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Title:
SHEET-PROCESSING MACHINE HAVING A DELIVERY UNIT, AND METHOD FOR DEPOSITING SHEETS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2016/198191
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a sheet-processing machine having a delivery unit and having a sheet conveying system for conveying and releasing sheets (7) above a delivery stack (9), wherein at least one stop (12, 14, 16) is provided for aligning the sheets (7) which fall and form the delivery stack (9), and wherein at least one sensor (15, 17, 25, 26, 30) is provided for monitoring the sheet delivery unit, and to a method for depositing sheets. The problem addressed by the invention is that of creating a delivery unit of a sheet-processing machine. In particular, the delivery unit is designed in such a manner that damage caused by sheets which are deposited in a faulty manner can be excluded and the efficiency of the machine is increased. According to the invention, the problem is solved by virtue of the fact that an evaluation unit is provided which is connected to the sensor (15, 17, 25, 26, 30), evaluates sensor signals of the sensor (15, 17, 25, 26, 30), and evaluates the sensor signal of a respective sheet (7) in relation to a state parameter of the machine and/or in relation to a sensor signal of a further sheet (7).

Inventors:
SCHUMANN, Volkmar (Waldstrasse 31, Coswig, 01640, DE)
TASCHENBERGER, Volker (Anne-Frank-Weg 34, Coswig, 01640, DE)
KOCH, Michael (Parkweg 7B, Dresden-Cossebaude, 01156, DE)
FÖRSTER, Matthias (Grenzstraße 39, Coswig, 01640, DE)
Application Number:
EP2016/058796
Publication Date:
December 15, 2016
Filing Date:
April 20, 2016
Export Citation:
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Assignee:
KOENIG & BAUER AG (Friedrich-Koenig-Str. 4, Würzburg, 97080, DE)
International Classes:
B65H43/04; B65H29/04
Domestic Patent References:
WO2015082622A22015-06-11
Foreign References:
DE102006040679A12007-04-05
DE10106669A12002-08-29
DE102012206926A12012-10-31
DE102006040679A12007-04-05
DE10106669A12002-08-29
DE19819688A11999-11-04
DE102004021808A12005-12-01
EP1842817A22007-10-10
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Claims:
Ansprüche

1. Bogenverarbeitende Maschine mit einer Auslage und mit einem Bogenfordersystem zum Fördern und Freigeben von Bogen (7) über einem Auslagestapel (9), wobei mindestens ein Anschlag (12, 14, 16) zum Ausrichten der fallenden und den

Auslagestapel (9) bildenden Bogen (7) vorgesehen ist und

wobei mindestens ein Sensor (15, 17, 25, 26, 30) zur Überwachung der

Bogenablage vorgesehen ist,

dadurch gekennzeichnet,

dass eine mit dem Sensor (15, 17, 25, 26, 30) verbundene und Sensorsignale des Sensors (15, 17, 25, 26, 30) auswertende Auswerteeinrichtung vorgesehen ist, die das Sensorsignal eines jeweiligen Bogens (7) in Bezug auf einen

Zustandsparameter der Maschine und/oder

in Bezug auf ein Sensorsignal eines weiteren Bogens (7) auswertet.

2. Maschine nach Anspruch 1 ,

dadurch gekennzeichnet,

dass der Sensor (15, 17, 25, 26, 30) zur Überwachung der Ablage aufeinander folgend fallender Bogen (7) angeordnet ist.

3. Maschine nach Anspruch 1 und/oder 2,

dadurch gekennzeichnet,

dass der Sensor (15, 17, 25, 26, 30) zur Überwachung während des

Maschinenlaufes ausgebildet ist.

4. Maschine nach Anspruch 1 , 2 und/oder 3,

dadurch gekennzeichnet,

dass der Sensor (15, 17, 25, 26, 30) als berührungslos arbeitender Sensor ausgebildet ist.

5. Maschine nach Anspruch 1 , 2, 3 und/oder 4,

dadurch gekennzeichnet,

dass der Sensor (15, 17, 25, 26, 30) als optischer Sensor oder als Laser-Sensor ausgebildet ist.

6. Maschine nach Anspruch 1 , 2, 3, 4 und/oder 5,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Auswerteeinrichtung die mittels des Sensors (15, 17, 25, 26, 30) ermittelten Sensorsignale mit vorgebbaren Soll-Werten vergleicht.

7. Maschine nach Anspruch 1 , 2, 3, 4, 5 und/oder 6,

dadurch gekennzeichnet,

dass der Auswerteeinrichtung Vorgaben über Toleranzwerte zuführbar sind.

8. Maschine nach Anspruch 1 , 2, 3, 4, 5, 6 und/oder 7,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Auswerteeinrichtung vorgegebene Soll-Werte mit vorgebbaren

Toleranzwerten verknüpft und/oder vergleicht.

9. Maschine nach Anspruch 1 , 2, 3, 4, 5, 6, 7 und/oder 8,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Auswerteeinrichtung mit mindestens zwei Sensoren (15, 17, 25, 26, 30) in Verbindung steht.

10. Maschine nach Anspruch 1 , 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8 und/oder 9,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Auswerteeinrichtung die Sensorsignale mehrerer Sensoren (15, 17, 25, 26, 30) gemeinsam auswertet.

11. Maschine nach Anspruch 1 , 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 und/oder 10,

dadurch gekennzeichnet, dass die Auswerteeinrichtung die Sensorsignale mehrerer Sensoren (15, 17, 25, 26, 30) im Verhältnis zueinander auswertet.

12. Maschine nach Anspruch 1 , 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10 und/oder 11 ,

dadurch gekennzeichnet,

dass der Auswerteeinrichtung Informationen über den Maschinenzustand zuführbar sind.

13. Maschine nach Anspruch 1 , 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11 und/oder 12,

dadurch gekennzeichnet,

dass der Auswerteeinrichtung Informationen über den Maschinenwinkel zuführbar sind.

14. Maschine nach Anspruch 1 , 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11 , 12 und/oder 13,

dadurch gekennzeichnet,

dass der Auswerteeinrichtung Informationen über den aktuellen Maschinenwinkel in Echtzeit zuführbar sind.

15. Maschine nach Anspruch 1 , 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11 , 12, 13 und/oder 14,

dadurch gekennzeichnet,

dass der Auswerteeinrichtung Informationen über einen Mindestabstand unmittelbar aufeinander folgend fallender Bogen (7) als Soll-Werte zuführbar sind.

16. Maschine nach Anspruch 1 , 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11 , 12, 13, 14 und/oder 15, dadurch gekennzeichnet,

dass eine mit der Auswerteeinrichtung in Signalverbindung stehende

Steuereinrichtung vorgesehen ist, mit welcher ein Signal generierbar ist, anhand dessen eine Maschinenfunktion initiierbar ist.

17. Maschine nach Anspruch 1 , 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11 , 12, 13, 14, 15 und/oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass eine mit der Auswerteeinrichtung in Signalverbindung stehende Steuereinrichtung vorgesehen ist, mit welcher ein Signal generierbar ist, anhand dessen ein Maschinenhalt initiierbar ist.

18. Maschine nach Anspruch 1 , 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11 , 12, 13, 14, 15, 16 und/oder 17,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Auswerteeinrichtung mit einer Anzeigeeinrichtung zur Anzeige von Informationen über Sensorsignale, Bogenlagen und/oder den Maschinenzustand in Verbindung steht.

19. Maschine nach Anspruch 1 , 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11 , 12, 13, 14, 15, 16, 17

und/oder 18,

dadurch gekennzeichnet,

dass mindestens zwei Sensoren (15, 17) beabstandet zueinander und derart ausgebildet sind, dass mit diesen gleichzeitig fallende Bogen (7) detektierbar sind.

20. Maschine nach Anspruch 1 , 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11 , 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18 und/oder 19,

dadurch gekennzeichnet,

dass mindestens zwei Sensoren (15) beabstandet zueinander einer

Stapelhinterkante zugeordnet sind.

21. Maschine nach Anspruch 1 , 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11 , 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19 und/oder 20,

dadurch gekennzeichnet,

dass mindestens zwei Sensoren (15) beabstandet zueinander

Hinterkantenanschlägen (14) zugeordnet sind.

22. Maschine nach Anspruch 1 , 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11 , 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20 und/oder 21 , dadurch gekennzeichnet,

dass die Auswerte- und/oder Steuereinrichtung mit einer Maschinensteuerung zusammenwirkt.

23. Maschine nach Anspruch 1 , 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11 , 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20, 21 und/oder 22,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Auswerte- und/oder Steuereinrichtung in einer Maschinensteuerung integriert ist.

24. Maschine nach Anspruch 1 , 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11 , 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20, 21 , 22 und/oder 23,

dadurch gekennzeichnet,

dass die bogenverarbeitende Maschine eine Druckmaschine ist.

25. Maschine nach Anspruch 1 , 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11 , 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20, 21 , 22, 23 und/oder 24,

dadurch gekennzeichnet,

dass die bogenverarbeitende Maschine eine Bogenoffsetrotationsdruckmaschine ist.

26. Maschine nach Anspruch 1 , 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11 , 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20, 21 , 22, 23, 24 und/oder 25,

dadurch gekennzeichnet,

dass der mindestens eine Sensor (15, 17, 25, 26, 30) zur ununterbrochenen

Überwachung fallender Bogen (7) während eines laufenden Druckprozesses ausgebildet ist.

27. Verfahren zur Ablage von Bogen (7) in der Auslage einer bogenverarbeitenden

Maschine,

wobei mindestens ein Anschlag (12, 14, 16) fallende und einen Auslagestapel (9) bildende Bogen (7) ausrichtet und wobei mindestens ein Sensorsignale erzeugender Sensor (15, 17, 25, 26, 30) die Bogenablage überwacht,

dadurch gekennzeichnet,

dass das Sensorsignal eines jeweiligen Bogens (7) in Bezug auf einen

Zustandsparameter der Maschine und/oder

in Bezug auf ein Sensorsignal eines weiteren Bogens (7) ausgewertet wird.

28. Verfahren nach Anspruch 27,

dadurch gekennzeichnet,

dass der Sensor (15, 17, 25, 26, 30) fallende Bogen (7) überwacht.

29. Verfahren nach Anspruch 27 und/oder 28,

dadurch gekennzeichnet,

dass der Sensor (15, 17, 25, 26, 30) mit einer Auswerteeinrichtung in Verbindung steht, die die vom Sensor (15, 17, 25, 26, 30) abgegebenen Sensorsignale auswertet.

30. Verfahren nach Anspruch 27, 28 und/oder 29,

dadurch gekennzeichnet,

dass eine Auswerteeinrichtung vorgesehen ist, der Soll-Werte und/oder

Toleranzwerte zugeführt werden.

31. Verfahren nach Anspruch 27, 28, 29 und/oder 30,

dadurch gekennzeichnet,

dass eine Auswerteeinrichtung vorgesehen ist, die die Sensorsignale des Sensors (15, 17, 25, 26, 30) mit Soll-Werten unter Beachtung von Toleranzwerten vergleicht.

32. Verfahren nach Anspruch 27, 28, 29, 30 und/oder 31 ,

dadurch gekennzeichnet,

dass eine Auswerteeinrichtung vorgesehen ist, die die Sensorsignale mehrerer Sensoren (15, 17, 25, 26, 30) auswertet.

33. Verfahren nach Anspruch 27, 28, 29, 30, 31 und/oder 32,

dadurch gekennzeichnet,

dass eine Auswerteeinrichtung vorgesehen ist, die die Sensorsignale mehrerer Sensoren (15, 17, 25, 26, 30) im Verhältnis zueinander auswertet.

34. Verfahren nach Anspruch 27, 28, 29, 30, 31 , 32 und/oder 33,

dadurch gekennzeichnet,

dass eine Information ausgegeben wird, wenn Sensorsignale mehrerer Sensoren (15, 17, 25, 26, 30) voneinander und/oder von einem Soll-Wert abweichen.

35. Verfahren nach Anspruch 27, 28, 29, 30, 31 , 32, 33 und/oder 34,

dadurch gekennzeichnet,

dass eine Information ausgegeben wird, wenn Sensorsignale mehrerer Sensoren (15, 17, 25, 26, 30) voneinander und/oder von einem Soll-Wert unter Beachtung vorgegebener Toleranzwerte abweichen.

36. Verfahren nach Anspruch 27, 28, 29, 30, 31 , 32, 33, 34 und/oder 35,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Signalauswertung intervallweise erfolgt.

37. Verfahren nach Anspruch 27, 28, 29, 30, 31 , 32, 33, 34, 35 und/oder 36,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Signalauswertung für jeden Bogen (7) einzeln erfolgt.

38. Verfahren nach Anspruch 27, 28, 29, 30, 31 , 32, 33, 34, 35, 36 und/oder 37,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Signalauswertung ununterbrochen während des Maschinenlaufes erfolgt.

39. Verfahren nach Anspruch 27, 28, 29, 30, 31 , 32, 33, 34, 35, 36, 37 und/oder 38, dadurch gekennzeichnet, dass der Zustandsparameter der Maschine der Maschinenwinkel ist.

40. Verfahren nach Anspruch 27, 28, 29, 30, 31 , 32, 33, 34, 35, 36, 37, 38 und/oder 39, dadurch gekennzeichnet,

dass das Sensorsignal eines weiteren Bogens (7) ein Sensorsignal eines vorauseilenden oder eines nachfolgenden Bogens (7) ist.

41. Verfahren nach Anspruch 27, 28, 29, 30, 31 , 32, 33, 34, 35, 36, 37, 38, 39 und/oder 40,

dadurch gekennzeichnet,

dass das Sensorsignal eines weiteren Bogens (7) ein Sensorsignal eines unmittelbar vorauseilenden oder eines unmittelbar nachfolgenden Bogens (7) ist.

42. Verfahren nach Anspruch 27, 28, 29, 30, 31 , 32, 33, 34, 35, 36, 37, 38, 39, 40

und/oder 41 ,

dadurch gekennzeichnet,

dass mit einem Sensor (15, 17) aufeinander folgend fallende Bogen (7) einzeln detektiert werden.

43. Verfahren nach Anspruch 27, 28, 29, 30, 31 , 32, 33, 34, 35, 36, 37, 38, 39, 40, 41 und/oder 42,

dadurch gekennzeichnet,

dass ein Sensor (15, 17) ein Sensorsignal ausgibt, wenn ein fallender Bogen (7) detektiert wird.

44. Verfahren nach Anspruch 27, 28, 29, 30, 31 , 32, 33, 34, 35, 36, 37, 38, 39, 40, 41 , 42 und/oder 43,

dadurch gekennzeichnet,

dass mehrere Sensorsignale gleichzeitig ausgewertet werden.

45. Verfahren nach Anspruch 27, 28, 29, 30, 31 , 32, 33, 34, 35, 36, 37, 38, 39, 40, 41 , 42, 43 und/oder 44,

dadurch gekennzeichnet,

dass bei einer Detektion eines fehlerhaft fallenden oder gefallenen Bogens (7) eine Maschinenfunktion initiiert wird.

46. Verfahren nach Anspruch 27, 28, 29, 30, 31 , 32, 33, 34, 35, 36, 37, 38, 39, 40, 41 , 42, 43, 44 und/oder 45,

dadurch gekennzeichnet,

dass bei einer Detektion eines fehlerhaft fallenden oder gefallenen Bogens (7) ein Maschinenhalt initiiert wird.

47. Verfahren nach Anspruch 27, 28, 29, 30, 31 , 32, 33, 34, 35, 36, 37, 38, 39, 40, 41 , 42, 43, 44, 45 und/oder 46,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Auswerteeinheit bei einer Detektion eines fehlerhaft fallenden oder gefallenen Bogens (7) ein Signal an eine Steuereinheit und/oder eine

Anzeigeeinheit ausgibt.

48. Verfahren nach Anspruch 27, 28, 29, 30, 31 , 32, 33, 34, 35, 36, 37, 38, 39, 40, 41 , 42, 43, 44, 45, 46 und/oder 47,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Auswertung der Sensorsignale parameterabhängig, insbesondere geschwindigkeitsabhängig, materialabhängig, bedruckstoffabhängig und/oder formatabhängig, erfolgt.

49. Verfahren nach Anspruch 27, 28, 29, 30, 31 , 32, 33, 34, 35, 36, 37, 38, 39, 40, 41 , 42, 43, 44, 45, 46, 47 und/oder 48,

dadurch gekennzeichnet,

dass Soll-Werte und/oder Toleranzwerte als Kurven gespeichert werden. Verfahren nach Anspruch 27, 28, 29, 30, 31 , 32, 33, 34, 35, 36, 37, 38, 39, 40, 41 , 42, 43, 44, 45, 46, 47, 48 und/oder 49,

dadurch gekennzeichnet,

dass eine Maschinenfunktion in Abhängigkeit eines ausgewerteten Fehlerfalles initiiert wird.

Description:
Bogenverarbeitende Maschine mit einer Auslage und Verfahren zur Ablage von Bogen

Die Erfindung betrifft eine Bogenverarbeitende Maschine mit einer Auslage und mit einem Bogenfordersystem zum Fördern von Bogen über einen Auslagestapel und ein Verfahren zur Ablage von Bogen.

In der DE 10 2006 040 679 A1 werden ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Ablegen von Bogen einer bogenverarbeitenden Maschine auf einem Bogenstapel beschrieben, wobei die Bogen durch das endlos umlaufende Bogenfordersystem nacheinander über den Bogenstapel und mit der Bogenvorderkante gegen Vorderkantenanschläge transportiert werden. Um eine exakte Stapelbildung realisieren zu können, sind in derartigen Auslagen den Bogenstapeln seitlich im oberen Bereich zugeordnete Anschlagflächen vorgesehen, denen eine quer zur Bogentransportrichtung gerichtete, hin- und hergehende Bewegung aufgeprägt wird, wodurch die Bogen bezüglich ihrer Seitenkante ausgerichtet werden. Die Lage der Seitenkanten der von dem Bogenfordersystem dem Bogenstapel zugeführten Bogen in Bezug auf die Anschlagflächen wird durch ebenfalls seitlich vorgesehene Ultraschallsensoren erfasst. Bei Abweichungen der Ist-Lage von der Soll-Lage werden Stellelemente zur Korrektur der Bogenlage aktiviert oder die Bogenförderung wird unterbrochen.

