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Patent Searching and Data


Title:
SPACER FOR INSULATING GLASS PANES
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2010/094446
Kind Code:
A1
Abstract:
What is described is the use of a metal hollow profile bar which comprises an outer wall (2), an inner wall (5) opposite the outer wall, and two flanks (3, 4) which are parallel to one another, wherein the inner wall (5) and the outer wall (2) are narrower than the hollow profile bar. According to the invention, it is provided for the production of a frame-shaped spacer for insulating glass panes.

Inventors:
LENHARDT, Karl (Im Weidenfeld 8, Bad Liebenzell, 75378, DE)
Application Number:
EP2010/000925
Publication Date:
August 26, 2010
Filing Date:
February 15, 2010
Export Citation:
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Assignee:
PLUS INVENTIA AG (Hechtackerstrasse 24, St. Gallen, CH-9014, CH)
LENHARDT, Karl (Im Weidenfeld 8, Bad Liebenzell, 75378, DE)
International Classes:
E06B3/663
Attorney, Agent or Firm:
TWELMEIER MOMMER & PARTNER (Westliche Karl-Friedrich-Straße 56-68, Pforzheim, 75172, DE)
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Claims:
Ansprüche:

1. Die Verwendung eines metallischen Hohlprofilstabes, welcher eine Außenwand (2), eine der Außenwand gegenüberliegende Innenwand (5) und zwei zueinander paral- IeIe Flanken (3, 4) aufweist, wobei die Innenwand (5) und die Außenwand (2) schmaler sind als der Hohlprofilstab, für die Herstellung eines rahmenförmigen Abstandhalters für Isolierglasscheiben.

2. Die Verwendung eines Hohlprofilstabes nach Anspruch 1 , der bezüglich seiner die Flanken (3, 4) schneidenden Längsmittelebene (53) unsymmetrisch ausgebildet ist.

3. Die Verwendung eines Hohlprofilstabes nach Anspruch 2, bei welchem der Querschnitt der rückspringenden Teilbereiche (3b, 4b) auf der einen Seite der die Flanken (3, 4) schneidenden Längsmittelebene (53) kleiner ist als der Querschnitt der rückspringenden Teilbereiche (3c, 4c) auf der anderen Seite dieser Längsmittelebene (53).

4. Die Verwendung eines Hohlprofilstabes nach einem der Ansprüche 1 bis 3, welcher spiegelsymmetrisch zu seiner die Außenwand (2) und die Innenwand (5) schneiden- den Längsmittelebene (54) ausgebildet ist.

5. Die Verwendung eines Hohlprofilstabs nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei welchem Öffnungen allenfalls auf einer Flanke (3, 4) vorhanden sind.

6. Die Verwendung eines Hohlprofilstabs nach Anspruch 5, welcher aus einem Metallband geformt ist, dessen Längsränder an einer Flanke (3 oder 4) des Hohlprofilstabs zusammentreffen und dort miteinander verbunden sind, insbesondere durch Schweißen oder Kleben, wovon das Schweißen bevorzugt ist.

7. Die Verwendung eines Hohlprofilstabs nach Anspruch 5 oder 6, in welchem keine Wand (2, 3, 4, 5) eine Öffnung aufweist

8. Verwendung eines Hohlprofilstabes nach einem der vorstehenden Ansprüche, welcher gasdicht ausgebildet ist.

9. Die Verwendung eines Hohlprofilstabes nach einem der vorstehenden Ansprüche, welcher aus Aluminium, aus einer Aluminiumlegierung oder aus einem rostfreien Stahl besteht.

10. Die Verwendung eines Hohlprofilstabes nach einem der vorstehenden Ansprüche, der in einem die Innenwand (5) angrenzenden Teilbereich (3b, 4b) schmaler ist als in einem an die Außenwand (2) angrenzenden Teilbereich (3a, 4a).

11. Die Verwendung eines Hohlprofilstabes nach einem der vorstehenden Ansprüche, welcher mindestens auf seiner Innenwand (5), vorzugsweise auch auf seiner Außenwand (2), rechtwinklig zu seinen Flanken (3, 4) verlaufende Rillen (47) oder Wellen hat.

12. Die Verwendung eines Hohlprofilstabes nach Anspruch 10, in welchem die Rillen (47) oder Wellen in einem Abstand vor den Flanken (3, 4) enden.

13. Die Verwendung eines Hohlprofilstabs nach einem der vorstehenden Ansprüche zum Herstellen eines rahmenförmigen Abstandhalters mit durch Biegen hergestell- ten Ecken.

14. Die Verwendung eines leeren Hohlprofilstabes nach einem der vorstehenden Ansprüche zur Herstellung eines leeren, kein Trockenmittel enthaltenden Abstandhalters.

15. Die Verwendung eines Hohlprofilstabs nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei welchem die an den mittleren Teilbereich (3a, 4a) der Flanken (3, 4) angrenzenden zurückspringenden Teilbereiche (3b, 3c, 4b, 4c) der Flanken (3, 4) im Querschnitt konkav ausgebildet sind.

16. Die Verwendung eines Hohlprofilstabs nach Anspruch 15, in welchem die an den jeweiligen mittleren Teilbereich (3a, 4a) der Flanken (3, 4) angrenzenden zurückspringenden Teilbereiche (3b, 3c, 4b, 4c) der Flanken (3, 4) eine solche Kontur haben, dass sich dass Abstandhalterprofil ausgehend vom mittleren Bereich (3a, 4a) der Flanken (3, 4) zur Außenwand (2) und zur Innenwand (5) des Abstandhalterprofils hin verjüngt oder sich zunächst verjüngt und dann in einen gleichbleibend verjüngten Bereich übergeht.

17. Hohlprofilstab für die Herstellung eines rahmenförmigen Abstandhalters für Isolierglasscheiben, welcher die in einem der vorstehenden Ansprüche angegebenen Merkmale aufweist.

Description:
ABSTANDSHALTER FÜR ISOLIERGLASSCHEIBEN

Abstandhalter für Isolierglasscheiben bestehen meist aus Hohlprofilstäben aus Aluminium oder Edelstahl, welche ein rieselfähiges Trockenmittel enthalten, gewöhnlich Molekularsiebe. Es ist die Aufgabe des Trockenmittels, in der Isolierglasscheibe vorhandene Feuchte zu binden, damit unter den auftretenden Temperaturen in der Isolierglasscheibe der Taupunkt nicht unterschritten wird. Metallische Abstandhalter werden heute meist in einem Stück aus einem Hohlprofilstab gebogen, in welchen das Trockenmittel bereits eingefüllt ist. Vor dem Biegen einer Ecke wird die Innenwand eingekerbt, damit sich die Ecke genau an der vorgesehenen Stelle bildet und ein definiertes Erscheinungsbild hat. Als Innenwand wird die dem Inneren der Isolierglasscheibe zugewandte Wand des Abstandhalters verstanden. Die der Innenwand gegenüberliegende Wand des Hohlprofilstabs wird als seine Außenwand oder Basis bezeichnet. Die beiden Wände, welche die Innenwand und die Außenwand miteinander verbinden und in der Isolierglasscheibe deren einzelnen Glasscheiben zugewandt sind, werden als die Flanken bezeichnet; sie verlaufen zumeist überwiegend parallel zueinander, weil sie mit den Glasscheiben verklebt werden müssen. Nach dem Biegen werden die beiden einander gegenüberliegenden Enden des Hohlprofilstabes mittels eines Steckverbinders zusammengefügt und dadurch ein geschlossener Rahmen gebildet. Die zu biegenden Hohlprofilstäbe werden in der Regel durch gerade Steckverbinder aufeinanderfolgend miteinander verbunden. Die Abstandhalter können deshalb auch mehrere gerade Steckverbinder enthalten. Solche rahmenförmige metallische Abstandhalter zeichnen sich durch gute mechanische Stabilität aus. Sie haben jedoch den Nachteil, dass ihre Herstellung aufwändig ist.

