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Title:
SHAFT-BEARING SUBASSEMBLY FOR A WIND TURBINE TRANSMISSION
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2015/090786
Kind Code:
A1
Abstract:
A shaft-bearing subassembly (10) comprises at least one shaft (11) that is mounted by means of at least two antifriction bearings (13, 14). The antifriction bearings (13, 14) are mounted on the at least one shaft (11) in such a way that there is a space therebetween in the axial direction. One antifriction bearing (13) is axially fastened, while the other antifriction bearing (14) is secured by means of a locking mechanism (16). The locking mechanism (16) is located on the side of the antifriction bearing (14) that is furthest away from the other antifriction bearing (13) and has a first contact surface (17) which restricts the movement of an inner race (18) of the antifriction bearing (14) in at least one direction, and a second contact surface (19) that touches an abutment (20) on the shaft (11).

Inventors:
VERDYCK, Bert (Watertorenstraat 27, Nijlen, B-2560, BE)
Application Number:
EP2014/074824
Publication Date:
June 25, 2015
Filing Date:
November 18, 2014
Export Citation:
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Assignee:
ZF FRIEDRICHSHAFEN AG (Graf-von-Soden-Platz 1, Friedrichshafen, 88046, DE)
ZF WIND POWER ANTWERPEN N.V. (Gerard Mercatorstraat 40, Lommel, B-3920, BE)
International Classes:
F16H57/022; F03D11/02; F16C25/06
Domestic Patent References:
WO2005005866A12005-01-20
Foreign References:
DE102009040349A12011-02-10
GB2421987A2006-07-12
DE102009031320A12011-03-03
US20030066398A12003-04-10
US20060175893A12006-08-10
GB1023637A1966-03-23
US20020133951A12002-09-26
US3552812A1971-01-05
Other References:
None
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Claims:
Patentansprüche

1 . Wellen-Lager-Baugruppe (10) für ein Windkraft-Getriebe, wobei die Wellen- Lager-Baugruppe (10) mindestens eine Welle (1 1 ) umfasst, wobei diese mindestens eine Welle (1 1 ) mittels zumindest eines ersten Wälzlagers (13) und eines zweiten Wälzlagers (14) gelagert ist, wobei das erste Wälzlager (13) axial fixiert ist und das zweite Wälzlager (14) mit einer Arretierung (1 6) gesichert ist und die Arretierung (1 6) sich auf der Seite des zweiten Wälzlagers (14) befindet, die abgewandt ist vom ersten Wälzlager (13), dadurch gekennzeichnet, dass die Arretierung (1 6) eine erste Kontaktfläche (17) besitzt, an welcher sich der Innenring (18) des Wälzlagers (14) abstützt, und eine zweite Kontaktfläche (19), welche mit einem Widerlager (20) an der Welle (1 1 ) verbunden ist.

2. Wellen-Lager-Baugruppe (10) nach Anspruch 1 , bei welcher die Arretierung (16) ein Distanzstück (23) und ein Feststellglied (24) umfasst.

3. Wellen-Lager-Baugruppe (10) nach Anspruch 2, bei der das Distanzstück (23) sich zwischen dem Wälzlager (14) und dem Feststellglied (24) befindet.

4. Wellen-Lager-Baugruppe (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei der das Distanzstück (23) und das Feststellglied (24) als Einzelbauteil gestaltet sind.

5. Wellen-Lager-Baugruppe (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei der das Distanzstück (23) und das Feststellglied (24) als mehrere, insbesondere zwei, unterschiedliche Teile gestaltet sind.

6. Wellen-Lager-Baugruppe (10) nach Anspruch 5, bei der das Feststellglied (24) eine Sicherungsmutter oder eine Endplatte ist.

7. Wellen-Lager-Baugruppe (10) nach einem der Ansprüche 2 bis 6, bei der die erste Kontaktfläche (17) der Arretierung (1 6) von mindestens einem Teil einer Seite des Distanzstückes (23) gebildet wird.

8. Wellen-Lager-Baugruppe (10) nach einem der Ansprüche 2 bis 7, bei der die zweite Kontaktfläche (19) der Arretierung (1 6) von einem Teil des Feststellgliedes (24) gebildet wird.

9. Wellen-Lager-Baugruppe (10) nach einem der Ansprüche 2 bis 7, bei der die zweite Kontaktfläche (19) der Arretierung (1 6) zwischen dem Distanzstück (23) und dem Widerlager (20) gebildet wird.

10.Wellen-Lager-Baugruppe (10) nach einem der oben genannten Ansprüche, bei der die Welle (1 1 ) eine schnell laufende Welle, eine langsam laufende Welle und/oder eine Zwischenwelle ist.