Nachteilig ist, dass lediglich bei Abweichungen der Ist-Lage von der Soll-Lage hinsichtlich der Seitenkantenposition eine Korrektur oder Unterbrechung der Bogenzufuhr erfolgt. Das bedeutet jedoch, dass nur sogenannte Schiefbogen bezüglich der Seitenkantenanschläge und nicht auch Überschießbogen oder Schiefbogen bezüglich der Vorderkantenanschläge erfassbar sind. Überschießbogen oder Schiefbogen bezüglich der Vorderkantenanschläge werden durch die Greifersysteme oder das die Bogen abbremsende sowie gegen die Vorderkantenanschläge fördernde Bogenbremssystem über diese geführt. Werden solche Bogen von nachfolgenden Greifersystemen des Bogenfördersystems mitgerissen, kann das zu einer Havarie der bogenverarbeitenden Maschine führen.

Auch die Maßnahme, dass bei Abweichungen der Lage der Seitenkanten von einer Soll- Lage die Bogenzufuhr unterbrochen wird, mindert die Effektivität der bogenverarbeitenden Maschine dadurch, dass alle in der Maschine befindlichen Bogen Makulatur sind. Darüber hinaus ist es von Nachteil, dass die in der Maschine befindlichen Bogen zeitaufwändig abgeführt werden müssen.

Aus der DE 101 06 669 A1 ist eine Einrichtung zur Ablage von Bogen bekannt, bei der Messeinrichtungen in den Vorderkantenanschlägen angeordnet sind. In einer ersten Ausführungsform ist die Messeinrichtung als Berührungssensor ausgebildet, der die Bogenankunftshöhe und weiter die Berührungsintensität erfassen kann. In einer zweiten Ausführungsform ist die Messeinrichtung als Empfänger eines von einer Lichtquelle abgegebenen Lichtstrahls ausgebildet. Eine verbundene Steuer- und Regeleinrichtung verändert den Zeitpunkt der Greiferöffnung und/oder die Drehzahl (Umfangsgeschwindigkeit) der Saugwalze und/oder die Saugkraft der Saugwalze und/oder die Blasintensität der Lüfter. Nachteilig an dieser Lösung ist, dass keine Schiefoder Überschießbogen detektiert werden können.

Aus der DE 198 19 688 A1 ist eine Vorrichtung zum Schutz der Greifersysteme bekannt, bei der eine mechanische Überschießbogenkontrolle vorgesehen ist. Die Überschießbogenkontrolle enthält Tastglieder, die bei einem Überschießbogen um einen Gestellpunkt verschwenkt werden. Durch das Verschwenken der Tastglieder erhält die Maschine das Signal„Not-Aus". Nachteilig an dieser Lösung ist, dass die mechanische Abtastung von Überschießbogen fehleranfällig ist, da die Tastglieder einen Sicherheitsabstand zur Greiferwagenbahn bedingen. Wird ein Überschießbogen nicht detektiert, kann die Maschine gerade bei hohen Geschwindigkeiten Schaden nehmen. Weiter nachteilig ist, dass keine Schiefbogen als solche detektiert werden. Aus der DE 10 2004 021 808 A1 ist eine Überschießbogensicherung in einem Bogenausleger bekannt, die mechanisch durch Überschießbogen verlagerbare Hebel aufweist. Die Bewegung der Hebel wird sensorüberwacht, so dass bei einem erkannten Überschießbogen die Bogen verarbeitende Maschine abgeschalten werden kann. Nachteilig an dieser Lösung ist, dass die mechanische Abtastung von Überschießbogen fehleranfällig ist, da die Hebel einen Sicherheitsabstand zur Greiferwagenbahn bedingen. Wird ein Überschießbogen nicht detektiert kann die Maschine gerade bei hohen Geschwindigkeiten Schaden nehmen. Weiter nachteilig ist, dass keine Schiefbogen als solche detektiert werden können.

Aus der EP 1 842 817 A2 ist eine Vorrichtung zur Erkennung unregelmäßiger Bogenauslegung bekannt, wobei der Ausleger einen ersten und einen diesem nachgeordneten zweiten Bogenstapel aufweist. Den Vorderkantenanschlägen des ersten Bogenstapels ist ein berührungslos arbeitender Sensor zugeordnet, der einen unregelmäßigen Bogentransport erfasst und die bogenverarbeitende Maschine stillsetzt. Damit fällt Makulatur an, die zeitaufwändig aus der Maschine entfernt werden muss, wobei der einzelne Sensor nur sehr weit überliegende Überschießbogen erfasst, während Schiefbogen nicht als solche detektiert werden können.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Auslage einer bogenverarbeitenden Maschine zu schaffen. Insbesondere wird die Auslage so ausgestaltet, dass Havarien durch fehlerhaft abgelegte Bogen ausgeschlossen werden können und die Effektivität der Maschine erhöht wird.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des unabhängigen Vorrichtungsanspruches oder durch ein Verfahren mit den Merkmalen des unabhängigen Verfahrensanspruches gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den Unteransprüchen, der Beschreibung und den Zeichnungen. An dieser Stelle werden explizit alle in den Ansprüchen der ursprünglich eingereichten Unterlagen offenbarten Ausführungen der Erfindung in die Beschreibung aufgenommen.

In einer Ausführungsform wird eine Auslage (auch als Ausleger bezeichnet) für eine bogenverarbeitende Maschine bereitgestellt, mit einem Bogen zu einem Auslagestapel und mit einer Bogenvorderkante der Bogen an mindestens zwei Vorderkantenanschläge transportierenden Bogenfördersystem, wobei die mindestens zwei Vorderkantenanschläge eine Vorderkantenanschlag-Ebene aufspannen, wobei mindestens ein weiterer Anschlag zum Ausrichten des Auslagestapels an einer weiteren Kante des Auslagestapels vorgesehen ist und wobei mindestens eine Erfassungseinheit zur Überwachung zumindest eines Punktes ausgebildet ist, der in Bogentransportnchtung der Vorderkantenanschlag-Ebene nachgelagert ist. Dabei wird weiterhin zumindest ein der Vorderkantenanschlag-Ebene in Bogentransportnchtung vorgelagerter Punkt überwacht. Bevorzugt wird mindestens ein Sensor zur Überwachung des zumindest eines Punktes ausgebildet. Besonders bevorzugt ist der mindestens eine Sensor zur Überwachung des zumindest eines Punktes, insbesondere der Lage zumindest eines Bogens bezüglich des weiteren Anschlages, der durch die Vorderkantenanschläge aufgespannten Vorderkantenanschlag-Ebene in Bogentransportnchtung vorgelagert. Der Sensor kann dabei beliebig ausgebildet werden und ist bevorzugt ein berührungslos arbeitender Sensor. Der Sensor kann der Stapelseite, beispielsweise einem Seitenkantenanschlag, und/oder der Stapelhinterkante, beispielsweise einem Hinterkantenanschlag, zugeordnet sein.

Vorzugsweise sind in der Auslage zumindest zwei weitere Anschläge zum Ausrichten des Auslagestapels an zwei weiteren Kanten des Auslagestapels vorgesehen. Werden mehrere Sensoren zur Überwachung der weiteren Anschläge eingesetzt sind diese bevorzugt der Vorderkantenanschlag-Ebene in Bogentransportnchtung ebenfalls vorgelagert. Besonderes bevorzugt ist mindestens zwei Seitenkantensensoren zur Überwachung der Seitenkantenanschläge der Vorderkantenanschlag-Ebene in Bogentransportrichtung vorgelagert. Dabei kann jedem Seitenkantenanschlag ein separater Seitenkantensensor zugeordnet sein. Bevorzugt werden diese insbesondere berührungslos arbeitenden Seitenkantensensoren als optische Sensoren oder als Ultraschall-Sensoren ausgeführt. Weiterbildend kann auch der Stapelhinterkante ein weiterer Hinterkantensensor zugeordnet sein. Dieser weitere Hinterkantensensor arbeitet bevorzugt ebenfalls berührungslos und kann als Ultraschall-Sensor oder optischer Sensor, beispielsweise als Laserstrahl-Sensor, ausgeführt sein. Besonders bevorzugt können Hinterkantensensoren axial verstellbar z. B. mit einer Bremsstation ausgebildet sein, um die Bogenhinterkanten, insbesondere deren Fallbewegung, im seitlichen Bereich überwachen zu können.

Die den Seitenkantenanschlägen und/oder der Stapelhinterkante zugeordneten Sensoren können insbesondere überwachen, ob ein Bogen auf einem oder beiden Seitenkantenanschlägen abgelegt wird. Für eine Signalauswertung stehen die Sensoren mit einer Steuereinrichtung in Verbindung. Wenn ein Falschbogen in horizontaler Richtung über eine vertikale Anschlagfläche zumindest eines Seiten- und/oder Hinterkantenanschlages übersteht, dann wird von der Steuereinrichtung, welche in der Maschinensteuerung integriert oder Teil dieser sein kann, ein Signal generiert, anhand dessen eine Maschinenfunktion initiiert werden kann. Eine Maschinenfunktion kann dabei das Einstellen des Bogentransportes, insbesondere ein Not-Halt, sein und/oder es können Stellelemente für die Lage und/oder Ausrichtung der Bogens so gesteuert bzw. geregelt werden, dass der überstehende Falschbogen auf den Stapel fällt und nachkommende Bogen nicht mehr auf dem Anschlag abgelegt werden. Durch die Überwachung der Seitenkantenanschläge und/oder Hinterkantenanschläge wird die Gefahr einer Beschädigung eines Bogens bzw. der Transporteinrichtungen verringert.

Die Überwachung des Bogentransportes kann derart erfolgen, dass der mindestens eine Sensor ein Verlassen einer ordnungsgemäßen Transport- bzw. Fallstrecke ggf. unter Einbeziehung von Toleranzen registriert und/oder dass ein stetiger ordnungsgemäßer Transport oder eine ordnungsgemäße Ablage registriert wird. Von der verbundenen Steuereinrichtung wird entsprechend eine Maschinenfunktion initiiert, wenn vom Sensor ein Verlassen der vorgegebenen Transportbahn und/oder kein ordnungsgemäß transportierter Bogen registriert wird. Das Verlassen der vorgegebenen Transportbahn kann beispielsweise mittels des mindestens einen Sensors erkannt werden, indem geprüft wird, ob während eines Förderzyklus kein Greiferwagen erkannt wird, weil ein Greiferwagen durch einen falsch liegenden Bogen in Erfassungsrichtung des Sensors verdeckt liegt. Weiter könnte der Sensor direkt auf den falsch liegenden Bogen gerichtet sein.

Weiterbildend ist es vorgesehen, die seitlich des Auslagestapels angeordneten Seitenkantenanschläge als zum Stapel hin- und von diesem wegbewegende Geradstoßer auszubilden. Hierbei kann beim Auflegen eines Bogens auf dem oder den Geradstoßern vorgesehen sein, eine Maschinenfunktion derart zu gestalten, dass dann der betreffende Geradstoßer oder beide Geradstoßer abweichend von dem periodischen Bewegungsablauf in seitliche Richtung beschleunigt wird oder werden, so dass in Folge der Trägheit des Bogens dieser von dem oder beiden Geradstoßern gleitet und auf den Stapel fällt. Die ausladende seitliche Bewegung des oder der Geradstoßer bietet dem Bogen ausreichend Platz für ein Absinken auf die Stapeloberfläche. Alternativ oder zusätzlich kann bei einem Aufliegen eines Bogens auf einem oder beiden Geradstoßern weiterhin ein Schieber, eine Blas- und/oder Saugluftvorrichtung und/oder eine andere Fördereinrichtung betätigt werden, so dass der betreffende Bogen in den zulässigen Stapelbereich zurückgeführt wird. Weiterbildend ist in der Auslage eine Bogenbremse angeordnet, die die abzulegenden Bogen von Maschinengeschwindigkeit auf Ablagegeschwindigkeit verzögert. Als von der Steuereinrichtung auslösbare Maschinenfunktion kann es dabei vorgesehen sein, einzelne Bremselemente verschiedener Bremsstationen derart zu betreiben, dass ein folgender Bogen ordnungsgemäß abgelegt wird. Dabei kann die Bremswirkung über die Bogenbreite gezielt eingestellt werden, um eine Lageveränderung, insbesondere ein Verdrehen, des oder der nachfolgenden Bogen in den gewünschten Stapelbereich zu erzielen. Die von der Steuereinrichtung auszulösenden Maschinenfunktionen können auch bedruckstoffabhängig oder abhängig von anderen Parametern ausgewählt werden.

In einer Auslage einer bogenverarbeitenden Maschine, bei der Bogen zu einem Auslagestapel und mit einer Bogenvorderkante der Bogen an mindestens zwei Vorderkantenanschläge transportierenden Bogenfördersystem werden die einer durch mindestens zwei Vorderkantenanschläge aufgespannten Vorderkantenanschlag-Ebene vorgeordneten Sensoren für Seitenkantenanschläge besonders bevorzugt derart ausgebildet, dass diese die Lage der Seitenkante des jeweiligen Bogens in Bezug auf die Anschlagfläche überwachen, und dass ein Signal ausgegeben wird, wenn die Seitenkante hinter der Anschlagfläche eines Seitenkantenanschlages liegt. Die Seitenkantenanschlag- Sensoren für die Lage der Bogenseitenkante in Bezug auf die Anschlagfläche sind vorzugsweise mit der Steuereinrichtung zur Auswertung der Sensorsignale und zur Ausführung von Maschinenfunktionen verbunden. Bei Ausgabe des Signals bewirkt die Steuereinrichtung bevorzugt das Einstellen des Bogentransportes und/oder die Ansteuerung eines oder mehrerer Aktuatoren derart, dass der über einem Anschlag liegende Bogen auf die Stapeloberfläche sinkt. Für eine exakte Messung der Bogenlage können die Seitenkantenanschlag-Sensoren derart angeordnet und ausgebildet sein, dass diese Messsignale in einem Bereich des Anschlages angrenzend an die Anschlagfläche aussenden, und dass die Lage der Seitenkante mittels einer Messung einer Signallaufzeit zwischen einem Sensor und dem jeweiligen Bogen überwacht wird. Die Messsignale können beispielsweise gegen die Bogenunterseite eines hinter der Anschlagfläche liegenden Bogens ausgesendet werden.

Gemäß einer Ausführungsform weist ein jeweiliger Seitenkantenanschlag eine oben liegende Kante auf, wobei ein dem Seitenkantenanschlag zugeordneter Sensor auf einen Bereich in der Umgebung neben der Kante gerichtet ist. Dabei kann der Sensor die innenliegende Kante und/oder die außenliegende Kante des Seitenkantenanschlages überwachen. Wird als Seitenkantenanschlag-Sensor ein Ultraschallabstandssensor vorgesehen, so ist dessen Erfassungsbereich bevorzugt außerhalb einer Bahn der zum Transport der Bogen umlaufenden Greiferwagen angeordnet. Der Seitenkantenanschlag- Sensor kann derart mittel- oder unmittelbar am Seitenkantenanschlag fixiert sein, dass diese gemeinsam beispielsweise zur Bogenformateinstellung in bzw. entgegen der Bogentransportrichtung und/oder quer zur Bogentransportrichtung einstellbar sind.

Bevorzugt wird in einer Ausführungsform eine Auslage einer bogenverarbeitenden Maschine bereitgestellt, mit einem Bogen zu einem Auslagestapel und mit einer Bogenvorderkante der Bogen an mindestens zwei Vorderkantenanschläge transportierenden Bogenfördersystem, wobei mindestens eine die Lage der Bogen berührungslos überwachende Erfassungseinheit vorgesehen ist und wobei die mindestens eine Erfassungseinheit zur Überwachung zumindest eines Punktes ausgebildet ist, der in Bogentransportrichtung einer durch die mindestens zwei Vorderkantenanschläge aufgespannten Vorderkantenanschlag-Ebene nachgelagert ist, wobei der zumindest eine überwachte Punkt vorzugsweise innerhalb eines Bereiches liegt, der sich von der Vorderkantenanschlag-Ebene beginnend bis 100 mm in Bogentransportrichtung erstreckt. In weiterer Ausführungsform liegt der überwachte Punkt außermittig, d. h. der überwachte Punkt wird über die Maschinenbreite beabstandet von der Maschinenmitte angeordnet.

In einer Ausführungsform umfasst eine Auslage einer bogenverarbeitenden Maschine ein die Bogen zu einem Auslagestapel und mit der Bogenvorderkante an Vorderkantenanschläge transportierendes Bogenfördersystem. Das Bogenfördersystem enthält vorzugsweise an Zugmitteln angeordnete Greifersysteme, welche von Führungsmitteln geführt entlang einer Umlaufbahn gefördert werden. Von den Greifersystemen werden die Bogen zu einem in der Auslage angeordneten Auslagestapel gebracht und dort freigegeben. Die freigegebenen Bogen legen sich mit der Vorderkante an den Vorderkantenanschlägen an und werden dadurch ausgerichtet. Die ausgerichteten Bogen legen sich auf dem Auslagestapel ab. Es ist eine die Lage der Bogenvorderkante berührungslos überwachende Erfassungseinheit vorgesehen, die zur Überwachung zumindest eines Punktes ausgebildet ist, der in Bogentransportrichtung einer durch die Vorderkantenanschläge aufgespannten Vorderkantenanschlag-Ebene nachgelagert ist. Berührungslose Überwachung ist bevorzugt als durchgehend berührungslose Überwachung ohne mechanischen Kontakt mit dem Bogen zu verstehen. Die Auslage ist bevorzugt als Einzelstapelauslage konzipiert, d. h. es wird lediglich ein einziger Auslagestapel in der Auslage gebildet. Demnach ist in dieser Auslage nur eine Stapelhubvorrichtung vorgesehen.