Ferner sind Abstandhalterrahmen aus metallischen U-Profilen, aus thermoplastischen Vollprofilen, welche unmittelbar auf eine Glasscheibe extrudiert werden, und aus Kunststoff-Hohlprofilen bekannt, welche ebenso wie Abstandhalter aus metallischen Hohlprofilstäben mit einem körnigen, rieselfähigen Trockenmittel gefüllt werden.

Abstandhalter aus Kunststoff-Hohlprofilen haben nur eine geringe Wärmeleitfähigkeit, so dass sie in erwünschter Weise den Wärmeübergang zwischen den einzelnen Glasscheiben einer Isolierglasscheibe behindern. Nachteilig ist jedoch, dass sich Hohlprofilstäbe aus Kunststoff nicht zu eckigen Rahmen biegen lassen, wenn sie die für die Verwendung als Abstandhalter in Isolierglasscheiben erforderliche Härte und Festigkeit aufweisen. Das gilt insbesondere für Hohlprofilstäbe aus glasfaserverstärktem Kunststoff. Nun könnte man daran denken, Abstandhalterrahmen aus Kunststoffhohlprofilen dadurch zu bilden, dass man gerade Hohlprofilabschnitte, welche die Schenkel der rahmenförmigen Abstandhalter bilden, miteinander verbindet, indem man Winkelstücke aus Metall in die Enden der Hohlprofilabschnitte steckt, wo sie sich mit Widerhaken festkrallen. Diese aus früherer Zeit beim Herstellen von metallischen Abstandhaltern bekannte Technik ist jedoch arbeitsaufwändig und führt zu Abstandhalterrahmen, welche infolge mangelnder Steifigkeit im Eckbereich insgesamt labil sind und sich nicht einfach handhaben und mit der erforderlichen Präzision auf eine Glasscheibe kleben lassen. Außerdem sind Abstandhalterrahmen, welche solche gesteckte Ecken haben, im Hinblick darauf, dass Isolierglasscheiben an ihrem Rand hermetisch gegen das Eindringen von Feuchtigkeit abgedichtet sein müssen, ungünstig.

Es ist weiterhin bekannt, Abstandhalter aus metallischen Hohlprofilstäben zu bilden, indem einzelne Hohlprofilstäbe an den Ecken des Abstandhalters durch Winkelstücke verbunden werden, welche zwei durch ein Gelenk verbundene Schenkel haben, welche in einer Stellung, in welcher die Schenkel einen rechten Winkel miteinander einschließen, miteinander verrastbar sind. Zu diesem Zweck werden die einzelnen Hohlprofilstäbe zunächst in gerader Linie miteinander verbunden, an ihren Flanken durchgehend mit einer klebenden Dichtmasse versehen und dann durch Verschwenken der Hohlprofilstäbe um das Gelenk des jeweiligen Winkelstücks zu einem Rahmen geformt und dieser durch einen in die Enden des Hohlprofilstabes gesteckten linearen Steckverbinder geschlossen. Eine derartige Ausbildung der Ecken führt zu labilen Abstand haltern mit den oben genannten Nachteilen.

Um Abstandhalter aus Kunststoff-Hohlprofilstäben in einem Stück herzustellen, ist es aus der EP 0 947 659 A2 und aus der EP 1 030 024 A2 bereits bekannt, die Hohlprofilstäbe an den Stellen, an denen Ecken auszubilden sind, auszuklinken, indem V-förmige Einschnitte erzeugt werden, deren Spitzen bis zu der im fertigen Abstandhalter außen liegenden Wand der Hohlprofilleiste reichen. Zum Formen eines Rahmens wird an den ausgeklinkten Stellen des Hohlprofilstabes nur noch dessen Außenwand gebogen. Auf diese Weise erhält man zwar Abstandhalter, die auch an den Ecken eine geschlossene Außenwand haben, aber weil die Schenkel des Abstandhalters an den Ecken nur noch über ihre Außenwand zusammenhängen, ist der Rahmen ein labiles Gebilde und muss noch stabilisiert werden. Zu diesem Zweck ist es aus der EP 0 947 659 A2 und aus der EP 1 030 024 A2 bekannt, in die Eckbereiche des Abstandhalterrahmens durch eine Öffnung in eine seiner Flanken einen thermoplastischen Kunststoff zu spritzen, der die Ecken überbrückt und dem Abstandhalter nach dem Abkühlen und Erhärten des Kunststoffs die nötige Stabilität gibt. Nachteilig ist, dass es vergleichsweise lange dauert, bis der Kunststoff abgekühlt und fest geworden ist. Um die Zeit dafür abzukürzen, ist es aus der EP 1 030 024 A2 bekannt, den in der Herstellung befindlichen Abstandhalter nach dem Einspritzen des Kunststoffes unter Beibehalten des Winkels der gebogenen Ecke in eine besondere Aushärtezone zu überführen. Diese Arbeitsweise ist zeit- und kostenaufwändig.

Einen wesentlichen Fortschritt brachte demgegenüber die WO 2006/077096 A1 , welche einen Abstandhalter für Isolierglasscheiben offenbart, welcher aus einem Hohlprofilstab aus Kunststoff hergestellt wird, indem dieser an den für die Ecken vorgesehenen Stellen jeweils mit einer Ausnehmung versehen wird, welche die Innenwand und die beiden Flanken des Hohlprofilstabes öffnet, die Außenwand aber unversehrt lässt. Zur Stabilisierung der Ecken werden Winkelstücke eingesetzt, die zwei durch ein Gelenk verbundene Schenkel haben und aus einer geradlinigen Gestalt in eine abgewinkelte Gestalt überführt werden können, in welcher sie relativ zueinander festlegbar sind. Ein solches Winkelstück wird zunächst geradlinig im Bereich der jeweiligen zu bildenden Ecke positioniert. Durch Biegen des Hohlprofilstabes wird dann die Ecke gebildet und durch die in ihrer vorgegebenen Winkelstellung miteinander verrastenden Schenkel des Winkelstücks stabilisiert. Aus der WO 2006/007096 A1 ist es darüber hinaus bekannt, auf den noch geradlinig vorliegenden Hohlprofilstab, in welchen die noch geradlinig vorliegen- den Winkelstücke bereits eingesetzt sind, eine klebende Dichtmasse und eine trocken- mittelhaltige Masse aufzutragen, danach in dem Hohlprofilstab die Ecken zu bilden und die beiden Enden des Hohlprofilstabes miteinander zu verbinden.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Möglichkeit aufzuzeigen, wie aus metallischen Hohlprofilstäben ein fortschrittlicher rahmenförmiger Abstandhalter mit gebogenen Ecken für Isolierglasscheiben hergestellt werden kann, ohne den Aufwand für die Isolierglasfertigung zu erhöhen.

