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Patent Searching and Data


Title:
SHEET-METAL SHEARING MACHINE FOR GREAT LENGTHS OF CUT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2000/051770
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a sheet-metal shearing machine (10) for great lengths of cut with a stationary lower blade (14) and a vertically reciprocal upper blade (17) that can be actuated in a controlled manner. The inventive shearing machine is provided with hydrocylinders (27, 28) for actuating the cutting and withdrawal movement of said upper blade. Said hydrocylinders are coordinated in such a manner that the forces of feed produced by the two hydrocylinders have equal amounts and that the share of load is evenly distributed onto the two hydrocylinders. A main control valve (73) that is pressure-controlled by an electrically controlled pilot valve (83) is provided to control the drive of the hydrocylinders. The shearing machine is also provided with a hydraulic hold-down device (29) with which the metal sheet (11) is clamped down to the base of the shearing machine. A hydraulic accumulator (88) is provided as a source of pressure for the hold-down device (29). Said hydraulic accumulator can be charged by way of a fixed displacement pump (63) in at least one stationary phase of the upper blade (17). The main control valve (73) is configured as a slide valve whose piston (76) has two ranges of stroke $g(D)h¿1? and $g(D)h¿2? that directly neighbor each other via an intermediate position (0) and that correspond to alternative operational positions (II and I) of the main control valve (73). A copy stop (128) concurrently performs the feed and withdrawal movement of the upper blade (17) and copies the end position of the upper blade that is facing away from the metal sheet onto the central intermediate position of the main control valve (73). A valve chamber (106) into which the initial pressure of the fixed displacement pump (63) is fed and the hydraulic accumulator (88) are linked with each other so as to communicate in the copying position of the piston (76) and within a stroke range that extends on both sides of the intermediate position (0) that is smaller than the overall stroke ($g(D)h¿1? + $g(D)h¿2?) of the piston (76). The shearing machine is also provided with a pressure-controlled accumulator-charge valve arrangement (131) that switches the fixed displacement pump (63) to the circulation mode after a charge cycle of the hydraulic accumulator (88). An electrohydraulic control unit (72) activates first the hold-down device (29) before the main control valve (73) reaches the operational position (II) that corresponds to the cutting mode.

Inventors:
Zanolini, Luciano (Viale Faenza, 10 Milano, I-20142, IT)
Schulze, Eckehart (Stahlbühlstrasse 36 Weissach, D-71287, DE)
Application Number:
PCT/EP2000/001092
Publication Date:
September 08, 2000
Filing Date:
February 10, 2000
Export Citation:
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Assignee:
HYDEA S.R.L. (Viale Faenza, 10 Milano, I-20142, IT)
Zanolini, Luciano (Viale Faenza, 10 Milano, I-20142, IT)
Schulze, Eckehart (Stahlbühlstrasse 36 Weissach, D-71287, DE)
International Classes:
B23D15/14; B23D33/08; B23D15/00; B23D33/00; (IPC1-7): B23D15/14
Attorney, Agent or Firm:
Lutz, Johannes (Wolf & Lutz Hauptmannsreute 93 Stuttgart, D-70193, DE)
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Claims:
Patentansprüche
1. Blechschere (10) für große Schnittlängen mit einem gegenüber einem an einem Scherenbett (13) feststehend angeordneten Untermesser (14) geführt aufund abbewegbaren Obermesser (17), zu dessen Schneid und Rückzugsantrieb zwei als Differentialzylinder ausgebildete, doppelt wirkende, hydraulisch in Reihe geschaltete, lineare Hydrozylinder (27, 28) vorgesehen sind, deren Kolben (42,43) einseitig nach unten aus den Zylindern austretende Kolbenstangen (44,46) haben, an denen das Obermesser zur Einstellung eines kleinen Schneidwinkels von ma ximal 3° um rechfinrinklig zu den Schneidkanten der Messer verlaufende Achsen (58,59) schwenkbar gelagert ist, wobei die Kolben und die Kol benstangen der beiden Antriebshydrozylinder unterschiedliche Durch messer haben, die dahingehend aufeinander abgestimmt sind, daß die bodenseitige Kolbenfläche (68) des kleineren Hydrozylinders (28) der kreisringförmigen, stangenseitigen Kolbenfläche (67) des dem Durch messer nach größeren Differentialzylinders (27) entspricht und die an den beiden Differentialzylindern enffalteten Vorschubkräfte jeweils die selben Beträge haben, sowie die GewichtslastAnteile auf die beiden Hydrozylinder gleichmäßig verteilt sind, zu deren Antriebssteuerung in ihre alternativen Vorschubund RückzugsbewegungsRichtungen ein mittels eines elektrisch ansteuerbaren Pilotventils (83) druck gesteuertes Hauptsteuerventil (73) vorgesehen ist, das in alternativen Funktionsstellungen die für die jeweils angesteuerte Bewegungsrich tung erforderliche StrömungspfadKombination freigibt, über die der Zu fluß von Druckmedium aus einem als Druckquelle eine Konstantpumpe (63) umfassenden Druckversorgungsaggregat (62) zu einem der Hydro zylinder und der Abfluß von Druckmedium aus dem anderen Zylinder erfolgt, sowie mit einer hydraulischen NiederhalterAnordnung (29), mittels derer das Blechwerkstück (11) während des Schneidvorganges am Bett der Schere festklemmbar ist, gekennzeichnet durch die fol genden Merkmale : a) Als Druckquelle für das Anlegen der Niederhalter (29) an die Blechbahn (11) ist ein Druckspeicher (88) vorgesehen, der min destens in einer Stillstandsphase des Obermessers (17) auflad bar ist ; b) das Hauptsteuerventil (73) ist als Schieberventil ausgebildet, des sen Kolben (76) zwei über eine Zwischenstellung (0) unmittelbar aneinander anschließende Hubbereiche Ah, und Ah2 hat, die al ternativen Funktionsstellungen (II und 1) des Hauptsteuerventils (73) zugeordnet sind, wobei in der einen die WegeKonfiguration für den Vorschubund Schneidbetrieb des Obermessers (17) und in der anderen die WegeKonfiguration für den Rückzugsbetrieb des Obermessers gegeben ist ; c) Es ist ein die Vorschubund Rückzugsbewegungen des Ober messers (17) mit ausführender Kopieranschlag (128) vorgesehen, der durch seine Anlage an einem Kolbenfortsatz (94) und die da durch bedingte, mechanische Mitnahme des Kolbens (73) die vom Blechwerkstück (11) entfernte (OT) UmkehrPosition des Obermessers (17) auf die zentrale Mittelstellung des Hauptsteu erventils (73) kopiert ; d) in der Kopierstellung des Kolbens (76) sowie innerhalb eines sich beidseits der Mittelstellung (0) erstreckenden Hubbereiches, der kleiner ist als der Gesamthub (Ah, + Ah2) des Kolbens (76), be steht zwischen einem Ventilraum (106), in den der Ausgangs druck der Konstantpumpe (63) eingekoppelt ist, und dem Druck speicher (88) kommunizierende Verbindung ; e) es ist eine druckgesteuerte SpeicherLadeVentilanordnung (131) vorgesehen, die nach einem Ladezyklus des Druckspeichers (88) die Konstantpumpe (63) des Druckversorgungsaggregats (62) auf Umlaufbetrieb umschaltet ; es ist eine elektrohydraulische Steuereinheit (72) vorgesehen, die die Funktion vermittelt, daß im Verlauf eines Schneidzyklus zuerst die Niederhalter (29) angelegt werden, bevor das Hauptsteuer ventil (73) in seine dem Vorschubund Schneidbetrieb zugeord nete Funktionsstellung (II) gelangt.
2. Blechschere nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Hauptsteuerventil (73) durch Druckbeaufschlagung einer Steuerfläche (92) des Betrages Fs seines Kolbens (76) gegen eine aus einer Druck beaufschlagung einer dem Betrage nach kleineren Steuerfläche (97) des Betrages FG des Kolbens (76) mit dem Ausgangsdruck des Druck speichers (88) resultierende Kraft in die dem SchneidVorschubbetrieb zugeordnete Funktionsstellung (II) und durch Druckentlastung der grö ßeren Steuerfläche (92) in die dem Rückzugsbetrieb des Obermessers (17) zugeordnete Funktionsstellung (1) steuerbar ist.
3. Blechschere nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Fia chenverhältnis FS/FG der größeren Steuerfläche (92) zur kleineren Steu erfläche (97) einen Wert zwischen 1,8 und 2,5, vorzugsweise einen Wert um 2 hat.
4. Blechschere nach Anspruch 2 oder Anspruch 3, dadurch gekenn zeichnet, daß die größere Steuerfläche (92) des Betrages Fs als Ring fläche ausgebildet ist, durch die ein in einem Endabschnitt (1165) einer axial durchgehenden Ventilbohrung (116) eines mittleren Gehäuse blocks (81) des Ventilgehäuses (77) druckdicht verschiebbarer Kolben Endabschnitt (93) gegen einen dem Durchmesser nach kleineren, stö ßelförmigen Kolbenfortsatz (94) abgesetzt ist, der seinerseits in einer mit der Ventilbohrung (116) koaxialen Durchgangsbohrung (96) eines druckdicht an dem mittleren Gehäuseblock (81) angesetzten Gehäuse abschlußteils (78), aus dieser mit einem freien Endabschnitt, dessen Endstirnfläche (129) die Anlagefläche für den Kopieranschlag (128) bil det, herausragend, druckdicht verschiebbar geführt ist, wobei die von dem stößelförmigen Kolbenfortsatz (94) axial durchsetzte, durch das Gehäuseabschlußteil (78) und den mittleren Gehäuseblock (81) gehäu sefest begrenzte Steuerkammer (82) mit einem xSteueranschluß (86) des Hauptsteuerventils (73) in kommunizierender Verbindung steht.
5. Blechschere nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die klei nere Steuerfläche (97) des Betrages FG der Querschnittsfläche eines am Kolben (76) des Hauptsteuerventils (73) axial abgestützten oder mit diesem fest verbundenen Betätigungsstößels (89) entspricht, der an dem dem frei endenden Kolbenfortsatz (94) abgewandten Ende des Kolbens (76) angeordnet ist und in einer mit der durchgehenden Ventil bohrung (116) des mittleren Gehäuseblocks (81) koaxialen Bohrung ei nes an dieses druckdicht angesetzten weiteren,"oberen"Gehäuseab schlußteils (79) druckdicht verschiebbar ist, die in eine durch dieses Gehäuseabschlußteil (79) gehäusefest begrenzte,"obere"Steuerkam mer (87) mündet, in die im Betrieb der Blechschere (10) der jeweils im Druckspeicher (88) herrschende Druck ps eingekoppelt ist.
6. Blechschere nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekenn zeichnet, daß das Hauptsteuerventil (73) mit parallelem Verlauf seiner zentralen Längsachse (74) zu den zentralen Längsachsen (39,41) der Antriebshydrozylinder (28,29) am Scherengestell (13) montiert ist, und daß der Kopieranschlag (128) fest mit dem Kolben (42) des größeren Antriebshydrozylinders (27) verbunden ist.
7. Blechschere nach einem der Ansprüche 2 bis 6, gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale : a) In einer einem Rückzugsbetrieb des Obermessers (17) sowie ei nem SpeicherLadebetrieb zugeordneten Grundstellung (0) des Pilotventils (83) ist ein Druckversorgungsanschluß (127) gegen einen xSteuerausgang (126) des Pilotventils (83), über den die Druckbeaufschlagung der größeren Steuerfläche (92) des Haupt steuerventilkolbens (76) sowie deren Druckentlastung erfolgt, ab gesperrt, diese jedoch kommunizierend mit dem drucklosen Vor ratsbehälter (66) des Druckversorgungsaggregats verbunden ; b) In einer dem Vorschubund Schneidbetrieb des Obermessers (17) zugeordneten Schaltstellung (I) des Pilotventils (83) ist der Druckversorgungsanschluß (127) mit dem xSteuerausgang (126) des Pilotventils (83) verbunden, dieser jedoch gegen den Vor ratsbehälter (66) abgesperrt ; c) Je nachdem, welcher Druck der höhere ist, wird entweder der momentan im Druckspeicher (88) herrschende Druck oder der über ein Ausgangsrückschlagventil (108) und eine Drosselblende (189) vom Pumpenausgang (109) zum pVersorgungsanschluß (127) des Pilotventils (83) weitergeleitete Druck in die Niederhal ter (29) eingekoppelt. <BR> <BR> <P>8.
8. Blechschere nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß ein Drosselelement (168) und/oder ein steuerbares Schaltelement (84) vor gesehen ist, mittels dessen der Anstieg des Druckes ps, mit dem die größere Steuerfläche (92) des Hauptsteuerventilkolbens (76) beauf schlagt ist, gegenüber einem Anstieg des am xSteuerausgang (126) herrschenden, in die Niederhalter (29) eingekoppelten Druckes verzö gerbar ist.
9. Blechschere nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Schaltelement (84) als elektrisch ansteuerbares Magnetventil ausgebil det ist, das in seiner Grundstellung (0) den xAnschluß (86) des Haupt steuerventils (73), über den die Steuerfläche (92) mit Steuerdruck ps beaufschlagbar ist, mit dem drucklosen Vorratsbehälter (66) verbindet und in seiner bei elektrischer Ansteuerung eingenommenen Schaltstel lung (I) den xSteuerausgang (126) des Pilotventils (83) mit dem x Steueranschluß (86) des Hauptsteuerventils (73) verbindet.
10. Blechschere nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekenn zeichnet, daß zwischen den Druckspeicher (88) und die Antriebsdruck räume (34) der Niederhalter (29) ein Einlaßventil (167) geschaltet ist, das eine sperrende Grundstellung hat und gleichzeitig mit oder unmit telbar nach dem Übergang des Pilotventils in dessen Schaltstellung (I) in eine Schaltstellung gelangt, in der ein den Speicher (88) mit großem Überströmquerschnitt mit den Niederhaltern (29) verbindender Strö mungspfad freigegeben ist, und, sobald in den Niederhaltern (29) der für die eine MindestHaltekraft erforderliche Druck erreicht ist, wieder in seine sperrende Grundstellung gelangt.
11. Blechschere nach Anspruch 10, gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale : a) Das Einlaßventil (167) ist als druckgesteuertes 2/2Wegeventil mit federzentrierter, sperrender Grundstellung, in der der Druckspei cher (88) gegen die Niederhalter (29) abgesperrt ist, und offener Schaltstellung ausgebildet, in der der Druckspeicher (88) mit den Antriebsdruckräumen (34) der Niederhalter (29) verbunden ist ; b) Durch den Kolben (171) des Einlaßventils (167) ist eine erste Steuerkammer (186), die mit dem Druckspeicher (88) in kommu nizierender Verbindung gehalten ist, gegen eine zweite Steuer kammer (187) axial beweglich abgegrenzt, die dem am p Versorgungsanschluß (127) des Pilotventils (83) herrschenden Druck ausgesetzt ist ; c) Der Kolben (171) des Einlaßventils (167) ist als Stufenkolben ausgebildet, dessen dem Durchmesser nach kleinere Kolbenstufe (182) die axial bewegliche Begrenzung der speicherseitigen Steuerkammer (186) bildet ; d) Der pDruckversorgungsanschluß (127) des Pilotventils (83) ist über ein Eingangsrückschlagventil (188) und eine Drosselblende (189) mit dem vom Druckversorgungsaggregat (62) zum p Versorgungsanschluß (107) des Hauptsteuerventils (73) führen den Druckölpfades (191) verbunden.
12. Blechschere nach einem der Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekenn zeichnet, daß zwischen die Niederhalter (29) und den drucklosen Vor ratsbehälter (66) des Druckversorgungsaggregats (62) ein Auslaßventil (164) geschaltet ist, das eine sperrende Grundstellung hat und mit oder unmittelbar nach dem Umschalten des Pilotventils (83) in dessen dem Rückzugsbetrieb des Obermessers (17) zugeordnete Grundstellung (0) in eine Schaltstellung gelangt, in der die Antriebsdruckräume (34) der Niederhalter (29) über einen Strömungspfad mit großem Überström querschnitt mit dem Vorratsbehälter (66) des Druckversorgungsaggre gats (62) verbunden sind.
13. Blechschere nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Auslaßventil (164) als druckgesteuertes Ventil ausgebildet ist, durch dessen Kolben (171') eine erste Steuerkammer (186'), die mit den An triebsdruckräumen (34) der Niederhalter (29) in kommunizierender Ver bindung gehalten ist, gegen eine zweite Steuerkammer (187') abge grenzt ist, die mit dem xSteuerausgang (126) des Pilotventils (13) ver bunden ist, wobei die aus dem Druck, der in die zweite Steuerkammer (187') eingekoppelt ist, resultierende Kraft den Kolben (171') in dessen Grundstellung drängt, und daß der Kolben (171') als Stufenkolben aus gebildet ist, dessen dem Durchmesser nach kleinere Kolbenstufe die axial bewegliche Begrenzung der mit den Niederhaltern (29) verbunde nen Steuerkammer (186') bildet.
14. Blechschere nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben (171') des Auslaßventils (164) mit einer Drosselblende (198) versehen ist, über die die beiden Steuerkammern (186'und 187') des Auslaßventils (164) in kommunizierender Verbindung gehalten sind.
15. Blechschere nach einem der Ansprüche 7 bis 14, dadurch gekenn zeichnet, daß ein Druckminderventil (207) vorgesehen ist, mittels des sen der Höchstbetrag des in die Niederhalter (29) einkoppelbaren Druk kes auf einen Wert begrenzt ist, der signifikant niedriger ist als der höchste Betriebsdruck, mit dem die Konstantpumpe (63) arbeitet, je doch signifikant höher als der maximale Druck, auf den der Druckspei cher (88) aufladbar ist.
16. Blechschere nach einem der Ansprüche 1 bis 5, gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale : a) Die SpeicherLadeventilanordnung (131) umfaßt ein druckge steuertes als 2/2Wegeventil ausgebildetes Umschaltventil (132), das als Ladestellung eine sperrende Grundstellung (0) hat, in der der Druckausgang der Konstantpumpe (63) gegen den drucklo sen Vorratsbehälter abgesperrt und der Speicher (88) über das Ausgangsrückschlagventil (108) des Druckversorgungsaggregats (62) und den im Mittelstellungsbereich des Hauptsteuerventilkol bens (76) freigegebenen Ladestrompfad aufladbar ist, und als Schaltstellung (I) eine Durchflußstellung, in der der Druckausgang (109) der Konstantpumpe (63) mit dem drucklosen Vorratsbehäl ter (66) verbunden ist ; b) Der Druckausgang (109) der Konstantpumpe (63) ist zum einen über eine Drossel (137) mit einer ersten Steuerkammer (134) des Umschaltventils (132) verbunden, aus deren Druckbeaufschla gung eine mit der Vorspannung der Ventilfeder (133) des Um schaltventils (132) gleichsinnig wirkende, das Umschaltventil (132) in seine Grundstellung drängende Kraft resultiert, und zum anderen mit einer zweiten Steuerkammer (138) des Umschalt ventils (132) verbunden, aus deren Druckbeaufschlagung eine den Kolben des Umschaltventils (132) in die Durchflußstellung (I) drängende Kraft resultiert ; c) Der Betrag f, einer die axial bewegliche Begrenzung der ersten Steuerkammer (134) bildenden Stirnfläche des Ventilkolbens ist signifikant größer als der Betrag 2 einer die axial bewegliche Be grenzung der zweiten Steuerkammer (138) bildenden Endstirnfä che des Ventilkolbens, wobei das Verhältnis f,/f2 einen typischen Wert um 1,4 hat ; d) Als Vorsteuerventil für das Umschaltventil (132) ist ein Druckventil (141) vorgesehen, das in eine die erste Steuerkammer (134) des Umschaltventils mit einem Entlastungssteuerpfad (142) verbin dende Durchflußstellung gelangt, wenn der Speicherdruck seinen oberen Grenzwert überschreitet und erst dann wieder in seine sperrende Grundstellung zurückfällt, wenn der Speicherdruck ei nen vom oberen Grenzwert verschiedenen, niedrigeren unteren Grenzwert unterschreitet ; e) Der Entlastungssteuerpfad ist mittels eines Hilfsventils (143) frei gebbar und absperrbar, dessen Kolben beidseits eines Mittel stellungsbereiches, innerhalb dessen der Entlastungsströmungs pfad (142) mit dem drucklosen Vorratsbehälter (66) verbunden ist, Sperrstellungsbereiche (I) beziehungsweise (II) hat ; f) Die Hubbewegungen der Kolben (76 beziehungsweise 143') des Hauptsteuerventils (73) und des Hilfsventils (143) sind form schlüssig gekoppelt, derart, daß das Hilfventil (143) nur dann kommunizierende Verbindung des Entlastungssteuerpfades (142) mit dem Vorratsbehälter (66) vermittelt, wenn auch der Kolben (76) des Hauptsteuerventils (73) eine Position innerhalb seines für eine Speicherladung geeigneten mittleren Hubbereiches ein nimmt.
17. Blechschere nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß das Hilfsventil (143) in das Hauptsteuerventil integriert ist.
18. Blechschere nach Anspruch 17, gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale : a) Innerhalb desjenigen Endabschnittes (1165) der axial durchge henden VentilBohrung (116), der sich zwischen einem mit dem Druckspeicher (88) in ständigkommunizierender Verbindung ste henden SpeicherRingraum (111) des mittleren Gehäuseblocks (81) und der von dem stößelförmigen Kolbenfortsatz (94) durch setzten xSteuerkammer (82) erstreckt, ist eine einen Abschnitt des EntlastungsSteuerpfades (142) bildende, einen mittleren Be reich des Bohrungsabschnitts (1165) radial erweiternde XiRingnut (144) vorgesehen, die mit einem x,Steueranschluß des Haupt steuerventils (73) in kommunizierender Verbindung steht ; b) Der beidseits der x,Ringnut (144) in dem BohrungsEndabschnitt (1165) druckdicht verschiebbare Kolbenabschnitt (93) ist mit einer radialen Fensteröffnung (147) versehen, die mit einer innerhalb des Kolbenabschnitts (93) endenden, den Kolben (76) im übrigen durchsetzenden, zentralen axialen Bohrung (148) in kommunizie render Verbindung steht, die ihrerseits in jeder möglichen Position des Hauptsteuerkolbens (76) mit einem Anschlußraum (99) des Hauptsteuerventils (73) in kommunizierender Verbindung steht, der permanent mit dem drucklosen Vorratsbehälter (66) verbun den ist ; c) Die Anordnung der x1Ringnut (144) im Bohrungsendabschnitt (1165) des Ventilgehäuses (77), die Anordnung der Fensteröff nung (147) am Hauptsteuerventilkolben (76) sowie die in axialer Richtung gemessenen lichten Weiten der XiRingnut (144) und der Fensteröffnung (147) sind dahingehend aufeinander abge stimmt, daß, von jeder der beiden Endstellungen I und 11 des Kol bens (76) aus gesehen, ein Mindesthub des Kolbens (76) erfor derlich ist, um die Fensteröffnung (147) in kommunizierende Überlappung mit der x,Ringnut (144) zu bringen.
19. Blechschere nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekenn zeichnet, daß ein FlächenUmschaltventil (209) vorgesehen ist, das als druckgesteuertes oder als in Abhängigkeit von sensierten Werten des Druckes elektrisch ansteuerbares Ventil ausgebildet ist, das bei Über schreiten eines Schwellenwertes pus des in den bodenseitigen An triebsdruckraum (49) des größeren Antriebshydrozylinders (27) einge koppelten Betriebsdsruckes aus einer Grundstellung (0) in der der stan genseitige Antriebsdruckraum (53) des kleineren Antriebshydrozylinders (28) mit dem pVersorgungsanschluß (107) des Hauptsteuerventils (73) verbunden ist, in seine Schaltstellung (I) gelangt, in der der stangensei tige Antriebsdruckraum (53) des kleineren Antriebshydrozylinders (28) mit dem drucklosen Vorratsbehälter (66) verbunden ist, und in seine Grundstellung (0) zurückgeschaltet wird, wenn der im bodenseitigen Antriebssdruckraum (49) des größeren Antriebszylinders (27) herr schende Druck einen Schwellenwert PR unterschreitet, der durch die Beziehung gegeben ist, in der mit F3 die dem Druck im stangenseitigen Antriebs druckraum (53) des kleineren Antriebshydrozylinders (28) ausgesetzte Ringfläche seines Kolbens (43), mit F, die dem Druck im bodenseitigen Antriebsdruckraum (49) des größeren Antriebshydrozylinders (27) aus gesetzte Kreisfläche seines Kolbens (42) und mit a eine Konstante be zeichnet ist, die vorzugsweise einen Wert um 0,1 hat.
20. Blechschere nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekenn zeichnet, daß das Pilotventil (83) als 3StellungsVentil ausgebildet ist, das zusätzlich zu der dem Rückzugsbetrieb des Obermessers (17) zu geordneten Grundstellung (0) und der dem Vorschubund Schneidbe trieb zugeordneten Schaltstellung (I) eine zweite durch Erregung eines Steuermagneten des Pilotventils (83) einstellbare Schaltstellung (II) hat, in der der Druckversorgungsanschluß (127) des Pilotventils (83) über einen Strömungspfad (227) mit dem zweiten Steueranschluß (203) des Pilotventils (83) verbunden ist, der über eine Drosselblende (202) mit dem drucklosen Vorratsbehälter (66) verbunden ist, und in der der x Steuerausgang (126) des Pilotventils (83) über einen Strömungspfad (226) des Pilotventils (83) mit dessen TRücklaufanschluß (208) ver bunden ist.
21. Blechschere nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekenn zeichnet, daß die elektrohydraulische Steuereinheit (72) eine Steliven tilAnordnung (228,234) umfaßt, mittels derer, während das Haupt steuerventil (73) seine Kopierstellung einnimmt, der kleinere Antriebs hydrozylinder (28) zu Stellbewegungen für die Einstellung des Schneidwinkels oc des Obermessers (17) ansteuerbar ist.
Description:
Blechschere für große Schnittlängen Beschreibung Die Erfindung betrifft eine Blechschere für große Schnittlängen mit einem gegenüber einem an einem Scherenbett feststehend angeordneten Unter- messer geführt auf-und abbewegbaren Obermesser, zu dessen Schneid- und Rückzugsantrieb zwei als Differentialzylinder ausgebildete, doppelt wir- kende hydraulisch in Reihe geschaltete lineare Hydrozylinder vorgesehen sind, und mit den weiteren, im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 genann- ten, gattungsbestimmenden Merkmalen.

