MAREK, Rainer (Diebecker Weg 27, Lünen, 44536, DE)
WESSELMANN, Johannes (Wickeder Strasse 293, Dortmund, 44319, DE)
MUNDRY, Sebastian, M. (Rübenkamp 55, Lüdinghausen, 59348, DE)
MAREK, Rainer (Diebecker Weg 27, Lünen, 44536, DE)
WESSELMANN, Johannes (Wickeder Strasse 293, Dortmund, 44319, DE)
| P a t e n t a n s p r ü c h e :
1. Walzenlader für den Untertagebergbau, mit einem Walzenladerkor- per (2), mit jeweils einer an einem Tragarm (3) befestigten Schneidwalze (4) für jede Fahrtrichtung des Walzenladers, mit Antriebsmotoren (31, 32) zum Bewegen des Walzenladers sowie der Schneidwalzen (4), mit einem Kuhlwasserkreislauf (30) zum Kuhlen der Antriebsmotoren (31, 32), mit einem wenigstens einen Bedusungswasserkreislauf (25A, 25B) mit jeweils einer Zulaufleitung (23A, 23B) zu den Werkzeugen der Schneidwalzen (4) umfassenden Bedusungssystem, mit einem gemeinsamen Wasseranschluß (11) für die Wasserkreislaufe (10) und mit den Wasserkreislaufen zugeordneten Ventilen (21A, 21B) zum Zu- oder Abschalten der Kreislaufe, dadurch gekennzeichnet, dass in Ruckleitungen (36A, 36B) des Kuhlwasserkreislaufs (30) jeweils ein an eine der Zufuhrleitungen (23A, 23B) angeschlossenes Schaltventil (37A, 37B) angeordnet ist, über das das Kuhlwasser bedarfsweise den Schneidwalzen (4) als Bedusungswasser zufuhrbar ist.
2. Walzenlader nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass für jede Schneidwalze (4) ein separates Schaltventil (37A, 37B) vorgesehen ist.
3. Walzenlader nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass beide Schaltventile (37A, 37B) jeweils über eine Zwischenleitung (39A, 39B) an die zugehörige Zufuhrleitung (23A, 23B) für eine der Schneidwalzen (4) angeschlossen sind, wobei vorzugsweise jede Zufuhrleitung (23A, 23B) vor dem Zufluß der Zwischenleitung (39A, 39B) mit einem Ventil (21A) zum Zu- oder Abschalten sowie einem Mengenregelventil (22A, 22B) versehen ist.
4. Walzenlader nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass in den Zwischenleitungen und/oder in den Kuhl- wasserzufuhrleitungen einzelner oder aller Antriebsmotoren (31, 32, 33, 34) jeweils Mengenregelventile (35) angeordnet sind.
5. Walzenlader nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass einzelne oder alle Mengenregelventile (22A, 22B, 35) für eine dosierte Beaufschlagung der Schneidwalze (4) mit Bedüsungswasser ansteuerbar oder regelbar sind.
6. Walzenlader nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass stromabwärts des Wasseranschluß (11) ein Druckbegrenzungsventil (17) oder ein Druckregelventil (16) im gemeinsamen Wasserzulauf zu beiden Kreisläufen (25A, 25B; 30) angeordnet ist.
7. Walzenlader nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass stromaufwärts des Druckbegrenzungsventils (16) ein Volumenstromsensor (13) angeordnet ist.
8. Walzenlader nach Anspruch I 1 dadurch gekennzeichnet, dass stromaufwärts des Volumenstromsensors (13) ein Wasserfilter, vorzugsweise ein Rückspülfilter (12) im Wasserzulauf angeordnet ist.
9. Walzenlader nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass stromabwärts des Druckbegrenzungsventils eine Verzweigung (18) ausgebildet ist, die mit ersten Zweigleitungen
(20A, 20B) in vorzugsweise separate Bedüsungswasserkreisläufe (25A, 25B) für jede Schneidwalze (4) und mit einem weiteren Zweig (19) in den Kühlwasserkreislauf (30) mündet.
10. Walzenlader nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass stromabwärts des Druckbegrenzungsventils (16) eine Abzweigung in ein zu- und abschaltbares Kamerareinigungssystem (50) angeordnet ist.