1 1 .Verfahren zum Einbau der Wellen-Lager-Baugruppe (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche in das Windkraft-Getriebe, dadurch gekennzeichnet, dass

das zweite Wälzlager (14) mit der Arretierung (1 6) gesichert wird, nachdem das erste Wälzlager (13) und das zweite Wälzlager (14) auf der Welle (1 1 ) angebracht wurden, nachdem

das erste Wälzlager (13) und das zweite Wälzlager (14) auf der Welle (1 1 ) in das Windkraft-Getriebe eingesetzt wurden, und nachdem

das erste Wälzlager (13) axial fixiert fixiert wurde.

12. Verfahren zum Einstellen der Vorspannung oder des Axialspiels des ersten Wälzlager (13) und des zweiten Wälzlagers (14) der Wellen-Lager-Baugruppe (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei die Wellen-Lager-Baugruppe (10) zunächst gemäß Anspruch 1 1 in das Windkraft-Getriebe eingebaut wird, dadurch gekennzeichnet, dass anschließend

das Axialspiel der Welle (1 1 ) gemessen wird,

die Arretierung (16) entfernt wird,

die Arretierung (16) modifiziert oder ersetzt wird, und

das zweite Wälzlager (14) mit der modifizierten oder ersetzten Arretierung (1 6) gesichert wird

Description:
Wellen-Laqer-Bauqruppe für ein Windkraft-Getriebe

Technisches Gebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Wellen-Lager-Baugruppe für ein Windkraft- Getriebe sowie ein Verfahren zur Montage von Wälzlagern auf einer Welle eines Windkraft-Getriebes.

Hintergrund der Erfindung

In Getrieben werden Wellen mittels Lager gelagert, damit sich die Wellen drehen können. Um die Lage der Welle in dem Getriebe möglichst genau festlegen zu können, muss unter anderem eine Bewegung der Lager axial zur Welle verhindert werden. Ein weiteres wichtiges Erfordernis besteht darin, dass das Lagerspiel genau eingestellt werden kann.

Gegenwärtig kennt man etliche Verfahren zur Montage eines Lagerpaares, z.B. von Rollenlagern, auf einer Welle, beispielsweise aus„Wälzlager in Industriegetrieben" von SKF. In Figur 1 ist ein erster Mechanismus zum Justieren einer Lageranordnung mit Kegelrollenlagern in spiegelbildlicher Rücken-Rücken-Anordnung (O-Anordnung) abgebildet. Hierbei ist ein erstes Kegelrollenlager 1 an einem Ende einer Welle 2 und ein zweites Kegelrollenlager 3 am anderen Ende der Welle 2 angebracht. Das Lagerspiel wird mittels einer Sicherungsmutter 4 eingestellt. Die Sicherungsmutter 4 ist auf der Seite des zweiten Kegelrollenlagers 3 positioniert, die am weitesten vom ersten Kegelrollenlager 1 entfernt ist. Die Sicherungsmutter 4 legt die Position und damit das Lagerspiel des Kegelrollenlagers 3 fest, da der Innenring 5 des zweiten Kegelrollenlagers 3 nicht gegen die Welle 2 oder ein anderes Teil drückend positioniert ist. Der Nachteil eines solchen Verfahrens zur Einstellung des Lagerspiels liegt in der schlechten Wiederholbarkeit der exakten Lagerspieleinstellung, da die Lage des Lagerinnenrings 5 nicht fest vorgegeben ist und von der Montage der Sicherungsmutter 4 abhängt.

Ein weiteres bekanntes Verfahren zur Einstellung des Lagerspiels ist in Fig. 2 veranschaulicht. In diesem Beispiel wird eine Sicherungsmutter 4 und ein Distanzstück 6 verwendet, wobei die Sicherungsmutter 4 auf der Seite des zweiten Kegelrollenlagers 3 positioniert, das am weitesten vom ersten Kegelrollenlager 1 entfernt ist. Das Distanzstück 6 befindet sich auf der anderen Seite des Kegelrollenlagers 3 und zwischen einem Bund 7 der Welle 2 und dem Innenring 5 des zweiten Kegelrollenlagers 3. Ein Nachschleifen des Distanzstückes 6 auf die richtige Breite kann zu einer genauen und wiederholbaren Lagerspieleinstellung führen. Die Lage des Innenrings 5 des Lagers 3 ist definiert durch den Bund 7 der Welle 2 und das Distanzstück 6. Um die Breite des Distanzstücks durch Nachschleifen zu korrigieren, muss das Lager 3 demontiert werden, um an das Distanzstück 6 zu gelangen. Das macht den Vorgang zeitraubend und folglich teurer.

