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Title:
SLIDE RING FOR A GRINDER, AND METHOD FOR PRODUCING THE SLIDE RING
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/145559
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a slide ring (1) for a grinder (2) having a grinding element (20) and a hood (30) covering the grinding element (20) and a slide ring (1) that is attachable to that side of the hood (30) that faces a surface to be machined, wherein the slide ring (1) has a sliding surface intended to slide over the surface to be machined, wherein the slide ring (1) has at least one elastic component (11, 111) and a sliding component (12, 121), wherein the sliding surface is formed on the sliding component (12, 121) and the elastic component (11, 111) is arranged on the opposite side of the sliding component (12, 121) from the sliding surface.

Inventors:
SALOGA, André (Weißenfelser Str. 53, Leipzig, 04229, DE)
STARKE, Werner (Karl-Liebknecht-Str. 88, Leipzig, 04275, DE)
CERANSKI, Torsten (Könneritzstr. 1, Leipzig, 04229, DE)
Application Number:
EP2019/052112
Publication Date:
August 01, 2019
Filing Date:
January 29, 2019
Export Citation:
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Assignee:
MENZER GMBH (Straße des 17. Juni 4, Taucha, 04425, DE)
International Classes:
B24B55/04; B24B7/18; B24B23/02; B24B55/05; B24B55/10
Domestic Patent References:
WO2010087072A12010-08-05
WO2008033377A22008-03-20
Foreign References:
DE102009044554A12011-04-07
EP1925399A22008-05-28
GB877080A1961-09-13
DE202005011659U12005-11-10
DE202015000409U12015-03-16
Attorney, Agent or Firm:
TILMANN, Max W. et al. (König ⋅ Szynka ⋅ Tilmann ⋅ von Renesse, Patentanwalt Partnerschaft mbBMönchenwerther Straße 11, Düsseldorf, 40545, DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Gleitring (1 , 1‘, 1“) für ein Schleifgerät (2) mit einem Schleifelement (20) und einer das Schleifelement (20) abdeckenden Haube (30) und einem an die einer zu bearbeitenden Fläche zugewandten Seite der Haube (30) anbringbaren Gleitring (1 , 1‘, 1“), wobei der Gleitring (1 , 1‘, 1“) eine zum Gleiten an der zu bearbeitenden Fläche vorgesehene Gleitoberfläche aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Gleitring (1 , 1‘, 1“) mindestens eine elastische Komponente (1 1 ) und eine gleitende Komponente (12) aufweist, wobei die Gleitoberfläche an der gleitenden Komponente (12) ausgeführt ist und die elastische Komponente (1 1 ) an der der Gleitoberfläche gegenüberliegenden Seite der gleitenden Komponente (12) angeordnet ist.

2. Gleitring nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die elastische Komponente (1 1 ) aus einem elastisch verformbaren Material besteht oder ein federndes Bauteil enthält.

3. Gleitring nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Gleitring (1 , 1‘) weiterhin eine harte Komponente (10) aufweist und die elastische Komponente (1 1 ) zwischen der gleitenden Komponente (12) und der harten Komponente (10) angeordnet ist.

4. Gleitring nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die gleitende Komponente (12) oder die gleitende Komponente (12) und die harte Komponente (10) die elastische Komponente (1 1 ) vollständig umschließen.

5. Gleitring nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die elastische Komponente (1 1 ) ein Gas, eine Flüssigkeit, ein Gel oder eine Vielzahl von Feststoffpartikeln oder eine Kombination daraus ist.

6. Gleitring nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die gleitende Komponente (12) ein Bereich der Oberfläche der elastischen Komponente (1 1 ) ist, der gegenüber dem Grundwerkstoff der elastischen Komponente (1 1 ) verändert ist, oder eine Beschichtung der elastischen Komponente (1 1 ) mit einem gleitfähigen Material oder eine gleitfähige Folie ist oder durch eine Mehrzahl von kleinen, nicht verformbaren Elementen aus einem gleitfähigem Material realisiert ist.

7. Gleitring nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die elastische Komponente (1 1 ) eine ringförmige Schicht aus einem Polyurethan-Schaumstoff (1 1 1 ) und/oder die gleitende Komponente (12) eine Polyethylen-Folie (121 ) sind.

8. Gleitring nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die harte Komponente (10) ein Ring (101 ) aus einem starren Kunststoff, die elastische Komponente (1 1 ) eine ringförmige Schicht aus einem Polyurethan-Schaumstoff (1 1 1 ) und die gleitende Komponente (12) eine Polyethylen-Folie (121 ) sind, wobei die harte Komponente (10) und die gleitende Komponente (12) die elastische Komponente (1 1 ) vollständig umschließen.

9. Gleitring nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Gleitring (1 , 1‘, 1“) ein Mittel aufweist, das einen Teil einer lösbaren Verbindung des Gleitrings mit einer Haube (30) eines Schleifgeräts bilden kann.

10. Gleitring nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass in der harten Komponente (10) Öffnungen (105) zum Durchtritt von Luft in das Innere des Gleitrings (1 , 1‘, 1“) angeordnet sind.

1 1. Gleitring nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Gleitring (1‘) mindestens zwei voneinander unabhängige oder miteinander lösbar verbundene Ringsegmente (13, 14) aufweist.

12. Verwendung eines Gleitrings (1 , 1‘, 1“) nach einem der Ansprüche 1 bis 1 1 an einem Schleifgerät (2), welches ein Schleifelement (20) und eine das Schleifelement (20) abdeckende Haube (30, 30‘, 30“) aufweist, wobei der Gleitring (1 , 1‘, 1“) an der einer zu bearbeitenden Fläche zugewandten Seite der Haube (30, 30‘, 30“) angeordnet ist.

13. Schleifgerät (2) mit einem Schleifelement (20), einer das Schleifelement (20) abdeckenden Haube (30, 30‘, 30“) und einem an der einer zu bearbeitenden Fläche zugewandten Seite der Haube (30. 30‘, 30“) angeordneten Gleitring (1 , 1‘, 1“), dadurch gekennzeichnet, dass der Gleitring (1 , 1‘, 1“) ein Gleitring nach einem der Ansprüche 1 bis 1 1 ist.

14. Schleifgerät nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Haube (30‘) einen ersten Bereich (35) aufweist, der einen Teil des Umfangs der einer zu bearbeitenden Fläche zugewandten Seite enthält und von anderen Bereichen (36) der Haube (30‘) lösbar ist, wobei der Gleitring (T) ein Gleitring nach Anspruch 1 1 ist und ein Ringsegment (13) des Gleitrings (1‘) an dem ersten Bereich (35) angeordnet ist, wobei die Länge des ersten Bereichs (35) der Haube (30‘) und die Länge des an dem ersten Bereich (35) angeordneten Ringsegments (13) gleich sind.

15. Verfahren zur Herstellung eines Gleitrings (1 , 1‘, 1“) nach einem der Ansprüche 1 bis 1 1 , wobei das Verfahren die folgenden Schritte aufweist: - Einlegen einer gleitfähigen Folie (121 ) in eine Form, wobei die Form einen Innenraum aufweist, dessen Rand zumindest teilweise durch die Folie (121 ) nach deren Einlegen bedeckt ist, und

- Einleiten eines elastischen Materials oder eines Ausgangsmaterials eines elastischen

Materials in den Innenraum der Form über eine oder mehrere Öffnungen in der Form und/oder der Folie (121 ) und Ausbilden eines elastischen Materials, wenn ein Ausgangsmaterial eines elastischen Materials eingeleitet wird.

16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass neben der gleitfähigen Folie (121 ) auch ein Ring (101 ) oder ein Segment eines Rings aus einem starren Material in die Form eingelegt wird, wobei ein Zwischenraum zwischen der Folie (121 ) und dem Ring (101 ) oder dem Segment eines Rings entsteht, und dass das elastische Material oder das Ausgangsmaterial eines elastischen Materials in den Zwischenraum über eine oder mehrere Öffnungen in der Form und/oder der Folie (121 ) und/oder über eine oder mehrere Öffnungen (107) in dem Ring (101 ) oder dem Segment eines Rings eingeleitet wird.

17. Verfahren nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Einleiten des elastischen Materials die eine oder mehreren Öffnungen in der Folie (121 ) und/oder die eine oder mehreren Öffnungen (107) in dem Ring (101 ) oder dem Segment eines Rings mit einem Material derart verschlossen werden, dass das Austreten des elastischen Materials auch unter Druck verhindert wird.

18. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Folie (121 ) aus Polyethylen besteht und das Ausgangsmaterial eines elastischen Materials ein aufschäumbares Material ist und Polyurethan und ein Treibmittel enthält.

19. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass der Ring (101 ) oder das Segment eines Rings aus einem starren Kunststoff und die Folie (121 ) aus Polyethylen bestehen und das Ausgangsmaterial eines elastischen Materials ein aufschäumbares Material ist und Polyurethan und ein Treibmittel enthält.

20. Verfahren nach einem der Ansprüche 15 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass abschließend über den Gleitring (1 , T, 1“) überstehende Bereiche der Folie (121 ) entfernt werden.

Description:
Gleitrinq für Schleifqerät und Verfahren zur Herstellung des Gleitrinqs

Die Erfindung betrifft einen Gleitring für ein Schleifgerät mit einem Schleifelement und einer das Schleifelement abdeckenden Haube, wobei der Gleitring dazu vorgesehen ist, an der einer zu bearbeitenden Fläche zugewandten Seite der Haube angebracht zu werden. Ferner betrifft die Erfindung ein solches Schleifgerät und ein Verfahren zur Herstellung eines solchen Gleitrings.

Schleifgeräte weisen ein Schleifelement auf, das an mindestens einer Fläche mit einem Schleifmittel versehen ist, wobei das Schleifelement beweglich in einem Kopfteil des Schleifgeräts angeordnet ist. Das Schleifelement wird oftmals als Schleifteller, Schleifplatte oder Schleifschuh bezeichnet und kann drehende oder exzentrische Bewegungen ausführen. Insbesondere im Baugewerbe, aber auch im privaten Bereich, werden so genannte Trockenbauschleifer eingesetzt, deren Kopfteil schwenkbar an einer Halterung angebracht ist. Um die Emission von Staub zu verringern, ist der Kopfteil vieler Schleifgeräte mit einer Haube oder Abdeckung versehen, welche einen Anschluss für eine Saugvorrichtung aufweist, so dass während des Betriebes des Schleifgeräts der entstandene Schleifstaub mittels der Saugvorrichtung aus dem Inneren der Haube abgesaugt werden kann. Die Saugvorrichtung kann darüber hinaus auch zur Erzeugung eines Unterdrucks verwendet werden, welcher eine Haftung des Kopfteils an einer zu schleifenden Fläche bewirkt. Dies ist besonders bei der Bearbeitung von Raumdecken oder großen Wandflächen von Vorteil, bei denen der Nutzer des Schleifgeräts durch die Haftung nicht mehr das gesamte Gewicht des Schleifgeräts tragen muss. Solch ein Schleifgerät ist beispielsweise aus der DE 20 2005 01 1 659 U1 bekannt. Um eine gute Dichtheit der Haube gegenüber der Umgebung und gleichzeitig ein leichtes Gleiten des Schleifgeräts über die zu bearbeitende Fläche zu erreichen, weist das dort beschriebene Schleifgerät einen Gleitring auf, der am der zu bearbeitenden Fläche zugewandten Rand der Haube angebracht ist, über die zu bearbeitende Fläche gleitet und den Spalt zwischen der Haube und der zu bearbeitenden Fläche weitestgehend oder vollständig verschließt. Die Haube, und damit auch der Gleitring, und das Schleifelement sind relativ zueinander verstellbar, so dass der vordere Rand des Gleitrings und die Vorderseite des Schleifelements in eine miteinander fluchtende Lage gebracht werden können. Der Gleitring besteht aus einem gleitfähigen, massiven und starren Material, so dass er beim Arbeiten mit dem Schleifgerät formstabil bleibt. Dadurch kann jedoch bei Unebenheiten der zu schleifenden Fläche die Dichtheit der Haube nicht mehr gewährleistet werden, so dass es zum Abfall des Unterdrucks und der damit erzeugten Haltekraft des Schleifgeräts an der zu bearbeitenden Fläche kommt. Das führt häufig zum Abfallen des Schleifgeräts von der zu bearbeitenden Fläche.

Aus der DE 20 2015 000 409 U1 ist ein Schleifgerät ähnlicher Bauweise bekannt, das jedoch ein um den gesamten Umfang der Haube geführtes elastisches Dichtprofil aufweist. Das Dichtprofil ist vorzugsweise als Silikonlippe ausgeführt. Damit wird ein dichter Abschluss der Haube auch auf einem unebenen Untergrund gewährleistet. Jedoch weisen die beschriebenen Dicht- bzw. Silikonringe nur ungenügende Gleiteigenschaften auf. Um das Gleiten der Absaughaube auf der zu bearbeitenden Fläche zu ermöglichen bzw. um deren Festsaugen zu vermeiden, darf der in der Absaughaube bestehende Unterdrück daher nicht zu hoch sein. Dieser Unterdrück ist allerdings nicht ausreichend, um eine Haltekraft zu bewirken, die insbesondere bei Überkopfarbeiten das Gewicht des Kopfteils der Schleifmaschine nicht nur teilweise, sondern vollständig an der zu schleifenden Fläche hält.

Herkömmliche Dicht- bzw. Gleitringe für Absaughauben verfügen insofern nicht über eine hohe Gleitfähigkeit in Verbindung mit einer hinreichend ausgeprägten Elastizität, um einen konstanten luftdichten Abschluss der Absaughaube auf unebenen zu schleifenden Flächen zu gewährleisten. Dieser dichte Abschluss ist jedoch erforderlich, damit Schleifgeräte mit Absaughauben ihr eigenes Gewicht auch bei der Bearbeitung von unebenen Flächen zuverlässig an der zu bearbeitenden Fläche halten, um somit dem Verwender eine deutliche Arbeitserleichterung zu verschaffen.

Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Gleitring sowie ein Schleifgerät mit einem solchen Gleitring bereitzustellen, mit dem die Nachteile des Standes der Technik vermieden oder verringert werden können. Darüber hinaus soll ein Verfahren zur Herstellung eines solchen Gleitrings bereitgestellt werden. Diese Aufgabe wird gelöst durch einen Gleitring, ein Schleifgerät und ein Verfahren zur Herstellung des Gleitrings gemäß der unabhängigen Ansprüche. Vorteilhafte Weiterbildungen und bevorzugte Ausführungsformen finden sich in den Unteransprüchen und der hiernachfolgenden Beschreibung.

Der erfindungsgemäße Gleitring für ein Schleifgerät mit einem Schleifelement und einer das Schleifelement abdeckenden Haube, auch Treibtellerabdeckung, Treibtellergehäuse oder Schleifkopfabdeckung genannt, ist an die einer zu bearbeitenden Fläche zugewandten Seite der Haube anbringbar. Der Gleitring weist eine zum Gleiten an der zu bearbeitenden Fläche vorgesehene Gleitoberfläche auf. Der Gleitring weist mindestens eine elastische Komponente und eine gleitende Komponente auf, wobei die Gleitoberfläche an der gleitenden Komponente ausgeführt ist und die elastische Komponente an der der Gleitoberfläche gegenüberliegenden Seite der gleitenden Komponente angeordnet ist. Die gleitende Komponente gewährleistet das Gleiten des Gleitrings bzw. des Schleifgeräts über die zu bearbeitende Fläche trotz der durch den Unterdrück auf den Gleitring wirkenden und den Gleitring abdichtenden Kräfte. Dies wird durch die günstigen Reibwerte, d.h. die Haft- und Gleitreibungskoeffizienten, der gleitenden Komponente realisiert. Die elastische Komponente ist elastisch verformbar und dient der Anpassung des Gleitrings an vorhandene Unebenheiten der zu bearbeitenden Fläche. Im Montagefall, d.h. wenn der Gleitring an der Haube montiert ist, ist die gleitende Komponente mindestens an der der zu bearbeitenden Fläche zugewandten Seite des Gleitrings angeordnet.

Der Vorteil des erfindungsgemäßen Gleitrings besteht in dessen ausgeprägter Gleitfähigkeit in Verbindung mit seiner Eigenschaft, die Haube zuverlässig gegen den Eintritt unerwünschter Falschluft abzudichten. Dadurch kann ein relativ konstanter Unterdrück im Inneren der Absaughaube sichergestellt werden, der wiederum eine stabile Haltekraft bewirkt, die das Schleifgerät bzw. dessen Kopfteil dann zuverlässig an der zu schleifenden Fläche hält.

Die elastische Komponente sowie die gleitende Komponente sind vorzugsweise im Verbund (also gemeinsam) lokal elastisch verformbar, so dass sich die Form des Gleitrings örtlich flexibel an die zu bearbeitende Fläche anpasst. Damit ist die Dichtheit der Haube auch bei einer nicht ganz ebenen zu bearbeitenden Fläche gegeben, so dass ein stabiler Ansaugeffekt gewährleistet werden kann, der jederzeit groß genug ist, um das Gewicht des Schleifgeräts an der zu bearbeitenden Fläche, bspw. an einer Raumdecke, zu halten. Dank der verbesserten Abdichtung der Haube werden auch geringere Reserven der Ansaugkräfte, welche durch die Saugvorrichtung während des Betriebes des Schleifgeräts erzeugt werden, benötigt. Dadurch wird der Gleitring weniger stark an die zu schleifende Fläche gedrückt, was in einem deutlich besseren Gleitverhalten resultiert, d.h. der Nutzer des Schleifgeräts muss weniger Kraft aufwenden, um das Schleifgerät auf der zu bearbeitenden Fläche hin und her zu bewegen. Darüber hinaus ist durch die Stabilisierung des Ansaugeffekts ein geringeres Maß an Konzentration des Nutzers des Schleifgeräts sowie ein geringerer Regelaufwand zur Regelung von Fremdluft notwendig als im Stand der Technik.

