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Title:
SHOE EQUIPPED WITH A SHOELACE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2020/168369
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a shoe which has two rows of laceholes (4) in the planar upper (3) thereof and a shoelace (1) threaded into the laceholes (4) and an edging element (2, 9, 14) which is fastened to one of the laceholes (4) in the upper (3) and is fixed against movement away from the lacehole (4) and has a through-hole (5) through which the shoelace (1) extends. A rigid connection that is permanent, that is to say cannot be detached non-destructively, is provided between the edging element (2, 9, 14) and the longitudinal region of the shoelace (1) passing through said element.

Inventors:
KUCHARKO JERZY FRANCISZEK (AT)
Application Number:
AT2020/000003
Publication Date:
August 27, 2020
Filing Date:
February 18, 2020
Export Citation:
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Assignee:
FIRST WEST GMBH (AT)
KUCHARKO JERZY FRANCISZEK (AT)
International Classes:
A43C5/00; A43C1/00; A43C7/00
Domestic Patent References:
WO2016020898A12016-02-11
Foreign References:
US20170112237A12017-04-27
US20130047470A12013-02-28
US5016327A1991-05-21
US4258456A1981-03-31
US20110162123A12011-07-07
CH264894A1949-11-15
DE446586C1927-07-06
DE1625874U1951-07-19
US3526977A1970-09-08
US0797743A1905-08-22
US0756690A1904-04-05
DE202011003919U12011-05-12
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Claims:
Patentansprüche

1. Schuh, welcher im seinem flächigen Obermaterial (3) zwei Reihen von Schnürlöchern (4] und einen in die Schnürlöcher (4) eingefädelten Schnürsenkel (1) aufweist, sowie ein einfassendes Element (2, 9, 14), welches an einem der Schnürlöcher (4) am Obermaterial (3) befestigt ist und gegen Bewegung vom Schnürloch (4) weg fixiert ist und ein Durchgangsloch (5) aufweist, durch welches sich der Schnürsenkel (1) hindurch erstreckt,

dadurch gekennzeichnet, dass

zwischen dem einfassenden Element (2, 9, 14) und dem durch dieses hindurch verlaufenden Längsbereich des Schnürsenkels (1) eine dauerhafte - also nicht zerstörungsfrei lösbare - starre Verbindung besteht.

2. Schuh nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass

- der Durchmesser des Durchgangsloches (5) gerade so eng ist, dass der Schnürsenkel (1) nur unter Überwindung von starker Reibungskraft gerade eben einmal durchgezogen werden kann, ohne merklich beschädigt zu werden, und/oder

- dass die Verbindung zwischen dem einfassenden Element (2) und dem Schnürsen kel (1) am Durchgangsloch (5) mittels Klebstoff oder Verlötung oder mittels eines quer verlaufenden Bolzens oder quer verlaufender Spitzen, Haken oder Rippen fixiert ist.

3. Schuh nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das einfassende Element (2) durch Umspritzen des Schnürsenkels (1) mit Kunststoff gebildet ist.

4. Schuh nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das einfassende Element (2, 9, 14) am untersten Schnürloch (4) einer Reihe von jenen beiden Lochreihen am Obermaterial des Schuhes angeordnet ist, welche bei angelegtem Schuh entlang einer ansteigenden Linie verlaufen.

5. Schuh nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass sich die dauerhafte Verbindung zwischen dem einfassenden Element (2, 9, 14) und dem Schnürsenkel (1) im mittleren Längsbereich des Schnürsenkels (1) befindet.

6. Schuh nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das einfassende Element (2, 9, 14) drei in ihrer Achsrichtung hintereinanderliegende, starr miteinander verbundene Ringkörper (6, 7, 8; 15, 16, 17) mit zueinander unterschiedlichen Außendurchmessern aufweist, wobei der Ringkörper (6, 16) mit dem kleinsten Außendurchmesser zwischen den beiden weiteren Ringkörpern (7, 8; 15, 17) liegt, welche beide größeren Außendurchmesser als der mittlere Ringkörper (6, 16) haben.

