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Patent Searching and Data


Title:
SHORT-CIRCUITING AND BRUSH-RAISING DEVICE FOR ASYNCHRONOUS MOTORS WITH A SLIP-RING ROTOR
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/1991/015050
Kind Code:
A1
Abstract:
The short-circuiting and brush-raising device (13) described includes a rotatable actuating ring (14) with brush-actuating rods (28) which, via levers (31), cause the brushes (15) to be raised after the slip rings (3, 3a) have been short-circuited by longitudinal displacement of the short-circuiting ring (10). In order to make the device wear-resistant and robust, the actuating ring (14) is fitted with three rollers (18) with which the ring abuts, in the starting position, the spring-biased short-circuiting ring (10). The actuating ring (14) is guided to move exactly parallel by three longitudinal guide rods (25) disposed at right angles to the brush-actuating rods (28). All the joints (26, 27, 29, 30) of these rods (25, 28) are positioned in such a way that the freely moving joints (26, 30) pass through their points of maximum lateral excursion at times which are staggered with respect to each other in such a way that the brush-actuating rod (28) passes its point of maximum excursion first, followed by the longitudinal guide rod (25). The distance (20) between the contacts (8) on the short-circuiting ring (10) and the contacts (7) on the slip rings (3) is smaller in the starting position than the longitudinal displacement of the actuating ring (14) during short-circuiting so that the brushes (15) are not raised until after short-circuiting has taken place.

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Inventors:
Lang, Karl (Schmitzweg 122, Berlin 26, D-1000, DE)
Application Number:
PCT/DE1991/000074
Publication Date:
October 03, 1991
Filing Date:
January 23, 1991
Export Citation:
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Assignee:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Wittelsbacherplatz 2, M�nchen, D-80333, DE)
Lang, Karl (Schmitzweg 122, Berlin 26, D-1000, DE)
International Classes:
H02K13/00; H01R39/42; H02K17/22; (IPC1-7): H01R39/42; H02K17/22
Foreign References:
DE1005173B
Attorney, Agent or Firm:
SIEMENS AG (Postfach 22 16 34, M�nchen 22, D-8000, DE)
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Claims:
Patentansprüche
1. Kurzschluß und Bürstenabhebevorrichtung (13) für Asynchron¬ motoren mit Schleifringläufer, bei denen die Schleifringe (3) axial ungefederte Kurzschlußkontakte (7) aufweisen, über die sie mittels eines in axialer Richtung verschiebbaren Kurzschlußringes (10) kurzschließbar sind, die Mittel zur Auslösung der axialen Verschiebung des Kurz¬ schlußringes (10) und einen die Läuferwelle (1) umgebenden, drehbar gelagerten Betätigungsring (14) enthält, der zwischen einer Anfahrstellung und einer Betriebsstellung verdrehbar ist und an dem gleichlange Lenker (Bürstenbetätigungslenker (28)) mit einem Gelenkpunkt (29) befestigt sind, die über Hebel (31) eine Drehung der Bürstenbolzen (32) und ein Abheben der Bürsten (15) erst bewirkten, wenn die Schleifringe (3) kurz¬ geschlossen sind, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß der Betätigungsring (14) über drei gleichmäßig über den Umfang verteilten, einseitig ortsfest gelagerten, gleichlangen und axial ausgerichteten Lenkern (25) (Axiallenkern) parallel geführt ist und auf seiner Innenfläche (16) auf drei gleich¬ mäßig über den Umfang verteilten radialen Achsen (17) jeweils eine Rolle (18) trägt, deren Mantelfläche (19) in der Anfahr¬ stellung an der den Schleifringen (3) zugewandten Stirn fläche (9) des Kurzschlußringes (10) anliegt, der in Richtung auf die Rollen (18) bzw. auf die Kurzschlußkontakte (7) feder¬ belastet ist, daß die Bürstenbetätigungslenker (28) senkrecht zu den Axial¬ lenkern (25) ausgerichtet sind, daß die jeweiligen Befestigungspunkte (26, 27, 29, 30) der Axiallenker und Bürstenbetätigungslenker (25, 28) so gewählt sind, daß infolge der bei der KurzschließDrehbewegung des Betätigungsringes (14) auftretenden Auslenkung die nicht orts¬ festen Befestigungspunkte (30, 26) zeitlich versetzt Scheitel punkte (38, 39) durchlaufen, wobei zunächst die Befestigungs¬ punkte (30) der Bürstenbetätigungslenker (28) ihren Scheitel punkt (39) und danach die Befestigungspunkte (26) der Axiallen¬ ker (25) ihren Scheitelpunkt (38) durchlaufen und daß der Abstand (20) zwischen den Kurzschlußkontakten (7) und der Stirnfläche (9) des Kurzschlußringes (10) in der Anfahr Stellung kleiner ist als die axiale Bewegung des Betätigungs¬ ringes (14) zwischen der Anfahr und der Betriebsstellung.
2. Kurzschluß und Bürstenvorrichtung nach Anspruch 1, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß der Betäti gungsring (14) in drei gleichmäßig über den Umfang verteilten, einseitig ortsfest gelagerten, radial ausgerichteten Lenkern (21) (Radiallenker) gelagert ist.
3. Kurzschluß und Bürstenvorrichtung nach Anspruch 2, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß zwei der Radiallenker (21) die gleiche starre Länge aufweisen und der dritte Radiallenker (21a) längenvariabel ausgebildet ist.
4. Kurzschluß und Bürstenvorrichtung nach Anspruch 3, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß der dritte Radiallenker (21a) eine Feder (24) enthält.
5. Kurzschluß und Bürstenvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß die Befestigungspunkte (22, 23, 26, 27, 29, 30) der Lenker (21, 25 28) als Gelenkpunkte mit Kugelgelenkköpfen ausgebildet sind.
6. Kurzschluß und Bürstenvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß die Drehung des Befestigungsringes (14) durch eine tangential eingeleitete Kraft ausgelöst ist.
7. Kurzschluß und Bürstenvorrichtung nach Anspruch 6, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß der Betäti¬ gungsring (14) über einen Hubspindelantrieb (35) betätigt ist.
8. Kurzschluß und Bürstenabhebevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß der Kurz¬ schlußring (10) auf Gleitbolzen gelagert ist, die mit der Läuferwelle (1) verbunden sind.
Description:
Kurzschluß- und Bürstenabhebevorrichtung für Asynchronmotoren mit Schleifringläufer.

