schlitzöffnungen ausgebildet sind. 7. Abscheideeinrichtung (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass oberhalb der Luftauslassöffnungen (18a,

18b) ein umlaufender Materialring (24c) angeordnet ist, wobei der oberhalb der Luftauslassöffnungen (18a, 18b) umlaufende Materialring (24c) vorzugsweise die Einlassöffnung (14) ausgebildet.

8. Abscheideeinrichtung (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche,

gekennzeichnet durch einen sich von der den Füllbereich (20)

begrenzenden Bewandung (22) nach außen erstreckenden und

vorzugsweise umlaufenden und/oder ringförmigen Steg (26).

9. Abscheideeinrichtung (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass unterhalb der Luftauslassöffnungen (18a, 18b) ein umlaufender Materialring (24a) angeordnet ist, wobei der unterhalb der Luftauslassöffnungen (18a, 18b) umlaufende Materialring (24a) vorzugsweise oberhalb des sich nach außen erstreckenden Stegs (26) angeordnet ist.

10. Abscheideeinrichtung (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass zwischen einer ersten Gruppe von

Luftauslassöffnungen (18a) und einer zweiten Gruppe von

Luftauslassöffnungen (18b) ein umlaufender Materialring (24b) angeordnet ist.

1 1. Abscheideeinrichtung (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abscheideeinrichtung (10) aus einem einstückigen Grundkörper (12), insbesondere aus Kunststoff, ausgebildet ist.

12. Dosiereinrichtung (100) zum Dosieren von körnigem Material, mit

einem Einspeiseeinlass (102) für eine mit dem körnigen Material beladene Luftströmung;

einer Abscheideeinrichtung (10) zum Abscheiden von körnigem Material aus der beladenen Luftströmung, wobei eine Einlassöffnung (14) der Abscheideeinrichtung (10) mit dem Einspeiseeinlass (102) verbunden ist; und

einer Vereinzelungseinrichtung (104), welche über eine Zuführleitung (106) mit einer Materialauslassöffnung (16) der Abscheideeinrichtung (10) verbunden und dazu eingerichtet ist, Körner aus dem körnigen Material zu vereinzeln und in einer Einzelkornströmung bereitzustellen;

dadurch gekennzeichnet, dass die Abscheideeinrichtung (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche ausgebildet ist.

13. Dosiereinrichtung (100) nach Anspruch 12, ferner umfassend:

eine Aufnahmekammer (108), in welcher die Abscheideeinrichtung (10) angeordnet ist;

einen Drucklufteinlass (1 12), über welchen der Dosiereinrichtung (100) Druckluft zum Betrieb der Vereinzelungseinrichtung (104) bereitstellbar ist; und

einen Luftkanal (1 14), welcher den Drucklufteinlass (1 12) mit der Vereinzelungseinrichtung (104) verbindet. 14. Dosiereinrichtung (100) nach Anspruch 13,

dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmekammer (108) über einen Verbindungskanal (1 10) derart mit dem Luftkanal (1 14) verbunden ist, dass das Druckniveau innerhalb der Aufnahmekammer (108) das Druckniveau innerhalb des Luftkanals (1 14) beeinflusst.

15. Dosiereinrichtung (100) nach Anspruch 14,

dadurch gekennzeichnet, dass der Luftkanal (1 14) eine Bypass-Leitung

(1 18) aufweist, welche dazu eingerichtet ist, die Druckluft an dem

Verbindungkanal vorbeizuleiten.

16. Landwirtschaftliches Gerät zum Verteilen von körnigem Material auf einer landwirtschaftlichen Nutzfläche, mit

einem zentralen Vorratsbehälter zum Bevorraten des körnigen Materials,

mehreren Dosiereinrichtungen (100), welchen das körnige Material aus dem zentralen Vorratsbehälter jeweils über eine mit dem körnigen Material beladene Luftströmung zuleitbar ist; und mehreren Säscharen zum Ablegen von vereinzelten Körnern auf der landwirtschaftlichen Nutzfläche,

wobei jede Dosiereinrichtung (100) dazu eingerichtet ist, zumindest einem Säschar Körner aus dem körnigen Material in einer Einzelkornströmung bereitzustellen;

dadurch gekennzeichnet, dass die Dosiereinrichtungen (100) nach einem der Ansprüche 12 bis 15 ausgebildet sind.

