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Title:
SHAPING DEVICE FOR PRODUCING GOODS FROM A MATERIAL STRAND
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2006/111442
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a device (10) for shaping products from a material strand, in particular bonbon-type sweets comprising two eccentrically circulating separation rings (12, 13) each of which is provided with cavities (16) and separation ribs (17), wherein said separation ribs, during rotation of the separation rings, are approached to each other and are brought into contact with individual pieces of the material strand in such a way that they are separated. The inventive device also comprises a rotating stamping chamber ring (25) provided with open stamping chambers (30) on both sides thereof which comprise two stamping dies (31, 32) displaceable therein, located on two sides of the stamping chamber and forming a stamping die pair. Said stamping dies are driven by a curved control unit, respectively. Curved path along which the stamping dies are displaceable, when a guiding element (43, 44) defining said curved paths runs about an axis, are fixed to each other in such a way that, during one revolution, stamping of an individual piece begins in a peripheral angle area approximately ranging from 12° to 15° prior to a point of minimum distance between the stamping dies and ends in a peripheral angle area approximately ranging from 0° to 5° after said point of minimum distance between the stamping dies.

Inventors:
Hornschuch, Stephan (An Der Siep 52, Moenchengladbach, 41238, DE)
Fuchs, Joachim (Richrather Str. 179, Hilden, 40723, DE)
Application Number:
PCT/EP2006/060818
Publication Date:
October 26, 2006
Filing Date:
March 17, 2006
Export Citation:
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Assignee:
ROBERT BOSCH GMBH (Postfach 30 02 20, Stuttgart, 70442, DE)
Hornschuch, Stephan (An Der Siep 52, Moenchengladbach, 41238, DE)
Fuchs, Joachim (Richrather Str. 179, Hilden, 40723, DE)
International Classes:
B30B11/20; A23G3/02; A23G3/20; B30B11/08; B30B11/00; A23G3/02; B30B11/02
Attorney, Agent or Firm:
ROBERT BOSCH GMBH (Postfach 30 02 20, Stuttgart, 70442, DE)
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Claims:
1. R. 311301 1504.2005 ROBERT BOSCH GMBH, 70442 Stuttgart Ansprüche Vorrichtung zum Formen von aus einem Massestrang (2) gefertigten Waren, insbesondere bonbonartigen Süßwaren, mit zwei zueinander exzentrisch umlaufenden Trennringen (12, 13), deren jeder Mulden (16, 21) und Trennstege (17, 23) aufweist, wobei sich die Trennstege (17, 23) beim Umlauf der Trennringe (12, 13) annähern und Einzelstücke (1) von dem Massestrang (2) abtrennend berühren, und mit einem umlaufenden Prägekammerring (25) mit beidseitig offenen Prägekammern (30) , in die jeweils zum Prägen eines abgetrennten Einzelstückes (1) zwei beiderseits einer Prägekammer (30) angeordnete, ein Prägestempelpaar (33) bildende Prägestempel (31, 32) verschiebbar sind, wobei die Prägestempel (31, 32) jeweils mittels einer Kurvensteuerung angetrieben sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Kurvenbahnen (41, 42), entlang derer jeweils die Prägestempel (31, 32) eines Prägestempelpaares (33) bei einem Umlauf um eine Achse eines zugeordneten, die Kurvenbahn R.
2. 311301 (41, 42) vorgebenden Führungselementes (43, 44) bewegt werden, derart zueinander festgelegt sind, dass bei einem Umlauf in Folge einer Annäherung der Prägestempel (31, 32) die Prägung eines Einzelstückes (1) in einem Umfangs winkelbereich von wenigstens annähernd 12° bis 15° vor einem Punkt (D_min) minimalen Abstandes zwischen den Prägestempeln (31, 32) beginnt und in einem Umfangswinkelbe reich von wenigstens annähernd 0° bis 5° nach dem Punkt (D_min) minimalen Abstandes zwischen den Prägestempeln (31, 32) endet.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Führungselement (44) wenigstens der auf einer Seite der Prägekammern (30) angeordneten Prägestempel (32) feststehende Ringkörper (45, 46) aufweist, deren Kontur und axialer Abstand zueinander die Kurvenbahn (42) hierhin geführter Prägestempel (32) bildet.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Prägestempel (32) in der Kurvenbahn (42) mittels einer Führungsrolle (48) geführt ist, welche an einem Achselement (49) gelagert ist, welches im Wesentlichen senkrecht zu einer Längsachse des Prägestempels (32) von einem Prägestempelschaft (32A) wegkragt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Kurvenbahnen der Prägestempel auf beiden Seiten der Prägekammern durch feststehende Ringkörper gebildet werden. R. 311301 .
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Führungselement der auf einer der Seiten der Prägekammern (30) angeordneten Prägestempel (31) als eine Taumelscheibe (43) ausgebildet ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Taumelscheibe (43) mit einem Prägestempel (31) mittels eines Kugelgelenks (34) verbunden ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Punkt (D_min) minimalen Abstandes zwischen den Prägestempeln (31, 32) wenigstens annähernd 5° nach einem Scheitelpunkt der Taumelscheibe (43) liegt.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Kurvenbahnen (41, 42) derart vorgegeben sind, dass die Abstandsdifferenz (D) zwischen den Prägestempeln (31, 32) über den Umfangswinkel (6) zwischen dem Punkt des Beginns der Prägung des Einzelstückes (1) und dem Punkt (D min) minimalen Abstandes zwischen den Prägestempeln (31, 32) zwischen 0,1 mm und 0,7 mm, insbesondere zwischen 0,3 mm und 0,5 mm, beträgt.
Description:
Vorrichtung zum Formen von aus einem Massestrang gefertigten Waren

