Albert, Jean-paul (C/O Omnipat, 24 Place des Martyrs de la Résistance, Aix-en-Provence, 13100, FR)
| 1. | Verdunkelungsvorrichtung (1), welche eine Leinwand (10, 20) aufweist, deren beide entgegengesetzten Enden je weils einerseits mit einem von einem abzudunkelnden Bereich beabstandet angeordneten, für die Axialrotation beweglich montierten Aufrollrohr (30, 40) und andererseits mit einer Zugstange (50, 60), deren Enden für das Gleiten jeweils längs der beiden beiderseits des abzudunkelnden Bereiches angeordneten Führungsschienen (70) beweglich montiert sind, fest verbunden sind, wobei jedes Aufrollrohr (30, 40) mit einem elastischen Rückholmittel gekoppelt ist, das es in der Axialrotation in Aufrollrichtung der Leinwand (10, 20) , mit der es fest verbunden ist, mitnimmt, dadurch gekenn zeichnet, dass jedes Ende (51, 61) der Zugstange (50, 60) eine Reibkufe (52, 62) aufweist, die geeignet ist, sich gegen eine Reibungsfläche (71) der entsprechenden Führungsschiene (70) abzustützen, dadurch, dass jede Zugstange (50, 60) für die Axialrotation relativ zu den Führungsschienen (70) zwischen einer Verriegelungsposition, bei der jede ihrer Reibkufen (52, 62) sich gegen die mit ihr verbundene Reibungsfläche (71) abstützt, und einer Verschiebeposition, bei der jede ihrer Reibkufen (52, 62) von der Reibungsfläche (71) beabstandet positioniert ist, die mit ihr verbun den ist, beweglich montiert ist, und dadurch, dass jedes Ende (51, 61) der Zugstange (50, 60) außerdem ein elastisches Rückholmittel (53, 63) aufweist, das in der Lage ist, sie in der Axialrotation bis zur Verriegelungsposition mitzunehmen, wobei das Abstützen der Reibkufen (52, 62) jeder Zugstange (50, 60) an die damit verbundenen Reibungsflächen (71) die Gleitbeweglichkeit der genannten Zugstange (50, 60) längs der Führungsschienen (70) zu blockieren vermag. |
| 2. | Verdunkelungsvorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jede Reibkufe (52, 62) in exzentrischer Weise 'relativ zur Rotationsachse (54, 64) der entsprechenden Zugstange 50, 60 positioniert ist, dadurch, dass jede Führungsschiene (70) eine Abstützfläche (72) aufweist, die sich im Wesentlichen gegenüber der Reibungsfläche (71) erstreckt, und dadurch, dass jedes elastische Rückholmittel (53, 63) in der Lage ist, eine Schubkraft auf einen Teil der Abstützfläche (72) auszuüben, der sich im Wesentlichen gegenüber dem Teil der Reibungsfläche (71) erstreckt, gegen den sich die entsprechende Reibkufe (52, 62) abstützen soll. |
| 3. | Verdunkelungsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass jedes elastische Rückholmittel (53, 63) durch eine Blattfeder gebildet wird, deren Körper (55, 65) elastisch verformbar ist und deren eines Ende (56, 66) fest mit der Zugstange (50, 60) verbunden ist und deren freies Ende (57, 67) in der Lage ist, längs der Abstützfläche (72) der entsprechenden Führungsschiene (70) zu gleiten. |
| 4. | Verdunkelungsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass jede Reibkufe (52, 62) relativ zur Ausfahrrichtung der damit verbundenen Leinwand (10, 20) hinter der Rotationsachse (54, 64) der genannten Zugstange (50, 60) positioniert ist. |
| 5. | Verdunkelungsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass jede Reibkufe (52, 62) aus Elastomer ausgeführt wird. |
| 6. | Verdunkelungsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass sie zwei Leinwände (10, 20) aufweist, deren jeweilige Aufrollrohre (30, 40) beiderseits des abzudunkelnden Bereiches positioniert sind und deren jeweilige Zugstangen (50, 60) für das Gleiten längs der genannten Führungsschienen (70) beweglich montiert sind, wobei die genannten Leinwände (10, 20) gegenläufig ausgefahren werden können. |
