Reichelt, Helmut (Neue Siedlung 22a Reichstädt, 01744, DE)
| 1. | Gebäudeheizung bestehend aus einem ersten Teilheizungssystem, mit wenigstens einer ersten Wärmequelle mit integriertem Wärmequel lenWärmetauscher, mit von der Wärmequelle beabstandeten und in wenigstens einem Ge bäuderaum montierten Wärmeübertragern als Heizkörpern mit Wärme übertragerAußenflächen und mit Rohrleitungen als Vorlaufleitungen und Rücklaufleitungen zwischen dem WärmequellenWärmetauscher und den Wärmeübertragern, wo bei die Rohrleitungen der WärmequellenWärmetauscher und die Wärmeübertrager ein strömbares WärmetransportMedium enthalten, bestehend aus einem zweiten Teilheizungssystem, mit einer zweiten Wärmequelle, und bestehend aus einer Heizungssteuerung mit wenigstens einer Tempe raturregelung und einer Schalteinheit zur Abschaltung oder Umschal tung der Teilheizungssysteme für einen Einzelbetrieb oder zur Zuschal tung eines Teilheizungssystems zum anderen Teilheizungssystem für einen gemeinsamen Betrieb, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Teilheizungssystem (16) eine Strahlungsheizung ist, mit einer elektrisch aktivierbaren, auf wenigstens einem Teil einer WärmeübertragerAußenfläche (13) flächig unmittelbar oder mittelbar aufgebrachten Beschichtung als Strahlungsfläche (17), so dass der Wärmeübertrager (12) sowohl Bestandteil des ersten Teilheizungssys tems (4) als auch integraler Träger der Beschichtung als Strahlungsflä che (17) des zweiten Teilheizungssystems (16) ist. |
| 2. | Gebäudeheizung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Gebäudeheizung eine Niederenergieheizung (3) ist, wobei das erste Teilheizungssystem (4) als Basissystem für Heizleistungen bei kühlen Außentemperaturen ausgelegt ist, und dass das zweite Teilheizungssystem (16) durch die Schalteinheit selbsttätig in Abhängigkeit einer Außentemperatur und/oder Innen raumtemperatur bei relativ kalten Außentemperaturen, bei denen die Heizleistung des ersten Teilheizungssystems (4) nicht mehr ausreicht, zuschaltbar ist. |
| 3. | Gebäudeheizung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Teilheizungssystem (4) eine Wärmequelle in der Art wenigstens eines Solarmoduls (5) und/oder wenigstens eines Erdwär memoduls und/oder eines Kühlers eines Stromgenerators einer Bio gasanlage aufweist, wobei das WärmetransportMedium gesteuert pumpbares Warmwasser ist. |
| 4. | Gebäudeheizung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn zeichnet, dass der Gebäudeheizung (3) ein WindStromgenerator und/oder ein BiogasStromgenerator und/oder WasserkraftStromgene rator zugeordnet ist zur Erzeugung der elektrischen Energie für das zweite Teilheizungssystem (16). |
| 5. | Gebäudeheizung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekenn zeichnet, dass die Wärmeübertrager Flachheizkörper (12) mit weitgehend ebe nen Frontflächen (13) sind und die Flachheizkörper (12) etwa flächen parallel an Raumwänden mit in den Raum weisenden Frontflächen (13) montierbar sind, und dass die Beschichtung (17) jeweils auf diesen Frontflächen (13) ange bracht ist. |
| 6. | Gebäudeheizung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekenn zeichnet, dass die Wärmeübertrager (12) aus Metall hergestellt sind und wenigstens zwischen einer WärmeübertragerAußenfläche (13) als Trägerfläche und einer aufgebrachten Beschichtung als Strahlungsflä che (17) eine elektrisch isolierende Zwischenschicht angebracht ist. |