Die Erfindung bezieht sich auf eine Kurzschluß- und Bürstenab- hebevorrichtung für Asynchronmotoren mit Schleifringläufer, bei denen die Schleifringe axial ungefederte Kurzschlußkontakte aufweisen, über die sie mittels eines in axialer Richtung ver¬ schiebbaren Kurzschlußringes kurzschließbar sind, wobei diese Vorrichtung Mittel zur Auslösung der axialen Verschiebung des Kurzschlußringes und einen die Läuferwelle umgebenden, drehbar gelagerten Betätigungsring enthält, der zwischen einer Anfahr¬ stellung und einer Betriebsstellung verdrehbar ist und an dem gleichlange Lenker (Bürstenbetätigungslenker) mit einem Gelenk¬ punkt befestigt sind, die über Hebel eine Drehung der Bürsten- bolzen und ein Abheben der Bürsten erst bewirkten, wenn die Schleifringe kurzgeschlossen sind.

Eine derartige Kurzschluß- und Bürstenabhebevorrichtung ist aus der Literaturstelle Moeller Werr "Leitfaden der Elektrotechnik", Band III "Konstruktion und Festigkeitsberechnungen elektrischer Maschinen", 3. Aufl., Seite 122, insbesondere Abbildung 122.1 bekannt. Diese Vorrichtungen werden verwendet, damit nach dem Hochlauf des Schleifringläufers über Widerstände der Asynchron¬ motor mit der kurzgeschlossenen Läuferwicklung und abgehobenen Bürsten im Betrieb mit geringen Verlusten und ohne Bürstenab¬ nutzung laufen kann.

