LENHART, Klaus (Mittlerer Weg 23, Ohmden, 73275, DE)
| PATENTANSPRüCHE
1. Stockteller (1) für einen Stock, mit Stockfassung (5) zur Aufnahme eines Stockrohrs, dadurch gekennzeichnet, dass der Tellerbereich (2, 3) als im Wesentlichen starre Scheibe ausgebildet ist und durch ein Gelenk (4) um eine Stockachse (A) frei rotierbar und über einen Winkelbereich von 150 Grad um eine Tiltachse (B) kippbar befestigt ist.
2. Stockteller (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Beweglichkeit des Stocktellers relativ zur Stockachse (A) und/oder der Tiltachse (B) über in sich starre Elemente (2, 3, 4) gewährleistet ist, indem die starren Elemente in- und/oder aneinander gleitend und/oder rollend angeordnet sind.
3. Stockteller (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die am Stockrohr befestigte Stockfassung (5) in eine im Innenteller (2) vorgesehene Gelenköffnung (17) eingreift, sodass der Innenteller (2) um die Stockfassung (5) relativ zur Stockachse (A) frei drehbar gelagert ist.
4. Stockteller (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Gelenköffnung (17) ellipsoid, oval, polygonal oder rechteckig, gegebenenfalls mit abgerundeten Ecken, ausgebildet ist.
5. Stockteller (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Gelenk (4) an der Stockfassung zwei sich gegenüberliegende axial versetzte
Gelenkmanschetten (6), sowie zwei am Innenteller (2) befestigte, sich gegenüberliegende, kreisförmige Gelenkscheiben (15) aufweist, dass mindestens eine der beiden Gelenkmanschetten (6) eine in Richtung der gegenüberliegenden Gelenkmanschette (6) offene Ringnut (8) aufweist, und dass die beiden einander gegenüberliegenden Gelenkscheiben (15) sich je im Wesentlichen zur Hälfte auf beide Seiten der durch den Tellerbereich (2, 3) festgelegten Tellerebene und im Wesentlichen rechtwinklig zu dieser ausdehnen.
6. Stockteller (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchmesser der Gelenkscheiben (15) unwesentlich kleiner ist als der axiale Abstand der beiden Gelenkmanschetten (6) an der Stockfassung (5) zueinander, dass mindestens jene Hälften der beiden Gelenkscheiben (15), welche der offenen
Ringnut (8) zugewandt sind, in die Ringnut (8) eingreifen, und insbesondere bevorzugt dass mindestens jene Hälften der beiden Gelenkscheiben (15), welche der Ringnut (8) ausgehend von der Tellerebene zugewandt sind, eine Breite (b2) aufweisen, welche unwesentlich kleiner ist als die Breite (bl) der Ringnut (8).
7. Stockteller (1) nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringnut (8) auf mindestens einer Seite, bevorzugt der radial äusseren Seite, durch einen Kamm (27) begrenzt ist, der rund oder eckig ausgebildet ist.
8. Stockteller (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Stockteller (1) einen Innenteller (2) aus starrem Material aufweist, auf den Aussentellerringe (3) verschiedenen Aussendurchmessers (d5) aufsetzbar sind.
9. Stockteller (1) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Aussentellerring (3) lösbar am Innenteller befestigbar ist.
10. Stockteller (1) nach einem der Ansprüche 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Aussentellerring (3) in axialer Richtung entlang der Stockachse (A) auf den Innenteller (2) aufsetzbar ist und dass durch eine Drehbewegung in der Tellerebene der Aussentellerring (3) am Innenteller einrastbar und/oder befestigbar ist.
11. Stockteller (1) nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Aussentellerring (3) selbsteinrastend am Innenteller befestigbar ist.
12. Stockteller nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Aussentellerring (3) zur Verriegelung mindestens ein Eingreifelement (18, 22) aufweist, welches in eine Aussparung (23) im Innenteller (2) eingreift oder umgekehrt.
13. Stockteller (1) nach einem der Ansprüche 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Innenteller (2) und/oder der Aussentellerring (3) radiale Speichen (9) im Wesentlichen in der Tellerebene aufweist, wobei bevorzugtermassen, wenn sowohl der Innenteller (2) als auch der Aussentellerring (3) radiale Speichen aufweisen, die radialen Speichen (9) im Aussentellerring (3) eine Verlängerung der Speichen (9) des Innentellers (2) darstellen, wobei insbesondere bevorzugt mindestens eine Speiche (9) wenigstens eine Führung (11) und eine Verriegelungsvorrichtung (12) aufweist, welche nach Aufsetzen des
Aussentellerrings (3) zum Verriegeln desselben entlang der Führung (11) verschiebbar ist.
14. Stockteller (1) nach einem Ansprüche 8 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Innenteller (2) an seiner Peripherie wenigstens eine Nut (28) aufweist, von der mindestens eine Seite von Innentellerzungen (18) gebildet wird, und dass
Aussentellerringzungen (20) in die Nut (28) geschoben und durch eine
Drehbewegung einrastbar sind, oder umgekehrt.
15. Stockteller (1) nach einem Ansprüche 8 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Aussentellerring (3) mindestens einen Stift (22) aufweist, welcher rechtwinklig zur vom Tellerbereich (2, 3) definierten Tellerebene oder radial absteht und dass der Innenteller (2) eine periphere Aussparung (23) aufweist, in welche der Stift (22) eingreifen kann.
