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Patent Searching and Data


Title:
SILENCER SYSTEM FOR A FIREARM
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/134011
Kind Code:
A1
Abstract:
A silencer system (1) for a firearm comprises a jacket tube (3) which can be mounted on the barrel (2) of the firearm, in which jacket tube a first silencer (8), having an axial firing opening (9), is coaxially arranged, and is characterized in that the first silencer (8) is arranged in the jacket tube (3) to form a first annular space (18) lying therebetween and on the barrel end thereof has a flow cone (24) which is penetrated by the opening (9) thereof and is at an axial distance (d) from the barrel (2) to deflect gases emerging in a diverging manner from the barrel (2) into the annular space (18), which is provided with chicanes (20) and a gas outlet (21, 23) arranged downstream thereof.

Inventors:
KADA, Christian (Schmiedgasse 34, 8430 Leibnitz, 8430, AT)
HITTMANN, Karl (Waldweg 5, 5151 Nußdorf am Haunsberg, 5151, AT)
ULBING, Lukas Michael (Weikertsham 9, 5163 Palting, 5163, AT)
Application Number:
AT2018/060304
Publication Date:
July 11, 2019
Filing Date:
December 18, 2018
Export Citation:
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Assignee:
MDG - MUZZLE DEVICES GMBH (Unteröd 12, 5166 Perwang am Grabensee, 5166, AT)
International Classes:
F41A21/30; F41A21/32; F41A21/36
Domestic Patent References:
WO2017151234A22017-09-08
Foreign References:
US9347727B12016-05-24
US20170205175A12017-07-20
US6257147B12001-07-10
US20130168181A12013-07-04
US20140231168A12014-08-21
Attorney, Agent or Firm:
WEISER & VOITH PATENTANWÄLTE PARTNERSCHAFT (Kopfgasse 7, 1130 Wien, 1130, AT)
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Claims:
Patentansprüche :

1. Schalldämpfersystem für eine Feuerwaffe, mit einem am Lauf (2) der Feuerwaffe montierbaren Mantelrohr (3), in welchem koaxial ein erster Schalldämpfer (8) mit einer axialen Durch schussöffnung (9) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Schalldämpfer (8) unter Bildung eines zwischenliegen den ersten Ringraumes (18) im Mantelrohr (3) angeordnet ist und an seinem laufseitigen Ende einen von seiner Durchschussöffnung (9) durchsetzten, mit Axialabstand (d) zum Lauf (2) liegenden Anströmkegel (24) aufweist, um aus dem Lauf (2) divergierend austretende Gase in den Ringraum (18) abzulenken, welcher mit Schikanen (20) und einem diesen nachgeordneten Gasauslass (21, 23) versehen ist.

2. Schalldämpfersystem nach Anspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass die Schikanen (20) durch in Axialrichtung hin tereinanderliegende und in Umfangsrichtung gegeneinander ver setzte Ablenkbleche (31) gebildet sind, bevorzugt ringsektor förmige Ablenkbleche (31) .

3. Schalldämpfersystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Schalldämpfer (8) einen Stapel von Ablenktöpfen (25) umfasst, die jeweils einen laufseitig ke geligen, von der Durchschussöffnung (9) axial durchsetzten An- strömboden (27) haben.

4. Schalldämpfersystem nach Anspruch 3, dadurch gekenn zeichnet, dass die Anströmböden (27) mit Gasdurchlässen (29) zum jeweils nächsten Ablenktopf (25) hin versehen sind, bevor- zugt jeweils einem Kranz von axialparallelen Durchlassöffnun gen .

5. Schalldämpfersystem nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der laufseitig erste Ablenktopf (25) des Stapels mit radialen Gasdurchlässen (30) zum ersten Ringraum (18) hin versehen ist.

6. Schalldämpfersystem nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Anströmboden (27) des laufsei tig ersten Ablenktopfes (25) den Anströmkegel (24) bildet.

7. Schalldämpfersystem nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass auf den laufseitig ersten Ablenk topf (25) der Anströmkegel (24) aufgesetzt ist.

8. Schalldämpfersystem nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Ablenktopf (25) an seinem Außenumfang eines oder mehrere der Ablenkbleche (31) trägt.

9. Schalldämpfersystem nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Gasauslass des ersten Ringrau mes (18) axialparallele Auslassöffnungen (21) in einem Stirn ring (22) umfasst, welcher den Ringraum (18) am laufabgewandten Ende verschließt.

10. Schalldämpfersystem nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Gasauslass des ersten Ringrau mes (18) axialnormale Auslassöffnungen (23) im Mantelrohr (3) umfasst .

11. Schalldämpfersystem nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Mantelrohr (3) mit einem Gewinde (4) zur Montage am Lauf (2) der Feuerwaffe ausgestattet ist .

12. Schalldämpfersystem nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Mantelrohr (3) koaxial und unter Bildung eines zweiten Ringraumes (33) eine Hülse (34) aufgenommen ist, die in einem Axialabstand (d) zum ersten Schalldämpfer (8) liegt, wobei der zweite Ringraum (33) eben falls mit Schikanen (35) und bevorzugt einem diesen nachgeord- neten Gasauslass (36) versehen ist.

