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Patent Searching and Data


Title:
SHADING SYSTEM
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/150902
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to the use of a fabric or a textile, in particular a woven fabric, knitted fabric, interlaced fabric, or non-woven, in a shading system having controllable transparency, air permeability, and/or vapor permeability, wherein the fabric or the textile is elastic in a first direction and is substantially inelastic in a second direction different from the first direction or wherein the fabric or the textile is elastic both in the first direction and in the second direction and wherein openings, the size of which can be controlled according to the elasticity of the fabric, are formed in the fabric or textile when the textile is stretched in the direction in which said textile is elastic.

Inventors:
REGENSTEIN, Klaus-Joachim (Am Hohenrain 24, Büdingen, 63654, DE)
Application Number:
DE2011/000184
Publication Date:
December 08, 2011
Filing Date:
February 24, 2011
Export Citation:
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Assignee:
PENN TEXTILE SOLUTIONS GMBH (An der Talle 20, Paderborn, 33102, DE)
REGENSTEIN, Klaus-Joachim (Am Hohenrain 24, Büdingen, 63654, DE)
International Classes:
D03D15/08; A01G9/22; D04B21/18; E06B9/24
Attorney, Agent or Firm:
BOEHMERT & BOEHMERT (Hollerallee 32, Bremen, 28209, DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Verwendung eines Stoffes oder eines Textils, insbesondere eines Gewebes, Gewirkes oder Gestrickes oder Non-Woven, wobei der Stoff oder das Textil in einer ersten Richtung elastisch ist und in einer zweiten Richtung, die von der ersten Richtung verschieden ist, im Wesentlichen nicht elastisch ist oder wobei der Stoff oder das Textil sowohl in der ersten Richtung als auch in der zweiten Richtung elastisch ist und wobei sich bei Dehnung des Textils in der Richtung, in der es elastisch ist, Öffnungen im Stoff oder Textil bilden, deren Größe abhängig von der Verdehnbarkeit des Stoffes regelbar ist, in einem Beschattungssystem mit regelbarer Licht-, Luft- und/oder Dampfdurchlässigkeit.

2. Verwendung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Beschattungsgewebe oder Beschattungsgewirk mit einem elastischen Kettgarn (10) und/oder einem elastischen Schussgarn (20) verwendet wird, wobei die erste Richtung die Kettrichtung und die zweite Richtung die Schussrichtung ist.

3. Verwendung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest teilweise Garne (10) der Kette elastische Fasern oder Filamente sind.

4. Verwendung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest teilweise Garne (10) des Schusses elastische Fasern oder Filamente sind.

5. Verwendung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest teilweise Garne (10) der Kette und des Schusses elastisch sind.

6. Verwendung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass alle Garne (10, 20) UV- beständige Fasern oder Bändchen sind.

7. Verwendung nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Fasern oder Filamente (10, 20) von Kette und Schuss konditioniert sind, um dem Beschattungssystem Stoffqualität zu verleihen.

8. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Schuss oder die Kette zumindest teilweise aus reflektierenden oder filternden Bändchen (40) bestehen.

9. Verwendung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Beschattungssystem ein flammhemmendes Garn umfasst.

10. Verwendung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es ein elastifiziertes Non- Woven verwendet wird.

11. Beschattungssystem nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der verwendete Stoff oder das verwendete Textil eine elastische Folie oder Membrane aufweist.

12. Verfahren zum Regeln der klimatischen Bedingungen in einem Raum, mit den Schritten:

- Bereitstellen eines Beschattungssystems nach einem der Ansprüche 1 bis 11, welches den Raum zumindest teilweise überspannt;

- Erfassen des Wertes wenigstens eines klimatischen Parameters des Raumes und Vergleichen des erfassten Wertes mit einem Sollwert für den klimatischen Parameter; und

- Dehnen oder Entspannen des Beschattungssystems entsprechend der Differenz zwischen dem erfassten Wert und dem Sollwert.

Description:
Beschattungssystem

Die vorliegende Erfindung betrifft die Verwendung eines Stoffes oder eines Textils, insbesondere eines Gewebes, Gewirkes oder Gestrickes oder Non-Woven in einem Beschattungssystem mit regelbarer Licht-, Luft- und/oder Dampfdurchlässigkeit. Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zum Regeln der klimatischen Bedingungen in einem Raum, bei dem ein Beschattungssystem verwendet wird.

