MÜLLER, Jürgen (Annastraße 10, Nersingen, 89278, DE)
OGIR, Edmund (Am Wiesenhang 20, Mickhausen, 86866, DE)
MÜLLER, Jürgen (Annastraße 10, Nersingen, 89278, DE)
OGIR, Edmund (Am Wiesenhang 20, Mickhausen, 86866, DE)
| Ansprüche 1. Freistehende Beschattungseinrichtung (2; 102; 202) für zumindest einen Getränkebehälter (4), insbesondere eines Glases oder Krugs, mit: einer Bodenplatte (6; 206), auf weicher der zumindest eine Getränkebehälter (4) abstellbar ist, und einem Schirm (8; 108; 208), der über eine Stange (12; 112; 212) mit der Bodenplatte (6; 206) verbunden und mittels einer Gelenkanordnung so in seiner Neigung zur Bodenplatte verstellbar ausgerichtet werden kann, dass er zumindest einen Teil des Getränkebehälters (4) vor Sonneneinstrahlung schützt, dadurch gekennzeichnet, dass der Schirm (8; 108; 208) zusätzlich hinsichtlich seiner Position gegenüber der Bodenplatte einstellbar ist und die Bodenplatte (6; 206) ein ausreichendes Gewicht hat, um den Gesamtschwerpunkt der Beschattungseinrichtung (2; 102, 202) in allen Stellungen des Schirms (8; 108, 208) senkrecht oberhalb der Auflagefläche (10) der Bodenplatte (6; 206) zu halten. 2. Freistehende Beschattungseinrichtung (2; 102; 202) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Stange (12; 112; 212) mit der Bodenplatte (6; 206) und/oder dem Schirm (8; 108; 208) über mindestens eine Steckverbindung (16; 116; 216) lösbar verbunden ist. 3. Freistehende Beschattungseinrichtung (2; 102; 202) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberseite der Bodenplatte (6; 206) eine Vertiefung (222) aufweist, in die sich Getränkebehälter (4) einsetzen lassen. 4. Beschattungseinrichtung (2; 102; 202) für einen Getränkebehälter (4), , mit: einem Schirm (8; 108; 208), der über eine Stange (12; 112; 212) mit einem einstellbaren, vorzugsweise plastisch verformbaren Gelenkabschnitt (14; 114; 314) verbunden ist, und einem Clip (118), über den der Gelenkabschnitt (14; 114; 314) an dem Getränkebehälter (4) lösbar anbringbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Clip (118) so ausgebildet ist, dass er an einem Henkel oder oberen Rand des in Form eines Glases oder Krugs ausgebildeten Getränkebehälters anbringbar ist. 5. Beschattungseinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass am Clip (118) eine als Drehgelenk () dienende Steckverbindung () für die mit dem Gelenkabschnitt (14; 114; 314) ausgestattete Stange (12; 112; 212) vorgesehen ist. 6. Beschattungseinrichtung (2; 102; 202) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stange (12; 112; 212) mehrteilig ist. 7. Beschattungseinrichtung (2; 102; 202) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stange (12; 112; 212) mindestens einen Gelenkabschnitt (14; 114; 314) aufweist. 8. Beschattungseinrichtung (2; 102; 202) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schirm (8; 108, 208) zusammenfaltbar ist. 9. Beschattungseinrichtung (2; 102; 202) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich in oder an der Beschattungseinrichtung (2; 102; 202) Leuchtelemente (221 ) befinden. 10. Beschattungseinrichtung (2; 102; 202) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Gelenkabschnitt (14; 114; 314) aus einem verformbaren Kunststoffrohr (324) hergestellt ist, in dem etwa in Längsrichtung zumindest abschnittsweise zumindest ein plastisch verformbares, drahtförmiges Element (326) derart eingebettet ist, dass das Kunststoffrohr (324) bei seiner Biegung zusammen mit dem zumindest einen drahtförmigen Element (326) die Biegung im Wesentlichen beibehält. 11. Gelenkabschnitt (14; 114; 314), insbesondere für eine Beschattungseinrichtung (2; 102; 202) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bestehend aus einem verformbaren Kunststoffrohr (324), in dessen Wandung etwa in Längsrichtung zumindest abschnittsweise zumindest ein plastisch verformbares, drahtförmiges Element (326) derart eingebettet ist, dass das Kunststoffrohr (324) bei seiner Biegung zusammen mit dem zumindest einen drahtförmigen Element (326) die Biegung im Wesentlichen beibehält. |
In der warmen Jahreszeit werden Mahlzeiten und Getränke gerne im Freien, wie z.B. in Biergärten oder ähnlichen Einrichtungen eingenommen. Dabei erwärmen sich jedoch insbesondere Getränke recht schnell, sofern sie der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind.
