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Title:
SHOE SOLE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2010/006906
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a shoe sole with integrated load-distributing panels: a first load-distributing panel (2), which extends from a heel region to a ball-of-the-foot region of the sole, and a second load-distributing panel (4), which follows the first load-distributing panel from the ball-of-the-foot region to a toe region. The two load-distributing panels, in the ball-of-the-foot region, run in the vicinity of a top side of the sole and, in toe and midfoot regions, which are located in front of and behind the ball-of-the-foot region, run in the vicinity of an underside of the sole. In the ball-of-the-foot region, at least one cushion (8) with a Shore hardness of 25 to 35 is integrated in the sole beneath the two load-distributing panels. The two load-distributing panels are separated from one another in the ball-of-the-foot region by a gap (6) which runs transversely over the entire sole.

Inventors:
LEDERER, Stefan (Soxhletstr. 6, München, 80805, DE)
Application Number:
EP2009/057873
Publication Date:
January 21, 2010
Filing Date:
June 24, 2009
Export Citation:
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Assignee:
LEDERER, Stefan (Soxhletstr. 6, München, 80805, DE)
International Classes:
A43B13/12; A43B13/14; A43B13/16; A43B13/18
Attorney, Agent or Firm:
FARAGO, Peter (Thierschstr. 11, München, 80538, DE)
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Claims:
Patentanspruche

1 Schuhsohle mit darin integrierten Lastverteilungsplatten, einer ersten Lastverteilungsplatte (2), die sich von einem Fersenbereich bis zu einem Ballenbereich der Sohle erstreckt, und einer zweiten Lastverteilungsplatte (4, 4', 4"), die sich im Anschluss an die erste Lastverteilungsplatte von dem Ballenbereich bis zu einem Zehenbereich der Sohle erstreckt, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Lastverteilungsplatten (2; 4; 4', 4") in dem Ballenbereich nahe an einer Oberseite der Sohle verlaufen und in vor und hinter dem Ballenbereich liegenden Zehen- und Mittelfußbereichen nahe an einer Unterseite der Sohle verlaufen, in dem Ballenbereich mindestens ein Polster (8) mit einer Shore-Härte von 25 bis

35 unterhalb der beiden Lastverteilungsplatten (2; 4, 4', 4") in die Sohle integriert ist, und die beiden Lastverteilungsplatten (2, 4, 4', 4") in dem Ballenbereich durch eine quer über die ganze Sohle verlaufende Lücke (6) voneinander getrennt sind.

2 Schuhsohle nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Lücke (6), welche die beiden Lastverteilungsplatten (2, 4; 4', 4") in dem Ballenbereich trennt, zwischen 2 und 8 mm breit ist

3. Schuhsohle nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass über den Lastverteilungsplatten (2, 4, 4', 4") eine Innensohle (12) mit einer Shore- Härte von 40 bis 50 liegt, wobei die Innensohle über dem Ballenbereich wesentlich dünner ist als über den Zehen- und Mittelfußbereichen der Sohle

4. Schuhsohle nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Fersenbereich ein Absatzpolster (10) mit einer Shore-Härte von 25 bis 35 in die Sohle integriert ist

5. Schuhsohle nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lastverteilungsplatten (2, 4, 4', 4") jeweils aus einem Kevlar-Carbon- Verbundmaterial bestehen 6 Schuhsohle nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Polster (8) in dem Ballenbereich aus einem EVA/PU- Weichschaum besteht.

7 Schuhsohle nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Absatzpolster (10) aus einem EVA/PU-Weichschaum mit einer Shore-Härte von 25 bis 35 besteht

8. Schuhsohle nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Innensohle (12) aus einem EVA/PU-Schaum mit einer Shore-Härte von 40 bis 50 besteht

9. Schuhsohle nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der Lastverteilungsplatten (2; 4; 4', 4") mindestens einen Einschnitt (14; 16, 18) aufweist, der sich in der Nähe der die beiden Lastverteilungsplatten trennenden Lücke (6) von der Sohleninnenseite aus auf die Längsmittelachse der Sohle zu erstreckt

10. Schuhsohle nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der Lastverteilungsplatten (2; 4; 4', 4") einen Einschnitt (20; 22) aufweist, der sich von der Mitte der die beiden Lastverteilungsplatten trennenden Lücke (6) aus im Wesentlichen entlang der Längsmittelachse der Sohle erstreckt

11 Schuhsohle nach der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lastverteilungsplatten (2; 4; 4', 4") Bereiche mit unterschiedlicher Härte aufweisen, die derart ausgebildet und angeordnet sind, dass die Pronation des Fußes und/oder die Supination des Fußes unterstutzt wird.

