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Patent Searching and Data


Title:
SIDE RING OF A MULTIPLE-PIECE ANTI-FRICTION BEARING CAGE, METHOD FOR PRODUCING THE SIDE RING, AND MULTIPLE-PIECE ANTI-FRICTION BEARING CAGE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/024276
Kind Code:
A1
Abstract:
In anti-friction bearings, the rolling bodies are often guided in cages. The cages can firstly be configured as solid cages; secondly, it is possible that they are joined together from a plurality of parts. It is known, for example, to form a cage for an anti-friction bearing from two side parts and webs which run between them, wherein the webs are connected to the side parts via a riveting method to one another. A side ring (1) for a multiple-part cage for an anti-friction bearing is proposed, wherein the side ring (1) has a plurality of windows (2) for receiving webs, wherein the windows (2) are made in the side ring (1) by means of floating broaching. Furthermore, a cage having at least one side ring of this type is proposed.

Inventors:
SANDERS BERNHARD (DE)
Application Number:
DE2017/100429
Publication Date:
February 08, 2018
Filing Date:
May 18, 2017
Export Citation:
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Assignee:
SCHAEFFLER TECHNOLOGIES AG (DE)
International Classes:
F16C33/46; B23B41/04; B23D37/00; F16C19/24
Foreign References:
US3537766A1970-11-03
DE102009030821A12010-12-30
DE9309505U11993-09-23
DE1552391A11970-04-09
DE102013221240A12015-04-23
US2483695A1949-10-04
US3647273A1972-03-07
GB1562140A1980-03-05
DE3415487A11984-10-31
DE102008020409A12009-11-05
DE102006052762A12008-05-15
DE1552391C31973-11-22
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Claims:
Patentansprüche

1 . Seitenring (1 ) für einen mehrteiligen Käfig (5) für ein Wälzlager, wobei der Seitenring (1 ) eine Mehrzahl von Fenstern (2) zur Aufnahme von Stegen (13a, 13a') aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Fenster (2) mittels Pendelräumen in dem Seitenring (1 ) eingebracht sind.

2. Seitenring (1 ) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Seitenring (1 ) aus einem Buntmetall gefertigt ist.

3. Seitenring (1 ) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Seitenring (1 ) mindestens 10 Fenster (2) aufweist, wobei die Fenster (2) in Umlaufrichtung vorzugsweise gleichmäßig verteilt sind. 4. Seitenring (1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Seitenring (1 ) als ein Drehteil ausgebildet ist.

5. Seitenring (1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Fenster (2) jeweils einen Außenrand (3a), einen Innenrand (3b) und zwei Seitenränder (3c, d) als Begrenzungen aufweisen, wobei der Außenrand (3a) länger als der Innenrand (3b) ausgebildet ist und/oder wobei die Seitenränder (3c,d) gekrümmt ausgebildet sind.

6. Seitenring (1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Fenster (2) in axialer Richtung ein konstantes Profil aufweisen.

7. Verfahren zum Fertigen des Seitenrings (1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei in einen Rohseitenring die Fenster (2) mittels Pendelräumen eingebracht werden, um den Seitenring (1 ) zu fertigen. 8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass ein Werkzeug (9) zum Einbringen der Fenster (2) ein Werkzeugprofil aufweist, wobei das Werkzeugprofil im mathematischen Sinn ähnlich zum Profil des Fensters (2) ist.

9. Verfahren nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Rohseitenring als ein Drehteil ausgebildet wird.

10. Käfig (5), umfassend mindestens einen Seitenring (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 6 sowie mindestens einen Käfigrohling (13, 13') mit mindestens einem Steg (13a, 13a'), wobei der Steg (13a, 13a') durch ein Fenster (2) des mindestens einen Seitenrings (1 ) geführt und vernietet ist.

Description:
SEITENRING EINES MEHRTEILIGEN WALZLAGERKAFIGS, VERFAHREN ZUM FERTIGEN DES SEITENRINGS SOWIE MEHRTEILIGER WÄLZLAGERKÄFIG

Die Erfindung betrifft einen Seitenring eines mehrteiligen Käfigs für ein Wälzlager mit den Merkmallen des Oberbegriffs des Anspruchs 1. Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zum Fertigen des Seitenrings sowie einen Käfig.

