Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
SHELF LIGHTING SYSTEM AND METHOD FOR LOCATING PRODUCTS AND MANAGING PRICING INFORMATION
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2016/020527
Kind Code:
A1
Abstract:
A lighting system (10), in particular a shelf lighting system, is used for locating products (40, 41, 42). Said lighting system comprises at least two lamp units (24-31), each of which (24-31) or a defined group of which (24-31) is assigned to a different space, especially a shelf surface. The lighting system (10) further comprises a control unit for controlling the lamp units (24-31), to each of which (24-31) or to each defined group of which (24-31) a different lamp address is assigned. The lamp address is linked to a product association that is unambiguously associated with a product (40, 41, 42) located in the assigned space. The lighting system (10) also comprises a user interface (54) used for displaying the product association and for selecting, by means of the displayed product association, the lamp unit (24-31) or defined group of lamp units (24-31) to be controlled. The invention further relates to a corresponding method for providing a lighting system (10) and locating a product.

Inventors:
JOPPI, Rene (Eisengasse 7, Dornbirn, A-6850, AT)
MAYR, Gregor (Baumgarten 16, A-Dornbirn 6850, AT)
Application Number:
EP2015/068260
Publication Date:
February 11, 2016
Filing Date:
August 07, 2015
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
ZUMTOBEL LIGHTING GMBH (Schweizer Str. 30, Dornbirn, A-6850, AT)
International Classes:
G06Q10/08; B65G1/137; H05B37/02
Foreign References:
US20100049635A12010-02-25
US20040088229A12004-05-06
US20060008277A12006-01-12
Attorney, Agent or Firm:
KIWIT, Benedikt et al. (Mitscherlich, Patent- und Rechtsanwälte PartmbBSonnenstr. 33, München, 80331, DE)
Download PDF:
Claims:
Ansprüche

1. Beleuchtungssystem (10), insbesondere Regalbeleuchtungssystem, zum Auffinden von Produkten (40, 41, 42), aufweisend:

- wenigstens zwei Leuchteneinheiten (24-31), wobei jeweils eine Leuchteneinheit (24- 31) oder eine definierte Gruppe von Leuchteneinheiten (24-31) einem anderen räumlichen Bereich, insbesondere einer Regalfläche, zugeordnet sind,

- eine Steuereinheit (51) zum Ansteuern der Leuchteneinheiten (24-31), wobei jeder Leuchteneinheit (24-31) oder definierten Gruppe von Leuchteneinheiten (24-31) eine andere Leuchtenadressierung zugeordnet ist, wobei die Leuchtenadressierung jeweils mit einer Produktzuordnung verknüpft ist, die eindeutig einem in dem zugeordneten räumlichen Bereich vorgesehenen Produkt (40, 41, 42) zugeordnet ist, und

- eine Benutzerschnittstelle (54) zur Anzeige der Produktzuordnung und Auswahl der anzusteuernden Leuchteneinheit (24-31) oder definierten Gruppe von

Leuchteneinheiten (24-31) über die angezeigte Produktzuordnung.

2. Beleuchtungssystem (10) nach Anspruch 1,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Benutzerschnittstelle (54) eine stationäre Bedieneinheit (50) und/oder eine mobile Bedieneinheit (13), bevorzugt ein Mobiltelefon oder Tablet, aufweist, und dass die stationäre Bedieneinheit (50) und/oder mobile Bedieneinheit (51) zur Anzeige der Produktzuordnung und zur Auswahl der anzusteuernden Leuchteneinheit (24-31) oder definierten Gruppe von Leuchteneinheiten (24-31) über die angezeigte Produktzuordnung ausgebildet ist.

3. Beleuchtungssystem (10) nach Anspruch 1 oder 2,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Steuereinheit (51) ausgebildet ist, um bei Auswahl eines Produkts mittels der Benutzerschnittstelle (54), die gemäß der Produktzuordnung und

Leuchtenadressierung zugeordnete Leuchteneinheit (24-31) oder definierte Gruppe von Leuchteneinheiten (24-31) anzusteuern, dass diese für einen vorbestimmten Zeitraum mit einer Intensität und/oder einem Blinkmuster und/oder in einer Farbe und/oder mit einem Intensitätswechsel und/oder mit einem Farbwechsel aufleuchtet.

4. Beleuchtungssystem (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,

dass die Benutzerschnittstelle (54) ausgebildet ist, um gleichzeitig oder nacheinander eine Auswahl eines ersten Produkts (40, 41, 42) durch einen ersten Nutzer und eine Auswahl eines zweiten Produkts (40, 41, 42) durch einen zweiten Nutzer, usw. zu verarbeiten,

dass die Steuereinheit (51) hierzu vorzugsweise ausgebildet ist,

- um die gemäß der Produktzuordnung und Leuchtenadressierung dem ersten Produkt (40, 41, 42) zugeordnete Leuchteneinheit (24-31) oder definierte Gruppe von Leuchteneinheiten (24-31) derart anzusteuern, dass diese mit einer ersten Intensität und/oder einem ersten Blinkmuster und/oder in einer ersten Farbe und/oder mit einem ersten Intensitätswechsel und/oder mit einem ersten Farbwechsel für einen ersten vorbestimmten Zeitraum aufleuchtet, und

- um die gemäß der Produktzuordnung und Leuchtenadressierung dem zweiten Produkt (40, 41, 42) zugeordnete Leuchteneinheit (24-31) oder definierte Gruppe von Leuchteneinheiten (24-31) derart anzusteuern, dass diese mit einer zweiten Intensität und/oder einem zweiten Blinkmuster und/oder in einer zweiten Farbe und/oder mit einem zweiten Intensitätswechsel und/oder mit einem zweiten Farbwechsel für einen zweiten vorbestimmten Zeitraum aufleuchtet,

dass die erste Farbe und die zweite Farbe unterschiedlich sind, und/oder

dass die erste Intensität und die zweite Intensität unterschiedlich sind, und/oder dass das erste Blinkmuster und das zweite Blinkmuster unterschiedlich sind, und/oder dass der erste Intensitätswechsel und der zweite Intensitätswechsel unterschiedlich sind, und/oder

dass der erste Farbwechsel und der zweite Farbwechsel unterschiedlich sind, und/oder

dass der erste und zweite und eventuell weitere vorbestimmte Zeiträume sich überlappen können oder nacheinander ablaufen.

5. Beleuchtungssystem (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 4,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Steuereinheit (51) ausgebildet ist, um durch modulierte Lichtsignale der zumindest einen Leuchteneinheit (24-31) oder definierten Gruppe von

Leuchteneinheiten (24-31) Informationen auszusenden.