Vorzugsweise weist die elastische Komponente ein elastisch verformbares Material, wie beispielsweise einem Gummi, einem Elastomere oder einem Schaumstoff, insbesondere bevorzugt einem Schaumstoff aus gummielastischen Materialien, vorzugweise aus Kunststoff, auf und besteht insbesondere bevorzugt aus einem elastisch verformbaren Material, wie beispielsweise einem Gummi, einem Elastomer oder einem Schaumstoff, insbesondere bevorzugt einem Schaumstoff aus gummielastischen Materialien, vorzugweise aus Kunststoff oder enthält ein federndes Bauteil oder mehrere federnde Bauteile, welches bzw. welche bspw. aus Kunststoff oder Metall gefertigt sein können.

In einer bevorzugten Ausführungsform weist die elastische Komponente und/oder die gleitende Komponente oder eine aus der elastischen Komponente und einer unmittelbar an die elastische Komponente angrenzenden gleitenden Komponente gebildete Baugruppe eine Stauchhärte von weniger als 120 kPa, insbesondere bevorzugt von weniger als 100 kPa und insbesondere bevorzugt von weniger als 80 kPa auf. In einer bevorzugten Ausführungsform weist die elastische Komponente und/oder die gleitende Komponente oder eine aus der elastischen Komponente und einer unmittelbar an die elastische Komponente angrenzenden gleitenden Komponente gebildete Baugruppe ein E-Modul von weniger als 1 1 .000 MPa, insbesondere bevorzugt von weniger als 10.000 MPa und insbesondere bevorzugt von weniger als 9.000 MPa auf.

In einer besonderen Ausführungsform weist der Gleitring weiterhin eine harte Komponente auf. Diese kann als Widerlager für die elastische Komponente dienen, wenn diese elastisch verformt wird. Die harte Komponente ist im Montagefall an der der Haube zugewandten Seite des Gleitrings, d.h. an der von der zu bearbeitenden Fläche abgewandten Seite der elastischen Komponente, angeordnet.

Weist der Gleitring keine harte Komponente auf, so kann ein Teil der Haube als Widerlager für die elastische Komponente dienen.

In einer Ausführungsform wird die elastische Komponente nur an einem Teil ihrer Außenseite, d.h. entlang ihres Umfangs in einem Querschnitt durch den Gleitring, von der gleitenden Komponente oder der gleitenden Komponente und der harten Komponente umschlossen. Das heißt, dass die gleitende Komponente bspw. nur an der im Montagefall der zu bearbeitenden Fläche gegenüberliegenden Oberfläche der elastischen Komponente angeordnet ist, nicht jedoch an Seiten der elastischen Komponente. Auch eine Anordnung der gleitenden Komponente an der der zu bearbeitenden Fläche gegenüberliegenden Oberfläche der elastischen Komponente und an je einem Teilbereich der Seitenflächen der elastischen Komponente, wobei die beiden Teilbereiche jeweils an die der zu bearbeitenden Fläche gegenüberliegenden Oberfläche der elastischen Komponente angrenzen, ist möglich.

Vorzugsweise jedoch wird die elastische Komponente vollständig von der gleitenden Komponente oder der gleitenden Komponente und der harten Komponente umschlossen. Da die gleitende Komponente oder die gleitende Komponente und die harte Komponente damit einen geschlossenen Raum im Inneren bzw. zwischen ihnen bilden, kann die elastische Komponente in diesem Fall neben den oben genannten Ausführungsformen auch ein Gas, eine Flüssigkeit, ein Gel oder eine Vielzahl von Feststoffpartikeln oder eine Kombination daraus sein. Insbesondere bevorzugt weist die elastische Komponente jedoch kein Gas auf.

Vorzugsweise ist die gleitende Komponente ein Bereich der Oberfläche der elastischen Komponente, der gegenüber dem Grundwerkstoff der elastischen Komponente verändert ist, oder eine Beschichtung der elastischen Komponente mit einem gleitfähigen Material oder eine gleitfähige Folie oder ist durch eine Mehrzahl von kleinen, jeweils nicht verformbaren Elementen aus einem gleitfähigen Material realisiert. Ein veränderter Oberflächenbereich, eine Beschichtung oder die Realisierung durch eine Mehrzahl von nicht verformbaren Elementen sind selbstverständlich nur bei einer festen Ausführung der elastischen Komponente durch ein elastisch verformbares Material oder ein federndes Bauteil möglich, während die Ausführung der gleitenden Komponente als gleitfähige Folie jederzeit realisierbar ist. Die gleitfähige Folie im Sinne der Anmeldung umfasst dabei sowohl Folien, welche vollständig aus einem gleitfähigen Material bestehen, als auch Folien, deren der zu bearbeitenden Fläche zugewandte Oberfläche (die Gleitoberfläche) mit einem gleitfähigen Material beschichtet ist.

Gleitfähige Materialien, die zur Bildung der gleitenden Komponente oder zu Teile der gleitenden Komponente verwendet werden können, sind beispielsweise Polyethylen (PE), insbesondere bevorzugt ultrahochmolekulares Polyethylen (PE-UHMW) oder Polytetrafluorethylen (PTFE), Polyolefin, Grafit, Polypropylen (PP) oder Polyamid (PA).

Ein veränderter Oberflächenbereich der elastischen Komponente kann bspw. die im Fertigungsprozess ausgebildete äußere Verhautung eines als elastische Komponente eingesetzten Polyethylen-Schaums sein.

In einer bevorzugten Ausführungsform ist die gleitende Komponente aus einem anderen Material als die elastische Komponente.

Die Gleitoberfläche der gleitenden Komponente hat insbesondere bevorzugt einen dynamischen Reibungskoeffizient von weniger als 0,5, insbesondere bevorzugt von weniger als 0,4, insbesondere bevorzugt von weniger als 0,35, insbesondere bevorzugt von weniger oder gleich 0,3. Die Gleitoberfläche der gleitenden Komponente hat insbesondere bevorzugt einen dynamischen Reibungskoeffizient von mehr als 0,05, insbesondere bevorzugt von mehr als 0,1 , insbesondere bevorzugt von mehr oder gleich 0,15. Der dynamische Reibungskoeffizient wird insbesondere bevorzugt nach der Prüfnorm ISO (IEC) 7148-2 oder nach der Prüfnorm ASTM D 3702 bestimmt. Insbesondere bevorzugt wird der dynamische Reibungskoeffizient auf einem Stift-Scheibe-Teststand ermittelt, dessen Versuchsaufbau sich an die Vorgaben der ISO 7148-2 anlehnt. Dazu wird ein Stift mit Durchmesser 6mm aus dem zu prüfenden Material mit 3 MPa auf eine rotierende C35 Stahlscheibe, Durchmesser 160mm, Rauhigkeit Ra = 0,7 - 0,9 pm gedrückt. Die Scheibe läuft mit einer Geschwindigkeit von 0,33 m/s über eine Distanz von 28.000 Metern. Der dynamische Gleitreibungskoeffizient wird aus den Durchschnittswerten von drei Probekörpern zwischen 10 und 28 km Laufstrecke ermittelt.

In einer bevorzugten Ausführungsform hat die gleitende Komponente eine Dicke von weniger als 1 mm, insbesondere bevorzugt von weniger als 0,5 mm, insbesondere bevorzugt von weniger als 0,35 mm insbesondere bevorzugt von weniger als 0,1 mm insbesondere bevorzugt von weniger als 0,05 mm. Die gleitende Komponente kann beispielsweise eine PTFE-Beschichtung auf die elastische Komponente mit einer Schichtstärke von 0,01 bis 0,04 mm sein. Die gleitende Komponente kann beispielsweise auch aus PE gefertigt sein und eine Schichtdicke von 0,1 bis 0,3 mm haben.

In einer besonders bevorzugten Ausführungsform weist der Gleitring eine harte Komponente auf, die ein Ring aus einem starren Kunststoff ist, während die elastische Komponente eine ringförmige Schicht aus einem Polyurethan-Schaumstoff und die gleitende Komponente eine Polyethylen-Folie sind, wobei die harte Komponente und die gleitende Komponente die elastische Komponente vollständig oder teilweise umschließen.