11. Walzenlader nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Bedüsungssystem einen ersten Bedüsungswas- serkreislauf (25A) für die eine Schneidwalze (4) und einen separaten zweiten Bedüsungswasserkreislauf (25B) für die andere Schneidwalze (4) aufweist, wobei das Kühlwasser den Schneidwal- zen (4) über das jeweils eine oder jeweils wenigstens eine an die Zuführleitungen (23A, 23B) angeschlossene Schaltventil (37A, 37B) bei geöffneten Schaltventilen (37A, 37B) und geöffneten Ventilen (21A, 21B) als zusätzliche Menge an Bedüsungs- wasser oder bei geschlossenen Ventilen (21A, 21B) und geöffneten Schaltventilen als ausschließliches Bedüsungswasser zuführbar ist.
12. Walzenlader nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass im Bedüsungswasserkreislauf für jede Schneidwalze (104) wenigstens zwei unabhängig voneinander ansteuerbare Ventile (121A, 171A; 121B, 171B) zwischen dem Wasseranschluss
(111) und der jeweiligen Zuführleitung (123A; 123B) angeordnet sind.
13. Walzenlader nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass im Kühlwasserkreislauf für jede Schneidwalze (104) wenigstens zwei unabhängig von einander ansteuerbare Schaltventile (137A, 187A; 137B, 187B) zwischen der Rücklaufleitung (136A, 186A; 136B, 186B) und der jeweiligen Zuführleitung (123A; 123B) angeordnet sind.
14. Walzenlader nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass jedem Ventil (121A, 121B, 171A, 171B) im Bedüsungswasserkreislauf ein Mengenregelventil (122A, 122B, 172A, 172B) zugeordnet ist.
15. Walzenlader nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass im Wasserzulauf eine Abzweigung zu einem vorzugsweise manuell einschaltbaren Feuerlöschbedüsungssystem (60) angeordnet ist. |
WALZENLADER FUR DEN UNTERTAGEBERGBAU MIT BEDUSUNGSSYSTEM
Die Erfindung betrifft einen Walzenlader für den Untertagebergbau, mit einem Walzenladerkörper, mit jeweils einer an einem Tragarm befestigten Schneidwalze für jede Fahrtrichtung des Walzenladers, mit Antriebsmotoren zum Bewegen des Walzenladers sowie zum Bewegen der Schneidwalzen, mit wenigstens einem Kühlwasserkreislauf zum Kühlen der Antriebsmotoren, mit einem einen Bedüsungswasserkreislauf mit jeweils einer Zulaufleitung zu den Werkzeugen der Schneidwalzen umfassenden Bedüsungssystem, mit einem vorzugsweise gemeinsamen Wasseranschluß für die Wasserkreisläufe und mit den Wasserkreisläufen zugeordneten Ventilen zum Zu- oder Abschalten der Wasserkreisläufe.
Bei der untertägigen Gewinnung von Mineralien, insbesondere bei der untertägigen Kohlegewinnung ist vorgeschrieben, zur Staubbekämpfung auf die abzubauende Abbaufront Bedüsungswasser über Düsen aufzusprühen. Ein Großteil der Strebbedüsung wird hierbei mittels der Ausbaugestelle bewirkt, an denen an geeigneten Stellen wie beispielsweise den Kappen Düsen angebracht sind, die mit Hochdruck-Wasser von ca. 150-200 bar betrieben werden können. Nur beispielhaft wird auf die DE 195 37 448 Al verwiesen.
Mit der bei Walzenladern bewirkten Leistungssteigerung nehmen die Staubentstehung und die Zündgefahr in den Schrämbetrieben zu. Während anfänglich die Schneidwalzen über Wasserdüsen vom Tragarm aus von außen bedüst wurden, findet mittlerweile auch eine Innenbedüsung statt, bei der jedem Werkzeug an den Schneidwalzen eine mit Bedüsungswasser versorgbare Wasserdüse zugeordnet ist. Die Bedüsung der Meißelwerkzeuge erfolgt bei Drücken bis etwa 50 bar. Der durch die Innenbedüsung erreichte geringere Wasserverbrauch der Bedüsungssys- teme ermöglicht mittlerweile, einen Teil des Kühlwassers in Schläu-
chen über die Kabelschleppkette wieder aus dem Streb herauszufuhren (vergl. www.steinkohleportal.de) .
