| Ansprüche
1. Skateschuh bestehend aus einem Schuh 1 , - durch dessen Sohle 11 eine Bohrung 12 horizontal verläuft,
- in die von beiden Seiten je eine Halbachse 2 eingesteckt ist,
- an deren äußerem Ende 21 je ein Laufrad 3 befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, dass
- die beiden Halbachsen 2 an ihrem innerhalb der Bohrung 12 befind- liehen, inneren Ende 22 je eine Abflachung 23 aufweisen und
- die beiden Abflachungen 23 sich innerhalb der Bohrung 12 überlappen und
- in die zweite Hälfte jeder Abflachung 23, die dem Laufrad 3 näher ist, eine Einbuchtung 24 eingebracht ist, die komplementär zu einer Rastnase 25 in der ersten Hälfte der Abflachung 23 geformt ist, und
- die Rastnase 25 in die Einbuchtung 24 auf der jeweils anderen Halbachse 2 eingeschwenkt ist.
2. Skateschuh nach dem vorhergehenden Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass
- in einer quer zur Längsachse 26 der Halbachse 2 orientierten Wand der Einbuchtung 24 ein Sackloch 6 eingebracht ist, aus dem ein Rastelement 61 herausragt, welches gegen die Kraft einer Feder in das Sackloch 6 eindrückbar ist und
- in der zur genannten Wand komplementären Fläche der Rastnase 25 einer Ausnehmung 7 eingebracht ist, die komplementär zum Rastelement 61 geformt ist.
3. Skateschuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf den Halbachsen 2 direkt neben der Bohrung 12 ein Achsflansch 27 angeformt ist, dessen Durchmesser größer ist als der Durchmesser der Bohrung 12 ist.
4. Skateschuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass nahe dem äußeren Ende 21 der Halbachsen 2 wenigstens eine ebene Schlüsselfläche 28 parallel zur Längsachse 26 in die Halbachse 2 eingeformt ist.
5. Skateschuh nach dem vorhergehenden Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass anschließend an die Schlüsselfläche 28 eine um die Halbachse 2 laufende Ringnut 29 eingebracht ist.
6. Skateschuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass angrenzend an das Laufrad 3 eine Rückhal- tescheibe 4 auf das äußere Ende 21 der Halbachse 2 mit einer Bohrung 41 aufgesteckt ist,
- deren Durchmesser dem Außendurchmesser der Halbachse 2 entspricht,
- wobei in die Ringnut 29 wenigstens ein Sicherungselement 42 hin- einragt,
- dessen Silhouette innerhalb der Bohrung 41 komplementär zu jeweils einer Schlüsselfläche 28 geformt ist oder zumindest nahe daran heranreicht.
7. Skateschuh nach dem vorhergehenden Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringnut 29 an wenigstens einer Stelle durch einen Anschlag 5 unterbrochen ist, welcher ein Sicherungselement 42 blockiert, das den Anschlag 5 durch Verschwenkung der Rückhaltescheibe 4 gegenüber der Halbachse 2 berührt.
8. Skateschuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass beide Halbachsen 2 identisch sind.
9. Verfahren zur Montage der beiden Halbachsen 2 in die Bohrung 12 eines Skateschuhl nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass - im ersten Schritt je eine Halbachse 2 von je einer Seite soweit in die
Bohrung 12 eingeführt wird, dass sich die beiden inneren Enden 22 berühren und
- im zweiten Schritt eine Halbachse 2 gegen Verdrehen um ihre Längsachse 26 gesichert wird und die andere Halbachse 2 soweit um ihre Längsachse 26 verschwenkt wird, dass die beiden Abflachungen 23 sich in Bezug auf die Längsachse 26 einander gegenüber stehen und
- im dritten Schritt beide Halbachsen entlang ihren Längsachsen 26 vollends in die Bohrung 12 eingesteckt werden, bis die inneren En- den 22 jeder Halbachse 2 an das Ende der Abflachung 23 der anderen Halbachse 2 anstoßen und jede Rastnase 25 einer Einbuchtung 24 gegenüberstehen und
- im vierten Schritt eine Halbachse 2 gegen Verdrehen um ihre Längsachse 26 gesichert wird und die andere Halbachse 2 soweit um ihre Längsachse 26 verschwenkt wird, dass jede Rastnase 25 in die Einbuchtung 24 auf der anderen Halbachse 2 einrastet.
