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Patent Searching and Data


Title:
SOLE ELEMENT WITH DEFINED BENDING STIFFNESSES
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/144168
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a sole element that is introducible into a shoe, comprising a flexible top layer (1) for receiving a foot in a footbed (2), an insole body (3) having locally different bending properties, which insole body extends parallel to a top layer surface and which insole body (3) is joined to the top layer surface, the insole body (3) is in the form of a one-piece body extending over a first subregion (6, 6') and over a second subregion (7), which first subregion (6, 6') of the insole body (3) having a high bending stiffness is arranged in a plane adjacent to the second subregion (7) of the insole body (3) having a low bending stiffness, wherein the second subregion (7) is arranged in a manner at least partially enclosing the first subregion (6), wherein the first subregion (6, 6') is arranged in the region of the midfoot and/or in the heel region.

Inventors:
STOCKINGER, Hannes (Sonnenhang 2, 4710 Grieskirchen, 4710, AT)
Application Number:
AT2019/060023
Publication Date:
August 01, 2019
Filing Date:
January 23, 2019
Export Citation:
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Assignee:
ADOMUS GMBH (Steiffstraße 1, 4710 Grieskirchen, 4710, AT)
International Classes:
A43B3/00; A43B7/14; A43B17/00
Domestic Patent References:
WO2010085834A12010-08-05
WO2010085834A12010-08-05
Foreign References:
DE102013224142A12015-05-28
US4702255A1987-10-27
US5014706A1991-05-14
US20130111781A12013-05-09
US4962593A1990-10-16
DE29810518U11998-09-17
US2184210A1939-12-19
DE1982317U1968-03-28
DE102016211118A12017-12-28
DE60009767T22005-04-28
DE19904744A12000-08-10
DE102014215897A12016-02-11
EP0553736A11993-08-04
DE3406504A11985-08-29
Attorney, Agent or Firm:
BURGSTALLER, Peter (Landstraße 12 / Arkade, 4020 Linz, 4020, AT)
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Claims:
Ansprüche

1. Sohlenelement einbringbar in einen Schuh umfassend

eine flexible Deckschicht (1) zur Aufnahme eines Fußes in einem Fußbett (2),

einen Einlagenkörper (3) aufweisend teilbereichsweise unterschiedliche Biegeeigenschaften, welcher Einlagenkörper sich parallel zu einer Deckschichtoberfläche erstreckt und welcher Einlagenkörper (3) mit der Deckschichtoberfläche verbunden ist,

der Einlagenkörper (3) als ein sich über einen ersten Teilbereich (6, 6‘) und über einen zweiten Teilbereiche (7) erstreckender einstückiger Körper ausgebildet ist,

welcher erste Teilbereiche (6, 6‘) des Einlagenkörpers (3) aufweisend eine hohe Biegesteifigkeit in einer Ebene angrenzend zu dem zweiten Teilbereich (7) des Einlagenkörpers (3) mit einer niedrigen Biegesteifigkeit angeordnet ist,

wobei der zweite Teilbereich (7) den ersten Teilbereich (6) zumindest teilweise umschließend angeordnet ist,

dadurch gekennzeichnet, dass

der erste Teilbereich (6,6‘) im Bereich des Mittelfußes und/oder im Fersenbereich angeordnet ist.

2. Sohlenelement nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass

der Einlagenkörper (3) im ersten Teilbereich eine Bogenform aufweist, wobei

der Einlagenkörper (3) im ersten Teilbereich eine Bogenform mit einer von einem Bogenende zu einem Scheitelpunkt (9) ansteigenden Biegesteifigkeit aufweist.

3. Sohlenelement nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass

der Einlagenkörper im ersten Teilbereich (6) eine Bogenform mit einer über die Bogenlänge unterschiedlichen Einlagenkörperdicke aufweist, wobei

der Einlagenkörper (3) im ersten Teilbereich eine Bogenform mit einer von einem Bogenende zu einem Scheitelpunkt (9) ansteigenden Einlagenkörperdicke aufweist.

4. Sohlenelement nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass

der erste Teilbereich (6, 6‘) des Einlagenkörpers (3) in einer Ebene parallel zu einer

Deckschichtoberfläche eine v-förmige Struktur aufweist.

5. Sohlenelement nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass

der Einlagenkörper (3) aus einem Thermoplast hergestellt ist.

6. Sohlenelement nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass

das Sohlenelement im ersten Teilbereich ein Justierelement (11) umfasst, welches

Justierelement (11) an einer Einlagenkörperoberfläche des Einlagenkörpers (3) anordenbar ist.