16. Stockteller (1) nach einem Ansprüche 8 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Stift (22) einen Kopf (29) aufweist, dessen Durchmesser (d3) grösser ist, als der Durchmesser des Stiftkörpers (30), insbesondere dass die peripheren
Aussparungen (23) am Innenteller (2) ein Loch (24) mit einem Durchmesser (d2) haben, der unwesentlich grösser ist als der Durchmesser (d3) des Stiftkopfes (29), und welches in Umfangsrichtung des Innentellers (2) in ein Langloch (25) übergeht, dessen Breite (dl) kleiner ist als der Durchmesser (d3) des Stiftkopfes (29), jedoch unwesentlich grösser als der Durchmesser (d4) des Stiftkörpers.
17. Stockteller (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 16 , dadurch gekennzeichnet, dass die Tiltachse (B) im Wesentlichen rechtwinklig zur Stockachse (A) angeordnet ist.
18. Stockteller (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass der Tellerbereich (2, 3) über einen Winkelbereich von 100 - 120 Grad um die Tiltachse (B) kippbar befestigt ist.
19. Stockteller (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass der Stockteller (1) ein Skistockteller, insbesondere ein Tourenteller ist. |
BESCHREIBUNG
TITEL Skistockteller
TECHNISCHES GEBIET
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Stockteller für einen Stock, insbesondere für einen Skistock, Skitourenstock und/oder Trekkingstock, welcher über eine Stockfassung zur Aufnahme eines Stockrohrs verfügt und welcher sich insbesondere an verschiedene Hanglagen anpasst und bevorzugtermassen in seiner Grosse individuell an verschiedene Benutzungsbedingungen anpassbar ist.
STAND DER TECHNIK
Die Aufgabe eines Stocktellers ist im Allgemeinen, beim Abstoss von einer Unterlage ein kontrolliertes und tiefenlimitiertes Einstecken des Stockes in die Unterlage / den Boden /die Schneeschicht zu gewährleisten Die Höhe des axial am Stock fixierten Stocktellers bestimmt die Einstecktiefe.
Als Materialien für solche Teller wurden bislang insbesondere Kunststoffe wie PE, PC, aber auch Gummi oder Vinylchlorid (wie z.B. in DE 2 042 134 dargestellt) verwendet. Eine ältere Ausführungsform wies einen Metallring auf, der mittels radialer Speichen aus flexiblem Material wie z.B. Leder an einer den Stock umgebenden Manschette/Stockfassung befestigt war, was dem Stockteller Flexibilität in Bezug auf die Beschaffung der Unterlage und in Bezug auf die Anordnung der Ebene des Stocktellers relativ zur Stockachse verlieh. Es gibt im Stand der Technik verschiedene Ansätze zur Verbesserung von Stocktellern. Die US 4,221,392 beschreibt einen asymmetrischen Skistockteller, der durch Aufsatz verschiedener peripherer, am hinteren Ende des Tellers diesen erweiternden Teile auf
den Basis-Teller und somit durch Veränderung der Tellerfläche an unterschiedliche Schneeverhältnisse anpassbar ist.
Die der Patentschrift US 4,669,752 zugrunde liegende Erfindung zeigt einen Mechanismus, der es ermöglicht, auswechselbare Teller verschiedener Grossen zudem an verschiedenen axialen Positionen entlang des Skistockes zu befestigen.
Die US 4,385,776 stellt eine Struktur am Skistock dar, die es ebenfalls ermöglicht, austauschbare Teller verschiedener Grossen über einen Schnappmechanismus einfach daran lösbar zu befestigen.
Die US 4,336,949 erwähnt ebenfalls die Möglichkeit, auswechselbare Teller verschiedener Grosse am Skistock zu befestigen. Hier stellen besonders ein festgelegter Winkel zwischen Skistockteller und Skistock, ein elastisches Torsionselement und die Asymmetrie des Tellers den Kern der Erfindung dar.
Ein Nachteil von Stocktellern aus unflexiblem Material ist, dass sich der Stockteller einer Neigung des Untergrundes (z.B. Hangneigung bei Skitouren) nicht anpassen kann. Bei Stocktellern aus flexiblem, z.B. thermoplastischem Material, welche diese Möglichkeit aufweisen würden, ergibt sich aber andererseits der Nachteil, dass sie bei tiefen Temperaturen, wie sie meist in Skigebieten herrschen, so gut wie vollständig steif werden, wenn sie der Kälte längere Zeit ausgesetzt sind. Des weiteren werden gerade die gezielt flexibel ausgebildeten Bereiche spröde und meist brüchig. Andererseits lässt sich die Kraft bei der Benutzung des Stockes nicht optimal auf die Unterlage übertragen, wenn ein Stockteller aus solch weichem Material ausgebildet ist. Die Abstosskraft wird ebenfalls verringert und der Kontakt über den Stock mit dem Boden unkontrolliert, wenn der Stock nicht rechtwinklig zur Unterlagenoberfläche aufgesetzt und eingesteckt wird.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
Der Erfindung liegt demnach unter anderem die Aufgabe zugrunde, den aus dem Stand der Technik entspringenden Nachteilen abzuhelfen und einen verbesserten Stockteller zu entwickeln, der insbesondere an verschiedene Hangschrägen und bevorzugterweise
zusätzlich auch an verschiedene Schneeverhältnisse anpassbar ist. Diese beiden Eigenschaften sind besonders bei Skitouren besonders wichtig, können aber auch beispielsweise beim Trekking oder ähnlichem nützlich sein.