10. Verfahren zur Montage der beiden Halbachsen 2 nach dem vorhergehenden Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Längsbewegung oder bei der Verschwenkung oder bei der Sicherung gegen Verdrehen der Halbachsen 2 die Rückhaltescheiben 4 als Angriffsflächen dienen.
11.Verfahren zur Demontage eines Laufrades 3 von einer Halbachse 2 nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
- im ersten Schritt die Rückhaltescheibe 4 gegenüber der Halbachse 2 verschwenkt wird, bis die Kante des Sicherungselementes 42 mit der Schlüsselfläche 28 fluchtet und
- im zweiten Schritt die Rückhaltescheibe 4 von der Halbachse 2 abgezogen wird und
- im dritten Schritt das Laufrad 3 von der Halbachse 2 abgezogen wird. |
Skateschuh mit bajonettartigem Verschluss von zwei Halbachsen
Die Erfindung bezieht sich auf einen Skateschuh, bestehend aus einem Schuh, durch dessen Sohle eine Bohrung horizontal verläuft, in die von beiden Seiten je eine Halbachse eingesteckt ist, an deren äußerem Ende je ein Laufrad befestigt ist.
Von den seit vielen Jahrzehnten bekannten Rollschuhen und InIi- nern, bei denen über die gesamte Länge des Schuhs wenigstens zwei Rollen in Fahrtrichtung hintereinander angeordnet sind, unterscheidet sich ein Skateschuh dadurch, dass im vorderen Bereich des Schuhs keine Rollen vorhanden sind, sondern nur im hinteren Be- reich.
Bekannt ist, dass nur eine einzige Rolle in die Unterseite des Absatzes eingelassen ist; verbreitet sind jedoch auch 2 Rollen, die an beiden Seiten des Absatzes befestigt sind. Dadurch kann der Nutzer der Skateschuhe entweder auf dem vorderen Bereich der Schuhe laufen, z. B. beim Beschleunigen, wobei der hintere Teil des Schuhes mit den Rollen keinen Kontakt zur Lauffläche hat oder der Nutzer hebt die Fußspitzen an und rollt auf den Rollen im hinteren Teil der Schuhe, ähnlich wie bei einem Rollschuh.
Der Benutzer kann also sehr schnell zwischen Gehen, Laufen oder Rollen wechseln. Daraus folgt, dass zwischen der Lauffläche des Schuhs und der Rollfläche der Laufräder bei normaler Haltung der Füße kein allzu großer Höhenunterschied bestehen darf, damit der Winkel des erforderlichen Verschwenkens vom Schuh beim Wechsel vom Laufen zum Rollen und umgekehrt klein bleibt.
Um den Durchmesser der Rollen so groß wie möglich wählen zu können, damit die Stabilität möglichst groß ist und kleinere Hindernisse überrollt werden können, muss die Achse so hoch wie möglich angeordnet werden. Da die Achse nicht den Innenraum des Schuhs durchkreuzen kann, verbleibt zur Befestigung, dass die Achse durch die Schuhsohle hindurch verläuft.
Dadurch eröffnet sich die Möglichkeit, den Schuh wie normale Sportoder Straßenschuhe zu gestalten, woraus sich als weitere Konse- quenz ableitet, dass die Nutzer häufig wünschen, die Rollen vollständig abzunehmen, sodass der Schuh als normaler Laufschuh o- der Sportschuh genutzt werden kann.
Für das Abnehmen der Räder und die Demontage der Achse existie- ren nach aktuellem Stand der Technik zahlreiche Vorschläge, denen jedoch etliche Nachteile anhaften.
WO 2005/120664 zeigt z.B. Konstruktionen, die ein Wegklappen der Achsen in die Unterseite des Schuhs ermöglichen. Dafür sind Aus- nehmungen erforderlich, die sehr schnell verschmutzen und dadurch den Wechsel vom Laufschuh zum Rollschuh stark erschweren oder sogar unmöglich machen.
Eine Alternative sind Schraubverbindungen, die gelöst werden müs- sen, um Achse und Räder abzumontieren, wofür zusätzliches Werkzeug erforderlich ist. Nachteilig ist, dass dieses Werkzeug angeschafft und bereitgehalten werden muss. Für den Benutzer am unangenehmsten ist das mehrfache Ansetzen des Werkzeuges und die lange Zeit für Montage bzw. Demontage.
