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Title:
SHADING DEVICE HAVING AT LEAST ONE AWNING
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/162606
Kind Code:
A1
Abstract:
What is described is a shading device (1) having at least one awning (2) and having at least one winding device (3) which is provided for winding and unwinding the awning (2) and which has a cord (7) which is braced along a side (9.1) or a diagonal (9.2) of the awning (2), which cord (7) is connected in a rotationally fixed manner to the awning (2) which can be wound and unwound thereon. In order to design this shading device (1) to be particularly stable, it is proposed that the cord (7) is designed in a torsionally rigid or low-torsion manner and is connected in a rotationally fixed manner to the awning (2) over the entire length (L) of the side (9.1) or diagonal (9.2) of the awning (2).

Inventors:
BALAZ, Oliver (Unterm Wald 6, 4810 Gmunden, 4810, AT)
Application Number:
EP2018/055688
Publication Date:
September 13, 2018
Filing Date:
March 07, 2018
Export Citation:
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Assignee:
PLASPACK NETZE GMBH (Dr.-Grobbenstraße 1, 4690 Schwanenstadt, 4690, AT)
International Classes:
E04F10/02; E04H15/00; E04H15/58; E06B9/42
Domestic Patent References:
WO2000047840A12000-08-17
WO1997021014A11997-06-12
Foreign References:
EP2216461A22010-08-11
DE20218962U12003-04-03
DE202005012612U12005-11-03
EP2216461A22010-08-11
Attorney, Agent or Firm:
JELL, Friedrich (Bismarckstraße 9, 4020 Linz, 4020, AT)
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Claims:
- 1 -

P a t e n t a n s p r ü c h e:

1 . Beschattungsvorrichtung mit mindestens einem Sonnensegel (2) und mit wenigstens einer zum Auf- und Abwickeln des Sonnensegels (2) vorgesehenen Wickeleinrichtung (3), die ein entlang einer Seite (9.1 ) oder einer Diagonale (9.2) des Sonnensegels (2) gespanntes Tauwerk (7) aufweist, welches Tauwerk (7) mit dem darauf auf- und abwickelbaren Sonnensegel (2) drehfest verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Tauwerk (7) torsionssteif oder torsionsarm ausgebildet und mit dem Sonnensegel (2) über die gesamte Länge (L) der Seite (9.1 ) oder Diagonale (9.2) des Sonnensegels (2) drehfest verbunden ist.

2. Beschattungsvorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Tauwerk (7) mit dem Sonnensegel (2) über die gesamte Länge (L) der Seite (9.1 ) oder über die gesamte Länge (L) der Diagonale (9.2) des Sonnensegels (2) vernäht und/oder verklebt ist.

3. Beschattungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Tauwerk (7) als Seil (7.1 ), insbesondere Faserseil, ausgebildet ist.

4. Beschattungsvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Faserseil ein Kern-Mantel-Geflecht mit einem Polyester-Mantelgeflecht und ein HPPE(High Performance Polyethylene)-Kerngeflecht aufweist.

5. Beschattungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschattungsvorrichtung (1 ) ein Band (12), insbesondere Gurtband (12.1 ), aufweist, das entlang der Seite (9.1 ) oder Diagonale (9.2) des Sonnensegels (2) verläuft und mit dem Sonnensegel (2) fest verbunden ist, wobei das Tauwerk (7) zwischen Sonnensegel (2) und Band (12) verläuft.

6. Beschattungsvornchtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Tauwerk (7) mit dem Band (12) vernäht ist.

7. Beschattungsvorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Band (12) mit dem Sonnensegel (2) vernäht ist.

Description:
Beschattungsvorrichtung mit mindestens einem Sonnensegel Technisches Gebiet

Die Erfindung betrifft eine Beschattungsvorrichtung mit mindestens einem Sonnensegel und mit wenigstens einer zum Auf- und Abwickeln des Sonnensegels vorgesehenen Wickeleinrichtung, die ein entlang einer Seite oder einer Diagonale des Sonnensegels gespanntes Tauwerk aufweist, welches Tauwerk mit dem darauf auf- und abwickelbaren Sonnensegel drehfest verbunden ist.

Stand der Technik

Aus dem Stand der Technik sind Beschattungsvorrichtungen mit Wickeleinrichtungen bekannt, die in der Art einer Rollreffanlage ausgebildet sind, ein Sonnensegel auf- und abzuwickeln. Hierzu weist die Wickeleinrichtung ein als Stahlseil ausgebildetes Tauwerk auf, das entlang einer Diagonale des Sonnensegels gespannt und mit dem Sonnensegel drehfest verbunden ist. Durch Betätigen eines Fockrollers der Wickeleinrichtung wird das Tauwerk gedreht, und damit das Sonnensegel vom Tauwerk entweder auf- oder abgewickelt. Von Nachteil ist, dass ein Sonnensegel mit einer Rollreffanlage nicht knitterfrei aufzuwickeln ist und es daher zu erhöhten mechanischen Belastungen bzw. zu Beschädigungen am Sonnensegel kommen kann.

