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Title:
SLAVE CYLINDER COMPRISING AN ADAPTER SECURED BY A BAYONET CATCH AND ASSEMBLY METHOD
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/179553
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a slave cylinder (1) comprising a power-consumption adapter (3) for actuating a clutch (2) or a brake, with a housing (4) in which a piston (6) can be arranged, said piston being axially movable by the application of pressure of a pressure chamber (5) formed by the housing (4), a fluid admission (7) being embodied in the housing (4), into which the adapter (3) is inserted in a sealing manner for enabling the supply of a hydraulic means into the pressure chamber (5), the adapter (3) and the fluid admission (7) corresponding to each other such that the adapter (3) can be inserted into the fluid admission (7) during the assembly, in an axial direction of the slave cylinder (1). The invention also relates to an assembly method for mounting an adapter (3) on a slave cylinder (1).

Inventors:
REUTTER, Doris Maria (Wolfsmatt 44, Ottenhöfen, 77883, DE)
ORTMANN, Simon (Betschgrabenstr. 6, Bühl, 77815, DE)
Application Number:
DE2019/100160
Publication Date:
September 26, 2019
Filing Date:
February 20, 2019
Export Citation:
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Assignee:
SCHAEFFLER TECHNOLOGIES AG & CO. KG (Industriestraße 1-3, Herzogenaurach, 91074, DE)
International Classes:
F16D25/08
Domestic Patent References:
WO2018113834A12018-06-28
WO2014071938A12014-05-15
Foreign References:
DE102012208750A12012-12-20
DE102013211820A12014-12-24
DE102015215959A12016-02-25
EP3078873A12016-10-12
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Claims:
Patentansprüche

1. Nehmerzylinder (1 ) mit einem leitungsaufnehmendem Adapter (3) zum Betäti- gen einer Kupplung (2) oder einer Bremse, mit einem Gehäuse (4), in dem ein durch Druckbeaufschlagen eines von dem Gehäuse (4) gebildeten Druckraums (5) axial verschieblicher Kolben (6) anordnenbar ist, wobei in dem Gehäuse (4) eine Fluidzufuhröffnung (7) ausgebildet ist, in die der Adapter (3) zum Ermögli- chen des Zuführens von Hydraulikmittel in den Druckraum (5) dichtend einge- setzt ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Adapter (3) und die Fluidzufuhr- öffnung (7) so aufeinander abgestimmt sind, dass der Adapter (3) in einer Axi- alrichtung des Nehmerzylinders (1 ) in die Fluidzufuhröffnung (7) bei der Monta- ge einführbar ist.

2. Nehmerzylinder (1 ) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Adapter (3) mittels eines Bajonettverschluss (10) an dem Gehäuse (4) gesi- chert ist.

3. Nehmerzylinder (1 ) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Ba- jonettverschluss (10) durch einen am Adapter (3) festlegbaren Bajonettclip (11 ) und eine gehäusefeste Bajonettgeometrie (13, 15) gebildet ist oder dass der Bajonettverschluss (10) durch einen am Gehäuse (4) festlegbaren Bajonettclip (11 ) und eine adapterfeste Bajonettgeometrie (12) gebildet ist.

4. Nehmerzylinder (1 ) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Ba- jonettclip (11 ) radial von außen auf das Gehäuse (4) und/oder den Adapter (3) aufsteckbar ist.

5. Nehmerzylinder (1 ) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Ba- jonettclip (11 ) in der Axialrichtung des Nehmerzylinders (1 ) auf das Gehäuse (4) und/oder den Adapter (3) aufsteckbar ist.

6. Nehmerzylinder (1 ) nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Bajonettclip (11 ) ein radial nach außen oder radial nach innen hervorstehender Vorsprung (14, 20) so ausgebildet ist, dass der Vorsprung (14, 20) bei Verdrehen des Bajonettclips (11 ) relativ zu dem Gehäu- se (4) und/oder dem Adapter (3) die adapterfesten Bajonettgeometrie (12) und/oder die gehäusefeste Bajonettgeometrie (13, 15) in der Axialrichtung des Nehmerzylinders (1 ) hintergreift.

