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Title:
SIMULATION MANIKIN HAVING AN ADJUSTABLE COMPRESSION DEPTH
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/206705
Kind Code:
A1
Abstract:
The present invention relates to a simulation manikin (10) for simulating and/or practicing a chest compression of a human body, comprising an artificial rib cage (12), wherein: the artificial rib cage (12) has an artificial sternum (14); the artificial rib cage (12) can be periodically pressed to at least one first adjustable compression depth or to at least one second adjustable compression depth by means of the sternum (14) and/or by means of at least one surrounding region (16) of the sternum using a simulated chest compression and a corresponding pressing movement; the pressing movement to the first compression depth can be limited by at least one first stop (18) and the pressing movement to the second compression depth can be limited by at least one second stop (20); and the second stop (20) can be displaced relative to the first stop (18), in particular by means of a translational movement, so that the first and second compression depths can be adjusted, in particular independently of one another.

Inventors:
STEIGER, Pierre-Enric (Petristr. 12, Winnenden, 71364, DE)
SCHNEIDER, Marcel (Petristr. 12, Winnenden, 71364, DE)
Application Number:
EP2019/059626
Publication Date:
October 31, 2019
Filing Date:
April 15, 2019
Export Citation:
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Assignee:
BJÖRN STEIGER STIFTUNG - STIFTUNG BÜRGERLICHEN RECHTS (Petristr. 12, Winnenden, 71364, DE)
International Classes:
G09B23/28
Domestic Patent References:
WO1992018966A11992-10-29
Foreign References:
EP2437236A12012-04-04
US20030022142A12003-01-30
US20110165546A12011-07-07
EP2437236A12012-04-04
US6736643B22004-05-18
EP2871631A12015-05-13
US20070054254A12007-03-08
Attorney, Agent or Firm:
DTS PATENT- UND RECHTSANWÄLTE SCHNEKENBÜHL UND PARTNER MBB (Marstallstraße 8, München, 80539, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Simulationspuppe (10) zur Simulation und/oder Übung einer Herzdruckmassage eines menschlichen Körpers, mit einem künstlichen Brustkorb (12), wobei der künstliche Brustkorb (12) ein künstliches Brustbein (14) aufweist, wobei der künstliche Brustkorb (12) mittels des Brustbeins (14) und/oder mittels wenigstens eines Umgebungsbereichs (16) des Brustbeins durch eine simulierte Herzdruckmassage und eine dementsprechende Eindrückbewegung in wenigstens eine erste einstellbare Drucktiefe oder in wenigstens eine zweite einstellbare Drucktiefe periodisch eihdrückbar ist, wobei die Eindrückbewegung in die erste Drucktiefe durch wenigstens einen ersten Anschlag (18) begrenzbar ist und in die zweite Drucktiefe durch wenigstens einen zweiten Anschlag (20) begrenzbar ist, wobei der zweite Anschlag (20) bezogen auf den ersten Anschlag (18), insbesondere durch eine Translationsbewegung, verschiebbar ist, so dass die erste und die zweite Drucktiefe, insbesondere unabhängig voneinander, einstellbar sind.

2. Simulationspuppe (10) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der erste Anschlag (18) in Form wenigstens eines Vorsprungs (22) ausgebildet ist und sich in einem gegenüberliegenden Bereich (24) des künstlichen Brustbeins (14) aus dem künstlichen Brustkorb (12) erhebt, wobei insbesondere sich der erste Anschlag (18) in Richtung des künstlichen Brustbeins (14) erhebt

3. Simulationspuppe (10) nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Anschlag (18) einstückig und unbeweglich mit dem künstlichen Brustkorb (12) verbunden ist.

4. Simulationspuppe (10) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Anschlag (20) mit wenigstens einem Führungsmechanismus (26) gekoppelt ist und mittels des Führungsmechanismus (26) bezogen auf den ersten Anschlag (18) durch eine Translationsbewegung verschiebbar ist.

5. Simulationspuppe (10) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Anschlag (20) mittels des Führungsmechanismus (26) zwischen wenigstens einer Nicht-Anschlagstellung und wenigstens einer Anschlagstellung hin und her verschiebbar ist.

6. Simulationspuppe (10) nach Anspruch 4 oder Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Anschlag (20) mittels des Führungsmechanismus (26) in der Nicht-Anschlagstellung und in der Anschlagstellung verrastbar ist.

7. Simulationspuppe (10) nach Anspruch 5 oder Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Anschlag (18) wenigstens eine plane Anschlagfläche (28) aulweist, auf welcher der zweite Anschlag (20) aufliegt und zwischen der Nicht-Anschlagstellung und der Anschlagstellung verschiebbar ist.

8. Simulationspuppe (10) nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Anschlag (20) mittels wenigstens einer ersten Stütze (30) und mittels wenigstens einer zweiten Stütze (32) auf dem Führungsmechanismus (26) abgestützt ist.

9. Simulationspuppe (10) nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungsmechanismus (26) wenigstens ein Betätigungselement (34) aufweist, mittels dessen der zweite Anschlag (20) zwischen der Nicht-Anschlagstellung und der Anschlagstellung verschiebbar ist.

10. Simulationspuppe (10) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungselement (34) durch wenigstens eine Öffnung (36) des künstlichen Brustkorbs (12) in einem gegenüberliegenden Bereich (24) des künstlichen Brustbeins (14) hindurchgeführt ist, so dass das Betätigungselement (34) von außerhalb des künstlichen Brustkorbs (12) betätigbar ist.

11. Simulationspuppe (10) nach einem der Ansprüche 4 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungsmechanismus (26) als Linearführung (38) ausgebildet ist

12. Simulationspuppe (10) nach Anspruch 11 , dadurch gekennzeichnet, dass die Linearführung (38) einen linear verschiebbaren Führungsschlitten (40) aufweist, der das Betätigungselement (34) umfasst und der über erste und die zweite Stütze (30, 32) mit dem zweiten Anschlag (20) gekoppelt ist, so dass der zweite Anschlag (20) mittels des Führungsschlittens (40) zwischen der Nicht- Anschlagstellung und der Anschlagstellung linear verschiebbar ist

13. Simulationspuppe (10) nach Anspruch 11 oder Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Linearführung (38) zwei Schienen (42, 44) aufweist, zwischen welchen der Führungsschiitten (40) linear verschiebbar geführt ist.