Außerdem sind Beschattungsvorrichtungen bekannt (EP2216461A2), die mit einer starren Wickelwelle an einer Wickeleinrichtung ein Sonnensegel vergleichsweise knitterfrei auf- und abzuwickeln können. Solch Wickeleinrichtungen sind konstruktiv jedoch vergleichsweise aufwendig.

Darstellung der Erfindung

Die Erfindung hat sich daher ausgehend vom eingangs geschilderten Stand der Technik die Aufgabe gestellt, eine Beschattungsvorrichtung mit einem auf einem Tauwerk auf- und abwickelbaren Sonnensegel in seiner Standfestigkeit zu verbessern. Zudem soll die Beschattungsvorrichtung in ihrer konstruktiven Beschaffenheit einfach ausgebildet sein.

Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, dass das Tauwerk torsionssteif oder torsionsarm ausgebildet und mit dem Sonnensegel über die gesamte Länge der Seite oder Diagonale des Sonnensegels drehfest verbunden ist.

Ist das Tauwerk torsionssteif oder torsionsarm ausgebildet, kann das Tauwerk aufgeprägten Drehmomenten mit vergleichsweise geringer Torsion standhalten und damit ähnlich zu einer aus dem Stand der Technik bekannten starren Wickelwelle, ein gleichmäßiges Auf- und Abwickeln des Sonnensegels an der Wickeleinrichtung sicherstellen - dies selbst in jenen Fällen, in denen das Tauwerk für relativ breite Sonnensegel mit einer vergleichsweise große Spannweite ausgebildet ist. Diese Gefahr des Verknitterns kann weiter vermindert werden, wenn das Tauwerk mit dem Sonnensegel über die gesamte Länge der Seite oder der Diagonale des Sonnensegels drehfest verbunden ist. Solche eine drehfeste Verbindung kann nämlich eine relative Bewegung des Tauwerks gegenüber dem Sonnensegel und damit Verwindungen am Sonnensegel über die Seite oder die Diagonale vermeiden. Ein knitterfreies Auf- und Abwickeln des Sonnensegels ist so gewährleistet. Erfindungsgemäß kann sohin bei gegebener konstruktiver Einfachheit an der Wickeleinrichtung durch Verwendung eines torsionssteifen oder torsionsarmen Tauwerks eine Beschattungsvorrichtung geschaffen werden, welche auch hohe Standfestigkeit am Sonnensegel aufweisen kann. Zudem kann es durch diese erfindungsgemäße Konstruktion möglich werden, das Sonnensegel handhabungsfreundlich von der Beschattungsvorrichtung zu trennen bzw. zu montieren. Damit kann beispielsweise das Sonnensegel einfach und sicher über die Wintermonate geschützt verstaut werden.

Eine besonders standfeste drehfeste Verbindung zwischen Tauwerk und Sonnensegel kann hergestellt werden, wenn das Tauwerk mit dem Sonnensegel über die gesamte Länge der Seite oder Diagonale des Sonnensegels vernäht und/oder verklebt ist. Ein standfestes knitterfreies Auf- und Abwickeln des Sonnensegels kann damit gewährleistet werden.

Eine weitere konstruktive Vereinfachung an der Wickeleinrichtung kann ermöglicht werden, wenn das Tauwerk als Seil ausgebildet ist. Zudem kann solch ein aus mehreren entgegengesetzt verdrillten Kardeelen zusammengesetztes Tauwerk besonders torsionssteif sein. Vorzugsweise ist das Seil als Faserseil ausgebildet, um hohen mechanischen Belastungen zu widerstehen und damit die Standfestigkeit der Vorrichtung weiter zu erhöhen.

Vorzugsweise weist das Faserseil ein Kern-Mantel-Geflecht mit einem Polyester- Mantelgeflecht und ein HPPE(High Performance Polyethylene)-Kerngeflecht auf - was ein besonders standfestes Tauwerk gewährleisten kann.

Weist die Beschattungsvorrichtung ein Band auf, das entlang der Seite oder Diagonale des Sonnensegels verläuft und mit dem Sonnensegel fest verbunden ist, wobei das Tauwerk zwischen Sonnensegel und Band verläuft, kann eine kompakte, biegsame Welle geschaffen werden, die besondere Vorzüge im knitterfreien Auf- und Abwickeln des Sonnensegels entfalten kann. Ist das Band dabei als Gurtband ausgebildet, kann selbst bei hohen Spannkräften am Tauwerk dessen standfeste Anbindung am Sonnensegel ermöglicht werden.

Die Konstruktion der Wickeleinrichtung kann weiter vereinfacht werden, wenn das Tauwerk mit dem Band vernäht ist.