7. Schuh nach Anspruchö, dadurch gekennzeichnet, dass die Außendurchmesser der beiden Ringkörper (7, 8; 15, 17) mit größerem Außendurchmesser unterschiedlich groß sind.

8. Schuh nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass das einfassende Element (9) einen zu beiden Stirnseiten des einfassenden Elements (9) hin offenen Längsschlitz (10) aufweist, welcher sich in radialer Richtung von der Außenmantelfläche der Ringkörper (6, 7, 8) bis an das zentrale, alle Ringkörper (6, 7, 8) durchdrin gende Durchgangsloch (5) erstreckt.

9. Schuh nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass zwei benachbarte

Ringkörper (16, 17) durch einen oder mehrere Längsschlitze (18) in einzelne Federzungen aufgespalten sind.

10. Schuh nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Obermaterial (3) eine innere Schicht (11) und eine äußere Schicht (12) aufweist und, dass das einfassende Element (9) an einem der Schnürlöcher (4) in der zur Schichtebene normalen Richtung beidseits über die innere Schicht (11) hervorragt, nicht aber über die äußere Schicht (12).

11. Schuh nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Mantelfläche des Schnür- loches (4) im Bereich der inneren Schicht (11) durch eine Öse (13) eingefasst ist, nicht aber im Bereich der äußeren Schicht (12), und dass sich das einfassende Element (9) durch die Öse (13) hindurch erstreckt.

12. Schuh nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das einfassende Element (14) über die Außenseite des Obermaterials (3) hervorragt und an dem hervorragenden Teil ein Schmuckelement oder ein Kennzeichnungselement aufweist.

13. Schuh nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das einfassende Element (2, 9, 14) mit einer elektronischen Identifizierungsschaltung ausgestattet ist.

Description:
Schuh, welcher mit einem Schnürsenkel ausgestattet ist

Die Erfindung betrifft einen Schuh, welcher mit einem Schnürsenkel ausgestattet ist.

Üblicherweise weist ein mit Schnürsenkeln ausgestatteter Schuh in jenem Teil des flächigen Obermaterials, welcher den Rist eines Fußes abdecken soll, zwei in einem Abstand zueinander etwa parallel zur Kammlinie des Rists verlaufende Reihen von Schnürlöchern, also Durchgangslöchern, durch das flächige Obermaterial auf. Ein Schnürsenkel (eine Schnur oder ein Band) ist durch die einzelnen Schnürlöcher durchgefädelt, sodass er eine Zickzacklinie bildet, entlang welcher jeweils ein Schnürloch der einen Reihe und ein Schnürloch der anderen Reihe abwechselnd aufeinander folgen. Vom jeweils oberen Schnürloch der beiden Reihen ragt (üblicherweise) jeweils eines der beiden freien Endstücke des Schnürsenkels hervor. Zum Festziehen des Schuhs um einen Fuß wird an den beiden Enden des Schnürsenkels gezogen, womit die beiden Reihen von Schnürlöchern aufeinander zu bewegt werden. Für das Tragen eines Schuhs sind die beiden Enden des festgezogenen Schnürsenkels so lösbar fixiert - üblicherweise aneinander - dass der Schnürsenkel gespannt bleibt. Für das Ausziehen des Schuhs wird die Fixierung der Enden des Schnürsenkels gelöst, sodass die Spannung am Schnürsenkel nachlassen kann; die beiden Reihen von Schnürlöchern werden voneinander wegbewegt, wodurch die Enden des Schnürsenkels zum jeweils nächsten Loch der Reihe von Schnürlöchern hingezogen werden.