13. Schalldämpfersystem nach Anspruch 12, dadurch gekenn zeichnet, dass die Hülse (34) auf den Lauf (2) aufschiebbar ist und an ihrem dem ersten Schalldämpfer (8) zugewandten Ende ein Gewinde (37) zur Verankerung am Lauf (2) aufweist.

14. Schalldämpfersystem nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Mantelrohr (3) koaxial und unter Bildung eines zweiten Ringraumes (33) ein zweiter Schalldämpfer (43) aufgenommen ist, der laufseitig des ersten Schalldämpfers (8) in einem Axialabstand (d) zu diesem liegt, wobei der zweite Ringraum (33) ebenfalls mit Schikanen (35) und bevorzugt einem diesen nachgeordneten Gasauslass (36) versehen ist .

15. Schalldämpfersystem nach Anspruch 14, dadurch gekenn zeichnet, dass der zweite Schalldämpfer (43) einen oder einen Stapel von Ablenktöpfen (25) umfasst.

16. Schalldämpfersystem nach einem der Ansprüche 12 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Mantelrohr (3) zwischen dem ersten Schalldämpfer (8) und der Hülse (34) bzw. zwischen dem ersten Schalldämpfer (8) und dem zweiten Schalldämpfer (43) eine bevorzugt kegelige Trennwand (39) mit einer zentralen Öff nung (41) enthält.

17. Schalldämpfersystem nach Anspruch 16, dadurch gekenn- zeichnet, dass die Hülse (34) bzw. der zweite Schalldämpfer

(43) über ein radial durchbrochenes Rohrstück (42) an der Trennwand (39) abgestützt ist.

18. Schalldämpfersystem nach einem der Ansprüche 12 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse (34) bzw. der zweite Schalldämpfer (43) über ein radial durchbrochenes Rohrstück

(42) am Anströmkegel (24) des ersten Schalldämpfers (8) abge stützt ist.

19. Schalldämpfersystem nach einem der Ansprüche 12 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass der bzw. ein Gasauslass des zweiten Ringraumes (33) axialnormale Auslassöffnungen (36) im

Mantelrohr (3) umfasst.

20. Schalldämpfersystem nach einem der Ansprüche 1 bis 19 jeweils in Verbindung mit Anspruch 10 oder 19, dadurch gekenn zeichnet, dass die axialnormalen Auslassöffnungen (23, 36) des Mantelrohrs gegenüber der Radialen (R) in jeweils derselben Um fangsrichtung (U) versetzt sind.

Description:
Schalldämpfersystem für eine Feuerwaffe

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Schalldämpfersystem für eine Feuerwaffe, mit einem am Lauf der Feuerwaffe montier baren Mantelrohr, in welchem koaxial ein erster Schalldämpfer mit einer axialen Durchschussöffnung angeordnet ist.

Schalldämpfer dieser Art sind beispielsweise aus der US 2013/0168181 Al oder der US 2014/0231168 Al bekannt und aus ei nem Stapel von Ablenktöpfen aufgebaut . Die Ablenktöpfe haben jeweils einen laufseitig kegeligen, von der Durchschussöffnung axial durchsetzten Anströmboden und - entweder aufgrund ihrer gegenseitigen Abstände (US 2013/0168181 Al) oder aufgrund von Durchbrüchen in den Topfwänden (US 2014/0231168 Al) - radiale Gasdurchlässe. Die radialen Gasdurchlässe sind vom umgebenden Mantelrohr taschenartig verschlossen, sodass sich in Durch schussrichtung eine Abfolge von Gasauffangtaschen („Sackgas sen") ergibt, welche den aus der Laufmündung austretenden Gas druck fortschreitend abbauen, um den Schussknall zu dämpfen. Der Preis hiefür ist ein durch den Schalldämpfer bewirkter Gas rückstau in der Waffe, der bei Selbstladewaffen zu einem erhöh ten Materialverschleiß und äußerstenfalls zu einer Zerstörung der Waffe führen kann, sowie ein erhöhter Gasdruck aus dem Pat- ronenauswurffenster, welcher den Schützen enorm beeinträchtigt. Die Pulvergase reizen die Augen und den Atemwegsapparat des Schützen, sodass eine entsprechende Schutzausrüstung erforder lich ist. Die bekannten Schalldämpferkonstruktionen haben über dies den Nachteil, dass sich in den Sackgassen der aufeinander- folgenden Druckabbautaschen mit der Zeit immer mehr Pulverrück stände ablagern, sodass der Schalldämpfer „zuwächst" und die Dämpfungsleistung immer schlechter wird, bis hin zur völligen Unbrauchbarkeit des Schalldämpfers.

Aus der WO 2017/151234 A2 ist die Verwendung einer mäan derförmigen Schikane am Umfang eines radial durchbrochenen In nenrohrs mit Durchschussöffnung bekannt, um Sackgassen zu ver meiden. Der kammerlose Aufbau geht jedoch zulasten der Dämp fungsleistung .