7. Sohlenelement nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Teilbereich (6, 6‘) eine konkave Bogenform aufweist und das Justierelement (11) in dem konkav ausgeformten ersten Teilbereich (6, 6‘) angeordnet ist.

8. Sohlenelement nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass

das Justierelement (11) am Scheitelpunkt (9) des konkav ausgebildeten ersten Teilbereiches (6, 6‘) angeordnet ist.

Description:
Sohlenelement mit definierten Biegesteifigkeiten

Diese Erfindung betrifft ein Sohlenelement einbringbar in einen Schuh umfassend eine flexible Deckschicht zur Aufnahme eines Fußes in einem Fußbett, einen Einlagenkörper aufweisend teilbereichsweise unterschiedliche Biegeeigenschaften, welcher Einlagenkörper sich parallel zu einer Deckschichtoberfläche erstreckt und welcher Einlagenkörper mit der Deckschichtoberfläche verbunden ist, der Einlagenkörper als ein sich über einen ersten Teilbereich und über einen zweiten Teilbereiche erstreckender einstückiger Körper ausgebildet ist, welcher erste Teilbereiche des Einlagenkörpers aufweisend eine hohe Biegesteifigkeit in einer Ebene angrenzend zu dem zweiten Teilbereich des Einlagenkörpers mit einer niedrigen Biegesteifigkeit angeordnet ist, wobei der zweite Teilbereich den ersten Teilbereich zumindest teilweise umschließend angeordnet ist.

W02010085834A1 offenbart ein Sohlenelement umfassend eine Deckschicht, einen an der Deckschicht angebrachten und sich parallel zu der Deckschicht erstreckenden Einlagenkörper, wobei am Einlagenkörper Justierelemente anbringbar sind, um über die Justierelemente eine Anpassung des Sohlenelementes an die Bedürfnisse des Benutzers zu erzielen. WO2010085834A1, Seite 4, zweiter Absatz erwähnt die Ausbildung des Einlagenkörpers mit unterschiedlichen Werkstoffeigenschaften, insbesondere Biegeeigenschaften, um der Stützfunktion und der Anpassungsfähigkeit des Einlagenkörpers zu genügen. Weder der Beschreibungstext von W02010085834A1 noch die Figuren von W02010085834A1 geben dem Fachmann eine klare Anleitung, wie das Einlagensohlenelement umfassend unterschiedliche Werkstoffeigenschaften auszubilden ist. W02010085834A1 offenbart insbesondere nicht die Ausbildung von einem ersten Teilbereich mit einer ersten Biegesteifigkeit und von einem zweiten Teilbereich mit einer zweiten Biegesteifigkeit.

DE29810518 ist in W02010085834A1 als Stand der Technik genannt. DE29810518 offenbart eine Schuheinlage, die baukastenartig zusammensetzbar ist. Es findet sich in DE29810518 kein Hinweis auf die Ausbildung von unterschiedlichen Biegesteifigkeitsteilbereichen der Schuheinlage durch eine Anwendung dieses Baukastensystems.

US2184210 offenbart eine Schuhsohle mit einem Justierelement im Fersenbereich, welcher Fersenbereich sich eben erstreckend (siehe Figur 1 von US2184210) oder mit einer konvexen Bogenform ausgebildet ist. Es findet sich in US2184210 kein Hinweis auf die Ausbildung von unterschiedlichen Biegesteifigkeiten.

DE1982317U offenbart eine Einlagensohle umfassend Pelotte. Es findet sich in DE1982317U kein Hinweis darauf, dass die Einlagensohle im Bereich der Pelotte eine höhere Biegefestigkeit aufweist. Die Einlagensohle (in Figur 1 von DE1982317U mit dem Bezugszeichen 5 gekennzeichnet) ist aus Druckleder ausgebildet. Druckleder ist beliebig verformbar. DE102016211118 offenbart nicht, dass der erste Teilbereich und der zweite Teilbereich einander angeordnet sind. Figur 1 von DE 102016211118 offenbart, dass der erste Teilbereich und der zweite Teilbereich benachbart angeordnet sind.

Aus DE60009767 oder DE19904744 geht nicht eindeutig hervor, dass die angeführten Teilbereiche unterschiedliche Biegesteifigkeiten aufweisen.

DE102014215897 offenbart eine Sohle, bei welcher Sohle unter Auftreten Teilbereiche unterschiedliche Kontaktflächengrößen mit dem Untergrund aufweisen. Figur 1 von DE102014215897 zeigt die Anordnung der unterschiedlichen Teilbereiche, wobei keine umschließende Anordnung erkennbar ist.

