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Title:
SHELL ARRANGEMENT FOR AN IMAGE STORAGE PLATE COMPRISING AT LEAST ONE LIGHT-SENSITIVE LAYER
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2009/112135
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a shell arrangement (12) for an image plate (10), particularly an X-ray image storage plate, comprising at least one light-sensitive layer (16). The shell arrangement (12) comprises an outer light protection shell (20) and an inner wear protection shell (18) made at least in areas of soft or low-friction material and encompassing the image plate (10) within the light protection shell (20). The light-sensitive layer (16) is thus protected against wear. At least the region of the wear protection shell (18) covering the light-sensitive layer (16) is transparent to electromagnetic imaging radiation.

Inventors:
KAH, Nils Christian (Otto-Hirsch-Str. 19, Remseck-Aldingen, 71686, DE)
Application Number:
EP2009/000963
Publication Date:
September 17, 2009
Filing Date:
February 12, 2009
Export Citation:
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Assignee:
DÜRR NDT GMBH & CO. KG (Höpfigheimer Str. 22, Bietigheim-Bissingen, 74321, DE)
KAH, Nils Christian (Otto-Hirsch-Str. 19, Remseck-Aldingen, 71686, DE)
International Classes:
G03C3/00
Foreign References:
US3348042A
DE8008205U1
Attorney, Agent or Firm:
OSTERTAG, Reinhard (Ostertag & Partner, Epplestr. 14, Stuttgart, 70597, DE)
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Claims:

Patentansprüche

1. Hüllenanordnung für eine wenigstens eine lichtemp- findliche Schicht (16) aufweisende Bildspeicherplatte (10), insbesondere eine Röntgen-Bildspeicher- platte, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Lichtschutzhülle (20) und ein Verschleißschutzblatt (18) aufweist, das wenigstens in einem Schutzbereich aus verglichen mit der Lichtschutzschicht (16) weichem Material ist oder aus gut auf der Lichtschutzschicht (16) gleitendem Material ist und die lichtempfindliche Schicht (16) mit seinem Schutzbereich überdeckt, wobei der Schutzbereich des Schutzblattes (18) für elektro- magnetische Belichtungsstrahlung, insbesondere Röntgen- licht, gleichförmig durchlässig ist.

2. Hüllenanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass das Verschleißschutzblatt eine Wand einer Verschleißschutzhülle (18) ist.

3. Hüllenanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschleißschutzhülle (18) die Form eines Schlauchabschnittes hat, der zum Ein- bringen der Bildspeicherplatte (10) wenigstens an einem seiner Endbereiche (19a, 19b, 19c, 19d, 19e, 19f) zunächst offen ist.

4. Hüllenanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekenn- zeichnet, dass der Schlauchabschnitt mit seinem zunächst offenen Endbereich (19a, 19b, 19c, 19d, 19e, 19f) die Bildspeicherplatte (10) überragt und mittels einer Faltung (19b), einer Verschweißung (19a), eines Adhäsionsverschlusses oder einer wieder verschließbaren Verschlusseinrichtung, insbesondere eines Gleit-, Reiß-

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oder Lippenreißverschlusses (22), eines Klettverschlusses (32), einer druckknopfähnlichen Rastverbindung (30) oder eines Steckverschlusses (27), verschlossen ist.

5. Hüllenanordnung nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtschutzhülle (20) wenigstens in einem robusten Hüllenbereich ein Fadengelege in einer Kunststoffmatrix und/oder eine Pappe und/oder eine Kunststoffplatte (24) aufweist.

6. Hüllenanordnung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtschutzhülle

(20) auf der von der lichtempfindlichen Schicht (16) abgewandten Seite Belichtungsstrahlung absorbiert, ins- besondere für solche undurchlässig ist, und hierzu insbesondere eine Schwermetallschicht wie eine Bleifolie (34) oder Bleischicht aufweist.

7. Hüllenanordnung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass der robuste Hüllenbereich wenigstens in einer Richtung biegbar ist.

8. Hüllenanordnung nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verschleißschutz- blatt (18) die Bildspeicherplatte (10) nahezu ohne Spiel überdeckt.