Die Erfindung setzt sich zum Ziel, ein Schalldämpfersystem mit verbesserter Dämpfungsleistung, geringerem Gasrückstau und verlängerter Nutzbarkeit zu schaffen.

Dieses Ziel wird mit einem Schalldämpfersystem für eine Feuerwaffe erreicht, mit einem am Lauf der Feuerwaffe montier baren Mantelrohr, in welchem koaxial ein erster Schalldämpfer mit einer axialen Durchschussöffnung angeordnet ist, welches sich dadurch auszeichnet, dass der erste Schalldämpfer unter Bildung eines zwischenliegenden ersten Ringraumes im Mantelrohr angeordnet ist und an seinem laufseitigen Ende einen von seiner Durchschussöffnung durchsetzten, mit Axialabstand zum Lauf lie genden Anströmkegel aufweist, um aus dem Lauf divergierend aus tretende Gase in den Ringraum abzulenken, welcher mit Schikanen und einem diesen nachgeordneten Gasauslass versehen ist.

Das erfindungsgemäße Schalldämpfersystem ergibt strömungs technisch eine Parallelschaltung zwischen einem innenliegenden („ersten") Schalldämpfer und einem koaxial um diesen herum auf gebauten weiteren Schalldämpfer, der durch Schikanen im ersten Ringraum zwischen dem ersten Schalldämpfer und dem umgebenden Mantelrohr gebildet ist. Der Anströmkegel am lauf- bzw. ein gangsseitigen Ende des ersten Schalldämpfers wirkt dabei als Verteiler für die aus der Laufmündung austretenden Gase: Die direkt in Verlängerung der Laufachse austretenden Gase treten durch die Durchschussöffnung des Anströmkegels in den ersten Schalldampfer ein, während die von der Achse divergierenden Ga se vom Anströmkegel in den Ringraum und den dort befindlichen Schikanen-Schalldämpfer gelenkt werden. Die Parallelschaltung aus einem inneren, beispielsweise in Kammerbauweise aufgebauten Schalldämpfer und einem sackgassenlosen Schikanen-Schalldämpfer reduziert den Rückstau für die Waffe und den Schützen. Der Axi alabstand des Anströmkegels vom Lauf errichtet dabei eine groß- volumige Druckabbaukammer im Mantelrohr, welche einerseits den Verteiler für die Parallelschaltung des inneren ersten Schall dämpfers und äußeren Schikanen-Schalldämpfers darstellt und an dererseits einen ersten Druckabbau der Pulvergase bewirkt.

Durch die koaxiale Anordnung von innerem ersten Schall dämpfer und äußerem Schikanen-Schalldämpfer ergibt sich ein ü- beraus kompakter Aufbau kurzer Baulänge bei hoher Dämpfungs- leistung. Gleichzeitig kühlt die Gasströmung im äußeren sack gassenlosen Schikanen-Schalldämpfer den inneren ersten Schall dämpfer. Da der radial außenliegende Teil des Pulvergasstrahls nicht mehr in den inneren ersten Schalldämpfer gelangt, wächst dieser weniger zu, während gleichzeitig die Gefahr eines Verle- gens der Schikanen des äußeren Schalldämpfers aufgrund deren Durchströmung reduziert ist, sodass die Standzeit des gesamten Schalldämpfersystems gegenüber herkömmlichen Konstruktionen verlängert ist.

Die Schikanen des im Ringraum aufgebauten äußeren Schall dämpfers können auf jede in der Technik bekannte Weise gebildet sein, beispielsweise durch mäanderförmige Leitbleche, Rippen, Flügel, usw. In einer ersten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die Schikanen durch in Axialrichtung hinterein anderliegende und in Umfangsrichtung gegeneinander versetzte Ablenkbleche gebildet, bevorzugt ringsektorförmige Ablenkble che. Dadurch ergibt sich eine mäanderförmige Gasströmung im Ringraum entlang des ersten Schalldämpfers, welche ausreichen den Druckabbau mit guter Durchspülung und Kühlungswirkung ver bindet .

Der innere erste Schalldämpfer kann auf jede in der Tech nik bekannte Art, auch als „klassischer" Kammerschalldämpfer, aufgebaut sein. Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungs- form der Erfindung umfasst der erste Schalldämpfer insbesondere einen Stapel von Ablenktöpfen, die jeweils einen laufseitig ke geligen, von der Durchschussöffnung axial durchsetzten Anström- boden haben. Der Stapel von Ablenktöpfen ergibt entlang der Durchschussöffnung eine Folge von jeweils rund um die Durch schussöffnung liegenden Druckabbaukammern, zu welchen die au ßenliegenden Teile der Druckwelle jeweils abgeleitet werden.