Beispielsweise die Schriften CH 264894 A, DE 446586 C, DE 1625874 U und US 3526977 A zeigen jeweils einen Schnürsenkel, welcher an einem Ende mit einen Abschlussteil versehen ist, welcher gegenüber dem Schnürsenkel stark vergrößerten Durchmesser aufweist und typischerweise die Form einer flachen Kreisscheibe hat. Bestimmungsgemäß wird ein derartiger Schnürsenkel mit dem dünnen Ende voran in das unterste Loch einer Lochreihe eingefädelt und dann im Zick-Zack durch die Löscher beider Lochreihen durchgezogen bis er mit dem Abschlussteil am untersten Loch von der Innenseite am flächigen Material des Schuhs anliegt. Am dünnen, freien Ende des Schnürschenkels wird gezogen, sodass der Schnürsenkel gespannt wird. Für das Halten der Spannung des Schnürsenkels dient ein am Schuh fixiertes Halteelement, an welchem der freie Endbereich des Schnürsenkels festgeklemmt werden kann. Zweck dieser Schnürung sei es, Menschen, welche nur eine Hand zur Verfügung haben, das Spannen und Fixieren des Schnürsenkels zu erleichtern. Die Schriften US 797743 A, US 756690 A und WO 2016020898 Al zeigen Schuhe, bei denen ein oder zwei Durchgangslöcher im flächigen Obermaterial durch jeweils ein Halteelement eingefasst sind. Das Halteelement weist Elemente auf, an welchen der durch das eingefasste Durchgangsloch durchgefädelte Endbereich des Schnürsenkel lösbar fixierbar ist. Die Halteelemente ersetzen das ansonsten übliche miteinander Verknoten der beiden Enden eines Schnürsenkels.

Bei vielen Schnürschuhen, insbesondere bei solchen mit sehr kurzen Reihen von Schnürlö- chern, tritt das Problem auf, dass sich die Schnürsenkel im Lauf der Zeit gegenüber den Schnürlöchern so verschieben, dass ein Ende eines Schnürsenkels zu lang vom oberen Schnürloch hervorragt und das zweite Ende zu kurz ist, sodass die beiden Enden nicht mehr zu einer schönen Verknotung verbunden werden können.

Beispielsweise in der DE 20 2011 003 919 Ul wird dazu vorgeschlagen, an jenem Teilstück eines Schnürsenkels, welches zwischen den beiden untersten Schnürlöchern der beiden Reihen von Schnurlöchern liegt, als Blockierelement einen Klemmteil festzuklemmen, welcher die Form eines längsgeschlitzten Kreiszylindermantels aufweist und so eng am Schnürsenkel klemmt, dass dieser daran nicht mehr verrutschen kann. Das Blockierelement ist zu sperrig, um durch Schnürlöcher hindurchgleiten zu können, womit der gesamte Schnürsenkel gegen störend weites Verrutschen gesichert ist. Nachteilig ist vor allem die Optik des Blockierelements; sie kann elegantes Aussehen eines Schuhs empfindlich stören.

Die der Erfindung zu Grunde liegende Aufgabenstellung besteht darin, einen Schuh, welcher zwei Reihen von Schnürlöchern und einen in diese eingefädelten Schnürsenkel aufweist, so auszubilden, dass der Schnürsenkel an einer von seinen beiden Enden entfernt liegenden Stelle, bevorzugt im mittleren Bereich seiner Längserstreckung, so fest mit dem Obermaterial des Schuhs verbunden ist, dass es an der Verbindungsstelle während der Verwendungsdauer des Schnürsenkels - also nicht nur während des Tragens oder Nichttragens des Schuhs, sondern auch während des Auf- und Zuschnürens - zu keiner Verschie bung zwischen dem Obermaterial und dem Schnürsenkel kommt. Dabei soll das zur Verbindung zwischen Schnürsenkel und Obermaterial verwendete Mittel am Schuh exakt posi tionierbar sein und wahlweise auch optisch unauffällig ausführbar sein.

Für das Lösen der Aufgabe wird vom Stand der Technik das Merkmal übernommen, dass ein Durchgangsloch im Obermaterial des Schuhs mit einem Element eingefasst ist, welches gegenüber dem Obermaterial dauerhaft unbeweglich fixiert ist, und dass sich ein Schnür senkel durch das Durchgangsloch im Obermaterial und damit auch durch das einfassende Element hindurch erstreckt.

