| JP2000096920 | WINDOW STRUCTURE |
| JP2010133136 | VENTILATION STRUCTURE OF INDOOR OPENING |
| JP06146727 | WINDOW DEVICE |
BECKER, Stephan (Reutleser Strasse 60, Nürnberg, 90427, DE)
ECKERT, Stefan (Bayreuther Strasse 42, Forchheim, 91301, DE)
BECKER, Stephan (Reutleser Strasse 60, Nürnberg, 90427, DE)
Schutzansprüche
1. Schiebetür-Baugruppe (1) mit mindestens einer Schiebetür (2), die geführt zu einem Blendrahmen (3) zwischen einer Offenstellung und einer Schließstellung verlagerbar ist, wobei eine Verlagerungsführung der Schiebetür (2) im Blendrahmen (3) aufweist: -- eine Zwangsführung zwischen einer Unterseite (6) der Schiebetür (2) und einer Oberseite (7) eines bodenseitigen Blendrahmen-Profils (8), — eine schwimmende Führung zwischen einer Oberseite (17) der Schiebetür (2) und einer Unterseite eines deckenseitigen Blendrahmen-Profils (18), die durch seitliche Führungselemente (21 , 24) gebildet ist, zwischen denen die Schiebe- tür (2) deckenseitig unter Spiel in einem Falzbereich (20) des deckenseitigen
Blendrahmen-Profils (18) geführt ist, dadurch gekennzeichnet, dass die schwimmende Führung eine Mehrzahl von Anlageelementen (24) aufweist, die voneinander in Verlagerungsrichtung (25) beabstandete Anlagepositionen (26) der Schiebetür (2) am deckenseitigen Blendrahmen-Profil (18) vorgeben.
2. Schiebetür-Baugruppe nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Anlageelemente (24) in einem überdeckungsbereich (A) zwischen der Schiebetür (2) und dem Blendrahmen (3) angebracht sind, der während der gesamten Verlagerung der Schiebetür (2) zwischen der Offenstellung und der Schließstellung erhalten bleibt.
3. Schiebetür-Baugruppe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Anlageelemente (24) an der Schiebetür (2) angebracht sind.
4. Schiebetür-Baugruppe nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Anlageelemente (24) als zu den Profilen (18, 19) separate Bauteile ausgeführt sind.
5. Schiebetür-Baugruppe nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Anlageelemente (24) aus einem härteren Material gefertigt sind als das Material derjenigen Komponente (18) der Schiebetür-Baugruppe, an dem die Anlageelemente (24) anliegen.
6. Schiebetür-Baugruppe nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Anlageelemente (24) als Stifte ausgeführt sind, die in ein deckenseitiges Schiebetür- Profil (19) eingetrieben sind.
7. Schiebetür-Baugruppe nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Anlageelemente (24) als Schrauben ausgeführt sind, die in ein deckenseitiges Schiebetür-Profil (19) eingeschraubt sind.
8. Schiebetür-Baugruppe nach einem der Ansprüche 1 bis 3 oder 5, dadurch gekenn- zeichnet, dass die Anlageelemente als durch Sollbruch-Elemente unterbrochene Leistenabschnitte ausgeführt sind, die einstückig an einem deckenseitigen Schiebetür- Profil (19) angeformt sind.
9. Schiebetür-Baugruppe nach einem der Ansprüche 1 bis 8, gekennzeichnet durch ge- nau zwei oder genau drei Anlageelemente (24), die genau zwei oder drei Anlagepositionen (26) vorgeben. |
Schiebetür-Baugruppe
Die Erfindung betrifft eine Schiebetür-Baugruppe nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Eine derartige Schiebetür-Baugruppe ist durch offenkundige Vorbenutzung bekannt. Weitere Schiebetür-Baugruppen sind bekannt aus der DE 75 20 142 U und der DE 20 2005 009 397 U1.
Gerade bei großen Schiebetüren kann bei den bekannten Schiebetür-Baugruppen ein unerwünscht großer Kraftaufwand erforderlich sein, um die Schiebetür relativ zum Blendrah- men zum öffnen oder Schließen zu verlagern.
Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Schiebetür-Baugruppe der eingangs genannten Art derart weiterzubilden, dass die Verlagerungskraft der Schiebetür reduziert ist.
Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß gelöst durch eine Schiebetür-Baugruppe mit den im Anspruch 1 angegebenen Merkmalen.