Aus der DE 30 200 46 Al ist ein Walzenlader bekannt, bei welchem das dem Walzenlader zugefuhrte Wasser an einer Leitungsverzweigung in einen Leitungszweig für den Kuhlwasserkreislauf und einen Leitungszweig für den Bedusungswasserkreislauf aufgeteilt wird, wobei die beiden Leitungszweige hinter den zu kühlenden Aggregaten im Kuhlwasserkreislauf und hinter Mengenregelventilen in beiden Teilkreislaufe einem 4/3 Wegeventil zugeführt werden, um die Bedusung in Anhangig- keit von der Fahrtrichtung des Walzenladers an der jeweils vorlaufenden Schneidwalze ausschließlich mit dem aus dem Bedusungswasserkreislauf zufließenden Wasser und an der nachlaufenden Schneidwalze ausschließlich mit dem aus dem Kuhlwasserkreislauf zugefuhrten Wasser vornehmen zu können. Da an der nachlaufenden Walze weniger mittels der Bedusung niederzuschlagender Staub anfallt, soll die Bedusung an der nachlaufenden Walze nur mit der geringeren Wassermenge aus dem Kuhlwasserkreislauf erfolgen.
Aufgabe der Erfindung ist es, die Effektivität der Wasserversorgungssysteme von Walzenladern zu verbessern.
Zur Losung dieser sowie weiterer Aufgaben wird erfindungsgemaß vorgeschlagen, dass bei gattungsgemaßen Walzenladern in Ruckleitungen des Kuhlwasserkreislaufs jeweils ein an eine der Zufuhrleitungen angeschlossenes Schaltventil angeordnet ist, über das das Kuhlwasser bedarfsweise den Schneidwalzen als Bedusungswasser zufuhrbar ist. Bei dem erfindungsgemaßen Walzenlader kann mithin das Kuhlwasser bedarfsweise durch Offnen der Schaltventile den Bedusungsdusen an den Schneidwalzen zugeführt und dort als Bedusungswasser verwendet werden. Es kann mithin bei insgesamt niedrigerem notwendigem Wasserdurchsatz für den Walzenlader eine effektive und an die jeweiligen Wetterbedingungen sowie Abbaubedingungen anpaßbare Versorgung mit Bedusungswasser bereitgestellt werden. Da das Kuhlwasser nur bedarfsweise den Schramwalzen zugeführt wird, kann zugleich ein Quellen des Liegenden weitestgehend vermieden werden und es ist nicht
mehr erforderlich, überschüssiges Bedüsungswasser aus dem Streb her ¬ auszupumpen.
Bei der insbesondere bevorzugten erfindungsgemäßen Ausgestaltung ist für jede Schneidwalze ein separates Schaltventil vorgesehen. Besonders vorteilhaft ist, wenn beide Schaltventile jeweils über eine Zwischenleitung an die zugehörige Zuführleitung für eine der Schneidwalzen angeschlossen sind, wobei vorzugsweise jede Zuführleitung vor dem Zufluß der Zwischenleitung mit einem Ventil zum separaten Zu- oder Abschalten des Bedüsungswasserkreislaufs sowie weiter vorzugsweise mit einem Mengenregelventil versehen ist. Bei dieser Ausgestaltung kann zum einen über das Mengenregelventil die den Schneidwalzen ausschließlich über den Bedüsungswasserkreislauf zugeführte Wassermenge eingestellt werden und zum anderen ist sichergestellt, dass erforderlichenfalls bei übermäßigem Staubanfall auch sowohl das Bedüsungswasser aus dem Bedüsungswasserkreislauf als auch das Kühlwasser aus dem Kühlkreislauf den Schneidwalzen als Bedüsungswasser zugeführt werden kann.
Weiter vorzugsweise können in den Zwischenleitungen und/oder in den Kühlwasserzuführleitungen einzelner oder ggf. aller mit dem Kühlwasser aus dem Kühlwassersystem zu kühlenden Antriebsmotoren jeweils ein Mengenregelventil angeordnet sein, um die aufgenommene und ggf. an das Bedüsungssystem abgegebene Wassermenge möglichst optimal regeln zu können. Besonders vorteilhaft ist dann, wenn einzelne oder alle Mengenregelventile für eine dosierte Beaufschlagung der Schneidwalzen mit Bedüsungswasser ansteuerbar oder regelbar sind. Die Ansteuerung kann beispielsweise über eine übergeordnete Ansteuereinheit wie z.B. die Strebsteuerung od.dgl. bewirkt werden.