Vorzugsweise weist der Gleitring ein Mittel auf, das Teil einer lösbaren Verbindung des Gleitrings mit einer Haube eines Schleifgeräts bilden kann. Damit wird die Austauschbarkeit des Gleitrings, welche bspw. durch Verschleiß der gleitenden Komponente oder der elastischen Komponente erforderlich wird, oder der Ersatz des erfindungsgemäßen Gleitrings durch andere Komponenten, z.B. einen Bürstenkranz, in Anwendungsfällen, bei denen die andere Komponente besser geeignet ist, gewährleistet. Solche Mittel sind beispielsweise Schnapphaken, Klettverschlüsse, lösbare Klebeverbindungen, Magnet-, Klemm-, Schraub- oder Steckverbindungen bzw. entsprechende Gegenstücke zu den genannten Mitteln, wenn die Mittel in der Haube des Schleifgeräts angeordnet sind. So kann der Gleitring bspw. Hinterschnitte in der harten Komponente zum Einrasten von Schnapphaken, welche an der Haube ausgebildet sind, aufweisen. Zur Herstellung der Verbindung des Gleitrings mit der Haube wirken die Mittel des Gleitrings dabei mit entsprechenden Mitteln oder Elementen der Haube des Schleifgeräts zusammen. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind in der harten Komponente Öffnungen zum Durchtritt von Luft in das Innere des Gleitrings und somit im Montagezustand in das Innere einer Haube eines Schleifgeräts angeordnet. Damit können Falschluftöffnungen und/oder Regelventile zur Regelung der Falschluftzufuhr in der Haube des Schleifgeräts zumindest teilweise eingespart werden. Die Öffnungen sind vorzugsweise gleichmäßig über den Umfang des Gleitrings verteilt.

Vorzugsweise bildet der Gleitring einen durchgängigen Ring. In einer anderen bevorzugten Ausführungsform weist der Gleitring mindestens zwei voneinander unabhängige oder miteinander lösbar verbundene Ringsegmente auf. Dabei kann bspw. ein Ringsegment ein Viertel des Ringumfangs des Gleitrings beschreiben, während ein zweites Ringsegment drei Viertel des Ringumfangs abbildet. Diese Ausführungsform ermöglicht, insbesondere bei einer gleichartig aufgeteilten Haube eines Schleifgeräts, ein randnahes Schleifen der zu bearbeitenden Fläche, bspw. in den Randbereichen oder Ecken einer Raumdecke, in denen die Raumdecke an eine seitliche Wand anstößt, oder in Bereichen, in denen in der Raumdecke oder einer Wand hervorstehende Elemente, z.B. Stuckverzierungen, angeordnet sind.

Die Gleitoberfläche des erfindungsgemäßen Gleitrings ist insbesondere bevorzugt ringförmig. Dabei kann die Gleitoberfläche kreisringförmig ausgeführt sein. Es sind aber auch andere ringförmige Geometrien für die Gleitoberfläche denkbar, beispielsweise dreieckförmige oder ellipsenringförmige.

Die Gleitoberfläche ist in einer bevorzugten Ausführungsform eben oder ballig ausgeführt.

In einer bevorzugten Ausführungsform ist die in Richtung einer Normalen zu der Gleitoberfläche gemessene Dicke der gleitenden Komponente des Gleitrings kleiner als die in die gleiche Richtung gemessene Dicke der elastischen Komponente. Insbesondere bevorzugt ist die in Richtung einer Normalen zu der Gleitoberfläche gemessene Dicke der elastischen Komponente des Gleitrings um mehr als den Faktor 2, insbesondere bevorzugt um mehr als den Faktor 5, insbesondere bevorzugt um mehr als den Faktor 10, insbesondere bevorzugt um mehr als den Faktor 15, insbesondere bevorzugt um mehr als den Faktor 20, insbesondere bevorzugt um mehr als den Faktor 25, insbesondere bevorzugt um mehr als den Faktor 30 dicker als die in die gleiche Richtung gemessene Dicke der gleitenden Komponente.

Der erfindungsgemäße Gleitring wird vorzugsweise an einem Schleifgerät, welches ein Schleifelement und eine das Schleifelement abdeckende Haube aufweist, verwendet, wobei der Gleitring an der einer zu bearbeitenden Fläche zugewandten Seite der Haube angeordnet ist. Dabei wird unter einem Schleifgerät jede Form von Schleif- oder Poliergerät verstanden, bei denen ein spanendes Werkzeugelement mit einer Haube abgedeckt ist und welches über eine zu bearbeitende Fläche geführt wird, wobei in der Haube ein Unterdrück erzeugt wird, der eine stabile Haltekraft bewirkt, die das Schleifgerät bzw. dessen Kopfteil dann zuverlässig an der zu bearbeitenden Fläche hält.

Ein erfindungsgemäßes Schleifgerät weist ein Schleifelement, eine das Schleifelement abdeckende Haube und einen an der einer zu bearbeitenden Fläche zugewandten Seite der Haube angeordneten erfindungsgemäßen Gleitring auf. In der Haube ist darüber hinaus ein Anschluss für eine Saugvorrichtung ausgebildet, wobei die Saugvorrichtung geeignet ist, während des Betriebs des Schleifgeräts Luft und Schleifstaub aus dem Inneren der Haube abzusaugen.

Vorzugsweise weist die Haube einen ersten Bereich auf, der einen Teil des Umfangs der einer zu bearbeitenden Fläche zugewandten Seite enthält und von anderen Bereichen der Haube lösbar ist, wobei der Gleitring mindestens zwei voneinander unabhängige oder miteinander lösbar verbundene Ringsegmente aufweist, wie oben beschrieben. Dabei ist ein Ringsegment des Gleitrings an dem ersten Bereich der Haube angeordnet, wobei die Länge des ersten Bereichs der Haube und die Länge des an dem ersten Bereich angeordneten Ringsegments des Gleitrings gleich sind. Damit ist ein randnahes Schleifen der zu bearbeitenden Fläche besonders gut möglich.

Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Gleitrings, bei dem die gleitende Komponente eine Folie ist weist die im Folgenden beschriebenen Schritte auf. Zunächst wird eine gleitfähige Folie in eine Form eingelegt, wobei die Form einen Innenraum aufweist, dessen Rand zumindest teilweise durch die Folie nach deren Einlegen bedeckt ist. In einer speziellen Ausführungsform wird darüber hinaus ein Ring oder ein Segment eines Rings aus einem starren Material eingelegt. Anschließend wird ein elastisches Material oder ein Ausgangsmaterial eines elastischen Materials in den Innenraum der Form und - in der speziellen Ausführungsform - in einen Zwischenraum zwischen der Folie und dem Ring bzw. dem Segment eines Rings bzw. zwischen die Folie und den Ring bzw. das Segment eines Rings über eine oder mehrere Öffnungen in der Form und/oder der Folie und/oder - in der speziellen Ausführungsform - in dem Ring bzw. dem Segment eines Rings eingeleitet. Bei dem elastischen Material kann es sich bspw. um ein Gas, eine Flüssigkeit, ein Gel oder um Feststoffpartikel, insbesondere bevorzugt eine Vielzahl von Feststoffpartikeln oder eine Kombination daraus handeln. In diesem Fall bilden die Folie oder - in der speziellen Ausführungsform - die Folie und der Ring bzw. das Segment eines Rings eine vollständige oder teilweise Umhüllung des elastischen Materials. Des Weiteren kann das elastische Material ein Gummi oder ein Schaumstoff sein, wobei in diesem Fall ein flüssiges oder gasförmiges Ausgangsmaterial des Gummis oder Schaumstoffs eingeleitet wird, welches im Folgenden thermisch oder anderweitig behandelt wird, so dass das elastische Material im Innenraum der Form bzw. im Zwischenraum zwischen der Folie und dem Ring bzw. dem Segment eines Rings ausgebildet wird. Handelt es sich bei dem elastischen Material bspw. um Schaumstoff, so ist das Ausgangsmaterial ein aufschäumbares Material, welches während oder nach dem Einleiten aufgeschäumt wird, wobei ein Schaumstoff (schaumförmiges Material) entsteht. Im Falle eines leicht austretenden elastischen Materials, kann die Folie und der starre Kunststoffträger vor dem Befüllen mit der elastischen Komponente austrittsicher verbunden werden, beispielsweise durch Verschweißen oder Verleimen. Wiederum anschließend können die eine oder die mehreren Öffnungen mit einem Material verschlossen werden derart, dass das Austreten des elastischen Materials aus dem Gleitring auch unter Druck verhindert wird. Jedoch kann dieser Schritt auch entfallen, wenn das elastische Material ein fester Stoff ist, welcher auch unter Druck nicht durch die eine oder mehreren Öffnungen austritt. Damit liegt ein Verbundbauteil aus der gleitfähigen Folie und dem elastischen Material bzw. - in der speziellen Ausführungsform - aus dem Ring bzw. dem Segment eines Rings, der gleitfähigen Folie und dem dazwischen angeordneten elastischen Material vor. Abschließend werden optional über den Gleitring überstehende Bereiche der Folie entfernt.