Eine Aufgabe der Erfindung ist es eine alternative Wellen-Lager-Baugruppe bereitzustellen und ein alternatives Verfahren zur Montage mehrerer Lager auf einer Welle. Insbesondere kann es eine Aufgabe der Erfindung sein, eine Wellen-Lager- Anordnung oder ein Verfahren zur Montage von Lagern auf einer Welle bereitzustellen, welche eine einfachere Einstellung des Lagerspiels ermöglicht

Zusammenfassung der Erfindung

Die Aufgabe wird gelöst durch eine Wellen-Lager-Baugruppe nach Anspruch 1 . Bevorzugte Ausführungsformen finden sich in den Unteransprüchen.

Bevorzugt kann die Aufgabe gelöst werden durch eine Wellen-Lager-Baugruppe für ein Windkraft-Getriebe, wobei die Wellen-Lager-Baugruppe mindestens eine Welle umfasst, diese mindestens eine Welle mittels eines ersten Wälzlagers, vorzugsweise eines Kegelrollenlagers, und eines zweiten Wälzlagers, vorzugsweise eines Kegelrollenlagers, gelagert ist, wobei das erste Wälzlager axial fixiert ist und das zweite Wälzlager mit einer Arretierung gesichert ist und wobei

- die Arretierung sich auf der Seite des zweiten Wälzlagers befindet, die abgewandt ist vom ersten Wälzlager, und

- die Arretierung eine erste Kontaktfläche besitzt, an welcher sich der Innenring des Wälzlagers abstützt, und eine zweite Kontaktfläche, welche mit einem Widerlager an der Welle verbunden ist.

Es wurde dabei erkannt, dass die Arretierung des zweiten Wälzlagers auf der dem ersten Wälzlager abgewandten Seite des zweiten Wälzlagers angeordnet werden kann. Dadurch muss bei einer Modifizierung der Arretierung, zum Beispiel zur Ein- Stellung des Lagerspiels, die Wellen-Lager-Baugruppe nicht zerlegt werden, insbesondere muss das zweite Wälzlager nicht von der Welle entfernt werden.

Die erste Kontaktfläche und die zweite Kontaktfläche befinden sich auf der gleichen Seite der Arretierung, d.h. auf der Seite der Arretierung, die dem Lager zugewandt ist.

Das erste Wälzlager wird bevorzugt axial fixiert, indem ein Innenring des ersten Lagers auf der Welle gegenüber einer Verschiebung in eine von dem zweiten Wälzlager abgewandte axiale Richtung gesichert wird. Ein Außenring des ersten Wälzlagers wird dabei gegenüber in einer Komponente des Windkraft-Getriebes, etwa in dem Getriebegehäuse, gegenüber einer Verschiebung in eine dem zweiten Lager zugewandte Richtung gesichert. Die Wälzkörper des ersten Wälzlagers sichern dann den Innenring des ersten Wälzlagers gegenüber einer Verschiebung in die dem zweiten Lager zugewandte Richtung und den Außenring des ersten Wälzlagers gegenüber einer Verschiebung in die dem zweiten Wälzlager abgewandte Richtung.

Entsprechend bewirkt die Sicherung des zweiten Wälzlagers durch die Arretierung vorzugsweise eine axiale Fixierung des zweiten Wälzlagers, wobei ein Innenring des zweiten Lagers auf der Welle gegenüber einer Verschiebung in eine von dem ersten Wälzlager abgewandte axiale Richtung gesichert wird. Dies wird erreicht, indem sich der Innenring des zweiten Lagers an der ersten Kontaktfläche abstützt. Ein Außenring des zweiten Wälzlagers wird gegenüber in der obengenannten Komponente des Windkraft-Getriebes, gegenüber einer Verschiebung in eine dem ersten Lager zugewandte Richtung gesichert. Die Wälzkörper des zweiten Wälzlagers sichern dann den Innenring des zweiten Wälzlagers gegenüber einer Verschiebung in die dem ersten Lager zugewandte Richtung und den Außenring des zweiten Wälzlagers gegenüber einer Verschiebung in die dem ersten Wälzlager abgewandte Richtung.

Weiterhin sichert die Komponente des Windkraft-Getriebes den Außenring des ersten Lagers gegenüber einer Verschiebung in die dem zweiten Wälzlager zugewandte axiale Richtung und den Außenring des zweiten Wälzlagers gegenüber einer Verschiebung in die dem ersten Wälzlager zugewandte Richtung. Das Widerlager ist Bestandteil der Welle und hat die Funktion, die Arretierung in axialer Richtung, insbesondere in eine dem ersten Lager und dem zweiten Lager zugewandte Richtung zu sichern. Dazu kann eine Kontaktfläche als Widerlager ausgebildet sein, an welcher sich die zweite Kontaktflache, insbesondere in axialer Richtung, abstützt.