Diese Aufgabe wird durch die Verwendung eines metallischen Hohlprofilstabs mit den im Patentanspruch 1 angegebenen Merkmalen gelöst.

Die Erfindung hat wesentliche Vorteile:

• Aus dem erfindungsgemäßen Hohlprofilstab können Abstandhalter mit geboge- nen Ecken hergestellt werden, die hermetisch dicht sind, auch an den kritischen

Ecken des Abstandhalters.

• Die neue Profilform der Hohlprofilstäbe begünstigt das Biegen der Ecken.

• Wenn die beiden Flanken des Hohlprofilstabes, vorzugsweise auch dessen Innenwand, an der für das Bilden der jeweiligen Ecke vorgesehenen Stelle des Hohlprofilstabes eingedrückt werden, bevor dieser gebogen wird, kann ohne weitere Maßnahmen sichergestellt werden, dass einerseits die Innenwand des Hohlprofilstabes im Bereich der Ecke einen definierten, reproduzierbaren Verlauf nimmt und dass andererseits die beiden Flanken des Hohlprofilstabes beim Biegen nicht nach außen gedrückt werden und/oder Falten bilden, die den Abstand- halter im Bereich einer Ecke verbreitern. Vielmehr wird überschüssiges Material der Flanken in den Hohlraum des Hohlprofilstabes hineingedrängt, so dass die Breite des Hohlprofilstabes nach dem Biegen auch im Bereich der Ecken die ursprüngliche Breite des Hohlprofilstabes nicht überschreitet. Das ist wichtig, denn wäre es nicht so, würde es bei dem Verpressen von Isolierglasscheiben im Bereich der Ecken Druckspitzen geben, die Glasbruch zur Folge hätten. Die Profilform der erfindungsgemäßen Hohlprofilstäbe begünstigt es, dass diese ohne die Gefahr, im Bereich einer Ecke des zu biegenden Abstandhalters verletzt zu werden, eingedrückt und anschließend gebogen werden können. • Mit erfindungsgemäßen Hohlprofilstäben können das Biegen der Ecken und das

Schließen des Abstandhalters von Hand durchgeführt werden. Der apparative Aufwand, der bisher für das Herstellen metallischer Abstandhalter für Isolierglasscheiben erforderlich war, kann wesentlich verringert werden.

• Verglichen mit Abstand haltern aus Kunststoff, wie sie in der WO 2006/077096 A1 offenbart sind, die auch von Hand gebogen und geschlossen werden können, besteht ein Vorteil darin, dass zum Stabilisieren von durch Biegen hergestellten Ecken keine Eckwinkel benötigt werden und dass das vor dem Biegen erforderliche Bearbeiten der späteren Eckbereiche des Hohlprofilstabes sehr viel einfacher ist: Es müssen keine komplizierten Ausschnitte hergestellt werden, es muss kein Abfall entfernt werden, es werden keine teuren Werkzeuge benötigt. Es ist vielmehr lediglich erforderlich, den Hohlprofilstab vor dem Biegen an den für das Biegen vorgesehenen Stellen einzudrücken.

• Da der Hohlprofilstab im Bereich der Ecken nicht eingeschnitten werden muss, sondern es ausreicht, ihn nur einzudrücken und da somit auch im Eckenbereich ein durchgehendes Hohlprofil vorliegt, sind die Ecken ohne eine besondere stabilisierende Maßnahme für den Einbau in eine Isolierglasscheibe hinreichend stabil.

• Da das Hohlprofil auch im Eckenbereich des Abstandhalters durchgehend erhalten bleibt, kann der Abstandhalter eine doppelte Barriere und damit eine doppel- te Sicherheit gegen das Eindringen von Feuchtigkeit in die Isolierglasscheibe bilden.

• Sollte es im Einzelfall dazu kommen, dass sich im Hohlprofilstab durch das Eindrücken an einer Stelle ein Riss bildet, hindert das seinen Einbau in eine Isolierglasscheibe nicht, da die für das Abdichten des Innenraums der Isolierglasschei- be besonders wichtige Außenwand des Abstandhalters beim Biegevorgang im Allgemeinen keine Gefahr läuft, einzureißen.

• Trotz eines im freien Spiel der Kräfte erfolgenden Einfaltens der Flanken des Hohlprofilstabes erreicht man durch Auftragen einer Dichtmasse auf die Flanken eine einwandfreie Abdichtung der Isolierglasscheibe auch im kritischen Eckenbereich des Abstandhalters. Als Dichtmassen eignen sich jene, die für das Verkleben und Abdichten von Isolierglasscheiben bereits bekannt sind.

• Erfindungsgemäß wird für den Abstandhalter ein Hohlprofilstab verwendet, bei welchem die Innenwand und auch die Außenwand schmaler sind als der Hohl- profilstab, so dass dessen Flanken einen mittleren Teilbereich haben, welcher parallel zur Fläche der gegenüberliegenden Glasscheiben verläuft, und beidseitig an diesen mittleren Teilbereich angrenzend einen demgegenüber zurückspringenden Teilbereich haben, der an der Innenwand bzw. an der Außenwand des Hohlprofilstabes endet, welche schmaler sind als der Hohlprofilstab insgesamt, der seine größte Breite zwischen den mittleren Teilbereichen der Flanken aufweist.

Ein Abstandhalter mit einem solchen Profil kann für Zwecke der Erfindung besonders vielseitig eingesetzt werden. In dem an die Innenwand angrenzenden, zurückspringenden Teilbereich kann eine hinreichende Menge einer ein Trockenmittel enthaltenden Klebemasse vorgesehen sein, die genügend Trockenmittel enthält, um während der geplanten Lebensdauer von mehr als 20 Jahren, vorzugsweise von mehr als 25 Jahren, ein Beschlagen der Isolierglasscheibe von Innen zu verhindern. Das führt zu dem weiteren Vorteil, dass in den Hohlraum des Hohlprofilstabes kein Trockenmittel eingefüllt werden muss, so dass dieser leichter und mit weniger Aufwand leer gebogen werden kann.

• Auf den mittleren Teilbereich der Flanken kann in dünner Schicht eine primäre Versiegelungsmasse aufgetragen werden, welche kein Trockenmittel enthält und ein Eindiffundieren von Wasserdampf von außen her ebenso zuverlässig verhin- dert wie einen Verlust eines von Luft verschiedenen Gases, mit welchem die Isolierglasscheibe gefüllt sein kann.

• In dem an die Außenwand anschließenden rückspringenden Teilbereich der Flanken kann eine sekundäre Versiegelungsmasse vorgesehen sein, welche ab- bindet und den dauerhaften mechanischen Verbund zwischen den Glasscheiben und dem Abstandhalter herstellt.

