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Title:
SHADING STRUCTURE COMPRISING A FLEXIBLE SHADING UNIT, AND METHOD FOR THE PRODUCTION THEREOF
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2016/206852
Kind Code:
A1
Abstract:
Disclosed is a shading structure comprising a flexible shading unit. A shading structure of said type that comprises at least one reinforcement strip mounted on the surface of the shading structure is known from the prior art. According to the invention, the reinforcement strip is mounted on the surface of the shading structure with the aid of a two-sided adhesive tape which has an adhesive layer on both sides and which is placed between the reinforcement strip and the surface of the shading structure. Use in passenger vehicles.

Inventors:
HILLEMACHER, Reiner (Quittenweg 23, Esslingen, 73733, DE)
DEREK, Diana (Göppinger Straße 23, Stuttgart, 70329, DE)
Application Number:
EP2016/060377
Publication Date:
December 29, 2016
Filing Date:
May 10, 2016
Export Citation:
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Assignee:
BOS GMBH & CO. KG (Ernst-Heinkel-Straße 2, Ostfildern, 73760, DE)
International Classes:
B60J1/20; B60J7/00
Foreign References:
JP2010100210A2010-05-06
DE102012211741A12013-01-10
KR101192267B12012-10-17
DE202006003831U12006-06-08
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
PATENTANWÄLTE RUFF, WILHELM, BEIER, DAUSTER & PARTNER MBB (Kronenstraße 30, Stuttgart, 70174, DE)
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Claims:
Patentansprüche

Beschattungsstruktur (2) mit einem flexiblen Beschattungsgebilde (3) sowie mit wenigstens einem auf eine Oberfläche des Beschattungsgebildes (3) aufgebrachten Versteifungsband (4), dadurch gekennzeichnet, dass das Versteifungsband (4) mittels eines doppelseitigen Klebebandes (5) auf die Oberfläche des Beschattungsgebildes (3) aufgebracht ist, wobei das doppelseitige Klebeband (5) beidseitig eine Klebeschicht aufweist und zwischen dem Versteifungsband (4) und der Oberfläche des Beschattungsgebildes (3) angeordnet ist.

Beschattungsstruktur (2) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Klebeschicht derart gestaltet ist, dass sie ihre Klebewirkung durch thermische Aktivierung erhält.

Beschattungsstruktur (2) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Versteifungsband (4) als Federstahlband gestaltet ist.

Verfahren zur Herstellung einer Beschattungsstruktur (2) nach Anspruch 1 , 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass zunächst ein Versteifungsband (4) ausgestreckt und anschließend auf das Versteifungsband (4) ein doppelseitiges Klebeband (5) mit einer ersten Klebeschicht über die Länge des Versteifungsbandes (4) durchgängig aufgebracht wird, während eine zweite Klebeschicht des doppelseitigen Klebebandes (5) in einem nicht klebenden Zustand verbleibt, und dass schließlich die zweite Klebeschicht in einen klebenden Zustand versetzt wird und die Oberfläche des flexiblen Beschattungsgebildes (3) auf die zweite Klebeschicht über die Länge des Versteifungsbandes (4) durchgängig aufgebracht wird.

Description:
Beschattungsstruktur mit einem flexiblen Beschattungsgebilde

und Herstellungsverfahren hierfür

Anwendungsgebiet und Stand der Technik

Die Erfindung betrifft eine Beschattungsstruktur mit einem flexiblen Beschattungsgebilde nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 sowie ein Verfahren zur Herstellung einer solchen Beschattungsstruktur. Das Beschattungsgebilde weist wenigstens ein auf seine Oberfläche aufgebrachtes Versteifungsband auf.