Description:
Simulationspuppe mit einstellbarer Drucktiefe

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Simulationspuppe zur Simulation und/oder Übung einer Herzdruckmassage eines menschlichen Körpers, mit einem künstlichen Brustkorb, wobei der künstliche Brustkorb ein künstliches Brustbein aufweist, wobei der künstliche Brustkorb mittels des Brustbeins und/oder mittels wenigstens eines Umgebungsbereichs des Brustbeins durch eine simulierte Herzdruckmassage und eine dementsprechende Eindrückbewegung in wenigstens eine erste einstellbare Drucktiefe oder in wenigstens eine zweite einstellbare Drucktiefe periodisch eindrückbar ist.

Die möglichst realitätsnahe Simulation einer Herzdruckmassage kann unabhängig von Notfällen bereits an Simulationspuppen durchgeführt und trainiert werden. Um die Herzdruckmassage noch realistischer darstellen zu können, sind bereits aus dem Stand der Technik Trainingsgeräte bzw. Simulationspuppen zur Simulation und/oder Übung einer Herzdruckmassage eines menschlichen Körpers bekannt, bei denen sich die Drucktiefe einstellen lässt.

Demnach ist aus der EP 2 437 236 A1 eine Vorrichtung zur Simulation von kardiopulmonalen Wiederbelebungstechniken bekannt, wobei die Vorrichtung ein Druckeinstellungsstück umfasst, das in einem zentralen Bereich einer Basis angeordnet ist und das dazu bestimmt ist, eine erste Position einzunehmen, in der ein oberer Höhenanschlag die Verformung eines Bruststücks begrenzt, wenn darauf Druck ausgeübt wird, eine zweite Position, in der ein unterer Höhenanschlag die Verformung des Bruststücks begrenzt.

Ferner offenbart die US 6,736,643 82 eine Erwachsenen-ZKinder- und Säuglingspuppe für die kardiopulmonale Reanimation, die eine Rumpfsimulation mit einer gekrümmten Montagefläche, eine Kopfsimulation mit einer damit verbundenen Halsbefestigung umfasst. Zur Befestigung der Kopfsimulation an der Rumpfsimulation mit der bogenförmigen Verbindung in Kontakt mit der bogenförmigen Montagefläche sind ebenfalls Befestigungselemente vorgesehen. Die Befestigungselemente sind dabei in einem Bogen über eine bogenförmige Montagefläche verfahrbar. Zudem ist in der EP 2 871 631 A1 eine tragbare medizinische Übungspuppe mit einem hohlen Rumpfkörper und einer Brustplatte mit Schlitzöffnungen gezeigt, die eine realistische Biegung der Brustplatte entlang von Scharnieren ermöglichen, die mit einem Brustkompressiönskolben in Eingriff stehen. Ein Brustkompressionskolben unterstützt und widersteht Brustkompressionen, die von einem Benutzer durchgeführt werden. Der Brustkompressionskolben wird mit der zentralen Brustplatte des Rumpfkörpers durch einen Schnellverschlussmechanismus mit Rastverschlüssen zur Sicherung des mit der Brustplatte verbundenen Kolbens in Eingriff gebracht.

Im Übrigen ist in der US 2007/054254 A1 ein medizinisches Trainingsgerät mit verbesserter Muschelschalen-Torso-Anordnung offenbart. Zusätzlich ist ein elektromechanisches Anzeigegerät vorgesehen, das in Echtzeit Rückmeldungen über die Kompressionsrate der Herzdruckmassage anzeigt, die von einer übenden Person auf der Übungspuppe der vorliegenden Anwendung aufgeprägt wird. Die Rückmeldung durch das Gerät kann vorzugsweise durch visuelle Indikatoren erfolgen, kann aber auch Audioindikatoren oder Signale, wie Wörter oder Töne, enthalten oder alternativ dazu haben, um anzuzeigen, ob die übende Person innerhalb des bevorzugten Ratenbereichs komprimiert oder nicht, und/oder den Grad der Varianz in den Kompressionssequenzen des Schülers.

Aufgrund der strukturell komplex aufgebauten Begrenzungsvorrichtungen für die Kompressionstiefe einer Simulationspuppe sind derartige Simuiationspuppen aufwändig aufgebaut und dementsprechend fehleranfälliger und teuer.

Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Simulatiönspuppe der eingangs genannten Art in vorteilhafter Weise weiterzubilden, insbesondere dahingehend, dass die Simulationspuppe mechanisch einfacher aufgebaut und zuverlässiger ausgebildet ist.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Simulationspuppe mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Danach ist vorgesehen, dass eine Simulationspuppe zur Simulation und/oder Übung einer Herzdruckmassage eines menschlichen Körpers, mit einem künstlichen Brustkorb versehen ist, wobei der künstliche Brustkorb ein künstliches Brustbein aufweist, wobei der künstliche Brustkorb mittels des Brustbeins und/oder mittels wenigstens eines Umgebungsbereichs des Brustbeins durch eine simulierte Herzdruckmassage und eine dementsprechende Eindrückbewegung in wenigstens eine erste einstellbare Drucktiefe oder in wenigstens eine zweite einstellbare Drucktiefe periodisch eindrückbar ist, wobei die Eindrückbewegung in die erste Drucktiefe durch wenigstens einen ersten Anschlag begrenzbar ist und in die zweiten Drucktiefe durch wenigstens einen zweiten Anschlag begrenzbar ist, wobei der zweite Anschlag bezogen auf den eisten Anschlag, insbesondere durch eine Translationsbewegung, verschiebbar ist, so dass die erste und die zweite Drucktiefe, insbesondere unabhängig voneinander, einstellbar sind.