Bei Wälzlagern werden die Wälzkörper oftmals in Käfigen geführt. Die Käfige können zum einen als Massivkäfige ausgebildet sein, zum anderen ist es möglich, dass diese aus mehreren Teilen zusammengefügt werden. Beispielsweise ist es bekannt, einen Käfig für ein Wälzlager aus zwei Seitenteilen und dazwischen verlaufenden Stegen zu bilden, wobei die Stege mit den Seitenteilen über ein Nietverfahren miteinander verbunden werden.

So zeigen beispielsweise die DE 10 2008 020 409 A oder die DE 10 2006 052 762 A1 Käfige mit derartigen vernieteten Seitenteilen.

Aus einem anderen technischen Bereich ist als Fertigungsverfahren das sogenannte Pendelräumen bekannt. Bei dem Pendelräumen wird aus einer rotatorischen Bewegung einer Antriebseinrichtung eine pendelnde Bewegung eines Werkzeugs gebildet. Das pendelnde Werkzeug hat die gleiche Außenkontur wie eine zu bildende Kontur in einem Werkstück. Durch das Pendeln des Werkzeugs wird die Kontur des Werkzeugs auf das Werkstück übertragen, wobei während des Pendels ein trennendes Verfahren durchgeführt wird. Zum Pendelräumen ist beispielsweise die Druckschrift DE 155 2391 C3 bekannt, die das Verfahren und ein entsprechendes Werkzeug grundlegend beschreibt.

Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Seitenring sowie ein Verfahren zum Fertigen des Seitenrings vorzuschlagen, wobei die Fertigungskosten reduziert werden können. Weiterhin soll ein kostengünstig herstellbarer Käfig mit mindestens einem derartigen Seitenring vorgeschlagen werden. Diese Aufgabe wird durch einen Seitenring mit den Merkmalen des Anspruchs 1 sowie durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 7 und durch einen Käfig mit den Merkmalen des Anspruchs 10 gelöst. Bevorzugte oder vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen, der nachfolgenden Beschreibung sowie den beigefügten Figuren.

Gegenstand der Erfindung ist ein Seitenring eines mehrteiligen Käfigs für ein Wälzlager. Bei dem Wälzlager handelt es sich vorzugsweise um ein Radialwälzlager. Der Käfig ist insbesondere als ein Nietkäfig ausgebildet, wobei die mehreren Teile des Käfigs miteinander vernietet werden. Der Seitenring weist bevorzugt eine Kreisringform auf, in der axialen Erstreckung kann der Seitenring konturiert ausgebildet sein.

Der Seitenring weist eine Mehrzahl von Fenstern, insbesondere von Durchbrüchen, auf, welche zur Aufnahme von Stegen dienen. Somit werden bei der Montage des Käfigs die Stege, die an einem Käfigrohlings oder Käfigbauteil angeordnet sind, in die Fenster eingeführt und dort über ein Nietverfahren befestigt. Vorzugsweise weist der Käfig einen oder zwei derartige Seitenringe auf. Sind beidseitig Stege an einzelnen Käfigbauteilen vorgesehen, wobei benachbarte Käfigbauteile später Käfigtaschen für Wälzkörper ausbilden, so werden die Käfigbauteile an beiden axialen Seiten durch einen derartigen Seitenring gehalten.

Im Rahmen der Erfindung wird vorgeschlagen, dass die Fenster mittels Pendelräumen - im Englischen auch„pendular broaching" genannt - eingebracht sind. Insbesondere werden die Fenster mittels dem Verfahren gemäß Anspruch 7 eingebracht, welches später noch ausführlich erläutert wird.