Beschattungssysteme werden nicht nur im Wohnbereich eingesetzt, sondern auch im landwirtschaftlichen Betrieb, insbesondere wenn Gewächshäuser verwendet werden, um beispielsweise Blumen oder Gemüsepflanzen heranzuziehen. Die verwendeten Beschattungstextilien bieten einen Schutz vor intensiver Sonnenstrahlung und sorgen dafür, dass sich im Gewächshaus keine übermäßige Wärme ausbildet und für die Pflanzen optimale klimatische Bedingungen herrschen.

Ein Beispiel eines Beschattungstextils ist in der DE 201 06 063 Ul angegeben. Hier handelt es sich um ein Gewebe mit Kettgarn und Schussgarn, das Bändchen mit reflektierender Oberfläche enthält, welche das einfallende Sonnenlicht reflektieren sollen. Als reflektierende Bändchen werden dabei insbesondere Aluminiumbändchen eingesetzt. Das tragende Fila- mentgarn wird aus Acryl hergestellt, um hierdurch eine entsprechende UV-Festigkeit zu erzielen. Eine Änderung der Abschattung erfolgt durch Verfahren des Beschattungstextils als Ganzes.

Die DE 41 34 835 Cl beschreibt einen Nierenschutzgurt aus Stretchmaterial, bei dem die Dehnung des Stretchmaterials beim Tragen zu einer Öffnung des Gewebes derart fuhrt, dass die Umgebungsluft die Fläche des Gewebes erleichtert durchdringen kann. Aus der US 2005/0109383 AI ist ein Sonnenschutz für Kopf und Nacken bekannt, bei dem das einfallende Sonnenlicht von einem Textilmaterial geblockt wird, welches eine geringst mögliche Lichtdurchlässigkeit aufweist. Anstelle des Textils kann auch ein Nylonnetz verwendet werden.

Oftmals besteht der Wunsch, die Beschattung variabel zu gestalten und auch für eine Belüftung zu sorgen. Dazu sind netzartige Beschattungstextilien eingesetzt worden, deren locharti- ge Struktur einen Luftdurchlass erlaubt. Man braucht hierbei mehrere Lagen übereinander, um den gewünschten Effekt zu erzielen.

Ausgehend von diesem Stand der Technik ist es die Aufgabe der Erfindung,

eine Beschattung für den Dach- und Seitenwandbereich von Gewächshäusern derart zu ermöglichen, dass Beschattungsgrad und Luft- bzw. Dampfdurchlässigkeit möglichst mit einer Stofflage regelbar sind;

eine Beschattung von Baikonen/ Außenfassaden/Fensterflächen an Gebäuden aller Art, in erster Linie natürlich in den warmen Zonen der Erde, zu ermöglichen;

eine innen liegende Beschattung von Fensterflächen in Gebäuden zu ermöglichen; und eine kontrollierte Beschattung von landwirtschaftlichen Außenflächen in bereits bestehenden, oder für landwirtschaftliche Nutzung in ansonsten eingeschränkt oder zur Zeit nicht nutzbaren Gegenden zu ermöglichen.

Diese Aufgabe wird durch die Verwendung eines Stoffes oder eines Textils nach Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand der Unteransprüche. Ein erfindungsgemäßes Verfahren zum Regeln der klimatischen Bedingungen in einem Raum ist Gegenstand des Anspruchs 11.

Die Erfindung besteht darin, einen Stoff oder ein Textil, insbesondere ein Gewebe, Gewirke oder Gestricke oder Non-Woven, wobei der Stoff oder das Textil in einer ersten Richtung elastisch ist und in einer zweiten Richtung, die von der ersten Richtung verschieden ist, im Wesentlichen nicht elastisch ist oder wobei der Stoff oder das Textil sowohl in der ersten Richtung als auch in der zweiten Richtung elastisch ist und wobei sich bei Dehnung des Stoffes oder Textils in der Richtung, in der es elastisch ist, Öffnungen im Stoff oder Textil bilden, deren Größe abhängig von der Verdehnbarkeit des Stoffes oder Textils regelbar ist, in einem Beschattungssystem mit regelbarer Licht-, Luft- und/oder Dampfdurchlässigkeit zu verwenden.

