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Patent Searching and Data


Title:
SLEEPER TRANSPORT VEHICLE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/129678
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a sleeper transport vehicle (1) comprising a loading area (25) which has a lower load-bearing loading plane (7) and an upper load-bearing loading plane (8), wherein a guide (10) in which pallets (9) are guided in the longitudinal direction of the sleeper transport vehicle (1) is arranged in each loading plane (7, 8), wherein a transfer area (26) is arranged on an end side, into which transfer area the guides (10) project so that, in a work assignment, pallets (9) having new sleepers (15) are transferred in one loading plane (7, 8) to an additional sleeper transport vehicle (1) or loading/unloading vehicle (34) arranged on the end side, and pallets having old sleepers (16) are received in the other loading plane (7, 8). According to the invention, a sliding device (11) for sliding the pallets (9) along the guide (10) is designed in each loading plane (7, 8) as at least one peripheral chain projecting into the transfer area, and coupling elements (20) are arranged on the pallets (9) for temporary coupling to the chain.

Inventors:
LINTZ, Gerard (77 Rue de la Gare, Bening les Saint Avold, 57800, FR)
Application Number:
EP2018/086467
Publication Date:
July 04, 2019
Filing Date:
December 21, 2018
Export Citation:
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Assignee:
PLASSER & THEURER EXPORT VON BAHNBAUMASCHINEN GMBH (Johannesgasse 3, 1010 WIEN, 1010, AT)
International Classes:
E01B29/06; B61D15/00; B61D47/00; B65F1/00; B65G7/12; E01B29/05
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Claims:
Patentansprüche

1. Schwellentransportfahrzeug (1 ), umfassend einen Ladebereich (25), der eine untere tragende Ladeebene (7) und eine obere tragende Ladeebene (8) aufweist, wobei in jeder Ladeebene (7,8) eine Führung (10) angeordnet ist, in der Paletten (9) in Längsrichtung des Schwellentransportfahrzeugs (1 ) geführt sind, wobei an einer Stirnseite ein Übergabebereich (26) angeordnet ist, in welchen die Führungen (10) hineinragen, um in einem Arbeitseinsatz Paletten (9) mit neuen Schwellen (15) in einer Ladeebene (7,8) an ein stirnseitig angeordnetes weiteres

Schwellentransportfahrzeug (1 ) oder Belade-/Entladefahrzeug (34) weiterzugeben sowie Paletten mit alten Schwellen (16) in der anderen Ladeebene (7,8)

aufzunehmen, dadurch gekennzeichnet, dass in jeder Ladeebene (7,8) eine Schiebeeinrichtung (11 ) zum Schieben der Paletten (9) entlang der Führung (10) als zumindest eine in den Übergabebereich hineinragende, umlaufende Kette

ausgebildet ist und dass an den Paletten (9) Koppelelemente (20) zur

vorübergehenden Kopplung mit der Kette angeordnet sind.

2. Schwellentransportfahrzeug (1 ) nach Anspruch 1 , dadurch

gekennzeichnet, dass in jeder Ladeebene (7,8) beidseits einer längsverlaufenden Symmetrieachse (19) jeweils eine umlaufende Kette angeordnet ist.

3. Schwellentransportfahrzeug (1 ) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch

gekennzeichnet, dass die jeweilige Führung (10) als Längsprofil ausgebildet ist und dass an den Palette (9) Führungsrollen (18) zur Führung entlang des

Längsprofils angeordnet sind.

4. Schwellentransportfahrzeug (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass jede Palette (9) an ihrer Unterseite Längsauflagen (13) zum Aufliegen auf einem Rollengang (14) umfasst.

5. Schwellentransportfahrzeug (1 ) nach Anspruch 4, dadurch

gekennzeichnet, dass in jeder Ladeebene (7,8) eine mittig verlaufende Führung (10) und beidseits dieser Führung (10) jeweils ein Rollengang (14) angeordnet sind.

6. Schwellentransportfahrzeug (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Palette (9) eine Verriegelungseinrichtung (21 ) zur vorübergehenden Fixierung während einer Transportfahrt zugeordnet ist.