Die Lösung dieser Aufgabe wird unter anderem dadurch erreicht, dass ein Stockteller für einen Stock mit Stockfassung zur Aufnahme eines Stockrohrs zur Verfügung gestellt wird. Der Stockteller nach dieser Erfindung ist unter anderem durch folgende Merkmale gekennzeichnet: Der Stockteller weist einen Tellerbereich auf, der als im Wesentlichen starre, d.h. in sich unflexible, steife Scheibe ausgebildet ist und welcher durch ein Gelenk um die Längsachse des Stockes frei rotierbar (drehbar) und über einen Winkelbereich von normalerweise 150 Grad um eine Tiltachse oder Kippachse, welche im Wesentlichen rechtwinklig zur Stockachse ist, kippbar befestigt ist. Der an sich steife Teller ist also um zwei Achsen drehbar, um eine erste Achse, welche im Wesentlichen entlang der Stockachse angeordnet ist, wobei um diese erste Achse eine freie Drehbarkeit gegeben ist. Des Weiteren ist der Stockteller um eine zweite Achse kippbar gelagert, um sich beispielsweise der genannten Hangschräge anpassen zu können. Der angegebene Winkelbereich kann bei der zweiten Achse auch grösser sein, wenn die Stockfassung respektive das Gelenk insgesamt einen grosseren Bereich zulässt. Der Kern der Erfindung besteht somit insbesondere darin, den Teller in sich aus steifem Material auszubilden, diesen steifen Teller aber nicht starr, sondern mittels eines Gelenks bzw. beweglichen Verbindungselementes im Wesentlichen um zwei Achsen flexibel am Skistock zu befestigen und somit die Flexibilität bezüglich der Hanglage nicht durch ein flexibles Material, sondern durch eine gelenkige Verbindung der Tellerscheibe mit dem Skistock zu erreichen.
Wesentlich in diesem Zusammenhang ist unter anderem, dass diese Beweglichkeit um die zwei Achsen durch ein Gelenk gegeben ist. Unter einem Gelenk im Rahmen der vorliegenden Erfindung ist dabei ein Bauteil oder Element zu verstehen, welches die
Beweglichkeit um die beiden genannten Achsen zur Verfügung stellt, wobei die
Beweglichkeit um beide Achsen jeweils ohne Materialverbindung zwischen den durch das Gelenk verbundenen Elementen gewährleistet ist, d.h. das Gelenk verfügt nicht über flexible Bereiche, welche die Beweglichkeit zur Verfügung stellen (beispielsweise im
Sinne eines Filmscharniers), sondern es verfügt über individuelle Elemente, welche aneinander gleiten, aneinander rollen, oder wälzen, im Wesentlichen ohne dabei deformiert zu werden.
Der Vorteil dieser Erfindung besteht unter anderem darin, dass der Stockteller, trotz seiner in sich starren Eigenschaften und seiner daraus folgenden Robustheit, und somit auch der Stock selber, an verschiedene Hangschrägen anpassbar ist. Dies ermöglicht eine verbesserte Kraftübertragung auf den Stock beim Abstossen. Durch diese Flexibilität und die damit verbundene Bewegung des Stocktellers am Stock wird ausserdem gleichzeitig erreicht, dass allfällig auf dem Stockteller zu liegen kommender Schnee fortlaufend abgeschüttelt wird. Zur Ausbildung des Stocktellers als im Wesentlichen starre Scheibe kann beispielsweise thermoplastischer Kunststoff oder auch Materialkombinationen aus Metallen, unterschiedlichen Kunststoffen, faserverstärkten Kunststoffen, Faserverbundwerkstoffen etc. verwendet werden, möglich sind beispielsweise Materialien wie Polyamide, PE, PP, PVC, PC. Eine erste bevorzugte Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, dass eine Beweglichkeit des Stocktellers relativ zur Stockachse und/oder der Tiltachse über in sich starre Elemente gewährleistet ist, indem die starren Elemente in- und/oder aneinander gleitend und/oder rollend angeordnet sind. Mit anderen Worten verfügt das Gelenk über Bereiche, respektive Elemente, welche die Beweglichkeit um die zwei Achsen zur Verfügung stellen, indem die Elemente aneinander gleiten oder rollen.
Die am Stockrohr befestigte Stockfassung greift dabei bevorzugterweise in eine im Innenteller angeordnete Gelenköffhung ein, sodass der Innenteller um die (mit dem Stockrohr drehfest verbundene) Stockfassung relativ zur Stockachse drehbar gelagert ist. Mit anderen Worten stellt diese Gelenköffhung, in welche die Stockfassung eingreift, die Drehbarkeit um die erste Achse zur Verfügung.
Gemäss einer weiteren bevorzugten Ausfuhrungsform der Erfindung handelt es sich bei der Gelenköffhung um eine öffnung von vorzugsweise ellipsoider, möglicherweise aber auch ovaler, polygonaler oder rechteckiger Form, gegebenenfalls mit abgerundeten Ecken. Diese längliche Ausbildung ist vorteilhaft, um das Kippen um die zweite Achse zu erlauben. Bevorzugt ist insbesondere die ovale oder ellipsoide Form, da bei vollem
Ausschöpfen der Neigung die bevorzugter Weise rund respektive zylindrisch ausgebildete Aussenfläche der Stockfassung optimal auf die Kante der öffnung zu liegen kommt.
