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Patent Searching and Data


Title:
SEPARATING ELEMENT FOR SEPARATING SHEET-LIKE OR TUBULAR OR ROD-SHAPED WORKPIECES
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/150439
Kind Code:
A1
Abstract:
In the case of a separating element (1) for separating sheet-like or tubular or rod-shaped workpieces in a separating plane, the separating element (1) being mounted on a spindle (9) of a separating device and being driven to perform a rotating movement about the spindle, the separating element (1) is formed by at least two saw blades (2, 5), which lie against each other and are of different diameters, and the saw blade (2) of a larger diameter has in the region of contact with the at least one saw blade (5) of smaller diameter a smaller thickness than in a cutting region extending beyond the diameter of the at least one saw blade (5) of smaller diameter.

Inventors:
GRUBER, Heinz (Kirchtorweg 15, Bockenem, 31167, DE)
Application Number:
AT2011/000246
Publication Date:
December 08, 2011
Filing Date:
May 30, 2011
Export Citation:
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Assignee:
DYWIDAG-SYSTEMS INTERNATIONAL GMBH (Alfred-Wagner-Strasse 1, Pasching, A-4061, AT)
GRUBER, Heinz (Kirchtorweg 15, Bockenem, 31167, DE)
International Classes:
B23D61/02; B23C5/08; B23D45/16
Attorney, Agent or Firm:
CUNOW, Gerda (Cunow Patentanwalts KG, Teschnergasse 33/1/3, Wien, A-1180, AT)
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Claims:
P a t e n t a n s p r ü c h e :

1. Trennelement (1) zum Trennen von flächigen oder rohr- bzw. stangenförmigen Werkstücken in einer Trennebene, wobei das Trennelement (1) auf einer Achse (9) einer Trennvorrichtung gelagert ist, und zu einer drehenden Bewegung um die Achse angetrieben ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Trennelement (1) aus wenigstens zwei aneinander anliegenden, einen voneinander verschiedenen Durchmesser aufweisen- den Sägeblättern (2, 5) gebildet ist, und dass das einen größeren Durchmesser aufweisende Sägeblatt (2) im Anlagebereich des wenigstens einen Sägeblatts (5) kleineren Durchmessers eine geringere Dicke als in einem den Durchmesser des wenigstens einen Sägeblatts (5) kleineren Durchmessers überragenden Schneidbereich aufweist.

2. Trennelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das einen größeren Durchmesser aufweisende Sägeblatt (2) eine konvex oder konkav gekrümmte Schneidfläche auf- weist.

3. Trennelement nach Anspruch 1 oder 2 , dadurch gekennzeichnet, dass die Schneide (8) des wenigstens einen Sägeblatts (5) kleineren Durchmessers mit der Dreh- bzw. An- triebsachse (9) einen spitzen Winkel (a) einschließt.

4. Trennelement nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Sägeblätter (2, 5) unterschiedlichen Durchmessers auf voneinander getrennten Dreh- bzw. An- triebsachsen (9) gelagert sind.

5. Trennelement nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Sägeblätter (2, 5) unterschiedli- chen Durchmessers mit voneinander verschiedener Umdrehungsgeschwindigkeit angetrieben sind.

6. Trennelement nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekenn- zeichnet, dass die Sägeblätter (2, 5) unterschiedlichen Durchmessers zu einer gegenläufigen Drehung angetrieben sind.

7. Trennelement nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehachse (n) (9) des Sägeblatts bzw. der Sägeblätter (2, 5) über ein Winkelgetriebe oder einen Riemengetriebe angetrieben ist (sind) .

8. Trennelement nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Sägeblätter (2, 5) unterschiedlichen Durchmessers aus verschiedenen Materialien und/oder mit einer voneinander verschiedenen Schneidengeometrie ausgebildet sind. 9. Trennelement nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Sägeblatt (2) größeren Durchmessers als Trennscheibe ausgebildet ist und das wenigstens eine Sägeblatt (5) kleineren Durchmessers als Entgratungs- bzw. Anfasungs- sägeblatt ausgebildet ist .

10. Trennelement nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass auf beiden Seiten des Sägeblatts (2) größeren Durchmessers ein Sägeblatt (5) kleineren Durchmessers angeordnet ist.