Die in EP0553736 vorgeschlagenen Kammern in der Sohle sind mit Luft gefüllt (Luftkammem). Nach dem Stand der Technik weist Luft keine Biegesteifigkeit auf.

DE34046504 offenbart die Ausbildung von Taschen, welche mit einer Schüttung aus gekörnten Naturkork gefüllt ist. Eine Schüttung weist keine Biegesteifigkeit auf.

Die im Folgenden offenbarte Erfindung stellt sich die Aufgabe, einen Schuh durch das Einbringen des erfmdungsgemäßen Sohlenelementes in den Schuh an die Bedürfnisse des Benutzers anzupassen.

Die im Folgenden offenbarte Erfindung betrifft beispielsweise eine Einlagensohle. Das erfindungsgemäße Sohlenelement kann auch Teil eines Innenschuhs sein, welcher Innenschuh in einen Außenschuh eingebracht wird.

Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung und ein Verfahren gemäß den Ansprüchen gelöst. Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, dass

der erste Teilbereich im Bereich des Mittelfußes und/oder im Fersenbereich angeordnet ist.

Der erste Teilbereich aufweisend eine hohe Biegesteifigkeit ist in Form von Inseln im Einlagenkörper angeordnet.

Durch die Anordnung von ersten Teilbereichen mit einer hohen Biegesteifigkeit und zweiten Teilbereichen mit einer niedrigen Biegesteifigkeit im Einlagenkörper wird das Deformationsverhalten des erfmdungsgemäßen Sohlenelementes bestimmt. Eine Bewegung des an den ersten Teilbereichen anliegenden Fußes wird hierdurch unterbunden, während eine Bewegung des an den zweiten Teilbereich anliegenden Fußes freigegeben wird.

Die Ausbildung vom ersten Teilbereichen mit einer hohen Biegesteifigkeit und von zweiten Teilbereichen mit einer geringen Biegesteifigkeit, wobei die zweiten Teilbereiche die ersten Teilbereiche zumindest teilweise umschließen, entspricht dem Aufbau einer Fußsohle, weshalb der erfindungsgemäße Einlagenkörper sehr gut an die Bedürfnisse einer Person angepasst werden kann. Der Einlagenkörper erstreckt sich in Teilbereichen unterhalb des Fußbettes. Der Einlagenkörper stützt das Fußbett und beeinflusst durch seine mechanischen Eigenschaften die Kräfteverteilung auf den Fuß.

Eine umschließende Anordnung des zweiten Teilbereiches um den ersten Teilbereich liegt vor, wenn der zweite Teilbereich als ein sich um den ersten Teilbereich erstreckender Bereich angeordnet ist. Der zweite Teilbereich erstreckt sich entlang des gesamten Umfanges ersten Teilbereiches.

Eine zumindest teilweise Umschließung des ersten Teilbereiches durch den zweiten Teilbereich liegt dann vor, wenn Bereiche des ersten Teilbereiches nicht angrenzend an einen zweiten Teilbereich angeordnet sind. Dies kann insbesondere der Fall sein, wenn der erste Teilbereich sich bis an den Rand der erfmdungsgemäßen Einlagesohle erstreckt, sodass keine Anordnung eines zweiten Teilbereiches aus geometrischen Gründen möglich ist.

Eine unterschiedliche Biegesteifigkeit zwischen dem ersten Teilbereich und dem zweiten Teilbereich kann durch unterschiedliche Dicken des Einlagenkörpers und/oder durch das Anordnen von unterschiedlichen Materialien oder Materialkombinationen in den Teilbereichen erzielt werden. Letzteres kann beispielsweise durch das Anordnen von Bewehrungskörpem im Einlagekörper erfolgen. Die Ausbildung der Deckschicht mit unterschiedlichen Dicken schafft keinesfalls unterschiedliche Biegeeigenschaften, da die Deckschicht nach der gängigen Lehre aus einem sehr weichen Werkstoff auf weisend keine Biegeeigenschaft ausgebildet ist.

Der Übergang zwischen den Teilbereichen muss keinesfalls abrupt oder sprunghaft, das heißt eine eindeutige Teilbereichsgrenze aufzeigend erfolgen. Der Übergang zwischen den Teilbereichen kann auch kontinuierlich ansteigend oder abfallend gestaltet sein.