| 7. | Gebäudeheizung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekenn zeichnet, dass die Beschichtung (17) von zwei damit verbundenen elektrischen Leitern (24,25) begrenzt ist und aus einem Beschichtungsmaterial be steht, das zusammengesetzt ist aus a. 55 bis 65 % Stoffmengenanteile einer Grundsubstanz aus 39 bis 49 % Stoffmengenanteile Bindemittel, 18 bis 23 % Stoffmengenanteile Isolationsmittel, # 18 bis 24 % Stoffmengenanteile Dispergiermittel, # 12 bis 16 % Stoffmengenanteile destilliertes Wasser und b. 35 bis 45 % Stoffmengenanteile Graphit, wobei das Bindemittel zusammengesetzt ist aus # 64 bis 79 % Stoffmengenanteile destilliertes Wasser, # 4 bis 6 % Stoffmengenanteile sulfuriertes Öl, * 0, 16 bis 0,24 % Stoffmengenanteile Phenole oder 0,05 bis 0,5 % Stoffmengenanteile Benzisothiazolinon, # 15 bis 19 % Stoffmengenanteile Kasein, * 0, 8 bis 1,2 % Stoffmengenanteile Harnstoff, # 2 bis 3 % Stoffmengenanteile alkalisches Verdünnungs mittel, und e 2, 5 bis 3,5 % Stoffmengenanteile Caprolactam, dass die Heizungssteuerung (18) einen Oberwellengenerator (23) auf weist, der einen elektrischen Baustein umfasst, welcher bei Ansteue rung mit einer Ansteuerschwingung eine steile Stromanstiegsge schwindigkeit entsprechend einer steilen Anstiegsflanke aufweist und damit zur Erzeugung eines hohen Oberwellenanteils geeignet ist, und dass der Oberwellengenerator (23) an die beiden die Beschichtung (17) begrenzenden elektrischen Leiter (24,25) angekoppelt ist für eine An regung der Beschichtung (17) zur Abstrahiung elektromagnetischer Wellen mit einem Schwingungsspektrum im Frequenzbereich von mo lekularen Eigenschwingungen. |
| 8. | Gebäudeheizung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das sulfurierte Öl bevorzugt sulfatiertes Rizinusöl ist, dass die Phenole carbonisierte, durch Cracken hergestellte Phenole sind oder vorzugsweise Benzisothiazolinon verwendet wird, dass das Verdünnungsmittel ein Lösungsmittel auf Aromatenbasis und/oder Alkoholbasis und/oder Esterbasis und/oder Ketonbasis ist, dass das Isolationsmittel ein isolierender Ruß ist, dass das Dispergiermittel eine anorganische und/oder organische, mo nomere und/oder polymere Substanz ist, und dass das Beschichtungsmaterial ein Thixotropierungsmittel enthält. |
| 9. | Heizungsanordnung nach einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch ge kennzeichnet, dass der elektrische Baustein ein Triac und/oder ein DoppelMOSFET ist, mit den zugeordneten, an sich bekannten elektronischen Ansteue rungskomponenten, und dass die elektrischen Leiter auf dem Heizelement als im wesentlichen parallel ausgerichtete Kupferfolienbänder (24,25) ausgebildet sind und der elektrische Kontakt zur Beschichtung (17) als kapazitive und/oder induktive Ankopplung ausgebildet ist, wobei die Beschichtung (17) un ter oder über den Kupferfolienbändern (24,25) liegt oder diese in die Beschichtung (17) eingebettet sind. |
| 10. | Heizungsanordnung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch ge kennzeichnet, dass die Heizwirkung der Beschichtung (17) durch Ver änderung der Amplituden und/oder der Frequenz der Ansteuerschwin gungen des Oberwellengenerators (23) steuerbar und/oder regelbar ist. |
Konventionelle Gebäudeheizungen bestehen im wesentlichen aus einem Heiz- kessel als Ölheizkessei oder Gasheizkessel, an den mittels Rohrleitungen als Vorlaufleitungen und Rücklaufleitungen in Gebäuderäumen montierte Heizkör- per angeschlossen sind. Die im Heizkessel erzeugte Wärme wird über das Transportmedium Warmwasser in einem oder mehreren Heizkreisiäufen zu den Heizkörpern transportiert, die die Funktion von Wärmeübertragern für die Beheizung der jeweiligen Räume haben.