11. Trennelement nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die zwei Sägeblätter (5) kleineren Durchmessers zu einer gleichsinnigen Rotationsbewegung angetrieben sind.

12. Trennelement nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Sägeblatt bzw. die Sägeblätter (5) kleineren Durchmessers als Anf sungssägeblätter mit einer im Vergleich zum Sägeblatt (2) größeren Durchmessers vergrößerten Breite (10) der Schneide (11) ausgebildet ist bzw. sind.

Description:
TRENNELEMENT ZUM TRENNEN VON FLÄCHIGEN ODER ROHR- BZW.

STANGENFÖRMIGEN WERKSTÜCKEN

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Trennelement zum Trennen von flächigen oder rohr- bzw. stangenförmigen Werkstücken in einer Trennebene, wobei das Trennelement auf einer Achse einer Trennvorrichtung gelagert ist, und zu einer drehenden Bewegung um die Achse angetrieben ist. Trennelemente, wie Sägen, Trennschleifer oder auch Trennjäger werden zum Trennen bzw. Schneiden von harten Materialien, wie Metall, Stein, Beton und anderen Werkstoffen seit einer Vielzahl von Jahren erfolgreich eingesetzt und es ist mit derartigen Elementen, aufgrund der hohen Drehzahl der zur Anwendung gelangenden Schleifscheiben bzw. Sägeblätter oder Trennscheiben möglich, rasch und zuverlässig auch harte bzw. schwer zu bearbeitende Materialien zu trennen.

Je nach zu trennendem bzw. zu bearbeitendem Material werden die unterschiedlichsten Formen bzw. Konstruktionen von

Trennvorrichtungen eingesetzt, die in Abhängigkeit von dem zu trennenden Material auf die speziellen Erfordernisse desselben angepasst sind, wie beispielsweise zum Trennen von rohrförmigen Gegenständen, Vorrichtungen, welche einer- seits in der Lage sind, den rohrförmigen Gegenstand ortsfest zu halten und andererseits zusätzlich zum Antreiben der Schleifscheibe mit hoher Geschwindigkeit auch in der Lage sind, die gesamte Schleifvorrichtung um den zu trennenden, rohrförmigen Gegenstand zu bewegen, um eine glatte und in einer Ebene befindende Schneidfläche des zu trennenden, langgestreckten Werkstücks zu erzielen. Für das Trennen von flächigen Gegenständen wird häufig entweder der flächige Gegenstand in Bezug auf die Trennvorrichtung ver- schoben oder aber die gesamte Trennvorrichtung gleichmäßig über die Oberfläche des zu trennenden Gegenstands gezogen, um wiederum entsprechend genaue Schnittflächen bzw. Schnittkanten zu erzielen.

Aus der DE 101 22 143 AI ist eine Vorrichtung zum Abschneiden eines Rohrs bekanntgeworden, welche eine Spannvorrichtung zum Einspannen eines Rohrs sowie eine Fräseinheit zum Abschneiden des Rohrs umfasst, wobei die Fräseinheit wenig- stens ein Kreissägeblatt aufweist, welches zu einer Bewegung auf einer einen kleineren Durchmesser als das zu trennende Werkstück aufweisenden Kreisbahn um das Werkstück herumgeführt ist, wodurch das rohrförmige Werkstück durchtrennt und abgelängt wird. Bei einem derartigen Abschneiden bzw. Durchtrennen eines rohrförmigen bzw. stabförmigen Gegenstands ist ein wesentliches den Durchsatz und die Genauigkeit der Bearbeitung verringerndes Moment durch die nach dem Durchtrennen erforderlichen Nachbearbeitungs- schritte, wie beispielsweise durch das Entgraten des durch- trennten, langgestreckten Gegenstands bzw. auch gegebenenfalls des Anfasens desselben, bewirkt.

Grate entstehen auch beim Durchtrennen von flächigen Werkstücken mit einem Trennelement bzw. einem sich schnell dre- henden Sägeblatt. Hierbei werden Grate in Abhängigkeit von dem Eingriff des Sägeblatts bzw. des Trennelements typischerweise auf der der Eingriffsseite des Sägeblatts entgegengesetzten Oberflächenseite des langgestreckten Werkstücks ausgebildet, wodurch zusätzlich zu dem Erfordernis einer Nachbearbeitung üblicherweise auch eine gesonderte Vorrichtung eingesetzt werden muss, welche auf der von der Eingriffsseite des Trennelements abgewandten Seite bzw. gegenüberliegenden Seite zur Anwendung bzw. zum Eingriff ge- bracht wird, wodurch sich die Produktionsgeschwindigkeit von endbearbeiteten flächigen Elementen stark verringert.