Bei der bekannten Vorrichtung ist der Betätigungsring in Rollen gelagert und drehbar am Lagerschild befestigt. Er dient zur Verbindung von mehreren Bürstenbolzen über Lenker bzw. Laschen gleicher Länge, die mit einem Gelenkpunkt gleichmäßig am Umfang des Betätigungsringes verteilt befestigt sind. Wird der Betäti¬ gungsring mittels einer Verzahnung, in die ein Zahnrad ein¬ greift, in der dem Kurzschließen zugeordneten Richtung gedreht, so bewirken die Lenker über Hebel eine Drehung der Bürstenbol¬ zen und heben die Bürsten ab. Mit dem die Drehung des Betäti-

gunjrsringes auslösenden Zahnrad ist außerdem ein zusätzlich vorgesehener Exzenter verbunden, der eine Verschiebung des Kurzschlußringes in axialer Richtung bewirkt, wobei dieser die Kurzschlußkontakte der Schleifringe aber bereits vor dem Abhe- ben der Bürsten berührt und somit kurzschließt. Da die Kraft¬ einleitung in den Kurzschlußring nur an einen einzigen Punkt erfolgt, besteht die Gefahr eines Verkantens des Kurzschlu߬ ringes, dessen Länge im Verhältnis zum Innendurchmesser klein ist. Soll dies durch eine Lagerung auf der Läuferwelle mit kleinem Spiel verhindert werden, so ist diese ebenso wie der Zahneingriff und der Exzenter empfindlich gegen Verschmutzung. Außerdem ist die bekannte Kurzschluß- und Bürstenabhebevorrich¬ tung aufwendig, da für das Kurzschließen der Schleifringe und für das Abheben der Bürsten unterschiedliche Mittel vorhanden sind.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Kurzschluß- und Bürstenabhebevorrichtung zu schaffen, die möglichst verschlei߬ frei arbeitet und unempfindlich gegen Verschmutzungen ist.

Zur Lösung dieser Aufgabe ist eine Kurzschluß- und Bürstenab¬ hebevorrichtung der eingangs beschriebenen Art gemäß der Erfindung so ausgebildet, daß der Betätigungsring über drei gleichmäßig über den Umfang verteilten, einseitig ortsfest gelagerten, gleichlangen und axial ausgerichteten Lenkern

(Axiallenker) parallel geführt ist und auf seiner Innenfläche auf drei gleichmäßig über den Umfang verteilten radialen Achsen jeweils eine Rolle trägt, deren Mantelfläche in der Anfahrstel¬ lung an der den Schleifringen zugewandten Stirnfläche des Kurz- schlußringes anliegt, der in Richtung auf die Rollen bzw. auf die Kurzschlußkontakte federbelastet ist, daß die Bürstenbetä¬ tigungslenker senkrecht zu den Axiallenkern ausgerichtet sind, daß die jeweiligen Befestigungspunkte der Lenker (Axiallenker und Bürstenbetätigungslenker) so gewählt sind, daß infolge der bei der Kurzschließ-Drehbewegung des Betätigungsringes auftre¬ tenden Auslenkung die nicht ortsfesten Befestigungspunkte

zeitlich versetzt Scheitelpunkte durchlaufen, wobei zunächst die Befestigungspunkte der Bürstenbetätigungslenker ihren Scheitelpunkt und danach die Befestigungspunkte der Axiallenker ihren Scheitelpunkt durchlaufen, und daß der Abstand zwischen den Kurzschlußkontakten und der Stirnfläche des Kurzschlußrin¬ ges in der Anfahrstellung kleiner ist als die axiale Bewegung des Betätigungsringes zwischen der Anfahr- und der Betriebs¬ stellung.

Bei der gemäß der Erfindung ausgebildeten Kurzschluß- und Bürstenabhebevorrichtung wird sowohl die Bewegung des Kurz¬ schlußringes für das Kurzschließen der Schleifringe als auch das Abheben der Bürsten von dem Betätigungsring ausgelöst, da dieser infolge der besonderen Gestaltung seiner Lagerung während der Drehbewegung zwischen der Anfahrstellung und der Betriebsstellung auch eine Verlagerung in axialer Richtung durchführt, bei welcher er durch die Axiallenker ganz genau parallel geführt ist. Durch die abgestimmte Anordnung der jeweils Gelenkpunkte bildenden Befestigungspunkte der mit dem Betätigungsring verbundenen Lenker (Axiallenker und Bürsten¬ betätigungslenker), die außerdem zueinander senkrecht stehen, derart, daß bei der Drehung des Betätigungsringes die Scheitel¬ punkte der jeweiligen axialen Verlagerung der frei beweglichen Befestigungspunkte der Lenker zeitlich versetzt durchlaufen werden, wird die geforderte Bedingung, daß die Bürsten erst abgehoben werden dürfen, wenn die Schleifringe kurzgeschlossen sind, erfüllt.