Erfindungsgemäß wurde erkannt, dass es zur sicheren deckenseitigen Führung der Schie- betür relativ zum Blendrahmen nicht erforderlich ist, dass die Schiebetür über ihre gesamte Profillänge mit dem Blendrahmen beiderseits der schwimmenden Führung in Kontakt kommt. Die erfindungsgemäßen Anlageelemente reduzieren die Haft- und auch die Gleitreibung der Schiebetür am Blendrahmen erheblich, da die Schiebetür nur noch über die Anlageelemente, im Bereich der Anlageelemente aber nicht mehr längs des gesamten Pro- fils am Blendrahmen anliegt. Dies verringert die Verlagerungskraft zum öffnen oder Schließen der Schiebetür erheblich. Zudem ist auch ein Abrieb durch die beim Verlagern aneinander reibenden Profile deutlich verringert oder sogar ganz vermieden.
Dies erhält eine saubere Optik der Schiebetür-Baugruppe auch nach längerem und intensivem Gebrauch. Auch in technischer Hinsicht wird auf diese Weise die Standzeit der Schiebetür-Baugruppe erhöht.
In einem überdeckungsbereich nach Anspruch 2 angeordnete Anlageelemente führen dazu, dass die Anlageelemente für den Benutzer schwer oder nicht sichtbar sind. Eine Beeinträchtigung der Optik der Schiebetür-Baugruppe durch die Anlageelemente ist daher vermieden.
An der Schiebetür nach Anspruch 3 angebrachte Anlageelemente verhindern insbesondere dann, wenn die Anlageelemente im überdeckungsbereich nach Anspruch 2 angebracht sind, eine Beeinträchtigung der Optik, da die Anlageelemente dann nicht in bei der Verlagerung frei werdenden Bereichen des Blendrahmens sichtbar werden. Durch die Anbringung der Anlageelemente an der Schiebetür ist zudem sicher verhindert, dass die Anlageele- mente von der Schiebetür bei der Verlagerung abgeschert werden.
Anlageelemente nach Anspruch 4 lassen sich mit geringem Kostenaufwand fertigen.
Anlageelemente nach Anspruch 5 führen zu einer vorteilhaft geringen Reibung bei der Ver- lagerung der Schiebetür und sind zudem standfest.
Stifte nach Anspruch 6 sind besonders kostengünstig herstell- und montierbare Anlageelemente.
Anlageelemente nach Anspruch 7 können besonders sicher mit der Schiebetür verbunden werden.
Anlageelemente nach Anspruch 8 sind bei der Montage der Schiebtür unverlierbar.
Anzahlen von Anlageelementen nach Anspruch 9 haben sich auch für größere Schiebetür- Erstreckung in der Verlagerungsrichtung, insbesondere für Schiebetüren mit Breiten von etwa 2000 mm, als ausreichend herausgestellt.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung näher er- läutert. In dieser zeigen:
Fig. 1 schematisch eine von einem Innenraum her gesehene Ansicht einer Schiebetür- Baugruppe in einer Zwischenstellung einer Schiebetür zwischen einer Offen- und einer Schließstellung;
Fig. 2 ebenfalls schematisch in einem im Vergleich zur Fig. 1 verkleinerten Maßstab einen Schnitt gemäß Linie H-Il in Fig. 1 ;
Fig. 3 im Vergleich zu Fig. 1 stark vergrößert einen unterbrochenen Schnitt gemäß Linie Ill-Ill in Fig. 1 mit der Schiebetür in Schließstellung;
Fig. 4 eine perspektivische Ansicht eines oberen Abschnitts eines Schiebetür-Profils, wobei Gleitstifte, die voneinander in einer Verlagerungsrichtung beabstandete Anlagepositionen der Schiebetür an einem deckenseitigen Blendrahmen-Profil vorgeben, einerseits in einer montierten Stellung und andererseits nach Art einer Explosionsdarstellung gezeigt sind; und
Fig. 5 einen der Gleitstifte nach Fig. 4 stark vergrößert in einer Seitenansicht.
