| JP09234365 | ADSORBING MATERIAL AND ITS PRODUCTION AND WATER TREATMENT METHOD |
| JP55011073 | ADSORBING ELEMENT |
| JP03028680 | WATER ABSORBER |
| 1. | Sorptiver Textilverbünd, aufweisend einen luftdurchlässigen Träger von Adsorberpartikeln, der wenigstens einseitig mit einer luftdurchlässigen, eine Kleberschicht aufweisenden Kaschierung versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger ein Faservlies ist, dass in das Faservlies lose Adsorberpartikel eingebracht sind und dass das Faservlies wenigstens auf einer Seite mit einem luftdurchlässigen Vlies kaschiert ist. |
| 2. | Textilverbund nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Faservlies ein Faserpolvlies ist. |
| 3. | Textilverbund nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch ein Faserpolvlies mit einer einseitigen Faserpolbildung. |
| 4. | Textilverbund nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Pole als geschlossene oder aufgeschnittene Schlingen ausgebildet sind. |
| 5. | Textilverbund nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Flächengewicht des Faserpolvlieses zwischen 90 g/m2 und 120 g/m2 beträgt. |
| 6. | Textilverbund nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kleberschicht des Vlieses punktförmig ausgebildet ist. |
| 7. | Textilverbund nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Vlies durch eine Mischung von Fasern aus Polyamid und Polyester ausgebildet wird. |
| 8. | Textilverbund nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Flächengewicht des Vlieses zwischen 20 g/m2 und 40 g/m2 beträgt. |
| 9. | Textilverbund nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Adsorberpartikel durch eine Kugelaktivkohle ausgebildet werden. |
| 10. | Textilverbund nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abmessungen der Kugelaktivkohle zwischen 0,3 mm und 1,0 mm liegen. |
| 11. | Textilverbund nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Faserpolvlies und dem Vlies eine Gitterstruktur vorgesehen ist. |
| 12. | Textilverbund nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Gitterstruktur aus einer Chemiefaser besteht. |
| 13. | Textilverbund nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Maschenweite der Gitterstruktur größer als die Abmessungen der Kugelaktivkohle ist. |
| 14. | Textilverbund nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Maschenweite der Gitterstruktur zwischen 3 mm und 8 mm beträgt. |
| 15. | Verfahren für die Herstellung eines TextilVerbundes, insbesondere nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in einem ersten Verfahrensschritt in ein Faservlies Adsorberpartikel eingebracht werden und dass in einem unmittelbar nachfolgenden, zweiten Verfahrensschritt die Einbringseite mit den von den Fasern des Faservlieses lose gehaltenen Adsorberpartikeln mit einem Vlies kaschiert wird. |
| 16. | Verfahren für die Herstellung eines TextilVerbundes, insbesondere nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in einem ersten Verfahrensschritt in ein Faservlies Adsorberpartikel eingebracht werden und dass in einem zweiten Verfahrensschritt das Faservlies mit einer Gitterstruktur überdeckt wird und dass in einem unmittelbar nachfolgenden dritten Verfahrenschritt die Einbringseite mit den von den Fasern des Faservlieses lose gehaltenen Adsorberpartikeln mit einem Vlies unter Einfassen der Gitterstruktur kaschiert wird. |
Beschreibung:
Die Erfindung betrifft einen sorptiven Textilverbund, aufweisend einen luftdurchlässigen Träger von Adsorberpartikeln, der wenigstens einseitig mit einer luftdurchlässigen, eine Kleberschicht aufweisenden Kaschierung versehen ist.
Textile und damit flexible Flächenfilter finden vielfältig Verwendung. Sei es im Flugzeugbau, dem Kraftfahrzeugbau, bei medizinischen Apparaturen oder insbesondere Klimaanlagen, textile Flächenfilter verhindern den Durchgang giftiger oder schädlicher Dämpfe und Gase.
Ein weiteres Anwendungsbeispiel ist die Verwendung von textilen Flächenfilter für ABC-Schutzausrüstungen, insbesondere ABC-Schutzanzüge, die in der Regel mit Adsorberpartikeln für die Adsorption von chemischen Giften versehen sind.
