CIETTO, Armando (Via Feltrina Sud 92, Montebelluna, I-31044, IT)
CIETTO, Armando (Via Feltrina Sud 92, Montebelluna, I-31044, IT)
Ansprüche
1. Sohlenkonstruktion für einen Schuh, die einen Sohlenkörper aufweist, in dem ein Hohlraum eingelassen ist, der sich entlang dem Sohlenkörper erstreckt und der durch eine elastisch verformbare Abdeckung, die öffnungen aufweist, geschlossen ist, und in welcher der Hohlraum durch die öffnungen mit der dem Schuh zugewandten Außenseite des Sohlenkörpers in Verbindung steht und in welcher der Hohlraum mit einem oder mehreren ersten Quergängen in Verbindung steht, die in öffnungen in der seitlichen und/oder hinteren Oberfläche des Sohlenkörpers münden, so dass der Hohlraum mit dem äußeren des Sohlenkörpers in Verbindung gesetzt wird.
2. Sohlenkonstruktion für einen Schuh gemäß Anspruch 1 , in welcher die Quergänge in mindestens einer öffnung im Ballenbereich des Sohlenkörpers und in mindestens einer öffnung im Fersenbereich des Sohlenkörpers münden, so dass der Hohlraum mit dem äußeren des Sohlenkörpers in Verbindung gesetzt wird.
3. Sohlenkonstruktion für einen Schuh gemäß Anspruch 1 oder 2, in welcher der Hohlraum einen ersten dem Fersenbereich zugewandter Hohlraum und einen zweiten dem Zehenbereich zugewandten Hohlraum und mindestens einen Längskanal, über den der erste und der zweite Hohlraum miteinander in Verbindung stehen, umfasst, wobei der erste Hohlraum und/oder der zweite Hohlraum und/oder der Längskanal durch die öffnungen mit der dem Schuh zugewandten Außenseite des Sohlenkörpers in Verbindung stehen.
4. Sohlenkonstruktion gemäß Anspruch 3, in welcher der erste Hohlraum im Grundriss eine längliche, insbesondere elliptische, Form aufweist und/oder der zweite Hohlraum im Grundriss länglich, insbesondere lanzenföπmig, ist.
5. Sohlenkonstruktion gemäß Anspruch 3 oder 4, in welcher der erste Hohlraum mit einem oder mehreren ersten Quergängen in Verbindung steht, die in öffnungen in der seitlichen oder hinteren Oberfläche des Sohlenkörpers münden, sodass der erste Hohlraum mit dem äußeren des Sohlenkörpers in Verbindung gesetzt wird.
6. Sohlenkonstruktion gemäß einem Ansprüche 3 - 5, in welcher der zweite Hohlraum mit einem oder mehreren zweiten Quergängen in Verbindung steht, die in öffnungen in der seitlichen Oberfläche des Sohlenkörpers münden, sodass dieser zweite Hohlraum mit dem äußeren des Sohlenkörpers in Verbindung gesetzt wird.
7. Sohlenkonstruktion gemäß Anspruch 6, in welcher die Abdeckung im Querschnitt die Form eines umgedrehten „C" aufweist, dessen Flügel auf der inneren Seitenfläche des Sohlenkörpers ruhen, wobei diese Flügel an den ersten und zweiten Quergängen erste und zweite Durchgangslöcher aufweisen.
8. Sohlenkonstruktion gemäß einem der Ansprüche 3 - 7, in welcher sich zwischen der Abdeckung und dem Boden des zweiten Hohlraums eine bestimmte Anzahl von Abstandsstücken aus elastisch verformbarem Material befindet.
9. Sohlenkonstruktion gemäß Anspruch 8, in welcher zumindest eines der bestimmten Anzahl der Abstandsstücke im Wesentlichen zylindrisch ist und im mittleren Bereich eine ringförmige Verengung aufweist, so dass die Abstandsstücke im Längsschnitt die Form einer Acht besitzen, oder im mittleren Bereich mehrere ringförmige Verengungen aufweist.
10. Sohlenkonstruktion gemäß Anspruch 8 oder 9, in welcher die Abstandsstücke an der Abdeckung befestigt sind und in den zweiten Hohlraums hineinragen.
11. Sohlenkonstruktion gemäß einem der Ansprüche 3 - 10, in welcher sich zwischen der Abdeckung und dem Boden des ersten Hohlraums eine bestimmte Anzahl von Abstandsstücken aus elastisch verformbarem Material befindet.
12. Sohlenkonstruktion gemäß Anspruch 11 , in welcher zumindest eines der bestimmten Anzahl der Abstandsstücke im Wesentlichen zylindrisch ist und im mittleren Bereich eine ringförmige Verengung aufweist, so dass die Abstandsstücke im Längsschnitt die Form einer Acht besitzen, oder im mittleren Bereich mehrere, insbesondere zwei, ringförmige Verengungen aufweist.
13. Sohlenkonstruktion gemäß Anspruch 11 oder 12, in welcher die Abstandsstücke an der Abdeckung befestigt sind und in den ersten Hohlraum hineinragen.
14. Sohlenkonstruktion gemäß einem der Ansprüche 1 - 7, worin die Abdeckung eine Mehrzahl an Noppen aufweist, die in den Hohlraum hineinragen.
15. Sohlenkonstruktion nach Anspruch 14, in welcher zumindest zwei der Mehrzahl der Noppen in der Größe und/oder dem Durchmesser und/oder ihrer Shorehärte unterschiedlich sind.
16. Sohlenkonstruktion gemäß Anspruch 14 oder 15, in welcher die Noppen gemäß der Anatomie des Fußes angeordnet und geformt sind.