| 7. | Verdunkelungsvorrichtung (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass sie mit Kopplungsmitteln (80) versehen ist, welche in der Lage sind, die beiden Zugstangen (50, 60) in trennbarer Weise fest miteinander zu verbinden. |
| 8. | Verdunkelungsvorrichtung (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Kopplungsmittel (80) mindestens ein Paar Verbindungselemente (81, 82; 83, 84) aufweisen, welche jeweils mit den beiden Zugstangen (50, 60) fest verbunden sind und in der Lage sind, in einer im Wesentlichen zur Ausfahrebene der entsprechenden Leinwände (10, 20) senkrechten Richtung ineinander zu greifen. |
| 9. | Verdunkelungsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Zugstangen (50, 60) in Längsrichtung seitliche Teile (58, 68) aufweisen, die in der Lage sind, übereinander in einer Ebene zum Liegen zu kommen, die sich im Wesentlichen parallel zur Ausfahrebene der entsprechenden Leinwände (10, 20) erstreckt, wenn die genannten Zugstangen (50, 60) miteinander gekop pelt sind. |
| 10. | Verdunkelungsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass jede Zugstange (50, 60) mit einem überstehenden Betätigungsgriff (59, 69) versehen ist, der einen Hebel bildet, der sich in einer zur Ausfahrebene der dazugehörigen Leinwand (10, 20) im Wesentlichen senkrechten Richtung erstreckt. |
| 11. | Kraftfahrzeug, dadurch gekennzeichnet, dass es mindestens eine Verdunkelungsvorrichtung (1) nach den vorstehend beschriebenen Patentansprüchen aufweist. |
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur mindestens teilweisen Abdeckung einer lichtdurchlässigen Scheibe mittels mindestens eines Vorhangs mit Aufrollvorrichtung, welcher von Hand betätigt wird und über eine unendliche Vielzahl von Ausfahrpositionen verfügt.
Die Erfindung findet eine besonders vorteilhafte, jedoch nicht ausschließliche Anwendung auf dem Gebiet der Kraftfahrzeuge .
Heute werden immer mehr Dächer von Kraftfahrzeugen mit lichtdurchlässigen, d.h. transparenten oder durchscheinenden Scheiben, ausgestattet. Es handelt sich im Allgemeinen entweder um ein Schiebedachsystem, dessen bewegliche Scheibe aus Glas ausgeführt wird, oder um eine feste Scheibe aus Glas, die direkt einen mehr oder weniger großen Teil des Dachhimmels bildet.
Unabhängig von der jeweiligen Ausführungsform wird in der Praxis diese Art von mehr oder weniger transparenter Schei- be systematisch in Kombination mit einer Lichtabdunkelung verwendet, welche geeignet ist, parallel zur Innenfläche der Glasscheibe ausgefahren zu werden. Die Aufgabe einer solchen Vorrichtung ist es, zu verhindern, dass die Lichtstrahlen, die durch die Glasscheibe eindringen, sich im In- neren des Fahrzeuges verbreiten. Ziel ist dabei natürlich, den Treibhauseffekt im Inneren des Kraftfahrzeuges insbesondere an Tagen mit starker Sonneneinstrahlung zu begrenzen.
Zu den nach dem Stand der Technik an sich bekannten Verdunkelungsvorrichtungen gehören die Vorrichtungen, die ihre Funktion dank des Einsatzes eines Vorhangs mit Aufrollvor- richtung erfüllen. Schematisch wird eine mehr oder weniger lichtdurchlässige Leinwand für die Verschiebung relativ zu einem abzudunkelnden Bereich zwischen einer Aufnahmeposition und einer ausgefahrenen Position beweglich montiert. Genauer gesagt werden die beiden entgegengesetzten Enden der Leinwand jeweils mit einem von dem abzudunkelnden Bereich beabstandet angeordneten, für die Axialrotation beweglich montierten Aufrollrohr und mit einer für das Gleiten zwischen zwei beiderseits des genannten abzudunkelnden Bereiches angeordneten Führungsschienen beweglich montierten Zugstange fest verbunden. Das Ganze ist in der Weise ausgestaltet, dass die Leinwand in der Aufnahmeposition um das Aufrollrohr aufgerollt wird und dass sich die genannte Leinwand in der ausgefahrenen Position unterhalb des genannten abzudunkelnden Bereiches erstreckt .
