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Patent Searching and Data


Title:
SHUTTLE EMBROIDERY MACHINE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2015/027349
Kind Code:
A1
Abstract:
The drive bar of a shuttle embroidery machine is moved up and down by a mechanism (5, 7, 25, 31 and 33) along a movement path which is inclined relative to the vertical. The linear movement path is created without linear guide means, preferably by a mechanism that engages the drive bar.

Inventors:
LÄSSER, Franz (Feldgasse 2, Diepoldsau, CH-9444, CH)
NUSSBAUMER, Hanno (Dr. Neudörferstrasse 1, Hohenems, AT-6845, CH)
Application Number:
CH2014/000125
Publication Date:
March 05, 2015
Filing Date:
August 28, 2014
Export Citation:
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Assignee:
LÄSSER AG (Hohenemserstrasse 17, Diepoldsau, CH-9444, CH)
International Classes:
D05C11/18
Foreign References:
DE8436780U11985-03-14
US0876975A1908-01-21
FR2689526A11993-10-08
EP1595990A12005-11-16
EP1595990A12005-11-16
CH703090A22011-11-15
Attorney, Agent or Firm:
GACHNANG, Hans Rudolf (Gachnang AG, Badstrasse 5Postfach 323, Frauenfeld, CH-8501, CH)
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Claims:
Patentansprüche

1. Schiffchenstickmaschine mit einem Treiberbalken (15) mit daran befestigten Treibernägeln zur gemeinsamen Bewegung einer Vielzahl von Schiffchen entlang geneigter zur vertikalen angeordneten

Schiffchenbahnen und einem Antrieb für den

Treiberbalken im Wesentlichen parallel zu den

Schiffchenbahnen,

dadurch gekennzeichnet, dass

der Hubantrieb des Treiberbalkens (15) mit einem aus einem Vielgelenkelement aufgebauten Getriebe

(25,31,33) erfolgt. 2. Schiffchenstickmaschine nach Anspruch 1, dadurch

gekennzeichnet, dass für das Geradeführen der

Treiberbalken (15) nicht in einem linear verlaufenden Führungselement gelagert ist. 3. Schiffchenstickmaschine nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Mehrzahl von Vielgelenkelementen den Treiberbalken (15) oszillierend tragen und antreiben und dass der

Treiberbalken (15) gelenkig mit den Vielgelenken verbunden ist und von diesem auf einer geneigt zur vertikalen verlaufenden Bewegungsbahn geführt wird. Schiffchenstickmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das

Vielgelenkelement eine Anordnung von mehreren

miteinander verbundenen Schwingen (25,31,33) umfasst, die an einem gemeinsamen Getriebe (5,7) angelenkt sind und dass deren gelenkige Verbindungsstellen mit dem Treiberbalken (15) die nahezu gerade Bewegung in vorgegebener Schräge zur Senkrechten oder zur

Horizontalen ausführen.

Schiffchenstickmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass jedes am Getriebe (5,7)

angelenkte Vielgelenkelement ein Viergelenk mit drei Schwingen (25,31,33) umfasst, wobei die zweite (31) und die dritte Schwinge (33) am Maschinengestell angelenkt sind und die erste Schwinge (25) mit den beiden anderen Schwingen (31,35) gelenkig verbunden ist und dass das freie Ende des Pleuels (7) am

Getriebe (5,7) gelenkig an der ersten Schwinge (25) angreift .

6. Schiffchenstickmaschine nach Anspruch 5, dadurch

gekennzeichnet, dass der Pleuel (7) sowohl mit der ersten Schwinge (25) als auch mit dem Getriebe (5,7) gelenkig verbunden ist. Schiffchenstickmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die gelenkige Verbindung

zwischen dem Pleuel (7) und der ersten Schwinge (25 an der ersten Schwinge (25) erfolgt.

Schiffchenstickmaschine nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Pleuel (7) mit je einem Gelenk (9,17), umfassend je zwei

rechtwinkelig zueinander angeordneten Lagerzapfen

(11,19), mit der Kurbel (5) und der ersten Schwinge

(25) verbunden ist.

9. Schiffchenstickmaschine nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die erste

Schwinge (25) an einem Befestigungselement (21) angelenkt ist, an welchem Befestigungselement (21) auch der Pleuel (7) angelenkt ist und wobei das

Befestigungselement (21) am Treiberbalken (15) befestigt ist.

10. Schiffchenstickmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Getriebe (5,7) mit einer Wippe verbunden ist, welche von einer alle Getriebe (5,7) antreibenden Königswelle

antreibbar ist.

. Schiffchenstickmaschine nach einem der Ansprüche bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel

(5,7,25,31,33), welche am Treiberbalken (15)

angreifen, diesen auf einer linearen Bewegungsbahn führen können, welche in einem Winkel von +a oder zur Senkrechten verläuft.

12. Schiffchenstickmaschine umfassend eine Antriebs- und eine Führungsvorrichtung (1) für den Treiberbalken (15) mit Treibernägeln zum Antrieb einer Vielzahl von

Schiffchen, welche in zur Vertikalen geneigten

Schiffchenbahnen seitlich geführt zwischen zwei Endpositionen hin- und herführbar sind und ein antreibbares Getriebe (5,7) zum oszillierenden

Antrieb der Antriebs- und Führungsvorrichtung, wobei die Führungsvorrichtung einen von Getriebe (5,7) antreibbaren Schwenkhebel umfasst, dessen freies Ende mit dem Treiberbalken (15) verbunden ist und diesen im Wesentlichen auf und nieder führt, wobei

- die Führungsvorrichtung (1) auf einem Träger (27) oder direkt am Maschinengestell der Stickmaschine angeordnet ist,

- die Führungsvorrichtung (1) mindestens eine erste Schwinge (25) , eine zweite Schwinge (31) und eine dritte Schwinge (33) umfasst,

- an jeder der Schwingen (25, 31, 33) je mindestens ein Schwenklager ausgebildet ist zur gelenkigen Verbindung mit jeweils einer der beiden anderen Schwingen oder mit dem Träger (27)

- auf dem Träger (27) zwei Schwenkachsen B und C für die schwenkbare Lagerung der ersten Enden der zweiten (31) und der dritten Schwinge (33) ausgebildet sind,

- die zweiten Enden der zweiten (31) und der dritten Schwinge (33) mit der ersten Schwinge (25) gelenkig an den Achsen E und A angelenkt sind,

- dass an der ersten Schwinge (25) ausserhalb der beiden Schwenklager E, A eine weitere Schwenkachse D ausgebildet ist, die auf dem Treiberbalken (15) angeordnet ist,

- ein Ende eines Pleuels (7) am Getriebe (5,7) und das andere Ende am Treiberbalken (15) angelenkt ist und

- der Kurbelarm (5) auf der Antriebswelle (3) antreibbar angeordnet ist.

13. Schiffchenstickmaschine nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Pleuel (7) an seinen beiden

Enden je ein Kreuzgelenk (9,17) umfasst, wobei das erste Kreuzgelenk (9) mit dem Kurbelarm (5) und das zweite Kreuzgelenk (17) am Treiberbalken (15) an der Achse D angelenkt ist.

14. Schiffchenstickmaschine nach einem der Ansprüche 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass am Treiberbalken (15) mindestens zwei Antriebs- und Führungsvorrichtungen (1) an beabstandeten Stellen Treiberbalken (15) angreifen.

Description:
Schiffchens ickmaschine

Gegenstand der Erfindung ist eine Schiffchenstickmaschine gemäss Oberbegriff der Patentansprüche 1 und 12.

Schiffchenstickmaschinen sind seit mehr als einem

Jahrhundert bekannt und arbeiten nach dem Zweifadensystem, das heisst mit einem Nadelfaden und einem Schiffchenfaden, wobei der Nadelfaden bei jedem Stich mit dem

Schiffchenfaden verschlungen wird. Eine vorne mit einem

Öhr versehene Nadel transportiert den Nadelfaden durch den Stoff hindurch auf die Hinterseite des Stoffes, wo der Nadelfaden beim Zurückziehen der Nadel eine Schlaufe bildet. Durch diese Schlaufe wird dann das Schiffchen, in welchem der Schiffchenfaden enthalten ist,

hindurchgeführt. Schiffchenstickmaschinen umfassen eine grosse Anzahl von in einer Reihe angeordneten Stickstellen und dementsprechend viele Nadeln und Schiffchen. Zur Auf- und Ab-Bewegung des Schiffchens auf einer vertikalen, leicht geneigten Lage dient ein Treiberbalken.