Die erste Kontaktfläche, die zweite Kontaktfläche und die als Widerlager ausgebildete Kontaktfläche sind vorzugsweise radial ausgerichtet, d.h. verlaufen orthogonal zur Dreh- bzw. Symmetrieachse der Welle.

Die Arretierung kann ein Distanzstück und ein Feststellglied umfassen, die gemäß Ausführungsformen der Erfindung als Einzelbauteil gestaltet sind, d.h. die Arretierung ist einstückig ausgeführt, oder nach anderen Ausführungsformen der Erfindung als zwei unterschiedliche Teile gestaltet sind. Das Distanzstück kann sich zwischen dem Walzlager und dem Feststellglied befinden.

Ein Vorteil einer Wellen-Lager-Baugruppe der vorliegenden Erfindung liegt darin, dass das Lagerspiel wiederholt passgenau eingestellt werden kann. Ferner kann man immer dann, wenn es während der Montage nötig ist, das Distanzstück nachschleifen, ohne die Welle oder das Lager demontieren zu müssen; nur die Arretierung muss abgebaut werden. Außerdem kann man das Lagerspiel von der Seite des zweiten Wälzlagers aus einstellen, die vom ersten Wälzlager am weitesten entfernt ist. Die Fixiervorrichtung, z.B. eine Endplatte oder ein Sicherungsring, die das erste Wälzlager fixiert, muss zur Montage oder Demontage des Feststellgliedes nicht zugänglich sein.

Gemäß Ausführungsformen der Erfindung kann das Feststellglied eine Mutter oder eine Endplatte oder ein anderes geeignetes, einem Fachmann bekanntes Sperrglied sein.

Die erste Kontaktfläche kann zwischen dem Distanzstück und dem Innenring des Wälzlagers gebildet werden.

Die zweite Kontaktfläche kann gemäß Ausführungsformen der Erfindung zwischen dem Feststellglied und dem Wellenbund gebildet werden. Nach anderen Ausfüh- rungsformen der Erfindung kann die zweite Kontaktfläche zwischen dem Distanzstück und dem Wellenbund liegen.

Gemäß Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung kann die Welle bei der Wellen-Lager-Baugruppe eine schnell laufende Welle, eine langsam laufende Welle und/oder eine Zwischenwelle sein.

Zum Einbau der Wellen-Lager-Baugruppe in das Windkraft-Getriebe wird das erste Wälzlager auf die Welle aufgeschoben und axial fixiert. Insbesondere wird der Innenring des ersten Wälzlagers gegenüber einer Verschiebung in die von dem zweiten Wälzlager abgewandte axiale Richtung fixiert. Das erste Wälzlager wird in die Komponente des Windkraft-Getriebes eingesetzt. Dies kann erfolgen, nachdem das erste Wälzlager auf die Welle aufgeschoben und in axialer Richtung fixiert wurde. Alternativ ist es möglich, das erste Wälzlager zunächst in die Komponente des Windkraft- Getriebes einzusetzen und anschließend die Welle in den Innenring des ersten Wälzlagers einzuschieben. Neben der Welle sorgt dabei die Komponente des Windkraft- Getriebes für die axiale Fixierung der Welle. Insbesondere fixiert die Komponente des Windkraft-Getriebes den Aussenring des ersten Wälzlagers gegenüber einer Verschiebung in die dem zweiten Wälzlager zugewandte Richtung.

Anschließend wird das zweite Wälzlager auf die Welle aufgeschoben. Gleichzeitig wird das zweite Wälzlager dabei in die Komponente des Windkraft-Getriebes eingeführt. Die Komponente des Windkraft-Getriebes ist so ausgebildet, dass sie neben dem ersten Wälzlager auch das zweite Wälzlager axial fixiert. Insbesondere sichert die Komponente des Windkraft-Getriebes den Aussenring des zweiten Wälzlagers gegenüber einer Verschiebung in die dem ersten Wälzlager zugwandte Richtung.

Um das zweite Wälzlager auch auf der Welle zu fixieren, wird anschließend die Arretierung auf die Welle aufgebracht. Diese sichert den Innenring des zweiten Lagers gegenüber einer Verschiebung in die von dem ersten Lager abgewandte Richtung. Die Arretierung wird soweit auf die Welle aufgebracht, etwa in dem die Arreitierung auf die Welle aufgeschraubt wird, bis die zweite Kontaktfläche mit dem Widerlager in Kontakt tritt. Bevorzugt ist die Arretierung zunächst so gewählt, dass die Welle ein grosses Axialspiel aufweist, nachdem die Arretierung aufgebracht wurde. Erfindungsgemäß wird dieses Axialspiel gemessen. Anschließend wird die Arretierung entfernt. Um ein gewünschtes Axialspiel der Welle oder eine definierte Vorspannung der Lager zu erreichen, wird die Arretierung nun modifiziert oder ersetzt.