Durch die oben beschriebene Anordnung von ersten Teilbereichen mit höheren Biegesteifigkeiten und zweiten Teilbereichen mit niedrigeren Biegesteifigkeiten - jeweils im Vergleich zueinander - ist das Verformungsverhalten des Sohlenelementes im Bereich des ersten Teilbereiches derart vorgebbar, sodass sich das Sohlenelement bei einem üblichen Gebrauch wie beispielsweise Gehen nur in eine Richtung und/oder vorrangig im ausgewählten zweiten Teilbereichen verformen kann. Eine Verformung des Sohlenelementes im ersten Teilbereich in eine andere Richtung ist durch die erhöhte Biegesteifigkeit unterbunden.

Durch die Definition der ersten Teilbereiche und der zweiten Teilbereiche wird eine für den Benutzer unangenehme Deformation des Einlagesohlenelementes in einem Bereich und/oder eine für den Benutzer unangenehme Deformation des Einlagesohlenelementes in einem Bereich in eine bestimmte Richtung unterbunden. Die hier offenbarte Erfindung ist in der Lage, den vorteilhaften Effekt des Unterbindens einer Deformation in einem Bereich in eine Richtung zu erreichen, da ein Sohlenelement im Normalgebrauchsfall einer gewissen Belastung ausgesetzt ist, welche Belastung im Normalgebrauchsfall bei Sohlenelementen nach dem Stand der Technik eine Verformung des Sohlenelementes im einem Bereich in eine durch die Belastung hervorgerufene Richtung hervorruft. Diese für den Benutzer unangenehme Verformung wird bei dem erfmdungsgemäßen Sohlenelement durch die erhöhte Biegesteifigkeit des ersten Teilbereiches unterbunden, welcher ersten Teilbereich in einem Bereich mit zu unterbindenden Verformungen angeordnet ist.

Das erfindungsgemäße Sohlenelement kann sich dadurch auszeichnen, dass der Einlagenkörper im ersten Teilbereich eine Bogenform aufweist, wobei der Einlagenkörper im ersten Teilbereich eine Bogenform mit einer von einem Bogenende zu einem Scheitelpunkt ansteigenden Biegesteifigkeit aufweist. Eine über die Bogenlänge veränderliche Biegesteifigkeit kann durch die Materialwahl erreicht werden. Der Einlagenkörper kann beispielsweise in ersten Teilbereichen mit einer höheren Biegesteifigkeit Verstärkungselemente aufweisen. Die Anzahl oder die Dichte der Verstärkungselemente kann über die Bogenlänge variieren.

Der Einlagenkörper kann im ersten Teilbereich eine Bogenform mit einer über die Bogenlänge unterschiedlichen Einlagenkörperdicke aufweisen, wobei der Einlagenkörper im ersten Teilbereich eine Bogenform mit einer von einem Bogenende zu einem Scheitelpunkt ansteigenden Einlagenkörperdicke aufweist.

Ein so ausgebildeter Bogen ist wegen der Knickeigenschaften leichter durch eine in Richtung des Zentrums des Bogens wirkende Kraft als durch eine vom Zentrum des Bogens wegweisende Kraft verformbar. Das erfindungsgemäße Sohlenelement kann sich dadurch auszeichnen, dass der Einlagenkörper im Gebrauchsfall im ersten Teilbereich nur in Richtung des Zentrumspunktes und sohin ausschließlich nach unten und nicht nach oben verformbar ist.

Dies ist insbesondere für eine Einlagensohle von Bedeutung, da die auf eine Einlagensohle wirkenden Kräfte keinesfalls auf von oben nach unten wirkende Kräfte (in der Hauptsache zufolge des Gewichtes des Benutzers) beschränkt sind, sondern auch beispielsweise zufolge der stattfindenden Deformation des Schuhs Kräfte mit einer Wirkungsrichtung von unten nach oben auftreten können. Eine hierdurch verursachte Verformung wie beispielsweise eine Verwölbung einer Einlagensohle von unten nach oben wäre für den Benutzer unangenehm.

Der Fachmann ist in der Lage, dieses charakteristische Knickverhalten des Bogens zum Unterbinden von Verformungen in eine definierte Richtung im Beriech des Bogens auszunutzen.

Es kann der der erste Teilbereich des Einlagenkörpers in einer Ebene parallel zu einer Deckschichtoberfläche eine v-förmige Struktur aufweisen. Der zweite Teilbereich erstreckt sich bei dieser Ausführungsform zwischen den Schenkeln des V, sodass der erste Teilbereich den zweiten Teilbereich teilweise umschließt.

