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Title:
SIDE-MILLING CUTTER, IN PARTICULAR FOR MACHINING TOOTHING SYSTEMS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/098239
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a side-milling cutter (1) for producing a toothing system (Z), having at least one insert (5) having a rectangular cross section arranged in a holding pocket (3) as an insert seat, having two top surfaces (9) facing away from each other, having two long insert sides (5a) located opposite each other and also having two narrow insert sides (5b) located opposite each other. Of four cutting edges (7) of the insert (5) which extend along the long insert sides (5a) in the longitudinal direction (12), in each case two cutting edges (7) delimit the top surfaces (9) of the insert (5) at the edge, each cutting edge (7) extending in a curve.

Inventors:
GESELL, Reinhold (Petersdorf 20, Weihenzell, 91629, DE)
SCHUMANN, Rene (Zum Stiegelfeld 9, Nürnberg, 90411, DE)
Application Number:
EP2011/000549
Publication Date:
August 18, 2011
Filing Date:
February 07, 2011
Export Citation:
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Assignee:
KENNAMETAL INC. (1600 Technology Way, Latrobe, PA, 15650-0231, US)
GESELL, Reinhold (Petersdorf 20, Weihenzell, 91629, DE)
SCHUMANN, Rene (Zum Stiegelfeld 9, Nürnberg, 90411, DE)
International Classes:
B23F21/14; B23C5/20
Attorney, Agent or Firm:
FDST (Freier Dörr Stammler Tschirwitz, Nordostpark 16, Nürnberg, 90411, DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Scheibenfräser (1 ) zur Herstellung einer Verzahnung (Z), mit mindestens einer in einer Aufnahmetasche (3) als Plattensitz angeordneten im Querschnitt rechteckförmigem Wendeplatte (5) mit zwei einander abgewandten Deckflächen (9) und mit zwei einander gegenüberliegenden Plattenlängsseiten (5a) sowie mit zwei einander gegenüberliegenden Plattenschmalseiten (5b) und mit jeweils zwei die Deckflächen (9) randseitig begrenzenden Schneidkanten (7),

wobei sich die vier Schneidkanten (7) entlang der Plattenlängsseiten (5a) in Plattenlängsrichtung (12) erstrecken, und

wobei jede Schneidkante (7) bogenförmig verläuft.

2. Scheibenfräser (1 ) nach Anspruch 1 , mit beidseitig angeordneten Aufnahmetaschen (3) als Plattensitz für eine Anzahl von Wendeplatte (5) .

3. Scheibenfräser (1 ) nach Anspruch 1 oder 2, mit einer dessen Mittellängs- achse (6) schneidenden Scheiben-Mittellängsebene (E), wobei die Wendeplatten (5) zur Scheiben-Mittellängsebene (E) schräg gestellt sind.

4. Scheibenfräser (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, mit alternierend bestückten Aufnahmetaschen (3) derart, dass Wendeplatten (5) und ausschließlich zur Bearbeitung der Zahnköpfe einer Verzahnung geeignete Zahnkopfbearbeitungsplatten (4) einander abwechselnd angeordnet sind.

5. Scheibenfräser (1 ) nach Anspruch 4, wobei sowohl die Wendeplatten (5) als auch die Zahnkopfbearbeitungsplatten (4) zur Scheiben-Mittellängsebene (E) schräg gestellt sind.

6. Scheibenfräser (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei jede Wendeplatte (5) eine unterhalb der Schneidkante (7) in die jeweilige Plattenlängs- seitense (5a) eingeformte Spanstufe (17) sowie eine an die Schneidkante (7) angerenzende und sich in die Deckfläche (9) erstreckende oder von dieser im Plattensitz gebildete Freifläche (9, 11 ) aufweist.

7. Scheibenfräser (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei jede Wendeplatte (5) einen zentralen, aus der jeweiligen Deckfläche (9) hinausstehenden Auflagebereich (10) und eine gegenüber der Deckfläche (9) zurückspringende Freifläche (11 ) zwischen der Schneidkante (7) und dem Auflagebereich (10) auf jeder Deckfläche (9) aufweist.

8. Wendeplatte (5) für einen Scheibenfräser (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei der bogenförmige Verlauf der Schneidkante (7) gebildet ist durch einen zur jeweiligen Deckfläche (9) hin gerichteten konvexen Kantenverlauf (Fig. 9 und 12).