Die Erfindung basiert auf dem Grundgedanken, dass durch Einstellung einer ersten und zweiten Drucktiefe die Übung einer Herzdruckmassage an dem künstlichen Brustkorb noch realitätsnaher durchgeführt werden kann. Insbesondere kann durch die erste Drucktiefe beispielsweise ein Brustkorb eines Erwachsenen simuliert werden, wohingegen durch die zweite, kleinere, Drucktiefe der Brustkorb eines Kindes oder Jugendlichen simuliert werden kann. Um eine möglichst zuverlässige Verstellung des ersten und zweiten Anschlags vorzusehen, wird ein strukturell möglichst einfach aufgebauter Verstell-Mechanismus vorgesehen, welcher in die Simulationspuppe integriert wird. Diese einfache Verstellung kann insbesondere durch eine mechanisch und strukturell besonders einfach umsetzbare Verschiebung des zweiten Anschlags bezogen auf den ersten Anschlag sichergestellt werden. Diese Verschiebungsbewegung ist dabei durch eine Translationsbewegung ausgebildet. Eine derartige Translationsbewegung erfordert ein Mindestmaß an Führungsbauteilen (wie Schienen, Nuten, Lager usw.) und geführten Bauteilen wie (Schlitten, Fortsätze, Mitnehmer usw.), wodurch die erste und die zweite Drucktiefe unabhängig voneinander und sicher von einer übenden bzw. zu trainierenden Person einstellbar sind.

Im Übrigen kann vorgesehen sein, dass der erste Anschlag in Form wenigstens eines Vorsprungs ausgebildet ist und sich in einem gegenüberliegenden Bereich des künstlichen Brustbeins aus dem künstlichen Brustkorb erhebt, wobei insbesondere sich der erste Anschlag in Richtung des künstlichen Brustbeins erhebt. Die Ausgestaltung als Vorsprung bzw. Fortsatz oder Erhebung bietet eine strukturell sehr einfache Möglichkeit aus, den ersten Anschlag des künstlichen Brustkorbs auszubilden. Die Lage in dem in einem gegenüberliegenden Bereich des künstlichen Brustbeins ist deshalb besonders wichtig, um eine möglichst genau angeordnetes Gegenstück zu dem künstlichen Brustbein zu definieren, so dass bei jeder Eindrückbewegung sichergestellt werden kann, dass das Brustbein in der eingestellten Drucktiefe begrenzt wird. Der erste Anschlag ist dabei als im Wesentlichen U-förmiger bzw. teilringförmiger Anschlag ausgebildet.

Weiter ist vorstellbar, dass der erste Anschlag einstückig und unbeweglich mit dem künstlichen Brustkorb verbunden ist. Die einstückige Verbindung mit dem künstlichen Brustkorb sorgt vor allem für die stabile, unbewegliche bzw. eine unverrückbare und statische Position des ersten Anschlages. Dadurch kann die Positionstreue des ersten Anschlages weiter verbessert werden, woraus ein sehr genau angeordnetes Gegenstück zu dem Brustbein definiert wird und sich die Handhabungseigenschaften der Simulationspuppe weiter verbessern lassen.

Zudem ist denkbar, dass der zweite Anschlag mit wenigstens einem Führungsmechanismus gekoppelt ist und mittels des Führungsmechanismus bezogen auf den ersten Anschlag durch eine Translatidnsbewegung verschiebbar ist. Der Führungsmechanismus ist deshalb für die Verwendung des zweiten Anschlages besonders wichtig und vorteilhaft, weil mittels des Führungsmechanismus die Translationsbewegung des zweiten Anschlages bezogen auf den ersten überhaupt erst ermöglicht wird. Aufgrund der Translationsbewegung des zweiten Anschlages kann der Führungsmechanismus besonders strukturell einfach und mit wenigen erforderlichen Bauteilen aufgebaut werden. Diese Vereinfachung sorgt im Übrigen für einen besonders platzsparenden und günstig herzustellenden zweiten Anschlag bzw. Führungsmechanismus.

Außerdem ist es möglich, dass der zweite Anschlag mittels des Führungsmechanismus zwischen wenigstens einer Nicht-Anschlagstellung und wenigstens einer Anschlagstellung hin und her verschiebbar ist. Der Wechsel zwischen einer Anschlagstellung und einer Nicht-Anschlagstellung ermöglicht überhaupt erst die Änderung der Drucktiefe des künstlichen Brustkorbes, weil der zweite Anschlag eine größere Höhe aufweist als der erste Anschlag und damit die Drucktiefe verringert. Somit bildet der zweite Anschlag für das künstliche Brustbein nur im Falle einer Anschlagstellung die zweite Drucktiefe aus, was die Simulation der Herzdruckmassage durch die Simulationspuppe realistischer werden lässt und dadurch verbessert.

Des Weiteren kann vorgesehen sein, dass der zweite Anschlag mittels des Führungsmechanismus in der Nicht-Anschlagstellung und in der Anschlagstellung verrastbar ist. Die Verrastung verbessert vor allem die Positionstreue des zweiten Anschlages in der Anschlagsstellung und in der Nicht-Anschlagsstellung. Die Positionstreue ist insbesondere für eine sichere Handhabung der Simulationspuppe besonders wichtig, da ein ungewolltes Wechseln der Anschlagstellungen in jedem Fall vermieden werden sollte. Damit verbessert die Verrastung die Betriebssicherheit der Simulationspuppe weiter, was zusätzlich in einer verbesserten Ausbildung der zu trainierenden bzw. der übenden Person resultiert. Ferner kann in diesem Zusammenhang vorgesehen sein, dass der zweite Anschlag in der Anschlagstellung und in der Nicht-Anschlagstellung verspannbar, verklemmbar, verklipsbar oder anderweitig lösbar befestigbar positioniert ist. Dabei kann die Befestigung insbesondere form- oder kraftschlüssig erfolgen.