Derartige Beschattungsstrukturen mit Versteifungsbändern in Kraftfahrzeugen sind allgemein bekannt. Bei den bekannten Beschattungsstrukturen sind die Versteifungsbänder an gegenüberliegenden Seiten der Beschattungsstruktur mit dieser verklebt. Bei einer Verklebung wird ein bei Raumtemperatur flüssiger Klebstoff oder ein Schmelzklebstoff verwandt. Bei der Verklebung der Beschattungsstruktur und des Versteifungsbandes mit flüssigen Klebstoffen kann überschüssig aufgebrachter Klebstoff zu Verunreinigungen der Beschattungsstruktur und somit zu einer unästhetischen Optik der Beschattungsstruktur führen. Eine unzureichende Benetzung der Beschattungsstruktur mit Klebstoff kann wiederum zu einer Ablösung des Versteifungsbands von der Beschattungsstruktur und somit zu Funktionseinbußen führen. Eine präzise Dosierung und Aufbringung des Klebstoffes ist mit dem bekannten Verfahren schwer zu erreichen.

Aufgabe und Lösung

Aufgabe der Erfindung ist es, eine Beschattungsstruktur und ein Verfahren der eingangs genannten Art zu schaffen, die eine einfache und haltbare Verbindung zwischen dem Versteifungsband und dem Beschattungsgebilde ermöglichen.

Diese Aufgabe wird für die Beschattungsstruktur dadurch gelöst, dass das Versteifungsband mittels eines doppelseitigen Klebebandes auf die Oberfläche des Beschattungsgebildes aufgebracht ist, wobei das doppelseitige Klebeband beidseitig eine Klebeschicht aufweist und zwischen dem Versteifungsband und der Oberfläche des Beschattungsgebildes angeordnet ist. Dadurch ist sichergestellt, dass eine saubere Verarbeitung erfolgen kann, und dass das Versteifungsband vollflächig an dem Beschattungsgebilde anhaftet.

In Ausgestaltung der Erfindung ist wenigstens eine Klebeschicht derart gestaltet, dass sie ihre Klebewirkung durch thermische Aktivierung erhält. Nach Aufbringen des Klebebandes auf das Versteifungsband und/oder das Beschattungsgebilde wird eine Wärmeeinleitung in die Klebeverbindung vorgenommen und die Klebewirkung des Klebebandes aktiviert oder erhöht. In bevorzugten Ausführungen ist das Klebeband aus Kautschuk oder Harz hergestellt oder aus einem anderen Material, das bei Raumtemperatur klebend oder nicht klebend ist, sich gut schneiden oder stanzen lässt und das unter Hitze- und/oder Druckeinwirkung eine erhöhte Klebewirkung entfaltet.

In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist das Versteifungsband als Federstahlband gestaltet. Dadurch sind Aufwickel barkeit und Flexibilität des Versteifungsbandes gegeben. Das Versteifungsband kann somit vielfach auf- und abgewickelt werden, ohne dass Materialermüdungserscheinungen auftreten. Das Federstahlband gewährleistet zudem eine ausreichende Steifigkeit, um das Beschattungsgebilde in einer aufgespannten Funktionsposition zu halten. Das Federstahlband kann einen gekrümmten Querschnitt aufweisen, um eine Steifigkeit der Beschattungsstruktur weiter zu erhöhen.

Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird weiterhin durch ein Verfahren gelöst, in dessen erstem Verfahrensschritt zunächst ein Versteifungsband ausgestreckt und anschließend auf das Versteifungsband ein doppelseitiges Klebeband mit einer ersten Klebeschicht über die Länge des Versteifungsbandes durchgängig aufgebracht wird, während eine zweite Klebeschicht des doppelseitigen Klebebandes in einem nicht klebenden Zustand verbleibt, und dass schließlich die zweite Klebeschicht in einen klebenden Zustand versetzt wird und die Oberfläche des flexiblen Beschattungsgebildes auf die zweite Klebeschicht über die Länge des Versteifungsbandes durchgängig aufgebracht wird. Optional kann eine erhöhte Klebewirkung durch weitere Druck- und/oder Wärmeeinwirkung erzielt werden. Die Aktivierungstemperatur eines solchen doppelseitigen Klebebandes liegt zwischen 40 °C und 300 °C, bevorzugt zwischen 80 °C und 250 °C. Der Aktivierungsdruck liegt bei Atmosphärendruck bis zu 10 bar, bevorzugt zwischen 2 bar und 6 bar. In einem vorteilhaften Verfahren können Versteifungsbänder mitsamt dem doppelseitigen Klebeband konfektioniert und eingelagert werden. Dies kann zu einer verbesserten Fertigungsvorbereitung und zu Zeitersparnis während des Herstellungsprozesses führen. Es besteht zudem die Möglichkeit, nicht konfektionierte Versteifungsbänder mit doppelseitigem Klebeband zu versehen und in aufgerolltem Zustand einzulagern, wenn ein Einsatz für unterschiedliche Ausführungen von Beschattungsstrukturen vorgesehen ist. Möglich ist es auch, das nicht konfektionierte Beschattungsgebilde mit mittels doppelseitigen Klebebands verklebtem Versteifungsband zu versehen und einzulagern und bei Bedarf auf die entsprechende konkrete Beschattungsstruktur abzulängen. Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren ist eine Steigerung der Produktionsleistung durch Rationalisierungsmaßnahmen wie einer Automatisierung, Auslagerung oder einer Arbeitsteilung und somit eine wirtschaftlichere Fertigung möglich.

Weitere Vorteile und Aspekte der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen sowie aus der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung, das nachfolgend anhand der Figuren erläutert ist. Dabei zeigen:

Kurzbeschreibung der Zeichnungen

Fig. 1 eine schematische Darstellung eines Personenkraftwagens mit einer als Panoramadach-Beschattungsrollo ausgeführten Beschattungsstruktur,

Fig. 2 eine Draufsicht der Beschattungsstruktur mit seitlich angebrachten Versteifungsbändern,

Fig. 3 eine Schnittdarstellung des in Fig. 2 dargestellten Schnittverlaufes und

Fig. 4 bis 7 Verfahrensschritte des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Aufbringen des

Versteifungsbandes auf das Beschattungsgebilde.

Detaillierte Beschreibung der Ausführungsbeispiele

Ein Personenkraftwagen 1 weist in einem Dachbereich eine Beschattungsstruktur 2 auf. Diese Beschattungsstruktur 2 dient einer Beschattung eines Panoramadaches und weist ein flexibles Beschattungsgebilde 3 und Versteifungsbänder 4 auf. Die Versteifungsbänder 4 sind an in Fahrzeugquerrichtung gegenüberliegenden Seiten an dem Beschattungsgebilde 3 angebracht. Ein nicht dargestelltes Kassettengehäuse in dem fahrzeughecknahen Dachbereich nimmt die Beschattungsstruktur 2 in aufgewickelter Ruheposition auf. Zu Beschattungszwecken wird die Beschattungsstruktur 2 von einer nicht dargestellten Rollowelle in Fahrzeuglängsrichtung abgewickelt und somit in eine Funktionsposition überführt. Die Beschattungsstruktur 2 weist in einer in Fig. 3 dargestellten Schnittdarstellung drei Schichten auf. Ein Beschattungsgebilde 3 stellt eine in einer Betrachtungsebene untere Schicht dar. Daran schließt sich eine mittlere Schicht bestehend aus einem doppelseitigen Klebeband 5 an. Eine obere Schicht wird von dem Versteifungsband 4 gebildet.

