INTERHOLDING GMBH B�TTGER, Wolfgang.
| 1. | Abstandsgewebe, vorzugsweise auf Basis von syntheti sehen Fasern, aus Polyamid, Polyethylen oder Polyester, mit einer ersten Lage (1) und einer zweiten Lage (2) und diese Lagen zusammenhaltenden Verbindungsfäden (3), wobei die Verbindungsfäden (3) zur anfänglichen Verringe rung ihrer freien Länge durch auftrennbare Zusatzschußfä den (4) an der ersten Lage (1) und/oder der zweiten Lage (2) angeheftet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusatzschußfäden (4) gegenüber dem Grundgewebe mit einer wesentlich geringeren Reißfestigkeit ausgebildet sind. 00196 2. Verfahren zur Herstellung eines beschichteten, bspw . luftdicht beschichteten, Abstandsgewebes, bei welchem eine erste Lage (1) und eine zweite Lage (2) eines Grund gewebeε durch Verbindungsfäden (3) abstandsgehaltert sind, wobei die Verbindungsfäden weiter zur anfänglichen Verringerung ihrer freien Länge durch auftrennbare Zu satzschußfäden (4) an der ersten Lage (1) bzw. der zwei ten Lage (2) des Grundgewebes angeheftet werden, dadurch gekennzeichnet, daß erst die Beschichtung der ersten Lage (1) bzw. der zweiten Lage (2) vorgenommen wird und erst danach die Zusatzschußfäden (4) aufgetrennt werden. 00208 3. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeich net, daß die Zusatzschußfäden (4), die aus einem weniger reißfesten Material als das Grundgewebe der ersten und zweiten Lagen (1, 2) bestehen, zerrissen werden, indem die erste und zweite Lage (1, 2) auseinandergezogen werden. 00216 4. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch' gekennzeich net, daß die Zusatzschußfäden (4) erst vor dem Arbeits gang des Konfektionierens getrennt werden. 00221 5. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeich net, daß die Zusatzschußfäden (4) nach dem Arbeitsgang des Konfektionierns zerrissen werden, indem aus einem solchen Abstandsgewebe hergestellte, konfektionierte Körper bis zu einem solchen Druck aufgeblasen werden, der erforderlich ist, um die Hilfsschüsse zu zerreißen. |
00003 Die Erfindung betrifft ein Abstandsgewebe, vorzugsweise
00004 auf Basis von synthetischen Fasern, wie Polyamid, Po-
00005 lyethylen oder Polyester, mit einer ersten und einer
00006 zweiten Lage und diese Lagen zusammenhaltenden Verbin-
00007 dungsfäden, wobei die Verbindungsfäden zur anfänglichen
00008 Verringerung ihrer freien Länge durch auftrennbare Zu-
00009 satzschußfäden an der ersten und/oder an der zweiten
00010 Lage angeheftet sind. 00011
00012 Ein solches Abstandsgewebe ist bspw. aus der DE-OS 15 35
00013 486 bekannt. Insbesondere hinsichtlich der dort speziell
00014 offenbarten Bindung wird vollinhaltlich Bezug genommen
00015 auf diese Druckschrift und der Offenbarungsgehalt dieser
00016 Druckschrift auch insoweit in den Offenbarungsgehalt
00017 vorliegende Anmeldung mit eingeschlossen. 00018
00019 Diese Art von Gewebe werden bspw. zur Herstellung von
00020 aufblasbaren Körpern wie Hebekissen, Böden für Rettungs-
00021 inseln, Schlauchboote usw. benutzt. Hierzu ist es erfor-
00022 derlich, die erste und die zweite Lage des Gewebes zu
00023 beschichten, so daß sich die gewünschte Luftdichtigkeit
00024 und weitere gewünschte Eigenschaften ergeben. Da der
00025 gewünschte Abstand der Lagen eines solchen Gewebes in
00026 der Regel größer ist als es auf herkömmlichen Webmaschi-