17. Sohlenkonstruktion gemäß einem der Ansprüche 14 - 16, in welcher die Noppen so angeordnet sind, dass sie Kanäle von dem Fersenbereich in Richtung des Ballenbereichs und/oder Kanäle von dem Ballenbereich in Richtung des Fersenbereichs ausbilden.
18. Sohlenkonstruktion nach Anspruch 17, in welcher die Kanäle in Richtung der öffnungen der Quergänge verlaufen.
19. Sohlenkonstruktion gemäß einem der Ansprüche 3 - 18, in welcher aus der genannten Abdeckung im Bereich oberhalb des Längskanals und in Richtung von dessen Boden eine quergängige Scheidewand hervorragt, die beim Gehen in einem Sitz mit negativem Profil, der in den Boden des Längskanals eingelassen ist und die erste von der zweiten Kammer trennt, zeitweise zum Einsatz kommt.
20. Sohlenkonstruktion gemäß Anspruch 19, in welcher der Sitz im Längsschnitt des Sohlenkörpers im Wesentlichen eine Dreiecksform aufweist.
21. Sohlenkonstruktion gemäß einem der Ansprüche 3 - 18, in welcher innerhalb des Längskanals in dem Sohlenkörper zumindest eine Stütze, insbesondere eine säulenartige Stütze, für die Abdeckung ausgebildet ist.
22. Sohlenkonstruktion gemäß einem der Ansprüche 1 - 21, worin die Ausgänge des einen oder der mehreren Quergänge mit einer atmungsaktiven, feuchtigkeitsundurchlässigen Membranschicht geschlossen sind.
23. Sohlenkonstruktion gemäß Anspruch 22, worin die Membranschicht einstückig ausgebildet ist.
24. Sohlenkonstruktion gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, worin der eine oder die mehreren Quergänge eingelegte Ventile mit wasserundurchlässigen Membranen aufweisen.
25. Sohlenkonstruktion gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, weiterhin eine, insbesondere luftgepolsterte, Noppeninnensohle umfassend, die sich in dem Hohlraum und unterhalb der Abdeckung erstreckt und Luftzirkulationsöffnungen aufweist.
26. Sohlenkonstruktion gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, weiterhin eine luftzirkulierende Einlage oder eine Lage aus einem luftdurchlässigen Material umfassend, die sich in dem Hohlraum und unterhalb der Abdeckung erstreckt.
27. Sohlenkonstruktion gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, in welcher in dem Hohlraum Erhebungen aus einem elastischen Material ausgebildet sind.
28. Sohlenkonstruktion gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, in welcher die elastischen Erhebungen schrägliegende sägezahnartige Erhebungen oder wabenförmige oder gitterförmige oder rechteckförmige oder ovale oder runde oder wellenförmige Erhebungen sind.
29. Sohlenkonstruktion gemäß Anspruch 28, in welcher in dem Fersenbereich eine andere Form von Erhebungen ausgebildet ist als in dem übrigen Bereich oder als in dem Zehenbereich.
30. Sohlenkonstruktion gemäß Anspruch 28 oder 29, in welcher die Erhebungen so ausgebildet sind, dass über zumindest einen Teil des Hohlraums Kanäle ausgebildet werden.
31. Sohlenkonstruktion gemäß Anspruch 30, in welcher die Kanäle sich von Fersenbereich in Richtung des Zehenbereichs erstrecken.
32. Sohlenkonstruktion gemäß Anspruch 31 , in welcher sich die Kanäle in Richtung der öffnungne der Quergänge erstrecken.
33. Sohlenkonstruktion gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, weiterhin eine elastische Zwischenschicht oberhalb oder unterhalb der elastischen Abdeckung umfassend, welche öffnungen und/oder Kanäle aufweist. |
Sohlenstruktur für Schuhwerk
Gebiet der Erfindung
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Sohle für Schuhwerk, die bei jedem Schritt der Laufbewegung Luftzirkulation im Schuh und damit direkt zum Fuß ermöglicht.
Stand der Technik
Heutzutage sind Schuhe bekannt, die in der Sohle mit Vorrichtungen ausgestattet sind, welche die Luftzirkulation im Schuh begünstigen, was die innere Feuchtigkeit verringert und damit den Fußkomfort des Benutzers verbessert. Dieser bekannte Schuhtyp sieht im Allgemeinen mechanische Teile vor, wie Hohlverbindungen und Ventile, die untereinander verbunden in dem Sohleninneren untergebracht sind.
Der hauptsächliche Nachteil dieser Art von Schuhen besteht darin, dass die verschiedenen mechanischen Teile, welche die Luftzirkulation ermöglichen, insbesondere die Hohlverbindungen und Ventile, während des Gehens einer erhöhten mechanischen Beanspruchung unterzogen sind, die einen Bruch und/oder die gegenseitige Ablösung voneinander unter Verlust ihrer Funktionstüchtigkeit zur Folge haben. Zudem lassen die meisten Konstruktionen die zugeführte Luft nicht bis zum Fuß vor.
Ein anderer Nachteil, den dieser Schuhtyp aufweist, betrifft die Tatsache, dass die erwähnten mechanischen Teile, die für die Luftzirkulation erforderlich sind, sehr teuer sind, was die Herstellungskosten dieser Schuhe in die Höhe treibt. Ein weiterer großer Nachteil ist, dass die verschiedenen mechanischen Teile, welche die Luftzirkulation im Schuh ermöglichen, ziemlich viel Platz beanspruchen. Für ihre Unterbringung ist daher eine Sohle großen Abmessungen, insbesondere großer Dicke, erforderlich, was zu einem unästhetischen Aussehen führen kann.