Bekannt sind auch Vorschläge, bei denen Splinte, Riegel oder Stifte in die Achsen oder in Achselemente einzuschieben sind. Ein Handicap ist, dass die Verbindungsstelle vom Schmutz der Fahrbahn bedeckt werden kann und dadurch die Montage und Demontage zu- mindest behindert, mit unter sogar unmöglich gemacht wird. Nachteilig ist, dass sich diese Verbindungselemente lockern können, was das Risiko von Stürzen und des Verlustes der Elemente heraufbeschwört.
Auf diesem Hintergrund hat sich die Erfindung die Aufgabe gestellt, einen Skateschuh mit lösbaren Achsen zu entwickeln,
- bei dem zur Befestigung der Achsen eine möglichst einfache Vorrichtung im Schuh geschaffen wird und
- bei dem die Montage und Demontage der Achsen ohne spezielles Werkzeug möglich ist und
- bei dem die Verbindungsstellen zwischen den Achsen möglichst gut geschützt sind und
- bei dem nur ein ganz kurzer Zeitraum für Montage und Demontage benötigt wird.
Als Lösung präsentiert die Erfindung, dass die beiden Halbachsen an ihrem innerhalb der Bohrung befindlichen, inneren Ende je eine Abflachung aufweisen und die beiden Abflachungen sich innerhalb der Bohrung überlappen und in die zweite Hälfte jeder Abflachung, die dem Laufrad näher ist, eine Einbuchtung eingebracht ist, die komplementär zu einer Rastnase in der ersten Hälfte der Abflachung geformt ist, und die Rastnase in die Einbuchtung der jeweils anderen Halbachse eingeschwenkt ist.
Die erfindungsgemäße Befestigung der beiden Halbachsen erfordert nur eine durchgehende Bohrung in der Schuhsohle, was z. B. mit
einem durchbohrten Block, der in die Schuhsohle eingegossen wird, einfach erreicht wird. Eine Bohrung ist von allen denkbaren Ausnehmungen mit Abstand am einfachsten herzustellen. Die dazu kompatible Form der Achse, nämlich ein Rundstahl ist ebenfalls so einfach herzustellen, dass entsprechendes Material auf aktuellem Stand der
Technik in verschiedenen Werkstoffqualitäten und zu relativ günstigen Preisen verfügbar ist.
Die Kernidee und der wichtigste Vorteil der Erfindung ist, dass die Verbindung der beiden Halbachsen untereinander nur durch das Einschwenken der beiden Rastnasen in die Einbuchtung auf der jeweils anderen Halbachse hergestellt wird. Dadurch wird die Montage- und Demontagezeit drastisch verkürzt.
Der Verbindungspunkt der beiden Halbachsen ist innerhalb jedes
Schuhs in der Mitte des Blockes der Bohrung angeordnet und wird dadurch den Belastungsspitzen durch Sprünge mit den Skateschuhen oder beim überfahren von Stufen im geringsten, denkbaren Maße ausgesetzt, da diese Last von der Bohrung in der Schuhsohle aufgenommen wird. Lediglich bei Kurvenfahrt ist es je nach der Fußhaltung des Nutzers denkbar, dass Kräfte in Richtung der Längsachse der Halbachsen ausgeübt werden, und zwar wenn das kurveninnere Laufrad sehr viel stärker belastet wird als das äußere Laufrad. Für diesen Belastungsfall ist jedoch mit einer einfachen Rechnung die Belastbarkeit der Verbindung überprüfbar und notfalls die Dimensionierung zu verstärken und/oder härteres Material zu wählen.
In einer bevorzugten Ausführungsform entstehen die beiden Abflachungen im Bereich der Verbindung dadurch, dass an den inneren Enden beider Halbachsen entlang einem kurzen Stück der Längsachse eine Hälfte abgefräst wird und ein halbkreisförmiges Profil ver-
bleibt. Die halbkreisförmigen Profile oder Abflachungen am inneren Ende jeder Halbachse überlappen sich in der Mitte der Bohrung und ergänzen sich dadurch wieder zu einem vollen Kreis.