Auch wenn vielfältige Ausführungsbeispiele von sorptiven
Textilverbünden bekannt geworden sind, ist der Struktur nach der Aufbau im wesentlichen gleich. In bzw. auf ein textiles Gewirke und/oder Gestrick werden mittels eines Klebers Adsorberpartikel verhaftet und zur Vermeidung eines Verlustes von Adsorberpartikel wird die Einbringseite noch mit einer eine Kleberschicht aufweisenden Kaschierung versehen.
Um die Luftdurchlässigkeit derartiger textiler Filter durch den Kleberauftrag nicht in unzulässiger Weise einzuschränken, wird regelmäßig die Trägeroberfläche nur teilweise mit einem Klebstoff bedeckt, beispielsweise gemäß DE 40 34 798 ein
reaktiver, verrietzungsfähiger Kleber auf Polyurethanbasis, der als Schmelzkleber vor dem Aufbringen auf den Träger aufgeschmolzen wird, wobei nach dem Aufbringen der Adsorberpartikel an dem Träger eine Abkühlung erfolgt, bei welcher der Kleber durch die Wirkung von Luftfeuchtigkeit und/oder von Feuchtigkeit des Trägers vernetzt.
Aus der DE 82 08 751 ist ein textiler Flächenfilter bekannt, bei dem ein ein pulverförmiger Adsorberpartikel und ein polymeres Bindemittel enthaltenes Gemisch in einem bestimmten Muster auf einen Träger, beispielsweise ein Baumwollgewebe, aufgedruckt wird, wobei der Druck bis zu 90 % der Oberfläche der Trägerschicht überdeckt.
Die Fixierung von Adsorberpartikeln an einer Oberseite eines textilen Trägers mittels eines Klebers ist allerdings aus mehreren Gründen unbefriedigend. Zunächst wird durch den die Adsorberpartikel an dem Träger verhaftenden Kleber ein großer Teil der freien Oberfläche der Adsorberpartikel zugesetzt, so dass diese Oberflächen für eine Adsorption von schädlichen Gasen oder Dämpfen nicht mehr zur Verfügung stehen. Dieser Verlust kann mehr als 25% betragen. Darüber hinaus werden durch Klebstoffe die elastischen Eigenschaften eines textilen Trägers beeinträchtigt und können Adsorberpartikel bei Faltungen des Gewebes aus dem Klebeverbund ausbrechen und verloren gehen, womit auch diese Partikel nicht mehr für eine Adsorption zur Verfügung stehen. Darüber hinaus ist die Tiefe der aktiven Adsorption bei einem derartigen Auftrag der Adsorptionspartikel regelmäßig gering, da keine echte räumliche Filtermatrix aufgebaut wird.
Eine solche räumliche Filtermatrix kann mit einem Träger aus einem Schaumkunststoff erreicht werden, der die Adsorberpartikel in seiner Struktur aufnimmt. Hierzu wird beispielsweise gemäß DE 44 10 920 ein Schaumkunststoff mit
einer Paste imprägniert, in der Adsorberpartikel enthalten sind, deren Bindemittel trocknet und bei höherer Temperatur vernetzt, wobei zuerst nur die Paste getrocknet wird und dann der Schaumkunststoff komprimiert und mit der Trägerschicht verbunden wird, wobei während der Kompression des
Schaumkunststoffes und dem Verbinden mit einem textilen Träger eine Aufheizung der Paste wenigstens auf deren Vernetzungstemperatur während einer zur Fixierung des Schaumkunststoffs mittels der Paste ausreichenden Zeit erfolgt.
Auch bei derartigen Verfahren stellt sich das Problem, dass durch ein Klebstoff die freie Oberfläche der Adsorberpartikel verkleinert wird, die damit einer aktiven Adsorption verloren geht.
Bei den bekannten Verfahren der Herstellung sorptiver
Textilverbünde muss weiter als nachteilig angesehen werden, dass regelmäßig eine Vielzahl von Arbeitsschritten erforderlich sind. Hierzu ist ein textiler Verbund regelmäßig auch umzusetzen, wodurch aufgebrachte Adsorberpartikel aus dem Klebeverbund ausbrechen können und verloren gehen können. Hieraus kann eine Ungleichmäßigkeit der Aktivität der Gesamtfläche eines textilen Filters resultieren, was seine Leistungsfähigkeit stark mindert.
