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Patent Searching and Data


Title:
SHIP CIRCULATING GRINDING PLANT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2017/207704
Kind Code:
A2
Abstract:
The invention relates to a ship circulating grinding plant (1), comprising at least one high-pressure roller press (5), at least a first classifier (8), at least a second post-classifier (11), wherein grinding material flows from the high-pressure roller press (5) into the first, at least one classifier (9) and the middle-grade material separated in the first, at least one classifier (5) flows into the second, at least one post-classifier (11), and wherein coarse material flows from the first, at least one classifier (5) back into the at least one high-pressure roller press (5) via a bucket conveyor (13). According to the invention, it is provided that the first, at least one classifier (8) is arranged below the at least one high-pressure roller press (5), and that the second, at least one post-classifier (11) is arranged adjacent to or at a height above the at least one high-pressure roller press (5), so that the entire circulating grinding plant fits into and is arranged in a section (15) of a marine vessel.

Inventors:
HORN, Lutz (Bonner Straße 528c, Köln, 50968, DE)
SEEMANN, Stefan (Heidplätzchen 5, Bergisch Gladbach, 51429, DE)
ECKERT, Carsten (Kolberger Straße 15, Overath, 51491, DE)
Application Number:
EP2017/063337
Publication Date:
December 07, 2017
Filing Date:
June 01, 2017
Export Citation:
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Assignee:
KHD HUMBOLDT WEDAG GMBH (Colonia-Allee 3, Köln, 51067, DE)
International Classes:
B02C4/02; B02C21/02; B02C23/12; B02C23/14; E02F7/06
Foreign References:
DE102013008907A12014-11-27
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Claims:
Schiffskreislaufmahlanlage

P A T E N T A N S P R Ü C H E

Schiffskreislaufmahlanlage (1 ), aufweisend mindestens eine Hochdruckwalzenpresse (5), mindestens einen ersten Sichter (8), mindestens einen zweiten Nachsichter (1 1 ), wobei

Mahlgut von der Hochdruckwalzenpresse (5) in den ersten, mindestens einen Sichter (9) fließt und das in dem ersten, mindestens einen Sichter (5) ausgesichtete Mittelgut in den zweiten,

mindestens einen Nachsichter (1 1 ) fließt, und wobei

Grobgut aus dem ersten, mindestens einen Sichter (5) über ein Becherwerk (13) zurück in die mindestens eine Hochdruckwalzenpresse (5) fließt, dadurch gekennzeichnet, dass der erste, mindestens eine Sichter (8) unterhalb der mindestens einen Hochdruckwalzenpresse (5) angeordnet ist, und der zweite, mindestens eine Nachsichter (1 1 ) neben oder in einer Höhe oberhalb der mindestens einen Hochdruckwalzenpresse (5) angeordnet ist, so dass die gesamte Kreislaufmahlanlage in einer Sektion (15) eines Seeschiffes Platz hat und dort angeordnet ist.

Schiffskreislaufmahlanlage nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass

Feingut aus dem zweiten, mindestens einen Nachsichter (1 1 ) über ein Förderband (12) oberhalb des zweiten, mindestens einen Nachsichters (1 1 ) in eine weitere, benachbarte Sektion (S4) des Seeschiffes fließt und sich dort in einer Mischanlage (16) mit Additiven, wie z.B. Gips, vermischt.

Schiffskreislaufmahlanlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass

Mittelgut, das aus dem zweiten, mindestens einen Nachsichter (1 1 ) ausgesichtetes Mittelgut in das Becherwerk (13) fließt und so dem Mahlkreislauf erneut zufließt.

4. Schiffskreislaufmahlanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass

Verdichter (9) zur Erzeugung von Sichtluft unterhalb des ersten, mindestens einen Sichters (8) angeordnet sind, wobei durch die Verdichter (9) angesaugte Sichtluft aus der Sektion (15) des Seeschiffes stammt, so dass aus der Schiffskreislaufmahlanlage (1 ) austretender Staub durch die Verdichter (9) mit der angesaugten Luft zurück in die Schiffskreislaufmahlanlage(l ) geführt wird, alternativ durch die Verdichter (9) angesaugte Sichtluft aus einem Kamin (17) stammt, der Luft aus einer Höhe etwa in Höhe der Mündung des Schiffsschornsteins ansaugt.

Schiffskreislaufmahlanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine Filtervorrichtung (18) zur Entstaubung der Sichtluft des zweiten, mindestens einen Nachsichters (1 1 ) in Höhe des Oberdecks des die Seekreislaufmahlanlage (1 ) aufnehmenden Seeschiffs angeordnet ist.

Schiffskreislaufmahlanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Hochdruckwalzenpresse (5) etwa oberhalb des Kiels des Seeschiffes angeordnet ist.

7. Schiffskreislaufmahlanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Rotationsachsen der Mahlwalzen der Hochdruckwalzenpresse (5) quer zur Seeschiffsrichtung ausgerichtet sind.

8. Schiffskreislaufmahlanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Hochdruckwalzenpresse (5) etwa in Höhe des Oberdecks des Seeschiffs angeordnet ist.

9. Schiffskreislaufmahlanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die gesamte Schiffskreislaufmahlanlage (1 ) in einem dreidimensionalen Ständerwerk (20) aufgebaut ist, welches über einen Schwerlastkran in die Sektion des Seeschiffes abgesenkt werden kann, ohne dass aus dem Ständerwerk (20) seitlich Aggregate herausragen, die ein Absenken der Schiffskreislaufmahlanlage (1 ) in die Sektion (15) des Seeschiffes stören.

10. Schiffskreislaufmahlanlage nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwerpunkt der im Ständerwerk 2(0) aufgebauten Schiffskreislaufmahlanlage (1 ) im in die Sektion (15) des Seeschiffes eingebauten Zustand oberhalb des Kiels des Seeschiffes liegt.

Description:
Schiffskreislaufmahlanlage

Die Erfindung betrifft eine Schiffskreislaufmahlanlage, aufweisend mindestens eine Hochdruckwalzenpresse, mindestens einen ersten Sichter und mindestens einen zweiten Nachsichter.

Schiffsmühlen sind schon seit der Antike bekannt. Diese antiken Schiffsmühlen sind schwimmende Formen von Wassermühlen, die in einem Fluss angebunden werden und über in der Flussströmung angetriebene Wasserräder die Schiffsmühle antreiben. Es sind auch Brecher bekannt, die auf einem Ponton schwimmend gelagert sind, um in Baggerlöchern vom Grund des im Baggerloch stehenden Wassers geförderten Kies zu brechen, bevor der geförderte Kies über ein auf Pontons gelagertes Förderband an Land transportiert wird. Schließlich ist aus der DE102013008907A1 eine auf einem Schiff angeordnete Kreislaufmahlanlage bekannt, in welcher das Mahlgut über zwei sich nahezu über die gesamte Länge des Schiffs erstreckende und mit geringer Steigung fördernde Förderbänder im Kreislauf transportiert wird. Die zuletzt angeordnete Kreislaufmahlanlage wird in Minen oder in Gruben eingesetzt, die nahe an schiffbarem Wasser gelegen sind und wo der Aufbau einer Kreislaufmahlanlage aus verschiedenen Gründen nicht möglich ist oder nicht wirtschaftlich ist. Diese Schiffskreislaufmahlanlage stellt somit eine temporäre, mobile Anlage dar, die auf Abruf von einer Mine/ Grube zur nächsten transportiert wird und vor Ort, wenn das Schiff vertäut ist, Mahlgut zerkleinert. Aufgrund ihrer Bauart eignet sich die aus der DE102013008907A1 bekannt gewordene Schiffskreislaufmahlanlage zum Einsatz in Binnengewässern, wo es notwendig ist, dass die Aufbauten auf dem Schiff auch unter im Schiffsrei- seweg vorhandene Brücken passen, um diese auf dem Wasser passieren zu können. Eine solche Schiffskreislaufmahlanlage eignet sich jedoch nicht für den Einsatz auf See oder auf einem Seeschiff. Für den Einsatz auf einem Seeschiff, das in einem Seehafen in der Nähe einer Anlage zur Herstellung von Zementklinker oder in der Nähe einer Mine oder eine Grube die Kreislaufmahlanlage zur Verfügung stellen soll, ist es notwendig, dass die Anlage so ausgelegt ist, dass diese den Sicherheitsbedürfnissen und auch den Sicherheitsbestimmungen für Seeschiffe Rechnung trägt.

Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Schiffskreislaufmahlanlage zur Verfügung zu stellen, die zu den Sicherheitsanforderungen eines Seeschiffs passt

Die erfindungsgemäße Aufgabe wird gelöst durch eine Schiffskreislaufmahlanlage nach Anspruch 1 . Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen zu Anspruch 1 angegeben.