Vergleicht man die erfindungsgemäße Ausgestaltung des Seitenrings mit einer üblichen Fertigung eines Seitenrings für einen derartigen Käfig, so sind die eingesparten Fertigungskosten deutlich erkennbar: Bislang wurde ein Rohteil in Übermaß gefertigt, in einem ersten Schritt die Fenster vorgebohrt und nachfolgend ausgestanzt. Durch die hohen Stanzkräfte kommt es zum einen zu einer Gratbildung an den Fenstern und zum anderen zu einer Deformation des Rohteils. Somit erfolgten als nächste Arbeitsschritte ein Richten des gestanzten Rohteils und ein Abdrehen des Aufmaßes des Rohteils. In einem letzten Schritt musste noch ein manuelles Entgraten der Fenster erfolgen.

Demgegenüber erlaubt das erfindungsgemäße Verfahren, auf Basis eines Rohseitenrings, welches bevorzugt als ein Drehteil ausgebildet ist, die Fenster mittels Pendelräumen einzubringen und aufgrund der hohen Fertigungsqualität und zugleich geringen Belastung des Rohseitenrings auf weitere Arbeitsschritte, wie das Richten und das zweite Abdrehen, zu verzichten. Insbesondere kann der Rohseitenring ohne Materialzugabe oder Aufmaß bis auf die Fenster in Endkontur gefertigt werden. Optional kann ein Entgraten erfolgen, welches jedoch aufgrund der geringen Gratbildung maschinell durchgeführt werden kann.

Es ist bevorzugt, dass der Seitenring oder der Rohseitenring aus einem Buntmetall gefertigt ist. Als Buntmetall kommt insbesondere Messing als Werkstoff für den Seitenring in Betracht. In dieser Ausgestaltung ist das trennende Verfahren des Pendelräumens besonders einfach umsetzbar und das im Gegensatz zu Stahl weichere Buntmetall wird durch das Verfahren des Pendelräumens nicht stark belastet. Folglich wird eine Deformation des Rohseitenrings durch das erfindungsgemäße Verfahren vermieden

Vorzugsweise ist das Wälzlager als ein mittelgroßes Wälzlager ausgebildet. Der Seitenring weist vorzugsweise einen Außendurchmesser von größer als 15 cm, insbesondere größer als 20 cm, auf. Bei dieser Größe erhöht sich bei einer Stanzung die Gefahr des Verziehens des Seitenrings in der Gesamtheit, so dass bei dieser Weiterbildung die Vorteile der Erfindung besonders stark in den Vordergrund kommen.

Es ist bevorzugt, dass der Seitenring mindestens 10, vorzugsweise mindestens 20 Fenster in Umlaufrichtung aufweist. Die Fenster sind in Umlaufrichtung gleichmäßig verteilt, sodass durch die nach dem Vernieten der Käfigbauteile und Seitenringe gebildeten Käfigtaschen Aufnahmen für die Wälzkörper bilden, welche ebenfalls in Umlaufrichtung gleichmäßig verteilt sind. Es ist jedoch auch möglich, dass abgewandelte Käfigformen umgesetzt sind, wobei zum Beispiel zwischen zwei Wälzkörpern eine Doppelsteganordnung positioniert ist.

Bei einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist der Seitenring und/oder der Rohseitenring als ein Drehteil ausgebildet. Insbesondere ist mindestens eine axiale Seitenfläche, vorzugsweise beide axiale Seitenflächen, durch eine Drehbearbeitung endgefertigt. In dieser Ausgestaltung ergibt sich eine bevorzugte Verfahrensfolge Drehen/Pendelräumen zur Fertigung des Seitenrings.

In einer bevorzugten Realisierung der Erfindung weisen die Fenster jeweils einen Außenrand, einen Innenrand und zwei Seitenränder als Begrenzungen auf. Der Außenrand ist radial außen, der Innenrand radial innen und die zwei Seitenränder dienen als Abgrenzung des Fensters in Umlaufrichtung. Es ist vorgesehen, dass der Außenrand länger als der Innenrand ausgebildet ist und/oder dass die Seitenränder gekrümmt ausgebildet sind. Somit ergibt sich für das Fenster zwar eine annähernd trapezähnliche Form, die jedoch als Freiform in mindestens einem, einigen oder allen Kantenverläufen ausgebildet ist. Die Fertigung des Fensters mit nicht-geradlinigen Verläufen und/oder Freiformverläufen kann in einfacher Weise durch das Pendelräumen umgesetzt werden, wobei das zugrunde liegende Werkzeug zwar in einer anderen Größe, jedoch ansonsten den gleichen Konturverlauf aufweist. Somit muss die Kontur des Fensters nur einmal als Werkzeug gefertigt werden und kann nachfolgend eine Vielzahl von Fenstern trennend in den Rohseitenring einbringen.