Der Kurzschlußring ist in Richtung auf die am Betätigungsring befestigten Rollen und auf die Kurzschlußkontakte der Schleif¬ ringe federbelastet. Er wird also bei Stillstand des Asynchron¬ motors, wenn sich der Betätigungsring in der Anfahrstellung befindet, von Federn gegen die Mantelfläche der drei gleich¬ mäßig am Umfang des Betätigungsringes angeordneten Rollen gedrückt. Da somit eine gleichmäßige Dreipunktanlage der an der Stirnfläche des Kurzschlußringes gegeben ist, wird auch ein

Verkanten des Kurzschlußringes bei der axialen Bewegung verhindert.

Jeder der mit dem Betätigungsring verbundenen Lenker hat jeweils einen ortsfest liegenden und einen frei beweglichen Befestigungspunkt. Bei den Axiallenkern ist der Befestigungs¬ punkt (Gelenkpunkt) am Betätigungsring frei beweglich, da dessen Lagerung sowohl eine Drehung als auch eine axiale Verschiebung erlaubt. Bei den Bürstenbetätigunglenkern ist der Gelenkpunkt am Betätigungsring als ortsfest anzusehen, denn er muß der Bewegung des Betätigungsringes folgen, dagegen ist der andere Gelenkpunkt, der zu einen mit den Bürstenbolzen verbun¬ denen Hebel führt, frei beweglich. Die Axiallenker und die Bürstenbetätigungslenker stehen zueinander senkrecht und die Anordnung der jeweiligen ortsfesten Befestigungspunkte der Lenker ist zu der der jeweiligen beweglichen Gelenkpunkte so abgestimmt, daß man bei einer Drehung des Betätigungsringes ein zeitlich versetztes, d. h. aufeinanderfolgendes Durchlaufen der Scheitelpunkte der jeweiligen Bewegungen der beweglichen Befestigungspunkte der Lenker erreicht. Dadurch ist die bei der Drehung des Betätigungsringes aus der Anfahrstellung heraus in Richtung des Kurzschließens zunächst auftretende Verlagerung der freien Befestigungspunkte der Bürstenbetätigungslenker sehr gering, da sie ihren Scheitelpunkt durchlaufen. Entsprechend werden die Hebel und Bürstenbolzen kaum gedreht. Die Axiallen¬ ker bewirken dagegen dabei eine verhältnismäßig große axiale Auslenkung des Betätigungsringes, da ihr beweglicher Befesti¬ gungspunkt am Betätigungsring den Scheitelpunkt noch nicht erreicht hat und somit die axiale Bewegung groß ist. Ent- sprechend groß ist die Verlagerung des Kurzschlußringes in Richtung auf die Schleifringe.

Da weiterhin der Abstand zwischen den Kurzschlußkontakten und der Stirnfläche des Kurzschlußringes in der Anfahrstellung kleiner ist als die axiale Bewegung des Betätigungsringes in Kurzschließrichtung zwischen der Anfahr- und der Betriebsstel-

lung, erreicht also der dem Betätigungsring in seiner axialen Verlagerung folgende Kurzschlußring die Kurzschlußkontakte der Schleifringe, gelangt an ihnen zur Anlage und schließt sie mit einem der Federkraft entsprechenden Kontaktdruck kurz, bevor die Bewegung der Bürstenbetätigungslenker in Umfangsrichtung hinter dem Scheitelpunkt so groß wird, daß die Drehung des Bürstenbolzens das Abheben der Bürsten auslöst. Während dieses Abhebens der Bürsten von den Schleifringen entfernen sich aber die Mantelflächen der Rollen der weiteren, jetzt nur noch geringen axialen Bewegung des Betätigungsringes folgend von der Stirnfläche des Kurzschlußringes. Während des normalen Betrie¬ bes des Asynchronläufers mit kurzgeschlossener Läuferwicklung liegen daher weder die Bürsten auf den Schleifringen noch die Rollen am Kurzschlußring an. Dadurch wird ein verlust- und verschleißarmer Betrieb der Maschine ermöglicht.