12 Schuhsohle nach der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lastverteilungsplatten (2, 4; 4', 4") Ränder (2', 4'") aufweisen, die an der Schuhsohle vorbei nach oben verlängert sind.

Description:
Schuhsohle

Die Erfindung betrifft eine Schuhsohle mit integrierten Lastverteilungsplatten gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Eine derartige Schuhsohle ist aus der US-A-4 241 523 bekannt. Deren Lastverteilungsplatten bestehen aus relativ steifem Kevlar- oder Kohlefasermaterial und sind an einer quer über die ganze Sohle verlaufenden Linie, entlang der die Platten aneinander anstoßen, gelenkig miteinander verbunden. Über den Lastverteilungsplatten befindet sich eine Innensohle, und unter den Lastverteilungsplatten befindet sich ein Polstermaterial und darunter ein Sohlenbelag aus Gummi. Um trotz der relativ steifen Lastverteilungsplatten ausreichenden Tragekomfort und ausreichende Dämpfungseigenschaften zu erzielen, müssen sowohl die Innensohle über den Lastverteilungsplatten als auch das Polstermaterial unter den Lastverteilungsplatten auf ihrer gesamten Fläche eine gewisse Dicke haben, so dass die Schuhsohle eine relativ große Gesamtdicke hat. Außerdem ist es aufwändig, ein Gelenk zur Verbindung der Lastverteilungsplatten vorzusehen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine mit wenig Aufwand herstellbare Schuhsohle mit integrierten Lastverteilungsplatten bereitzustellen, die sowohl gute Laufund Sprungeigenschaften zeigt als auch relativ flach ausgeführt werden kann.

Ein weiteres, im Rahmen der obigen Aufgabe bestehendes Ziel der Erfindung ist die Bereitstellung einer Schuhsohle, die beim Laufen die Rückgewinnung von Energie gestattet.

Diese Aufgabe wird bei einer gattungsgemäßen Schuhsohle durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.

Die konträren Anforderungen guter Dämpfungseigenschaften einerseits und einer möglichst geringen Sohlendicke andererseits werden gemäß der Erfindung beide erfüllt, indem die beiden Lastverteilungsplatten nicht im Wesentlichen in einer Ebene verlaufen wie im gattungsbildenden Stand der Technik, sondern im Ballenbereich näher an der Oberseite der Sohle, um die beim Laufen und Springen auftretende Belastung möglichst unmittelbar aufzunehmen, und davor und dahinter näher an der Unterseite der Sohle. Dadurch kann im Ballenbereich ein relativ weiches Polster in die Sohle integriert werden, welches beim Laufen und Springen den Aufprall auf den Boden abfedert bzw dämpft, ohne dass die Gesamtdicke der Sohle erhöht werden muss In den anderen Bereichen bleibt Platz für Polstermaterial über den Lastverteilungsplatten, um für Tragekomfort zu sorgen Das Polster im Ballenbereich ermöglicht es auch, auf ein dediziertes Gelenk zur Verbindung der beiden Lastverteilungsplatten zu verzichten, da das relativ weiche Polster in Verbindung mit der im Ballenbereich dünnen Innensohle für hohe Gelenkigkeit zwischen den Lastverteilungsplatten sorgt und gleichzeitig Knick- und Abrollverhalten erleichtert..

Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteranspruchen angegeben

Es folgt eine Beschreibung zweier Ausführungsbeispiele anhand der Zeichnung Darin zeigen

Fig. 1 eine Perspektivansicht und eine Längsquerschnittsansicht einer Schuhsohle mit integrierten Lastverteilungsplatten für einen Laufschuh, und

Fig 2 eine Perspektivansicht und eine Längsquerschnittsansicht einer Schuhsohle mit integrierten Lastverteilungsplatten für einen Lauf- und Sprungschuh.