7. Nehmerzylinder (1 ) nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Gehäuse (4) und/oder dem Adapter (3) ein Anschlag (18, 19) ausgebildet ist, der eine relative Verdrehung des Bajonettclips (11 ) re- lativ zu dem Gehäuse (4) und/oder dem Adapter (3) begrenzt.

8. Nehmerzylinder (1 ) nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine Schnappverbindung (23) zum axialen Sichern des Bajo- nettclips (11 ) durch den Bajonettclip (11 ) und den Adapter (3) und/oder das Gehäuse (4) gebildet ist.

9. Montageverfahren zum Montieren eines Adapters (3) an einem Nehmerzylinder

(I ), insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei ein Bajonettclip

(I I ) radial von außen auf ein Gehäuse (4) des Nehmerzylinder (1 ) und/oder den Adapter (3) aufgesteckt wird, wobei dann der Adapter (3) in Axialrichtung des Nehmerzylinders (1 ) in eine Fluidzufuhröffnung (7) in dem Gehäuse (4) des Nehmerzylinders (1 ) eingeführt wird, wobei danach der Bajonettclip (11 ) relativ zu dem Gehäuse (4) und/oder dem Adapter (3) verdreht wird.

10. Montageverfahren zum Montieren eines Adapters (3) an einem Nehmerzylinder

(I ), insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei ein Bajonettclip

(I I ) in Axialrichtung des Nehmerzylinders (1 ) auf ein Gehäuse (4) des Neh- merzylinders (4) und/oder den Adapter (3) aufgesteckt wird, wobei dann der Adapter (3) in Axialrichtung des Nehmerzylinders (1 ) in eine Fluidzufuhröffnung (7) in dem Gehäuse (4) des Nehmerzylinders (1 ) eingeführt wird, wobei danach der Bajonettclip (11 ) relativ zu dem Gehäuse (4) und/oder dem Adapter (3) ver- dreht wird.

Description:
Nehmerzylinder mit durch Bajonettverschluss

gesichertem Adapter sowie Montaqeverfahren

Die Erfindung betrifft einen Nehmerzylinder mit einem leitungsaufnehmendem Adapter zum Betätigen einer Kupplung oder einer Bremse beispielsweise für ein Hybridmodul eines Kraftfahrzeugs, mit einem Gehäuse, in dem ein durch Druckbeaufschlagen ei- nes von dem Gehäuse gebildeten Druckraums axial verschieblicher Kolben anord- nenbar ist, wobei in dem Gehäuse eine Fluidzufuhröffnung ausgebildet ist, in die der Adapter zum Ermöglichen des Zuführens von Hydraulikmittel in den Druckraum dich- tend eingesetzt ist. Ferner betrifft die Erfindung ein Montageverfahren nach einer ers- ten erfindungsgemäßen Ausführungsform sowie nach einer zweiten erfindungsgemä- ßen Ausführungsform.

Bisher wird eine Leitung zum Fluideinleiten oftmals direkt an das Gehäuse des Neh- merzylinders angeschlossen. Dazu weist das Gehäuse einen Fluidanschluss auf, der als eine Fluidzufuhröffnung ausgebildet ist. Die Fluidzufuhröffnung öffnet sich dabei in eine Richtung quer zur Axialrichtung des Nehmerzylinders, in die die Leitung einge- steckt wird. Nachteilig daran ist jedoch, dass der Bauraum in einer Axialrichtung und einer Radialrichtung (bzw. einer Richtung quer zur Axialrichtung) des Nehmerzylinders begrenzt ist und die Leitung daher nicht gesichert montiert werden kann. Insbesonde- re ist bei einer Montagerichtung in der Radialrichtung, also entlang einer Anschluss- achse der Fluidzufuhröffnung, die sich nicht in Axialrichtung erstreckt, nicht genügend Bauraum entlang der Anschlussachse vorhanden, um die Leitung montieren zu kön- nen.