Die vorliegende Erfindung zielt nun darauf ab, ein Trenn- element zur Verfügung zu stellen, mit welchem es möglich ist, gleichzeitig flächige bzw. Stab- oder rohrförmige Werkstücke in einer Trennebene zu trennen, zu entgraten sowie gegebenenfalls mit einer Fase zu versehen und/oder anzulassen, so dass eine weitere Nachbearbeitung der ge- trennten, flächigen oder rohr- bzw. stangenförmigen Werkstücke nicht erforderlich ist .

Zur Lösung dieser Aufgabe ist das erfindungsgemäße Trennelement im wesentlichen dadurch gekennzeichnet, dass das Trennelement aus wenigstens zwei aneinander anliegenden, einen voneinander verschiedenen Durchmesser aufweisenden Sägeblättern gebildet ist, und dass das einen größeren Durchmesser aufweisende Sägeblatt im Anlagebereich des wenigstens einen Sägeblatts kleineren Durchmessers eine ge- ringere Dicke als in einem den Durchmesser des wenigstens einen Sägeblatts kleineren Durchmessers überragenden Schneidbereich aufweist. Dadurch, dass das Trennelement aus wenigstens zwei aneinander anliegenden Sägeblättern gebildet ist, welche einen voneinander verschiedenen Durchmesser aufweisen, gelingt es mit einem einzigen Arbeitsvorgang, ein flächiges oder rohr- bzw. stangenförmiges Werkstück zu trennen und gleichzeitig die der Trennebene benachbarten Flächen zu bearbeiten. Hiebei wird durch das Sägeblatt größeren Durchmessers der zu trennende Gegenstand getrennt und in Abhängigkeit von der erlaubten Eindringtiefe des Sägeblatts kleineren Durchmessers in ein und demselben Arbeitsgang die Oberfläche des getrennten Gegenstands endbearbeitet, wie beispielsweise entgratet und/oder angefast. Aufgrund der extrem hohen Drehgeschwindigkeiten die zum Trennen der flächigen oder rohr- bzw. stangenförmigen Werkstücke zum Einsatz gelangenden Trennscheiben, welche Umdrehungszahlen im Bereich bis 10.000 bis 15.000 U/min aufwei- sen, wird insbesondere beim Trennen von metallischen Werkstücken größerer Dicke, durch die durch den Schneidvorgang bewirkte große Wärmeentwicklung während der Eingriffsdauer des Sägeblatts kleineren Durchmessers die Oberfläche des zu trennenden Werkstücks, angelassen bzw. vergütet, so dass es vor gegebenenfalls erforderlichen weiteren Arbeitsschritten am Endbereich des getrennten Werkstücks, wie beispielsweise Schneiden eines Gewindes nicht mehr erforderlich ist, ein Anlassen bzw. eine Oberflächenvergütungsbehandlung durchzuführen und somit auch weiterführende Arbeitsschritte an dem getrennten Werkstück durch die während dem Trennen erzielte Materialvergütung, rascher und präziser ausgeführt werden, wodurch der Gesamtproduktionsdurchsatz stark erhöht werden kann. Indem weiterhin das einen größeren Durchmesser aufweisende Sägeblatt im Anlagebereich des wenigstens einen Sägeblatts kleineren Durchmessers eine geringere Dicke als in einem den Durchmesser des wenigstens einen Sägeblatts kleineren Durchmessers überragenden Schneidbereich aufweist, gelingt es, die oben beschriebenen Arbeitsvorgänge, insbesondere das Trennen und Nachbearbeiten der Oberfläche des getrennten Werkstücks, insbesondere metallischen Werkstücks so durchzuführen, dass aufgrund des Übergreifens der Sägeblätter zwischen den wenigstens zwei zum Einsatz gelangenden Sägeblättern bzw. Trennscheiben kein unerwünschter Spalt verbleibt, welcher wiederum die Ausbildung eines Grats bzw. einer Oberflächenverformung ermöglichen würde. Durch diese Ausbildung des erfindungsgemäßen Trennelements gelingt es somit, flächige oder rohr- bzw. stangenförmige Werkstücke, insbesondere metallische Werkstücke, gleichzeitig zu trennen und zu bearbeiten, ohne dass ein Grat nach dem Bearbeitungsschritt zurückbleibt. Durch entsprechende Wahl des Durchmesserverhältnisses der wenigstens zwei zum Einsatz gelangenden Trennelemente kann weiterhin neben dem Durchtrennen und Entgraten des Werkstücks auch eine weitere Oberflächenbearbeitung, wie ein Anfasen und bei metallischen Werkstücken eine Vergütung erzielt werden.