Nach der Erfindung ist also eine Schiffskreislaufmahlanlage vorgesehen, welche die folgenden Aggregate aufweist: mindestens eine Hochdruckwalzenpresse, mindestens einen ersten Sichter, mindestens einen zweiten Nachsichter. Dabei sind diese Aggregate wie folgt verschaltet: Mahlgut fließt von der Hochdruckwalzenpresse in den ersten, mindestens einen Sichter. Danach fließt das in dem ersten, mindestens einen Sichter ausgesichtete Mittelgut in den zweiten, mindestens einen Nachsichter. Schließlich fließt das Grobgut aus dem ersten, mindestens einen Sichter über ein Becherwerk zurück in die mindestens eine Hochdruckwalzenpresse. Erfindungsgemäß ist nun vorgesehen, dass der erste, mindestens eine Sichter unterhalb der mindestens einen Hochdruckwalzenpresse angeordnet ist. Des Weiteren ist der zweite, mindestens eine Nachsichter neben oder in einer Höhe oberhalb der mindestens einen Hochdruckwalzenpresseangeordnet. Auf diese Weise hat die gesamte Kreislaufmahlanlage in einer Sektion eines Seeschiffes Platz und dort kann angeordnet werden. Anders als es im Stand der Technik der Fall ist, begrenzt sich die hier vorgestellte Kreislaufmahlanlage auf eine eher geringere Grundfläche und baut in die Höhe. Diese Höhe ist bei Seeschiffen verfügbar. Nicht jedoch ist bei Seeschiffen eine beliebige Grundfläche vorhanden, weil Seeschiffe zum Sinkschutz stets in Sektionen aufgeteilt sind. Nach der Erfindung ist es vorgesehen, dass diese in der Sektion eines Seeschiffes angeordnete Kreislaufmahlanlage entweder fest vertäut in einem Hafen ihren Dienst tut, oder aber es ist vorgesehen, dass das Seeschiff größere Mengen un- zerkleinerten Zementklinker, Erze oder wertvollen Aushub aus einer Grube von einem Ort zu einem nächsten transportiert und während das Seeschiff in Fahrt ist, zerkleinert es das an Bord befindliche Schüttgut. Der Betrieb einer solchen Anlage auf See ist nicht trivial. Bei stärkerem Seegang kann der Betrieb der Anlage unter Umständen unmöglich sein oder aber der funktionierende Betrieb der Anlage kann den Sicherheitsinteressen der Anlage zuwider laufen. Um solche Situationen möglichst zu vermeiden, werden im Folgenden einige Maßnahmen aufgezählt, die einen Seebetrieb ermöglichen und nur bei sehr schwerem Seegang einen Betrieb unmöglich machen.

In Ausgestaltung der Erfindung soll die Kreislaufmahlanlage schon an Bord das zu zerkleinernde Material nicht nur mahlen, sondern auch fertig mischen, damit das fertige Produkt am Zielhafen gelöscht werden kann. Es ist in Ausgestaltung der Erfindung daher vorgesehen, dass Feingut aus dem zweiten, mindestens einen Nachsichter über ein Förderband oberhalb des zweiten, mindestens einen Nachsichters in eine weitere, benachbarte Sektion des Seeschiffes fließt und sich dort in einer Mischanlage mit Additiven, wie z.B. Gips, vermischt. Durch das in der Höhe gelegene Förderband wird das Feingut über eine Sektionswand des Seeschiffes hinweg gehoben, so dass während des Betriebes der Kreislaufmahlanlage keine Sektionsschotten offen stehen, die in einem Havariefall dazu führen kann, dass sich auch nicht leck geschlagene Sektionen mit Wasser füllen und somit das Seeschiff zum Sinken bringen können.

Da sich die gesamte Kreislaufmahlanlage in einer nur nach oben offenen Sektion des Seeschiffes befindet, kann kein ausgesichtetes Gut die Anlage außer über die Feingutabscheidung verlassen. Es ist daher in weiterer Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, dass Mittelgut, das aus dem zweiten, mindestens einen Nachsichter ausgesichtete Mittelgut in das Becherwerk fließt und so dem Mahl- kreislauf erneut zufließt. Auf diese Weise ist eine vollständige Rückführung ausgesichteten Guts sichergestellt.