• Es ist aber auch möglich, als Basis für die das Trockenmittel enthaltende Versiegelungsmasse eine primäre Versiegelungsmasse zu verwenden, insbesondere auf der Basis von Polyisobutylen, in welche das Trockenmittel in Pulverform eingelagert ist. Auf den mittleren Teilbereich der Flanken kann dann anstelle einer trockenmittelfreien primären Versieglungsmasse dieselbe sekundäre Versiegelungsmasse aufgetragen werden, welche auch in dem an die Außenwand angrenzenden, zurückspringenden Bereich der Flanken vorgesehen wird. • Es kann auf alle drei Abschnitte der Flanken aber auch eine einheitliche Versiegelungsmasse aufgetragen werden, welche sowohl die Aufgabe einer primären Versiegelungsmasse als auch die Aufgabe einer sekundären Versiegelungsmasse erfüllt und wenigstens in dem an die Innenwand angrenzenden rückspringenden Teilbereich der Flanken ein Trockenmittel enthält. • Die zurückspringenden Bereiche der Flanken ermöglichen es nicht nur, ausreichende Mengen an primärer bzw. sekundärer Versiegelungsmasse aufzunehmen, sondern haben auch den Vorteil, dass Biegungen der einzelnen Glasscheiben infolge von Windlasten, Temperaturbelastungen und Schwankungen des Umgebungsdrucks nicht zu Haarrissen in den Versieglungsmassen führen, wel- che eine Undichtigkeit der Isolierglasscheibe nach sich ziehen könnten. Bei solchen Biegebewegungen stellen die schmalen mittleren Teilbereiche der Flanken einen Fixpunkt für die Biegebewegungen dar, welche am stärksten in der Nähe der Innenwand und in der Nähe der Außenwand an der dort jeweils vorgesehenen Versiegelungsmasse zerren, aber nicht zu einer Rissbildung in der Versiege- lungsmasse führen, weil diese dort in einer so großen Dicke vorhanden ist, dass ihre Reißfestigkeit nicht überschritten wird.

Grundsätzlich kann der Hohlprofilstab ein Trockenmittel enthalten, wenn er gebogen wird. In diesem Fall sollte dafür gesorgt werden, dass im Eckenbereich des Hohlprofil- Stabes beim Biegen weniger Trockenmittel vorhanden ist als außerhalb des Eckenbereiches. Es wirkt sich günstig aus, dass durch die beim Eindrücken des Hohlprofilstabes entstehende Kontur der Wände des Hohlprofilstabs und durch den Biegevorgang selbst Trockenmittel aus dem Eckbereich herausgedrängt und dadurch der Biegevorgang erleichtert wird. Vorzugsweise wird der Hohlprofilstab jedoch in leerem Zustand einge- drückt und gebogen und vorzugsweise wird auch nachträglich kein Trockenmittel in den Hohlprofilstab eingefüllt. Das hat den Vorteil, dass die Herstellung des Hohlprofilstabes vereinfacht werden kann. Enthält der Hohlprofilstab jedoch ein Trockenmittel, dann muss dieses in der zusammengebauten Isolierglasscheibe Verbindung mit dem Luft- räum in der Isolierglasscheibe haben; die Innenwand des Hohlprofilstabes muss zu diesem Zweck perforiert sein. Wird der Hohlprofilstab jedoch nicht mit einem Trockenmittel gefüllt, dann benötigt der Hohlprofilstab keinerlei Perforation, sondern kann preiswert durch einen einfachen Strangpressvorgang hergestellt werden. Das kommt vor allem für Hohlprofilstäbe aus Aluminium infrage. Alternativ kann der Hohlprofilstab durch Rollfor- men aus einem nicht perforierten Metallband geformt werden; in diesem Fall hat er eine Längsnaht, die zweckmäßigerweise durch Schweißen gesichert wird, insbesondere durch Laserschweißen. Das Herstellen durch Rollformen kommt vor allem für Hohlprofilstäbe aus Edelstahl infrage. Vorzugsweise wird die Längsnaht durch das Schweißen dicht verschlossen. Ein Verschließen der Längsnaht durch Kleben ist ebenfalls möglich. Es ist bevorzugt, dass der Hohlprofilstab in keiner seiner Wände irgendeine Öffnung aufweist. Das fördert die Sicherheit gegen das Eindringen von Luftfeuchtigkeit in das Innere der Isolierglasscheibe, denn die ohne Öffnungen hergestellten Wände des metallischen Hohlprofilstabes sind gegenüber Wasserdampf diffusionsdicht. Zur Abdichtung der Isolierglasscheibe müssen lediglich noch die Spalte zwischen den Flanken des Hohlprofilstabes und den beiden Glastafeln der Isolierglasscheibe mit Hilfe einer Klebemasse abgedichtet werden, was Stand der Technik ist. Dadurch, dass die Flanken des Hohlprofilstabes bei Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens beim Biegen im Eckbereich nicht nach außen gedrängt werden, sondern überschüssiges Material nach Innen gedrängt wird, kann in dem für das Abdichten einer Isolierglasscheibe be- sonders kritischen Eckbereich eine ausreichende Menge klebender Dichtmasse auf die Flanken aufgetragen, mit den im Eckbereich entstehenden Falten verzahnt und dadurch der Diffusionsweg verlängert werden.

Die auf die Flanken aufzutragende klebende Dichtmasse ist z. B. ein thermoplastisches Polyisobutylen und soll verhindern, dass Feuchtigkeit durch den mit der Dichtmasse abgedichteten Spalt zwischen Abstandhalter und Glasscheibe in den Innenraum der Isolierglasscheibe diffundiert. Eine solche thermoplastische Dichtmasse wird auch als primäre Versiegelungsmasse bezeichnet. Sie wird vorzugsweise nach dem Eindrücken, aber vor dem Biegen des Hohlprofilstabes aufgetragen, und zwar im wesentlichen über die gesamte Länge des Hohlprofilstabes, einschließlich der eingedrückten Stellen der Flanken des Hohlprofilstabes. Das hat den Vorteil, dass die Dichtmasse beim Biegen der jeweiligen Ecke von dem sich nach innen faltenden Abschnitt der Flanke mitgenommen und in der Falte dicht verpresst wird, so dass sichergestellt werden kann, dass in der Falte keinerlei Hohlräume entstehen, die nicht mit der Dichtmasse gefüllt sind. Durch das Biegen entsteht im Eckbereich des Abstandhalters ein Überschuss an Dichtmasse, der beim anschließenden Verpressen der Isolierglasscheibe die Dichtwirkung gerade im kritischen Bereich der Ecke weiter verstärkt, was besonders vorteilhaft ist.

Wenn an dieser Stelle gesagt worden ist, dass die klebende Dichtmasse im wesentlichen über die gesamte Länge des Hohlprofilstabes aufgetragen werden soll, so ist damit gemeint, dass an den Enden des Hohlprofilstabes zunächst einmal eine geringfügige Länge des Hohlprofilstabes frei von der Dichtmasse bleiben kann. Nachdem die bei- den Enden des Hohlprofilstabes durch einen geraden Steckverbinder verbunden sind, kann eine Lücke in dem Strang der Dichtmasse erforderlichenfalls durch einen nachträglichen Auftrag von Dichtmasse geschlossen werden.