7. Schwellentransportfahrzeug (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Transportfahrzeug (1 ) einen Wagenrahmen (4) umfasst, der auf Drehgestellen (3) abgestützt ist und dass zumindest ein Drehgestell

(3) als Triebdrehgestell ausgebildet ist.

8. Schwellentransportfahrzeug (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Transportfahrzeug (1 ) an beiden Längsseiten

Verkleidungselemente (30) aufweist.

9. Schwellentransportfahrzeug (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Transportfahrzeug (1 ) oberhalb der oberen

Ladeebene (8) eine tragende Förderebene aufweist, in der zumindest ein

Längsförderband (22) zum Transport von Schüttgut angeordnet ist.

10. Schwellentransportfahrzeug (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass an der dem Übergabebereich (26) gegenüberliegenden Stirnseite eine Hebe-/Senkvorrichtung (33) zum Heben bzw. Senken einer Palette (9) von einer Ladeebene (7,8) in die andere Ladeebene (7,8) angeordnet ist.

11. Schwellentransportfahrzeug (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Transportfahrzeug (1 ) wenigstens zwei Wagenrahmen

(4) umfasst, die gelenkig miteinander verbunden sind, dass jedem Wagenrahmen (4) ein eigener Ladebereich (25) zugeordnet ist und dass die Ladebereiche (25) mit einem Übergabebereich (26) gekoppelt sind, in welchen die jeweiligen Führungen (10) und die jeweiligen Schiebeeinrichtungen (11 ) hineinragen, um die Paletten (9) über beide Ladebereiche (25) hinweg in Längsrichtung weiterzuschieben.

12. Verfahren zur Bereitstellung neuer Schwellen (15) bzw. zur Aufnahme alter Schwellen (16) mittels eines Schwellentransportfahrzeugs (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 11 , dadurch gekennzeichnet, dass im Übergabebereich (26) die in der einen Ladeebene (7,8) weitergeschobenen Paletten (9) mit neuen

Schwellen (15) vom Schwellentransportfahrzeug (1 ) an das Belade-/Entladefahrzeug übergeben werden und dass in der anderen Ladeebene (7,8) Paletten (9) mit alten Schwellen (16) vom Belade-/Entladefahrzeug (34) an das

Schwellentransportfahrzeug (1 ) übergeben werden.

13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass mittels einer an der dem Übergabebereich (26) gegenüberliegenden Stirnseite angeordneten Hebe-/Senkvorrichtung Paletten (9) von einer Ladeebene (7,8) in die andere

Ladeebene (7,8) gehoben bzw. abgesenkt werden.

14. Verfahren nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Schwellentransportfahrzeug (1 ) während einer Palettenübergabe gemeinsam mit dem Belade-/Entladefahrzeug (34) mit einer vorgegebenen Arbeitsgeschwindigkeit entlang eines Gleises (2) bewegt wird, dessen Schwellen (15,16) mittels einer Schellentauschvorrichtung getauscht werden.

Description:
Beschreibung

Schwellentransportfahrzeug

Gebiet der Technik

[01] Die Erfindung betrifft ein Schwellentransportfahrzeug, umfassend einen

Ladebereich, der eine untere tragende Ladeebene und eine obere tragende Ladeebene aufweist, wobei in jeder Ladeebene eine Führung angeordnet ist, in der Paletten in Längsrichtung des Schwellentransportfahrzeugs geführt sind, wobei an einer Stirnseite ein Übergabebereich angeordnet ist, in welchen die Führungen hineinragen, um in einem Arbeitseinsatz Paletten mit neuen Schwellen in einer Ladeebene an ein stirnseitig angeordnetes weiteres Schwellentransportfahrzeug oder Belade-/Entladefahrzeug weiterzugeben sowie Paletten mit alten Schwellen in der anderen Ladeebene aufzunehmen. Außerdem betrifft die Erfindung ein Verfahren zur

Bereitstellung neuer Schellen bzw. zur Aufnahme alter Schwellen mittels eines Schwellentransportfahrzeugs.