Es gibt eine Reihe von Behelfsmöglichkeiten mit denen versucht werden kann, Getränke trotz Sonneneinstrahlung kühl zu halten. Insbesondere sind Vorrichtungen bekannt, bei denen ein gesonderter Sonnenschutz eigens für die Getränkebehälter vorgesehen ist. Aus der Druckschrift DE 297 10 606 U1 ist beispielsweise eine Vorrichtung bekannt, bei der sich ein Getränkebehälter in eine den Getränkebehälter umgebende Abschirmung stellen lässt, und somit vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt ist. In der beschriebenen Ausfertigung besteht die Abschirmung aus einem Faltkarton, wobei eine Seite so eingeklappt ist, dass sich der Getränkebehälter zur Beschwerung der Vorrichtung darauf stellen lässt.
Diese Vorrichtung hat jedoch den Nachteil, dass es durch das geringe bauartbedingte Eigengewicht und den hohen Gesamtschwerpunkt der Abschirmung passieren kann, dass die Vorrichtung beim Anheben des Getränkebehälters an dessen Boden haften bleibt, insbesondere wenn sich am Boden des Getränkebehälters Feuchtigkeit gebildet hat, und somit umgeworfen wird. Auch bietet diese Vorrichtung eine relativ große Angriffsfläche für Wind, so es dass bereits bei schwachem Wind leicht passieren kann, dass die Vorrichtung weggeweht wird, wenn der Getränkebehälter angehoben wird.
Aus dem Dokument GB 2 399 486 A ist eine aus drei Teilen zusammensteckbare Beschattungseinrichtung bekannt, die allerdings den Nachteil hat, dass die Beschattungswirkung wegen der Starrheit des Schirms beschränkt bleibt. Aus der Schrift US 6,637,447 B2 ist eine Beschattungseinrichtung gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 bekannt geworden, bei der zwar der Schirm in verschiedene Richtungen gekippt werden kann. Allerdings ist die Position des Schirms durch eine starre Schirmständerstange festgelegt, die entweder in einer vertikal ausgerichteten Halterung an der zu beschattenden Flasche oder senkrecht in einem Untersetzer steckt. Damit wird einerseits das Trinken aus dem Behälter erschwert oder die Beschattungwirkung eingeschränkt.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Beschattungseinrichtung zu schaffen, die sich durch eine stark verbesserte Handhabung auszeichnet, indem sie das Trinken erleichtert und gleichzeitig die Beschattungswirkung optimiert.
Gelöst wird diese Aufgabe durch die Merkmale des Anspruchs 1. Erfindungsgemäß lässt sich ein Getränkebehälter auf einer Bodenplatte abstellen. An der Bodenplatte ist weiterhin mittels einer Stange ein Schirm angebracht, dessen Durchmesser in etwa dem zweifachen Durchmesser eines Maßkrugs entspricht. Die Gelenkanordnung ist so ausgebildet, dass der Schirm auch hinsichtlich seiner Position gegenüber der Bodenplatte veränderbar und einstellbar ist. Aufgrund des Eigengewichts der Bodenplatte ist aber auch bei angehobenem Getränkebehälter oder beim Anheben des Getränkebehälters immer eine gute Standfestigkeit gewährleistet, und zwar selbst dann, wenn der Schirm weitestmöglich von der Bodenplatte weg verschwenkt ist. Erfindungsgemäß lässt sich die Beschattungseinrichtung zur Sonne in optimaler Weise ausrichten und somit erreichen, dass sich stets mindestens ein Teil eines auf der Bodenplatte abgestellten Getränkebehälters im Schatten befindet. Dabei ist die Beschattungseinrichtung in allen Positionen des Schirms freistehend, da die Bodenplatte erfindungsgemäß ein ausreichendes Eigengewicht hat, um sicherzustellen, dass der sich der Gesamtschwerpunkt der Beschattungseinrichtung bei jeder möglichen Stellung des Schirms senkrecht oberhalb der Auflagefläche der Bodenplatte befindet.