00027 nen möglich ist zu weben, geht man so vor, wie grundsätz-
00028 lieh auch aus obiger Druckschrift bekannt, daß die Ab-
00029 standsfäden bzw. frei flottierenden Polfäden durch Zu-
00030 satzschußfäden zickzackförmig verlaufend zwischen den
00031 Lagen vorrübergehend angehaftet werden- 00032
00033 Bei dem bekannten Abstandsgewebe muß nun weiter so vorge-
00034 gangen werden, daß die Zusatzschußfäden nach Fertigstel-
00035 lung des Mehrlagengewebes gesondert entfernt werden, um
00036 die Streckung der Zwischenfäden auf ihre volle Länge zu
00037 ermöglichen. Hier setzt nun die technische Problematik
00038 der Erfindung an, einen Weg aufzuzeigen, welcher die
00039 Entfernung der Zusatzschußfäden erübrigt. 00040
00041 Die technische Problematik ist zunächst und im wesentli-
00042 chen beim Gegenstand des Anspruches 1 gelöst, wobei
00043 darauf abgestellt ist, daß die Zusatzschußfäden gegen-
00044 über dem Grundgewebe mit einer wesentlich geringeren
00045 Reißfestigkeit ausgebildet sind. Diese Maßnahme ermög-
00046 licht es, die Zusatzschußfäden einfach nach Fertigstel-
00047 lung des Gewebes durch mechanisches Auseinanderziehen
00048 der ersten und der zweiten Lage aufzutrennen bzw. zu zer-
00049 reißen. Hierbei bleiben die Reststücke der Zusatzschußfä-
00050 den an der ersten und der zweiten Gewebelage.- auf der
00051 Innenseite der ersten und der zweiten Lage - in dem
00052 Gewebe verhaftet. Die Zusatzschußfäden werden also nicht
00053 vollständig aus dem Gewebe entfernt. Ein solches Gewebe
00054 ermöglicht es auch, wie weiter unten noch im einzelnen
00055 beschrieben, das Auftragen der Beschichtung und nachfol-
00056 gende Aufrollen vorzunehmen, solange die Zusatzschuß ä-
00057 den noch nicht zerrissen sind, die vollständige Länge
00058 der Zwischenfäden also noch nicht freigegeben ist. Damit
00059 ist eine Behandlung in gleichermaßen unkomplizierter Art
00060 und Weise wie bei Geweben mit geringem Abstand zwischen
00061 den Lagen ermöglicht. Erst vor dem letzten Arbeitsgang,
00062 dem Konfektionieren, kann dann der endgültige, größere
00063 Abstand zwischen den Lagen hergestellt werden. 00064
00065 Gegenstand der Erfindung ist auch ein Verfahren zur
00066 Herstellung eines beschichteten, bspw. luftdicht be-
00067 schichteten, Abstandsgewebes, bei welchem eine erste und
00068 eine zweite Lage eines Grundgewebes durch Verbindungsfä-
00069 den abstands-gehaltert sind, wobei die Verbindungsfäden
00070 weiter zur anfänglichen Verringerung ihrer freien Länge
00071 durch auftrennbare Zusatzschußfäden an der ersten bzw.
00072 zweiten Lage des Grundgewebes verhaftet werden. Bezüg-
00073 lieh eines solchen Verfahrens schlägt die Erfindung vor,
00074 daß erst die Beschichtung der ersten bzw. zweiten Lage
00075 vorgenommen wird und erst danach die Zusatzschußfäden
00076 aufgetrennt werden. Darüber hinaus schlägt die Erfindung 00077. auch vor, daß die Zusatzschußfäden, die aus einem weni-
00078 ger zerreißfesten Material als das Grundgewebe der er-
00079 sten und der zweiten Lagen bestehen, zerrissen werden,
00080 indem die erste und die zweite Lage des Grundgewebes
00081 auseinandergezogen werden. Dies kann durch einen einfa-
00082 chen mechanischen Vorgang erfolgen. Es ist auch bevor-
00083 zugt, daß die Zusatzschußfäden erst vor dem Arbeitsgang
00084 des Konfektionierens zerrissen bzw. aufgetrennt. werden.
