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Patent Searching and Data


Title:
SLIDING DOOR HAVING STACKABLE PANELS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/120781
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a sliding door (100) having a plurality of door panels (4a-4g) which are guided in a straight guide rail track (2) of a guide rail (1), wherein, during an opening movement (14) along a sliding axis (13), the door panels (4a-4g) can be deflected by means of a stop (9) into an angled-off guide rail track (3) of the guide rail (1) along a stacking axis (16), with the result that the door panels (4a-4g) can be stacked approximately in the direction of the closing axis (13) and, during a closing movement (14), can be destacked by being deflected into the straight guide rail track (2).

Inventors:
JANS, Stephan (Klösterlistrasse 6, Kriens, CH-6010, CH)
Application Number:
EP2011/053714
Publication Date:
October 06, 2011
Filing Date:
March 11, 2011
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Assignee:
INVENTIO AG (Seestrasse 55, Hergiswil, CH-6052, CH)
JANS, Stephan (Klösterlistrasse 6, Kriens, CH-6010, CH)
International Classes:
E06B3/92
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Claims:
Patentansprüche

1. Schiebetür (100, 100a, 100b) für einen Aufzug mit mehreren Türpaneelen (4a-4n) , die nach einer Schiebeachse (13, 13a, 13b) orientiert sind und bei einer Öffnungsbewegung (14, 14a) entlang der Schiebeachse (13, 13a, 13b) bewegbar sind und durch einen Anschlag (9, 9a, 9b) in Richtung einer Stapelachse (16, 16a, 16b) ablenkbar sind und entlang der Stapelachse (16, 16a, 16b) stapelbar sind und bei einer Schliessbewegung (14, 14a) die Türpaneele (4a-4n) durch Ablenkung in Richtung der Schiebeachse (13, 13a, 13b) entstapelbar sind, wobei die Türpaneele (4a-4n) beim Stapeln und Entstapeln ihre Orientierung nach der

Schiebesachse (13, 13a, 13b) annähernd beibehalten,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Türpaneele (4a-4n) bei der Öffnungsbewegung und bei der Schliessbewegung entlang einer geraden Führungsschienen-Bahn (2, 2a) einer einzelnen Führungsschiene (1, la, lb) und beim Stapeln und Entstapeln entlang einer zur geraden Führungsschienen-Bahn (2,2a) abgewinkelten Führungsschienen-Bahn (3,3a) der einzelnen Führungsschiene (1, la, lb) führbar sind.

2. Schiebetür (100, 100a, 100b) nach Anspruch 1, wobei an den Türpaneelen (4a-4n) je eine Führungsstange (5a-5p) befestigt ist, die in die Führungsschiene (1, la, lb) und in je eine Führungskulisse (6a-6n) einsetzbar ist, die ebenfalls jeweils an den Türpaneelen (4a-4n) befestigt ist.

3. Schiebetür (100, 100a, 100b) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Türpaneele (4a-4n) im geschlossenen Zustand der Schiebetüre (100, 100a, 100b) überlappen und in einem Winkel (W) zu der Schiebeachse (13, 13a, 13b) angeordnet sind.

4. Schiebetür (100, 100a, 100b) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 2 oder 3, wobei die Führungsstangen (5a-5p) in einer Stangenhalterung (8a-8d) vorzugsweise drehbar angeordnet sind.

5. Schiebetür (100, 100a, 100b) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 2-4, wobei die Führungsstangen (5a-5p) Laufrollen aufwei sen . 6. Schiebetür (100, 100a, 100b) nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, wobei die Türpaneele (4a-4n) in einer unteren und in einer oberen Führungsschiene (1, la, lb) geführt sind.

7. Schiebetür (100, 100a, 100b) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 2-6, wobei die Führungskulissen jeweils einen

Einrastmechanismus mit unterschiedlicher Haltekraft für die Führungsstangen (5a-5p) aufweisen.

8. Schiebetür (100, 100a, 100b) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei eine Verwindungssperre (200, 200a, 200b) gegen das Verdrehen der Türpaneele (4a-4n) angeordnet ist.

9. Schiebetür (100) nach Anspruch 8, wobei die Verwindungssperre (200) eine Verwindungsstange (7a-7g) umfasst, die vorzugsweise jeweils in der Stangenhalterung (8a-8d) der Führungsstange (5a- 5p) befestigbar ist.