9. Wendeplatte (5) für einen Scheibenfräser (1 ) nach Anspruch 8, wobei die die Schneidkanten (7) endseitig verbindenden plattenschmalseitigen Stirnkanten (14) profiliert sind zur Bildung einer zusätzlichen Stirnschneide (16).

10. Wendeplatte (5) nach Anspruch 8, mit einer aus mehreren Einzelradien (15) zusammengesetzte Stirnschneide (16).

11. Wendeplatte (5) für einen Scheibenfräser (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei der bogenförmige Verlauf der Schneidkante (7) gebildet ist durch einen ausgehend von der jeweiligen Deckfläche (9) sich konkav in die angrenzende Plattenlängsseite (5a) erstreckenden Kantenverlauf (Fig. 6).

12. Wendeplatte (5) für einen Scheibenfräser (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei der bogenförmige Verlauf der Schneidkante (7) gebildet ist durch in der Ebene der jeweiligen Deckfläche (9) sich konvex auswölbenden oder konkav einwölbenden Kantenverlauf (Fig. 14 und 17 bzw. 20).

Description:
Beschreibung

Scheibenfräser, insbesondere zur Bearbeitung von Verzahnungen

Hintergrund der Erfindung

Die Erfindung betrifft einen mit Wendeplatten bestückten Scheibenfräser zur Bearbeitung von Verzahnungen. Die Erfindung betrifft weiter eine Wendeplatte für einen solchen Scheibenfräser zur Bearbeitung von Verzahnungen.

Mit Hilfe derartiger Fräswerkzeuge wird die jeweilige Verzahnung, die sowohl als Außenverzahnung als auch als Innenverzahnung ausgestaltet sein kann, aus dem Vollen in der Regel in einer Einschnittbearbeitung gefräst.

Bislang sind auf dem Gebiet der auch als Wendeschneidplatten bezeichneten Wendeplatten für Scheibenfräser nur Wendeplatten mit zwei nacheinander verwendbaren Schneiden bekannt. Die eine Seite der Wendeplatte ist hierbei als Auflagefläche für die Wendeplatte im Plattensitz ausgestaltet, während die der Auflagefläche abgewandte Seite mit zwei verschiedenen Schneidkanten oder Schneidkonturen versehen ist, welche nacheinander eingesetzt werden können.

Aufgabe der Erfindung

Ausgehend hiervon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Scheibenfräser zur Bearbeitung von Verzahnungen mit Wendeschneidplatte mit vier nacheinander verwendbaren Schneiden anzugeben.

Lösung der Aufgabe

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch die Merkmale des Anspruchs 1. Vorteilhafte Ausgestaltungen, Weiterbildungen und Varianten sind Gegenstand der Unteransprüche.

BESTÄTIGUNGSKOPSE Hierzu ist ein mit Wendeplatten bestückter Scheibenfräser vorgesehen. Die jeweilige Wendeplatte, die in einer Aufnahmetasche als Plattensitz angeordnet ist, weist einen rechteckförmigen Querschnitt mit zwei einander abgewandte Deckflächen und zwei einander gegenüberliegende Plattenlängsseiten sowie zwei einander gegenüberliegende Plattenschmalseiten auf. Jeweils zwei Schneidkanten begrenzen die Deckflächen randseitig, so dass sich entlang der Plattenlängsseiten in Plattenlängsrichtung insgesamt vier Schneidkanten erstrecken, die jeweils bogenförmig verläuft.

Der Scheibenfräser weist geeigneterweise beidseitig Aufnahmetaschen als Plattensitze für eine Anzahl von Wendeplatte auf. Zweckmäßigerweise sind die Wendeplatten zur die Mittellängsachse des Scheibenfräsers schneidenden Scheiben- Mittellängsebene schräg gestellt. Die Wendeplatten in einem gewissen schrägen Einlegewinkel in das Werkzeug einzulegen bedeutet, dass die Wendeplatten mit ihrer Plattenebene nicht in der gleichen Ebene verlaufen wie die Scheibenebene des Scheibenfräsers. Vielmehr ist die Ebene der Wendeplatten gegenüber der Ebene des Scheibenfräsers schräg gestellt.