Besonders günstig ist es dabei, wenn die Anströmböden mit Gasdurchlässen zum jeweils nächsten Ablenktopf hin versehen sind, bevorzugt jeweils einem Kranz von axialparallelen Durch lassöffnungen. Dadurch sind die von den Ablenktöpfen gebildeten Druckabbaukammern keine Sackgassen mehr, sondern werden über die Gasdurchlässe jeweils von einem Anteil der Druckgase durch spült, was die Ablagerung von Pulverrückständen in den Kammern erschwert und die Standzeit des Schalldämpfersystems weiter er höht .

Zusätzlich kann der laufseitig erste Ablenktopf des Sta pels mit radialen Gasdurchlässen zum Ringraum hin versehen sein. Dadurch wird ein weitere Anteil des Pulvergasstrahls in den koaxial äußeren Schikanen-Schalldämpfer abgelenkt, sodass der Rückstau weiter verringert und die Kühlungswirkung weiter erhöht werden.

Der Anströmkegel zur Gasaufteilung zwischen innerem und äußerem Schalldämpfer kann auf verschiedenste Arten realisiert werden. In einer ersten Variante bildet der Anströmboden des laufseitig ersten Ablenktopfes selbst den Anströmkegel, was den Bauteileaufwand reduziert. In einer alternativen zweiten Vari ante ist auf den laufseitig ersten Ablenktopfes ein gesonderter Anströmkegel aufgesetzt, wodurch ein spitzerer Kegelwinkel für den Anströmkegel errichtet werden kann als für den Anströmbo den .

Wenn der innere erste Schalldämpfer mit Hilfe eines Sta pels von Ablenktöpfen aufgebaut ist, ist es besonders vorteil haft, wenn jeder Ablenktopf an seinem Außenumfang eines oder mehrere der Ablenkbleche trägt. Dadurch wird der Aufbau des Schalldämpfersystems modularisiert . Durch entsprechende Auswahl der Anzahl von Ablenktöpfen, die jeweils gleich die Ablenkble che für den äußeren Schikanen-Schalldämpfer tragen, können un- terschiedlichste Kammeranzahlen, Baulängen und damit Dämpfungs leistungen mit einem reduzierten Satz von Bauteilen realisiert werden .

Der Gasauslass des äußeren Schikanen-Schalldämpfer kann auf verschiedenste Arten ausgebildet sein. Beispielsweise kann der Ringraum zwischen innerem ersten Schalldämpfer und Mantel rohr an einem Ende einfach offen sein, z.B. wenn der Schall dämpfer im Mantelrohr bloß über die Schikanen abgestützt ist. Bevorzugt kann der Gasauslass des ersten Ringraumes aber auch axialparallele Auslassöffnungen in einem Stirnring umfassen, welcher den Ringraum am laufabgewandten Ende verschließt. Durch entsprechende Dimensionierung der Auslassöffnungen im Stirnring kann der Gasrückstau des Schikanen-Schalldämpfers eingestellt werden. Alternativ oder zusätzlich kann der Gasauslass des ers ten Ringraumes auch axialnormale Auslassöffnungen im Mantelrohr umfassen. Solche axialnormalen Auslassöffnungen tragen nicht zum Rückstoß der Waffe bei, was insgesamt den Rückstoß der Waf fe bei der Schussabgabe reduziert.

Das Schalldämpfersystem der Erfindung kann auf verschie denste Arten am Lauf der Feuerwaffe montiert werden. Gemäß ei ner ersten Ausführungsform ist das Mantelrohr mit einem Gewinde zur Montage am Lauf der Feuerwaffe ausgestattet, insbesondere wenn es zur Montage vor dem bzw. im Anschluss an den Lauf der Feuerwaffe bestimmt ist. In diesem Fall liegt das Gewinde des Mantelrohrs am rückwärtigen Ende des Mantelrohrs.

In einer alternativen, besonders bevorzugten Ausgestaltung ist das erfindungsgemäße Schalldämpfersystem als „Overbarrel"- System ausgeführt, d.h. der Lauf wird bis zu einem gewissen Teil in das Schalldämpfersystem eingeführt. Ein sich dabei zwi schen Lauf und Mantelrohr ergebender Ringraum kann dann in be sonders vorteilhafter Weise zur Aufnahme eines zweiten Schika- nen-Schalldämpfers ausgenützt werden.

Zu diesem Zweck ist bevorzugt in dem Mantelrohr koaxial und unter Bildung eines zweiten Ringraumes eine Hülse aufgenom men, die in einem Axialabstand zum ersten Schalldämpfer liegt, wobei der zweite Ringraum ebenfalls mit Schikanen und bevorzugt einem diesen nachgeordneten Gasauslass versehen ist. Der zweite Schikanen-Schalldämpfer im zweiten Ringraum ist strömungstech nisch ebenfalls den beiden anderen Schalldämpfern, nämlich dem ersten koaxial inneren Schalldämpfer und dem ersten äußeren Schikanen-Schalldämpfer, parallelgeschaltet. Dabei reduziert die Umlenkung des Pulvergasstrahles in den „ overbarrel " - liegenden zweiten Schikanen-Schalldämpfer, d.h. gegen die Schussrichtung, den Rückstoß der Waffe.