Durch die oben beschriebene Auslegung von Schirm und Bodenplatte ist somit sichergestellt, dass ein Getränk vor Sonneneinstrahlung geschützt werden kann, wobei die Beschattungseinrichtung auch bei mäßigem Wind ohne Beschwerung durch den Getränkebehälter sicher stehenbleibt. Weil der Schirm sowohl in seiner Neigung als auch in seiner Position gegenüber der Bodenplatte verstellbar ist, kann auch bei unterschiedlichen Getränkebehältern und unterschiedlichen
Sonneneinstrahlungswinkeln eine jeweils optimale Position des Schirms erzielt werden. Weiterhin ist durch das Eigengewicht der Bodenplatte sichergestellt, dass die Bodenplatte beim Anheben des Getränkebehälters nicht an dessen Unterseite haften bleibt und mit angehoben wird, was zu einem Umwerfen der Beschattungseinrichtung führen könnte.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand der Unteransprüche. Die Verstellmöglichkeit kann gemäß einer besonders einfachen Variante durch ein einfaches Drehgelenk für die Stange des Schirms bereitgestellt werden. Es sind jedoch grundsätzlich alle gängigen Gelenkvorrichtungen verwendbar.
Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass zwischen der Stange und dem Getränkebehälter mindestens eine lösbare Verbindung besteht, die insbesondere als Steckverbindung ausgeführt ist. Dies ermöglicht das Zerlegen der Beschattungseinrichtung in kleinere Untereinheiten, welche eine platzsparende Verpackung und somit einen einfachen Transport der Beschattungseinrichtung ermöglichen.
Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, in der Bodenplatte mindestens ein Kühlelement anzuordnen, durch welches ein Getränk über den Boden des Getränkebehälters gekühlt werden kann. So kann zusätzlich zu einem Schutz vor Sonneneinstrahlung eine aktive Kühlung des Getränks bewirkt werden, wobei das erhöhte Gewicht der Bodenplatte für eine zusätzliche Standsicherheit der Beschattungseinrichtung sorgt.
Entsprechend einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen in der Bodenplatte eine Stromquelle, z.B. in Form einer Batterie unterzubringen. Neben der erhöhten Standsicherheit durch das zusätzliche Gewicht der Bodenplatte kann somit innerhalb der Beschattungseinrichtung eine Stromversorgung für weitere Funktionen wie z.B. Leuchtdioden bereitgestellt werden. Ferner kann eine Vertiefung an der Oberseite der Bodenplatte vorgesehen sein, in welche Getränkebehälter eingesetzt werden können. Dadurch wird die Standsicherheit der Getränkebehälter auf der Bodenplatte zusätzlich erhöht, da ein seitliches Verrutschen der Getränkebehälter auf der Bodenplatte verhindert wird.
Die Aufgabe wird gemäß einem weiteren Aspekt gelöst durch eine Beschattungseinrichtung für zumindest einen Getränkebehälter, wobei ein Schirm über eine Stange und einen vorzugsweise plastisch verformbaren Gelenkabschnitt mit einem Clip verbunden ist. Der Clip ist dabei vorzugsweise so ausgeführt, dass er sich vorzugsweise an dem Griff oder an dem oberen Rand eines Getränkebehälters befestigen lässt. Diese Ausführungsform hat gegenüber der oben beschriebenen Ausführungsform den Vorteil, dass sie sich durch die fehlende Bodenplatte und die kürzere Stange besonderst klein zusammenlegen und somit gut transportieren lässt.
Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Stange aus mehreren Teilen zusammengesetzt werden kann, um so das Packmaß der zusammengelegten Beschattungseinrichtung zu verringern.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Stange mindestens einen Gelenkabschnitt aufweist, um somit eine ausreichende Einstellbarkeit des Schirms gegenüber der Bodenplatte zu gewährleisten.
Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, die Stange als Teleskopstange auszuführen, da sich so neben einer Verstellung des Neigungswinkels des Schirms auch eine Verstellung der Höhe des Schirms über dem Getränkebehälter einstellen lässt.
Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass der Schirm zusammenfaltbar ist, um auf diese Weise das Packmaß der Beschattungseinrichtung im demontierten Zustand weiter zu verringern.
Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass sich in oder an der Beschattungseinrichtung Leuchtelemente befinden. Dadurch kann die Beschattungseinrichtung auch nach Einbruch der Dunkelheit als Zierelement verwendet werden. Ebenso ist eine Verwendung der Leuchtelemente als Vorrichtung zum Bestellen von Getränken denkbar.
Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Beschattungseinrichtung einen Gelenkabschnitt aus einem verformbaren Kunststoffrohr aufweist, in dem etwa in Längsrichtung zumindest abschnittsweise ein plastisch verformbares, drahtförmiges Element derart befestigt ist, dass das Kunststoffrohr bei einer Biegung des Kunststoffrohrs zusammen mit dem drahtförmigen Element die Biegung im Wesentlich beibehält. Das verformbare Kunststoffrohr kann gleichzeitig die Funktion eines mehrachsigen Schwenk- und Drehgelenks erfüllen und die Funktion der Schirmstange, mit der der Schirm auf eine dem zu beschattenden Gefäß angepasste Höhe gebracht wird. Durch diese Ausführungsform ist bei einem sehr einfachen Aufbau gewährleistet, dass sich der Gelenkabschnitt im Rahmen der Materialermüdung beliebig oft in eine bestimmte Position bringen und in dieser Position feststellen lässt.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass bei der Herstellung eines Gelenkabschnitts wie er im vorhergehenden Abschnitt beschrieben ist, das drahtförmige Element zusammen mit dem Kunststoff zu einem Rohr extrudiert oder das drahtförmige Element von Kunststoff umspritzt wird. Diese Art der Herstellung lässt sich sehr kostengünstig realisieren, wobei sich Gelenkabschnitte in beliebiger Länge für unterschiedliche Verwendungen wie z.B. für Maßkrüge oder für Weingläser einfach von dem extrudierten oder gespritzten Rohr abschneiden lassen.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass bei einem Gelenkabschnitt aus einem verformbaren Kunststoffrohr wie er in den beiden vorhergehenden Abschnitten beschrieben wurde, der Außendurchmesser des Kunststoffrohrs zur lösbaren Ankupplung an benachbarte Teile dimensioniert ist. Auf diese Weise lassen sich einfache Steckverbindungen zwischen den einzelnen Komponenten realisieren, ohne dass eine weitere Bearbeitung der Komponenten erforderlich ist Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen der Erfindung, anhand der Figuren die erfindungswesentliche Einzelheiten zeigen, und aus den Ansprüchen. Die einzelnen Merkmale können je einzeln oder zu mehreren in beliebiger Kombination bei einer Variante der Erfindung verwirklicht sein.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden anhand von Zeichnungen näher erläutert. Dabei zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer beispielhaften Ausführungsform der Beschattungseinrichtung mit einer Bodenplatte bei aufgesetztem Getränkebehälter,
Fig. 2 eine perspektivische Ansicht einer weiteren beispielhaften Ausführungsform der Beschattungseinrichtung mit einem Clip zur Befestigung an einem Getränkebehälter und einem plastisch verformbaren Gelenkabschnitt,
Fig. 3 eine perspektivische Ansicht weiteren beispielhaften Ausführungsform der Beschattungseinrichtung mit einer Vertiefung an der Oberseite der Bodenplatte sowie eine schematische Darstellung eines Kühlelements, einer Stromquelle und Leuchtelementen,
Fig. 4 eine perspektivische Darstellung zweier beispielhafter Ausführungsformen des Gelenkabschnitts,
Fig. 5 eine der Figur 1 entsprechende Ansicht der Beschattungseinrichtung mit einer Bodenplatte bei abgenommenem Getränkebehälter,
Fig. 6 eine der Figur 5 entsprechende Ansicht der Beschattungseinrichtung gemäß einer weiteren Variante, und
Fig. 7 eine Einzelheit der Ausführungsform nach Figur 6. Detaillierte Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele.