Entsprechende Verfahrensschritte, die zur Herstellung der erfindungsgemäßen Beschattungsstruktur 2 gemäß den Fig. 1 bis 3 führen, sind anhand der Fig. 4 bis 7 schematisch dargestellt. Zuerst erfolgt ein Ausrollen des aufgerollten Versteifungsbandes 4 entsprechend der Fig. 4. Im Anschluss kann ein Andrücken des doppelseitigen Klebebandes 5 auf das Versteifungsband 4 erfolgen. Dieser Verfahrensschritt ist optional und in den Figuren nicht dargestellt. Anschließend erfolgt ein Kürzen des Versteifungsbandes 4 auf die Länge des Beschattungsgebildes 3. Dieser Verfahrensschritt ist nicht dargestellt. Danach erfolgt ein in der Fig. 5 dargestelltes Abrollen des ebenfalls aufgerollten doppelseitigen Klebebandes 5 auf das Versteifungsband 4 mit einer ersten Klebeschicht. Von dieser wurde zuvor eine Schutzfolie abgezogen, um die Klebeschicht in ihren Klebezustand zu überführen. Im Anschluss wird ein nicht dargestelltes Kürzen des doppelseitigen Klebebandes 5 auf die benötigte Länge entsprechend der Länge des Versteifungsbandes 4 und des Beschattungsgebildes 3 vorgenommen. Daraufhin wird eine weitere Schutzfolie 6 gemäß der Fig. 6 auf der der ersten Klebeschicht entgegengesetzten Seite des doppelseitigen Klebebandes 5 entfernt. Die zweite Klebeschicht des doppelseitigen Klebebandes 5 wird im Anschluss wie in der Fig. 7 gezeigt auf das Beschattungsgebilde 3 aufgebracht. Nun erfolgt ein nicht dargestelltes anschließendes Andrücken der Klebeverbindung sowie eine weitere optionale Druck- und/oder Wärmeeinwirkung auf die Klebeverbindung. Alternativ kann es auch vorgesehen sein, dass zuerst das Ausrollen des Versteifungsbandes 4 gemäß der Fig. 4 über seine gesamte Länge erfolgt. Im Anschluss erfolgt das Aufbringen der ersten Klebeschicht des doppelseitigen Klebebandes 5, wie in der Fig. 4 gezeigt, über die gesamte Länge des Versteifungsbandes 4. Optional und in den Figuren nicht dargestellt erfolgt danach das Andrücken des doppelseitigen Klebebandes 5 auf das Versteifungsband 4. Danach wird das Versteifungsband 4 mitsamt dem doppelseitigen Klebeband 5 in einem nicht dargestellten Verfahrensschritt auf die benötigte Länge entsprechend der Länge des Beschattungsgebildes 3 gekürzt. Daraufhin folgt das Abziehen der Schutzfolie 6 von der der ersten Klebeschicht abgewandten Seite des doppelseitigen Klebebandes 5, wie in der Fig. 6 gezeigt. Im Anschluss wird gemäß der Fig. 7 die zweite Klebeschicht des doppelseitigen Klebebandes 5 mitsamt dem Versteifungsband 4 auf das Beschattungsgebilde 3 aufgebracht. Danach erfolgt das nicht gezeigte Andrücken des Versteifungsbandes 4 mitsamt dem doppelseitigen Klebeband 5 auf das Beschattungsgebilde 3 sowie die optionale weitere Druck- und/oder Wärmeeinwirkung auf die Klebeverbindung. Optional kann das Versteifungsband 4 nach Aufkleben des doppelseitigen Klebebandes 5 aufgerollt und eingelagert werden, um bei Bedarf konfektioniert und auf das Beschattungsgebilde 3 aufgeklebt zu werden. Dabei verbleibt die Schutzfolie der zweiten Klebeschicht, über die die Verbindung zu dem Beschattungsgebilde erzielt wird, auf dem Klebeband 5. Alternativ können die in den Fig. 4 bis 7 gezeigten Verfahrensschritte sowie die nicht dargestellten, oben erwähnten Zwischenschritte mit nicht konfektioniertem Versteifungsband 4, doppelseitigem Klebeband 5 und Beschattungsgebilde 3 erfolgen. Somit kann das Beschattungsgebilde 3 samt dem mittels des doppelseitigen Klebebandes 5 anhaftenden Versteifungsband 4 aufgewickelt und transportiert oder eingelagert werden, um bei Bedarf auf ein benötigtes Maß abgelängt zu werden.