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Title:
SEWING UNIT COMPRISING A DEVICE FOR DEFLECTING A LOOPER THREAD
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2004/005602
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a sewing unit comprising sewing item holders which can move in any particular direction, wherein a finger-shaped thread deflecting element (26) which can move forwards and backwards is provided. Said element is respectively moved into an active position when the sewing item is advanced within an angle range (W) wherein the extended straight line (L) of the part of the looper thread (G) extending from the looper (7) to the piercing hold (20) forms a bisecting line of said angle. The looper thread (7) is laterally deflected and removed from the catch area of the needle (6) so that it cannot be pierced by accident.

Inventors:
Gries, Franz (Am Stockacker 41, Trippstadt, 67705, DE)
Pfleger, Herbert (Gothaer Str. 5, Kaiserslautern, 67663, DE)
Application Number:
PCT/EP2003/007089
Publication Date:
January 15, 2004
Filing Date:
July 03, 2003
Export Citation:
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Assignee:
PFAFF INDUSTRIE MASCHINEN AG (Königstr. 154, Kaiserslautern, 67655, DE)
Gries, Franz (Am Stockacker 41, Trippstadt, 67705, DE)
Pfleger, Herbert (Gothaer Str. 5, Kaiserslautern, 67663, DE)
International Classes:
D05B55/14; D05B61/00; D05B63/04; D05B57/14; D05B55/00; D05B61/00; D05B63/00; D05B57/00; (IPC1-7): D05B21/00; D05B61/00
Attorney, Agent or Firm:
PFAFF INDUSTRIE MASCHINEN AG (Königstr. 154, Kaiserslautern, 67655, DE)
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Claims:
Patentansprüche
1. Näheinheit mit einer Nähmaschine (1), die eine aufund abbewegbare Nadelstange (5) mit einer fadenführenden Nadel (6), einen Stoffnieder halter (22) und unterhalb einer ein Stichloch (20) aufweisenden Stichplatte oder Stoffstütze (19) einen fadenführenden Greifer (7) aufweist, der zur Bildung einer aus einem Nadelfaden und einem Greiferfaden (G) bestehenden Fadennaht mit der Nadel zusammenwirkt, und mit einem programmgesteuert angetriebenen, in beliebige Richtungen bewegbaren Nähguthalter (4), gekennzeichnet durch die Anordnung eines zwischen einer Ruheund einer Wirkstellung hinund herbeweg baren Fadenablenkers (26), dessen Bewegungsbahn (B) im wesentlichen quer zu dem zwischen dem Greifer (7) und dem Stichloch (20) verlaufen den Teil des Greiferfadens (G) verläuft und der stets dann in die eine Ablenkung des Greiferfadens (G) hervorrufende Wirkstellung bewegbar ist, wenn die Vorschubrichtung des Nähguthalters (4) innerhalb eines Winkelbereiches (W) liegt, bei dem die verlängerte gerade Linie (L) des vom Greifer (7) zum Stichloch (20) verlaufenden Teils des Greiferfadens (G) im wesentlichen die Winkelhalbierende bildet.
2. Näheinheit nach Anspruch 1, bei der die Nähmaschine (1) mit einem um eine vertikale Achse (A) umlaufenden Doppelsteppstichgreifer (7) ausgestattet ist, dessen Spulenkapsel (10) ein seitlich abstehendes Anhaltestück (12) aufweist, das zwischen zwei an der Stichplatte (13) ausgebildeten Anschlägen (14) aufgenommen ist, dadurch gekenn zeichnet, daß der Fadenablenker (26) von einem sich horizontal erstreckenden, dicht oberhalb des Anhaltestücks (12) bewegbaren länglichen Finger (27) gebildet ist und daß der Finger (27) auf einem verschwenkbaren, mit einem Betätigungsmittel (34) verbundenen Träger (32) befestigt ist.
3. Näheinheit nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger (32) von einer Stange (29) gebildet ist, die zur höhenmäßigen Justierung des Fingers (27) in einer vertikalen Führung (Klemmhülse (30) eines um eine horizontale Achse (F) verschwenkbaren Winkelhebels (31) aufgenommen ist.
4. Näheinheit nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkel hebel (31) mit der Kolbenstange (35) eines als Betätigungsmittel dienenden Druckluftzylinders (34) verbunden ist und dem Winkelhebel (31) zur Begrenzung seines Schwenkweges ein verstellbarerAnschlag (37) zugeordnet ist.
Description:
Näheinheit mit einer Vorrichtung zum Ablenken des Greiferfadens Die Erfindung betrifft eine Näheinheit nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.