9. Hüllenanordnung nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die der Bildspeicher- platte (10) zugewandte Seite des Verschleißschutzblattes (18) weich ist und mit niederer Reibung auf der lichtempfindlichen Schicht (16) läuft.

10. Hüllenanordnung nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verschleißschutz-

blatt (18) und die Lichtschutzhülle (20) an ihren aneinander liegenden Oberflächen so ausgestaltet sind, dass sie gegeneinander verschiebbar sind, vorzugsweise unter geringer Reibung.

11. Hüllenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verschleißschutzblatt (18) aus einem PE-Folienmaterial mit einer Dicke von zwischen 0,2 mm bis etwa 0,3 mm herge- stellt ist.

12. Hüllenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtschutzhülle (20) aus einem PE-Folienmaterial mit einer Dicke von zwischen 0,3 mm und 0,5 mm hergestellt ist.

13. Hüllenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtschutzhülle (20) mit einem zunächst offenen Endbereich das Verschleißschutzblatt (18) überragt und mittels einer Faltung, einer Verschweißung, eines Adhäsionsverschlusses oder einer wieder verschließbaren Verschlusseinrichtung, insbesondere eines Gleit-, Reiß- oder Lippenreißverschlusses, eines Klettverschlusses, einer druckknopfähnlichen Rastverbindung oder eines Steckverschlusses, verschlossen ist.

14. Hüllenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass von der Außenseite des Verschleißschutzblattes (18) ein Haltemittel (35) getragen ist.

15. Hüllenanordnung nach Anspruch 14, dadurch gekenn-

zeichnet, dass das Haltemittel (35) eine Selbstklebeschicht umfasst, die vorzugsweise durch einen Deckstreifen (36) abgedeckt ist.

16. Hüllenanordnung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Selbstklebeschicht durch einen Deckstreifen (36) abgedeckt ist.

Description:

Hüllenanordnung für eine wenigstens eine lichtempfindliche Schicht aufweisende Bildspeicherplatte.

Die Erfindung betrifft eine Hüllenanordnung für eine wenigstens eine lichtempfindliche Schicht aufweisende Bildspeicherplatte gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Lichtempfindliche Schichten aufweisende Röntgen-

Bildspeicherplatten werden u.a. auch zur zerstörungsfreien Werkstoffprüfung insbesondere von Schweißnähten an Rohrleitungen verwendet. Solche Rohrleitungen werden unter anderem als Fernleitungen zum Transport von Erdöl oder Erdgas eingesetzt. Die Röntgen-Bildspeicherplatten werden dabei im Bereich der zu untersuchenden Schweißnaht um die Rohrleitung gelegt und dort z.B. mit Spannbändern fixiert. Auf der der Röntgen-Bildplatte gegenüberliegenden, inneren Seite der Rohrwand wird eine Röntgenlichtquelle platziert, und mit dieser wird die Schweißnaht durchleuchtet, so dass in der lichtempfindlichen Schicht der Bildplatte ein latentes Röntgenbild der Schweißnaht entsteht.

Bekannte Röntgen-Bildspeicherplatten weisen ein Substrat auf, das die lichtempfindliche Schicht in Form einer Matrix trägt, in die Leuchtstoffpartikel eingebettet sind. Die Herstellung solcher Röntgen-Bildspeicherplatten ist aufwendig und teuer. Dabei sind sie mechanisch sehr empfindlich und können leicht verkrat- zen. Eine verkratzte Schicht ist für die zerstörungsfreien Werkstoffprüfung in sicherheitsrelevanten Bereichen, z.B. bei der Kontrolle von Schweißnähten nicht mehr geeignet.

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Da die zerstörungsfreie Werkstoffprüfung von Rohrleitungen im Außenbereich unter rauen Einsatzbedingungen erfolgt, und die Oberflächen der Rohrleitungen oft Unebenheiten, beispielsweise Grate, aufweisen oder mit Staub, Sand oder sonstwie verschmutzt sind, können die lichtempfindliche Schichten der Röntgen-Bildspeicher- platten beim Auflegen auf die Rohrleitung leicht ver- kratzen. Gleiches gilt beim sonstigen Handhaben. So können die Bildspeicherplatten durch häufiges Einführen in die Lichtschutzhüllen und Herausziehen aus diesen feine Kratzer erhalten bzw. matt werden.