Bei einer Verdunkelungsvorrichtung mit von Hand betätigtem aufrollbarem Vorhang wird das Aufrollrohr dm Allgemeinen nicht vollständig frei für axiale Rotation montiert, sondern wird mit einer Torsionsfeder gekoppelt, die es in per- manenter Weise in der Richtung des Aufrollens der Leinwand beaufschlagt. Ziel dabei ist, die Leinwand zwischen der Zugstange und dem Aufrollrohr in Längsrichtung zu spannen, wenn die genannte Leinwand ausgefahren wird.
Diese Art der Ausgestaltung hat jedoch den Nachteil, nur dann zu funktionieren, wenn die Zugstange vollständig blockiert wird. Da die Leinwand ständig in der Aufrollrichtung beaufschlagt wird, ist es in der Tat unerlässlich, dass die
Zugstange eingehängt wird, um die Umsetzung der Verdunkelungsfunktion effektiver zu gestalten. Nun ist in der Praxis außer der Aufnahmeposition eine einzige Verwendungsposition nutzbar, nämlich die ausgefahrene Position. Schluss- endlich bedeutet dies, dass diese Alles-oder-nichts- Funktion bewirkt, dass eine solche Verdunkelungsvorrichtung nicht sehr praktisch ist.
Um dieser Schwierigkeit abzuhelfen, ist es an sich bekannt, eine Zugstange, deren Enden mit überstehenden Verankerungs- elementen versehen sind, in Kombination mit Führungsschienen zu verwenden, an denen in Längsrichtung Reihen von Einraststufen oder Einrastbohrungen angebracht sind. Das Ganze ist in der Weise ausgestaltet, dass jedes überstehende EIe- ment in der Lage ist, sich beliebig in sämtlichen Einrast- stufen ein- und derselben Führungsschiene abhängig von der ausgefahrenen Länge der Leinwand zu verankern; die Position jeder Einraststufe entspricht somit einem bestimmten Grad des Ausfahrens der genannten Leinwand.
Diese Art von von Hand betätigter Verdunkelungsvorrichtung weist jedoch den Nachteil auf, in der Umsetzung relativ kompliziert zu sein, da die wirksame Verriegelung der Zugstange nicht bei jedem Bedienvorgang jeweils garantiert werden kann. Das Eingreifen jedes überstehenden Verankerungselements in die entsprechende Einraststufe muss in der Tat blind erfolgen, was den Benutzer unvermeidlicherweise dazu zwingt, tastend vorzugehen, was entsprechende Nachteile mit sich bringt.
Eine solche Verdunkelungsvorrichtung erweist sich im Übrigen sowohl bei der Verriegelung als auch bei der Entriegelung der Zugstange als besonders laut. Insofern ist anzu-
merken, dass die Geräuschbelästigungen sowohl bei der eigentlichen Verankerungsphase als auch bei der Phase des Tastens entstehen.
Schließlich sind die Möglichkeiten des Ausfahrens der Leinwand, wenn sie auch zahlreich sind, gleichwohl durch Anzahl und Positionierung der verschiedenen längs der Führungsschienen angebrachten Einraststufen begrenzt.
Entsprechend ist die durch den Gegenstand der vorliegenden Erfindung zu lösende technische Aufgabe, eine Verdunkelungsvorrichtung vorzuschlagen, die eine Leinwand aufweist, deren beide entgegengesetzten Enden jeweils einerseits mit einem von einem abzudunkelnden Bereich beabstandet angeord- neten, für die Axialrotation beweglich montierten Aufrollrohr und andererseits mit einer Zugstange, deren Enden für das Gleiten jeweils längs der beiden beiderseits des abzudunkelnden Bereiches angeordneten Führungsschienen beweglich montiert sind, fest verbunden sind, wobei jedes Auf- rollrohr mit einem elastischen Rückholmittel gekoppelt ist, das es in der Axialrotation in der Aufrollrichtung der Leinwand, mit der es fest verbunden ist, mitnimmt, wobei eine solche Verdunkelungsvorrichtung es ermöglichen würde, die Probleme nach dem Stand der Technik zu vermeiden, indem sie insbesondere eine beträchtlich verbesserte Bedienerfreundlichkeit bietet und gleichzeitig bei der Betätigung signifikant leiser ist.