Bei Näheinheiten mit einem programmgesteuert angetriebenen Nähguthalter können stets dann Nähprobleme auftreten, wenn der Nähguthalter beim Nähen in diejenige Richtung bewegt wird, in welcher der vom Greifer kommende Greiferfaden zum Stichloch der Stichplatte oder der Stoffstütze der Nähmaschine verläuft. Hierbei besteht nämlich die Gefahr, daß die Nadel in den Greiferfaden einsticht, was zur Folge hat, daß sich der Nadelfaden an der durchstochenen Stelle mit dem Greiferfaden verknotet. Er kann daher nicht ordnungsgemäß in das Nähgut eingezogen werden, so daß er lose auf dem Nähgut aufliegt. Auf diese Weise wird nicht nur die Nahtfestigkeit geschwächt, sondern insbesondere das Aussehen der Naht beeinträchtigt.

Bei den in bestimmten Winkelbereichen der Nähgut-Transportbewegungs- richtung gebildeten Schling-bzw. Verdrillstichen kommt es aufgrund der durch die zusätzliche Fadenverdrillung auftretenden erhöhten Fadenreibung u. a. auch zu einem unvollständigen Einzug der Fäden in das Nähgut. Zur Über- windung dieses unerwünschten Effektes wird durch die US-PS 3 827 382 vorgeschlagen, die auf den Nadelfaden wirkende Spannkraft während des Nähens im Schling-bzw. Verdrillstich-Winkelbereich durch auf die Fadenspann- vorrichtung wirkende gesteuerte Stellmittel so weit zu vergrößern, daß die erhöhte Fadenreibung überwunden und die Fäden normal in das Nähgut eingezogen werden.

Bei dem durch das Anstechen des Greiferfadens bedingten unvollkommenen Einzug des Nadelfadens kann ein Erhöhen der Nadelfadenspannung dagegen keinen verbesserten Einzug des Nadelfadens bewirken, weil die durch das Anstechen des Greiferfadens entstehende Verknotung von Greifer-und Nadelfaden den Sticheinzug massiv behindert.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, bei einer Näheinheit mit einem in beliebige Richtungen bewegbaren Nähguthalter Maßnahmen zu treffen, durch die verhindert wird, daß die Nadel in den Greiferfaden einsticht. Die Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches 1 gelöst.

Durch die Anordnung eines Fadenablenkers, der jeweils dann wirksam ist, wenn der Nähguthalter während des Nähens innerhalb desjenigen Winkel- bereiches bewegt wird, in dem sonst der Greiferfaden von der Nadel ange- stochen wurde, wird somit erreicht, daß nunmehr in keiner Transportrichtung die Gefahr des Anstechens des Greiferfadens besteht.

In Anspruch 2 ist eine Ausgestaltung des Fadenablenkers bei einer Näh- maschine mit einem um eine vertikale Achse umlaufenden Doppelsteppstich- greifer angegeben. Die Ansprüche 3 und 4 enthalten vorteilhafte Weiter- bildungen des Fadenablenkers nach Anspruch 2.

Die Erfindung ist anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungs- beispiels erläutert. Es zeigen : Fig. 1 eine Seitenansicht eines Teils einer Nähmaschine mit einem schematischen Blockschaltbild der Steuereinrichtung, Fig. 2 eine vergrößerte Draufsicht auf den Greifer der Nähmaschine und den Fadenablenker ; Fig. 3 eine vergrößerte Darstellung des Fadenablenkers in der Ruhe-und in der Wirkstellung.

Von der Näheinheit sind nur ein Teil der Nähmaschine 1, nämlich der Gehäusekopf 2 und die Grundplatte 3, sowie der relativ zur Nähmaschine 1 bewegbare Nähguthalter 4 dargestellt.