Um die Arretierung geeignet zu modifizieren oder zu ersetzen, wird das gemessene Axialspiel der Welle herangezogen. So ist es möglich, basierend auf dem gemessenen Axialspiel der Welle eine Geometrie der Arretierung zu ermitteln, die zu der gewünschten Vorspannung oder dem gewünschten Axialspiel führt.

In einem letzten Schritt wird das zweite Wälzlager mit der modifizierten oder ersetzten Arreitierung gesichert, so dass sich die gewünschte Vorspannung oder das gewünschte Axialspiel einstellt.

Die beschriebene Vorgehensweise hat den Vorteil, dass die gewünschte Vorspannung oder das gewünschte Axialspiel unabhängig von Maßabweichungen der verwendeten Komponenten eingestellt werden kann. Die vorhandenen Maßabweichungen fliessen stattdessen in das gemessene Axialspiel der Welle ein. Dieses wiederum bildet die Basis für die Ermittlung der Sollgeometrie der Arretierung. Ein Ausgleich der Maßabweichungen erfolgt auf diese Weise automatisch. Spezifische Massnahmen zur Berücksichtigung der Maßabweichungen sind nicht erforderlich.

Die einzelnen Schritete des oben beschriebenen Verfahrens werden bevorzugt in der angegeben Reihenfolge ausgeführt. Diese Reihenfolge ist aber nicht abschließend beschreiben. So können die einzelnen Verfahrensschritte durchaus in abweichender Reihenfolge ausgeführt werden.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Es ist zu beachten, dass dieselben Bezugszeichen in den verschiedenen Figuren sich auf gleiche, ähnliche oder analoge Elemente beziehen.

Fig. 1 und Fig. 2 veranschaulichen Wellen-Lager-Baugruppen nach dem Stand der

Technik. Fig. 3 und Fig. 4 veranschaulichen eine Wellen-Lager-Baugruppe nach einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.

Fig. 5 bis Fig. 7 veranschaulichen auf schematische Weise mögliche Realisierungen einer Wellen-Lager-Baugruppe nach verschiedenen Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung.

Beschreibung beispielhafter Ausführungsformen

In der Beschreibung dienen verschiedene Ausführungsformen zur Darstellung der Erfindung. Deswegen wird auf diverse Zeichnungen Bezug genommen. Es muss klar sein, dass diese Zeichnungen als nicht einschränkend gedacht sind; die Erfindung wird nur durch die Ansprüche begrenzt. Die Zeichnungen dienen daher zu Anschauungszwecken; das Format einiger Elemente in den Zeichnungen kann der Klarheit halber übertrieben sein.

Der Begriff „umfasst / umfassen" bedeutet nicht, dass neben dem umfassten Element nicht auch noch andere Elemente insbesondere auch weitere Elemente der gleichen Art umfasst sein können.

Der Begriff „verbunden/angeschlossen" in den Ansprüchen und in der Beschreibung wird nicht als Beschränkung auf direkte Verbindungen verstanden, sofern nichts Gegenteiliges angegeben ist. Folglich ist die Aussage, Teil A sei mit Teil B verbunden, nicht auf direkten Kontakt von Teil A mit Teil B beschränkt, sondern sie beinhaltet auch indirekten Kontakt zwischen Teil A und Teil B; mit anderen Worten, sie beinhaltet auch den Fall, in dem zwischen Teil A und Teil B Zwischenteile vorhanden sind. Nicht alle Ausführungsformen der Erfindung umfassen alle Merkmale der Erfindung. In der folgenden Beschreibung und in den Ansprüchen können jegliche der beanspruchten Ausführungsformen in beliebiger Kombination verwendet werden.

