EUSCH, Ingram (Kreuztrattenstraße 22, Villach, A-9500, AT)
FRANK, Rudolf (Wutschein 29, Pischeldorf, A-9064, AT)
EUSCH, Ingram (Kreuztrattenstraße 22, Villach, A-9500, AT)
| P at e nt an s p rü c h e 1. Solartechnischer Kollektor mit einem plattenförmigen solartechnischer Modul (30) in Rechteckform, der von einem Rahmen aus einem elektrisch leitfähigen Werkstoff eingefasst ist, wobei der Rahmen folgende Merkmale aufweist: 1.1 vier, auf korrespondierenden Randabschnitten des Moduls (30) aufsitzende Profilschienen (50) aus einem elektrisch leitfähigen Werkstoff, 1.2 benachbarte, im rechten Winkel zueinander verlaufende Profilschienen (50) sind jeweils über einen Eckwinkel (10) miteinander verbunden, 1.3 mindestens drei der Eckwinkel (10) sind mit jeweils mindestens einer elektrisch leitfähigen Zone (20) ausgebildet, die im Montagezustand des Rahmens eine durchgehende elektrisch leitfähige Verbindung zwischen zwei, mit dem jeweiligen Eckwinkel (10) verbundenen Profischienen (50) schafft, 1.4 mindestens einen Erdungsanschluss (24). 2. Solartechnischer Kollektor nach Anspruch 1 mit Eckwinkeln (10), die aus einem Kunststoff-Grundkörper bestehen, in dem oder an dem die elektrisch leitfähigen Zone(n) (20) in Form mindestens eines Metallstreifens kraft- und/oder formschlüssig verlaufen. 3. Solartechnischer Kollektor nach Anspruch 1 , dessen Eckwinkel (10) einen mittleren Abschnitt (12) aufweisen, von dem sich zwei Zungen (12z), im Winkel von 90 Grad zueinander, erstrecken, die kraft- und/oder formschlüssig mit Endabschnitten korrespondierender Profilschienen (50) verbunden sind. 4. Solartechnischer Kollektor nach Anspruch 3, bei dem der mittlere Abschnitt (12) der Eckwinkel (10) drei Flächenabschnitte (12ml, 12mr, 12mo) aufweist, die mit außenseitigen Wandabschnitten sowie sichtbaren Stirnflächen korrespondierender Profilschienen (50) im Wesentlichen fluchten. 5. Solartechnischer Kollektor nach Anspruch 1 , bei dem die elektrisch leitfähige Zone (20) der Eckwinkel (10) so ausgebildet ist, dass sie beim Aufsetzen eines Eckwinkels (10) auf eine Profilschiene (50) eine partielle Beschädigung der Profilschiene (50) in einem Oberflächenbereich der Profilschiene (50) bewirkt, der außerhalb sichtbarer Stirnflächen oder sichtbarer Wandabschnitte des Rahmens im Montagezustand liegt. 6. Solartechnischer Kollektor nach Anspruch 1, bei dem die elektrisch leitfähige Zone (20) einen Abschnitt mit einem Sägezahnprofil aufweist. 7. Solartechnischer Kollektor nach Anspruch 1, bei dem die elektrisch leitfähige Zone (20) mindestens einen frei über benachbarte Abschnitte vorstehenden Bereich (22) aufweist, der mindestens eine der folgenden Formgestaltungen aufweist: Haken, Kamm, Messer, Feder, Reibstück, Zahn, Sägezahn. 8. Solartechnischer Kollektor nach Anspruch 7, bei dem der Bereich (22) in Richtung auf eine im Montagezustand des Rahmens innenseitige Wandfläche vorsteht. 9. Solartechnischer Kollektor nach Anspruch 1 , bei dem die Profischienen (50) ein E- förmiges Querschnittsprofil aufweisen und von einer Grundfläche (52), die einen Teil einer umfangsseitigen Wandfläche des Kollektors bildet, drei Stege (54, 56, 58) im Wesentlichen senkrecht und parallel zueinander abstehen, wobei zwischen einem ersten und einem zweiten Steg (54, 56) der solartechnische Modul (30) gehalten wird und zwischen dem zweiten und dritten Steg (56, 58) Rastelemente (60) zur kraftschlüssigen Aufnahme der Eckwinkel (10) vorhanden sind. 10. Solartechnischer Kollektor nach Anspruch 1, dessen Profiischienen (50) endseitig im rechten Winkel zu ihrer Längserstreckung (L-L) ausgebildet sind. 11. Solartechnischer Kollektor nach Anspruch 9, bei dem die Eckwinkel (10) in ihrem mittleren Abschnitt (12) mit zwei Stegen (12z, 14) ausgebildet sind, die im Montagezustand des Rahmens 0 fluchtend zum ersten und zweiten Steg (54, 56) der Profilschienen (50) verlaufen. 12. Solartechnischer Kollektor nach Anspruch 1, dessen Rahmen einen elektrischen Widerstand, gemessen nach CEI IEC 61730-2, 1. Ausgabe 2004-10, bei einem Strom von 38,5 Ampere kleiner 0,1 Ohm aufweist. |
Die Erfindung betrifft einen solartechnischen Kollektor mit einem platten- förmigen solartechnischen Modul, insbesondere einem Photovoltaik-Modul, in Rechteckform, wobei der Modul von einem Rahmen aus einem elektrisch leitfähigen Werkstoff, wie Aluminium, eingefasst ist.