Description:
Abscheideeinrichtung

Die Erfindung betrifft eine Abscheideeinrichtung zum Abscheiden von körnigem Material aus einer mit dem körnigen Material beladenen Luftströmung nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 , eine Dosiereinrichtung zum Dosieren von körnigem Material nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 12 und ein landwirtschaftliches Gerät zum Verteilen von körnigem Material auf einer landwirtschaftlichen Nutzfläche nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 16.

Bei landwirtschaftlichen Geräten zum Verteilen von körnigem Material, wie etwa bei Sämaschinen, werden üblicherweise mehrere mit körnigem Material beladene Luftströmungen erzeugt, um das körnige Material zu Vereinzelungseinrichtungen zu transportieren. Die Vereinzelungseinrichtungen sorgen tür eine Vereinzelung der Körner des körnigen Materials, damit die vereinzelten Körner anschließend von Säscharen auf eine landwirtschaftliche Nutzfläche abgelegt werden können.

Vor den jeweiligen Vereinzelungseinrichtungen eines entsprechenden landwirtschaftlichen Geräts ist jeweils eine Abscheideeinrichtung zum Abscheiden des körnigen Materials aus der Luftströmung angeordnet. Entsprechende Abscheideeinrichtungen weisen üblicherweise einen Füllbereich für das sich innerhalb der Abscheideeinrichtung sammelnde Material auf.

Aus der Druckschrift EP 2 855 036 B1 ist beispielsweise eine Abscheideeinrichtung bekannt, deren Füllbereich im Wesentlichen zylinderförmig ausgebildet ist. Der Füllbereich wird von einer Bewandung umgeben, welche mehrere Luftdurchlässe aufweist. Wenn der Füllbereich seinen maximalen Füllstand erreicht hat, werden die Luftauslassöffnungen durch das innerhalb des Füllbereichs befindliche körnige Material im Wesentlichen verschlossen. Da der Luftanteil der mit dem körnigen Material beladenen Luftströmung in diesem Fall nicht abgeführt werden kann, kommt die Förderung von weiterem körnigen Material in Richtung der Abscheideeinrichtung zum Erliegen. Durch das Abfuhren von körnigem Material aus dem Füllbereich der Abscheideeinrichtung in Richtung der Vereinzelungseinrichtung kommt es zu einer Füllstandsabsenkung in der Abscheideeinrichtung, woraus eine erneute Freigabe der Luftauslassöffnungen der Abscheideeinrichtung resultiert. Aufgrund der Freigabe der Luftauslassöffnungen kann der Luftanteil der mit körnigem Material beladenen Luftströmung wieder abgeführt werden, sodass die Förderung von körnigem Material wieder fortgesetzt wird.

Es hat sich gezeigt, dass die Luftauslassöffnungen bekannter Abscheideeinrichtungen infolge einer Füllstandsabsenkung im Füllbereich nicht ausreichend schnell freigegeben werden, um eine ausreichend rasche Wiederaufnahme der Förderung des körnigen Materials in Richtung der Abscheideeinrichtung zu gewährleisten.

Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe besteht somit darin, die Bereitstellung von körnigem Material durch eine mit körnigem Material beladene Luftströmung für Vereinzelungseinrichtungen von landwirtschaftlichen Geräten zum Verteilen des körnigen Materials zu verbessern.

Die Aufgabe wird gelöst durch eine Abscheideeinrichtung der eingangs genannten Art, wobei der Füllbereich der erfindungsgemäßen Abscheideeinrichtung unterschiedliche Querschnitte aufweist.

Die Erfindung macht sich die Erkenntnis zunutze, dass die Freigabe der Luftauslassöffnungen bei sinkendem Füllstand über die Form des Füllbereichs veränderbar ist. Dadurch, dass der Füllbereich unterschiedliche Querschnitte aufweist, kann eine vergleichsweise rasche Füllstandsabsenkung bei einer vergleichsweise geringen Materialentnahme erreicht werden, sodass die Freigabe der Luftauslassöffnungen im Vergleich zu Abscheideeinrichtungen mit zylindrischen Füllbereichen bei gleicher Materialentnahme erheblich beschleunigt werden kann.