Fig. 3 eine Weiterbildung der Schuhsohle der Fig 2

Die in Fig. 1 gezeigte Schuhsohle enthält eine erste Lastverteilungsplatte 2, die sich von einem Fersenbereich bis zu einem Ballenbereich der Sohle erstreckt, und eine zweite Lastverteilungsplatte 4, die sich im Anschluss an die erste Lastverteilungsplatte 2 vom Ballenbereich bis zu einem Zehenbereich der Sohle erstreckt Im Ballenbereich sind die schraffiert eingezeichneten Lastverteilungsplatten 2, 4 durch eine quer über die ganze Sohle verlaufende, ca 3 mm breite Lücke 6 voneinander getrennt Außerdem liegen die beiden Lastverteilungsplatten 2, 4 im Ballenbereich auf gleicher Höhe nahe an einer Oberseite der Sohle, während sie unmittelbar vor und hinter dem Ballenbereich, d h in Zehen- und Mittelfußbereichen, nahe an einer Unterseite der Sohle verlaufen, wie man im Längsquerschnitt erkennt Im bzw gleich hinter dem Mittelfußbereich nähert sich die erste Lastverteilungsplatte 2 wieder der Oberseite der Sohle und erstreckt sich auf dieser Höhe ungefähr bis zur Mitte des Fersenbereichs

Der Umstand, dass die beiden Lastverteilungsplatten 2, 4 im Ballenbereich nahe an einer Oberseite der Sohle verlaufen, beeinträchtigt den Tragekomfort nicht, da ein Fuß im Ballenbereich viel festes polsterndes Gewebe aufweist Darüber hinaus trägt auch die in einem Schuh üblicherweise vorhandene (gegenwärtig nichtgezeigte) Brandsohle zur gleichmäßigen Druckverteilung bei, wodurch der Tragekomfort zusätzlich verbessert wird. Eine weitere Verbesserung des Tragekomforts wird durch die bündige Ausgestaltung der Oberseite der Sohle bewirkt, da Lastverteilungsplatten 2, 4 nicht aus der Oberseite der Sohle hinausragen

Unterhalb der im Ballenbereich erhöhten Abschnitte der Lastverteilungsplatten 2, 4 ist ein schraffiert eingezeichnetes Ballenpolster 8 mit einer Shore-Härte von ca. 25 bis 35 in die Sohle integriert. Das Polster 8 ist ca 8 mm dick, erstreckt sich im Wesentlichen über die ganze Breite der Sohle und erstreckt sich ca. 5 bis 6 cm in Richtung der Längsmittelachse der Sohle

Im Fersenbereich der Sohle ist ein ca 16 mm dickes Absatzpolster 10 mit einer Shore- Härte von ca 25 bis 35 unterhalb der ersten Lastverteilungsplatte 2 in den Absatz der Sohle integriert Um die Stelle herum, wo sich der Fersenmittelpunkt einer Person befindet, die einen Schuh mit der gezeigten Sohle trägt, ist die Lastverteilungsplatte 2 konkav ausgeschnitten, so dass die Ferse der Person mehr auf dem Absatzpolster 10 als auf der ersten Lastverteilungsplatte 2 ruht

Über den Lastverteilungsplatten 2, 4 erstreckt sich über die gesamte Fläche der Sohle eine Innensohle 12 mit einer Shore-Härte von 40 bis 50 Die Innensohle 12 ist über dem Ballenbereich wesentlich dunner als über den Zehen- und Mittelfußbereichen der Sohle, wo sie ca 1 cm dick ist Über dem hinteren erhöhten Abschnitt der Lastverteilungsplatte - A - 2 ist die Innensohle 12 wieder dunner

Die Lastverteilungsplatten 2, 4 bestehen jeweils aus einem Kevlar-Carbon-Verbund- material Das Ballenpolster 8 und das Absatzpolster 10 bestehen jeweils aus einem EVA/PU-Weichschaum (EVA = Ethylenvinylacetat (Copolymer); PU = Polyurethan (Thermoplast)). Die Innensohle 12 besteht aus einem EVA/PU-Schaum, der mit einem geeigneten Deckmaterial kaschiert ist. Derartige EVA/PU-Gemische haben hervorragende Dämpfungseigenschaften Auch weitere Materialien mit gleichen oder ähnlichen, wie beispielsweise jene, die in Druckpolster verwendet werden, können erfindungsgemäß eingesetzt werden.

Durch die Kombination des Kevlar-Carbon-Verbundmaterials mit dem EVA/PU- Weichschaum entsteht erfindungsgemäß eine Schuhsohle mit einer Federwirkung, die gute Lauf- und Sprungeigenschaften hat und die Ruckgewinnung von Energie ermöglicht.