Wurde der Gleitring mit dem Verfahren als Ganzes gefertigt, so kann der Gleitring im Anschluss mittels eines Trennschrittes, wie bspw. Trennschleifen, Sägen oder Laserschneiden, noch in mehrere Ringsegmente unterteilt werden. Dies ist selbstverständlich nur für Gleitringe möglich, bei denen die elastische Komponente aus einem festen Material besteht. Bei anderen Materialien, wie Gasen, Flüssigkeiten, Gelen oder Feststoffpartikeln oder Kombinationen daraus, werden die Ringsegmente mit dem beschriebenen Verfahren separat hergestellt und anschließend zu dem Gleitring zusammengesetzt.

Vorzugsweise wird ein Ring bzw. ein Segment eines Rings aus einem starren Kunststoff verwendet, während die Folie aus Polyethylen besteht und das Ausgangsmaterial des elastischen Materials Polyurethan und ein Treibmittel enthält.

Im Nachfolgenden soll die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen und Figuren verdeutlicht werden. Dabei sind die Abmessungen der einzelnen Elemente sowie deren Relation zueinander nicht maßstäblich, sondern nur schematisch widergegeben. Gleiche Bezugszeichen bezeichnen entsprechende gleichartige Bauteile.

Es zeigen:

Fig. 1 eine perspektivische Darstellung einer ersten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Gleitrings,

Fig. 2 eine Draufsicht auf einen Querschnitt entlang der Linie A-A durch den Gleitring der Fig. 1 ,

Fig. 3 eine auseinandergezogene Darstellung der Fig. 2 zur Veranschaulichung der einzelnen Komponenten des Gleitrings, Fig. 4A einen Querschnitt durch die harte Komponente des Gleitrings aus Fig. 1 entlang der Linie B-B,

Fig. 4B einen Querschnitt durch die harte Komponente des Gleitrings aus Fig. 1 entlang der Linie C-C,

Fig. 5A eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Schleifgeräts mit Gleitring in einem Querschnitt,

Fig. 5B ein Detail aus Fig. 5A,

Fig. 6 perspektivische Ansichten einer geteilten Haube und einer zweiten

Ausführungsform des erfindungsgemäßen Gleitrings, bei der der Gleitring geteilt ist,

Fig. 7 einen Ausschnitt eines Querschnitts durch einen Bereich einer weiteren

Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Schleifgeräts mit einer dritten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Gleitrings und

Fig. 8 eine auseinandergezogene Darstellung der Fig. 7 zur Veranschaulichung einer

Haube des Schleifgeräts und der dritten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Gleitrings.

Die Figur 1 zeigt eine perspektivische Darstellung einer ersten Ausführungsform 1 eines erfindungsgemäßen Gleitrings, wobei der Gleitring 1 ein durchgängiger Ring ist und nicht aus mehreren Ringsegmenten besteht. In Figur 2 ist eine Draufsicht auf einem Querschnitt durch den Gleitring 1 entlang der in Fig. 1 dargestellten Linie A-A, während die Figur 3 die einzelnen Komponenten des Gleitrings 1 aus Figur 2 in einer auseinandergezogenen Darstellung zeigt. Die Figuren 4A und 4B zeigen Details der harten Komponente des Gleitrings 1 in Detaildarstellungen von Querschnitten entlang der in Figur 1 dargestellten Schnittlinien B-B und C-C.

Der Gleitring 1 besteht aus einer harten Komponente 10, einer elastischen Komponente 1 1 , welche in der Darstellung der Figur 1 nicht zu sehen ist, und einer gleitenden Komponente 12. Im dargestellten Ausführungsbeispiel besteht die harte Komponente 10 aus einem Kunststoff mit der Bezeichnung PA6 GF 30 (Polyamid 6 mit 30% Glasfaseranteil) und weist einen Ring 101 auf, der wiederum einen ersten Bereich 101 a und einen zweiten Bereich 101 b enthält. Der erste Bereich 101 a erstreckt sich in einem Einbauzustand, d.h. wenn der Gleitring 1 an einer Haube eines Schleifgeräts angebracht ist, im Wesentlichen parallel zu einer Fläche, die mit dem Schleifgerät bearbeitet werden soll. Der zweite Bereich 101 b des Rings 101 erstreckt sich im Wesentlichen senkrecht zu der mit dem Schleifgerät zu bearbeitenden Fläche und dient der Befestigung des Gleitrings 1 mit der Haube. Er grenzt an die Oberseite des ersten Bereichs 101 a an und befindet sich an der inneren Seite des Rings 101 . Beide Bereiche sind im dargestellten Ausführungsbeispiel in einem Stück ausgebildet, d.h. sie sind in einem Fertigungsschritt gemeinsam und in miteinander verbundenem Zustand erzeugt worden. Im eingebauten Zustand befindet sich ein großer Teil des zweiten Bereichs 101 b im Wesentlichen in einem Zwischenraum zwischen einer inneren Wand der Haube und einer äußeren Wand der Haube. Dies wird mit Bezug auf die Figuren 5A und 5B näher erläutert. Der zweite Bereich 101 b weist darüber hinaus eine erste Auflagefläche 101 c, auf der im Montagezustand die innere Wand der Haube aufliegt, und eine zweite Auflagefläche 101 d, auf der im Montagezustand die äußere Wand der Haube aufliegt, auf.

Der Ring 101 ist im Wesentlichen gleichförmig über seinen gesamten Verlauf ausgebildet, weist jedoch an einigen Stellen Besonderheiten auf, auf die im Folgenden näher eingegangen wird.

So sind im dargestellten Beispiel sechs Abdeckelemente 102 entlang der Umfangslinie des Rings 101 angeordnet. Selbstverständlich kann die Anzahl der Abdeckelemente auch größer, bspw. acht, oder kleiner sein. Diese verlängern den zweiten Bereich 101 b nach oben, d.h. in Richtung Haube, und dienen dazu, Öffnungen, die in der inneren Wand der Haube ausgebildet sind, um einen in der inneren Wand der Haube ausgebildeten Bereich mit einem Haken von angrenzenden Bereichen der inneren Wand der Haube zu trennen, zum Zwischenraum hin abzudecken. Damit sind die Abdeckelemente 102 immer an den Stellen des Rings 101 angeordnet, an denen auch jeweils ein Hinterschnitt 103 zur Aufnahme des in der inneren Wand der Haube ausgebildeten Hakens im zweiten Bereich 101 b des Rings ausgebildet ist. Damit bilden die Hinterschnitte 103 Mittel zur lösbaren Verbindung des Gleitrings 1 mit einer Haube eines Schleifgeräts, wobei sie mit an der Haube des Schleifgeräts angeordneten Mitteln, den erwähnten Haken, korrespondieren.

Darüber hinaus sind auf der Oberseite des ersten Bereichs 101 a 24 Verstärkungsrippen 104 ausgebildet, die der Erhöhung der Steifheit des ersten Bereichs 101 a bei auf die Unterseite des Gleitrings 1 aufgebrachten Druckkräften dienen. Die Verstärkungsrippen 104 sind in dem dargestellten Ausführungsbeispiel einstückig mit dem Ring 101 ausgebildet. Selbstverständlich kann die Anzahl der Verstärkungsrippen auch größer oder kleiner sein.

Im Ring 101 sind weiterhin acht Öffnungen 105 zum Fremdlufteinlass ausgebildet, die sich von einer äußeren Seite des zweiten Bereichs 101 b und der Oberseite des ersten Bereichs 101 a zu einer inneren Seite des Rings 101 erstrecken und im dargestellten Fall quaderförmig ausgebildet sind. Selbstverständlich kann die Anzahl der Öffnungen zum Fremdlufteinlass auch größer oder kleiner sein. Über diese Öffnungen 105 strömt während des Betriebs des Schleifgeräts Luft in das Innere der Haube nach, so dass der beim Schleifen entstehende Staub mittels einer Saugvorrichtung abgesaugt werden kann. In Bereichen des Rings 101 , in denen die Öffnungen 105 zum Fremdlufteinlass ausgebildet sind, ist die zweite Auflagefläche 101 d für die äußere Wand der Haube unterbrochen und daher nicht vorhanden, wie dies in Fig. 4A zu sehen ist.