Die Querschnitte des Füllbereichs können sich beispielsweise in ihrer Größe und/oder Form unterscheiden. Vorzugsweise weist der Füllbereich eine Mittelachse auf, wobei die sich unterscheidenden Querschnitte in Ebenen liegen, welche orthogonal zu der Mittelachse ausgerichtet sind. Die Einlassöffnung für die mit körnigem Material beladene Luftströmung und/oder die Materialauslassöffnung weisen vorzugsweise unterschiedliche Querschnitte auf, wobei auch diese Querschnitte sich in ihrer Größe und/oder ihrer Form unterscheiden können. Die Einlassöffnung für die mit körnigem Material beladene Luftströmung und/oder die Materialauslassöffnung weisen vorzugsweise einen runden Querschnitt auf. Die Abscheideeinrichtung kann ein korbförmiges Element sein. Durch die Ausgestaltung des Füllbereichs wird außerdem eine gleichmäßigere Förderung des körnigen Materials umgesetzt.

In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Abscheideeinrichtung verringert sich die Fläche des Querschnitts des Füllbereichs von der Einlassöffnung zur Materialauslassöffnung zumindest abschnittsweise. Die Fläche des Querschnitts des Füllbereichs kann sich von der Einlassöffnung zur Materialauslassöffnung zumindest abschnittsweise stetig oder kontinuierlich verringern. Die Fläche des Querschnitts des Füllbereichs kann sich von der Einlassöffnung zur Materialauslassöffnung zumindest abschnittsweise schrittweise verringern. Alternativ oder zusätzlich kann der Füllbereich zumindest abschnittsweise Querschnittssprünge aufweisen. Außerdem kann sich die Form des Querschnitts des Füllbereichs von der Einlassöffnung zur Materialauslassöffnung zumindest abschnittsweise verändern.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Abscheideeinrichtung ist der Füllbereich zumindest abschnittsweise trichterförmig ausgebildet. Durch die Trichterform wird eine schnelle Füllstandsabsenkung erreicht, wodurch die eine oder die mehreren Luftauslassöffnungen äußerst rasch freigegeben werden. Die Einlassöffnung und die Materialauslassöffnung sind vorzugsweise gegenüberliegend angeordnet. Der trichterförmige Füllbereich kann im Wesentlichen ovale, im Wesentlichen runde und/oder im Wesentlichen mehreckige Querschnitte aufweisen.

In einer Weiterbildung der erfindungsgemäßen Abscheideeinrichtung ist der eine oder sind die mehreren Luftauslassöffnungen innerhalb einer den Füllbereich begrenzenden und vorzugsweise umlaufenden Bewandung angeordnet. Die Bewandung kann dabei beispielsweise einstückig ausgebildet sein, wobei die eine oder die mehreren Luftauslassöffnungen als Ausnehmungen in der Bewandung ausgebildet sind. Ferner kann die Bewandung mehrteilig ausgebildet sein, beispielsweise durch eine Vielzahl von nebeneinander angeordneten Stabelementen und/oder einer Vielzahl von übereinander angeordneten Ringelementen.

In einer anderen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Abscheideeinrichtung sind die mehreren Luftauslassöffnungen gleichmäßig über den Umfang der den Füllbereich begrenzenden Bewandung angeordnet. Durch die gleichmäßige Anordnung der Luftauslassöffnungen wird eine gleichmäßige Luftführung aus dem Füllbereich heraus umgesetzt, wodurch Luftverwirbelungen in der Umgebung der Abscheideeinrichtung vermieden werden. Derartige Luftverwirbelungen können die Zuführung des körnigen Materials zu der Vereinzelungseinrichtung beeinträchtigen.