Als erfindungsgemäße Weiterentwicklung dazu wird vorgeschlagen, zwischen dem einfassenden Element und dem durch dieses hindurch verlaufenden Längsbereich des Schnürsenkels eine dauerhafte (also nicht zerstörungsfrei lösbare) starre Verbindung vorzusehen. Konkret ist die besagte starre Verbindung zumindest so fest auszulegen, dass es bei den während der Verwendung des Schuhes zu erwartenden Kräften an der Verbindungsstelle zwischen dem Schnürsenkel und dem einfassenden Element zu keiner Verschiebung zwi schen diesen beiden Teilen kommt.

Durch die Fixierung des einfassenden Elements am Schnürloch ist seine Lage gegenüber dem Obermaterial sehr genau definiert, womit es gut möglich wird, das einfassende Element als optisch zum Schuh passendes Element auszubilden.

Typischerweise - und bevorzugt - ist das einfassende Element am untersten Schnürloch einer Reihe von jenen beiden Lochreihen am Obermaterial des Schuhes angeordnet, welche bei angelegtem Schuh entlang einer ansteigenden Linie, typischerweise entlang des Ristes des Fußes, verlaufen.

Typischerweise - und bevorzugt - befindet sich die dauerhafte Verbindung zwischen dem einfassenden Element und dem Schnürsenkel im mittleren Längsbereich des Schnürsen kels, typischerweise bei 48% bis 52% der Gesamtlänge des Schnürsenkels von einem Ende des Schnürsenkels entfernt.

In einer besonders bevorzugten Ausführungsform weist das einfassende Element drei in ihrer Achsrichtung hintereinanderliegende, starr miteinander verbundene Ringkörper mit zueinander unterschiedlichen Außendurchmessern auf, wobei der Ringkörper mit dem kleinsten Außendurchmesser zwischen den beiden weiteren Ringkörpern liegt, welche größere Außendurchmesser aufweisen. Damit kann das einfassende Element einfach so bemessen werden, dass sein mittlerer Ringkörper durch ein Schnürloch hindurchführt, und dass der Durchmesser der beiden äußeren Ringkörper größer ist als der Durchmesser des Schnürloches bei entspanntem Obermaterial, womit das einfassende Element am Oberma- terial gegen Verschiebung normal zur Ebene des flächigen Obermaterials in beiden Richtungen gehalten ist.

Ein Ringkörper in diesem Sinn ist ein Körper, welcher ein zentrales Durchgangsloch aufweist, dessen Mantelfläche weitgehend umringt ist. Der Außenumfang des Ringkörpers braucht dazu nicht zwangsläufig kreisförmig zu sein. Die Umringung der Mantelfläche des Durchgangsloch braucht auch nicht zwangsläufig in sich geschlossen zu sein.

Zur Verbindung zwischen dem einfassenden Element und dem Schnürsenkel kann im einfachsten Fall die Mantelfläche des Schnürsenkels durch das einfassende Element so eng umfasst sein, dass der Schnürsenkel dadurch unter radial ausgerichtetem Druck steht und die beiden Teile einfach durch starke Reibung aneinander halten. Die Verbindung kann aber auch durch Spitzen oder Haken, welche vom einfassenden Element aus in den Schnürsenkel eindringen, oder durch Verklebung oder Verschweißung gebildet oder verstärkt sein.

Die beste Form der Verbindung zwischen Schnürsenkel und einfassendem Element ist wohl jene, die gebildet wird indem das einfassende Element als Kunststoffspritzgussteil ausgeführt ist, welcher durch Umspritzen um den Schnürsenkel (welcher dazu durch den Formhohlraum der Kunststoffspritzgussmaschine verläuft) hergestellt wird.

