Rink, Klaus (Hauptstrasse 32, Rodenbach, 63517, DE)
Lohberg, Peter (Am Ringelsberg 7, Friedrichsdorf, 61381, DE)
Rink, Klaus (Hauptstrasse 32, Rodenbach, 63517, DE)
| 1. | Stoßdämpfer (2) mit einer in einem Außengehäuse (14) in ihrer Längsrichtung verschiebbar angeordneten Kolben stange (12), dadurch gekennzeichnet, dass die Kolben stange (12) oder das Außengehäuse (14) mit einem magne tischen Encoder (18) versehen ist, der einen permanent magnetischen Werkstoff mit entlang der Längsrichtung mo duliertem Feldlinienverlauf und/oder modulierter magne tischer Feldstärke umfasst. |
| 2. | Stoßdämpfer (2) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der magnetische Encoder (18) im wesentlichen rohr förmig ausgebildet ist und die Kolbenstange (12) in ei nem Auswertebereich (16) formschlüssig umschließt. |
| 3. | Stoßdämpfer (2) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn zeichnet, dass der magnetische Encoder (18) von einer aus magnetisch nichtleitendem Material gebildeten Schutzhülle (20) umgeben ist. |
| 4. | Stoßdämpfer (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, da durch gekennzeichnet, dass der Encoder (18) eine Orts markierung (40) mit einer von einem zugeordneten Sensor (50) spezifisch detektierbaren Codierung aufweist. |
| 5. | Stoßdämpfer (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, ge kennzeichnet durch eine Anzahl von mit dem Außengehäuse (14) bzw. der Kolbenstange (12) ortsfest verbundenen Ma gnetfeldsensoren (26). |
| 6. | Stoßdämpfer (2) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der oder die Magnetfeldsensoren (26) auf einem Sen sorträger angeordnet sind, der die mit dem magnetischen Encoder (18) versehene Kolbenstange (12) konzentrisch umschließt. |
| 7. | Stoßdämpfer (2) nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekenn zeichnet, dass die Magnetfeldsensoren (26) baulich zu einer Sensorbaugruppe vereinigt sind, die eine Zuleitung und/oder ein Steckerelement zum Anschluss einer Zulei tung umfasst. |
| 8. | Stoßdämpfer (2) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensorbaugruppe über eine schnappende oder ra stende Verbindung, insbesondere über eine ringförmige Einrastung, mit dem Außengehäuse (14) verbunden ist. |
| 9. | Anordnung (4) zur Erfassung von Stoßdämpferbewegungen, insbesondere für einen Stoßdämpfer (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass ein an einer Kolbenstange (12) oder am Außengehäuse (14) des Stoßdämpfers (2) angeordneter magnetischer Encoder (18), der einen permanentmagnetischen Werkstoff mit entlang der Längsrichtung moduliertem Feldlinienverlauf und/oder modulierter magnetischer Feldstärke umfasst, zur Erzeu gung von für einen Ortskennwert charakteristischen wei terverarbeitbaren Ausgangssignalen mit einer Anzahl von mit dem Außengehäuse (14) bzw. der Kolbenstange (12) ortsfest verbundenen Magnetfeldsensoren (26) zusammen wirkt. |
| 10. | System (1) zur Stoßdämpferregelung mit einer Reglerein heit (8), die eingangsseitig mit einer Anordnung zur Er fassung von Stoßdämpferbewegungen nach Anspruch 9 ver bunden ist, und die in Abhängigkeit der von dieser er zeugten Ausgangssignale Stellbefehle für dem Stoßdämpfer (2) zugeordnete Aktoren (6) erzeugt. |
Stoßdämpfer, die üblicherweise ein Außengehäuse und eine da- rin in ihrer Längsrichtung verschiebbar angeordnete Kolben- stange umfassen, sowie zugeordnete Anordnungen zur Erfassung von Stoßdämpferbewegungen können allgemein im Maschinen-, Anlagen-oder Apparatebau, insbesondere aber auch in der Kraftfahrzeugtechnik zur Anwendung kommen. Gerade bei moder- nen Konzepten zur elektronischen Stabilitätskontrolle in Kraftfahrzeugen, aber auch allgemein im Zusammenhang mit Konzepten zur dynamischen Fahrzeugregelung können auch Stoß- dämpferregelungen zum Einsatz kommen, die zur Stabilisierung und/oder Verbesserung des Fahrverhaltens, aber auch zur Nut- zung derartiger Informationen in intelligenten elektroni- schen Brems-und/oder Lenkungsregelsystemen vorgesehen sind.
