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Patent Searching and Data


Title:
SHELF ARRANGEMENT FOR A VEHICLE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/149623
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a shelf arrangement (1) for a vehicle, which shelf arrangement forms a shelf surface (T) and can be adjusted relative to a vehicle subassembly (2). The shelf arrangement (1) has a plurality of slat elements (10), which are accommodated on the vehicle subassembly (2) in a retracted position and can be pivoted toward each other for this purpose, wherein the slat elements (10) are movable along a direction of movement (B) relative to the vehicle subassembly (2) in order to transfer the slat elements (10) from the retracted position to an extended position, in which the slat elements (10) are supported on one another in such a way that the slat elements (10) form the shelf surface (T). In this way, a shelf arrangement for a vehicle is provided, which shelf arrangement can be used in an overall space-saving manner, in particular in the area of a dashboard of a vehicle.

Inventors:
BECKER LUCAS (DE)
MERK JOHANNES (DE)
BAUMANN TOBIAS (DE)
BLUM PHILIPP FRANZ (DE)
Application Number:
EP2018/052060
Publication Date:
August 23, 2018
Filing Date:
January 29, 2018
Export Citation:
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Assignee:
BROSE FAHRZEUGTEILE (DE)
International Classes:
B60N3/00; A47B1/06
Foreign References:
DE19516011C11996-08-08
DE102011056355A12013-06-13
DE69603063T21999-12-23
GB2538823A2016-11-30
DE102007036439A12009-02-05
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
MAIKOWSKI & NINNEMANN PATENTANWÄLTE PARTNERSCHAFT MBB (DE)
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Claims:
Patentansprüche

Ablageanordnung (1 ) für ein Fahrzeug, die eine Ablagefläche (T) ausbildet und zu einer Fahrzeugbaugruppe (2) verstellbar ist, gekennzeichnet durch eine Mehrzahl von Lamellenelementen (10), die in einer eingefahrenen Stellung an der Fahrzeugbaugruppe (2) aufgenommen und dazu zueinander schwenkbar sind, wobei die Lamellenelemente (10) entlang einer Bewegungsrichtung (B) zu der Fahrzeugbaugruppe (2) bewegbar sind, um die Lamellenelemente (10) aus der eingefahrenen Stellung in eine ausgefahrene Stellung zu überführen, in der die Lamellenelemente (10) derart aneinander abgestützt sind, dass die Lamellenelemente (10) die Ablagefläche (T) ausbilden.

Ablageanordnung (1 ) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Lamellenelemente (10) quer zur Bewegungsrichtung (B) erstreckt sind und um quer zur Bewegungsrichtung (B) erstreckte Gelenkachsen (G) zueinander schwenkbar sind.

Ablageanordnung (1 ) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Lamellenelemente (10) über Gelenke (1 10) gelenkig um die Gelenkachsen (G) miteinander verbunden sind.

Ablageanordnung (1 ) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Lamellenelemente (10) an den Gelenken (1 10) voneinander lösbar sind.

Ablageanordnung (1 ) nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Lamellenelemente (10) jeweils zumindest eine Anschlagfläche (1 12) zum Abstützen an einem benachbarten Lamellenelement (10) in einer ausgefahrenen Stellung aufweisen.

6. Ablageanordnung (1 ) nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Lamellenelemente (10) jeweils zumindest ein Führungsglied (1 1 ) aufweisen, wobei benachbarte Lamellenelemente (10) über ihre Führungsglieder (1 1 ) gelenkig miteinander verbunden sind.

7. Ablageanordnung (1 ) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine Führungsglied (1 1 ) zum Ausfahren der Ablageanordnung (1 ) aus einer Führungsschiene (200) ausfahrbar und zum Einfahren der Ablageanordnung in die Führungsschiene (200) einfahrbar ist.

8. Ablageanordnung (1 ) nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine Führungsglied (1 1 ) an einer ersten Seite ein erstes Gelenkelement (1 13) und an einer von der ersten Seite abgewandten, zweiten Seite ein zweites

Gelenkelement (1 14) aufweist, wobei das erste Gelenkelement (1 13) zur Kopplung mit einem zweiten Gelenkelement (1 14) eines an der ersten Seite angeordneten, benachbarten Lamellenelementes (10) und das zweite Gelenkelement (1 14) zur Kopplung mit einem ersten Gelenkelement (1 13) eines an der zweiten Seite angeordneten, benachbarten Lamellenelementes (10) ausgebildet ist.

9. Ablageanordnung (1 ) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Gelenkelement (1 13) lösbar mit dem zweiten Gelenkelement (1 14) des an der ersten Seite angeordneten, benachbarten Lamellenelementes (10) und das zweite Gelenkelement (1 14) lösbar mit dem ersten Gelenkelement (1 13) des an der zweiten Seite angeordneten, benachbarten Lamellenelementes (10) verbunden ist.

10. Ablageanordnung (1 ) nach einem der Ansprüche 3 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Lamellenelemente (10) über ein Spannelement (13) entlang der Bewegungsrichtung (B) zueinander vorgespannt sind.

1 1 . Ablageanordnung (1 ) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Spannelement (13) elastisch ist.

12. Ablageanordnung (1 ) nach Anspruch 10 oder 1 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Spannelement (13) zu den Gelenkachsen (G) der Lamellenelemente (10) senkrecht versetzt ist.

13. Ablageanordnung (1 ) nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Spannelement (13) die Lamellenelemente (13) derart gegeneinander vorspannt, dass Anschlagflächen (1 12) der Lamellenelemente (10) aufgrund einer Vorspannkraft des Spannelements (13) zueinander hin gezogen werden.

14. Ablageanordnung (1 ) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Lamellenelemente (10) über Anlageflächen (100, 101 ) flächig derart aneinander anliegen, dass die Lamellenelemente (10) um die Gelenkachsen (G) zueinander schwenkbar sind.

15. Ablageanordnung (1 ) nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Lamellenelement (10) an einer ersten Seite eine konkav geformte erste Anlagefläche

(100) und an einer zweiten Seite eine konvex geformte zweite Anlagefläche (101 ) aufweist.

16. Ablageanordnung (1 ) nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Anlageflächen (100, 101 ) zur Abstützung der Lamellenelemente (10) gegeneinander zur Ausbildung der Ablagefläche (T) in einer ausgefahrenen Stellung reibend aneinander anliegen.

17. Ablageanordnung (1 ) nach einem der Ansprüche 14 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Lamellenelemente (10) über ein Spannelement (151 ) gegeneinander verspannt sind.

18. Ablageanordnung (1 ) nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannung an dem Spannelement (151 ) über eine Spanneinrichtung (153) veränderbar ist.

19. Ablageanordnung (1 ) nach Anspruch 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, dass das Spannelement (13) durch ein Seilelement, Bandelement oder Gurtelement ausgebildet ist.

20. Ablageanordnung (1 ) nach einem der Ansprüche 14 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eines der Lamellenelemente (10) an einer Führungsschiene (200) der Fahrzeugbaugruppe (2) geführt ist.

21 . Ablageanordnung (1 ) nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Antriebseinrichtung (14) mit einem Motor (140) und einem mit den Lamellenelementen (10) in Wirkverbindung stehenden Antriebselement (141 ) zum Bewegen der Lamellenelemente (10) entlang der Bewegungsrichtung (B).

22. Ablageanordnung (1 ) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lamellenelemente (10) einen Verzahnungsabschnitt (1 17) aufweisen, über den eine Verstellkraft zum Bewegen entlang der Bewegungsrichtung (B) einleitbar ist.

23. Ablageanordnung (1 ) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an zumindest einem der Lamellenelemente (10) ein Endabschnitt (102) angeordnet ist, der zu dem zumindest einen Lamellenelement (10) derart verstellbar ist, dass der Endabschnitt (102) zur Ausbildung eines Anschlags senkrecht zur Ablagefläche (T) vorsteht.

24. Ablageanordnung (1 ) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an zumindest einem Lamellenelement (10) ein Erweiterungsabschnitt (104) angeordnet ist, der zu dem zumindest einen Lamellenelement (10) zur Erweiterung der Ablagefläche (T) entlang einer längs entlang des Lamellenelements (10) erstreckten Erweiterungsrichtung (A) verstellbar ist.

25. Ablageanordnung (1 ) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an zumindest einem Lamellenelement (10) ein Lichtelement (16) zum Erzeugen eines Lichtscheins angeordnet ist.

26. Ablageanordnung (1 ) nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einer Steuereinrichtung (17), die ausgebildet ist, das Lichtelement (16) abhängig von der Stellung der Ablageanordnung (1 ) und/oder abhängig von einem Verstellwunsch eines Nutzers anzusteuern.

Description:
Ablageanordnung für ein Fahrzeug

Beschreibung

Die Erfindung betrifft eine Ablageanordnung für ein Fahrzeug, die eine Ablagefläche ausbildet und zu einer Fahrzeugbaugruppe verstellbar ist.