Solche Gebäudeheizungen erfordern relativ viel Heizenergie. Aus Gründen eines wirtschaftlichen Heizungsbetriebs, der Verminderung des Schadstoff- ausstoßes und der bekannten Begrenztheit fossiler Brennstoffe ist es ein stän- diges Bestreben, Gebäudeheizungen effektiver zu gestalten, wozu bereits Lö- sungen bekannt sind : Eine allgemein bekannte, gattungsgemäße Gebäudeheizung ist aus zwei Teil- heizsystemen aufgebaut und wird insbesondere in sogenannten Energiespar- häusern eingesetzt. Ein Teilheizungssystem ist als Basissystem für Heizbedin- gungen bei kühlen Außentemperaturen ausgelegt und umfasst Wärmequellen, deren Wärmeenergie ganz oder nahezu zum Nulltarif zur Verfügung steht und
vor allem keine Verbrennung fossiler Brennstoffe erfordert. Solche Wärme- quellen können Solarmodule undloder Erdwärmemodule und/oder Kühler von Stromgeneratoren aus Biogasanlagen sein. Solche Wärmequellen weisen in- tegrierte Wärmequellen-Wärmetauscher auf, durch die das Wärmetransport- medium Warmwasser zu den Heizkörpern oder ggf. zu Wärmezwischenspei- chern pumpbar ist.
Ein Nachteil dieser vorstehend genannten oder ähnlicher Wärmequellen be- steht darin, dass Wärme daraus entweder nur in bestimmten Zeitabschnitten oder mit starken Schwankungen zur Verfügung steht. Beispielsweise steht Wärme aus Solarenergie in heiztechnisch beachtlichem Umfang nur bei aus- reichender Sonneneinstrahlung zur Verfügung, die gerade in den Zeiten der Heizperioden oft nicht vorhanden ist. Somit ist der mit diesem Heizungssystem allein erzielbare Heizeffekt, insbesondere für Heizbedingungen bei relativ kal- ten Außentemperaturen, regelmäßig nicht ausreichend. Es ist daher zusätzlich ein weiteres Teilheizungssystem als Zuschaltsystem erforderlich, das entspre- chend der eingangs erwähnten, herkömmlichen Gebäudeheizung mit einem Heizkessel für fossile Brennstoffe aufgebaut ist und das ebenfalls an die Vor- laufrohre und Rücklaufrohre zu den Heizkörpern angeschlossen ist. Zwischen den Teilheizsystemen kann umgeschaltet werden oder sie können parallel be- trieben werden, wobei den Heizkörpern wahlweise aus den einzelnen Wärme- quellen oder gemeinsam aus den Wärmequellen Wärmeenergie mittels Warmwasser zuführbar ist. Eine dafür erforderliche Schalteinheit ist in eine üb- liche Heizungssteuerung mit Temperaturregelung integrierbar, wobei es be- kannt ist, solche Umschaltungen und/oder Zuschaltungen selbsttätig in Abhän- gigkeit bestimmbarer Randbedingungen auszuführen.
Ersichtlich ist der Aufwand für die Erstellung der vorstehend beschriebenen Gebäudeheizungen aus solchen kombiniert schaltbaren Teilheizungssystemen erheblich, da für relativ kalte Zeiten eine komplette Heizanlage für fossile Brennstoffe in Verbindung mit Anschlüssen und Tankbehältern für solche fos-
silen Brennstoffe als Back-up-System bereitzustellen ist, obwohl die Gebäude- heizung grundsätzlich mit alternativen Energien, beispielsweise mit Sonnen- energie, ggfs. in Verbindung mit Schichtwärmespeichern, betrieben werden soll. Zudem fallen neben den hohen Erstellungskosten für das Teilheizungs- system für fossile Brennstoffe auch die dafür erforderlichen Wartungen und Wartungskosten an. Aufgrund dieser Gegebenheiten sind die Erstellungskos- ten solcher kombinierter Heizungssysteme im Vergleich zu den einfachen, her- kömmlichen eingangs beschriebenen Gebäudeheizungen wesentlich höher und die Einsparpotentiale sind daher insgesamt relativ gering, so dass solche kombinierte Heizungssysteme trotz ihrer zweifellosen Vorteile für die Umwelt noch nicht allgemein eingesetzt werden.
Weiter sind Flächenheizelemente zum Aufbau eines Heizsystems bekannt (DE 21 51 626 A), die eine elektrisch leitende Beschichtung aufweisen und mit elektrischen Anschlüssen versehen sind. Ein solches Flächenheizelement wird in der Art einer Widerstandsheizung betrieben, in dem entsprechend dem elektrischen Widerstand der Beschichtung und dem durchgeleiteten, elektri- schen Strom unmittelbar im Flächenheizelement Wärme erzeugt wird, die in einen Gebäuderaum abstrahlt. Der Betrieb solcher elektrischer Widerstands- heizungen als alleinige Gebäudeheizungen ist sehr kostenintensiv und damit unwirtschaftlich.