Ebenfalls ist vorstellbar, dass der erste Anschlag wenigstens eine plane Anschlagfläche aufweist, auf welcher der zweite Anschlag aufliegt und zwischen der Nicht-Anschlagstellung und der Anschlagstellung verschiebbar ist. Diese Art der Auflage verbessert insbesondere die Abstützungseigenschaften des zweiten Anschlages sowie dessen Führungskinematik im Bezug auf seinen Führungsmechanismus. Die plane Anschlagfläche sorgt ferner für eine möglichst einfache Abstützgeometrie des zweiten Anschlages. Insgesamt wird daher der mechanische Aufbau des zweiten Anschlags vereinfacht, weil dieser nicht mehr gesondert abgestützt werden muss. Zudem kann durch ein derartiges Zusammenwirken von erstem und zweitem Anschlag die Stabilität des zweiten Anschlages verbessert werden. Ferner kann vorgesehen sein, dass die Translationsbewegung des zweiten Anschlages durch einen Translations-Anschlag des ersten Anschlages begrenzt ist. Zudem sorgt die plane Ausgestaltung der Anschlagfläche für eine definierte Anschlagfläche für das künstliche Brustbein.

Darüber hinaus ist denkbar, dass der zweite Anschlag mittels wenigstens einer ersten Stütze und mittels wenigstens einer zweiten Stütze auf dem Führungsmechanismus abgestützt ist. Die erste und zweite Stütze übertragen die Verschiebungsbewegung des Führungsmechanismus auf den zweiten Anschlag, so dass dieser überhaupt erst zwischen einer Anschlagstellung und einer Nicht- Anschlagstellung verschiebbar ist. Die erste und zweite Stütze ermöglichen ferner eine sehr platzsparende Verbindung zwischen zweitem Anschlag und Führungsmechanismus, weil sie im montierten Zustand des ersten und zweiten Anschlags im Wesentlichen zwei senkrecht angeordnete Stützelemente ausbilden. Zudem Verbessern die Stützen dadurch die Stabilität und die Positionstreue des zweiten Anschlages in der Anschlag-Stellung weiter. Die erste und die zweite Stütze sind im Übrigen einstückig mit dem zweiten Anschlag verbunden. Hierdurch kann insbesondere die Steifigkeit des zweiten Anschlages und auch des Führungsmechanismus verbessert werden.

Weiterhin ist möglich, dass der Führungsmechanismus wenigstens ein Betätigungselement aufweist, mittels dessen der zweite Anschlag zwischen der Nicht-Anschlagstellung und der Anschlagstellung verschiebbar ist Das Betätigungselement ermöglicht einer zu trainierenden bzw. einer übenden Person die Umstellung des ersten und zweiten Anschlages innerhalb von kurzer Zeit. Dabei ist das Betätigungselement als Mitnehmer an einem relativ zum künstlichen Brustkorb beweglichen Bauteil an dem Führungsmechanismus angeordnet, so dass die Verschiebungsbewegung ausgehend von dem Betätigungselement besonders einfach direkt auf den Führungsmechanismus und somit auch direkt auf den zweiten Anschlag übertragbar ist.

Zusätzlich kann vorgesehen sein, dass das Betätigungselement durch wenigstens eine Öffnung des künstlichen Brustkorbs in einem gegenüberliegenden Bereich des künstlichen Brustbeins hindurchgeführt ist, so dass das Betätigungselement von außerhalb des künstlichen Brustkorbs betätigbar ist Die Betätigung des Betätigungselements von außerhalb des künstlichen Brustkorbes stellt eine besonders einfache und komfortable Möglichkeit für die zu trainierende Person dar, die Änderung der Drucktiefe durch eine einfache Verschiebungsbewegung des Betätigungselements vorzunehmen. Besonders bei oft wechselnden Drucktiefen spielt eine möglichst einfache Verstellmöglichkeit eine entscheidende Verbesserung in der Handhabbarkeit der Simulationspuppe dar. Die Anordnung am gegenüberliegenden Bereich des Brustkorbes sorgt insbesondere für eine Verbesserung der Sicherheit der Simulationspuppe, weil das Betätigungselement während der Herzdruckmassage aufgrund der bodenseitigen Anordnung der Simulationspuppe verdeckt ist. Somit kann das Betätigungselement während des Trainings an der Simulationspuppe nicht unbefugt verstellt werden.

Ferner ist vorstellbar, dass der Führungsmechanismus als Linearführung ausgebildet ist. Eine Linearführung wie im vorliegenden Fall bietet insbesondere die Möglichkeit bzw. den Vorteil, dass die Verschiebung des zweiten Anschlages von der Anschlagsstellung in eine Nicht-Anschlagsstellung besondere einfach, kurz und daher kostengünstig ausgestaltbar ist, da auf die komplexe Lagerung von zueinander rotierenden Bauteile verzichtet werden kann. Ferner kann vorgesehen sein, dass die Ltnearfährung als Gleitlager-Linearfährung ausgebildet ist. Diese Ausgestaltung verringert zusätzlich die Teileanzahl, Komplexität sowie Fehleranfälligkeit einer derartigen Führung und sorgt somit für eine weitere Verbesserung der Betriebssicherheit und Lebensdauer der Simulationspuppe.

Auch denkbar ist, dass die Linearführung einen linear verschiebbaren Führungsschlitten aufweist, der das Betätigungselement umfasst und der über erste und die zweite Stütze mit dem zweiten Anschlag gekoppelt ist, so dass der zweite Anschlag mittels des Führungsschlittens zwischen der Nicht-Anschlagstellung und der Anschlagstellung linear verschiebbar ist. Eine Linearführung bietet im vorliegenden Fall den Vorteil, dass die zur Ausgestaltung der Linearführung notwendigen Bauteile wie die Führungsschienen und der Führungsschlitten möglichst einfach aufgebaut sein können, da keine mechanisch hochkomplexen und hochgenauen Führungsaufgaben übernommen werden müssen. Insofern kann insbesondere die Hereteilung und der Materialeinsatz optimiert werden, was zu einer kostengünstigeren Simulationspuppe führt.