Ist das Band mit dem Sonnensegel vernäht, können dies nicht nur auf einfache Weise miteinander verbunden werden - auch die Standfestigkeit der Beschattungsvorrichtung ist derart weiter erhöhbar.

Kurze Beschreibung der Zeichnung In den Figuren ist beispielsweise der Erfindungsgegenstand anhand einer Ausführungsvariante näher dargestellt. Es zeigen

Fig. 1 eine Draufsicht auf eine teilweise dargestellte Beschattungsvorrichtung und Fig. 2 eine Schnittansicht nach II-II der Fig. 1 .

Weg zur Ausführung der Erfindung

Nach Fig. 1 wird beispielsweise eine Beschattungsvorrichtung 1 mit einem im Wesentlichen vierseitigen Sonnensegel 2 und einer Wickeleinrichtung 3 dargestellt. Die Wickeleinrichtung 3 dient zum Auf- und Abwickeln des Sonnensegels 2, welches über Spannseile 4, die an gegenüberliegenden Ecken des Sonnensegels 2 angreifen, einer nicht näher dargestellten Spanneinrichtung aufgespannt werden kann. Die Wickeleinrichtung 3 ist im Ausführungsbeispiel in der Art einer Rollreffanlage ausgebildet und weist hierzu einen Fockroller 5 und einen Fallwirbel 6 auf, zwischen denen ein Tauwerk 7 aufgespannt ist, welches über den Fockroller 5 mit einer Drehrichtung 8 beaufschlagt werden kann. Da das entlang einer Diagonale 9.2 des Sonnensegels 2 gespannte Tauwerk 7 mit dem Sonnensegel 2 drehfest verbunden ist, kann das Sonnensegel 2 je nach Drehrichtung 8 der entgegengesetzten Drehrichtungen von der Wickeleinrichtung 3 auf- oder abgerollt werden.

Erfindungsgemäß ist das Tauwerk 7 torsionssteif oder torsionsarm ausgebildet und weist daher in die Drehrichtungen 8 keine bzw. kaum Torsion bzw. eine hohe Torsi- onssteifigkeit auf - was ein Verwinden des Sonnensegels 2 gegenüber dem Tauwerk 7 verhindert.

Im Allgemeinen wird erwähnt, dass es sich bei solch einem Tauwerk 7 um ein Faserseil mit einem Kern-Mantel-Geflecht handeln kann, um damit die hohe Torsionsstei- figkeit zu gewährleisten. Beispielsweise finden derartige Faserseile als Vorliekleine für ein Vorsegel, Gennaker etc. Verwendung. Vorzugsweise kann solch ein torsionssteifes oder torsionsarmes Faserseil mit einem Kern-Mantel-Geflecht beispielsweise ein Polyester Mantelgeflecht und ein HPPE (High Performance Polyethylene) Kerngeflecht aufweisen.

Zudem ist das Sonnensegel 2 über die gesamte Diagonale 9.2 des Sonnensegels 2 drehfest verbunden - wie dies in der Fig. 2 daran zu erkennen ist, dass das Tauwerk 7 über angedeutete Nähte 10, 1 1 mit dem Sonnensegel 2 indirekt fest verbunden ist. Indirekt dadurch, dass ein über die Nähte 10 auf das Sonnensegel 2 aufgenähtes Band 12 mit dem Tauwerk 7 über Nähte 1 1 vernäht ist.

In Fig. 1 ist zudem strichliert angedeutet zu erkennen, dass das Tauwerk 7 auch entlang einer Seite 9.1 des Sonnensegels 2 verlaufend vorgesehen sein kann. Abgesehen vom seitlichen Verlauf ist diese Ausführungsvariante konstruktiv gleich zum diagonalen Verlauf ausgeführt. Auch hier ist das Tauwerk 7 mit dem Sonnensegel 2 über die gesamte Länge L der Seite 9.1 des Sonnensegels 2 drehfest verbunden - womit eine besonders standfeste drehfeste Verbindung zwischen Tauwerk und Sonnensegel erreichbar ist.

Dieses als Gurtband 12.1 ausgeführte Band 12 verläuft entlang derselben Diagonale 9.2, wie dies beim Tauwerk 7 der Fall ist, sodass das Tauwerk 7 zwischen dem Band 12 und dem Sonnensegel 2 eingeschlossen werden kann. Dies schützt das Tauwerk 7 einerseits - und kann zudem eine besonders standfeste Drehsicherung des Tauwerks 7 am Sonnensegel 2 schaffen.

Ein Spalt zwischen Tauwerk 7, Sonnensegel 2 und Band 12 kann mit Klebstoff 13 ausgefüllt sein, um damit die Standfestigkeit der biegsamen Wickelwelle mit einem Tauwerk 7 zu erhöhen.