Stand der Technik

[02] Aktuell werden Verlegezüge für einen Schwellenaustausch über

Schwellenwagons mit Neuschwellen versorgt. Seitlich sind an den

Schwellenwagons Kranschienen angeordnet, auf denen ein Portalkran verfährt. Zwischen den Schwellenwagons werden Verbindungsstücke benötigt, um ein Verfahren von einem Wagon auf den nächsten zu

ermöglichen. Durch die Verbindungsstücke wird nicht nur die

Bewegungsfreiheit in einer Kurve stark eingeschränkt, auch ein Bediener für den Portalkran wird benötigt. Eine Automatisierung ist hier nur schwer realisierbar. Außerdem entsteht bei einem Einsatz mehrerer Portalkräne ein hohes Kollisionsrisiko welchem entgegen gewirkt werden muss.

[03] Aus der JP 2003147703 A ist ein Schwellentransportfahrzeug bekannt,

welches zwei Ladeebenen und endseitig eine Hubvorrichtung aufweist.

Hierbei werden Paletten mit Neuschwellen beladen, welche an einer

Entladestelle über eine von einem Bediener gesteuerte Abwurfvorrichtung gekippt und dadurch neben einem Gleis abgeworfen werden. Aufgrund des Abladens neben dem Gleis ist diese Lösung nicht für einen im

Fließbandverfahren arbeitenden Verlegezug geeignet.

[04] Die WO 2012/156408 A1 zeigt ein System zum gleisgebundenen Transport von Gegenständen wie beispielsweise Schwellen. Dieses System umfasst schienengebundene Transportfahrzeuge, auf welchen in zwei Ebenen die zu transportierenden Gegenständen in Containern gelagert werden. Mehrere dieser Transportfahrzeuge bilden einen Zug, wobei an den jeweiligen Wagenenden Übergabebereiche vorhanden sind.

Zusammenfassung der Erfindung

[05] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, für ein

Schwellentransportfahrzeug der eingangs genannten Art eine Verbesserung gegenüber dem Stand der Technik anzugeben. Zudem betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Betreiben eines Schwellentransportfahrzeugs.

[06] Bezüglich der Vorrichtung wird die gestellte Aufgabe erfindungsgemäß durch die Merkmalskombination gemäß Anspruch 1 gelöst. Die auf ein Verfahren gerichtete Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmalskombination gemäß Anspruch 12 gelöst. Abhängige Ansprüche geben vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung an.

[07] Die Erfindung sieht vor, dass in jeder Ladeebene eine Schiebeeinrichtung zum Schieben der Paletten entlang der Führungen angeordnet ist. Die jeweilige Schiebeeinrichtung ist als zumindest eine in den Übergabebereich hineinragende, umlaufende Kette ausgebildet, wobei an den Paletten Koppelelemente zur vorübergehenden Kopplung mit der Kette angeordnet sind. Die umlaufende Kette stellt eine zuverlässige Lösung für ein

Verschieben der Paletten auf einer der Ladeebene dar. Die Koppelelemente werden einfach in einem benötigten Abstand an der Kette positioniert.

[08] Zudem ist es sinnvoll, wenn in jeder Ladeebene beidseits einer

längsverlaufenden Symmetrieachse jeweils eine umlaufende Kette angeordnet ist. Durch einen Einsatz von zwei umlaufenden Ketten pro Ladeebene wird eine auf die Paletten wirkende Verschiebekraft gleichmäßig aufgeteilt. Durch ein beidseitiges Verschieben wird einem Verkeilen der Paletten in den Führungen entgegen gewirkt.

[09] In einer vorteilhaften Ausprägung ist die jeweilige Führung als Längsprofil ausgebildet und an den Paletten sind Führungsrollen zur Führung entlang des Längsprofils angeordnet. Durch ein Abrollen der Paletten über die Führungsrollen in den Längsprofilen ist eine reibungsarme Führung der Palette gewährleistet.

[10] Für ein reibungsarmes Verschieben der Paletten ist es vorteilhaft, wenn jede Palette an ihrer Unterseite Längsauflagen zum Aufliegen auf einem

Rollengang umfasst. Dabei sind die Paletten sehr robust und einfach aufgebaut. Zudem sind sie wartungsfrei, weil alle beweglichen Teile (Lager, Rollen) am Fahrzeug angeordnet sind.