Der zweite Schikanen-Schalldämpfer kann gegebenenfalls auch ohne Gasauslass ausgeführt sein, beispielsweise wenn ein Austritt von Gasen in der Nähe des Gesichts des Schützen ver mieden werden soll. Falls gewünscht, kann aber auch hier ein Gasauslass, insbesondere in Form von axialnormalen Auslassöff nungen im Mantelrohr, vorgesehen werden, um eine Durchspülung zu erreichen.

Bevorzugt ist dabei die Hülse auf den Lauf aufschiebbar und weist an ihrem dem ersten Schalldämpfer zugewandten Ende ein Gewinde zur Verankerung am Lauf auf, sodass der „Overbar- rel"-Teil mit dem zweiten Schikanen-Schalldämpfer gegenüber dem Lauf frei ausschwingen kann.

Ein solcher zweiter Schikanen-Schalldämpfer kann jedoch auch auf andere Art realisiert werden, insbesondere auch ohne „Overbarrel " -Montage . Dazu ist bevorzugt in dem Mantelrohr ko axial und unter Bildung des zweiten Ringraumes ein zweiter Schalldämpfer aufgenommen, der laufseitig des ersten Schall dämpfers in einem Axialabstand zu diesem liegt, wobei der zwei te Ringraum wieder mit Schikanen und bevorzugt einem diesen nachgeordneten Gasauslass versehen ist. In dieser Ausführungs form umfasst das Schalldämpfersystem der Erfindung gleich vier strömungstechnisch einander parallelgeschaltete Schalldämpfer, u.zw. den ersten inneren Schalldämpfer, den ihn umgebenden ers ten Schikanen-Schalldämpfer, den vorgeordneten, unmittelbar an den Lauf anschließenden zweiten Schalldämpfer und den diesen umgebenden zweiten Schikanen-Schalldämpfer . Dadurch kann eine besonders hohe Dämpfungsleitung mit besonders geringem Rückstau erzielt werden. Auch bei dieser Ausführungsform reduziert der in den zweiten Schikanen-Schalldämpfer umgelenkte, gegen die Schussrichtung wirkende Teil der Gase den Rückstoß der Waffe.

Auch der zweite innere Schalldämpfer kann auf beliebig in der Technik bekannte Weise gebildet sein. Gemäß einer bevorzug ten Variante der Erfindung umfasst auch der zweite Schalldämp fer zumindest einen oder gleich mehrere, d.h. einen Stapel, von Ablenktöpfen, sodass dieselben Bauteile verwendet werden können wie für den ersten Schalldämpfer. Dadurch ergibt sich eine wei tere Modularisierung des Schalldämpfersystems. In allen Ausführungsformen mit Hülse oder innerem zweiten Schalldämpfer, um die bzw. den herum der zweite Schikanen- Schalldämpfer ausgebildet ist, kann das Mantelrohr optional zwischen dem ersten Schalldämpfer und der Hülse bzw. zwischen dem ersten und dem zweiten Schalldämpfer eine - bevorzugt kege lige - Trennwand mit einer zentralen Öffnung enthalten. Die zu sätzliche Trennwand lenkt den aus dem Lauf divergierend austre tenden Teil der Gase direkt zum zweiten Schikanen-Schalldämpfer hin um. Durch entsprechende Gestaltung der Trennwand und der Größe ihrer zentralen Öffnung kann dabei die Gasaufteilung zwi schen dem ersten Schalldämpfer und dem ersten inneren Schika nen-Schalldämpfer einerseits und dem zweiten Schikanen- Schalldämpfer anderseits eingestellt werden.

Die optionale Trennwand kann auch dazu verwendet werden, die Hülse bzw. den zweiten Schalldämpfer über ein radial durch brochenes Rohrstück daran abzustützen, um die mechanische Fes tigkeit zu erhöhen.

Eine solche Abstützung kann alternativ auch ohne die Trennwand erreicht werden, indem die Hülse bzw. der zweite Schalldämpfer über das radial durchbrochene Rohrstück direkt am Anströmkegel des ersten Schalldämpfers abgestützt wird.

Bei Verwendung von axialnormalen Auslassöffnungen im Man telrohr für den Gasauslass des ersten und/oder zweiten Schika nen-Schalldämpfers können diese Auslassöffnungen gegenüber der Radialen in jeweils derselben Umfangsrichtung versetzt sein. Bei der Schussabgabe wird damit durch den Rückstoß der aus den Auslassöffnungen austretenden Gase ein Drehmoment um die Längs- achse des Schalldämpfersystems erzeugt, welches dazu verwendet werden kann, ein Gewinde, mit dem das Schalldämpfersystem am Lauf befestigt ist, mit jeder Schussabgabe automatisch festzu ziehen .

Die Erfindung wird nachstehend anhand von in den beige schlossenen Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen nä her erläutert. In den Zeichnungen zeigen:

Fig. 1 eine erste Ausführungsform des Schalldämpfersystems der Erfindung in einem Längsschnitt;

Fig. 2 einen Innenteil des Schalldämpfersystems von Fig. 1 in einer Perspektivansicht;

Fig. 3 eines der Module des Innenteils von Fig. 2 in einer Perspektivansicht ;

Fig. 4 einen Querschnitt entlang der Schnittlinie IV - IV von Fig . 1 ; und

die Fig. 5 - 8 weitere Ausführungsformen des Schalldämp fersystems der Erfindung jeweils in einem Längsschnitt.