Um die beiden Halbachsen ineinander zu verhaken, sind beide Abflachungen jeweils mit einer Einbuchtung versehen. In einer bevorzugten Ausführungsform nimmt die Einbuchtung die zweite Hälfte jeder Abflachung ein, die dem äußeren Ende der Halbachse am nächsten ist. Wenn die Einbuchtung auf exakt der Hälfte der Abfla- chung eingebracht ist, dann hat zwangsläufig die verbleibende, erste
Hälfte die gleiche Länge und ist dadurch komplementär zur Einbuchtung.
Ebenso ist es eine bevorzugte Ausführungsform, dass die Abfla- chung auch in ihrem Querschnitt in zwei Hälften aufgeteilt wird: von dem halbkreisförmigen Profil der Abflachung wird die Hälfte, also ein Viertel des Kreissegmentes, als Einbuchtung aus der Abflachung herausgefräst. In diese Ausfräsung kann die Rastnase auf der anderen Halbachse durch eine viertel Drehung hineingeschwenkt werden. Dadurch ist die Verbindung der beiden Halbachsen gegen Zugkräfte gesichert, die die Halbachsen wieder aus der Bohrung herausrutschen lassen würden.
Die erfindungsgemäße Verbindung der beiden Halbachsen ähnelt in soweit einer Bajonettverbindung, als das die beiden zu verbindenden
Elemente im ersten Schritt in Längsrichtung ineinander gesteckt werden und dann in einem zweiten Schritt durch eine Drehung ineinander verhakt werden. Für eine vollständige Bajonettverbindung fehlt der erfindungsgemäßen Verbindung jedoch der dritte Schritt, nämlich eine Bewegung parallel zum ersten Schritt, jedoch in entgegengesetzter Richtung zum ursprünglichen Ineinanderstecken. Die Bewe-
gungslinie eines Bajonetts beim Zusammenstecken entspricht also dem Buchstaben J; bei der erfindungsgemäßen Erfindung wird jedoch nur ein L als Bewegungslinie beschrieben.
Es ist denkbar, die erfindungsgemäße Verbindung auch zu einem
Bajonett zu erweitern, wozu in der Seitenwand der Einbuchtung, die zum inneren Ende der Halbachse weist, eine Nut oder eine andere Vertiefung eingebracht werden muss, in welche eine entsprechende Ausformung auf der Seitenfläche der Rastnase der zweiten Halbach- se eingreift. Damit diese Verbindung stabil ist, muss eine Druckfeder eingesetzt werden, welche die beiden zu verbindenden Teile in ihrer eingerasteten Position durch Federdruck aufeinanderpresst. Die Kraft dieser Feder muss bei der Montage der beiden Hälften, also beim finalen Einrasten des Bajonetts, überwunden werden.
Die Eignung einer derartigen Bajonettverbindung für die beiden Halbachsen eines Skateschuhs beschränkt jedoch die Kurvenfahrt, weil dann Zug- und Druckkräfte in Längsrichtung auftreten, die die Druckfeder des Bajonetts zusammenpressen können, sodass sich die beiden Hälften unbeabsichtigt voneinander Lösen können.
Deshalb bevorzugt die Erfindung, dass das Einrasten nicht wie bei einem Bajonett gegen den Druck einer Feder in Längsrichtung gesichert wird, die zugleich auch als Anschlag fungiert, sondern stattdes- sen der Anschlag fest ist und eine - kleinere - Feder nur als Verdrehsicherung für die Schwenkbewegung der beiden Achsen gegeneinander dient.
In einer entsprechenden Ausführungsform ist in einer quer zur Längsachse der Halbachse orientierten Wand der Einbuchtung ein
Sackloch eingebracht. Aus diesem Sackloch ragt ein Rastelement
heraus, das gegen die Kraft einer kleinen Feder in das Sackloch eingedrückt werden kann. In der zur genannten Wand komplementären Fläche der Rastnase auf der anderen Halbachse ist eine Ausnehmung komplementär zum Rastelement eingeformt. Zur Sicherung wird das Rastelement, z. B. eine Kugel, durch die Druckfeder in die
Ausnehmung auf der Seitenfläche der Rastnase gedrückt. Dadurch wird ein unbeabsichtigtes Verschwenken der beiden Halbachsen gegeneinander gehemmt.
Das Rastelement wird durch die Vorderkante der einschwenkenden
Rastnase zur Seite gedrückt und gleitet dann auf der Rastnase so lange entlang, bis es in die komplementäre Ausnehmung einrastet. Das Einrasten ist als „Klick" hörbar und gibt dem Nutzer die akustische Rückmeldung, dass die Verbindung erfolgreich hergestellt wor- den ist.