Im Gehäusekopf 2 ist die in bekannter Weise auf-und abbewegbare Nadel- stange 5 gelagert, die eine fadenführende Nadel 6 trägt. Die Nadel 6 arbeitet mit einem um eine vertikale Achse (A) umlaufenden Doppelsteppstichgreifer 7 zusammen, um auf dem vom Nähguthalter 4 erfaßten Nähgut eine Naht zu bilden. Der Nähguthalter 4 ist mit einem z. B. durch die DE 4 234 968 C1 bekannten, nicht dargestellten programmgesteuerten Antrieb verbunden, der während des Nähens eine der gewünschten Nahtform entsprechende Relativbewegung des Nähguthalters 4 bezüglich der Nähmaschine 1 durchführt.

Der Greifer 7 weist einen Greiferkörper 8 mit einer Greiferspitze 9 auf. Im Greiferkörper 8 ist eine einteilige, nach oben offene Spulenkapsel 10 enthalten, in die eine den Greiferfadenvorrat tragende Spule 11 eingesetzt ist. Die Spulenkapsel 10 ist gegen Verdrehen gesichert, indem ein seitlich abstehendes L-förmiges Anhaltestück 12 zwischen zwei an der Unterseite einer Stichplatte 13 ausgebildeten nockenförmigen Anschlägen 14 eingreift.

Der auf der Spule 11 enthaltene Greiferfaden G durchläuft nach dem Austritt aus der Spulenkapsel 10 eine Greiferfadenspannvorrichtung 15, läuft sodann unterhalb einer Schulter 16 der Spulenkapsel 10 und tritt schließlich durch eine Aussparung 17 in einer federnd gelagerten Spulenhalteklappe 18 hindurch auf die Oberseite des Greifers 7. Von dort läuft der Greiferfaden G direkt zum unteren Ende einer hülsenförmigen Stoffstütze 19 und sodann durch deren vertikal verlaufende Bohrung 20 hindurch zum nicht dargestellten Nähgut. Die Stoffstütze 19 ist zentrisch zur Achse N der Nadelstange 5 und Nadel 6 ausge- richtet, wobei die Bohrung 20 die Funktion des sonst üblicherweise in der Stichplatte vorgesehenen Stichloches erfüllt und deswegen nachfolgend auch als Stichloch bezeichnet wird.

Die Nähmaschine 1 weist einen Stoffniederhalter 22 auf. Er ist an einer auf-und abbewegbaren Stange 23 angeordnet und besteht aus einem abgekröpften Träger 24 und einer an dessem freien Ende angeordneten Hülse 25, die die Nadel 6 umgibt.

Der Nähmaschine 1 ist ferner ein Fadenablenker 26 zugeordnet, der im wesentlichen von einem horizontal verlaufenden länglichen Finger 27 gebildet ist, der sich dicht oberhalb und seitlich des L-förmigen Anhalte- stücks 12 erstreckt. Der Finger 27 ist mit einem abgewinkelten Ansatz 28 auf dem oberen Ende einer Stange 29 aufgeschraubt. Die Stange 29 ist mit ihrem unteren Ende in einer sich vertikal erstreckenden Klemmhülse 30 lösbar befestigt und dadurch höhenmäßig justierbar. Die Klemmhülse 30 bildet einen Arm eines Winkelhebels 31, der um eine horizontale Achse F schwenkbar ist.

Der Winkelhebel 31 und die Stange 29 bilden gemeinsam einen verschwenk- baren Träger 32 für den Finger 27 bzw. den Fadenablenker 26.

An einer an der Grundplatte 3 befestigten Trägerplatte 33 ist ein doppelt- wirkender Druckluftzylinder 34 schwenkbar gelagert. Die Kolbenstange 35 ist mittels eines Gabelkopfes 36 mit dem anderen Arm des Winkelhebels 31 gelenkig verbunden. An einem abgewinkelten Teil der Trägerplatte 33 ist eine verstellbare Anschlagschraube 37 für den Winkelhebel 31 angeordnet.