Die Hauptaufgabe der vorliegenden Erfindung besteht daher darin, ohne mechanische Teile mit jedem Schritt Frischluft in der Sohle auszutauschen, zuzuführen und bis zum Fuß direkt weiterzuleiten und die deutlich gemachten technischen Probleme
zu lösen, indem sie die Nachteile, der herkömmlichen Technik beseitigt und Bedingungen schafft, die eine gute Luftzirkulation im Schuhinneren ermöglicht, ohne die Sohlenabmessungen gegenüber Schuhen ohne Luftzirkulation wesentlich verändern zu müssen.
Im Rahmen dieser Aufgabe besteht ein weiteres wichtiges Ziel darin, ein Schuhwerk zu konstruieren, das einerseits eine effiziente und dauerhafte Luftzirkulation gewährleistet, andererseits fehler- und wartungsfrei ist.
Ein anderes wichtiges Ziel ist es, dass sich die vorliegende Erfindung auf Schuhe, die in den branchenüblichen Produktionsverfahren und mit der herkömmlichen Technik ausgestattet sind, anwenden lässt. Die letzte Zielsetzung besteht darin, eine Konstruktion zu finden, die vom Aufbau her einfach und in der Herstellung nicht zu teuer ist.
Beschreibung der Erfindung
Die oben genannten Aufgaben und Ziele werden gelöst und erreicht durch eine Sohlenkonstruktion für einen Schuh gemäß Anspruch 1 , die einen Sohlenkörper aufweist, in dem ein Hohlraum eingelassen ist, der sich durchgehend entlang dem Sohlenkörper erstreckt und der durch eine elastisch verformbare Abdeckung, die öffnungen aufweist, geschlossen ist, und in welcher der Hohlraum durch die öffnungen mit der dem Schuh zugewandten Außenseite des Sohlenkörpers in Verbindung steht und in welcher der Hohlraum mit einem oder mehreren ersten Quergängen in Verbindung steht, die in öffnungen in der seitlichen und/oder hinteren Oberfläche des Sohlenkörpers münden, so dass der Hohlraum mit dem äußeren des Sohlenkörpers in Verbindung gesetzt wird.
Die Abdeckung kann hierbei lose aufgelegt den Hohlraum abdecken oder fest mit dem Sohlenkörper verbunden sein.
Der Hohlraum kann hierbei einen ersten dem Fersenbereich zugewandten (Unter-) Hohlraum und einen zweiten dem Zehenbereich zugewandten (Unter-) Hohlraum und mindestens einen Längskanal, über den der erste und der zweite Hohlraum miteinander in Verbindung stehen, umfassen, wobei der erste Hohlraum und/oder der zweite Hohlraum und/oder der Längskanal durch die öffnungen mit der dem Schuh zuge-
wandten Außenseite des Sohlenkörpers in Verbindung stehen.
Es kann bevorzugt sein, öffnungen, jeweils mehrere Ein-/Ausgänge, im Fersenbereich und sowohl an der Innen- als auch Außenseite im Ballenbereich vorzusehen. Hierbei versteht es sich, dass sich der Fersenbereich vom Fußende bis zu dem Gelenkbereich erstreckt, und dass sich der Ballenbereich von der Fußvorderseite bis zu dem Gelenkbereich erstreckt. Die öffnungen der Abdeckung können sich somit insbesondere oberhalb des ersten und/oder des zweiten Hohlraums befinden. Ebenso können sie sich oberhalb des Längskanals befinden. Insbesondere kann die Abdeckung über ihre gesamte Fläche öffnungen aufweisen. Es kann bevorzugt werden, dass die Abdeckung und/oder der Sohlenkörper elastisch verformbar ausgebildet sind.
Somit wird eine Sohlenkonstruktion zur Verfügung gestellt, die eine verbesserte Luftzirkulation in einfachem Aufbau allein durch die Bewegung während des Gehens ohne die Notwendigkeit einer signifikanten Vergrößerung gegenüber herkömmlichen Sohlenkonstruktionen ohne Luftzirkulation zur Verfügung stellt. Die öffnungen in der Abdeckung ermöglichen ein effektives Lüften des Schuhinneren oberhalb der Abdeckung. Während die Ausbildung eines durchgehenden Hohlraums einfacher sein kann, ist die Weiterbildung, in der der Hohlraum die zwei Hohlräume und den Längskanal umfasst, durch das kontrollierte Führen des Luftstroms vom Fersen- zum Zehenbereich und umgekehrt durch den Längskanal vorteilhaft. Die Quergänge weisen Ausgänge in den Hohlraum auf. Somit wird eine effiziente Luftzuführung von außen in das Innere des Sohlenkörpers und somit schließlich in den Fußraum erreicht.
Die Quergänge, mit denen der Hohlraum (bzw. der erste oder der zweite Hohlraum) in Verbindung steht, können insbesondere in mindestens einer öffnung im Ballenbereich des Sohlenkörpers und in mindestens einer öffnung im Fersenbereich des Sohlenkörpers münden, so dass der Hohlraum mit dem äußeren des Sohlenkörpers in Verbindung gesetzt wird. Somit kann Außenluft je nach Gehphase im Fersenbereich eingesogen und im Ballenbereich zuvor eingesogene Luft ausgestoßen werden und umgekehrt.
Die Sohlenkonstruktion der Erfindung stellt somit eine Art Blasebalgsystem bzw. Punpsystem dar, in dem unter Nutzung der natürlichen Gehbewegung durch Druck
und Sog Außenluft eingesogen und wieder ausgestoßen wird. In der Gehphase, in der die Ferse des Fußes aufsetzt, wird ein Druck auf den Fersenbereichs des Hohlraums ausgeübt, wodurch die in der Sohlenkonstruktion vorhandene Luft in Richtung Fußsohle und Richtung Ballenbereich gedrückt wird. Bei Gewichtsverlagerung auf den Ballenbereich wird im Fersenbereich Außenluft eingesogen.