Im zweiten Bereich 101 b sind darüber hinaus vier Kerben 106 ausgebildet, die der Aufnahme von Verbindungswandungen der Haube, welche die innere Wand und die äußere Wand der Haube miteinander verbinden und die Steifheit der Haube verbessern, im Montagezustand des Gleitrings 1 dienen. Im Falle einer teilbaren Haube, bei der ein Teil der Haube, z.B. eine Schleifkopfspitze, vom Rest der Haube abgenommen werden kann, dienen die Verbindungswandungen als Endwandungen, die den Zwischenraum zwischen der inneren Wand der Haube und der äußeren Wand der Haube gegenüber der Umgebung im Montagezustand des Gleitrings 1 abschließen und damit einen Staubschutz realisieren. Bei einer größeren Anzahl von Kerben 106 erhöht sich die Anzahl der Möglichkeiten, den Gleitring 1 in der Haube zu montieren, so dass die Montage weniger Konzentration des Ausführenden erfordert. So ergeben sich bspw. bei 16 Kerben 106 theoretisch acht mögliche Positionen, in denen der Gleitring 1 montiert werden kann, wobei jeweils eine Verdrehung des Gleitrings um 45° zwischen den einzelnen Positionen vorliegt.

Weiterhin sind zwei Öffnungen 107 und 108 im ersten Bereich 101 a des Rings 101 ausgebildet. Diese dienen dem Einleiten eines elastischen Materials bzw. eines Ausgangsmaterials für ein elastisches Material, welches die elastische Komponente 1 1 des Gleitrings bildet, bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zum Erzeugen des Gleitrings bzw. dem Entweichen von überschüssigem elastischen Material bzw. Ausgangsmaterial während des Herstellungsverfahrens. Selbstverständlich kann die Anzahl dieser Öffnungen auch größer oder kleiner sein.

Darüber hinaus sind zwölf Entlüftungslöcher 109 im Ring 101 ausgebildet. Einige davon sind in den Öffnungen 105 zum Fremdlufteinlass angeordnet, andere außerhalb dieser Öffnungen 105. Die Entlüftungslöcher 109 dienen dem Entweichen von Gas aus dem elastischen Material, wenn dieses gebildet wird oder wenn dieses kompressiert wird sowie dem Eintritt von Gas in das elastische Material, wenn sich dieses nach einem Kompressionsvorgang wieder dekomprimiert.

Die genannten Elemente, d.h. die Abdeckelemente 102, die Hinterschnitte 103, die Verstärkungsrippen 104, die Öffnungen 105 zum Fremdlufteinlass, die Kerben 106 und die Entlüftungslöcher 109, sind im dargestellten Ausführungsbeispiel gleichmäßig über den Umfang des Gleitrings 1 verteilt angeordnet, können aber in anderen Ausführungsbeispielen auch ungleichmäßig verteilt angeordnet sein.

Die elastische Komponente 1 1 , die in den Figuren 2 und 3 zu erkennen ist, ist im dargestellten Ausführungsbeispiel ein Schaumstoff 1 1 1 aus Polyurethan. Er ist - abgesehen von den Öffnungen 107 und 108 sowie den Entlüftungslöchern 109 - vollständig von der harten Komponente 10 und der gleitenden Komponente 12 umgeben. Wie in Fig. 3 zu sehen ist, kann ein Schaumstoffüberstand 1 12, der beim Einfüllen des Schaumstoffs bzw. seines Ausgangsmaterials in den Raum zwischen der harten Komponente 10 und der gleitenden Komponente 12 entstanden ist, in einer oder beiden der Öffnungen 107 und 108 vorliegen. Besteht die elastische Komponente 1 1 in anderen Ausführungsbeispielen aus anderen Materialien, wie bspw. einem Gas, einer Flüssigkeit, einem Gel oder losen Feststoffpartikeln, so sind in der harten Komponente 10 keine derartigen Öffnungen, aus denen das Material der elastischen Komponente unter Druck möglicherweise austreten könnte, vorhanden oder werden nach dem Einfüllen des Materials der elastischen Komponente wieder verschlossen.

Die gleitende Komponente 12 besteht im dargestellten Ausführungsbeispiel aus einer Folie 121 aus Polyethylen. Sie weist im Bereich der Bezugslinie des Bezugszeichens 121 in der Fig. 2 eine Gleitoberfläche auf, die zum Gleiten an der zu bearbeitenden Fläche vorgesehen ist. Die elastische Komponente 1 1 ist an der der Gleitoberfläche gegenüberliegenden Seite der gleitenden Komponente 12 angeordnet. Wie insbesondere in Fig. 5B zu erkennen ist, überlappt die Folie 121 den Ring 101 in einem unteren Teil des ersten Bereiches 101 a und ist dort mit diesem durch eine stoffschlüssige Verbindung, welche bspw. mittels Ultraschallschweißen erzeugt wird, verbunden.

Details der harten Komponente 10 werden im Folgenden mit Bezug auf die Figuren 4A und 4B erläutert, wobei Fig. 4A einen Querschnitt durch die harte Komponente 10 an der Stelle einer Öffnung 105 zum Fremdlufteinlass und eines Entlüftungslochs 109 und Fig. 4B einen Querschnitt durch die harte Komponente 10 an der Stelle eines Abdeckelements 102 und einer Verstärkungsrippe 104 zeigen. Die genannten Breiten werden jeweils entlang der in den Figuren angegebenen x-Richtung und die genannten Höhen werden jeweils entlang der in den Figuren angegebenen y-Richtung, welche senkrecht zur x-Richtung verläuft, gemessen, wenn dies nicht anders angegeben ist.

Der erste Bereich 101 a weist eine Breite b1 , gemessen von der einem Schleifelement (Schleifteller) des Schleifgeräts zugewandten inneren Seite zu einer äußeren Seite des Gleitrings, und eine Höhe h1 auf. Darüber hinaus ist in Fig. 4A zu erkennen, dass der erste Bereich 101 a nicht eben, sondern leicht gekrümmt mit einem Radius R verläuft. Dies ist besonders vorteilhaft, um die auf den Gleitring ausgeübte Druckkraft aufzunehmen. Der zweite Bereich 101 b weist an seiner Oberseite eine Breite b2 und an seiner Unterseite eine Breite b3 und eine Höhe h2, gemessen von der Oberseite des ersten Bereiches 101 a aus, auf. An der inneren Seite des zweiten Bereichs 101 b ist die erste Auflagefläche 101 c für die innere Wand der Haube ausgebildet, während auf der äußeren Seite des zweiten Bereichs 101 b die zweite Auflagefläche 101 d für die äußere Wand der Haube ausgebildet ist. Die oberen Kanten des zweiten Bereiches 101 b sind zum besseren Einführen des Gleitrings 1 in die Haube abgerundet und in dem zweiten Bereich 101 b ist ca. mittig zwischen der dem Schleifgerät zugewandten inneren Seite und einer äußeren Seite des zweiten Bereichs 101 b ein Spalt 101 e ausgebildet, der sich von der Oberseite des zweiten Bereichs 101 b erstreckt. Die Höhe des Spaltes 101 e variiert über den Umfang des Rings 101 und ist jeweils so bemessen, dass zwischen der Unterkante des Spaltes 101 e und einer Öffnung 105 zum Fremdlufteinlass oder der Unterseite des ersten Bereiches 101 a immer eine Materialhöhe, die zur Sicherung der mechanischen Stabilität des Rings 101 ausreichend hoch ist, vorliegt.

Die Öffnung 105 zum Fremdlufteinlass verläuft schräg von der Oberseite des ersten Bereichs 101 a zur inneren Seite des Rings 101 und ist quaderförmig ausgebildet. Dabei weist die Öffnung 105 eine Höhe h3, die senkrecht zwischen einer Oberseite der Öffnung 105 und einer Unterseite der Öffnung 105 und damit nicht entlang der y-Richtung gemessen wird, und eine Tiefe, gemessen in eine Richtung, die senkrecht zur Zeichnungsebene verläuft, auf. Das Entlüftungsloch 109 ist im dargestellten Fall mit einem kreisrunden Querschnitt ausgebildet und erstreckt sich von der Oberseite des ersten Bereiches 101 a bis zur Unterseite des ersten Bereiches 101 a.

Das in Fig. 4B dargestellte Abdeckelement 102 ist mit dem zweiten Bereich 101 b verbunden und erstreckt sich von knapp unterhalb des oberen Randes des zweiten Bereichs 101 b aus mit einer Höhe h4 weiter in die Höhe und verlängert damit die innere Seite des zweiten Bereiches 101 b. An seiner Oberseite, die abgerundet ist, weist das Abdeckelement 102 eine Breite b4 auf. Des Weiteren ist in Fig. 4B der Hinterschnitt 103 für einen Haken der Haube im zweiten Bereich 101 b ausgebildet. Der Hinterschnitt 103 weist eine Höhe h6 und eine Breite, die von der inneren Seite des zweiten Bereichs 101 b aus gemessen wird, auf, die ausreichend groß zum sicheren Einhaken des Hakens ist. Das Abdeckelement 102 sowie der Hinterschnitt 103 erstrecken sich über eine Distanz, welche entlang der inneren Umfangslinie des Gleitrings gemessen wird. Wie in Fig. 4B zu sehen ist, vertieft sich der Spalt 101 e in einen ausgedehnteren Bereich, d.h. er ist länger, als dies in Fig. 4A der Fall ist.