Wenn bei einem durch Rollformen gebildeten Hohlprofilstab die Längsnaht auf einer Flanke des Hohlprofilstabes liegt, dann überdeckt die Dichtmasse die Längsnaht und dichtet eventuell vorhandene undichte Stellen der Längsnaht ab. Deshalb liegt die Längsnaht vorzugsweise auf einer Flanke des Hohlprofilstabes.

Die Außenwand und die Innenwand des Hohlprofilstabes und eine auf den Abstandhal- ter aufgetragene trockenmittelhaltige Masse verhindern jeweils für sich ein Eindringen von Wasserdampf in die Isolierglasscheibe. Im Spalt zwischen den Glastafeln und den Flanken des Abstand halters verhindert zudem die dort aufgetragene Dichtmasse, z. B. eine solche auf der Basis von Polyisobutylen, ein Eindringen von Feuchtigkeit über einen relativ langen Diffusionsweg. Sollte dennoch einmal etwas Feuchtigkeit durch die klebende Dichtmasse hindurch diffundieren, kann sie immer noch durch das Trockenmittel absorbiert werden, welches in eine an dem Hohlprofilstab haftende Masse eingelagert ist, welche an die Dichtmasse anschließt, welche auf die Flanken aufgetragen wurde. Als trockenmittelhaltige Masse kann z. B. jene verwendet werden, welche in der Isolierglasfertigung als TPS-Material bekannt ist, aus welchem im Stand der Technik Abstandhalter in situ auf eine Glasscheibe extrudiert werden. Isolierglasscheiben mit einem solchen thermoplastischen Abstandhalter, in welchen ein pulveriges Trockenmittel eingelagert ist, sind unter der Marke TPS bekannt. Das TPS-Material ist eine primäre Versiegelungsmasse auf der Basis von Polyisobutylen mit darin fein verteiltem Zeo- lithpulver (Molekularsiebe) als Trockenmittel.

Die auf die Flanken aufgetragene Dichtmasse und die auf den Hohlprofilstab aufgetragene trockenmittelhaltige Masse können voneinander verschieden sein, sie können a- ber auch gleich sein. Vorzugsweise werden sie in einem gemeinsamen Arbeitsgang synchron oder sich zeitlich überlappend auf die beiden Flanken und auf die Innenwand des Hohlprofilstabes aufgetragen. Wenn zur Abdichtung der Spalte zwischen dem Abstandhalter und den beiden angrenzenden Glasscheiben eine thermoplastische „primäre" Versiegelungsmasse verwendet wird, dann kann diese wegen ihrer thermoplastischen Eigenschaft den erforderlichen festen Verbund zwischen den Glasscheiben und dem Abstandhalter nicht bewirken. Vielmehr wird dazu in Ergänzung zur thermoplastischen „primären" Versiegelungsmasse eine abbindende „sekundäre" Versiegelungsmasse benötigt, zum Beispiel ein Polysulfid (Thiokol), Polyurethan oder Silikon. Die sekundäre Versiegelungsmasse wird im Stand der Technik zumeist in eine Randfuge der Isolierglasscheibe gefüllt, welche durch die beiden Glasscheiben und die gegenüber deren Rändern zurückversetzte Außenwand des Abstandhalters begrenzt ist.

Es ist besonders vorteilhaft, die trockenmittelhaltige Masse nur auf die Flanken des Abstandhalterprofils aufzutragen und den Hohlraum des Hohlprofilstabs leer zu lassen. Eine perforierte Wand des Hohlprofilstabs benötigt die Erfindung deshalb nicht. Erfin- dungsgemäß kann vielmehr ein preiswert erhältlicher Hohlprofilstab verwendet werden, welcher gegenüber dem Stand der Technik noch dadurch vereinfacht ist, dass keine der Wände, welche die Flanken verbinden, perforiert ist, wodurch zugleich die Abdichtung der Isolierglasscheibe verbessert wird.

Bei Verwendung des erfindungsgemäßen Abstandhalterprofils ist es besonders vorteilhaft, die trockenmittelhaltige Masse in dem schmaleren, an die Innenwand angrenzenden Bereich des Abstandhalterprofils auf dessen Flanke zu konzentrieren und in dem daran anschließenden breiteren Bereich des Abstandhalterprofils eine klebende Dichtmasse, welche kein Trockenmittel enthält, insbesondere eine primäre Versiegelungs- masse und/oder eine abbindende sekundäre Versieglungsmasse vorzusehen, welche unmittelbar an die das Trockenmittel enthaltende Klebemasse anschließt bzw. anschließen. In dem an die Außenwand des Hohlprofilstabs angrenzenden schmaleren Bereich des Hohlprofilstabs sieht man zweckmäßigerweise eine sekundäre Versiege- lungsmasse vor, welche den dauerhaften Verbund zwischen den Glasscheiben und dem Abstandhalter herstellt. Die das Trockenmittel enthaltende Masse und die kein Trockenmittel enthaltende klebende Dichtmasse, auch die sekundäre Versiegelungsmasse, werden vorzugsweise in einem gemeinsamen Arbeitsgang auf die Flanken des Hohlprofilstabes aufgetragen. Die Masse, die das Trockenmittel enthält, kann die gleiche Masse sein, die als primäre Versiegelungsmasse eingesetzt wird. Es ist auch möglich, die tro- ckenmittelhaltige Masse als primäre Versiegelungsmasse zu verwenden, wenn sie hinreichend diffusionsdicht ist, wie es bei dem TPS-Material auf Polyisobutylen-Basis der Fall ist. Schließlich kann den Flanken ausschließlich eine Versiegelungsmasse gemäß der WO 2008/005214 A1 vorgesehen sein, welche sowohl die Funktion einer primären als auch einer sekundären Versiegelungsmasse in sich vereint und zusätzlich noch ein Trockenmittel enthält. Auf diese Weise kommt man mit einer minimalen Menge an Versiegelungsmasse und mit einem minimalen maschinellen Aufwand aus. Überraschenderweise hat es sich gezeigt, dass auch mit einer derart geringen Menge von Versiegelungsmasse zwischen den Flanken des Abstandhalters und den Glasscheiben, welche darüber hinaus noch ein pulveriges Trockenmittel enthält, eine gute Abdichtung der Isolierglasscheibe und ein einwandfreier Zusammenhalt der Isolierglasscheibe erzielbar sind.

Vorzugsweise wird jegliche Versiegelungsmasse, nämlich die das Trockenmittel enthal- tende Masse, die primäre Versiegelungsmasse, wenn sie von der das Trockenmittel enthaltenden Masse verschieden ist, und die sekundäre Versiegelungsmasse, welche abbindet und den dauerhaften Verbund zwischen dem Abstandhalter und den Glasscheiben herstellt, ausschließlich auf die Flanken des Hohlprofilstabes aufgetragen. Das ermöglicht Isolierglasscheiben, die nicht nur ein ansprechendes Aussehen haben, sondern auch mit einem minimalen Einsatz an teuren Versieglungsmassen auskommen. Vorzugsweise wird auf die Flanken eine thermoplastische, das Trockenmittel enthaltende Versiegelungsmasse, welche gleichzeitig die Aufgabe einer primären Versiegelungsmasse erfüllt, und unmittelbar daran anschließend eine abbindende Versiege- lungsmasse aufgetragen, welche die Aufgabe einer sekundären Versiegelungsmasse erfüllt.