Blechscheren dieser Art sind allgemein bekannt und werden z. B. zum Ab- schneiden von Blechtafeln von einer im wesentlichen horizontal von einem Coil abgezogenen Blechbahn eingesetzt, von der die Tafeln mit ihrem Transport in die Weiterverarbeitung geeigneten Abmessungen abgeschnitten werden sollen. Hierbei ist es, um einen rationalen Betrieb der gesamten Schneidanlage zu ermöglichen, erforderlich, daß die Blechschere mit einer möglichst raschen Folge periodischer Schneidzyklen betrieben werden kann.

Zur diesbezüglichen Ansteuerung der beiden Antriebs-Hydrozylinder in de- ren alternativen Vorschub-und Rückzugs-Bewegungsrichtungen ist ein mit- tels eines elektrisch ansteuerbaren Pilotventils druckgesteuertes Hauptsteu- erventil vorgesehen, das in seinen alternativen Funktionsstellungen die für die jeweils angesteuerte Bewegungsrichtung erforderliche Strömungspfad- Kombination freigibt. Um die Blechbahn im Schneidvorgang sicher am Sche- renbett fixieren zu können, sind als einfach wirkende Linearzylinder ausge- bildete Niederhalter vorgesehen, die über die Schnittlänge verteilt im Bereich des feststehenden Untermessers über dessen Länge verteilt oberhalb des Scherenbetts angeordnet sind und, die Blechbahn an diesem sicher fixierend angelegt sein müssen, bevor das Obermesser die Blechbahn durchtrennt.

Zur Druckversorgung der Antriebs-Hydrozylinder sowie der Niederhalter ist Bestätigungskopie

eine während des Betriebes der Blechschere ständig aktivierte Konstant- pumpe vorgesehen, deren Ausgangsdruck durch ein Druckbegrenzungsven- til auf einen einstellbaren Maximalwert von z. B. 250bar begrenzt ist.

Eine mögliche Art der Betriebssteuerung der bekannten Blechschere ist die folgende : Nachdem der der Schneidbearbeitung zu unterwerfende Blechstreifen der Blechschere zugestellt ist, werden zunächst die Niederhalter angelegt. Da- nach werden die Antriebs-Hydrozylinder mittels des druckgesteuerten, elek- trisch vorgesteuerten Hauptsteuerventils zur Ausführung des Vorschub-und Schneidhubes des Obermessers angesteuert. Nachdem die Biechbahn durchtrennt ist und das Obermesser eine z. B. durch einen Endschalter er- kannte"untere"Endstellung erreicht hat, wird das Hauptsteuerventil in eine Sperrstellung gesteuert, in der die Antriebshydrozylinder des Obermessers gleichsam hydraulisch blockiert sind. Hiernach werden, wiederum elektrisch gesteuert oder vorgesteuert die Antriebsdruckräume der Niederhalter druk- kentlastet, deren Kolben durch die Wirkung von Rückstellfedern der Nieder- halter in ihre Grundstellungen angehoben werden, in der die Niederhalter vom Blechstreifen abgehoben sind. Hiernach oder noch während die Nie- derhalter sich nach oben bewegen, die abgeschnittene Blechtafel jedoch schon freigegeben ist, wird das Hauptsteuerventil in seine dem aufwärts ge- richteten Rückzugsbetrieb des Obermessers zugeordnete Funktionsstellung geschaltet und, sobald die obere Endstellung des Obermessers erreicht ist, in der die Zustellung des nächsten Blechsteifenabschnittes zur Blechschere erfolgt, wobei zur Erkennung dieser OT-Stellung ein Endschalter vorgesehen ist, in seine Sperrstellung umgeschaltet, in der die Antriebshydrozylinder des Obermessers wieder hydraulisch blockiert werden. Diese mit der Stillsetzung der Hydraulikantriebe verknüpfte Funktionsstellung des Hauptsteuerventils bleibt aufrechterhalten, bis sichergestellt ist, daß sich die Blechbahn in der

für den nächsten Schneidzyklus geeigneten Position befindet, der sodann durch elektrische Ansteuerung des Pilotventils eingeleitet wird.

Die bekannte Blechschere ist aufgrund ihres geschilderten Aufbaus und der dadurch bedingten Art der Bewegungssteuerung mit zumindest den folgen- den Nachteilen behaftet : Da die Niederhalter angelegt sein müssen, bevor das Obermesser der Blechschere zur Ausführung des Schneid-Hubes angesteuert werden darf, wird, gleichsam am Beginn eines Schneidzyklus, eine relativ große Zeit- spanne dafür verbraucht, die Niederhalter anzulegen, deren Druckölbedarf durch die Konstantpumpe gedeckt werden muß. Dies führt zu einem Beitrag zur Zykluszeit, der einem erheblichen Anteil der Gesamt-Zykluszeit entspre- chen kann.

Nachteilig ist weiter, daß die auf das Obermesser bei dessen Stillsetzung im unteren und im oberen Totpunkt seines Hubes wirkenden hohen Verzöge- rungen, die durch die jeweilige hydraulische Blockierung der Antriebshydro- zylinder beim Umschalten des Hauptsteuerventils in dessen Sperrstellung auftreten, zu einer erheblichen Geräuschentwicklung führen.

Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Blechschere der eingangs ge- nannten Art dahingehend zu verbessern, daß sie einen Betrieb mit signifi- kant reduzierten Schneid-Zykluszeiten bei gleichwohl verminderter Ge- räuschentwicklung ermöglicht.