Die Verstärkungsrippe 104 ist im Wesentlichen dreieckig ausgebildet und hat eine Höhe h5 und eine Breite b5 sowie eine Stärke, gemessen in eine Richtung senkrecht zur Zeichnungsebene, wobei die Verstärkungsrippe an ihrer dem zweiten Bereich 101 b zugewandten Seite dicker ist als an ihrer Außenseite. Zwischen der Verstärkungsrippe 104 und dem senkrechten Teil des zweiten Bereichs 101 b erstreckt sich die zweite Auflagefläche 101 d und ein Spalt 1 10, der sich nach oben hin leicht verbreitert.

Beispielhafte Abmessungen der einzelnen Elemente des in den Figuren 1 bis 4B dargestellten Gleitrings 1 sind in der Tabelle 1 wiedergegeben. Für andere Ausführungsformen des Gleitrings können die Abmessungen selbstverständlich anders ausgelegt sein.

Tabelle 1

Die Figur 5A zeigt einen Querschnitt durch eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Schleifgeräts 2, wobei die Schnittlinie durch die Rotationsachse eines Schleifelements 20 und eines daran befestigten Schleifmittels 21 verläuft. Dabei entspricht das Schleifgerät 2 im wesentlichen Aufbau den aus dem Stand der Technik bekannten Schleifgeräten, wobei jedoch der erfindungsgemäße Gleitring 1 montiert ist. Figur 5B zeigt den Randbereich des Schleifgeräts 2 in detaillierter Form. Das Schleifgerät 2 enthält eine Haube 30, die das Schleifelement 20 umgibt und abdeckt. An der Haube 30 ist ein Anschluss 31 für eine Verbindung zu einer Saugvorrichtung (nicht dargestellt) vorgesehen, wobei über die Saugvorrichtung Luft und Schleifstaub aus dem Inneren der Haube 30 abgesaugt und gleichzeitig ein Unterdrück im Inneren der Haube 30 erzeugt wird, wodurch das Schleifgerät 2 an der zu bearbeitenden Fläche haftet. Das Schleifgerät weist weiterhin einen Motor 40 auf, der über ein Getriebe 50 das Schleifelement 20 antreibt. Mit einer Haltevorrichtung 60 kann das Schleifgerät 2 manuell gehalten und über die zu bearbeitende Fläche bewegt werden. Am Anschluss 31 für die Verbindung zu einer Saugvorrichtung ist ein Schlauch 70, der mit einer Saugvorrichtung verbunden werden kann, angebracht, über den Luft und Schleifstaub aus der Haube 30 zu einer Saugvorrichtung hin abtransportiert wird.

Figur 5B zeigt den Randbereich des Schleifgeräts 2, der in Figur 5A als Detail D mit einer gestrichelten Linie gekennzeichnet ist. Dabei sind die Haube 30 und der Gleitring an einer Stelle, an der der Gleitring mit einem Haken 331 lösbar mit der Haube 30 verbunden ist, im Querschnitt gezeigt. Dieser Querschnitt entspricht dem Schnitt entlang der Linie A-A durch den Gleitring, wie er in den Fig. 1 bis 3 dargestellt ist. Zu sehen sind damit der Gleitring mit seinen Bestandteilen harte Komponente, weiche Komponente 1 1 sowie gleitende Komponente 12. Die harte Komponente weist im dargestellten Querschnitt den ersten Bereich 101 a und den zweiten Bereich 101 b des Rings, ein Abdeckelement 102, einen Hinterschnitt 103 für einen Haken und eine Öffnung 105 zum Fremdlufteinlass auf. Die Haube 30 weist in ihrem Randbereich eine äußere Wand 32 und eine innere Wand 33 auf, zwischen denen ein Zwischenraum 34 vorliegt. In diesen Zwischenraum ragt der zweite Bereich 101 b des Rings hinein. Die äußere Wand 32 der Haube 30 sitzt in dem dargestellten Querschnitt nicht auf dem Ring des Gleitrings auf, da an dieser Stelle eine Öffnung 105 zum Fremdlufteinlass die zweite Auflagefläche des Rings unterbricht. In anderen Bereichen des Schleifgeräts jedoch sitzt die äußere Wand 32 auf der zweiten Auflagefläche des Rings, die bspw. in Fig. 4B mit dem Bezugszeichen 101 d gekennzeichnet ist auf, wobei die äußere Wand 32 zwischen den vorhandenen Verstärkungsrippen, in den Figuren 1 , 2 und 4B mit dem Bezugszeichen 104 gekennzeichnet, und dem zweiten Bereich 101 b des Rings angeordnet ist. Die innere Wand 33 der Haube 30 ist im dargestellten Querschnitt der Fig. 5B als Haken 331 ausgeführt, dessen unterer Abschnitt 331 a einen verbreiterten Querschnitt aufweist und in den Hinterschnitt 103 hineinragt. Damit realisiert der Haken 331 eine sichere, lösbare Verbindung des Gleitrings mit der Haube 30.

Die Figur 6 zeigt eine perspektivische Darstellung einer geteilten Haube 30‘ im oberen Bereich der Figur und eine perspektivische Darstellung einer zweiten Ausführungsform 1‘ des Gleitrings, bei dem der Gleitring 1‘ ebenfalls geteilt ist, im unteren Bereich der Figur. Geteilt bedeutet in diesem Zusammenhang, dass die Haube 30‘ aus einem ersten Bereich 35 und einem zweiten Bereich 36 und der Gleitring 1‘ aus einem ersten Ringsegment 13 und einem zweiten Ringsegment 14 besteht, die jeweils voneinander lösbar sind. Dabei bildet der erste Bereich 35 der Haube 30‘ in etwa ein Viertel des Umfangs der Haube 30‘ und das erste Ringsegment 13 in etwa ein Viertel des Umfangs des Gleitrings 1‘ ab, während jeweils der zweite Bereich 36 und das zweite Ringsegment 14 Dreiviertel des Umfangs der Haube 30‘ bzw. des Gleitrings 1‘ darstellen. Dabei ist das erste Ringsegment 13 des Gleitrings 1‘ im montierten Zustand mit dem ersten Bereich 35 der Haube 30‘ verbunden, während das zweite Ringsegment 14 des Gleitrings 1‘ mit dem zweiten Bereich 36 der Haube 30‘ verbunden ist. Um eine Fläche in einem Kantenbereich, bspw. am Übergang zwischen einer Raumdecke und einer Wand oder in einer Raumecke, besser bearbeiten zu können, können der erste Bereich 35 der Haube 30‘ sowie das erste Ringsegment 13 des Gleitrings 1‘ abgenommen werden. Der verbleibende zweite Bereich 36 der Haube 30‘ sowie das verbleibende zweite Ringsegment 14 des Gleitrings 1‘ bieten auch weiterhin einen guten Staubschutz und eine, wenn auch etwas verringerte Absaugung von Schleifstaub aus dem Inneren der Haube bei einer Bearbeitung einer Fläche. Lediglich die Haftung des Schleifgeräts durch einen Unterdrück kann bei dieser Form der Bearbeitung nicht gewährleistet werden.

Der erste Bereich 35 der Haube 30‘ weist ein Befestigungselement 37, bspw. einen Haken, auf, der in ein entsprechendes Element des zweiten Bereichs 36 der Haube 30‘, bspw. eine Einrastmulde mit Einrastbrücke, eingeführt und mit diesem fest, aber lösbar verbunden werden kann. Darüber hinaus weist der erste Bereich 35 der Haube 30‘ mehrere Positionierelemente 38, bspw. herausragende Nasen, auf, die mit entsprechenden Elementen des zweiten Bereichs 36 der Haube 30‘ korrespondieren und die korrekte Positionierung des ersten Bereichs 35 in Bezug auf den zweiten Bereich 36 bei der Montage gewährleisten.