Die an den mittleren Teilbereich der Flanken angrenzenden zurückspringenden Teilbe- reiche der Flanken können scharfkantig stufenförmig ausgebildet sein, sind jedoch vorzugsweise im Querschnitt konkav ausgebildet, mit einer vorzugsweise gerundeten Kontur, was eine lückenlose Füllung der Zwischenräume zwischen den Flanken des Abstandhalters und den angrenzenden Glasscheiben mit Versiegelungsmasse begünstigt.

Im Querschnitt haben die an den jeweiligen mittleren Teilbereich der Flanken angrenzenden zurückspringenden Teilbereiche der Flanken vorzugsweise eine solche Kontur, dass sich das Abstandhalterprofil ausgehend vom mittleren Bereich zur Außenwand des Abstandhalterprofils hin und zur Innenwand des Abstandhalterprofils hin verjüngt oder sich zunächst verjüngt und in einen gleichbleibend verjüngten Bereich übergeht, in welchem die Flanken parallel zu den mittleren Teilbereichen der Flanken verlaufen. Es sei daran erinnert, dass unter der Innenwand des Abstandhalters die dem Innenraum der Isolierglasscheibe zugewandte Wand des Abstand halters und unter der Außenwand die der Innenwand gegenüberliegende Wand des Abstandhalters verstanden wird. Die daran angrenzenden rückspringenden Teilbereiche werden den Flanken zugerechnet.

Es ist auch möglich, die Kontur der an den jeweiligen mittleren Teilbereich der Flanken angrenzenden zurückspringenden Teilbereiche der Flanken so zu wählen, dass sich das Abstandhalterprofil ausgehend vom mittleren Teilbereich zunächst verjüngt und sich dann bei Annähern an die Außenwand und/oder an die Innenwand des Abstand- halterprofils wieder verbreitert, so dass an den Flanken ein Hinterschnitt entsteht. Eine solche Ausbildung ist jedoch nicht bevorzugt, weil sie das Versiegeln der Isolierglasscheibe erschweren kann.

Vorzugsweise wird ein Hohlprofilstab verwendet, der bezüglich seiner die Flanken schneidenden Längsmittelebene unsymmetrisch ausgebildet ist, so dass die Rücksprünge, die an die Innenwand angrenzen, verschieden sind von den Rücksprüngen, welche an die Außenwand angrenzen, und unterschiedliche Mengen an Versiegelungsmasse aufnehmen können. Das hat den Vorteil, dass mit ein und demselben Hohlprofilstab Abstandhalter hergestellt werden können, bei welchen die größeren Rücksprünge entweder an die Innenwand oder an die Außenwand des Abstandhalters angrenzend vorgesehen sind. Der Isolierglashersteller kann jene Ausführungsform wählen, die ihm für einen konkreten Auftrag als die geeignetere erscheint. Wenn vor allem auf ein großes Volumen der trockenmittelhaltigen Masse Wert gelegt wird, dann orien- tiert er das Abstandhalterprofil im Abstandhalter so, dass die größeren Zwischenräume zwischen den Glasscheiben und den Flanken dem Innenraum der Isolierglasscheibe zugewandt sind. Wird jedoch mehr Wert auf ein größeres Volumen von sekundärer Versiegelungsmasse gelegt, dann orientiert er das Abstandhalterprofil so, dass die größeren Zwischenräume zwischen den Glasscheiben und den Flanken des Abstand halters nach außen gewandt sind.

Hinsichtlich seiner die Außenwand und die Innenwand schneidenden Längsmittelebene ist der Hohlprofilstab, welcher für die Herstellung des Abstandhalters verwendet wird, jedoch zweckmäßigerweise spiegelsymmetrisch ausgebildet.

Zur Herstellung eines Abstandhalters für Isolierglasscheiben wird der gerade Hohlprofilstab vorzugsweise zunächst an allen dafür vorgesehenen Stellen, an denen eine Ecke gebildet werden soll, eingedrückt. Danach wird die klebende Dichtmasse auf die beiden Flanken des Hohlprofilstabes aufgetragen. Wenn es sich bei der klebenden Dichtmas- se, welche auf die Flanken aufgetragen wird, nicht um eine trockenmittelhaltige Masse handelt, wird eine trockenmittelhaltige Masse zusätzlich auf die Flanken des Hohlprofilstabs aufgetragen. Das geschieht vorzugsweise in einem einzigen Arbeitsgang durch Koextrusion oder zeitlich überlappend; vorzugsweise schließt die trockenmittelhaltige Masse unmittelbar und lückenlos an die kein Trockenmittel enthaltende klebende Dichtmasse an. Danach werden die Ecken gebogen, was maschinell geschehen kann, mit geringstem Aufwand aber auch von Hand möglich ist, da die Lage und die Form der Ecken durch das vorherige Eindrücken des Hohlprofilstabes bereits vorbestimmt sind. Das Biegen lässt sich dann besonders einfach bewerkstelligen, wenn sich auf der Innenwand und auf der Außenwand des Hohlprofilstabs keinerlei klebende Masse befin- det, sondern nur an den Flanken. Dann kann der Hohlprofilstab nämlich problemlos an seiner Innenwand und an seiner Außenwand ergriffen werden, ohne die auf die Flanken aufgetragene Masse zu berühren, und kann dann von Hand oder maschinell gebogen werden. Durch eine solche Vorgehensweise können mehrere Maschinen die bisher für das Herstellen von Abstandhalterrahmen für Isolierglasscheiben nötig waren, einge- spart werden, nämlich eine Maschine zum Füllen von Hohlprofilstäben mit einem Trockenmittel, eine Maschine zum Biegen von gefüllten Hohlprofilstäben, sowie eine Maschine zum Beschichten eines bereits fertig gebogenen Abstandhalterrahmens, wozu dieser wiederholt gedreht und zwischen einem Düsenpaar hindurch bewegt werden muss, siehe z. B. DE 34 34 545 C1 Das Beschichten eines geraden Hohlprofilstabes vor dem Biegen zu einem Abstandhalterrahmen ist wesentlich einfacher als das Beschichten eines aus dem Hohlprofilstab gebildeten Rahmens. Die Erfindung ermöglicht deshalb eine außerordentlich rationelle Herstellung von beschichteten Abstandhalterrahmen. Vorzugsweise wird auf die Flanken des Hohlprofilstabes auch noch eine se- kundäre Versiegelungsmasse aufgetragen, bevor der Rahmen gebogen wird, oder es wird eine einheitliche Versiegelungsmasse aufgetragen, welche die Aufgabe der primären und sekundären Versiegelungsmasse zugleich erfüllt und vorzugsweise auch das Trockenmittel enthält. Dann kann sogar die Versiegelungsmaschine für die sekundäre Versiegelungsmasse eingespart werden, welche im Stand der Technik - siehe z. B. DE 28 16 437 A1 - die aufwändigste Maschine in einer Isolierglas-Fertigungslinie ist.