Die Lösung der gestellten technischen Aufgabe besteht er- findungsgemäß darin, dass jedes Ende der Zugstange eine Reibkufe aufweist, die geeignet ist, sich gegen eine Reibungsfläche der entsprechenden Führungsschiene abzustützen, dass jede Zugstange für die Axialrotation relativ zu den
Führungsschienen zwischen einer Verriegelungsposition, bei der jede ihrer Reibkufen sich gegen die mit ihr verbundene Reibungsfläche abstützt, und einer Verschiebeposition, bei der jede ihrer Reibkufen von der Reibungsfläche beabstandet positioniert ist, die mit ihr verbunden ist, beweglich montiert ist, und dass jedes Ende der Zugstange außerdem ein elastisches Rückholmittel aufweist, das in der Lage ist, sie in der Axialrotation bis zur Verriegelungsposition mitzunehmen, wobei das Anlegen der Reibkufen jeder Zugstange an die damit verbundenen Reibungsflächen die Gleitbeweglichkeit der genannten Zugstange längs der Führungsschienen zu blockieren vermag.
Das für das Blockieren jeder Zugstange in einer beliebigen Position herangezogene Prinzip besteht darin, einen hohen Reibungskoeffizienten zwischen ihren Enden und den Führungsschienen zu schaffen. Dies wird unter der Einwirkung der elastischen Rückholmittel durch das Anlegen der Reibkufen an den mit ihnen verbundenen Reibungsflächen erreicht.
Die so definierte Erfindung hat den ersten Vorteil, in der Anwendung extrem einfach zu sein. Das Entriegeln jeder Zugstange erfolgt in der Tat dadurch, dass letztere axial gedreht wird, während ihre Verriegelung unter der Einwir- kung der elastischen Rückholmittel automatisch dann erfolgt, wenn keinerlei Drehmoment mehr an der genannten Zugstange angelegt wird.
Ein weiterer wesentlicher Vorteil der Erfindung liegt in der Möglichkeit, jede Zugstange in stufenloser Weise verriegeln zu können, d.h. unabhängig von ihrer Position längs der Führungsschienen und unabhängig von der ausgefahrenen Länge der Leinwand. Damit steht eine unendliche Vielzahl
von Ausfahrpositionen zur Verfügung, was bedeutet, dass eine erfindungsgemäße Verdunkelungsvorrichtung tatsächlich als ein eine Vielzahl von Positionen bietendes System zu betrachten ist.
Des Weiteren hat die Erfindung den Vorteil, ein besonders diskretes Geräuschverhalten zu bieten, da das Blockieren jeder Zugstange dadurch erhalten wird, dass lediglich Blockierungen durch Reibung eingesetzt werden.
Die vorliegende Erfindung betrifft auch die Merkmale, welche sich aus der folgenden Beschreibung ergeben und welche einzeln in allen möglichen technischen Kombinationen zu berücksichtigen sind.
Diese als nicht einschränkendes Beispiel gegebene Beschreibung macht besser verständlich, aus was die Erfindung besteht und wie sie realisiert werden kann. Sie wird im Übrigen unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen gege- ben, in denen
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht von oben einer erfindungsgemäßen Verdunkelungsvorrichtung mit doppeltem Vorhang mit AufrollVorrichtungen ist;
Fig. 2 den Verbindungsbereich zwischen den beiden Vorhängen mit Aufrollvorrichtungen der Verdunkelungsvorrichtung nach Fig. 1 in detaillierter Form zeigt;
Fig. 3 den Verbindungsbereich in einer Ansicht von oben zeigt;
Fig. 4 den Verbindungsbereich in einer Seitenansicht zeigt;
Fig. 5 den Verbindungsbereich im Längsschnitt auf der Höhe einer der Führungsschienen zeigt;
Fig. 6 eine Ansicht des Verbindungsbereiches im Querschnitt auf der Höhe einer Reibkufe ist;
Fig. 7 eine Seitenansicht mit der Darstellung der Kopplung zwischen den Vorhängen mit Aufrollvorrichtungen der Verdunkelungsvorrichtung ist;
Fig. 8 eine perspektivische Ansicht der Einheit nach Fig. 7 von oben gesehen bildet.