Die vorliegende Erfindung stellt eine Wellen-Lager-Baugruppe für ein Windturbinen- Getriebes, insbesondere eine Parallelgetriebestufe eines Windturbinengetriebes zur Verfügung. Die Wellen-Lager-Baugruppe umfasst mindestens eine Welle, welche durch zwei Walzlager, insbesondere Kegelrollenlager gelagert ist. Die Wälzlager können in einer Rücken-Rücken-Position (O-Anordnung) angeordnet sein und sind axial mit Zwischenraum auf der mindestens einen Welle montiert. Die Welle kann dabei eine Zahneingriffsstelle aufweisen, und die Walzlager können insbesondere so angeordnet sein, dass sich jeweils zumindest ein Wälzlager auf einer Seite der Zahneingriffsstelle und zumindest ein zweites Wälzlager auf der zweiten Seite der Zahneingriffsstelle befindet. Das eine Wälzlager ist axial fixiert durch eine Fixiervorrichtung, wie etwa eine Endplatte, einen Sicherungsring oder ein anderes geeignetes Mittel, und das zweite Wälzlager ist mit einer Arretierung gesichert. Die Arretierung befindet sich auf der Seite des Walzlagers, die am weitesten vom anderen Walzlager entfernt ist, und besitzt eine erste Kontaktfläche, die einen Innenring des Walzlagers berührt, und eine zweite Kontaktfläche, die ein Widerlager an der Welle berührt.

Fig. 3 veranschaulicht eine Wellen-Lager-Baugruppe 10 nach einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Die Welle 1 1 beinhaltet eine Zahneingriffstelle 12. Mit der Zahneingriffstelle ist eine Stelle auf der Welle gemeint, die mit Zähnen zum Eingreifen in andere Zähne eines anderen Teils des Getriebes ausgestattet ist. Außerdem ist die Welle 1 1 in zwei Kegelrollenlagern 13, 14 gelagert, von denen sich jeweils eines auf jeder Seite der Zahneingriffstelle 12 befindet. Mit anderen Worten, die Zahneingriffstelle 12 auf der Welle 1 1 liegt zwischen den beiden Kegelrollenlagern 13, 14, in denen die Welle 1 1 drehbar gelagert ist. Die Kegelrollenlager 13, 14 sind in spiegelbildlicher Rücken-Rücken-Anordnung, oder in anderen Worten, in O- Anordnung montiert. Das Kegelrollenlager 13 auf einer Seite der Zahneingriff- Position 12 auf der Welle 1 1 ist axial durch eine Fixiervorrichtung 15 fixiert, im angeführten Beispiel durch eine Endplatte 15. Das Kegelrollenlager 14 auf der anderen Seite der Zahneingriffstelle 12 auf der Welle 1 1 ist mit einer Arretierung 1 6 positioniert bzw. eingestellt. Die Arretierung 1 6 befindet sich auf der Seite des Kegelrollenlagers 14, die am weitesten vom Kegelrollenlager 13 entfernt ist. Die Arretierung 16 besitzt eine erste Kontaktfläche 17, die einen Innenring 18 des Kegelrollenlagers 14 berührt, und eine zweite Kontaktfläche 19, die ein Widerlager 20 an der Welle 1 1 berührt (siehe auch Fig. 4, in der ein Detail der Fig. 3 abgebildet ist). Ein Außenring 21 des Lagers 14 ist an einem Teil des Getriebegehäuses 22 anliegend montiert.

Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend mit Hilfe verschiedener Ausführungsformen beschrieben. Es muss klar sein, dass diese Ausführungsformen nur zum leichteren Verständnis der Erfindung bestimmt sind und die Erfindung in keiner Weise einschränken sollen.

Fig. 5 bis Fig. 7 veranschaulichen auf schematische Weise einige Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung. Der einfacheren Erläuterung halber ist in diesen Figuren nur derjenige Teil der im Lager 14 gelagerten Welle 1 1 abgebildet, der im Bereich der Arretierung 1 6 liegt. Fig. 5 veranschaulicht schematisch eine erste Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Nach dieser ersten Ausführungsform kann die Arretierung 1 6 ein Distanzstück 23 und ein Feststellglied 24 umfassen. Das Feststellglied 24 kann ein beliebiges, einem Fachmann bekanntes geeignetes Halteglied sein, wie etwa eine Sicherungsmutter oder eine Endplatte. Das Distanzstück 23 und das Feststellglied 24 können gemäß vorliegender Erfindung als zwei getrennte Teile gestaltet sein.

Das Feststellglied 24 hat gemäß Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung doppelten Kontakt, oder in anderen Worten, hat zwei Kontaktflächen. Ein Kontakt besteht zum Lager 14, und genauer, zum Innenring 18 des Lagers 14, und ein weiterer Kontakt besteht zum Widerlager 20, d.h. zum Bund 20 an der Welle 1 1 . Im vorliegenden Beispiel besitzt die Arretierung 1 6 eine erste Kontaktfläche 17, die den Innenring 18 des Lagers 14 berührt und von einer Seite des Distanzstücks 23 gebildet wird. Die Arretierung 16 hat zudem eine zweite Kontaktfläche 19, die ein Widerlager 20, im angeführten Beispiel einen Bund 20, an der Welle 1 1 berührt und von einem Teil des Feststellgliedes 24 gebildet wird. Der Bund 20 definiert die Endstellung des Feststellgliedes 24 und damit die Lage des Innenrings 18 des Lagers 14.