Abschließend werden die beiden Enden des Hohlprofilstabes durch einen geraden Steckverbinder miteinander verbunden, welcher in beide Enden des Hohlprofilstabes gesteckt wird. Beim Zuführen des Hohlprofilstabes zu den Werkzeugen, mit denen er eingedrückt wird, kann der Steckverbinder bereits in einem Ende des Hohlprofilstabes stecken, so dass nach dem Biegen des Hohlprofilstabes dessen anderes Ende nur noch auf den bereits vorhandenen Steckverbinder gesteckt werden muss.

Um den Biegevorgang zu erleichtern, haben die Profilstäbe vorzugsweise mindestens auf ihrer Innenwand rechtwinklig zu den Glasscheiben verlaufende Rillen oder Wellen. Vorzugsweise sind solche Rillen oder Wellen auch auf der Außenwand der Hohlprofilstäbe vorgesehen. Jede einzelne Rille bzw. Welle definiert eine mögliche Sollbiegestelle und erleichtert, wenn sie auf der Außenwand vorgesehen ist, beim Biegen eine Dehnung der Außenwand. Vorzugsweise enden die Rillen oder Wellen in einem Abstand vor den Flanken, um beim Biegen unerwünschte, nach außen gerichtete Verwerfungen der Flanken zu vermeiden.

Wenn für das Herstellen von Abstandhaltern für Isolierglasscheiben erfindungsgemäße Hohlprofilstäbe verwendet werden, bei denen sowohl die Außenwand als auch die In- nenwand schmaler ist als der Hohlprofilstab insgesamt, so dass die Flanken zu beiden Seiten ihres ebenen, mittleren Teilbereiches zurückspringen, dann kann das Entstehen von Rissen in der Versiegelungsmasse als Folge von wechselnden Druck-, Temperatur- und Windbelastungen schon mit einer sehr dünnen Schicht der Versiegelungsmasse im Spalt zwischen den ebenen mittleren Teilbereichen der Flanken und den angrenzenden Glasscheiben verhindert werden, nämlich mit einer Dicke der Versiegelungsmasse von nur 0,25 mm bis 0,45 mm, vorzugsweise von nur 0,3 mm bis 0,4 mm. Um eine derart dünne Schicht der Versiegelungsmasse zu erzeugen, muss man die Isolierglasscheibe nicht kontrolliert auf eine vorgegebene Dicke verpressen, es genügt vielmehr, mit einem vorgegebenen spezifischen Druck von z. B. 40 Newton pro laufendem Zentimeter des Umfangs des Abstandhalters auf die Isolierglasscheibe einzuwirken.

Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist schließlich ein erfindungsgemäß ausgebildeter Hohlprofilstab zum Herstellen eines rahmenförmigen Abstandhalters für Isolier- glasscheiben.

Zusammengefasst ermöglicht die Erfindung zahlreiche Vorteile:

• Es können hohle Abstandhalterrahmen eingesetzt werden, welche hermetisch dicht sind und kein Trockenmittel enthalten. Solche Abstandhalterrahmen zeichnen sich durch einen besonders niedrigen Wärmedurchgangskoeffizienten aus, insbesondere wenn sie aus Edelstahl bestehen. Edelstahl steht für lange Lebensdauer, ist unempfindlich gegen UV-Licht, hat eine geringe Wärmeausdehnung und eine geringe Wärmeleitfähigkeit, nimmt keine Feuchtigkeit auf und ist diffusionsdicht.

• Der hohle und hermetisch dichte Abstandhalter, dessen Hohlraum als sehr guter Isolator wirkt, bietet gegenüber dem Eindringen von Wasserdampf eine doppelte Barriere.

• Die Außenwand des Abstand halters kann frei bleiben von Versiegelungsmasse, so dass die einzige Brücke zwischen zwei Glasscheiben einer Isolierglasscheibe der hohle und leere Abstandhalter selbst ist. Das erniedrigt den Wärmeübergang zwischen den beiden Glasscheiben einer Isolierglasscheibe und verringert die Gefahr einer Kondensatbildung im Randbereich der Isolierglasscheibe. Zugleich ergibt sich eine gleichmäßigere Oberflächentemperatur der Isolierglasscheibe. • Wenn jegliche Versiegelungsmasse nur in den Fugen zwischen dem Abstandhalter und den angrenzenden Glasscheiben vorgesehen wird, kommt man ohne Einbuße bei der Abdichtung und bei der Lebensdauer der Isolierglasscheibe mit geringsten Mengen an Versiegelungsmassen aus. Die benötigte Menge an Ver- siegelungsmassen ist unabhängig von der Breite des Abstandhalters!

• Die Außenwand des Abstandhalters kann bündig mit den Kanten der Glasscheiben abschließen, wodurch der lichte Querschnitt der Isolierglasscheibe erhöht und die erforderliche Einbautiefe in einen Fensterrahmen oder Türrahmen verringert wird. • Die Außenwand des Abstandhalters kann aus ästhetischen Gründen oder um sie zu schützen lackiert werden.

• Vor allem dann, wenn ein Abstandhalterprofil verwendet wird, bei welchem sowohl die Außenwand als auch die Innenwand schmaler sind als der Hohlprofilstab insgesamt, kann die Isolierglasscheibe mit vorbestimmtem Pressdruck pro laufendem Zentimeter des Umfangs des Abstandhalters verpresst werden und zwar so, dass die Versiegelungsmasse an der dünnsten Stelle nur noch ungefähr 0,3 mm bis 0,4 mm dick ist, was nicht nur Versiegelungsmasse spart, sondern gleichzeitig den Widerstand gegen das Eindringen von Wasserdampf erhöht. Stressbelastungen in der Versiegelungsmasse können dadurch beherrscht wer- den, dass man die Dicke, in welcher die Versiegelungsmasse auf den Flanken des Abstandhalters vorgesehen wird, zur Innenwand und zur Außenwand des Abstandhalters hin zunehmen lässt.

Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den beigefügten Zeichnungen dargestellt und werden nachfolgend beschrieben. Gleiche und einander entsprechende Teile sind in den verschiedenen Ausführungsbeispielen mit übereinstimmenden Bezugszahlen bezeichnet.