Stand der Technik

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Formen von aus einem Massestrang gefertigten Waren, insbesondere bonbonartigen Süßwaren, nach der im Oberbegriff des Patentanspruches 1 näher definierten Art.

Eine derartige Vorrichtung ist aus der DE 29 14 967 C2 bekannt. Diese bekannte Vorrichtung zum Formen von Bonbons oder dergleichen aus einem Massestrang weist einen umlaufenden Prägekammerring mit parallel zu dessen Drehachse beidseitig offenen Prägekammern und mit den Prägekammern fluchtend zugeordnete Prägestempelpaare auf, deren Stempel gegenläufig in die zugehörige Prägekammer verschiebbar sind.

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Seitlich des Prägekammerringes sind zwei zueinander exzentrisch umlaufende, sich aufeinander abwälzende Trennringe vorgesehen, deren jeder mit messerartigen Trennstegen und mit dazwischen ausgebildeten Halbformmulden auf seiner dem anderen zugekehrten Umfangseite versehen ist, wobei die Halbformmulden eines der Trennringe gleichachsig mit den Prägekammern des Prägekammerrings ausgerichtet sind. Die Trennstege dienen zum Abtrennen von Einzelstücken von dem Massestrang. Das Abtrennen erfolgt dabei bei einer Annäherung der beiden Trennringe während ihres Umlaufs, wobei der Massestrang zwischen den beiden Trennringen geführt ist. Nach dem Abtrennen der Einzelstücke werden diese von den Formmulden aufgenommen und geformt. Beim weiteren Umlauf der Trennringe werden die vorgeformten Bonbons mittels der Prägestempel in die als Durchgangsbohrungen ausgebildeten Prägekammern des Prägekammerrings verschoben, wo das Prägen der Bonbons mittels der gegeneinander bewegten Prägestempel stattfindet. Anschließend werden die geprägten Bonbons mittels der Prägestempel auf eine Fördereinrichtung ausgeworfen.

In der Praxis werden die Prägestempel über eine Kurvensteuerung axial in Richtung der Trennringe und des Prägekammerringes bewegt oder von diesen wegbewegt, wobei an einem Punkt mit minimalem Abstand zwischen den Prägestempeln eine Prägekraft von einer Druckrolle mittels einer Stoßbewegung auf einen der Prägestempel aufgebracht wird. Danach fährt einer der Prägestempel wieder in seine Ausgangsstellung zurück und das Bonbon wird durch den anderen Prägestempel aus der Prägekam-

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mer geschoben und somit auf die Fördereinrichtung ausgeworfen. Hiernach fährt auch der das Auswerfen des Bonbons bewirkende Prägestempel wieder in seine Ausgangsstellung hinter den Trennringen zurück.

