NÖTHEMANN, Ralf (Am Alten Knapp 19a, Sprockhövel, 45549, DE)
STARKE, Peter (Heckenstraße 69, Duisburg, 47228, DE)
BADER, Jan (Bönninger Str. 21, Alpen, 46519, DE)
NÖTHEMANN, Ralf (Am Alten Knapp 19a, Sprockhövel, 45549, DE)
STARKE, Peter (Heckenstraße 69, Duisburg, 47228, DE)
| Patentansprüche 1. Schlackentür für metallurgische Öfen, wobei eine Schlackentüröffnung im Obergefäß des Ofens mit einem Türtunnel mit einer Schaffplatte vorgesehen ist und die Schlackentür durch einen Verschließmechanismus betätigbar ist, dadurch gekennzeichnet, - dass der Verschließmechanismus außerhalb der Ofenwand, dieser vorgesetzt, angeordnet ist, - dass der lichte Querschnitt der Schlackentüröffnung durch wenigstens zwei horizontal schwenkbare Türflügel verschließbar ist, wobei - die Türflügel in zumindest drei Positionen arretierbar sind, zu denen eine erste Stellung gehört, in der die Türflügel im wesentlichen in einer Ebene stehen, eine zweite Stellung, die senkrecht zu der gemeinsamen Ebene ist und die Offenstellung darstellt, und einer dritten Stellung, in der die Türflügel einen spitzen, in Richtung auf das Ofeninnere weisenden, Winkel bilden, der einen Öffnungsspalt zwischen den Türflügeln freigibt. 2. Schlackentür nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass vier Türflügel vorgesehen sind, die in Paaren übereinander angeordnet sind. 3. Schlackentür nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Türflügel unabhängig voneinander betätigbar sind. 4. Schlackentür nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Türflügel einzeln verstellbar und in verschiedenen Stellungen arretierbar sind, so dass die Schlackenausflussmenge aus dem Ofen und/oder die Schlackenhöhe in dem Ofen steuerbar ist. 5. Schlackentür nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Türflügel in einer Stellung arretierbar sind, in der sie in einem spitzen Winkel nach außen geöffnet sind. |
Die Erfindung betrifft eine Schlackentür für metallurgische Öfen, wobei eine Schlackentüröffnung im Obergefäß des Ofens mit einem Türtunnel mit einer Schaffplatte vorgesehen ist und die Schlackentür durch einen Verschließmechanismus betätigbar ist.
Aus der WO 2007/147248 ist eine Schlackentür bekannt, die dreiteilig ausgebildet ist.
Dabei wird ein oberer Türteil oder Türflügel durch eine um eine horizontale Achse schwenkbare Klappe gebildet, während unterhalb dieser zwei, um vertikale Achsen schwenkbare, fingerartige Türflügel vorgesehen sind.
Sowohl der Schwenkmechanismus für die Klappe wie auch der Verstell- oder Verschließmechanismus für die unteren Türflügel ist in der Ofenwand des Ofengefäßes angeordnet.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Schlackentür anzugeben, die baulich weniger aufwendig ist und die insbesondere auch eine nachträgliche Installation bei bestehenden metallurgischen Öfen ohne wesentliche Umbaumaßnahmen zulässt.
Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß durch eine Schlackentür für metallurgische
Öfen, wobei eine Schlackentüröffnung im Obergefäß des Ofens mit einem Türtunnel mit einer Schaffplatte vorgesehen ist und die Schlackentür durch einen Verschließmechanismus betätigbar ist.
Dabei ist der Verschließmechanismus zum Schutz vor einfallendem Schrott außerhalb der
Ofenwand, dieser vorgesetzt, angeordnet, der lichte Querschnitt der Schlackentüröffnung durch wenigstens zwei horizontal schwenkbare Türflügel verschließbar ist, wobei - die Türflügel in zumindest drei Positionen arretierbar sind, zu denen eine erste Stellung gehört, in der die Türflügel im wesentlichen in einer Ebene stehen, eine zweite Stellung, die senkrecht zu der gemeinsamen Ebene ist und die Offenstellung darstellt, und einer dritten Stellung, in der die Türflügel einen spitzen, in Richtung auf das Ofeninnere weisenden, Winkel bilden, der einen Öffnungsspalt zwischen den Türflügeln freigibt.