6. Beleuchtungssystem (ιο) nach Anspruch 5,

dadurch gekennzeichnet,

dass das Beleuchtungssystem (10) zumindest ein elektronisches Etikett (14-21) aufweist, welches in einer Sichtlinie zu zumindest einer Leuchteneinheit (24-31) oder definierten Gruppe von Leuchteneinheiten (24-31) angebracht ist,

dass das elektronische Etikett (14-21) ausgebildet ist, um von der Leuchteneinheit (24- 31) oder definierten Gruppe von Leuchteneinheiten (24-31) modulierte Lichtsignale zu empfangen,

dass das elektronische Etikett (14-21) ausgebildet ist, um anhand der modulierten Lichtsignale der zumindest einen Leuchteneinheit (24-31) oder definierten Gruppe von Leuchteneinheiten (24-31) die Information zurückzugewinnen, und

dass das elektronische Etikett (14-21) ausgebildet ist, um die Information anzuzeigen.

7. Beleuchtungssystem (10) nach Anspruch 6,

dadurch gekennzeichnet,

dass das elektronische Etikett (14-21) eine Solarzelle aufweist, welche ausgebildet ist, um von der zumindest einen Leuchteneinheit (24-31) oder definierten Gruppe von Leuchteneinheiten (24-31) abgestrahltes Licht zu empfangen und in elektrischen Strom umzusetzen, wobei das elektronische Etikett (14-21) vorzugsweise über keine weitere externe Energiequelle verfügt.

8. Beleuchtungssystem (10) nach einem der Ansprüche 5 bis 7,

dadurch gekennzeichnet,

dass, falls die Benutzerschnittstelle (54) über eine mobile Bedieneinheit (13) verfügt, diese ausgebildet ist, um die modulierten Lichtsignale zu empfangen und die darin enthaltenen Informationen zurückzugewinnen.

9. Beleuchtungssystem (10) nach Anspruch 8,

dadurch gekennzeichnet,

dass die mobile Bedieneinheit (13) ausgebildet ist, um anhand der Informationen zu ermitteln, ob die mobile Bedieneinheit (13) ein Produkt einer ausgewählten

Produktzuordnung erreicht hat,

dass die mobile Bedieneinheit (13) ausgebildet ist, um anzuzeigen, dass die mobile Bedieneinheit (13) das ausgewählte Produkt erreicht hat und/oder um an die Steuereinheit (51) zu übermitteln, dass die mobile Bedieneinheit (13) das ausgewählte Produkt erreicht hat, und

dass die Steuereinheit (51) ausgebildet ist, um eine Ansteuerung der anzusteuernden Leuchteneinheit (24-31) oder definierten Gruppe von Leuchteneinheiten (24-31) zu beenden, wenn die mobile Bedieneinheit (13) meldet, dass sie das ausgewählte Produkt erreicht hat.

10. Beleuchtungssystem (10) nach Anspruch 8 oder 9

dadurch gekennzeichnet,

dass die mobile Bedieneinheit (51) ausgebildet ist, um anhand der empfangenen Informationen eine Richtung und/oder Position des ausgewählten Produkts zu ermitteln, und eine Zielführung zu dem ausgewählten Produkt anzuzeigen.

11. Beleuchtungssystem (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 10,

dadurch gekennzeichnet,

dass das Beleuchtungssystem (10) zumindest einen Sensor aufweist, welcher ausgebildet ist, um zu ermitteln, ob ein Nutzer einen räumlichen Bereich eines Produkts einer ausgewählten Produktzuordnung erreicht hat, und dies an die Steuereinheit (51) zu melden,

dass die Steuereinheit (51) ausgebildet ist, um eine Ansteuerung der anzusteuernden Leuchteneinheit (24-31) oder definierten Gruppe von Leuchteneinheiten (24-31) zu beenden, wenn der Sensor meldet, dass der Nutzer den räumlichen Bereich erreicht hat. 12. Beleuchtungssystem (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 11,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Steuereinrichtung ausgebildet ist, um die Produktzuordnung basierend

- auf einer manuellen Nutzereingabe mittels der Benutzerschnittstelle, und/oder

- auf einem Einlesen eines auf dem Produkt angebrachten Strichcodes und/oder eines an dem Beleuchtungssystem angebrachten Strichcodes, und/oder

- auf einem Einlesen eines auf dem Produkt angebrachten RFID-Transponders und/oder eines an dem Beleuchtungssystem angebrachten RFID-Transponders, vorzunehmen.

13. Verfahren zum Bereitstellen eines Beleuchtungssystems (10), insbesondere eines Regalbeleuchtungssystems (10), zum Auffinden von Produkten, aufweisend die Schritte:

- Bereitstellen (100) zumindest zweier Leuchteneinheiten (24-31), wobei jeweils eine Leuchteneinheit (24-31) oder eine definierte Gruppe von Leuchteneinheiten (24-31) einem anderen räumlichen Bereich, insbesondere einer Regalfläche, zugeordnet sind,

- Zuordnen (101) einer Leuchtenadressierung zu jeder Leuchteneinheit (24-31) oder definierten Gruppe von Leuchteneinheiten (24-31) in einer Steuereinheit (51) zum Ansteuern der Leuchteneinheiten (24-31),

- Verknüpfen (102) der Leuchtenadressierung mit einer Produktzuordnung, welche eindeutig einem in dem zugeordneten räumlichen Bereich vorgesehenen Produkt zugeordnet ist, und

- Anzeige (103) der Produktzuordnung über eine Benutzerschnittstelle (54). 14. Verfahren zum Auffinden eines Produktes, wobei das Verfahren neben den Verfahrensschritten gemäß Anspruch 13 ferner folgende Schritte aufweist:

- Auswahl (104) einer Leuchteneinheit (24-31) oder definierten Gruppe von

Leuchteneinheiten (24-31) über die angezeigte Produktzuordnung, und

- Ansteuerung (105) der ausgewählten Leuchteneinheit (24-31) oder definierten Gruppe von Leuchteneinheiten (24-31) mittels der Steuereinheit (51).

15. Verfahren nach Anspruch 13 oder 14,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Benutzerschnittstelle (54) eine stationäre Bedieneinheit (50) und/oder eine mobile Bedieneinheit (13), bevorzugt ein Mobiltelefon oder Tablet aufweist, und dass die stationäre Bedieneinheit (50) und/oder mobile Bedieneinheit (13) die Produktzuordnung anzeigt,

dass mittels der stationären Bedieneinheit (50) und/oder der mobilen Bedieneinheit (13) die anzusteuernde Leuchteneinheit (24-31) oder definierten Gruppe von

Leuchteneinheiten (24-31) über die angezeigte Produktzuordnung ausgewählt wird.