Die Fig. 1 - 4 zeigen eine erste Ausführungsform eines Schalldämpfersystems 1 zur Montage an einer Feuerwaffe, von der nur der Lauf 2 ausschnittsweise dargestellt ist. Die Feuerwaffe kann beliebiger Art sein, z.B. eine Handfeuerwaffe oder eine Langwaffe. Die Längsachse des Schalldämpfersystems 1, welche mit der Längsachse des Laufs 2 fluchtet, ist mit A bezeichnet.

Das Schalldämpfersystem 1 umfasst ein Mantelrohr 3, das an einem Ende mit einem Gewinde 4 zum Aufschrauben auf ein ent sprechendes Gegengewinde an der Mündung des Laufs 2 ausgestat tet ist. Das Gewinde 4 kann beispielsweise in einer Gewinde- buchse 5 ausgebildet sein, die in eine Endkappe 6 und einen Endstopfen 7 des Mantelrohrs 3 eingesetzt ist.

In dem Mantelrohr 3 ist in einem Axialabstand d zum Lauf 2 ein erster Schalldämpfer 8 angeordnet. Der Schalldämpfer 8 hat eine axiale Durchschussöffnung 9 für den Durchtritt eines aus dem Lauf 2 austretenden Projektils. Aufgrund des Axialabstandes d zwischen Schalldämpfer 8 und Lauf 2 ergibt sich im Inneren des Mantelrohrs 3 eine Druckminder- und Verteilkammer 10 für die aus dem Lauf 2 bei der Schussabgabe austretenden Gase, wel che dem Projektil voraus- und nacheilen.

Der Schalldämpfer 8 hat in Durchschussrichtung S gesehen entlang seiner Durchschussöffnung 9 eine Folge von hintereinan derliegenden Druckminderkammern 11 - 15, in welchen sukzessive ein Abbau der Druckwelle der Schussgase erfolgt, wie später noch ausführlicher beschrieben. Der Schalldämpfer 8 könnte je doch nicht nur als ein solcher Kammerschalldämpfer, sondern grundsätzlich auf jede andere in der Technik bekannte Art auf- gebaut sein.

Der Außenumfang 16 des Schalldämpfers 8 liegt in einem Ra dialabstand zum Innenumfang 17 des Mantelrohrs 3, sodass sich dazwischen ein erster Ringraum 18 ergibt. Der Ringraum 18 wird zur Beherbergung eines - strömungstechnisch parallel zum ersten Schalldämpfer 8 liegenden - ersten „ Schikanen" -Schalldämpfers 19 verwendet. Der Schikanen-Schalldämpfer 19 umfasst den Ring raum 18, darin angeordnete Schikanen 20 (siehe dazu auch Fig. 2 und 3) und einen den Schikanen 20 strömungstechnisch nachgeord- neten Gasauslass. Der Gasauslass wird im gezeigten Beispiel durch axialparallele Auslassöffnungen 21 in einem Stirnring 22 am laufabgewandten Ende des Mantelrohrs 3 und/oder axialnormale Auslassöffnungen 23 im Mantelrohr 3 gebildet.

Der Schalldämpfer 8 ist an seinem dem Lauf 2 zugewandten Ende mit einem von der Durchschussöffnung 9 durchsetzten An- strömkegel 24 ausgestattet. Der Anströmkegel 24 wirkt als Ver teiler für die aus dem Lauf 2 austretenden Gase bzw. die Druck welle in der Druckminderkammer 10, indem er den zentralen, in Achsenrichtung A austretenden Teil der Gase in die Durchschuss öffnung 9 und damit den Schalldämpfer 8 eintreten lässt und den äußeren, divergierend aus dem Lauf 2 austretenden Teil der Gase über seine Kegelmantelfläche in den Ringraum 18 und damit den Schikanen-Schalldämpfer 19 hin ablenkt. Durch entsprechende Wahl der Größe der Durchschussöffnung 9 im Anströmkegel 24 und des Kegelwinkels des Anströmkegels 24 kann die Aufteilung zwi schen jenen Gasen, die in den inneren Schalldämpfer 8 eintre ten, und jenen Gasen, die in den Schikanen-Schalldämpfer 19 eintreten, eingestellt werden.

Die Fig. 2 und 3 zeigen den Aufbau des Schalldämpfers 8 und der Schikanen 20 im Detail. Der Schalldämpfer 8 ist aus ei nem Stapel von Ablenktöpfen 25 aufgebaut, die jeweils mit ihren Rändern 26 einander geringfügig überlappen, z.B. mit Klemmsitz ineinandergesteckt , verschraubt oder verschweißt. Jeder Ablenk topf 25 besitzt einen laufseitigen, d.h. entgegen der Schuss richtung S auskragenden, kegeligen, von der Durchschussöffnung 9 axial durchsetzten Anströmboden 27. Im Stapel ergeben sich dadurch in den Kammern 11 15 des Schalldämpfers 8 jeweils um die Durchschussöffnung 9 herum ringförmige Taschen 28 (Fig. 1) , in denen die Druckwelle der Gase abgepuffert und dadurch suk zessive abgebaut wird.