In einer anderen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Abscheideeinrichtung ist die eine oder sind die mehreren Luftauslassöffnungen schlitzförmig oder als Schlitzöffnungen ausgebildet. Die Schlitzbreite ist dabei derart zu bemessen, dass das körnige Material innerhalb des Füllbereichs der Abscheideeinrichtung die eine oder die mehreren Luftauslassöffnungen nicht passieren kann. Somit wird sichergestellt, dass sämtliches Material in dem Füllbereich der Abscheideeinrichtung über die Materialauslassöffnung in Richtung der Vereinzelungseinrichtung abgegeben wird. Die schlitzförmige Ausgestaltung der einen oder der mehreren Luftauslassöffnungen erlaubt die Umsetzung eines vergleichsweise großen Anteils an Öffnungsfläche innerhalb der Bewandung des Füllbereichs.

Darüber hinaus ist eine erfindungsgemäße Abscheideeinrichtung bevorzugt, bei welcher oberhalb der Luftauslassöffnungen ein umlaufender Materialring angeordnet ist, wobei der oberhalb der Luftauslassöffnungen umlaufende Materialring vorzugsweise die Einlassöffnung ausbildet. Durch den oberhalb der Luftauslassöffnungen umlaufenden Materialring wird die Steifigkeit und Festigkeit der Abscheideeinrichtung erheblich gesteigert, sodass die Abscheideeinrichtung einerseits robust gegen externe Beanspruchung und andererseits unempfindlich gegen Druckstöße ist.

In einer Weiterbildung der erfindungsgemäßen Abscheideeinrichtung weist diese einen sich von der den Füllbereich begrenzenden Bewandung nach außen erstreckenden und vorzugsweise umlaufenden und/oder ringförmigen Steg auf. Über den sich nach außen erstreckenden ringförmigen Steg kann die Abscheideeinrichtung in eine Aufnahmekammer einer Dosiereinrichtung eingesetzt und in dieser stabil positioniert werden. Darüber hinaus führt der sich nach außen erstreckende Steg zu einer erheblichen Versteifung der Abscheideeinrichtung, wodurch das Beschädigungsrisiko durch Stoßbeanspruchung weiter reduziert wird. Der Steg kann eine im Wesentlichen runde, rechteckige oder quadratische Außenkontur aufweisen.

In einer anderen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Abscheideeinrichtung ist unterhalb der Luftauslassöffnungen ein umlaufender Materialring angeordnet, wobei der unterhalb der Luftauslassöffnungen umlaufende Materialring vorzugsweise oberhalb des sich nach außen erstreckenden Stegs angeordnet ist. Durch den unterhalb der Luftauslassöffnungen umlaufenden Materialring wird die Steifigkeit und Festigkeit der Abscheideeinrichtung erheblich gesteigert, sodass die Abscheideeinrichtung einerseits robust gegen externe Beanspruchung und andererseits unempfindlich gegen Druckstöße ist.

Außerdem ist eine erfindungsgemäße Abscheideeinrichtung vorteilhaft, bei welcher zwischen einer ersten Gruppe von Luftauslassöffnungen und einer zweiten Gruppe von Luftauslassöffnungen ein umlaufender Materialring angeordnet ist. Durch den zwischen der ersten Gruppe von Luftauslassöffnungen und der zweiten Gruppen von Luftauslassöffnungen angeordneten umlaufenden Materialring wird die Steifigkeit und Festigkeit der Abscheideeinrichtung erheblich gesteigert, sodass die Abscheideeinrichtung einerseits robust gegen externe Beanspruchung und andererseits unempfindlich gegen Druckstöße ist. Vorzugsweise sind der unterhalb der Luftauslassöffnungen umlaufende Materialring, der oberhalb der Luftauslassöffnungen umlaufende Materialring und/oder der zwischen der ersten Gruppe von Luftauslassöffnungen und der zweiten Gruppen von Luftauslassöffnungen angeordnete umlaufende Materialring koaxial und/oder in parallel zueinander ausgerichteten Ebenen angeordnet.

Ferner ist eine erfindungsgemäße Abscheideeinrichtung bevorzugt, welche aus einem einstückigen Grundkörper, insbesondere aus Kunststoff, ausgebildet ist. Vorzugsweise ist die Abscheideeinrichtung ein Kunststoffspritzgusskörper. Durch die Ausbildung aus Kunststoff kann die Abscheideeinrichtung vergleichsweise kostengünstig hergestellt werden. Außerdem erlaubt die Ausbildung aus Kunststoff die Umsetzung einer vergleichsweise komplexen Formgebung, ohne dass hierdurch die Fertigungskosten wesentlich gesteigert werden.

Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird ferner durch eine Dosiereinrichtung der eingangs genannten Art gelöst, wobei die Abscheideeinrichtung der erfindungsgemäßen Dosiereinrichtung nach einer der vorstehend beschriebenen Ausführungsformen ausgebildet ist. Hinsichtlich der Vorteile und Modifikationen der erfindungsgemäßen Dosiereinrichtung wird zunächst auf die Vorteile und Modifikationen der erfindungsgemäßen Abscheideeinrichtung verwiesen.

Die Vereinzelungseinrichtung kann beispielsweise elektromotorisch angetrieben sein. Ferner kann die Vereinzelungseinrichtung eine Vereinzelungstrommel oder eine Vereinzelungsscheibe umfassen, welche zum Vereinzeln der Körner des körnigen Materials rotatorisch angetrieben wird.

In einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Dosiereinrichtung weist diese eine Aufnahmekammer auf, in welcher die Abscheideeinrichtung angeordnet ist. Ferner weist die Dosiereinrichtung einen Drucklufteinlass auf, über welchen der Dosiereinrichtung Druckluft zum Betrieb der Vereinzelungseinrichtung bereitstellbar ist. Ferner weist die Dosiereinrichtung einen Luftkanal auf, welcher den Drucklufteinlass mit der Vereinzelungseinrichtung verbindet. Die Luft aus der einen oder den mehreren Luftauslassöffnungen der Abscheideeinrichtung strömt vorzugsweise in die Aufnahmekammer. Zwischen der Bewandung der Aufnahmekammer und der Abscheideeinrichtung ist vorzugsweise eine Ringkammer ausgebildet.

In einer anderen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Dosiereinrichtung ist die Aufnahmekammer über einen Verbindungskanal derart mit dem Luftkanal verbunden, dass das Druckniveau innerhalb der Aufnahmekammer das Druckniveau innerhalb des Luftkanals beeinflusst. In dem Luftkanal kann in dem Bereich der Einmündung des Verbindungskanals ein Düsenelement angeordnet sein. Vorzugsweise wird durch das Düsenelement ein Unterdrück in der Aufnahmekammer erzeugt, durch welchen die Materialtörderung aufrechterhalten wird.

In einer Weiterbildung der erfindungsgemäßen Dosiereinrichtung weist der Luftkanal eine Bypass-Leitung auf, welche dazu eingerichtet ist, die Druckluft an dem Verbindungskanal vorbeizuleiten. Die Druckluftströmung durch die Bypass- Leitung kann beispielsweise mittels einer Verstelleinrichtung einstellbar sein. Insbesondere kann die Verstelleinrichtung dazu eingerichtet sein, die Bypass- Leitung teilweise oder vollständig zu sperren und/oder teilweise oder vollständig freizugeben.

Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird ferner durch ein landwirtschaftliches Gerät der eingangs genannten Art gelöst, wobei die Dosiereinrichtungen des erfindungsgemäßen landwirtschaftlichen Geräts nach einer der vorstehend beschriebenen Ausführungsformen ausgebildet sind. Hinsichtlich der Vorteile und Modifikationen des erfindungsgemäßen landwirtschaftlichen Geräts wird auf die Vorteile und Modifikationen der erfindungsgemäßen Dosiereinrichtung verwiesen.

Weitere Einzelheiten der Erfindung sind der Figurenbeschreibung und den Zeichnungen zu entnehmen. Es zeigen Fig. 1 ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen

Abscheideeinrichtung in einer perspektivischen Darstellung; Fig. 2 die in der Fig. 1 dargestellte Abscheideeinrichtung in einer

Schnittdarstellung;

Fig. 3 ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Dosiereinrichtung in einer perspektivischen Darstellung;

Fig. 4 die in der Fig. 3 dargestellte Dosiereinrichtung in einer

Schnittdarstellung;

Fig. 5 die in der Fig. 3 dargestellte Dosiereinrichtung in einer weiteren

Schnittdarstellung; und

Fig. 6 die in der Fig. 3 dargestellte Dosiereinrichtung in einer weiteren

Schnittdarstellung. Die Fig. 1 und die Fig. 2 zeigen eine Abscheideeinrichtung 10 zum Abscheiden von körnigem Material aus einer mit dem körnigen Material beladenen Luftströmung.