16. Verfahren nach Anspruch 14 oder 15,

dadurch gekennzeichnet, dass bei Auswahl eines Produkts (40, 41, 42) mittels der Benutzerschnittstelle (54) die gemäß der Produktzuordnung und Leuchtenadressierung zugeordnete

Leuchteneinheit (24-31) oder Gruppe von Leuchteneinheiten (24-31) angesteuert wird, dass diese für einen vorbestimmten Zeitraum mit einer Intensität und/oder einem Blinkmuster und/oder in einer Farbe und/oder mit einem Intensitätswechsel und/oder mit einem Farbwechsel aufleuchtet.

17. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 16,

dadurch gekennzeichnet,

dass mittels der Benutzerschnittstelle (54) gleichzeitig oder nacheinander eine Auswahl eines ersten Produkts (40, 41, 42) durch einen ersten Nutzer und eine Auswahl eines zweiten Produkts (40, 41, 42) durch einen zweiten Nutzer, usw.

durchgeführt wird, wobei dies vorzugsweise durchgeführt wird, indem

die gemäß der Produktzuordnung und Leuchtenadressierung dem ersten Produkt (40, 41, 42) zugeordnete Leuchteneinheit (24-31) oder Gruppe von Leuchteneinheiten (24-31) derart angesteuert wird, dass diese mit einer ersten Intensität und/oder einem ersten Blinkmuster und/oder in einer ersten Farbe und/oder mit einem ersten Intensitätswechsel und/oder mit einem ersten Farbwechsel für einen ersten vorbestimmten Zeitraum aufleuchtet, und die gemäß der Produktzuordnung und Leuchtenadressierung dem zweiten Produkt (40, 41, 42) zugeordnete Leuchteneinheit (24-31) oder Gruppe von Leuchteneinheiten (24-31) angesteuert wird, dass diese mit einer zweiten Intensität und/oder einem zweiten Blinkmuster und/oder in einer zweiten Farbe und/oder mit einem zweiten Intensitätswechsel und/oder mit einem zweiten Farbwechsel für einen zweiten vorbestimmten Zeitraum aufleuchtet, die erste Farbe und die zweite Farbe unterschiedlich sind, und/oder die erste Intensität und die zweite Intensität unterschiedlich sind, und/oder das erste Blinkmuster und das zweite Blinkmuster unterschiedlich sind, und/oder

der erste Intensitätswechsel und der zweite Intensitätswechsel unterschiedlich sind, und/oder

der erste Farbwechsel und der zweite Farbwechsel unterschiedlich sind, und/oder der erste und zweite und eventuell weitere vorbestimmte Zeiträume sich überlappen können oder nacheinander ablaufen.

18. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 17,

dadurch gekennzeichnet,

dass mittels der zumindest einen Leuchteneinheit (24-31) oder definierten Gruppe von Leuchteneinheiten (24-31) mittels modulierter Lichtsignale Informationen ausgesendet werden.

19. Verfahren nach Anspruch 18,

dadurch gekennzeichnet,

dass von der zumindest einen Leuchteneinheit (24-31) oder definierten Gruppe von Leuchteneinheiten (24-31) ausgesandte modulierte Lichtsignale von einem

elektronischen Etikett (14-21), welches in einer Sichtlinie zu zumindest einer

Leuchteneinheit (24-31) oder definierten Gruppe von Leuchteneinheiten (24-31) angebracht ist, empfangen werden, und dass das elektronische Etikett (14-21) anhand der modulierten Lichtsignale der zumindest einen Leuchteneinheit (24-31) oder Gruppe von Leuchteneinheiten (24-31) die Informationen zurückgewinnt, und dass das elektronische Etikett (14-21) die Information anzeigt.

20. Verfahren nach Anspruch 19,

dadurch gekennzeichnet,

dass das elektronische Etikett (14-21) mittels einer Solarzelle von der zumindest einen Leuchteneinheit (24-31) oder definierten Gruppe von Leuchteneinheiten (24-31) abgestrahltes Licht empfängt und in elektrischen Strom umsetzt, und

dass das elektronische Etikett (14-21) vorzugsweise über keine weitere externe Energiequelle verfügt.

21. Verfahren nach einem der Ansprüche 18 bis 20,

dadurch gekennzeichnet,

dass, falls die Benutzerschnittstelle (54) über eine mobile Bedieneinheit (13) verfügt, diese die modulierten Lichtsignale empfängt und die darin enthaltenen Informationen zurückgewinnt.

22. Verfahren nach Anspruch 21,

dadurch gekennzeichnet,

dass die mobile Bedieneinheit (13) anhand der Informationen ermittelt, ob die mobile Bedieneinheit (13) ein Produkt einer ausgewählten Produktzuordnung erreicht hat, dass die mobile Bedieneinheit (13) anzeigt, dass die mobile Bedieneinheit (13) das ausgewählte Produkt erreicht hat und/oder an die Steuereinheit (51) übermitteln, dass die mobile Bedieneinheit (13) das ausgewählte Produkt erreicht hat, und

dass die Steuereinheit (51) eine Ansteuerung der anzusteuernden Leuchteneinheit (24-31) oder definierten Gruppe von Leuchteneinheiten (24-31) beendet, wenn die mobile Bedieneinheit (13) meldet, dass sie das ausgewählte Produkt erreicht hat.

23. Verfahren nach Anspruch 21 oder 22,

dadurch gekennzeichnet,

dass die mobile Bedieneinheit (51) anhand der empfangenen Informationen eine Richtung und/oder Position des ausgewählten Produkts ermittelt, und eine

Zielführung zu dem ausgewählten Produkt anzeigt.

24. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 23,

dadurch gekennzeichnet,

das mittels eines Sensors des Beleuchtungssystems (10) ermitteln wird, ob ein Nutzer einen räumlichen Bereich eines Produkts einer ausgewählten Produktzuordnung erreicht hat, und dass dies an die Steuereinheit (51) gemeldet wird,

dass die Steuereinheit (51) eine Ansteuerung der anzusteuernden Leuchteneinheit (24-31) oder definierten Gruppe von Leuchteneinheiten (24-31) beendet, wenn der Sensor meldet, dass der Nutzer den räumlichen Bereich erreicht hat.

25. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 24,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Steuereinrichtung die Produktzuordnung basierend

- auf einer manuellen Nutzereingabe mittels der Benutzerschnittstelle, und/oder

- auf einem Einlesen eines auf dem Produkt angebrachten Strichcodes und/oder eines an dem Beleuchtungssystem angebrachten Strichcodes, und/oder - auf einem Einlesen eines auf dem Produkt angebrachten RFID-Transponders und/oder eines an dem Beleuchtungssystem angebrachten RFID-Transponders, vornimmt.

Description:
Regalbeleuchtungssystem und Verfahren zum Auffinden von Waren und Verwalten von Preisinformationen

Die Erfindung betrifft ein Beleuchtungssystem, ein Verfahren zum Bereitstellen eines Beleuchtungssystems und ein Verfahren zum Auffinden eines Produkts.