Zweckmäßigerweise sind stromabwärts des Wasseranschluß ein Druckbegrenzungsventil und/oder ein Druckregelventil im gemeinsamen Wasserzulauf zu beiden Wasserkreisläufen angeordnet, um Fehlfunktionen durch über- oder Unterschreiten der ggf. von den Bergwerken festgelegten Wassermenge und des Wasserdrucks für das Bedüsen zu erkennen bzw. vermeiden. Bei z.B. zu niedriger Wasserversorgung könnte ein staubschutztechnischer Grenzwert überschritten werden, weswegen die
Gewinnungsmaschine bei Detektion dieses Gefahrenzustandes dann abgeschaltet oder in ihrer Leistung reduziert werden sollte. Ein Uber- oder Unterschreiten kann zugleich ein Hinweis auf Verstopfung der Düsen oder andere Fehlfunktionen sein. Um dies sicher zu erkennen, ist weiter zweckmäßig, wenn stromaufwärts des Druckbegrenzungsventils ein Volumenstromsensor angeordnet ist. Um eine Verschmutzung der Kreislaufe und ein Zusetzen der Düsen zu vermeiden, ist weiter vorteilhaft, wenn stromaufwärts des Volumenstromsensors ein Wasserfilter, vorzugsweise ein Ruckspulfilter, im Wasserzulauf angeordnet ist. Weiter zweckmäßig ist, wenn stromabwärts des Druckbegrenzungsventils eine Verzweigung ausgebildet ist, die mit einem Zweig in den Kuhlwasserkreislauf und mit einem bzw. vorzugsweise zwei Zweigleitungen in separate Bedusungswasserkreislaufe für die einzelnen Schneidwalzen mundet.
Bei der insbesondere bevorzugten Ausgestaltung weist das Bedusungs- system einen ersten Bedusungswasserkreislauf für die eine Schneidwalze und einen separaten zweiten Bedusungswasserkreislauf für die andere Schneidwalze aufweist, wobei das Kuhlwasser den Schneidwalzen über das jeweils eine oder über das jeweils wenigstens eine an die Zufuhrleitungen angeschlossene Schaltventil bei geöffneten Schaltventilen und geöffneten Ventilen als zusatzliche Menge an Bedusungs- wasser oder bei geschlossenen Ventilen und geöffneten Schaltventilen als ausschließliches Bedusungswasser zufuhrbar ist bzw. zugeführt wird. Durch die Aufteilung des zugefuhrten Wasser in separate Bedusungswasserkreislaufe für beide Schneidwalzen und bedarfsweise Zu- schaltung oder Aufschaltung des Wassers aus den Kühlwasserkreisläufen kann eine erheblich effektivere und hinsichtlich Wasserverbrauchsregelung optimierte Bedusung realisiert werden. Es kann ausreichen, für jeden Teilkreislauf im Bedusungswasserkreislauf und/oder im Kuhlwasserkreislauf jeweils genau ein Ventil und ein Schaltventil anzuordnen, um die Bedusung wahlweise nur mit Kuhlwasser, nur mit Bedusungswasser oder mit den Mengenstromen von Kuhl- und Bedusungswasser vornehmen zu können.
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung können im Bedusungswasserkreislauf für jede Schneidwalze wenigstens zwei unabhängig voneinander
ansteuerbare Ventile zwischen dem Wasseranschluss, insbesondere zwischen der zugehörigen Verzweigungsleitung des Bedüsungswasserteil- kreislaufs und der jeweiligen Zuführleitung angeordnet sein und/oder im Kühlwasserkreislauf können für jede Schneidwalze wenigstens zwei unabhängig von einander ansteuerbare Schaltventile zwischen der Rücklaufleitung und der jeweiligen Zuführleitung zur Schneidwalze angeordnet sein. Durch separates Ansteuern der jeweiligen Schaltventile und Ventile kann die den Schneidwalzen dann tatsächlich zugeführte Menge an Wasser für die Bedüsung nicht nur für die einzelnen Schneidwalzen unterschiedlich eingestellt werden, sondern die Menge kann auch stufenweise mit geringem Schaltungsaufwand an die Bedürfnisse angepasst werden, um nur die zur Staubniederschlagung erforderliche Wassermenge im Streb zu versprühen, während das restliche Wasser über die Rücklaufleitungen und einen Rücklaufschlauch aus dem Streb wieder herausgeführt wird. Zur weiteren Optimierung und Effektivitätsverbesserung kann jedem Ventil im Bedüsungswasserkreislauf ein Mengenregelventil zugeordnet sein.
Um die Sicherheit im Gewinnungsstreb zu erhöhen, kann weiter vorzugsweise im Wasserzulauf eine Abzweigung zu einer vorzugsweise manuell einschaltbaren Löschbedüsung angeordnet sein. Alternativ oder zusätzlich kann stromabwärts des Druckbegrenzungsventils eine Abzweigung in ein zu- oder abschaltbares Kamerareinigungssystem zum reinigen z.B. einer überwachungskamera für den Streb bzw. den Walzenlader angeordnet sein.