In derartigen Systemen können einzelnen Stoßdämpfern Aktoren zugeordnet sein, mit denen das Dämpfungsverhalten des jewei- ligen Stoßdämpfers verändert werden kann. Durch gezielte An- steuerung der Aktoren kann dabei eine situationsabhängige Stabilisierung und/oder Verbesserung des Fahrverhaltens des jeweiligen Kraftfahrzeugs herbeigeführt werden. Um dies zu ermöglichen, ist eine gezielte bedarfs-und situationsabhän- gige Ansteuerung der jeweiligen Aktoren, insbesondere im Hinblick auf eine Auswertung eines aktuell erfassen Istzu- standes im Hinblick auf einen vorgesehenen Sollzustand, vor- gesehen. Um bei einem derartigen System den Istzustand des jeweiligen Stoßdämpfers, also insbesondere die aktuelle Po- sitionierung seiner Kolbenstange im Hinblick auf das übli- cherweise fest am Fahrzeugchassis montierte Außengehäuse, geeignet berücksichtigen zu können, sind Konzepte zur Erfas- sung entsprechender Positionskennwerte und/oder von Stoß- dämpferbewegungen erforderlich.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Stoß- dämpfer der oben genannten Art anzugeben, der in besonderem Maße für eine robuste und zuverlässige Erfassung der Positi- on seiner Kolbenstange relativ zum Außengehäuse mit einfa- chen Mitteln geeignet ist. Des Weiteren soll eine zur Ver- wendung eines derartigen Stoßdämpfers geeignete Anordnung zur Erfassung von Stoßdämpferbewegungen angegeben werden.
Bezüglich des Stoßdämpfers wird diese Aufgabe erfindungsge- mäß dadurch gelöst, dass die Kolbenstange oder das Außenge- häuse mit einem magnetischen Encoder versehen ist, der einen permanent magnetischen Werkstoff mit entlang der Längsrich- tung moduliertem Feldlinienverlauf und/oder modulierter ma- gnetischer Feldstärke umfasst.
Die Erfindung geht dabei von der Überlegung aus, dass gerade bei der Erfassung eines Positionskennwerts zwischen den Kom- ponenten eines Stoßdämpfers im Hinblick auf die dabei mögli- cherweise zu erwartenden vergleichsweise hohen mechanischen Beanspruchungen ein besonders robustes und an sich zuverläs- siges Konzept für die Messwertaufnahme vorgesehen sein soll- te. Für eine hohe Zuverlässigkeit und Ausfallsicherheit sollte dabei insbesondere eine berührungslose Messwertauf- nahme vorgesehen sein. Um dies zu ermöglichen, ist die Mess- wertaufnahme unter Rückgriff auf magnetische Hilfsmittel vorgesehen, wobei die Kolbenstange oder das Außengehäuse mit einer geeigneten, für einen Ortskennwert in ihrer Längsrich- tung charakteristischen magnetischen Codierung versehen sein sollte.
Die Erfassung der Modulation von Feldlinienverlauf bzw.