Aus Gründen der Klarheit werden die jeweils gleichen Bestandteile mit identischen Bezugszeichen bezeichnet. Des Weiteren werden lediglich die für das Verständnis der Er- findung wesentlichen Bestandteile dargestellt, wobei dies auch nicht maßstabsgerecht und nur in schematischer Form erfolgte.
Die Figuren 1 bis 8 zeigen eine Verdunkelungsvorrichtung 1, die dazu bestimmt ist, im Innenraum des Fahrgastraums eines Kraftfahrzeuges mit dem Ziel fest montiert zu werden, das Licht abzudunkeln, das möglicherweise eine feste Glasscheibe durchdringt, die im oberen Teil der Karosserie das Fahrzeugdach bildet. Es ist anzumerken, dass der abzudunkelnde Bereich hier durch den wirklich lichtdurchlässigen Teil der Glasscheibe gebildet wird, d.h. also denjenigen, der in der Tat Lichtstrahlen in den Fahrgastraum eintreten lässt und der demzufolge nicht einem beliebigen Karosserieteil oder
einem beliebigen Element der Innenausstattung gegenüberliegend angeordnet ist.
Bei dieser besonderen Ausführungsform, die lediglich als Beispiel gewählt wurde, ist die Verdunkelungsvorrichtung 1 tatsächlich mit den beiden Vorhängen mit Aufrollvorrichtung 2, 3 versehen, deren jeweilige Aufrollrohre 30, 40 beiderseits des abzudunkelnden Bereiches angeordnet sind und deren jeweilige Zugstangen 50, 60 für das Gleiten längs der genannten Führungsschienen 70 beweglich montiert sind und deren jeweilige Leinwände 10, 20 gegenläufig ausgefahren werden können.
Diese Ausgestaltung bietet mehrere Vorteile. Sie bietet zu- nächst die Möglichkeit, eine Art Lichtfenster zu realisieren, dessen Positionierung längs der Führungsschienen 70 justierbar und deren Länge als Funktion des Grades des Aus- fahrens jeder Leinwand 10, 20 variabel wäre. Eine solche Ausgestaltung gestattet auch, die Position der unerlässli- chen Bedienungsgriffe insbesondere dann zu verändern, wenn die Glasscheibe vollständig abgedunkelt ist, um den verschiedenen Insassen des Kraftfahrzeuges den Zugriff zu erleichtern.
Unabhängig davon wird im Einzelnen jeder Vorhang mit Aufrollvorrichtung 2, 3 in an sich bekannter Weise aus einer Leinwand 10, 20 gebildet, deren beide entgegengesetzten Enden jeweils einerseits mit einem von dem abzudunkelnden Bereich beabstandet angeordneten, für die Axialrotation be- weglich montierten Aufrollrohr 30, 40 und andererseits mit einer Zugstange 50, 60, deren Enden 51, 61 jeweils für das Gleiten längs der beiden beiderseits des abzudunkelnden Be-
reiches angeordneten Führungsschienen 70 beweglich montiert sind.
Um parallel zur Innenfläche der Glasscheibe ausgefahren werden zu können, ist jede Leinwand 10, 20 für die Verschiebung zwischen einer Aufnahmeposition, in der sie auf ein Aufrollrohr 30, 40 aufgerollt wird, und einer ausgefahrenen Position, in der sie sich unterhalb des abzudunkelnden Bereiches erstreckt, beweglich montiert.
In auf dem Gebiet von Vorhängen mit Aufrollvorrichtung 3, 4 mit manueller Betätigung an sich bekannter Weise ist im Übrigen jedes Aufrollrohr 30, 40 mit einem elastischen Rückholmittel gekoppelt, das in der Lage ist, es für die Axial- rotation in Aufrollrichtung der Leinwand 10, 20, an der das Aufrollrohr 30, 40 fest verbunden ist, mitzunehmen. Die beiden elastischen Rückholmittel wurden aus offensichtlichen Gründen der Übersichtlichkeit nicht dargestellt, jedes von ihnen wird jedoch hier in an sich bekannter Weise durch eine Spiralfeder gebildet, deren eines Ende unbeweglich ist und deren anderes Ende mit dem entsprechenden beweglichen Aufrollrohr 30, 40 fest verbunden ist.