Aus dem Stand der Technik sind auch bereits Nehmerzylinder bekannt, bei denen mit- tels eines Adapters/Leitungsadapters eine Leitung zum Fluideinleiten angeschlossen wird. Unter anderem offenbart die EP 3 078 873 A1 einen Leitungsadapter zum An- schluss einer Fluidleitung an ein Gehäuse, insbesondere an ein Gehäuse eines Ge- ber- oder Nehmerzylinders für ein Ausrücksystem einer Kupplung für ein Kraftfahr- zeug, wobei der Leitungsadapter mittels einer Nietverbindung zug- und momentenfest mit dem Gehäuse verbunden wird, wobei die Nietverbindung ohne Ausbildung einer Lochleibungskraft ausgeführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Leitungs- adapter oder an dem Gehäuse Vorsprünge angeordnet sind, in denen eine Bohrung gebildet ist, und das Gehäuse oder der Leitungsadapter zu den Vorsprüngen kompa- tible Öffnungen zum Einsetzen der Vorsprünge aufweist, wobei die Öffnungen die Vorsprünge im eingesetzten Zustand an wenigstens zwei gegenüberliegenden Seiten umschließen, und diese Seiten der Öffnungen Bohrungen aufweisen, die im einge- schobenen Zustand mit der Bohrung in den Vorsprüngen fluchten, und Niete zur Ver- bindung des Leitungsadapters und des Gehäuses durch die fluchtenden Bohrungen geschoben und an ihren Enden zur Bildung von Köpfen umgeformt sind.

Der Stand der Technik hat jedoch immer den Nachteil, dass auch bei der Verwendung eines bisher verwendeten Adapters die Montagerichtung in einer Radialrichtung bzw. in einer zur Axialrichtung geneigten Richtung ausgerichtet ist, so dass die Leitung und der Adapter durch die aktuellen Bauraumvorgaben, insbesondere in einem P2- Hybridmodul, nicht montierbar sind.

Es ist also die Aufgabe der Erfindung, die Nachteile aus dem Stand der Technik zu vermeiden oder wenigstens zu verringern. Insbesondere soll ein Nehmerzylinder be- reitgestellt werden, an den eine Leitung zum Fluideinleiten bzw. ein Adapter mit einer Leitung zum Fluideinleiten einfach montiert und gesichert werden kann und gleichzei- tig kostengünstig herstellbar ist.

Die Aufgabe der Erfindung wird bei einer gattungsgemäßen Vorrichtung erfindungs- gemäß dadurch gelöst, dass der Adapter und die Fluidzufuhröffnung so aufeinander abgestimmt sind, dass der Adapter in einer Axialrichtung des Nehmerzylinders in die Fluidzufuhröffnung bei der Montage einführbar ist. Insbesondere ist es also bevorzugt, wenn sich die Fluidzufuhröffnung vorzugsweise vollständig in die Axialrichtung des Nehmerzylinders erstreckt, so dass sie in eine Ebene mündet, die senkrecht zu der Axialrichtung des Nehmerzylinders ist.

Dabei ist die Axialrichtung des Nehmerzylinders jene Längsachse des Nehmerzylin- ders, die die Betätigungsrichtung definiert, wobei Abweichungen von ± 44°, bevorzugt Abweichungen von maximal ± 19°, als mitumfasst gelten sollen. Dies hat den Vorteil, dass der Adapter, an den vorzugsweise eine Leitung vor dem Montieren angeschlossen ist, die Axialrichtung als Montagerichtung besitzt, so dass kein zusätzlicher Bauraum in einer Radialrichtung des Nehmerzylinders notwendig ist, um den Adapter montieren zu können. Es muss also lediglich ausreichend Bauraum in der Axialrichtung des Nehmerzylinders vorhanden sein.

Vorteilhafte Ausführungsformen sind in den Unteransprüchen beansprucht und wer- den nachfolgend näher erläutert.

Zudem ist es zweckmäßig, wenn der Adapter mittels eines Bajonettverschluss an dem Gehäuse gesichert ist. Dadurch wird sichergestellt, dass der Adapter einfach ohne zu- sätzliche Befestigungsvorrichtungen wie beispielsweise eine Schraube, ein Niete, etc. montiert werden kann. Weiterhin wird so eine gesichert Verbindung, die trotzdem ein- fach lösbar ist, bereitgestellt. Ein Bajonettverschluss kann zusätzlich mit verhältnis- mäßig geringem Montagebauraum und ohne zusätzliches Werkzeug angebracht wer- den.