Die Abscheideeinrichtung 10 ist aus einem einstückigen Grundkörper 12 aus Kunststoff ausgebildet und weist eine Einlassöffnung 14, eine Materialauslassöffnung 16 und mehrere Luftauslassöffnungen 18a, 18b auf.

Über die Einlassöffnung 14 kann die mit körnigem Material beladene Luftströmung in einen Füllbereich 20 der Abscheideeinrichtung 10 einströmen. In dem Füllbereich 20 kann sich körniges Material ansammeln, wobei sich der Füllbereich 20 entlang einer Mittelachse 28 und zwischen der Einlassöffnung 14 und der Materialauslassöffnung 16 erstreckt. Über die Materialauslassöffnung 16 kann das aus der beladenen Luftströmung abgeschiedene Material die Abscheideeinrichtung 10 verlassen.

Durch die Luftauslassöffnungen 18a, 18b kann die durch das Abscheiden entstehende unbeladene Luftströmung die Abscheideeinrichtung 10 verlassen. Die Luftauslassöffnungen 18a, 18b sind als schlitzförmige Ausnehmungen innerhalb einer den Füllbereich 20 begrenzenden und umlaufenden Bewandung 22 ausgebildet, wobei die Luftauslassöffnungen 18a, 18b eine erste untere Gruppe von Luftauslassöffnungen 18a und eine zweite obere Gruppe von Luftauslassöffnungen 18b umfassen. Die Luftauslassöffnungen 18a, 18b der jeweiligen Gruppen sind gleichmäßig über den Umfang der den Füllbereich 20 begrenzenden Bewandung 22 angeordnet.

Der Füllbereich 20 ist trichterförmig ausgebildet, wobei die Einlassöffnung 14 und die Materialauslassöffnung 16 gegenüberliegend angeordnet sind. Die Abscheideeinrichtung 10 ist somit als korbförmiges Element ausgebildet. Aufgrund der Trichterform verringert sich die Fläche des Querschnitts des Füllbereichs 20 kontinuierlich von der Einlassöffnung 14 zur Materialauslassöffnung 16. Mithin weist der Füllbereich 20 unterschiedliche Querschnitte auf, wobei sämtliche Querschnitte im Wesentlichen kreisförmig sind und sich in der Größe der Querschnittsfläche unterscheiden. Die Einlassöffnung 14 und die Materialauslassöffnung 16 weisen unterschiedliche Durchmesser auf.

Ferner weist der Grundkörper 12 der Abscheideeinrichtung 10 drei Materialringe 24a-24c auf, wobei die Materialringe 24a-24c koaxial zueinander angeordnet sind und in parallel zueinander ausgerichteten Ebenen liegen.

Ein umlaufender Materialring 24a ist unterhalb der Luftauslassöffnungen 18a, 18b angeordnet. Ein weiterer umlaufender Materialring 24c ist oberhalb der Luftauslassöffnungen 18a, 18b angeordnet, wobei der oberhalb der

Luftauslassöffnungen 18a, 18b umlaufende Materialring 24c die Einlassöffnung 14 ausgebildet. Ein weiterer umlaufender Materialring 24b ist zwischen der ersten Gruppe von Luftauslassöffnungen 18a und der zweiten Gruppe von Luftauslassöffnungen 18b angeordnet.

Außerdem weist die Abscheideeinrichtung 10 einen sich von der den Füllbereich 20 begrenzenden Bewandung 22 nach außen erstreckenden und umlaufenden ringförmigen Steg 26 auf. Der unterhalb der Luftauslassöffnungen 18a, 18b umlaufende Materialring 24a ist oberhalb des sich nach außen erstreckenden Stegs 26 angeordnet.