[11] Dabei ist es günstig, wenn in jeder Ladeebene eine mittig verlaufende

Führung und beidseits dieser Führung jeweils ein Rollengang angeordnet sind. Durch die mittig verlaufende Führung wird die jeweilige Palette präzise auf der Symmetrieachse der Ladeebene geführt und die Gewichtsbelastung teilt sich gleichmäßig auf beide Rollengänge auf.

[12] Vorteilhafterweise ist jeder Palette eine Verriegelungseinrichtung zur

vorübergehenden Fixierung während einer Transportfahrt zugeordnet.

Dadurch werden die Paletten samt den Schwellen bei Fahrten zu bzw. von einer Baustelle sicher in Position gehalten.

[13] Bei einer weiteren günstigen Ausgestaltung der Erfindung umfasst das

Transportfahrzeug einen Wagenrahmen, der auf Drehgestellen abgestützt ist, wobei zumindest ein Drehgestell als Triebdrehgestell ausgebildet ist. Dadurch wird ein selbständiges Verfahren des Transportfahrzeuges erreicht was sich vorteilhaft auf eine Automatisierung des Arbeitseinsatzes auswirkt.

[14] Zudem ist es sinnvoll, wenn das Transportfahrzeug an beiden Längsseiten Verkleidungselemente aufweist. Sollten die Schwellen innerhalb der Palette seitlich verrutschen werden diese trotzdem sicher innerhalb des

Schwellentransportfahrzeuges und somit im Lichtraumprofil gehalten.

[15] Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass das

Transportfahrzeug oberhalb der oberen Ladeebene eine tragende

Förderebene aufweist, in der zumindest ein Längsförderband zum Transport von Schüttgut angeordnet ist. Dadurch kann zusätzlich bei einem

Schwellenaustausch auch Schüttgut zu- bzw. abgeführt werden.

[16] In einer vorteilhaften Ausprägung ist an der dem Übergabebereich

gegenüberliegenden Stirnseite eine Hebe-/Senkvorrichtung zum Heben bzw. Senken einer Palette von einer Ladeebene in die andere Ladeebene angeordnet. Dadurch wird beim Entladen von Neuschwellen bzw. beim Beladen mit Altschwellen ein Weitertransport der Paletten über beide

Ladeebenen hinweg ermöglicht. Auf diese Weise sind beide Ladeebenen für eine Neuschwellenanlieferung bzw. einen Altschwellenabtransport nutzbar.

[17] Eine weitere Steigerung der Ladekapazität wird vorteilhafterweise dadurch erreicht, dass das Transportfahrzeug wenigstens zwei Wagenrahmen umfasst, die gelenkig miteinander verbunden sind, dass jedem

Wagenrahmen ein eigener Ladebereich zugeordnet ist und dass die

Ladebereiche mit einem Übergabebereich gekoppelt sind, in welchen die jeweiligen Führungen und die jeweiligen Schiebeeinrichtungen hineinragen, um die Paletten über beide Ladebereiche hinweg in Längsrichtung

weiterzuschieben. Durch eine solche gelenkige Aneinanderreihung mehrerer Wagenrahmen kann die Ladekapazität flexibel angepasst werden. Die maximale Länge der Wagenrahmen ist dabei durch einen durchfahrbaren Mindestgleisradius und ein einzuhaltendes Lichtraumprofil vorgegebenen.

[18] Das erfindungsgemäße Verfahren zur Bereitstellung neuer Schellen bzw. zur Aufnahme alter Schwellen mittels eines Schwellentransportfahrzeugs sieht vor, dass im Übergabebereich die in der einen Ladeebene

weitergeschobenen Paletten mit neuen Schwellen vom

Schwellentransportfahrzeug an das Belade-/Entladefahrzeug übergeben werden und dass in der anderen Ladeebene Paletten mit alten Schwellen vom Belade-/Entladefahrzeug an das Schwellentransportfahrzeug übergeben werden. Auf diese Weise erfolgt eine fließbandmäßige Versorgung mit Neuschwellen bzw. ein ebensolcher Abtransport von Altschwellen.