Der erste Hohlraum kann im Grundriss eine längliche, insbesondere elliptische, Form aufweisen und er ist gemäß einer Weiterbildung mit einem oder mehreren ersten Quergängen verbunden ist, die in öffnungen in der seitlichen oder hinteren Oberfläche des Sohlenkörpers münden, sodass der erste Hohlraum mit dem äußeren des Sohlenkörpers in Verbindung gesetzt wird.
Der zweite Hohlraum kann im Grundriss länglich, insbesondere lanzenförmig, sein und steht gemäß einem Beispiel der hier offenbarten Sohlenkonstruktion mit einem oder mehreren zweiten Quergängen in Verbindung, die in öffnungen in der seitlichen Oberfläche des Sohlenkörpers münden, sodass dieser zweite Hohlraum mit dem äußeren des Sohlenkörpers in Verbindung gesetzt wird.
In den obigen Beispielen weisen die verbindenden Quergänge Ausgänge in den ersten und/oder den zweiten Hohlraum auf. Somit wird eine effiziente Luftzuführung und Luftzirkulation im Fersenbereich sowie im Bereich des Mittelfußes bis zur Fußspitze erreicht.
Die Abdeckung kann im Querschnitt die Form eines umgedrehten „C", um 90° im Uhrzeigersinn gedrehten „C", aufweisen, dessen Flügel auf der inneren Seitenfläche des Sohlenkörpers ruhen, und wobei diese Flügel an den ersten und zweiten Gängen erste und zweite Durchgangslöcher aufweisen. Während so eine feste Stütze der Abdeckung erreicht wird, ist diese Konstruktion etwas komplizierter als eine alternative Lösung, bei der die gesamte Abdeckung ohne die Flügel des umgedrehten „C" ausgebildet ist.
Um die dynamische Luftzirkulation in der Sohlenkonstruktion noch effizienter zu gestalten und zusätzlich dem Träger eines Schuhs mit der erfindungsgemäßen Sohlenkonstruktion einen erhöhten Tragekomfort anzubieten, können zwischen der Abdeckung und dem Boden des zweiten Hohlraums eine bestimmte Anzahl von Abstands-
stücken aus elastisch verformbarem Material angebracht sein, wodurch die zeitweise Annäherung der Abdeckung an den Boden ermöglicht wird. Wenn während des Gehens der Vorderfuß auf den Boden gedrückt wird, wird die Luft beim Zusammendrücken der Abstandsstücke beinahe vollständig aus dem zweiten Hohlraum herausgedrückt, und gleichzeitig wird im Fersenbereich eine relativ große Menge an Luft angesogen.
Es hat sich herausgestellt, dass es vorteilhaft ist, wenigstens eins der Abstandsstücke im Wesentlichen zylindrisch und im mittleren Bereich mit eine ringförmige Verengung, so dass die Abstandsstücke im Längsschnitt die Form einer Acht besitzen, oder mit mehrere ringförmige Verengungen auszubilden. Derart ausgebildete Abstandsstücke werden leicht zusammengedrückt und erreichen bei Entlastung schnell wieder ihre entspannte Ausgangsform. Hinsichtlich der Produktion ist es vorteilhaft, wenn die Abstandsstücke an der Abdeckung befestigt sind und in Richtung des zweiten Hohlraums hervorragen. Alternativ können sie innerhalb des zweiten Hohlraums in dem Sohlenkörper ausgebildet sein.
Gemäß einem weiteren Beispiel der Sohlenkonstruktion können sich alternativ oder zusätzlich zwischen der Abdeckung und dem Boden des ersten Hohlraums eine bestimmte Anzahl von Abstandsstücken aus elastisch verformbarem Material befindet, wodurch die zeitweise Annäherung der Abdeckung an den Boden ermöglicht wird. Auch hier und aus denselben Gründen wie oben können diese Abstandsstücke, zumindest eins, im Wesentlichen zylindrisch sein und im mittleren Bereich eine ringförmige Verengung aufweisen, so dass die Abstandsstücke im Längsschnitt in Form einer Acht ausgebildet werden. Auch diese Abstandsstücke können an der Abdeckung angebracht sein. Da auf dem ersten Hohlraum während des Gehens eine größere Kraft von dem Fuß eines Benutzers ausgeübt wird, kann es vorgezogen werden, die Abstandsstücke mit zwei oder mehr ringförmigen Verengungen zu versehen.
Gemäß einer Weiterbildung weist die Abdeckung der Sohlenkonstruktion eine Mehrzahl an Noppen auf, die in den Hohlraum hineinragen. Vorteilhafterweise können zumindest zwei der Mehrzahl der Noppen in der Größe und/oder dem Durchmesser und/oder ihrer Shorehärte unterschiedlich sein. Gruppen von Noppen, z.B. in Form von Kegelstümpfen, unterschiedlicher Größe und/oder Umfangs können angeordnet sein, um die Luftzirkulation weiter zu verbessern und auch den Tragekomfort, z.B. bei
einer anatomischen Anordnung, d.h. einer der Anatomie des Fußes angepassten Anordnung und Form der Noppen, zu erhöhen. Die Abdeckung und/oder die Noppen können hierbei aus elastischem Material, beispielsweise PU oder Latex, bestehen.
Die Noppen können in Gruppen von Noppen gleicher Größe und/oder gleichen Um- fangs angeordnet sein. Hierbei können die Noppen innerhalb einer Gruppe untereinander mit einem Maß beabstandet sein, welches sich von dem Maß der Beabstan- dung einzelner Noppen einer anderen Gruppe verschieden ist.