Der Scheibenfräser ist in bevorzugter Ausgestaltung gemischt mit den Wendeplatten mit vier zueinander parallelen und bogenförmig oder auch ballig geformten Schneidkanten und mit speziell zur Bearbeitung der Zahnköpfe geeigneten Zahn- kopfbearbeitungsplatten bestückt, zweckmäßigerweise im Verhältnis 1 :1 , d. h. einer gleichen Anzahl von Wendeplatten und Zahnkopfbearbeitungsplatten. Dabei ist die Bestückung des Scheibenfräsers alternierend, indem Wendeplatten und ausschließlich zur Bearbeitung der Zahnköpfe einer Verzahnung geeignete Zahnkopfbearbeitungsplatten einander abwechselnd in entsprechenden Aufnahmetaschen des Scheibenfräsers angeordnet sind. Sowohl die Wendeplatten als auch die Zahnkopfbearbeitungsplatten sind dann geeigneterweise zur Scheiben-Mittellängsebene schräg gestellt.

Mit dem erfindungsmäßigen Scheibenfräser ist es möglich, ein Verfahren zur Fertigung sowohl einer Innenverzahnung, beispielsweise eines innenverzahnten Zahnkranzes, als auch einer Außenverzahnung, beispielsweise eines außenver- zahnten Zahnrades, durchzuführen. Bei diesem Herstellungsverfahren wird mit einem einzigen Fräsvorgang sowohl die jeweilige Zahnflanke als auch der jeweilige Zahnkopf gefräst. Hierdurch wird eine signifikante Reduzierung der Durchlaufzeiten bei der Verzahnungsfertigung erreicht.

Hinsichtlich der Wendeplatten (Wendeschneidplatten) eignen sich die Schneidkanten aufgrund ihres bogenförmigen Verlaufs zum Fräsen der Zahnflankenkontur. Der bogenförmige Verlauf der Schneidkanten bewirkt eine ballige Ausgestaltung der beim Fräsen wirksamen Schneiden. Aufgrund der Balligkeit der Schneiden können die Deckflächen als Abstützflächen für die Wendeplatte im Plattensitz verwendet werden bei gleichzeitiger Verwendbarkeit aller vier Schneidkanten als Schneide. Der Hauptvorteil besteht somit in der Verdoppelung der Anzahl der nacheinander verwendbaren Schneiden.

Bei einer Ausführungsvariante der Erfindung ist jeweils ein zentraler Bereich der beiden einander abgewandten Deckflächen als Auflagebereich für die Wendeplatte im Plattensitz ausgestaltet. Die Deckflächen sind an ihren Rändern von den Schneidkanten begrenzt. Die Bereiche zwischen den Auflagebereichen und den Schneidkanten können in der Höhe gegenüber den Deckflächen zurückspringen, um Freiflächen und damit den erforderlichen Freigang für die Wendeschneidplatten bei der spanenden Bearbeitung der Verzahnung zu bilden.

In einer Ausgestaltung der Erfindung ist eine Spanstufe auf oder in der in Plattenlängsrichtung verlaufenden Schmalseite, d. h. auf bzw. in der Plattenlängsseite der Wendeplatte vorgesehen. Die jeweilige Spanstufe ist unterhalb der ihr zugeordneten Schneidkante in die jeweilige Plattenlängsseitense eingeformt. An die Schneidkante grenzt auf der der Spanstufe abgewandten Längsseite eine sich in die Deckfläche erstreckende oder von dieser im Plattensitz gebildete Freifläche an.

Der bogenförmige Verlauf der Schneidkante ist gemäß einer geeigneten Variante der Wendeplatte gebildet durch einen zur jeweiligen Deckfläche hin gerichteten konvexen Kantenverlauf. Dieser wird gebildet, indem die Deckflächen ausgehend von etwa der Plattenmitte zu den Plattenecken hin entlang der Schneidkanten zunehmend eingezogen bzw. abgetragen wird, so dass die Wendeplatte zu den vier Plattenecken hin praktisch dünner wird. Bei dieser Variante können die die

Schneidkanten endseitig verbindenden plattenschmalseitigen Stirnkanten zur Bildung einer zusätzlichen Stirnschneide profiliert sein. Vorzugsweise ist hierbei Stirnschneide aus mehreren Einzelradien zusammengesetzt.