Eine erste Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist in Fig. 1 und Figur 5 dargestellt. Die Figuren zeigen eine Beschattungseinrichtung 2, mit der ein Getränkebehälter 4 vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden kann. Dazu wird der Getränkebehälter 4 auf eine Bodenplatte 6 gestellt, die zusammen mit einem Schirm 8 eine auch bei Wind sicher- und freistehende Einheit bildet. Durch das Eigengewicht der Bodenplatte 6 ist gewährleistet, dass sich der Gesamtschwerpunkt der Beschattungseinrichtung 2 in allen möglichen Positionen des Schirms immer senkrecht oberhalb der Auflagefläche 10 der Bodenplatte 6 befindet. Die Bodenplatte 6 ist vorzugsweise aus Kunststoff gefertigt, kann jedoch auch aus anderen Materialien wie z.B. Holz oder Metall gefertigt werden.
Der Schirm 8 ist dabei über eine Stange 12 mit der Bodenplatte 6 verbunden, wobei die Stange 12 einen Gelenkabschnitt 14 aufweist, über den sich der Neigewinkel des Schirms 8 ebenso wie die Position des Schirms bezüglich der Bodenplatte 10 entsprechend des Sonneneinstrahlungswinkels einstellen lässt. Somit lässt sich erreichen, dass bei auch bei der Verwendung von verschiedenen Getränkebehältern 4 und unterschiedlichen Sonneneinstrahlungswinkeln zumindest immer ein Teil des Getränkebehälters 4 vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt ist.
Der Gelenkabschnitt 14 ist vorzugsweise so auszulegen, dass er sich plastisch verformen lässt, d.h. dass eine einmal eingestellte Position des Gelenkabschnitts 14 bis zu einer erneuten Einstellung des Schirms 8 beibehalten wird. Es sind aber auch andere Ausführungsformen von Gelenken einschließlich arretierbarer Kugelgelenke denkbar, bei denen z.B. drehbar gelagerte Gelenke gegen einen Reibungswiderstand eingestellt und von der Haftreibung zwischen den einzelnen Gelenkelementen in ihrer Position gehalten werden. Der Gelenkabschnitt 14 ist dabei über zwei Steckverbindungen 16 mit den einzelnen Abschnitten der Stange 12 verbunden. Weiterhin ist die Stange 12 über eine Steckverbindung 16 mit der Bodenplatte 6 verbunden, wobei die Steckverbindung 16 so ausgeführt ist, dass sie ein Drehgelenk bildet. Figur 5 zeigt, dass die Anordnung so getroffen ist, dass sich der Schirm 8 unter Nutzung des Gelenks bei 16 und/oder des Gelenkabschnitts 14 von der Bodenplatte 10 weit weg verschwenken lässt. In allen Positionen des Schirms - selbst dann, wenn der Schirm die Tischplatte berührt - ist aber dafür gesorgt, dass der Schwerpunkt der Beschattungseinrichtung vertikal oberhalb der Bodenplatte 10 zu liegen kommt. Damit gelingt es auch, den Schirm vor dem Trinken aus dem Gefäß vollständig von der Platte weg zu verschwenken, ohne bei Hochheben des Gefäßes Gefahr zu laufen, dass die Beschattungseinrichtung umfällt.