Eine derartige Ablageanordnung kann beispielsweise im Bereich eines Armaturenbretts eines Fahrzeugs angeordnet sein und soll mit seiner Ablagefläche so bewegbar sein, dass die Ablagefläche in einer eingefahrenen Stellung nicht sichtbar oder zumindest nicht störend für einen Fahrzeuginsassen ist, aus der eingefahrenen Stellung aber in eine ausgefahrene Stellung überführt werden kann, um beispielsweise eine Ablagefläche für einen auf einem Fahrzeugsitz, insbesondere einem Fahrzeugvordersitz befindlichen Fahrzeuginsassen zu bieten. Herkömmliche Klapptische, wie sie beispielsweise rückseitig einer Rückenlehne an einem Fahrzeugsitz angebracht werden, sind im Bereich eines Armaturenbretts nicht einfach und bauraumgünstig verwendbar. Es besteht daher ein Bedürfnis nach einer Lösung für eine Ablageanordnung, die zum einen ein bauraumgünstiges Verstauen in einer eingefahrenen Stellung ermöglicht und zum anderen in einer ausgefahrenen, betriebsgemäßen Stellung eine belastbare Ablagefläche bildet. Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Ablageanordnung für ein Fahrzeug zur Verfügung zu stellen, die bauraumgünstig insbesondere im Bereich eines Armaturenbretts eines Fahrzeugs verwendet werden kann. Diese Aufgabe wird durch einen Gegenstand mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.

Demnach weist die Ablageanordnung eine Mehrzahl von Lamellenelementen auf, die in einer eingefahrenen Stellung an der Fahrzeugbaugruppe aufgenommen und dazu zueinander schwenkbar sind, wobei die Lamellenelemente entlang einer Bewegungsrichtung zu der Fahrzeugbaugruppe bewegbar sind, um die Lamellenelemente aus der eingefahrenen Stellung in eine ausgefahrene Stellung zu überführen, in der die Lamellenelemente derart aneinander abgestützt sind, dass die Lamellenelemente die Ablagefläche ausbilden. Eine Ablageanordnung dieser Art kann beispielsweise eine Tischanordnung ausbilden. In diesem Fall bildet die Ablagefläche z.B. eine zumindest weitestgehend ebene Tischfläche. Denkbar und möglich ist aber auch, dass die Ablageanordnung zum Beispiel eine Ablage für eine Getränkeflasche oder einen anderen Gegenstand mit nicht ebener Ablagefläche bildet.

Die Ablagefläche der Ablageanordnung wird durch zueinander flexibel bewegbare Lamellenelemente gebildet. Dadurch, dass die Ablageanordnung aus Lamellenelementen zusammengesetzt ist, ergibt sich eine Anordnung, die zum Verstauen in der eingefahrenen Stellung gegebenenfalls aufgerollt werden kann, sodass die Ablageanordnung bauraumgünstig (zumindest weitestgehend) innerhalb der Fahrzeugbaugruppe aufgenommen werden kann. Zum Ausfahren können die Lamellenelemente bewegt und in die Bewegungsrichtung aus der Fahrzeugbaugruppe heraus verfahren werden. In einer ausgefahrenen Stellung bilden die Lamellenelemente die Ablagefläche aus und sind dabei derart aneinander abgestützt, dass die Ablageanordnung hinreichend belastbar ist und damit beispielsweise als Ablage dienen kann.

Die Lamellenelemente sind, in einer Ausgestaltung, quer zur Bewegungsrichtung erstreckt und beispielsweise durch längserstreckte Leisten ausgebildet. Die Lamellenelemente sind hierbei um Gelenkachsen zueinander schwenkbar, die quer zur Bewegungsrichtung erstreckt sind. In einer ersten vorteilhaften Ausführungsform können Lamellenelemente über Gelenke gelenkig miteinander verbunden sein. In diesem Fall sind benachbarte Lamellenelemente über Gelenke aneinander festgelegt und aneinander gehalten. Nach einem vorteilhaften Aspekt sind benachbarte Lamellenelemente hierbei an den Gelenken voneinander lösbar, was die Handhabbarkeit der Ablageanordnung verbessern kann. So ermöglicht die Lösbarkeit der Gelenke, dass bei übermäßig großer Belastung sich Lamellenelemente voneinander trennen können, ohne dass es zu einem irreversiblen Bruch an den Lamellenelementen kommt. Durch Wiederherstellen der gelenkigen Verbindung an den Gelenken kann die Ablageanordnung dann wiederum in einen betriebsgemäßen Zustand überführt werden, was beispielsweise selbsttätig beim Einfahren der Ablageanordnung in die Fahrzeugbaugruppe erfolgen kann.

Die Lamellenelemente sind in ausgefahrener Stellung derart aneinander abgestützt, dass sie die Ablagefläche bilden. In ausgefahrener Stellung sind zumindest einige der Lamellenelemente frei von der Fahrzeugbaugruppe erstreckt und dabei vorzugsweise ausschließlich aneinander abgestützt, nicht aber jeweils an einer Führungsschiene. Die durch die Lamellenelemente gebildete Ablagefläche erstreckt sich somit frei von der Fahrzeugbaugruppe unter Abstützung der Lamellenelemente aneinander.

Um eine solche Abstützung bereitzustellen, weisen die Lamellenelemente beispielsweise jeweils zumindest eine Anschlagfläche auf, die insbesondere senkrecht zur Gelenkachse versetzt ist. In ausgefahrener Stellung liegen die Anschlagflächen benachbarter Lamellenelemente aneinander an, sodass darüber die Lamellenelemente aneinander abgestützt sind und Drehmomente, die in Belastungsrichtung an dem zwischen den benachbarten Lamellenelementen befindlichen Gelenk wirken, somit über die Anschlagflächen aufgenommen und abgeleitet werden können. Die Lamellenelemente werden somit durch Anlage der Anschlagflächen in Position zueinander gehalten, sodass eine geeignete Ablagefläche gebildet wird.

Um die Ablagefläche in Fahrtrichtung in einem Winkel anzustellen, können die Anschlagflächen unterschiedlicher Lamellenelemente unterschiedlich ausgebildet sein. So ist beispielsweise denkbar, dass die zuletzt ausgefahrenen Lamellenelemente ebenfalls über feste Anschlagflächen verfügen, die jedoch in einem Winkel ungleich 90 ° gegenüber der Bewegungsrichtung des Lamellenelements erstreckt sind. Befindet sich eine Anlagefläche solch eines Lamellenelement außerhalb der Führungsschiene, stehen die anliegenden Lamellenelemente winklig zueinander. Die Winkeldifferenz der Anschlagflächen zu 90° an mehreren Lamellenelementen summiert sich damit zu dem Gesamt-Anstellungswinkel der durch (die restlichen Lamellenelemente) gebildeten Ablagefläche. In einer Ausgestaltung weisen die Lamellenelemente jeweils zumindest ein Führungsglied auf. Beispielsweise können die Lamellenelemente jeweils zwei Führungsglieder aufweisen, die an den Enden des jeweiligen Lamellenelements angeordnet sind und beispielsweise die gelenkige Verbindung zu benachbarten Lamellenelementen herstellen. Über die Führungsglieder können die Lamellenelemente beispielsweise an einer Führungsschiene der Fahrzeugbaugruppe geführt sein, wobei die Führungsglieder zum Ausfahren der Ablageanordnung aus der Führungsschiene ausgefahren und zum Einfahren der Ablageanordnung dann wieder in die Führungsschiene eingefahren werden können. Die Führungsglieder bilden vorzugsweise die Gelenke zwischen jeweils benachbarten Lamellenelementen aus. Ein Führungsglied kann hierbei an einer ersten Seite ein erstes Gelenkelement und an einer von der ersten Seite abgewandten, zweiten Seite ein zweites Gelenkelement aufweisen. Über das erste Gelenkelement kann das Führungsglied mit einem zweiten Gelenkelement eines an der ersten Seite angeordneten, benachbarten Lamellenelementes verbunden werden, während über das zweite Gelenkelement das Führungsglied mit einem ersten Gelenkelement eines an der zweiten Seite angeordneten, benachbarten Lamellenelementes gekoppelt werden kann.

Die Führungsglieder der (meisten) Lamellenelemente sind vorzugsweise baugleich ausgebildet. Jedes Führungsglied weist ein erstes Gelenkelement und ein zweites Gelenkelement auf, die ermöglichen, benachbarte Lamellenelemente gelenkig und vorzugsweise lösbar miteinander zu koppeln.