Der Vorteil dieser Sicherung gegenüber einem Bajonettverschluss ist, dass eine Längsbewegung der beiden Halbachsen gegeneinander ausgeschlossen ist. Somit kann der Skateschuh auch ohne Ein- schränkung für Kurvenfahrten benutzt werden.
In einer weiter verfeinerten Ausführungsform weist jede Halbachse direkt neben der Sohle an der Kante der Bohrung einen Achsflansch auf, dessen Durchmesser größer ist als der Durchmesser der Boh- rung. Der Vorteil dieses Achsflansches ist, dass die Lagerung der beiden Halbachsen innerhalb der Sohle vollständig von der Lagerung der Laufräder entkoppelt wird. Bei Kurvenfahrt in Längsrichtung der Halbachsen wirkende Kräfte werden von den Achsflanschen und den Stirnkanten der Bohrung in der Sohle aufgenommen.
Als weitere Verbesserung der Ausstattung eines erfindungsgemäßen Skateschuhs wird eine neue Variante zur schnellen Montage und Montage der Laufräder vorgeschlagen.
Eine bekannt und konstruktiv sehr einfache Möglichkeit ist es, auf das äußere Ende der Halbachse eine Schraube oder eine Mutter aufzuschrauben, welche die Laufräder daran hindert, von der Halbachse herunterzugleiten. Zur Sicherung einer solchen Schraubverbindung gegen unbeabsichtigtes Lösen sind auf aktuellem Stand der Technik z. B. eine Kontermutter oder eine Unterlegscheibe, die mit einer hoch gebogenen Kante in eine entsprechende Ausnehmung der Mutter eingreift oder eine radial auf das Innengewinde drückende Klemmschraube oder ein Kunststoffring, der in den jeweils äußersten Gewindegang eingedrückt bekannt.
Durch Millionen gleichartiger Schraubverbindungen ist nachgewiesen, dass auch bei einem Skateschuh eine solche Verbindung mit sicher ausreichender Stabilität erreichbar ist. Es bleibt jedoch die Einschränkung, dass zum Lösen ein passendes Werkzeug und eine relativ lange Montagezeit erforderlich sind.
Deshalb bevorzugt die Erfindung als Sicherung gegen das Abrutschen der Laufräder eine andere Konstruktion: Nahe dem äußeren Ende jeder Halbachse ist wenigstens eine ebene Schlüsselfläche parallel zur Längsachse in jede Halbachse eingeformt.
Anschließend an alle Schlüsselflächen ist eine ringförmig um die Halbachse laufende Ringnut eingebracht. In diese Ringnut greift ein Sicherungselement ein, das an einer Rückhaltescheibe befestigt ist. Diese Rückhaltescheibe grenzt direkt an das Laufrad an und fixiert es auf der Halbachse. Um die Rückhaltescheibe über das äußere
Ende der Halbachse schieben zu können, ist die Silhouette des Sicherungselementes komplementär zur Schlüsselfläche geformt. Wenn die Rückhaltescheibe in diejenige Winkelstellung gebracht wird, in der sämtliche Sicherungselemente gegenüber von allen Schlüsselflächen auf dem äußeren Ende der Halbachse orientiert sind, kann die Rückhaltescheibe abgezogen werden und dann auch das Laufrad abgenommen werden.
Wenn in der Ringnut wenigstens ein Anschlag angeordnet ist, der die Ringnut unterbricht, begrenzt er den Verschwenkungswinkel der
Rückhaltescheibe gegenüber der Halbachse. Dadurch kann die Rückhaltescheibe zusätzlich zur Sicherung der Laufräder auch als Werkzeug zum Verschwenken der beiden Halbachsen ineinander, also zur Montage und Demontage der Halbachsen in der Sohle ein- gesetzt werden.
Um die Griffigkeit der Rückhaltescheiben weiter zu erhöhen, können auf ihrer äußeren Stirnkante Rippen, Riffelungen, Kreuzriffelungen oder Griffmulden angeordnet werden, die eine verbesserte übertra- gung eines von Hand aufgebrachten Drehmomentes ermöglichen.