Im optimalen Fall ist die Verbindung zwischen dem Schnürsenkel und dem einfassenden Element fester als die Verbindung zwischen dem einfassenden Element und dem Obermaterial des Schuhes. Damit wird es möglich, einen mit einem einfassenden Element ausge statteten Schnürsenkel an einem Schuh zu montieren, indem der Schnürsenkel durch jenes Schnürloch am Schuh, an welchem das einfassende Element anzubringen ist, durchgefädelt wird, bis das einfassende Element am Schnürloch anliegt. Dann wird mit einem kurzen kräftigen Ruck weiter am Schnürsenkel gezogen, sodass das einfassende Element in das Schnürloch hineingezogen wird und darin kraftschlüssig fixiert bleibt. Für den Wechsel des Schnürsenkels samt dem daran fixierten einfassenden Element kann am Schnürsenkel ent gegen der ursprünglichen Einfädel-Richtung kurz kräftig gezogen werden, sodass das einfassende Element aus der Einrastung am Schnürloch herausgezogen wird.

Die Erfindung wird an Hand von zwei Zeichnungen veranschaulicht: Fig. 1: zeigt in Teilschnittansicht mit zur Längsrichtung des Schnürsenkels paralleler Schnittebene den hier relevanten Ausschnitt eines beispielhaften erfindungsgemäß ausgebildeten Schuhs.

Fig. 2: zeigt ein weiteres beispielhaftes erfindungsgemäß verwendbares einfassendes Element für sich allein in Frontalansicht.

Fig. 3: zeigt in Teilschnittansicht den relevanten Ausschnitt eines mit dem einfassenden Element von Fig. 2 ausgestatteten Schuhs.

Fig. 4: zeigt in perspektivischer Darstellung ein drittes beispielhaftes erfindungsgemäß verwendbares einfassendes Element für sich allein.

Fig. 1 zeigt einen Schnürsenkel 1, ein einfassendes Element 2 und das Obermaterial 3 eines erfindungsgemäß ausgestatteten Schuhs in bestimmungsgemäß zusammengefügtem Zustand.

Das einfassende Element 2 ist an einem Schnürloch 4 in dem Obermaterial 3 fixiert, und der Schnürsenkel 1 erstreckt sich durch ein Durchgangsloch 5 im einfassenden Element 2 hindurch.

In diesem Beispiel ist das einfassende Element 2 - wie oben beschrieben - aus drei hintereinanderliegenden Ringkörpern gebildet, welche allesamt das "gemeinsame" Durchgangsloch 5 umringen. Der mittlere Ringkörper 6 des einfassenden Elements 2 erstreckt sich durch das Schnürloch 4 hindurch. Er hat kleineren Durchmesser als die beiden zu seinen Stirnseiten an ihn anschließenden Ringkörper, nämlich der an der Außenseite des Oberma terials 3 anliegende äußere Ringkörper 7 und der an der Innenseite des Obermaterials 3 anliegende innere Ringkörper 8.

Der Durchmesser des äußeren Ringkörpers 7 ist idealerweise so bemessen, dass er unter starker Ausnutzung der elastischen Verformbarkeit seiner selbst und des Obermaterials 3 bzw. einer allenfalls vorhandenen Einfassung des Schnürlochs 4 mit seiner vom mittleren Ringkörper 6 abgewandten Seite voran durch das Schnürloch 4 hindurch gedrückt werden kann, oder mittels des am einfassenden Element 2 befestigten Schnürsenkels durch das Schnürloch 4 hindurch gezogen werden kann. Wie Versuche mit Prototypen gezeigt haben, sind dafür gute Dimensionierungen leicht durch Versuche zu ermitteln. Der Durchmesser des inneren Ringkörpers 8 kann noch größer sein als jener des äußeren Ringkörpers 7, denn er braucht niemals durch ein Schnürloch 4 hindurch bewegt zu werden.

Sofern die starre Verbindung zwischen Schnürsenkel 1 und einfassendem Element 2 allein auf Reibung basieren soll ist der Durchmesser des Durchgangsloches 5 des einfassenden Elements 2 idealerweise gerade so eng, dass der Schnürsenkel 1 nur unter Überwindung von starker Reibungskraft gerade eben einmal durchgezogen werden kann, ohne merklich beschädigt zu werden. Auch die diesbezüglich optimale Dimensionierung ist einfach durch Versuch ermittelbar.