Entsprechend dem Gegenstand der vorliegenden Erfindung weist jedes Ende 51, 61 jeder Zugstange 50, 60 eine Reibkufe 52, 62 auf, die in der Lage ist, sich gegen eine Reibungsfläche 71 der entsprechend Führungsschiene 70 abzustützen. Außerdem ist jede Zugstange 50, 60 für die Axial- rotation relativ zu den Führungsschienen 70 zwischen einer Verriegelungsposition, bei der jede ihrer Reibkufen 52, 62 sich gegen die mit ihr verbundene Reibungsfläche 71 abstützt, und einer Verschiebeposition, bei der jede ihrer Reibkufen 52, 62 von der mit ihr verbundenen Reibungsfläche
71 beabstandet positioniert ist, beweglich montiert. Des Weiteren weist jedes Ende 51, 61 jeder Zugstange 50, 60 ein elastisches Rückholmittel 53, 63 auf, das in der Lage ist, die genannte Zugstange 50, 60 für die Axialrotation bis zur Verriegelungsposition mitzunehmen. Schließlich ist das Ganze so ausgestaltet, dass das Anlegen der Reibkufen 52, 62 jeder Zugstange 50, 60 an die damit verbundenen Reibungs- flachen 71 geeignet ist, die Gleitbeweglichkeit der genannten Zugstange 50, 60 längs der Führungsschienen 70 zu blo- ckieren.
Bei dieser derzeit bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist jede Reibkufe 52, 62 in exzentrischer Weise relativ zur Rotationsachse 54, 64 der entsprechenden Zugstange 50, 60 positioniert. Im Übrigen weist jede Führungsschiene 70 eine Abstützfläche 72 auf, die sich im Wesentlichen gegenüber der Reibungsfläche 71 erstreckt. Darüber hinaus ist jedes elastische Rückholmittel 53, 63 in der Lage, eine Schubkraft auf einen Teil der Abstützfläche 72 auszuüben, der sich im Wesentlichen gegenüber dem Teil der Reibungsfläche 71 erstreckt, gegen den sich die entsprechende Reibkufe 52, 62 abstützen soll.
Das Ganze ist in der Weise ausgestaltet, dass jede so er- zeugte Schubkraft in der Lage ist, die entsprechende Zugstange 50, 60 solange in Axialrichtung drehen zu lassen, bis die betreffende Reibkufe 52, 62 gegen die mit ihr verbundene Reibungsfläche 71 gedrückt wird, und anschließend die genannte Reibkufe 52, 62 an der genannten Reibungsflä- che 71 abgestützt zu halten, womit entsprechend die Blockierung der genannten Zugstange 50, 60 längs der Führungsschienen 70 erreicht wird.
Wie insbesondere in den Figuren 4 und 5 zu sehen ist, wird bei diesem besonderen Ausführungsbeispiel jedes elastische Rückholmittel 53, 63 durch eine Blattfeder gebildet, deren Körper 55, 65 elastisch verformbar ist und deren eines Ende 56, 66 fest mit der Zugstange 50, 60 verbunden ist und deren freies Ende 57, 67 in der Lage ist, längs der Abstütz- flache 72 der entsprechenden Führungsschiene 70 zu gleiten.
Nach einer Besonderheit der Erfindung sind die Reibkufen 52, 62 jeder Zugstange 50, 60 jeweils relativ zur Ausfahr- richtung der damit verbundenen Leinwand 10, 20 hinter der Rotationsachse 54, 64 der genannten Zugstange 50, 60 positioniert.
Diese Eigenschaft ermöglicht es, den distalsten Teil jedes Vorhangs mit Aufrollvorrichtung 2, 3 nicht unnötig sperrig zu gestalten, um nicht eine eventuelle Verbindung der entsprechenden Zugstange 50, 60 mit einer festen Kante oder mit einer anderen Zugstange 50, 60 eines zweiten Vorhangs mit Aufrollvorrichtung 2, 3 wie im vorliegenden Fall zu behindern.