Das Auffinden von Waren in größeren Einkaufsflächen, beispielsweise in Regalflächen von Supermärkten, ist aufgrund einer hohen Warenvielfalt häufig sehr

unübersichtlich, so dass der Kunde, selbst wenn er sich bereits in dem richtigen Gang und vor dem richtigen Regal befindet, die Ware teils nur unter Mühe auffinden kann. Dies verursacht eine negative Einkaufserfahrung und bindet darüber hinaus

Arbeitszeit des Personals, welche für Fragen der Kunden nach Produktstandorten aufgewendet wird. Die internationale Patentanmeldung WO 2006/ 126114 Ai zeigt ein herkömmliches Regalbeleuchtungssystem, welches zwar geeignet ist, die in den Regalen

bereitgestellten Produkte übersichtlich zu beleuchten, jedoch zu einer besseren Auffindbarkeit der Produkte darüber hinaus nicht beiträgt. Der vorliegenden Erfindung liegt somit die Aufgabe zu Grunde, ein

Beleuchtungssystem und ein Verfahren zum Bereitstellen eines Beleuchtungssystems zu schaffen, welche ein einfaches Auffinden gewünschter Produkte ermöglichen.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind Gegenstand der hierauf rückbezogenen Unteransprüche.

Ein erfindungsgemäßes Beleuchtungssystem, insbesondere ein

Regalbeleuchtungssystem, dient dem Auffinden von Produkten. Es beinhaltet zumindest zwei Leuchteneinheiten, wobei jeweils eine Leuchteneinheit oder eine definierte Gruppe von Leuchteneinheiten jeweils einem anderen räumlichen Bereich, insbesondere einer Regalfläche, zugeordnet ist. Darüber hinaus beinhaltet das Beleuchtungssystem eine Steuereinheit zum Ansteuern der Leuchteneinheiten, wobei jeder Leuchteneinheit oder definierten Gruppe von Leuchteneinheiten eine andere Leuchtenadressierung zugeordnet ist. Dabei ist die Leuchtenadressierung jeweils mit einer Produktzuordnung verknüpft, welche eindeutig einem in dem zugeordneten räumlichen Bereich vorgesehenen Produkt zugeordnet ist. Darüber hinaus weist das Beleuchtungssystem eine Benutzerschnittstelle auf, welche zur Anzeige der

Produktzuordnung und zur Auswahl der anzusteuernden Leuchteneinheit oder definierten Gruppe von Leuchteneinheiten über die angezeigte Produktzuordnung dient. So ist es möglich, durch Auswahl des aufzufindenden Produkts mittels der Benutzerschnittstelle ein Aufleuchten der bei dem Produkt angeordneten

Leuchteneinheit zu erreichen und somit das Produkt mit sehr geringem Aufwand aufzufinden.

Vorzugsweise weist dabei die Benutzerschnittstelle eine stationäre Bedieneinheit und/oder eine mobile Bedieneinheit, wie z.B. ein Mobiltelefon oder Tablet, auf. Die stationäre und/oder mobile Bedieneinheit dient dabei der Anzeige der

Produktzuordnung und zur Auswahl der anzusteuernden Leuchteneinheit oder definierten Gruppe von Leuchteneinheiten über die angezeigte Produktzuordnung. Mittels einer stationären Bedieneinheit kann somit ohne weitere Voraussetzungen eine Bedienung durch Kunden des Geschäfts ermöglicht werden. Durch eine mobile Bedieneinheit wird zwar ein erhöhter Aufwand erzeugt, dies ist jedoch nicht kritisch, da die meisten Besucher eines Geschäfts ohnehin über ein Mobiltelefon verfügen. Die mobile Bedieneinheit ermöglicht darüber hinaus eine gleichzeitige Bedienung durch mehrere Nutzer und eine Bedienung von verschiedenen Standorten aus.

Vorzugsweise ist die Steuereinheit ausgebildet, um bei Auswahl eines Produkts mittels der Benutzerschnittstelle, die gemäß der Produktzuordnung und

Leuchtenadressierung zugeordnete Leuchteneinheit oder definierte Gruppe von Leuchteneinheiten derart anzusteuern, dass diese für einen vorbestimmten Zeitraum in einer vorbestimmten Farbe und/oder Intensität und/oder einem Blinkmuster und/oder mit einem Intensitätswechsel und/oder mit einem Farbwechsel aufleuchtet. So ist ein sehr einfaches Auffinden des Produkts gewährleistet.

In einer vorteilhaften Weiterbildung ist die Benutzerschnittstelle ausgebildet, um gleichzeitig oder nacheinander eine Auswahl eines ersten Produkts durch einen ersten Nutzer und eine Auswahl eines zweiten Produkts durch einen zweiten Nutzer usw. zu verarbeiten. Es kann also eine beliebige Anzahl an Nutzern eine beliebige Anzahl an Produkten auswählen. Die Steuereinheit ist vorzugsweise ausgebildet, um die gemäß der Produktzuordnung und Leuchtenadressierung dem ersten Produkt zugeordnete Leuchteneinheit oder definierte Gruppe von Leuchteneinheiten derart anzusteuern, dass diese mit einer ersten Intensität und/oder einem ersten Blinkmuster und/oder in einer ersten Farbe und/oder mit einem ersten Intensitätswechsel und/oder mit einem ersten Farbwechsel für einen ersten vorbestimmten Zeitraum aufleuchtet, und um die gemäß der Produktzuordnung und Leuchtenadressierung dem zweiten Produkt zugeordnete Leuchteneinheit oder definierte Gruppe von Leuchteneinheiten derart anzusteuern, dass diese mit einer zweiten Intensität und/oder einem zweiten

Blinkmuster und/oder in einer zweiten Farbe und/oder mit einem zweiten

Intensitätswechsel und/oder mit einem zweiten Farbwechsel für einen zweiten vorbestimmten Zeitraum aufleuchtet. Dabei sind die Farben, Intensitäten,

Blinkmuster, Intensitätswechsel, Farbwechsel, etc. unterschiedlich. So ist es mittels des Beleuchtungssystems möglich, mehr als einem Nutzer gleichzeitig sein gesuchtes Produkt anzuzeigen; mithin können sich der erste, zweite, usw. vorbestimmte Zeitraum überlappen. Selbstverständlich können auch mehr als zwei verschiedene Produkte gleichzeitig über unterschiedliche Farben, Blinkmuster, etc. angezeigt werden. Es ist auch denkbar, dass bei Ausgabe bspw. eines identischen Lichtsignals die vorbestimmten Zeiträume nur nacheinander ablaufen. Auch ist es denkbar, dass die optischen Signale durch akustische Signale begleitet werden.