Diese Aufgabe wird, dem Grundgedanken der Erfindung nach, durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs 1 und in weiteren Ausge- staltungen der Blechschere durch die Merkmale der Unteransprüche gelöst.

Hierdurch erzielte Vorteile der erfindungsgemäßen Blechschere sind zumin- dest die folgenden : Durch die in der oberen Endstellung des Obermessers, der die Kopierstel- lung des Hauptsteuerventils entspricht, erfolgende Aufladung des Druck- speichers, die unmittelbar mit dem Erreichen der oberen Endstellung ein- setzt, und Nutzung der vom Speicher aufgenommenen Drucköl-Menge zum Anlegen der Niederhalter wird zum einen die Förderleistung der Pumpe für den Speicher-Ladebetrieb genutzt und zum anderen dadurch, da (l die Nie- derhalter aus dem Druckspeicher sehr rasch mit Drucköl versorgt werden können, der Beitrag des Anlegens der Niederhalter zur Zykluszeit vernach- lässigbar niedrig gehalten, so daß erhebliche Verkürzungen der Zykluszeiten erreichbar sind. Da beidseits der Kopierstellung innerhalb der Kolben- Hubbereiche Ah, und Ah2, zumindest innerhalb sich beidseits der Mittelstel- lung des Hauptsteuerventilkolbens erstreckender Teilbereiche der verschie- denen Funktionsstellungen des Hauptsteuerventilkolbens zugeordneten Hubbereiche Ah, und Ah2, kommunizierende Verbindung eines unter dem Betriebsdruck stehenden Ventilraumes mit dem Druckspeicher gegeben ist, wird von diesem sobald das Hauptsteuerventil im unteren Totpunkt der Mes- serbewegung in seine Grundstellung zurückgeschaltet wird, sowie auch dann, wenn der Ventilkolben des Hauptsteuerventils sich im Bereich der oberen Endstellung des Obermessers der Kopierstellung nähert, Drucköl, das unter dem Betriebsdruck steht, in den Speicher geleitet und dadurch eine Dämpfungswirkung erzielt, die geräuschmindernd wirkt.

Durch die Merkmale der Ansprüche 2 bis 5 sind zweckmäßige konstruktive Gestaltungen des Hauptsteuerventils der Blechscheren-Steuerung angege- ben, durch die im Sinne einer Folgesteuerung erreicht wird, daß das Haupt- steuerventil erst dann in seine dem Vorschub-und Schneidbetrieb zugeord- nete Funktionsstellung gelangen kann, nachdem die Niederhalter angelegt sind.

Die gemäß Anspruch 6 vorgesehene Anordnung des Kopieranschlages ist konstruktiv einfach und funktionell zuverlässig.

Durch die gemäß Anspruch 7 vorgesehene Gestaltung der elektrohydrauli- schen Steuereinheit des Scherenantriebes wird sichergestellt, daß in die Niederhalter ein für die Fixierung der Blechbahn hinreichender Druck ein- koppelbar ist.

Durch die Merkmale der Ansprüche 8 und 9 wird sichergestellt, daß die Nie- derhalter angelegt sind, bevor das Obermesser seinen Schneid-Hub ausfüh- ren kann.

Mittels eines gemäß Anspruch 10 vorgesehenen und ausgelegten Einlaß- ventils, das gemäß den Merkmalen des Anspruchs 11 als druckgesteuertes Ventil ausgebildet sein kann, und/oder eines gemäß Anspruch 12 vorgese- henen und ausgelegten Auslaßventils, das gemäß den Merkmalen des An- spruchs 13 als einfaches druckgesteuertes Ventil ausgebildet sein kann, ist ein bedarfsgerecht rasches Anlegen der Niederhalter unter Nutzung der im Druckspeicher gespeicherten hydraulischen Energie und auch eine rasche Entlastung der Niederhalter möglich. Hierbei hat die Gestaltung des Auslaß- ventils gemäß Anspruch 14 den Vorteil, daß in die Niederhalter auch ein hö- herer Druck als der Speicherdruck eingekoppelt werden kann, wobei der in die Niederhalter einkoppelbare Druck zweckmäßigerweise durch ein Druck- minderventil limitiert ist.

Die zur Aufladung des Druckspeichers erforderliche Speicher- Ladeventilanordnung ist gemäß Anspruch 16 als druckgesteuerte Venti- lanordnung ausgebildet, die ein Umschaltventil umfaßt, mittels dessen die Konstantpumpe von Lade-Betrieb auf Umlaufbetrieb umschaltbar ist, sowie ein Hilfsventil, mittels dessen ein Entlastungssteuerpfad freigebbar und ab-

sperrbar ist, dessen Freigabe Voraussetzung für den Ladebetrieb ist. Dieses Hilfsventil ist in bevorzugter Gestaltung in das Hauptsteuerventil integriert, wofür durch die Merkmale des Anspruchs 18 eine einfache Art der konstruk- tiven Realisierung angegeben ist.

Ein gemäß den Merkmalen des Anspruchs 19 vorgesehenes und ausgeleg- tes Flächen-Umschaltventil ermöglicht eine Erweiterung des Vorschubkraft- Bereiches, mit dem die Blechschere betreibbar ist und erhöht somit deren Einsatzmöglichkeiten.

Das Pilotventil ist in der gemäß Anspruch 20 vorgesehenen Gestaltung auch zur Steuerung einer langsamen Abwärtsbewegung des Obermessers und zur Entladung des Druckspeichers am Ende eines länger dauemden Betrie- bes der Blechschere benutzbar. Die Vorbereitung der Blechschere auf den Schneidbetrieb erfolgt durch Einstellung eines Schneidwinkels des Ober- messers gemäß Anspruch 21 mittels einer Steuerventilanordnung unter Nut- zung des Druckspeichers in der Kopierstellung des Hauptsteuerventils.

Weitere Einzelheiten der erfindungsgemäßen Blechschere ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines speziellen Ausführungsbeispiels an- hand der Zeichnung. Es zeigen : Fig. 1a eine schematisch vereinfachte Gesamtansicht einer erfindungs- gemäßen hydraulisch angetriebenen Blechschere ; Fig. 1b eine schematisch vereinfachte Seitenansicht der Blechschere gemäß Fig. 1a ; Fig. 2 ein Hydraulik-Schaltbild der Antriebseinrichtung der Blechschere gemäß den Figuren 1a und 1b ;

Fig. 3a dem Rückzugsbetrieb des Obermessers der Blech- bis 3c schere, dem Ladebetrieb eines Druckspeichers der Antriebsein- richtung und dem Schneidbetrieb der Schere zugeordnete Funk- tionsstellungen des Kolbens eines Hauptsteuerventils der An- triebseinrichtung gemäß Figur 2 ; Fig. 4 Einzelheiten einer Speicher-Lade-Ventilanordnung ; Fig. 5 Einzelheiten eines Einlaßventils zur Druckbeaufschlagung von Niederhalterzylindern der Blechschere und Fig. 5b Einzelheiten eines zur Druckentlastung der Niederhalter-Zylinder vorgesehenen Auslaßventils.

Die in den Fig. 1a und 1 b jeweils insgesamt mit 10 bezeichnete Blechschere ist allgemein für einen Einsatz in der blechverarbeitenden Industrie gedacht, um eine streifenförmige Blechbahn, die z. B. eine Dicke im mm-Bereich hat, in rechteckige Blechtafeln definierter Länge und Breite zu zerschneiden. Ei- ne solche Blechschere 10 kann auf eine"große"Schnittlänge von mehreren Metern, z. B. 4 m ausgelegt sein, die einer maximalen Länge der abzu- schneidenden Blechtafeln entspricht, deren Breite durch den Transportweg eingestellt wird, um den die Blechbahn 11 von Schnitt zu Schnitt rechtwinklig zur Schnittebene 12 verschoben wird.

Die Blechschere 10 umfaßt ein insgesamt mit 13 bezeichnetes Scherenge- stell mit einem an diesem fest montierten Untermesser 14 mit horizontal verlaufender freier Schneidkante 16 und mit einem an dem Scherengestell 13 auf-und abbewegbaren Obermesser 17, dessen geradlinig verlaufende Schneidkante 18 mit der Schneidkante 16 des Untermessers einen einstell- <BR> <BR> <BR> <BR> <BR> baren Schneidwinkel a einschließt, der, je nach der Dicke der Blechbahn 11, zwischen einem minimalen Wert von 0,5° und einem maximalen Wert von

ca. 3° veränderbar ist, wobei bei zunehmenden Dicken der der Schneidbe- arbeitung zu unterwerfenden Blechbahnen auch zunehmende Beträge des Schneidwinkels a entsprechen.

Das Scherengestell 13 umfaßt ein insgesamt mit 19 bezeichnetes Scheren- bett, das das horizontale Auflager für die der Schneidbearbeitung zu unter- werfende Blechbahn 11 bildet. Das Scherenbett 19 erstreckt sich zwischen bezüglich der vertikalen Längsmittelebene 21 der Blechschere 10 symme- trisch angeordneten und ausgebildeten im Schneidbetrieb auf Zug belaste- ten, stabilen Führungssäulen 22 und 23, die fest mit dem Scherenbett 19 verbunden sind.

Zwischen den oberen Endabschnitten der Führungssäulen 22 und 23 er- streckt sich eine mit diesen fest verbundene, stabile Traverse 24, die das insoweit erläuterte Scherenbett 19 und die Säulen 22 und 23 umfassende Gestell zu einem in sich geschlossenen, der Grundform nach rechteckigen Rahmen ergänzt, der geeignet ist, die im Schneidbetrieb auftretenden Reak- tionskräfte aufzunehmen, ohne hierdurch nennenswerte Verformungen zu erfahren. Das Scherenbett 19 ist über ein Fußteil 26 standfest am Werkhal- lenboden verankert.

Die Traverse 24 ist zum einen der Träger für zwei lineare doppelt-wirkende Antriebs-Hydrozylinder 27 und 28, mittels derer das Obermesser 17 zur Ausführung seiner Schneidbewegung bis in einen unteren Totpunkt dersel- ben sowie zur Ausführung einer Rückzugsbewegung bis in einen oberen Totpunkt der Messer-Position antreibbar ist, und zum anderen auch der Trä- ger für eine Mehrzahl von Niederhalter-Zylindern 29, mittels derer die Blech- bahn 11 zur Vorbereitung des Schneidvorganges und Sicherung der Blech- bahn-Position während des Schneidvorganges im Bereich des Untermessers 14 an das Scherenbett 19 andrückbar ist, mit dessen Auflageebene 31 die

Schneidkante 16 des Untermessers 14 koplanar verläuft, das gleichsam das "freie"Ende des Scherenbetts 19 bildet.

Die Niederhalter-Zylinder 29 sind als einfach wirkende lineare Hydrozylinder ausgebildet, die zwischen den Führungssäulen 22 und 23 des Scherenbetts 19 über die Schnittlänge etwa äquidistant verteilt angeordnet sind, wobei der Abstand zwischen benachbarten Niederhalter-Zylindern 29 einen typi- schen Wert um 0,4 m hat.

Die Niederhalter-Zylinder 29 haben jeweils eine einseitig nach unten aus dem Zylindergehäuse 32 austretende Kolbenstange 33, die bei Druckein- kopplung in den bodenseitig angeordneten Antriebsdruckraum 34 (Fig. 2) des Niederhalter-Zylinders 29 gegen die Rückstelikraft einer Kolbenfeder 36 nach unten ausfahrbar und dadurch mit einem Stützfuß 37 an der Blechbahn 11 in die die Blechbahn kraftschlüssig am Scherenbett 19 haltende Position bringbar ist. Bei Druckentlastung des Antriebsdruckraumes 34 des jeweiligen Niederhalter-Zylinders 29 wird der Niederhalterkolben 38 durch die Kolben- feder in seine obere Endstellung zurückgebracht, in der die Vorspannung der Kolbenfeder 36 noch einem Druck von etwa 5 bar äquivalent ist. Die Kol- benfeder 36 ist als"schwache"Feder ausgebildet, deren Rückstelikraft zwi- schen dem in der oberen Endstellung des Niederhalterkolbens 38 gegebe- nen Wert und dem in der unteren Endstellung, der AnpreRstellung des Nie- derhalterkolbens 38 gegebenen höchstmöglichen Wert nur wenig, z. B. um 50 %, variiert, wobei die Rückstellkraft der Kolbenfeder in jedem Falle klein gegen die Kraft ist, die durch Druckbeaufschlagung des Antriebsdruckrau- mes 34 des jeweiligen Niederhalter-Zylinders 29 auf den Niederhalterkolben 38 zum Anpressen der Blechbahn 11 an das Scherenbett 19 ausübbar ist.

Die zum Antrieb des Obermessers 17 vorgesehenen linearen Antriebs- Hydrozylinder 27 und 28 sind als doppelt-wirkende Zylinder ausgebildet, die an der Traverse 24 in einer"hängenden"Anordnung montiert sind, mit ent-

sprechend der Bewegungsrichtung des Obermessers vertikalem Verlauf ih- rer zentralen Längsachsen 39 bzw. 41. Die Antriebs-Hydrozylinder 27 und 28 sind als Differentialzylinder unterschiedlicher geometrischer Dimensionen ausgebildet, jedoch so ausgelegt, daß sie jeweils dieselben, im Bereich der den Führungssäulen 22 und 23 benachbarten Messerenden wirksamen Vor- schub-bzw. Rückzugskräfte enffalten können.

Die beiden Antriebs-Hydrozylinder 27 und 28 haben, mit ihren Antriebszylin- derkolben 42 bzw. 43 fest verbundene Kolbenstangen 44 bzw. 46, die nach unten aus dem Gehäuse 47 bzw. 48 des jeweiligen Antriebs-Hydrozylinders 27 bzw. 28 austreten und mit dem Obermesser 17 gelenkig verbunden sind.

Durch den jeweiligen Antriebszylinderkolben 42 bzw. 43 ist innerhalb des jeweiligen Antriebs-Hydrozylinders 27 bzw. 28 ein oberer, bodenseitiger An- triebsdruckraum 49 bzw. 51 gegen einen unteren, stangenseitigen Antriebs- druckraum 52 bzw. 53 des jeweiligen Antriebs-Hydrozylinders 27 bzw. 28 druckdicht verschiebbar abgegrenzt, so daß durch Durckbeaufschlagung der oberen, bodenseitigen Antriebsdruckräume 49 und 51 der beiden Antriebs- Hydrozlyinder 27 und 28 die Abwärtsbewegung des Obermessers 17 und dessen Schneidbetrieb steuerbar sind und durch Druckbeaufschlagung der unteren, stangenseitigen Antriebsdruckräume 52 und 53 der Antriebs- Hydrozylinder 27 und 28 die aufwärts gerichteten Rückzugsbewegungen des Obermessers 17 steuerbar sind, die in dessen obere Totpunkt (OT)-Lage zu- rückführen, aus der heraus ein nachfolgender Schneidvorgang gestartet werden kann.

Die beiden Antriebs-Hydrozylinder 27 und 28 sind jeweils in unmittelbarer Nähe der Führungssäulen 22 und 23 angeordnet, an denen das Obermesser 17 mit Gleit-Führungsstücken 54 und 56 vertikal auf-und abverschiebbar geführt ist. Durch diese Gleit-Führungsstücke 55 und 56 ist sichergestellt, daß sich die Schneidkante 18 des Obermessers 17 nur in der Schnittebene

12 bewegen kann, die von der Schneidkante 16 des Untermessers 14 in ei- nem kleinen Abstand angeordnet ist, der einem für einen qualitativ guten Schnitt geeigneten Messerspalt entspricht.

Das Obermesser 17 der Blechschere 10 ist auswechselbar an einem stabi- len Obermesserträger 57 angeordnet, der mit den Kolbenstangen 44 und 46 <BR> <BR> <BR> <BR> der beiden Antriebs-Hydrozylinder 27 und 28 über je ein Schwenkgelenk verbunden ist, deren Gelenkachsen 58 bzw. 59 (Fig. 2) rechtwinklig zu den Schneidkanten des Obermessers 17 und des Untermessers 14 verlaufen. <BR> <BR> <BR> <BR> <P>Die durch die Gelenkachsen 58 und 59 repräsentierten Schwenkgelenke<BR> <BR> <BR> <BR> <BR> <BR> erlauben die Einstellung kleiner Schneidwinkel a zwischen 0,5 und maximal 3°, die zweckmäßigerweise so eingestellt werden, damit die Blechschere 10 mit vergleichsweise geringen Schneidkräften betrieben werden kann, die im 10 kN-bis 100 kN-Bereich liegen können.