[19] In einer günstigen Weiterbildung des Verfahrens werden mittels einer an der dem Übergabebereich gegenüberliegenden Stirnseite angeordneten Hebe- /Senkvorrichtung Paletten von einer Ladeebene in die andere Ladeebene gehoben bzw. abgesenkt. Damit werden beide Ladeebenen in eine rotationsmäßige Versorgung mit Neuschwellen bzw. Aufnahme von

Altschwellen einbezogen. Die Paletten bewegen sich dabei auf den

Ladeebene in entgegengesetzten Richtungen, wobei mittels der Hebe- /Senkvorrichtung eine Weitergabe zwischen den Ladeebenen erfolgt.

[20] Dabei ist es sinnvoll wenn das Schwellentransportfahrzeug während einer Palettenübergabe gemeinsam mit dem Belade-/Entladefahrzeug mit einer vorgegebenen Arbeitsgeschwindigkeit entlang eines Gleises bewegt wird, dessen Schwellen mittels einer Schellentauschvorrichtung getauscht werden. Auf diese Weise erfolgt ein kontinuierlicher Schwellenaustausch, bei dem ein Verlegezug mit gleichmäßiger Geschwindigkeit vorwärts fährt. Ein derartiger Schwellentausch im kontinuierlichen Fließbandverfahren ist besonders effektiv und kostensparend.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

[21] Die Erfindung wird nachfolgend in beispielhafter Weise unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren erläutert. Es zeigen in schematischer

Darstellung:

Fig. 1 Seitenansicht eines Schwellentransportfahrzeugs

Fig. 2 Vorderansicht eines Schwellentransportfahrzeug

Fig. 3 Draufsicht eines Schwellentransportfahrzeug

Fig. 4 Draufsicht auf einen Übergabebereich

Fig. 5 Vereinfachte Schrägansicht eines Übergabebereichs

Fig. 6 Schwellentransportfahrzeug mit Flebe-/Senkvorrichtung

Beschreibung der Ausführungsformen

[22] Die Figuren 1 -3 zeigen verschiedene Ansichten eines

Schwellentransportfahrzeug 1 , welches auf einem Gleis 2 verfahrbar ist. Das Schwellentransportfahrzeug 1 umfasst einen auf Drehgestellen 3

abgestützten Wagenrahmen 4, auf dem seitliche Steher 5 und mit diesen verbundene Quer- und Längsträger 6 angeordnet sind. Mittels dieser tragenden Elemente sind eine untere tragende Ladeebene 7 und eine obere tragende Ladeebene 8 gebildet. In den Ladeebenen 7, 8 sind Paletten 9 in Längsrichtung des Schwellentransportfahrzeugs 1 entlang einer Führung 10 mittels einer Schiebeeinrichtung 11 verschiebbar.

[23] Jede Palette 9 umfasst einen Trägerrahmen 12, welcher auf Längsauflagen 13 abgestützt ist. Die Längsauflagen 13 sind vorteilhafterweise kufenartig ausgebildet und liegen auf Rollengängen 14 der jeweiligen Ladeebene 7,8 auf. Der Trägerrahmen 12 ist zur Aufnahme von Schwellen 15,16 in mehreren übereinander angeordneten Lagen ausgebildet. Fig. 1 zeigt ein Schwellentransportfahrzeug 1 , auf dem sieben Paletten mit neuen Schwellen 15 und bereits eine Palette mit alten Schwellen 16 beladen ist. Bei diesem beispielhaften Beladezustand wurde bereits eine Palette 9 mit neuen

Schwellen 15 weitergegeben und die Palette 9 mit alten Schwellen 16 aufgenommen.