In einer einfachen Ausführungsvariante der Rückhaltescheibe weist sie in der Mitte eine Bohrung auf, deren Durchmesser dem äußeren Ende der Halbachse entspricht. Wenn die Rückhaltescheibe mit ih- rem Sicherungselement in die Ringnut eingreift, kann das Ende der
Halbachse etwas über die Rückhaltescheibe hinaus ragen.
Es ist jedoch auch denkbar, dass diese Bohrung in der Rückhaltescheibe durch eine zusätzliche Kappe verschlossen wird. Dann kann während der Fahrt kein Schmutz zwischen die Schlüsselfläche und die Bohrung in der Rückhaltescheibe eindringen.
Als eine zusätzliche Verdrehsicherung für die Rückhaltscheibe kann in der äußeren Stirnseite der Halbachse ein in Längsrichtung beweglicher Stift vorgesehen werden. Dieser Stift wird von einer Feder nach außen gedrückt und beim Aufsetzen der Rückhaltescheibe gegen die Kraft der Feder wieder in die Halbachse hineingedrückt. Sobald die Sicherungselemente auf der Rückhaltescheibe in die Ringnut eingreifen und dann die Rückhaltescheibe entlastet wird, drückt der Stift über den Körper der Rückhaltescheibe auch die Si- cherungselemente gegen die Wandung der Ringnut und hemmt dadurch ein ungewolltes Verdrehen der Rückhaltescheibe.
Das Prinzip der beiden Halbachsen zum Tragen der Laufräder eines Skateschuhs lässt auch unterschiedliche Dimensionen der Halbach- sen zu, solange nur jede Rastnase komplementär zur Einbuchtung auf der anderen Halbachse gestaltet ist. Dabei können die Dimensionen der beiden Rastnasen voneinander abweichen.
Auch die Durchmesser der beiden Halbachsen können unterschied- lieh sein, solange sie nur komplementär zum jeweiligen Durchmesser der Bohrung sind. In diesem Fall differiert der Durchmesser der Bohrung zwischen linker und rechter Seite.
Da aus diesen unterschiedlichen Dimensionen jedoch kein funktiona- ler oder fertigungstechnischer Vorteil gewonnen werden kann, bevorzugt die Erfindung, dass beide Halbachsen identisch sind, was nicht nur die Fertigung, sondern auch die Benutzung spürbar erleichtert.
Bei einem erfindungsgemäßen Skateschuh ergibt sich das folgende Verfahren zur Montage der beiden Halbachsen in der Bohrung durch die Schuhsohle:
- Im ersten Schritt wird je eine Halbachse von je einer Seite so weit in die Bohrung eingeführt, dass sich die inneren Enden berühren.
- Im zweiten Schritt wird die eine Halbachse gegen Verdrehen um ihre Längsachse gesichert und die andere Halbachse so weit um ihre Längsachse verschwenkt, dass sich die beiden Abfiachungen in Be- zug auf die Längsachse einander gegenüber stehen.
- Im dritten Schritt werden beide Halbachsen entlang ihrer Längsachsen vollends in die Bohrung eingesteckt, bis die inneren Enden jeder Halbachse an das Ende der Abflachung der anderen Halbachse anstoßen und jede Rastnase einer Einbuchtung gegenübersteht. - Im vierten Schritt wird wiederum eine der beiden Halbachsen gegen ein Verdrehen um ihre Längsachse gesichert und die andere Halbachse dann so weit um ihre Längsachse verschwenkt, dass jede Rastnase in die Einbuchtung auf der anderen Halbachse einrastet.
In der bevorzugten Ausführungsform, in der die Einbuchtung die
Form eines Viertels eines Zylinders aufweist, wird diese Halbachse dann um eine viertel Umdrehung, also um 90° verschwenkt, bis die Rastnasen in die Einbuchtung vollständig eingeschwenkt sind. Wenn auf den Seitenflächen von Rastnase und Einbuchtung jeweils ein federbelastetes Rastelelement und eine dazu komplementäre Ausnehmung auf der gegenüberliegenden Seite vorhanden sind, ist am Ende der Einschwenkbewegung ein Klicken als akustische Rückmeldung des erfolgreichen Abschließens der Einschwenkbewegung hörbar.
Bei diesen Bewegungen sowohl in Längsrichtung als auch beim Verschwenken können die beiden Rückhaltescheiben als Angriffsfläche für die betätigende Hand des Nutzers dienen.