Erfindungsgemäß verwendete Beschattungstextilien bestehen somit aus elastischen, dehnbaren Stoffen, die entweder in Kett- oder Schussrichtung oder in beiden Richtungen verstreckbar sind. Bei kettelastischer Ausführung ist die Dehnbarkeit nur in Kettrichtung gegeben, da der Schuss aus unelastischen Garnen besteht und somit der Stoff in Schussrichtung nicht dehnbar ist. Bei schusselastischer Ausführung ist die Dehnbarkeit ausschließlich in Schuss- richtung gegeben. Dabei ist das Kettgarn unelastisch und somit der Stoff in Kettrichtung nicht dehnbar. Bei bi-elastischer Ausführung werden elastische Garne in Kett- als auch in Schussrichtung verwendet, so dass der Stoff in beiden Richtungen elastisch ist. Beim Verdehnen des Stoffes in die jeweils elastische Richtung bilden sich Öffnungen aus, deren Größe abhängig von der Dehnbarkeit des Stoffes sowie der Kett- und Schussfadendichte ist.

Nach einem ersten Aspekt ist vorgesehen, dass ein Beschattungsgewebe oder Beschattungsgewirk, mit einem elastischen Kettgarn und/oder einem elastischen Schussgarn verwendet wird, wobei die erste Richtung die Kettrichtung und die zweite Richtung die Schussrichtung ist.

Bevorzugt ist, wenn das Beschattungstextil in Kettrichtung elastisch ist, was dadurch erreicht werden kann, dass in der Kette elastische Garne eingesetzt werden, die Fasern oder Filamente sein können. Wird ein Beschattungstextil benötigt, welches in beiden Richtungen dehnbar ist, müssen die elastischen Garne sowohl in der Kette als auch im Schuss eingesetzt werden. Dadurch wird ein bi-elastisches Beschattungstextil hergestellt, das zwar in beiden Richtungen elastisch ist, aber nicht notwendigerweise mit denselben Dehnungseigenschaften in beiden Richtungen.

Weiter bevorzugt sind alle verwendeten Materialien UV-beständig. Auch ist es von Vorteil, die Garne von Kette und Schuss zu konditionieren, um dem Beschattungstextil Stoffqualität zu verleihen. Dazu werden die Garne in einem Schrumpfprozess behandelt, der ein Kombina- tionsprozess aus Sattdampf und Hitze sein kann, aber auch ausschließlich eine Hitzebehandlung über Luft- oder Kontakthitze umfassen kann.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung umfasst das Beschattungssystem flammhemmende Garne.

Weiter vorteilhaft ist es, reflektierende Bändchen einzusetzen, wie es grundsätzlich aus dem Stand der Technik bekannt ist. Allerdings sollen weiter erfindungsgemäß die Bändchen auch dazu dienen, eine Filterwirkung zu erzielen. Dazu können entweder verklebte Folien mit unterschiedlichen Farben verwendet werden, oder transparente Folien mit Licht filternden Additiven. Neben Folien aus Aluminium sind auch Folien aus PES (Polyester)-Komponenten einsetzbar. Indem elastische Garne als Kette oder Schuss (oder beides) eingesetzt werden, kön- nen durch Verdehnung in der elastischen Richtung die Bändchen separiert werden (analog zu den Öffnungen im Stoff) und so die Durchlässigkeit für Licht, Luft etc. variiert werden.

Eine andere Maschentechnologie - das Stricken - kann nach einem zweiten Aspekt der Erfindung ebenfalls zur Herstellung von Beschattungstextilien verwendet werden. Allerdings ist nach heutigem Stand der Technik die Warenbreite limitiert. Es können aber elastische Garne und auch unelastische Garne/Folienbändchen in Querrichtung als sog. Schussfaden in eine elastische Grundkonstruktion eingearbeitet werden. Da es keine "Kette" im Sinne der Weberei/Wirkerei in der Strickerei gibt, können die Garne, die nicht für die Grundkonstruktion verwendet werden auch nicht, ohne sie zu vermaschen, in Längsrichtung eingearbeitet werden. Die Grundkonstruktion und Maschinenfeinheit muss so gewählt werden, dass ein ausreichend hohes Maß an Verdehnung gewährleistet ist, um eine signifikante Veränderung der Licht-/Luftdurchlässigkeit zu gestatten.