Die beiden Antriebs-Hydrozylinder 27 und 28, an deren Kolbenstangen 44 und 46 der Obermesserträger 57 des Obermessers 17 gleichsam hängend angeordnet ist, sind hydraulisch in Reihe geschaltet und dahingehend aus- <BR> <BR> <BR> <BR> gelegt, daß die im Schneidbetrieb auf das Obermesser 17 enffalteten Vor- schubkräfte, die symmetrisch zur Längsmittelebene 21 der Blechschere 10 angreifen, dem Betrage nach gleich sind, dies auch unter Berücksichtigung der Gewichtsanteile des Obermesserträgers 57, die in Schneid- Vorschubrichtung des Obermesssers 17 wirksam sind.

Die hydraulische Reihenschaltung der beiden Antriebs-Hydrozylinder 27 und 28 ist so realisiert, daß der stangenseitige Antriebsdruckraum 52 des einen, gemäß der Darstellung der Fig. 1 a linken Antriebs-Hydrozylinders 27, der mit größeren Querschnittsabmessungen seines Antriebszylinderkolbens 42 und der wirksamen Kolbenflächen realisiert ist, mit dem bodenseitigen Antriebs- druckraum 51 des mit kleineren Querschnittsabmessungen realisierten, <BR> <BR> <BR> "rechten"Hydrozylinders 28 über eine"Schaukelöl"-Leitung 61 verbunden

ist, über die Hydrauliköl, das bei einer Abwärtsbewegung des Antriebszylin- derkolbens 42 des linken Antriebs-Hydrozylinders 27 aus dessen stangesei- tigem Antriebsdruckraum 52 verdrängt wird, in den bodenseitigen Antriebs- druckraum 51 des rechten, kleineren Antriebs-Hydrozylinders 28 überströ- men und dadurch, volumetrisch gesteuert, die Abwärtsbewegung des An- triebszylinderkolbens 43 des kleineren Hydrozylinders 28 vermitteln kann. In einer Betriebssituation, in der das Obermesser 17 sich nach unten-auf die Blechbahn 11 zubewegt, ist in den bodenseitigen Antriebsdruckraum 49 des linken Antriebs-Hydrozylinders 27 und in den stangenseitigen Antriebsdruck- raum 53 derselbe Druck eingekoppelt, der durch das insgesamt mit 62 be- zeichnete Druckversorgungsaggregat (Fig. 2) bereitgestellt wird, das aus einer elektrisch angetriebenen Konstantpumpe 63, die hohe Ausgangsdrük- ke erzeugen kann, und einem Druckbegrenzungsventil 64 besteht, das den maximalen Ausgangsdruck des Druckversorgungsaggregats 62 auf einen einstellbaren Wert, z. B. auf einen Wert von 250 bar begrenzt.

Im Abwärts-Vorschubbetrieb der beiden Antriebs-Hydrozylinder 27 und 28 aus dem stangenseitigen Antriebsdruckraum 53 des kleineren Hydrozylin- ders 28 verdrängtes Hydrauliköl wird, lastabhängig, entweder dem Hydrauli- köl-Strom hinzugefügt, der zur Steuerung eines Eil-Vorschubbetriebes in den bodenseitigen Antriebsdruckraum 49 des größeren Antriebs-Hydrozylinders 27 eingespeist wird, oder, in einem Last-Vorschubbetrieb, in dem große Schneidkräfte entfaltet werden müssen, in den drucklosen Vorratsbehälter des Druckversorgungsaggregats 62 abgelassen, wobei in diesem Betriebs- zustand der Blechschere 10 der Differentialbetrieb der beiden in Reihe ge- schalteten Antriebs-Hydrozylinder 27 und 28 aufgehoben ist und diese ihre maximalen Vorschubkräfte entfalten können.

Im aufwärts gerichteten Rückzugshub des Obermessers 17 wird der Aus- gangs-Ölstrom der Konstantpumpe 63 in den stangenseitigen Antriebsdruck- raum 53 des kleineren Antriebs-Hydrozylinders 28 eingekoppelt, von dessen

bodenseitigem Antriebsdruckraum 51 das Hydrauliköl über die Schaukelöl- Leitung 61 zum stangenseitigen Antriebsdruckraum 52 des größeren An- triebs-Hydrozylinders 27 strömt, dessen bodenseitiger Antriebsdruckraum 49 in diesem Betriebszustand mit dem drucklosen Vorratsbehälter 66 des Druckversorgungsaggregats 62 kommunizierend verbunden ist.

Um in jeder Bewegungsphase des Obermessers 17 Gleichlauf der Antriebs- zylinderkolben 42 und 43 der beiden Antriebs-Hydrozylinder 27 und 28 zu erzieten, haben die Kreisringfläche 67 des Antriebszylinderkolbens 42 des größeren Antriebs-Hydrozylinders 27, die die axial bewegliche Begrenzung seines stangenseitigen Antriebsdruckraumes 52 bildet, und die Kreisfläche 68 des Antriebszylinderkolbens 43 des kleineren Hydrozylinders 28, die die axial bewegliche Begrenzung seines bodenseitigen Antriebsdruckraumes 51 bildet, denselben Betrag F2.

In einer typischen Auslegung der Antriebs-Hydrozylinder 27 und 28 hat die den bodenseitigen Antriebsdruckraum 49 des größeren Antriebs- Hydrozylinders 27 axial beweglich begrenzende Kolbenfläche 69 einen Be- trag Fol, der etwa dem doppelten Betrag der Kreisringfläche 67 dieses An- triebszylinderkolbens 42 entspricht und dem dreifachen Wert der Ringfläche 71 (F3), die die axial bewegliche Begrenzung des stangenseitigen Antriebs- druckraumes 53 des kleineren Antriebszylinders 28 des Scherenantriebes bildet.

Zur Steuerung der Bewegungen des Obermessers 17 sowie des Anlegens der Niederhalter 29 an die Blechbahn 11 und der Entlastung der Niederhal- ter-Zylinder 29 ist eine in der Fig. 2 insgesamt mit 72 bezeichnete elektrohy- draulische Steuereinheit vorgesehen, zu deren mehr in die Einzelheiten ge- hender Erläuterung auch auf die Detaildarstellungen der Fig. 3a bis 3c, die Fig. 4 sowie die Fig. 5a und 5b verwiesen sei.

Die elektrohydraulische Steuereinheit 72 umfaßt als"zentrales"Steuerung- selement ein insgesamt mit 73 bezeichnetes Hauptsteuerventil, mittels des- sen die auf-und abwärts gerichteten Bewegungsphasen des Obermessers 17 der Blechschere 10 sowie positionsgeregelte Stillstandsphasen des Obermessers 17 in den OT-Positionen der Kolben 42 und 43 der beiden An- triebs-Hydrozylinder 27 und 28 steuerbar sind.

Das Hauptsteuerventil 73 ist als"lineares"Schieberventil ausgebildet, das bei dem zur Erläuterung gewähiten Ausführungsbeispiel"stehend"angeord- net ist, derart, daß die zentrale Längsachse 74 des Hauptsteuerventils 73, vertikal, d. h. parallel zu den zentralen Längsachsen 39 und 41 der Antriebs- Hydrozylinder 27 und 28 verläuft.

Der insgesamt mit 76 bezeichnete Kolben des Hauptsteuerventils 73 ist in- nerhalb des insgesamt mit 77 bezeichneten Ventilgehäuses zwischen einer unteren, in der Fig. 3a dargestellten Endstellung und einer oberen, in der Fig. 3c dargestellten Endstellung auf-und abverschiebbar, wobei die beiden Endstellungen durch Anschlagwirkung des Hauptsteuerventilkolbens 76 mit einem unteren Gehäuseabschlußteil 78 bzw. einem oberen Gehäuseab- schlußteil 79 markiert sind, zwischen denen sich ein"mittlerer"Gehäuse- block 81 erstreckt, an dem die Versorgungsanschlüsse für die Verbindung des Hauptsteuerventils 73 mit dem Druckversorgungsaggregat 62, die Ver- braucheranschlüsse für die Bewegungssteuerung der Antriebs-Hydrozylinder 27 und 28 sowie Steueranschlüsse für die Funktionssteuerung des Haupt- steuerventils 73 angeordnet sind.

Das Hauptsteuerventil 73 ist als druckgesteuertes Ventil ausgebildet, das, im wesentlichen, durch den in einer unteren Steuerkammer 82 des Hauptsteu- erventils 73 herrschenden Druck steuerbar ist, der über ein elektrisch an- steuerbares Pilotventil 83 und ein zwischen dieses und das Hauptsteuerven- til 73 geschaltetes, ebenfalls elektrisch gesteuertes Umschaltventil 84 und

einen x-Steueranschluß 86 in die untere Steuerkammer 82 einkoppelbar ist.

Im Betrieb der Blechschere 10 ist in eine obere Steuerkammer 87 des Hauptsteuerventils 73, die innerhalb des oberen Gehäuseabschlußteils 79 angeordnet ist, permanent ein Druck angekoppelt, auf den momentan ein Druckspeicher 88 aufgeladen ist, der am Beginn eines erneuten Zyklus gleichsam als Hilfsdruckquelle für ein rasches Anlegen der Niederhalter- Zylinder 29 zur sicheren Fixierung der Blechbahn 11 am Scherenbett 19 vorgesehen ist. Durch den gleichsam permanent in die obere Steuerkammer 87 eingekoppelten Speicherdruck ps wird auf den Kolben 76 des Hauptsteu- erventils 73 eine diesen in Richtung auf die in der Fig. 3a dargestellte untere Endstellung drängende Kraft ausgeübt, deren Betrag KR durch die Bezie- hung Kp=Ps-A,(1) ausgeübt, in der mit A, die wirksame Querschnittsfläche eines am Haupt- steuerventilkolben 76 axial abgestützten Betätigungsstößels 89 bezeichnet ist, der an einem oberen Endflansch 91 des Hauptsteuerventilkolbens 76 zentral angreift.

Durch einen in die untere Steuerkammer 82 des Hauptsteuerventils 73 an- gekoppelten Steuerdruck px wird auf den Hauptsteuerventilkolben 76 eine aufwärts gerichtete, d. h. den Hauptsteuerventilkolben 76 in seine obere, in der Fig. 3c dargestellte Endstellung drängende Kraft ausgeübt, deren Betrag KA durch die Beziehung K=Px-A,(2) ausgeübt, in der mit A2 der effektive Betrag einer ringförmigen Steuerfläche 92 bezeichnet ist, durch die ein unterer, zylindrischer Endabschnitt 93 gegen einen dem Durchmesser nach etwas kleineren stößelförmigen Kolbenfortsatz

94 abgesetzt ist, der, nach unten aus dem unteren Gehäuseabschlußteil 78 herausragend, in einer axialen Durchgangsbohrung 96 desselben druckdicht verschiebbar geführt ist.

Die ringförmige, untere Steuerfläche 12 des Hauptsteuerventilkolbens 76 ist etwa um den Faktor 2 größer als die dem Speicherdruck ps ausgesetzte, obere Steuerfläche 97, die der Querschnittsfläche A, des Betätigungsstößels 89 entspricht, so daß ein in die untere Steuerkammer eingekoppelter Steu- erdruck px ab einem Wert ps-A,/A2 ausreicht, um den Hauptsteuerventilkol- ben 76 in die in der Fig. 3c dargestellte, obere Endstellung zu schieben. Ist andererseits die untere Steuerkammer 82 druckentlastet, gelangt der Haupt- steuerventilkolben 76 in die in der Fig. 3a dargestellte, untere Endstellung, in der er mit der ringförmigen Steuerfläche 92 an einer konischen Gegenfläche 98 des unteren Gehäuseabschlußteils 78 abgestützt ist.

Die in der Fig. 3c dargestellte, obere Endstellung des Hauptsteuerventilkol- bens 76 ist dem Vorschub-und Schneidbetrieb der Blechschere 10 zuge- ordnet, in dem sich das Obermesser 17 auf die Blechbahn 11 zu bewegt so- wie diese durchtrennt. Die in der Fig. 3a dargestellte, untere Endstellung des Hauptsteuerventilkolbens 76, ist dem aufwärts gerichteten Rückzugsbetrieb des Obermessers 17 zugeordnet, in dem die Kolbenstangen 44 und 46 der Antriebs-Hydrozylinder 27 und 28 eingefahren werden, bis schließlich ein oberer Totpunkt der Stellung des Obermessers 17 erreicht ist, dem die in der Fig. 3b dargestellte Mittelstellung des Hauptsteuerventilkolbens 76 zugeord- net ist.

In der oberen Endstellung des Hauptsteuerventilkolbens 76 ist ein oberer Anschlußraum 99 des Hauptsteuerventils 73, der über einen T- Versorgungsanschluß 101 mit dem drucklosen Vorratsbehälter 66 des Druckversorgungsaggregats 62 in ständig-kommunizierender Verbindung steht, durch den oberen Endflansch 91 des Hauptsteuerventilkolbens 76

druckdicht gegen einen A-Ringraum 102 abgegrenzt, der mit dem A- Verbraucheranschluß 103 in kommunizierender Verbindung steht, an den der bodenseitige Antriebsdruckraum 49 des größeren Antriebs- Hydrozylinders 27 angeschlossen ist.

In der oberen Endstellung des Hauptsteuerventilkolbens 76 steht der A- Ringraum 102 mit einem größtmöglichen Überströmquerschnitt in kommuni- zierender Verbindung mit einem zwischen diesem und einem B-Ringraum 104 des Hauptsteuerventils 73 angeordneten P-Ringraum 106, der seiner- seits mit dem P-Versorgungsanschluß 107 des Hauptsteuerventils 73 in permanent-kommunizierender Verbindung steht, an den über ein Ausgangs- Rückschlagventil 108 (Fig. 2) der P-Druckausgang 109 der Konstantpumpe 63 des Druckversorgungsaggregats 62 angeschlossen ist. Der B-Ringraum 104, der seinerseits zwischen dem P-Ringraum 106 und einem Speicher- Ringraum 111 des Hauptsteuerventils 73, der über einen Speicheranschluß 112 des Hauptsteuerventils 73 mit dem Druckspeicher 88 in kommunizieren- der Verbindung steht, angeordnet ist und über einen B-Verbraucheranschluß 113 mit dem stangenseitigen Antriebsdruckraum 53 des kleineren Antriebs- Hydrozylinders 28 verbunden ist, ist jedoch in der oberen Endstellung des Hauptsteuerventilkolbens 76 sowie in allen Zwischenstellungen zwischen dieser Endstellung und der in der Fig. 3b dargestellten Mittelstellung des Hauptsteuerventilkolbens 76 gegen den P-Ringraum 106 des Hauptsteuer- ventils abgesperrt. Die diesbezügliche Absperrung vermittelt ein B- Sperrflansch 114, der in der oberen Endstellung des Hauptsteuerventilkol- bens 76 in einen zentralen, sich zwischen dem P-Ringraum 106 und dem B- Ringraum 104 erstreckenden Abschnitt 116, der insgesamt mit 116 bezeich- neten axial durchgehenden Ventilbohrung des mittleren Gehäuseblocks 81 eingetaucht ist, die sich zwischen dem oberen Gehäuseabschlußteil 79 und dem unteren Gehäuseabschlußteil 78 erstreckt.

In der oberen Endstellung des Hauptsteuerventilkolbens ist auch der Spei- cher-Ringraum 111 gegen den B-Ringraum 104 abgesperrt, wobei die dies- bezügliche Absperrung durch einen Speicher-Sperrflansch 117 des Haupt- steuerventilkolbens 76 vermittelt ist, der in der oberen Endstellung des Hauptsteuerventilkolbens 76 in einen unteren Zwischenabschnitt 1162 der zentralen Gehäusebohrung 116 eingetaucht ist, der sich zwischen dem B- Ringraum 104 und dem Speicher-Ringraum 111 erstreckt.