Gemäß Ausführungsformen der Erfindung befindet sich das Distanzstück 23 zwischen dem Lager 14, genauer gesagt, dem Lagerinnenring 18 des Lagers 14 und dem Feststellglied 24.

Ein Vorteil einer Arretierung 1 6 gemäß Ausführungsformen der Erfindung besteht darin, dass dann, wenn die Lager 13, 14 auf der Welle 1 1 montiert sind, das Lagerspiel leicht und genau eingestellt werden kann, indem die Arretierung 1 6 gemäß Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung angebracht wird.

Bei der Montage eines Paares von Kegelrollenlagern 13, 14 auf einer Welle 1 1 einer Parallelgetriebestufe eines Windturbinen-Getriebes wird zunächst ein erstes Kegelrollenlager 13 auf der Welle 1 1 an einem Ende der Zahneingriff-Position 12 angebracht. Dieses erste Kegelrollenlager 13 ist axial durch eine Fixiervorrichtung 15 fixiert, im angeführten Beispiel durch eine Endplatte 15. Dann wird ein zweites Kegelrollenlager 14 auf der anderen Seite der Zahneingriff-Position 12 montiert. Dadurch sind das erste und zweite Kegelrollenlager 13, 14 axial mit Zwischenraum auf der Welle 1 1 angeordnet. Das zweite Kegelrollenlager 14 wird dann mit einer Arretierung 1 6 gesichert. Die Arretierung 1 6 wird auf der am weitesten vom ersten Kegelrollenlager 13 entfernten Seite des zweiten Kegelrollenlagers 14 angebracht, und zwar so, dass sie eine erste Kontaktfläche 17 besitzt, die einen Innenring 18 des zweiten Kegelrollenlagers 14 berührt, sowie eine zweite Kontaktfläche 19, die ein Widerlager 20 der Welle 1 1 berührt. Gemäß Ausführungsformen der Erfindung befinden sich die erste Kontaktfläche 17 und die zweite Kontaktfläche 19 auf der gleichen Seite der Arretierung 1 6, d.h. auf der Seite der Arretierung 16, die dem Kegelrollenlager 14 zugewandt ist.

Zum Anbringen der Arretierung 1 6 nach vorliegender Erfindung wird zuerst ein Distanzstück 23 mit bestimmter Breite, am besten etwas kleiner als die mutmaßliche Breite, montiert. Nach der Montage des Feststellgliedes 24 wird das Spiel gemessen. Wenn sich herausstellt, dass die Lagerspieleinstellung mangelhaft ist, kann man die Arretierung 1 6, d.h. das Distanzstück 23 und das Feststellglied 24, abbauen und ein neues Distanzstück 23, nun mit der richtigen Breite, und dann das Feststellglied 24 montieren. Es ist ein Vorteil einer gemäß Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung verwendeten Arretierung 16, dass nur das Distanzstück 23 und das Feststellglied 24 abgebaut werden müssen und die anderen Teile, unter anderem die Welle 1 1 und die Kegelrollenlager 13, 14, nicht demontiert werden müssen, damit man das Distanzstück 23 austauschen kann.