Aus der EP 1 595 990 ist eine solche

Schiffchenstickmaschine bekannt mit einem durch einen Kurbeltrieb oszillierten Treiberbalken. Mittels des Treiberbalkens, der sich über die gesamte Länge der

Maschine erstreckt, werden mit zwei jeder Nadel

zugeordneten Treibernägeln die Schiffchen durch die zuvor gebildete Nadelfadenschlaufe und zurück befördert. Mit dem Kurbelantrieb des Treiberbalkens können 600 und mehr Stiche pro Minute erzeugt werden.

Um die Kosten von Stickereien zu senken, werden von

Kundenseite Maschinen gefordert, die eine höhere Stichzahl erreichen können. Dies ist zwar mit einem Antrieb gemäss der EP 1 595 990 möglich, jedoch nur auf Kosten von hohem Verschleiss mehrerer Elemente des Antriebs. Durch die hohen Beschleunigungen an den oberen und unteren

Umkehrpunkten des Treiberbalkens, mit welchem der untere und der obere Treibernagel das Schiffchen durch die

Schlaufe des Nadelfadens führt, werden die Lagerstellen im Kurbelgetriebe so sehr belastet, dass deren Lebensdauer durch Verschleiss verkürzt wird. So kann es vorkommen, dass die Kugeln in den Linearführungen der

Treiberbalkenführung den Bewegungen nicht mehr rollend folgen können, sondern in den Führungsbahnen gleiten und in der Folge zu hoher örtlicher übermässiger Abnützung führen. Insbesondere werden auch die Lagerbohrung und die Achse an der Kurbelstange, welche ein Hin-und-her-Gleiten des Treiberbalkens auf seiner schräg zur Senkrechten verlaufenden Bahn ermöglicht, bis an die Grenzen

beansprucht . In der CR 703 090 wird ein Antrieb des Treiberbalkens offenbart, mit welchem die Schiebebewegung zwischen der Pleuelstange und dem Treiberbalken vermieden werden soll. Es wird dabei die Pleuelstange mit biegsamen Elementen an deren beiden Enden ausgerüstet, so dass die seitlichen

Bewegungen nicht durch ein Gleiten auf einer Welle auf dem Treiberbalken, sondern durch eine elastische Verformung der Pleuelstange aufgenommen werden sollen. Wohl findet bei diesem Stand der Technik keine Schiebebewegung statt, jedoch müssen die Biegekräfte, verursacht durch die

Federelemente an der Pleuelstange, bei jedem Hub zweimal überwunden werden. Dies ist nur möglich mit einer höheren Antriebsleistung des Hubantriebs. Weiter neigen elastische Maschinenelemente bei Hubzahlen von mehr als 600 pro

Minute dazu, zu den bereits vorhandenen Schwingungen in einer Schiffchenstickmaschine zusätzliche Schwingungen des Treiberbalkens zu erzeugen. Dabei wird nicht nur der

Treiberbalken in Schwingung versetzt, sondern auch die Schiffchenbahnen und die darin transportierten Schiffchen werden in Schwingung versetzt. Die durch die elastischen Elemente vermiedenen Schiebebewegungen beziehungsweise der Verschleiss der dort nicht mehr benötigten Elemente verlagert sich somit auf den Verschleiss an der

Schiffchenbahn und zu den zum Treiberbalken geneigt zur Vertikalen führenden Linearführungselementen und zu den ohnehin unerwünschten Schwingungen der Schiffchenstickmaschine durch die federelastischen

Elemente an den Pleueln.

Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Schiffchenstickmaschine zu schaffen, deren

Antriebsmittel für den Treiberbalken eine Erhöhung der Stichzahl pro Minute über die bisher erreichbaren

Stichzahlen pro Minute ermöglicht und bei der der

Verschleiss der Antriebsmittel gegenüber den bisher bekannten Antriebsmitteln wesentlich verringert wird. Eine weitere Aufgabe besteht darin, die

Geräuschentwicklung des Antriebs für den Treiberbalken trotz höherer Stichzahl zu reduzieren, einhergehend mit einer Reduktion der erzeugten Schwingungen.

Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin,

Schiebebewegungen in den Antriebsmitteln und am

Treiberbalken zu eliminieren und die Linearführungsmittel durch geeignete Elemente zu ersetzen.

Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin, die Schiffchenstickmaschine beziehungsweise ein und derselbe Antrieb für den Treiberbalken derart weiterzubilden, dass er sowohl für Stickmaschinen mit Schiffchenbahnen

eingesetzt werden kann, welche nicht nur im

Gegenuhrzeigersinn geneigt zur Senkrechten angeordnet sind, sondern auch solche, die im Uh zeigersinn geneigt zur Senkrechten stehen. Diese Aufgaben werden erfindungsgemäss durch eine

Schiffchenstickmaschine gemäss den Merkmalen der

Patentansprüche 1 und 12 gelöst. Vorteilhafte Lösungen der Aufgaben sind in den abhängigen Ansprüchen umschrieben.