Die V-ähnliche Struktur des ersten Teilbereiches ist beliebig oft auf der Oberfläche der Deckschicht anordenbar. Der Einlagenkörper kann aus einem Thermoplast hergestellt sein. Der Fachmann ist in der Lage, ein geeignetes thermoplastisches Material auszuwählen, welches vorzugsweise bei circa 120 Grad Celsius an den Fuß des Benutzers anpassbar ist. Da die Deckschicht zumeist aus einem isolierenden Material hergestellt ist, beträgt die Oberflächentemperatur des Fußbettes während des Anpassvorganges circa 50 Grad Celsius.

Das erfindungsgemäße Sohlenelement kann ein im ersten Teilbereich anordenbares Justierelement umfassen, welches Justierelement an einer Einlagenkörperoberfläche des Einlagenkörpers anbringbar sind.

Das Justierelement ist ein dreidimensionaler Körper, welcher unter dem Sohlenelement zum lokalen Anheben des Sohlenelementes positioniert wird. Das Sohlenelement wird hierzu an der Einlagenkörperoberfläche des Einlagenkörpers nach Methoden nach dem Stand der Technik angeordnet. Das eingangs angeführte Dokument W02010085834A1 nennt mögliche Formen der Anbindung eines Justierelementes an den Einlagenkörper.

Das Justierelement kann unterschiedliche Höhen aufweisen, um eine lokale Schrägstellung des Fußbettes zu erreichen. Das Justierelement kann als eine Pelotte ausgebildet sein.

Das Justierelement kann weiters über flächige Adhäsionsmittel wie beispielsweise Klebeflächen oder Klettflächen an der Einlagenkörperoberfläche befestigt werden. Eine flächige Anbindung des Justierelementes an der Einlagekörperoberfläche hat den Vorteil, dass die auftretenden Scherkräfte gut aufgenommen werden können. Die Verwendung von lösbaren Verbindungsmitteln wie beispielsweise Klettverschlüssen erlaubt weiters das schnelle und einfache Abnehmen und gegebenenfalls Wechseln der Justierelemente.

Das Justierelement kann mit jedem mechanischen Verbindungmittel am Einlagekörper angebracht werden.

Durch die Anordnung eines flächigen Justierelementes im Bereich des ersten Teilbereiches und die flächige Anbindung des Justierelementes am Einlagenkörper wird die Biegesteifigkeit des ersten Teilbereiches weiter erhöht. Das Justierelement kann zur flächigen Anbindung am Einlagenkörper eine an die Einlagenkörperoberfläche angepasste Form aufweisen.

Das Justierelement kann in dem konkav ausgeformten ersten Teilbereich angeordnet sein. Hierdurch wird unterbunden, dass das Sohlenelement im Bereich des Justierelementes eine Deformation nach oben erfährt, was für den Benutzer sehr unangenehm wäre.

Das Justierelement kann insbesondere am Scheitelpunkt des konkav ausgebildeten ersten Teilbereiches angeordnet sein.

Zum besseren Verständnis der Erfindung wird diese anhand der nachfolgenden Figuren näher erläutert.

Es zeigen jeweils in stark vereinfachter, schematischer Darstellung: Fig. 1 eine mögliche Ausführungsform der erfmdungsgemäßen Einlagesohle ohne Justierelement,

Fig. 2 die in Figur 1 dargestellte Ausführungsform der erfmdungsgemäßen Einlagesohle mit

Justierelement,

Fig. 3 eine mögliche weitere Ausführungsform der erfmdungsgemäßen Einlagesohle ohne einem

Justierelement,

Fig. 4 die in Figur 3 dargestellte Ausführungsform der erfmdungsgemäßen Einlagesohle mit einem

Justierelement.

Einführend sei festgehalten, dass in den unterschiedlich beschriebenen Ausführungsformen gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen versehen werden, wobei die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sinngemäß auf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen werden können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z.B. oben, unten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen und sind diese Lageangaben bei einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage zu übertragen.

In den Figuren sind die Ausführungsformen des erfmdungsgemäßen Sohlenelementes dargestellt. Die Figuren umfassen nicht den Fuß, welcher bei Verwendung der dargestellten Ausführungsformen der Sohlenelemente in Kontakt mit den Sohlenelementen steht.

FIGURENBESCHREIBUNG

Figur 1 zeigt eine mögliche Ausführungsform der erfmdungsgemäßen Einlagesohle. Die Figur 1 umfasst links eine Ansicht der erfmdungsgemäßen Sohle sowie die Schnittbilder der in der Ansicht eingetragenen Schnitte A-A, B-B und C-C. Diese Anordnung von Ansicht und Schnittbildem ist in allen Figuren 1 bis 4 beibehalten.