Der Speicherringraum 111 ist über einen"radialen"Versorgungskanal 112' (Fig. 3c) mit dem Speicheranschluß 112 verbunden und ist über einen den mittleren Gehäuseblock 81 etwa axial durchsetzenden Steuerkanal 118, der, der Einfachheit der Darstellung halber, lediglich in den Figuren 2 und 3b schematisch dargestellt ist, und einen diesen fortsetzenden Anschlußkanal 118'des oberen Gehäuseabschlußteils 79 mit der oberen Steuerkammer 87 des Ventilgehäuses 77 in ständig-kommunizierender Verbindung gehalten, so daß der Speicherdruck gemäß der Beziehung (1) die ROckstellkraft be- stimmt, gegen die der Ventilkolben 76 durch Steuerdruck-Einkopplung in den unteren Steuerraum 82"nach oben verschiebbar"ist.

Zwischen dem oberen Endflansch 91 und dem B-Sperrflansch 114 hat der Kolben 76 des Hauptsteuerventils einen A-Sperrflansch 119, der in der dem Rückzugsbetrieb des Schneidmessers 17 zugeordneten Funktionsstellung I des Hauptsteuerventils 73, die in der Fig. 3a dargestellt ist, in den den A- Ringraum 102 mit dem P-Ringraum 106 verbindenden, oberen Zwischenab- schnitt 1163 der axial durchgehenden Ventilbohrung 116 eingetaucht ist und dadurch den A-Ringraum 102 gegen den P-Ringraum 106 druckdicht ab- sperrt. In der der Abwärts-Bewegung des Obermessers 17 zugeordneten Funktionsstellung II des Hauptsteuerventils 73, die in der Fig. 3c dargestellt ist, ist der A-Sperrflansch 119 vollständig in den A-Ringraum 102, dessen axiale Ausdehnung größer ist als die axiale Dicke des A-Sperrflansches 119, eingetaucht, so daß in dieser Funktionsstellung II kommunizierende Verbin-

dung zwischen dem P-Ringraum 106 und dem A-Ringraum 102 besteht, der in dieser Funktionsstellung gegen den drucklosen T-Ringraum 99 dadurch abgesperrt ist, daß der obere Endflansch 91 des Kolbens 76 in den oberen Endabschnitt 1164 der zentralen Ventilgehäusebohrung 116 eingetaucht ist, der sich zwischen deren T-Anschlußraum 99 und dem A-Ringraum 102 er- streckt.

In der Aufwärts-Bewegungen des Obermessers 17 zugeordneten Funktions- stellung I des Hauptsteuerventils 73 ist der Speicher-Sperrflansch 117 voll- ständig in den unteren Endabschnitt 1165 der durchgehenden Ventilbohrung 116 eingetaucht, in welcher der untere Kolbenendabschnitt 93 druckdicht verschiebbar angeordnet ist. In der dem Abwärts-Vorschubbetrieb des Obermessers 17 zugeordneten Funktionsstellung II des Hauptsteuerventils 73 ist der Speicher-Sperrflansch 117 des Ventilkolbens 76 in den unteren Zwischenabschnitt 1162 der zentralen Ventilbohrung 116 eingetaucht und sperrt"von unten her"den Speicher-Ringraum 111 gegen den B-Ringraum 104 ab.

Der A-Ringraum 102, der P-Ringraum 106, der B-Ringraum 104 und der Speicher-Ringraum 111 sind gehäuseseitig durch die zentral durchgehende Gehäusebohrung 116 abschnittsweise radial erweiternde Ringnuten gebil- det, deren Nutwangen, kreisförmige gehäuseseitige Steuerkanten 121, bis 1218 bildend, radial zur zentralen Längsachse 74 der zentralen Ventilboh- rung 116 verlaufen.

Kolbenseitige Steuerkanten 122, bis 1228, durch deren negative oder positi- ve Überdeckungen mit den korrespondierenden gehäuseseitigen Steuer- kanten 121, bis 1218 die für die jeweilige Funktion genutzten Ventil-Wege- Kombinationen freigegeben beziehungsweise die nicht genutzen Wege ab- gesperrt sind, sind durch die peripheren Randkanten der Kolbenflansche 91, 119,114 und 117 gebildet, über die ihre radialen Flanschflächen an die zy-

lindrischen Dichtflächen anschließen, mit denen die Kolbenflansche in den zugeordneten Abschnitten der zentralen Ventilbohrung 116 druckdicht glei- tend verschiebbar sind.

Bei der zur Erläuterung gewähiten Gestaltung des Hauptsteuerventils 73 sind die"untere", dem A-Ringraum zugewandte Steuerkante 1222 des obe- ren Endflansches 91, die"obere", dem oberen Endflansch 91 zugewandte Steuerkante 1223 des A-Sperrflansches 119, die obere, dem P-Ringraum 106 zugewandte Steuerkante 1225 des B-Sperrflansches 114 und die untere, dem zylindrischen Endabschnitt 93 des Ventilkolbens 77 zugewandte Steu- erkante 1228 des Speicher-Sperrflansches 117 jeweils als in einer rechtwink- lig zur zentralen Längsachse 74 des Hauptsteuerventils 73 verlaufenden Ebene gelegene Kreiskanten ausgebildet, in deren mit der korrespondieren- den gehäuseseitigen Steuerkante fluchtender Anordnung jeweils die 0- Überdeckung gegeben ist ; der Verlauf der oberen, dem oberen Anschluß- raum 99 des Hauptsteuerventils 73 zugewandten Steuerkante 1221, der Verlauf der unteren, dem P-Ringraum 106 zugewandten Steuerkante 1224 des A-Sperrflansches 119, der Verlauf der unteren, dem Speicher-Ringraum 111 zugewandten Steuerkante 1226 des B-Sperrflansches 114 und der Ver- lauf der oberen, dem B-Sperrflansch 114 zugewandten Steuerkante 1227 des Speicher-Sperrflansches 117 ist durch den peripheren Randverlauf von Flanschkerben 123 gegeben, die bei der zur Erläuterung dargestellten Form mit etwa kreisbogenförmigem Konturenverlauf mittels eines Kugelkopffräsers ausgefräst sein können. Bei der dargestellten Form und Anordnung der Flanschkerben 123 ist eine 0-Überdeckung der durch eine solche Flansch- kerbe gebildeten Steuerkante mit einer korrespondierenden gehäuseseiti- gen,"ebenen"Steuerkante dann gegeben, wenn die Ebene der gehäusesei- tigen Steuerkante gleichzeitig auch die Tangentialebene der gekrümmten Kontur der Flanschkerbe 123 bildet, wie in der Fig. 3b für die oberste gehäu- seseitige Steuerkante 121, und die"oberste"kolbenseitige Steuerkante 122,

sowie für die benachbarte gehäuseseitige Steuerkante 1212 und die durch die Flanschkerbe 123 gebildete Steuerkante 1224 dargestellt.

Es sei von einer Betriebssituation der Blechschere 10 ausgegangen, in der sich das Obermesser 17 nach oben bewegt, d. h. das Hauptsteuerventil 73 die in der Fig. 3a dargestellte Funktionsstellung I einnimmt ; dies ist der Fall, wenn das Pilotventil 83 in seine Grundstellung 0 geschaltet ist und das Um- schaltventil 84 durch Erregung seines Steuermagneten 124 in seine Schalt- stellung I geschaltet ist. Der x-Steueranschluß 86 des Hauptsteuerventils 73 ist dann über das Umschaltventil 84 mit dem Steuerausgang 126 des Pilot- ventils 83 verbunden, der in der Grundstellung 0 des Pilotventils 83 mit dem drucklosen Vorratsbehälter 66 des Druckversorgungsaggregats 62 verbun- den, gegen den P-Druckversorgungsanschluß 127 des Pilotventis 83 jedoch abgesperrt ist. Dies hat zur Folge, daß die untere Steuerkammer 82 druk- kentlastet ist und der Ventilkolben 76 durch den in der oberen Steuerkammer 87 herrschenden Speicherdruck in seine untere Endstellung gedrängt ist.

Von dieser Situation ausgehend wird die in der Fig. 3b dargestellte Mittel- stellung des Hauptsteuerventilkolbens 76 dadurch erreicht, daß ein mit dem Obermesser 17 fest verbundener und dessen Bewegungen mit ausführender Kopieranschlag 128 in Berührungskontakt mit der unteren freien Endstirnflä- che 129 des stößelförmigen Kolbenfortsatzes 94 gelangt und dadurch den Ventilkolben 76 im Verlauf der weiteren Aufwärtsbewegung nach oben schiebt, bis nach Durchlaufen des aufwärts gerichteten Teilhubes des Betra- ges Ah1 die in der Fig. 3b dargestellte Position des Hauptsteuerventilkolbens 76 erreicht wird. Bis dahin steht der B-Ringraum 104 mit dem P-Ringraum 106, in den der Ausgangsdruck der Konstantpumpe 69 eingekoppelt ist, mit großem Überströmquerschnitt in kommunizierender Verbindung. Der A- Ringraum 102 ist jedoch"schon"mit 0-Überdeckung der oberen gehäuse- seitigen Steuerkante 121, und der oberen Steuerkante 1221, die durch eine Flanschkerbe 123 gebildet ist, gegen den oberen, drucklos gehaltenen An- schlußraum 99 abgesperrt, und der A-Ringraum 102 ist"noch"mit 0-

Überdeckung seiner gehäuseseitigen unteren Steuerkante 1212 mit der durch eine Flanschkerbe 123 gebildeten unteren Steuerkante 1224 des A- Sperrflansches 119 gegen den P-Ringraum 106 abgesperrt.

Wird der Kolben 76 des Hauptsteuerventils 73 durch die Aufwärtsbewegung des Obermessers 17 um mehr als den Teilhub Ah, nach oben verschoben, gelangt der A-Ringraum 102 in kommunizierende Verbindung mit dem P- Ringraum 106, wobei dessen kommunizierende Verbindung mit dem B- Ringraum 104 erhalten bleibt. Unter der Wirkung des nunmehr auch in den oberen Antriebsdruckraum 49 des größeren Hydrozylinders 27 eingekop- pelten Betriebsdruckes, der von der Konstantpumpe 63 erzeugt wird, werden nunmehr die Kolben 42 und 43 der Antriebs-Hydrozylinder die jetzt im Diffe- rentialbetrieb arbeiten, wieder nach unten verschoben, wodurch sich auch der an dem Kopieranschlag 128 abgestützte Hauptsteuerventilkolben 76 nach unten bewegt, bis wieder ab Erreichen der in der Fig. 3b dargestellten Mittelstellung des Ventilkolbens 76 diejenigen Wege-Konfiguration der Strö- mungspfade des Hauptsteuerventils erreicht wird, die dem Rückzug-Betrieb des Obermessers 17 zugeordnet ist. Die in der Fig. 3b dargestellte Mittelpo- sition des Hauptsteuerventilkolbens 76 ist somit eine selbsttätig eingeregelte Kolben-Position, auf die der obere Totpunkt der Obermesser-Bewegung gleichsam kopiert ist.

Sowohl in der Kopierstellung (Fig. 3b) als auch in dieser Stellung benach- barten Stellungen, die-begrenzten-Auslenkungen des Kolbens 76 nach oben oder unten entsprechen, besteht innerhalb eines diesbezüglichen Auslenkungsbereiches, der nach unten dadurch begrenzt ist, daß der B- Sperrflansch 114 den B-Ringraum 104 gegen den Speicher-Ringraum 111 absperrt und nach oben dadurch, daß der B-Sperrflansch 114 den P- Ringraum 106 gegen den B-Ringraum 104 und/oder der Speicher- Sperrflansch 117 den Speicher-Ringraum 111 gegen den B-Ringraum 104 absperrt, kommunizierende Verbindung zwischen dem P-Ringraum 106, an

den die Konstantpumpe 61 angeschlossen ist und dem Speicher-Ringraum 111, an den der Druckspeicher 88 angeschlossen ist, so daß innerhalb die- ses Hub-Bereiches der Druckspeicher 88 aufladbar ist.

Zur Steuerung der Speicher-Ladung ist eine insgesamt mit 131 bezeichnete Speicher-Ladeventilanordnung vorgesehen, mit der Funktion, den Druck- speicher 88 mittels der Konstantpumpe 63 aufzuladen, sobald der Speicher- druck einen unteren Grenzwert unterschreitet und, sobald der Druckspeicher 88 wieder auf einen oberen Grenzwert aufgeladen ist, die Konstantpumpe auf Umlaufbetrieb umzuschalten, der mit einem nur geringen Leistungsver- brauch verknüpft ist.

Zur Erläuterung der in der Fig. 2 lediglich durch ein Lade-Ventilsymbol reprä- sentierten Speicher-Ladeeinrichtung 131 sei nunmehr auch auf deren mehr in die Einzelheiten gehende Darstellung der Fig. 4 verwiesen. Die Speicher- Ladeventilanordnung 131 umfaßt ein druckgesteuertes, als 2/2-Wege-Ventil ausgebildetes Umschaltventil 132, das zum einen durch eine vorgespannte Ventilfeder 133 mit einer Mindestkraft und zum anderen durch einen in eine erste Steuerkammer 134 eingekoppelten Druck in seine sperrende Grund- stellung gedrängt wird. Der Druckausgang 109 der Konstantpumpe 63, mit- tels derer der Druckspeicher 88 über das Ausgangs-Rückschlagventil 108 aufladbar ist, ist zum einen über eine Drossel 137 mit der ersten Steuer- kammer 134 verbunden und zum anderen"direkt"an eine zweite Steuer- kammer 138 des Umschaltventils 132 angeschlossen, durch deren Druckbe- aufschlagung mit dem Ausgangsdruck der Konstantpumpe 63 eine Kraft re- sultiert, die den Ventilkolben des Umschaltventils 32 in dessen Durchfluß- stellung I drängt, in der der Druckausgang 109 der Konstantpumpe 63 an eine direkt zum Vorratsbehälter 66 zurückführende Rücklaufleitung 139 an- geschlossen ist und die Pumpe 63 im Umtaufbetrieb arbeitet. Die die axial beweglichen Begrenzungen der Steuerkammern 134 und 138 bildenden, nicht dargestellten Endstirnflächen des durch das 2/2-Ventilsymbol reprä-

sentierten Ventilkolbens sind dahingehend aufeinander abgestimmt, daß der Betrag f, der die axial bewegliche Begrenzung der ersten Steuerkammer 134 bildenden Kolben-Endstirnfläche erheblich größer ist als der Betrag f2, der die axial bewegliche Begrenzung der zweiten Steuerkammer 138 des Um- schaltventils 132 bildenden Kolben-Endstirnfläche, wobei ein typischer Wert des Flächenverhältnisses f,/f2 um 1,4 beträgt.

Des weiteren umfaßt die Speicher-Ladeventilanordnung 131 ein mit dem momentan im Speicher 88 herrschenden Druck angesteuertes, als Vorsteu- erventil für das Umschaltventil 132 dienendes Druck-Ventil 141, das seiner Funktion nach ein 2/2-Ventil ist, das, wenn der Speicherdruck einen Maxi- malwert von z. B. 70bar überschreitet, in seine Durchflußstellung gelangt, in der die großflächig beweglich begrenzte Steuerkammer 134 des Umschalt- ventils 132 mit einem Entlastungs-Steuerpfad 142 verbunden ist, und das, wenn der Speicherdruck seinen unteren Grenzwert unterschreitet, der z. B. um 10% niedriger ist als der obere Grenzwert, wieder in seine sperrende Grundstellung zurückfällt, in der die erste Steuerkammer 134 wieder gegen den Entlastungs-Steuerpfad 142 abgesperrt ist.