10. Schiebetür (100a) nach Anspruch 8, wobei die

Verwindungssperre (200a) eine Feder (11) umfasst.

11. Schiebetür (100b) nach Anspruch 8, wobei die

Verwindungssperre (200b) eine Führungslamelle (18) und einen daran gleitenden Führungsschlitten (19) umfasst. 12. Schiebetür (100, 100a, 100b) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Anschlag (9, 9a, 9b) eine schräg

angeordnete Gleitfläche aufweist.

13. Schiebetür (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei ein Antrieb (300) mit U-förmigen Mitnehmern (21a-21e) angeordnet ist.

14. Schiebetür (100) nach Anspruch 13, wobei die Schiebetür (100) eine Doppel-Schiebetür mit gegenläufigen Antrieben (300) ist . 15. Aufzugsanlage mit mindestens einer Schiebetür (100, 100a, 100b) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1-14.

Description:
Schiebetür mit stapelbaren Paneelen

[001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schiebetür, wie sie beispielsweise in einer Aufzugsanlage als Kabinentüre oder als Stockwerktüre Verwendung findet.

[002] Insbesondere bei den Türen der Aufzugskabine ist es von Vorteil, wenn die Schiebetür beim Öffnen möglichst wenig Raum beansprucht und somit der Querschnitt des Aufzugsschachtes möglichst ungehindert für den Querschnitt der Aufzugskabine zur Verfügung steht.

[003] Die Patentschrift FR-1025073 offenbart eine

Schiebetür, die aus mehreren einzeln schwenkbaren Türpaneelen besteht. Diese Türpaneele sind im geschlossenen Zustand der Schiebetür mit ihren Längsseiten in einer Linie angeordnet, eine plane Fläche bildend, und im geöffneten Zustand der Schiebetür formen die Türpaneele Längsseite an Längsseite anliegend ein Paket. Das so gestapelte Paket der einzelnen Türpaneele nimmt im endgültig geöffneten Zustand wenig Raum in Anspruch, dadurch jedoch, dass die Stapelung durch eine Ziehharmonika-Bewegung bzw. durch eine zickzackförmige Auslenkung der einzelnen

Türpaneele erfolgt, wird nachteilig viel Raum während der

Öffnungs- oder Schliessbewegung der Schiebetür beansprucht.

Darüber hinaus ist es erforderlich, für diese zickzackförmige Anordnung eine zur Vermeidung vom sogenannten Schubladeneffekt vorzugsweise mittig platzierte Führungsschiene um die halbe Längsausdehnung eines Türpaneels von der Kabinenschwelle kabineneinwärts versetzt anzuordnen. Mit anderen Worten, die in dieser Patentschrift FR-1025073 offenbarte Lösung zeigt einen relativ vorteilhaft platzsparenden geöffneten Zustand, aber einen nachteilig platzverbrauchenden Weg dort hin und wieder zurück .

[004] Aus der Patentschrift US 4 787 119 ist eine

Schiebetür bekannt geworden, bei der die Türpaneele bei der Öffnungs- und Schliessbewegung einenends entlang einer ersten Führungsschiene und anderenends entlang einer zweiten

Führungsschiene geführt werden und miteinander gekoppelt sind. Im Stapelbereich verlaufen die erste und zweite Führungsschiene abgewinkelt zur Öffnungs- und Schliessrichtung, wobei die Türpaneele im Stapelbereich voneinander entkoppelt sind.

[005] Aus der Patentschrift US 5 022 454 ist eine

Schiebetür bekannt geworden, bei der die Türpaneele bei der Öffnungs- und Schliessbewegung an den Enden ineinandergreifen und im Stapelbereich unabhängig voneinander geparkt werden. Geführt und transportiert werden die Türpaneele mittels je Paneelkante vorhandenen Führungsschienen. [006] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist, eine möglichst platzsparende Schiebetür vorzuschlagen, unter

Vermeidung der oben aufgezeigten Nachteile.

[007] Die Lösung der Aufgabe besteht zunächst in der

Anordnung mehrerer Türpaneele, die in Schieberichtung stapelba sind. Die einzelnen Türpaneele vollziehen bei der Öffnungs- un Schliessbewegung hierfür keine annähernd 90-grädige

Schwenkbewegung, sondern behalten ihre Längsausrichtung annähernd identisch zu der Schieberichtung bei.