[24] Um ein Verrutschen der Schwellen 15, 16 in Fahrtrichtung zu verhindern, umfasst jede Palette 9 vorne und hinten Begrenzungen 17, die bis zur obersten Lage der Schwellen 15, 16 reichen. Mittels zweier Führungsrollen 18 ist die jeweiligen Palette 9 in der als Längsprofil ausgebildeten Führung 10 geführt. Konkret ist in jeder Ladeebene 7, 8 eine Nut in einer

längsverlaufenden Symmetrieachse 19 des Schwellentransportfahrzeugs 1 angeordnet. Um ein seitliches Verschieben von Schwellen 15, 16 zu verhindern, sind an beiden Längsseiten des Schwellentransportfahrzeugs 1 Verkleidungselemente 30 angeordnet. Diese sind in Fig. 1 und 6 nicht dargestellt, um den inneren Aufbau sichtbar zu machen.

[25] In jeder Ladeebene 7, 8 sind als Schiebeeinrichtung 11 zum Schieben der Paletten 9 entlang der Führung 10 zwei in einer horizontalen Ebene umlaufende Ketten mit Koppelelementen 20 vorgesehen. Die Ketten sind beidseits der Symmetrieachse 19 angeordnet und weisen im Betrieb eine gegengleiche Umlaufrichtung auf. Der jeweils äußere Kettenstrang ist dabei vorübergehend mit den auf der entsprechenden Ladeebene 7, 8 befindlichen Paletten 9 gekoppelt und schiebt diese vorwärts.

[26] Zusätzlich ist jede Palette 9 mit einer ferngesteuert lösbaren

Verriegelungsvorrichtung 21 ausgestattet, welche zur Fixierung der Paletten 9 während einer Transportfahrt ausgelegt ist. Diese kann beispielhaft als Verriegelungsbolzen ausgebildet sein, der die jeweilige Palette 9 sicher fixiert. In einer anderen Variante werden die zwei umlaufenden Ketten in Längsrichtung blockiert, um alle Paletten 9 mittels der Koppelelemente 20 in ihrer Position zu fixieren.

[27] Oberhalb der oberen Ladeebene 8 befinden sich zusätzlich zwei

Längsförderbänder 22 zum Transport von Schüttgut. Somit können ein gleichzeitiges Zubringen von Neuschotter und ein Abtransport von Altschotter erfolgen. Der Altschotter wird beispielsweise in einen an den

Fahrzeugverbund angrenzenden Containerwagen abgeworfen.

[28] Unterhalb des Wagenrahmens 4 ist eine Versorgungseinheit 23 positioniert.

Diese dient sowohl zur Energieversorgung diverser Antriebe 24 für die umlaufenden Ketten, die Längsförderbänder 22 und gegebenenfalls für ein als Triebdrehgestell ausgebildetes Drehgestell 3. Die Antriebe 24 sind zum Beispiel als Hydraulikantriebe ausgebildet, wobei die Versorgungseinheit 23 einen Motor und Hydraulikpumpen umfasst. Alternativ dazu sind elektrische Antriebe 24 vorgesehen. Die Versorgungseinheit 23 umfasst dabei eine Verbrennungsmotor-Generator-Einheit und gegebenenfalls einen

Akkumulator zur Zwischenspeicherung elektrischer Energie. Zudem ist eine zentrale Steuerungseinrichtung 35 vorgesehen, um die einzelnen

Bewegungsabläufe zu koordinieren.

[29] In Fig. 4 sind zwei Ladebereiche 25, die mit einem Übergabebereich 26

gekoppelt sind. Im Übergabebereich 26 erfolgt eine Übergabe der Paletten 9 von einem Ladebereich 25 zum nächsten. Die beiden Ladebereiche 25 befinden sich dabei auf zwei miteinander gelenkig verbundenen

Wagenrahmen 4. Auch am Ende des Schwellentransportfahrzeugs 1 ist ein entsprechender Übergabebereich 26 zu einem Belade-/Entladefahrzeug 34 vorgesehen. Eine problemlose Palettenübergabe ist dabei auch während einer Kurvenfahrt möglich, wenn die beiden Ladebereiche 25 nicht fluchtend ausgerichtet sind.