Der Entiastungs-Steuerpfad 142 ist über ein mechanisch gesteuertes Hilfs- ventil 143 geführt, dessen durch ein 2/3-Wege-Symbol repräsentierter Kol- ben 143'beidseits einer Mittelstellung, in der kommunizierende Verbindung des Entlastungs-Steuerpfades 142 mit dem drucklosen Vorratsbehälter 66 des Druckversorgungsaggregats 62 besteht, je eine Sperrstellung I bezie- hungsweise 11 hat, in der der Entlastungs-Steuerpfad 142 gesperrt ist. Der Kolben 143'des Hilfsventils 143 ist formschlüssig mit dem Kolben 76 des Hauptsteuerventils 73 bewegungsgekoppelt, derart, daß das Hilfsventil 143 seine geöffnete Mittelstellung 0 einnimmt, wenn auch der Kolben 76 des Hauptsteuerventils 73 eine Position innerhalb des für eine Speicherladung geeigneten Hub-Bereiches einnimmt und außerhalb dieses Hub-Bereiches, d. h. in den für den abwärts gerichteten Vorschub-und Schneidbetrieb und in

den für den aufwärts gerichteten Rückzugsbetrieb des Obermessers 17 ge- nutzten Funktionsstellungen des Hauptsteuerventilkolbens 76 die jeweilige Sperrstellung I oder 11 einnimmt.

Zur Erläuterung der Funktion der insoweit erläuterten Speicher- Ladeventilanordnung 131 sei davon ausgegangen, daß der Druckspeicher 88, nachdem ein Schneidvorgang stattgefunden hat, ladebedürftig ist, wobei der Speicherdruck auf einen Wert signifikant unterhalb des unteren Grenz- wertes von z. B. 63bar abgefallen ist. Die mit dem oberen End- Stellungsbereich des Obermessers 17 verknüpfte, positionsgeregelte Ko- pierstellung des Hauptsteuerventilkolbens 76 sei schon erreicht, so daß der Speicher-Ladebetrieb möglich ist. In dieser Ausgangssituation, die unmittel- bar auf einen gleichsam stationären Rückzugsbetrieb des Obermessers 17 folgt, befindet sich das Umschaltventil 132 in seiner sperrenden Grundstel- lung 0, da in seinen beiden Steuerkammern 134 und 138 im wesentlichen derselbe Druck herrscht. Das Vorsteuerventil 141 befindet sich in seiner sperrenden Grundstellung, da der Speicherdruck bei weitem nicht ausreicht, das Vorsteuerventil 141 zu öffnen. Das Hilfsventil 143 nimmt seine Durch- fEußstellung 0 ein. Die Konstantpumpe 63 lädt über das Ausgangs- Rückschlagventil 108 den Druckspeicher 88 auf, wobei der Ausgangsdruck der Konstantpumpe 63 stetig ansteigt. Das Umschaltventil 132 bleibt in sei- ner sperrenden Grundstellung, da der in die großflächig begrenzte Steuer- kammer 134 eingekoppelte Druck allenfalls geringfügig niedriger ist als der in die kleinflächig begrenzte Steuerkammer 138 eingekoppelte Ausgangsdruck der Konstantpumpe, da die zwischen der großflächig begrenzten Steuer- kammer 134 und dem Druckausgang 136 der Konstantpumpe liegende Drossel in diesem Betriebszustand keinen nennenswerten Druckabfall verur- sachen kann, durch das Flächenverhältnis f1/f2 jedoch sichergestellt ist, daß das Umschaltventil 132 in seiner Sperrstellung bleibt.

Mit dem Erreichen des oberen Druck-Grenzwertes von z. B. 70bar, auf den der Speicher 88 aufladbar sein soll, öffnet das Vorsteuerventil 141, so daß nunmehr ein Hydraulikölstrom vom Druckausgang 109 der Konstantpumpe 63 über die Drossel 137, das geöffnete Vorsteuerventil 141 und den durch das Hilfsventil 143 freigegebenen Entlastungs-Steuerpfad 142 zum drucklo- sen Vorratsbehälter 66 hin abströmen kann, wobei der Ausgangsdruck der Pumpe im wesentlichen über der Drossel 137 abfällt, mit der Folge, daß auch in der großflächig begrenzten, ersten Steuerkammer 134 nur noch ein Druck herrscht, der, bedingt durch den als gering voraussetzbaren Strö- mungswiderstand des der Drossel 137 nachgeschalteten Entlastungs- Strömungspfades, der das Vorsteuerventil 141, den Entlastungs-Steuerpfad 142 und das Hilfsventil 143 umfaßt, nur geringfügig über dem Umgebungs- druck-Niveau liegt, auf dem sich der Vorratsbehälter 66 befindet. Auch der in die kleinflächig begrenzte, zweite Steuerkammer 138 eingekoppelte Aus- gangsdruck der Konstantpumpe 63 fällt unter den Betrag des im Speicher 88 herrschenden Druckes ab, bleibt jedoch, eine geeignete Auslegung der "Bypass"-Drossel 137 vorausgesetzt, hinreichend hoch, daß das Umschalt- ventil in seine Durchflußstellung I umgeschaltet wird, in der ein weitaus überwiegender Teil des Hydrauliköl-Ausgangsstromes der Konstantpumpe 63 über das Umschaltventil 132 und die Rücklaufleitung 139 zurück zum Vorratsbehälter 66 abströmt, d. h. die Konstantpumpe 63 mit nur geringer Verlustleistung im Umlaufbetrieb arbeitet.

In einem Schneidbetrieb der Blechschere 10, in dem sich Schneidvorgänge periodisch wiederholen, wobei während der Aufwärtsbewegung des Ober- messers 17, sobald dessen Schneidkanten-Überlappung mit der Schneid- kante 16 des Untermessers 14 aufgehoben und ein abgeschnittener Blech- streifen freigegeben ist, die Blechbahn 11 mittels einer nicht dargestellten Transporteinrichtung wieder in die für einen nachfolgenden Schnitt vorgese- hene Position gebracht wird, wird in aller Regel ein einziger Speicher- Ladevorgang der anhand der Fig. 4 geschilderten Art ausreichen, um den

Druckspeicher 88 wieder so weit aufzuladen, daß dessen Energieinhalt aus- reicht, um in Vorbereitung des nachfolgenden Schneidvorganges die Nie- derhalter 23 mit hinreichender Haltekraft an die Blechbahn 11 anlegen zu können, um diese in der Schneid-Position sicher zu fixieren.

Das Hilfsventil 143, das in Aufwärts-Bewegungsphasen sowie in Abwärts- Bewegungsphasen des Obermessers 17 seine Sperrstellung I beziehungs- weise 11 einnimmt und dadurch in diesen Bewegungsphasen einen Speicher- Ladebetrieb verhindert, so daß die gesamte, von der Konstantpumpe 63 geförderte Ölmenge für die Bewegungs-Steuerung der Antriebs- Hydrozylinder 27 und 28 zur Verfügung steht, ist in das Hauptsteuerventil 73 integriert. Zu diesem Zweck ist auch im Bereich des unteren Endabschnittes 1165 der axial durchgehenden Ventilbohrung 116, der sich zwischen dem Speicher-Ringraum 111 und der unteren Steuerkammer 82 des Hauptsteu- erventils erstreckt, eine einen Teil des Entlastungssteuerpfades 142 (Fig. 4) bildende x1-Ringnut 144 vorgesehen, die mit einem x-Steueranschiuß 146 des mittleren Gehäuseblocks 81 des Ventilgehäuses 77 in kommunizieren- der Verbindung steht. Der untere Kolbenabschnitt 93, der in dem unteren Endabschnitt 1165 der durchgehenden Ventilbohrung 116 druckdicht ver- schiebbar geführt ist und gegenüber dem Speicher-Sperrflansch 117 durch einen kolbenstangenförmigen Abschnitt 145 kleineren Durchmessers abge- setzt ist, ist mit einer"radialen"Fensteröffnung 147 versehen, die bei dem dargestellten Erläuterungsbeispiel mit einer innerhalb des unteren Kolben- abschnitts 93 endenden, den Hauptsteuerventilkolben 76 einschließlich sei- nes oberen Endflansches 91 im übrigen axial durchsetzenden, zentralen Kolbenbohrung 148 in kommunizierender Verbindung steht, die ihrerseits in jeder der möglichen Kolbenpositionen mit dem oberen Anschlußraum 99 des Hauptsteuerventils 73 kommuniziert, der über den T-Versorgungsanschluß 101 des Hauptsteuerventils 73"direkt"mit dem drucklosen Vorratsbehälter 66 des Druckversorgungsaggregats 62 verbunden ist.

Durch den gemäß den Darstellungen der Figuren 3a bis 3c oberen Rand der Fensteröffnung 147 sowie deren unteren Rand sind eine obere kolbenseitige Steuerkante 149 und eine untere kolbenseitige Steuerkante 151 gebildet, die in zueinander parallelen Ebenen 152 (Fig. 3a) beziehungsweise 153 (Fig.

3c) verlaufen, die ihrerseits parallel zu den Ebenen 154 und 156 (Fig. 3c) sind, die durch die obere Nutwange 157 und die untere Nutwange 158 der x,-Ringnut 144 markiert sind, die je über eine obere, kreisförmige, gehäuse- seitige Steuerkante 159 beziehungsweise eine untere, kreisförmige, gehäu- seseitige Steuerkante 161 an den unteren Endabschnitt 1165 der zentralen Gehäusebohrung 116 anschließen (Fig. 3a).

Der axiale Abstand der durch die Fensteröffnung 147 gebildeten, kolbensei- tigen Steuerkanten, die axiale lichte Weite der x1-Ringnut 144, durch die der axiale Abstand der durch diese Ringnut gebildeten gehäusefesten Steuer- kanten 159 und 161 festgelegt ist, sowie die Anorndung dieser Xi-Ringnut 144 zwischen dem Speicher-Ringraum 111 und der unteren Steuerkammer 82 des Hauptsteuerventils 73 sind dahingehend aufeinander abgestimmt, daß in der unteren Endstellung des Hauptsteuerventilkolbens 76, mit der die Wege-Konfiguration für die Aufwärts-Bewegung des Obermessers 17 ver- knüpft ist, die Fensteröffnung 147 des Kolbens signifikant unterhalb der x,- Ringnut 144 angeordnet ist, d. h positive Überdeckung zwischen der unteren, gehäuseseitigen Steuerkante 161 der Ringnut 144 und der oberen hierzu parallelen Steuerkante 149 des Kolbenfensters 147 besteht (Fig. 3a), und daß in der oberen Endstellung (Fig. 3c) des Hauptsteuerventilkolbens 76, der die dem Vorschub-und Schneidbetrieb des Obermessers 17 zugeord- nete Konfiguration der Ventilwege entspricht, die Fensteröffnung 147 des Hauptsteuerventilkolbens 76 in signifikantem Abstand von der x,-Ringnut 144 oberhalb derselben angeordnet ist, d. h. positive Überdeckung zwischen der oberen, durch die Ringnut 144 gebildeten gehäuseseitigen Steuerkante 159 und der unteren durch die Fensteröffnung 147 gebildeten, kolbenseiti- gen Steuerkante 151 gegeben ist, so daß, von jeder der beiden Endstellun-

gen I und 11 aus gesehen, ein auf-oder abwärts gerichteter Mindesthub des Hauptsteuerventilkolbens 76 erforderlich ist, um die Fensteröffnung 147 in kommunizierende Verbindung mit der x1-Ringnut 144 zu bringen, d. h. kom- munizierende Verbindung zwischen dem drucklosen Vorratsbehälter 66 und dem Ausgang 162 des Vorsteuerventils 141 der Speicher- Ladeventilanordnung 131 herzustellen, wie es für den Speicher-Ladebetrieb erforderlich ist. Der Hub-Bereich innerhalb dessen ein Speicher-Ladebetrieb möglich ist, d. h. das Hilfsventil 143 seine Offen-Stellung 0 einnimmt, ent- spricht somit dem Betrag der axialen lichten Weite der Fensteröffnung 147 zuzüglich der lichten Weite w der x,-Ringnut 144 und hat in der zur Erläute- rung gewählten Gestaltung des Hauptsteuerventils 73 und des Hilfsventils 143, die den maßstäblichen Darstellungen der Figuren 3a, 3b und 3c ent- spricht, einen Wert von 8mm, wobei die axiale lichte Weite der Fensteröff- nung 147 der axialen lichten Weite w der x1-Ringnut 144 entspricht. Der Ge- samthub des Hauptsteuerventilkolbens 76, der sich aus dem von der unte- ren Endstellung bis in die Mitelstellung führenden unteren Teilhub Ah, und dem aus der Mittelstellung bis in die obere Endstellung führenden, oberen Teilhub Ah2 zusammensetzt, hat einen Wert von 11,5mm, wobei auf den "unteren"Teilhub Ah, bei dem zur Erläuterung gewählten Ausführungsbei- spiel 7mm entfallen. Die ringförmige Steuerfläche 92 des Hauptsteuerventil- kolbens 76, auf die der in die untere Steuerkammer 82 einkoppelbare Steu- erdruck Px wirkt, hat bei dem zur Erläuterung gewähiten Ausführungsbeispiel einen Betrag von 0,53cm2, und die wirksame Querschnittsfläche des Betäti- gungsstößels 89, auf die der permanent in die obere Steuerkammer 87 des Hauptsteuerventils 73 eingekoppelte Speicherdruck wirkt, hat einen Betrag von 0,28cm2.

Während des Ladebetriebs des Druckspeichers 88 sind die Niederhalter 29 druckentlastet, wobei ihre Antriebsdruckräume 34 über einen"gedrosselten" Strömungskanal 163 eines AuslaRventils 164 und einen in der Grundstellung 0 des Pilotventils 83 freigegebenen Entlastungspfad 166 mit dem drucklosen

Vorratsbehälter 66 in kommunizierender Verbindung stehen und mittels ei- nes in seiner Sperrstellung gehaltenen Einlaßventils 167 gegen den Druck- speicher 88 abgesperrt sind.

Das Einlaßventil 167, zu dessen Erläuterung auch auf die Fig. 5a bezug ge- nommen sei, ist als druckgesteuertes 2/2-Wege-Ventil ausgebildet, auf des- sen insgesamt mit 171 bezeichneten Kolben die Kraft einer schwach vorge- spannten Ventilfeder 172 wirkt, die den Kolben 171 in seine dem sperrenden Zustand des Ventils 167 entsprechende, dargestellte,"obere"Endstellung drängt, in der ein Speicheranschluß 173 des Ventils 167 gegen dessen Nie- derhalter-Anschluß 174 abgesperrt ist. Das Ventilgehäuse 176 hat zwei über eine radiale Innenschulter 177 ineinander übergehende, bezüglich der zen- tralen Längsachse 178 koaxiale Bohrungsstufen 179 und 181 unterschiedli- chen Durchmessers d, beziehungsweise d2, in denen der Kolben 171, der seinerseits als Stufenkolben ausgebildet ist, mit Kolbenstufen 182 bezie- hungsweise 183 entsprechend verschiedener Durchmesser d, und d2 druck- dicht verschiebbar geführt ist. Die dem Durchmesser nach kleinere Kolben- stufe 182 bildet mit ihrer freien Endstirnfläche 184 des Betrages F, die axial bewegliche Begrenzung einer speicherseitigen,"oberen"Steuerkammer 186, die mit dem Speicheranschluß 173 in kommunizierender Verbindung steht.

Die dem Durchmesser nach größere Kolbenstufe 183 bildet die axial beweg- liche Begrenzung einer"unteren", pumpenseitigen Steuerkammer 187, die über ein Eingangs-Rückschlagventil 188 und eine Drosselblende 189 an die vom Ausgangs-Rückschlagventil 108 des Druckversorgungsaggregats 62 zum P-Versorgungsanschluß 107 des Hauptsteuerventils führende P- Druckversorgungsleitung 191 angeschlossen ist, wobei die Drosselblende 189 zwischen der P-Druckversorgungsleitung 191 und dem Eingangs- Rückschlagventil 188 angeordnet ist. Innerhalb eines mittleren Bereiches desjenigen Gehäuseteils, das von der dem Durchmesser nach kleineren Bohrungsstufe 179 durchsetzt ist, hat das Ventilgehäuse 176 eine Querboh-

rung 192, die radial außen in einen Ringraum 193 des Ventilgehäuses mün- det, mit dem der Niederhalter-Anschluß 174 in kommunizierender Verbin- dung steht. Mit dem Niederhalter-Anschluß 174 beziehungsweise der Quer- bohrung 192 ist auch ein"unterer"Ringraum 194 variabler axialer Ausdeh- nung kommunizierend verbunden, der axial bewglich durch die flanschförmig gestaltete Kolbenstufe 183 des größeren Durchmessers d2 begrenzt ist, wo- bei zwischen der flanschförmigen Kolbenstufe 183 und der längergestreck- ten zylindrischen Kolbenstufe 182 des kleineren Durchmessers d, eine An- schlagstufe 196 vorgesehen ist, durch deren Anlage an der Ringschulter 177 des Gehäuses die obere Endstellung des Kolbens 171 markiert ist, in der der Ventilkolben 171 so weit in den oberen Teil der die speicherseitige Steuer- kammer 186 gehäusefest begrenzenden Bohrungsstufe 179 eingetaucht ist, daß die obere Steuerkammer 186 hermetisch dicht gegen die Querbohrung 192 abgesperrt ist.