Insbesondere können die Noppen so angeordnet sein, dass sie Kanäle von dem Fersenbereich in Richtung des Ballenbereichs und/oder Kanäle von dem Ballenbereich in Richtung des Fersenbereichs ausbilden. Vorteilhafterweise können diese Kanäle in Richtung zu den öffnungen der Quergänge hin verlaufen.
Das Zusammenspiel der mechanischen Verformung der derart mit Noppen versehenen elastischen Abdeckung infolge der natürlichen Gehbewegung mit dem den lufttechnischen Effekten des Ansaugens, Umverteilens und Wiederausstoßens der, wie sie durch die öffnungen der Quergänge an der Oberfläche des Sohlenkörpers, erreicht werden, führt zu einer bewegungsdynamischen, aktiven Belüftung des Schuhinnenbereichs infolge des natürlichen Auftretens und Abrollen des Fußes.
Weiterhin kann gemäß einer Weiterbildung aus der genannten Abdeckung im Bereich oberhalb des Längskanals und in Richtung von dessen Boden eine quergängige Scheidewand hervorragen, die beim Gehen in einem Sitz mit negativem Profil, der in den Boden des Längskanals eingelassen ist und die erste von der zweiten Kammer trennt, zeitweise zum Einsatz kommt. Der Sitz im Längsschnitt des Sohlenkörpers kann hierbei im Wesentlichen eine Dreiecksform aufweisen. Durch das Bereitstellen der Scheidewand werden die erste Kammer und die zweite Kammer zeitweise während der Gehbewegung voneinander getrennt. In der Gehphase, in der die Kammern getrennt sind, kann die in der zweiten Kammer enthaltene Luft nicht in die erste Kammer zurückströmen, und kann somit durch in die Abdeckung eingelassene Durchgangsöffnungen teilweise in das Schuhinnere eindringen und teilweise durch Kanäle aus dem Sohlenkörper entweichen. Dies führt zu einer Steigerung der Effizienz im Prozess der Luftzirkulation im Schuhwerk.
In einer alternativen Weiterbildung wird innerhalb des Längskanals in dem Sohlenkörper zumindest eine Stütze, insbesondere eine säulenartige Stütze, für die Abdeckung ausgebildet. Neben einer Stützfunktion für die Abdeckung und somit dem Fuß des Benutzers wird hierdurch der Luftdurchgang durch den Längskanal verringert bzw. die Geschwindigkeit der von dem einen Hohlraum in den anderen Hohlraum strömenden Luft erhöht, wodurch eine effizientere Luftzirkulation erreicht wird.
Die Sohlenkonstruktion der vorliegenden Erfindung kann in sämtlichen Beispielen vorzugsweise eine atmungsaktive, feuchtigkeitsundurchlässige Membranschicht unterhalb und/oder oberhalb der Abdeckung umfassen. Insbesondere können die Ausgänge des einen oder der mehreren Quergänge in den ersten und/oder den zweiten Hohlraum mit einer atmungsaktiven, feuchtigkeitsundurchlässigen Membranschicht abgedeckt sein. Die Membranschicht kann als eine einstückige Schicht ausgebildet sein. Alternativ können vereinzelte Membranflecken jeweils Ausgänge der Quergänge in den ersten und/oder den zweiten Hohlraum (Luftzufuhröffnungen) abdecken.
Eine solche Membranschicht, wie sie im Stand der Technik in verschiedenen Materialausbildungen bekannt ist, die sämtlich in der vorliegenden Anwendung finden können, beispielsweise Polyester und/oder Polyether umfassend oder daraus bestehend, verhindert das Eindringen von Feuchtigkeit von außerhalb des Schuhs und kann e- benso dazu beitragen Feuchtigkeit aus dem Schuhinneren nach außen zu transportieren.
Die atmungsaktive Membranschicht kann insbesondere an den Seiten und/oder auf dem Boden des ersten und des zweiten Hohlraums und des Längskanals vorgesehen werden, wodurch ein Verhindern des Eindringens von Feuchtigkeit von außen gewährleistet ist,
Zum Zwecke einer verbesserten Abdichtung des Hohlraums des Sohlenkörpers gegenüber Feuchtigkeit können der eine oder die mehreren Quergänge eingelegte Ventile mit luftdurchlässigen wasserundurchlässigen Membranen aufweisen.
Die oben genannten Beispiele der hierin offenbarten Sohlenkonstruktion können weiterhin eine, insbesondere luftgepolsterte, Noppeninnensohle umfassen, die sich in
dem Hohlraum und unterhalb der Abdeckung erstreckt und
Luftzirkulationsöffnungen aufweist. Tragekomfort sowie effiziente Luftzirkulation können so weiter verbessert werden. Die Noppeninnensohle kann einen PU-Schaumstoff mit öffnungen und/oder Kanälen umfassen. Des weiteren kann die Sohlenkonstruktion zur weiteren Verbesserung der Luftzirkulation eine luftzirkulierende Einlage oder eine Lage aus einem luftdurchlässigen Material umfassen, die sich in dem Hohlraum und unterhalb der Abdeckung erstreckt.
In sämtlichen Beispielen kann der Hohlraum und können insbesondere der erste und der zweite (Unter-) Hohlraum Erhebungen aus einem elastischen Material, wie PU, aufweisen. Dieses ermöglicht eine gezieltere Führung der Luft innerhalb des Hohlraums des Sohlenkörpers.
Diese elastischen Erhebungen können beispielsweise in Form schrägliegender säge- zahnartiger Erhebungen oder wabenförmiger oder gitterförmiger oder rechteckförmi- ger oder ovaler oder runder oder wellenförmiger Erhebungen ausgebildet sein. Die Erhebungen können in Form konisch unterstellter Rauten, beisipelsweise aus PU, gebildet sein. Die Kombination von der gewählten Form der Erhebungen und der Anzahl und genauen Position der mit der Außenseite des Sohlenkörpers verbindenden Quergänge kann hinsichtlich der Luftzirkulation optimiert werden. Insbesondere erhöhen diese elastischen Erhebung den Tragekomfort deutlich.