Eine weitere Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist in Fig. 2 dargestellt, die eine Beschattungseinrichtung 102 zeigt, mit der ebenfalls ein Getränkebehälter vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden kann. Gemäß dieser Ausführungsform wird der Schirm 108 direkt mit dem Griff oder dem oberen Rand eines Getränkebehälters verbunden. Dazu ist am unteren Ende der Stange 112 Schirms 108 ein plastisch verformbarer Gelenkabschnitt 114 über eine Steckverbindungen 116 angebracht, an dessen anderem Ende über einen weitere Steckverbindungen 116 ein Clip 118 angebracht ist. Der Clip 118 ist dabei so ausgelegt, dass er sich am Griff eines Maßkrugs oder am oberen Rand eines Getränkebehälters befestigen lässt. Über den plastisch verformbaren Gelenkabschnitt 114 lässt sich die Position des Schirms 108 je nach Sonneneinstrahlungswinkel einstellen. Bei 116 kann ein weiteres Gelenk ausgebildet sein.
Eine weitere Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist in Fig. 3 dargestellt, auf der eine Beschattungseinrichtung 202 zu sehen ist, mit der ebenfalls ein Getränkebehälter vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden kann.
Bei dieser Ausführungsform weist die Bodenplatte 206 ein Kühlelement 219 sowie eine Stromquelle 220 auf. Dabei ist das Kühlelement 219 dafür vorgesehen, den Getränkebehälter durch den Boden des Getränkebehälters hindurch zu kühlen. Die Stromquelle 220 kann beispielsweise verwendet werden, um Leuchtelemente 221 , oder andere zusätzlichen Ausrüstungselemente mit Strom zu versorgen. Weiterhin ist eine Verbindung zwischen der Bodenplatte 206 und dem Schirm 208 über eine Teleskopstange 212 vorgesehen, wobei die Teleskopstange 212 über eine Steckverbindung 216 mit der Bodenplatte 206 verbunden ist. Die Steckverbindung 216 kann dabei als Drehgelenk ausgeführt sein. Ferner ist in der Bodenplatte eine Vertiefung 222 vorgesehen, die ein seitliches Verrutschen des Getränkebehälters verhindert.
In Fig. 4 sind zwei beispielhafte Ausgestaltung eines Gelenkabschnitts der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform der Beschattungseinrichtung dargestellt. In dieser Ausgestaltung ist der Gelenkabschnitt 314 bzw. 315 aus einem vorzugsweise elastisch verformbaren Kunststoffrohr 324 hergestellt. Der Kunststoff ist dabei vorzugsweise ein thermoplastischer Kunststoff und kann sowohl durchsichtig oder undurchsichtig als auch mit einem Farbstoff versetzt sein.
In der Wandung des Kunststoffrohrs 324 ist in Längsrichtung ein drahtförmiges Element 326 aus Metall so eingespritzt oder zusammen mit dem Kunststoffrohr 324 extrudiert, dass es, abgesehen von den Querschnittsflächen an den Enden des Kunststoffrohrs 324, vollständig von Kunststoff umgeben ist. Dabei kann das Kunststoffrohr 324 so ausgeführt sein, dass seine Wandstärke a ausreicht, um das drahtförmiges Element 326 aufzunehmen. Alternativ kann das Kunststoffrohr 324 eine oder mehrere in Längsrichtung des Kunststoffrohrs 324 verlaufende Verdickungen 330 an den Stellen aufweisen, die für eine Aufnahme des drahtförmigen Elements 326 vorgesehen sind.
Durch das drahtförmige Element 326 wird das Kunststoffrohr 324 gegen die durch die Elastizität des Kunststoffes entstehende Rückstellkraft in einer gebogen Position gehalten, nachdem diese durch einen Anwender eingestellt wurde. Da sich das Metall des drahtförmigen Elements 326 plastisch verformt, lässt sich eine Einstellung verschiedener gebogener Positionen im Rahmen der Ermüdungsgrenzen des Materials beliebig oft wiederholen.