Feldstärke des magnetischen Encoders eignet sich in besonde- rem Maße zur Ermittlung von Positionsveränderungen der Kol- benstange relativ zum Außengehäuse. Um darüber hinaus aber auch einen für eine Weiterverarbeitung besonders günstig nutzbaren Kennwert für die Absolutposition der Kolbenstange bezogen auf das Außengehäuse bereitstellen zu können, ist der magnetische Encoder in besonders vorteilhafter Ausge- staltung mit einer gesondert auslesbaren Ortsmarkierung ver- sehen, die als Referenz oder Eichbasis zur Ortsauswertung dienen kann. Die Ortsmarkierung ist dabei vorteilhafterweise mit einer spezifisch durch einen zugeordneten Sensor detek- tierbaren Codierung versehen. Zur Codierung kann dabei bei- spielsweise eine metallische Ortsmarkierung vorgesehen sein, die selektiv durch einen zugeordneten Metalldetektor als Sensor detektierbar ist. Alternativ oder zusätzlich kann die Ortsmarkierung auch eine von der ansonsten vorgesehenen Ma- gnetisierung des Encoders charakteristisch abweichende Ma- gnetisierung aufweisen, die von einem zugeordneten Magnet- feldsensor spezifisch detektierbar ist.
Für Anwendungen bei der Feststellung eines Positionskenn- werts für Pedalantriebe sind magnetische Encoder mit perma- nent magnetischen Werkstoffen mit ortsabhängig moduliertem Feldlinien-oder Stärkeverlauf aus der DE 100 10 042 AI be- kannt. Hinsichtlich der möglichen Ausgestaltungen der Enco- der und der mit diesen zusammenwirkenden Sensoren wird der Offenbarungsgehalt der DE 100 10 042 AI voll umfänglich ein- bezogen. Der magnetische Encoder kann dabei insbesondere in Längsrichtung der Kolbenstange gesehen eine Vielzahl aufein- anderfolgender Magnetisierungszonen mit alternierender Ma- gnetisierungsrichtung oder auch permanent magnetischen Werk- stoff mit entlang der Längsrichtung kontinuierlich anstei- gender oder abfallender Magnetisierung aufweisen.
Eine besonders einfache Bauweise ist dabei erreichbar, indem der magnetische Encoder vorteilhafterweise an der Kolben- stange angeordnet ist. Um eine besonders einfache Montage des Stoßdämpfers und einer zugeordneten Aufnahmevorrichtung für Messwerte zu ermöglichen, ist der magnetische Encoder vorteilhafterweise um die Längsachse der Kolbenstange gese- hen rotationssymmetrisch ausgestaltet, so dass unabhängig von der Orientierung des magnetischen Encoders relativ zur Kolbenstange eine gleichmäßig stark ausgeprägte Magnetisie- rung detektierbar ist. Dies ist auf besonders einfache Weise erreichbar, in dem der magnetische Encoder vorteilhafterwei- se im Wesentlichen rohrförmig ausgebildet ist und die Kol- benstange in einem Auswertebereich formschlüssig umschließt.
Eine besonders zuverlässige Führung der Kolbenstange relativ zum Außengehäuse zur Stabilisierung der Stoßdämpferbewegun- gen ist dabei erreichbar, indem die Kolbenstange mit dem sie umgebenden magnetischen Encoder in weiterer vorteilhafter Ausgestaltung eine weitgehend frei von Nuten oder Erhebungen gehaltene, vorzugsweise zylindermantelförmige Außenoberflä- che bildet.
Um einerseits eine Beschädigung des magnetischen Encoders durch mechanische Einflüsse zu vermeiden und andererseits eine besonders kompakte Bauweise zu ermöglichen, ist der ma- gnetische Encoder in weiterer vorteilhafter Ausgestaltung von einer aus magnetisch nicht leitendem Material gebildeten Schutzhülle umgeben.
Zur Aufnahme eines für die Positionierung der Kolbenstange relativ zum Außengehäuse charakteristischen Messwerts ist der Stoßdämpfer zweckmäßigerweise mit zur Erfassung der ma- gnetischen Codierung der Kolbenstange bzw. des Außengehäuses geeigneten Sensoren ausgerüstet. Dazu umfasst der Stoßdämp- fer vorteilhafterweise eine Anzahl von mit dem Außengehäuse bzw. mit der Kolbenstange ortsfest verbundenen Magnetfeld- sensoren, die ggf. durch zugeordnete Sensorschaltkreise er- gänzt sein können. Die Magnetfeldsensoren sind dabei vor- teilhafterweise derart ausgestaltet, dass sie den Magnet- feldlinienverlauf ganz oder teilweise in weiter verarbeitba- re Ausgangssignale umformen, wobei die zur Wegmessung einge- setzten Magnetfeldsensoren insbesondere nach dem AMR-Prin- zip, dem GMR-Prinzip oder dem Hall-Prinzip arbeiten können.