Die Gelenkelemente können beispielsweise einerseits durch einen Gelenkbolzen und andererseits durch eine Gelenkschale ausgebildet sein, in die der Gelenkbolzen des anderen Gelenkelements eingreifen kann. Die zugeordneten Gelenkelemente können somit ineinander gesteckt werden und sind im gesteckten Zustand gelenkig miteinander verbunden, wobei durch Entfernen der Gelenkelemente voneinander die gelenkige Verbindung gelöst werden kann. Hierzu kann an den Gelenkelementen beispielsweise eine hinreichende Elastizität, beispielsweise in der Gelenkschale, bereitgestellt werden, sodass die Gelenkelemente reversibel au ßer Eingriff gebracht werden können. In einer Ausgestaltung sind die Lamellenelemente über ein Spannelement, beispielsweise in Form eines elastischen Elementes, zum Beispiel eines Gummiseils oder Gummibands, zueinander vorgespannt. Dies hat insbesondere den Vorteil, dass die Lamellenelemente, wenn die gelenkige Verbindung zwischen zwei benachbarten Lamellenelementen gelöst ist, nicht vollständig voneinander Abfallen, sondern zumindest über das Spannelement aneinandergehalten werden. Dies ermöglicht, durch Einfahren der Lamellenelemente in die eingefahrene Stellung die gelenkige Verbindung zwischen gelösten Lamellenelementen wiederherzustellen, indem ein gelöstes Lamellenelement bei Einfahren aufgrund der Wirkung des Spannelements mitgezogen wird und selbsttätig wieder in gelenkigen Eingriff mit einem benachbarten Lamellenelement gelangt, wenn die Lamellenelemente beispielsweise in eine Führungsschienen eingezogen werden.

In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist das Spannelement zu den Gelenkachsen der Lamellenelemente senkrecht versetzt. Das Spannelement erstreckt sich generell entlang der Bewegungsrichtung an den Lamellenelementen, entlang derer die Lamellenelemente zum Einfahren oder Ausfahren bewegbar sind. Die Gelenkachsen erstrecken sich quer zu der Bewegungsrichtung. Dadurch, dass das Spannelement senkrecht zu den Gelenkachsen (also zu der durch die Bewegungsrichtung und die Gelenkachsen aufgespannten Ebene) versetzt ist, erstreckt sich das Spannelement nicht entlang einer neutralen Faser, sondern ist versetzt zu der neutralen Faser. Die neutrale Faser entspricht der Linie entlang der Bewegungsrichtung, entlang derer es bei einer Schwenkbewegung der Lamellenelemente zueinander zu keiner Längenänderung kommt. Dadurch, dass sich das Spannelement nicht entlang der neutralen Faser erstreckt, kommt es bei einer Schwenkbewegung der Lamellenelemente zueinander zu einer Längenänderung an dem Spannelement. Das Spannelement kann hierbei derart zu den Lamellenelementen erstreckt sein, dass es zum Beispiel einer geometrischen Formänderung der durch die Lamellenelemente geschaffenen Ablagefläche in ausgefahrener Stellung entgegenwirkt, also ein unbeabsichtigtes Aufrollen der Lamellenelemente in ausgefahrener Stellung verhindert.

Insbesondere kann das Spannelement die Lamellenelemente derart gegeneinander vorspannen, dass Anschlagflächen der Lamellenelemente aufgrund einer Vorspannkraft des Spannelements zueinander hingezogen werden und somit in Richtung einer Anlage zueinander belastet werden. Dies bewirkt, dass aufgrund der Spannwirkung des Spannelements die Lamellenelemente in einer definierten Position zueinander gehalten werden, insbesondere in ausgefahrener Stellung, sodass eine Formänderung der durch die Lamellenelemente gebildeten Ablagefläche nicht ohne weiteres, jedenfalls nicht ohne Überwindung der Spannung des Spannelements, möglich ist.

Die Spannung an dem Spannelement kann veränderlich sein, sodass beispielsweise beim Einfahren die Spannung reduziert werden kann, um ein Aufrollen der Lamellenelemente beim Einfahren in eine Führungsschienenanordnung zu ermöglichen.

Ein hierdurch möglicher Vorteil besteht darin, dass die Lamellenelemente in ausgefahrener Stellung nicht ungehindert aufgerollt werden können, wie es in der eingefahrenen Stellung der Fall ist. Dafür muss das Spannelement lediglich auf der unteren Seite der Lamellenelemente (unterhalb der neutralen Faser), entsprechend einer Au ßenseite der Lamellenelemente bei aufgerollten Lamellenelementen, geführt werden. Um das Einfahren und damit verbundene Aufrollen nicht zu behindern, kann das Spannelement durch eine passend gewählte Geometrie der Führung in den Lamellenelementen oder auch einen aktiven Eingriff eines Aktuators entspannt werden.

In einer zweiten vorteilhaften Ausführungsform sind benachbarte Lamellenelemente nicht über ein konkretes Gelenk mit einem definierten Gelenkbolzen aneinander festgelegt, sondern liegen über Anlageflächen derart flächig aneinander an, dass die Lamellenelemente um (in diesem Fall virtuelle) Gelenkachsen zueinander verschwenkt werden können. Die Gelenkigkeit wird hierbei durch entsprechende Formgebung der Anlageflächen bereitgestellt, wobei hierzu ein jedes Lamellenelement beispielsweise an einer ersten Seite eine konkav geformte erste Anlagefläche und an einer abgewandten, zweiten Seite eine konvex geformte zweite Anlagefläche aufweisen kann. Die ersten Anlageflächen der Lamellenelemente sind komplementär zu den zweiten Anlageflächen der Lamellenelemente, sodass die konvex geformte zweite Anlagefläche eines Lamellenelements in die zugeordnete, komplementäre, konkav geformte erste Anlagefläche eines benachbarten Lamellenelements eingreifen kann und darüber eine schwenkbare Verbindung zwischen den Lamellenelementen bereitgestellt wird.

Die Abstützung der Lamellenelemente zueinander in ausgefahrener Stellung erfolgt in diesem Fall über die Anlageflächen, die hierzu beispielsweise Reibflächen ausbilden können, sodass zwischen den Lamellenelementen eine Reibpaarung besteht, aufgrund derer eine (Haft-)Reibung zwischen benachbarten Lamellenelementen besteht, die zu einer Abstützung der Lamellenelemente aneinander führt. Dadurch, dass zwischen benachbarten Lamellenelementen somit eine (signifikante) Reibung besteht, wird bei ausgefahrener Ablageanordnung erreicht, dass die Lamellenelemente zumindest bei einer eine maximale Belastung nicht übersteigenden, bestimmungsgemäßen Belastung der Ablagefläche in Position zueinander gehalten werden.

Alternativ oder zusätzlich können an den Anlageflächen auch Formschlusselemente, beispielsweise in Form eines Verzahnungsabschnitts oder dergleichen, zur Verfügung gestellt werden, die bei ausgefahrener Ablageanordnung eine Abstützung zwischen den Lamellenelementen bewirken.

In einer Ausgestaltung weist die Ablageanordnung ein Spannelement auf, das die Lamellenelemente gegeneinander verspannt. Über das Spannelement wird die Abstützung an den Anlageflächen der Lamellenelemente eingestellt, wobei über das Spannelement beispielsweise die (Haft-)Reibung an den Anlageflächen durch Einstellen der Spannkraft vorgegeben werden kann oder durch Wirkung des Spannelements Formschlusselemente an den Anlageflächen miteinander in Eingriff oder außer Eingriff gebracht werden können.

Die Spannung an dem Spannelement kann bei Bewegung der Lamellenelemente der Ablageanordnung veränderlich sein, sodass beispielsweise beim Ausfahren der Lamellenelemente die Spannung an dem Spannelement und somit zwischen den Lamellenelementen selbsttätig erhöht wird. Hierzu kann das Spannelement beispielsweise elastisch ausgestaltet sein, sodass bei Ausfahren der Lamellenelemente eine elastische Spannung an dem Spannelement bewirkt wird. Alternativ kann das Spannelement, beispielsweise verwirklicht durch einen Bowdenzug, so geführt sein, dass in ausgefahrener Stellung eine Längung des Spannelements (z.B. der Seele eines Bowdenzugs gegenüber der Bowdenhülle) und darüber eine erhöhte Spannung an dem Spannelement bewirkt wird. Vorzugsverweise ist die Spannung an dem Spannelement über eine Spanneinrichtung veränderbar. Hierdurch kann erreicht werden, dass die an den Anlageflächen wirkenden Abstützkräfte verändert und eingestellt werden können, um einerseits in ausgefahrener Stellung der Ablageanordnung eine belastbare Ablagefläche zur Verfügung zu stellen, andererseits aber eine Veränderung der Form der Ablagefläche zu ermöglichen und bei Einfahren der Ablageanordnung eine Schwenkbarkeit der Lamellenelemente zueinander zuzulassen, sodass die Lamellenelemente in bauraumgünstiger Weise innerhalb der Fahrzeugbaugruppe verstaut werden können.