Die Vorderkantenanschlag-Ebene wird durch mindestens zwei zumindest linienförmig bevorzugt geradlinig angeordnete Vorderkantenanschläge an der Vorderseite des Auslagestapels aufgespannt. Bevorzugt weisen die Vorderkantenanschläge aber jeweils Vorderkantenanschlag-Flächen auf, die die Vorderkantenanschlag-Ebene aufspannen. Die Erfassungseinheit ist derart angeordnet, dass der von ihr überwachte Punkt innerhalb eines Bereiches liegt, der sich von der Vorderkantenanschlag-Ebene beginnend bis 100 mm in Bogentransportrichtung erstreckt. Die Bogentransportrichtung ist bevorzugt der Normalenvektor zur von den Vorderkantenanschlägen aufgespannten Vorderkantenanschlag-Ebene. Die Vorderkantenanschlag-Ebene ist hier eine Raumebene. Die Raumebene ist besonders bevorzugt ungekrümmt. In der Regel verläuft die Vorderkantenanschlag-Ebene vertikal, kann aber auch mit der Vertikalen einen Winkel einschließen. Vorteilhafterweise kann durch die Überwachung des Punktes im genannten Bereich eine Detektion von Schiefbogen erfolgen. Der überwachte Punkt ist vorzugsweise eine Fläche minimalen Ausmaßes, kann aber auch eine geometrische Fläche oder ein Überwachungsbereich sein.

In Weiterbildung ist der überwachte Punkt von der Vorderkantenanschlag-Ebene beabstandet angeordnet. In weiterer Weiterbildung liegt der überwachte Punkt innerhalb eines Bereiches, der sich 1 mm nach der Vorderkantenanschlag-Ebene beginnend bis 50 mm in Bogentransportrichtung erstreckt. In besonders bevorzugter Weiterbildung liegt der überwachte Punkt innerhalb eines Bereiches, der sich 2 mm nach der Vorderkantenanschlag-Ebene beginnend bis 10 mm in Bogentransportrichtung erstreckt. Damit wird auch die Detektion von minimal über den Vorderkantenanschlägen liegenden Schiefbogen sichergestellt. Beliebige Maschinenfunktionen können bei einem detektierten Schiefbogen ausgelöst werden.

In weiterer Ausführungsform ist die Erfassungseinheit zur Überwachung mindestens zweier Punkte ausgebildet, welche quer zur Bogentransportrichtung, also über die Maschinenbreite, zueinander beabstandet liegen. Bevorzugt liegen diese beiden Punkte gleichmäßig beabstandet von der Vorderkantenanschlag-Ebene. Damit sind diese auch im sich den Vorderkantenanschlägen in Bogentransportrichtung unmittelbar anschließenden Bereich angeordnet. Weiterbildend liegen diese mindestens zwei Punkte innerhalb eines mit der Auslage zu verarbeitenden minimalen Bogenformates. Die Maschine ist dabei zur Verarbeitung eines Bereiches von verschiedenen Bogenformaten ausgebildet, dessen obere Grenze durch das maximale Bogenformat und dessen untere Grenze durch das minimale Bogenformat gebildet ist. Die technische Umsetzung der Möglichkeit zur Verarbeitung verschiedener Bogenformate ist durch die Ausbildung von Mitteln zur Formateinstellung realisiert. Die Maschine weist vorzugsweise Formatverstellmittel wie beispielsweise verstellbare Bogenleitelemente, Anschlagelemente, Greiferelemente oder eine Aktivierbarkeit von Teilsystemen auf. Besonders bevorzugt erfolgt die Anordnung der zu überwachenden Punkte symmetrisch zur Maschinenmitte, soweit das minimal zu verarbeitende Bogenformat symmetrisch zur Maschinenmitte ausgerichtet wird. Alternativ ist es möglich, das minimale Bogenformat nach einer der beiden Seiten zu versetzen oder an einen seitlichen Maschinenrand zu legen. Die von der Erfassungseinheit zu überwachenden Punkte können in solchem Fall analog im minimalen Bogenformat angeordnet sein. Eine Verlagerung eines zu überwachenden Punktes kann weiterbildend z. B. durch eine Verstellung eines Sensors, einen Positionswechsel des Sensors oder eine Umlenkung eines Sensorstrahles erfolgen. Bei einer Druckmaschine im Mittelformat kann beispielsweise die minimale Arbeitsbreite ca. 45 % der maximal zu verarbeitenden Arbeitsbreite betragen.

Bevorzugt erfolgt bei mehreren zu überwachenden Punkten durch die Erfassungseinheit oder die Erfassungseinheiten vorzugsweise in Verbindung mit einer Auswerteinheit eine differenzierte Auswertung der gewonnenen Signale. Bei der differenzierten Auswertung wird bevorzugt minimal unterschieden, ob ein Überschießbogen bezüglich der Vorderkantenanschläge vorliegt oder nur ein Schiefbogen bezüglich der Vorderkantenanschläge, welcher lediglich teilweise über den Vorderkantenanschlägen liegt. Entsprechend geeignete Maschinenfunktionen werden demnach initiiert. Dabei können sich die Maschinenfunktionen nach der differenzierten Auswertung der Signale unterscheiden.

In Weiterbildung ist es vorgesehen, weitere Punkte durch die Erfassungseinheit oder die Erfassungseinheiten zu überwachen. Als weitere Punkte werden bevorzugt Punkte außerhalb des minimalen Bogenformates gewählt. Gewählt werden Punkte in einem größeren Bogenformat, insbesondere an den äußeren Bogenrändern des maximalen Bogenformates, welche bevorzugt gleichmäßig beabstandet von der Vorderkantenanschlag-Ebene sind. Ganz besonders bevorzugt sind die weiteren Punkte annähernd so weit in Bogentransportrichtung entfernt von der Vorderkantenanschlag- Ebene angeordnet wie die im minimalen Bogenformat angeordneten Punkte. Damit sind alle, vorzugsweise vier, Punkte auch im sich den Vorderkantenanschlägen in Bogentransportrichtung unmittelbar anschließenden Bereich angeordnet. Die weiteren Punkte liegen bevorzugt auch in derselben horizontalen Ebene wie die auf das minimale Bogenformat eingestellten Punkte. Durch so angeordnete Punkte ist eine Detektion der Schiefbogen im minimalen Bogenformat sichergestellt und vorteilhafterweise die Fehlersicherheit bei der Erkennung von Bogenfehllagen im maximalen Bogenformat erhöht. Alternativ oder zusätzlich können im minimalen Bogenformat angeordneten Abtastsensoren auch verstellbar und/oder bewegbar ausgeführt sein. Insbesondere eine Bewegbarkeit der Abtastsensoren quer zur Bogentransportrichtung kann eine Einstellbarkeit auf das aktuelle Bogenformat ermöglichen. Auch die weiteren außerhalb des minimalen Bogenformates liegenden Punkte können weiterbildend von verstellbaren bzw. bewegbaren Abtastsensoren überwacht werden. Die Abtastsensoren können beispielsweise Sensoren/Empfänger umfassen.

In weiterer Weiterbildung erfolgt durch die Erfassungseinheit die Überwachung mindestens zweier Punkte, welche in Bogentransportrichtung hintereinander zueinander beabstandet liegen. Bevorzugt sind diese Punkte demnach unterschiedlich weit von der Vorderkantenanschlag-Ebene beabstandet, wobei zumindest der in Bogentransportrichtung erste Punkt innerhalb eines Bereiches von der Vorderkantenanschlag-Ebene bis 100 mm in Bogentransportrichtung liegt. Die Überwachung der mindestens zwei Punkte kann durch eine einzige Erfassungseinheit oder auch durch mehrere Erfassungseinheiten erfolgen. Die überwachten Punkte sind dabei bevorzugt durch eine mit der mindestens einen Erfassungseinheit verbundene Auswerteinheit unabhängig voneinander auswertbar oder in Bezug zueinander differenziert auswertbar. Besonders bevorzugt erfolgt eine Auswertung der zwei in Bogentransportrichtung nacheinander liegenden Punkte unabhängig voneinander, derart, dass bei einem detektierten Überschießbogen eine Maschinenfunktion ausgelöst wird, welche unabhängig von der Auswertung des weiteren Punktes ist. Insbesondere wird ein Not-Halt dann initiiert, wenn in dem in Bogentransportrichtung nachgelagerten Punkt ein sicherheitsrelevanter Überschießbogen detektiert wird.

In bevorzugter Weiterbildung erfolgt die Überwachung des mindestens einen Punktes durch die Erfassungseinheit mittels eines von der Erfassungseinheit erzeugten Sensorstrahls. Die Erfassungseinheit weist dafür einen Sensor/Empfänger auf, wobei der Sensor zur Erzeugung des Sensorstrahles und der Empfänger zum Empfangen dieses Strahles eingerichtet sind. Sensor/Empfänger können dabei auf jeweils gegenüberliegenden Seiten der umlaufenden Greifersysteme angeordnet sein oder auch ober- oder unterhalb der umlaufenden Greifersysteme angeordnet sein und mit einem gegenüberliegenden Reflektor zusammenwirken. Vorzugsweise ist vorgesehen, die Erfassungseinheit mit einem Sensor/Empfänger und einem Reflektor auszustatten, wobei der Reflektor auf der dem Sensor/Empfänger gegenüberliegenden Seite der umlaufenden Greifersysteme angeordnet ist. Besonders bevorzugt ist der Reflektor den Vorderkantenanschlägen zugeordnet, wodurch eine komprimierte Bauweise erreicht werden kann. Der Reflektor kann dabei zumindest teilweise zwischen zwei Vorderkantenanschlägen angeordnet sein. Besonders bevorzugt werden optische Sensoren wie Photosensoren beispielsweise Laser eingesetzt. Es können aber auch Ultraschallsensoren oder andere geeignete Sensoren Anwendung finden.

Weiterbildend hierzu ist der Reflektor einer gestellfesten Aufnahme zugeordnet, wobei der Reflektor auch in der Oberfläche der Aufnahme integriert sein kann. An der Aufnahme können auch weitere Maschinenelemente, wie Probebogen-Finger, angeordnet sein. Der Sensor/Empfänger der Erfassungseinheit ist vorteilhafterweise innerhalb eines Umlenkbereiches des Bogenfördersystems an einem Halter angeordnet. Insbesondere ist der Halter als über die Maschinebreite angeordnete Traverse ausgebildet, welche eine Öffnung für den Sensor/Empfänger aufweist. Die Traverse kann dabei selbständig oder mit einem Blasrahmen verbunden sein. Als Halter kann aber auch der Blasrahmen selbst genutzt werden. Durch den Sensorstrahl wird der zwischen Sender/Empfänger und in der Ausführung mit einem Reflektor zwischen Sender/Empfänger und dem Reflektor befindliche Bereich überwacht. Der Sensorstrahl wird bevorzugt zumindest annähernd parallel zur Vorderkantenanschlag-Ebene und ganz besonders bevorzugt zumindest annähernd senkrecht ausgebildet.

Weiterbildend ist es vorgesehen die Überwachung des zumindest einen Punktes auch während einer Probebogenentnahme und/oder eines Stapelwechsels durchzuführen. Besonders vorteilhaft erfolgt eine permanente Überwachung des zumindest einen Punktes, wobei lediglich passierende Greifersysteme ausgeblendet werden. Es kann dabei vorgesehen sein, ein von den Greifersystemen hervorgerufenes Fehlersignal zu filtern oder auszublenden. Bevorzugt erfolgt die Ausblendung der Greifersysteme unter Beachtung von Toleranzen. Als Toleranzen können beispielsweise 5° bis 10° bezogen auf einen Maschinenwinkel vor und nach einem Greifersystem vorgesehen sein. Besonders bevorzugt erfolgt weiter eine ununterbrochene Überwachung jeweils zwischen zwei unmittelbar aufeinander folgenden Greifersystemen.

Weiterbildend ist es vorgesehen, dem Sensor/Empfänger und/oder dem Reflektor der Erfassungseinheit eine Reinigungseinheit zuzuordnen. Die Reinigungseinheit arbeitet vorzugsweise pneumatisch zur Reinigung der Sensor/Empfänger-Einheit und/oder des Reflektors. Die Reinigung durch die Reinigungseinheit erfolgt vorzugsweise bedarfsweise oder intervallweise nach Anweisung des Druckers oder auch automatisiert.

In einer anderen Ausführungsform umfasst eine Auslage einer bogenverarbeitenden Maschine ein die Bogen zu einem Auslagestapel und mit der Bogenvorderkante an Vorderkantenanschläge transportierendes Bogenfördersystem. Das Bogenfördersystem enthält vorzugsweise an Zugmitteln angeordnete Greifersysteme, welche von Führungsmitteln geführt entlang einer Umlaufbahn gefördert werden. Von den Greifersystemen werden die Bogen zu einem in der Auslage angeordneten Auslagestapel gebracht und dort freigegeben. Die freigegebenen Bogen legen sich mit der Vorderkante an den Vorderkantenanschlägen an und werden dadurch ausgerichtet. Die ausgerichteten Bogen legen sich auf dem Auslagestapel ab. Es ist eine die Lage der Bogenvorderkante überwachende Erfassungseinheit vorgesehen, die zur Überwachung zumindest eines Punktes ausgebildet ist. Die Erfassungseinheit ist hierbei zur Erfassung der Winkellage der Bogenvorderkante in Bezug auf die Vorderkantenanschläge oder zur Erfassung der Anwesenheit eines Bogens an mindestens zwei voneinander beabstandeten Punkten und einer bezüglich der beabstandeten Punkte differenzierenden Überwachung ausgebildet. Die Lage der Bogenvorderkante meint dabei vorzugsweise die Anwesenheit oder Abwesenheit eines Bogenbereiches zu einem definierten Zeitpunkt oder die qualitative Winkellage der Bogenvorderkante vorzugsweise in Bezug zu einem Bezugspunkt oder einer Bezugslinie o. ä. oder auch die quantitative Winkellage der Bogenvorderkante. Vorzugsweise wird unter Winkellage die Lage der jeweiligen Bogenvorderkante zur von den Vorderkantenanschlägen aufgespannten Vorderkantenanschlag-Ebene verstanden. Die Winkellage der Bogenvorderkante wird bevorzugt in einer horizontalen Ebene betrachtet, besonders bevorzugt in Höhe der Stapeloberfläche. Die Winkellage kann vorzugsweise gradzahlmäßig ausgedrückt werden.

Eine differenzierte Überwachung von zwei voneinander beabstandeten Punkten bedeutet, dass minimal unterschieden werden kann zwischen einem Überschießbogen, der mit seiner gesamten Vorderkante über den Vorderkantenanschlägen liegt, und einem Schiefbogen, der lediglich bereichsweise über den Vorderkantenanschlägen liegt. Dadurch kann sicher festgestellt werden, ob Überschießbogen oder Schiefbogen dem Auslagestapel zugeführt werden. Damit ist die Möglichkeit gegeben, während des Maschinenlaufs die Lage dieser Bogen zu korrigieren oder die bogenverarbeitende Maschine leer zu fahren und nachfolgend eine Korrektur vorzunehmen. Dadurch können die anfallende Makulatur sowie die Maschinenstillstandszeiten verringert und so die Effektivität der bogenverarbeitenden Maschine erhöht werden.

Weiterbildend ist es vorgesehen, mit der Erfassungseinheit mindestens zwei längs und/oder quer zu einer Bogentransportrichtung zueinander beabstandet angeordnete Punkte zu überwachen. Dabei liegen die zwei zueinander beabstandeten Punkte vorzugsweise quer zu einer Bogentransportrichtung innerhalb eines für die bogenverarbeitende Maschine charakteristischen minimalen Bogenformats. Besonders bevorzugt ist der Erfassungseinheit zur Überwachung des mindestens einen Punktes innerhalb eines Bereiches von der Vorderkantenanschlag-Ebene beginnend in Bogentransportrichtung bis 100 mm eine weitere Erfassungseinheit nachgeordnet. Die weitere Erfassungseinheit ist vorzugsweise einem dem Auslagestapel zugeordneten Umlenkbereich des Bogenfördersystems zugeordnet. Insbesondere ist die weitere Erfassungseinheit zur Überwachung eines Bereiches nach dem Umkehrpunkt von Greifersystemen des Bogenfördersystems angeordnet. Bevorzugt ist der von der weiteren Erfassungseinheit überwachte Bereich in einem Winkel von 0° bis 90° besonders bevorzugt zwischen 60° und 80° zur Horizontalen angeordnet. Mit der weiteren Erfassungseinheit wird bevorzugt mindestens ein weiterer Punkt überwacht. Der weitere Punkt ist besonders bevorzugt mindestens 200 mm vom im Bereich der Vorderkantenanschlägen angeordneten überwachten Punkt beabstandet. Durch die Erfassungseinheit oder die Erfassungseinheiten wird bevorzugt die Lage und/oder Anwesenheit eines Bogens berührungslos überwacht. Besonders bevorzugt wird durch die Erfassungseinheit oder die Erfassungseinheiten die Lage und/oder Anwesenheit des Bogens in Bogentransportrichtung nach den Vorderkantenanschlägen detektiert. Zur Detektion der fehlerhaft abgelegten Bogen kann die Erfassungseinheit oder können die Erfassungseinheiten Abtastsensoren beispielsweise mit Sensoren/Empfängern aufweisen. Weiterbildend wirkt jeder der Abtastsensoren mit einer Reinigungseinheit zusammen.