Weiter ist eine Heizungsanordnung bekannt (DE 198 49 432 A1), die aus be- schichteten Flächenheizelementen besteht, deren Beschichtung eine be- stimmte chemische Zusammensetzung aufweist und die mittels eines Ober- wellengenerators zur Abstrahlung elektromagnetischer Wellen anregbar ist.
Die Abstrahlung erfolgt in einem Schwingungsspektrum im Bereich von mole- kularen Eigenfrequenzen von zu erwärmenden Medien. Der Heizeffekt erfolgt über Schwingungsresonanzen, dergestalt, dass die Flächenheizelemente im wesentlichen kühl verbleiben und der Heizeffekt unmittelbar an im Strahlungs- bereich befindlichen Medien auftritt. Ein solches Heizungssystem ist insgesamt
kostengünstig herstellbar und weist einen hohen Wirkungsgrad auf.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine gattungsgemäße Gebäudeheizung aus ei- nem ersten Teilheizungssystem und einem zweiten Teilheizungssystem so weiterzubilden, dass eine kostengünstige Herstellung und Montage bei gerin- gem Platzbedarf und hoher Funktionalität und Variabilität möglich ist.
Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Gemäß Anspruch 1 ist das zweite Teilheizungssystem eine Strahlungsheizung mit einer elektrisch aktivierbaren, auf wenigstens einem Teil einer Wärme- übertrager-Außenfläche flächig unmittelbar oder mittelbar aufgebrachten Be- schichtung als Strahlungsfläche, so dass der Wärmeübertrager sowohl Be- standteil des ersten Teilheizungssystems als auch integraler Träger der Be- schichtung als Strahlungsfläche des zweiten Teilheizungssystems ist.
Damit sind für das zweite Teilheizungssystem weder ein teurer Heizkessel mit Brenner und ggfs. einem Öltank noch die dafür erforderlichen Räume, Rohr- leitungsanschlüsse und Steuerungen erforderlich. Durch die integrale Anord- nung der Strahlungsflächen auf den Wärmeübertragern des ersten Teilhei- zungssystems sind für das zweite Teilheizungssystem in den zu beheizenden Räumen auch keine zusätzlichen Räume und/oder Wandflächen zur Verfü- gung zu stellen. Die Wärmeübertrager haben somit eine Doppelfunktion als herkömmliche Wärmeübertrager für das erste Teilheizungssystem und zugleich als Trägerelemente für die Strahlungsflächen des zweiten Teilhei- zungssystems. Durch diese integrierte Doppelfunktion kann die Kombination Wärmeübertrager/Strahlungsfläche vorteilhaft als jeweils ein Bauteil bei einem Hersteller als Modul vorgefertigt werden. Die Montage bei der Erstellung der Gebäudeheizung der beiden integrierten Raumwärmequellenelemente Wär- meübertrager/Strahiungsfläche erfolgt dann vorteilhaft in nur einem Arbeits- gang. Dadurch entstehen nur geringe Kosten bei der Herstellung und Montage.
Die vorstehende Gebäudeheizung ist bestens geeignet als Niederenergiehei- zung nach Anspruch 2, wobei das erste Teilheizungssystem als Basissystem für Heizbedingungen bei kühlen Außentemperaturen ausgelegt ist und das zweite Teilheizungssystem mit den elektrisch aktivierbaren Strahlungsflächen durch die Schalteinheit bei relativ kalten Außentemperaturen, bei denen die Heizleistung des ersten Teilheizungssystems alleine nicht mehr ausreicht, zu- schaltbar ist. Diese Zuschaltung soll bevorzugt selbsttätig erfolgen und kann in Abhängigkeit einer Außentemperatur und/oder Innenraumtemperatur ggfs. auch in Verbindung mit einem festgestellten Temperaturverlauf erfolgen.
Die erfindungsgemäße Gebäudeheizung eignet sich nach Anspruch 3 insbe- sondere für eine Anordnung, in der das erste Teilheizungssystem eine Wär- mequelle in der Art wenigstens eines Solarmoduls und/oder wenigstens eines Erdwärmemoduls und/oder eines Kühlers eines Stromgenerators einer Bio- gasanlage umfasst. Als Wärmetransport-Medium wird zweckmäßig gesteuert pumpbares Warmwasser verwendet. Grundsätzlich ist die erfindungsgemäße Anordnung auch bei Warmiuftheizungen ausführbar.