In besonders vorteilhafter Weise wird hier jede Reibkufe 62, 63 aus Elastomer, im vorliegenden Fall aus EPDM, ausge- führt .
Nach einer aus den Figuren 7 und 8 ersichtlichen Besonderheit ist die Verdunkelungsvorrichtung 1 des Weiteren mit Kopplungsmitteln 80 versehen, welche in der Lage sind, die beiden Zugstangen 50, 60 in trennbarer Weise fest miteinander zu verbinden.
Dieses Merkmal ermöglicht es, wenn die Vorhänge mit AufrollVorrichtung 2, 3 vollständig ausgefahren sind, zwischen den Zugstangen 50, 60 eine reversible Verbindung zu schaffen, die geeignet ist, die Schrumpfungsphänomene der ent- sprechenden Leinwand 10, 20 zu vermeiden.
Bei dieser Ausführungsform weisen die Kopplungsmittel 80 zwei Paare von Verbindungselementen 81, 82; 83, 84 auf. Das Ganze ist in der Weise ausgestaltet, dass die Verbindungs- elemente 81, 82; 83, 84 ein- und desselben Paars jeweils mit den beiden Zugstangen 50, 60 fest verbunden sind und so, dass sie außerdem in der Lage sind, in einer im Wesentlichen zur Ausfahrebene der entsprechenden Leinwand 10, 20 senkrechten Richtung ineinander zu greifen.
Es ist anzumerken, dass der Begriff Ausfahrebene ganz allgemein die Mittelebene bezeichnet, auf der sich jede Leinwand 10, 20 erstrecken soll, d.h. also unabhängig von eventuellen Krümmungen in Längsrichtung und/oder in Querrich- tung, die sie aufweisen kann und die im Allgemeinen recht wenig ausgeprägt sind.
Wie in den Figuren 7 und 8 zu sehen ist, stellt sich jedes Verbindungselement 81, 82; 83, 84 hier in Form eines Hakens dar, der sich horizontal erstreckt und dessen Körper senkrecht zur Ausfahrebene der Leinwand 20 ausgerichtet ist. Es wäre jedoch durchaus denkbar, eine Ausführungsvariante mit Verbindungselementen 81, 82, 83, 84 zu wählen, deren Körper parallel zur Ausfahrebene angeordnet wären.
Nach einer weiteren Besonderheit dieser besonderen Ausführungsform, die insbesondere aus den Figuren 3 und 4 ersichtlich ist, weisen die Zugstangen 50, 60 in Längsrich-
tung seitliche Teile 58, 68 auf, die in der Lage sind, ü- bereinander in einer Ebene zum Liegen zu kommen, die sich im Wesentlichen parallel zur Ausfahrebene der entsprechenden Leinwand 10, 20 erstreckt, wenn die genannten Zugstan- gen 50, 60 miteinander gekoppelt sind.
Die so erzeugte Überdeckung ermöglicht die Homogenität der Verdunkelungsfunktion für den Fall, dass die Verbindung zwischen den Zugstangen 50, 60 nicht absolut vollständig wäre, um zu vermeiden, dass ein auch noch so geringfügiger Zwischenraum Licht durchtreten lässt.
Nach einer weiteren Besonderheit der Erfindung ist jede Zugstange 50, 60 mit einem überstehenden Betätigungsgriff 59, 69 versehen, der einen Hebel bildet, der sich in einer zur Ausfahrebene der dazugehörigen Leinwand 10, 20 im Wesentlichen senkrechten Richtung erstreckt.
Die Tatsache, dass jeder Betätigungsgriff 59, 69 überste- hend ist, erweist sich als besonders vorteilhaft, um eine Hebelwirkung zu erzeugen, welche geeignet ist, eine mühelose axiale Rotation der entsprechenden Zugstange 50, 60 zu erzeugen.
Natürlich betrifft die Erfindung auch ganz allgemein ein Kraftfahrzeug, das mit mindestens einer Verdunkelungsvorrichtung wie vorstehend beschrieben ausgestattet ist.