Um die Schnittkante des zu trennenden, flächigen oder rohr- bzw. stangenförmigen Werkstücks noch glatter und insbesondere gratfreier auszubilden, ist das Trennelement gemäß der vorliegenden Erfindung bevorzugt so weitergebildet, dass das einen größeren Durchmesser aufweisende Sägeblatt eine konvex oder konkav gekrümmte Schneidfläche aufweist. Indem das einen größeren Durchmesser aufweisende Sägeblatt eine konvex oder konkav gekrümmte Schneidfläche aufweist, gelingt ein noch gleichmäßigerer Schnitt bei gleichzeitigem Entgraten und/oder Anfasen der zu trennenden, flächigen oder rohr- bzw. stangenförmigen Werkstücke, so dass eine weitere Materialvorbereitung für eine nachfolgende Bearbeitung, beispielsweise ein nachfolgendes Verschweißen, rascher und zuverlässiger durchgeführt werden kann.

Um insbesondere neben einem Trennen eines flächigen oder rohr- bzw. stangenförmigen Werkstücks gleichzeitig eine Fase entsprechender Geometrie des getrennten Werkstücks für eine nachfolgende Verschweißung bzw. als Anschliff für eine. mögliche Schweißnaht auszubilden, ist die Erfindung bevorzugt so weitergebildet, dass die Schneide des wenigstens einen Sägeblatts kleineren Durchmessers mit der Dreh- bzw. Antriebsachse einen spitzen Winkel einschließt, so dass in einem Arbeitsgang neben einer glatten Schnittfläche ohne Grate ein entsprechender Anschliff für eine nachfolgende Verschweißung erzielbar ist. Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist das Trennelement derart weitergebildet, dass die Sägeblätter unterschiedlichen Durchmessers auf voneinander getrennten Dreh- bzw. Antriebsachsen gelagert sind. Indem die Sägeblätter unterschiedlichen Durchmessers auf voneinander ge- trennten Dreh- bzw. Antriebsachsen gelagert sind, gelingt es die Sägeblätter unterschiedlichen Durchmessers voneinander getrennt anzutreiben, so dass es beispielsweise in ein und demselben Arbeitsgang gelingt, einen flächigen oder rohr- bzw. stangenförmigen Gegenstand bzw. ein Werkstück zu trennen und gleichzeitig die Oberfläche des getrennten Werkstücks im Bereich der Schnittfläche anzulassen, wodurch nicht nur eine glatte Schnittfläche, sondern auch eine Materialvergütung der der Schnittfläche benachbarten Endbereiche erzielt wird, wodurch die Produktsgeschwindigkeit und insbesondere die Durchsatzgeschwindigkeit durch eine Trennvorrichtung deutlich erhöht werden kann.

Um das gleichzeitige Trennen und Nachbearbeiten der zu trennenden flächigen oder rohr- bzw. stangenförmigen Werk- stücke noch weiter an die jeweiligen Erfordernisse anpassen zu können, ist das erfindungsgemäße Trennelement bevorzugt so weitergebildet, dass die Sägerblätter unterschiedlichen Durchmessers mit voneinander verschiedener Umdrehungsgeschwindigkeit angetrieben sind. Durch Antreiben der Säge- blätter unterschiedlichen Durchmessers mit voneinander verschiedener Umdrehungsgeschwindigkeit ist nicht nur ein Trennen und Entgraten eines zu trennenden Werkstücks in ein. und demselben Arbeitsgang möglich, sondern es kann durch entsprechende Drehzahlregelung des Sägeblatts kleineren Durchmessers auch ein Anlassen des zu trennenden Werkstücks im Bereich der Trennfläche vorgenommen werden, so dass beispielsweise bei stangenförmigen Werkstücken unmittelbar nach Beendigung des Trennvorgangs ein Gewinde eingeschnitten werden kann, welches aufgrund des vorgenommenen Warm- vergütungsVorgangs eine erhöhte Standzeit aufweist und beispielsweise nicht während einer Beanspruchung ausgeschlagen oder verzogen wird.