Dies ist der klassische Aufbau für Photovoltaik-Module gemäß Stand der Technik. Ein typischer Rahmen besteht aus vier Rahmenteilen, die auf Gehrung geschnitten zusammengeschraubt werden. Nachteilig ist, dass sich beim Zusammensetzen der Rahmenteile nicht immer eine 100 % exakte Passung ergibt. So entstehen scharfkantige Bereiche insbesondere in den vier äußeren Ecken des Rahmens, die häufig in einem weiteren Bearbeitungsschritt entgratet werden. Auch die Statik dieser Rahmen ist ungünstig. Für Strom führende Bauteile wie gattungsgemäße Kollektoren (Photo- voltaik-Module) besteht gemäß der Europäischen Richtlinie IEC 61730 Part 2 die Forderung eines bestimmten maximalen elektrischen Widerstands.
Vor diesem Hintergrund liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen solartechnischen Kollektor der genannten Art zu optimieren, insbesondere hinsichtlich der Konfektionierung des Rahmens für den solartechnischen Modul, die Verbindung von Rahmen und Modul und/oder den elektrischen Widerstand des Bauteils.
Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass eine oder mehrere der vorgenannten Teilaufgaben durch synergistisch zusammenwirkende Effekte erreicht werden können, die sich aus der Ausbildung spezieller Eckwinkel für den Rahmen ergeben.
Hinsichtlich der elektrischen Leitfähigkeit ist im Sinne einer kompakten einfachen Bauform sicherzustellen, dass der Rahmen eine durchgehende elektrische Verbindung besitzt. Insoweit sieht die Erfindung vor, (vier)
Abschnitte des Rahmens (nachstehend Profilschienen genannt) über separate Eckwinkel miteinander zu verbinden, wobei die Profilschienen aus einem elektrisch leitfähigen Werkstoff bestehen und die Eckwinkel zumindest eine elektrisch leitfähige Zone aufweisen, die im Montagezustand des Rahmens, also dann, wenn die Profilschienen zu einem umlaufenden Rahmen mit den Eckwinkeln zusammengesetzt sind, eine durchgehende elektrische leitfähige Verbindung zwischen zwei, mit dem jeweiligen Eckwinkel verbundenen Profilschienen schaffen. Grundsätzlich wird dieses Ziel bei einem rechteckigen Rahmen mit drei Eckwinkeln erreicht. Um Fehler bei der Montage zu vermeiden ist es jedoch zweckmäßig, alle (vier) Eckwinkel gleich auszubilden.
Die erfindungsgemäße Lösung schafft die Möglichkeit, einen Grundkörper der Eckwinkel aus einem elektrisch nicht leitfähigen Werkstoff, beispielsweise Kunststoff, herzustellen, in dem oder an dem die elektrisch leitfähige(n) Zone(n) kraft- und/oder formschlüssig verläuft/verlaufen. Die elektrisch leitfähige Zone kann durch einen Metallstreifen, ein Metallnetz oder dergleichen gebildet werden. Daraus ergeben sich verschiedene Vorteile:
Der Kunststoff-Grundkörper, der insbesondere im Eckbereich des Rahmens sitzt, kann als vorgefertigtes Bauteil technisch und optisch so gestaltet werden, dass scharfkantige Bereiche entfallen. Damit entfällt auch die
Notwendigkeit einer Nachbearbeitung, wie im Stand der Technik. Derartige Kunststoff-Teile können als Spritzgussteile oder im Strangguss preiswert und einfach hergestellt werden. Die konkrete Form- und Farbgebung kann sich an der Form- und Farbgebung der Profilschienen orientieren, so dass sich insgesamt das gewünschte Erscheinungsbild für den Rahmen zusammenstellen lässt.