Es kann vorteilhaft sein, in dem Fersenbereich eine andere Form von Erhebungen auszubilden ist als in dem übrigen Bereich oder als in dem Zehenbereich, beispielsweise in dem ersten dem Fersenbereich zugewandten Hohlraum eine andere Form von Erhebungen als in dem zweiten dem Zehenbereich zugewandten Hohlraum, und insbesondere die Erhebungen so auszubilden, dass über zumindest einen Teil des Hohlraums Kanäle, insbesondere in dem Ballen- und/oder Fersenbereich, ausgebildet werden entlang derer die Luft strömen kann. Die Kanäle können sich vorteilhafter Weise von dem Fersenbereich in Richtung des Mittelfußes und des Zehenbereichs erstrecken. Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführung können diese Kanäle zu den öffnungen der Quergängew verlaufen. Beispielsweise kann Luft bei Auftreten mit der Ferse entlang der Kanäle Richtung Zehenbereich gedrückt werden und im Mittelfuß- oder Zehenbereich durch Erhebungen innerhalb des zweiten Hohlraums, die wellenförmig geformt sind, für eine verbesserte Luftzirkulation verteilt werden.
Gemäß einer Weiterbildung kann die Sohlenkonstruktion zur mechanischen Stabilisierung weiterhin eine zusätzliche elastische Kunststoffzwischenschicht, eine bewegliche Welle, umfassen, welche Luftkanäle und/oder öffnungen aufweist, die beispielsweise in einem Wabenmuster ausgebildet sind.
Weitere Eigenschaften und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der detaillierten aber nicht einschränkenden Beschreibung einer Ausführungsform, die mit Hilfe der beigefügten Zeichnungen dargestellt ist, wobei:
Figur 1 im Grundriss eine Sohlenkonstruktion gemäß einem Beispiel der Erfindung darstellt;
Figur 2 einen Querschnitt der Ebene H-Il von Figur I darstellt; Figur 3 einen Querschnitt der Ebene Ill-Ill von Figur I darstellt;
Figur 4 einen Querschnitt der Ebene IV-IV von Figur I darstellt, in dem - zum Zweck der Deutlichkeit - die Abdeckung vom Sohlenkörper getrennt erscheint;
die Figuren 5 bis 7 die verschiedenen Gehphasen eines Fußes/Schuhs darstellen, für den die Sohle, die Gegenstand der Erfindung ist, verwendet wird; es handelt sich um eine Seitenansicht im Längsschnitt, in der aus Gründen der Deutlichkeit das Obermaterial nicht dargestellt ist;
die Figuren 8 und 9 in einem Querschnitt der Sohlenlängsebene den Sohlenaufbau gemäß der Erfindung zeigen;
die Figuren 10 und 11 in einer Seitenansicht sowie im Grundriss die Sohle entsprechend der Erfindung zeigen, wobei aus Gründen der Deutlichkeit ein Teilquerschnitt der Abdeckung vorgenommen wurde.
Mit Bezug auf die oben erwähnten Figuren ist mit der Nummer I eine Schuhsohle bezeichnet, die einen Sohlenkörper 2 umfasst, in dem sich auf der oberen Fläche 3 im Fersenbereich ein erster Hohlraum (eine erste Aushöhlung oder Aussparung) 4 befindet, der, oben offen, günstiger- aber nicht notwendigerweise eine im Grundriss ellipti-
sehe Form autweist. Der erste Hohlraum 4 steht mit einem oder mehreren ersten Quergängen 5 in Verbindung, die an der seitlichen oder hinteren Oberfläche 6 des Sohlenkörpers 2 austreten und somit den ersten Hohlraum 4 mit der Außenluft verbinden. Der erste Hohlraum 4 steht außerdem durch mindestens einen Längskanal 7, der sich längs des Fußsohlenbereichs befindet und oben offen ist, mit einem zweiten Hohlraum 8 in Verbindung, der sich, oben offen, im Mittelfußbereich des Benutzers befindet und günstiger- aber nicht notwendigerweise annähernd lanzenförmig ist.
Vorteilhafterweise ist der zweite Hohlraum 8 mit einem oder mehreren zweiten Quergängen 9 verbunden, die an der seitlichen Oberfläche 6 des Sohlenkörpers 2 austreten und somit den ersten Hohlraum 8 mit der Außenluft verbinden. Der erste Hohlraum 4, der Längskanal 7 und der zweite Hohlraum 8 sind oben von einer Abdeckung 10 eingeschlossen, der elastisch verformbar, mit im Grundriss negativem Profil für diese, in Entsprechung des ersten Hohlraums 4 und des zweiten Hohlraums 8 eine erste Kammer 11 und eine zweite Kammer 12 definiert, die durch den Längskanal 7 miteinander verbunden sind.
Gemäß dem hier beschriebenen Beispiel weist die Abdeckung 10 im Querschnitt die Form eines umgedrehten C auf, dessen Flügel 13 auf der seitlichen Innenfläche ruhen, auf die sie sich stützen und mit der sie verbunden sind. In die Flügel 13 sind an den ersten Gängen 5 und an den zweiten Gängen 9 erste und zweite 14 Durchgangslöcher 15 gebohrt. Vorteilhafterweise weist die Abdeckung 10 im Bereich oberhalb des zweiten Hohlraums 8 eine oder mehrere Durchgangsöffnungen 16 auf, die den Durchlass von Luft ermöglichen.