Gemäß einer weiteren Variante der Wendeplatte ist der bogenförmige Verlauf der Schneidkante gebildet durch einen ausgehend von der jeweiligen Deckfläche sich konkav in die angrenzende Plattenlängsseite erstreckenden Kantenverlauf. Ferner kann der bogenförmige Verlauf der Schneidkante durch in der Ebene der jeweiligen Deckfläche sich konvex auswölbenden oder konkav einwölbenden Kantenverlauf gebildet sein.

Infolge des leicht bogenförmigen Verlaufs der Schneidkante, welcher sowohl konvex als auch konkav in der Ebene der Plattenlängsseite (d. h. in Richtung auf die Spanstufe gerichtet) oder in der Ebene der Deckfläche sein kann, erhält die Schneide ihre ballige Ausgestaltung zur spanenden Bearbeitung einer Verzahnung im Flankenbereich.

Der konkave Verlauf der Schneidkante kann durch bogenförmiges Einziehen der Schneidkante zur in derselben Plattenlängsseite gegenüberliegenden Schneidkante hin erfolgen. In diesem Fall verläuft die Schneidkante mit Blick auf die Deckfläche gerade und mit Blick auf die Plattenlängsseite konkav zur Plattenlängssei- tenmitte hin gewölbt. Auch kann der konkave Verlauf der Schneidkante durch bogenförmiges Einziehen der Schneidkante zur in derselben Deckfläche gegenüberliegenden Schneidkante hin erfolgen. In diesem Fall verläuft die Schneidkante mit Blick auf die Plattenlängsseite gerade und mit Blick auf die Deckfläche konkav zur Deckflächenmitte hin gewölbt

Bei diesen Varianten sowie bei derjenigen Variante mit in der Ebene der jeweiligen Deckfläche konvexer Auswölbung der Schneidkanten der rechteckförmigen Wendeplatte bilden nur die beiden Plattenlang- oder -längsseiten des Rechtecks sich über ihre gesamte Länge erstreckende Schneidkanten. Die die beiden Plattenlang- bzw. -längsseiten des Rechtecks verbindenden Kurzseiten, welche die Stirnkanten der Wendeplatte bilden, sind bei diesen Ausführungsform funktionslos. Auf diese Weise ist diese Wendeplatte nur zur Bearbeitung von Zahnflanken einer Verzahnung geeignet. Zur Bearbeitung der Zahnköpfe der Verzahnung müssen zusätzliche Zahnkopfbearbeitungsplatten vorgesehen sein.

Sind in den Wendeplatte deckflächenseitig Freiflächen vorgesehen und erstreckenden sich die Schneidkanten angrenzend an die Auflagebereiche konkav verlaufend, so dient diese Wendeplatte zur Herstellung einer konvexen Zahnkontur, wie sie bei einer Außenverzahnung vorhanden ist. Umgekehrt wird ein Werkzeug mit konvex sich in den Aufnahmebereich erstreckenden Schneidkanten eingesetzt, um eine konkave Zahnkontur zu fertigen, wie sie bei einer Innenverzahnung auftritt.

Bei dieser vorstehend geschilderten Ausführungsform ist es in der Regel erforderlich, die doppelte Anzahl von Schneidplatten für die Bearbeitung der Zahnköpfe vorzusehen im Vergleich zur Anzahl der Wendeplatten zur Bearbeitung der Zahnflanken. Dies kann unter Umständen zu Platzproblemen an der Fräserscheibe führen, weil die Fräserscheibe nicht genügend Einbauraum für die Vielzahl von Schneidkörpern aufweist.