Die Lage der Achse F für den Winkelhebel 31 bzw. den Träger 32 ist so gewählt, daß die sich dadurch ergebende Bewegungsbahn B des Fingers 27 bzw. des Fadenablenkers 26 gemäß Fig. 2 und 3 im wesentlichen quer zu dem zwischen der Aussparung 17 am Greifer 7 und dem Stichloch 20 der Stoffstütze 19 verlaufenden Teil des Grteiferfadens G gerichtet ist.

Zur Steuerung des Druckluftzylinders 34 dient ein elektromagnetisch betätig- bares 5/2 Wegeventil 38. Die Ansteuerung und Betätigung des Wegeventils 38 erfolgt durch den Rechner 39 der Näheinheit. Dieser enthält in üblicher Weise einen Prozessor 40, ein 1/0-Glied 41 und zumindest ein EPROM 42. Der Rechner 39 ist mit einem Bedienfeld 43 verbunden. Wegen der besseren Übersicht sind nur die zum Wegeventil 38 führenden Leitungen 44 dargestellt, hingegen die Steuer-und Signalleitungen zu den Motoren, Sensoren und anderen Aktoren der Näheinheit weggelassen.

Funktionsweise In Fig. 3 ist in Verlängerung des von der Aussparung 17 am Greifer 7 zum Stichloch 20 verlaufenden Teils des Greiferfadens G eine gerade Linie L eingezeichnet. Sie bildet eine Winkelhalbierende für einen eingezeichneten Winkelbereich W von der Größe a. Der Winkelbereich W betrifft den Vorschub- winkelbereich des Nähguthalters 4, in dem die Gefahr besteht, daß die Nadel 6 innerhalb des Stichloches 20 in den Greiferfaden G einsticht. Die Größe a dieses Winkelbereiches hängt von der Dicke und Festigkeit des Greiferfadens G ab, d. h., je dicker der Greiferfaden ist und je lockerer seine Beschaffenheit ist, desto größer ist die Gefahr des Einstechens durch die Nadel 6 und um so größer ist der Winkel a des für einen solchen Greiferfaden G maßgeblichen Winkel- bereiches W.

Die für einen bestimmten Greiferfaden G zugeordnete Größe a des Winkel- bereiches W kann dem Rechner 39 auf zwei verschiedene Arten mitgeteilt werden. Entweder gibt die Bedienungsperon die für den verwendeten Greifer- faden G maßgebliche Winkelgröße a über die Tastatur des Bedienfeldes 43 ein, oder die Winkelgröße a wird bereits beim Erstellen des für die Steuerung des Antriebs für den Nähguthalter 4 dienenden Datensatzes gleich mit einprogrammiert.

Wenn während des Nähens der Nähguthalter 4 in einer außerhalb des Winkel- bereiches W liegenden Richtung bewegt wird, nimmt der besagte Teil des Greiferfadens G innerhalb des Stichloches 20 eine solche Lage ein, daß keine Gefahr des Anstechens durch die Nadel 6 besteht. Während dieser Zeit befindet sich der Fadenablenker 26 in seiner in Fig. 3 strichpunktiert dargestellten Ruhe- stellung, in der er den Greiferfaden G nicht berührt, so daß dieser, wie in. Fig. 3 strichpunktiert dargestellt, in gerader Linie von der Aussparung 17 zur Mitte des Stichloches 2 verläuft.

Bevor während des Nähens der Nähguthalter 4 in einer innerhalb des Winkelbereiches W liegenden Richtung bewegt wird, wird durch den Rechner 39 das Wegeventil 38 umgesteuert, worauf die Kolbenstange 35 ausgefahren und der Winkelhebel 31 mit der Stange 29 um die Achse F verschwenkt wird. Dies hat zur Folge, daß der Fadenablenker 26 auf seiner Bewegungsbahn B in die in Fig. 2 eingezeichnete und in Fig. 3 in Vollinien dargestellte Wirkstellung bewegt wird. Hierdurch wird der Greiferfaden G so weit umgelenkt und dadurch aus dem Bewegungsbereich der Nadel G entfernt, daß er nicht von ihr angestochen werden kann.