Die Ausbildung der Kurzschluß- und Bürstenabhebevorrichtung hat, abgesehen von der reibungsarmen Lagerung des Betätigungs¬ ringes, noch den Vorteil, daß die Rollen des Betätigungsringes vom Stillstand des Asynchronmotors bis zum Kurzschließen der Schleifringe an dem Kurzschlußring anliegen. Bei dem Hochlaufen des Asynchronmotors über Widerstände werden also zusammen mit dem Kurzschlußring, der mit der Läuferwelle rotiert, auch die Rollen des Betätigungsringes beschleunigt. Diese Beschleunigung ist stoßfrei und hat keine Rückwirkung auf den Betätigungsring. Da somit keine Relativbewegung zwischen den Mantelflächen der Rollen und der Stirnfläche des Kurzschlußringes auftritt, bleibt auch die Abnutzung der Rollen gering.

Da durch die Dreipunkt-Krafteinleitung zwischen Betätigungsring und Kurzschlußring ein Verkanten des Kurzschlßringes vermieden wird, kann dessen Lagerung problemlos auf kleinen Führungsflä¬ chen mit relativ großen Spiel ausgebildet werden. Dadurch ist die Kurzschluß- und Bürstenabhebevorrichtung auch unempfind- lieh gegen Verschmutzung.

Es empfiehlt sich, den Betätigungsring in drei gleichmäßig über den Umfang verteilten, einseitig ortsfest gelagerten, radial ausgerichteten Lenkern (Radiallenker) zu lagern. Dann kann der Betätigungsring auch die bei der Drehung auftretenden axialen Verlagerung reibungs- und verschleißarm ausführen. Dazu können in zweckmäßiger Weise zwei der Radiallenker die gleiche starre Länge aufweisen, während der dritte Radiallenker längenvariabel ausgebildet ist. Auf diese Weise kann die drehbare Lagerung des Betätigungsringes reibungsarm der verhältnismäßig komplizierten Bewegung des Betätigungsringes während der Drehung von der Anfahrstellung zur Betriebsstellung widerstandlos folgen. Es handelt sich dabei um eine angenähert schraubenlinienförmige Bewegung.

Besonders reibungs- und verschleißarm werden die Befestigungs¬ punkte der Lenker in der Kurzschluß- und Bürstenabhebevorrich¬ tung wenn sie als Gelenkpunkte mit Kugelgelenkköpfen ausge¬ bildet sind. Der Kurzschlußring kann mit Vorteil auf Gleitbol¬ zen gelagert sein, wodurch die Lagerung unempfindlich gegen Verschmutzung wird.

In folgenden sei die Erfindung noch anhand des in den Figuren 1 bis 6 der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbei¬ spiels näher erläutert, auf welches sich die Erfindung aber nicht beschränkt. Figur 1 zeigt eine Ansicht der Kurzschluß-Bürstenabhebevorrich¬ tung in Richtung auf das Lagerschild gesehen (ohne Kurzschlu߬ ring) in der Anfahrstellung. In Figur 2 ist (mit anderem Maßstab) ein Längsschnitt durch die Schleifringanordnung und die Kurzschluß- und Bürstenverstell- einrichtung eines Asynchronmotors dargestellt. Figur 3 zeigt ein vergrößertes Detail aus Figur 1. Die Figur 4 zeigt den Schnitt IV-IV in Figur 1. Die Figuren 5 und 6 sind Prinzipdarstellungen zur Erklärung des Bewegungsablaufs der Bürstenbetätigungslenker (Fig. 5) bzw. der Axiallenker (Fig. 6) bei der Kurzschließung.

Auf der Läuferwelle 1 eines Asynchronmotors befindet sich ein Nabenkörper 2 mit drei Schleifringen 3, die ' in nicht dargestell¬ ter Weise mit der Läuferwicklung verbunden sind. Mit den Schleifringen 3 sind an mehreren Stellen axial verlaufende Bolzen 4 verbunden, die jeweils zwei der Schleifringe 3 mittels eines Isolierrohres 5 isoliert durchsetzen und mit dem dritten Schleifring (3a in Fig. 2) elektrischen Kontakt haben. Auf der dem Lagerschild 6 zugewandten Stirnseite tragen die Bolzen 4 einen Kurzschlußkontakt 7.

Jedem Kurzschlußkontakt 7 steht ein Kurzschlußkontakt 8 gegen¬ über, der sich auf der Stirnfläche 9 eines KurzschluGringes 10 befindet. Der Kurzschlußring 10 ist auf nicht dargestellten Gleitbolzen gelagert und über Tragkörper 11 mit dem Naben- körper 2 bzw. der Läuferwelle 1 verbunden. Er rotiert also mit dieser und den Schleifringen 3. Außerdem ist der Kurzschlu߬ ring 10 durch Federn 12, die in Figur 2 nur symbolisch ange¬ deutet sind, in Richtung auf die Kurzschlußkontakte 7 an den Bolzen 4 vorgespannt.