[30] Die jeweilige Palette 9 wird während der Übergabe durchgehend mit

zumindest einer Führungsrolle 18 in einer Führung 10 geführt, weil die Führung 10 des jeweiligen Ladebereichs 25 in den Übergabebereich 26 hineinragen. Der jeweilige Ladebereich 25 ist dabei als jene Zone

anzusehen, in der während eines Transports zur oder von der Baustelle Paletten 9 gelagert sind. Der jeweilige Übergabebereich 26 überschneidet sich mit Endzonen der gekoppelten Ladebereiche 25 und ist in seiner Längsausdehnung kürzer als eine Palettenlänge.

[31] Auch die jeweilige Schiebeeinrichtung 11 ragt in den Übergabebereich 26, sodass die jeweilige Palette 9 während einer Übergabe durchgehend mit zumindest einer Schiebeeinrichtung 11 gekoppelt ist. Konkret ist bei den beispielhaft als Ketten ausgebildeten Schiebeeinrichtungen 11 der jeweils in einer Förderrichtung 27 bewegte Kettenstrang mit den Paletten 9 gekoppelt. Dabei ist der Abstand zwischen den einzelnen Koppelelementen 20 der jeweiligen Kette so gewählt, dass im Übergabebereich 26 ein gleichmäßiges Weiterschieben der Paletten 9 erfolgt. Ausgebildet sind die Koppelelemente 20 beispielsweise als Kettengliedfortsätze, die lediglich in Förderrichtung 27 an Mitnahmestellen der Paletten 9 angreifen. Dabei wird die jeweilige Palette 9 zunächst vom abgebenden Ladebereich 25 mittels am hinteren

Palettenende 28 angreifenden Koppelelementen 20 in den Übergabebereich 26 geschoben. In weiterer Folge wird die Palette 9 mit am vorderen

Palettenende angreifenden Koppelelementen 20 in den aufnehmenden Ladebereich 25 gezogen. Sinnvollerweise sind zusätzlich an jeder Palette 9 Pufferelemente 31 angeordnet, mittels derer eine Palette 9 von einer nachgereihten Palette 9 in Förderrichtung 27 weitergeschoben wird.

[32] Durch die gelenkige Verbindung mehrerer Wagenrahmen 4 mittels eines jeweiligen Verbindungsgelenks 32 ist die Transportkapazität des

Schwellentransportfahrzeugs 1 an eine vorliegende Baustellensituation anpassbar. Dabei ist das Schwellentransportfahrzeug 1 in einen

Fahrzeugverbund integrierbar, um unterschiedliche Nutzungsvarianten abzudecken.

[33] Ein vorteilhaftes Verfahren wird mit Bezug auf Fig. 6 erläutert. Dabei ist an einer hinteren Stirnseite des Schwellentransportfahrzeugs 1 ein Hebe- /Senkvorrichtung 33 angeordnet. Diese kann als einfache Hebebühne ausgebildet sein. An der vorderen Stirnseite ist ein Belade-/Entladefahrzeug 34 angekoppelt. Dieses umfasst ebenfalls Ladeebenen 7, 8, über die Schwellen 15, 16 zu einer nicht dargestellten Schwellenablagevorrichtung bzw. von einer Schwellenaufnahmevorrichtung befördert werden. Alternativ dazu kann eine kranartige Belade-/Entladevorrichtung direkt im Übergabebereich Neuschwellen 15 von einer unteren Palette 9 entnehmen, anschließend Altschwellen 16 auf der Palette 9 ablegen und die Palette 9 auf die obere Ladeebene 8 heben.

[34] Zu Arbeitsbeginn sind beide Ladeebenen 7, 8 des

Schwellentransportfahrzeugs 1 mit Neuschwellen 15 beladen. Das Belade- /Entladefahrzeug 34 entnimmt eine Palette 9 mit Neuschwellen 15 aus der unteren Ladeebene 7. Dabei schiebt die Schiebeeinrichtung 11 der unteren Ladeebene 7 Paletten 9 in Förderrichtung 27 nach. An der hinteren Stirnseite wird dadurch ein Palettenplatz frei. Auf diesen wird aus der oberen

Ladeebene 8 eine Palette 9 mittels Hebe- und Senkvorrichtung 33

abgesenkt.