Außerdem ist es von Vorteil, wenn der Bajonettverschluss durch einen am Adapter festlegbaren Bajonettclip und eine gehäusefeste Bajonettgeometrie gebildet ist oder wenn der Bajonettverschluss durch einen am Gehäuse festlegbaren Bajonettclip und eine adapterfeste Bajonettgeometrie gebildet ist. Dadurch wird in vorteilhafter Weise ermöglicht, dass die zwei relativ zueinander beweglichen Bauteile des Adapters und des Gehäuses durch ein Sicherungsbauteil, nämlich den Bajonettclip, gegenüber ei- nander festgelegt werden. Dabei ist es insbesondere bevorzugt, wenn eine Axialbe- wegung des Adapters relativ zu dem Gehäuse bzw. eine Bewegung entlang der An- schlussachse bzw. entlang der Montagerichtung unterbunden ist.

Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn der Bajonettclip radial von außen auf das Gehäuse und/oder den Adapter aufsteckbar ist. Insbesondere ist es bevorzugt, wenn der Bajo- nettclip als ein ringartiges Bauteil ausgebildet ist, das einen Ringspalt aufweist, also als nicht durchgehender Ring ausgebildet ist. So wird vorteilhafterweise ermöglicht, dass der Bajonettclip elastisch nach außen verformt werden kann, um auf das Gehäu- se von radial außen aufgesteckt werden zu können. Dadurch ist es auch möglich, den Bajonettclip einfach zu montieren, so dass der Bajonettclip einen radial hervorstehen- den Vorsprung am Gehäuse in Axialrichtung hintergreift. So wird der Bajonettclip bei- spielsweise in Axialrichtung am Gehäuse festgelegt.

Ferner ist es bevorzugt, wenn der Bajonettclip in der Axialrichtung des Nehmerzylin- ders auf das Gehäuse und/oder den Adapter aufsteckbar ist. Dies hat zum Vorteil, dass kein Bauraum in Radialrichtung der Fluidzufuhröffnung vorhanden sein muss, um den Bajonettclip montieren zu können. Weiterhin kann so der Bajonettclip zur Si- cherung des Adapters am Gehäuse in der Axialrichtung mit dem Adapter mitmontiert werden, so dass ein zusätzlicher Montageschritt zur axialen Sicherung des Adapters entfallen kann.

In einer vorteilhaften Ausführungsform kann an dem Bajonettclip ein radial nach au- ßen oder radial nach innen hervorstehender Vorsprung so ausgebildet sein, dass der Vorsprung bei Verdrehen des Bajonettclips relativ zu dem Gehäuse und/oder dem Adapter die adapterfesten Bajonettgeometrie und/oder die gehäusefeste Bajonettge- ometrie in der Axialrichtung des Nehmerzylinders hintergreift. So kann der Bajonettclip in eine Nut oder hinter einen Vorsprung als Gegenbajonettgeometrie eingreifen, um die beiden Bauteile relativ zueinander zu sichern.

Außerdem ist es von Vorteil, wenn an dem Gehäuse und/oder dem Adapter ein An- schlag ausgebildet ist, der eine relative Verdrehung des Bajonettclips relativ zu dem Gehäuse und/oder dem Adapter begrenzt. So kann zum einen verhindert werden, dass sich der Bajonettverschluss unbeabsichtigt löst, und zum anderen ein Verdrehen bis in die hintergreifende Position unterstützt werden.

Ferner ist es zweckmäßig, wenn an dem Bajonettclip eine Flaltevorrich- tung/Flandhabungsvorrichtung ausgebildet ist, so dass eine Flandhabung beim Ver- drehen des Bajonettclips relativ zu dem Gehäuse und/oder dem Adapter unterstützt wird. Insbesondere ist es bevorzugt, wenn die Haltvorrichtung als radial nach außen von dem Bajonettclip abstehende Nase ausgebildet ist.

Ein günstiges Ausführungsbeispiel zeichnet sich dadurch aus, dass eine Schnappver- bindung zum axialen Sichern des Bajonettclips durch den Bajonettclip und den Adap- ter und/oder das Gehäuse gebildet ist. Dadurch wird die Montage zusätzlich erleich- tert, da der Bajonettclip zuerst an dem Adapter angebracht werden kann, bevor die beiden Bauteile gemeinsam an dem Gehäuse montiert werden.