Weiterbildend unterscheidet die Erfassungseinheit oder die Erfassungseinheiten zwischen einem Überschießbogen bezüglich der Vorderkantenanschläge und einem Schiefbogen bezüglich der Vorderkantenanschläge, wobei bevorzugt je nach Auswertung unterschiedliche Maschinenfunktionen initiiert oder ausgelöst werden können. Bei einem detektierten Schiefbogen kann dabei beispielsweise eine Bedienungseinheit angesteuert werden, ein Leerdrucken der Maschine erfolgen oder auch ein Not-Halt eingeleitet werden. Ein Leedrucken der Maschine erfolgt dabei bevorzugt in Abhängigkeit des Bogenmaterials, insbesondere eines Bedruckstoffes vorzugsweise in Abhängigkeit vom Flächengewicht, so dass die nötige Sicherheit gewährleistet bleibt. In der Maschine befindliche dünne Bedruckstoffe können dabei beispielsweise teilweise oder ganz ausgedruckt werden, während dickere Bedruckstoffe wie z. B. Karton z. B. mit einem Flächengewicht größer 150g/m 2 einen Not-Halt erfordern. Weiterbildend kann durch die Bedienungseinheit auch eine Anzeige des Schiefbogens insbesondere in Bezug zu den Vorderkantenanschlägen erfolgen. Weiterbildend kann durch die Maschinenfunktion eine Auslageeinstellung verändert werden und/oder die Bedienungseinheit eine Druckeranweisung ausgeben. Die Druckeranweisung kann dann einem Bediener zugeführt werden oder durch diesen bestätigt ausgeführt werden.

Weiterbildend kann aber auch ausgewertet werden, welcher Bereich eines Schiefbogens über den Vorderkantenanschlägen liegt. In weiterer Weiterbildung kann auch die konkrete Schieflage des Schiefbogens gradzahlmäßig erfasst werden. Dies kann insbesondere zu einer von mindestens zwei Vorderkantenanschlägen gebildeten Geraden erfolgen. Vorzugsweise wird die Gerade durch die Vorderkantenanschlag-Flächen der Vorderkantenanschläge in Höhe der Stapeloberfläche oder an der den Greiferwagen zugewandten Oberkante der Vorderkantenanschläge gebildet. Die Lage des Bogens kann entsprechend angezeigt oder durch Einstellungsvorschläge oder Einstellungsänderungen korrigiert werden.

In einer Ausführungsform kann die Erfassungseinheit in mindestens zwei Punkten die Anwesenheit eines Bogens zu definierten Zeitpunkten vorzugsweise in einem definierten Maschinenzustand insbesondere zu einem definierten Maschinenwinkel überwachen, wobei diese Punkte in einer ersten Variante quer zur Bogentransportnchtung und in einer anderen Variante längs der Bogentransportnchtung liegen. In einer weiteren Variante können Punkte sowohl quer als auch längs der Bogentransportnchtung überwacht werden. Die Erfassungseinheit kann mehrere Abtastsensoren insbesondere zur Überwachung der mindestens zwei Punkte aufweisen. Besonders bevorzugt erfolgt die Überwachung der quer zur Bogentransportnchtung liegenden Punkte durch eine erste Erfassungseinheit und der in Bogentransportnchtung nachfolgende weitere Punkt durch eine weitere Erfassungseinheit. Ganz besonders bevorzugt erfolgt die Überwachung der quer zur Bogentransportnchtung liegenden Punkte von der ersten Erfassungseinheit über mehrere Abtastsensoren und des nachfolgenden Punktes durch die weitere Erfassungseinheit mittels eines weiteren Abtastsensors. Die Abtastsensoren können beispielsweise Sensoren/Empfänger aufweisen. Alternativ können diese Punkte in allen Varianten von mindestens einer Erfassungseinheit, beispielsweise über eine Kamera, überwacht werden.

Die Zuordnung einer weiteren Erfassungseinheit in einem weiteren Bereich, insbesondere in einem Umkehrbereich des die Bogen auf den Auslagestapel transportierenden Bogenfördersystems, erlaubt eine Kontrolle der dem Fördersystem zugeordneten Greifersysteme auf mitgerissene Bogen und schließt so eine Havarie der bogenverarbeitenden Maschine aus. Durch die Beabstandung der weiteren Erfassungseinheit von den Vorderkantenanschlägen kann bei detektiertem Überschießbogen sicher auf einen sicherheitsrelevanten Überschießbogen geschlossen werden, wobei auch detektierte Papierfetzen als sicherheitsrelevante Überschießbogen eingestuft werden. Es erfolgt bevorzugt bei einem von der weiteren Erfassungseinheit generierten Signal ein Not-Halt der Maschine. Dabei erfolgt der Not-Halt besonders bevorzugt unabhängig von der Signalauswertung der vorgeordneten Erfassungseinheit. Besonders vorteilhaft erhöht die weitere Erfassungseinheit die Sicherheit für den Drucker, dass auch bei einem von der vorgeordneten Erfassungseinheit detektierten Schief- oder Überschießbogen kein Bogen zurück zur Maschine gefördert wurde. Bisher nötige aufwendige Sucharbeiten nach nicht vorhandenen sicherheitsrelevanten Bogen in der Auslage werden reduziert oder vermieden.

Die mindestens eine Erfassungseinheit erfasst in einer weiteren Ausführungsform die Winkellage der Bogenvorderkante in Bezug auf die Vorderkantenanschläge. Hier kann die Winkellage der Bogenvorderkante des abgelegten Bogens vor den Vorderkantenanschlägen, zumindest teilweise über den Vorderkantenanschlägen und/oder nach den Vorderkantenanschlägen überwacht werden. Die Erfassungseinheit kann dabei eine Kamera, insbesondere eine CCD-Kamera, als Sensor aufweisen. Durch die Erfassungseinheit wird bei entsprechend festgestellter Fehllage des Bogens der Ablageprozess beeinflusst und/oder es werden entsprechende Informationen bereitgestellt. Die Winkellage kann dabei beispielsweise gradzahlmäßig oder als Abstand zu einem Anschlag in einer Längeneinheit, bevorzugt in Millimetern, erfasst werden.

Über einen Mechanismus und/oder eine Software erfolgt ein definiertes Ausblenden der Greiferwagen während der Passage der Erfassungseinheit oder der Erfassungseinheiten. Vorzugsweise erfolgt die Ausblendung durch an einer Kettenradhauptwelle ermittelte Winkelwerte. Während ein Greiferwagen den Ausblendbereich durchläuft wird ein von der Erfassungseinheit generiertes Signal demgemäß nicht als Schief- oder Überschießbogen ausgewertet. Die Erfassungseinheit oder die Erfassungseinheiten überwachen die Bogen besonders vorteilhaft vollständig berührungslos.

Da ein Schiefbogen nur bereichsweise über den Vorderkantenanschlägen liegt, wird er bereichsweise noch von mindestens einem Vorderkantenanschlag gehalten, so dass bei einem Schiefbogen nicht unmittelbar auf ein sicherheitsrelevantes Ereignis geschlossen werden kann. Infolge der Auswertung der Erfassungseinheit kann demnach bei detektiertem Schiefbogen entweder auch ein Not-Halt als sicherste Variante initiiert werden. Alternativ können aber auch in einer weiteren Variante nach Feststellung eines Schiefbogens alle in der Maschine vorhandenen Bogen mit Fortdruckgeschwindigkeit abgelegt werden. Dies ergibt vorteilhafterweise einen deutlich verminderten Zeitaufwand, da gegenüber einem Not-Halt nicht die in der Maschine befindlichen Bogen herausgefördert, insbesondere herausgetippt, werden müssen. Dabei ist weiterbildend zwecks Vermeidung von Havarien eine Unterscheidung nach der eingesetzten Bogenart vorgesehen. Insbesondere kann z. B. bei einem Flächengewicht oberhalb 150 g/m 2 eine erste Maschinenfunktion und unterhalb dieses Flächengewichtes eine andere Maschinenfunktion initiiert werden. In einer Druckmaschine kann zwecks Vermeidung von Havarien eine Unterscheidung nach der eingesetzten Bedruckstoffart, beispielsweise von Karton und Papier, vorgesehen sein. Bei Kartonverarbeitung, z. B. bei einem Flächengewicht größer 150 g/m 2 , wird demnach von der Maschinensteuerung nach detektiertem Schiefbogen gemäß erster Variante ein Not-Halt eingeleitet und bei Papierverarbeitung, z. B. bei einem Flächengewicht kleiner 150 g/m 2 , ein Leerdrucken der Maschine nach der zweiten Variante durchgeführt.

In einer weiteren alternativen Variante wird die Maschine nicht angehalten, sondern spezielle Mechanismen sorgen für stapelgerechte Lagekorrektur der Bogen. Dies kann durch Handlungsanweisungen an den Drucker, durch Vorschlag von Einstellungsänderungen, automatische Einstellungsänderungen oder eine Aktoransteuerung erfolgen. Für eine Aktoransteuerung kommen alle die Bogenablage aktiv oder auch passiv beeinflussenden Aktoren in Betracht, beispielsweise die Bewegung der Vorder- und/oder Seitenkantenanschläge, die Lüftereinstellung, die Einstellung einzelner oder aller Bremselemente usw. oder auch der Stapelhubvorrichtung. Die Handlung des Druckers wird durch Anzeige der Schieflage und/oder von Druckeranweisungen verbessert. Der Drucker kann somit eine Information erhalten, um händisch oder über Veränderung der Auslageeinstellung die Bogenablage zu verbessern. Weiterbildend ist es vorgesehen, die vorgesehene Funktion, insbesondere Maschinenfunktion, in Abhängigkeit des eingesetzten Bedruckstoffes, der Seite der Schieflage, der gradzahlmäßigen Schieflage und/oder anderer Randbedingungen auszuwählen.

Im Folgenden soll die Erfindung beispielhaft erläutert werden. Die zugehörigen Zeichnungen zeigen:

Fig. 1 : die schematische Darstellung einer Auslage in Seitenansicht;

Fig. 2: eine Draufsicht des Auslagestapels mit ordnungsgemäß abgelegten

Bogen; Fig. 3: eine Draufsicht des Auslagestapels mit über einem

Seitenkantenanschlag liegenden Falschbogen;

Fig. 4: die ausschnittsweise Darstellung eines Greiferwagens mit einem

Vorderkantenanschlag;

Fig. 5 eine Draufsicht des Auslagestapels mit Schiefbogen;

Fig. 6 das Prinzip einer Reinigungseinheit in Seitenansicht;

Fig. 7 eine Weiterbildung der Auslage in Seitenansicht;

Fig. 8 Draufsicht auf die Gitterstruktur mit integrierten Reflektoren;

Fig. 9 perspektivische Ansicht eines Ausschnittes der Auslage mit

Gitterstruktur;

Fig. 10: Weiterbildung der Auslage mit in der Traverse integrierter

Reinigungseinheit;

Fig. 11 : Ausschnitt der Draufsicht des Auslagestapels;

Fig. 12: Auslagestapel in Bogentransportrichtung gesehen mit sensorüberwachten Seitengeradstoßern;

Fig. 13: Draufsicht auf einen Auslagestapel mit Hinterkantensensoren;

Fig. 14: Seitenansicht eines der Bremsstation zugeordneten

Hinterkantensensors;

Fig. 15: Seitenansicht eines der Bremsstation zugeordneten

Hinterkantensensors in Kombination mit einem Stapellückensensor; Fig. 16: Stapelgrundriss mit möglichen Überwachungsbereichen.

In Fig. 1 ist eine Auslage einer bogenverarbeitenden Maschine, hier insbesondere einer Bogendruckmaschine, speziell einer Bogenoffsetrotationsdruckmaschine bevorzugt in Aggregat- und Reihenbauweise, dargestellt. Die Maschine wird entsprechend im Offsetverfahren betrieben, wobei auch andere Druckverfahren wie z. B. Siebdruck in der Maschine integriert sein können. In den Werken der Maschine werden die Bogen 7 durch Greifersysteme von rotierenden Zylindern an der Vorderkante gegriffen und zwischen den Zylindern im Greiferschluss übergeben. In den Druckwerken werden die Bogen 7 in einem von einem Zylinder und einem Gummizylinder gebildeten Druckspalt mit jeweils einer Druckfarbe motivgerecht eingefärbt. Weiter können ein oder mehrere Lackwerke vorgesehen sein, in denen die Bogen 7 von einem Lackformzylinder lackiert werden können. Die in der Maschine angeordneten Zylinder können einfach- oder mehrfachgroß ausgeführt sein, wobei ein einfachgroßer Zylinder mindestens einen Bogen 7 maximalen Formates umfangsseitig aufnehmen kann. Bevorzugt sind die Zylinder doppeltgroß ausgeführt. Die Maschine kann auch eine Wendeeinrichtung zum Wenden der Bogen 7 in einer Betriebsart Schön- und Widerdruck während des Maschinenlaufes enthalten. Weiter können auch Veredelungseinrichtungen oder Veredelungswerke, wie z. B. Kaltfolienwerke, in der Maschine integriert sein.

Von der Bogendruckmaschine ist ein letzter hier doppelgroßer Druckzylinder 1 schematisch gezeigt. Von der Auslage sind ein Antriebskettenrad 2 und ein Umlenkkettenrad 3 dargestellt. Die Kettenräder 2 und 3 sind jeweils mit einer Welle 4, 5 verbunden auf denen koaxial beabstandet ein weiteres Antriebskettenrad 2 bzw. ein Umlenkkettenrad 3 angeordnet sind. Über die Kettenräder 2, 3 wird jeweils eine endlose Kette 6, die einen Kettenkreis bildet, geführt. Zwischen beiden Kettenkreisen sind in einem konstanten Abstand zueinander die die Bogen 7 haltenden Greiferwagen 8 angeordnet. Die Kettenräder 2, 3 und die diese umschlingenden Ketten 6 bilden zusammen mit den Greiferwagen 8 ein Bogenfördersystem, welches auch aus anderen Elementen bestehen kann. Insbesondere kann die Umlenkung der Greiferwagen 8 anstatt durch die Umlenkkettenräder 3 auch durch Umlenkführungen erfolgen. Die umlaufend geführten Greiferwagen 8 weisen Greifersysteme zur Übernahme der Bogen 7 an der Vorderkante vom Druckzylinder 1 auf.

Für einen sicheren Transport der von den Greiferwagen 8 gehaltenen Bogen 7 sind in der Auslage eine Bogenleiteinrichtung und zur Qualitätssicherung der in der Bogenrotationsdruckmaschine bearbeiteten Bogen 7 zum Beispiel ein Trockner 19 und/oder eine Bestäubungseinheit 20 vorgesehen. Die Bogenleiteinrichtung kann ein den Greiferwagen 8 zugewandtes Bogenleitblech 18 aufweisen, das mit Blasluftdüsen versehen ist und sich über die Maschinenbreite erstreckt. Unter dem Bogenleitblech 18 sind vorzugsweise Blaskästen angeordnet, über welche die Blasluftdüsen mit Blasluft versorgt werden, sodass zwischen dem Bogenleitblech 18 und den von den Greiferwagen 8 transportierten Bogen 7 insbesondere für Schön- und Widerdruck ein Tragluftpolster ausgebildet werden kann. Um ein Verkleben der Bogen 7 auf dem Auslagestapel 9 zu vermeiden, sind über der Bogenleiteinrichtung, insbesondere über dem Bogenleitblech 18, Trockner 19 und eine die Bogen 7 pudernde Bestäubungseinheit 20 vorgesehen, wobei es auch möglich ist, um eine Erwärmung des Bogenleitblechs 18 im Bereich des Trockners 19 steuern oder regeln zu können, einen Kühlmittelkreislauf zu integrieren.

Von der Auslage ist weiterhin ein Auslagestapel 9, der von einer Stapelplatte 10 getragen wird, gezeigt. Der Stapelplatte 10 ist ein nicht dargestelltes Hubwerk, das mittels Hubketten 11 an der Stapelplatte 10 angreift, zugeordnet. Weiterhin sind von der Auslage Vorderkantenanschläge 12, eine Bremseinheit 13 und Hinterkantenanschläge 14 gezeigt. Die Vorderkantenanschläge 12 und die Hinterkantenanschläge 14 sind beabstandet zueinander auf einer quer zu einer Bogentransportrichtung 39 verlaufenden Achse angeordnet (z. B. Fig. 2, 3 oder 5). Die Bremseinheit 13 kann z. B. eine sich quer zur Bogentransportrichtung 39 erstreckende Saugwalze oder, wie im Ausführungsbeispiel gezeigt, umlaufend, beabstandet zueinander angeordnete Bremselemente, wie Saugringe oder Saugbänder 13.1 , aufweisen. Alternativ kann die Bremseinheit 13 auch Nachgreifer umfassen.

Die Fig. 2 zeigt eine Draufsicht des Auslagestapels 9 mit ordnungsgemäß an den Vorderkantenanschlägen 12 abgelegten Bogen 7, die den Auslagestapel 9 bilden. Die Vorderkantenanschläge 12 sind hier bevorzugt symmetrisch zu einer Maschinenmitte 38 angeordnet dargestellt. Die Bremseinheit 13 enthält hier beispielsweise vier quer zur Bogentransportrichtung 39 angeordnete mit Saugbändern 13.1 bestückte Bremsstationen, wobei jedes Saugband 13.1 einen abzulegenden Bogen 7 mit einer Bremskraft beaufschlagt. Die Saugbänder 13.1 liegen bevorzugt symmetrisch zur Bogensymmetrieachse in Bogentransportrichtung 39. Die Seitenkanten des Bogens 7 liegen parallel zur Bogentransportrichtung 39. Dem Auslagestapel 9 ist mindestens ein weiterer Anschlag 16, 14 zum Ausrichten des Auslagestapels 9 an einer weiteren Kante des Auslagestapels 9 zugeordnet. Die Seitenkanten des Bogens 7 werden hier bevorzugt von jeweils einem Seitenkantenanschlag 16 ausgerichtet. Die Seitenkantenanschlage 16 sind hier einteilig ausgeführt, können aber auch mehrteilig ausgeführt sein. Die Seitenkantenanschlage 16 können sich über die gesamte Bogenlänge oder nur über Teilbereiche der Bogenlänge erstrecken. Weiterbildend können die Seitenkantenanschläge 16 zur Formateinstellung beispielsweise gemeinsam mit der Bremseinheit 13 verstellt werden. Weiterbildend ist es vorgesehen, die Seitenkantenanschläge 16 als quer zur Bogentransportrichtung 39 bewegbare Seitengeradstoßer 16 auszuführen. Die Seitengeradstoßer 16 können dabei jeweils eine Anschlagplatte, eine Längsführung und einen Linearantrieb aufweisen. Bei ordnungsgemäßer Bogenablage liegt der Bogen 7 mittig zu den Anschlagplatten der Seitengeradstoßer 16. Weiterbildend sind auch an der Hinterkante des Auslagestapels 9 beispielsweise unterhalb der Bremseinheit 13 insbesondere beweglich gelagerte Hinterkantenanschläge 14 vorgesehen.