Nach einem dritten Aspekt der Erfindung wird ein elastifiziertes Non-Woven verwendet. Eine textile Fläche zur Schattierung bzw. Klimaregulierung kann nämlich auch bereitgestellt werden, wenn ein sogenanntes„Non-Woven", z. B. ein Vlies eingesetzt wird. Zur Herstellung eines Non-Wovens werden wirre Faserlagen thermisch und/oder mechanisch verfestigt, so dass sie eine textile Fläche bilden. Diese Fläche kann im Nachherein durch einen weiteren Arbeitsgang z. B. auf einer Wirkmaschine elastifiziert und anschließend mit z. B. ausgestanzten Löchern versehen werden, um so die Aufgabe erfindungsgemäß zu erfüllen. Bedingt durch die relativ geringe Dehnung der so elastifizierten Non-Woven, ist die Bandbreite der Regulierungsmöglichkeit durch Verdehnung eingeschränkt. Werden die von Hause aus unelastischen Non-Wovens nicht elastifiziert, aber mit Löchern versehen, können die Löcher zwar in ihrer Größe nicht verändert werden, aber im Zusammenwirken mit einer zweiten Fläche kann, wie bisher üblich, eine Schattierwirkung oder Klimaänderung erreicht werden.

Nach einem vierten Aspekt ist es möglich, eine UV-beständige, nicht textile, elastische Folie oder Membrane mit einer großen Anzahl von Einschnitten oder Schlitzen zu verwenden, die sich beim Verdehnen der Folie/Membrane reguliert öffnen oder schließen.

Gegenstand der Erfindung ist außerdem ein Verfahren zum Regeln der klimatischen Bedingungen in einem Raum, mit den Schritten: Bereitstellen eines Beschattungssystems für Dach- und /oder Seitenwände gemäß der vorliegenden Erfindung, welches den Raum zumindest teilweise überspannt und/oder umspannt;

Erfassen des Wertes wenigstens eines klimatischen Parameters des Raumes und Vergleichen des erfassten Wertes mit einem Sollwert für den klimatischen Parameter; und Dehnen oder Entspannen des Beschattungstextiis entsprechend der Differenz zwischen dem erfassten Wert und dem Sollwert.

Als klimatische Parameter sind dabei Größen wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Lichtintensität, spektrale Verteilung und dergleichen denkbar.

Im Folgenden soll die Erfindung anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert werden. Dabei zeigt:

Figur 1 ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäß verwendbaren Beschat- tungstextils;

Figur 2 ein zweites Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäß verwendbaren Be- schattungstextils ;

Figur 3 ein drittes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäß verwendbaren Beschat- tungstextils;

Figur 4 ein viertes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäß verwendbaren Beschat- tungstextils;

Figur 5 ein fünftes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäß verwendbaren Be- schattungstextils; und

Figuren 6a und 6b eine schematische Darstellung eines Beschattungstextiis im aufgespannten und im geschlossenen Zustand.

Für die vorliegende Erfindung wird vorteilhaft ein Kettengewirk eingesetzt, das auf einer Wirkmaschine mit parallelem Schusseintrag hergestellt wird, wobei die Feinheit, also die An- zahl der Nadeln pro Zoll, von E 2 bis E 18 variiert. Solche Maschinen sind bekannt und werden üblicherweise zum Herstellen von Kettengewirken verwendet.

Als elastische Kett- oder Schussgarne werden Elastikfasern eingesetzt, die auf dem Markt erhältlich sind und sich durch Dimensionsstabilität, Reißfestigkeit und Rücksprungkraft auszeichnen. Dazu gehören z.B. texturierte Polyestergarne, Bicomponentengarne, nackte und ummantelte Elastane oder nackte bzw. ummantelte Silikonfäden. Die Garnstärken liegen vorzugsweise zwischen 78 dtex und 660 dtex. Als unelastische Kett- oder Schussgarne werden vorzugsweise UV-beständige Polyestergarne oder Polyacrylgarne eingesetzt, wobei die Garnstärken zwischen 1000 dtex und 3000 dtex liegen.