Vorzugsweise ist die Steuereinheit ausgebildet, um durch modulierte Lichtsignale der zumindest einen Leuchteneinheit oder definierten Gruppe von Leuchteneinheiten Informationen auszusenden. So können ohne weitere aufwendige Hilfsmittel, wie Sender, Informationen übermittelt werden.

Das Beleuchtungssystem verfügt darüber hinaus über zumindest ein elektronisches Etikett, welches in einer Sichtlinie zu zumindest einer Leuchteneinheit oder definierten Gruppe von Leuchteneinheiten angebracht ist. Das elektronische Etikett ist dabei ausgebildet, um von der (ihm zugeordneten) Leuchteneinheit oder definierten Gruppe von Leuchteneinheiten modulierte Lichtsignale zu empfangen. Das elektronische Etikett ist dabei ausgebildet, um anhand der modulierten

Lichtsignale der zumindest einen Leuchteneinheit oder definierten Gruppe von Leuchteneinheiten, die Informationen zurückzugewinnen. Das elektronische Etikett ist in diesem Fall ausgebildet, um die Information anzuzeigen. So ist eine Interaktion mit dem elektronischen Etikett möglich, ohne eine Verkabelung des elektronischen Etiketts zu benötigen. Weiterhin können so z.B. Preisinformationen oder Inhaltsstoff- Informationen oder Verfallsdatums-Informationen an das elektronische Etikett übertragen und von diesem ausgegeben werden.

Vorzugsweise ist das elektronische Etikett darüber hinaus mit einer Solarzelle ausgestattet, welche ausgebildet ist, um von der zumindest einen Leuchteneinheit oder definierten Gruppe von Leuchteneinheiten abgestrahltes Licht zu empfangen und in elektrischen Strom umzusetzen. Dabei verfügt das Etikett vorzugsweise über keine weitere externe Energiequelle. So ist es möglich, auch die Energieversorgung des elektronischen Etiketts mittels des übrigen Beleuchtungssystems ohne Verkabelung des elektronischen Etiketts zu bewerkstelligen.

Falls die Benutzerschnittstelle über eine mobile Bedieneinheit verfügt, ist diese vorzugsweise ausgebildet, um die modulierten Lichtsignale zu empfangen und die darin enthaltenen Informationen zurückzugewinnen. So kann die Information direkt auf einem tragbaren Gerät ausgegeben werden.

Bevorzugt ist die mobile Bedieneinheit ausgebildet, um anhand der Informationen zu ermitteln, ob die mobile Bedieneinheit ein Produkt einer ausgewählten

Produktzuordnung erreicht hat. Die mobile Bedieneinheit ist dann ausgebildet, um anzuzeigen, dass die mobile Bedieneinheit das ausgewählte Produkt erreicht hat und/oder um an die Steuereinheit zu übermitteln, dass die mobile Bedieneinheit das ausgewählte Produkt erreicht hat. Die Steuereinheit ist dabei ausgebildet, um eine Ansteuerung der anzusteuernden Leuchteneinheit oder definierten Gruppe von Leuchteneinheiten zu beenden, wenn die mobile Bedieneinheit meldet, dass sie das ausgewählte Produkt erreicht hat. So kann die Anzeigefunktion des

Beleuchtungssystems, sobald ein Nutzer erfolgreich zu seinem ausgewählten Produkt geführt wurde, ohne Zeitverzug von einem anderen Nutzer genutzt werden.

Die mobile Bedieneinheit ist vorzugsweise ausgebildet, um anhand der empfangenen Informationen eine Richtung und/oder Position des ausgewählten Produkts zu ermitteln, und eine Zielführung zu dem ausgewählten Produkt anzuzeigen. So kann das Auffinden des Produkts zusätzlich erleichtert werden.

Bevorzugterweise weist das Beleuchtungssystem zumindest einen Sensor auf, welcher ausgebildet ist, um zu ermitteln, ob ein Nutzer einen räumlichen Bereich eines Produkts einer ausgewählten Produktzuordnung erreicht hat, und dies an die

Steuereinheit zu melden. Die Steuereinheit ist dann ausgebildet, um eine Ansteuerung der anzusteuernden Leuchteneinheit oder definierten Gruppe von Leuchteneinheiten zu beenden, wenn der Sensor meldet, dass der Nutzer den räumlichen Bereich erreicht hat. So kann die Dauer der gezielten Beleuchtung eines Produkts für einen

anfragenden Nutzer weiter reduziert werden. Dies erhöht die Verfügbarkeit des Systems.

Bevorzugt ist die Steuereinrichtung ausgebildet, um die Produktzuordnung basierend auf einer manuellen Nutzereingabe mittels der Benutzerschnittstelle und/ oder basierend auf einem Einlesen eines auf dem Produkt angebrachten Strichcodes und/oder eines an dem Beleuchtungssystem angebrachten Strichcodes und/oder basierend auf einem Einlesen eines auf dem Produkt angebrachten RFID- Transponders und/oder eines an dem Beleuchtungssystem angebrachten RFID- Transponders vorzunehmen. So kann sehr flexibel und einfach die Produktzuordnung hergestellt werden.

Ein erfindungsgemäßes Verfahren dient dem Bereitstellen eines Beleuchtungssystems insbesondere eines Regalbeleuchtungssystems, zum Auffinden von Produkten. Das Verfahren weist die folgenden Schritte auf:

- Bereitstellen zumindest zweier Leuchteneinheiten, wobei jeweils eine

Leuchteneinheit oder eine definierte Gruppe von Leuchteneinheiten einem anderen räumlichen Bereich, insbesondere einer Regalfläche zugeordnet sind,

- Zuordnen einer Leuchtenadressierung zu einer Leuchteneinheit oder definierten Gruppe von Leuchteneinheiten in einer Steuereinheit zum Ansteuern der

Leuchteneinheiten,

- Verknüpfen der Leuchtenadressierung mit einer Produktzuordnung, welche eindeutig einem in dem zugeordneten räumlichen Bereich vorgesehenen Produkt zugeordnet ist, und - Anzeigen der Produktzuordnung über eine Benutzerschnittstelle.

So ist es möglich, mittels der Benutzerschnittstelle auf die in dem entsprechenden

Regal verfügbaren Produkte zuzugreifen. Vorteilhafterweise dient das Verfahren dem Auffinden eines Produktes und umfasst die Auswahl einer Leuchteneinheit oder definierten Gruppe von Leuchteneinheiten über die angezeigte Produktzuordnung und die Ansteuerung der ausgewählten Leuchteneinheit oder definierten Gruppe von Leuchteneinheiten mittels der

Steuereinheit. So kann einfach über die Benutzerschnittstelle auf ein gesuchtes Produkt zugegriffen werden, welches anschließend durch Beleuchtung des

entsprechenden Bereichs des Regals hervorgehoben wird.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand der Zeichnungen, in denen ein vorteilhaftes Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt ist, beispielhaft beschrieben. In den Zeichnungen zeigen:

Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen

Beleuchtungssystems in zwei unterschiedlichen Ansichten; Fig. 2 ein zweites Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen

Beleuchtungssystem in einem Blockschaltbild, und

Fig. 3 ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens in einem

Flussdiagramm.