Den Seitenkantenanschlägen 16 ist mindestens ein Sensor 17, 15 zur Überwachung der Bogenlage bezüglich der Seitenkantenanschläge 16 zugeordnet. Dabei kann der Sensor 17, 15 beide Seitenkantenanschläge 16 überwachen oder es ist jedem Seitenkantenanschlag 16 ein Seitenkantensensor 17 zugeordnet. Der oder die Sensoren 17, 15 können dabei beabstandet oder in der Nähe der Seitenkantenanschläge 16 angeordnet sein. Der oder die Sensoren 17, 15 können auch an der Hinterkante bevorzugt im seitlichen Bereich angeordnet werden. In der dargestellten Ausführung ist jedem Seitenkantenanschlag 16 ein Seitenkantensensor 17 benachbart zugeordnet. Die Seitenkantensensoren 17 können dabei den Seitenanschlägen 16 fest zugeordnet sein. In einer bevorzugten Ausführungsform sind die seitlich der Anschlagplatten der Seitenkantenanschläge 16 angeordneten Seitenkantensensoren 17 als Ultraschallabstandssensoren ausgebildet, die jeweils in vertikaler Richtung auf die Bogenunterseite einen Messstrahl aussenden. Alternativ oder zusätzlich können die Seitenkantensensoren 17 aber auch den Bereich des Stapelgrundrisses 9.1 überwachen und dabei jeweils die ordnungsgemäß fallenden Bogen 7 detektieren. Die Seitenkantensensoren 17 stehen mit einer Steuereinrichtung in signaltechnischer Verbindung. Weiterbildend stehen auch die Antriebe der Seitengeradstoßer 16 mit dieser Steuereinrichtung, welche Teil der Maschinensteuerung sein kann oder in der Maschinensteuerung integriert sein kann, in Verbindung.

Die Fig. 3 zeigt einen nicht ordnungsgemäß abgelegten sog. Falschbogen 7.1 , welcher sich zumindest teilweise auf einer Anschlagplatte eines Seitenkantenanschlages 16 abgelegt hat. In dieser Lage trifft der Messstrahl des Seitenkantensensors 17 auf die Unterseite des über der Anschlagplatte liegenden Falschbogens 7.1. Nach dem Laufzeitprinzip kann der als Ultraschallabstandssensor ausgebildete Seitenkantensensor 17 ein Signal generieren, welches der Steuereinrichtung mitteilt, dass ein Falschbogen 7.1 über einer Anschlagplatte eines Seitenkantenanschlages 16 liegt. Weiterbildend kann die Steuereinrichtung durch Auswertung beider Seitenkantensensoren 17 feststellen, auf welchem der Seitenkantenanschläge 16 bzw. Seitengeradstoßer 16 der Falschbogen 7.1 abgelegt ist. Die Erfassungstiefe des Ultraschallabstandssensors ist vorzugsweise so zu bemessen, dass beim Durchgang eines Greiferwagens 8 kein Falschbogen 7.1 signalisiert wird. Vorzugsweise wird von der Steuereinrichtung ein von einem Drehgeber übermittelter Maschinenwinkel bei der Initiierung einer Maschinenfunktion verarbeitet.

Vorzugsweise wird von der Steuereinrichtung als Maschinenfunktion ein Maschinenhalt, insbesondere ein Schnell-Halt, eingeleitet, wenn ein Falschbogen 7.1 detektiert wird. Die Maschinenfunktion kann dabei bedruckstoffabhängig sein. Es kann beispielsweise ein Maschinenhalt eingeleitet werden, wenn Kartonbogen verarbeitet werden und eine andere Maschinenfunktion, wenn kein Kartonbogen verarbeitet wird. Weiterbildend ist es vorgesehen, den oder die Seitengeradstoßer 16 derart anzusteuern, dass der Falschbogen 7.1 von der oder den Anschlagplatten herunter auf die Oberfläche des Auslagestapels 9 fällt. Wird im Falle eines Ultraschallabstandssensors ein Signal geliefert, dass ein Falschbogen 7.1 auf einer Anschlagplatte liegt, dann kann mittels der Steuereinrichtung ein Antrieb, insbesondere der Linearantrieb des Seitengeradstoßers 16, so angesteuert werden, dass die Anschlagplatte zum Ausrichten des Falschbogens 7.1 von der Stapelseitenfläche wegbewegt wird. Durch eine dabei auftretende Beschleunigung der Anschlagplatte fällt der Falschbogen 7.1 durch seine Trägheit von der Anschlagplatte herunter auf die Oberfläche des Auslagestapels 9. Die Anschlagplatten können an deren Oberseite nach außen angeschrägt ausgeführt sein. Ist der ursprüngliche Falschbogen 7.1 ordnungsgemäß auf dem Auslagestapel 9 abgelegt kann eine weitere Ausrichtung folgender Bogen 7 durch die Seitengeradstoßer 16 erfolgen.

In einer Weiterbildung ist es vorgesehen, mit dem mindestens einen Seitenkantensensor 17 die Lage des Falschbogens 7.1 quantitativ zu ermitteln. Vorzugsweise kann dabei der Wert des Überstandes des Falschbogens 7.1 über dem Seitenkantenanschlag 16 und/oder ein Winkelwert der Seitenkante des Falschbogens 7.1 zur Bogentransportrichtung 39 ermittelt werden. Dies erfolgt bevorzugt mittels der Steuereinrichtung, die aus den gewonnenen Daten die seitliche Bewegung des oder der Seitengeradstoßer 16 inklusive des nötigen Hubes ermittelt. Die im Normalbetrieb eine periodische Rüttelbewegung vollführenden Seitengeradstoßer 16 werden durch die Steuereinrichtung im Bedarfsfall kurzzeitig um den nötigen Hub verstellt. Bei einer ermittelten Schieflage des Falschbogens 7.1 kann alternativ oder zusätzlich eine Aktoransteuerung zur Korrektur der Schieflage des Falschbogens 7.1 und/oder der folgenden Bogen 7 vorgenommen werden. Beispielsweise kann die Schieflage durch gezielte Veränderung der Geschwindigkeit und/oder Bremswirkung der Bremselemente der Bremseinheit 13 über die Bogenbreite erfolgen. In Fig. 4 ist oberhalb der Vorderkantenanschläge 12 ein Greiferwagen 8 mit einer Kettenführung 22 im Umlenkbereich dargestellt. Über den Vorderkantenanschlägen 12 und den umlaufenden Greiferwagen 8 ist an einem Halter 23 eine Erfassungseinheit 24 positioniert. Die Erfassungseinheit 24 weist mindestens einen hier bevorzugt aber zwei Abtastsensoren 25, 26 auf, welche beabstandet zueinander angeordnet sind. Die Abtastsensoren 25, 26 sind quer zur Bogentransportnchtung 39 und so angeordnet, dass ein Erfassen der Anwesenheit bzw. Abwesenheit der zu dem Auslagestapel 9 sowie mit der Bogenvorderkante zumindest teilweise über die Vorderkantenanschläge 12 transportierten Schiefbogen 7.2 möglich ist. Die Abtastung des den Vorderkantenanschlägen 12 in Bogentransportnchtung 39 nachfolgenden Vorderkanten- Überwachungsbereiches 12.3 durch die Abtastsensoren 25, 26 erfolgt an Punkten 25.4, 26.4 durch Sensorstrahlen 25.3, 26.3. Die Sensorstrahlen 25.3, 26.3 schneiden die zu überwachenden Punkte 25.4, 26.4. Der Vorderkanten-Überwachungsbereich 12.3 erstreckt sich von der von den Vorderkantenanschlag-Flächen 12.1 der Vorderkantenanschläge 12 aufgespannten Vorderkantenanschlag-Ebene 12.2 in Bogentransportnchtung 39 bis zu 100 mm, bevorzugt von 1 mm bis 50 mm und ganz bevorzugt von 2 mm bis 10 mm. Die in diesem Vorderkanten-Überwachungsbereich 12.3 befindlichen Punkte 25.4, 26.4 sind dabei bevorzugt beabstandet von der Vorderkantenanschlag-Ebene 12.2, so dass beispielsweise eine Bewegung des Auslagestapels 9 während des Absenkens keine Fehlersignale erzeugt. Die Überwachung erfolgt bevorzugt zu definierten Zeitpunkten oder zu definierten Maschinenwinkeln, bevorzugt ständig wenn kein Greiferwagen 8 die Sensorstrahlen 25.3, 26.3 passiert. Auf gleiche Weise werden Überschießbogen, welche über alle das Bogenformat betreffende Vorderkantenanschläge 12 hinausragen, erfasst. Alternativ oder zusätzlich kann durch die Erfassungseinheit 24 auch die konkrete Lage der Bogen 7 zu den Vorderkantenanschlägen 12 erfasst werden.

Die Fig. 5 zeigt eine Draufsicht des Auslagestapels 9 mit ordnungsgemäß an den Vorderkantenanschlägen 12 abgelegten Bogen 7, die den Auslagestapel 9 bilden. Die Vorderkantenanschläge 12 sind hier bevorzugt symmetrisch zu einer Maschinenmitte 38 angeordnet dargestellt. Die Erfassungseinheit 24 überwacht hier bevorzugt mit dem Abtastsensor 25 und dem Abtastsensor 26 im Vorderkanten-Überwachungsbereich 12.3 der Vorderkantenanschläge 12 eine Arbeitsbreite quer zur Bogentransportrichtung 39. Die Arbeitsbreite ist mindestens die sich quer und horizontal zur Bogentransportrichtung 39 erstreckende Ausdehnung eines von der Maschine minimal zu verarbeitenden Bogenformates 27. Dargestellt ist ebenfalls die mögliche Lage eines Schiefbogens 7.2 über dem Auslagestapels 9.

Die Überwachung der Bogenlage erfolgt besonders bevorzugt berührungslos. Die Abtastsensoren 25, 26 der Erfassungseinheit 24 können zum Beispiel als optische, insbesondere photoelektrische, Sensoren oder als Ultraschallsensoren ausgebildet sein. Im dargestellten Ausführungsbeispiel enthalten die Abtastsensoren 25, 26 jeweils einen Sender/Empfänger 25.1 , 26.1 und jeweils einen Reflektor 25.2, 26.2. Bevorzugt sind Sender/Empfänger 25.1 , 26.1 auf der einen Seite und die Reflektoren 25.2, 26.2 auf der gegenüberliegenden Seite der Greiferwagenbahn angeordnet. Dadurch wird die nötige Verkabelung minimiert. Die Reflektoren 25.2, 26.2 sind hier zwischen den Vorderkantenanschlägen 12 angeordnet dargestellt. In alternativen nicht dargestellten Ausführungsformen können die Reflektoren 25.2, 26.2 auch mit den Vorderkantenanschlägen 12 verbunden sein oder die Vorderkantenanschläge 12 selbst als Reflektoren 25.2, 26.2 eingesetzt werden. Die Erfassungseinheit 24 ist über eine Auswerteinheit mit dem Maschinenleitstand und/oder der Maschinensteuerung verbunden, wobei die Auswerteinheit auch in der Maschinensteuerung integriert sein kann. Der Maschinensteuerung kann demnach auch mit den Seitenkantensensoren 17 und/oder den Hinterkantensensoren 15 verbunden sein und deren Signale gemeinsam auswerten. Der Abstand der Abtastsensoren 25, 26 ist bevorzugt derart gewählt, dass diese gerade noch innerhalb eines für die bogenverarbeitende Maschine charakteristischen minimalen Bogenformats 27 liegen. Alternativ können die Abtastsensoren 25, 26 auch ein Sensorelement auf der einen Seite der Greiferwagenbahn und ein mit diesem zusammenwirkendes Empfängerelement auf der anderen Seite der Greiferwagenbahn aufweisen. Mindestens eines dieser Elemente ist dabei unterhalb des höchsten Punktes der Vorderkantenanschläge 12 angeordnet.

Die in der Auslage zwischen den Ketten 6 angeordneten und ständig mit diesen umlaufenden Greiferwagen 8 erfassen die auf dem Druckzylinder 1 liegenden Bogen 7 an deren Bogenvorderkante und transportieren diese über die Bogenleiteinrichtung, insbesondere das Bogenleitblech 18, sowie die Bremseinheit 13 in Bogentransportrichtung 39 zum Auslagestapel 9. Durchlaufen die Bogen 7 den Bereich der Bremseinheit 13 werden sie zum Beispiel von den Saugbändern 13.1 erfasst und von den Greiferwagen 8 freigegeben. Mittels der Bremseinheit 13 werden die Bogen 7 auf eine gegenüber der Transportgeschwindigkeit verringerte Ablagegeschwindigkeit verzögert und nach Erreichen dieser Geschwindigkeit freigegeben, so dass die freigegebenen Bogen 7 mit der Ablagegeschwindigkeit gegen die Vorderkantenanschläge 12 sowie unter Ausrichtung an diesen und an den gegenüberliegenden Hinterkantenanschlägen 14 ausgerichtet den Auslagestapel 9 bildend abgelegt werden, wobei der Auslagestapel 9 entsprechend der abgelegten Bogen 7 abgesenkt wird, so dass die Stapeloberfläche ein konstantes Niveau für ankommende Bogen 7 aufweist.

Üblicherweise sind an den Seiten des Auslagestapels 9 die Seitenkantenanschläge 16 bzw. Seitengeradstoßer 16 angeordnet, die die Bogen 7 hinsichtlich der Lage ihrer Seitenkanten ausrichten und die von den Seitenkantensensoren 17 und/oder Hinterkantensensoren 15 überwacht werden. Wird nun beispielsweise, wie in Fig. 5 gezeigt, durch die Saugbänder 13.1 der Bremseinheit 13 ein Schiefbogen 7.2 so auf den Auslagestapel 9 abgelegt, dass eine Unterbrechung des Strahlengangs des Sensorstrahles 26.3 des Abtastsensors 26 erfolgt, wird in einer der Erfassungseinheit 24 nachgeordneten Auswerteinheit ein Signal generiert, welches einen Schiefbogen 7.2 anzeigt. Damit kann die Bogenzufuhr zur bogenverarbeitenden Maschine unterbrochen, diese leergefahren und der Schiefbogen 7.2 entfernt oder dessen Lage korrigiert werden. Es ist auch möglich, nachdem ein Schiefbogen 7.2 angezeigt wurde, die Maschine weiter zu betreiben und die Lage des Schiefbogens 7.2 auf dem Auslagestapel 9 zu korrigieren.

In Fig. 4 ist dem Halter 23 eine weitere Erfassungseinheit 29 zugeordnet. Diese weitere Erfassungseinheit 29 weist mindestens einen weiteren Abtastsensor 30 auf, der im Ausführungsbeispiel als optischer, insbesondere photoelektrischer, Sensor ausgebildet ist und einen Sender/Empfänger 30.1 sowie einen Reflektor 30.2 enthält. Die weitere Erfassungseinheit 29 ist so in der Auslage angeordnet, dass etwa der Umlenkbereich der Greiferwagen 8 detektiert werden kann. Durch die weitere Erfassungseinheit 29 wird dieser Bereich dahingehend überwacht, ob Bogen 7 oder Teile von diesen von den Greiferwagen 8 mitgerissen wurden. Ist das der Fall, kann mittels einer mit der weiteren Erfassungseinheit 29 zusammenwirkenden Auswerteinheit die Generierung eines Not-Aus Signals erfolgen, das der Maschinensteuerung zugeführt und am Leitstand angezeigt werden kann. Damit kann eine Havarie der bogenverarbeitenden Maschine durch von den Greiferwagen 8 mitgerissene Bogen 7 verhindert werden.

Durch die weitere Erfassungseinheit 29 wird bevorzugt auch sichergestellt, dass es bei dem mittels der Erfassungseinheit 24 detektierten Überschießbogen oder Schiefbogen 7.2, die ein Leerfahren der Maschine und/oder eine Korrektur der Bogenlage auf dem Auslagestapel 9 bedingen, tatsächlich um derartige Bogen 7 handelt. Zwecks Vermeidung von Fehlersignalen bei der Passage der Greiferwagen 8 durch die Sensorstrahlen 25.3, 26.3, 30.3 müssen diese Fehlersignale ausgeblendet werden. Dies geschieht hier durch eine halbtourig angetriebene Schaltfahne, die winkelabhängig angeordnete Initiatoren aktiviert. Alternativ können die von den Greiferwagen 8 verursachten Fehlersignale über eine Software o. ä. gefiltert werden.

Um in Bogenrotationsdruckmaschinen ein Ablegen von Farbe der frischbedruckten Bogen 7 zu vermeiden, kann über die Bestäubungseinheit 20 Puder zwischen die auf dem Auslagestapel 9 abzulegenden Bogen 7 gebracht werden. Trotz bekannter Einrichtungen zum Verhindern des Ablegens von Puder auf in der Auslage vorgesehenen Arbeitsorganen kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich Puder z. B. auf den Abtastsensoren 25, 26, 30 der Erfassungseinheiten 24, 29 ablegt, was zu Funktionsstörungen führen kann. Um ein sicheres Arbeiten der Erfassungseinheiten 24, 29 zu ermöglichen, kann einer oder jeder Erfassungseinheit 24, 29, insbesondere einem oder bevorzugt jedem Abtastsensor 25, 26, 30, mindestens ein Reinigungselement zugeordnet sein.