Als magnetische Sonden werden dabei vorzugsweise beispiels- weise aus der WO 0151893 bekannte AMR-Brückenkombinationen verwendet.
Für eine kompakte und zudem zuverlässige und robuste Bauwei- se sind die Magnetfeldsensoren vorteilhafterweise auf einem Sensorträger angeordnet, der die mit dem magnetischen Enco- der versehene Kolbenstange konzentrisch umschließt. Der Sen- sorträger ist dabei vorzugsweise, ggf. gemeinsam mit einer zugeordneten Sensorsignalverarbeitung, innerhalb des Außen- gehäuses und somit innerhalb des Stoßdämpferrohres insgesamt angeordnet, so dass zusätzlich zur kompakten Bauform ein be- sonders wirksamer mechanischer Schutz der empfindlichen Sen- soren gewährleistet ist.
In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung sind die Magnetfeld- sensoren baulich zu einer Sensorbaugruppe vereinigt, die ei- ne Zuleitung und/oder ein Steckerelement zum Anschluss einer Zuleitung umfasst. Die Sensorbaugruppe ist dabei vorteilhaf- terweise über eine schnappende oder rastende Verbindung, insbesondere über eine ringförmige Einrastung, mit dem Au- ßengehäuse verbunden.
Bezüglich der Anordnung zur Erfassung von Stoßdämpferbewe- gungen, insbesondere für einen Stoßdämpfer der vorgenannten Art, wird die genannte Aufgabe dadurch gelöst, dass ein an einer Kolbenstange oder am Außengehäuse des Stoßdämpfers an- geordneter magnetischer Encoder, der einen permanent magne- tischen Werkstoff mit entlang der Längsrichtung moduliertem Feldlinienverlauf und/oder modulierter magnetischer Feld- stärke umfasst, zur Erzeugung von für einen Ortskennwert charakteristischen weiter verarbeitbaren Ausgangssignalen mit einer Anzahl von mit dem Außengehäuse bzw. mit der Kol- benstange ortsfest verbundenen Magnetfeldsensoren zusammen- wirkt.
In besonders vorteilhafter Ausgestaltung kommen der Stoß- dämpfer und die zugeordnete Anordnung zur Erfassung von Stoßdämpferbewegungen in einem System zur Stoßdämpferrege- lung zum Einsatz. Dies umfasst eine Reglereinheit, die ein- gangsseitig mit einer Anordnung zur Erfassung von Stoßdämp- ferbewegungen der genannten Art verbunden ist, und die in Abhängigkeit der von dieser erzeugten Ausgangssignale Stell- befehle für dem Stoßdämpfer zugeordnete Aktoren erzeugt.
Die Anordnung zur Erfassung der Stoßdämpferregelung kann da- bei insbesondere für eine Ortsverschiebung der Kolbenstange zum Außengehäuse und/oder für die Position der Kolbenstange relativ zum Außengehäuse charakteristische Ausgangssignale liefern. Diese können beispielsweise zur Ermittlung von Ge- schwindigkeitskennwerten zur Charakterisierung der Bewegung der Kolbenstange relativ zum Außengehäuse oder zur Ermitt- lung von daraus abgeleiteten Beschleunigungskennwerten her- angezogen werden. In Abhängigkeit von diesen Kennwerten kann beispielsweise eine gezielte situationsabhängige Beeinflus- sung des Dämpfungsverhaltens des Stoßdämpfers vorgenommen werden, wobei in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit der Kolbenstange relativ zum Außengehäuse durch geeignete An- steuerung von Ventilen oder Drosselklappen eine Freigabe von Durchflussöffnungen für das Hydraulik-oder Dämpferöl er- folgt.