Für die Demontage eines Laufrades von einer Halbachse sind drei
Schritte erforderlich:
- Im ersten Schritt wird die Rückhaltescheibe gegenüber der Halbachse so weit verschwenkt, dass die Kanten aller Sicherungselemente mit jeweils einer Schlüsselfläche fluchten. - Im zweiten Schritt wird die Rückhaltescheibe von der Halbachse abgezogen und
- im dritten Schritt auch das Laufrad von der Halbachse abgezogen.
Dadurch können Halbachse und Laufräder getrennt voneinander und damit platzsparend aufbewahrt werden. Vorteilhaft ist auch, dass dadurch die Elemente leicht gereinigt werden können und ggfs. das Lager des Laufrades nachgefettet werden kann. Ebenso schnell ist auch ein Wechsel eines Laufrades möglich.
Im Folgenden sollen weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung eines Beispiels näher erläutert werden. Dieses soll die Erfindung jedoch nicht einschränken, sondern nur erläutern. Es zeigt in schematischer Darstellung:
Figur 1 Schrägbild eines Skateschuhs von seiner Sohle her
Figur 2 Schrägbild von zwei Halbachsen und zwei Rückhaltescheiben kurz vor dem Zusammensetzen
Die Figuren zeigen im Einzelnen:
In Figur 1 ist ein zum Skateschuh erweiterter Schuh 1 in perspektivischer Ansicht dargestellt. Er zeigt seine Sohle 11 und eine Seite. Die beiden Halbachsen 2 sind in die Bohrung 12 in der Sohle 11 eingesteckt und auf jeder Halbachse 2 je ein Laufrad 3 montiert. Von den beiden Halbachsen ist nur das äußere Ende 21 einer Halbachse 2 zu sehen.
An dem vollständig sichtbaren Laufrad 3 liegt die Rückhaltescheibe 4 an, durch deren Bohrung 41 das äußere Ende 21 einer Halbachse 2 hindurchragt. Sehr gut zu erkennen ist, dass dieses äußere Ende 21 an zwei Seiten abgeflacht ist, sodass sich zwei Schlüsselflächen 28 bilden.
In Figur 1 ist nicht zu erkennen, dass in die Bohrung 41 der Rückhaltescheibe 4 von beiden Seiten je ein Sicherungselement 42 hinein- ragt, dessen Kante mit der Schlüsselfäche 28 fluchtet.
In Figur 1 zeigt also einen Skateschuh mit montierten Halbachsen 2 und montierten Laufrädern 3.
In Figur 2 sind perspektivisch zwei Halbachsen 2 und zwei Rückhaltescheiben 4 dargestellt. Die beiden Halbachsen 2 sind bereits teilweise in die (gestrichelt dargestellte) Bohrung 12 eingeschoben. Die beiden Abflachungen 23 der beiden Halbachsen 2 sind bereits einander angenähert und so ausgerichtet, dass sie bei weiterem Ein- schieben der Halbachsen 2 aneinander vorbei gleiten können und sich dann überlappen.
Jede der beiden Abflachungen 23 ist in zwei Hälften aufgeteilt. Nahe dem inneren Ende 22 der Halbachse 2 auf der ersten Hälfte ragt die Rastnase 25 auf. Die benachbarte Einbuchtung 24 ist in die zweite
Hälfte der Abflachung 23 eingefräst. Die beiden Hälften der Abfla-
chung haben die gleiche Länge, so dass die Rastnasen 25 komplementär zu den Einbuchtungen sind.
In Figur 2 ist sehr gut nachvollziehbar, wie bei weiterem Einschieben der beiden Halbachsen 2 sich die Abflachungen 23 immer weiter ü- berlappen. Wenn die beiden Rastnasen 25 aneinander vorbei geglitten sind und an das Ende der jeweils gegenüberliegenden Abflachung 23 anstoßen, dann befinden sich die beiden Rastnasen 25 jeweils auf gleicher Höhe mit einer Einbuchtung 24. Da sowohl die Rastnasen 25 als auch die Einbuchtungen 24 jeweils die Form eines viertel Zylinders haben und von gleicher Länge sind, sind sie zueinander komplementär.
Deshalb kann durch Verschwenken einer Halbachse 2 jede Rastna- se 25 in die Einbuchtung 24 auf der jeweils anderen Halbachse 2 einschwenken und diese komplett ausfüllen. Dann sind die beiden Rastnasen 25 klauenartig hintereinander verhakt und sichern so die beiden Halbachsen gegen ein Herausrutschen aus der Bohrung 12.