Die elektrisch leitfähigen Bereiche der Eckwinkel können bei der Herstellung in-situ mit ausgeformt/ausgebildet werden. Sie können aber beispielsweise auch dann, wenn sie aus Metallstreifen bestehen, nachträglich in die Kunststoff-Profilteile (Eckwinkel) eingesetzt, eingeklebt, eingeklemmt oder sonstwie mit diesen befestigt werden. Dabei ist jeweils sicherzustellen, dass die elektrisch leitfähigen Bereiche an jeweils zwei benachbarte Profilschienen so anschließbar sind, dass eine durchgehende elektrische Verbindung entsteht. In ihrer allgemeinsten Ausführungsform betrifft die Erfindung einen solartechnischen Kollektor mit einem plattenförmigen solartechnischen Modul in Rechteckform, der von einem Rahmen aus einem elektrisch leitfähigen Werkstoff eingefasst ist, wobei der Rahmen folgende Merkmale aufweist:
- vier, auf korrespondierenden Randabschnitten des Moduls aufsitzende Profilschienen aus einem elektrisch leitfähigen Werkstoff,
- benachbarte, im rechten Winkel zueinander verlaufende Profilschienen sind jeweils über einen Eckwinkel miteinander verbunden,
- mindestens drei der Eckwinkel sind mit jeweils mindestens einer elektrisch leitfähigen Zone ausgebildet, die im Montagezustand des
Rahmens eine durchgehende elektrisch leitfähige Verbindung zwischen zwei, mit dem jeweiligen Eckwinkel verbundenen Profilschienen schafft,
- mindestens einen Erdungsanschluss.
Der Erdungsanschluss kann Bestandteil der elektrisch leitfähigen Zone jedes Eckwinkels sein, beispielsweise in Form einer entsprechenden Lasche.
Nachstehend werden verschiedene Ausführungsformen beschrieben, die sich unter die allgemeine erfinderische Lehre subsumieren:
Der Eckwinkel kann einen mittleren Abschnitt aufweisen, von dem sich zwei Zungen, im Winkel von 90° zueinander, erstrecken, die kraft- und/oder formschlüssig mit Endabschnitten korrespondierender Profilschienen verbunden werden. Der mittlere Abschnitt schließt demzufolge unmittelbar an die Endbereiche benachbarter Profilschienen an. Dieser Bereich wird deshalb auch in seiner Form- und Farbgebung an die Form- und Farbgebung der Profilschienen angepasst. Die Zungen dienen dazu, in Endabschnitten benachbarter Profilschienen eingesetzt zu werden und eine kraft- und/oder formschlüssige Verbindung zwischen Eckwinkel und Profilschiene zu schaffen. Dazu können die Zungen der Eckwinkel so ausgebildet werden, dass sie mit entsprechenden Zonen der Profilschienen verrasten oder verklemmen, mit diesen verschraubt oder verrastet werden. Vorzugsweise geschieht dies ohne Werkzeug. Beispielsweise können die Zungen Zonen aufweisen, die eine gewisse Verformbarkeit aufweisen, um hinter korrespondierenden Rastelementen der Profilschienen nach Einschieben des Eckwinkels einen Form- und Kraft- schluss sicherzustellen.