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbeson- dere darin, dass durch die Verwendung eines magnetischen En- coders in einem Stoßdämpfer bei vergleichsweise einfacher Bauweise eine berührungslose und somit besonders robuste Er- fassung von für die Auslenkung der Kolbenstange relativ zum Außengehäuse des Stoßdämpfers charakteristischen Messwerten ermöglicht ist.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand einer Zeichnung näher erläutert. Darin zeigen : Fig. 1 ein Schema einer Einrichtung zur Dämpferregelung, Fig. 2 eine Darstellung eines einfachen Stoßdämpfers, Fig. 3 eine Darstellung eines Dämpfers mit modifizierter Kolbenstange, Fig. 4 eine schematische Darstellung der Anordnung, Fig. 5 ein erstes Ausführungsbeispiel einer Sensor-/Enco- der-Kombination, Fig. 6 ein zweites Ausführungsbeispiel einer Sensor-/En- coder-Kombination, Fig. 7 ein drittes Ausführungsbeispiel einer Sensor-/En- coder-Kombination, und Fig. 8 ein viertes Ausführungsbeispiel einer Sensor-/En- coder-Kombination.
Gleiche Teile sind in allen Figuren mit denselben Bezugszei- chen versehen.
Fig. 1 zeigt das Schema eines Systems 1 zur Stoßdämpferrege- lung. Die Stoßdämpfer 2 sind mit einer Anordnung 4 zur Er- fassung der Kolbenstangenbewegung ausgerüstet und verfügen über Aktuatoren 6, mit denen das Dämpfungsverhalten verän- dert werden kann. Sensoren und Aktuatoren 6 wirken mit einem elektronischen Regler 8 zusammen, um eine situationsabhängi- ge Stabilisierung und/oder Verbesserung des Fahrverhaltens herbeizuführen. Weiterhin können die sensorischen Messgrößen der Kolbenstangenbewegungen auch anderen informationsverar- beitenden Fahrzeugsystemen zugeführt werden, insbesondere Brems-und Lenksystemen. Zu diesem Zweck ist eine Signalver- bindung 10 vorhanden, vorteilhafterweise in einer Ausfüh- rungsform als Datenbus (z. B. CAN).
Fig. 2 zeigt die Darstellung eines einfachen Stoßdämpfers 2 der Firma Krupp Bilstein. Im Betriebsfall bewegt sich die Kolbenstange 12 relativ zum Außengehäuse 14. Die erfindungs- gemäße Anordnung dient dazu, diese Linearbewegung zu messen.
Der Wegaufnehmer umfasst ein verschiebbares Element und ei- nen Stator. Das verschiebbare Element weist einen magneti- schen Encoder auf. Mit dem Stator sind Sensormodule ortsfest verbunden, die nach dem AMR-Prinzip, dem GMR-Prinzip oder dem Hall-Prinzip arbeiten können. Das verschiebbare Element wird insbesondere durch ein mit dem Stator verbundenes Lager geführt.
Fig. 3 zeigt die Darstellung eines derartigen Stoßdämpfers 2 mit modifizierter Kolbenstange 12. Die Kolbenstange 12 ist in einem Auswertebereich 16 konzentrisch verjüngt und von einem rohrförmigen magnetischen Encoder 18 umgeben. Der En- coder 18 ist ortsfest mit der Kolbenstange 12 verbunden. Der Encoder 18 ist seinerseits von einer aus magnetisch nicht- leitendem Material gebildeten Schutzhülle 20 umgeben. Der äußere Durchmesser des Encoderrohres ist dabei um das Innen- maß des magnetisch nichtleitenden Schutzrohres oder der Schutzhülle 20 gegenüber dem unverjüngten Durchmesser der Kolbenstange 12 verringert. Der Außendurchmesser des Schutz- rohres ist dabei derart gewählt, dass sich der aus Kolben- stange 12, Encoder 18 und Schutzhülle 20 im Außenbereich 16 gebildete Verbund mit der unverjüngten Kolbenstange 17 zu einer kantenlosen Kolbenstange ergänzt, deren mechanische Reib-und Gleiteigenschaften derjenigen einer herkömmlichen Kolbenstange gemäß Fig. 2 entspricht.