Das drahtförmige Element 326 ist dabei so zu dimensionieren, dass die durch das drahtförmige Element 326 oder die dafür vorgesehenen Verdickungen 330 hervorgerufenen Änderungen der für eine Verbiegung des Rohrs aufzubringenden Kraft in unterschiedlichen Richtungen gering ausfallen. Vorzugsweise beträgt der Außendurchmesser b des Kunststoff roh rs 324 zwischen 4 mm und 8 mm und besonders bevorzugt 5 mm, wobei die Wandstärke a des Rohrs vorzugsweise zwischen 0,5 und 1 ,5 mm und besonders bevorzugt 1 mm beträgt. Sofern eine Verdickung 330 für die Aufnahme des drahtförmige Elements 326 vorgesehen ist, sollte deren Stärke vorzugsweise zwischen 1 mm und 2 mm und besonders bevorzugt 1 ,5 mm betragen. Das drahtförmige Element 326 besteht vorzugsweise aus einem runden Metalldraht wie z.B. einem Kupferdraht oder einem Draht aus einer Kupferlegierung. Dieser Gelenkabschnitt ist Gegenstand einer eigenständigen Erfindung (Anspruch 11 ), für die gesonderter Schutz beansprucht wird.
Unter Bezug auf die Figuren 6 und 7 wird eine weitere Ausführungsform beschrieben. Erneut sind Komponenten, die den Bestandteilen der zuvor beschriebenen Ausführungsformen entsprechen, mit ähnlichen Bezugszeichen versehen, denen jedoch eine„4" vorangestellt ist.
Bei dieser Ausführungsform ist eine starre Schirmstange 412 stark verkürzt und setzt sich in einen flexiblen Schirmstangenabschnitt 424 fort, der entsprechend der Ausführungsform nach der Figur 4 ausgebildet ist und eine beträchtlich Länge H erhält, die in der Größenordnung der Höhe des zu beschattenden Gefäßes, wie z.B. eines Maßkruges, beispielsweise zwischen 14 und 22 cm, liegt. Damit kann der Schirm 408 ebenso wie bei der Ausführungsform der Figur 1 und 5 in beliebiger Neigung weit von der Bodenplatte 410 weg bewegt werden, ohne dass der Schwerpunkt der Beschattungseinrichtung einen Raum vertikal oberhalb der Bodenplatte verlässt.
Der Figur 7 ist entnehmbar, dass an der Bodenplatte 410 randseitig ein Stift 440 vorgesehen, vorzugsweise angeformt ist, auf den der flexible Gelenkschlauch 424 mit integriertem Draht mit Presssitz bis auf Anschlag mit der Bodenplatte 410 aufgeschoben ist. Eine entsprechende Steck- und Pressverbindung liegt im Übergang zur Schirmstange 412 vor.
Selbstverständlich sind Abwandlungen der gezeigten Ausführungsform denkbar, ohne den Grundgedanken der Erfindung zu verlassen. So können die Schirme aus verschieden Materialien hergestellt werden und verschiedene Formen, wie z.B. einen ovalen oder eckigen Grundriss aufweisen. Es ist auch die Verwendung mehrerer Schirme möglich. Weiterhin kann die Bodenplatte aus verschiedenen Materialien gefertigt sein und verschiedene Grundrisse aufweisen. Denkbar sind z.B. ein Grundriss dessen Form an ein Herz erinnert, oder ein eckiger Grundriss. Schließlich ist anstelle der bereits beschriebenen Gelenke auch eine Verwendung anderer Ausführungsformen von Gelenken, wie z.B. Bleigelenken, Kunststoffgelenken oder Federgelenken möglich. Auch eine direkte Verbindung des Schirms mit der Bodenplatte ohne ein Gelenk ist denkbar.
Ebenso sind verschiedene Ausführungen eines drahtförmigen Elements in der beschriebenen Ausführungsform des Gelenkabschnitts denkbar. So kann das drahtförmige Element aus unterschiedlichen Metallen hergestellt sein und/oder eine unterschiedliche Querschnittsflächengestaltung, wie z. B. die Querschnittsfläche eines Vierecks oder eines Polygons aufweisen. Die beschriebene runde Querschnittsfläche hat jedoch den Vorteil, dass das Biegewiderstandsmoment des Drahtes nicht richtungsabhängig ist. Das drahtförmige Element kann auch außenseitig mit einer Profilierung versehen sein. Der Verlauf des drahtförmigen Elements muss auch nicht achsparallel zum Kunststoffrohr sein. Es kann auch wendeiförmig verlaufen. Schließlich muss sich das drahtförmige Element auch nicht zwingend bis zu den Stirnseiten des Kunststoffrohrs erstrecken.