Es ist üblich, die Röntgen-Bildspeicherplatten in eine Lichtschutzhülle zu stecken, um sie vor Tageslicht zu schützen und so zu verhindern, dass das latente Röntgenbild zerstört wird.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Hüllenanordnung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 so wei- terzubilden, dass die Bildplatte besser gegen mechanischen Verschleiß geschützt ist.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Hüllenanordnung mit den im Anspruch 1 angegebenen Merkmalen.

Erfindungsgemäß weist die Hüllenanordnung zusätzlich ein verglichen mit der lichtempfindlichen Schicht der Bildspeicherplatte weiches oder gut auf dieser gleiten- des Verschleißschutzblatt auf, wodurch Kratzer durch Schleifen der Lichtschutzhülle auf der lichtempfindlichen Schicht vermieden werden.

Ist das Verschleißschutzblatt im Inneren der Lichtschutzhülle angeordnet, wird es durch letztere automatisch auch dann richtig auf die Bildplatte ausgefluchtet, wenn das Verschleißschutzblatt nicht Wand einer Hülle oder Tasche ist.

Zumindest der die lichtempfindliche Schicht bedeckende weiche oder gut gleitende Bereich des Verschleißschutzblattes schwächt die Belichtungsstrahlung an allen Stellen im wesentlichen gleichmäßig, ist vorzugsweise für die Belichtungs-strahlung durchlässig. Auf diese Weise wirft er beim Belichten der Untersuchungsstelle keine Schatten.

Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.

Die Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 2 ist im Hinblick auf das einfache Ausfluchten des Verschleiß- schutzblattes auf die Bildplatte und im Hinblick auf ein einstückiges Handhaben von Bildplatte und Verschleißschutzblatt ohne Vorsehen gesonderter Fixiermittel von Vorteil .

Vorteilhafterweise kann gemäß Anspruch 3 die Verschleißschutzhülle die Form eines Schlauchabschnittes haben, der zum Einbringen der Bildspeicherplatte wenigstens an einem seiner Endbereiche zunächst offen ist. Ein Schlauchabschnitt ist einfach auch vor Ort von eine Endlosmaterial abtrennbar und an seinem einen Ende z.B. durch Schweissen verschließbar.. Um die Verschleißschutzhülle vollends zu schließen, kann der zunächst offene Endbereich des Schlauchs einfach z.B. durch Falten oder Kleben verschlossen werden.

Vorteilhafterweise kann gemäß Anspruch 4 der Schlauch auf der Seite des zunächst offenen Endbereichs die Bildspeicherplatte überragen und mittels einer Faltung, einer Verschweißung, eines Adhäsionsverschlusses oder einer wiederverschließbaren Verschlusseinrichtung, insbesondere eines Gleit-, Reiß- oder Lippenreißverschlusses, eines Klettverschlusses, einer druckknopfähnlichen Rastverbindung oder eines Steckverschlusses, verschlossen sein.

Ein überstehender Schlauchbereich kann einfach manuell gehandhabt, insbesondere gefaltet, werden. Eine Verschweißung ist mechanisch sehr robust und dicht. Ein Adhäsionsverschluss kann einfach ohne Zuhilfenahme von Werkzeugen verschlossen werden. Mit einer wiederverschließbaren Verschlusseinrichtung kann die innere Verschleißschutzhülle mehrmals verwendet werden. Eine Steckverbindung, bei der eine Lasche einfach in einen entsprechenden Schlitz gesteckt wird, ist insbesondere bei einer Verschleißschutzhülle aus festem Material, vorzugsweise aus Pappe, sehr stabil, kann einfach verschlossen werden und ist wiederverwendbar.

Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform gemäß Anspruch 5 kann die Lichtschutzhülle wenigstens in dem die lichtempfindlichen Schicht der Bildspeicherplatte bedeckenden Bereich ein Fadengelege in einer Kunststoffmatrix, eine Pappe, eine Kunststoffplatte oder Kombinationen hiervon aufweisen. Eine derartig ausges- taltete Lichtschutzhülle ist reißfest, stichfest und darüber hinaus elastisch und biegbar. Sie verändert auch bei großen Schwankungen der Außentemperatur nicht ihre Form und verliert auch nichts von ihrer mechanischen Schutzwirkung.

Ferner kann gemäß Anspruch 6 die Lichtschutzhülle auf der von der lichtempfindlichen Schicht abgewandten Seite der Bildspeicherplatte die Belichtungsstrahlung absorbieren, insbesondere für diese undurchlässig sein und insbesondere eine Schwermetallschicht wie eine

Bleifolie oder Bleischicht aufweisen. Dies hat den Vorteil, dass die Verschleißschutzhülle zusätzlich als Abschirmung für die Belichtungsstrahlung wirkt, so dass auf eine separate Abschirmung verzichtet werden kann. Blei schirmt insbesondere Röntgenstrahlung gut ab und ist außerdem einfach biegbar.

Um die Verschleißschutzhülle mit der Bildspeicherplatte einfach an die Außenform einer Rohrleitung anpassen zu können, kann gemäß Anspruch 7 der robuste Hüllenbereich der Lichtschutzhülle wenigstens in eine Richtung biegbar sein.

Damit die Bildspeicherplatte in der Verschleißschutz- hülle nicht verrutschen kann, kann gemäß Anspruch 8 das Verschleißschutzblatt die Bildspeicherplatte nahezu ohne Spiel umgeben.

Um noch besser zu verhindern, dass die lichtempfindli- che Schicht beim Einschieben der Bildspeicherplatte in die Verschleißschutzhülle oder beim Herausziehen aus derselben leidet, kann gemäß Anspruch 9 die Innenseite der Verschleißschutzhülle wenigstens in dem Bereich, in dem sie die Bildplatte überdeckt, weich und mit niede- rer Reibung auf der Bildplatte laufend ausgebildet sein.

Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform können gemäß Anspruch 10 die Verschleißschutzhülle und die Lichtschutzhülle wenigstens an ihren aneinander liegen-

den Oberflächen so ausgestaltet sein, dass sie möglichst reibungsfrei relativ zueinander verschiebbar sind. Auf diese Weise kann die Verschleißschutzhülle mit der darin enthaltenen Bildspeicherplatte einfach in die Lichtschutzhülle eingeschoben und aus dieser herausgezogen werden, wobei die Bildspeicherplatte auch spielfrei in der Verschleißschutzhülle untergebracht sein kann. Auch könne sich die Hüllen (und die Bildplatte) leicht gegeneinander bewegen, wenn die gesamte Anordnung gebogen wird, z.B. formschlüssig gegen die Außenseite eines Rohres gelegt wird.

Gemäß Anspruch 11 läßt sich das Verschleißschutzblatt als preisgünstiger Einmalartikel herstellen und erfüllt trotzdem gut die Bildplatten-Schutzfunktion.

Den gleichen Vorteil erhält man gemäß Anspruch 12 bezüglich der Lichtschutzhülle.

Anspruch 13 ist im Hinblick auf ein einfaches öffnen und Schließen der Lichtschutzhülle und auf eine mehrfache Verwendbarkeit der Lichtschutzhülle von Vorteil.

Die Weiterbildung gemäß Anspruch 14 ermöglicht es, die Verschleißhülle und/oder die Lichtschutzhülle maschinell von der Bildspeicherplatte zu trennen, indem die Hülle am Haltmittel festgehalten wird, während man durch einen Stößel, eine Zange oder dgl . die Bildspeicherplatte aus ihr herausbewegt .

Gemäß Anspruch 15 wird ein Haltemittel verwendet, welches nicht aufträgt, preisgünstig herzustellen ist und keine Modifikation der Hülle erfordert.

Die Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 16 ist im Hinblick auf bequeme und sichere Handhabung der Hüllenanordnung von Vorteil.

Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung, in der Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert werden. Es zeigen

Figur 1 schematisch eine isometrische Darstellung einer Röntgen-Bildspeicherplatte in einer Hüllenanordnung;

Figur 2 einen transversalen Schnitt durch die Rönt- gen-Bildspeicherplatte und deren Hüllenanordnung aus Figur 2;

Figur 3 eine ähnliche Ansicht wie Figur 1 mit einer abgewandelten, zweiten Ausführungsform der Hüllenanordnung; und

Figuren 4 ähnliche Ansichten wie Figuren 1 und 3 mit bis 10 weiter abgewandelten, Ausführungsformen der

Hüllenanordnung .

In Figur 1 ist eine Röntgen-Bildspeicherplatte 10 in einer insgesamt mit dem Bezugszeichen 12 versehenen Hüllenanordnung gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel gezeigt.

Die Röntgen-Bildspeicherplatte 10 wird zur zerstörungsfreien Werkstoffprüfung von Schweißnähten bei Rohrleitungen eingesetzt. Hierzu wird die in der Hüllenanord- nung 12 befindliche Röntgen-Bildspeicherplatte 10 bei-

spielsweise mit Spannbändern auf die Oberfläche der Rohrleitung gespannt.

Auf der der Röntgen-Bildspeicherplatte 10 gegenüberlie- genden Seite der Rohrwand wird eine Röntgenlichtquelle so platziert, dass die Röntgenstrahlung die Rohrleitung durchstrahlt und ein entsprechendes Röntgenbild der Schweißnähte auf der Röntgen-Bildspeicherplatte 10 erzeugt .

Die Röntgen-Bildspeicherplatte 10 besteht aus einem biegbaren Substrat 14 welches auf einer seiner Oberflächen eine für Röntgenstrahlen empfindliche lichtempfindliche Schicht 16 trägt.

Die lichtempfindliche Schicht 16 weist Leuchtstoffpartikel auf, die in einer flexiblen Matrix eingebettet sind.

Um die lichtempfindliche Schicht 16 vor mechanischen Einwirkungen, beispielsweise Verkratzen, zu schützten, weist die Hüllenanordnung 12 eine innere Verschleißschutzhülle 18 auf, die die Röntgen-Bildspeicherplatte 10 dicht umschließt.

Die Verschleißschutzhülle 18 ist aus einem weichen biegbaren und gut auf der lichtempfindlichen Schicht 16 gleitenden dünnen Material hergestellt, vorzugsweise aus einem PE-Foliematerial, dessen Dicke zwischen 0,2 mm und 0,3 mm, vorzugsweise etwa 0,23 mm beträgt.

• Die Verschleißschutzhülle 16 ist zunächst ein Abschnitt eines entsprechenden Folienschlauches. Der Schlauch überragt mit seinen beiden Endbereichen 19a die Rönt- gen-Bildspeicherplatte 10 und ist dort mittels Ver-

schweißen verschlossen. Vor dem Verschweißen wird die Luft in der Verschleißschutzhülle 18 entfernt, beispielsweise ausgestrichen oder abgesaugt, damit die Röntgen-Bildspei-cherplatte 10 nahezu ohne Spiel in der Verschleißschutzhülle 18 untergebracht ist.

Die Verschleißschutzhülle 18 ist homogen für Röntgenstrahlung durchlässig. PE als Kohlenwasserstoffmaterial absorbiert Röntgenstrahlen praktisch nicht.

Die Röntgen-Bildspeicherplatte 10 ist gemeinsam mit der Verschleißschutzhülle 18 in einer äußeren Lichtschutzhülle 20 der Hüllenanordnung 12 untergebracht.

Die Lichtschutzhülle 20 ist ebenfalls schlauchförmig und an ihren Endbereichen ähnlich wie die Verschleißschutzhülle 18 mittels Verschweißen verschlossen.

Die Einheit aus unbelichteter Röntgen-Bildspeicher- platte 10, Verschleißschutzhülle 18 und Lichtschutzhülle 20 wird am Einsatzort zusammengestellt oder in einem Labor vorbereitet und bis zur Aufnahme so gelagert.