Zunächst wird anhand der Fig. 1-2 der Aufbau und die generelle Funktionsweise unterschiedlicher Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Beleuchtungssystems erläutert. Anschließend wird mittels Fig. 3 auf die Funktionsweise eines

Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Verfahrens eingegangen. Identische Elemente wurden in ähnlichen Abbildungen zum Teil nicht wiederholt dargestellt und beschrieben.

In Fig. 1 ist ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Beleuchtungssystems 10 dargestellt. Das Beleuchtungssystem 10 beinhaltet hier ein Steuergerät 11, welches an der Stirnseite eines Regals 12 montiert ist. Das Regal 12 verfügt vorzugsweise über elektronische Etiketten 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20 und 21, welche jeweils in bestimmten Bereichen des Regals 12 angebracht sind. Darüber hinaus verfügt das Regal 12 über Leuchteneinheiten 24, 25, 26, 27, 28, 29, 30 und 31, welche ebenfalls jeweils einem dieser Bereiche zugeordnet sind und diesen Bereich beleuchten. Jeder einzelnen der Leuchteneinheiten 24-31 oder definierten Gruppen von Leuchteneinheiten 24-31 ist dabei eine Leuchtenadressierung zugeordnet. Jede Leuchtenadressierung ist dabei einem Produkt mittels Verknüpfung zu einer Produktzuordnung zugeordnet. Zur Adressierung der Leuchten kann dabei eine DMX- Adressierung genutzt werden. Dies hat den Vorteil, dass lediglich eine erste Adresse vergeben werden muss, und sich die restlichen Adressen automatisch ergeben.

Es ist dabei nicht nötig, jedem einzelnen Produkt eine einzelne Leuchteneinheit zuzuordnen. Vielmehr können auch größere Bereiche mit einer gemeinsamen

Leuchteneinheit beleuchtet werden. Auch die Anzeige des ungefähren Bereichs, in welchem sich das gesuchte Produkt befindet, stellt bereits eine erhebliche Hilfe für den Kunden dar.

In der oberen in Fig. 1 dargestellten Ansicht sind darüber hinaus in einzelnen der Bereiche Waren 40, 41, 42 dargestellt. Eine der Waren 41 ist dabei mit einem

Strichcode 44 ausgestattet. Darüber hinaus ist an dem Regal 12 neben dem

Bediengerät 11 ein Strichcode 43 angebracht. Das hier dargestellte

Beleuchtungssystem 10 verfügt darüber hinaus über ein Mobilfunkgerät 13, welches drahtlos mit dem Bediengerät 11 kommuniziert. Mobilfunkgerät 13 sowie Bediengerät 11 können beide im Rahmen der Erfindung als Benutzerschnittstelle ausgebildet sein.

Ein Nutzer, welcher ein Produkt in dem Regal 12 auffinden möchte, interagiert mit dem Bediengerät 11. Dabei kann er sich auf einem Bildschirm des Bediengeräts 11 in dem jeweiligen Regal 12 verfügbare Waren 40-42 anzeigen lassen. Durch Auswahl des Produkts mittels des Bediengeräts 11 wird somit anhand der Produktzuordnung die anzusteuernde Leuchteneinheit bzw. Gruppe von Leuchteneinheiten ermittelt und angesteuert. Die Ansteuerung erfolgt dabei mittels der zuvor festgelegten

Leuchtenadressierung. Durch Auswahl eines der Produkte 40-42 über die zuvor festgelegte Produktzuordnung, welche an dem Bediengerät 11 angezeigt wird, löst der Nutzer dabei ein definiertes Aufleuchten einer Leuchteneinheit 24-31 in einem

Bereich, welcher der entsprechenden Ware 40-42 zugeordnet ist, aus. Das

Aufleuchten kann dabei in einer vorgegebenen oder vom Nutzer einstellbaren Farbe oder Leuchtintensität erfolgen. Dabei ist ein dauerhaftes Aufleuchten für einen vorbestimmten Zeitraum aber auch ein Aufleuchten mit einem Blinkmuster möglich. Die Farbe, Intensität, Leuchtdauer und ein Blinkmuster können dabei voreingestellt oder vom Nutzer einstellbar sein.

Alternativ kann anstatt einer einzelnen Leuchteneinheit auch eine Mehrzahl von Leuchteneinheiten und damit eine Mehrzahl von Leuchtenadressierungen einem

Produkt zugeordnet sein. Dies ist insbesondere dann relevant, wenn eine große Menge eines identischen Produkts einen größeren Abschnitt eines Regals 12 belegt. In diesem Fall kann eine definierte Gruppe von Leuchteneinheiten als Reaktion auf die Auswahl eines Produkts angesteuert werden. Hierzu wird die entsprechende

Produktzuordnung mit der entsprechenden Anzahl an Leuchtenadressierungen in einer Steuereinheit verknüpft und entsprechend bereitgestellt.

Bei einer direkten Bedienung des Beleuchtungssystems 10 mittels des Bediengeräts 11 verfügt das Bediengerät 11 über eine stationäre Bedieneinheit. Hierauf wird anhand von Fig. 2 näher eingegangen.

Alternativ oder zusätzlich zu einer direkten Bedienung über das Bediengerät 11, ist darüber hinaus eine Bedienung über eine mobile Bedieneinheit 13, wie z.B. ein Mobiltelefon oder Tablet möglich. In diesem Fall werden die Produkte auf einem Bildschirm der mobilen Bedieneinheit 13 dargestellt und können ausgewählt werden. Wird ein Produkt ausgewählt, so wird dies dem Bediengerät bzw. Steuergerät 11 mitgeteilt, welches analog dem oben beschriebenen Vorgang eine Ansteuerung der Beleuchtung im Bereich des entsprechenden Produkts durchführt. Die

Kommunikation zwischen dem Mobiltelefon 13 und dem Bediengerät 11 kann dabei entweder direkt über ein in dem Geschäft angebrachtes drahtloses Funknetzwerk, z.B. WLAN, erfolgen. Auch eine Kommunikation über Bluetooth oder NFC ist denkbar.

Da ein Mobilfunkgerät 13 üblicherweise nicht mit einer speziellen hierfür

notwendigen Software ausgestattet ist, ist an dem Regal 12 zusätzlich ein Strichcode 43 angebracht, welcher als Verknüpfung zu einer entsprechenden Software, beispielsweise einer Applikation für ein Mobiltelefon, dient. Durch ein Einlesen des Strichcodes 43 mittels des Mobiltelefons 13 wird das Mobiltelefon 13 in die Lage versetzt, die entsprechende Software z.B. aus dem Internet runter zu laden und auszuführen.