Die Fig. 3 bis 6 zeigen eine Dosiereinrichtung 100 zum Dosieren von körnigem Material. Die Dosiereinrichtung 100 umfasst einen Einspeiseeinlass 102, über welchen eine mit dem körnigen Material beladene Luftströmung in die Dosiereinrichtung 100 einleitbar ist. Der Einspeiseeinlass 102 ist mit einer Aufnahmekammer 108 verbunden, in welcher eine Abscheideeinrichtung 10 angeordnet ist. Die Abscheideeinrichtung 10 kann beispielweise gemäß der in der Fig. 1 und der Fig. 2 dargestellten Abscheideeinrichtung 10 ausgebildet sein. Die mit körnigem Material beladene Luftströmung wird über die Einlassöffnung 14 in die Abscheideeinrichtung 10 eingeleitet. Mittels der Abscheideeinrichtung 10 wird das körnige Material dann aus der beladenen Luftströmung abgeschieden. Das abgeschiedene körnige Material wird dann über eine Zuführleitung 106, welche mit der Materialauslassöffnung 16 der Abscheideeinrichtung 10 verbunden ist, einer Vereinzelungseinrichtung 104 zugeführt. Die Vereinzelungseinrichtung 104 ist dazu eingerichtet, Körner aus dem körnigen Material zu vereinzeln und einem Säschar in einer Einzelkornströmung bereitzustellen.

Außerdem weist die Dosiereinrichtung 100 einen Drucklufteinlass 1 12 und einen Luftkanal 1 14 auf. Über den Drucklufteinlass 1 12 wird der Dosiereinrichtung 100 Druckluft zum Betrieb der Vereinzelungseinrichtung 104 bereitgestellt. Der Luftkanal 1 14 verbindet den Drucklufteinlass 1 12 mit der Vereinzelungseinrichtung 104.

Die Aufnahmekammer 108, in welcher die Abscheideeinrichtung 10 angeordnet ist, ist über einen Verbindungskanal 1 10 mit dem Luftkanal 1 14 verbunden. In dem Luftkanal 1 14 ist in dem Bereich der Einmündung des Verbindungskanals 1 10 ein Düsenelement 1 16 angeordnet, durch welches innerhalb der Aufnahmekammer 108 ein Unterdrück erzeugt wird. Der Luftkanal 1 14 weist ferner eine Bypass- Leitung 1 18 auf, mittels welcher die Druckluft an dem Verbindungkanal vorbeigeleitet werden kann. Die Druckluftströmung durch die Bypass-Leitung 1 18 kann dabei mittels einer Verstelleinrichtung 120 eingestellt werden.

Die dargestellte Dosiereinrichtung 100 kann beispielsweise in einem landwirtschaftlichen Gerät zum Verteilen von körnigem Material auf einer landwirtschaftlichen Nutzfläche, etwa einer Sämaschine, zum Einsatz kommen. Ein derartiges landwirtschaftliches Gerät weist dabei üblicherweise einen zentralen Vorratsbehälter zum Bevorraten des körnigen Materials auf, wobei das körnige Material aus dem zentralen Vorratsbehälter jeweils über eine mit dem körnigen Material beladene Luftströmung mehreren Dosiereinheiten 100 zugeleitet wird. Die Dosiereinheiten 100 erzeugen jeweils eine Einzelkornströmung, welche einem Säschar zum Ablegen der vereinzelten Körner auf der landwirtschaftlichen Nutzfläche zugeleitet wird.

Bezugszeichenliste

10 Abscheideeinrichtung

12 Grundkörper

14 Einlassöffnung

16 Materialauslassöffnung

18a, 18b Luftauslassöffnungen

20 Füllbereich

22 Bewandung

24a-24c Materialringe

26 Steg

28 Mittelachse

100 Dosiereinrichtung

102 Einspeiseeinlass

104 Vereinzelungseinrichtung 106 Zuführleitung

108 Aufnahmekammer

1 10 Verbindungskanal

1 12 Drucklufteinlass

1 14 Luftkanal

1 16 Düsenelement

1 18 Bypass-Leitung

120 Verstelleinrichtung