Optional können die Anströmböden 27 mit Gasdurchlässen 29 zum jeweils nächsten Ablenktopf 25 im Stapel hin versehen wer den, wodurch die Taschen 28 keine Sackgassen mehr sind, sondern von den die Gasdurchlässe 29 durchströmenden Gasen durchspült und gereinigt werden, um Ablagerungen von Pulverrückständen in den Taschen 28 weitgehend hintanzuhalten. Die Gasdurchlässe 29 können beispielsweise als Kranz von axialparallelen Durchlass öffnung ausgeführt sein.

Der Anströmkegel 24 des Schalldämpfers 8 kann als geson dertes Bauteil auf den laufseitig ersten Ablenktopf 25 aufge setzt sein (Fig. 1, 8), oder der Anströmböden 27 des laufseitig ersten Ablenktopfes 25 bildet direkt selbst den Anströmkegel 24 (Fig. 5 - 7) .

Optional können ein oder mehrere der Ablenktöpfe 25 auch mit radialen Gasdurchlässen 30 zum Ringraum 18 des Schikanen- Schalldämpfers 19 hin versehen sein, insbesondere der laufsei tig erste Ablenktopf 25, wie in der Ausführungsform von Fig. 5 gezeigt .

Anstelle eines modulartigen, gestapelten Aufbaus des Schalldämpfers 8 aus einzelnen Ablenktöpfen 25 könnte der Schalldämpfer 8 alternativ auch aus einem durchgehenden Rohr gefertigt sein, in welches die Anströmböden 27 einzeln einge setzt sind; ein Ende eines solchen Rohres könnte dann als An- strömkegel 24 ausgebildet sein. Wie im Detail in den Fig. 2 und 3 gezeigt, kann der Schalldämpfer 8 auch gleich dazu verwendet werden, die Schika nen 20 des Schikanen-Schalldämpfers 19 im Ringraum 18 zu la gern. Dazu trägt der Schalldämpfer 8, beispielsweise jeder Ab lenktopf 25, an seinem Außenumfang 16 ein oder mehrere Ablenk bleche 31, welche die Schikanen 20 bilden. Die Ablenkbleche 31 sind beispielsweise kreisringsektorförmig (hier: jeweils über 60°), liegen in Umfangsrichtung U hintereinander und sind dabei jeweils gegeneinander versetzt. Auch andere Arten von Schikanen 20 sind möglich, beispielsweise wendelförmige, mäanderförmige und/oder unterbrochenen Ablenkbleche usw. Im gezeigten Beispiel trägt jeder Ablenktopf 25 an einer ersten Axialposition einen Satz von drei 60° -ringsektorförmigen Ablenkblechen 31 und - in einem Axialabstand a dazu - an einer zweiten Axialposition ei nen weiteren Satz von drei 60° -ringsektorförmigen Ablenkblechen 31, die jeweils in Umfangsrichtung U um 60° gegenüber den Ab lenkblechen 31 des ersten Satzes versetzt sind.

Die Schikanen 20, z.B. die Ablenkbleche 31, könnten alter nativ auch am Innenumfang 17 des Mantelrohrs 3 montiert sein, oder als gesondertes Teil in den Ringraum 18 eingeschoben sein.

Fig. 4 zeigt, dass die Ausstoßrichtungen bzw. Achsen J von normal zur Achse A verlaufenden Auslassöffnungen 23 des Mantel rohrs 3 jeweils gegenüber der Radialen R in (derselben) Um fangsrichtung U versetzt sein können, d.h. die Achsen J der Auslassöffnungen 23 haben jeweils einen Normalabstand z zur Achse A. Aus den Auslassöffnungen 23 austretende Gase erzeugen so ein Drehmoment M auf das Mantelrohr 3, welches dazu verwen- det werden kann, das Gewinde 4 für die Verankerung des Schall dämpfersystems 1 am Lauf 2 festzuziehen; das Schallsdämpfersys tem 1 wird dadurch bei jeder Schussabgabe gleichsam automatisch festgezogen .

Fig. 5 zeigt eine zweite Ausführungsform des Schalldämp fersystem 1 für eine „Overbarrel " -Montage am Lauf 2, was die Möglichkeit für den Einbau eines zweiten Schikanen- Schalldämpfers 32 eröffnet. Bei dieser Ausführungsform ist in dem Mantelrohr 3 mit radialem Abstand, d.h. unter Bildung eines zweiten Ringraums 33, eine Hülse 34 aufgenommen, die wieder im Axialabstand d vom ersten Schalldämpfer 8 liegt, um die Ver teil- und Druckminderkammer 10 zu errichten. Die Druckminder kammer 10 verteilt die Schussgase nun nicht mehr nur auf den ersten Schalldämpfer 8 und den ersten Schikanen-Schalldämpfer 19 sondern zusätzlich auch auf den zweiten Schikanen- Schalldämpfer 32.