Wie schon weiter oben erwähnt kann das Zusammenfügen von Schnürsenkel 1 und einfassendem Element 2 anstatt durch "gewaltsames" Durchziehen des Schnürsenkels 1 durch das Durchgangsloch 5 beispielsweise auch gebildet werden indem das einfassende Element durch Umspritzen des Schnürsenkels 1 mit Kunststoff gebildet wird und damit schon mit dem Entstehen mit dem Schnürsenkel 1 verbunden wird.

Es ist beispielsweise auch möglich, das Durchgangsloch 5 relativ zu den entspannten Querschnittsabmessungen des Schnürsenkels 1 weiter als dargestellt auszubilden und die Verbindung zwischen dem einfassenden Element 2 und dem Schnürsenkel 1 mittels Klebstoff oder einer Art Verlötung oder mittels eines quer zur Richtung des Durchgangsloches 5 verlaufenden Bolzens oder quer zur Richtung des Durchgangsloches 5 verlaufender kleiner Spitzen, Haken oder Rippen zu fixieren.

Fig. 2 zeigt ein einfassendes Element 9, welches sich von jenem von Fig. 1 dadurch unterscheidet, dass es einen zu beiden Stirnflächen des einfassenden Elements 9 hin offenen Längsschlitz 10 aufweist, durch den die Ringkörper 6, 7, 8 so unterbrochen sind, dass sie offene Ringe bilden, und damit auch die Mantelfläche des Durchgangsloches 5 an einem schmalen Umfangsbereich nach außen hin durchbrochen ist.

Der Längsschlitz 10 bringt an Vorteilen mit sich, dass das einfassende Element 9, wenn es noch nicht am Obermaterial des Schuhs angeordnet ist, zwecks Verankerung am Schnür senkel 1 einfach radial auf dieses aufgeschoben werden kann und, dass das einfassende Element 9 in einem weiteren Bereich elastisch verformbar ist, sodass der Verankerungsvorgang an einem Schnürloch 4 im Obermaterial 3 einfacher bewerkstelligt werden kann. Fig. 3 zeigt ein Beispiel für einen besonders vorteilhaften Aufbau eines erfindungsgemäßen Schuhes.

Wie bei sehr vielen Schuhen, insbesondere bei vielen Lederschuhen, besteht das Obermaterial 3 aus zwei Schichten, nämlich einer inneren Schicht 11 (welche üblicherweise ein Tex til ist) und einer äußeren Schicht 12 (welche zumeist Leder oder ein Lederimitat ist). Von den Schnürlöchern 4 ist jeweils nur der Längsbereich der inneren Schicht 11 durch eine Öse 13 eingefasst. (Es gibt natürlich auch Lederschuhe, bei denen die Öse auf der Oberfläche der äußeren Schicht sichtbar ist.)

In der in Fig. 3 gezeigten vorteilhaften Ausführung ist das einfassende Element 9 von der Innenseite des Obermaterials 3 her durch die Öse 13 am Schnürloch 4 hindurchgesteckt, und es ist so kurz, dass der äußere Ringkörper 7 gerade über die Öse 13 übersteht, nicht jedoch von der äußeren Schicht 12 vorsteht. Damit ist das einfassende Element 9 extrem unauffällig und nur bei Betrachtung aus ganz kleiner Entfernung erkennbar. Die Sichtbarkeit kann noch verringert werden, wenn die Farbe des einfassenden Elements 9 gleich oder ähnlich ausgebildet ist wie jene der äußeren Schicht 12 oder jener Ösen 13, welche sich an Schnürlöchern befinden, an denen kein einfassendes Element 9 angebracht ist.