Alternativ und/oder zusätzlich ist es möglich und bevorzugt, dass das Gelenk zwei sich gegenüberliegende axial versetzte Gelenkmanschetten an der Stockfassung, sowie zwei am Innenteller angeordnete, sich gegenüberliegende, kreisförmige Gelenkscheiben aufweist, wobei mindestens eine der beiden Gelenkmanschetten eine in Richtung der gegenüberliegenden Gelenkmanschette offene umlaufende Ringnut aufweist. Die Gelenkscheiben können dabei mit dem Innenteller einstückig ausgebildet sein, und gleichermassen kann bevorzugtermassen wenigstens eine der Gelenkmanschetten einstückig mit der Stockfassung ausgebildet sein. Die beiden einander gegenüberliegenden Gelenkscheiben dehnen sich bevorzugtermassen je im Wesentlichen zur Hälfte auf beide Seiten der durch den Tellerbereich festgelegten Tellerebene und im Wesentlichen rechtwinklig zu dieser aus. Die Tellerebene ist als im Wesentlichen parallel zur starren Scheibe definiert. Die beiden Gelenkscheiben sind in parallelen Ebenen einander gegenüberliegend ausgebildet, wobei die oben genannte Gelenköffnung zwischen den beiden Gelenkscheiben angeordnet ist, und bevorzugtermassen so, dass die beiden Symmetrieachsen der Gelenkscheiben kollinear angeordnet sind (normalerweise im wesentlichen senkrecht zur ersten Achse), und dass sich die Symmetrieachse der ersten Achse respektive der Gelenköffnung schneidet mit dieser Symmetrieachse, um eine möglichst leichtgängige Beweglichkeit um beide Achsen gewährleisten zu können. Der starre Innenteller halbiert gewissermassen die Gelenkscheiben in ihrer Mitte, weshalb die von der Tellerebene im Wesentlichen rechtwinklig abstehenden Teil-Kreisflächen der Gelenkscheiben um die Dicke des Innentellers im Bereich der Gelenkscheiben gewissermassen ausgeschnitten werden und die Gelenkscheibenhälften, die sich auf beide Seiten der Tellerebene ausdehnen im Grunde genommen Kreissegmente sind.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Durchmesser der Gelenkscheiben unwesentlich kleiner, vorzugsweise maximal 0.1 - 3 mm, bevorzugt von 0.2 - 1.5 mm kleiner ist als der axiale Abstand der beiden Gelenkmanschetten an der Stockfassung zueinander. Der
axiale Abstand der Gelenkmanschetten sei als der Abstand zwischen dem Boden (oder dem im Wesentlichsten tiefsten Bereich) der offenen Ringnut und der diesem Ringnutboden zugewandten Fläche der gegenüberliegenden Manschette definiert. Verfügen beide Manschetten über Ringnuten bzw. weisen beide einen Boden auf, so ist mit dem axialen Abstand der Gelenkmanschetten derjenige zwischen den beiden einander axial gegenüberliegenden Ringnutböden zu verstehen.
Eine bevorzugte Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet dass mindestens jene Hälften der beiden Gelenkscheiben, welche einer offenen Ringnut zugewandt sind, in die Ringnut eingreifen, und dass insbesondere wenn mindestens jene Hälften der beiden Gelenkscheiben, welche der Ringnut ausgehend von der Tellerebene zugewandt sind, eine Breite aufweisen, welche unwesentlich kleiner, vorzugsweise nicht mehr als 0.1 - 3 mm, bevorzugt von 0.2 - 1.5 mm kleiner ist als die Breite oder dort vorhandene Weite der Ringnut.
Die Ringnut kann unterschiedliche Formen aufweisen, so kann es sich um eine eckige oder runde U-förmige oder aber auch um eine V-förmige Nut handeln, und entsprechend ist auch die umlaufende Kante der Gelenkscheiben vorzugsweise dann mit einer korrespondierenden Formgebung versehen, um die Reibung beim Gleiten möglichst gering zu halten. Vorzugsweise ist die Ringnut auf mindestens einer Seite durch einen Kamm begrenzt, der rund oder eckig ausgebildet ist, und die Differenz zwischen der Breite der Gelenkscheiben ist nur um soviel kleiner als die Breite der
Ringnut, dass die Gelenkscheibe gerade noch zwischen dem Kamm und dem
Rohrmantel der Stockfassung in die Ringnut eingreifen kann.
Eine weitere bevorzugte Ausführungsform des Stocktellers weist einen Innenteller aus starrem Material auf, auf den Aussentellerringe verschiedenen Aussendurchmessers aufsetzbar sind und bevorzugterweise lösbar am Innenteller befestigbar sind. Diese Aussentellerringe sind vorzugsweise ebenso starr ausgebildet wie der Innenteller, vorzugsweise aus demselben Material. Dabei ist es denkbar, den Innenteller in einer anderen Farbe auszugestalten als die Aussentelleringe, und es ist auch möglich, die Aussentellerringe für unterschiedliche Grossen mit unterschiedlichen Farben und/oder Mustern auszugestalten. Die Auswechselbarkeit des Aussentellerrings wäre
grundsätzlich auch ohne die Kombination mit dem oben geschilderten Gelenk denkbar. Der Aussentellerring kann mittels verschiedener möglicher bevorzugtermassen einfacher und robuster Einrastmechanismen mit dem Innenteller befestigt werden, und ist durch einen bevorzugtermassen ebenso einfachen und robusten Ausrastmechanismus wieder vom Innenteller befreibar.
Insbesondere besteht die Möglichkeit, eine Konstruktion vorzusehen, dass der Aussentellerring in axialer Richtung entlang der Stockachse auf den Innenteller aufsetzbar ist und dass durch eine Drehbewegung in der Tellerebene um die Stockachse der Aussentellerring am Innenteller befestigbar ist. Diese Drehbewegung kann sich in einem Winkelbereich von bevorzugtermassen etwa 3-30 Grad bewegen, abhängig z.B. von der Länge und/oder Breite sowie der Anzahl der entsprechender Zungen oder sonstiger Führungs- respektive Einrastmittel. Ein solcher auch als Bajonettverschluss bezeichneter Steck-Dreh-Befestigungsmechanismus ist aus anderen technischen Bereichen bekannt, und kann zusätzlich z.B. eine Raste aufweisen, damit der Verschluss nur nach Lösen dieser Raste wieder geöffnet werden kann.
Alternativ oder zusätzlich ist es mit anderen Worten möglich, den Aussentellerring selbsteinrastend am Innenteller befestigbar auszugestalten.