In der unteren Endstellung des Kolbens 171, die durch Anlage eines unteren Kolbenflansches 183 an der"unteren"Stirnwand 199 des Ventilgehäuses 176 oder die Block-Stellung der Ventilfeder 172 markiert ist, oder in einer dieser unteren Stellung nahen Position des Kolbens 171, ist die stangensei- tige, zylindrische Kolbenstufe 182 so weit nach unten verschoben, daß ihre freie Endstirnfläche 184 unterhalb der Querbohrung 192 verläuft und diese mit ihrem gesamten lichten Querschnitt freigegeben ist, so daß ein maxima- ler Wert des Überstromquerschnittes des vom Druckspeicher 88 über den Speicheranschluß 173 des Einlaßventils 167, den oberen Abschnitt der obe- ren Bohrungsstufe 179 und die Querbohrung zum Niederhalteranschluß 174 führenden Strömungspfades gegeben ist, über den Hydrauliköl aus dem Speicher 88 in die Niederhalter 29 überströmen kann, die dadurch sehr rasch in Anlage mit der zu fixierenden Blechbahn 11 gedrängt werden.

Die hierfür erforderliche Abwärtsbewegung des Einlaßventilkolbens 171 er- fordert eine Druckentlastung der unteren Steuerkammer 187 des Einlaßven-

tils 167 um mehr als den der Schließkraft der Ventilfeder 172 äquivaltenten "Schließ"-Druck derselben unterhalb des auf die obere freie Stirnfläche 184 des zylindrischen Kolbenstufe 182 und innerhalb des Ringraumes 194 wir- kenden Druckes, da die Summe des Betrages F, der oberen Endstirnfläche 184 und des effektiven Betrages F3 der den Ringraum 194 axial beweglich begrenzenden Ringflache gleich dem Betrag des effektiven Wertes F2 der unteren Begrenzungsfläche 197 der flanschförmigen Kolbenstufe 183 ist, auf die der in der unteren Steuerkammer 187 des Einlaßventils 167 herrschende Druck wirkt.

Das Auslaßventil 164 ist zu dem Zweck vorgesehen, eine raschest-mögliche Druckentlastung der Antriebsdruckräume 34 der Niederhalter 29 zu ermögli- chen, wenn diese nach Ausführung eines Schneidhubes des Obermessers 17 durch Einfahren der Kolbenstangen 39 der Niederhalter gelost werden müssen. Das Auslaßventil 164 ist, wie seiner Detaildarstellung der Fig. 5b unmittelbar entnehmbar ist, im wesentlichen baugleich mit dem Einlaßventil 167 (Fig. 5a) ausgeführt und unterscheidet sich von diesem konstruktiv le- diglich dadurch, daß sein Kolben 171'eine axial durchgehende, zentrale Bohrung 163 hat, die in der dargestellten, oberen Endstellung des Ventilkol- bens 171'die obere Steuerkammer 186'mit der unteren Steuerkammer 187' des Auslaßventils 164 kommunizierend verbindet. Die zentrale Bohrung 163 ist an ihrem einen, gemäß der Darstellung oberen Ende mit einer Drosse- blende 198 versehen, die im wesentlichen den Strömungswiderstand des sich zwischen der oberen Steuerkammer 186'und der unteren Steuerkam- mer 187'erstreckenden Strömungskanals bestimmt.

Soweit Elemente des in der Fig. 5b dargestellten Auslaßventils 164 mit Be- zugszeichen belegt sind, die auch für Elemente des Einlaßventils gemäß Fig. 5a verwendet sind, soll dies den Hinweis auf deren identische Gestal- tung und auch den Verweis auf ihre anhand der Beschreibung des Einlaß-

ventils 167 gemäß Fig. 5a schon erfolgte Beschreibung beinhalten, um Wie- derholungen zu vermeiden.

Das Auslaßventil 164 ist in die elektrohydraulische Steuereinheit 72 wie folgt eingefügt : Der in die kleinere Bohrungsstufe 179 mündende Ventileingang 173'des Auslaßventils 164 ist"direkt"mit den Antriebsdruckräumen 34 der Niederhalter 29 verbunden. Der mit dem Ringraum 194 der lichten Quer- schnittsfläche F3 ständig kommunizierende Ventilanschluß 174'bildet den Ausgang des Auslaßventils 164, der zum einen über eine Rücklaufleitung 201"direkt"mit dem drucklosen Vorratsbehälter 66 des Druckversor- gungsaggregats 62 verbunden ist und zum anderen über eine Drosselblende 202 mit einem zweiten Steueranschluß 203 des Pilotventils 83 verbunden ist, der sowohl in der federzentrierten Grundstellung 0 des Pilotventils 83 als auch in dessen dem Abwärts-Vorschub-und dem Schneidbetrieb zugeord- neten Funktionsstellung I über einen zusätzlichen Strömungspfad 204 mit dem drucklosen Vorratsbehälter 66 des Druckversorgungsaggregats 62 ver- bunden ist. Die untere Steuerkammer 187'des Auslaßventils 164 steht über einen x-Verbindungskanal 206 mit dem x-Steuerausgang 126 des Pilotven- tils 83 in kommunizierender Verbindung.

Zwischen das Eingangsrückschlagventil 188, über das die pumpenseitige Steuerkammer 187 des Einlaßventils 167 an die P-Druckversorgungsleitung 191 angeschlossen ist, und den P-Druckversorungsanschluß 127 des Pilot- ventils 83 ist ein Druckminderventil 207 der elektrohydraulischen Steuerein- heit 72 geschaltet, das den am P-Druckversorgungsanschluß 127 des Pilot- ventils 83 entstehenden Druck auf einen Wert begrenzt, der signifikant höher sein kann als der Ausgangsdruck des Speichers 88. Dadurch ist es möglich, daß in der dem Schneidbetrieb zugeordneten Funktionsstellung I des Pilot- ventils 83, in der der P-Druckversorgungsanschluß 127 des Pilotventils mit dem x-Steuerausgang 126 des Pilotventils verbunden und gegen den zwei- ten Steueranschluß 203 sowie den T-Rücklaufanschluß 208 des Pilotventils

83 abgesperrt, dieser jedoch mit dem zweiten Steueranschluß 203 des Pilot- ventils 83 verbunden ist, über die Drosselblende 198 des Kobens 171'des Auslaßventils 164 in die Antriebsdruckräume 34 der Niederhalter 29 ein Druck einkoppelbar ist, der höher ist als der Ausgangsdruck des Speichers 88, d. h. die Haltekraft der Niederhalter 29 signifikant über denjenigen Betrag hinaus erhöht werden kann, mit dem sie zunächst an den Blechstreifen 11 angelegt werden.

Diese Möglichkeit ist insbesondere dann von Bedeutung, wenn hohe Schneidkräfte und demgemäß auch hohe Halte-Kräfte erforderlich sind. Die Erzeugung hoher Vorschubkräfte mittels der Antriebs-Hydrozylinder 27 und 28, die zumindest in einer anfänglichen Phase des Vorschub-Betriebes des Obermessers 17 als Differentialzylinder arbeiten, wird durch ein Flächen- Umschaltventil 209 der elektrohydraulischen Steuereinheit 72 ermöglicht, das zwischen den B-Verbraucheranschluß 113 und den P-Ver- sorgungsanschluß 107 des Hauptsteuerventils geschaltet ist. Das Flächen- umschaltventil ist als druckgesteuertes 3/2-Wegeventil ausgebildet, das durch die Vorspannung einer Ventilfeder 210 in seine Grundstellung 0 ge- drängt wird, in der ein Durchflußpfad 211 des Flächenumschaltventils 209 freigegeben ist, über den der B-Verbraucheranschluß 113 des Hauptsteuer- ventils 73, an den der stangenseitige Antriebsdruckraum des kleineren Hy- drozylinders 28 angeschlossen ist, mit dem P-Versorgungsanschluß 107 verbunden ist. Gleichsinnig mit der Ventilfeder 210 wirkt die Kraft, die durch Druckeinkopplung in eine erste Steuerkammer 212 des Flächenumschalt- ventils 209 auf dessen durch das 3/2-Wege-Ventilsymbol repräsentierten Kolben ausgeübt wird. Diese erste Steuerkammer 212 ist über eine Steuer- leitung 213 mit dem B-Verbraucheranschluß 113 des Hauptsteuerventils 73 verbunden. Durch Druckeinkopplung in eine zweite Steuerkammer 214 des Flächenumschaltventils 209, die über eine weitere Steuerleitung 216 mit dem A-Verbraucheranschluß 103 des Hauptsteuerventils 73 verbunden ist, wobei die die axial bewegliche Begrenzung der zweiten Steuerkammer 214

bildende Endstirnfläche des Ventilkolbens dem Betrage nach größer ist als diejenige Endstirnfläche, welche die axial bewegliche Begrenzung der ersten Steuerkammer 212 bildet, ist der Ventilkolben des Flächenumschaltventils 209 in die Schaltstellung I des Flächenumschaltventils verschiebbar, in der ein Durchflußpfad 217 freigegeben ist, der den B-Verbraucheranschluß 113 "direkt"mit dem drucklosen Vorratsbehälter 66 des Druckversorgungsaggre- gats 62 verbindet.

Das Flächen-Umschaltventil 209 ist in Abstimmung mit den Antriebs- Hydrozylindern 27 und 28 dahingehend ausgelegt, daß es bei einem Über- schreiten eines Schwellenwertes pus des in den bodenseitigen Antriebs- druckraum 49 des größeren Antriebshydrozylinders 27 eingekoppelten Be- triebsdruckes aus seiner Grundstellung 0, in der der stangenseitige An- triebsdruckraum 53 des kleineren Antriebshydrozylinders mit dem p- Versorungsanschluß 107 des Hauptsteuerventils verbunden ist, in seine Schaltstellung I gelangt, in der der stangenseitige Antriebsdruckraum 53 des kleineren Antriebshydrozylinders 28 mit dem drucklosen Vorratsbehälter 66 verbunden ist ; das Flächenumschaltventil 209 wird hiernach erst dann wie- der in seine Grundstellung zurückgeschaltet, wenn der im bodenseitigen An- triebsdruckraum 49 des größeren Antriebszylinders herrschenden Druck ei- nen Schwellenwert PR unterschreitet, der durch die Beziehung gegeben ist. In dieser Beziehung ist mit A3 die dem Druck im stangenseitigen Antriebsdruckraum 53 des kleineren Antriebshydrozylinders 28 ausgesetzte Ringfläche seines Kolbens 43, mit A, die dem Druck im bodenseitigen An- triebsdruckraum 49 des größeren Antriebszylinders 27 ausgesetzte Kreisflä- che seines Kolbens 42 und mit a eine Konstante bezeichnet, die vorzugs- weise einen Wert um 0,1 hat. Hierdurch wird sichergestellt, daß das Flä-

chenumschaltventil 209 seine Schaltstellung I beibehält, solange der erhöhte Kraft-Bedarf besteht.

Das Flächen-Umschaltventil 209 kann, abweichend von der Darstellung als druckgesteuertes Ventil auch als elektrisch ansteuerbares Ventil ausgebildet sein, das in Abhängigkeit von sensierten Werten des Betriebsdruckes an- steuerbar ist, wobei ein typischer Schwellenwert pR des Betriebsdruckes, bei dem das Flächen-Umschaltventil in seine Schaltstellung I umschaltet, etwa 220bar beträgt.

Zur Erläuterung eines automatisch ablaufenden Schneidbetriebes der Blech- schere 10 sei davon ausgegangen, daß der Speicher-Ladevorgang abge- schlossen und der Druckspeicher 88 auf einen Soll-Druck von z. B. 70bar aufgeladen ist. Die Pumpe 63 arbeitet im Umlaufbetrieb und der Kolben 76 des Hauptsteuerventils 73 nimmt die in der Fig. 3b dargestellte Kopierstel- lung ein. Die untere Steuerkammer 82 des Hauptsteuerventils 73 ist über eine zwischen den x-Steueranschluß 86 der unteren Steuerkammer und das Umschaltventil 84 geschaltete Drosselblende 168 und einen in der Grund- stellung 0 des Umschaltventils 84 freigegebenen Durchflußpfad 169 mit dem drucklosen Vorratsbehälter 66 des Druckversorgungsaggregats 62 verbun- den und dadurch druckentlastet.

Das Obermesser 17 befindet sich in seiner geregelten, d. h. innerhalb einer geringfügigen Schwankungsbreite variierenden oberen Endstellung. Die Niederhalter 29 sind eingefahren. Das Einlaßventil 167 ist gesperrt, da in seine untere Steuerkammer 187 der Ausgangsdruck des Speichers 88 über das Hauptsteuerventil 73 eingekoppelt ist, so daß die Ventilfeder 172 das Einlaßventil 167 in seiner Sperrstellung zu halten vermag. Das Auslaßventil 164 ist ebenfalls gesperrt, da sowohl seine obere als auch seine untere Steuerkammer sich auf dem Druckniveau des Vorratsbehäiters 66 befinden und daher die Schließkraft der Ventilfeder 172 ausreicht, das Auslaßventil

164 in seiner Sperrstellung zu halten. Das Pilotventil 83 nimmt seine durch zwei in entgegengesetzter Richtung wirksame Ventilfedern 218 und 219 zentrierte Grundstellung ein, die dem Aufwärts-Fahrbetrieb des Obermes- sers 17 und dem Speicher-Ladebetrieb in der OT-Stellung zugeordnet ist.

Um von diesem"stationären"Betriebszustand der Blechschere 10 ausge- hend einen Schneidzyklus einzuleiten, wird das Pilotventil 83, das als elek- trisch steuerbares Magnetventil ausgebildet ist, in seine Schaltstellung I um- geschaltet, in der sein P-Druckversorgungsanschluß 127 mit seinem x- Steuerausgang 126 kommunizierend verbunden, der dadurch freigegebene Strömungspfad 221 jedoch gegen einen ebenfalls freigegebenen Entla- stungsströmungspfad 222 abgesperrt ist, der auch in der Funktionsstellung I des Pilotventils 83 die dem Entlastungspfad 166, der in der Grundstellung 0 des Pilotventils 83 freigegeben ist, entsprechende Verbindung zwischen dem drucklosen Vorratsbehälter 66 und der Rücklaufleitung 201 beziehungsweise dem Ausgangsventilanschluß 174'des Auslaßventils 164 freihalt. Über den in der Schaltstellung I des Pilotventils zwischen dessen Druckversorgungs- anschluß 127 und dessen x-Ausgang 126 freigegebenen Strömungspfad ist die untere Steuerkammer 187 des Einlaßventils 167 in komminizerende Ver- bindung mit der unteren Steuerkammer 187'des Auslaßventils 164 gelangt, die über die Drosselblende 198 des Kolbens 171'mit den Antriebsdruckräu- men 34 der Niederhalter 29 in kommunizierender Verbindung steht, mit der Folge, daß in der unteren Steuerkammer 187 des Einlaßventils 167 ein Druckabfall eintritt und dieses in seine Offen-Stellung gelangt, in der Hydrau- liköl vom Speicher 88 über den vom Speicheranschluß 173 zum Niederhal- ter-Anschluß 174 führenden, durch die Druckentlastung freigegebenen Strömungspfad großen Querschnitts strömt. Das Ergebnis der Freigabe die- ses Strömungspfades ist, daß die Niederhalter 29"rasch"angelegt werden, da aus dem Speicher 88 genügend Hydrauliköl, das unter hinreichendem Druck steht, zur Verfügung gehalten ist.