Mit dem erfindungsgemässen Kurbeltrieb kann nicht nur eine höhere Stichzahl erreicht werden, sondern für die geneigt zur Vertikalen verlaufende Verschiebung des Treiberbalkens sind keine Linearführungsmittel in Gestalt von

Führungsstangen oder Führungsschienen mehr notwendig. Die Linearbewegung des Treiberbalkens wird durch ein geeignet ausgebildetes Viergelenk erzeugt, welches durch einen Kurbeltrieb angetrieben wird. Die Schiebebewegungen werden durch Drehbewegungen ersetzt, welche bekannterweise geringere Geräuschentwicklungen hervorrufen und mit welchem zudem an den Umkehrpunkten der schräg laufenden Verschiebung des Treiberbalkens wesentlich geringere

Beschleunigungs- und Verzögerungskräfte erzeugt werden. Als Folge davon werden auch die Lager wesentlich weniger belastet und ein Gleiten der Wälzkörper in den Lagerbahnen vermieden .

Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, dass ohne Austausch von Maschinenelementen der Antrieb von Schiffchenbahnen mit einem gegenüber der Vertikalen spiegelbildlich angeordneten Winkel verwendbar ist. Die Erfindung wird anhand von Figuren näher erläutert. Es zeigen :

Figur 1 eine perspektivische Darstellung der

bekannten Antriebsvorrichtung für eine

Treibereinrichtung, gemäss EP 1595990, Figur 2 eine schematische Darstellung einer weiteren bekannten Antriebsvorrichtung mit

elastischem Pleuel für eine

Treibereinrichtung, gemäss CH 703090,

Figur 3 eine Ansicht der Antriebsvorrichtung in

Richtung der Antriebswelle für die

Antriebsvorrichtung, Treiberbalken in tiefster Position,

Figur 4 eine Seitenansicht der Antriebsvorrichtung rechtwinklig zum Treiberbalken, Figur 5 eine perspektivische Darstellung der

AntriebsVorrichtung,

Figur 6 eine Ansicht der Antriebsvorrichtung in

Richtung der Antriebswelle für die

Antriebsvorrichtung, Treiberbalken in höchster Position,

Figur 7 eine Seitenansicht der Antriebsvorrichtung rechtwinklig zum Treiberbalken und

Figur 8 eine schematische Darstellung von drei

Lenkerteilen für nach rechts geneigte Schiffchenbahnen und in gebrochenen Linien für nach links geneigte Schiffchenbahnen.

Der in Figur 1 dargestellte Stand der Technik entspricht der EP 1 595 990 und deren Elemente und Funktionsweise sind im Text zu Figur 4 der EP 1 595 990 im Einzelnen beschrieben. In dieser Ausführung des Antriebs für einen Treiberbalken ist letzterer auf geneigt zur Vertikalen liegenden Führungen verschiebbar auf Führungsstangen gelagert. Der Neigungswinkel zur Senkrechten beträgt vorzugsweise 15°. Der Hubantrieb für den Treiberbalken mit dem Kurbelgetriebe aus Kurbel und Pleuel erfolgt hingegen in exakt vertikaler Richtung. Um die seitliche

Verschiebung des Treiberbalkens während dessen

Verschiebung zu kompensieren, ist an diesem eine

horizontal verlaufende Welle angeordnet, auf der die

Antriebsstange / der Pleuel quer zur Antriebsrichtung verschiebbar gelagert ist, so dass der Treiberbalken in dieser Lagerung relativ zum Pleuel seitlich verschiebbar ist. Diese Schiebebewegung ist bei hohen Drehzahlen einem entsprechend hohen Verschleiss insbesondere in den

Umkehrpunkten ausgesetzt. Der Kurbelarm kann Teil einer Wippe oder direkt an einer durchgehenden Königswelle angebracht sein

In der CH 703 090 wird eine mögliche Lösung zur Behebung des Verschleisses offenbart (Figur 2). Diese vermeidet die Schiebebewegung am Pleuelende, jedoch durch den gefederten Pleuel müssen bei jedem Hub zweimal Biegekräfte überwunden werden, um die Federelemente aus ihrer Ruhestellung zu biegen. Dadurch werden die Schrägführungen, auf denen der Treiberbalken gelagert ist, zusätzlich zu den hohen

Reibkräften und noch mehr einem Verschleiss ausgesetzt.