[008] Hierfür ist eine Führungsschiene vorgesehen, in der eine Führungsstange geführt bewegbar ist. Diese Führungsstange ist gleichzeitig in eine Führungskulisse einsetzbar, die an jedem Türpaneel fest mit einem Grundblech des einzelnen

Türpaneels verbunden ist.

[009] An einem ersten Türpaneel bzw. an seinem Grundblech sind mindestens zwei dieser Führungsstangen befestigt,

beispielsweise mittels einer Stangenhalterung, vorzugsweise in Form einer an dem Grundblech befestigbaren Klemme. Diese Klemme kann die Führungsstange fix fassen, aber optional auch so, dass sich die Führungsstange um ihre eigene Längsachse drehen kann. Eine Rotation der Führungsstange kann sich als vorteilhaft für einen leichten Lauf der Schiebetür erweisen. Weiterhin optional können an den Führungsstangen Laufrollen oder Kugellager angeordnet sein, sowohl in einer unteren Führungsschiene, als auch in einer optionalen oberen.

[0010] Die erste Führungsstange des ersten Türpaneels ist in der Führungsschiene und der Führungskulisse des ersten

Türpaneels eingesetzt. Die zweite Führungsstange dieses ersten Türpaneels wiederum ist ebenfalls in der Führungsschiene, aber auch in der Führungskulisse eines zweiten, benachbarten

Türpaneels eingesetzt. Das erste und das zweite Türpaneel überlappen leicht und stehen somit in einem leichten Winkel zu der Führungsschiene.

[0011] Das zweite Türpaneel weist somit eine in seiner

Führungskulisse mobil angeordnete Führungsstange (die zweite des ersten Türpaneels) und eine weitere, dritte Führungsstange auf, die wiederum an dem Grundblech des zweiten Türpaneels fix angeordnet ist. Diese dritte Führungsstange ist einerseits in der Führungsschiene und andererseits wiederum in der

Führungskulisse eines dritten Türpaneels mobil angeordnet. Eine vierte Führungsstange ist in der Führungsschiene, fix an dem dritten Türpaneel und mobil in der Führungskulisse eines vierten Türpaneels eingesetzt, usw. Auf diese Weise ist eine geführte, aber gleichzeitig verschiebbare Verbindung zwischen den

einzelnen Türpaneelen realisiert.

[0012] Die Führungsschiene bzw. die Führungsschienen im

Falle einer unteren und oberen, bilden einen annähernd rechten Winkel aus. Demzufolge stösst die fix an einem äussersten

Türpaneel angeordnete Führungsstange bei einer Öffnungsbewegung der Schiebetür an einen Anschlag. Dieser Anschlag kann

alternativ auch so ausgeformt sein, dass er - vorzugsweise in Form eines Ablenkbolzens - mit der äusseren Stirnseite des äussersten Türpaneels korrespondiert, sodass sich zwischen der fix an diesem äussersten Türpaneel angeordneten Führungsstange und der neuen Führungsschienen-Richtung keine unnötige Reibung oder gar Klemmwirkung aufbaut. Hierfür kann auch von Vorteil sein, den Winkel der Führungsschiene abzurunden und/oder mit einer schräg angeordneten Gleitfläche auszustatten.

[0013] Dadurch, dass die einzelnen Türpaneele überlappend in einem leichten Winkel zu der führenden Führungsschiene

angeordnet sind, bewirkt der Anschlag, dass die jeweils mobil in den Führungskulissen eingesetzten Führungsstangen aufgrund der gleichzeitigen gehaltenen Führung in der Führungsschiene die Türpaneele zusammengeschoben werden und seitwärts in die neue, annähernd rechtwinklige Führungsschienen-Bahn gedrückt werden.