Von Praxisbeispielen ist es bekannt, die Kurvensteuerung für einen der Prägestempel mit einem topfartigen Körper zu realisieren, in dessen Umfangswandung die Kurvenbahn als Ausnehmung eingebracht ist. In dieser Kurvenbahn wird der zugeordnete Prägestempel, welcher mit dem Prägekammerring umläuft, bei seiner Umlaufbewegung mittels einer Kurvenrolle geführt, wobei im Bereich einer maximalen Verschiebung entgegen der Prägekammer Spielraum für eine Stoßbewegung seitens der Druckrolle in Richtung der Prägekammer gegeben ist.

Der gegenüberliegende Prägestempel wird bei aus der Praxis bekannten Anwendungsbeispielen mittels eines Taumelscheibenantriebs geführt, wobei die Kurvensteuerung des Prägestempels durch die Taumelbewegung der mit dem Prägestempel über ein Kugelgelenk verbundenen Taumelscheibe realisiert ist.

Nachteilhafterweise führt bei den bekannten Vorrichtungen bei hohen Prägegeschwindigkeiten die Stoßbelastung über die Druckrolle auf den angrenzenden Prägestempel zu sehr starken dynamischen Belastungen des Gesamtsystems. Über den Kraft- fluss durch das zu prägende Bonbon auf die in der Regel pneumatisch vorgespannte Taumelscheibe wird die gesamte Apparatur in Schwingungen versetzt. Der Verschleiß, insbesondere an den Kurvenrollen und den Kurvenbahnen, ist während des Stoßes und

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beim Wiedereinfädeln der Kurvenrolle in die Kurvenbahn beträchtlich. Des Weiteren limitieren die dynamischen Stoßbelastungen die Rotationsgeschwindigkeit und somit die Ausstoßleistung der jeweiligen Vorrichtung und führen darüber hinaus zu sehr hohen Schallpegeln bei einem Prägevorgang.

Es ist somit Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art dahingehend weiterzubilden, dass insbesondere der Verschleiß vermindert und die Prägeleistung der Vorrichtung erhöht wird.

Vorteile der Erfindung

Die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Formen von aus einem Massestrang gefertigten Waren, insbesondere bonbonartigen Süßwaren, mit den Merkmalen des Anspruches 1 hat den Vorteil, dass sich die Prägung über einen vergleichsweise großen Um- fangswinkel und somit über eine längere Zeitspanne erstreckt, so dass die hochviskose Masse des Einzelstückes mit geringerer Verformungsgeschwindigkeit und mit geringerem Kraftaufwand geformt werden kann.

Ein optimaler Prägeverlauf stellt sich dabei ein, wenn die Kurvenbahnen, entlang derer jeweils die Prägestempel eines Prägestempelpaares bei einem Umlauf um eine Achse eines zugeordneten, die Kurvenbahn eines Prägestempels vorgebenden Führungselementes bewegt werden, derart zueinander festgelegt sind, dass im Betrieb bei einem Umlauf in Folge einer Annähe-

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rung der Prägestempel die Prägung des Einzelstückes in einem Umfangswinkelbereich von wenigstens annähernd 12° bis 15° vor einem Punkt minimalen Abstandes zwischen den Prägestempeln beginnt und in einem Umfangswinkelbereich von wenigstens annähernd 0° bis 5° nach dem Punkt minimalen Abstandes zwischen den Prägestempeln endet.

Durch die spezielle Abstimmung des Verlaufes der Kurvenbahnen zueinander im Hinblick auf einen optimalen Druckkraftverlauf während des Prägevorganges kann die Prägung ohne die Aufbringung einer Stoßkraft beispielsweise seitens einer Druckrolle durchgeführt werden, womit vorteilhafterweise nicht nur die Bauteilvielzahl reduziert wird, sondern auch eine Störung der Kurvenbahn im Bereich einer Druckrolle und die von dieser ausgehenden verschleiß- und schallwirksamen dynamischen Kräfte vermieden werden. Da der Prägevorgang bei einer erfindungsgemäß ausgestalteten Vorrichtung ohne dynamische Stoßbelastungen erfolgt, können Schwingungen in der Vorrichtung vermieden werden und höhere Prägeleistungen bei gleicher Belastung erzielt werden.