Vorteilhafterweise befinden sich zwischen der Abdeckung 10 und dem Boden 17 des zweiten Hohlraums 8 eine bestimmte Anzahl von Abstandsstücken 18 aus elastisch verfomnbarem Material, was eine zeitweise Annäherung der Abdeckung 10 an den Boden 17 des zweiten Hohlraums 8 ermöglicht.
Vorteilhafterweise sind die Abstandsstücke 18 im Wesentlichen zylindrisch und weisen im mittleren Bereich eine ringförmige Verengung auf, so dass für die Abstandsstücke im Längsquerschnitt die Form einer Acht gebildet wird.
Die Funktionsweise ist die folgende: Die Sohlenkonstruktion I kann an ein Obermate-
rial angeschlossen werden, das in den beigefügten Figuren nicht abgebildet ist, was zu einem ebenfalls nicht dargestellten Schuhwerk führt. Mit Bezug auf Figur 5 ruht der Fuß 19 während der ersten Gehphase lediglich auf der Ferse 20, die daher den Bereich der Abdeckung 10, der sich oberhalb des ersten Hohlraums 4 befindet, zum Boden dieses Hohlraums hin zusammendrückt. Das Volumen des ersten Hohlraums 11 wird damit verringert und die vorher darin enthaltene Luft gezwungen, teilweise den Längskanal 7 zu passieren und in den zweiten Hohlraum 12 einzuströmen, teilweise durch die ersten Durchgangslöcher 14 und die ersten Gänge 15 von der Außenfläche 6 des Sohlenkörpers 2 nach Außen zu dringen. Im weiteren Gehverlauf ruhen auch die Zehen 21 des Fußes 19 auf dem Boden; die Abdeckung 10 wird daher gleichzeitig gegen den Boden des ersten Hohlraums 4, den Längskanal 7 und den zweiten Hohlraum 8 gedrückt. Ein Teil der in der zweiten Kammer 12 enthaltenen Luft läuft dadurch in Richtung zum Fuß, ein anderer Teil der Luft entweicht aus der Seitenfläche 6 des Sohlenkörpers 2 durch die zweiten Gänge 9, während ein sehr geringer Teil der Luft durch den Längskanal 7 in die erste Kammer 11 zurückströmt.
Die eventuell noch in der ersten Kammer 11 enthaltene Luft entweicht nun aus der Seitenfläche 6 des Sohlenkörpers 2 durch die ersten Gänge 5. Mit Bezug auf Figur 7 stützt sich im weiteren Gehverlauf der Fuß 19 lediglich an den Zehen 21 auf und drückt folglich die Abdeckung 10 noch weiter zum Boden des zweiten Hohlraums 8 hin, wobei er die Abstandsstücke 18 der Länge nach zusammendrückt und das Volumen der zweiten Kammer 12 fast auf null reduziert. Ein Großteil der in dieser Kammer enthaltenen Luft wird dann durch die zweiten Löcher 15 und die benachbarten zweiten Gänge 9 ausgestoßen.
Ein Teil der Luft, die vorher in der zweiten Kammer 11 enthalten war, strömt hingegen in den Längskanal 7 ein, während ein Teil dieser Luft durch die öffnungen 16 in Richtung zum Fuß verläuft.
Während dieser Phase ruht der Fuß 19 auf der Ferse 20, die deshalb die Abdeckung 10 nicht, oder in sehr geringem Maß, zum Boden des ersten Hohlraums 4 hin drückt. Die elastisch verformbare Abdeckung 10 kehrt in dem Bereich, in dem er den Hohlraum 4 bedeckt, in seinen unverformten Zustand zurück, wodurch der Rauminhalt in der ersten Kammer 11 größer wird und die darin enthaltene Luft durch die ersten Gänge 5 und - zu einem sehr geringen Teil - auch durch den Längskanal 7 angeso-
gen wird. Somit kann festgestellt werden, dass die Erfindung ihre Aufgabe erfüllt und die oben genannten Ziele erreicht. Es wurde eine Sohlenkonstruktion für Schuhe mit Luftzirkulation entwickelt, die, wenn sie mit dem Obermaterial eines Schuhs verbunden wird, bei jedem Gehschritt die Ausstoßung der im Schuhwerk enthaltenen Luft und die Einströmung neuer, aus der Umgebung stammenden Luft in den Schuh ermöglicht, was die innere Feuchtigkeit verringert, Frischluft hinzuführt und umwälzt und den Fußkomfort des Benutzers verbessert. Darüber hinaus ist die Sohlenkonstruktion dieser Erfindung von beträchtlicher Festigkeit und gewährleistet dauerhaft eine gute Luftzirkulation. Da die Sohle nur aus einfach erhältlichen sowie leicht herstellbaren und zusammenfügbaren Teilen besteht, sind auch die Produktionskosten eher gering. Selbstverständlich eignet sich die Erfindung für zahlreiche änderungen und Varianten, die sich alle im Rahmen ein und desselben Erfindungskonzepts bewegen.
So ist z. B. mit Bezug auf die Figuren 8 und 9 ein Sohlenaufbau 101 dargestellt, der einen Sohlenkörper 102 enthält, an dessen oberen Fläche, wie im vorher beschriebenen Sohlenkörper I 1 sich ein erster 104 und zweiter Hohlraum 108 befindet, die durch einen Längskanal 107 miteinander verbunden und die durch eine elastisch verformbare Abdeckung 110 eingeschlossen sind, in dem am zweiten Hohlraum 108 eine oder mehrere Durchgangsöffnungen eingelassen sind.