00085 Besonders bevorzugt ist es jedoch, daß die Zusatzschußfä-
00086 den erst nach dem Arbeitsgang des Konfektionierens zer-
00087 rissen bzw. aufgetrennt werden, und zwar dadurch, daß
00088 die so hergestellten konfektionierten aufblasbaren Kör-
00089 pern bis zu einem Druck aufgeblasen werden, der erforder-
00090 lieh ist, um die Zusatzschußfäden zu zerreißen. 00091
00092 Insgesamt ergibt sich, wenn man nach diesem Verfahren
00093 vorgeht, ein Produkt, das sich auch merkmalsmäßig von
00094 einem bekannten derartigen Gewebe bzw. beschichteten
00095 Gewebe unterscheidet. Die Zusatzschußfäden sind nicht
00096 aus dem Gewebe entfernt, sondern verbleiben - wenn auch
00097 in Bruchstücken - angeheftet an den inneren Seiten der
00098 ersten und zweiten Lage des Gewebes. Nach außen ist also
00099 von diesem Vorgang praktisch nichts erkennbar. 00100
00101 Nachstehend ist die Erfindung des weiteren anhand der
00102 beigefügten Zeichnung, die jedoch lediglich Ausführungs-
00103 beispiele darstellt, erläutert. Hierbei zeigt: 00104
00105 Fig. 1 ein Webschema des Abstandsgewebes;
00106 Fig. 2 eine schematische Darstellung eines beschichte-
00107 ten Abstandsgewebes, bei welchem jedoch die
00108 Zusatzschußfäden noch nicht durchtrennt sind; 00109
00110 Fig. 3 ein Gewebe gemäß Fig. 2, bei durchtrennten
00111 Zusatzschußfäden. 00112
00113 In Fig. 1 ist die grundlegende Gewebebindung beispiel-
00114 haft dargestellt. Es ist eine erste Lage 1 und eine
00115 zweite Lage 2 zu erkennen. Der Übersichtlichkeit halber
00116 ist die Bindung der zweiten Lage nicht voll ausgezeich-
00117 net. Es handelt sich aber um die gleiche Bindung wie bei
00118 der ersten Lage. 00119
00120 Zwischen den Lagen 1 und 2 wechseln Verbindungsfäden 3.
00121 Diese sind durch Zusatzschußfäden 4 an den Innenseiten 00122 der ersten bzw. der zweiten Lage angeheftet. Weiter sind 00123 die Zusatzschußfäden 4 durch aus dem Grundgewebe kommen-
00124 de Haltefäden 5 mit der ersten bzw. der zweiten Lage 1,
00125 2 verhaftet. Bspw. können bei einem 150 cm breiten Gewe-
00126 be 3040 Grundfäden vorgesehen sein. Jeder vierte Grundfa-
00127 den kann ein Haltefaden sein, so daß etwa 760 Haltefäden
00128 ausgebildet sind. Bei einem Ausführungsbeispiel können 00129 auch genauso viele Verbindungsfäden 3 vorgesehen sein. 00130
00131 Während nun die Fäden des Grundgewebes relativ reißfest
00132 ausgebildet sind, bspw. im Bereich von 50 bis 75 cN pro
00133 tex (centi-Newton pro tex) sind die Zusatzschußfäden 4
00134 mit einer wesentlich geringeren Festigkeit ausgebildet,
00135 bspw. im Bereich von 10 bis 30 cN pro tex. Ein beispiel-
00136 hafter Wert für die Grundfäden ist 65 cN pro tex, für
00137 die Zusatzschußfäden 16 cN pro tex. Jedenfalls empfiehlt
00138 es sich, die Zusatzschußfäden mit einer geringeren Reiß-
00139 festigkeit vorzusehen, beginnend bei etwa 25 % geringe-
00140 rer Reißfestigkeit, vorzugsweise jedoch mit 75 % geringe-
00141 rer Reißfestigkeit. 00142
00143 Hierbei ist auch von Bedeutung, daß die Reißfestigkeit
00144 über die Länge des Zusatzschußfadens relativ konstant
00145 ist. Es ist für das Gewebe nachträglich, wenn etwa star-
00146 ke Schwankungen oder nur örtlich eine sehr verringerte
00147 Reißfestigkeit bei dem Zusatzschußfaden vorhanden ist. 00148 Die Schwankungsbreite soll nur ein bis zwei cN pro tex 00149 geeigneterweise betragen.
00150
00151 In Fig. 2 ist schematisch ein Gewebe gemäß Fig. 1 nach
00152 einer Beschichtung dargestellt. Die Zusatzschußfäden 4 "00153 und die Haltefäden 5 sind nur aus Erläuterungsgründen
00154 übertrieben dargestellt. Die Beschichtung geht nicht bis
00155 auf die Innseite der ersten Lagen 1 bzw. der zweiten
00156 Lage 2 durch. Es ist in Fig. 2 zu erkennen, daß die
00157 Verbindungsfäden 3 noch immer mit der ersten Lage 1 bzw.
00158 mit der zweiten Lage 2 eben durch die Zusatzschußfäden 4
00159 verhaftet sind. 00160
00161 Bei der Darstellung gemäß Fig. 3 sind die erste Lage 1
00162 und die zweite Lage 2 - im beschichteten Zustand -,
00163 jedoch vor Konfektionierung, mechanisch auseinandergezo-
00164 gen . Die Zusatzschußfäden 4 sind zerrissen. Im wesentli-
00165 chen zerreißen die Zusatzschußfäden 4 an jedem Durchgang
00166 eines Verbindungsfadens 3. Es ist lediglich zur Verdeut-
00167 lichung übertrieben dargestellt, daß sich Reststücke 4'
00168 bilden, die in der unteren Lage 2 bzw. der oberen Lagen
00169 3 verbleiben. Durch die beschriebenen Umschlingungen
00170 durch die Haltefäden 5 bleiben diese Reststücke 4' auch
00171 eng verhaftet mit der ersten Lage 1 bzw. zweiten Lagen
00172 2. Wenn man ein solches Gewebe im Zustand gemäß Fig. 3
00173 auftrennen würde, würde man mit bloßem Auge die Reststük-
00174 ke 4' kaum erkennen können.
00175 Die in der vorstehenden Beschreibung, der Zeichnung und
00176 den Ansprüchen offenbarten Merkmale der Erfindung können
00177 sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination für
00178 die Verwirklichung der Erfindung von Bedeutung sein.
00179 Alle offenbarten Merkmale sind erfindungswesentlich. In
00180 die Offenbarung der Anmeldung wird hiermit auch der
00181 Offenbarungsinhalt der zugehörigen/beigefügten Priori-
00182 tätsunterlagen (Abschrift der Voranmeldung) vollinhalt-
00183 lieh mit einbezogen.
Next Patent: FIBROUS, NON-WOVEN POLYMERIC INSULATION