Es ist bevorzugt, dass die Fenster in axialer Richtung, insbesondere in Durchbruchsrichtung, ein konstantes Profil und/oder eine konstante Kontur aufweisen. Dies ist ein weiteres Merkmal des Pendelräumens, da durch das Pendelräumen die Kontur des Werkzeugs quasi vergrößert in das Werkstück eingebracht wird.

Ein weiterer Gegenstand der Erfindung betrifft ein Verfahren zum Fertigung des Seitenrings nach einem der vorhergehenden Ansprüche. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren ist vorgesehen, dass in einen Rohseitenring die Fenster mittels Pendelräumen eingebracht werden, um den Seitenring zu fertigen.

Eine mögliche Ausgestaltung des Pendelräumens ist in der eingangs genannten Druckschrift DE 155 2391 C3 beschrieben, deren Inhalt hinsichtlich des Pendelräumens und des Werkzeugs per Referenzierung in die vorliegende Anmeldung übernommen wird.

Bei dem Pendelräumen wird mittels einer Umsetzungseinrichtung eine rotierende Bewegung, welche beispielsweise mittels eines Elektromotors erzeugt wird, in eine pendelnde, nicht rotierende Bewegung eines Werkzeugs umgesetzt. Beispielsweise ist vorgesehen, dass in einem rotierenden Werkzeugfutter eine Werkzeugwelle drehbar gelagert ist. Auf der Werkzeugwelle ist das Werkzeug zum Einbringen der Fenster aufgesetzt.

Es ist jedoch vorgesehen, dass die Rotationsachse des Werkzeugfutters und die Rotationsachse der Werkzeugwelle um einen Winkel zueinander verkippt sind. Ein derartiger Winkel kann beispielsweise 1 Grad betragen. Durch das Verkippen der zwei Rotationsachsen wird erreicht, dass bei einer Rotation des Werkzeugfutters die Werkzeugwelle gependelt wird und/oder taumelt.

Optional ergänzend ist vorgesehen, dass die Werkzeugwelle mittels einer Halteeinrichtung davon abgehalten wird, zu rotieren. Eine einfache Ausbildung einer möglichen Halteeinrichtung ist in der genannten Druckschrift dargestellt. Bei der Halteeinrichtung handelt sich beispielsweise um einen Hebel, welcher senkrecht zu der Werkzeugwelle in der Werkzeugwelle befestigt ist. Der Hebel schlägt gegen einen stationären Anschlag, sodass eine Rotation der Werkzeugwelle verhindert ist, jedoch das Pendeln beziehungsweise Taumeln der werkzeugwelle ermöglicht wird.

Bei einer bevorzugten Ausgestaltung des Verfahrens weist das Werkzeug zum Einbringen der Fenster ein Werkzeugprofil auf, welches im mathematischen Sinn ähnlich zum Profil des Fensters ist. Das Werkzeug ist insbesondere als ein Trennwerkzeug ausgebildet. Im mathematischen Sinn ähnlich bedeutet, dass das Profil der Werkzeugs, wenn man dieses unter Beibehaltung der Proportionen vergrößert, dem Profil des Fensters entspricht.

Es ist besonders bevorzugt, dass der Rohseitenring als ein Drehteil ausgebildet ist. Insbesondere sind die axialen Seiten des Rohseitenrings bis auf die Bereiche des Fensters in Endkontur gefertigt, sodass diese in der identischen Form in den Käfig eingebaut werden.

Es ist besonders bevorzugt, dass der Seitenring automatisiert entgratet wird.

Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist ein Käfig, umfassend mindestens einen erfindungsgemäßen Seitenring sowie mindestens einen Käfigrohling mit mindestens einem Steg, wobei der mindestens eine Steg durch den mindestens einen Seitenring geführt und vernietet ist. Dabei hat es sich bewährt, einen Käfigrohling mit mehreren Stegen mit einem Seitenring zu vernieten, wobei die Stege durch die Fenster des einen Seitenrings gesteckt und vernietet sind. Alternativ hat es sich bewährt, mehrere Käfigrohlinge oder Käfigbauteile mit jeweils zwei Stegen mit zwei Seitenringen zu vernieten, wobei jeder der beiden Stege durch einen der beiden Seitenringe gesteckt und dann vernietet wird. Somit werden hier die einzelnen Käfigbauteile erst über die beiden Seitenringe miteinander zu dem Käfig verbunden.

Der Käfig ist dabei insbesondere aus einem Buntmetall, besonders bevorzugt aus Messing, gebildet.

Ein Wälzlager umfassend einen erfindungsgemäßen Käfig, eine Anzahl an Wälzkörpern, einen Innenring mit mindestens einer Laufbahn und einen Außenring mit mindestens einer weiteren Laufbahn, hat sich bewährt.

Weitere Merkmale, Vorteile und Wirkungen der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung sowie der beigefügten Figuren. Dabei zeigen:

Figur 1 eine Draufsicht auf einen Seitenring als ein erstes Ausführungsbeispiel der Erfindung; Figur 2 einen Teilabschnitt des Seitenrings in der Figur 1 ;

Figur 3 eine schematische dreidimensionale Darstellung einer Vorrichtung zum Pendelräumen zum Erzeugen der Fenster in den Seitenring der vorhergehenden Figuren;

Figur 4 die Vorrichtung bei der Bearbeitung eines Rohseitenrings;

Figur 5 einen Seitenring und einen Käfigrohling mit Stegen in dreidimensionaler Ansicht;

Figur 6 einen Ausschnitt eines Käfigrohlings mit Stegen in dreidimensionaler Ansicht;

Figur 7 einen Halbschnitt durch einen Käfig umfassend einen Seitenring.

Die Figur 1 zeigt in einer Draufsicht einen Seitenring 1 für einen Käfig eines Wälzlagers als ein Ausführungsbeispiel der Erfindung. Der Käfig benötigt einen oder zwei derartige Seitenringe, wobei mindestens ein Käfigrohling mit mindestens einem Käfigtaschen-Begrenzungselement, mit je einem oder zwei Stegen, vorgesehen ist, wobei die Käfigtaschen-Begrenzungselemente am fertigen Käfig die Wälzkörper in Umlaufrichtung voneinander beabstanden.

Der Seitenring 1 weist eine Mehrzahl von Fenstern 2 auf, welche in Umlaufrichtung regelmäßig verteilt sind. Die Fenster dienen zum Einstecken von Stegen 13a, 13a ' (vergleiche Figuren 5 und 6). Nach dem Einstecken der Stege 13a, 13a ' können diese vernietet werden, sodass Stege 13a, 13a ' und Seitenring 1 unverlierbar miteinander verbunden sind. Insbesondere sind diese nach dem Nietvorgang form- und/oder kraftschlüssig miteinander verbunden.

In der Figur 2 ist ein Detailausschnitt des Seitenrings 1 im Bereich der Fenster 2 gezeigt. Es ist zu erkennen, dass die Fenster 2 jeweils einen Außenrand 3a, einen Innenrand 3b, einen ersten Seitenrand 3c und einen zweiten Seitenrand 3d aufweisen. Der Außenrand 3a ist gerade ausgebildet und parallel zu dem ebenfalls gerade ausgebildeten Innenrand 3b positioniert. Der Außenring 3a ist länger als der Innenrand 3b ausgebildet. Außenrand 3a und Innenrand 3b sind in Bezug auf einen Radialvektor R symmetrisch angeordnet. Die Seitenränder 3c und 3d sind konvex in das Fenster 2 hinein gebogen. Durch diese konvexe Ausgestaltung kann ein Steg mit einem nach außen weisenden, konkaven Profil eingesteckt und verbunden werden.