Bei den Strichcodes 43, 44 kann es sich um lineare Strichcodes aber auch um zweidimensionale Strichcodes, wie z.B. QR-Codes, handeln. Anstatt eines Strichcodes 43 kann an dieser Stelle selbstverständlich auch ein Hyperlink in textueller Form angegeben sein. Darüber hinaus ist es denkbar, mittels Bluetooth oder Near Field Communication (NFC) die Software direkt an diesem Ort bereitzustellen.

Eine Produktzuordnung, welche der Zuordnung der entsprechenden Produkte zu den Leuchtenadressierungen entspricht, kann dabei manuell durchgeführt werden. Dies erfordert jedoch einen großen Personalaufwand. Alternativ kann z.B. mittels eines Barcodelesers oder eines Mobiltelefons oder Tablets der Strichcode 44 auf den Waren 40, 41 und 42 gescannt werden, um das entsprechende Produkt auszuwählen. Nach einer solchen Produktauswahl kann eine entsprechende Regalposition oder

Leuchtenadressierung manuell eingegeben werden, um Leuchtenadressierung(en) und Produktzuordnung(en) zu verknüpfen.

Alternativ können ähnliche Strichcodes darüber hinaus an den Regalpositionen angebracht sein. Der Bedienvorgang zur Zuweisung einer Leuchtenadressierung zu einem Produkt wäre somit ein nacheinander scannen des Strichcodes des Bereichs des Regals 12 und des Strichcodes 44 des Produkts 41. An Stelle von Strichcodes können auch RFID-Tags verwendet werden.

Wollen nun mehrere Kunden gleichzeitig das Beleuchtungssystem nutzen, so ergibt sich die Schwierigkeit einer Uneindeutigkeit des beleuchteten Produkts. Dies kann dadurch aufgelöst werden, dass den von den jeweiligen Nutzern ausgewählten Produkten unterschiedliche Farben oder Blinkmuster der Beleuchtung zugeordnet werden. Alternativ ist es möglich, dass das Beleuchtungssystem 10 - solange ein Benutzer es benutzt - weitere Eingaben durch andere Nutzer ignoriert. Weiterhin ist eine priorisierte Behandlung der Kundenanfragen zur Auffindung von Produkten denkbar. So könnten beispielsweise die Kunden nach ihrer

Bedienreihenfolge priorisiert werden. Alternativ könnten sie nach ihrem vergangenen Käuferverhalten priorisiert werden. Auch eine Priorisierung nach Notwendigkeit ist denkbar. So könnten z.B. sehbehinderte Kunden bevorzugt von dem System behandelt werden.

Darüber hinaus ist das Beleuchtungssystem 10 nicht auf ein einzelnes Regal 12 beschränkt. Beispielsweise könnte ein eigenes Bediengerät 11 für jeden Gang in einem Geschäft vorgesehen sein. Auch ein zentrales Bediengerät, an welchem dem Kunden nach seiner Produktauswahl ein aufzusuchender Gang angezeigt wird, ist als zusätzliche Erweiterung des Beleuchtungssystems 10 denkbar.

Als weitere Ausführungsform ist es beispielsweise denkbar, dass insbesondere mobile Bedienelemente, wie beispielsweise Smartphones, auch zur geographischen

Zuordnung des Kunden bezüglich des aufzusuchenden Produkts herangezogen werden. So können beispielsweise aufgrund über die Leuchteneinheiten abgegebener pulsierender Signale diese von den mobilen Bediengerät erfasst werden und somit eine räumliche Zuordnung der Person in dem Supermarkt bezüglich des Regals festgestellt werden. Davon ausgehend kann beispielsweise der Kunde durch visuelle oder akustische Ausgabe zu dem Produkt geführt werden. Auch denkbar sind andere geographische Zuordnungsmöglichkeiten, wie beispielsweise Bewegungssensoren, welche eine genaue Position des Kunden im Supermarkt erfassen und den Kunden dann zu der zuvor angesprochenen Ware oder Warengruppe führen.

In einer weiteren Ausgestaltung des Beleuchtungssystems 10 sind die elektronischen Etiketten 14-21 dabei in den jeweils einzeln beleuchtbaren Bereichen des Regals 12 angeordnet. D.h. jeder Leuchteneinheit 24-31 ist dabei ein elektronisches Etikett 14-21 zugeordnet. Die elektronischen Etiketten 14-21 sind dabei vorzugsweise nicht mit dem Beleuchtungssystem 10 verkabelt, sondern stehen lediglich über das von den

Leuchteneinheiten 24-31 abgestrahlte Licht in Kontakt mit dem Beleuchtungssystem 10. D.h. über Visible Light Communication werden Informationen von dem

Beleuchtungssystem 10 mittels der Leuchteneinheiten 24-31 an die elektronischen Etiketten 14-21 übertragen. Hierzu verfügt jedes elektronische Etikett über einen Lichtempfänger. Bei den Informationen handelt es sich dabei beispielsweise um Produktinformationen und/oder Preisinformationen und/oder

Inhaltsstoffinformationen und dergleichen. Darüber hinaus ist zusätzlich eine Energieversorgung der elektronischen Etiketten 14- 21 mittels der Leuchteneinheiten 24-31 möglich. In diesem Fall verfügen die elektronischen Etiketten 14-21 jeweils über eine Solarzelle, über welche sie mit Energie versorgt werden. Eine zusätzliche Energieversorgung in drahtgebundener Form oder in Form einer Batterie ist somit nicht nötig. Zur Überbrückung von

Stromausfällen oder während die Beleuchtung über Nacht abgeschaltet ist, können die elektronischen Etiketten darüber hinaus mit einem Akkumulator ausgestattet sein.

Wird eine niedrige Datenübertragungsrate in Kauf genommen, so kann die Solarzelle als Lichtsensor genutzt werden.

Auf diese Art und Weise können über die elektronischen Etiketten 14-21

Preisinformationen, Haltbarkeitsdatums-Informationen, Inhaltsstoff-Informationen, etc. zu den Produkten 40, 41 und 42 angezeigt werden. Da die räumliche Zuordnung der Produkte 40-42 zu den Bereichen des Beleuchtungssystems bereits verfügbar ist, können somit die zusätzlichen Informationen, die einzelnen Produkte betreffend, ohne weiteren Bedienaufwand auf den elektronischen Etiketten 14-21 angezeigt werden.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung verfügen die Produkte über

Transponder, z.B. RFID-Tags. In diesem Fall verfügt auch das Beleuchtungssystem 10, insbesondere das Regal 12, über entsprechende Empfänger in den einzelnen

Bereichen, welche den Leuchteneinheiten 24-31 zugeordnet sind. So kann

automatisch die Zuordnung der Produkte zu den entsprechenden Bereichen in dem Regal 12 durchgeführt werden. Eine manuelle Verknüpfung des Produkts und des Bereichs ist in diesem Fall nicht länger notwendig. Durch Nutzung der RFID-Tags kann insbesondere falsch einsortierte Ware sehr einfach gefunden werden.