Für eine weitere Reduzierung der Energiekosten der Gebäudeheizung kann gemäß Anspruch 4 auch die elektrische Energie für das zweite Teilheizungs- system ggfs. über alternative Energieerzeugungseinrichtungen, wie Wind- Stromgeneratoren und/oder Biogas-Stromgeneratoren und/oder Wasserkraft- Stromgeneratoren zur Verfügung gestellt oder zumindest ergänzt werden.
In einer bevorzugten Ausführungsform gemäß Anspruch 5 sind die Wärme- übertrager Flachheizkörper mit weitgehend ebenen Frontflächen, die Flächen parallel an Raumwänden mit in den Raum weisenden Frontflächen montiert sind. Die Beschichtung ist dann jeweils auf diesen in den Raum weisenden Frontflächen angebracht. Auf solchen Wärmeübertragern ist die Beschichtung einfach, großflächig und mit guter Funktion anbringbar.
Üblicherweise sind Wärmeübertrager aus Metall gegossen oder aus Blechen geformt. Gemäß Anspruch 6 ist es dann wesentlich, dass zwischen der Wär- meübertrager-Außenfläche als Trägerfläche und der Beschichtung eine elektrisch isolierende Zwischenschicht angebracht wird. Diese Zwischen- schicht kann ebenfalls eine Beschichtung, beispielsweise eine Farbbeschich- tung, sein, oder als aufgeklebte Folie ausgebildet sein, die dann ihrerseits eine Trägerfläche für die Beschichtung als Strahlungsfläche darstellt.
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform hat die Beschichtung eine Zusammensetzung, wie sie mit Anspruch 7 angegeben ist. Eine solche Be- schichtung ist mit dem weiter beanspruchten Oberwellengenerator zur Ab- strahlung elektromagnetischer Wellen mit einem Schwingungsspektrum im Frequenzbereich von molekularen Eigenschwingungen anregbar. In den weite- ren Ansprüchen 8 bis 10 werden zweckmäßige und vorteilhafte Weiterbildun- gen im Zusammenhang mit dieser Art von Beschichtung angegeben, welche im Heizbetrieb im wesentlichen kühl bleibt und Heizeffekte durch Resonanzen im zu beheizenden Medium durch Anregung von molekularen Eigenschwin- gungen erzeugt. Diese an sich aus DE 198 49 432 A1 bekannten Heizeffekte und Heizanordnungen eignen sich hervorragend als Back-up-System in der erfindungsgemäßen Weiterbildung und Kombination zu einer Niedrigenergie- heizung.
Anhand einer Zeichnung wird die Erfindung näher erläutert.
Die einzige Figur zeigt einen schematischen Querschnitt durch ein als Nieder- energiehaus ausgelegtes Gebäude 1, das mit einer hier lediglich ebenfalls äu- ßerst schematisch dargestellten entsprechenden Wärmedämmung 2 versehen ist und als Gebäudeheizung eine Niederenergieheizung 3 aufweist.
Diese Niederenergieheizung besteht aus einem ersten Teilheizungssystem 4, das als Wärmequelle ein hier beispielsweise gewähltes Solarmodul 5 aufweist.
Dieses Solarmodul ist über Rohrleitungen 6,7 mit einer Steuer-und Regelein- richtung 8 gekoppelt, das eine Pumpeneinrichtung 9 mit mehreren Pumpen aufweist, wobei eine der Pumpen der Pumpeneinrichtung 9 Kaltwasser über die Rohrleitung 6 zum Solarmodul 5 pumpt, wo es erwärmt und anschließend als Warmwasser über die Rohrleitung 7 in einen Warmwasser-Wärmeschicht- speicher 10 eingeleitet wird.
Das erste Teilheizungssystem 4 umfasst weiter wenigstens einen in einem Gebäuderaum 11 montierten Wärmeübertrager als z. B. Flachheizkörper 12, was in der Darstellung der Fig. 1 beispielhaft und lediglich äußerst schema- tisch dargestellt ist, der jeweils eine weitgehend ebene Frontfläche 13 aufweist und in etwa flächenparallel an einer Raumwand mit in den Gebäuderaum 11 weisender Frontfläche 13 montiert ist.
Dieser Flachheizkörper 12 ist unter Zwischenschaltung der Steuer-und Re- geleinrichtung 8 über eine Vorlaufleitung 14 und eine Rücklaufleitung 15 mit dem Warmwasser-Wärmeschichtspeicher 10 verbunden. Bei Bedarf kann über die Vorlaufleitung 14 Warmwasser in die Flachheizkörper 12 mittels wenigs- tens einer weiteren Pumpe der Pumpeneinrichtung 9 gepumpt werden, um den Gebäuderaum 11 unter Wärmeabgabe an die Umgebungsluft zu erwärmen.