Die Fig. 6 zeigt eine den Abtastsensoren 25, 26, 30 zugeordnete Reinigungseinheit 31 enthaltend im Ausführungsbeispiel eine Düseneinheit 32 mit einer Blasluftzuführung 33. Bevorzugt ist jedem der Abtastsensoren 25, 26, 30 eine Düseneinheit 32 zugeordnet. Jede Düseneinheit 32 ist insbesondere mit einer ersten Austrittsöffnung 32.1 und einer zweiten Austrittsöffnung 32.2 versehen, wobei der Blasluftstrahl 34 der ersten Austrittsöffnung 32.1 auf den Sensor/Empfänger 25.1 , 26.1 , 30.1 und der Blasluftstrahl 35 der zweiten Austrittsöffnung 32.2 auf den Reflektor 25.2, 26.2, 30.2 gerichtet ist. Zum Reinigen der Abtastsensoren 25, 26, 30 der Erfassungseinheiten 24, 29 werden durch nicht dargestellte Mittel die Blasluftzuführungen 33 aktiviert und so Puderablagerungen entfernt. Die Reinigungseinheit 31 kann beliebig betätigbar ausgeführt oder ihre Aktivierung an bestimmte Arbeitsschritte, wie zum Beispiel den Wechsel des Auslagestapels 9, gekoppelt sein.

Die Fig. 7 zeigt eine Weiterbildung der Auslage mit einer Erfassungseinheit 24 zur Detektion von Überschießbogen und Schiefbogen 7.2 in dem den Vorderkantenanschlägen 12 in Bogentransportrichtung 39 nachgeordneten Vorderkanten- Überwachungsbereich 12.3. Die Erfassungseinheit 24 weist auch hier mindestens zwei voneinander beabstandete Abtastsensoren 25, 26 auf, welche Sensorstrahlen 25.3, 26.3 vorzugsweise parallel zur von den Vorderkantenanschlag-Flächen 12.1 der Vorderkantenanschläge 12 gebildeten Vorderkantenanschlag-Ebene 12.2 erzeugen. Die Vorderkantenanschlag-Flächen 12.1 der Vorderkantenanschläge 12 sind dabei die zum Auslagestapel 9 gerichteten Flächen, an denen die korrekt freigegebenen und abgelegten Bogen 7 an der Vorderkante ausgerichtet werden. Die Vorderkantenanschlag-Flächen 12.1 der Vorderkantenanschläge 12 weisen zumindest eine vertikale Erstreckung und bevorzugt eine Erstreckung quer zur Bogentransportrichtung 39, insbesondere eine horizontale Erstreckung, auf. Jeder Abtastsensor 25, 26 weist hier bevorzugt einen Sensor/Empfänger 25.1 , 26.1 und einen Reflektor 25.2, 26.2 auf. Die Sensoren/Empfänger 25.1 , 26.1 sind innerhalb der Greiferwagenbahn im Umlenkbereich der Greiferwagen 8 einem Halter 23 zugeordnet. Der Halter 23 kann beispielsweise als über die Maschinebreite angeordnete Traverse mit Öffnungen für die Sensoren/Empfänger 25.1 , 26.1 ausgeführt sein. Die Traverse kann dabei selbständig oder mit einem Blasrahmen verbunden sein. Als Halter 23 kann aber auch der Blasrahmen selbst genutzt werden.

Die Reflektoren 25.2, 26.2 sind hier einer unterhalb der Greiferwagenbahn angeordneten Aufnahme zugeordnet, die über die Maschinenbreite mit Aussparungen für die Vorderkantenanschläge 12 ausgestattet ist. Die Aufnahme ist hier bevorzugt als über die Maschinenbreite angeordnete Traverse oder Gitterstruktur 36 ausgeführt, wobei die Reflektoren 25.2, 26.2 in der Oberfläche der Aufnahme integriert sein können. Bevorzugt wird eine gestellfest angeordnete Gitterstruktur 36 eingesetzt, die an ihrer Unterseite weitere Maschinenelemente aufnimmt. Die Maschinenelemente sind hier Trennelemente, insbesondere Probebogen-Finger 37, welche zur Probebogenentnahme in Richtung des Auslagestapels 9 zwischen fallende Bogen 7 zur Aufnahme dieser einfahrbar sind. Die Probebogen-Finger 37 sind hier als Pneumatikzylinder ausgeführt. Durch die gestellfeste Anordnung der Aufnahme bleiben die verbundenen Reflektoren 25.2, 26.2 auch bei einer Probebogenentnahme ortsfest und aktiv. Die Vorderkantenanschläge 12 können zur Probebogenentnahme schwenkbar ausgeführt sein. Eine Überwachung des Ablageprozesses kann demnach auch ununterbrochen während einer Probebogenentnahme erfolgen. Auch während eines Stapelwechsels, insbesondere eines Non-Stop-Stapelwechsels, kann durch die Erfassungseinheit 24 der Ablageprozess unterbrechungsfrei überwacht werden.

Die Auslage enthält hier weiterbildend eine der Erfassungseinheit 24 in Bogentransportnchtung 39 nachgeordnete weitere Erfassungseinheit 29 zur Detektion von maschinengefährdenden Überschießbogen. Die in Richtung der umlaufenden Greiferwagen 8 der Erfassungseinheit 24 nachgeordnete weitere Erfassungseinheit 29 weist hier ebenfalls einen weiteren Abtastsensor 30 mit einem Sensor/Empfänger 30.1 und einem Reflektor 30.2 auf. Bevorzugt ist auch der Sensor/Empfänger 30.1 der weiteren Erfassungseinheit 29 in einer Öffnung des beispielsweise als Traverse ausgebildeten Halters 23 aufgenommen. Über eine Verbindung der Erfassungseinheiten 24, 29 über eine gemeinsame Auswerteinheit oder jeder Erfassungseinheit 24, 29 zugeordneter Auswerteinheiten mit einer Steuerung, insbesondere der Maschinensteuerung, und vorzugsweise des Leitstandes werden entsprechende Informationen und/oder Funktionen, insbesondere Maschinenfunktionen, ausgelöst. Mindestens einem bevorzugt aber allen der Sensoren/Empfängern 25.1 , 26.1 , 30.1 und Reflektoren 25.2, 26.2, 30.2 ist auch hier eine Reinigungseinheit 31 zugeordnet.

Die Fig. 8 zeigt eine Draufsicht auf die Gitterstruktur 36 mit integrierten Reflektoren 25.2, 26.2 in der Auslage. Die Gitterstruktur 36 weist hier bevorzugt in Bogentransportnchtung 39 orientiert angeordnete Schlitze auf, die eine Luftzirkulation in der Auslage zulassen. Die Reflektoren 25.2, 26.2 sind hier in der der Greiferwagenbahn zugewandten Oberfläche der Gitterstruktur 36 integriert. Die Reflektoren 25.2, 26.2 liegen innerhalb eines Abstandes zueinander, der hier dem minimal von der Maschine zu verarbeitenden Bogenmaterial also dem minimalen Bogenformat 27 entspricht. Das heißt, dass die Reflektoren 25.2, 26.2 derart weit auseinander angeordnet sind, dass das kleinste zu verarbeitende Bogenformat über die Maschinenbreite noch einen der Reflektoren 25.2, 26.2 im Falle eines Schiefbogens 7.2 und beide Reflektoren 25.2, 26.2 im Falle eines Überschießbogens überdeckt. Die Fig. 9 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Ausschnittes der Auslage mit in der Gitterstruktur 36 integrierten Reflektoren 25.2, 26.2. Die mit den Reflektoren 25.2, 26.2 zusammenwirkenden Sensoren/Empfänger 25.1 , 26.1 sind oberhalb und besonders bevorzugt senkrecht oberhalb der Reflektoren 25.2, 26.2 innerhalb des Umlenkbereiches der Greiferwagen 8 angeordnet. Der Sensor/Empfänger 30.1 der weiteren Erfassungseinheit 29 wirkt mit einem nicht dargestellten Reflektor 30.2 zusammen, der in Umlaufrichtung der Greiferwagen 8 bevorzugt nach dem Umkehrpunkt außerhalb der Kettenführungen 22 in etwa mittig der Maschinenbreite angeordnet ist.

Die Fig. 10 zeigt eine bevorzugte Weiterbildung der Auslage mit in dem beispielsweise als Traverse ausgebildeten Halter 23 integrierter Reinigungseinheit 31 für alle Abtastsensoren 25, 26, 30 der Erfassungseinheiten 24, 29 in Bogentransportrichtung 39 gesehen. Die Reinigungseinheit 31 enthält eine betätigbare Blasluftzuführung 33, die die jedem Abtastsensor 25, 26, 30 zugeordnete Düseneinheit 32 mit Blasluft versorgt. Der der Reinigungseinheit 31 zur Verfügung stehende pneumatische Druck ist vorzugsweise manuell oder automatisch einstellbar und wird besonders bevorzugt überwacht. Die Blasluftzuführung 33 wirkt mit einem seitlich dem beispielsweise als Traverse ausgeführten Halter 23 zugeordneten Anschluss zusammen und verteilt die anliegende Blasluft über hier beispielhaft gezeigte zwei Verteiler an die Düseneinheiten 32 der Abtastsensoren 25, 26, 30. Jede Düseneinheit 32 richtet die anliegende Blasluft auch hier bevorzugt auf die Sensoren/Empfänger 25.1 , 26.1 , 30.1 und die Reflektoren 25.2, 26.2, 30.2 wie oben bereits beschrieben.

Die Fig. 11 zeigt einen Ausschnitt der Draufsicht des Auslagestapels 9 mit innerhalb einer sich quer zur Bogentransportrichtung 39 erstreckenden minimalen Arbeitsbreite, d. h. innerhalb eines für die bogenverarbeitende Maschine charakteristischen minimalen Bogenformats 27, angeordneten Vorderkantenanschlägen 12. Die ordnungsgemäß abgelegten Bogen 7 legen sich in Bogentransportrichtung 39 an den Vorderkantenanschlag-Flächen 12.1 der Vorderkantenanschläge 12 ab. Die von den Abtastsensoren 25, 26 der Erfassungseinheit 24 überwachten Punkte 25.4, 26.4 liegen in Bogentransportnchtung 39 der Vorderkantenanschlag-Ebene 12.2 nachgeordnet in einem Vorderkanten-Überwachungsbereich 12.3 und quer zur Bogentransportnchtung 39 innerhalb des in Bogentransportnchtung 39 über die Vorderkantenanschlag-Ebene 12.2 hinaus verlängerten minimalen Bogenformates 27.

Es wird eine Auslage für eine bogenverarbeitende Maschine mit einem Bogen 7 zu einem Auslagestapel 9 und mit einer Bogenvorderkante der Bogen 7 an mindestens zwei Vorderkantenanschläge 12 transportierenden Bogenfordersystem bereitgestellt, wobei die mindestens zwei Vorderkantenanschläge 12 eine Vorderkantenanschlag-Ebene 12.2 aufspannen, wobei mindestens ein weiterer Anschlag 16, 14 zum Ausrichten des Auslagestapels 9 an einer weiteren Kante des Auslagestapels 9 vorgesehen ist und wobei mindestens eine Erfassungseinheit 24, 29 zur Überwachung zumindest eines Punktes 25.4, 26.4, 30.4 ausgebildet ist, der in Bogentransportnchtung 39 der Vorderkantenanschlag-Ebene 12.2 nachgelagert ist und wobei weiterhin zumindest ein der Vorderkantenanschlag-Ebene 12.2 in Bogentransportnchtung 39 vorgelagerter Punkt 17.2, 15.2 überwacht wird. Bevorzugt wird mindestens ein Sensor 17, 15 zur Überwachung zumindest eines Punktes 17.2, 15.2 ausgebildet, der in Bogentransportnchtung 39 der Vorderkantenanschlag-Ebene 12.2 vorgelagert ist.

Die mindestens eine Erfassungseinheit 24, 29 ist insbesondere als eine den der Vorderkantenanschlag-Ebene 12.2 nachgelagerten Punkt 25.4, 26.4, 30.4 berührungslos überwachende Erfassungseinheit 24, 29 ausgebildet. Bevorzugt ist die mindestens eine Erfassungseinheit 24, 29 zur Überwachung zumindest zweier Punkte 25.4, 26.4, 30.4 ausgebildet, welche quer zur Bogentransportnchtung 39 zueinander beabstandet der Vorderkantenanschlag-Ebene 12.2 nachgelagert liegen. Der zumindest eine der Vorderkantenanschlag-Ebene 12.2 nachgelagerte zu überwachende Punkt 25.4, 26.4, 30.4 oder die zumindest zwei überwachten Punkte 25.4, 26.4, 30.4 liegen bevorzugt innerhalb einer sich quer zur Bogentransportrichtung 39 erstreckenden minimalen Arbeitsbreite 27, insbesondere innerhalb eines mit der Auslage zu verarbeitenden minimalen Bogenformates 27. Die mindestens eine Erfassungseinheit 24, 29 ist besonders bevorzugt einen zur Überwachung des zumindest einen Punktes 25.4, 26.4, 30.4 eingesetzten Sensorstrahl 25.3, 26.3, 30.3 erzeugend angeordnet. Dafür kann die mindestens eine Erfassungseinheit 24, 29 mindestens zwei einen Sensorstrahl 25.3, 26.3, 30.3 begrenzende Elemente aufweisen.

Neben dem der Vorderkantenanschlag-Ebene 12.2 in Bogentransportrichtung 39 nachgelagerten mindestens einen Punkt 25.4, 26.4, 30.4 kann auch der oder können auch die der Vorderkantenanschlag-Ebene 12.2 vorgelagerten Punkte 17.2, 15.2 von der mindestens einen Erfassungseinheit 24, 29 überwacht werden. Alternativ kann neben der mindestens einen Erfassungseinheit 24, 29 ein weiterer Sensor 17, 15 zu Überwachung eingesetzt werden. Die mindestens eine Erfassungseinheit 24, 25 oder die mindestens eine Erfassungseinheit 24, 25 und der weitere Sensor 17, 15 stehen vorteilhafterweise mit einer Auswerte- oder Steuereinrichtung in Verbindung, wobei die Auswerte- oder Steuereinrichtung bei nicht ordnungsgemäßer Bogenablage eine Maschinenfunktion, insbesondere einen Maschinenhalt, initiiert. Die Auswerte- oder Steuereinrichtung kann dabei auch in der Maschinensteuerung integriert sein. Weiterbildend kann die Auswerteoder Steuereinrichtung mit mindestens einem Aktor zu Bogenlagekorrektur in Wirkverbindung stehen.

An dem der Vorderkantenanschlag-Ebene 12.2 vorgelagerten Punkt 17.2, 15.2 wird bevorzugt die Lage zumindest eines Bogens 7 bezüglich des weiteren Anschlages 12, 14, 16 überwacht. Bevorzugt ist ein Sensor 17, 15 zur Überwachung der Lage mindestens eines Bogens 7 bezüglich des weiteren Anschlages 16, 14 eingerichtet, ausgebildet und/oder angeordnet. Wird an dem zu überwachenden Punkt 17.2, 15.2 detektiert, dass eine nicht ordnungsgemäße Bogenablage vorliegt, kann eine Maschinenfunktion, insbesondere ein Maschinenhalt, initiiert werden. Die Maschinenfunktion kann dabei in Abhängigkeit eines verarbeiteten Bedruckstoffes initiiert werden. Alternativ oder zusätzlich kann bei nicht ordnungsgemäßer Bogenablage aktorisch eine Bogenlagekorrektur vorgenommen werden.

Der der Vorderkantenanschlag-Ebene 12.2 vorgelagerte Punkt 17.2, 15.2 kann dabei innerhalb oder außerhalb des Stapelgrundrisses 9.1 liegen. Der Stapelgrundriss 9.1 kann dabei durch die vier die Bogenkanten schneidenden vertikalen Ebenen oder die Ebenen der Stapelseitenflächen beschrieben werden. Weiter liegt der zu überwachende Punkt 17.2, 15.2 bevorzugt zwischen einer Greiferwagenbahn des Bogenfordersystems und der Oberfläche, insbesondere dem letzten ordnungsgemäß abgelegten Bogen 7, des Auslagestapels 9. Der zu überwachende Punkt 17.2, 15.2 kann sich beispielsweise im Bereich und/oder Höhe der Anschläge 12, 16, 14 des Auslagestapels 9 befinden.

Zur Überwachung des mindestens einen der Vorderkantenanschlag-Ebene 12.2 vorgelagerten Punktes 17.2, 15.2 wird bevorzugt von dem mindestens einen Sensor 17, 15 ein Sensorstrahl 17.1 , 15.1 erzeugt, welcher den Punkt 17.2, 15.2. schneidet. Der Sensorstrahl 17.1 , 15.1 kann den Stapelgrundriss 9.1 bzw. eine Anschlagebene 12.2, 14.2, 16.2 der Anschläge 12, 14, 16 schneiden oder annähernd vertikal ausgerichtet einen Überstand eines Bogens 7 an einem Anschlag 12, 14, 16 erkennen. Besonders bevorzugt beinhaltet der Sensorstrahl 17.1 , 15.1 eine vertikale Richtungskomponente, insbesondere in Richtung der Greiferwagenbahn. Der mindestens eine Sensor 17, 15 ist bevorzugt als berührungslos arbeitender Sensor 17, 15 ausgeführt und kann als Ultraschallsensor 17, 15 oder als optischer Sensor 17, 15 ausgebildet sein. Der mindestens eine Sensor 17, 15 ist besonders bevorzugt in Bogentransportrichtung 39 vor der Vorderkantenanschlag- Ebene 12.2 angeordnet.