Die Unterseite der Sohle, d h die gesamte Fläche unterhalb der Lastverteilungsplatten 2, 4 und der Ballen- und Absatzpolster 8, 10, besteht aus Gummi oder einem anderen geeigneten Sohlenmaterial

Die erste Lastverteilungsplatte 2 weist zwei Einschnitte 14, 16 auf, die sich in der Nähe der Lücke 6 von der Sohleninnenseite aus in Richtung auf die Längsmittelachse der Sohle erstrecken Die zweite Lastverteilungsplatte 4 weist einen ebensolchen Einschnitt 18 auf Aufgrund der Einschnitte 14, 16 und 18 können sich die Lastverteilungsplatten 2, 4 im Ballenbereich leichter nach innen verwinden, d h die Torsionsfähigkeit der Sohle wird in diesem Bereich verbessert.

Vorteilhafter Weise kann die Härte der Lastverteilungsplatten unterschiedliche Werte annehmen. So ist es denkbar, den mit dem Bezugszeichen 11 bezeichneten Bereich der Lastverteilungsplatte 2 härter auszubilden als ihre übrigen Bereiche, wodurch beim Gehen die Pronation des Fußes unterstützt wird. Analog ist es denkbar die mit 11' bezeichneten Bereiche der Lastverteilungsplatten 2, 4 härter auszubilden als ihre übrigen Bereiche, wodurch beim Gehen die Suspination des Fußes unterstutzt wird Die in Fig 1 gezeigte Schuhsohle ist besonders zum Gehen und Laufen geeignet

Eine Schuhsohle, die besonders für Sportarten wie Basketball oder Volleyball geeignet ist, bei denen viel gesprungen wird, ist in Fig 2 gezeigt, worin gleiche oder ähnliche Bestandteile wie in Fig. 1 mit gleichen Bezugszeichen bezeichnet sind. Die in Fig 2 gezeigte Schuhsohle gleicht jener von Fig 1 mit Ausnahme der nachfolgend erläuterten Unterschiede

Erstens verläuft die erste Lastverteilungsplatte 2 hinter dem Ballenbereich stets nahe an der Unterseite der Sohle Entsprechend ist die darüber liegende Innensohle 12 in den Mittelfuß- und Fersenbereichen wesentlich dicker als im ersten Ausfuhrungsbeispiel. Zweitens weist die erste Lastverteilungsplatte 2 einen Einschnitt 20 auf, der sich von der Mitte der Lücke 6 aus entlang der Längsmittelachse der Sohle bis zum Mittelfußbereich erstreckt Drittens weist die zweite Lastverteilungsplatte einen Einschnitt 22 auf, der sich von der Mitte der Lücke 6 aus entlang der Längsmittelachse der Sohle bis zum vorderen Ende der Sohle erstreckt und die zweite Lastverteilungsplatte in zwei Teile 4' und 4" zweiteilt. Viertens sind seitliche Einschnitte, die nicht so tief sind wie die entsprechenden Einschnitte 14, 16 und 18 in dem Ausfuhrungsbeispiel von Fig. 1 , auf beiden Seiten der Lastverteilungsplatten 2 bzw 4', 4" vorgesehen Die Einschnitte 20, 22 bzw. die Zweiteilung der zweiten Lastverteilungsplatte erhöhen die Torsionsfähigkeit der Sohle im gesamten Vorderfußbereich.

In einer Weiterbildung der Schuhsohle der Fig 2, die in der schematischen seitlichen Ansicht der Fig 3 dargestellt ist, können die Ränder 2' und 4'" der Lastverteilungsplatten bis zum Rand der Sohle hin und an dieser vorbei seitlich an einem (nicht gezeigten) Schuhschaft entlang verlängert und nach oben gezogen werden Somit wird eine Unterstützung für den Fuß geschaffen, um beim abrupten "Stehenbleiben" den nach außen auftreten großen Fliehkräften entgegenzuwirken Diese Verlängerung mit den nach oben gezogenen Rändern kann an beiden Seiten der Sohle erfolgen und nicht nur an einer, wie in der Fig. 3 dargestellt Das Abrollen bzw Abknicken des Schuhs wird aufgrund der Trennung der Lastverteilungsplatten nicht beeinträchtigt