Abhilfe schafft hier die Ausführungsform, bei der nicht nur die beiden die Deckflächen randseitig begrenzenden Schneidkanten, welche bei der rechteckförmigen Ausgestaltung durch die Plattenlängsseiten (Langseiten) gebildet sind, sondern auch die die Schneidkanten endseitig verbindenden Stirnkanten als zusätzliche Stirnschneiden wirksam sind. Dies wird besonders gut durch eine ballige Ausgestaltung der Stirnkanten erreicht. Durch die ballige Ausgestaltung der Stirnkanten entsteht eine besonders wirksame, von einem oder mehreren aneinandergereihten Radien gebildete, abgerundete und sich an die Schneidkanten anschließende Stirnschneide. Die aus mehreren Radien zusammengesetzte Stirnschneide hat den Vorteil einer besonders guten Anpassbarkeit an die zu spanende Geometrie der Zahnköpfe. Mit dieser Kombination aus Schneidkante und Stirnschneide ist es möglich, nicht nur die Zahnflanken sondern auch die Zahnköpfe der zu fräsenden Verzahnung zu bearbeiten. Zur Nachbearbeitung der Zahnköpfe kann dann noch eine weitere für die Kopfbearbeitung speziell ausgebildete Schneidplatte je Wendeplatte vorgesehen sein. Bei dieser Ausführungsform können die Wendeplatten, die zur Bearbeitung sowohl der Zahnflanken als auch der Zahnköpfe geeignet sind und die speziell zur Bearbeitung der Zahnköpfe geeigneten Schneidplatten, die Zahnkopf- bearbeitungsplatten im Verhältnis 1 :1 am Scheibenfräser angeordnet werden. Auf diese Weise reduziert sich die Anzahl der benötigten Schneidplatten signifikant, wodurch gewährleistet ist, dass am Scheibenfräser in jedem Fall ausreichender Einbauraum zur Verfügung steht.

Beschreibung der Figuren

Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand einer Zeichnung näher erläutert. Darin zeigen:

Fig. 1 einen alternierend mit Wende- bzw. Wendeschneidplatten für die

Bearbeitung von Zahnflanken und mit Zahnkopfbearbeitungsplatten für die Bearbeitung von Zahnköpfen bestückten Scheibenfräser in einer Seitenansicht,

Fig. 2 die Draufsicht auf den Umfang des in Fig. 1 dargestellten Scheibenfräsers

3 eine vergrößerte Draufsicht auf den Scheibenfräser gemäß Fig. 2, 4 eine perspektivische Ansicht einer Wendeplatte mit sich in Richtung auf einen Auflagebereich deren Deckfläche konkav erstreckender Freifläche,

Fig. 5 eine Draufsicht auf die in Fig. 4 dargestellte Wendeplatte,

Fig. 6 eine Seitenansicht der in Fig. 4 dargestellten Wendeplatte mit sich in deren Plattenlängsseite konkav einwölbender Schneidkante, Fig. 7 eine perspektivische Ansicht einer Wendeplatte mit sich konvex in

Richtung auf den Auflagebereich deren Deckfläche erstreckender Freifläche,

Fig. 8 eine Draufsicht auf die in Fig. 7 dargestellte Wendeplatte,

Fig. 9 eine Seitenansicht der in Fig. 7 dargestellten Wendeplatte mit in deren Plattenlängsseite konvex zur Deckfläche hin gewölbter Schneidkante,

Fig. 10 eine perspektivische Ansicht einer Wendeplatte mit konvex sich in

Richtung auf den Auflagebereich deren Deckfläche erstreckender Freifläche und mit profiliert ausgebildeten Stirnkanten der Plattenschmalseiten,

Fig. 11 die Draufsicht auf die in Fig. 10 dargestellte Wendeplatte,

Fig. 12 die Seitenansicht der in Fig. 10 dargestellten Wendeplatte mit in deren Plattenlängsseite konvex zur Deckfläche hin gewölbter Schneidkante,

Fig. 13 eine perspektivische Ansicht einer Wendeplatte mit rechteckförmi- gen Querschnitt und in der Ebene deren Deckfläche konvexer Schneidkante,

Fig. 14 die Draufsicht auf die in Fig. 13 dargestellte Wendeplatte,

Fig. 15 der Seitenansicht der in Fig. 13 dargestellten Wendeplatte,

Fig. 6 die perspektivische Ansicht einer Wendeplatte mit trapezförmigen

Querschnitt und mit in der Ebene deren Deckfläche konvexer

Schneidkante,

Fig. 17 die Draufsicht auf die in Fig. 16 dargestellte Wendeplatte,

Fig. 18 die Seitenansicht der in Fig. 16 dargestellten Wendeplatte,

Fig. 19 die perspektivische Ansicht einer Wendeplatte mit trapezförmigen

Querschnitt und mit in der Ebene deren Deckfläche sich in diese konkaver einwölbender Schneidkante,

Fig. 20 die Draufsicht auf die in Fig. 19 dargestellte Wendeplatte, und Fig. 21 die Seitenansicht der in Fig. 19 dargestellten Wendeplatte.