Eine solche Spanneinrichtung kann auf ganz unterschiedliche Weise ausgestaltet sein und wirkt auf das Spannelement ein, um die an dem Spannelement wirkenden Zugkräfte vorzugeben. Das Spannelement kann beispielsweise durch ein Seilelement, Bandelement oder Gurtelement ausgebildet sein und kann sich beispielsweise von der Spanneinrichtung durch Öffnungen in den Lamellenelementen hindurch zu einem endseitigen, von der Spanneinrichtung abliegenden, letzten Lamellenelement erstrecken. Durch Veränderung der Spannkraft an dem Spannelement kann die Vorspannung der Lamellenelemente gegeneinander eingestellt werden, sodass darüber einerseits in ausgefahrener Stellung eine hinreichende Abstützung zwischen den Lamellenelementen erreicht und andererseits eine Schwenkbarkeit zwischen den Lamellenelementen bereitgestellt werden kann.

Die Veränderbarkeit der Spannwirkung ermöglicht unterschiedliche Bedienungsvarianten. So kann beispielsweise durch eine geeignete Sensorik an einem oder an mehreren Lamellenelementen oder auch an einer von der Ablageanordnung unabhängigen, weiteren Baugruppe ein Einstellwunsch eines Nutzers erkennbar sein. Wird ein Einstellwunsch erkannt, kann die Abstützung zwischen den Lamellenelementen reduziert werden, sodass ein Nutzer die Form der Ablagefläche nach seinen Wünschen verändern kann. Ist die Veränderung erfolgt, kann die Abstützung dann durch Wirkung der Spanneinrichtung wieder erhöht werden, sodass die Ablagefläche in der eingestellten Form verbleibt.

Soll die Ablageanordnung eingefahren werden, kann dies durch eine geeignete, andere Sensorik erkannt werden, sodass bei Einfahren die Abstützung zwischen den Lamellenelementen reduziert oder aufgehoben wird und die Lamellenelemente in flexibler Weise verstaut werden können.

Eine solche Sensorik kann beispielsweise einen oder mehrere kapazitive Sensoren enthalten, die an einem oder an mehreren Lamellenelementen angeordnet sind. So können kapazitive Sensoren beispielsweise an einem vordersten, endseitigen Lamellenelement angeordnet sein. Zusätzlich oder alternativ können auch an anderen Lamellenelementen kapazitive Sensoren angeordnet sein. Mittels solcher kapazitiver Sensoren kann beispielsweise erkannt werden, dass ein Nutzer mit beiden Händen an der Ablageanordnung anfasst, was signalisieren kann, dass der Nutzer die Ablageanordnung verstellen möchte, sodass eine Antriebseinrichtung zum Beispiel zum Einfahren der Ablageanordnung angesteuert werden kann oder eine Spannung zwischen Lamellenelementen reduziert werden kann, sodass der Nutzer die Form der Ablageanordnung verändern kann. Über eine wiederum andere Sensorik kann gegebenenfalls auch ein Crashfall erkannt werden. Wird ein Crashfall detektiert, kann die Abstützung zwischen den Lamellenelementen gegebenenfalls aufgehoben werden, sodass die Ablageanordnung kollabiert und insbesondere nicht mehr zum Beispiel von einem Armaturenbrett vorsteht. Dies kann die Sicherheit in einem Crashfall erhöhen.

Das Verstellen der Lamellenelemente zum Vorgeben der Form der Ablagefläche kann auch mittels einer geeigneten Versteileinrichtung, die beispielsweise zwischen benachbarten Lamellenelementen wirkt, aktuatorisch erfolgen. Beispielsweise können zwischen benachbarten Lamellenelementen Elektromotoren wirken, die Lamellenelemente elektromotorisch zueinander verstellen können. Alternativ kann zwischen den Lamellenelementen zum Beispiel auch ein Seilzug wirken, der über eine geeignete Antriebseinrichtung verstellbar ist, um eine Form der Ablagefläche, zum Beispiel eine gekrümmte Form, einzustellen.

In einer Ausgestaltung ist zumindest eines der Lamellenelemente an einer Führungsschiene der Fahrzeugbaugruppe geführt. Entlang der Führungsschiene kann die zusammenhängende Anordnung der Lamellenelemente verfahren werden, um die Lamellenelemente zwischen der eingefahrenen Stellung und einer ausgefahrenen Stellung zu überführen. Die Führungsschiene ist zum Beispiel gekrümmt, sodass die Lamellenelemente der Ablageanordnung beim Einfahren entlang einer durch die Führungsschiene vorgegebenen Kurve geführt werden und in der eingefahrenen Stellung entlang der durch die Führungsschiene vorgegebenen Kurve aneinander angereiht sind.

Eine durch die Führungsschiene vorgegebene Kurve kann zum Beispiel schneckenförmig sein, sodass die Lamellenelemente in der eingefahrenen Stellung in kompakter Weise zueinander gehalten werden.

In einer vorteilhaften Ausgestaltung weist die Ablageanordnung zwei parallel zueinander erstreckte Führungsschienen auf, wobei die Lamellenelemente zum Beispiel im Bereich eines ersten Endes in einer ersten der Führungsschienen und im Bereich eines zweiten Endes in einer zweiten der Führungsschienen geführt sind. Die Führungsschienen führen die Lamellenelemente somit zwischen sich und stützten die Lamellenelemente ab.

Unabhängig von der Ausgestaltung und Bauform der Ablageanordnung weist die Ablageanordnung vorzugsweise eine Antriebseinrichtung mit einem Motor und einem mit den Lamellenelementen in Wirkverbindung stehenden Antriebselement auf. Die Antriebseinrichtung dient zum Bewegen der Lamellenelemente entlang der Bewegungsrichtung und damit zwischen der eingefahrenen Stellung und der (vollständig) ausgefahrenen Stellung. Das Verstellen der Ablageanordnung kann somit elektromotorisch erfolgen.

Unterschiedliche Ausgestaltungen einer solchen Antriebseinrichtung sind denkbar und möglich.

In einer Ausgestaltung kann die Antriebseinrichtung beispielsweise über ein Antriebselement in Form eines Zahnrads mit Verzahnungsabschnitten in Form von Zahnstangen an den Lamellenelementen zusammenwirken. Durch Einwirken auf die Verzahnungsabschnitte können die Lamellenelemente somit entlang der Bewegungsrichtung zwischen der eingefahrenen Stellung und einer ausgefahrenen Stellung bewegt werden. Die Verzahnungsabschnitte der Lamellenelemente sind hierbei aneinander angereiht und bilden gemeinsam eine entlang der Bewegungsrichtung erstreckte Zahnstange aus, auf die die Antriebseinrichtung einwirkt.

Durch den formschlüssigen Eingriff der Antriebseinrichtung in die durch die Verzahnungsabschnitte der Lamellenelemente ausgebildete Zahnstange wird hierbei zusätzlich auch eine Abstützung der Lamellenelemente in ausgefahrener Stellung geschaffen. Insbesondere werden die Lamellenelemente durch den formschlüssigen Eingriff der Antriebseinrichtung mit der durch die Lamellenelemente gebildeten Zahnstange in ihrer Position gehalten.

Auch andere Antriebe sind möglich, beispielsweise ein Antrieb in Form eines Seiltriebs unter Verwendung zum Beispiel eines Bowdenzugs oder eines umlaufenden Seilzugs, wie bei einem seilgetriebenen Fensterheber. Ebenso ist denkbar, Druckstangen zum Verstellen der Anordnung zu verwenden.

In einer Ausgestaltung ist an zumindest einem der Lamellenelemente ein Endabschnitt angeordnet, der zu dem zumindest einen Lamellenelement derart verstellbar ist, dass der Endabschnitt zur Ausbildung eines Anschlags senkrecht zur Ablagefläche vorsteht. Ein solcher Endabschnitt kann beispielsweise seitlich an einem Lamellenelement vorgesehen sein, wobei vorzugsweise beidseitig eines oder mehrerer Lamellenelemente solche Endabschnitte angeordnet sind. Zusätzlich oder alternativ kann ein Endabschnitt auch an einer vordersten, endseitigen Lamelle an einer vorderen Stirnkante der Lamelle angeordnet sein. Ein solcher Endabschnitt kann verstellt werden, um einen Anschlag an der Ablagefläche bereitzustellen, der zum Beispiel so ausgestaltet sein kann, dass ein Herunterrutschen eines Gegenstands von der Ablagefläche insbesondere bei Fahrt des Fahrzeugs verhindert ist. Durch seitliche Endabschnitte wird ein seitliches Herunterfallen verhindert. Durch einen endseitigen Endabschnitt kann ein Herunterfallen über die vorderste Lamelle verhindert werden.

Solche Endabschnitte können beispielsweise gelenkig mit dem jeweils zugeordneten Lamellenelement verbunden sein. In einer Ausgangsstellung sind die Endabschnitte beispielsweise fluchtend mit dem jeweils zugeordneten Lamellenelement angeordnet. Aus einer solchen Ausgangsstellung können die Endabschnitte (um 90°) aufgestellt werden, um in einer Anschlagstellung von der Ablagefläche senkrecht vorzustehen und somit einen Anschlag an der Ablagefläche bereitzustellen. Das Verstellen der Endabschnitte kann manuell vorzunehmen sein. Alternativ kann auch eine geeignete Antriebseinrichtung vorgesehen sein, beispielsweise verwirklicht durch Elektromotoren an den Lamellenelementen, die ein automatisches Verstellen der Endabschnitte zum Beispiel bei Erreichen einer (vollständig) ausgefahrenen Stellung bewirken.