Die Lichtschutzhülle 20 ist aus schwarzer Folie, die für Tageslicht undurchlässig ist und verhindert, dass Tageslicht zur lichtempfindlichen Schicht 16 vordringt und nach der Röntgenbelichtung das dortige latente Röntgenbild zerstört.

Die Lichtschutzhülle 20 kann wie die Verschleißschutzhülle 18 durch Ablängen eines Schlauchstückes von einem endlosen Schlauch hergestellt werden und wie oben für die Verschleißschutzhülle beschrieben geschlossen werden. Als Material eignet sich z.B. ein schwarze Pig- mentpartikel wie Ruß enthaltender PE-Schlauch mit einer

Wandstärke von 0,3 mm bis 0,4 mm, vorzugsweise etwa 0, 33 mm.

Die Außenfläche der Verschleißschutzhülle 18 und die Innenfläche der Lichtschutzhülle 20 sind bezüglich Materialpaarung und Oberflächenstruktur so beschaffen, dass sie möglichst reibungsfrei relativ zueinander verschiebbar sind.

Das Auslesen der Röntgen-Bildspeicherplatte 10 erfolgt in bekannter Weise beispielsweise unter Verwendung eines im Roten emittierenden Lasers. Hierzu wird die Röntgen-Bildspeicherplatte 10 zuvor aus der Hüllenanordnung 12 entnommen.

In Figur 3 ist ein zweites Ausführungsbeispiel einer Hüllenanordnung 12 gezeigt, die nach dem öffnen wiederverschließbar ist. Im Unterschied zum ersten, in den Figuren 1 und 2 dargestellten Ausführungsbeispiel sind hier die Endbereiche 19b der Verschleißschutzhülle 18 zur lichtempfindlichen Schicht 16 hin (ggf. mehrfach) umgefaltet und so verschlossen.

Die Endbereiche 19b können alternativ auch zur Sub- stratseite 14 hin umgefaltet sein.

Ein drittes Ausführungsbeispiel einer Hüllenanordnung 12 ist in Figur 4 dargestellt.

Dort ist im Unterschied zum ersten, in Figuren 1 und 2 dargestellten Ausführungsbeispiel einer der Endbereiche 19c der Verschleißschutzhülle 18 mit einem Lippenreiß- verschluss 22 versehen, der nach dem öffnen wiederverschließbar ist. Der andere Endbereich 19a der Ver-

schleißschutzhülle 18 ist wie beim ersten Ausführungs ¬ beispiel in Figur 1 verschweißt.

Ein viertes Ausführungsbeispiel einer Hüllenanordnung 12 ist in Figur 5 im Querschnitt gezeigt. Im Unterschied zum ersten Ausführungsbeispiel aus den Figuren 1 und 2 ist in den die lichtempfindliche Schicht 16 überdeckenden Bereich der Lichtschutzhülle 20 zur Verstärkung eine biegbare Kunststoffplatte 24 ein- bzw. angeformt. Diese kann in eine Matrix eingebettete

Verstärkungen, z.B. Kohlenstoff-Fadengelege umfassen.

Bei einem fünften Ausführungsbeispiel einer Hüllenanordnung 12, dargestellt in Figur 6, sind die Endberei- che 19d und 19e der Verschleißschutzhülle 18 zu der der lichtempfindlichen Schicht 16 abgewandten Rückseite der Röntgen-Bildspeicherplatte 10 umgefaltet.

An einen der Endbereiche 19d ist darüber hinaus eine Lasche 26 eines Steckverschlusses 27 angeformt. Die Lasche 26 wird zum Verschließen der Verschleißschutzhülle 18 in einen entsprechenden Schlitz 28 des Steckverschlusses 27 eingesteckt, der an der von der lichtempfindlichen Schicht 16 abgewandte Rückseite der Ver- schleißschutzhülle 18 vorgesehen ist.