Einander entsprechende Teile sind in allen Figuren mit den gleichen Bezugszeichen versehen. Beschreibung des Ausführungsbeispiels

Der in den Figuren 1 bis 3 dargestellte Scheibenfräser 1 weist in jeder Seitenwand 2 als Aufnahmetaschen 3 ausgebildete Plattensitze zur Aufnahme von Schneidkörpern auf. Im Ausführungsbeispiel sind diese Schneidkörper als Zahnkopfbear- beitungsplatten 4 und als Wendeplatten 5 zur Herstellung einer Verzahnung Z ausgestaltet. Senkrecht zur Mittellängsachse 6 schneidet die Scheiben-Mittellängsebene E den Scheibenfräser 1. Die Scheiben-Mittellängsebene E des Scheibenfräsers 1 verläuft somit in der Zeichnungsebene der Fig. 1. Aus der Darstellung der Fig. 3 wird deutlich, dass sowohl die Wendeplatten 5 als auch die Zahn- kopfbearbeitungsplatten 4 zur Scheiben-Mittellängsebene E des Scheibenfräsers 1 schräg gestellt sind.

Die in den Ausführungsbeispielen dargestellten Wendeplatten (Wendeschneidplatten) 5 weisen einen rechteckförmigen Querschnitt mit zwei einander abgewandten, zueinander parallelen Deckflächen 9 und mit zwei einander gegenüberliegenden Plattenlängsseiten 5a sowie mit zwei einander gegenüberliegenden Plattenschmalseiten 5b auf. Die auch als Langseiten bezeichneten Plattenlängsseiten 5a des Rechtecks und damit der Wendeplatte 5 sind dabei als Schneidkanten 7 ausgebildet. Die in den Ausführungsbeispielen dargestellten Wendeplatten 5 weisen darüber hinaus eine zentrale Befestigungsöffnung 8 auf. Durch die Befestigungsöffnung 8 kann ein Spannstift oder eine Spannschraube hindurchgesteckt werden, um die Wendeplatte 5 am Werkzeug, d. h. am Scheibenfräser 1 zu befestigen.

Die Befestigungsöffnung 8 ist im Bereich jeder der einander gegenüberliegenden Deckflächen 9 einer jeden Wendeplatte 5 eingebettet in einen aus der Deckfläche 9 hinausstehenden Auflagebereich 10. Mit dem Auflagebereich 10 liegt die Wendeplatte 5 im Montageendzustand mit deren inaktiven Seite am Boden der Aufnahmetasche 3 an. Der Auflagebereich 10 stützt somit die Wendeplatte 5 gegenüber der Aufnahmetasche 3 ab. Zwischen dem Auflagebereich 10 und den jeweiligen Schneidkanten 7 ist jeweils eine gegenüber der Deckfläche 9 zurückspringende Freifläche 11 angeordnet. Im Ausführungsbeispiel der Fig. 4, Fig. 5 und Fig. 6 ist die Freifläche 11 konkav ausgeformt. Dies bedeutet, dass dort die Freifläche 11 sich konkav in den Auflagebereich 10 derart hinein erstreckt, dass sich in der Ebene der Plattenlängsseite 5a ein konkav gebogener Verlauf der Schneidkanten 7 ergibt (Fig. 6).

In den Ausführungsbeispielen der Fig. 4 bis Fig. 12 erstrecken sich die Schneidkanten 7 entlang den Plattenlängsseiten 5a der Wendeplatten 5 über deren gesamte Läge in Längsrichtung (Plattenlängsrichtung) 12. In der zur Längsrichtung 12 rechtwinklig verlaufenden Querrichtung (Plattenquerrichtung) 13 verbindet jeweils eine Stirnkante 14 der Wendeplatte 5 die Plattenlängsseiten 5a mit den Schneidkanten 7 miteinander.

Bei den Ausführungen der Wendeplatte 5 gemäß Fig. 4, Fig. 5 und Fig. 6 einerseits sowie den Ausführungen der Wendeplatte 5 gemäß Fig. 7, Fig. 8 und Fig. 9 andererseits sind die Stirnkanten 14 bei der Fräsbearbeitung inaktiv. Dies bedeutet, dass diese Wendeplatten 5 ausschließlich mit deren Schneidkanten 7 fräsen. Die Schneidkanten 7 fräsen bei der spanenden Bearbeitung die Zahnflanken der Verzahnung. Die Bearbeitung der Zahnköpfe erfolgt bei einem Scheibenfräser mit den Wendeplatten 5 gemäß Fig. 4, Fig. 5 und Fig. 6 bzw. Fig. 7, Fig. 8 und Fig. 9 ausschließlich durch die Zahnkopfbearbeitungsplatten 4.