Während des Betriebs der Anlage auf See oder in einem Seehafen ist die Anlage hochgradig korrosiver Seeluft ausgesetzt, die eine hohe Salzkonzentration aufweist. Im Seebetrieb kommt noch sprühende Gischt hinzu. In Zementklinker und in Erzen sollte kein Natriumchlorid (Kochsalz) aus Seewasser zum zerkleinerten Mahlgut stoßen, da schon geringe Mengen Kochsalz die Qualität des Zement- klinkerstaubs stark beeinflussen können. In Ausgestaltung der Erfindung und für den Betrieb auf See ist daher vorgesehen, dass Verdichter zur Erzeugung von Sichtluft unterhalb des ersten, mindestens einen Sichters angeordnet sind, wobei durch die Verdichter angesaugte Sichtluft aus der Sektion des Seeschiffes stammt, so dass aus der Kreislaufmahlanlage austretender Staub durch die Verdichter mit der angesaugten Luft zurück in die Schiffskreislaufmahlanlage geführt wird. Alternativ ist es auch möglich, dass durch die Verdichter angesaugte Sichtluft aus einem Kamin stammt, der Luft aus einer Höhe über See etwa in Höhe der Mündung des Schiffsschornsteins ansaugt.

Die erste Alternative hat den Vorteil, dass in der Sektion vorhandene Luft bereits vorgetrocknet ist, weil die Seeluft auf dem Weg zum Verdichter seine feinen Salzwassertröpfchen schon verloren hat. Die Kreislaufmahlanlage wirkt somit wie eine Seewasserfalle. Des Weiteren wird Staub, der auch bei einer geschlossenen Anlage zwangsläufig anfällt und in die atmosphärische Luft gelangt, durch die Verdichter wieder abgesaugt und in die Kreislaufmahlanlage zurückgeführt. Die zweite Alternative macht sich zu nutze, dass die Gischt schon wenige Meter über der Deckslinie stark an Seewassertröpfchen verarmt ist. Die Gischt ist nämlich meist in Höhe der Deckshöhe anzutreffen.

In der Kreislaufmahlanlage kann zur Einsparung von Energie anstelle von Fil- terzylkonen ein Gewebefilter vorhanden sein, der Feinstaub aus der Sichtluft des Nachsichters entfernt. Die in der Regel sehr voluminösen Gewebefilter sind zweckmäßigerweise in der Höhe des Oberdecks montiert, damit beim Hafenbe- trieb das Gewebe schnell gewechselt oder gereinigt werden kann. In Ausgestaltung der Erfindung ist daher vorgesehen, dass eine Filteranlage zur Entstaubung der Sichtluft des zweiten, mindestens einen Nachsichters in Höhe des Oberdecks des die Seekreislaufmahlanlage beherbergenden Seeschiffs angeordnet ist.

Für die Trimmung des Schiffes ist es von großer Wichtigkeit, das Gewicht der Kreislaufmahlanlage innerhalb des Seeschiffes optimiert zu verteilen, was ein einige konstruktive Kniffe notwendig macht, damit der Schwerpunkt nicht zur einen Seite oder zur anderen Seite der Schiffsmitte verlagert ist und so dem Seeschiff ein Krängungsproblem aufbürden könnte. In vorteilhafter Weise ist daher vorgesehen, dass die in der Regel sehr schwere Hochdruckwalzenpresse etwa oberhalb des Kiels des Seeschiffes angeordnet ist.

Im Betrieb der Hochdruckwalzenpresse wirken die schweren Mahlwalzen wie rotierende Schiffsstabilisatoren. Das Drehmoment der rotierenden Mahlwalzen, die pro Stück bis zu 100 1 wiegen können, führt schon bei geringem Seegang mit einer Rollbewegung des Seeschiffes dazu, dass durch die Coriolis-Kraft starke Coriolis-Kräfte vom Anlagenrahmen aufgenommen werden müssen, die sich der Rollbewegung des Seeschiffes entgegensetzen. Da in der Hochdruckwalzenpresse zwei etwa identische Mahlwalzen mit einander entgegengesetztem Drehsinn gleich schnell rotieren wirken sich die Coriolis-Kräfte nicht auf die Schiffsstabilisierung aus, weil sich die Wirkung der Coriolis-Kraft der einen Walze durch die Wirkung der Coriolis-Kraft der zweiten Mahlwalze ausgleicht. Damit aber Stampfbewegungen des Schiffes, wenn dieses in eine Bugwelle taucht, nicht zu stark auf die Rotation der Mahlwalzen als Schlag auswirkt, ist es von Vorteil, wenn die Rotationsachsen der Mahlwalzen quer zur Schiffsrichtung ausgerichtet sind.