In Figur 2 ist erkennbar, dass die Rastnasen 25 in der eingeschwenkten Position durch ein Rastelement 61 gesichert sind, das in einem Sackloch 6 gegen die Kraft einer Feder beweglich ist und in eine dazu komplementäre Ausnehmung 7 in der Stirnfläche am inneren Ende 22 der Halbachse 2 einrastet.
In Figur 2 sind nahe dem äußeren Ende 21 der Halbachse 2 die beiden Achsflansche 27 erkennbar. Sie berühren in montiertem Zustand der Halbachsen 2 mit ihrer inneren Seite die Stirnkanten der Bohrung 12. An ihren äußeren Flächen liegt das - in Figur 2 nicht gezeichnete - Laufrad 3 an.
In Figur 2 ist nachvollziehbar, wie die Rückhaltescheibe 4 auf der Halbachse 2 abgesichert wird. Die Rückhaltescheibe 4 weist eine Bohrung 41 auf, deren Durchmesser dem Durchmesser des äußeren Endes der Halbachse 2 entspricht. In diese Bohrung 41 ragen zwei Sicherungselemente 42 hinein. Die innere Kante dieser Sicherungselemente 42 fluchtet mit der Oberfläche der beiden Schlüsselflächen 28 am äußeren Ende 21 der Halbachsen 2.
In Figur 2 wird deutlich, dass die Rückhaltscheibe 4 nur in der „kor- rekten" Winkelstellung, in diesem Fall also mit vertikalen Kanten der
Sicherungselemente 42 über die Schlüsselflächen 28 hinweg geschoben werden kann. Am Ende dieses Weges tauchen die Sicherungselemente 42 in die Ringnut 29 ein und liegen an der innenseitigen Wandung der Nut 29 an. Durch Verschwenken der Rückhalte- scheibe 4 gleiten die nach innen weisenden Kanten der Sicherungselemente 42 in die Ringnut 29 hinein. Dort treffen sie alsbald auf einen Anschlag 5, der die Ringnut 29 unterbricht. Dieser Anschlag 5 ist in Figur 2 nur als schwarzer Punkt am Ende der Ringnut 29 zu erkennen.
Wenn die Sicherungselemente 42 an dem Anschlag 5 anliegen, kann die Rückhaltescheibe 4 auch als Angriffsfläche zum Verschwenken der Halbachse 2 genutzt werden.
Figur 2 verdeutlicht, dass die Rückhaltescheibe 4 sowohl zur Sicherung der Laufräder 3 als auch zur Montage und Demontage der beiden Halbachsen 2 in bzw. aus der Bohrung 12 dient. Das gezeigte Ausführungsbeispiel entspricht damit den Forderungen der Aufgabenstellung nach einer schnellen, einfachen und werkzeugfreien Montage und Demontage der beiden Halbachsen und der - in Figur 2 nicht gezeichneten - Laufräder 3.
Bezugszeichenliste
I Schuh
I I Sohle des Schuhs 1
12 Bohrung in der Sohle 11 2 Halbachse, in Bohrung 12 eingesteckt
21 äußeres Ende der Halbachse 2
22 inneres Ende der Halbachse, innerhalb der Bohrung 12 befindlich
23 Abflachung, am Ende 22 der Halbachse 2 24 Einbuchtung in der zweiten Hälfte der Abflachung 23
25 Rastnase, auf der ersten Hälfte der Abflachung 23
26 Längsachse der Halbachsen 2
27 Achsflansch, auf Halbachse 2
28 Schlüsselfläche am äußeren Ende 21 der Halbachse 2 29 Ringnut, anschließend an Schlüsselfläche 28
3 Laufrad, auf dem äußeren Ende 21 der Halbachse 2
4 Rückhaltescheibe, auf dem äußeren Ende 21 der Halbachse 2
41 Bohrung, in Rückhaltescheibe 4
42 Sicherungselement, ragt in Bohrung 41 hinein und greift in Ringnut 29
5 Anschlag, unterbricht Ringnut 29
6 Sackloch in Wand der Einbuchtung 24 61 Rastelement in Sackloch 6
7 Ausnehmung in Rastnase 25, komplementär zu Rastelement 61