Bei einer besonders vorteilhaften Ausführung der erfindungsgemäßen Vorrichtung weist das Führungselement wenigstens der auf einer Seite der Prägekammern angeordneten Prägestempel feststehende Ringkörper auf, deren Kontur und axialer Abstand zueinander die Kurvenbahn hierin geführter Prägestempel bildet.

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Derartige Ringkörper, welche auch eine Art Topf bilden können, ermöglichen eine kostengünstige und robuste Realisierung einer Kurvenbahn als Gleitbahn, wobei es vorteilhaft ist, wenn ein Prägestempel in der Kurvenbahn mittels einer Führungsrolle geführt ist, welche an einem Achselement gelagert ist, welches im Wesentlichen senkrecht zu einer Längsachse des Prägestempel von einem Prägestempelschaft wegkragt.

Grundsätzlich können zur Führung beider Prägestempel eines Prägestempelpaares, von denen in der Regel eine Vielzahl trommelartig in einem Kreis um eine Drehachse des Führungselementes angeordnet ist, auf beiden Seiten der Prägekammern Führungselemente vorgesehen seien, die die entsprechende Kurvenbahn durch feststehende Ringkörper bilden.

In einer vorteilhafter Ausgestaltungsvariante ist das Führungselement der auf einer der Seiten der Prägekammern angeordneten Prägestempel mit feststehenden Ringkörpern ausgebildet und das Führungselement der auf der anderen Seite der Prägekammern angeordneten Prägestempel als eine Taumelscheibe ausgebildet.

Der Einsatz einer solchen Taumelscheibe hat sich in der Praxis bewährt, wobei die Taumelscheibe vorzugsweise federnd gelagert ist und beispielsweise eine pneumatische Vorspannung aufweist, so dass diese bei einer zu starken Befüllung der Prägekammer dem hier seitens der Prägekammer ausgeübten Druck nachgeben kann.

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Die Führung von Prägestempeln mittels einer in der Regel eine Sinuskurve beschreibenden Taumelscheibe ist auf einfache Art und Weise möglich, indem ein Prägestempelschaft über ein Kugelgelenk mit der Taumelscheibe drehbar verbunden wird.

Zur Erzielung eines hochwertigen Prägeergebnisses können die Kurvenbahnen der beiderseitigen Führungselemente derart vorgegeben sein, dass die Abstandsdifferenz zwischen den Prägestempeln über den Umfangswinkel zwischen dem Punkt des Beginns der Prägung des von dem Massestrang abgetrennten Einzelstückes und dem Punkt minimalen Abstandes zwischen den Prägestempeln in einem Bereich von 0,1 mm und 0,7 mm, insbesondere zwischen 0,3 mm und 0,5 mm, liegt.

Weitere Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen des Gegenstandes nach der Erfindung sind der Beschreibung, der Zeichnung und den Patentansprüchen entnehmbar.

Zeichnung

Ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Gegenstandes ist in der Zeichnung schematisch vereinfacht dargestellt und wird in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen:

Figur 1 eine erfindungsgemäße Vorrichtung zum Prägen von aus einem Massestrang gefertigten Bonbons oder dergleichen in einem vereinfachten Querschnitt;

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Figur 2 eine vereinfachte perspektivische Darstellung von Einzelelementen der Vorrichtung der Figur 1;

Figur 3 eine Draufsicht auf einen Ausschnitt einer Kurvenbahn mit einer Kurvenrolle eines Prägestempels der Vorrichtung der Figur 1; und

Figur 4 ein Diagramm, welches den Abstand zwischen den ein Prägestempelpaar bildenden Prägestempeln bei einem Prägeverlauf wiedergibt.

Beschreibung des Ausführungsbeispiels

In den Figuren ist eine Vorrichtung 10 dargestellt, welche zum Abtrennen und Prägen von Bonbons 1 von einem ausgewalzten und ausgezogenen, insbesondere mit einem flüssigen oder halbflüssigen Füllgut 3 gefüllten Massestrang 2 dient. Bei den Bonbons 1 handelt es sich vorliegend um so genannte Karamellen, gleich die gezeigte Vorrichtung 10 auch zum Formen jedweder anderer Süßwaren einschließlich Kaugummistücken Anwendung finden kann.