Weiter kann vorgesehen sein, dass die Linearführung zwei Schienen aufweist, zwischen welchen der Führungsschlitten linear verschiebbar geführt ist. Schienen sind auf der einen Seite mechanisch sehr einlach aufgebaut und bieten dennoch auf der anderen Seite aufgrund ihrer geraden Formgebung eine sehr gute Führungsgüte bzw. Führungsqualität des durch sie geführten Führungsschlittens aus. Die Schienen können dabei im Übrigen mit dem künstlichen Brustkorb an der gegenüberliegenden Seite des künstlichen Brustbeins ebenfalls einstückig verbunden sein. Diese Art der Verbindung erhöht die Stabilität und die Steifigkeit der Schienen einerseits sowie des gesamten Führungsmechanismus auf der anderen Seite. Ferner kann vorgesehen sein, dass die Linearführung auch mehr als zwei Schienen oder eine Schiene aufweist.

Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung sollen nun anhand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert werden.

Es zeigen:

Fig. 1 eine Draufsicht eines Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen

Simulationspuppe im geöffneten Zustand;

Fig. 2a eine perspektivische Detailansicht des ersten und zweiten Anschlags der erfindungsgemäßen Simulationspuppe gemäß Fig. 1 ;

Fig. 2b eine weitere perspektivische Detailansicht des ersten und zweiten

Anschlags der erfindungsgemäßen Simulationspuppe gemäß Fig. 1; und

Fig. 3 eine Rückansicht des Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen

Simulationspuppe gemäß Fig. 1 im geschlossenen Zustand.

Fig. 1 zeigt eine Draufsicht eines Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Simulationspuppe 10 im geöffneten Zustand.

Die Simulationspuppe 10 zur Simulation und Übung einer Herzdruckmassage eines menschlichen Körpers ist gemäß Fig. 1 aus einem ersten und aus einem zweiten schalenförmigen Gehäuseteil 10a, 10b aufgebaut.

Die beiden schalenförmigen Gehäuseteile 10a, 10b sind mittels einer umlaufenden Verbindungsnut eines schalenförmigen Gehäuseteils 10a, 10b sowie ein ihrer Form korrespondierender ebenfalls umlaufender Verbindungsvorsprung des anderen schalenförmigen Gehäuseteils 10a, 10b ineinander steckbar.

Das erste schalenförmige Gehäuseteil 10a ist im montierten bzw. ineinander gesteckten Zustand bodenseitig angeordnet.

Somit ist das zweite schalenförmige Gehäuseteil 10b im ineinander gesteckten Zustand auf dem ersten, bodenseitig angeordneten, schalenförmigen Gehäuseteil 10a angeordnet und befestigt. Ferner sind die beiden schalenförmigen Gehäuseteile 10a, 10b mittels mehrerer Schraubverbindungen aneinander im eingesteckten Zustand befestigbar.

Die Simulationspuppe 10 weist weiter einem künstlichen Brustkorb 12 auf, wobei der künstliche Brustkorb 12 wiederum ein künstliches Brustbein 14 aufweist.

Die Simulationspuppe weist im Bereich des künstlichen Brustbeins 14 einen innerhalb des künstlichen Brustkorbs 14 positionierten Brustbein-Fortsatz 14a auf.

Der Brustbein-Fortsatz 14a erhebt sich von einer Innenoberfläche des Brustkorbes 12 ausgehend von dem Brustbein 14 in Richtung des ersten und zweiten Anschlages 18, 20.

Ferner bildet der Brustbein-Fortsatz 14a an einem dem ersten und zweiten Anschlag 18, 20 zugewandten Ende eine plane Anschlagfläche 14b aus, mittels welcher der Brustbein-Fortsatz 14a an dem ersten und zweiten Anschlag 18, 20 anschlagbar ist

Der Brustbein-Fortsatz 14a ist als U-förmige Stützstruktur ausgebildet und einstückig an die Simulationspuppe angeformt.

Der künstliche Brustkorb 12 ist mittels des Brustbeins 14 und mittels eines Umgebungsbereichs 16 des Brustbeins 14 durch eine simulierte Herzdruckmassage und eine dementsprechende Eindrückbewegung in eine erste einstellbare Drucktiefe oder in wenigstens eine zweite einstellbare Drucktiefe periodisch eindrückbar.

Die Eindrückbewegung in die erste Drucktiefe ist durch einen ersten Anschlag 18 begrenzbar.

Die Eindrückbewegung in die zweite Drucktiefe ist durch einen zweiten Anschlag 20 begrenzbar.

Die erste Drucktiefe ist dabei größer als die zweite Drucktiefe.

Der zweite Anschlag 20 ist bezogen auf den ersten Anschlag 18 weiter durch eine Translationsbewegung verschiebbar.

Ferner erstreckt sich im montierten Zustand zwischen dem künstlichen Brustbein 14 und dem ersten Anschlag 18 ein Federelement. Das Federelement ist als mechanisches Federelement zur Führung des Brustbein- Fortsatzes 14a und des künstlichen Brustbeins 14 bezogen auf den ersten und zweiten Anschlag 18, 20 ausgebildet.

Das mechanische Federelement ist in Form einer Schraubendruckfeder ausgebildet.

Das Federelement ist an seinen beiden Enden jeweils mittels einer ersten Führungshülse 14c und mittels einer zweiten Führungshülse 18a radial und axial bezogen auf seine Längsachse geführt.

Die erste Führungshülse 14c ist innerhalb des Brustbein-Fortsatzes 14a angeordnet.

Die erste Führungshülse 14c ist mit mehreren (gemäß Fig. 1 drei) Stützstreben mit dem Brustbein-Fortsatz 14a einstückig verbunden.

Ferner ist die zweite Führungshülse 18a innerhalb des ersten Anschlags 18 angeordnet.