Zudem ist es von Vorteil, wenn der Aussentellerring im Randbereich an seiner Unterseite eine Zahnung aufweist. Diese Zahnung ermöglicht eine bessere Bodenhaftung des Tellers auf der Unterlage.
In einer weiteren Ausführungsform weist der Aussentellerring zur Verriegelung mindestens ein Eingreifelement, bevorzugterweise einen Stift, auf, welches in eine Aussparung im Innenteller, insbesondere an dessen Peripherie eingreift oder umgekehrt, da es auch vorstellbar ist, dass Eingreifelemente am Innenteller in Aussparungen des Aussentellerrings eingreifen. Das Eingreifelement steht bevorzugterweise rechtwinklig zur vom Tellerbereich definierten Tellerebene ab. Alternativ ist es auch möglich, das Eingreifelement und entsprechend die korrespondierenden Aussparungen in einer radialen Richtung auszurichten.
In dieser Ausfuhrungsform erweist es sich als vorteilhaft, wenn der Stift einen Kopf
aufweist, dessen Durchmesser grösser ist als der Durchmesser des Stiftkörpers, insbesondere wenn die peripheren Aussparungen am Innenteller respektive Aussenteller ein Loch mit einem Durchmesser haben, der unwesentlich grösser ist als der Durchmesser des Stiftkopfes, und wenn dieses Loch in Umfangsrichtung des Tellerbereiches in ein Langloch übergeht, dessen Breite kleiner ist als der Durchmesser des Stiftkopfes, jedoch unwesentlich grösser als der Durchmesser des Stiftkörpers.
Es kann für eine weitere bevorzugte Ausfuhrungsform von Vorteil sein, wenn der Innenteller und/oder der Aussentellerring radiale Speichen im Wesentlichen in der Tellerebene aufweist, sodass, wenn sowohl der Innenteller als auch der Aussentellerring radiale Speichen aufweisen, die radialen Speichen im Aussentellerring gewissermassen eine Verlängerung der Speichen des Innentellers darstellen, insbesondere wenn mindestens eine Speiche wenigstens eine Führung und eine Verriegelungsvorrichtung aufweist, welche nach Aufsetzen des Aussentellerrings zum Verriegeln desselben entlang der Führung verschiebbar ist. Der Aussentellerring kann nach dem Aufsetzen beispielsweise durch ein Einrasten des Verriegelungselementes oder durch eine Drehbewegung desselben am Innentellerring fixiert werden, sodass der Aussentellerring relativ zum Innenteller nicht mehr rotierbar ist.
Es erweist sich des Weiteren als vorteilhaft, wenn der Innenteller an seiner Peripherie eine Nut aufweist, von der mindestens eine Seite von Innentellerzungen gebildet wird, und dass Aussentellerringzungen in die Nut geschoben und durch eine Drehbewegung einrastbar sind. Ein funktionsgleicher Mechanismus ist natürlich auch dann gegeben, wenn der Aussenteller an seiner Peripherie eine solche Nut aufweist, in welche Innentellerzungen schiebbar und durch eine Drehbewegung einrastbar sind.
Vorzugsweise ist die Tiltachse im Wesentlichen rechtwinklig zur Stockachse. Der Tellerbereich ist typischerweise über einen Winkelbereich von etwa 100 - 150 Grad um die Tiltachse kippbar befestigt. Rein theoretisch könnte der maximale Kippwinkel bis zxi 180 Grad betragen, wobei aber die technische Ausführung, die Form und das
Material der Gelenkselemente, insbesondere der Gelenkmanschetten und der Ringnuten, diesen Winkel limitieren. Effektiv passt sich der Stockteller bis zu einer Hanglage von typischerweise maximal ca. 40 - 60 Grad an diese an. Der Winkelbereich, in dem der
Stockteller um die Tiltachse kippen kann, beträgt somit ca. 100 Grad. In maximaler Kippposition berühren die Gelenkmanschetten normalerweise sowohl die Gelenkscheiben als auch die Tellerebene.
In einer insbesondere bevorzugten Ausfuhrungsform ist der oben genannte Stockteller ein Skistockteller, insbesondere ein Tourenteller.
Weitere mögliche Ausführungsformen im Sinne der vorliegenden Erfindung sind die folgenden:
Ein Dreh- /Kippmechanismus kann auch durch eine Vorrichtung erreicht werden, die im Wesentlichen aus einer das Stockrohr umfassenden um die Stockachse frei drehbaren oder aber alternativ auch damit fest verbundenen, in axialer Richtung aber unbeweglichen Kugel besteht, welche von einer am Stockteller befestigten Fassungsmanschette dadurch , eingeklemmt' wird, dass die Fassungsmanschette an der die Kugel umgreifenden Oberfläche im Wesentlichen denselben Radius aufweist wie die Kugel selber. Der Stockteller ist dadurch somit sowohl frei drehbar um die Stockachse, als auch relativ zur Tiltachse in einem Winkelbereich von ca. 150 Grad, effektiv ca. 100 Grad frei kippbar. Dies ermöglicht bei eingestecktem Stock eine gewissermassen konische Drehbewegung des Stockes um 360 Grad.
Es sind des Weiteren auch andere Einrastmechanismen für den Aussentellerring möglich. So zum Beispiel kann die Drehbarkeit dadurch gegeben werden, dass eine um das Stockrohr frei drehbare aber axial fixierte Stockfassung mindestens zwei Flansche/Eingreifelemente aufweist, auf welche ein Innenteller mit entsprechenden Aussparungen kippbar aufgesetzt werden kann. Gleichermassen ist es möglich, eine um das Stockrohr frei drehbare, aber axial fixierte Stockfassung vorzusehen, an welcher über zwei gegenüberliegende und kollineare Achsen der Teller angeachst ist.