[0014] Zur Vermeidung einer erhöhten Reibung oder gar

Klemmwirkung in der ersten, geraden Führungsschienen-Bahn weist eine weiterhin bevorzugte Ausgestaltungsvariante einer

erfindungsgemässen Schiebetür einen Einrastmechanismus an den äussersten Punkten innerhalb der Führungskulissen-Bahn für die mobilen Führungsstangen auf. Dieser Einrastmechanismus hält die mobile Führungsstange in der Führungskulisse des äussersten Türpaneels am geringsten, das benachbarte Türpaneel mit einer höheren Haltekraft, das hierzu benachbarte Türpaneel mit einer noch höheren Haltekraft, und so weiter, bis zu einer höchsten Haltekraft in demjenigen Türpaneel, an dem ein Antrieb ansetzt. Durch diese Koppelung von unterschiedlich stark haltenden

Einrastmechanismen kann erreicht werden, dass die Öffnungs- und Schliessbewegung der Schiebetür immer mit dem Zusammenschieben des äussersten Türpaneels beginnt und sich sukzessive mit dem jeweils benachbarten Türpaneel fortsetzt.

[0015] Eine weitere Ausgestaltungsvariante einer

erfindungsgemässen Schiebetür sieht eine Verwindungssperre gegen die Verwindung bzw. Verdrehung der Türpaneele im geöffneten Zustand vor. Diese Verwindungssperre kann als eine weitere Stange ausgestaltet sein, die mit der mobilen Führungsstange vorzugsweise gekoppelt befestigt ist und ebenfalls in der

Führungskulisse eingesetzt ist. Die Verwindungssperre kann jedoch auch eine Feder oder ein Gravitationsspeicher sein, die oder der leicht gegen das äusserste Türpaneel drückt.

Grundsätzlich genügt eine Verwindungssperre lediglich nur an dem äusseren Türpaneel, weiterhin beispielsweise in Form eines Führungsschlittens, der keine Verdrehung dieses äusseren

Türpaneels erlaubt.

[0016] Die Feder oder der Gravitationsspeicher stellen auf diese Weise nicht nur eine Verwindungssperre dar, sondern auch eine unterstützende Hilfe für das Nachführen der gestapelten Türpaneele beim Schliessen der Schiebetür, d.h., beim

Zurückführen der Türpaneele aus der abgewinkelten

Führungsschienen-Bahn in die gerade, die Kabinentüre

schliessende Führungsschienen-Bahn .

[0017] Der Antrieb der Schiebetür kann grundsätzlich lediglich an dem ersten bzw. innersten Türpaneel erfolgen, beispielsweise mittels einer Kette, einer Seiltrommel oder eines Mitnehmers . Eine bevorzugte Ausgestaltungsvariante einer erfindungsgemässen Schiebetür sieht jedoch einen Antrieb für jedes einzelne Türpaneel vor, indem ein Bolzen in einen U- förmigen Mitnehmer einsetzbar ist. Solange sich das Türpaneel entlang der geraden Führungsschienen-Bahn befindet, sitzt der Bolzen arretiert in dem U-förmigen Mitnehmer. Sobald jedoch die in der Führungskulisse angeordnete mobile Führungsstange ein Türpaneel seitwärts in die annähernd rechtwinklig angeordnete Führungsschienen-Bahn wegdrückt, wird auch der Bolzen aus dem U- förmigen Mitnehmer entfernt. Auf diese Weise ist gewährleistet, dass lediglich nur diejenigen Türpaneele angetrieben werden, die sich gerade entlang der geraden Führungsschienen-Bahn befinden und der Antrieb eines jeweiligen Türpaneels rechtzeitig vor Erreichen des Anschlages aussetzt, wenn es in die abgewinkelte Führungsschienen-Bahn hineingedrückt wird.

[0018] Eine erfindungsgemässe Schiebetür kann als einzelne

Schiebetür über die gesamte Seite der Aufzugskabine, aber auch als Doppel-Schiebetür ausgestaltet sein. Im Falle eines Antriebs, der lediglich an einem Türpaneel ansetzt, werden bei einer Doppel-Schiebetür vorzugsweise die beiden mittig innersten Türpaneele gegenläufig angetrieben. Die Doppel-Schiebetür kann aus zwei symmetrischen Hälften, aber auch aus zwei oder

mehreren, unterschiedlich breiten Teilen gebildet sein.

[0019] Zur Geräuschvermeidung ist es vorgesehen, die

Laufrollen, die mechanischen Teile des Antriebs, beispielsweise die Bolzen und die U-förmigen Mitnehmer, sowie die Anschläge aus einem relativ weichen, gummiähnlichen Kunststoff auszugestalten oder hiermit auszukleiden.