Wie besonders deutlich der Figur 1 zu entnehmen ist, weist die Vorrichtung 10 einen ersten, äußeren Trennring bzw. Messerring 12 auf, der mit einem zweiten, inneren Trennring 13 zusammenwirkt. Der äußere Trennring 12 ist an seinem Außenumfang mittels drei Rollen 14 gelagert. Der äußere Trennring 12 weist an seiner inneren Umfangsflache halbrund ausgeformte Formmulden 16 auf, die unmittelbar aneinander anschließen. Im Übergangsbereich zwischen den Formmulden 16 sind Trennstege

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17 ausgebildet, die über die gesamte Breite der entsprechenden Formmulden 16 reichen. Die Trennstege 17 dienen zum Abtrennen der Bonbons 1 von dem Massestrang 2, wozu die Trennstege 17 Schnittkanten 18 aufweisen.

Der innere Trennring 13 ist exzentrisch innerhalb des äußeren Trennringes 12 gelagert und wird mittels eines nicht näher dargestellten Antriebes ebenfalls im Gegenuhrzeigersinn kontinuierlich angetrieben. Der innere Trennring 13 weist ebenfalls halbrund ausgebildete Formmulden 21 auf, die beim Umlauf des inneren Trennrings 13 mit den Formmulden 16 des äußeren Trennrings 12 zusammenwirken. Der Durchmesser, die Drehzahl sowie die Anordnung der Formmulden 21 des inneren Trennrings 13 sind derart auf den äußeren Trennring 12 abgestimmt, dass bei einem Umlauf der beiden Trennringe 12, 13 der in einen Bereich 22 zwischen die beiden Trennringe 12, 13 zugeführte Massestrang 2 bei einer Annäherung der beiden Trennringe 12, 13 sowie der entsprechenden Formmulden 16, 21 in den Bereich zwischen die Formmulden 16, 21 gerät.

Der innere Trennring 13 weist im Übergangsbereich zwischen seinen Formmulden 21 ebenfalls Trennstege 23 mit Schnittkanten 24 auf, deren Form den Schnittkanten 18 des äußeren Trennrings 12 angepasst ist. In Folge der Annäherung der beiden Trennringe 12, 13 bei deren Umlauf geraten die einander gegenüber liegenden Schnittkanten 18, 24 der jeweiligen Trennstege 17, 23 in Kontakt, wobei die Bonbons 1 als Einzelstücke von dem Massestrang 2 vollständig abgetrennt werden.

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An den inneren Trennring 13 schließt sich seitlich ein koaxial angeordneter Prägekammerring 25 an, welcher hier einstückig mit dem inneren Trennring 13 ausgeführt ist.

Der Prägekammerring 25 weist als Durchgangsbohrungen ausgebildete Prägekammern 30 auf, welche mit den Formmulden 21 des inneren Trennrings 13 fluchten. Beidseits dieser parallel zur Drehachse des Prägekammerrings 25 angeordneten, beidseitig offenen Prägekammern 25 sind zum Prägen eines von dem Massestrang 2 abgetrennten Bonbons 1 Prägestempel 31, 32 vorgesehen, wobei je zwei ein Prägestempelpaar 33 bildende Prägestempel 31, 32 zu einer der Prägekammern 30 fluchten und in diese verschiebbar sind.

Wie die Figuren 2 bis 4 näher zeigen, sind die Prägestempel 31, 32 über eine Kurvensteuerung angetrieben und senkrecht zur Zeichenebene der Figur 1 beim Umlauf des inneren Trennringes 13 bewegbar. Auf der den Trennstegen 23 zugewandten Seite können die Prägestempel 31, 32 eine gewölbte Form aufweisen, die der gewünschten Prägung bzw. Formgebung des Bonbons 1 angepasst ist.