Weitere Vorteile und Ausgestaltungen eines erfindungsgemäßen Walzenladers ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von schematisch in der Zeichnung gezeigten Ausführungsbeispielen. In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 stark schematisch vereinfacht in Draufsicht einen Walzenlader für den Untertagebergbau;
Fig. 2 in einem Schaubild die bei einem erfindungsgemäßen Walzenlader gemäß Fig. 1 vorgesehenen Wasserkreis-
laufe für die Kühlung und Bedüsung gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel; und
Fig. 3 in einem Schaubild die Wasserkreisläufe für die Kühlung und Bedüsung gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel .
In Fig. 1 ist stark schematisch vereinfacht ein Walzenlader 1 insbesondere zur Kohlegewinnung im untertägigen Bergbau dargestellt, der einen Walzenladerkörper 2 aufweist, der an einem parallel zum Förderer (nicht dargestellt) im Streb verlegten Triebstock verfahrbar ist. Am Walzenladerkörper 2 sind für beide Fahrtrichtungen des Walzenladers 1 jeweils Tragarme 3 befestigt, an denen wiederum für jede Fahrtrichtung eine Schneidwalze 4 drehbar gelagert ist, die mit einer Vielzahl von Schrämmeißeln (nicht gezeigt) als Bearbeitungswerkzeugen bestückt ist, mit denen an der Abbaufront die abzubauenden Mineralien wie insbesondere Kohle hereingewonnen werden. In den Walzenladerkörper 2, in die Tragarme 3 sowie in die Schneidwalzen 4 sind in Fig. 1 nicht dargestellte WasserkreislaufSysteme u.a. mit einem Kühlwasserkreislauf für die Antriebssysteme der einzelnen Aggregate und Motoren des Walzenladers 1 sowie einem Bedüsungssystem für die Schneidwalzen 4 integriert, deren Aufbau nun unter Bezugnahme auf Fig. 2 erläutert wird.
In Fig. 2 sind von dem Walzenlader ausschließlich die beiden Schneidwalzen 4 für die jeweiligen Fahrtrichtungen angedeutet, wobei in der schematischen Darstellung gemäß Fig. 2 zu erkennen ist, dass beide Schneidwalzen 4 mit einer Vielzahl von Düsen 5 versehen sind, die vorzugsweise den Bearbeitungswerkzeugen unmittelbar zugeordnet sind und über die Bedüsungswasser zur Staubbekämpfung während der Gewinnungsarbeit ausgesprüht wird. Um die Düsen 5 mit Bedüsungswasser zu versorgen, wird dem Walzenlader über wenigstens einen Schlauch, der vorzugsweise parallel zum Schleppkabel für die elektrische Energieversorgung aller Aggregate des Walzenladers verlegt ist, Wasser zugeführt, das über einen für alle Wasserkreisläufe 10 gemeinsamen Einlaß 11 zugeführt wird. Es kann sich hierbei Vorzugs-
weise um einen Niederdruckeingang für Wasser mit einem mittleren Druck von etwa 35-40 bar bei einer Durchflußrate von z.B. etwa 300 L/min handeln. Stromabwarts des Wassereinlaß 11 ist ein Ruckspulfilter 12 im Wasserkreislauf 10 angeordnet, über den Verunreinigungen im zugefuhrten Wasser ausgefiltert werden können, um zu verhindern, dass Verschmutzungen des Wassers zu Verstopfungen in den Teilkreislaufen oder zu Verstopfungen der Düsen fuhren. Wiederum stromabwärts vom Ruckspulfilter 12 ist in den Wasserkreislauf 10 ein kombiniertes DurchfIuß-/Wasserdruck-Uberwachungssystem 13 eingeschaltet, welches einen Durchflußsensor 14 und einen Drucksensor 15 umfaßt, um den aktuellen Druck P sowie die aktuelle Durchflußmenge Q zu ermitteln und über nicht gezeigte Signalleitungen an eine ebenfalls nicht dargestellte übergeordnete Steuer- und Auswerteeinrichtung zu signalisieren. Stromabwarts des Uberwachungssystems 13 sind ein Druckregelventil 16 mit nachgeschaltetem Druckbegrenzungsventil 17 angeordnet, mit denen der Druck des Wassers auf den gewünschten Bereich zwischen hier 35 bar und 40 bar geregelt werden kann.