Das erfmdungsgemäße Sohlenelement weist eine Form auf, sodass das Sohlenelement in einen Schuh nach dem Stand der Technik eingebracht werden kann. Die Figur 1 zeigt insbesondere in der Ansicht eine Sohle mit einer nach dem Stand der Technik bekannten Grundrissform, welche im Wesentlichen der Form eines Fußes folgt.

Das erfmdungsgemäße Sohlenelement umfasst eine Deckschicht 1 zur Aufnahme eines Fußes in einem Fußbett 2. Die Deckschicht 1 ist aus einem Textil hergestellt, sodass eine für den Benutzer angenehme Oberfläche ausgebildet werden kann.

Unterhalb der Deckschicht ist ein Einlagenkörper 3 angeordnet, durch welchen Einlagekörper 3 dem erfmdungsgemäßen Sohlenelement nach dem Stand der Technik Biegesteifigkeiten zugewiesen werden. Bereichsweise weist der unter der Deckschicht 1 situierte und sich parallel zu der Deckschicht 1 erstreckende und mit der Deckschicht 1 verbundene Einlagenkörper 3 unterschiedliche Biegesteifigkeiten auf.

Das erfindungsgemäße Sohlenelement umfasst insbesondere in dem einstückig ausgebildeten Einlagenkörper 3 zwei erste Teilbereiche 6, 6‘, welche ersten Teilbereiche 6, 6‘ durch einen zweiten Teilbereich 7 umschlossen sind. Die ersten Teilbereiche 6, 6‘ weisen jeweils eine höhere Biegesteifigkeit als die angrenzenden zweiten Teilbereiche 7 auf. Unter Anwendung der gängigen Lehre kann eine solche höhere Biegesteifigkeit des ersten Teilbereiches durch einen in Figur 1 nicht dargestellten Bewehrungskörper und/oder durch eine größere Dicke des Einlagenkörpers 3 im Bereich des ersten Teilbereiches 6 erzielt werden.

Durch die Anordnung von ersten Teilbereichen 6, 6‘ angrenzend an zweite Teilbereiche 7 wird die Biegesteifigkeit und sohin das Deformationsverhalten des erfmdungsgemäßen Sohlenelementes vorteilhaft bestimmt.

Bei der in Figur 1 gezeigten Ausführungsform des erfmdungsgemäßen Sohlenelementes sind die ersten Teilbereiche 6, 6‘ durch in Figur 1 eingetragene Teilbereichsgrenzen 8, 8‘ eindeutig von den zweiten Teilbereichen abgetrennt. Der Fachmann erkennt, dass die Dicke des Einlagenkörpers zwischen den ersten Teilbereichen 6, 6‘ und dem zweiten Teilbereich kontinuierlich, das heißt ohne Sprünge veränderlich ist.

Der eine erste Teilbereich 6, welcher nahe dem Mittelfußbereich 5 angeordnet ist, weist im Schnittbild C- C gesehen eine konkave bogenförmige Querschnittsform auf. Die Dicke des Einlagekörpers 3 ist in Bereich dieses ersten Teilbereiches 6 von der Teilbereichsgrenze 8 bis zum Bogenscheitelpunkt 9 zunehmend.

Durch diese spezielle Formgebung des ersten Teilbereiches 6 wird erreicht, dass dieser erste Teilbereich 6 bei einer üblichen Belastung durch einen Fuß nur nach unten - wie durch den Pfeil 10 in Figur 1 dargestellt - verformbar ist.

Der weitere erste Teilbereich 6‘ ist im Fersenbereich 4 des erfmdungsgemäßen Sohlenelementes angeordnet. Der weitere erste Teilbereich weist eine konvexe Bogenform auf, wobei der Einlagekörper im Bereich des Weiteren ersten Teilbereiches 6‘ eine über die Bogenlänge gleiche Dicke und sohin gleiche Biegesteifigkeit aufweist.