Die zweite Führungshülse 18a ist weiter mit mehreren (gemäß Fig. 1 drei) Stützstreben mit dem ersten Anschlag 18 einstückig verbunden.

Ferner erhebt sich der erste Anschlag 18 in einem gegenüberliegenden Bereich 24 des künstlichen Brustbeins 14 aus dem künstlichen Brustkorb 12.

Der erste Anschlag 18 ist somit in Form eines Vorsprungs 22 ausgebildet.

Der erste Anschlag 18 ist dabei als Anschlag 18 mit einer U-förmigen bzw, teilringförmigen Stützstruktur ausgebildet.

Der erste Anschlag 18 ist einstückig und unbeweglich mit dem künstlichen Brustkorb 12 verbunden.

Der erste Anschlag 18 ist dabei an die Simulationspuppe 10 insbesondere einstückig angeformt.

Der erste Anschlag 18 ist insbesondere an dem gegenüberliegenden Bereich des Brustbeins 14 an dem ersten schalenförmigen Gehäuseteil 10a einstückig angeformt.

Dabei erhebt sich der Vorsprung 22 des ersten Anschlags 18 in Richtung des künstlichen Brustbeins 14. Gemäß Fig, 1 weist die Simulationspuppe 10 weiter eine elektronische Steuerungsund Regelungseinrichtung SR sowie zwei Ausgabeeinrichtungen AI , A2 auf.

Fig. 2a zeigt eine perspektivische Detailansicht des ersten und zweiten Anschlags 18, 20 der erfindungsgemäßen Simulationspuppe 10 gemäß Fig, 1.

Der erste Anschlag 18 weist weiter eine plane Anschlagfläche 28 für die Anschlagfläche 14b des künstlichen Brustbeins 14 auf, auf welcher zudem der zweite Anschlag 20 im montierten Zustand teilweise aufliegt.

Der zweite Anschlag 20 weist ebenfalls eine plane Anschlagfläche 20a für die Anschlagfläche 14b des Brustbein-Fortsatzes 14a auf.

Der Brustbein-Fortsatz 14b ist in einer Nicht-Anschlagstellung des zweiten Anschlages 20 an der Anschlagfläche 28 des ersten Anschlages 18 anschlagbar.

Folglich ist der Brustbein-Fortsatz 14a in einer Anschlagstellung des zweiten Anschlages 20 an der Anschlagfläche 20a des zweiten Anschlages 20 anschlagbar.

Die jeweiligen Anschlagflächen 14b, 20a, 28 des Brustbein-Fortsatzes, des ersten Anschlages 18 und des zweiten Anschlages 20 sind im montierten und betriebsbereiten Zustand der Simulationspuppe 10 im Wesentlichen horizontal angeordnet und jeweils zueinander ausgerichtet.

Ferner ist der zweite Anschlag 20 im montierten Zustand mittels der planen Anschlagfläche 28 des ersten Anschlages 18 in der Nicht-Anschlagstellung teilweise abgestützt.

Der zweite Anschlag 20 ist weiter mit einem Führungsmechanismus 26 gekoppelt.

Der zweite Anschlag 20 ist gemäß Fig. 2a in einer Nicht-Anschlagstellung bezogen auf das künstliche Brustbein 14 positioniert.

Der zweite Anschlag 20 ist weiter mittels einer ersten Stütze 30 und mittels einer zweiten Stütze 32 auf dem Führungsmechanismus 26 abgestützt.

Zudem umgreift der zweite Anschlag 20 zusammen mit der ersten und zweiten Stütze 30, 32 den ersten Anschlag 18 im montierten Zustand teilweise. Der zweite Anschlag 20 ist mit der ersten Stütze 30 und der zweiten Stütze 32 einstückig gekoppelt bzw. verbunden.

Die Nicht-Anschlagstellung ist gemäß Fig. 2a im Übrigen daran erkennbar, dass zwischen der ersten und der zweiten Stütze 30, 32 des zweiten Anschlags 20 und dem ersten Anschlag 18 ein Spalt ausgebildet ist.

Der Führungsmechanismus 26 weist weiter ein Betätigungselement 34 auf.

Der Führungsmechanismus 26 ist außerdem als Linearführung 38 ausgebildet.

Der Führungsmechanismus bzw. die Linearführung 38 weist weiter einen linear bzw. geradlinig verschiebbaren Führungsschlitten 40 auf.

Der Führungsschlitten 40 ist außerdem über erste und die zweite Stütze 30, 32 mit dem zweiten Anschlag 20 gekoppelt.

Der Führungsschlitten 40 ist als Platte ausgebildet, an deren dem ersten Anschlag 18 zugewandtem Ende sich die erste und zweie Stütze 30, 32 erheben und den Führungsschlitten 40 so mit dem zweiten Anschlag 20 verbinden.

Der Führungsschlitten 40 ist diesbezüglich mit der ersten und der zweiten Stütze 30, 32 einstückig gekoppelt bzw. verbunden.

Femer umfasst der Führungsschlitten 40 das Betätigungselement 34.

Die Linearführung 38 weist im Übrigen zwei parallel angeordnete Schienen 42, 44 auf.

Zwischen den Schienen 42, 44 ist der Führungsschlitten 40 linear verschiebbar geführt.

An den beiden Schienen 42, 44 sind im Übrigen jeweils zwei plattenförmige Sicherungselemente 42a, 44a lösbar befestigt.

Die beiden Begrenzungselemente 42a, 44a ragen im montierten Zustand in einen Zwischenbereich der beiden Schienen 42, 44 hinein.

Die Begrenzungselemente 42a, 44a bilden mit dem Führungsschlitten 40 eine Begrenzung zur Vermeidung eines ungewollten Verlassens des Zwischenbereichs durch den Führungsschlitten 40 in Richtung des künstlichen Brustbeins 14 aus. Fig. 2b zeigt eine weitere perspektivische Detailansicht des ersten und zweiten Anschlags 18, 20 der erfindungsgemäßen Simulationspuppe 10 gemäß Fig. 1.