Die elektrisch leitfähige Zone der Eckwinkel kann so ausgebildet sein, dass sie beim Aufsetzen eines Eckwinkels auf eine Profilschiene eine partielle Beschädigung der Profilschiene in einem Oberflächenbereich der Profilschiene bewirkt, die außerhalb sichtbarer Stirnflächen oder sichtbarer Wandabschnitte des Rahmens im Montagezustand liegt. Beispielsweise bestehen die Profilschienen aus eloxiertem Aluminium. Der Begriff „partielle Beschädigung der Profilschiene" ist deshalb in dem Sinne zu verstehen, dass bei der Verbindung der Eckwinkel mit der Profilschiene die Eloxalschicht aufgebrochen wird, um die gewünschte elektrische Verbindung zum elektrisch leitfähigen Abschnitt der Profilschiene zu schaffen. Dazu kann die elektrisch leitfähige Zone beispielsweise mit einem Sägezahnprofil ausgebildet sein. Die elektrisch leitfähige Zone kann aber auch mindestens einen frei über benachbarte Abschnitte vorstehenden Bereich aufweisen, der mindestens eine der folgenden Formgestaltungen aufweist: Haken, Kamm, Messer, Feder, Reibstück, Zahn, Sägezahn. Zum Beispiel ein gegen die Einsteckrichtung umgebogener metallischer Haken erfüllt zwei Effekte: beim Einschieben des Eckwinkels in die Profilschiene kratzt der Haken auf der Innenwand der Profilschiene und schabt dabei beispielsweise eine Eloxalschicht ab. Darüber hinaus dient der (elastische) Haken der kraftschlüssigen Verbindung von Eckwinkel und Profilschiene. Die genannte Formgebung des Hakens sorgt ferner dafür, dass der Eckwinkel, wenn er vollständig in die Profilschiene eingesetzt ist, nicht mehr mit der gleichen Kraft herausgezogen werden kann, mit der er hineingesteckt wurde, weil nun der Haken als Verriegelungselement wirkt. Analog gilt dies für die anderen Formgestaltungen. In allen Fällen wird kein Werkzeug benötigt. „Sichtbare Stirnflächen" der Profilschiene sind insbesondere die Stirnflächen, die parallel zur Haupt-Oberfläche des solartechnischen Moduls verlaufen. „Sichtbare Wandabschnitte" sind die Teile des Rahmens, die von außen sichtbar senkrecht zu den genannten sichtbaren Stirnflächen die Umfangs- wand des Rahmens bilden.
Die Profilschienen können beispielsweise ein E-förmiges Querschnittsprofil aufweisen. Von einer Grundfläche, die einen Teil einer umfangsseitigen Wandfläche des Kollektors bildet, können dann drei Stege im Wesentlichen senkrecht und parallel zueinander abstehen, wobei zwischen einem ersten und einem zweiten Steg der solartechnische Modul gehalten wird und zwischen dem zweiten und dritten Steg Rastelemente zur kraftschlüssigen Aufnahme der Eckwinkel vorhanden sind. Diese Rastelemente können mit den genannten Bereichen der elektrisch leitfähigen Zone der Eckwinkel, wie Haken etc., zusammenwirken. Die nachfolgende Figurenbeschreibung zeigt ein zugehöriges Ausführungsbeispiel.
Ein wesentlicher Vorteil der beschriebenen Ausführungsformen besteht darin, dass die Profilschienen endseitig im rechten Winkel zu ihrer Längserstreckung ausgebildet sein können. Die Verbindung von Rahmenabschnitten durch Gehrungsschnitte (mit den damit verbundenen Nachteilen) entfällt. Insoweit ergeben sich präzise Übergangsbereiche zwischen Profilschiene und Eckwinkel. Dies wird verstärkt, wenn die Eckwinkel in ihrem mittleren
Abschnitt mit zwei Stegen ausgebildet sind, die im Montagezustand des Rahmens fluchtend zum ersten und zweite Steg der Profilschienen verlaufen. Auf diese Weise lässt sich der solartechnische Modul perfekt in den Rahmen einsetzen. Der solartechnische Kollektor kann dann im mittleren Abschnitt der Eckwinkel drei Flächenabschnitte aufweisen, die mit außenseitigen Wandabschnitten sowie sichtbaren Stirnflächen korrespondierender Profilschienen im Wesentlichen fluchten. Die kraft- und/oder formschlüssige Verbindung von Eckwinkel und Profilschiene wird in erster Linie über die elektrisch leitfähige Zone erreicht, wie beschrieben. Die Verbindung kann aber auch zwischen dem nicht leitfähigen Teil des Eckverbinders und der Profilschiene erfolgen, beispielsweise durch Ausbildung entsprechender Hinterschnitte, korrespondierender Sägezahnprofile oder sonstige Rastmittel.
Die Auslegung der Eckwinkel und insbesondere der elektrisch leitfähigen Bereiche erfolgt nach einer Ausführungsform derart, dass der Rahmen insgesamt einen elektrischen Widerstand, gemessen nach CEI IEC 61730-2, 1. Ausgabe 2004-10, bei einem Strom von 38,5 Ampere, von < 0,1 Ohm aufweist.
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Merkmalen der Unteransprüche sowie den sonstigen Anmeldungsunterlagen.
Die Erfindung wird nachstehend anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert. Dabei zeigen - jeweils in schematisierter Darstellung -
Figur 1 : eine perspektivische Ansicht von innen eines Eckwinkels,
Figur 2: eine perspektivische Ansicht von außen des Eckwinkels nach Figur 1 ,
Figur 3 : einen Querschnitt durch eine zugehörige Profilschiene,
Figur 4: einen Eckbereich eines solartechnischen Kollektors mit Photovoltaik- modul und Rahmen.