In einer weiteren Ausgestaltung kann an zumindest einem Lamellenelement ein Erweiterungsabschnitt angeordnet sein, der zu dem zumindest einen Lamellenelement zur Erweiterung der Ablagefläche entlang einer längs entlang des Lamellenelements gerichteten Erweiterungsrichtung verstellbar ist. Ein solcher Erweiterungsabschnitt kann beispielsweise verschiebbar an dem zugeordneten Lamellenelement, beispielsweise aufgenommen in einer längs in dem Lamellenelement dafür vorgesehenen Öffnung, angeordnet sein. Alternativ kann ein solcher Erweiterungsabschnitt auch gelenkig mit dem Lamellenelement verbunden sein, um durch Verschwenken um 180° aus einer Ausgangsstellung in eine erweiternde Stellung überführt zu werden.

Durch Vorsehen solcher Erweiterungsabschnitte an den Lamellenelementen kann die Ablagefläche seitlich vergrößert werden, also quer zur Bewegungsrichtung der Lamellenelemente. Das Verstellen der Erweiterungsabschnitte kann manuell vorzunehmen sein. Alternativ kann auch eine geeignete Antriebseinrichtung vorgesehen sein, die zum Verstellen der Erweiterungsabschnitte zum Beispiel bei Erreichen einer ausgefahrenen Stellung dient. In anderer Ausgestaltung kann, zusätzlich oder alternativ zu einem Erweiterungsabschnitt, zum Beispiel ein verstellbarer Cupholder oder ein verstellbares Hakenelement an einem Lamellenelement angeordnet sein. Ein solcher Cupholder oder ein solches Hakenelement, zum Beispiel zum Halten eines Bekleidungsstücks oder einer Tasche, können zum Beispiel manuell oder automatisch ausgefahren werden, abhängig von der Stellung der Ablageanordnung, zum Beispiel bei Erreichen der vollständig ausgefahrenen Stellung.

In einer Ausgestaltung ist an zumindest einem Lamellenelement ein Lichtelement zum Erzeugen eines Lichtscheins angeordnet. Ein solches Lichtelement kann zum Beispiel durch eine Leuchtdiode verwirklicht sein. Ein solches Lichtelement kann eine punktförmige Lichtquelle an einem zugeordneten Lamellenelement darstellen oder auch als Lichtband an dem Lamellenelement angeordnet sein.

Ein solches Lichtelement kann zum einen zur Bereitstellung einer Beleuchtung an der Ablagefläche dienen. Zusätzlich oder alternativ kann ein solches Lichtelement auch ein Feedback an einen Nutzer geben, um dem Nutzer zum Beispiel zu signalisieren, dass die ausgefahrene Stellung erreicht ist oder dass ein Verstellwunsch des Nutzers erkannt worden ist. Hierzu können Lichtelemente an den Lamellenelementen beispielsweise mit einer Steuereinrichtung wirkverbunden sein, die ausgebildet ist, die Lichtelemente abhängig von der Stellung der Ablageanordnung oder abhängig von einem Verstellwunsch eines Nutzers anzusteuern.

So können die Lichtelemente, angesteuert durch die Steuereinrichtung, zum Beispiel abhängig von der Stellung der Ablageanordnung eingeschaltet oder ausgeschaltet werden. Beispielsweise können die Lichtelemente erst bei Erreichen der vollständig ausgefahrenen Stellung eingeschaltet werden. Zusätzlich oder alternativ kann zum Beispiel eine Lichtfarbe des erzeugten Lichtscheins der Lichtelemente in Abhängigkeit von einer Ansteuerung durch die Steuereinrichtung verändert werden, sodass die Lichtelemente zum Erzeugen zum Beispiel eines blauen Lichtscheins oder eines grünen Lichtscheins abhängig von der Stellung der Ablageanordnung und/oder abhängig von einem Verstellwunsch eines Nutzers angesteuert werden können.

An einem oder an mehreren Lamellenelementen kann zum Beispiel eine rutschhemmende Oberflächengestaltung vorgesehen sein. Eine solche rutschhemmende Gestaltung kann beispielsweise durch eine Beschichtung aus einem Gummimaterial oder dergleichen an den Lamellenelementen verwirklicht sein. Eine solche rutschhemmende Oberflächengestaltung kann beispielsweise auch in einem magnetisierten Material bestehen, das mit metallischen auf der Ablagefläche angeordneten Gegenständen zusammenwirken kann, um diese an der Ablagefläche zu fixieren.

In einer Ausgestaltung können Lamellenelemente der Ablageanordnung austauschbar sein, was beispielsweise ermöglicht, die Ablageanordnung durch Austausch von Lamellen individuell zu gestalten. So können beispielsweise, nach Nutzerwunsch, Lamellen mit einem Touchdisplay, mit elektrischen Steckkontakten für Lade-/Datenverbindungen, mit einer Schnittstelle für eine kabellose Lade-/Datenverbindung oder auch mit mechanischen Funktionen wie einem Cupholder oder einer Halterungseinrichtung zum Beispiel für ein Mobiltelefon verwendet werden. Die Ablageanordnung kann somit abhängig von einem Nutzerwunsch individualisiert werden.

Der der Erfindung zugrunde liegende Gedanke soll nachfolgend anhand den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert werden. Es zeigen:

Fig. 1 A eine Ansicht einer Ablageanordnung in einer ausgefahrenen Stellung; die Anordnung gemäß Fig. 1 A, ohne ein Gehäuse einer Fahrzeugbaugruppe; eine gesonderte Ansicht einer Kette von Führungsgliedern, in einer ausgefahrenen Stellung; eine Ansicht der Ablageanordnung in einer teilweise ausgefahrenen Stellung; die Anordnung gemäß Fig. 2A, ohne ein Gehäuse der Fahrzeugbaugruppe; eine gesonderte Ansicht der Kette der Führungsglieder, in der teilweise ausgefahrenen Stellung; eine Ansicht der Ablageanordnung in eingefahrener Stellung die Anordnung gemäß Fig. 3A, ohne ein Gehäuse der Fahrzeugbaugruppe;

Fig. 3C eine gesonderte Ansicht der Kette der Führungsglieder, in der eingefahrenen Stellung; eine Ansicht von zwei gelenkig miteinander verbundenen Führungsgliedern zweier benachbarter Lamellenelemente; Fig. 4B die Führungsglieder in zueinander verschwenkter Stellung; Fig. 4C eine Schnittansicht entlang der Linie l-l gemäß Fig. 4B; eine Ansicht eines anderen Ausführungsbeispiels einer Ablageanordnung, in ausgefahrener Stellung; die Anordnung gemäß Fig. 5A, bei anders geformter Ablagefläche; die Ablageanordnung, bei wiederum anders geformter Ablagefläche; eine Ansicht der Ablageanordnung gemäß Fig. 5A bis 5C, darstellend eine Spanneinrichtung zum Spannen der Lamellenelemente der Ablageanordnung gegeneinander; eine schematische Ansicht eines Lamellenelements mit einem daran angeordneten Endabschnitt zur Bereitstellung eines Anschlags; eine schematische Ansicht eines Lamellenelements mit einem daran angeordneten Erweiterungsabschnitt zur Erweiterung der bereitgestellten Ablagefläche; eine schematische Ansicht eines Lamellenelements mit einem anderen Erweiterungsabschnitt; und eine schematische Ansicht der Ablageanordnung mit an Lamellenelementen angeordneten Lichtelementen.

Fig. 1 A-1 C bis 4A-4C zeigen ein erstes Ausführungsbeispiel einer Ablageanordnung 1 , die an einer Fahrzeugbaugruppe 2, zum Beispiel in Form eines Armaturenbretts eines Fahrzeugs, angeordnet ist und entlang einer Bewegungsrichtung B zwischen einer ausgefahrenen Stellung (Fig. 1 A bis 1 C) und einer eingefahrenen Stellung (Fig. 3A bis 3C) verstellt werden kann. Die Ablageanordnung 1 weist eine Mehrzahl von entlang der Bewegungsrichtung B zueinander versetzten, gelenkig miteinander verbundenen Lamellenelementen 10 auf, die jeweils längserstreckt sind und an ihren beiden Enden Führungsglieder 1 1 aufweisen, über die die Lamellenelemente 10 um Gelenkachsen G miteinander verbunden sind.

In der vollständig ausgefahrenen Stellung (Fig. 1 A bis 1 C) steht die Anordnung der Lamellenelemente 10 von der Fahrzeugbaugruppe 2 vor, ohne dass die Lamellenelemente 10 außerhalb der Fahrzeugbaugruppe 2 über eine Führungsschiene oder dergleichen geführt sind. Vielmehr bilden die Lamellenelemente 10 allein aufgrund einer Abstützung aneinander eine Ablagefläche T aus, die als Ablage, beispielsweise als Tisch, innerhalb des Fahrzeugs dienen kann.