Eine weitere Ausführungsform der Erfindung ist schematisch in Fig. 6 dargestellt. Diese Ausführungsform ähnelt der in Fig. 5 veranschaulichten. Im vorliegenden Fall jedoch sind das Distanzstück 23 und das Feststellglied 24 als Einzelbauteil gestaltet, während in der Ausführungsform im Fig. 5 das Distanzstück 23 und das Feststellglied 24 als zwei getrennte Teile gestaltet sind. In der vorliegenden Ausführungsform kann die Arretierung 1 6 auf ähnliche Weise wie für die vorherige Ausführungsform beschrieben montiert werden, mit dem Unterschied, dass in der vorliegenden Ausführungsform das Distanzstück 23 und das Feststellglied 24 zusammen angebracht und abgebaut werden, da sie aus einem Einzelbauteil bestehen. Ist die Lagerspieleinstellung mangelhaft, wird ebenfalls auf ähnliche Weise die Arretierung 1 6 abgebaut und durch eine andere Arretierung 1 6 mit korrekter Breite ersetzt. Eine weitere Möglichkeit zur Herstellung eines besseren Spiels nach der vorliegenden Ausführungsform besteht darin, dass man zunächst eine zu breite Arretierung 1 6 nimmt, diese wieder abbaut und die zweite Kontaktfläche 19 abschleift, um die richtige Breite und damit das richtige und exakte Lagerspiel zu erhalten. Fig. 7 veranschaulicht schematisch eine weitere Ausführungsform der Erfindung. Ähnlich wie bei den oben beschriebenen Ausführungsformen beinhaltet die Arretierung 1 6 auch gemäß dieser Ausführungsform ein Distanzstück 23 und ein Feststellglied 24. Das Distanzstück 23 und das Feststellglied 24 sind als zwei getrennte Teile gestaltet, und das Distanzstück 23 befindet sich zwischen dem Lager 14, genauer gesagt, dem Innenring 18 des Lagers 14, und dem Feststellglied 24. Entsprechend der vorliegenden Erfindung kann das Distanzstück 23 eine umgekehrte L-Form aufweisen. Mit anderen Worten, das Distanzstück 23 besteht aus einem ersten Teil mit einer ersten Breite und einem zweiten Teil mit einer zweiten Breite, wobei die zweite Breite schmaler als die erste Breite ist. Das Feststellglied 24 kann z. B. eine Sicherungsmutter oder eine Endplatte oder ein anderes, einem Fachmann bekanntes geeignetes Sperrglied sein. Nach der vorliegenden Ausführungsform der Erfindung und in ähnlicher Weise, wie es für die Ausführungsformen mit Bezug auf Fig. 5 und Fig. 6 beschrieben wurde, hat das Distanzstück 23 doppelten Kontakt, nämlich einen Kontakt mit dem Innenring 18 des Lagers 14 und den anderen Kontakt mit dem Bund 20 an der Welle 1 1 . Die Arretierung 1 6 besitzt eine erste Kontaktfläche 17, die von einem Teil des Distanzstückes 23, d.h. vom breitesten Teil bzw. vom Teil mit der höchsten Breite, gebildet wird und den Innenring 18 des Lagers 14 berührt. Die Arretierung 1 6 hat zudem eine zweite Kontaktfläche 19, die von einem anderen Teil des Distanzstückes 23, d.h. vom kleinsten Teil bzw. vom Teil mit der kleinsten Breite, gebildet wird und ein Widerlager 20, in vorliegender Ausführungsform einen Bund 20, an der Welle 1 1 berührt. Gemäß Ausführungsformen der Erfindung befinden sich die erste Kontaktfläche 17 und die zweite Kontaktfläche 19 beide auf der gleichen Seite der Arretierung 1 6, d.h. auf der Seite der Arretierung 1 6, die dem Kegelrollenlager 14 zugewandt ist.

Ähnlich wie bei der vorhergehenden Ausführungsform beschrieben, besteht ein Vorteil einer Arretierung 1 6 gemäß Ausführungsformen der Erfindung darin, dass das Lagerspiel leicht und genau eingestellt werden kann. Nachdem die Lager 13, 14 auf der Welle 1 1 montiert wurden, was ähnlich wie bei der Ausführungsform mit Bezug auf Fig. 5 beschrieben erfolgen kann, wird eine Arretierung 16 gemäß Beschreibung mit Bezug auf Fig. 7 angebracht. Der vorliegenden Ausführungsform entsprechend kann bei mangelhafter Lagerspieleinstellung diejenige Seite des Distanzstückes 23, welche die zweite Kontaktfläche 19 der Arretierung 1 6 bildet, nachgeschliffen werden, um die Lagerspieleinstellung zu optimieren.

Ein Vorteil einer Wellen-Lager-Baugruppe 10 nach Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung liegt darin, dass das Lagerspiel wiederholt passgenau eingestellt werden kann.

Ferner kann man immer dann, wenn es während der Montage nötig ist, eine Seite der Arretierung 1 6 nachschleifen, d.h. das Distanzstück 23 nachschleifen oder austauschen, ohne die Welle 1 1 oder die Lager 13, 14 demontieren zu müssen; nur die Arretierung 1 6 selbst muss abgebaut werden.

Außerdem kann man das Lagerspiel von der Seite des zweiten Kegelrollenlagers 14 aus einstellen, die vom ersten Kegelrollenlager 13 am weitesten entfernt ist. Deswegen muss die Fixiervorrichtung, z.B. die Endplatte 15, die das erste Kegelrollenlager 13 fixiert, zur Montage oder Demontage der Arretierung 16 nicht zugänglich sein. In einer Wellen-Lager-Baugruppe 10 gemäß Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung kann die Welle 1 1 eine schnell laufende Welle, eine langsam laufende Welle und/oder eine Zwischenwelle 1 1 einer Parallelgetriebestufe eines Windturbinen-Getriebes sein.