Bevorzugt wird der mindestens eine der Vorderkantenanschlag-Ebene 12.2 vorgelagerte Punkt 17.2, 15.2 berührungslos überwacht. Insbesondere wird der mindestens eine Sensor 17, 15 daher zur berührungslosen Überwachung der Lage zumindest eines Bogens 7 bezüglich des weiteren Anschlages 12, 14, 16 ausgebildet. Besonders bevorzugt ist der mindestens eine Sensor 17, 15 zur berührungslosen Überwachung der Lage einzelner Bogen 7 einer Bogenfolge bezüglich des weiteren Anschlages 12, 14, 16 ausgebildet. Bevorzugt werden aber mehrere, unterschiedlichen Kanten des Auslagestapels 9 zugeordnete Punkte 17.2, 15.2 überwacht. Weiterbildend ist der oder sind mehrere Sensoren 17, 15 zur Überwachung mindestens zweier voneinander beabstandeter Punkte 17.2, 15.2 ausgebildet. Dabei sind bevorzugt mehrere zu überwachende Punkte 17.2, 15.2 unterschiedlichen Seiten des Auslagestapels 9 zugeordnet sind, wobei zwei zu überwachende Punkte 17.2 sich gegenüberliegenden Seiten des Auslagestapels 9 zugeordnet sein können. Weiter kann ein weiterer zu überwachender Punkt 15.2 einer weiteren Kante, insbesondere eine Hinterkante, des Auslagestapels 9 zugeordnet sein.

Bevorzugt ist der mindestens eine Sensor 17, 15 zur Überwachung des der Vorderkantenanschlag-Ebene 12.2 vorgelagerten Punktes 17.2, 15.2 beabstandet von der Anschlagfläche 16.1 , 14.1 des weiteren Anschlages 16, 14 angeordnet. Weiterbildend ist der mindestens eine Sensor 17, 15 beabstandet von dem weiteren Anschlag 16, 14 angeordnet. Der mindestens eine zu überwachende Punkt 17.2, 15.2 kann bei einer Formatverstellung der Auslage auf ein Bogenformat verlagert werden. Hierfür kann der mindestens eine Sensor 17, 15 zur Formateinstellung verlagerbar aufgenommen sein. Beispielsweise kann der mindestens eine Sensor 17 einem Seitenkantenanschlag 16, insbesondere einem Seitengeradstoßer 16, zugeordnet sein. Alternativ oder zusätzlich kann ein Sensor 15 einem hinteren Bereich, insbesondere einem Hinterkantenanschlag 14, des Auslagestapels 9 zugeordnet sein. Insbesondere kann ein Sensor 15 einer formatverstellbaren Bremsstation einer Bremseinheit 13 zugeordnet sein. Besonders bevorzugt sind mindestens zwei Sensoren 15, insbesondere in den seitlichen Bereichen, Hinterkantenanschlägen 14 zugeordnet. Während des Bogenlaufes kann an dem mindestens einen der Vorderkantenanschlag- Ebene 12.2 vorgelagerten Punkt 17.2, 15.2 überwacht werden, ob eine ordnungsgemäße Bogenfolge vorliegt oder ob eine fehlerhafte Bogenlage vorliegt. Es kann dabei von der mindestens einen Erfassungseinheit 24, 29 und/oder dem mindestens einen Sensor 17, 15 ein Sensorsignal abgegeben, wenn eine ordnungsgemäße Bogenablage erfolgt oder alternativ wenn keine ordnungsgemäße Bogenablage erfolgt. Insbesondere werden die Sensorsignale mehrerer überwachter Punkte 17.2, 15.2, 25.4, 26.4, 30.4 gemeinsam ausgewertet. Eine nicht ordnungsgemäße Bogenablage kann beispielsweise erkannt werden, wenn an wenigstens einem der zu überwachenden Punkte 17.2, 15.2, 25.4, 26.4, 30.4, beispielsweise durch die Auswerte- oder Steuereinrichtung, eine fehlerhafte Bogenlage erkannt wird. Die Überwachung mehrerer, insbesondere aller, zu überwachender Punkte 17.2, 15.2, 25.4, 26.4, 30.4 erfolgt besonders bevorzugt gleichzeitig, so dass eine schnelle Reaktion erfolgen kann. Es kann beispielsweise von der Auswerte- oder Steuereinrichtung unterschieden werden zwischen einem Falschbogen 7.1 , einem Schiefbogen 7.2 und einem Klemmbogen, welcher zwischen zwei Anschlägen 12, 14, 16 eingeklemmt ist. Weiterbildend wird die Maschinenfunktion in Abhängigkeit des detektierten Fehlerfalls initiiert. Eine Maschinenfunktion kann beispielsweise ein Ausdrucken der Maschine, insbesondere unter Fortdruckgeschwindigkeit, umfassen. Auch eine Änderung der Maschinengeschwindigkeit kann durch die Maschinenfunktion umfasst sein.

Es wird eine Auslage für eine bogenverarbeitende Maschine mit einem Bogenfördersystem zum Fördern von Bogen 7 über einen Auslagestapel 9 bereitgestellt, wobei mindestens ein Anschlag 12, 14, 16 zum Ausrichten des Auslagestapels 9 vorgesehen ist, wobei mindestens ein Sensor 15, 17, 25, 26, 30 zur Überwachung der Lage zumindest eines Bogens 7 bezüglich des Anschlages 12, 14, 16 vorgesehen ist, und wobei der Sensor 15, 17, 25, 26, 30 zur Überwachung eines Punktes 17.2, 15.2 innenhalb des Stapelgrundrisses 9.1 ausgebildet ist. Der Stapelgrundriss 9.1 kann dabei durch die vier die Bogenkanten schneidenden vertikalen Ebenen oder die Ebenen der Stapelseitenflächen beschrieben werden.

Bevorzugt wird der Sensor 15, 17, 25, 26, 30 zur Erfassung des Bogenfalls eines oder mehrerer aufeinander folgender fallender Bogen 7 innenhalb des Stapelgrundrisses 9.1 eingerichtet, ausgebildet und/oder angeordnet. Insbesondere wird der Sensor 17 zur Überwachung der Lage der Bogenseitenkanten bezüglich eines Seitenkantenanschlages 16, insbesondere eines Seitengeradstoßers 16, vorgesehen. Besonders bevorzugt werden mindestens zwei bezüglich des Auslagestapels 9 an gegenüberliegenden Seiten angeordnete Sensoren 17 zur gemeinsamen Erfassung des Bogenfalls ausgebildet.

Der Sensor 15, 17 kann beispielsweise einen den Stapelgrundriss 9.1 bzw. eine Anschlagebene 12.2, 14.2, 16.2 der Anschläge 12, 14, 16 schneidenden Sensorstrahl 15.1 , 17.1 erzeugend angeordnet sein. Besonders bevorzug wird der Sensorstrahl 17.1 , 15.1 eine Anschlagebene 12.2, 14.2, 16.2 unterhalb einer gemeinsamen Schnittgeraden 28 von Greiferwagenebene 8.1 und Anschlagebene 12.2, 14.2, 16.2 schneidend angeordnet. Der Sensorstrahl 15.1 , 17.1 schneidet damit die vertikale Stapelseitenfläche unterhalb der Schnittgeraden 28 und oberhalb der sich bildenden Stapeloberfläche. Die Greiferwagenebene 8.1 kann dabei durch die unmittelbar über dem Auslagestapel 9 in Bogentransportrichtung 39 verlaufende Greiferwagenbahn bzw. von sich unmittelbar über dem Auslagestapel 9 horizontal in Bogentransportrichtung 39 bewegenden Greiferaufschlägen der Greiferwagen 8 aufgespannt werden. Durch den eine Anschlagebene 12.2, 14.2, 16.2 schneidenden Sensorstrahl 15.1 , 17,1 werden Bogen 7 detektiert, welche bereits eine Fallstrecke zwischen den Anschlägen 12, 14, 16 zurückgelegt haben. Damit können insbesondere auch zwischen den Anschlägen 12, 14, 16 festsitzende Bogen 7, also beispielsweise Klemmbogen, erkannt werden, die sonst nicht zu detektieren sind.

Von dem mindestens einen Sensor 15, 17 kann ein Sensorsignal ausgegeben werden, wenn ein fallender Bogen 7 detektiert oder erkannt wird. Bevorzugt werden mehrere insbesondere unmittelbar aufeinander folgend fallende Bogen 7 detektiert. Weiterbildend steht der Sensor 15, 17, 25, 26, 30 mit einer Auswerte- oder Steuereinrichtung in Verbindung steht, welcher Daten über den Bogentransport zur Verfügung stehen. Die Sensorsignale des Sensors 15, 17 werden bevorzugt von der Auswerte- oder Steuereinrichtung mit Soll-Werten verglichen, wobei bei Überschreiten von Toleranzgrenzen eine Maschinenfunktion, insbesondere ein Maschinenhalt, initiiert wird.

Die Fig. 12 zeigt einen Auslagestapel 9 in Bogentransportrichtung 39 gesehen mit sensorüberwachten Seitenkantenanschlagen 16. Die Seitenkantenanschlage 16 sind hier bevorzugt als gegen die Stapelseitenkanten des Auslagestapels 9 bewegbare Seitengeradstoßer 16 ausgeführt. Die Seitenkantenanschlage 16 weisen dabei jeweils eine dem Stapelbereich des Auslagestapels 9 zugewandte Anschlagfläche 16.1 auf, die je eine vertikale Seitenkantenanschlag-Ebene 16.2 aufspannt. Die Seitenkantenanschlag- Ebenen 16.2 sind bevorzugt senkrecht und parallel zur Bogentransportrichtung 39 ausgerichtet aufgespannt.

Zumindest einem bevorzugt allen beiden Seitenkantenanschlagen 16 ist ein Seitenkantensensor 17 zugeordnet. Ein Seitenkantensensor 17 kann beispielsweise an einem Seitengeradstoßer 16 angeordnet sein, ohne dabei Rüttelbewegungen ausführen zu müssen. Ein Seitenkantensensor 17 erzeugt einen Sensorstrahl 17.1 , der in den zwischen den Seitenkantenanschlagen 16 befindlichen Bereich gerichtet ist. Insbesondere ist der Sensorstrahl 17.1 in den Stapelgrundriss 9.1 des Auslagestapels 9 gerichtet. Neben der in den Stapelgrundriss 9.1 gerichteten Komponente weist der Sensorstrahl 17.1 bevorzugt auch eine vertikale Komponente in Richtung der über dem Auslagestapel 9 umlaufenden Greiferwagen 8 auf. Bevorzugt werden fallende Bogen 7 durch beide Seitenkantensensoren 17 in einem jeweiligen Seitenkanten- Überwachungsbereich 16.3 detektiert bzw. erkannt. Der Seitenkanten- Überwachungsbereich 16.3 kann beispielsweise von der Seitenkantenanschlag-Ebene 16.2 eines Seitenkantenanschlages 16 bis ca. zur Mitte des Auslagestapels 9 gebildet sein. Bevorzugt befindet sich der Seitenkanten-Überwachungsbereich 16.3 benachbart zur Seitenkantenanschlag-Ebene 16.2 und kann bis zu 150 mm in den Stapelgrundriss 9.1 reichen.

Der mindestens eine Seitenkantensensor 17 steht dabei mit einer Auswerteinrichtung bzw. einer Steuereinrichtung, beispielsweise der Maschinensteuerung, in Verbindung. Mittels der Auswerte- oder Steuereinrichtung werden die vom Seitenkantensensor 17 gelieferten Signale als Ist-Werte mit vorgebbaren Soll-Werten verglichen. Insbesondere werden beide Seitenkantensensoren 17 gemeinsam bezüglich eines jeweiligen fallenden Bogens 7 ausgewertet. Bei Toleranzwertüberschreitung kann eine entsprechende Maschinenfunktion initiiert werden. Insbesondere wird als Ablagefehler detektiert, wenn der Seitenkantensensor 17 den Bogen 7 zu vorgegebenen Zeiten nicht erkennt und/oder wenn die Winkeldifferenz (insbesondere des Maschinenwinkels als Zustandsparameter der Druckmaschine für eine dynamische Bogenablageüberwachung) bzw. der Abstand zweier nacheinander folgender benachbarter Bogen 7 zu groß bzw. zu klein ist. Bevorzugt können die Sensorsignale interpretiert werden als Bogen 7, der im Schacht fest hängt (Klemmbogen) oder als Bogen 7 welcher sich axial versetzt über einem der Seitenkantenanschläge 16 befindet (Falschbogen 7.1 oder Schiefbogen 7.2). Insbesondere vorteilhaft dabei ist, dass auch die den Ablageschacht blockierenden Bogen 7 (Klemmbogen) erkannt werden können. Besonders bevorzugt werden sowohl Bogen 7 erkannt, die außerhalb des Stapelgrundrisses 9.1 liegen (Falschbogen 7.1 oder Schiefbogen 7.2), als auch Bogen 7, die innerhalb den Ablageschacht blockieren (Klemmbogen). Weiterbildend können geeignete Maßnahmen, insbesondere gemäß dem detektierten Fehlerfall, initiiert werden, die eine Havarie vermeiden. Es wird dabei eine verbesserte Bogenfallkontrolle geschaffen.

Es wird eine Auslage für eine bogenverarbeitende Maschine mit einem Bogenfördersystem zum Fördern von Bogen 7 über einen Auslagestapel 9 bereitgestellt, wobei Anschläge 12, 14, 16 zum Ausrichten des Auslagestapels 9 vorgesehen sind, wobei mindestens ein Sensor 15, 17, 25, 26, 30 zur Überwachung der Bogenablage vorgesehen ist und wobei ein Sensor 15, 17 derart ausgebildet ist, dass mit diesem mindestens zwei aufeinander folgend fallende Bogen 7 detektierbar sind. Bevorzugt werden dabei mindestens zwei Sensoren 15, 17 beabstandet zueinander und derart ausgebildet, dass mit diesen gleichzeitig fallende Bogen 7 detektierbar sind. Beispielsweise können mindestens zwei Sensoren 15 beabstandet zueinander einer Stapelhinterkante, insbesondere Hinterkantenanschlägen 14, und/oder einer Stapelseitenkante, insbesondere Seitenkantenanschlägen 16, zugeordnet sein.

Bevorzugt ist der mindestens eine Sensor 15, 17 als berührungslos arbeitender Sensor 15, 17, insbesondere als optischer Sensor oder als Laser-Sensor, ausgebildet. Mit dem berührungslos arbeitenden Sensor 15, 17 werden die bei der Bogenablage aufeinander folgend fallenden Bogen 7 detektiert. Mit dem Sensor 15, 17 werden dabei die aufeinander folgend fallenden Bogen 7 bevorzugt einzeln detektiert, wobei der Sensor 15, 17 ein Sensorsignal ausgibt, wenn ein fallender Bogen 7 detektiert wird. Weiterbildend kann der Hinterkantensensor 15 mit Hintergrundausblendung ausgeführt sein. Weiter kann ein minimaler und ein maximaler Abtastort, insbesondere der überwachte Punkt 15.2, 17.2, veränderbar bzw. einstellbar ausgeführt sein.

Weiter kann der mindestens eine Sensor 15, 17, 25, 26, 30 mit einer Auswerte- oder Steuereinrichtung in Verbindung stehen, welcher Daten über den Bogentransport zur Verfügung stehen. Diese Daten können eingegeben oder automatisch generiert sein. Die Auswerte- oder Steuereinrichtung verfügt insbesondere über einen Speicher, in welchem Kenndaten wie Soll-Werte bzw. Toleranzwerte, beispielsweise als jobabhängige Kurven, gespeichert sind. Durch die Auswerte- oder Steuereinrichtung kann ein Vergleich der Sensorsignale mit Daten über den Bogentransport erfolgen, wobei bei einer Detektion eines oder mehrerer fehlerhaft fallender Bogen 7 eine Maschinenfunktion, insbesondere ein Maschinenhalt, initiiert werden kann. Insbesondere kann zu vorgegebenen Zeiten eine Kontrolle durch den Sensor 17, 15 zu Zeitpunkten erfolgen, in denen die Soll-Position des Bogens 7 genau bekannt und/oder konstruktiv bestimmbar ist: Beispielsweise kann in einem ersten Zeitpunkt kurz nach der Greiferwagen-Passage mit gefassten Bogen 7 eine Sensor-Abfrage erfolgen, wobei ein Sensorsignal bedeutet, dass ein Gutbogen, also ein fehlerfrei fallender Bogen 7, vorliegt. Beispielsweise kann zu einem zweiten Zeitpunkt kurz vor Greiferwagen-Passage eine Sensor-Abfrage erfolgen, wobei ein Sensorsignal bedeutet, dass ein fehlerhaft abgelegter Bogen, beispielsweise ein Falschbogen 7.1 , vorliegt. Dazu sollte der Sensor 17, 15 bezüglich der Bogentransportrichtung 39 in dem Bereich vor der Greiferöffnung der Greiferwagen 8 positioniert sein.

Die Fig. 13 zeigt eine Draufsicht auf einen Auslagestapel 9 in der Auslage einer bogenverarbeitenden Maschine, insbesondere einer Bogendruckmaschine, beispielsweise wie oben beschrieben. In der Auslage sind Vorderkantenanschläge 12, Seitenkantenanschläge 16 und Hinterkantenanschläge 14 vorgesehen. Die Vorderkantenanschläge 12 spannen eine Vorderkantenanschlag-Ebene 12.2 auf, der in Bogentransportrichtung 39 mindestens ein Sensor 15, 17 zur Überwachung der Bogenablage und/der der Lage der Bogen 7 bezüglich wenigstens eine Anschlages 12, 14, 16 vorgelagert ist. Dargestellt sind Hinterkantensensoren 15, die die Bogenablage bzw. die Lage der Bogen 7 bezüglich der Hinterkantenanschläge 14 und/oder der Seitenkantenanschläge 16 überwachen. Die Hinterkantensensoren 15 sind den Hinterkantenanschlägen 14 benachbart zugeordnet und als berührungslos arbeitende Sensoren, insbesondere optische Sensoren, beispielsweise als CCD-Sensor, oder Laser- Sensoren, ausgeführt. Diese weisen ein ausreichend gutes Ansprechverhalten auf. Insbesondere sind mindestens zwei Hinterkantensensoren 15 voneinander beabstandet den seitlichen Bereichen zugeordnet. Weiterbildend erfolgt eine Formateinstellung der Hinterkantensensoren 15, so dass diese stets auf die seitlichen Bereiche der Bogenhinterkante gerichtet werden können. Durch die seitliche Anordnung der Hinterkantensensoren 15 kann sowohl die Lage der Bogenhinterkanten bezüglich der Hinterkantenanschläge 14 als auch mittelbar die Lage der Bogenseitenkanten bezüglich der Seitenkantenanschläge 16 überwacht werden.