Der erste Teilbereich 6 umfasst Adhäsionsflächen 13 zum Anheften von Justierelementen, welche in Figur 1 nicht dargestellt sind (siehe insbesondere Schnitt A-A in Figur 1). Durch diese Justierelemente kann - wie in den weiteren Figuren dargestellt und nachfolgend beschrieben - das Sohlenelement in dem ersten Teilbereich 6 erhöht werden, um so eine bessere Anpassung an den Fuß zu erzielen. Die Adhäsionsfläche 13 weist eine Unterteilung 14 auf, sodass der Benutzer leicht und genau Justierelemente platzieren kann, welche vorzugsweise die Form der durch die Unterteilung 14 markierten Teilflächen aufweisen. Figur 2 zeigt eine weitere Ausführungsform des erfmdungsgemäßen Sohlenelementes, wobei die in Figur 2 gezeigte Ausführungsform der in Figur 1 gezeigten und oben beschriebenen Ausführungsform, um ein Justierelement 11 ergänzt, entspricht. Mittels des Justierelementes 11 wird das erfmdungsgemäße Sohlenelement in einem Bereich um das Justierelement 11 gehoben, wobei durch die Ausbildung des Sohlenelementes in dem ersten Teilbereich 6 vorteilhafte Wirkungen erzielt werden.

Bei einem Sohlenelement wie in W02010085834A1 beschrieben ist zu beobachten, dass sich das Sohlenelement beim Gebrauch, insbesondere beim Gehen im Mittelfußbereich 5 nach oben deformiert kann, was für einen Benutzer unangenehm sein kann. Beim Gehen, insbesondere beim Abrollen des Fußes über den Zehenbereich wird das Sohlenelement in Besonderen im Mittelfüßbereich 5 unter einer stattfindenden Entlastung im Mittelfußbereich 5 und im Fersenbereich 4 gebogen.

Dieser Umstand kann durch das Anordnen eines Justierelementes 11 im Mittelfüßbereich 5 verstärkt werden, da durch das angeordnete Justierelement 11 das Sohlenelement und insbesondere der Einlagenkörper 3 eine Ausgangsdeformation erfahren, welche Ausgangsdeformation die für den Benutzer unangenehme Deformation nach oben begünstigt.

Die oben beschriebene vorteilhafte Ausbildung des ersten Teilbereiches 6 verhindert die Deformation des Sohlenelementes im ersten Teilbereich 6. Insbesondere wird die für den Benutzer unangenehme Deformation nach oben durch die Ausbildung des ersten Teilbereiches in einer Bogenform mit einer von der Teilbereichsgrenze 8 zum Bogenscheitelpunkt zunehmenden Biege Steifigkeit unterbunden.

Der weitere erste Teilbereich 6‘, in welchem weiteren ersten Teilbereich 6‘ keine Deformation nach oben zu beobachten ist, weist eine gleichbleibende Biege Steifigkeit auf.

Der Einlagenkörper 3 des in Figur 1 und Figur 2 dargestellten Sohlenelementes ist aus einem Thermoplast hergestellt, sodass das Sohlenelement durch Erwärmen des Thermoplastes in einem einfachen Verfahren an die Form des Fußes des Benutzers angepasst werden kann.

Figur 3 zeigt eine weitere mögliche Ausführungsform des erfindungsgemäßen Sohlenelementes, welches zu einer Einbringung in einen Schuh geeignet ist. Das erfindungsgemäße Sohlenelement weist hierzu eine an die Sohle oder an das Fußbett des Schuhs angepasste Form auf.

Das Sohlenelement umfasst eine flexible Deckschicht 1 zur Aufnahme des Fußes in einem Fußbett 2. Das erfindungsgemäße Sohlenelement steht sohin über das Fußbett 2 mit dem Fuß in Kontakt, wobei durch die werkstofftechnischen Eigenschaften des Sohlenelementes die Stellung des Fußes beeinflusst wird.

Das Sohlenelement umfasst weiters wiederum einen Einlagenkörper 3, welcher Einlagenkörper 3 sich parallel zu der Deckschichtoberfläche erstreckt und mit dieser flächig verbunden ist. Der Einlagenkörper 3 ist als ein sich über erste Teilbereiche 6, 6‘ und über zweite Teilbereiche 7 erstreckender einstückiger Körper ausgebildet, wobei der Begriff der Einstückigkeit hier so zu verstehen ist, dass die Teilbereiche untrennbar miteinander verbunden sind.

Es ist ein erster Teilbereich 6 des Einlagenkörpers 3 mit einer hohen Biegesteifigkeit in einer Ebene angrenzend zu einem zweiten Teilbereich 7 des Einlagenkörpers 3 mit einer niedrigen Biegesteifigkeit angeordnet. Bei der in Figur 3 dargestellten Ausführungsform wird die höhere Biegesteifigkeit durch die Anordnung eines Körpers im Einlagenkörper 3 unter Definition des ersten Teilbereiches 6 erreicht.