In der Figur 3 ist eine Vorrichtung 4 zum Pendelräumen von Fenstern 2 in dem Seitenring 1 dargestellt. Die Vorrichtung 4 weist ein Maschinenspindelgehäuse 6 auf, in dem ein Werkzeugaußengehäuse 7 als Werkzeugfutter rotierbar angeordnet ist. Das Werkzeugaußengehäuse 7 kann mittels eines Elektromotors oder mittels einer Werkzeugmaschine rotiert werden. In dem Werkzeugaußengehäuse 7 ist ein Werkzeuginnenschaft 8 als Werkzeugwelle angeordnet, welcher jedoch über eine oder mehrere Lager relativ zu dem Werkzeugaußengehäuse 7 drehbar in diesem gelagert ist. Das Werkzeugaußengehäuse 7 weist eine erste Rotationsachse R1 auf. Der Werkzeuginnenschaft 8 weist eine Rotationsachse R2 auf, wobei die Rotationsachse R1 und die Rotationsachse R2 einen Zwischenwinkel von zum Beispiel größer als 0,5 Grad und kleiner als 5 Grad und insbesondere von 1 Grad einnehmen. Insbesondere ist der Werkzeuginnenschaft 8 in dem Werkzeugaußengehäuse 7 exzentrisch gelagert. Die exzentrische Lagerung führt dazu, dass bei einer Rotation des Werkzeugaußengehäuses 7 der Werkzeuginnenschaft 8 nicht mitrotiert wird, sondern nur um die Rotationsachse R1 gependelt und/oder getaumelt wird.

An einem freien Ende des Werkzeuginnenschafts 8 ist ein Schneidkopf als Werkzeug 9 befestigt. Das Werkzeug 9 weist in einer axialen Draufsicht ein Werkzeugprofil auf, welches dem Profil eines der Fenster 2, jedoch verkleinert, entspricht. Durch die exzentrische Bewegung des Werkzeuginnenschafts 8 und damit des Werkzeugs 9 wird durch das Werkzeug 9 das Schneidprofil des Schneidwerkzeugs 9 als Fensterprofil in den Seitenring 1 mittels eines trennenden Verfahrens übertragen.

Um eine ungewollte Rotation des Schneidwerkzeugs 9 um die Rotationsachse R2 zu vermeiden, befindet sich an dem Werkzeuginnenschaft 8 ein senkrecht dazu herausstehender Hebel 10, welcher gegen einen Anschlag 1 1 anschlägt und auf diese Weise die Rotation verhindert.

Es ist darauf hinzuweisen, dass für das Pendelräumen zunächst Löcher in dem Seitenring 1 vorgebohrt werden müssen, die ein Einführen des Werkzeugs 9 in den Seitenring 1 ermöglichen.

In der Figur 4 ist die Bearbeitung eines Rohseitenrings 12 dargestellt, wobei zu erkennen ist, dass der Hebel 10 gegen einen Anschlag 1 1 anschlägt, welcher stationär relativ zu dem Rohseitenring 12 angeordnet ist. Der Rohseitenring 12 ist stationär während der Bearbeitung angeordnet.

Anders ausgedrückt dreht sich das Werkzeugaußengehäuse 7 mit einer bestimmten Drehzahl und der Werkzeuginnenschaft 8 mit dem eingespannten Schneidwerkzeug 9 pendelt. Die Pendelbewegung wird durch das Werkzeugaußengehäuse 7 zu dem Werkzeuginnenschaft 8 durch einen Exzenter übertragen. Der Werkzeuginnenschaft 8 wird mit dem Hebel 10 in einer bestimmten Lage positioniert, festgehalten und gegen Verdrehung gesichert. Die zu erzeugende Kontur, in diesem Fall Fenster 2, muss vor der Bearbeitung vorgebohrt werden. Das Schneidwerkzeug 9 bewegt sich mit eingestelltem Vorschub durch die vorgebohrte Bohrung und erzeugt die gewünschte Fensterkontur.