KURZE ERLäUTERUNG DER FIGUREN
Die Erfindung soll nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen im Zusammenhang mit den Zeichnungen näher erläutert werden. Die Figuren sollen dabei zur Stützung und Illustration der Durchführbarkeit der Erfindung hinzugezogen werden, sie sollen aber
nicht zur Einschränkung des allgemeinen Gedankens der Erfindung, wie er in der Einleitung sowie in den angehängten Patentansprüchen definiert ist, verwendet werden. Es zeigen:
Fig. 1 Ansichten des Stocktellers mit aufgesetztem Aussentellerring, wobei in a) eine perspektivische Ansicht dargestellt ist; in b) eine Ansicht des Stocktellers von unten; in c) eine Seitenansicht des Stocktellers mit Innenteller und aufgesetztem
Aussentellerring parallel zur Tellerebene mit in Betrachtungsrichtung gerichtetem Verriegelungselement; in d) eine um 90 Grad gedrehte Ansicht von
Fig. Ic; in e) eine um 180 Grad gedrehte Ansicht von Fig. Ic; in f) eine um 270 Grad gedrehte Ansicht von Fig. Ic; in g) eine Ansicht des Stocktellers von oben; in h) einen Schnitt durch die Ebene A-A von Fig. Ic; in i) einen Schnitt durch die Ebene B-B von Fig. Id;
Fig. 2 eine perspektivische Ansicht des Innentellers ohne aufgesetzten Aussentellerring; Fig. 3 eine perspektivische Ansicht des Aussentellerrings allein;
Fig. 4 ein weiteres Ausfuhrungsbeispiel eines Stocktellers, wobei in a) eine perspektivische Ansicht eines Aussentellerrings mit Eingreifelementen, hier in Form von Stiften, dargestellt ist; in b) eine schematische Darstellung des Stiftes von Fig. 4a in perspektivischer Ansicht; in c) eine schematische Darstellung des Innentellers mit Aussparungen; in d) eine schematische Darstellung der
Aussparung von Fig. 4c gezeigt sind;
Fig. 5 in a)-f) schematische Darstellungen möglicher Ringnut- Ausbildungen in radialen Schnitten durch die Stockachse;
Fig. 6 ein weiteres Ausführungsbeispiel in einer schematischen Darstellung; der Stockteller befindet sich hier in einer relativ um die Tiltachse gekippten
Stellung.
WEGE ZUR AUSFüHRUNG DER ERFINDUNG
In Figuren Ia-Ii und Figuren 2 und 3 ist ein Stockteller nach einem ersten Ausfuhrungsbeispiel dargestellt. Dieses Ausführungsbeispiel beinhaltet einen Stockteller 1, der einen im Wesentlichen kreisförmigen Innenteller 2, sowie einen darauf aufgesetzten im Wesentlichen kreisringförmigen Aussentellerring 3 aufweist, wobei der Innendurchmesser des Aussentellerrings 3, der den Formschluss bildet, im Wesentlichen gleich gross ist wie der Aussenradius des Innentellers 2. Sowohl der Innenteller 2, als auch der Aussentellerring 3 könnten auch in einer von der Kreisform abweichenden Form geformt sein, beispielsweise sternförmig, oder gar asymmetrisch, wobei der Innenrand des Aussentellerringes 3 idealerweise an die Form des Aussenrandes des Innentellers 2 angepasst ist.
Der Stockteller 1 besteht aus einem Gelenkbereich 4 und einem Tellerbereich 2,3. Der Tellerbereich weist einen Innenteller 2 mit einer durch kreisförmige Gelenkscheiben 15 flankierten Gelenköffnung 17 auf. Durch diese Gelenköffnung 17 ist eine Stockfassung 5 mit Gelenkmanschetten 6 zur Aufnahme eines Stockrohrs (in den Figuren nicht dargestellt) durch die öffnung 7 eingeführt. Radiale Speichen 9 sind bevorzugterweise im Wesentlichen sternförmig in der durch den Tellerbereich 2,3 definierten Tellerebene angeordnet, können aber auch von dieser Anordnung abweichen. Die Speichen 9 können sich radial bis an den Ringrand 14 des Aussentellerrings 3 ausdehnen, wie z.B. in Figuren Ia, c, d-g, und Figur 3 dargestellt. Die Beweglichkeit / Kippbarkeit des Stocktellers relativ zu der am Stockrohr befestigten Stockfassung 5 wird im Wesentlichen durch die Gelenkscheiben 15 sowie durch Form und Durchmesser der Gelenköffnung 17 begrenzt. Die beiden in parallelen Ebenen einander gegenüberliegenden und koaxialen Gelenkscheiben 15 sind, wie in den Figuren lc-f besonders gut sichtbar, im Wesentlichen rechtwinklig zu der durch den Tellerbereich 2, 3 definierten und zum Tellerbereich 2, 3 im Wesentlichen parallelen Tellerebene ausgebildet und dehnen sich je zur Hälfte auf beide Seiten der Tellerebene aus, wie in Figuren lc-f und Ih und Ii ersichtlich.
Beim Kippen des Stocktellers 1 rutschen die Gelenkscheiben 15 mit ihrem
Kreisbogen/Umfang entlang den Gelenkmanschetten 6 an der Stockfassung 5, wobei mindestens jene beiden Kreissegmente der Gelenkscheiben 15, welche sich auf die Seite
der Tellerebene ausdehnen, auf welcher die Gelenkmanschette 6 mit der der gegenüberliegenden Gelenkmanschette 6 zugewandten offenen Ringnut 8 befestigt ist, in die Ringnut 8 eingreifen. Hierbei sind die Gelenkscheiben 15 stets in der Ringnut 8 der Gelenkmanschette 6 positioniert. Die Gelenkscheiben 15 sind bevorzugterweise als nach radial aussen konkav geformte Kugelsektoren ausgebildet, was zu einer erhöhten Stabilität der Gelenkscheiben 15 und damit des Gelenks 4 beiträgt.