Der Kurzschlußring 10 ist in axialer Richtung verschiebbar. Zur gesteuerten Verschiebung des Kurzschlußringes 10 dient die Kurz¬ schluß- und Bürstenabhebevorrichtung 13 mit einem die Läufer¬ welle 1 umgebenden Betätigungsring 14, der zwischen einer Anfahrstellung und einer Betriebsstellung verdrehbar ist und der das Abheben der Bürsten 15 von den Schleifringen 3 erst bewirkt, wenn diese durch den Kurzschlußring 10 kurzgeschlossen sind.

Der Betätigungsring 14 trägt an der Innenfläche 16 drei gleich¬ mäßig über den Umfang verteilte, jeweils auf radial ausgerichte¬ ten Achsen 17 angeordnete Rollen 18, deren Mantelfläche 19 in der Anfahrstellung an der den Schleifringen 3 zugewandten Stirn¬ fläche 9 der Kurzschlußringes 10 anliegt. Die Rollen 18 halten mithin den Kurzschlußring 10 gegen die Kraft der Federn 12 fest. Zwischen den Kurzschlußkontakten 7 der Schleifringe 3

und den Kurzschlußkontakten 8 des Kurzschlußringes 10 verbleibt in der Anfahrstellung ein in Fig. 2 durch Pfeile angedeuteter Abstand 20. Dieser Abstand 20 ist kleiner als die vom Betäti¬ gungsring 14 während der Verdrehung in Kurzschließrichtung zwischen der Anfahr- und der Betriebsstellung durchgeführte axiale Bewegung in Richtung auf die Schleifringe 3.

Der Betätigungsring 14 ist in drei gleichmäßig über den Umfang verteilten, einseitig ortsfest gelagerten, radial ausgerichte- ten Lenkern 21 (Radiallenker) aufgehängt. Dazu sind die Radial¬ lenker 21 jeweils mit dem Gelenkpunkt 22 am Betätigungsring 14 befestigt und der andere Gelenkpunkt 23 liegt ortsfest am Lager¬ schild 6. Zwei der Radiallenker 21 weisen die gleiche starre Länge auf, während der dritte Radiallenker 21a mittels einer Feder 24 längenvariabel ausgebildet ist.

Ferner sind noch drei weitere, zu den Radiallenkern 21 senk¬ recht ausgerichtete, axial verlaufende Lenker 25 (Axiallenker) gleichmäßig über den Umfang verteilt mit einem Gelenkpunkt 26 am Betätigungsring 14 befestigt, während der äußere Gelenk¬ punkt 27 ortsfest am Lagerschild 6 liegt. Durch die axiale Ausrichtung der drei gleichlangen Axiallenker 25 wird der Betätigungsring 14 genau prallel geführt, kann sich aber in axialer Richtung verlagern.

Entsprechend der Anzahl der beim Asynchronmotor vorhandenen Bürsten sind schließlich noch Bürstenbetätigungslenker 28 mit einem Gelenkpunkt 29 am Betätigungsring 14 befestigt. Der andere Gelenkpunkt 30 des Bürstenbetätigungslenkers 28 liegt jeweils an einem Hebel 31, der auf dem ortsfest gelagerten Bürstenbolzen 32 festgeklemmt ist. Der Bürstenbetätigungs¬ lenker 28 kann somit einer Bewegung des Betätigungsringes 14 durch Auslenkung seines Gelenkpunktes 30 folgen, wobei über den Hebel 31 der Bürstenbolzen 32 gedreht wird und die in einem Bürstenhalter 33 liegenden Bürsten 15 auch von der Schleifring¬ oberfläche 34 abgehoben werden können.

Die Gelenkpunkte 22, 23, 26, 27 und 29, 30 sind in den Figuren 1 und 2 jeweils nur schematisch angedeutet. " Damit die Kurz¬ schluß- und Bürstenabhebevorri ^ , tung möglich reibungsarm ausge¬ bildet und verschleißfrei ist, enthalten alle Gelenkpunkte 22, 23, 26, 27, 29, 30 jeweils Kugelgelenkköpfe. Die Lenker 21, 25, 28 sind jeweils in ihrer Länge einstellbar ausgebildet, damit eine genaue Justierung ihrer jeweils gleichen Längen bei der Montage vorgenommen werden kann.