Figur 5 zeigt einen Seitenring 1 mit Fenstern 2 und einen Käfigrohling 13 mit Stegen 13a in dreidimensionaler Ansicht. Der Käfigrohling 13 weist einen ringförmigen Teil 13b und daran einstückig angeformte Käfigtaschen-Begrenzungselemente 13c auf, an denen sich jeweils ein Steg 13a befindet. Die Stege 13a werden bei der Montage durch die Fenster 2 des Seitenrings 1 gesteckt und anschließend vernietet, so dass ein fester Verbund zwischen dem Seitenteil 1 und dem Käfigrohling 13 gebildet wird. Es bilden sich Käfigtaschen 15 (angedeutet durch die gestrichelte Linie) aus, in welchen später Wälzkörper geführt werden.

Figur 6 zeigt einen Ausschnitt aus einem weiteren Käfigrohling 13 ' mit Stegen 13a ' in dreidimensionaler Ansicht. Der weitere Käfigrohling 13 ' weist einen ringförmigen Teil 13b und daran einstückig angeformte Käfigtaschen-Begrenzungselemente 13c auf, an denen sich jeweils ein Steg 13a ' befindet.

Figur 7 zeigt einen Halbschnitt durch einen Käfig 5 umfassend einen Seitenring 1 und einen Käfigrohling 13 ' , bei dem die Stege 13a ' (vergleiche Figur 6) mit dem Seitenring 1 vernietet sind. Der vernietete Steg 14 stellt eine feste Verbindung zwischen den beiden Käfigteilen her.

Alternativ zu den Käfigrohlingen 13, 13 ' gemäß den Figuren 5 bis 7 können auch Käfigrohlinge in Form von Käfigtaschen-Begrenzungselementen eingesetzt werden, die an jedem Ende einen Steg aufweisen. Der Steg an jedem Ende des Käfigtaschen- Begrenzungselementes wird mit je einem Seitenring vernietet, sodass hier zwei Seitenringe vorhanden sind, zwischen denen sich die Käfigtaschen- Begrenzungselemente erstrecken. Dabei werden eine Mehrzahl an identisch ausgebildeten Käfigtaschen-Begrenzungselementen nebeneinander angeordnet, wobei zwei benachbart angeordnete Käfigtaschen-Begrenzungselemente eine Käfigtasche ausbilden. Diverse weitere Bauformen des Käfigs sind möglich, bei denen beispielsweise Käfigsegmente über zwei Seitenringe verbunden werden, wobei innerhalb eines Käfigsegments bereits mindestens eine Käfigtasche mit zwei benachbarten Käfigtaschen-Begrenzungselementen angelegt ist.

Auch der Einsatz von mehr als zwei Seitenringen bei einem Käfig ist möglich. So kann beispielsweise in einen Seitenring mit Fenstern zuerst lediglich in jedes zweite Fenster ein Steg von einer Seite des Seitenrings her eingesteckt werden und die Stege vernietet werden. Anschließend können in die noch freien Fenster des Seitenrings von der anderen Seite des Seitenrings her weitere Stege eingesteckt werden und diese vernietet werden. Da diese Stege innerhalb einer bereits gebildeten Käfigtasche vernietet werden müssen, wird hierzu eine an die Form und Größe dieser Käfigtasche, in welche der jeweilige Steg hineinragt, angepasste beziehungsweise geeignete Nieteinrichtung benötigt. Derartige Käfige könne für mehrreihige Wälzlager zum Einsatz kommen, wobei hinsichtlich ihrer Form und/oder Dimensionierung unterschiedliche Wälzkörper je Wälzkörperreihe zum Einsatz kommen können. Bezuqszeichenliste Seitenring

Fenster

a Außenrand

b Innenrand

c Seitenrand

d Seitenrand

Vorrichtung

Käfig

Maschinenspindelgehäuse

Werkzeugaußengehäuse

Werkzeuginnenschaft

Schneidwerkzeug

10 Hebel

1 1 Anschlag

12 Rohseitenring

13, 13 ' Käfigrohling

13a, 13a ' Steg

13b ringförmiger Teil

13c Käfigtaschen-Begrenzungselement

14 vernieteter Steg

15 Käfigtasche

R Radialvektor

R1 , R2 Rotationsachsen