Stromabwarts der beiden Ventile 16, 17 ist eine Stromungsabzweigung bzw. ein Stromungsteiler 18 angeordnet, von dem aus ein Leitungszweig 19 zu einem Kuhlkreislauf 30 sowie zwei weitere Verzweigungsleitungen 20A bzw. 2OB zu jeweils einem Schaltventil 21A, 21B fuhren, die durch Betatigen elektromagnetischer Ventile an einem gemeinsamen Vorsteuerblock 22 geschaltet werden können, um das Bedu- sungswasser bedarfsweise entweder über die Verzweigungsleitung 2OA bei geöffnetem Ventil 21A der einen Schneidwalze 4 oder über die andere Verzweigungsleitung 2OB bei geöffnetem Ventil 21B der anderen Schneidwalze 4 zuzuführen. Beiden Ventilen 21A, 21B ist jeweils ein Mengenregelventil 22A, 22B vorgeschaltet, um die Menge an Bedusungs- wasser, die der jeweiligen Schneidwalze 4 über die Zufuhrleitungen 23A bzw. 23B bei geöffnetem Schaltventil 21A, 21B zugeführt wird, auf einen geeigneten Wert reduzieren zu können. Eine Mengenbegrenzung kann hier beispielsweise auf maximal 45 Liter/min erfolgen. Die Verzweigung 18 teilt den über den Einlaß 11 zugefuhrten Wasserstrom mithin jeweils in einen separaten Bedusungswasserkreislauf 25A für die eine Schneidwalze 4 und 25B für die andere Schneidwalze 4 auf, wobei je nach Wetterrichtung oder aufgrund anderer Gegebenheiten die
Durchflußmenge des Bedusungswassers über die Bedusungskreislaufe 25A, 25B unterschiedlich eingestellt werden kann.
Die Zweigleitung 19 hinter der Abzweigung 18 mundet in den insgesamt mit Bezugszeichen 30 bezeichneten Kuhlwasserkreislauf, der wiederum Teilkreislaufe 3OA für die eine Schneidwalze 4 und 3OB für die andere Schneidwalze 4 umfassen kann. Jeder Teilkreislauf 3OA, 3OB kann mit mehreren Kuhlaggregaten für z.B. Schneidwalzen-Antriebsmotoren 31, Winden-Antriebsmotoren 32 für die jeweilige Fahrtrichtung, Bewegungsmotoren 33 für die Tragarme sowie für weitere zu kühlende Systemkomponenten 34 wie Pumpen etc. versehen sein. Jedem einzelnen Antriebsmotor 31, 32, 33 bzw. jeder einzelnen zu kühlenden Systemkomponente 34 kann ein Mengenregelventil 35 zugeordnet sein, über das die jeweils zugefuhrte Menge an Kuhlwasser individuell eingestellt werden kann. Das Kuhlwasser aus dem Kuhlwasserkreislauf 3OA kann u- ber eine Rucklaufleitung 36A und das Kuhlwasser des Kuhlwasserkreislaufs 3OB kann über eine Rucklaufleitung 36B einem gemeinsamen Rucklaufschlauch 41 zugeführt werden, über den nicht mehr benötigtes Kuhlwasser aus dem Streb herausgeführt wird. Beiden Rucklaufleitun- gen 36A, 36B ist jeweils ein Schaltventil 37A, 37B zugeordnet, das über eine mittels eines Ruckschlagventils 38 abgesicherte Zwischenleitung 39A, 39B in eine der Zufuhrleitungen 23A, 23B zu den Schneidwalzen 4 mundet, um bedarfsweise eine Zufuhrung des Kuhlwassers aus dem jeweiligen Kuhlwasserkreislauf 3OA bzw. 3OB zu der zugehörigen Schneidwalze 4 zu ermöglichen. Durch Offnen der Schaltventile 37A bzw. 37B kann mithin bei geöffneten Ventilen 21a, 21B in den Bedusungskreislaufen 25A, 25B die den jeweiligen Schneidwalzen 4 zugefuhrte Menge an Bedusungswasser um die Menge an Kuhlwasser erhöht werden, oder die Bedusung kann durch gleichzeitiges Schließen der Ventile 21A, 21B ggf. ausschließlich mit dem zuvor zum Kuhlen genutzten Kuhlwasser erfolgen. Durch geeignete Ansteuerung der Men- genregelventile sowie der Schaltventile kann eine dosierte Zufuhrung von Bedusungswasser bzw. Kuhlwasser an die Schneidwalzen 4 erreicht werden. Die zusatzliche Wassermenge aus dem Kuhlwasserkreislauf 3OA bzw. 30B kann auch dann den Schneidwalzen 4 zugeführt werden, wenn beispielsweise die den jeweiligen Schneidwalzen 4 zugeordneten
Druckdifferenzmeßsysteme 40 einen Anstieg des Differenzdrucks und damit ein Zusetzen der Düsen in den Schneidwalzen 4 anzeigen.