Die Innenflächen der Gelenkscheiben 15 liegen der Stockfassung 5 locker mit geringem Abstand an und der Innenteller 2 ist damit frei um die Stockachse A und um die Stockfassung 5 drehbar. Somit ist der Stockteller 1 an der Stockfassung 5 gleichzeitig sowohl um die Stockachse A frei drehbar als auch um eine Tiltachse B kippbar, welche im Wesentlichen rechtwinklig zur Stockachse A ist.
Aussparungen 16 zur Gewichtsreduktion sind, wie bspw. in Fig. Ia sowohl am Innenteller 2 als auch am Aussentellerring 3 möglich. Selbst die Gelenkmanschetten 6 können Materialaussparungen zur Gewichtsreduktion aufweisen (dargestellt in Figuren la-g, und Figur 2), ebenso auch die Gelenkscheiben 15 (sichtbar in Figuren Ia, c-f, und Figur 2).
Aus Figur Ih ist ersichtlich, dass die Stockfassung 5 mit einer befestigten (oberen) Gelenkmanschette 6 in einem Stück geformt ist, während der Innenteller 2, gegebenenfalls mit aufgesetztem Aussentellerring 3, in jedem Fall aber mit den am Innenteller 2 befestigten Gelenkscheiben 15 ein separates Teil darstellen, welches bei der Herstellung bzw. Montage auf das freistehende untere Ende der Stockfassung 5 (ohne Gelenkmanschette) in axialer Richtung aufgesetzt wird. Die zweite Gelenkmanschette 6 wird dann zur Montage ebenfalls auf das freistehende Ende aufgesetzt, wobei die Stockfassung 5 am freien Ende eine Struktur aufweist, die es der Gelenkmanschette 6 erlaubt, an der Stockfassung 5 aufgeschraubt oder eingerastet zu werden (Zahnung, Gewinde). Gemäss Figur Id weist die bei der Montage als zweites aufgesetzte Gelenkmanschette 6 einen Schlitz 33 auf, welche eine Klemmwirkung der Gelenkmanschette 6 erlaubt und die Montage erleichtert.
Aus dem Querschnitt in Figur Ih wird zusätzlich ersichtlich, dass an der Unterseite des Stocktellers 1 eine Struktur vorgesehen ist, in welche das Verriegelungselement 12 in
radialer Richtung zum Ringrand 14 hin einrastbar ist.
Das erste bevorzugte Ausfuhrungsbeispiel der Erfindung gemäss der Figuren Ia-Ii und Figuren 2 und 3 weist einen Innenteller 2 aus starrem Material mit radialen Speichen 9 in der durch den Tellerbereich 2,3 definierten Tellerebene auf. Der kreisringförmige Aussentellerring 3 weist ebenfalls Speichen 9 auf, welche im aufgesetzten Zustand eine Verlängerung der Speichen 9 des Innentellers 2 darstellen. Die Führung 11 des Innentellers 2 wird somit durch das Aufsetzen des Aussentellerringes 3 ebenfalls radial nach aussen hin verlängert. Mindestens eine der Speichen 9 weist eine Verriegelungsvorrichtung 12 auf, welche nach Aufsetzen des Aussentellerrings 3 zum Fixieren desselben entlang der Führung 11 verschoben wird. Diese Verriegelungsvorrichtung 12 ist in Figur Ic im Querschnitt vom Rand des Aussentellerrings 3 aus betrachtet und in Figur Ih von der Seite betrachtet, dargestellt. Zum Aufsetzen des Aussentellerringes 3 wird dieser konzentrisch an den Innenteller 2 von axialer Richtung angelegt und gedreht, bis die Aussentellerringzungen 18 (dargestellt in Figur 3) über bzw. unter die Innentellerzungen 20 (dargestellt in Figur 2) zu liegen kommen. Anschliessend wird die Rotationsposition des Aussentellerrings 3 fixiert, indem die Verriegelungsvorrichtung 12 zum Ringrand 14 hin radial betätigt wird. Der Aussentellerring 3 wird somit an einer Rotation relativ zum Innenteller 2 gehindert. Um den Aussentellerring 3 wieder zu entfernen, betätigt man die Verriegelungsvorrichtung 12 radial nach innen in Richtung des Gelenks 4 hin und dreht dann den Aussentellerring 3 so am Innenteller 2 um die Stockachse A im Gegenuhrzeigersinn, falls das Einrasten im Uhrzeigersinn erfolgte, oder umgekehrt, dass die Aussentellerringzungen 18 und die Innentellerzungen 20 nicht mehr im Eingriff sind. Der in Fig. 3 dargestellte Aussentellerring 3 weist an seiner Unterseite einen ebenen Randbereich auf. Es ist jedoch möglich, dass der Aussentellerring 3 an seiner Unterseite einen gezahnten Randbereich aufweist, wobei die Zähne nach unten weisen, um eine bessere Bodenhaftung zu ermöglichen.