Geringfügig verzögert gegenüber dem Umschalten des Pilotventils 83 in dessen Funktionsstellung I wird das Umschaltventil 84 in dessen Funktions- stellung I umgeschaltet und dadurch über einen nunmehr freigegebenen Durchflußpfad 223 des Umschaltventils 84 der x-Steuerausgang 126 des Pilotventils 83 mit dem x-Steueranschluß 86 des Hauptsteuerventils 73 ver- bunden. Die Folge hiervon ist, daß der am x-Steuerausgang 126 des Pilot- ventils 83 anstehende Druck, der, solange sich das Hauptsteuerventil"noch" in seiner in der Fig. 3b dargestellten Kopierstellung oder in einer der damit verknüpften Wege-Konfiguration entsprechenden Stellung 0 befindet, dem momentanen Ausgangsdruck des Speichers 88 entspricht, der über die in dieser Funktionsstellung des Hauptsteuerventils 73 bestehende Verbindung zwischen dem Speicherringraum 111 und dem B-Ringraum 104, den in der Grundstellung des Flächenumschaltventils 209 freigegebenen Durchflußpfad 211, das Eingangsrückschlagventil 188, das Druckbegrenzungsventil 207, den Durchflußpfad 221 des Pilotventils 83 und den Durchflußpfad 223 des Umschaltventils 84 sowie über die Drosselblende 168 in die untere Steuer- kammer 82 des Hauptsteuerventils 73 eingekoppelt ist. Hierdurch gelangt der Kolben 76 des Hauptsteuerventils 73 in die in der Fig. 3c dargestellte "obere"Endstellung, in der das Hilfsventil 143 seine"obere"Sperrstellung II einnimmt. In dieser Funktionsstellung ist der von der Konstantpumpe 63 über die Drossel 137 (Fig. 4) und das Druckbegrenzungsventil 141 der Speicher- Ladeventilanordnung 131 führende Entlastungs-Strömungspfad gesperrt, so daß über der Drossel 137 ein Druckabfall nicht mehr auftreten kann, wo- durch der Druck in der ersten Steuerkammer 134 des druckgesteuerten Um- schaltventils 132 ansteigt und dieses Umschaltventil 132 der Speicher- Ladeventilanordnung wieder in seine Sperrstellung 0 gelangt, in der der Umlaufbetrieb der Konstantpumpe aufgehoben ist und die Pumpe wieder über das Ausgangs-Rückschlagventil 108 ausschließlich in die P- Druckversorgungsleitung 191 fördert.

In der den Abwärtsbewegungen des Obermessers 17 zugeordneten Funkti- onsstellung II des Hauptsteuerventils 73 strömt das von der Konstantpumpe 63 geförderte Hydrauliköl vom P-Versorgungsanschluß 107 des Hauptsteu- erventils 73 zu dessen A-Verbraucheranschluß 103 und von diesem in den oberen, bodenseitigen Antriebsdruckraum 49 des größeren Antriebszylinders 27. Aus dem stangenseitigen Antriebsdruckraum 53 des kleineren Antriebs- Hydrozylinders 28 verdrängtes Hydrauliköl strömt, solange sich das Flächen- Umschaltventil 209 in seiner Grundstellung 0 befindet,"zurück"zum P- Versorgungsanschluß 107 des Hauptsteuerventils 73 und addiert sich gleichsam zu dem von der Konstantpumpe 63 gelieferten Hydrauliköl-Strom, mit der Folge, daß die beiden Antriebs-Hydrozylinder 27 und 28 in einem "Eil"-Vorschubbetrieb arbeiten, der zu einer raschen Annäherung des Ober- messers 17 an die Blechbahn 11 führt.

Sobald die Schneidkante 18 des Obermessers 17 auf die Blechbahn auftrifft, steigt der Druck in den Antriebsdruckräumen der Antriebs-Hydrozylinder 27 und 28 in dem Maße an, wie die zum Durchtrennen der Blechbahn 11 auf- zubringende Schneidkraft ansteigt. Wird hierbei ein Druck von z. B. 220bar überschritten, so geht das druckgesteuerte Flächen-Umschaltventil 209 in seine Schaltstellung I über, in der der stangenseitige Antriebsdruckraum 53 des kleineren Antriebs-Hydrozylinders 28 über den nunmehr freigegebenen Durchflußpfad 217 des Flächen-Umschaltventils 209 mit dem drucklosen Vorratsbehälter 66 verbunden ist. Die beiden Antriebs-Hydrozylinder 27 und 28 arbeiten jetzt in einem"Last"-Vorschubbetrieb, in dem die Vorschubkraft erhöht ist, die Vorschubgeschwindigkeit jedoch erniedrigt, da nur noch die von der Konstantpumpe 63 geförderte Hydrauliköl-Menge über den A- Verbraucheranschluß 103 zum oberen Antriebsdruckraum 49 des größeren Antriebs-Hydrozylinders 27 gefördert wird.

Während der den abwärts gerichteten Bewegungen des Obermessers 17 zugeordneten Funktionszuständen der elektrohydraulischen Steuereinheit 72

ist der Ausgangsdruck der Konstantpumpe über die Drosselblende 189 und das dieser nachgeschaltete Eingangsrückschlagventil 188 zum einen"direkt" in die untere Steuerkammer 187 des Einlaßventils 167 und zum anderen über das Pilotventil 83 in die untere Steuerkammer 187'des Auslaßventils 164 eingekoppelt, mit der Folge, daß sowohl das Einlaßventil 167 als auch das Auslaßventil 164 ihre mit den oberen Endstellungen ihrer Kolben 171 beziehungsweise 171'verknüpften Sperrstellungen entnehmen.

Mit dem Erreichen einer unteren Endstellung des Obermessers 17, nachdem die Blechbahn 11 durchtrennt ist, wird das Pilotventil 83, z. B. gesteuert durch das Ausgangssignal eines auf diese untere Endstellung des Obermessers 17 ansprechenden UT-Schalters 225 wieder in seine Grundstellung 0 zu- rückgeschaltet. Als Folge hiervon tritt zum einen über das in seiner Schalt- stellung I verbleibende Umschaltventil 84 eine Druckentlastung der unteren Steuerkammer 82 des Hauptsteuerventils 73 ein, dessen Ventilkolben 76 dadurch in seine untere Endstellung geschoben wird, und zum anderen auch eine Druckentlastung der unteren Steuerkammer 187'des Auslaßventils 164, dessen Kolben 171', bedingt durch den Druckabfall über seiner Dros- selblende 198, nach unten verschoben wird, mit der Folge, daß der die Druckentlastung der Niederhalter vermittelnde, der Offen-Stellung des Aus- laßventils 164 entsprechende Strömungspfad, der direkt zum drucklosen Vorratsbehälter 66 führt, freigegeben wird und die Niederhalter 29 rasch von der Blechbahn 11 abheben. Während der Hauptsteuerventilkolben 76 aus seiner oberen Endstellung, aus der heraus sich das Obermesser 17 abwärts bewegt hatte, in seine untere Endstellung geschoben wird, die der Aufwärts- Bewegung des Obermessers 17 zugeordnet ist, ist die Mittelstellung 0 des Hauptsteuerventils durchlaufen worden, in der Hydrauliköl zum Druckspei- cher 88 überströmen kann, so daß der Druckspeicher 88 während des Um- schaltens von Abwärts-auf Aufwärts-Bewegung des Obermessers 17 Druckmedium aufnehmen und dadurch als Puffer wirken kann, der eine Druckschlag-Dämpfung und damit einen sanfteren Übergang vom abwärts in

den aufwärts gerichteten Rückzugs-Bewegungsbetrieb bewirken kann. Das- selbe gi) t sinngemäß, für die Endphase der aufwärts gerichteten Rück- zugsbewegung des Obermessers, in der der Kopieranschlag 128 den Hauptsteuerventilkolben 76 nach oben verschiebt, wobei das Hauptsteuer- ventil in seine Kopierstellung 0, die Speicher-Ladestellung gelangt, die auch mittels eines OT-Endschalters 224 elektrisch quittiert wird, durch dessen mit dem Erreichen der oberen Endstellung ausgelöstes Ausgangssignal ein Zu- rückschalten des Umschaltventils 84 in dessen Grundstellung gesteuert wird, so daß die elektrohydraulische Steuereinheit 72 nunmehr in den dem Spei- cher-Ladebetrieb zugeordneten Funktionszustand gesteuert ist, aus dem heraus, nachdem der Speicher 88 wieder aufgeladen ist, der nächste Schneidzyklus durch erneutes Umschalten des Pilotventils 83 in dessen Schaltstellung I eingeleitet werden kann.

Das Pilotventil 83 ist als 3-Stellungsventil ausgebildet, das durch alternative Erregung seiner Steuermagnete aus der federzentrierten Grundstellung 0 heraus gegen die Wirkung je einer der beiden Ventilfedern 218 und 219 in die Funktionsstellungen I und 11 schaltbar ist. In der-noch nicht erläuterten- Funktionsstellung II sind zwei Durchflußpfade 226 und 227 des Pilotventils 83 freigegeben, wobei der eine Durchflußpfad 227 den Druckversorungsan- schluß 127 des Pilotventils 83 mit dessen zweitem Steueranschluß 203 ver- bindet, und der andere Strömungspfad 226 den x-Steuerausgang 126 des Pilotventils 83 mit dessen T-Rücklaufanschluß 208 verbindet. Diese Funkti- onsstellung 11 des Pilotventils 83 ist einem"langsamen"Absenkungsbetrieb des Obermessers 17 zugeordnet, in dem die Konstantpumpe abgeschaltet ist und sich das Flächen-Umschaltventil 209 in seiner Grundstellung 0 befin- det. In diesem Funktionszustand der elektrohydraulischen Steuereinheit 72 kann Hydrauliköl aus dem stangenseitigen Druckraum 53 des kleineren Hy- drozylinders 28 über den offenen Durchflußpfad 211 des Fiächen- Umschaltventils 209, die Drosselblende 189, das Eingangsrückschlagventil 188, das Druckventil 207, den in der Funktionsstellung II des Pilotventils 83

freigegebenen Durchflußpfad 227 und die Drosselblende 202, d. h. über ei- nen insgesamt hohen Strömungswiderstand"gedrosselt"zum drucklosen Vorratsbehälter 66 abströmen, so daß sich das Obermesser 17 entspre- chend langsam nach unten bewegt.

Diese Abwärtsbewegung setzt erst ein, nachdem der Druckspeicher 88, der als vorgespannter Blasenspeicher vorausgesetzt sei, entladen ist. Solange dies noch nicht der Fall ist, bleibt nach einem Abschalten der Konstantpum- pe 63 in der OT-Stellung des Obermessers die hiermit verknüpfte Kopier- stellung des Hauptsteuerventilkolbens 76 geregelt erhalten, wobei jedoch wegen der in dieser Stellung zwischen dem Speicher-Ringraum 111 und dem B-Verbraucheranschluß 113 bestehenden Verbindung über den ge- drosselten Entlastungspfad Drucköl aus dem Speicher 88 abströmt und die- ser entladen wird. <BR> <BR> <BR> <BR> <BR> <BR> <P>Die Einstellung der kleinen Schneidwinkel a, die die Schneidkante 18 des Obermessers 17 mit der Blechbahn-Ebene einschließt, erfolgt durch An- steuerung des kleinen Antriebs-Hydrozylinders 28 im Sinne einer Anhebung oder Absenkung des mit der Kolbenstange 46 dieses Hydrozylinders bewe- gungsgekoppelten Endes des Obermessers, d. h. durch Schwenkung um diejenige Gelenkachse 58 um die der Obermesserträger 57 im Bereich des größeren Antriebs-Hydrozylinders 27 auf-und ab-schwenkbar ist, wobei die Winkeleinstellung in der OT-Lage des Obermessers 17 erfolgt, mit der die geregelte Kopierstellung des Hauptsteuerventils 73 verknüpft ist.

Zur Ansteuerung des kleineren Antriebszylinders 28 im Sinne der Schneid- winkel-Einstellung ist ein Winkel-Stellventil 228 der elektrohydraulischen Steuereinheit 72 vorgesehen, das als elektrisch ansteuerbares 4/3-Wege- Magnetventil ausgebildet ist, das eine durch Ventilfendern 229 und 231 zen- trierte Grundstellung 0 und durch individuelle Erregung zweier Steuerwick- lungen eines Steuer-Magnetsystems einstellbare, alternative Schaltstellun-

gen I und 11 hat, die dem Absenkungs-beziehungsweise dem Rückzugs- Betrieb des Kolbens 43 des kleineren Hydrozylinders 28 zugeordnet sind.

Das Winkel-Stellventil 228 hat einen mit dem stangenseitigen Antriebsdruck- raum 53 des kleineren Antriebs-Hydrozylinders und damit auch mit dem B- Verbraucheranschluß 113 des Hauptsteuerventils 73 verbundenen p- Versorgungsanschluß 232, einen mit dem drucklosen Vorratsbehälter 66 des Druckversorgungsaggregats 62 verbundenen T-Rücklaufanschluß 233, ei- nen über ein druckgesteuert entsperrbares Rückschlagventil 234 und eine Drosselblende 236 mit dem bodenseitigen Antriebsdruckraum 51 des kleine- ren Antriebs-Hydrozylinders 28 verbundenen Verbraucheranschluß 237 und einen Steuerausgang 238, der mit einem Steuereingang 239 des entsperrba- ren Rückschlagventils 234 verbunden ist.

In der Grundstellung 0 des Winkel-Steliventils 228 ist der P- Versorgungsanschluß 232 gegen den Verbraucheranschluß 237 abgesperrt, dieser jedoch mit dem T-Rücklaufanschluß 233 verbunden, mit dem in der Grundstellung des Winkel-Stellventils auch der Steuerausgang 238 des Win- kel-Stellventils 228 kommunizierend verbunden ist. In der Grundstellung 0 des Winkel-Steliventils 228 ist das Rückschlagventil gesperrt. In der Funkti- onsstellung I ist der Steuerausgang 238 des Winkel-Steliventils 228 druk- kentlastet, der Verbraucheranschluß 237 jedoch kommunizierend mit dem p- Versorgungsanschluß 232 verbunden, so daß das Rückschlagventil 234 durch den am p-Versorgungsanschluß 232 im Betrieb der Pumpe 63 sich aufbauenden Druck öffnet und Hydrauliköl in den bodenseitigen Antriebs- druckraum 51 des kleineren Hydrozylinders 28 einströmt, wodurch dessen Kolben 43 im Sinne einer Absenkung des mit diesem bewegungsgekoppel- ten Messer-Endes verschoben wird. In dieser Funktionsstellung I des Win- kel-Stellventils 228 wird der Schneidwinkel a verkleinert. In der Schaltstel- lung 11 des Winkel-Stellventils ist der p-Versorgungsanschluß 232 mit dem Steuerausgang 238 des Winkel-Steuerventils 228 verbunden, mit der Folge,

daß das Rückschlagventil 234 entsperrt wird. In dieser Funktionsstellung II ist der Verbraucheranschluß 237 kommunizierend mit dem T- Rücklaufanschluß 233 verbunden, so daß über das geöffnete Rückschlag- ventil Drucköl aus dem bodenseitigen Antriebsdruckraum 51 des kleineren Antriebs-Hydrozylinders 28 entweichen kann und demgemäß der Kolben 43 dieses Hydrozylinders 28 sich nach oben bewegt, was einer Vergrößerung des Schneidwinkels a entspricht. Die Position des Kolbens 42 des größeren Antriebs-Hydrozylinders 27 wird gehalten, da über diesen die OT-Stellung des Obermessers 17 in demjenigen Bereich geregelt wird, in dem der Mes- serträger 57 gelenkig mit der Kolbenstange 44 des Kolbens 42 des größeren Antriebs-Hydrozylinders verbunden ist.