Der andere Endbereich 19e der in Figur 6 gezeigten Verschleißschutzhülle 18 ist beispielhaft mittels eines Druckknopfs 30 verschlossen, dessen erstes Teil sich am Endbereich 19e befindet. Das entsprechende Gegenstück des Druckknopfs 30 ist an der von der lichtempfindlichen Schicht 16 abgewandten Rückseite der Verstärkungshülle 18 befestigt.

Der Endbereich 19d kann auch zu der Vorderseite der Röntgen-Bildspeicherplatte 10 mit der lichtempfindlichen Schicht 16 hin gefaltet sein, da der Steckver- schluss 27 aus demselben für Röntgenstrahlung durchläs- sigen Material besteht wie die Verschleißschutzhülle 18 und daher bei der Belichtung nicht hinderlich ist.

In Figur 7 ist ein sechstes Ausführungsbeispiel einer Hüllenanordnung 12 gezeigt. Das sechste Ausführungsbei- spiel unterscheidet sich vom ersten Ausführungsbeispiel aus den Figuren 1 und 2 dadurch, dass einer der Endbereiche 19f mit einem Klettverschluss 32 verschlossen ist. Der andere Endbereich 19a ist wie beim ersten Ausführungsbeispiel verschweißt.

Bei einem siebten Ausführungsbeispiel, das in Figur 8 im Querschnitt dargestellt ist, ist die von der lichtempfindlichen Schicht 16 abgewandte Rückseite der Verschleißschutzhülle 18 auf der der Röntgen-Bildspeicher- platte 10 zugewandten Innenseite zusätzlich mit einer Bleifolie 34 kaschiert.

Die Bleifolie 34 könnte auch auf die hintere Innenseite der Lichtschutzhülle 20 aufkaschiert sein.

Bei allen oben beschriebenen Ausführungsbeispielen einer Hüllenanordnung sind unter Anderem folgende Modifikationen möglich:

Für die Lichtschutzhülle 20 kann gleichermaßen ein wiederverwendbarer Verschluß vorgesehen sein.

Die Verschleißschutzhülle kann auch offen über die Bildplatte gestülpt oder geschoben in der Lichtschutz- hülle gehalten sein.

Es genügt, wenn lediglich einer der Endbereiche 19 der Verschleißschutzhülle 18 und/oder der Lichtschutzhülle 20 mit einem wiederverschließbaren Verschlussmechanis- mus verschlossen ist. Der andere Endbereich 19a kann, wie bei den Ausführungsbeispielen in Figuren 1, 4 und 7 gezeigt ist, verschweißt sein.

Die beiden Endbereiche 19 der Verschleißschutzhülle 18 und/oder der Lichtschutzhülle können auch zwei unterschiedliche oder gleiche Verschlussmechanismen aufweisen.

Die Verschweißung, der Lippenreißverschluss 22 und der Klettverschluss 32 können mit der im zweiten Ausführungsbeispiel in Figur 3 gezeigten Faltung der Endbereiche 19b kombiniert werden. Der Steckverschluss 27 und der Druckknopf 30 können hingegen auch bei nicht gefalteten Endbereichen eingesetzt werden.

Statt der in den Ausführungsbeispielen 1 bis 6 beschriebenen Verschlussmechanismen für die Endbereiche 19a bis 19f kann auch ein Adhäsionsverschluss vorgesehen sein.

Anstelle des Druckknopfs 30 kann auch eine andere Rastverbindung eingesetzt werden.

Die Lichtschutzhülle 20 kann in gleicher oder anderer Weise wie die Verschleißschutzhülle 18 verschlossen sein.

Alternativ oder zusätzlich zu dem Fadengelege in der Kunststoffmatrix beziehungsweise der eingeformten Kunststoffplatte kann die Lichtschutzhülle 20 zumindest

in dem die lichtempfindliche Schicht 16 bedeckenden Bereich auch ein andersartiges Material aufweisen, das wenigstens in eine Richtung biegsam ist, beispielsweise Pappe, Blisterfolie.

Die Lichtschutzhülle 20 kann bei allen Ausführungsbeispielen sowohl mit der Kunststoffplatte 24 gemäß dem vierten Ausführungsbeispiel aus Figur 5 oder einer andersartigen geeigneten Verstärkung als auch mit der Bleifolie 34 aus dem siebten Ausführungsbeispiel gemäß Figur 8 ausgestattet sein.