[0020] Die beschriebenen einzelnen erfindungsgemässen

Merkmale sind untereinander zu einer erfindungsgemässen

Schiebetür kombinierbar, so sind beispielsweise die

beschriebenen unterschiedlichen Ausgestaltungen von Türpaneelen mit den beschriebenen unterschiedlichen Ausgestaltungen von Verwindungssperren und mit den beschriebenen unterschiedlichen Ausgestaltungen von Antrieben untereinander kombinierbar.

[0021] Eine erfindungsgemässe Schiebetür bringt folgende

Vorteile :

- Es wird wenig Raum beansprucht, sodass der Aufzugsschacht in hohem Masse für eine möglichst grosse Aufzugskabine ausgenutzt werden kann.

- Es ist ein geräuscharmer Antrieb realisierbar, der jedes einzelne Türpaneel antreibt.

- Es ist ein Kabinenabschluss realisierbar, der bei gegebener Kabinenbreite eine maximale lichte Türweite ermöglicht.

[0022] Weitere oder vorteilhafte Ausgestaltungen einer erfindungsgemässen Schiebetür bzw. einer erfindungsgemässen Aufzugsanlage mit einer erfindungsgemässen Schiebetür bilden die Gegenstände der abhängigen Ansprüche.

[0023] Anhand von Figuren wird die Erfindung symbolisch und beispielhaft näher erläutert. Die Figuren werden zusammenhängend und übergreifend beschrieben. Gleiche Bezugszeichen bedeuten gleiche Bauteile, Bezugszeichen mit unterschiedlichen Indices geben funktionsgleiche oder ähnliche Bauteile an. [0024] Es zeigen dabei

Fig. 1 eine schematische und geschnittene Darstellung einer

Schiebetür;

Fig. la eine schematische und perspektivische Darstellung der Schiebetür aus der Fig. 1;

Fig. 2 eine schematische und geschnittene Darstellung einer zweiten Ausgestaltungsvariante einer Schiebetür;

Fig. 3 eine schematische und geschnittene Darstellung einer dritten Ausgestaltungsvariante einer Schiebetür und

Fig. 4 eine schematische und geschnittene Darstellung der Schiebetür aus der Fig. 1, mit einem Antrieb.

[0025] Die Fig. 1 zeigt schematisch eine Schnittdarstellung einer Schiebetür 100. In einer Führungsschiene 1 mit einer geraden Führungsschienen-Bahn 2 und einer hierzu abgewinkelten Führungsschienen-Bahn 3 sind Türpaneele 4a-4g jeweils mittels einer Führungsstange 5a-5h angeordnet. Die Führungsstangen 5a-5h sind jeweils mit einem der Türpaneele 4a-4g fix verbunden und können in einer Öffnung einer jeweiligen Führungskulisse 6a-6g entlanggleiten, die auch jeweils mit einem der Türpaneele 4a-4g fix verbunden sind. Die Türpaneele 4a-4g überlappen sich im ausgezogenen Zustand teilweise und im geschlossen, gestapelten Zustand ganz und bilden jeweils zu einer Schiebeachse 13 einen Winkel W, wobei die Türpaneele 4a-4n beim Stapeln und Entstapeln ihre Orientierung nach der Schiebeachse 13, 13a, 13b annähernd beibehalten. Die gerade Führungsschienen-Bahn 2 und die hierzu abgewinkelte Führungsschienen-Bahn 3 bilden einen Anschlag 9 für die Türpaneele 4a-4g bei einer Öffnungs- und Schliessbewegung 14 entlang der Schiebeachse 13. Durch diesen Anschlag 9 und die Anordnung der Führungsstangen 5a-5h in der Führungsschiene 1 und gleichzeitig in den Führungskulissen 6a-6g wurden die Türpaneele 4d-4g bereits in eine Stapel- und Entstapelungsbewegung 15 entlang einer Stapelachse 16 geführt.

[0026] Eine Ver indungssperre 200 ist dadurch gebildet, indem zusammen mit den Führungsstangen 5b-5h jeweils eine

Verwindungsstange 7a-7g an den jeweiligen Türpaneelen 4b-4g fix angeordnet ist. Dadurch wird verhindert, dass sich das Türpaneel 4g bzw. die davor gestapelten Türpaneele 4d-4f gegen den

Uhrzeigersinn verdrehen. [0027] In der Fig. la ist die Schiebetüre 100 aus der Fig. 1 schematisch teilweise und perspektivisch dargestellt. Des

Weiteren sind Stangenhalterungen 8a-8d dargestellt, die die Führungsstangen 5b-5e und die Verwindungsstangen 7a-7d

vorzugsweise gemeinsam an den jeweiligen Türpaneelen 4a-4d befestigen.