Fig. 4 zeigt die schematische Darstellung der erfindungsge- mäßen Gesamtanordnung. Die mit dem Encoder 18 ausgerüstete Kolbenstange 12 wird durch einen Sensorträger 22 konzen- trisch umfasst. Der Sensorträger 22 ist mit dem Außengehäuse 14 des Stoßdämpfers 2 mechanisch fest verbunden, wie hier beispielhaft durch eine ringförmige Einrastung 24 symboli- siert. In den Sensorträger 22 eingebracht sind ein oder meh- rere magnetisch empfindliche Magnetfeldsensoren 26, die das magnetische Polmuster des Encoders 18 abtasten. Im Ausfüh- rungsbeispiel sind zwei Magnetfeldsensoren 26 vorhanden, die in den Sensorträger 22 eingegossen oder eingespritzt sind.
Die Sensormodule enthalten in einer vorteilhaften Ausfüh- rungsform sowohl die magnetfeldempfindlichen Sonden als auch die zugehörigen elektronischen Schaltkreise zur Vorverarbei- tung der gewonnenen Encodersignale. Aus dem Sensorträger 22 führt ein Kabel 28 die Signale der Sensormodule an den elek- tronischen Regler 8 (Fig. 1).
Fig. 5 zeigt als erstes Ausführungsbeispiel eine Sensor-/En- coder-Kombination mit rotationssymmetrischer Magnetisierung ein als Encoder 18 vorgesehenes Encoderrohr 30. Das Magneti- sierungsmuster besteht aus gleichartigen, ringförmigen, al- ternierenden Nord-/Südpolarealen, die durch einen Magnet- feldsensor 26 über einen Luftspalt 32 abgetastet werden. Die Signale der Sonde werden durch eine elektronische Schalt- kreisanordnung 34 so aufbereitet, dass an ihrem Ausgang so- wohl elektrische Signale 36 mit einer Inkrementinformation, also einer Information über eine Wegverschiebung Ax beim Überstreichen einer Periode alternierender Magnetisierungs- richtung, als auch eine elektrische Vorzeichenkennung 38 verfügbar sind, die an den elektronischen Regler 8 übertra- gen werden können. Sonde und Schaltkreisanordnung 34 bilden zusammen das erläuterte Sensormodul. Die inkrementalen Sig- nale kennzeichnen hierbei das Ereignis einer vollzogenen Kolbenstangenverschiebung um das Weginkrement Ax, während die Vorzeichenkennung die Bewegungsrichtung kodiert. Mit der Anwendung des Encoders 18 ist der technische Vorteil verbun- den, dass der Sensorträger 22 zum Encoder 18 rotatorisch un- ausgerichtet montiert sein kann und spätere rotatorische Re- lativbewegungen zwischen Sensorträger 22 und Kolbenstange 12 die Messung nicht beeinflussen. Diese Sensor-/Encoder-Kombi- nation soll vorzugsweise zur dynamischen Dämpferregelung auf Basis von relativen Wegverschiebungen, deren Geschwindigkei- ten und Beschleunigungen verwendet werden.
Fig. 6 zeigt als zweites Ausführungsbeispiel eine Sensor- /Encoder-Kombination, die in besonderem Maße auch zur Er- mittlung einer Absolutposition der Kolbenstange 12 relativ zum Außengehäuse 14 geeignet ist. Dazu weist der Encoder 18 eine Ortsmarkierung 40 auf, die in der Art einer Referenz oder Eichbasis spezifisch und selektiv auslesbar ist. Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 6 umschließt dabei die eigent- liche magnetische Codierung des Encoders 18 diesen in seiner Umfangsrichtung lediglich teilweise. Die Ortsmarkierung 40 hingegen umfasst ein Polpaar 42,44, das den Encoder 18 in seiner Umfangsrichtung vollständig umschließt, und dem eine feste Anzahl von Inkrementen 46 der Schrittlänge ty zugeord- net ist. Der Ortsmarkierung 40 ist in diesem Fall ein geeig- net positionierter Magnetfeldsensor als Sensor 50 spezifisch zugeordnet, der aufgrund seiner Positionierung ausschließ- lich auf die Magnetisierung des Polpaares 42,44 anspricht.