Eine in der Fig. 1 schematisch dargestellte Schiebetür-Baugruppe 1 hat eine Schiebetür 2, die geführt zu einem Blendrahmen 3 zwischen einer Offenstellung und einer in der Fig. 2 gezeigten Schließstellung verlagerbar ist. Die Schiebetür 2 und der Blendrahmen 3 weisen als Hauptkomponenten Kunststoff-Profile auf. Die Kunststoff-Profile sind insbesondere aus PVC gefertigt. Die Fig. 1 zeigt die Schiebetür 2 in einer Zwischenstellung zwischen der Of- fen- und der Schließstellung. Die Schiebetür 2 ist als Schiebe/Hebetür ausgeführt, wird also zum Verlagern zunächst von einer abgesenkten Riegelstellung in eine relativ zum Blendrahmen 3 angehobene Verlagerungsstellung überführt. In der Riegelstellung ist die Schiebetür 2 gegen eine Verlagerung relativ zum Blendrahmen 3 gesichert. Die Schiebetür 2 kann in jeder Zwischenstellung zwischen der Offen- und der Schließstellung in die Riegel- Stellung überführt werden. Zu dieser überführung von der Riegel- in die Verlagerungsstellung hat die Schiebetür-Baugruppe 1 ein an der Schiebetür 2 angeordnetes und in der Fig. 1 lediglich schematisch angedeutetes Betätigungselement 4. Die Fig. 3 zeigt die Schiebetür 2 in der abgesenkten Riegelstellung.
In der Fig. 3 ist die Schiebetür 2 rechts und der Blendrahmen 3 ist links dargestellt. In eingebautem Zustand trennt die Schiebetür-Baugruppe 1 einen in der Fig. 3 links gelegenen Außenraum von einem in der Fig. 3 rechts gelegenen Innenraum. Je nachdem, ob Komponenten der Schiebetür-Baugruppe 1 der Innen- oder der Außenseite zugewandt sind, wer- den sie nachfolgend als innere beziehungsweise äußere Komponenten bezeichnet.
Eine Verlagerungsführung der Schiebetür 2 umfasst eine Zwangsführung 5 zwischen einer Unterseite 6 der Schiebetür 2 und einer Oberseite 7 eines bodenseitigen Blendrahmen- Profils 8 des Blendrahmens 3. Die Zwangsführung 5 hat eine Laufrolle 9, die drehbar um eine horizontale und senkrecht zur Schiebetürebene verlaufende Drehachse 10 in einer Aufnahmenut 11 eines bodenseitigen Schiebetür-Profils 12 gelagert ist. Die Laufrolle 9 hat eine Umfangsnut 13, die komplementär zu einer balligen Lauffläche einer Führungsschiene 14 ausgeführt ist. Letztere ist mit zwei längs des bodenseitigen Blendrahmen-Profils 8 verlaufenden Rastfüßen 15 in entsprechende Aufnahmenuten des bodenseitigen Blend- rahmen-Profils 8 eingerastet. Aufgrund der Zwangsführung 5 ist eine Relativbewegung des bodenseitigen Schiebetür-Profils 12 zum bodenseitigen Blendrahmen-Profil 8 in einer durch einen Doppelpfeil 16 in der Fig. 3 angedeuteten Verlagerungsrichtung verhindert.
Zwischen einer Oberseite 17 der Schiebetür 2 und einer Unterseite eines deckenseitigen Blendrahmen-Profils 18 weist die Verlagerungsführung der Schiebetür 2 eine schwimmende Führung auf. Diese ist durch seitliche Führungselemente gebildet, zwischen denen ein deckenseitiges Schiebetür-Profil 19 unter Spiel in einem Falzbereich 20 des deckenseitigen Blendrahmen-Profils 18 geführt ist. Das Spiel liegt dabei in der Verlagerungsrichtung 16 vor. Die schwimmende Führung umfasst zunächst eine längs der Profile 18, 19 verlaufende Bürste 21 , die am deckenseitigen Blendrahmen-Profil 18 zwischen diesem und einer Außenwand 22 des deckenseitigen Schiebetür-Profils 19 angeordnet ist. Die Bürste 21 hat eine Halteleiste 23, die in einer hierzu komplementären Aufnahmenut des deckenseitigen Blendrahmen-Profils 18 aufgenommen ist.
Zur schwimmenden Führung zwischen der Oberseite 17 der Schiebetür 2 und der Unterseite des deckenseitigen Blendrahmen-Profils 18 gehört weiterhin eine Mehrzahl von als Gleitstifte 24 ausgeführten Anlageelementen. Letztere geben voneinander in einer Verlagerungsrichtung (vergleiche Richtungspfeile 25 in den Fig. 1 und 2) beabstandete Anlagepositionen 26 der Schiebetür 2 am deckenseitigen Blendrahmen-Profil 18 vor.
- A -
Die Gleitstifte 24 sind in einem überdeckungsbereich A zwischen der Schiebetür 2 und dem Blendrahmen 3 angebracht. Die Anlagepositionen 26 liegen immer im überdeckungsbereich A. In diesem überdeckungsbereich überdeckt ein innenseitiger Blendrahmen- Profilabschnitt 27 einen obersten Abschnitt des deckenseitigen Schiebetür-Profils 19. Dort ist eine längs des deckenseitigen Schiebetür-Profils 19 verlaufende, oberseitige Aufnahmenut 28 mit einem inneren Aufnahmeschenkel 29 und einem äußeren Aufnahmeschenkel 30 ausgeführt.