Der Gleitring 1‘ und die Haube 30‘ sind ansonsten gleichartig wie die mit Bezug auf die Figuren 1 bis 5B beschriebene erste Ausführungsform 1 des Gleitrings bzw. wie die mit Bezug auf die Figuren 5A und 5B beschriebene Haube 30 ausgebildet. Im dargestellten Ausführungsbeispiel des Gleitrings 1‘ sind im zweiten Ringsegment 14 fünf Abdeckelemente 102 und im ersten Ringsegment 13 ein Abdeckelement 102 ausgebildet, wobei jedes Abdeckelement 102 mit einem Mittel zur lösbaren Verbindung des Gleitrings 1‘ mit der Haube 30‘, bspw. mit einem Haken, wie er in Fig. 5B mit dem Bezugszeichen 331 gekennzeichnet ist, korrespondiert. Selbstverständlich können die Anzahl der Abdeckelemente 102 und damit der Mittel zur lösbaren Verbindung auch anders gewählt oder die Abdeckelemente und Mittel zur lösbaren Verbindung anders auf das erste und das zweite Ringsegment 13, 14 des Gleitrings 1‘ bzw. auf den ersten und den zweiten Bereich 35, 36 der Haube 30‘ verteilt angeordnet sein. So können bspw. im zweiten Ringsegment sechs Abdeckelemente und im ersten Ringsegment zwei Abdeckelemente ausgebildet sein.

Die Figur 7 zeigt einen Querschnitt durch einen Bereich einer anderen Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Schleifgeräts, welches einen Gleitring 1“ gemäß einer dritten Ausführungsform aufweist. In Figur 8 sind eine Haube 30“ des Schleifgeräts und der Gleitring 1“ aus Figur 7 in einer auseinandergezogenen Darstellung gezeigt. Bei der dargestellten weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Schleifgeräts, von dem in den Figuren 7 und 8 nur der Randbereich im Querschnitt dargestellt ist, weist der Gleitring 1“ die elastische Komponente 1 1 , bspw. einen Schaumstoff 1 1 1 , und die gleitende Komponente 12, bspw. eine Folie 121 , auf, nicht jedoch die harte Komponente 10, wie dies bei der ersten Ausführungsform 1 und der zweiten Ausführungsform 1‘, die mit Bezug auf die Figuren 1 bis 5B bzw. 6 beschrieben sind, der Fall ist. Dafür weist eine Haube 30“ dieser Ausführungsform des Schleifgeräts einen Randbereich 39 auf, welcher die Funktion der harten Komponente übernimmt. Der Randbereich 39 erstreckt sich von einem seitlichen Bereich 301 der Haube 30“ aus im Wesentlichen entlang einer Richtung, die parallel zu der zu bearbeitenden Fläche ist. Vorzugsweise erstreckt sich der Randbereich 39 dabei im Wesentlichen von dem seitlichen Bereich 301 nach außen, d.h. in eine Richtung entgegengesetzt zur Richtung, welche zum Schleifelement des Schleifgeräts hin verläuft.

Der Randbereich 39 kann dabei einstückig mit den anderen Bereichen der Haube 30“, insbesondere mit dem seitlichen Bereich 301 , ausgebildet oder fest und unlösbar mit diesen verbunden sein. Jedoch ist es auch möglich, dass der Randbereich 39 lösbar mit den anderen Bereichen der Haube verbunden ist. Dazu kann die Haube beispielsweise ähnlich wie die Haube 30, welche mit Bezug auf die Figuren 5A und 5B beschrieben ist, ausgebildet sein. Insbesondere kann die Haube oder der Randbereich 39 Mittel zur lösbaren Verbindung des Randbereichs 39 mit der Haube aufweisen.

Da der Randbereich 39 als Widerlager für die elastische Komponente 1 1 des Gleitrings 1“ dient, wenn diese elastisch verformt wird, können im Randbereich 39 Verstärkungsrippen ähnlich den mit Bezug auf die erste Ausführungsform 1 und die zweite Ausführungsform 1‘ des Gleitrings beschriebenen Verstärkungsrippen 104 angeordnet sein. Darüber hinaus kann in der Haube 30“ mindestens eine Öffnung 302 zum Fremdlufteinlass ausgebildet sein, wie dies in den Figuren 7 und 8 dargestellt ist. Dabei sind die Öffnungen 302 zum Fremdlufteinlass vorzugsweise angrenzend oder nahe am Randbereich 39 im seitlichen Bereich 301 angeordnet oder können sogar zumindest teilweise im Randbereich 39 ausgebildet sein, wie dies in den Figuren 7 und 8 dargestellt ist. Jedoch können die Öffnungen 302 zum Fremdlufteinlass auch an einer anderen Stelle der Haube 30“ angeordnet werden, wobei sich die Öffnungen 302 zum Fremdlufteinlass jeweils von einer Außenseite der Haube 30“ bis zur Innenseite der Haube 30“ erstrecken.

Die in den Figuren 7 und 8 dargestellte dritte Ausführungsform 1“ des Gleitrings weist neben der elastischen Komponente 1 1 und der gleitenden Komponente 12 noch eine verbindende Komponente 80 auf, welche bspw. ein doppelseitiges Klebeband 801 ist. Die verbindende Komponente 80 dient der Befestigung der elastischen Komponente 1 1 und der mit ihr verbundenen gleitenden Komponente 12 mit dem Randbereich 39 der Haube 30“, wobei die Verbindung vorzugsweise lösbar ausgebildet wird, sodass bei einem Verschleiß des Gleitrings 1“ dieser gegen einen neuen Gleitring 1“ ausgetauscht werden kann. Damit stellt die verbindende Komponente 80 ein Mittel zur lösbaren Verbindung des Gleitrings 1“ mit der Haube 30“ des Schleifgeräts dar.

In anderen Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Gleitrings ist die verbindende Komponente nicht Bestandteil des Gleitrings, sondern wird erst bei der Montage des Gleitrings an der Haube 30“ mit dem Gleitring einerseits und dem Randbereich 39 der Haube 30“ andererseits verbunden.

Selbstverständlich können auch die Haube 30“und der Gleitring 1“ in einer geteilten Form ähnlich der mit Bezug auf die Fig. 6 beschriebenen geteilten Haube 30‘ und Gleitring 1‘ ausgebildet sein. Auch weitere, hier nicht dargestellte Ausführungsformen der Haube und des Gleitrings können in geteilter Form, d.h. bestehend aus mehreren, zumindest zwei voneinander lösbaren Bereichen bzw. Ringsegmenten, ausgebildet sein. Die Anzahl, Anordnung und Ausgestaltung der verschiedenen Elemente des erfindungsgemäßen Gleitrings sowie der Haube des erfindungsgemäßen Schleifgeräts sind nicht auf die dargestellten Ausführungsformen begrenzt. Einige oder alle der dargestellten Elemente können miteinander kombiniert oder einzeln vorgesehen werden, solange sie sich nicht gegenseitig ausschließen.

Bezugszeichen

1 , V, 1“ Gleitring

10 harte Komponente

101 Ring

101 a erster Bereich des Rings

101 b Zweiter Bereich des Rings

101 c Erste Auflagefläche (für innere Wand der Haube)

101 d Zweite Auflagefläche (für äußere Wand der Haube)

101 e Spalt im zweiten Bereich des Rings

102 Abdeckelement

103 Hinterschnitt für Haken

104 Verstärkungsrippe

105 Öffnung zum Fremdlufteinlass

106 Kerbe

107 Öffnung zum Einleiten eines elastischen Materials

108 Öffnung zum Entweichen von überschüssigem elastischen Material

109 Entlüftungsloch

1 10 Spalt für äußere Wand der Haube

1 1 Elastische Komponente

1 1 1 Schaumstoff

1 12 Schaumstoffüberstand

12 Gleitende Komponente

121 Folie

13 Erstes Ringsegment des Gleitrings

14 Zweites Ringsegment des Gleitrings

2 Schleifgerät

20 Schleifelement

21 Schleifmittel

30, 30‘, 30“ Haube

301 Seitlicher Bereich der Haube

302 Öffnung zum Fremdlufteinlass

31 Anschluss für eine Saugvorrichtung

32 Äußere Wand der Haube 33 Innere Wand der Haube

331 Haken

331 a Unterer Abschnitt des Hakens

34 Zwischenraum

35 Erster Bereich der Haube

36 Zweiter Bereich der Haube

37 Befestigungselement

38 Positionierelement

39 Randbereich der Haube

40 Motor

50 Getriebe

60 Haltevorrichtung

70 Schlauch

80 Verbindende Komponente

801 Doppelseitiges Klebeband b1 Breite des ersten Bereichs des Rings

b2 Breite des zweiten Bereichs des Rings an dessen Oberseite b3 Breite des zweiten Bereichs des Rings an dessen Unterseite b4 Breite des Abdeckelements an dessen Oberseite b5 Breite der Verstärkungsrippe

h1 Höhe des ersten Bereichs des Rings

h2 Höhe des zweiten Bereichs des Rings

h3 Höhe der Öffnung zum Fremdlufteinlass

h4 Höhe des Abdeckelements

h5 Höhe der Verstärkungsrippe

h6 Höhe des Hinterschnitts

R Krümmungsradius des ersten Bereichs des Rings




 
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