Durch die Fixierung des Encoderrohres an der Kolbenstange 12 und die Kenntnis des Ortes der Ortsmarkierung 40 ist Eindeu- tigkeit der absoluten örtlichen Zuordnungen gegeben und beim Durchlaufen der Ortsmarkierung 40 kann auf diese kalibriert werden. Gleichzeitig besteht im Bereich der Ortsmarkierung 40 Redundanz im Hinblick auf die Ortserfassung. Diese kann für Sicherheitskonzepte genutzt werden. Dieses Ausführungs- beispiel erfordert jedoch eine konstruktive Ausrichtung der Kolbenstange bezüglich dem Sensorträger 22.
Fig. 7 zeigt ein drittes Ausführungsbeispiel für eine Sen- sor-/Encoder-Kombination, bei der die Ortsmarkierung 40 durch eine nichtmagnetische Kennung realisiert wurde. Bei dieser Ausführungsform kommen zwei unterschiedliche Magnet- feldsensoren 26 und jeweils zugeordnete Schaltkreisanordnun- gen 34 zum Einsatz, die im Prinzip in der zuvor beschriebe- nen Weise wirksam sind. Die Ortsmarkierung 40 ist hier durch eine magnetisch inaktive Materialzone ausgeführt, die im Beispiel mit einer kapazitiven Sonde oder einer Sonde ent- sprechend des Wirkprinzips eines Metalldetektors als spezi- fisch zugeordnetem Sensor 50 ausgeführt ist. Die Signale des als Sensor 50 vorgesehenen Metalldetektors werden von einer Signalaufbereitungsschaltung 52 zu einem Kennsignal 54 auf- bereitet. Wie zuvor beschrieben, ist durch die fixe örtliche Zuordnung der Zone auf die Ortsmarkierung 40 eine Kalibrie- rung der Absolutposition automatisch möglich. Wie im Bei- spiel gemäß Fig. 5 kann auch hier der Vorteil des unausge- richteten Einbaus genutzt werden.
Fig. 8 zeigt ein viertes Ausführungsbeispiel der Erfindung, die eine Ausrichtung zwischen Encoder 18 und Magnetfeldsen- sor 26 erfordert. Ein Sensormodul der zuvor beschriebenen Art tastet einen rohrförmigen Encoder 18 ab, dessen Magneti- sierung durch ein Nord-/Südpolpaar hervorgerufen wird, des- sen neutrale Zone (Feldlinien laufen im Wesentlichen paral- lel zur Oberfläche des Zylinders) sich nach Art einer Schraubenlinie entlang der Encoderlängsachse windet. Die Drehlänge der Schraubenlinie ist so gewählt, dass jedem Ort des Encoders 18 gegenüber dem Sensormodul eine eineindeutig mit der Encoderposition verknüpfte magnetische Vektorrich- tung zugeordnet ist, die vom Sensormodul detektiert wird.
Der Vorteil dieser Anordnung besteht darin, dass für jede mögliche Position der Kolbenstange 12 ein eindeutiger Abso- lutwert für die Relativposition gegenüber dem Außenrohr des Stoßdämpfers 2 zugeordnet werden kann.
Bezugszeichenliste 1 System 2 Stoßdämpfer 4 Anordnung 6 Aktuatoren 8 Regler 10 Signalverbindung 12 Kolbenstange 14 Außengehäuse 16 Auswertebereich 18 Encoder 20 Schutzhülle 22 Sensorträger 24 Einrastung 26 Magnetfeldsensoren 28 Kabel 30 Encoderrohr 32 Luftspalt 34 Schaltkreisanordnung 36 elektrische Signale 38 Vorkennzeichnung 40 Ortsmarkierung 42,44 Polpaar 46 Inkremente 50 Sensor 52 Signalaufbereitungsschaltung 54 Kennsignal