Wie aus den gesonderten Darstellungen gemäß Fig. 4A bis 4C ersichtlich, sind die Führungsglieder 1 1 benachbarter Lamellenelemente 10 über ein Gelenk 1 10 miteinander verbunden. Die Führungsglieder 1 1 sind über Befestigungsstellen 1 1 1 an leistenförmigen Körpern der Lamellenelemente 10 angeordnet und darüber fest mit den Lamellenelementen 10 verbunden. Die Führungsglieder 1 1 der Lamellenelemente 10 (mit Ausnahme der aus Fig. 1 A bis 1 C ersichtlichen Endglieder 12 einer endseitigen Lamellengruppe) sind baugleich ausgebildet und weisen jeweils ein erstes Gelenkelement 1 13 in Form eines Gelenkbolzens und, an einer abgewandten Seite, ein zweites Gelenkelement 1 14 in Form einer Gelenkschale auf. Ein jedes Führungsglied 1 1 kann über das erste Gelenkelement 1 13 mit einem zweiten Gelenkelement 1 14 eines Führungsglieds 1 1 eines hierzu benachbarten Lamellenelements 10 und über das zweite Gelenkelement 1 14 mit einem ersten Gelenkelement 1 13 eines an der anderen Seite angeordneten, benachbarten Lamellenelementes 10 gelenkig verbunden werden, sodass eine Kette von Führungsgliedern 1 1 geschaffen wird, die die Lamellenelemente 10 gelenkig miteinander verbinden.

Die Verbindung zwischen benachbarten Führungsgliedern 1 1 ist hierbei dadurch lösbar, dass das erste Gelenkelement 1 13 aus dem zweiten Gelenkelement 1 14 des zugeordneten, benachbarten Führungsglieds 1 1 gelöst werden kann. Das erste Gelenkelement 1 13 in Form der Gelenkschale ist hierzu hinreichend elastisch, sodass ein Lösen des Gelenks 1 10 reversibel erfolgen kann und die Gelenkverbindung insbesondere auch wiederhergestellt werden kann. Die Lösbarkeit des Gelenks 1 10 reduziert die Bruchgefahr bei übermäßiger Belastung der Ablageanordnung 1 oder bei unsachgemäßer Handhabung. Wird ein zu schwerer Gegenstand auf der Ablagefläche T der Ablageanordnung 1 angeordnet, so kann sich die Verbindung zwischen zwei benachbarten Lamellenelementen 10 lösen, ohne dass es hierdurch zu einem Bruch an den Gelenken 1 10 kommt.

Die Wiederherstellung der Verbindung zwischen den Lamellenelementen 10 kann selbsttätig beim Einfahren der Ablageanordnung 1 erfolgen. So erstreckt sich durch Öffnungen 1 15 in den Führungsgliedern 1 1 hindurch ein Spannelement 13 zum Beispiel in Form eines elastischen Zugelements (zum Beispiel ein Gummiband), das die Anordnung der Lamellenelemente 10 zusammen hält. Das Spannelement 13 kann sich hierbei zwischen einem Endglied 12 (siehe zum Beispiel Fig. 1 B) und einem von dem Endglied 12 abliegenden, ersten Lamellenelement 10 auf Seiten der Fahrzeugbaugruppe 2 durch sämtliche aneinander gereihten Führungsglieder 1 1 hindurcherstrecken und somit die Kette der Führungsglieder 1 1 (elastisch) miteinander verbinden. Wird, nach Lösen eines Gelenks 1 10 zwischen zwei benachbarten Lamellenelementen 10, die Anordnung der Lamellenelemente 10 entgegen der Bewegungsrichtung B in die Fahrzeugbaugruppe 2 eingefahren, so kann beim Einfahren aufgrund der Zugwirkung an dem Spannelement 13 und durch Einschieben der Führungsglieder 1 1 in eine zugeordnete Führungsschiene 200 eines zugeordneten Gehäuseteils 20 der Fahrzeugbaugruppe 2 (siehe zum Beispiel Fig. 2B und 2C) das erste Gelenkelement 1 13 selbsttätig wieder in Eingriff mit dem zweiten Gelenkelement 1 14 des zugeordneten, gelösten Führungsglieds 1 1 schnappen, sodass die gelenkige Verbindung selbsttätig wieder hergestellt wird.

In der eingefahrenen Stellung (siehe Fig. 3A bis 3C) ist die Anordnung der Lamellenelemente 10 zumindest weitestgehend in der Fahrzeugbaugruppe 2 eingefasst. Die Ketten der Führungsglieder 1 1 beidseitig der Lamellenelemente 10 sind hierbei jeweils in eine zugeordnete Führungsschiene 200 eines zugeordneten Gehäuseteils 20 eingefahren, wobei die Lamellenelemente 10 zueinander verschwenkt und dadurch bauraumgünstig verstaut sind.

Bei Ausfahren werden die Führungsglieder 1 1 , wie dies aus dem Übergang von Fig. 3A bis 3C hin zu Fig. 1 A bis 1 C ersichtlich ist, aus den Führungsschienen 200 ausgefahren, sodass sich die Ketten der Führungsglieder 1 1 in ausgefahrener Stellung (Fig. 1 A bis 1 C) frei von der Fahrzeugbaugruppe 2 erstrecken. In der ausgefahrenen Stellung liegen, wie aus Fig. 4 ersichtlich, Anschlagflächen 1 12 unterhalb der Gelenke 1 10 benachbarter Führungsglieder 1 1 miteinander in Anlage, sodass darüber die Führungsglieder 1 1 und somit die benachbarten, zugeordneten Lamellenelemente 10 aneinander abgestützt sind. In ausgefahrener Stellung wird somit aufgrund der Abstützung eine belastbare Ablagefläche T geschaffen.

Beim Einfahren können die Führungsglieder 1 1 , wie dies aus Fig. 4B ersichtlich ist, unter Entfernung der Anschlagflächen 1 12 voneinander zueinander verschwenkt werden, wobei dadurch andere, oberhalb der Gelenke 1 10 angeordnete Anschlagflächen 1 16 benachbarter Führungsglieder 1 1 einander angenähert werden und somit, bei maximal verschwenkten Führungsgliedern 1 1 , wiederum eine definierte Abstützung zwischen benachbarten Führungsgliedern 1 1 besteht. Ein Verschwenken wie in Fig. 4B ermöglicht ein bauraumgünstiges Verstauen der Ablageanordnung 1 innerhalb der Fahrzeugbaugruppe 2 unter Verschwenken von Lamellenelementen 10 zueinander. Das Verstellen der Ablageanordnung 1 zwischen der eingefahrenen Stellung und einer ausgefahrenen Stellung erfolgt über eine Antriebseinrichtung 14, die schematisch in Fig. 1 C dargestellt ist. Die Antriebseinrichtung 14 umfasst einen Motor 140, der über eine Motorwelle ein Antriebselement 141 in Form eines Zahnrads antreibt. Das Antriebselement 141 steht in Wirkverbindung mit Verzahnungsabschnitten 1 17 unterseitig der Führungsglieder 1 1 (siehe Fig. 4C), sodass durch ein Verdrehen des Antriebselements 141 und durch Einwirken auf die Verzahnungsabschnitte 1 17 an den Führungsschienen 1 1 die Ablageanordnung 1 entlang der Bewegungsrichtung B verstellt werden kann.

Die Antriebseinrichtung 14 wirkt zum Verstellen der Lamellenelemente 10 durch Eingriff in die aneinander angereihten Verzahnungsabschnitte 1 17 der Führungsglieder 1 1 der Lamellenelemente 10. Hierbei kann beidseitig der Lamellenelemente 10 je eine Antriebseinrichtung 14 vorgesehen sein, wobei diese Antriebseinrichtungen 14 zum Beispiel elektronisch miteinander synchronisiert sein können. Alternativ kann eine gemeinsame Antriebseinrichtung 14 vorgesehen sein, die mit je einem Antriebselement 141 in die aneinander angereihten Verzahnungsabschnitte 1 17 der Führungsglieder 1 1 beidseits der Lamellenelemente 10 eingreift, wobei der Elektromotor 140 beispielsweise über flexible Wellen mit den Antriebselementen 141 in Form der Zahnräder gekoppelt sein kann. Die Antriebseinrichtung 14 dient einerseits zum Verstellen der Lamellenelemente 10 zum Verfahren zwischen der eingefahrenen Stellung und einer ausgefahrenen Stellung. Zudem hält die Antriebseinrichtung 14 aufgrund des formschlüssigen Eingriffs des Antriebselements 141 in die durch die aneinander angereihten Verzahnungsabschnitte 1 17 gebildete Zahnstange die Lamellenelemente 10 in ausgefahrener Stellung in Position und stützt diese somit zum einen gegen ein Einfahren und zudem gegebenenfalls auch gegenüber einer Belastung nach unten ab.