Vor diesem technischen Hintergrund macht die Erfindung es sich zur Aufgabe, einen sorptiven Textilverbund der eingangs genannten Art zu schaffen, dessen Herstellung unproblematisch ist und der neben einer hohen Filterleistung auch eine hohe
Luftdurchlässigkeit aufweist.
Gelöst wird diese technische Problematik gemäß des Anspruchs 1 bei einem sorptiven Textilverbund, aufweisend einen luftdurchlässigen Träger von Adsorberpartikeln, der
wenigstens einseitig mit einer luftdurchlässigen, eine Kleberschicht aufweisenden Kaschierung versehen ist, durch die Maßnahmen, dass der Träger ein Faservlies ist, dass in das Faservlies lose Adsorberpartikeln eingebracht sind und dass das Faservlies wenigstens auf einer Seite mit einem luftdurchlässigen Vlies kaschiert ist.
Der erfindungsgemäße sorptive Textilverbund weist eine Reihe von Vorteilen gegenüber den herkömmlichen auf.
Durch den Verzicht auf einen die Adsorberpartikel an den Träger anbindenden Kleber wird sichergestellt, dass die Adsorberpartikel in vollem Umfang aktiv bleiben. Eine erhöhte Filterleistung ist somit möglich bzw. eine Verminderung der Menge der vergleichsweise teueren Adsorberpartikel.
Als Träger der Adsorberpartikel wird ein Faservlies verwendet, dessen vorzugsweise synthetischen Fasern ohne vorherige Garnbildung durch Zusammenbringen, Verwirren, einen vergleichsweise losen Flächenverbund ausbilden. In diesen Flächenverbund werden bspw. durch Streuen die Adsorberpartikel eingebracht und, ohne jeden weiteren Klebstoff, allein von den Fasern gehalten. Bevorzugt auf der Einbringseite der Adsorberpartikel erfolgt danach eine Kaschierung mit einem luftdurchlässigen Vlies, so dass auch bei einer Lageänderung die Adsorberpartikel nicht mehr aus dem Faservlies austreten können und zum anderen das Faservlies ausreichende Festigkeit erhält.
Als Fasermaterialien können neben Fasern aus Polyamid und
Polyester, aus PA und PES, auch andere synthethische und/oder zellulosische Fasern oder Fasermischungen Verwendung finden.
Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel des sorptiven Textilverbundes nach der Erfindung wird als Faservlies ein
Faserpolvlies verwendet. Bei einem solchen Faserpolvlies ist ein Fadensystem derart eingearbeitet, dass Einzelfäden in bestimmten Abständen senkrecht auf der Erstreckungsfläche des Faserpolvlieses stehen. Dadurch kann zumindest die Einbringseite mit Noppen oder Schlingen, geschlossen oder aufgeschnitten, versehen sein, durch die zum einen das Faservlies mechanisch verstärkt und verfestigt wird und zum anderen eine Oberfläche auf der Einbringseite ausgebildet ist, in die Adsorberpartikel leicht eindringen können und andererseits, bei der Ausbildung von geschlossenen Schlingen kaum wieder austreten können.
Durch ein Flächengewicht zwischen 90 g/m 2 und 120 g/m 2 wird ein voluminöser, textiler und vorzugsweise vollsynthetischer Träger ausgebildet, der dennoch eine hohe Luftdurchlässigkeit aufweist.
Für die Kaschierung des Trägers mit dem Vlies findet ein geeigneter, insbesondere mittelviskoser Kleber Verwendung, der die Flexibilität des sorptiven Verbundes nach der
Erfindung nicht beeinflusst. Um die Luftdurchlässigkeit des Verbundes möglichst wenig durch die Kleberschicht zu beeinflussen, wird der Kleber vorzugsweise in Punkten aufgebracht. Insbesondere schmale, streifen- oder gitterartige Klebermuster sind gleichwohl möglich.