Um die Kurzschluß- und Bürstenabhebevorrichtung 13 über den

Betätigungsring 14 aus der Anfahr- und die Betriebsstellung und zurück drehen zu können, ist ein Hubspindelantrieb 35 vorgese¬ hen, über den motorisch oder durch Handantrieb eine Kraft tangential über das Auge 36 in den Betätigungsring 14 einge- leitet wird. In den Endstellungen ist der Betätigungsring 14 jeweils durch die Selbsthemmung des Hubspindelantriebs 35 festgehalten.

Die Wirkungsweise der Kurzschluß- und Bürstenabhebevorrichtung wird im folgendem anhand der Prinzipdarstellung in den Figuren 5 und 6 noch genauer erläutert. Dabei ist zu beachten, daß die in Figur 5 dargestellten Bürstenbetätigungslenker 28 senkrecht zu den in Figur 6 dargestellten Axiallenkern 25 stehen. Demzu¬ folge sind in Figur 6 verschiedene axiale Ansichten des Betä- tigungsringes 14 gezeigt, die unterschiedliche Lagen aufweisen und verschieden dargestellt sind, während die senkrecht dazu stehende Ansicht des Betätigungsringes 14 in Fig. 5 in Bezug auf die axiale Lage des Gelenkpunktes 29 unverändert bleibt und deshalb nur ausgezogen dargestellt ist.

Bei Stillstand des Asynchronmotors befindet sich die Kurz¬ schluß- und Bürstenabhebevorrichtung 13 in ihrer Anfahrstellung, in der die Axiallenker 25 und die Bürstenbetätigungslenker 28 sowie der Betätigungsring 14 eine bestimmte, in den Prinzip- darstellungen die Figuren 5 und 6 ausgezogen dargestellte Lage einnehmen. In dieser Lage liegen die Mantelflächen 19 der

Rollen 18 des Betätigungsringes 14 an der Stirnfläche 9 des Kurzschlußringes 10 an. Die Kurzschlußkontäkte 7 der Bolzen 4 der Schleifringe 3 und die Kurzschlußkontakte 8 am Kurzschlu߬ ring 10 weisen zueinander den Abstand 20 auf. Die Schleif- ringe 3 sind also nicht kurzgeschlossen. Vielmehr liegen die Bürsten 15 in dieser Stellung der Bürstenbetätigungslenker 28 auf der Schleifringoberfläche 34 auf, so daß der Asynchronmotor über Widerstände hochgefahren werden kann.

Beim Hochfahren des Asynchronmotors beginnt die Lauferwelle 1 zu rotieren, zusammen mit den Schleifringen 3 und dem Kurz¬ schlußring 10. Dieser nimmt außerdem die Rollen 18 der Kurz¬ schluß- und Bürstenabhebevorrichtung 13 mit, so daß zwischen den Rollen 18 und dem Kurzschlußring 10 keine Relativbewe- gung auftritt. Dies hat den Vorteil, daß die Rollen 18 allmäh¬ lich und nicht schlagartig beschleunigt werden.

Nach dem Erreichen der Nenndrehzahl des Asynchronmotors wird zum Übergang auf den Nennbetrieb wird der Betätigungsring 14 über den Hubspindelantrieb 35 in Kurzschließrichtung 37 gedreht, wie dies in Figur 5 durch den Pfeil angedeutet ist.

Infolge dieser Drehung des Betätigungsringes 14 verlagert sich jeder Axiallenker 25 zunächst von der in Figur 6 ausgezogen dargestellten Lage in die strichpunktierte Lage. Dies bedingt eine verhältnismäßig große, durch einen Pfeil markierte axiale Verlagerung 38 des Betätigungsringes 14, da die Lage der beweg¬ lichen Gelenkpunkte 26 und der ortsfesten Gelenkpunkte 27 so gewählt ist, daß sich der Axiallenker 25 bei dieser Bewegung noch weit entfernt vom Scheitelpunkt 39 der Auslenkbewegung des Gelenkpunktes 26 befindet.