Der überdeckungsbereich A hat in der Riegelstellung eine Mindesterstreckung, die in der Fig. 3 dargestellt ist. In der Verlagerungsstellung der Schiebetür 2 im Blendrahmen 3 ist die überdeckung A nochmals vergrößert, wobei die Anlagepositionen der Gleitstifte 24 auch dann im überdeckungsbereich A liegen.
Die Gleitstifte 24 sind in das deckenseitige Schiebtür-Profil 19 eingetrieben, wobei sie die beiden Aufnahmeschenkel 29, 30 durchdringen. Die Gleitstifte 24 sind aus Kunststoff und haben eine an einen Nagel erinnernde Grundform. In eingetriebener Stellung steht ausschließlich ein Kopf 31 innenseitig über den inneren Aufnahmeschenkel 29 und damit über das deckenseitige Schiebetür-Profil 19 nach innen über. Die Anlageposition wird durch den ballig ausgeführten Kopf 31 damit vorgegeben. Ein vom Kopf 31 abgewandtes Ende 31a des Gleitstifts 24 ist sich konisch verjüngend ausgebildet. Benachbart zu diesem Ende 31a hat der Gleitstift 24 eine sich in Richtung zum Kopf 31 hin konisch erweiternde Umfangs- wulst 31 b. Letztere kann in bestimmten Einbaugeometrien nach Art eines Widerhakens ein unerwünschtes Herausrutschen des Gleitstifts 24 aus einem Eintreibe-Durchgang verhindern.
Die Gleitstifte 24 sind aus einem im Vergleich zum Kunststoffmaterial der Profile der Schiebetür 2 und des Blendrahmens 3 härteren Kunststoff. Die Gleitstifte 24 können insbesondere aus Polyamid (PA) gefertigt sein. Auch andere Vollmaterialien oder Beschichtungen mit einem Gleitreibungskoeffizienten im Bereich zwischen 0,38 und 0,8 sind als Materialien für die Gleitstifte 24 möglich, insbesondere POM (Poly-Oxymethylen, Polyacetal, Acetalharz) oder PC (Polycarbonat).
Längs des deckenseitigen Schiebetür-Profils 19 sind bei der in der Zeichnung dargestellten Ausführung genau drei Gleitstifte 24 zueinander beabstandet in die Aufnahmenut 28 einge- trieben und geben somit genau drei voneinander in der Verlagerungsrichtung 25 beabstan- dete Anlagepositionen 26 vor.
Auch eine andere Anzahl von Gleitstiften 24, zum Beispiel genau zwei Gleitstifte 24 längs des deckenseitigen Schiebetür-Profils 19, ist möglich.
Wenn die Schiebetür 2 bei einer Verlagerung relativ zum Blendrahmen 3 am Blendrahmen- Profilabschnitt 27 anliegt, so tut sie dies, wenn überhaupt, ausschließlich über die Köpfe 31 der Gleitstifte 24. Dies führt zu einer allenfalls geringen Reibung zwischen dem deckenseitigen Schiebetür-Profil 19 und dem Blendrahmen-Profilabschnitt 27 bei der Schiebetürverlagerung.
Auch andere Gestaltungen von Anlageelementen anstelle der Gleitstifte 24, die die gleiche Funktion wie diese erfüllen, sind möglich. So können die Anlageelemente auch als Schrauben ausgeführt sein, die im deckenseitigen Schiebetür-Profil 19 eingeschraubt sind, die also beispielsweise durch die Aufnahmeschenkel 29, 30 der Aufnahmenut 28 geschraubt sind.
Anlageelemente, die alternativ oder zusätzlich zu den Gleitstiften 24 ausgebildet sind, können auch als durch Sollbruch-Elemente unterbrochene Leistenabschnitte ausgeführt sein, die insbesondere einstückig und bevorzugt am deckenseitigen Schiebetür-Profil 19 angeformt sind.
Die Schiebetür 2 hat in der Verlagerungsrichtung 25 eine Breite von etwa 2000 mm und ist in etwa quadratisch ausgeführt.
- Schutzansprüche -
Next Patent: PARTICLE FILTER BODY FOR FILTERING INTERNAL COMBUSTION ENGINE WASTE GAS