Die paarweise zusammenwirkenden Prägestempel 31, 32 werden jeweils entlang einer Kurvenbahn 41, 42 geführt, deren Verlauf über einen Teil des Umfangwinkels näher in Figur 4 dargestellt ist. Die Kurvenbahn 41, 42 wird dabei jeweils von einem Führungselement 43 bzw. 44 vorgegeben.

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Wie die exemplarische Darstellung eines Prägestempelpaares 33 von insgesamt 35 bei der gezeigten Ausführung vorhandenen Prägestempelpaaren in Figur 2 zeigt, ist das Führungselement 43 eines ersten Prägestempels 31 des Prägestempelpaares 33 als eine Taumelscheibe 43 ausgebildet, welche bei ihrer Drehung eine sinusförmige Taumelbewegung ausführt und vorliegend in Axialrichtung pneumatisch gefedert gelagert ist. Die Taumelscheibe 43 ist mit dem zugeordneten Prägestempel 31 bzw. einem sich entlang einer Längsachse des Prägestempels 31 erstreckenden Prägestempelschaft 31A mittels eines Kugelgelenks 34 querverschiebbar verbunden.

Der gegenüberliegende Prägestempel 32 des Prägestempelpaares 33 wird von einem durch Ringkörper 45, 46 gebildeten Führungselement 44 geführt, wobei diese Ringkörper 45, 46 feststehen und mit ihrer Kontur am Umfang sowie ihrem axialen Abstand zueinander die eine Gleitbahn darstellende Kurvenbahn 42 ausbilden, in der der Prägestempel 32 des Prägestempelpaares 33 gleitet. Der Prägestempel 32 ist hierbei in der Kurvenbahn 42 zwischen den Ringkörpern 45 und 46, von denen der näher an dem Prägekammerring 25 angeordnete Ringkörper 45 eine Rückstreifkurve der weiter entfernt von dem Prägekammerring 25 angeordnete Ringkörper 46 eine Druckkurve für den Prägestempel 32 im Bereich der Kurvenbahn 42 bildet, mittels einer Führungsrolle 48 geführt. Die Führungsrolle 48 ist an einem Achselement 49 gelagert, welches senkrecht zu einer Längsachse des Prägestempels 32 von einem Prägestempelschaft 32A wegkragt.

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Entlang der Kurvenbahnen 41, 42, welche mit axial vor- und zurückweichenden Bereichen die axiale Verschiebebewegung der Prägestempel 31, 32 steuern, werden die Prägestempel 31, 32 jedes Prägestempelpaares 33 zunächst aus einer zurückgezogenen Stellung gegen die zugehörige Prägekammer 30 bewegt, wobei der den äußeren Trennring 12 querende, ringkörperseitige Prägestempel 32 einen von den Trennstegen 17, 23 vom Massestrang 2 abgetrennten Rohling eines Einzelstückes 1 eines Bonbons in die Prägekammer 30 einbringt, in der jeweils ein Prägestempelpaar 33 das Einzelstück 1 von zwei Seiten ver- presst .

Nach dem Pressvorgang kehrt der taumelscheibenseitige Prägestempel 31 in seine Ausgangsstellung zurück, während der gegenüberliegende Prägestempel 32 noch weiter vorgetrieben wird, so dass er das fertig geformte Bonbon 1 aus der Prägekammer 30 auswirft. Beim Auswurf aus der Prägekammer 30 gelangt das Bonbon schließlich auf ein Fördertrum 36 einer kontinuierlich angetriebenen Fördereinrichtung 37 im unteren Bereich der Vorrichtung 10.

Besonders anhand des Diagramms der Figur 4, welches einen Stempelabstand D in Millimetern über den Einsatzdrehwinkel bzw. Umfangswinkel φ zeigt, ist die Abstimmung der Kurvenbahnen 41, 42 zueinander ersichtlich, welche so ausgelegt sind, dass bei einem Umlauf um eine Achse des zugeordneten die Kurvenbahn 41, 42 vorgebenden Führungselementes 43 bzw. 44 in Folge einer Annäherung der Prägestempel 31, 32 die Prägung des Einzelstückes bzw. Bonbons 1 in einem Umfangswinkelbe-

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reich von wenigstens annähernd 12° bis 15° vor einem Punkt D min minimalen Abstandes zwischen den Prägestempeln 31, 32 beginnt und in einem Umfangswinkelbereich von wenigstens annähernd 0° bis 15° nach dem Punkt D_min minimalen Abstandes zwischen den Prägestempeln endet.