Es sei vorausgesetzt, daß durch diese axiale Verlagerung 38 des Kurzschlußringes 10 der Abstand 20 zwischen den Kurzschluß- kontakten 7 der Schleifringe 3 und den Kurzschlußkontakten 8 des Kurzschlußringes 10 überbrückt wird. Die Kurzschlußkon-

takte 7 und 8 gelangen dadurch aneinander zur Anlage, wobei die Federn 12 den Kontaktdruck herstellen. Die Schleifringe 3 und somit die Läuferwicklung werden also kurzgeschlossen.

Bei dem senkrecht zum Axiallenker 25 stehenden Bürstenbetäti¬ gungslenker 28 wird dagegen bei diesem Übergang von der ausge¬ zogen dargestellten Lage in die strichpunktiert dargestellte Lage (Figur 5) nur eine sehr geringe Auslenkung des beweglichen Gelenkpunktes 30 hervorrufen, da dieser dabei den Scheitel- punkt 40 seiner Verlagerung erreicht. Bei dieser geringen

Bewegung zum Scheitelpunkt 40 wird der Hebel 31 und somit der Bürstenbolzen 32 praktisch kaum gedreht, die Bürsten 15 liegen nach wie vor auf der Schleifringoberfläche 34 auf.

Nach einer weiteren Drehung des Betätigungsringes 14 in Kurz¬ schließrichtung 37 um den gleichen Betrag wird nun die gestri¬ chelt dargestellte Lage erreicht. Während dieser Drehung hat sich der Gelenkpunkt 30 des Bürstenbetätigungslenkers 28 vom Scheitelpunkt 40 wieder entfernt und ist praktisch in die Lage der Anfahrstellung zurückgekehrt. Die Bürsten 15 liegen unver¬ ändert auf der Schleifringoberfläche 34 auf. Da sich durch die Drehung des Axiallenker 25 aber weiterhin eine, wenn auch kleinere axiale Verlagerung des Betätigungsringes 14 ergeben hat, bewegen sich die Rollen 18 entsprechend. Da aber der Kurzschlußring 10 federbelastet an den Kurzschlußkontakten 7 anliegt, entfernen sich die Mantelflächen 19 von der Stirn¬ fläche 9 des Kurzschlußringes 10. Die Rollen 18 heben also vom Kurzschlußring ab. Ihre Rotation läuft jetzt allmählich aus.

Bei der weiterhin fortgeführten Drehung des Betätigungsrin¬ ges 14 in Kurzschließrichtung 37 von der gestrichelt darge¬ stellten Lage in die punkt-punkt-gestrichelt dargestellte Lage wird von dem beweglichen Gelenkpunkt 26 des Axiallenkers 25 der Scheitelpunkt 39 erreicht, wobei sich der Betätigungsring 14 nur noch sehr wenig in axialer Richtung verlagert. Beim Bürsten¬ betätigungslenker 28 bewirkt dagegen dieser Übergang von der

gestrichelt dargestellten in die punkt-punkt-gestrichelt dargestellte Lage eine wesentlich größere Drehung des Hebels 31 und entsprechend des Bürstenbolzens 32 und das Abheben der Bürsten 15 von der Schleifringoberfläche 34 beginnt.

Damit die Bürsten 15 für den Nennbetrieb auch in bereits abge¬ nutzten Zustand einen genügend großen Abstand von der Schleif¬ ringoberfläche 34 aufweisen, wird der Betätigungsring 14 noch einmal um den gleichen Betrag in Kurzschließrichtung 37 weiter- gedreht. Dabei verlagert sich der Bürstenbetätigungslenker 28 in die langgestrichelt dargestellte Lage, was nochmals eine verhältnismäßig große Drehung des Hebels 31 und des Bürstenbol¬ zens 32 bewirkt, so daß die Endlage der Bürsten für den kurzge¬ schlossenen Betrieb des Asynchronmotors erreicht wird. Bei dem normalen Betrieb des Asynchronmotors mit kurzgeschlossener Läuferwicklung tritt daher keine Bürstenabnutzung auf.

Bei dieser letzten Bewegung laufen zwar infolge der Drehung des Axiallenkers 25 über den Scheitelpunkt 39 hinaus die Rollen 18 am Betätigungsring 14 etwas in axialer Richtung zurück, sie weisen aber nach wie vor einen Abstand zur Stirnfläche 9 des Kurzschlußringes 10 auf, so daß die Rollen 18 bei dem Nenn¬ betrieb stillstehen.