Das Ausführungsbeispiel der Wendeplatte 5 gemäß den Fig. 4, Fig. 5 und Fig. 6 mit der konkaven Freifläche 11 dient zur Herstellung einer konvexen Kontur, also zur Herstellung einer Außenverzahnung. Die konvex ausgebildete Freifläche 11 mit der entsprechend konvex gebogenen Schneidkante 7 beim Ausführungsbeispiel der Wendeplatte 5 in Fig. 7, Fig. 8 und Fig. 9 dient hingegen zur Herstellung einer konkaven Kontur, also einer Innenverzahnung.

Im Bereich ihrer sich in Plattenlängsrichtung 12 erstreckenden Plattenlängsseite 5a (in Plattenlängsrichtung 12 sich erstreckende Seitenwand) sind bei den Ausführungsbeispielen der Wendeplatte 5 gemäß Fig. 4, Fig. 5 und Fig. 6 einerseits sowie bei den Ausführungsbeispielen der Wendeplatte 5 gemäß Fig. 7, Fig. 8 und Fig. 9 andererseits jeweils unterhalb der Schneidkanten 7 sogenannte Spanstufen 17 eingeformt. Es ist prinzipiell auch möglich, den bogenförmigen Verlauf der Schneidkanten 7 dadurch zu realisieren, dass die Schneidkanten 7 in der Ebene der jeweiligen Deckfläche 9 in Richtung auf die jeweilige Spanstufe 17 bogenförmig ausgeformt sind. Bei dieser Ausführungsvariante können die Freiflächen 11 fortgelassen werden. Der beim Fräsen erforderliche Freigang des Werkzeugs wird dann ausschließlich über die Schrägstellung der Wendeplatten 5 gegenüber der Scheiben-Mittellängsebene des Scheibenfräsers 1 und somit von der jeweiligen Deckfläche 9 selbst erzeugt.

Das in den Fig. 10, Fig. 11 und Fig. 12 dargestellte Ausführungsbeispiel weist prinzipiell den Aufbau des Ausführungsbeispiels der Wendeplatte 5 gemäß den Fig. 7, Fig. 8 und Fig. 9 auf. Die Stirnkante 14 beim Ausführungsbeispiel in Fig. 10, Fig.11 und Fig. 12 ist derart ballig ausgestaltet, dass drei aneinander angrenzende Einzelradien 15 die Stirnkante 14 der Wendeplatte 5 gleichsam ausrunden und somit eine zusätzliche Stirnschneide 16 bilden. Die Stirnschneide 16 schließt sich dabei lückenlos in Plattenlängsrichtung 12 an die jeweilige Schneidkante 7 an.

Die Stirnschneide 16 wirkt mit der Schneidkante 7 derart zusammen, dass bei der Fräsbearbeitung der Verzahnung die Schneidkante 7 wie bei den übrigen Ausführungsbeispielen die Zahnflanke des zu fräsenden Zahns bearbeitet, während die Stirnschneide 16 den Kopf des jeweiligen Zahns bearbeitet und somit die Kopfbearbeitung durch die jeweils im Scheibenfräser 1 benachbarten Zahnkopfbearbei- tungsplatte 4 ergänzt oder ersetzt.

Aus der Anschauung der Zeichnungsfiguren geht hervor, dass jede Wendeplatte 5 über vier verschiedene Schneidkanten 7 verfügt, nämlich jeweils zwei in bzw. im Bereich der jeweiligen Deckfläche 9. Die insgesamt vier Schneidkanten 7 verlaufen somit zumindest annähern parallel zueinander. Das Ausführungsbeispiel der Wendeplatte 5 gemäß Fig. 10, Fig. 11 und Fig. 12 weist darüber hinaus jeweils vier Stirnschneiden 16 auf. Nachdem die Wendeplatte 5 zunächst in Plattenquerrichtung 13, danach in Plattenlängsrichtung 12 und anschließend erneut in Plattenquerrichtung 13 verschwenkt wird, kommen die vier Schneidkanten 7 bei allen Ausführungsformen bzw. die vier Schneidkanten 7 und die vier Stirnschneiden 16 beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 10, Fig. 11 und Fig. 12 nacheinander zum Einsatz. Es ist somit erstmals eine vierschneidige Wendeplatte 5 für einen Scheibenfräser 1 zur Verzahnungsbearbeitung realisiert.

Beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 10, Fig. 11 und Fig. 12 ist jedoch darauf zu achten, dass die Wendeplatte 5 zunächst einmal um die in Plattenlängsrichtung 12 verlaufende Plattenlängsachse verschwenkt werden kann, um sodann in derselben Aufnahmetasche 3 erneut gespannt zu werden. Zum Einsatz der beiden übrigen Schneidkanten 7 bzw. Stirnschneiden 16 muss die Aufnahmetasche 3 derart gewechselt werden, dass bei einem Einsatz in einer Aufnahmetasche 3 zunächst links von der Mittellängsachse 6 dann in eine Aufnahmetasche 3 rechts von der Mittellängsachse 6 des Scheibenfräsers 1 gewechselt werden muss und umgekehrt. Es können also nur zwei einander gegenüberliegende Schneidkanten 7 und Stirnschneiden 16 jeweils in derselben Aufnahmetasche 3 bei dieser Ausführungsform nacheinander verwendet werden.

Beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 13, Fig. 14 und Fig. 15 erstreckt sich der Auflagebereich 10 über die gesamte Deckfläche 9 der Wendeplatte 5. In die Wendeplatte 5 selbst eingebrachte Freiflächen sind bei dieser Ausführungsform nicht vorhanden. Vielmehr bilden die Deckflächen 9 im Plattensitz die Freiflächen.

Die Schneidkanten 7 sind bei dieser Ausführungsform gemäß den Fig. 13 bis 16 konvex. Dieser konvexe Verlauf der Schneidkanten 7 beruht darauf, dass die Schneidkanten 7 in der Ebene der jeweiligen Deckfläche 9 und von der Spanstufe 17 her bogenförmig ausgeformt sind, indem die Deckflächen 9 in den Eckbereichen der Wendeplatte 5 durch Materialabtragung oder - auslassung zur sich im Bereich der Befestigungsöffnung 8 befindenden Plattenmitte der Wendeplatte 5 hin zurückgezogen sind, während der Bogenscheitel der jeweiligen Schneidkante 7 nicht über die Plattenlängsseite 5a hinaussteht. Aus der Darstellung der Fig. 14 ist ersichtlich, dass die Schneidkanten 7 in derselben Deckfläche 9 der Wendeplatte 5 auf der gegenüberliegenden Seite einen gegenläufig konvexen Verlauf aufweist.

Das in den Fig. 16, 17 und 18 dargestellte Ausführungsbeispiel der Wendelatte 5 hat - wie aus Fig. 17 vergleichsweise deutlich ersichtlich - einen trapezförmigen Querschnitt. Die Stirnkanten 14 der Plattenquerseiten 5b verlaufen schräg zum Körper der Wendeplatte 5. Mit Hilfe dieses trapezförmigen Querschnitts können größere Schälwinkel realisiert werden. Die Schneidkante 7 verläuft in der Ebene der jeweiligen Deckfläche 9 konvex Schneidkante 7, indem wiederum die Deckflächen 9 in den Eckbereichen der Wendeplatte 5 durch Materialabtragung bzw. - auslassung zur Plattenmitte (Befestigungsöffnung 8) der Wendeplatte 5 hin zurückgezogen sind.

Bei der in Fig. 19, Fig. 20 und Fig. 21 dargestellten Ausführungsform einer Wendeplatte 5 mit konkaven Schneidkanten 7 ist von einem durch Materialabtragung bzw. - auslassung sich im Bereich der Plattenmitte (Befestigungsöffnung 8) zu dieser hin einziehenden und in die Eckbereichen der Deckfläche 9 der Wendeplatte 5 hinein erstreckenden Bogenverlauf gebildet. Diese Wendeplatte 5 weist wiederum einen von der Deckfläche 9 gebildeten durchgängigen Auflagebereich 10 ohne in die Wendeplatte 5 selbst eingebrachte Freiflächen auf. Der Querschnitt dieser Wendeplatte 5 ist Wiederum trapezförmig zur Realisierung eines größeren Schälwinkels.




 
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