In der erfindungsgemässen Ausführung der Antriebs- und Führungsvorrichtung 1 gemäss den Figuren 3-7 ist wie im Stand der Technik gemäss EP 1 595 990 mit Bezugszeichen 3 eine Lagerstelle (Welle) für einen Kurbelarm 5 bezeichnet. Über dem Kurbelarm 5 erfolgt eine Bewegungsübertragung von der Lagerstelle 3 zu einer Antriebsstange, kurz Pleuel 7 genannt. Im Gegensatz zur bekannten Ausführung gemäss Figur 1 ist das antriebsseitige Ende 7 des Pleuels 7 nicht direkt im abtriebsseitigem Ende 5 des Kurbelarms 5 gelagert. Der Antrieb vom Kurbelarm 5 auf den Pleuel 7 erfolgt über ein erstes Gelenk 9, welches einerseits auf einem Kurbelzapfen 11 und andererseits, um 90° verdreht, am antriebsseitigen Ende 7 Λ des ersten Gelenkes 9 auf einem Pleuelzapfen 13 gelagert ist. Das erste Gelenk 9 stellt also eine spezielle Ausbildung eines Kreuzgelenks dar, welches ermöglicht, dass der Pleuel 7 senkrecht zur Längserstreckung des Treiberbalkens 15 schwenkbar gelagert ist, um die horizontale Verschiebung des Treiberbalkens 15 relativ zum Pleuel 7 aufnehmen zu können. Zudem können auf diese Weise die nicht unerheblichen Wechsellasten optimal übertragen werden. Der Treiberbalken 15 ist in Figur 4 in strichpunktierten Linien nur angedeutet. In den übrigen Figuren ist er der besseren Übersichtlichkeit halber jeweils ganz weggelassen und die Führung- und

Antriebvorrichtung 1 in Alleinstellung wiedergegeben. Das obere Ende 7" des Pleuels 7 ist ebenfalls in einem zweiten Kreuzgelenk 17, das ähnlich dem unteren ersten Gelenk 9 ausgebildet ist, über einen Pleuelzapfen 13 schwenkbar gelagert. Das zweite Gelenk 17 ist auf einem Lagerzapfen 19 schwenkbar. Der Lagerzapfen 19 ist Teil eines

Befestigungselements 21, welches die Verbindung zum

Treiberbalken 15 herstellt und mit diesem zum Beispiel verschraubt ist.

Am Befestigungselement 21 ist weiter eine Lageraufnahme 23 ausgebildet, an welcher eine erste Schwinge 25 schwenkbar und rechtwinklig zum Lagerzapfen 19 angelenkt ist. Etwa in der Mitte der ersten Schwinge 25 ist eine dritte Schwinge 33 einerseits auf einer Achse A und andererseits auch auf einer Achse C schwenkbar angelenkt. Die Achse C

beziehungsweise eine darauf angeordnete Welle ist ortsfest durch eine Basisplatte 28 mit einem am Maschinengestell der Schiffchenstickmaschine befestigten Träger 27 oder direkt mit der Schiffchenstickmaschine verbunden. Das zweite Ende der ersten Schwinge 25 ist über einen

Schwingenzapfen 29 mit einer Achse E gelenkig mit dem ersten Ende einer zweiten Schwinge 31 verbunden. Das zweite Ende der zweiten Schwinge 31 ist um eine Achse B schwenkbar gelagert. Die Achse B ist ortsfest auf der Basisplatte 28 angeordnet.

Die drei Schwingen 25,31 und 33 bilden folglich ein

Viergelenk mit den beiden ortsfesten Achsen B und C auf der Basisplatte 28 und den beiden auf Kreisbögen mit unterschiedlichen Radien beweglichen Achsen A und E an der ersten Schwinge 25. In Figur 7 ist die obere Endlage des Treiberbalkens 15 dargestellt. Das dem Schwingenzapfen 29 (Achse E)

gegenüberliegende Ende der ersten Schwinge 25 ist an der Lageraufnahme 23 am Befestigungselement 21 am

Treiberbalken 15 schwenkbar gelagert und um die dort angeordnete Schwenkachse D schwenkbar.