Der zweite Teilbereich 7 ist den ersten Teilbereich 6 zumindest teilweise umschließend angeordnet, sodass der erste Teilbereich 6 inselförmig im zweiten Teilbereich 7 angeordnet ist.

Der erste Teilbereich 6 weist in einer Ebene in dem Einlagenkörper 3 eine V-förmige Struktur auf. Der erste Teilbereich 6 bildet insbesondere zwei v-förmige Strukturen aus, welche zusammen eine x-förmige Struktur ergeben. Der erste Teilbereich 6 ist mit seiner x-förmigen Struktur inselförmig im zweiten Teilbereich 7 angeordnet.

Durch die x-förmige Struktur des ersten Teilbereiches 6 wird die Eigenschaft des Sohlenelementes in Hinblick auf eine Torsion maßgeblich beeinflusst. Eine Torsion des Sohlenelementes ist aufgrund der geometrischen Struktur des ersten Teilbereiches nur in dem in Figur 3 markierten Torsionsbereich 12 möglich.

Figur 4 zeigt die auch in Figur 3 dargestellte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Sohlenelementes, welches Sohlenelement um ein Justierelement 11 ergänzt wurde. Das Justierelement 11 verdeckt in der Ansicht die Adhäsionsfläche 13. Die Adhäsionsfläche 13 ist aus Gründen der Übersichtlichkeit in den Schnitten nicht dargestellt.

Der erste Teilbereich 6 ist geeignet, eine mögliche Verformung eines zwischen den Schenkeln der v- förmigen Form an der Einlagenkörperoberfläche angeordneten Justierelements 11 derart zu beeinflussen, dass eine Vorformung des Sohlenelementes in diesem Teilbereich nach oben unterbunden wird. Eine solche Bewegung des Sohlenelementes nach oben wäre - wie oben ausgeführt - für den Benutzer sehr unangenehm.

Der weitere erste Teilbereich 6‘ ist bei den in Figur 3 und Figur 4 gezeigten Ausführungsformen gleich wie in den in Figur 1 und Figur 2 gezeigten Ausführungsformen ausgeführt und bedarf hierbei keiner weiteren Erklärung.

Die Ausführungsbeispiele zeigen mögliche Ausführungsvarianten, wobei an dieser Stelle bemerkt sei, dass die Erfindung nicht auf die speziell dargestellten Ausführungsvarianten derselben eingeschränkt ist, sondern vielmehr auch diverse Kombinationen der einzelnen Ausführungsvarianten untereinander möglich sind und diese Variationsmöglichkeit aufgrund der Lehre zum technischen Handeln durch gegenständliche Erfindung im Können des auf diesem technischen Gebiet tätigen Fachmannes hegt.

Der Schutzbereich ist durch die Ansprüche bestimmt. Die Beschreibung und die Zeichnungen sind jedoch zur Auslegung der Ansprüche heranzuziehen. Einzelmerkmale oder Merkmalskombinationen aus den gezeigten und beschriebenen unterschiedlichen Ausführungsbeispielen können für sich eigenständige erfinderische Lösungen darstellen. Die den eigenständigen erfinderischen Lösungen zugrundeliegende Aufgabe kann der Beschreibung entnommen werden.

Sämtliche Angaben zu Wertebereichen in gegenständlicher Beschreibung sind so zu verstehen, dass diese beliebige und alle Teilbereiche daraus mitumfassen, z.B. ist die Angabe 1 bis 10 so zu verstehen, dass sämtliche Teilbereiche, ausgehend von der unteren Grenze 1 und der oberen Grenze 10 mit umfasst sind, d.h. sämtliche Teilbereiche beginnen mit einer unteren Grenze von 1 oder größer und enden bei einer oberen Grenze von 10 oder weniger, z.B. 1 bis 1,7, oder 3,2 bis 8, 1, oder 5,5 bis 10.

Der Ordnung halber sei abschließend darauf hingewiesen, dass zum besseren Verständnis des Aufbaus Elemente teilweise unmaßstäblich und/oder vergrößert und/oder verkleinert dargestellt wurden.

Bezugszeichenaufstellung

1 Deckschicht

2 Fußbett

3 Einlagenkörper

4 Fersenbereich

5 Mittelfußbereich

6 erster Teilbereich

7 zweiter Teilbereich

8 Teilbereichsgrenzen

9 Bogenscheitelpunkt

10 Pfeil

11 Justierelement

12 Torsionsbereich

13 Adhäsionsfläche

14 Unterteilung