Die Aufgabe der Erfindung wird auch durch ein Montageverfahren zum Montieren ei- nes Adapters an einem Nehmerzylinder, insbesondere nach einem der vorherstehen- den Aspekte, gelöst, wobei der Adapter in Axialrichtung des Nehmerzylinders in eine Fluidzufuhröffnung in einem Gehäuse des Nehmerzylinders eingeführt wird, wobei dann ein Bajonettclip radial von außen auf das Gehäuse und/oder den Adapter aufge- steckt wird, wobei danach der Bajonettclip relativ zu dem Gehäuse und/oder dem Adapter verdreht wird, vorzugsweise bis ein Vorsprung des Bajonettclips eine gehäu- sefeste Bajonettgeometrie und/oder adapterfeste Bajonettgeometrie in Axialrichtung des Nehmerzylinders hintergreift. Alternativ kann auch der Bajonettclip zuerst auf das Gehäuse und/oder den Adapter aufgesteckt werden und dann der Adapter in Axial- richtung des Nehmerzylinders in die Fluidzuführöffnung in dem Gehäuse des Neh- merzylinders eingeführt werden.

Die Aufgabe der Erfindung wird ferner durch ein Montageverfahren zum Montieren ei- nes Adapters an einem Nehmerzylinder, insbesondere nach einem der vorherstehen- den Aspekte, gelöst, wobei der Adapter in Axialrichtung des Nehmerzylinders in eine Fluidzufuhröffnung in einem Gehäuse des Nehmerzylinders eingeführt wird, wobei dann ein Bajonettclip in Axialrichtung des Nehmerzylinders auf das Gehäuse und/oder den Adapter aufgesteckt wird, wobei danach der Bajonettclip relativ zu dem Gehäuse und/oder dem Adapter verdreht wird, vorzugsweise bis ein Vorsprung des Bajonett- clips eine gehäusefeste Bajonettgeometrie und/oder adapterfeste Bajonettgeometrie in Axialrichtung des Nehmerzylinders hintergreift. Alternativ kann auch der Bajonettclip zuerst auf das Gehäuse und/oder den Adapter aufgesteckt werden und dann der Adapter zusammen mit dem Bajonettclip in Axialrichtung des Nehmerzylinders in die Fluidzuführöffnung in dem Gehäuse des Nehmerzylinders eingeführt werden.

Mit anderen Worten betrifft die Erfindung eine Leitungsbefestigung mit einem Adapter und einem Bajonettclip, um eine Leitung zur Fluidzuführung in einem P2-Hybridmodul mittels des Adapters montieren zu können. Der Adapter wird hierfür auf ein Neh- merzylinder-Gehäuse (Clutch Slave Cylinder Gehäuse, CSC-Gehäuse) in Axialrich- tung gesteckt. Der Adapter weist eine Bajonettgeometrie. Der Bajonettclip wird entwe- der radial oder axial aufgeschoben und so gedreht, dass dieser mit der Bajonettgeo- metrie am Adapter (oder auch am Gehäuse) einrastet und somit eine sichere Verbin- dung entsteht. Dabei wird verhältnismäßig wenig axialer Bauraum benötigt.

Die Erfindung wird nachfolgend mit Hilfe von Zeichnungen erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 eine schematische Längsschnittdarstellung mit einem Nehmerzylinder, einem leitungsanbinden Adapter und einem Bajonettclip in einer ersten

Ausführungsform,

Fig. 2 eine perspektivische Ansicht eines ersten Schritts eines erfindungsgemäßen Montageverfahrens zum Montieren des Adapters an dem Nehmerzylinder mittels des Bajonettclips in der ersten Ausführungsform,

Fig. 3 eine perspektivische Ansicht eines zweiten Schritts des Montageverfahrens zum Montieren des Adapters an dem Nehmerzylinder mittels des Bajonettclips in der ersten Ausführungsform,

Fig. 4 eine perspektivische Ansicht eines dritten Schritts des Montageverfahrens zum Montieren des Adapters an dem Nehmerzylinder mittels des Bajonettclips in der ersten Ausführungsform, Fig. 5 eine perspektivische Ansicht des Adapters an dem Nehmerzylinder mit dem Bajonettclip in der ersten Ausführungsform,

Fig. 6 eine perspektivische Ansicht des an dem Nehmerzylinder montierten Adapters mit dem Bajonettclip in einer zweiten Ausführungsform,

Fig. 7 eine perspektivische Längsschnittdarstellung des an dem Nehmerzylinder

montierten Adapters mit dem Bajonettclip in der zweiten Ausführungsform, und

Fig. 8 eine perspektivische Ansicht eines ersten Schritts eines erfindungsgemäßen Montageverfahrens zum Montieren des Adapters an dem Nehmerzylinder mittels des Bajonettclips in der zweiten Ausführungsform.