Um insbesondere beim Trennen eines flächigen Werkstücks einen auf der von der Eingriffsseite des Trennelements bzw. Sägeblatts abgewandten Seite ausgebildeten Grat mit Sicherheit entfernen zu können, ist das erfindungsgemäße Trenn- element bevorzugt so weitergebildet, dass die Sägeblätter unterschiedlichen Durchmessers zu einer gegenläufigen Drehung angetrieben sind. Dadurch, dass die Sägeblätter unterschiedlichen Durchmessers zu einer gegenläufigen Drehung angetrieben sind, gelingt es beim Trennen von flächigen Werkstücken, die Trennelemente so zum Einsatz zu bringen, dass das Sägeblatt größeren Durchmessers auf der einen Seite des zu trennenden Werkstücks zum Einsatz gebracht wird und das Werkstück trennt und mit dem Sägeblatt kleineren Durchmessers, welches gegenläufig angetrieben ist, gleich- zeitig der auf der von der Eingriffsseite des Sägeblatts größeren Durchmessers abgewandten Seite gebildete Grat entfernt wird. Durch den Antrieb zur gegenläuf gen Bewegung gelingt es weiterhin die von der Eingriffsseite des Sägeblatts größeren Durchmessers abgewandte Oberfläche nicht nur zu entgraten, sondern beispielsweise für ein nachfolgendes Verschweißen anzufasen, wodurch jegliche Nachbearbeitung eines zu trennenden Werkstücks vermieden und die Durchsatzgeschwindigkeit drastisch erhöht werden kann. Indem, wie dies einer bevorzugten Weiterbildung der vorliegenden Erfindung entspricht, die Drehachse (n) des Sägeblatts bzw. der Sägeblätter über ein Winkelgetriebe oder einen Riemengetriebe angetrieben ist (sind) , gelingt es, das Trennelement gemäß der vorliegenden Erfindung mit jeglicher Art von Winkelschleifern bzw. Trennschleifern zum Einsatz zu bringen, so dass eine extrem vielseitige Anwendbarkeit der Trennelement gemäß der vorliegenden Erfindung ermöglicht wird und die unterschiedlichsten, insbesondere metallischen Werkstücke in ein und demselben Arbeitsvorgang geschnitten und nahezu beliebig nachbearbeitet werden können. Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausbildung der vorliegenden Erfindung ist das Trennelement dadurch gekennzeichnet, dass die Sägeblätter unterschiedlichen Durchmessers aus verschiedenen Materialien und/oder mit einer voneinander verschiedenen Schneidengeometrie ausgebildet sind. Indem die Sägeblätter unterschiedlichen Durchmessers aus verschiedenen Materialien und/oder mit einer voneinander verschiedenen Schneidengeometrie ausgebildet sind, gelingt eine noch weitere Anpassbarkeit an unterschiedlichen Materialien und Geometrien der zu schneidenden bzw. zu trennen- den Werkstücke sowie bereits beim Trennen der Werkstücke eine gezielte Bearbeitung für einen nachfolgenden Einsatzzweck des zu trennenden Werkstücks . Hiebei kann unabhängig von dem Trennvorgang ein Anfasen, Entgraten, Polieren bzw. bei metallischen Werkstücken auch ein Vergüten des Endbe- reichs des getrennten Werkstücks in ein und demselben Arbeitsgang erzielt werden, wodurch die Produktionsdauer gegenüber herkömmlichen Trenn- und Nachbearbeitungsverfahren, welche in wenigstens zwei Schritten durchgeführt werden müssen, deutlich herabgesetzt ist.

Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist be- vorzugt das Trennelement so weitergebildet, dass das Sägeblatt größeren Durchmessers als Trennscheibe ausgebildet ist und das wenigstens eine Sägeblatt kleineren Durchmessers als Entgratungs- bzw. Anfasungssägeblatt ausgebildet ist, so dass an die getrennten, flächigen und/oder stab- bzw. rohrförmigen, metallischen Gegenstände eine auf ihren nachfolgenden Einsatzzweck angepasste Geometrie der Fase gleichzeitig mit dem Trennen des Gegenstands ausgebildet werden kann, so dass sie unmittelbar nach ihrem Trennen einer Weiterverarbeitung, wie beispielsweise einem Ver- schweißen, einem Gewindeschneiden oder dgl. zugeführt werden können, ohne dass weitere Nachbearbeitungsschritte erforderlich wären.

Indem, wie dies einer bevorzugten Weiterbildung der vorlie- genden Erfindung entspricht, dass Trennelement so ausgebildet ist, dass auf beiden Seiten des Sägeblatts größeren Durchmessers ein Sägeblatt kleineren Durchmessers angeordnet ist, gelingt es in einem Arbeitsgang beide einer Trennfläche benachbarten Seiten eines zu trennenden Werkstücks während dem Schneiden des Werkstücks die Oberfläche zu bearbeiten wie z.B. zu entgraten, anzufasen und/oder, sofern dies erforderlich erscheint, auch anzulassen, wodurch eine weitere Zeitersparnis und somit Erhöhung des Durchsatzes erzielbar ist.

Um insbesondere eine gleichmäßige Bearbeitung der zwei freien Endbereiche nach der Durchtrennung eines flächigen oder rohr- bzw. stangenförmigen Werkstücks zu erzielen, ist die Erfindung bevorzugt so weitergebildet, dass die zwei Sägeblätter kleineren Durchmessers zu einer gleichsinnigen Rotationsbewegung angetrieben sind. Indem die zwei Sägeblätter kleineren Durchmessers zu einer gleichsinnigen Ro- tationsbewegung angetrieben sind, wird sichergestellt, dass einerseits beide freien Endbereiche eines durchtrennten, flächigen oder rohr- bzw. stangenförmigen Werkstücks in vollständig gleicher Weise bearbeitet sind und andererseits kann mit einer derartigen Ausbildung mit einem relativ ein- fächeren Getriebe das Auslangen gefunden werden, so dass insgesamte die Trennvorrichtung aparativ vereinfacht und somit die Standzeit einer derartigen Vorrichtung erhöht werden kann. Um insbesondere nach dem Trennen eines flächigen oder rohr- bzw. stangenförmigen Werkstücks einen möglichst breiten Endbereich zur Verfügung zu haben, welcher für gegebenenfalls erforderliche, weitere Arbeitsschritte, wie ein Verschweißen, Einschneiden eines Gewindes oder dgl . zur Verfü- gung steht, ist die Erfindung bevorzugt so weitergebildet, dass das Sägeblatt bzw. die Sägeblätter kleineren Durchmessers als Anfasungssägeblätter mit einer im Vergleich zum Sägeblatt größeren Durchmessers vergrößerten Breite der Schneide ausgebildet ist bzw. sind. Das Ausbilden von rela- tiv breiten, freien Endbereichen durch das Vorsehen von wenigstens einem Sägeblatt kleineren Durchmessers als Anfa- sungsSägeblatt bewirkt darüber hinaus, dass aufgrund der großen Wärmemenge, welche während dem Trennen der flächigen oder rohr- bzw. stangenförmigen Werkstücke entsteht, dieser freie Endbereich entsprechend vergütet wird, wodurch die Standzeit der mit den erfindungsgemäßen Trennelementen erzielten Produkte weiter erhöht wird. Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. In dieser zeigt: Fig. 1 einen schematischen Schnitt durch ein Trennelement gemäß der vorliegenden Erfindung, wobei in Fig. la ein Trennelement mit zwei Sägeblättern unterschiedlichen Durchmessers dargestellt ist, und in Fig. lb ein Trennelement dargestellt ist, welches ein Sägeblatt größeren Durchmes- sers und zwei damit verbundene Sägeblätter kleineren Durchmessers aufweist,

Fig. 2 ein Trennelement, in welchem das Sägeblatt größeren Durchmessers eine konvex gekrümmte Schneidfläche aufweist,

Fig. 3 eine analoge Darstellung zu Fig. 2, in welcher das Sägeblatt größeren Durchmessers eine konkav gekrümmte Schneidfläche aufweist, Fig. 4 ein Trennelement gemäß der vorliegenden Erfindung, in welchem zwei Sägeblätter kleineren Durchmessers vorgesehen sind, deren Schneiden jeweils mit einer Antriebsachse der Trennelemente einen spitzen Winkel einschließen, und Fig. 5 ein Trennelement der vorliegenden Erfindung, in welchem zwei Sägeblätter kleineren Durchmessers vorgesehen sind, welche gegenüber dem Sägeblatt größeren Durchmessers eine erhöhte bzw. vergrößerte Breite der Schneide aufweisen.