Auch das kaschierende Vlies ist vorzugsweise synthetisch, insbesondere aus einer Mischung von Fasern aus Polyamid und Polyester ausgebildet. Gegenüber dem voluminösen Träger ist allerdings das Vlies lediglich von einem Flächengewicht zwischen 20 g/m 2 und 40 g/m 2 .
Der Verwendungszweck des sorptiven TextilVerbundes nach der Erfindung wird die Größe und das Material der Adsorberpartikel im wesentlichen bestimmen. Die Größe kann
zwischen mehreren Mikrometern bishin in den Millimeterbereich variieren, wobei im Falle der Ausbildung von geschlossenen Schlingen auch größere Partikel, beispielsweise von 0,3 mm bis 1 mm, gehalten werden und damit unproblematisch Verwendung finden können.
Als adsorbierende Materialien können Kieselsäurexerogele, Metalloxide und -hydroxide, insbesondere Aluminiumoxid und -hydroxid, Molekularsiebe, Ionenaustauscher und insbesondere Aktivkohlen Verwendung finden. Bevorzugt werden dabei
Aktivkohlen, insbesondere Kugelaktivkohle, deren Herstellung beispielsweise in der DE 199 30 732 offenbart ist, und deren Eigenschaften bei der Herstellung gleichsam einstellbar sind. Bevorzug ist dabei eine Kugelaktivkohle, die eine Vielzahl von Mikroporen und einen erhöhten Härtegrad aufweist.
In weiterer konstruktiver Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass zwischen dem Faserpolvlies und dem Vlies eine Gitterstruktur, bspw. ein Gittergewebe, angeordnet ist. Durch eine solche Gitterstruktur wird die Querfestigkeit des
Textilverbundes erheblich verbessert. Insbesondere dann, wenn das Material für die Gitterstruktur eine Chemiefaser wie ein PES ist.
Es soll diese Gitterstruktur lediglich die Quersteifigkeit des Textilverbundes erhöhen, es ist nicht daran gedacht, dass durch diese Gitterstruktur die Kugelaktivkohle gehalten wird. Von daher ist bevorzugt, dass die Maschenweite der Gitterstruktur größer als die Abmessungen der Kugelaktivkohle ist. Bevorzugt wird eine Maschenweite der Gitterstruktur deshalb zwischen 3 mm und 8 mm.
Neben dem eingangs erläuterten sorptiven Textilverbund wird auch für ein Verfahren für die Herstellung eines Textilverbundes, insbesondere mit einem oder mehreren der
vorangehend erläuterten Merkmale, Schutz begehrt, bei dem in einem ersten Verfahrensschritt in ein Faservlies Adsorberpartikel eingebracht werden, bspw. einfach eingestreut werden, und in einem unmittelbar folgenden, zweiten Verfahrensschritt die Einbringseite mit den von den
Fasern des Faservlieses lose gehaltenen Adsorberpartikeln mit einem Vlies kaschiert wird.
Das Herstellverfahren weist dem Grunde nach lediglich zwei Arbeitsschritte noch auf, die unmittelbar aufeinander abfolgen, so dass ein Umsetzen des mit Adsorberpartikeln versehenen Trägers entfällt. Ein Verlust an Adsorberpartikeln ist nicht zu befürchten. Vielmehr werden diese allein durch die Fasern des Faservlieses lose gehalten.
Dabei kann die Menge der Adsorberpartikel um 25 % gegenüber der Menge herkömmlicher, jedoch verklebter Adsorberpartikeln reduziert sein, womit der Textilverbund nach der Erfindung leichter und kostengünstiger bei gleicher Adsorberleistung hergestellt werden kann.
Ist für die Erhöhung der Quersteifigkeit des TextilVerbundes eine Gitterstruktur vorgesehen, werden in einem ersten Verfahrensschritt in ein Faservlies Adsorberpartikel eingebracht, in einem zweiten Verfahrensschritt wird das
Faservlies mit einer Gitterstruktur überdeckt und in einem unmittelbar nachfolgenden dritten Verfahrensschritt wird die Einbringseite mit den von den Fasern des Faservlieses lose gehaltenen Adsorberpartikeln mit einem Vlies unter Einfassen der Gitterstruktur kaschiert.