Die Figuren sind lediglich schematischer Natur und dienen ausschließlich dem Ver- ständnis der Erfindung. Die gleichen Elemente sind mit denselben Bezugszeichen ge- kennzeichnet. Die Merkmale der unterschiedlichen Ausführungsbeispiele können un- tereinander ausgetauscht werden.

Fig. 1 zeigt einen Nehmerzylinder 1 zum Betätigen einer Kupplung 2 in einem Hyb- ridmodul eines Kraftfahrzeugs. An den Nehmerzylinder 1 ist ein leitungsanbindender Adapter 3 angeschlossen. Der Nehmerzylinder 1 weist ein Gehäuse 4 auf, in dem ein Druckraum 5 ausgebildet ist. In dem Druckraum 5 ist ein Kolben 6 axial verschieblich angeordnet, der zur Betätigung der Kupplung 2 in dem Druckraum 5 durch Druckbe- aufschlagen des Druckraums 5 mit Hydraulikmittel verschoben wird. In dem Gehäuse 4 ist eine Fluidzufuhröffnung 7 ausgebildet, in die der Adapter 3 dichtend eingesetzt ist. An den Adapter 3 ist eine Leitung 8 angeschlossen, mittels der das Hydraulikmittel in den Druckraum 5 eingeleitet wird. Der Adapter 3 und die Fluidzufuhröffnung 7 sind so aufeinander abgestimmt, dass der Adapter 3 in einer Axialrichtung des Nehmerzy- linders 1 in die Fluidzufuhröffnung 7 bei der Montage eingeführt werden kann. Das heißt, dass sich die Fluidzuführöffnung 7 sich eine Axialrichtung des Nehmerzylinders 1 erstreckt. Der Adapter 3 bildet eine rohrförmige Durchgangsöffnung aus, durch die Hydraulikmit- tel geführt werden kann. Die Durchgangsöffnung weist eine Krümmung auf, so dass die Achse, in der das Hydraulikmittel in den Adapter 3 eingeführt wird, zu der Achse, in der das Hydraulikmittel aus dem Adapter 3 herausgeführt wird, geneigt ist. Die Lei- tung 8 ist an einem Ende des Adapters 3 angebracht, während ein anderes Ende des Adapters 3 an dem Gehäuse 4 angebracht ist.

In Fig. 1 ist eine Montagerichtung 9 angegeben, in der der Adapter 3 in das Gehäuse 4 eingesetzt wird. Die Montagerichtung 9 entspricht der Axialrichtung des Gehäuses 4. Der Adapter 3 ist durch einen Bajonettverschluss 10 an dem Gehäuse 4 in Axial- richtung festgelegt. Der Bajonettverschluss 10 ist durch einen Bajonettclip 11 , eine adapterfeste (Bajonett-)Geometrie 12 und eine gehäusefeste (Bajonett-)Geometrie 13 gebildet. Durch die adapterfeste Geometrie 12 wird der Bajonettclip 11 an dem Adap- ter 3 festgelegt. Durch die gehäusefeste Geometrie 13 wird der Bajonettclip 11 an dem Gehäuse 4 festgelegt.