In Fig. 1 mit 1 schematisch ein Trennelement dargestellt, welches aus wenigstens zwei Sägeblättern ausgebildet ist, die einen voneinander verschiedenen Durchmesser aufweisen. Das Sägeblatt größeren Durchmessers ist hiebei mit 2 bezeichnet und weist in der schematischen Darstellung gemäß Fig. la einen Zentralbereich 3 auf, welcher eine gegenüber dem Schneidenbereich 4 geringere Dicke besitzt. Exakt mit demselben Durchmesser wie der Zentralbereich 3 des Sägeblatts 2 größeren Durchmessers ist ein weiteres Sägeblatt kleineren Durchmessers 5 ausgebildet, welches in dem Bereich kleineren Durchmessers des Sägeblatts 2 eingepasst ist und welches bei einem Einsatz zum Trennen von flächigen oder rohr- bzw. stangenförmigen Werkstücken während eines Durchtrennens des Werkstücks mit dem Sägeblatt 2 an der Eingriffsseite des Sägeblatts 2 gebildete Grate entfernt. Gleichzeitig gelingt es hierbei, nicht nur Grate an einem Werkstück zu entfernen, sondern je nach gewählter Ein- griffstiefe des Sägeblatts 5 in das Werkstück eine Fase für beispielsweise Schweißnähte oder für ein nachfolgendes Gewindeschneiden auszubilden, so dass beispielsweise bei Verbindung von zwei mit derartigen Fasen versehenen, rohr- förmigen Elementen mittels einer Muffe ein gleichbleibender Außendurchmesser der miteinander verbundenen, rohrförmigen Elemente beibehalten werden kann.

Bei der Darstellung gemäß Fig. lb, in welcher eine analoge Ausbildung eines Trennelements gezeigt ist, sind die Be- zugszeichen von Fig. la beibehalten, wobei abweichend von Fig. la zwei Sägeblätter 5 kleineren Durchmessers in Anlage an ein Sägeblatt 2 größeren Durchmessers angeordnet sind. Bei einer derartigen Ausbildung des Trennelements 1 gelingt es, flächige oder rohr- bzw. stangenförmige Werkstücke zu trennen und gleichzeitig beide der Trennebene benachbarten, freien Enden des getrennten Werkstücks zu entgraten, anzu- fasen bzw. im Fall von Stahl aufgrund der großen Wärmeentwicklung auch zu anzulassen, so dass nach einem Trennen un- mittelbar eine weitere Verarbeitung des getrennten Werkstücks vorgenommen werden kann, wie beispielsweise das Schneiden eines Gewindes, das Verlöten von zwei getrennten Elementen oder dgl .

Um insbesondere eine abgerundete Schnittkante zu erzielen, welche auch an der von der Eindringseite des Schneidelements abgewandten Seite keine oder nur äußert geringe Grate aufweist, ist die erfindungsgemäße Vorrichtung gemäß Fig. 2 so ausgebildet, dass das Sägeblatt 2 größeren Durchmessers eine konvex gekrümmte Schneidfläche 6 aufweist. Die weitere Ausbildung der Darstellung gemäß Fig. 2 ist analog zu jener von Fig. lb, wobei zwei Sägeblätter kleineren Durchmessers 5 an den Bereich kleinerer Dicke 3 des Säge- blatts 2 größeren Durchmessers in Anlage angeordnet sind, um den Bereich der Schneidkante gleichzeitig zu Entgraten, mit einer Fase zu versehen oder dgl. vorzunehmen.