[35] Im selben Arbeitszyklus werden Paletten 9 in der oberen Ladeebene 8 nach hinten geschoben und im Übergabebereich 26 erfolgt eine Übergabe einer mit Altschwellen 16 bestückten Palette 9 vom Belade-/Entladefahrzeug 34 auf das Schwellentransportfahrzeug 1. Der Arbeitszyklus wird wiederholt, bis beide Ladeebenen 7, 8 vollständig mit Altschwellen 16 beladen sind. Dabei kann bei Bedarf die Förderrichtung 27 auch umgekehrt sein, sodass

Neuschwellen 15 von der oberen Ladeebene 8 auf das Belade- /Entladefahrzeug 34 übergeben werden.

[36] Über Sensoren werden Bewegungen der Paletten 9 erfasst und an der

zentralen Steuerungseinrichtung 35 zugeführt. Die Steuerungseinrichtung 35 ist dabei zur automatisierten Koordination der einzelnen Bewegungsabläufe eingerichtet. Während eines Arbeitseinsatzes erfolgt eine kontinuierliche Vorwärtsfahrt, die auf die Arbeitsgeschwindigkeit der

Schwellenablagevorrichtung bzw. der Schwellenaufnahmevorrichtung abgestimmt ist. Auf diese Weise bewegt ich das Schwellentransportfahrzeug 1 im Verband mit einem Verlegezug entlang des Gleises 2.

[37] Vor einem Arbeitseinsatz wird das Schwellentransportfahrzeug 1 an einem Lagerort mit Paletten 9 beladen, die mit neuen Schwellen 15 bestückt sind. Auch dieser Vorgang erfolgt sinnvollerweise nach dem beschriebenen Rotationsprinzip unter Verwendung einer stirnseitigen Hebe- und

Senkvorrichtung 33. In entsprechender Weise erfolgt ein Entladevorgang nach einem Abtransport der alten Schwellen 15. Auch am Lagerort kann eine Schwellentransportfahrzeug 1 kombinierte Entladung von Altschwellen 15 und Beladung von Neuschwellen 16 sinnvoll sein, wenn mehrere

Arbeitseinsätze hintereinander erfolgen.

[38] In einer einfachen Variante umfasst das Schwellentransportfahrzeug 1 keine Hebe- und Senkvorrichtung 33. Dann ist vor einem Arbeitseinsatz nur eine Ladeebene 7, 8 mit Paletten 9 beladen, die mit Neuschwellen 15 bestückt sind. Im Zuge des fließbandmäßigen Entladens der Neuschwellen 15 auf der Baustelle wird die andere Ladeebene 8, 7 mit Altschwellen 16 beladen.

Anschließend erfolgt ein Transport zu einem Lagerort, wo die Altschwellen 16 abgeladen werden.

[39] In einer weiteren Variante kann das Schwellentransportfahrzeug 1 aus

mehreren Fahrzeugeinheiten mit jeweils eigenem Fahrantrieb 24

zusammengesetzt sein. Zwischen solchen Fahrzeugeinheit kann ein

Verbindungsgelenkt 32 zur Übertragung von Zugkräften entfallen. Das erhöht die Flexibilität bei der Materiallogistik. Lediglich während einer

Palettenbeförderung in den Ladeebenen 7, 8 sind die Fahrzeugeinheiten aneinandergereiht und fahren gemeinsam in Arbeitsrichtung. Dabei sind die Fahrzeugeinheiten über Funkverbindungen aufeinander abgestimmt.

Ansonsten sind die Fahrzeugeinheiten separat verfahrbar. in gleicher

Geschwindigkeit verfahren lassen. Sobald ein Schwellentransportfahrzeug 1 mit Altschwellen 16 voll beladen ist, könnte dies sich automatisch aus dem Fahrzeugverbund entfernen und gegen ein mit Neuschwellen 15 beladenes Schwellentransportfahrzeug 1 ausgetauscht werden. Dies hätte bei einer Automatisierung eine größere Flexibilität zur Folge und ein Kuppeln wäre nur bei einer Überstellfahrt bzw. Transportfahrt notwendig.