Fign. 2 bis 4 zeigen Schritte einer Montage des Adapters 3 an dem Gehäuse 4 des Nehmerzylinders 1. In einem ersten Schritt (vergleiche Fig. 2) wird der Bajonettclip 11 radial von außen auf das Gehäuse 4 aufgesteckt. Der Bajonettclip 11 wird auf einen Abschnitt des Gehäuses 4 aufgesteckt, der die Fluidzuführöffnung 7 in Radialrichtung umgibt. Der Bajonettclip 11 ist als nicht durchgehender Ring ausgebildet, der einen Ringspalt in Umfangsrichtung aufweist. Der Bajonettclip 11 weist einen radial nach außen abstehenden Vorsprung 14 auf. An der Fluidzuführöffnung 7 des Gehäuses 4 sind radial nach außen stehende Rippen 15 ausgebildet, die als die gehäusefeste Ge- ometrie 13 dienen. Der Bajonettclip 11 wird in Axialrichtung auf einer adapterabge- wandten Seite der Rippen 15 auf das Gehäuse 4 aufgesetzt. Der Bajonettclip 11 weist eine radial nach außen abstehenden Haken 16 auf, der als Haltevorrichtung dient, damit der Bajonettclip 11 im auf das Gehäuse 4 aufgesteckten Zustand verdreht wer- den kann.

In Fig. 3 ist ein zweiter Schritt der Montage gezeigt. Der Adapter 3 wird in der Monta- gerichtung 9, die in Axialrichtung verläuft, auf die Fluidzuführöffnung 7 des Gehäuses 4 eingesetzt. Ein Dichtring 17 ist zur Abdichtung radial den Adapter 3 umgebend an- geordnet. In einem dritten Schritt (vergleiche Fig. 4) der Montage wird der Bajonettclip 1 1 in Umfangsrichtung relativ zu dem Gehäuse 4 und dem Adapter 3 verdreht, bis der Vorsprung 14 die radial nach außen hervorstehende Bajonettgeometrie 12 an dem Adapter 3 hintergreift. Dadurch wird verhindert, dass der Adapter 3 in Axialrichtung abgezogen werden kann. An dem Adapter 3 ist ein Vorsprung ausgebildet, der als ein Anschlag 18 zum Begrenzen der Verdrehung des Bajonettclips 1 1 dient. Auch an dem Gehäuse 4 ist ein Anschlag 19 zum Begrenzen der Verdrehung des Bajonettclips 1 1 in eine Umfangsrichtung ausgebildet. Fig. 5 zeigt eine weitere perspektivische Ansicht des an dem Gehäuse 4 angebrachten Adapters 3, der über den Bajonettclip 1 1 gesi- chert wird.

Fign. 6 bis 8 zeigen eine alternative Ausführungsform des Bajonettverschluss 10. Der Bajonettclip 1 1 in einer zweiten Ausführungsform weist radial nach innen ausgebildete Vorsprünge 20 auf, die die Geometrie 13 an dem Gehäuse 14 hintergreifen. Der Bajo- nettclip 1 1 liegt an einer axialen Stirnfläche des Adapters 3 an. Über in Axialrichtung abstehende Schnapphaken 21 , die an dem Adapter 3 ausgebildet sind, wird der Bajo- nettclip 1 1 in Axialrichtung an dem Adapter 3 gesichert. Dabei hintergreifen die

Schnapphaken 21 einen radial nach innen hervorstehenden Flansch 22 des Bajonett- clips 1 1 , so dass eine Schnappverbindung 23 gebildet wird. Der Bajonettclip 1 1 wird an dem Adapter 3 angebracht, indem er in Axialrichtung auf den Adapter 3 aufge- steckt wird (vergleiche Fig. 8). Dabei werden die Schnapphaken 21 elastisch nach in- nen gebogen, bis sie den Flansch 22 hintergreifen. Der Adapter 3 wird zusammen mit dem Bajonettclip 1 1 in Axialrichtung in die Fluidzuführöffnung 7 eingesetzt. Anschlie- ßend wird der Bajonettclip 1 1 relativ zu dem Gehäuse 4 verdreht, so dass die Vor- sprünge 20 die Rippen 15 am Gehäuse 4 hintergreifen. Zusätzlich kann zwischen ei- nem Flybridmodulgehäuse 24 und dem Bajonettclip 1 1 eine Dichtung angebracht sein. Bezuqszeichenliste Nehmerzylinder

Kupplung

Adapter

Gehäuse

Druckraum

Kolben

Fluidzuführöffnung

Leitung

Montagerichtung

Bajonettverschluss

Bajonettclip

adapterfeste (Bajonett-)Geometrie

gehäusefeste (Bajonett-)Geometrie

Vorsprung

Rippe

Haken

Dichtring

Anschlag

Anschlag

Vorsprung

Schnapphaken

Flansch

Schnappverbindung

Hybridmodulgehäuse