Der Wasserkreislauf 10 umfaßt im gezeigten Ausfuhrungsbeispiel ferner ein Kamerareinigungssystem 50, das über eine Verzweigungsleitung 51 und ein Ventil 52 betätigt werden kann, um beispielsweise die Linsen von Uberwachungskameras reinigen zu können, sowie ein Feuer- loschbedusungssystem 60 mit mehreren Dusengruppen 61, die den Schneidmotoren sowie dem Walzenladerkorper zugeordnet sind. Die Betätigung des Feuerloschsystems 60 erfolgt von Hand über Handschaltventile 62 sowie ein vorgesteuertes Ventil 63 und das Loschsystem 60 ist über eine Verzweigungsleitung 64 unmittelbar an den Wassereinlaß 11 stromaufwärts des Ruckspulfilters 12 angeschlossen.
Fig. 3 zeigt in einem zweiten Hydraulikplan ein alternatives Ausfuhrungsbeispiel für die Ausgestaltung der Wasserkreislaufe für ein kombiniertes Bedusungs- und Kuhlsystem bei einem Walzenlader gemäß Fig. l " . Von dem Walzenlader sind in Fig. 3 ausschließlich die beiden Schneidwalzen 104 mit den mehreren Düsen dargestellt. Die Wasserversorgung samtlicher Wasserkreislaufe 110 erfolgt wie beim vorherigen Ausfuhrungsbeispiel über einen zentralen Wassereinlass 111, von welchem eine Verzweigungsleitung 164 zu einem vorzugsweise manuell be- tatigbaren Feuerloschsystem 160 mundet, wahrend die Hauptmenge an Wasser hier zuerst einem Durchfluss-/Wasserdruck-Uberwachungssystem 113 und dann einem Doppel-Ruckspulfilter 112 und von dort über eine Druckregelungseinrichtung 116 und eine Druckbegrenzungseinrichtung 117, wie beim vorherigen Ausfuhrungsbeispiel, einer Haupt-Abzweigung 118 zuströmt. Wie beim vorherigen Ausfuhrungsbeispiel wird die Menge an Wasser an der Haupt-Abzweigung 118 über eine Zweigleitung 119 einem insgesamt mit Bezugszeichen 130 bezeichneten Kuhlwasserkreislaufs zugeführt, der hier wiederum zwei Kuhlwasserteilkreislaufe 130A, 130B aufweist. Allerdings sind in jedem der beiden Teilkreislaufe 130A bzw. 130B wiederum Untergruppen gebildet, um den Kuhlwas- sermengenstrom der beiden Kuhlaggregate 131, z.B. Antriebsmotoren, über eine erste Rucklaufleitung 136A einem ersten Schaltventil 137A und den Kuhlwassermengenstrom der mit Bezugszeichen 132 bezeichneten Aggregate über eine Rucklaufleitung 186A einem zweiten Schaltventil
187A zuzuführen. Ein identischer Aufbau findet sich im zweiten Teilkreis 130B des Kuhlwasserkreislaufs 130 mit dem Schaltventil 137B in der Rucklaufleitung 136B und dem Schaltventil 187B in der Rucklaufleitung 186B. In der Ausgangsstellung sind samtliche Schaltventile 137A, 137B, 187A, 187B derart geschaltet, dass das Wasser aus den einzelnen Rucklaufleitungen 136A, 136B, 186A, 186B dem Rucklaufschlauch 141 zufließt und aus dem Walzenlader bzw. dem Streb herausgeführt werden kann. Jedes einzelne der Schaltventile 137A, 187A, 137B, 187B kann allerdings - ggf. auch unabhängig von allen weiteren Schaltventilen und Ventilen - derart geschaltet werden, dass der jeweilige Wassermengenstrom aus der zugehörigen Rucklaufleitung, z.B. 136A beim Schaltventil 137A, nicht dem Rucklaufschlauch 141, sondern der Zulaufleitung 123A (oder 123B beim Kuhlwasserkreislauf 130B) zu einer der beiden Schneidwalzen 104 zufließt. Der Zufluss in die Zulaufleitungen 123A, 123B erfolgt hierbei stromabwärts, d.h. hinter den Ventilen der Bedusungswasserkreislaufe, über Zwischenleitungen, die mittels Ruckschlagventilen 138 abgesichert sind.