Figur 4a zeigt gemäss eines zweiten Ausführungsbeispiels der Erfindung einen
Aussentellerring 3, welcher Eingreifelemente aufweist, deren Form in Figur 4b schematisch dargestellt ist. Die Eingreifelemente sind gemäss dieses
Ausführungsbeispiels als Stifte 22 ausgebildet. Ein Stift 22 sei für dieses Ausführungsbeispiel so definiert, dass er einen Stiftkopf 29 und einen Stiftkörper 30 aufweist. Die Eingreifelemente könnten aber in einem weiteren Ausführungsbeispiel auch eine andere (funktionsgleiche) Form aufweisen. Figur 4c zeigt gemäss desselben Ausführungsbeispiels der Erfindung wie in Figuren 4a und 4b einen Innenteller 2 aus starrem Material, der an seiner Peripherie Aussparungen
23 aufweist, durch welche die Stifte 22 des Aussentellerrings 3 eingreifen können und durch eine kleine Drehbewegung in einem Winkelbereich von etwa 3 bis 30 Grad um die Stockachse eingerastet werden können. In Figur 4d ist eine Aussparung 23 von Figur 4c noch einmal einzeln dargestellt. Sie weist in dieser Ausführungsform ein Loch 24 mit einem Durchmesser d2 auf, der etwas grösser ist als der Durchmesser d3 des in Figur 4b schematisch dargestellten Eingreifelements, welcher gemäss dieser Ausführungsform ein Stift 22 (gemäss dieses Ausführungsbeispiels einen Stiftkopf 29 und einen Stiftkörper 30 aufweisend) ist, am Aussentellerring 3, jedoch nur soviel grösser, dass ein Stiftkopf 29 gerade noch durch das Loch 24 passt. Dieses Loch 24 geht in ein Langloch 25 über, dessen Breite b3 unwesentlich kleiner ist als der Durchmesser d3 des Stiftkopfes 29 am Aussentellerring 3. Sind mehrere Langlöcher 25 in Umfangsrichtung in der Peripherie des Innentellers 2 angeordnet, so ist es erforderlich, dass alle Langlöcher 25 dieselbe Ausrichtung in Umfangsrichtung haben. Das Langloch 25 kann alternativ auch aus einem in ein Loch
24 übergehendes Rechteck ausgebildet sein. Die Langlöcher können dabei auch einen gekrümmten Verlauf aufweisen, welcher dem Umlauf um die Stockachse folgt.
Figuren 5a-f zeigen verschiedene mögliche Ausführungsbeispiele einer Ringnut 8 an einer Gelenkmanschette 6. Die Ringnut 8 ist vorzugsweise auf mindestens einer Seite durch einen Kamm 27 begrenzt, der rund oder eckig ausgebildet sein kann. Die Gelenkscheiben 15 , welche in die offene Ringnut 8 eingreifen, sind bevorzugterweise im Wesentlichen korrespondierend zur Ringnut 8, idealerweise angepasst an die Form der Ringnut 8, augebildet, sodass sie in die Ringnut 8 möglichst reibungsfrei und doch gut geführt eingreifen können. D.h., wenn die Ringnut 8 V-förmig ausgebildet ist, wie ein Ausführungsbeispiel in Fig. 5b zeigt, so ist die Gelenkscheibe 15 an ihrer Peripherie
ebenfalls V-förmig, jedoch komplementär zur Ringnut 8. Weist die Ringnut 8 einen eckigen, im Wesentlichen rechtwinklig zur Stockachse A abstehenden Boden 26 auf, dann ist die Gelenkscheibe 15 idealerweise auch eckig oder ggf. abgerundet ausgebildet. Die Ringnut 8 kann auch auf mindestens einer Seite, bevorzugt auf der radial äusseren Seite durch einen Kamm 27 begrenzt sein, wobei die Verbindung zwischen dem Boden 26 und dem Kamm 27 nicht unbedingt rechtwinklig ausgebildet sein muss. Die Ecken des Ringnutbodens 26 können auch abgerundet sein, wie ebenfalls in Fig. 5 schematisch dargestellt.
In Figur 6 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel dargestellt, aufweisend eine das Stockrohr umfassende Kugel, an welche ein Stockteller mittels einer Fassungsmanschette geklemmt ist. Die Kugel ist um die Stockachse frei drehbar oder aber alternativ auch damit fest verbunden, in axialer Richtung aber unbeweglich montiert. Die am Stockteller befestigte Fassungsmanschette kann die Kugel dadurch , einklemmen', dass die Manschette an der die Kugel umgreifenden Oberfläche im Wesentlichen denselben Radius aufweist wie die Kugel selber. Der Stockteller ist somit sowohl frei drehbar um die Stockachse, als auch relativ zur Tiltachse in einem Winkelbereich von ca. 150 Grad, effektiv ca. 100 Grad frei kippbar. Dies ermöglicht bei eingestecktem Stock eine gewissermassen konische Drehbewegung des Stockes um 360 Grad.
BEZUGSZEICHENLISTE
1 Stockteller
2 Innenteller
3 Aussentellerring(-Aufsätze) 4 Gelenk
5 Stockfassung
6 Gelenkmanschette
7 öffnung von 5 für Stockrohr
8 Ringnut zur Aufnahme von 15 9 radiale Speichen
10 Aussparung in Speichen
11 Führung
12 Verriegelungsvorrichtung
13 Trennlinie zwischen 2 und 3 14 Ringrand
15 Gelenkscheibe
16 Aussparung
17 Gelenköffnung
18 Aussentellerringzunge 19 Aussparung in 3 in Form von 2
20 Innentellerzunge
21 bogenförmiger Schlitz
22 Stift
23 Aussparung in 2
24 Loch in 2
25 Langloch in 2
26 Boden von 8
27 Kamm von 8
28 Nut in 2
29 Stiftkopf
30 Stiftkörper
31 Fassungsmanschette
32 Kugel
33 Schlitz
A Stockachse und Drehachse
B Tiltachse dl Breite von 25 d2 Durchmesser von 24 d3 Durchmesser von 29 d4 Durchmesser von 30 d5 Aussendurchmesser von 3 bl Breite von 8 b2 Breite von 15
Next Patent: METHOD AND DEVICE FOR DETERMINING THE PEEP DURING THE RESPIRATION OF A PATIENT