Die Hochdruckwalzenpressen stellen das höchste Eigengewicht mit der höchsten Dichte innerhalb der Kreislaufmahlanlage dar. Um die Hochdruckwalzenpresse selbst und die von ihr ausgehenden Kräfte, die vom Schiffsrumpf abgeleitet werden müssen, stabil ableiten zu können, hat es sich als vorteilhaft herausgestellt, wenn die Hochdruckwalzenpresse etwa in Höhe des Oberdecks verortet ist, da- mit die Decksebene die vor allem im Seebetrieb auftretenden Querkräfte aufnehmen kann.

Die in einer Sektion des Seeschiffes angeordnete Kreislaufmahlanlage ist in vorteilhafter Weise so aufgebaut, dass diese modular und monolithisch, das bedeutet als eine zusammenhängende Anlage aufgebaut ist, so dass die Anlage in eine bestehende Sektion eines schon vorhandenen Seeschiffes eingesenkt werden kann. Dazu wird die Kreislaufmahlanlage in der Nähe eines Seekais aufgebaut und mit Hilfe eines Schwerlastkrans in die Sektion des Seeschiffes abgesenkt. Dabei ist es wichtig, dass die Sektion des Seeschiffes so verstärkt ist oder innerhalb des Seeschiffes angeordnet ist, dass diese auch im entladenen Zustand des Seeschiffes mit dem Gewicht der Kreislaufmahlanlage beladen sein kann, ohne dass das Seeschiff durch den Auftrieb der entleerten benachbarten Sektionen im Hafen auseinander bricht, wie es gelegentlich bei Schiffsentladungsfehlern in Seehäfen vorkommt. In Ausgestaltung der Erfindung ist von daher vorgesehen, dass die gesamte Kreislaufmahlanlage in einem dreidimensionalen Ständerwerk aufgebaut ist, welches über einen Schwerlastkran in die Sektion des Seeschiffes abgesenkt werden kann, ohne dass aus dem Ständerwerk seitlich Aggregate herausragen, die ein Absenken der Kreislaufmahlanlage in die Sektion des Seeschiffes stören.

Um den Trimm des Seeschiffes nicht zu verändern, ist es in vorteilhafter Weise vorgesehen, dass der Schwerpunkt der im Ständerwerk aufgebauten Kreislaufmahlanlage im in die Sektion des Seeschiffes eingebauten Zustand oberhalb des Kiels des Seeschiffes liegt und nicht seitlich der Mittellinie des Seeschiffes oberhalb des Kiels liegt.

Die Erfindung wird anhand der folgenden Figuren näher erläutert. Es zeigt:

Fig. 1 drei Ansichten auf eine Kreislaufmahlanlage, die in eine Sektion eines

Seeschiffes eingebaut wird, Fig. 2 die Kreislaufmahlanlage aus Figur 1 in einem eingebauten Zustand in ein Seeschiff, wobei nur Bug und Mittschiffs des Seeschiffes dargestellt ist.

In Figur 1 sind drei Ansichten einer erfindungsgemäßen Schiffskreislaufmahlan- lage 1 dargestellt. In der linken oberen Figur ist eine Ansicht auf die Schiffskreislaufmahlanlage 1 im eingebauten Zustand von Steuerbord dargestellt. In der rechten oberen Zeichnung ist eine Ansicht auf das Heck der eingebauten Schiffs- kreislaufmahlanlage 1 dargestellt und in der einzigen unteren Ansicht ist eine Darstellung von oben, wie ein Aufstellungsplan dargestellt.

In der linken oberen Figur, die Ansicht von Steuerbord, zeigt die verschiedenen Aggregate der eingebauten Schiffskreislaufmahlanlage 1 , so dass die meisten Aggregate in der eher feinen Zeichnung ersichtlich sind.

Frischgut 2 wird über ein Förderband 3 durch in dieser Zeichnung nicht dargestellte Löschkräne 4 auf eine Hochdruckwalzenpresse 5 aufgegeben. Dazu wird das Frischgut 2 in einen Aufgabebunker 6 geschüttet, der oberhalb der Hochdruckwalzenpresse 5 angeordnet ist und das Frischgut 2 in vorbestimmter Dosierung pro Zeiteinheit nach unten zur Hochdruckwalzenpresse 5 ausschüttet.