Das entsprechend abgekühlte Wasser wird dann über die Rücklaufleitung 15 abgeführt. Dieses erste Teilheizungssystem 4 bildet somit das Basissystem für Heizleistungen bei kühlen Außentemperaturen.
Ferner umfasst die Niederenergieheizung 3 noch ein zweites Teilheizungs- system, die als Strahlungsheizung 16 ausgelegt ist und eine elektrisch akti- vierbare auf die Frontfläche 13 jedes Flachkörpers 12 flächig aufgebrachte Strahlungsfläche 17 aufweist. Weiter umfasst die Strahlungsheizung 16 eine hier lediglich äußerst schematisch dargestellte Heizungssteuerung 18 mit einer Temperaturregelung und einer Schalteinheit zur Abschaltung oder Umschal- tung der Teilheizungssysteme 4,16 für einen Einzelbetrieb oder zur Zuschal-
tung eines Teilheizungssystems zum anderen Teilheizungssystem für einen gemeinsamen Betrieb. Die Heizungssteuerung 18 ist ebenfalls in der Steuer- und Regeleinrichtung 8 integriert und mit einem Außentemperaturfühler 19 so- wie einem Innentemperaturfühler 20 über entsprechende Leitungen 21,22 ge- koppelt.
Der Flachheizkörper 12 ist aus Metall hergestellt, wobei zwischen dessen Frontfläche 13 als Trägerfläche und der aufgebrachten Beschichtung als Strahlungsfläche 17 eine hier nicht dargestellte isolierende Zwischenschicht angebracht sein kann.
Die Heizungssteuerung 18 weist ferner einen Oberwellengenerator 23 auf, der z. B. einen Triac und/oder einen Doppel-MOSFET als elektrischen Baustein umfasst, der bei einer Ansteuerung mit einer Ansteuerschwingung eine steile Stromanstiegsgeschwindigkeit entsprechend einer steilen Anstiegsflanke auf- weist und damit zur Erzeugung eines hohen Oberwellenanteils geeignet ist.
Wie dies in der Fig. 1 lediglich äußerst schematisch dargestellt ist, ist der Oberwellengenerator 23 an zwei die Strahlungsfläche 17 begrenzende elektri- sche Leiter angekoppelt, die durch im wesentlichen parallel ausgerichtete Kupferfolienbänder 24,25 gebildet sind. Dadurch wird eine Anregung der Strahlungsfläche 17 zur Abstrahlung elektromagnetischer Wellen mit einem Schwingungsspektrum im Frequenzbereich von molekularen Eigenschwingun- gen erreichbar, wobei die Heizwirkung der Strahlungsfläche 17 durch Verände- rung der Amplituden und/oder der Frequenz der Ansteuerschwingungen des Oberwellengenerators 23 steuerbar und/oder regelbar ist.
Das als Strahlungsheizung 16 ausgebildete zweite Teilheizungssystem ist durch die Schalteinheit selbsttätig in Abhängigkeit einer Außentemperatur und/oder einer Innentemperatur bei relativ kalten Außentemperaturen, bei dem die Heizleistung des ersten Teilheizungssystems 4 nicht mehr ausreicht, zu-
schaltbar.
Der elektrische Kontakt zur Strahiungsfläche 17 ist als kapazitive und/oder in- duktive Ankopplung ausgebildet, wobei die Strahlungsfläche 17 unter oder über den Kupferfolienbändern 24,25 liegt oder diese alternativ dazu in die Strahlungsfläche 17 eingebettet sind, was hier jedoch nicht dargestellt ist. Be- züglich der Zusammensetzung der die Beschichtung bildenden Strahlungsflä- che 17 wird auf die Ansprüche bezuggenommen.
Der Niederenergieheizung 3 kann ferner ein hier nicht dargestellter Wind- Stromgenerator und/oder ein Biogas-Stromgenerator und/oder ein Wasser- kraft-Stromgenerator zugeordnet sein zur Erzeugung der elektrischen Energie für die Strahlungsheizung 16.
Next Patent: GAS FIRED HEATING DEVICE AND A METHOD OF GENERATING A FLOW OF HOT GAS