Eine Bleifolie kann auch lose auf der Rückseite der Röntgen-Bildspeicherplatte 10 in die Lichtschutzhülle 18 eingelegt sein. Eine alternative Verschleißschutzhülle kann auch zusätzlich eine zusätzliche Tasche aufweisen, in die die Bleifolie eingelegt werden kann. Eine lose eingelegte Bleifolie kann unabhängig von der Verschleißschutzhülle wiederverwendet werden.

Die Innenseite der Verschleißschutzhülle 18 kann auch nur in dem Bereich, in dem sie die lichtempfindliche Schicht 16 bedeckt, niedere Reibung aufweisen.

Die innere Verschleißschutzhülle 18 kann statt

Schlauchform auch eine andere Form, beispielsweise eine verschließbare Taschenform, haben.

Ebenso kann die äußere Lichtschutzhülle 20 in Schlauch- oder Taschenform realisiert sein.

Die Verschleißschutzhülle 18 kann auch lichtundurchlässig, z.B. schwarz sein, so dass sie eine zusätzliche Sperre für Tageslicht oder anderes sichtbares Licht

bildet und das latente Röntgenbild auf der Röntgen- Bildspeicherplatte 10 schützt.

Anstelle einer Röntgen-Bildspeicherplatte 10 kann mit der Hüllenanordnung auch eine andere, wenigstens eine lichtempfindliche Schicht aufweisende Bildspeicherplatte oder ein anderes Speichermedium verwendet werden. Dabei muss wenigstens der Bereich der Verschleißschutzhülle, der die lichtempfindliche Schicht der Bildspei- cherplatte überdeckt, homogen für die elektromagnetische Belichtungsstrahlung durchlässig sein, die zum Belichten der lichtempfindlichen Schicht verwendet wird.

Statt der Bleifolie kann dann eine andere wenigstens für die Belichtungsstrahlung undurchlässige Beschich- tung oder Folie verwendet werden.

Wo mechanische Beschädigungen der Bildplatte nur von einer Seite her zu erwarten sind, kann es auch ausrei- chen, ein Verschleißschutzblatt vor diese Seite der Bildplatte zu legen, wie in Figur 10 bei 18 gezeigt.

Gemäß Figur 9 kann man auf der Außenseite der Verschleißschutzhülle 18 eine streifenförmige selbstkle- bende Halteschicht 35 vorsehen, die zunächst durch einen Deckstreifen 36 abgedeckt ist. ähnlich kann man auf der Außenseite der Lichtschutzhülle 20 eine selbstklebende Halteschicht 35' vorsehen, die mit einem Deckstreifen 36' abgedeckt ist.

Soll das latente Bild einer belichteten Bildplatte ausgelesen werden, werden die beiden von den Haltestreifen 36, 36' abliegenden Enden der Hüllen 18, 20 geöffnet (z.B durch einen beide erreichenden Schnitt) . Dann wird

der Deckstreifen 36 'der Lichtschutzhülle 20 abgezogen und die Halteschicht 35' wird an einer Schachtwand einer Einführschleuse eines Entwicklungsgerätes gedrückt. Mit einem Schieber oder einer Zange wird dann die Ver- schließschutzhülle 18 aus der Lichtschutzhülle 20 her ¬ ausbewegt. Dann wird der Deckstreifen 36 abgezogen, und die Verschleißschutzhülle 18 wird gegen eine Schachtwand des Entwicklungsgerätes gedrückt, und durch einen Stößel oder eine Zange wird die Bildspeicherplatte 10 aus der Verschleißschutzhülle 18 herausbewegt.

In Abwandlung kann man die Bildspeicherplatte auch gleichzeitig aus Verschleißschutzhülle und Lichtschutzhülle herausbewegen, wenn man beide Hüllen kraftschlüs- sig verbindet und die Bildspeicherplatte durch einen durch beide Hüllenwände greifenden Schieber aus der Hüllenanordnung herausschiebt.