Der zweite Schikanen-Schalldämpfer 32 ist mit Schikanen 35 im Ringraum 33 ausgestattet, z.B. in Form von Ablenkblechen ähnlich den Ablenkblechen 31 des ersten Schikanen-Schall- dämpfers 19. Der zweite Schikanen-Schalldämpfer 32 kann optio nal einen den Schikanen 35 nachgeordneten Gasauslass haben, z.B. in Form von axialnormalen Auslassöffnungen 36 im Mantel rohr 3. Die Auslassöffnungen 36 können so wie für die Auslass öffnungen 23 in Fig. 4 gezeigt gegenüber der Radialen R ver setzt sein.

Die Hülse 34 kann an ihrem inneren, dem ersten Schalldämp fer 8 zugewandten Ende mit einem Gewinde 37 zum Aufschrauben auf den Lauf 4 ausgestattet sein. Der über den Lauf 2 geschobe ne „Overbarrel " -Teil 38 des Schalldämpfersystems 1 verkürzt so mit die Baulänge der Kombination aus Schalldämpfersystem 1 und Feuerwaffe. Überdies kann der Teil 38 frei ausschwingen, wenn die Hülse 34 so dimensioniert ist, dass sie Radialabstand zum Lauf 2 hat .

Fig. 6 zeigt eine weitere Ausführungsform des Schalldämp fersystems 1 ähnlich jener von Fig. 5, jedoch mit einer zusätz lichen Trennwand 39 zwischen dem ersten Schalldämpfer 8 und der Hülse 34. Die Trennwand 39 ist bevorzugt - wenn auch nicht zwingend - kegelig ausgeführt, mit einem entgegen der Schuss richtung S auskragenden Kegelabschnitt 40 und einer zentralen Öffnung 41. Die Trennwand 39 leitet den äußeren Teil der Druck welle in der Druckminderkammer 10 zum zweiten Schikanen- Schalldämpfer 32 hin um und lässt den inneren Teil der Druck welle durch ihre Öffnung 41 zum ersten Schalldämpfer 8 und dem ersten Schikanen-Schalldämpfer 19 hin passieren. Durch entspre chende Wahl der Größe der Öffnung 41 und des Kegelwinkels des Kegels 40 kann das Aufteilungsverhältnis eingestellt werden.

An der Trennwand 39 kann sich die Hülse 34 wie gezeigt ü- ber ein radial durchbrochenes Rohrstück 42 abstützen. Das Rohr stück 42 kann aber auch entfallen, in welchem Fall die Hülse 34 in Durchschussrichtung S gesehen mit Abstand vor der Trennwand 39 endet.

In der Ausführungsform von Fig. 7 wird anstelle der Hülse 34 ein zweiter koaxial innerer Schalldämpfer 43 verwendet, um den zweiten Ringraum 33 für den zweiten Schikanen-Schalldämpfer 32 zu errichten. Der zweite Schalldämpfer 43 liegt - unter Bil dung des Ringraums 33 - in Durchschussrichtung S gesehen mit Abstand d vor dem ersten Schalldämpfer 8, wodurch sich wieder die Druckminderkammer 10 ergibt. Der zweite Schalldämpfer 43 kann ein herkömmlicher Schalldämpfer sein oder - wie in Fig. 7 gezeigt - analog dem ersten Schalldämpfer 8 aus einem Stapel von Ablenktöpfen 25 gebildet sein, jedoch um 180° gewendet ein gebaut. Im einfachsten Fall kann hier auch nur ein einziger Ab lenktopf 25 verwendet werden (Fig. 8) .

Auch der zweite Schalldämpfer 43 kann sich - so wie in Fig. 6 für die Hülse 34 gezeigt - an der Trennwand 39 über das durchbrochene Rohrstück 42 abstützen, falls gewünscht. Auch könnte in der Ausführungsform von Fig. 7 eine Trennwand 39 ohne Rohrstück 42 verwendet werden.

Fig. 8 zeigt eine weitere Ausführungsform des Schalldämp fersystems 1 mit einem ersten Schalldämpfer 8, einem ersten Schikanen-Schalldämpfer 19, einem zweiten Schalldämpfer 43 und einem zweiten Schikanen-Schalldämpfer 32, wobei sich hier der zweite Schalldämpfer 43 über das durchbrochene Rohrstück 42 di rekt am Anströmkegel 24 des ersten Schalldämpfers 8 abstützt.

Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten Ausführungs formen beschränkt, sondern umfasst alle Varianten, Modifikatio nen und Kombinationen, die in den Rahmen der angeschlossenen Ansprüche fallen. Insbesondere können die in den Ausführungs formen der Fig. 1 - 4, 5, 6, 7 und 8 jeweils gezeigten Merkmale auch unterschiedlich zum Schalldämpfersystem 1 kombiniert wer den .