Als Prägen wird dabei die Endformung eines Bonbons 1 verstanden, bei dem die Abstandsdifferenz D zwischen den Prägestempeln 31, 32 über den Umfangswinkel φ zwischen dem Punkt des Beginns der Prägung des Bonbons 1 und dem Punkt D min minimalen Abstandes zwischen den Prägestempeln 31, 32 zwischen 0,1 mm und 0,7 mm betragen kann. Bei der gezeigten Ausführung beträgt die Abstandsdifferenz D zwischen den Prägestempeln 31, 32 während der Prägephase zwischen 0,3 mm und 0,5 mm.

Der Punkt D min minimalen Abstandes zwischen den Prägestempeln 31, 32 liegt bei der vorliegenden Ausführung circa 5° nach einem Scheitelpunkt bzw. einer 12-Uhr-Stelle der Taumelscheibe 43 in einem Bereich geringster Relativbewegung. Das Bonbon 1 wird dabei symmetrisch um den Scheitelpunkt der Taumelscheibe geprägt, um zu vermeiden, dass das Bonbon 1 unter Druck in der Prägekammer 30 geschoben wird und hierdurch gegebenenfalls ankleben kann. Ziel der Kurvenführung ist es, den Scheitelpunkt der Taumelscheibe 43 so dicht wie möglich zu umgehen und eine vergleichsweise ruhige Lage des taumel- seitigen Prägestempels 31 zu nutzen, weshalb hier eine asymptotische Annäherung des ringkörperseitigen Prägestempels 32 symmetrisch zum Scheitelpunkt der Taumelscheibe 43 gewählt ist.

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Bei dem gezeigten Prägeverlauf, bei dem der ringkörperseitige Prägestempel 32 bereits zwischen -10° und -5° so nah gegen den taumelscheibenseitigen Prägestempel 31 geführt wird, dass das Bonbon 1 bereits geformt wird, bei dem zwischen -1,5° und +7,5° die Kurvenbahn 42 des ringkörperseitigen Prägestempels 32 der Kurvenbahn 41 des taumelscheibenseitigen Prägestempels 31 folgt, und bei dem bei +5° der Punkt D minimalen Abstandes zwischen den Prägestempeln 31, 32 und das Ende der Prägung erreicht ist, wird durch den langen Winkelweg und den Kurvenverlauf die Formungsgeschwindigkeit des Bonbons 1 immer weiter verringert, damit mit möglichst konstanter Verformungskraft über einen großen Prägebereich von circa 15° das Bonbon 1 fertig geprägt werden kann. Die gesamte Verformungskraft für das Ausprägen des Bonbons 1 zwischen den Prägestempeln 31, 32 wird dabei über deren Führung entlang der Kurvenbahnen 41, 42 ohne zusätzliche Stoßbewegung aufgebracht.

Es wird somit ein optimaler Druckkraftverlauf während des Prägevorgangs innerhalb eines Bereichs von circa +/-7,5° um den Scheitelpunkt der Taumelscheibe 43 eingestellt, wobei ein Abheben der Taumelscheibe 43 gegen die elastische Vorspannung aufgrund lokaler Kraftspitzen verhindert wird.

Nachdem in dem Punkt D_min minimalen Abstandes zwischen den Prägestempeln 31, 32 ein sogenannter Prägepunkt erreicht wird, entfernen sich bei weiterem Umlauf der Trennringe 12, 13 die Prägestempel 31, 32 voneinander, wobei der taumel- scheibenseitige Prägestempel 31 entlang der Kurvenbahn 42 in

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seine Ausgangsstellung zurückgefahren wird und der ringkör- perseitige Prägestempel 32 das Auswerfen des Bonbons 1 aus dem Prägekammerring 30 annähernd an einer 8-Uhr-Stelle der Taumelscheibe 43 bewirkt, bevor auch dieser Prägestempel 32 wieder in seine Ausgangsstellung hinter den Trennringen 12, 13 zurückgezogen wird.