In der schematischen Darstellung gemäss Figur 8 sind die drei Schwingen 25,31 und 33 sowie die Anlenkpunkte der Achse B und C am Träger 27 dargestellt. Das

Befestigungselement 21, an welchem der Pleuel 7 (Pleuel 7 schematisch dargestellt) angreift, ist nicht detailliert eingezeichnet, sondern es ist nur durch die Pfeile P angedeutet wie der Bewegungsverlauf des

Befestigungselements 21 und folglich des Trägerbalkens 15 verläuft. Der Treiberbalken 15, an welchem das

Befestigungselement 1 befestigt ist, ist der guten

Übersichtlichkeit halber ebenfalls weggelassen. Nachfolgend wird die Funktionsweise der Führungs- und Antriebsvorrichtungen 1 für den Treiberbalken 15

erläutert. Am Treiberbalken 15 greifen mindestens zwei Führungs- und Antriebsvorrichtungen 1 an und tragen und führen dieses auf einer zur Vertikalen geneigten Bahn. Mit der oszilierenden Vertikalbewegung des Pleuels 7, welcher über das Befestigungselement 21 mit dem Treiberbalken 15 gelenkig verbunden ist, wird der Treiberbalken 15

einerseits in Richtung des Pfeiles P nach oben und nach unten bewegt. Da das Befestigungselement 21 und folglich auch der Treiberbalken 15 gelenkig über die Achse D mit dem ersten Hebel 25 verbunden sind, erfolgt die

Antriebsbewegung mit dem Pleuel 7 nicht in der

Senkrechten, sondern der Treiberbalken 15 wird von der ersten Schwinge 25, die auch an der zweiten und dritten Schwinge 31,33 angelenkt ist, zusätzlich in horizontaler Richtung H bewegt. Durch die Vertikalbewegung P zwischen dem oberen und dem unteren Umkehrpunkt des Pleuels 7 erfolgt also gleichzeitig eine Verschiebung, das heisst eine vertikale Bewegung und gleichzeitig eine horizontale Bewegung um den Betrag H des Treiberbalkens 15. Die seitliche Verschiebung H des Treiberbaikens 15 zwischen dem unteren und dem oberen Umkehrpunkt des Pleuels 7 bewirkt, dass der Treiberbalken 15 sich auf einer

annähernd geraden Linie bewegt, welche zur Vertikalen in einem Winkel oi, zum Beispiel 15°, liegt. Der Treiberbalken 15 bewegt sich folglich, da dieser von einer Mehrzahl von nebeneinander längs des Treiberbalkens 15 angeordneter Antriebs- und Führungsvorrichtungen 1 getragen wird ohne fest angeordnete Linear-Führungsmittel, z. B. Schienen, wie sie im Stand der Technik gemäss den Figuren 1 und 2 zwingend notwendig sind, auf der gewünschten spitzwinklig zur Vertikalen liegenden und annähernd geradlinig

verlaufenden Bahn geführt. Die Antriebsvorrichtung 1 übernimmt damit nicht nur die Hubbewegung P des

Treiberbalkens 15, sondern gleichzeitig und ohne

Zuhilfenahme von Linear-Führungsmitteln auch die

horizontale Bewegung H des Treiberbalkens 15. Sie

eliminiert folglich bei jedem Hub und Stich der

Stickmaschine zwei geführte Linearbewegungen gemäss Figur 1 und die spitzwinklig zur Senkrechten erfolgenden

Linearführung gemäss Figur 2 und dort die

schwingungsrelevanten Biegungen des Pleuels 7.

Ohne einen Austausch von Elementen der Antriebsvorrichtung 1, kann letztere auch für den Antrieb von Treiberbalken 15 in Schiffchenstickmaschinen eingesetzt werden, welche Schiffchenbahnen aufweisen, die eine Schrägstellung zur Vertikalen aufweisen, die in die entgegengesetzte Richtung -a von den Senkrechten verlaufen. Durch einfaches

Schwenken der dritten Schwinge 33 im Gegenuhrzeigersinn und damit auch Schwenken der zweiten Schwinge 31 im

Uhrzeigersinn von der in Figur 8 in ausgezogenen Linien dargestellten Lage in die mit gebrochenen Linien dargestellte Lage, kann diese Umstellung einfach vorgenommen werden. Die Antriebsvorrichtung arbeitet folglich mit genau den gleichen Maschinenelementen in beiden Schwenkrichtungen und ermöglicht es dem Herstell seine Vorrichtung für beide Arten von Schiffchenführung ohne zusätzliche Austauschelemente und damit ohne zusätzliche Kosten und Lagerhaltung anbieten zu können.