Figur 1 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäß verwendbaren Beschat- tungstextils. Das dort gezeigte Kettengewirk weist eine Vielzahl von Kettfäden 10 auf, die aus elastischen Fasern oder Garnen bestehen. Durch übliche Verbindungstechniken sind Schussgarne 20 eingetragen, die beispielsweise als Zwirne ausgestaltet sind und hier paarweise hintereinander liegend angeordnet sind. Die Schussgarne 20 sind praktisch nicht elastisch, so dass das Beschattungstextil in Längsrichtung, also in Richtung der Kettgarne 10 gedehnt werden kann, ohne dass es sich wesentlich in Querrichtung, also in Richtung der Schussgarne 20 zusammenzieht. In der Verwendung als Beschattungstextil kann beispielsweise das in der Zeichnungsfigur obere Ende A des Beschattungstextiis festgehalten werden, während am unteren Ende B in Richtung des Pfeils C eine Kraft ausgeübt wird, welche die Kettgarne 10 dehnt. Damit werden auch die Paare der Schussgarne 20 voneinander entfernt, so dass Öffnungen entstehen, deren Größe von der Verdehnbarkeit des Stoffes abhängen. Über eine geeignete Sensorik können klimatische Parameter, wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit und dergleichen erfasst werden, und zur Steuerung und Regelung eingesetzt werden. So kann beispielsweise bei unerwünscht hoher Luftfeuchtigkeit auf das Beschattungstextil eine Verdehnbarkeit erreicht werden, welche die Öffnungen vergrößert und so für eine verbesserte Durchlüftung sorgt. Umgekehrt kann bei starkem Sonneneinfall im Dach- und/oder Seitenwandbe- reich das Beschattungstextil entspannt werden, so dass praktisch eine geschlossene Stoffschicht vorliegt, die das Sonnenlicht wirkungsvoll abblockt.

Figur 2 zeigt eine zweite Ausführungsform eines erfindungsgemäß verwendbaren Beschat- tungstextils, das sich von der Ausführungsform nach Figur 1 dadurch unterscheidet, dass die Kettgarne 10 nicht geradlinig verlaufen, sondern wellig. Damit können dekorative Wirkungen in 3 -D-Effekt erzielt werden, wenn dies gewünscht ist.

Figur 3 zeigt ein drittes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäß verwendbaren Beschat- tungstextils, bei dem von vornherein eine Anzahl Öffnungen 30 vorgesehen ist. Diese üben eine Funktionalität aus, dienen aber auch dekorativen Zwecken.

Eine weitere Variante ist in Figur 4 gezeigt, bei der zwischen die Kettfäden 10 reflektierende Bändchen 40 eingebracht worden sind, die beispielsweise aus Aluminiumfolie oder aus Filterfolie bestehen, so dass Sonnenlicht vollständig oder teilweise reflektiert bzw. absorbiert wird. Die mittig liegende offenporige Struktur 50 sorgt weiterhin dafür, dass eine Belüftung stattfinden kann.

Figur 5 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäß verwendbaren Beschattungstex- tils mit besonders engmaschiger Struktur, die sich durch eine hohe Stabilität auszeichnet.

Schließlich zeigen die Figuren 6a und 6b schematisch ein erfindungs gemäß verwendbares Beschattungstextil im aufgespannten sowie im geschlossenen Zustand. Der mit F gekennzeichnete Doppelpfeil zeigt in Richtung der das Textil aufspannenden Kraft, in Folge der sich die als in Figur 6a als schraffierte Ellipsen dargestellten Öffnungen 30 ausbilden. Das Textil gemäß Figur 6b ist nicht mit einer Kraft beaufschlagt, so dass auch die Öffnungen 30 geschlossen sind. Es wird deutlich, dass die Durchlässigkeit eines erfindungsgemäß verwendeten Beschattungstextiis über die Höhe der Kraftbeaufschlagung F reguliert werden kann.

Aufgrund ihrer Dimensionsstabilität in Querrichtung können die erfindungsgemäßen verwendbaren Beschattungstextilien grundsätzlich ohne einen weiteren Rahmenaufbau verwendet werden. Es liegt jedoch im Umfang der Erfindung, ein Beschattungstextil in seitlichen Führungsschienen oder Führungsnuten zu führen, die in Rahmen angebracht sind, so dass durch nebeneinander Anordnen einer Vielzahl von Rahmen eine geschlossene Abdeckung eines Raumes erzielbar ist. Die Dehnung der Beschattungstextilien kann manuell erfolgen, bevorzugt ist aber das Vorsehen eines oder mehrerer Elektromotoren oder anderer elektrischer Antriebe, damit eine Regelungsmöglichkeit abhängig von klimatischen Parametern besteht. Die in der vorstehenden Beschreibung, in der Zeichnung sowie in den Ansprüchen offenbarten Merkmale der Erfindung können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination für die Verwirklichung der Erfindung wesentlich sein.