Durch Ausfahren der Lamellenelemente 10 gelangen die Anschlagflächen 1 12 an den Führungsschienen 1 1 aufgrund Schwerkraftwirkung und aufgrund Wirkung des Spannelements 13 selbsttätig miteinander in Ablage, sodass eine zumindest abschnittsweise ebene Ablagefläche T (siehe Fig. 1 A) geschaffen wird, die beispielsweise als Tisch in einem Fahrzeug dienen kann. Auch das Verschwenken der Lamellenelemente 10 beim Einfahren erfolgt selbsttätig durch Einschieben der Führungsglieder 1 1 in die zugeordneten Führungsschienen 200.

Die Betätigung der Antriebseinrichtung 14 kann beispielsweise über eine geeignete, nutzerbedienbare Steuereinrichtung erfolgen.

Fig. 5A-5C und 6 zeigen ein zweites Ausführungsbeispiel einer Ablageanordnung 1 , bei der wiederum Lamellenelemente 10 um Gelenkachsen G schwenkbar miteinander verbunden sind und zwischen einer eingefahrenen Stellung und einer ausgefahrenen Stellung mit Bezug auf eine Fahrzeugbaugruppe 2, zum Beispiel in Form eines Armaturenbretts eines Fahrzeugs, verstellt werden können.

Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 5A-5C und 6 sind die Lamellenelemente 10 über eine Anordnung von Spannelementen 151 einer Spanneinrichtung 15, wie in Fig. 6 dargestellt, aneinandergehalten und miteinander verbunden. Benachbarte Lamellenelemente 10 liegen hierbei über Anlageflächen 100, 101 aneinander an, wobei ein jedes Lamellenelement 10 eine erste, konkav gekrümmte Anlagefläche 100 und eine zweite, konvex gekrümmte Anlagefläche 101 aufweist, die jeweils mit einer komplementären Anlagefläche eines benachbarten Lamellenelements 10 in Anlage stehen. Die erste Anlagefläche 100 eines Lamellenelements 10 steht hierbei mit einer zugeordneten, zweiten Anlagefläche 101 eines benachbarten Lamellenelements 10 in Eingriff, während die zweite Anlagefläche 101 mit einer zugeordneten ersten Anlagefläche 100 des in anderer Richtung benachbarten Lamellenelements 10 in Eingriff steht. Durch flächige Anlage der Anlageflächen 100, 101 benachbarter Lamellenelemente 10 aneinander sind die Lamellenelemente 10 schwenkbar zueinander gelagert und um (virtuelle) Gelenkachsen G zueinander bewegbar. Die schwenkbare Anordnung der Lamellenelemente 10 aneinander ermöglicht zum einen ein bauraumgünstiges Verstauen der Lamellenelemente 10 in eingefahrener Stellung. Zudem können die Lamellenelemente 10 in ausgefahrener Stellung in unterschiedlicher Weise zueinander positioniert werden, um eine durch einen Nutzer gewünschte Ablagefläche zu schaffen.

Die Spanneinrichtung 15 dient dazu, eine Vorspannung zwischen den Lamellenelementen 10 einzustellen. Eine Mehrzahl von Spannelementen 151 in Form zum Beispiel von Zugseilen erstreckt sich ausgehend von einem Leistenelement 150 durch die Lamellenelemente 10 hindurch bis hin zu einem endseitigen Lamellenelement 10A, mit dem die Spannelemente 151 fest verbunden sind. Der Abstand zwischen dem Leistenelement 150 und einem dem Leistenelement 150 zugewandten, ersten Lamellenelement 10B ist über eine Spanneinrichtung 153 einstellbar, die bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel eine mit einer Spindelmutter 155 an dem ersten Lamellenelement 10B in Eingriff stehende, drehbare Spindel 154 aufweist und durch Verdrehen der Spindel 154 eine variable Einstellung des Abstands zwischen dem Leistenelement 150 und dem ersten Lamellenelement 10B ermöglicht. Zwischen dem Leistenelement 150 und dem ersten Lamellenelement 10B wirken weiter zwei Federelemente 152, die jedoch bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel vorwiegend zur Dämpfung der Spannbewegung dienen und in gespanntem Zustand der Spanneinrichtung 15 weitestgehend wirkungslos sind. Zum Spannen der Lamellenelemente 10 miteinander wird, über die Spanneinrichtung 153, das Leistenelement 150 von dem ersten Lamellenelement 10B weggedrückt, sodass die Spannelemente 151 in Form zum Beispiel von Zugseilen gespannt werden und darüber die Lamellenelemente 10 wechselseitig miteinander in Anlage gedrückt werden. Über die Anlageflächen 100, 101 , die beispielsweise als Reibflächen zum Einstellen einer Reibpaarung ausgebildet sein können, besteht somit eine (hinreichende) (Haft-)Reibung zwischen den Anlageflächen 100, 101 , sodass die Lamellenelemente 10 in Position zueinander gehalten werden und die Ablageanordnung 1 somit eine belastbare Ablagefläche beispielsweise zum Ablegen eines Gegenstands, zum Beispiel in Form eines Tischs, bildet.

Beim Einfahren der Ablageanordnung 1 wird die Spannung reduziert, indem das Leistenelement 150 und das erste Lamellenelement 10B einander angenähert werden (entgegen der Wirkung der Federelemente 152), sodass der Anlagedruck zwischen benachbarten Lamellenelementen 10 reduziert und damit auch die abstützende Wirkung zwischen benachbarten Lamellenelementen 10 verringert wird. Die Lamellenelemente 10 können somit eingefahren und zum Beispiel zum Verstauen innerhalb der Fahrzeugbaugruppe 2 aufgewickelt werden.

Die variable Einstellbarkeit der Abstützwirkung zwischen den Lamellenelementen 10 ermöglicht unterschiedliche Betätigungsvarianten. So kann an einem Lamellenelement 10 oder auch an mehreren Lamellenelementen 10 eine geeignete Sensorik zum Beispiel in Form eines kapazitiven Annäherungssensors oder Berührungssensors vorgesehen sein, die ein Angreifen eines Nutzers und einen Verstellwunsch des Nutzers erkennen kann. Bei einer vorbestimmten Angriffsgeste, zum Beispiel einem Angreifen über einen vorbestimmten Zeitraum (zum Beispiel länger als 5 Sekunden), kann beispielsweise die Spannung zwischen den Lamellenelementen 10 reduziert werden, sodass der Nutzer die durch die Lamellenelemente 10 geschaffene Ablagefläche in eine gewünschte Form bringen kann, beispielsweise aus einer ebenen Form (Fig. 5A) in eine gekrümmte Form (Fig. 5B), um beispielsweise das Ablegen einer Getränkeflasche zu ermöglichen, oder in eine geneigte Form als Lese- oder Schreibpultfläche (Fig. 5C).

Eine solche Sensorik, die einen Verstellwunsch des Nutzers erkennen kann, kann an den Lamellenelementen 10 angeordnet sein, kann aber auch separat von der Ablageanordnung 1 beispielsweise an einem Gehäuseabschnitt der Fahrzeugbaugruppe 2 vorgesehen sein.

Zusätzlich oder alternativ kann ein Kollabieren der Ablageanordnung 1 bewirkt werden, wenn durch eine andere Sensorik im Fahrzeug ein Crashfall detektiert wird. In einem Crashfall ist zu verhindern, dass die Ablageanordnung 1 vom Armaturenbrett hin zu einem Fahrzeuginsassen vorsteht und dadurch gegebenenfalls eine Gefahr für den Insassen darstellt. Wird ein Crash erkannt, kann die Spannung zwischen den Lamellenelementen 10 reduziert werden, sodass die Ablageanordnung 1 kollabiert, weil die Lamellenelemente 10 nicht mehr positionsfest aneinander abgestützt sind. Die Ablageanordnung 1 ist an Führungsschienen 200 geführt, wie dies schematisch in Fig. 6 dargestellt ist, und dadurch zwischen der vollständig ausgefahrenen Stellung und der eingefahrenen Stellung relativ zu der Fahrzeugbaugruppe 2 bewegbar. Beim Einfahren kann zum Beispiel ein Aufwickeln oder ein sonstiges Verschwenken der Lamellenelemente 10 zueinander erfolgen, um ein bauraumgünstiges Verstauen der Lamellenelemente 10 innerhalb der Fahrzeugbaugruppe 2 zu ermöglichen. Das Verstellen kann elektromotorisch durch eine geeignete Antriebseinrichtung, beispielsweise wiederum unter Verwendung eines Antriebselements in Form eines Zahnrads, das mit Verzahnungsabschnitten auf Seiten der Lamellenelemente 10 in Eingriff steht (wie vorangehend für das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 A-1 C bis 4A-4C beschrieben), wobei auch andere Antriebe, zum Beispiel in Form von Seiltrieben (wie bei Fensterhebern üblich), verwendet werden können.