Vorzugsweise Ausgestaltungen ergeben sich aus den Unteransprüchen und bestehen darin, dass vier Türflügel vorgesehen sind, die in Paaren übereinander angeordnet sind und dass die Türflügel unabhängig voneinander betätigbar sind.
Vorzugsweise sind die Türflügel auch noch in einer Stellung arretierbar, in der sie in einem spitzen Winkel nach außen geöffnet sind, so dass durch den zwischen den Türflügelkanten gebildeten Spalt eine kontrollierte Schlackenabführung möglich ist.
Die Erfindung soll nachfolgend unter Bezug auf die Zeichnungen erläutert werden.
Dabei zeigt:
Fig. 1 schematisch die Ausbildung einer Schlackentür, und zwar mit zwei Türflügeln, in verschiedenen Stellungen,
Fig. 2 eine andere Ausbildung der zwei Türflügel und
Fig. 3 eine Ausführungsform mit vier Türflügel.
Bei diesen schematischen Darstellungen ist die Wand eines metallurgischen Ofens lediglich angedeutet und mit 1 bezeichnet.
In dieser Wand ist eine Türöffnung 2 vorgesehen. Vor dieser Türöffnung 2, und zwar genauer gesagt, vor der von der Ofenwand gebildeten Wandfläche, also dieser vorgesetzt, ist ein Rahmen 3 symbolisch angedeutet, an dem die Türflügel 4, 5 und 6-9 befestigt sind oder von dem sie gehalten werden. Mit dem Rahmen 3 ist für den jeweiligen Türflügel ein Schließmechanismus verbunden, der hier nicht dargestellt ist.
Die einzelnen Darstellungen in diesen Figuren zeigen, welche Stellungen die Türflügel einnehmen können.
So ist in der Figur 1 bzw. 2, und zwar der oberen Darstellung, der geschlossene Zustand gezeigt.
Je nach Notwendigkeit der Zugänglichkeit zum Ofeninneren, können der eine oder beide Türflügel geöffnet werden.
Eine Besonderheit ist dann jeweils in den unteren Darstellungen der Figuren 1 bzw. 2 gezeigt, und zwar nehmen hier die Türflügel einen - in Richtung zum Ofeninneren weisenden spitzen Winkel ein, der dazu führt, dass ein Spalt zwischen den gegenüberliegenden Türflügelkanten verbleibt.
Diese Bewegbarkeit der Türflügel ermöglicht durch Zurückschieben der Schlacke eine Reinigung der Schaffplatte.
Nicht dargestellt ist in den Zeichnungen schließlich noch eine Stellung der Türflügel, in einem spitzen, nach außen geöffneten Winkel.
Hierbei wird, wie bei der nach innen weisenden Stellung, ein Spalt zwischen den gegenüberliegenden Türflügelkanten freigegeben, der einen kontrollierten Schlackenabfluss ermöglicht.
Es ist natürlich klar, dass die Stellung der Türflügel auch in jeder anderen Position arretierbar ist, aber wesentlich sind zumindest die vorstehend erwähnten Stellungen.
Wenn beispielsweise die Türflügel einzeln verstellbar und in verschiedenen Stellungen arretierbar sind, so ergibt dies die Möglichkeit, dass die Schlackenausflussmenge aus dem Ofen und/oder die Schlackenhöhe in dem Ofen steuerbar ist.
Die Figur 3 zeigt schließlich ebenfalls unterschiedliche Stellungen der - in diesem Fall vier, paarweise angeordneten, Türflügel. In der geöffneten Stellung dienen die unteren Türflügel zur Schlackenkontrolle und zum Reinigen der Schaffplatte, während die oberen Türflügel, in ihrer geöffneten Stellung, einen weiteren Zugang zum Ofeninneren ermöglichen, beispielsweise um Wartungsarbeiten durchführen zu können.
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