Besonders bevorzugt wird ein Hinterkantensensor 15 einer formatverstellbaren Bremsstation der Bremseinheit 13 zugeordnet, so dass eine Positionierung der Hinterkantensensoren 15 auf das aktuelle Bogenformat erfolgen kann. Durch die Formateinstellung der mindestens ein Bremselement, beispielsweise ein Saugband 13.1 , tragenden Bremsstation erfolgt eine automatische Formateinstellung des verbundenen Hinterkantensensors 15. Es können aber auch weitere Bremsstationen mit Hinterkantensensoren 15 versehen sein, so dass die Genauigkeit der Überwachung der Bogenhinterkanten über die Formatbreite verbessert werden kann. Besonders bevorzugt ist an jeder Bremsstation ein Hinterkantensensor 15 befestigt, so dass stets eine Auswertung im gefährdeten seitlichen bzw. äußeren Formatbereich gesichert ist.

Bevorzugt ist der Hinterkantensensor 15 einen Sensorstrahl 15.1 erzeugend ausgebildet und angeordnet, so dass der Bogenfallbereich überwacht werden kann. Es wird bevorzugt jeder einzelne fallende Bogen 7 detektiert. Bei einem fehlerhaft abgelegten Bogen 7, beispielsweise einem auf einem Seitenkantenanschlag 16 und/oder einem Saugband 13.1 abgelegten Falschbogen 7.2, wird eine nicht ordnungsgemäße Bogenfolge und damit eine nicht ordnungsgemäße Bogenablage erkannt. Eine als sicherheitsrelevant eingestufte nicht ordnungsgemäße Bogenablage kann daraufhin zu einer Initiierung einer Maschinenfunktion, insbesondere zu einem Maschinenhalt, führen, wie oben bereits beschrieben.

Die Fig. 14 zeigt einen Auslagestapel 9 von der Seite mit einer vor dem Auslagestapel 9 angeordneten Bremseinheit 13. Die Bremseinheit 13 enthält hier eine Bremsstation mit umlaufend angetriebenem Saugband 13.1 bzw. Bremsband um die jeweils freigegebenen Bogen 7 von Maschinengeschwindigkeit auf Ablagegeschwindigkeit zu verzögern. Die Bremsstation und weitere nicht dargestellte Bremsstationen sind an einer quer zur Bogentransportrichtung 39 angeordneten Traverse 14 insbesondere bewegbar befestigt. Bevorzugt erfolgt eine formatabhängige Einstellung der Bremsstationen über die Bogenbreite an der Traverse 14. Die Traverse 14 kann dabei als Hinterkantenanschlag 14 die Bogenhinterkanten der abzulegenden Bogen 7 ausrichten. Weiterbildend können der Traverse 14 separate Hinterkantenanschläge 14 insbesondere bewegbar zugeordnet sein, an denen sich die Bogenhinterkanten der abzulegenden Bogen 7 ausrichten. Die Hinterkantenanschläge 14 können beispielweise um eine in Bogentransportrichtung 39 orientierte Schwenkachse schwenkbar der Traverse 14 zugeordnet sein. Die Traverse 14 und/oder die Hinterkantenanschläge 14 weisen dabei jeweils eine dem Stapelbereich des Auslagestapels 9 zugewandte Anschlagfläche 14.1 auf, die eine Anschlagebene 14.2 aufspannen. Die Anschlagebene 14.2 ist bevorzugt senkrecht und quer zur Bogentransportrichtung 39 ausgerichtet aufgespannt.

Dem oder den Hinterkantenanschlägen 14 ist der mindestens eine Hinterkantensensor 15 zur Detektion der fallenden Bogen 7 zugeordnet. Der Hinterkantensensor 15 kann beispielsweise oberhalb der Traverse 14 angeordnet sein. Bevorzugt ist der Hinterkantensensor 15 von der Anschlagebene 14.2, also von den hier senkrecht fallenden Bogenhinterkanten, in einem Abstand von 0 bis 150 mm, bevorzugt aber 10 bis 50 mm, angeordnet. Beispielsweise kann durch den Hinterkantensensor 15 die Bogenhinterkante in einer Höhe von 20 bis 40 mm über der Stapeloberfläche detektiert werden. Der mindestens eine Hinterkantensensor 15 kann der Traverse 14 fest oder bewegbar zugeordnet sein. Zur qualitativen Verbesserung des Messergebnisses kann der oder mehrere Hinterkantensensoren 15 drehbar und/oder schwenkbar ausgeführt sein. Bevorzugt wird der Hinterkantensensor 15 aber einer Bremsstation zugeordnet und somit mit dieser verstellt. Weiterbildend kann der Hinterkantensensor 15 höhenverstellbar, beispielsweise mit der Niveauregulierung der Stapeloberfläche, ausgeführt sein. Der vom Hinterkantensensor 15 erzeugte Sensorstrahl 15.1 kann eine zumindest annähernd horizontale in Richtung des Bogenfallbereichs gerichtete Erstreckung aufweisen. Dargestellt ist der Sensorstrahl 15.1 mit einer nach unten gerichteten Komponente. Weiter kann auch die Neigung des Sensorstrahls 15.1 zur Horizontalen veränderbar oder einstellbar ausgebildet sein.

Die im Bogenfallbereich folgend fallenden Bogen 7 durchlaufen den Sensorstrahl 15.1 und werden an einem überwachten Punkt 15.2 mittels eines Empfängers bzw. Aufnehmers des Hinterkantensensors 15 detektiert. Der vom Hinterkantensensor 15 überwachte Punkt 15.2 kann dabei innerhalb des Bogenfallbereiches oder an der Bogenhinterkante liegen. Besonders die Bogenhinterkante kann beispielsweise als Linie vom optischen Sensor oder Laser-Sensor sehr gut erkannt werden. Der Hinterkantensensor 15 ist bevorzugt derart ausgebildet, dass jeweils einzelne Bogen 7 einer Folge aufeinander folgend fallender Bogen 7 detektiert werden kann. Der oder die Hinterkantensensoren 15 stehen mit einer Auswerte- oder Steuereinrichtung, beispielsweise der Maschinensteuerung, in Verbindung. Mittels der Auswerte- oder Steuereinrichtung werden die vom Hinterkantensensor 15 übermittelten Signale mit vorgebbaren Soll-Werten verglichen. Beispielsweise werden mindestens zwei, insbesondere die äußeren, oder alle Hinterkantensensoren 15 gemeinsam bezüglich eines einzelnen jeweiligen fallenden Bogens 7 ausgewertet. Bei Toleranzwertüberschreitung kann eine entsprechende Maschinenfunktion initiiert werden. Insbesondere wird als Ablagefehler detektiert, wenn ein Hinterkantensensor 15 den Bogen 7 zu vorgegebenen Zeiten nicht erkennt und/oder wenn die Winkeldifferenz (insbesondere des Maschinenwinkels als Zustandsparameter der Druckmaschine für eine dynamische Bogenablageüberwachung) bzw. der Abstand zweier nacheinander folgend fallender unmittelbar benachbarter Bogen 7 zu groß bzw. zu klein ist. Bevorzugt können die Sensorsignale interpretiert werden als Bogen 7, der im Schacht fest hängt (Klemmbogen) oder als Bogen 7 welcher sich axial versetzt über einem der Seitenkantenanschläge 16 und/oder Hinterkantenanschlägen 14 befindet (Falschbogen 7.1 oder Schiefbogen 7.2). Weiterbildend ist es vorgesehen, über die Bogenbreite mindestens drei Hinterkantensensoren 15 und/oder bevorzugt an beiden Bogenseiten zwei in Bogenfallrichtung nacheinander angeordnete Hinterkantensensoren 15 einzusetzen. Damit wird die Möglichkeit geschaffen, die Fallgeschwindigkeit und/oder das Flächenprofil der fallenden Bogen 7 zu ermitteln. Aus diesen Ergebnissen können die Fallgeschwindigkeit beeinflussende Elemente, wie Lüfter des Blasrahmens, Blasrohre etc., gezielt angesteuert und der Bogenfall gezielt verändert werden. Weiterhin können damit Farbablagerungen (Pickel) vermieden werden bzw. die Einfahrbewegung eines Hilfsstapeltisches (z. B. Non-Stop-Rollo 41 ) in den Stapelbereich problemlos ausgeführt werden. Dabei können auch bereits vorhandene Sensoren, wie Sensoren zur Ermittlung der Stapelhöhe, des Stapelniveaus usw., mit der Auswerte- oder Steuereinrichtung verbunden werden, und deren Signale in die Ergebnisse integriert werden. Durch gezielte Sensorauswertung können spezielle Qualitätsproblemen, wie Eckenbildung beispielsweise an der Bogenhinterkante, erkannt werden. Durch Erhöhung des Blasdruckes der Eckenbläser kann anschließend der Qualitätsmangel beseitigt werden. Die Mangelbeseitigung kann insbesondere durch Mitteilung an den Drucker oder automatisch durch die Maschine erfolgen. Eine solche Sensoranordnung kann ebenfalls ein einer Bogenseitenkante zum Einsatz kommen, so dass die Möglichkeit der Einflussnahme auf die Bogenablage weiter verbessert werden kann. Ein Bogenlagesensor kann dabei auch oberhalb des Auslagestapels 9 angeordnet sein, zur Ermittlung des Flächenprofils der fallenden Bogen 7.

Die Fig. 15 zeigt weiterbildend einen weiteren Sensor 40 unterhalb des Hinterkantensensors 15, der beispielsweise als Stapellückensensor 40 zur Steuerung eines Non-Stop-Rollos 41 in eine Bogenlücke vorgesehen ist. Die von diesem Stapellückensensor 40 gelieferten Sensorsignale bzw. Daten können insbesondere durch die Auswerte- oder Steuereinrichtung, beispielsweise die Maschinensteuerung, mit den Sensorsignalen bzw. Daten des oder der Hinterkantensensoren 15 verknüpft werden. Durch die Auswerte- oder Steuereinrichtung kann dabei eine gemeinsame Auswertung der Sensorsignale bzw. Daten vorgenommen werden. Durch die Auswerte- oder Steuereinrichtung kann dadurch eine Überprüfung bspw. auf Plausibilität vorgenommen werden. Weiterhin kann die erreichbare Genauigkeit der Lagebestimmung von Bogenkanten durch die Mehrzahl der Sensoren 15, 40 erhöht werden. Durch die weitere Sensorik kann weiterbildend überprüft werden, ob ein Einfahren des Non-Stop-Rollos 41 problemlos durchgeführt werden kann. Weiterbildend kann bei der Detektion der Zwischenraum zwischen zwei aufeinander folgend fallenden Bogen 7 festgestellt werden, um Bogenbeeinflussungsmittel, wie das Non-Stop-Rollo 41 , Bogengreifer, Bogensauger, Bogenbläser definiert in den ermittelten Zwischenraum in den Stapelgrundriss 9.1 hinein zu bewegen. Bevorzugt besteht die Möglichkeit, über entsprechende Software den günstigsten Einfahrzeitpunkt zu realisieren. Weiter weiterbildend könnte auch eine Bogenzählung durch den mindestens einen Sensor 15, 40 durchgeführt werden.

Die Auswertung der Sensorsignale kann durch die Auswerte- oder Steuereinrichtung beispielsweise derart erfolgen, dass Winkelwerte (insbesondere des Maschinenwinkels als Zustandsparameter der Druckmaschine für eine dynamische Bogenablageüberwachung) ermittelt werden, wenn ein jeweiliger Bogen 7 einen Sensorstrahl 15.1 eines Hinterkantensensors 15 passiert. In der Auswerte- oder Steuereinrichtung können Soll-Werte beispielsweise als Winkelwerte hinterlegt sein, welche eingegeben, automatisch generiert oder angelernt sein können. Diese Soll-Werte können in Abhängigkeit von Verarbeitungsgeschwindigkeit, Bogenformat, Blasdruck des Blasrahmens usw. hinterlegt sein. Weicht der von der Auswerte- oder Steuereinrichtung aus dem vom Hinterkantensensor 15 generierten Sensorsignal ermittelte Winkelwerte vom Soll-Wert, ggf. unter Berücksichtigung von Toleranzen, ab, kann auf einen fehlerhaft abgelegten Bogen 7 (Überschießbogen, Falschbogen 7.1 , Schiefbogen 7.2, Klemmbogen) geschlossen werden. Wenn sich Bogen 7 nicht ordnungsgemäß zwischen den Seitenkantenanschlägen 16 bzw. Seitengeradstoßern 16 befinden, passieren die Bogenhinterkanten die Sensorstrahlen 15.1 der Hinterkantensensoren 15 insbesondere zu unterschiedlichen Maschinenwinkeln.

Durch weitere Sensoren 15, 17, 25, 26, 30 und/oder weitere Auswertung von Sensorsignalen kann der Fehlerfall eingegrenzt oder bestimmt werden. Geeignete Maschinenfunktionen können in Abhängigkeit des ermittelten Fehlerfalls initiiert werden. Auch aus den vom Stapellückensensor 40 gelieferten Sensorsignalen kann die Bogenlage ermittelt werden, wobei nach deren Auswertung entschieden werden kann, ob das Non- Stop-Rollo 41 ungehindert in den Bogenfallbereich einfahren kann. Damit wird insbesondere verhindert, dass das Non-Stop- Rollo 41 beim Einfahren gegen eine Bogenhinterkante stößt. Weiterbildend können alle Sensoren 15, 17, 25, 26, 30 zwecks Verbesserung der Funktion regelmäßig insbesondere durch Blasluft gereinigt werden. Dies kann individuell oder regelmäßig beispielsweise bei einem Stapelwechsel oder einer Betätigung der Auslageklappe erfolgen.

Die Fig. 16 zeigt einen Stapelgrundriss 9.1 eines Auslagestapels 9 mit möglichen Überwachungsbereichen. Dabei können in der nicht weiter dargestellten Auslage angeordnete Sensoren 25, 26, 30 einen Vorderkanten-Überwachungsbereich 12.3 überwachen, welcher einer durch die Vorderkantenanschlag-Flächen 12.1 der Vorderkantenanschläge 12 aufgespannten Vorderkantenanschlag-Ebene 12.2 in Bogentransportrichtung 39 nachgelagert ist. Gleichzeitig können Seitenkantensensoren 17 Seitenkanten-Überwachungsbereiche 16.3 überwachen, welche sich von jeweils einer durch die Seitenkantenanschlag-Flächen 16.1 der Seitenkantenanschläge 16 aufgespannten Seitenkantenanschlag-Ebene 16.2 in Richtung Stapelgrundriss 9.1 erstrecken. Alternativ oder zusätzlich können auch die Bereiche außerhalb des Stapelgrundrisses 9.1 auf fehlerhaft abgelegte Bogen 7 überwacht werden. Alternativ oder zusätzlich können gleichzeitig Hinterkantensensoren 15 einen Hinterkanten- Überwachungsbereich 14.3 überwachen, welcher einer durch die Hinterkantenanschlag- Flächen 14.1 der Hinterkantenanschläge 14 aufgespannten Hinterkantenanschlag-Ebene 14.2 in Bogentransportrichtung 39 nachgelagert ist. Aufstellung der verwendeten Bezugszeichen

1 Druckzylinder

2 Antriebskettenrad

3 Umlenkkettenrad

4 Welle

5 Welle

6 Kette

7 Bogen

7.1 Falsch bogen

7.2 Schiefbogen

8 Greiferwagen

8.1 Greiferwagenebene

9 Auslagestapel

9.1 Stapelgrundriss

10 Stapelplatte

11 Hubkette

12 Vorderkantenanschlag

12.1 Vorderkantenanschlag-Fläche

12.2 Vorderkantenanschlag-Ebene

12.3 Vorderkanten-Überwachungsbereich

13 Bremseinheit

13.1 Saugband

14 Hinterkantenanschlag

14.1 Hinterkantenanschlag-Fläche

14.2 Hinterkantenanschlag-Ebene

14.3 Hinterkanten-Überwachungsbereich

15 Hinterkantensensor

15.1 Sensorstrahl überwachter Punkt

Seitenkantenanschlag, Seitengeradstoßer

Seitenkantenanschlag-Fläche

Seitenkantenanschlag-Ebene

Seitenkanten-Überwachungsbereich

Seitenkantensensor

Sensorstrahl

überwachter Punkt

Bogenleitblech

Trockner

Bestäubungseinheit

Kettenführung

Halter

Erfassungseinheit

Abtastsensor

Sensor/Empfänger

Reflektor

Sensorstrahl

überwachter Punkt

Abtastsensor

Sensor/Empfänger

Reflektor

Sensorstrahl

überwachter Punkt

minimales Bogenformat

Schnittgerade von Greiferwagenebene und Anschlagebene weitere Erfassungseinheit

weiterer Abtastsensor

Sender/Empfänger Reflektor

Sensorstrahl überwachter Punkt

Reinigungseinheit

Düseneinheit erste Austrittsöffnung zweite Austrittsöffnung

Blasluftzuführung

Blasluftstrahl

Blasluftstrahl

Gitterstruktur

Probebogen-Finger

Maschinenmitte

Bogentransportrichtung

Stapellückensensor

Non-Stop-Rollo