Auch der Bedusungswasserkreislauf ist beim gezeigten Ausfuhrungsbeispiel in zwei separate Bedusungswasserkreislaufe aufgeteilt, nämlich in den Bedusungswasserkreislauf 125A für die in Fig. 3 linke Schneidwalze 104 und den zweiten Bedusungswasserkreislauf 125B für die in Fig. 3 rechte Schneidwalze 104. Die Volumenstromaufteilung erfolgt an der Haupt-Abzweigung 118 über die Verzweigungsleitungen 120A bzw. 120B. Abweichend vom ersten Ausfuhrungsbeispiel sind nun sowohl an der Verzweigungsleitung 120A für den Bedusungswasserkreislauf 125A zwei separat ansteuerbare Ventile 121A, 171A mit vorgeschalteten Mengenregelventilen 122A, 172A als auch in der Verzweigungsleitung 120B für den Bedusungswasserkreislauf 125B zwei Ventile 121B, 171B mit vorgeschalteten Mengenregelventilen 122B, 172B angeordnet, um die Menge an Bedusungswasser in jedem Bedusungswasserkreislauf 125A, 125B durch Offnen bzw. Schließen eines oder beider zugehörigen Schaltventile 121A, 171A unterschiedlich einstellen zu können. Der Zufluss aus den Kuhlkreislaufen erfolgt stromabwärts, d.h. hinter den Ventilen 121A, 121B, 171A, 171B der Bedusungswasserkreislaufe 125A, 125B, über die mittels Ruckschlagventilen 138 abgesichert Zwischenleitungen. Da sowohl die Ventile 121A, 171A als auch
die Schaltventile 137A, 187A unabhängig voneinander über eine hier nicht gezeigte Schalteinrichtung geschaltet werden können, bestehen beim Ausführungsbeispiel gem. Fig. 3 schon für die Schneidwalze 104 im linken, mit "A" jeweils gekennzeichneten Teilkreislauf 16 verschiedene Einstellmöglichkeiten für die Menge an Bedüsungswasser . Gleiches gilt natürlich für die rechte Schneidwalze 104 hinter dem Bedüsungswasserkreislauf 125B und dem Kühlwasserteilkreislauf 130B. Beim zweiten Ausführungsbeispiel kann das Bedüsungswasser ausschließlich oder teilweise aus dem zugehörigen Bedüsungswasserkreislauf 125A oder 125B, ausschließlich oder teilweise aus dem Kühlwasserkreislauf 130A, 130B oder aus beiden Teilkreisläufen stammen. Durch die Anordnung weiterer Schaltventile oder Ventile kann die Einstellmöglichkeit zur Optimierung des den Schneidwalzen 104 letztendlich zugeführten Bedüsungswassers noch genauer eingestellt werden. Da die Schaltventile des Kühlwasserkreislaufs einen Anschluss an die Rücklaufleitung 141 aufweisen, kann zugleich sichergestellt werden, dass vorübergehend nicht für eine Bedüsung benötigtes Wasser aus dem Walzenlader und damit aus dem Streb wieder herausgeführt werden kann.
Für den Fachmann ergeben sich aus der vorhergehenden Beschreibung zahlreiche Modifikationen, die in den Schutzbereich der anhängenden Ansprüche fallen sollen. Es versteht sich, dass das System auch bei anderen Drücken arbeiten kann und dass zusätzliche Mengenregelventi- Ie beispielsweise auch in den Zwischenleitungen vorhanden sein können, um die den Schneidwalzen zugeführte Menge an Bedüsungswasser noch optimaler regeln zu können. Die Anzahl der in jedem Kreislauf oder Teilkreislauf vorhandenen Ventile und Schaltventile kann variieren und es könnten z.B. auch für jeden Leitungszweig im Kühlwasserkreislauf separate Schaltventile vorgesehen werden, die mit einem einzigen oder auch mit mehr als zwei Ventilen im Bedüsungswasserkreislauf zusammenwirken, um durch getrennte Ansteuerung der Ventile und Schaltventile die Wasserbeaufschlagung der einzelnen Schneidwalzen bedarfsweise einstellen zu können.