Anstelle von Anlageflächen 100, 101 in Form von Reibflächen zwischen den Lamellenelementen 10 oder gegebenenfalls auch zusätzlich können zwischen den Lamellenelementen 10 beispielsweise auch Formschlusselemente zum Beispiel in Form von Verzahnungsabschnitten vorgesehen sein, die eine Abstützung der Lamellenelemente 10 aneinander bewirken und außer Wirkeingriff gebracht werden können, indem die Spannung zwischen den Lamellenelementen 10 über eine geeignete Spanneinrichtung 15 angepasst wird. In einem anderen Ausführungsbeispiel kann auch eine zusätzliche Versteileinrichtung zum aktuatorischen Verstellen der Position der Lamellenelemente 10 zueinander vorgesehen sein, beispielsweise in Form einer Zugeinrichtung unter Verwendung eines Zugseils oder dergleichen. Fig. 7 zeigt in einer schematischen Ansicht ein Lamellenelement 10, an dem ein Endabschnitt 102 um ein Gelenk 103 verschwenkbar angeordnet ist. In einer Ausgangsstellung fluchtet der Endabschnitt 102 mit dem Lamellenelement 10. Aus der Ausgangsstellung heraus kann der Endabschnitt 102 um die durch das Gelenk 103 geschaffene Gelenkachse um 90° verschwenkt werden und somit gegenüber dem Lamellenelement 10 aufgestellt werden, um einen Anschlag seitlich an dem Lamellenelement 10 zu schaffen, der ein Herunterrutschen von Gegenständen von der durch Lamellenelemente 10 geschaffenen Ablagefläche T verhindern kann.

Ein solcher Endabschnitt 102 kann an den Lamellenelementen 10 sowohl bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 -4 als auch bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 5 und 6 vorgesehen sein und beidseitig eines jeden Lamellenelements 10 oder nur an einzelnen Lamellenelementen 10 angeordnet sein. Ein solcher Endabschnitt 102 kann zudem auch an einem endseitigen Lamellenelement 10A vorgesehen sein und z.B. an einer Stirnkante dieses Lamellenelements 10A angeordnet sein, um einen endseitigen Anschlag zum Verhindern eines Herunterfallens eines Gegenstands von der Ablagefläche T über das endseitige Lamellenelement 10A bereitzustellen.

Ein solcher Endabschnitt 102 kann manuell durch einen Nutzer in einer ausgefahrenen Stellung der Ablageanordnung 1 zu verstellen sein. Alternativ kann ein solcher Endabschnitt 102 auch aktuatorisch, zum Beispiel automatisch bei Erreichen der vollständig ausgefahrenen Stellung, unter Verwendung eines geeigneten Antriebs, zum Beispiel eines zwischen dem Lamellenelement 10 und dem Endabschnitt 102 wirkenden Elektromotors, verstellbar sein.

Bei einer in Fig. 8 dargestellten Ausgestaltung ist an einem Lamellenelement 10 ein Erweiterungsabschnitt 104 angeordnet, der verschiebbar in einer Öffnung 105 des Lamellenelements 10 aufgenommen und entlang einer Erweiterungsrichtung A zu dem Lamellenelement 10 verstellbar ist. Mit einem solchen Erweiterungsabschnitt 104 kann die Ablagefläche T quer zur Bewegungsrichtung B erweitert werden, indem der Erweiterungsabschnitt 104 in die Erweiterungsrichtung A aus dem Lamellenelement 10 ausgezogen wird.

Eine alternative Ausgestaltung eines solchen Erweiterungsabschnitts zeigt Fig. 9, bei der ein Erweiterungsabschnitt 104 um ein Gelenk 106 gelenkig mit einem zugeordneten Lamellenelement 10 verbunden ist. In einer Ausgangsstellung ist der Erweiterungsabschnitt 104 in einer Aussparung 105 des Lamellenelements 10 aufgenommen. Aus der Ausgangsstellung kann der Erweiterungsabschnitt 104 heraus verschwenkt werden, indem der Erweiterungsabschnitt 104 um 180 ° um das Gelenk 106 zu dem Lamellenelement 10 verstellt wird und somit das Lamellenelement 10 seitlich entlang der Erweiterungsrichtung A erweitert. Solche Erweiterungsabschnitte 104 können an jedem Lamellenelement 10 einseitig oder beidseitig gesehen sein.

Solche Erweiterungsabschnitte 104 können manuell durch einen Nutzer zu verstellen sein, um in der vollständig ausgefahrenen Stellung die Ablagefläche T seitlich zu erweitern. Alternativ können auch geeignete aktuatorische Antriebe vorgesehen sein, um die Erweiterungsabschnitte 104 zum Beispiel elektromotorisch bei Erreichen der vollständig ausgefahrenen Stellung zu den Lamellenelementen 10 zu verstellen. Bei einer in Fig. 10 dargestellten Ausgestaltung sind an einem oder an mehreren Lamellenelementen 10 Lichtelemente 16 angeordnet, die zum Erzeugen eines Lichtscheins an der Ablagefläche T der Ablageanordnung 1 dienen.

Solche Lichtelemente 16 können zum Beispiel oberseitig der Lamellenelemente 10 an der Ablagefläche T angeordnet sein. Zusätzlich oder alternativ können solche Lichtelemente 16 auch, wie dargestellt, unterseitig der Lamellenelemente 10 zum Erzeugen eines Lichtscheins nach unten oder an seitlichen Stirnkanten angeordnet sein.

Die Lichtelemente 16 sind zum Beispiel durch Leuchtdioden oder dergleichen verwirklicht. Die Lichtelemente 16 können punktförmige Lichtstrahler verwirklichen oder auch als Lichtbänder ausgestaltet sein, die sich längs oder quer zu den Lamellenelementen 10 erstrecken.

Die Lichtelemente 16 können zum Beispiel mit einer Steuereinrichtung 17 in Verbindung stehen, die zur Ansteuerung der Lichtelemente 16 zum Erzeugen eines Lichtscheins dient. Die Steuereinrichtung 17 kann hierbei die Lichtelemente 16 zum Beispiel in Abhängigkeit von der Stellung der Ablageanordnung 1 ansteuern, sodass die Lichtelemente 16 zum Beispiel bei Erreichen einer ausgefahrenen Stellung selbsttätig eingeschaltet (bestromt) werden.

Über die Lichtelemente 16 kann zusätzlich oder alternativ ein Feedback an einen Nutzer gegeben werden, indem der durch die Lichtelemente 16 erzeugte Lichtschein in Abhängigkeit von der Stellung der Ablageanordnung 1 oder in Abhängigkeit von einem durch einen Nutzer signalisierten Verstellwunsch verändert wird. So kann einem Nutzer zum Beispiel durch Änderung der Farbgebung des durch die Lichtelemente 16 erzeugten Lichtscheins signalisiert werden, dass ein Verstellwunsch, zum Beispiel bei Erkennen eines Angreifens des Nutzers an der Ablageanordnung 1 zum Ändern der Form der Ablagefläche T, erkannt worden ist und der Nutzer nunmehr manuell die Form der Ablagefläche T durch Verändern der Stellung der Lamellenelemente 10 zueinander anpassen kann.

Der der Erfindung zugrunde liegende Gedanke ist nicht auf die vorangehend geschilderten Ausführungsbeispiele beschränkt, sondern lässt sich auch in gänzlich anders gearteter Weise verwirklichen. Eine Ablageanordnung der hier beschriebenen Art kann ganz generell eine Ablage in einem Fahrzeug zum Ablegen eines Gegenstands oder als Auflage, zum Beispiel zum Lesen oder Schreiben für einen Nutzer, bereitstellen. Eine Ablageanordnung der hier beschriebenen Art kann zum Beispiel als Tisch in einem Fahrzeug verwendet werden, wobei eine solche Ablageanordnung beispielsweise an einem Armaturenbrett eines Fahrzeugs oder auch an anderem Ort in einem Fahrzeug angeordnet werden kann.

Bezugszeichenliste

1 Ablageanordnung (Tischanordnung)

10, 10A, 10B Lamellenelemente

100, 101 Anlageflächen (Reibflächen)

102 Endabschnitt

103 Gelenk

104 Erweiterungselement

105 Öffnung

106 Gelenk

1 1 Führungsglieder

1 10 Gelenk

1 1 1 Befestigungsstelle

1 12 Anschlagsfläche

1 13 Gelenkelement

1 14 Gelenkelement

1 15 Öffnung

1 16 Anschlagfläche

1 17 Verzahnungsabschnitt

12 Endglied

120 Endleiste

13 Spannelement

14 Antriebseinrichtung

140 Motor

141 Antriebselement (Zahnrad)

15 Spannbaugruppe

150 Leistenelement

151 Spannelement

152 Federelement

153 Spanneinrichtung

154 Spindel

155 Spindelmutter

16 Lichtelemente

17 Steuereinrichtung

2 Fahrzeugbaugruppe

20 Gehäuseteil

200 Führungsschiene A Erweiterungsrichtung

B Bewegungsrichtung

G Gelenkachse

T Ablagefläche