Der zweite Anschlag 20 ist gemäß Fig. 2b in einer Anschlagstellung bezogen auf das künstliche Brustbein 14 positioniert.

Die Anschlagstellung ist daran erkennbar, dass zwischen der ersten und der zweiten Stütze 30, 32 des zweiten Anschlags 20 und dem ersten Anschlag 18 im Wesentlichen kein Spalt ausgebildet ist.

Der zweite Anschlag 20 weist im Übrigen eine Aussparung 20b für das Federelement auf.

Somit umschießt der zweite Anschlag 20 das Federelement in seiner Anschlagstellung zumindest teilweise.

Demzufolge erstreckt sich das Federelement in der Anschlagstellung 20b zumindest teilweise in der Aussparung des zweiten Anschlags 20.

Gemäß Fig. 2b ist ein Linear-Anschlag 46 zur Begrenzung der Linearbewegung des Führungsschlittens 40 einstückig an die Simulationspuppe 10 angeformt.

Der Linear-Anschlag 46 ist im Bereich der jeweiligen Enden der ersten und zweiten Schiene 42, 44, die dem ersten Anschlag 18 abgewandt sind, dementsprechend angeformt.

An der Anschlagfläche 28 des ersten Anschlages 18 und an der Anschlagfläche 20a des zweiten Anschlags 20 sind gemäß Fig. 1 , 2a und 2b Kontaktsensoren 48, 50 zur Erfassung einer Ist-Herzdruckfrequenz des periodisch eindrückbaren künstlichen Brustbeins 14 bzw. dessen Umgebungsbereich 16 angeordnet.

Die Kontaktsensoren 48, 50 sind ferner über entsprechende Kabel (nicht in Fig. 1 , 2a, 2b gezeigt) mit der Steuern ngs- und Regelungseinrichtung SR gemäß Fig. 1 elektrisch verbunden.

Fig, 3 zeigt weiter eine Rückansicht des Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Simulationspuppe 10 gemäß Fig. 1 im geschlossenen Zustand.

Darin ist eine Rückansicht eines dem künstlichen Brustbein 14 gegenüberliegenden Bereichs 24 des künstlichen Brustkorbs 12 gezeigt. Das Betätigungselement 34 ist durch eine Öffnung 36 des künstlichen Brustkorbs 12 in dem gegenüberliegenden Bereich 24 des künstlichen Brustbeins 14 hindurchgeführt.

Das Betätigungselement 34 ist als bogenförmiger Vorsprung ausgebildet und an einer der Öffnung 36 zugewandten Seite des Führungsschlittens 40 einstückig angeformt.

Die Funktion der Simulationspuppe 10 gemäß Fig. 1 bis Fig. 2b lässt sich nun folgendermaßen beschreiben:

Die Simulationspuppe 10 kann im Regelfall zu Übungs- und Simulationszwecken einer Herzdruckmassage in einem montierten bzw. zusammengebauten und geschlossenen Zustand von einer übenden Person vorgefunden werden.

Befindet sich die Simulationspuppe 10 in einem betriebsbereiten Zustand, kann die übende bzw. zu trainierende Person mit der Simulation der Herzdruckmassage beginnen.

Den nachstehenden Ausführungen wird zugrunde gelegt, dass die übende bzw. zu trainierende Person eine kontinuierliche Herzdruckmassage durchführt.

Demnach kann die übende Person das künstliche Brustbein 14 oder dessen Umgebungsbereich 16 möglichst gleichmäßig periodisch in den künstlichen Brustkorb 12 eindrücken, bis das künstliche Brustbein 14 an den ersten oder zweiten Anschlag 18, 20 anschlägt.

Die Rückstellung des künstlichen Brustbeins 14 in einen nicht komprimierten Ausgangszustand des Brustkorbes 12 erfolgt durch das mechanische Federelement.

Eine weitere Funktion des Federelements liegt in der Ausbildung realistischer elastischer Kompressions-Eigenschaften des künstlichen Brustkorbs 12.

Die Eindrückbewegung in die erste oder in die zweite Drucktiefe kann entweder durch den ersten bzw. den zweiten Anschlag 18, 20 begrenzt werden.

Dabei begrenzt der erste Anschlag 18 die erste Drucktiefe, wohingegen der zweite Anschlag 20 die zweite Drucktiefe in seiner Anschlagstellung begrenzt. Somit wird mittels des ersten Anschlags 18 eine Herzdruckmassage eines erwachsenen Menschen simuliert.

Demzufolge wird mittels des zweiten Anschlags 20 in seiner Anschlagstellung eine Herzdruckmassage eines jugendlichen Menschen oder eines Kindes simuliert.

Zur Umstellung der ersten und zweiten Drucktiefe reicht es aus, wenn der zweite Anschlag 20 bezogen auf den ersten Anschlag 18 zwischen seiner Anschlagstellung und seiner Nicht-Anschlagstellung verschoben wird.

In der Nicht-Anschlagstellung begrenzt der erste Anschlag 18 das künstliche Brustbein 14 in der ersten Drucktiefe, wobei in der Anschlagstellung der zweite Anschlag 20 das künstliche Brustbein 14 in der zweiten Drucktiefe begrenzt

Für die Umstellung von der ersten zu der zweiten Drucktiefe kann die übende bzw, die zu trainierende Person durch Verschiebung des zweiten Anschlages 20 folgendermaßen vergehen:

Demnach ist der zweite Anschlag 20 bezogen auf den ersten Anschlag 18 durch eine Translationsbewegung verschiebbar.

Der zweite Anschlag 20 ist bezogen auf den ersten Anschlag 18 insbesondere zwischen der Nicht-Anschlagstellung und der Anschlagstellung verschiebbar.

Hierdurch sind die erste und die zweite Drucktiefe unabhängig voneinander einstellbar.