Auch bei dieser Lösung sind die erste und die zweite Kammer mit dem äußeren des Sohlenkörpers 102 durch die ersten 105 und zweiten Durchgangskanäle 109, die in die seitliche Oberfläche des Sohlenkörpers 102 eingelassen sind, verbunden. Vorteilshafterweise ragt im Bereich oberhalb des Längskanals 107 und in Richtung von dessen Boden eine quergängige Scheidewand 123 aus der Abdeckung 110 heraus, die beim Gehen in einem Sitz mit negativem Profit 124, das auf dem Boden des Längskanals 107 eingelassen ist, vorübergehend zum Einsatz kommt, sodass die erste Kammer von der zweiten getrennt wird.
Vorteilshafterweise weisen die Scheidewand 123 und der Sitz 124 in einem Längsschnitt des Sohlenkörpers 102 eine im Wesentlichen dreieckige Form auf. Auch bei dieser Lösung befinden sich zwischen der Abdeckung 110 und dem Boden des zweiten Hohlraums 108 eine bestimmte Anzahl von Abstandsstücken 118 aus elastisch verformbarem Material.
Diese Funktionsweise ähnelt der im Zusammenhang mit der vorhergehenden Ausfüh- rungsform beschriebenen und in den Figuren I bis 6 dargestellten Funktionsweise, mit dem Unterschied, dass während der zweiten Gehphase, wenn Ferse und Zehen auf dem Boden gestützt sind und die Abdeckung 110 daher gleichzeitig in Richtung Boden des ersten Hohlraums 104, des Längskanals 107 und des zweiten Hohlraums 108 gedrückt wird, die Scheidewand 123 mit negativem Profil 124 zum Einsatz kommt, wodurch die erste Kammer von der zweiten Kammer getrennt wird.
In dieser Gehphase kann die in der zweiten Kammer enthaltene Luft nicht in die erste Kammer zurückströmen, sie ist daher gezwungen, durch die in die Abdeckung 110 eingelassenen Durchgangsöffnungen in Richtung zum Fuß zu laufen, teilweise durch die zweiten Kanäle 102 aus dem Sohlenkörper 102 zu entweichen. Dies führt zu einer Steigerung der Effizienz im Prozess der Luftzirkulation im Schuhwerk.
Die Scheidewand 123 im Sitz 124 kommt auch bei Beginn der folgenden Gehphase zum Einsatz, bei der der Fuß nur mit den Zehen auf dem Boden aufsetzt; während dieser Phase kann die in der zweiten Kammer enthaltene Luft nicht in die erste Kammer zurückströmen, sondern lediglich zum einen in Richtung zum Fuß laufen und zum andern aus dem Sohlenkörper 102 entweichen, was eine nochmalige Steigerung der Luftzirkulation bewirkt.
Mit Bezug auf die Figuren 10 und 11 ist eine im Schuhwerk positionierbare Sohle 222 dargestellt, die aus einem Sohlenkörper 202 besteht, in dessen obere Fläche 203, ähnlich wie im vorher beschriebenen Sohlenköper I, ein erster Hohlraum 204 und ein zweiter Hohlraum 208, durch einen Längskanal 207 miteinander verbunden, eingelassen sind. Der erste Hohlraum 204, der Längskanal 207 und der zweite Hohlraum 208 sind von einer elastisch verformbaren Abdeckung 210 eingeschlossen, in den, am zweiten Hohlraum, eine oder mehrere Durchgangsöffnungen 216 eingelassen sind.
Auch in diesem Fall definiert die Abdeckung 210, in Entsprechung zum ersten 204 und zum zweiten Hohlraum 208, eine erste und eine zweite Kammer, die durch den Längskanal 207 miteinander verbunden sind. Die erste und die zweite Kammer sind durch die ersten 205 und zweiten Durchgangskanäle 209, die in die Seitenfläche 206 der Sohle 222 eingelassen sind, mit der Außenseite des Sohlenkörpers verbunden.
Auch in diesem Fall befinden sich zwischen der Abdeckung 210 und dem Boden des zweiten Hohlraums 208 eine bestimmte Anzahl von in den beigefügten Figuren nicht dargestellten Abstandsstücken, die aus elastisch verformbarem Material bestehen. Vorteilshafterweise kann, wie bei der in den Figuren 8 und 9 dargestellten Variante, im Bereich oberhalb des Längskanals 207 und in Richtung von dessen Boden, aus der Abdeckung 210 eine in den Figuren nicht dargestellte quer liegende Scheidewand herausragen, die beim Gehen von einem ebenfalls nicht dargestellten und in den Boden des Längskanals 207 eingelassenen Sitz mit negativem Profil aufgenommen wird, wodurch sich ein Trennung der ersten Kammer von der zweiten Kammer ergibt. Die Sohle 222 kann in einem in den beigefügten Figuren nicht dargestellten Schuhwerk eines herkömmlichen Typs verwendet werden.
Bei jedem Gehschritt drückt der Fuß des Benutzers die Abdeckung 210 in derselben weiter oben mit Bezug auf die Figuren 5 bis 7 dargestellten Abfolge zusammen. Die im Schuh vorhandene Luft wird auf diese Weise durch die ersten Kanäle 205 in der Sohle 222 angesaugt und danach sowohl durch die öffnungen 216 der Abdeckung 210 als auch durch die zweiten Kanäle 209 in Richtung zum Fuß geführt. Damit erhält man eine ständige Bewegung der Luft im Inneren des Schuhwerks, was einen Feuch- tigkeits- und Temperaturausgleich zur Folge hat und den Fußkomfort des Benutzers wesentlich verbessert.
Natürlich lassen sich die verwendeten Materialien und die Abmessungen der Bestandteile nach den jeweiligen Erfordernissen ausrichten. Die unterschiedlichen, zur Ausführung bestimmter verschiedener Funktionen verwendeten Mittel, können sicher nicht nur in der Form der in den Figuren dargestellten Ausführungsformen vorliegen, sondern sind in vielen - nicht dargestellten - Bauformen perse vorhanden sein.