In den Figuren sind gleiche oder gleich wirkende Bauteile mit gleichen
Bezugsziffern dargestellt. Der Eckwinkel 10 besteht aus einem Kunststoff-Grundkörper 12. Der Grundkörper 12 wird gebildet von einem mittleren Abschnitt 12m und zwei davon abstehenden Zungen 12z. Die Zungen 12z verlaufen in einem Winkel von 90° zueinander. Der mittlere Abschnitt 12m weist drei Flächenabschnitte 12ml, 12mr und 12mo auf, die Sichtflächen des Eckwinkels im montierten Zustand eines zugehörigen Rahmens bilden. Alle drei Flächen 12ml, 12mr, 12mo stehen gegenüber den benachbarten Zungen 12z vor. Figur 1 zeigt parallel zur Fläche 12mo einen Steg 14, wodurch eine winkelförmige Tasche 16
ausgebildet wird, die zur Aufnahme eines Eckbereiches eines zugehörigen Moduls 30 dient, wie nachstehend noch erläutert wird.
Die Zungen 12z weisen verschiedene Durchbrechungen auf, die jeweils mit dem Bezugszeichen 16 charakterisiert sind. Auf der Innenseite der Zungen 12z (Figur 1) ist ein Metallstreifen 20 aufgeklebt, aus dem verschiedene Taschen 22 ausgeschnitten sind, die durch die Öffnungen 16 hindurchragen und die Zungen 12z mit ihren freien Enden überragen.
Am Metallstreifen 20 ist ferner ein Erdungsanschluss 24 ausgebildet.
Ein mögliches zugehöriges Profil für eine Profilschiene 50 zeigt Figur 3. Es ergibt sich ein im Wesentlichen E-förmiges Querschnittsprofil. Von einer Grundfläche 52, die einen Teil einer umfangsseitigen Wandfläche des
Kollektors bildet, stehen drei Stege 54, 56, 58 im Wesentlichen senkrecht und parallel zueinander ab, wobei zwischen dem ersten Steg 54 und dem zweiten Steg 56 der solartechnische Modul 30 gehalten wird und zwischen dem zweiten Steg 56 und dem dritten Steg 58 Rastelemente 60 zur kraftschlüssigen Aufnahme der Eckwinkel 10 vorhanden sind. Die Rastelemente 60 sind so angeordnet, dass die Zungen 12z der Eckwinkel 10 zwischen den Rastelementen 60 und der Innenseite der Grundfläche 52 kraft- und formschlüssig eingesetzt werden können. Beim Einsetzen (Einschieben) schleifen die
Laschen 22 gleichzeitig auf der Innenwand 52i der Grundfläche 52, wodurch eine etwaig vorhandene Eloxalbeschichtung entfernt wird und damit eine elektrisch leitfähige Verbindung zwischen der Profilschiene 50 über die Laschen 22 und den Metallstreifen 20 zu einer benachbarten Profilschiene sichergestellt wird. Die Laschen 22 sorgen gleichzeitig für die kraftschlüssige Verbindung von Eckwinkel 10 und Profilschiene 50.
Im zusammengebauten Zustand (stark schematisierte Darstellung in Figur 4) ergibt sich dann folgendes Bild:
Im Bild unten links ist der Eckwinkel 10 zu erkennen, aus dem die beiden, im rechten Winkel zueinander verlaufenden Zungen 12z seitlich vorstehen und dabei in Profilschienen 50 ragen, wie sie in Figur 3 dargestellt sind.
Die Verrastung zwischen Eckwinkel 10 und Profilschienen 50 erfolgt auf die anhand der Figuren 1 bis 3 dargestellte Weise.
Gleiches gilt für den Erdungsanschluss 24.
Ein Photovoltaik-Modul 30, bei dem schematisch eine Zelle 32 dargestellt ist, wird im Eckbereich durch die winkelförmige Tasche 16 gehalten und randseitig im Übrigen durch den Raum, der zwischen den Stegen 54, 56 der Profilschienen 50 ausgebildet wird.
Dabei überdecken die Stege 54 den Modul 30 randseitig in dem Bereich, der frei von Photovoltaik-Zellen ist.
Die Montage erfolgt ausschließlich durch Ineinanderstecken der einzelnen Bauteile, ohne zusätzliches Werkzeug, wobei die Verrastung über die beschriebenen Rastelemente 60 der Profilschienen 50 im Zusammenwirken mit den Laschen 22 erfolgt.