Der zweite Anschlag 20 ist weiter mittels des Führungsmechanismus 26 zwischen der Nicht-Anschlagstellung und der Anschlagstellung hin und her verschiebbar.

Somit ist mittels des Führungsmechanismus 26 ist der zweite Anschlag 20 bezogen auf den ersten Anschlag 18 durch eine Translationsbewegung verschiebbar

Dazu weist der Führungsmechanismus 26 das Betätigungselement 34 auf, mittels dessen der zweite Anschlag 20 zwischen der Nicht-Anschlagstellung und der Anschlagstellung verschiebbar ist.

Hierdurch ist das Betätigungselement 34 von außerhalb des künstlichen Brustkorbs 12 betätigbar. Ferner liegt der zweite Anschlag 20 teilweise auf der planen Auflagefläche 28 des ersten Anschlages 18 auf und ist dort zwischen der Nicht-Anschlagstellung und der Anschiagstetlung verschiebbar.

Der Führungsschlitten 40 ist über erste und die zweite Stütze 30, 32 derart mit dem zweiten Anschlag 20 gekoppelt, dass der zweite Anschlag 20 mittels des Führungsschlittens 40 zwischen der Nicht-Anschlagstellung und der Anschlagstellung linear bzw. geradlinig verschiebbar ist.

Ferner ist der zweite Anschlag 20 mittels des Führungsmechanismus 26 in der Nicht- Anschlagstellung und in der Anschlagstellung verrastbar.

Dazu weisen die Führungsschienen 42, 44 entsprechende Rastnuten an der Anschlagstellung und an der Nicht-Anschlagstellung des zweiten Anschlages 20 auf.

Ferner weist der Führungsschlitten 40 zu den Rastnuten korrespondierende Rastnasen auf, welche in der Anschlagstellung und an der Nicht-Anschlagstellung des zweiten Anschlages 20 mit den Rastnuten in verrastetem Eingriff stehen.

Selbstverständlich können auch die Führungsschienen 42, 44 die Rastnasen aufweisen und dementsprechend der Führungsschlitten die Rastnuten.

Die Linearbewegung des Führungsschlittens 40 ist ferner in Richtung des ersten Anschlags 18 durch einen Translations-Anschlag des ersten Anschlags 18 begrenzbar, so dass Führungsschlitten 40 seine Anschlagstellung einnehmen kann.

Ferner ist mittels des Linear-Anschlags 46 die Linearbewegung des Führungsschlittens 40 weg von dem ersten Anschlag 18 begrenzbar, so dass der Führungsschlitten 40 seine Nicht-Anschlagstellung einnehmen kann.

Die Steuerungs- und Regelungseinrichtung SR gemäß Fig. 1 ist weiter zur Steuerung und Regelung der Simulationspuppe 10 und der Ausgabeeinrichtungen AI , A2 eingerichtet.

An dem ersten und zweiten Anschlag 18, 20 erfassen dazu die jeweiligen Kontaktsensoren 48, 50 ein Kontaktsignal, die das Kontaktsignal sodann weiter an die Steuerungs- und Regelungseinrichtung SR übertragen. Ausgehend von dem Kontakt-Signal bestimmt die Steuerungs- und Regelungseinrichtung SR eine Ist-Herzdruckfrequenz.

Mittels der Steuerungs- und Regelungseinrichtung SR kann weiter eine Soll- Herzdruckfrequenz erzeugt werden, die mittels der ersten oder zweiten Ausgabeeinrichtung A1, A2 ausgebbar ist.

Die Ist-Herzdruckfrequenz ist sodann durch die erste oder die zweite Ausgabeeinrichtung A1 , A2 oder durch beide Ausgabeeinrichtungen A1 , A2 anzeigbar.

Mittels der Steuerungs- und Regelungseinrichtung SR kann ferner auch ein Frequenzunterschied zwischen Ist-Herzdruckfrequenz und Soll-Herzdruckfrequenz ermittelt werden.

Basierend auf diesem Frequenzunterschied ist sodann mittels der Steuerungs- und Regelungseinrichtung SR in ein Unterschiedsignal erzeugbar.

Das Unterschiedsignal ist sodann mittels der ersten oder zweiten Ausgabeeinrichtung A1 , A2 oder mittels der ersten und der zweiten Ausgabeeinrichtung A1 , A2 ausgebbar bzw. anzeigbar.

Dabei ist die erste Ausgabeeinrichtung AI in einem ersten Öberflächenbereich der Simulationspuppe 10 positioniert, der in einem Sichtfeld der zu trainierenden Person angeordnet ist.

Femer ist die zweite Ausgabeeinrichtung A2 in einem zweiten Oberflächenbereich der Simulationspuppe 10 positioniert, der nicht in einem Sichtfeld einer zu trainierenden Person liegt.

Bezugszeichenliste

10 Simulationspuppe

10a erstes schalenförmiges Gehäuseteil

10b zweites schalenförmiges Gehäuseteil

12 künstlicher Brustkorb

14 künstliches Brustbein

14a Brustbein-Fortsatz

14b Anschlagfläche des Brustbein-Fortsatzes

14c erste Führungshülse

16 Umgebungsbereich des Brustbeins

18 erster Anschlag

18a zweite Führungshülse

20 zweiter Anschlag

20a Anschlagfläche des zweiten Anschlags

20b Aussparung des zweiten Anschlags

22 Vorsprung

24 gegenüberliegender Bereich des künstlichen Brustbeins

26 Führungsmechanismus

28 Anschlagfläche des ersten Anschlages

30 erste Stütze

32 zweite Stütze

34 Betätigungselement

36 Öffnung des künstlichen Brustkorbs

38 Linearführung

40 Führungsschlitten

42 Führungsschiene

42a Sicherungselement

44 Führungsschiene

44a Sicherungselement

46 Linear-Anschlag

48 Kontaktsensor

50 Kontaktsensor SR Steuerungs- und Regelungseinrichtung

A1 erste Ausgabeeinrichtung

A2 zweite Ausgabeeinrichtung




 
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