Weiterhin kann das erfindungsgemäße Beleuchtungssystem eingesetzt werden, um die Lagerhaltung in den Regalen 12 zu vereinfachen. So kann ein Nutzer, z.B. das Bedienpersonal, da die Zuordnung der Ware zu den einzelnen Bereichen bereits verfügbar ist, mittels des Bediengeräts 11 oder eines Mobiltelefons 13 Produkte anzeigen lassen, deren Haltbarkeitsdatum nahezu überschritten oder überschritten ist. Dies vereinfacht signifikant das Aussortieren entsprechender Waren. Auch kann das System eingesetzt werden, um das Einräumen der Regale 12 zu vereinfachen. So kann das Bedienpersonal das entsprechende Produkt am Bediengerät 11 oder

Mobiltelefon 13 auswählen und bekommt angezeigt, an welcher Stelle Nachschub des entsprechenden Produkts in das Regal 12 eingeräumt werden muss. In Fig. 2 ist ein zweites Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen

Beleuchtungssystems 10 gezeigt, welches sich auch auf das erste Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 übertragen lässt. Das Beleuchtungssystem 10 verfügt über ein

Bediengerät 11, welches eine Steuereinheit 51, eine stationäre Bedieneinheit 50, beispielsweise einen berührungsempfindlichen Bildschirm, und eine Datenbank 52 verfügt.

In der Datenbank 52 sind dabei Zuordnungen von Leuchteneinheiten zu Produkten bzw. Bereichen gespeichert. Mittels der stationären Bedieneinheit 50 können

Bedienvorgänge ausgelöst werden. Auf einer Anzeige der stationären Bedieneinheit 50 werden dabei die in dem jeweiligen Regal angeordneten Produkte dargestellt. Mittels der stationären Bedieneinheit 50 kann eines der Produkte ausgewählt werden. Aus der Datenbank 52 wird nun die entsprechende Zuordnung des Produkts zu dem Bereich innerhalb des Regals und damit zu der mit der Produktzuordnung

verknüpften Leuchtenadresse ausgelesen. Die Steuereinheit 51 wiederum ist mit Leuchteneinheiten 24-28, in diesem Beispiel LED-Modulen, verbunden. Jeder Leuchteneinheit ist, wie anhand von Fig. 1 beschrieben, eine Leuchtenadresse zugeordnet. Als Reaktion auf die Auswahl eines Produkts wird somit die

entsprechende Leuchteneinheit oder Gruppe von Leuchteneinheiten angesteuert. Darüber hinaus sind hier elektronische Etiketten 14-18 dargestellt, welche jeweils im Sichtbereich einer der Leuchteneinheiten 24-28 angeordnet ist.

Bei der stationären Bedieneinheit 50 kann es sich beispielsweise um einen

berührungsempfindlichen Bildschirm handeln. Alternativ kann ein Trackball oder eine Maus oder eine Gestenerkennung in Zusammenhang mit einem (nicht berührungsempfindlichen) Bildschirm eingesetzt werden.

Die Datenbank 52 muss dabei nicht räumlich innerhalb des Bediengeräts 11 angeordnet sein. Auch eine zentrale Datenbank, welche mehrere Regale versorgt und damit mit mehreren Bedieneinheiten verbunden ist, kann eingesetzt werden. Ebenso verhält es sich mit der Steuereinheit 51.

Anstelle oder zusätzlich zu einer Bedienung mittels der stationären Bedieneinheit 50 kann die Bedienung auch mittels einer mobilen Bedieneinheit 13, beispielsweise einem Mobiltelefon oder einem Tablet erfolgen. Die stationäre Bedieneinheit 50 und die mobile Bedieneinheit 13 werden hier gemeinsam als Benutzerschnittstelle 54 bezeichnet. Die Benutzerschnittstelle 54 muss dabei nicht beide Optionen beinhalten. Die Benutzerschnittstelle kann eine stationäre Bedieneinheit 50 und/oder eine mobile Bedieneinheit 13 aufweisen.

In Fig. 3 ist ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens dargestellt. In einem ersten Schritt 100 werden zumindest zwei Leuchteneinheiten bereitgestellt. In einem zweiten Schritt 101 wird jeder Leuchteneinheit eine Leuchtenadressierung zugeordnet. Alternativ oder zusätzlich kann auch einer Gruppe von Leuchteneinheiten eine Leuchtenadressierung zugeordnet werden. In einem dritten Schritt 102 werden die Leuchtenadressierungen mit Produkt(zuordnung)en verknüpft. D.h. es besteht nun eine eindeutige Zuordnung zwischen den Leuchtenadressierungen und den Produkten. Da die Leuchtenadressierungen eindeutig den jeweiligen Leuchten bzw. Gruppen von Leuchten zugeordnet sind, und die Positionen der Leuchten bzw.

Gruppen von Leuchten fest sind, entspricht die Zuordnung somit einer Zuordnung der Produkte zu ihren Standorten.

In einem vierten Schritt 103 wird die Produktzuordnung mittels einer

Benutzerschnittstelle angezeigt. D.h. ein Nutzer hat die Möglichkeit, die in einem jeweiligen Regal vorhandenen Produkte einzusehen. In einem fünften Schritt 104 erfolgt eine Auswahl eines Produkts durch den Benutzer und damit eine Auswahl der Leuchteneinheit oder Gruppe von Leuchteneinheiten basierend auf der Verknüpfung der Produktzuordnung und der Leuchtenadressierung. In einem sechsten Schritt 105 erfolgt eine Ansteuerung der ausgewählten Leuchteneinheit oder Gruppe von Leuchteneinheiten und somit eine optische Hervorhebung des entsprechenden Produkts in dem Regal.

Hinsichtlich der detaillierten Funktion wird weiterhin auf die Ausführungen zu Fig. l und Fig. 2 verwiesen.

Die Erfindung ist nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt. Wie bereits angedeutet kann sich das Beleuchtungssystem über mehrere Regale erstrecken. Sogar ein gesamtes Geschäft kann von dem Beleuchtungssystem umfasst sein. Es ist nicht jeweils ein eigenes Bediengerät für jedes Regal notwendig. Vielmehr können Bediengeräte an unterschiedlichsten Standorten angeordnet sein. Auch können neben LED-Modulen verschiedenste Arten von Leuchteneinheiten eingesetzt werden. Alle vorstehend beschriebenen Merkmale oder in den Figuren gezeigten Merkmale sind im Rahmen der Erfindung beliebig vorteilhaft miteinander kombinierbar.