Nachdem das Frischgut 2 die Hochdruckwalzenpresse 5 passiert hat, fällt es in einen Aufnahmetrichter 7, der unterhalb des Walzenspaltes der Hochdruckwalzenpresse 5 angeordnet ist, und leitet das Mahlgut in einen statischen, im Wesentlichen V-förmigen Sichter 8, der von vorn, in der Figur von rechts unten durch ein unterhalb des V-förmigen Sichters 8 am Schiffsboden B angeordneten Verdichter 9 angeblasen wird. Im V-förmigen Sichter 8 fällt das Mahlgut über treppenartige Jalousiebleche, die mit der Sichtluft des Verdichters 9 durchströmt werden. Mittelgut wird dabei pneumatisch in einen Kanal 10 getragen, der zu einem Nachsichter 1 1 führt. Das nicht mit dem Luftstrom des Verdichters 9 mitgerissene Grobgut fällt in eine am Fuß des V-förmigen Sichters 8 gelegene Leitung 12, die das Grobgut in ein Becherwerk 13 leitet. Im Becherwerk 13 wird das Grobgut sodann auf das Förderband 3 transportiert, wo es wieder in den Mahl- kreislauf gelangt. Das aus dem Nachsichter 1 1 ausgesichtete Mittelgutwird ebenfalls über einen Pufferbunker 14 auf ein Förderband 14' geleitet, welches das Mittelgut mit dem Grobgut vereint, bevor es in das Becherwerk 13 fließt. Das aus dem Nachsichter 1 1 ausgesichtete Feingut wird sodann über eine größere Filtervorrichtung 18 von der Sichtluft getrennt und in dieser Ausgestaltung über ein in der Höhe liegendes Förderband 19 einer zweiten Sektion 15 eines Seeschiffes zugeführt, in dem Mischanlagen 16 zur Vermischung mit Additiven, wie z.B. Gips stehen. Die fertige Mischung wird sodann mit einem weiteren Becherwerk gehoben und über in dieser Zeichnung nicht eingezeichnete Löschkräne auf weitere Sektionen S1 , S2, S3, S4 und S5 zur Einlagerung verteilt. In dieser Ausgestaltung der Erfindung wird die Sichtluft aus einem Kamin 17 gezogen, der deutlich über Deckshöhe Luft zieht, um nicht Seeluft auf Decksniveau zu ziehen, wo Gischt in die Sichtluft geraten könnte. Durch den Kamin 17 wird verhindert, dass in der Gischt enthaltenes Kochsalz in das Feingut gelangen könnte. In alternativer Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, die Sichtluft aus der Filtervorrichtung 18 zu ziehen, um möglichst wenig Seeluft in den Mahlkreislauf zu ziehen. Noch eine weitere Alternative kann vorsehen, dass die Sichtluft in Höhe des Schiffsbodens B gezogen wird, so dass zwangsläufig vagabundierender Staub aus der Schiffskreislaufmahlanlage 1 nach unten in die Sektion 15 des Seeschiffes gezogen wird und nicht an Oberdeck das Seeschiff verdreckt oder gar die Sicht der Schiffsführung beeinträchtigt.

In Figur 2 ist Mittschiffs und der Bug eines Seeschiffes mit verschiedenen Sektionen S1 , S2, S3, S4 und S5 dargestellt. Das Heck des Seeschiffes und die Brücke des Seeschiffes sind in dieser Zeichnung ausgeblendet. In Sektion S5 ist die Schiffskreislaufmahlanlage in einem Ständerwerk 20 angeordnet, die durch die Löschkräne 4 beschickt und geleichtert wird. In dieser Zeichnung ist eine Ausgestaltung der Erfindung dargestellt, in der das Feingut nicht einer Anlage zum Mischen mit Additiven vermischt wird. B E Z U G S Z E I C H E N L 1 S T E

Schiffskreislaufmahlanlage 15 Sektion

Frischgut 16 Mischanlagen

Förderband 17 Kamin

Lösch kran 18 Filtervorrichtung

Hochdruckwalzenpresse 19 Förderband

Aufgabebunker 20 Ständerwerk

Aufnahmetrichter

Sichter B Schiffsboden

Verdichter

Kanal S1 Sektion

Nachsichter S3 Sektion

Leitung S4 Sektion

Becherwerk S5 Sektion

Pufferbunker

Förderband