Das Trennelement gemäß Fig. 3 ist hiebei wiederum, wie je- nes von Fig. 2 aufgebaut, wobei die Schneidfläche 7 im Gegensatz zu jener von Fig. 2 konkav ausgebildet ist. Mit einer konkaven Krümmung der Schneidfläche 7 gelingt ein scharfes Einschneiden in den flächigen oder rohr- bzw. stangenförmigen zu trennenden Gegenstand, so dass eine scharfe Schnittkante gebildet ist und mit den zwei Sägeblättern kleineren Durchmessers 5 unmittelbar ein Anfasen für eine nachfolgende Verschweißung bzw. eine Vergütung der der Schneidfläche benachbarten Bereiche des getrennten Gegenstands durchgeführt wird, um Endbereiche des getrennten Gegenstands zu erzielen, welche verbesserte Materialeigenschaften aufweist. Die Ausbildung von Fig. 4 ist für die Ausbildung von Fasen, die beispielsweise als Lötnuten geeignet sind, einsetzbar, bei welcher das Sägeblatt größeren Durchmessers 2 analog zur Darstellung von Fig. lb ausgebildet ist und die an den Durchmesser des Bereichs kleinerer Dicke 3 des Sägeblatts 2 angepassten Sägeblätter kleineren Durchmessers 5 so ausgebildet sind, dass ihre Schneide 8 mit einer schematisch dargestellten Drehachse 9 einen spitzen Winkel α einschließen. Eine derartige Ausbildung ist insbesondere für einen Einsatz in einem Winkelschleifer oder dgl . geeignet, mit welchem insbesondere flächige Werkstücke getrennt werden und deren Schneidkanten nach einem Trennen sowohl gratfrei als auch, beispielweise eine für ein weiteres Verlöten geeignete Fase aufweisen müssen. Durch die Neigung der Schneidflächen 8 zu der Horizontalen gelingt es eine Fase herzustellen, welche ebenfalls geneigt zur Waagrechten ist, so dass unmittelbar beim Schneiden des Gegenstands eine Lötnut für ein nachfolgendes Verlöten hergestellt wird. Darüber hinaus kann eine derartige Ausbildung so eingesetzt werden, dass auch ein während des Trennens des Gegenstands auf der von der Eingriffsseite des Sägeblatts größeren Durchmessers 2 abgewandten Oberfläche des flächigen Gegenstands ausgebildete Grate zuverlässig entfernt werden können.

Die Ausbildung gemäß Fig. 5 weist zwei Sägeblätter kleineren Durchmesser 5 auf, welche wiederum in den Bereich kleinerer Dicke 3 des Sägeblatts größeren Durchmessers 2 eingesetzt sind. Die Sägeblätter kleineren Durchmessers 5 sind bei der Ausbildung gemäß Fig. 5 mit einer gegenüber dem Sägeblatt 2 größeren Durchmessers erhöhter Breite 10 ausgebildet, so dass vergrößerte bearbeitete Endbereiche der getrennten Gegenstände erzielt werden können, welche entweder angefast oder gegebenenfalls angelassen sind, so dass unmittelbar nach einem Trennen des Werkstücks beispielsweise ein Gewinde auf den Endbereich geschnitten werden kann, ohne dass eine weitere Vorbereitung des Werkstücks erfor- derlich ist.

Die Trennelemente 1 gemäß der vorliegenden Erfindung sind in einer Vielzahl von Vorrichtungen anwendbar, wie Winkelschleifern, Trennschleifern oder feststehenden Geräten, mit welchen beispielsweise rohr- oder stangenförmige Werkstücke entlang einer definierten Trennebene getrennt werden können. Durch die spezifische Ausführung und insbesondere durch die Vielzahl von Variationsmöglichkeiten des Trennelements gemäß der Erfindung gelingt es neben einem einfa- chen Trennen, der zu trennenden Werkstücke auch, Oberflächenbereiche nahe der Schnittkante anzulassen, anzufasen, zu entgraten und an diesem Oberflächenbereich gegebenenfalls zusätzlich eine art Anschliff, welcher für ein nachfolgendes Verlöten bzw. Verschweißen hilfreich ist, auszu- bilden. Insgesamt wird durch Einsatz eines derartigen Trennelements die Produktsgeschwindigkeit drastisch erhöht, da ein Nachbearbeitungsschritt, welcher üblicherweise erforderlich wäre, gleichzeitig mit dem Durchtrennen des Werkstücks durchgeführt wird.