[0028] Die Fig. 2 zeigt schematisch und geschnitten eine zweite Ausgestaltungsvariante einer Schiebetür 100a, die dadurch gekennzeichnet ist, dass ein Anschlag 9a mit einer schrägen Fläche 10 angeordnet ist, der Türpaneele 4h-4n von einer geraden Führungsschienen-Bahn 2a in eine hierzu abgewinkelte

Führungsschienen-Bahn 3a einer Führungsschiene la ablenkt. An den Türpaneelen 4h-4n sind Führungskulissen 6h-6n angeordnet, in denen lediglich Führungsstangen 5i-5o eingesetzt sind.

[0029] Eine Verwindungssperre 200a umfasst eine Feder 11, die, gestützt in einer Federhalterung 12a einer Stütze 17 gegen das äusserste Türpaneel 4n in einer Federhalterung 12b drückt. Auf diese Weise wird nicht nur eine Verdrehung gegen den

Uhrzeigersinn des Türpaneels 4n und der davor gestapelten

Türpaneele 4k-4m verhindert, sondern auch ein Nachführen der gestapelten Türpaneele 4k-4n aus der abgewinkelten

Führungsschienen-Bahn 3a in die gerade Führungsschienen-Bahn 2a bei einer Schliessbewegung der Schiebetüre 100a.

[0030] In der Fig. 3 ist eine weitere Ausgestaltungsvariante einer Schiebetüre 100b schematisch dargestellt, die sich dadurch auszeichnet, dass eine Führungsschiene lb eine gerade

Führungsschienen-Bahn 2b und eine hierzu abgewinkelte

Führungsschienen-Bahn 3b ausbildet, wobei an der Letzteren eine Führungslamelle 18 entsprechend parallel zu einer Stapelachse 16a angeordnet ist. An dieser Führungslamelle 18 kann ein

Führungsschlitten 19 entlanggleiten und bildet somit eine alternative Verwindungssperre 200b. Der Führungsschlitten 19 ist an dem Türpaneel 4n befestigt und weist vorzugsweise rechteckig und länglich ausgestaltete Führungsglieder 20a und 20b auf, die die Führungslamelle 18 beidseitig immer fassen, auch in einem komplett geschlossenen Zustand der Schiebetüre 100b, in dem das Türpaneel 4n an einem Anschlag 9b bzw. auf der Linie einer Schiebeachse 13a angelangt ist. [0031] Die Schnittdarstellung in der Fig. 4 zeigt über die

Schiebetür 100 aus der Fig. 1 hinaus, wie ein Antrieb 300 realisiert ist. Die Führungsstangen 5a-5d oder aber auch extra nur hierfür vorgesehene Bolzen werden jeweils von einem U- förmigen Mitnehmer 21a-21d angetrieben, entsprechend einer Öffnungs- und Schliessbewegung 14a entlang einer Schiebeachse

13b. Die Führungsstange 5e hat einen U-förmigen Mitnehmer 21e in Richtung einer Stapel- und Entstapelungsbewegung 15a entlang einer Stapelachse 16b bereits verlassen, sofern man sich unter der Öffnungs- und Schliessbewegung 14a eine Öffnungsbewegung nach links vorstellt. Bei einer Schliessbewegung nach rechts geht die Führungsstange 5e in den U-förmigen Mitnehmer 21e hinein, sobald der U-förmige Mitnehmer 21e sich auf der Linie der Stapelachse 16b befindet. [0032] Der Antrieb 300 ist mit der federunterstützten

Verwindungssperre 200a aus der Fig. 2 gut optimiert dank einem Gegendruck, den die Führungsstangen 5a-5e auf die U-förmigen Mitnehmer 21a-21e ausüben. Als Ausführungsvariante wird eine Schliessbewegung dadurch optimiert, indem zwischen den

Mitnehmern 21a-21e eine sie verbindende Gleitschiene montiert ist. Die Mitnehmer 21a-21e und die Gleitschienen bilden

vorzugsweise eine Gliederkette, die umlenkbar ist.