Fig. 4 zeigt ein einfassendes Element 14, welches besonders gut durch Einschieben in ein Schnürloch am Obermaterial eines Schuhes zu montieren ist. Das einfassende Element 14 ist wiederum aus drei Ringkörpern 15, 16, 17 aufgebaut, wobei der mittlere Ringkörper 16 den kleinsten Durchmesser hat.

Bei jenen beiden Ringkörpern 16, 17, welche für die Montage des einfassenden Elements 14 in ein Schnürloch hinein geschoben werden müssen, ist die Mantelfläche durch einen oder mehrere Längsschlitze 18 durchbrochen, womit das verbleibende Material dieser Ringkörper 16, 17 Federzungen bildet, die gut dazu geeignet sind, in ein Schnürloch eingeschoben zu werden und sich gegen Herausziehen zu verhaken - auch dann wenn das Schnürloch durch eine Öse (Fig. 3) eingefasst ist. Der beim Einschieben in ein Schnürloch an vorderster Stelle liegende Ringkörper 17 ist nach Art einer Pfeilspitze kegelstumpfartig abgeschrägt, womit der Vorgang des Einschiebens noch weiter erleichtert wird.

Der breiteste Ringkörper 15 ist gar nicht geschlitzt; er braucht auch nicht durch ein Schnürloch hindurchgesteckt zu werden. Durch alle Ringkörper 15, 16, 17 des einfassenden Elements 14 verläuft wiederum ein Durchgangsloch 19, Bevorzugt ist der Durchmesser des Durchgangslochs 19 kleiner als jener des bestimmungsgemäß durch dieses hindurchzusteckenden Schnürsenkels, wenn der Schnürsenkel nicht durch Druck komprimiert ist. Damit wird nicht nur erreicht, dass der Schnürsenkel schon durch Reibung allein am einfassenden Element 14 ausreichend halten kann, sondern auch, dass die durch die Ringkörper 16, 17 gebildeten Federzungen an Verformung gehindert werden, zufolge sie wieder aus dem Schnürloch am Obermaterial gleiten könnten.

Natürlich kann das einfassende Element 14 gemäß Fig. 4 auch schon durch Umspritzen eines Schnürsenkels mit Kunststoff gebildet und mit dem Schnürsenkel verbunden werden.

Vor allem der nicht durch ein Schnürloch durchzusteckende breiteste Ringkörper 15 kann auch als Schmuckelement oder Kennzeichnungselement an einem Schuh verwendet werden. Dazu ist das einfassende Element 14 von außen nach innen mit dem pfeilartig zugespitzten Ringkörper 17 voran in ein Schnürloch im Obermaterial eines Schuhs einzustecken. Der breiteste Ringkörper 15 bleibt dann an der Außenoberfläche des Obermaterials deutlich sichtbar im Blickfeld.

Als Andeutung dafür, dass der breite Ringkörper 15 mit Schmuckelementen oder einem Kennzeichnungselement, wie beispielsweise einem Firmenlogo, ausgestattet ist, sind in Fig. 4 beispielhaft die seitlichen Vorsprünge 20 dargestellt. Mit Strukturen wie Vorsprüngen 20, aber auch mittels Einprägungen etc. können auch unterschiedliche Dimensionen von einfassenden Elementen gekennzeichnet werden, sodass die Unterscheidung und Erkennung von unterschiedlich dimensionierten einfassenden Elementen sehr einfach wird.

Gemäß einer speziellen vorteilhaften Ausführungsform eines einfassenden Elements ist dieses mit einer elektronischen Identifizierungsschaltung, beispielsweise einem RFID-Chip ausgestattet. Diese Identifizierungsschaltung kann durch das Kunststoffmaterial, welches den wesentlichen Teil des einfassenden Elements bildet, umspritzt sein, oder sie kann auf einen Oberflächenbereich des einfassenden Elementes aufgeklebt sein.

Diese Option ist beispielsweise für besonders hochwertige Sicherheitsschuhe anzudenken, welche von Unternehmen an Angestellte ausgegeben werden und deren Verwendung beim Aufenthalt in manchen Gefahrenbereichen überwacht und/oder erzwungen werden soll.