Figur 1 zeigt einen Querschnitt durch eine Hälfte eines Abstandhalters mit erfindungs- gemäßer Profilform neben einer Glasscheibe, noch vor dem Verpressen der I- solierglasscheibe,

Figur 2 zeigt einen Querschnitt durch einen Teil einer verpressten Isolierglasscheibe mit einem Abstandhalter mit der Profilform aus Figur 1 , Figur 3 zeigt einen Ausschnitt aus der Isolierglasscheibe gemäß Figur 2 in einer Schrägansicht,

Figur 4 zeigt den Abstandhalter der verpressten Isolierglasscheibe gemäß Figur 3 in einer Schrägansicht wie in Figur 3, wobei die Glasscheiben nicht mit dargestellt sind,

Figur 5 zeigt schematisch in einem Querschnitt durch einen Teil einer Isolierglasscheibe wie in Figur 2, wie sich die Isolierglasscheibe bei wechselnden Biegungen ihrer

Glasscheiben verhält,

Figur 6 zeigt einen Querschnitt durch einen Abstandhalter der Art, wie er in den Figuren 1 bis 5 dargestellt ist, bei dem jedoch die Basis des Abstandhalterprofils und die ihr gegenüberliegende Oberseite des Abstandhalterprofils zusätzlich mit Rillen versehen sind,

Figur 7 zeigt einen Abschnitt des Abstandhalters aus Figur 6 in einer Draufsicht, die

Figuren 8 bis 12 zeigen in Darstellungen, welche den Figuren 1 bis 5 entsprechen, eine Isolierglasscheibe mit einem gegenüber den Figuren 1 bis 5 abgewandelten Abstandhalterprofil, die

Figur 13 zeigt einen Querschnitt durch einen Teil einer Isolierglasscheibe mit einem Ab- Standhalterprofil wie in den Figuren 1 bis 5, im Gegensatz dazu jedoch umgekehrt eingebaut, die

Figur 14 zeigt einen Querschnitt durch einen Teil einer Isolierglasscheibe mit einem Abstandhalterprofil wie in den Figuren 8 bis 12, im Gegensatz dazu jedoch umge- kehrt eingebaut, und die

Figur 15 zeigt in einer Seitenansicht einen erfindungsgemäß hergestellten Abstandhalterrahmen, in eine Isolierglasscheibe eingebaut. Die Figuren 1 bis 5 zeigen einen Abstandhalter 16 für Isolierglasscheiben, der aus einem metallischen Hohlprofilstab 1 hergestellt ist. Der Hohlprofilstab 1 hat eine Außenwand 2, zwei zueinander parallele Flanken 3 und 4 und eine zur Außenwand 2 parallele Innenwand 5. In einem mittleren, ebenen Teilbereich 3a, 4a der Flanken 3 und 4 verlau- fen diese parallel zueinander und rechtwinklig zur Außenwand 2 und zur Innenwand 5. In einem an die Innenwand 5 angrenzenden konkaven Teilbereich 3b, 4b der Flanken 3 und 4 und in einem an die Außenwand 2 angrenzenden konkaven Teilbereich 3c und 4c der Flanken ist der Hohlprofilstab 1 schmaler als in den mittleren, ebenen Teilbereichen 3a und 4a.

Der Innenraum 27 des Abstand halters 16 ist leer, er enthält nur Luft, aber kein Trockenmittel. Alle seine Wände 2, 3, 4 und 5 sind dicht.

Durch die konkaven Teilbereiche 3b bzw. 4b und 3c bzw. 4c werden zwischen dem Ab- standhalter 16 und den Glasscheiben 20 und 21 in der Isolierglasscheibe 22 Zwischenräume 49 und 50 gebildet, welche sich von den Spalten 56 zwischen den Glasscheiben 20 und 21 und den ihnen jeweils gegenüberliegenden mittleren Teilbereichen 3a und 4a bis zur Innenwand 5 bzw. bis zur Basis 2 erstrecken. Die Zwischenräume 50 , welche an die Basis 2 angrenzen, und die Spalte 56 nehmen Versiegelungsmasse, vorzugs- weise eine abbindende sekundäre Versiegelungsmasse 23, auf. Die Zwischenräume 49, welche angrenzend an die Innenwand 2 vorgesehen sind, nehmen eine primäre Versiegelungsmasse 24 auf, welche ein Trockenmittel enthält.

Ein solches Abstandhalterprofil hat zwei wesentliche Vorteile: Zum einen erlaubt es den Glasscheiben 20 und 21 , sich infolge von Schwankungen des äußeren Luftdrucks, unter Windlast und unter Wärmeeinwirkung zu biegen, ohne dass in der sekundären Versiegelungsmasse 23 und insbesondere in der primären Versiegelungsmasse 24 feine Risse auftreten, die zu einer Undichtigkeit führen könnten. Zum anderen kann ein solches Abstandhalterprofil, wenn die Zwischenräume 49 eine andere Größe als die Zwischen- räume 50 haben, nach Wahl so zu einem Abstandhalter 16 verarbeitet und in eine Isolierglasscheibe 22 eingebaut werden, dass der größere Zwischenraum 50 außen liegt (siehe Figur 2), wenn in den Fugen 25 und 26 mehr sekundäre Versiegelungsmasse 23 als primäre Versiegelungsmasse 24 mit eingelagertem Trockenmittel gewünscht ist, oder aber innen liegt (siehe Figur 13), wenn in den Fugen 25 und 26 mehr primäre Ver- Siegelungsmasse 24 mit eingelagertem Trockenmittel als sekundäre Versiegelungsmasse 23 gewünscht wird.

In Figur 5 ist dargestellt, wie sich eine Isolierglasscheibe 22 mit einem solchen Ab- standhalter 16 verhält, wenn die Glasscheiben 20 und 21 der Isolierglasscheibe 22 auf Biegung beansprucht werden. Mit dicken Strichen sind die Glasscheiben 20 und 21 in einem Zustand dargestellt, in welchem sie nicht auf Biegung beansprucht sind. Mit dünnen Strichen sind dieselben Glasscheiben dargestellt, wenn sie in der einen oder in der anderen Richtung auf Biegung beansprucht sind. Bezüglich des Abstandhalters 16 ver- halten sie sich bei einer Beanspruchung auf Biegung so, als ob sich in Höhe der ebenen Teilbereiche 3a und 4a der Flanken 3 und 4 ein virtuelles Gelenk oder eine virtuelle Schwenkachse 51 bzw. 52 befinden würde, welche sich in Längsrichtung der Flanke 3 bzw. 4 erstreckt. Im Nahbereich der virtuellen Schwenkachse 51 , 52 ist das Ausmaß der Bewegung der Glasscheiben 20, 21 am geringsten, so dass selbst bei der dünnen Schicht der sekundären Versiegelungsmasse 23 im Spalt zwischen den Glasscheiben 20 und 21 auf der einen Seite und den ebenen Teilbereichen 3a und 4a der Flanken auf der anderen Seite die Bewegung der Glasscheiben 20 und 21 nicht zu einem Reißen der primären Versiegelungsmasse 24 und der sekundären Versiegelungsmasse 23 führt. In größerer Entfernung von der virtuellen Schwenkachse 51 , 52, in Höhe der In- nenwand 5 des Abstand halters 16 und in Höhe der Basis 2 des Abstandhalters 16, ist das Ausmaß der Bewegungen der Glasscheiben 20 und 21 zwar größer, doch verteilen sich die Kräfte, die dort an der sekundären Versiegelungsmasse 23 und an der primären Versiegelungsmasse 24 mit eingelagertem Trockenmittel zerren, über eine wesentlich größere Breite der Fugen 24, 25 und 26, so dass es auch dort nicht zur Bildung von Rissen in der primären Versiegelungsmasse 24 mit eingelagertem Trockenmittel bzw. in der sekundären Versiegelungsmasse 23 kommt.

Im Beispiel der Figuren 1 bis 5 sind die der Basis 2 benachbarten Zwischenräume 50 größer als die der Innenwand 5 des Abstandhalters 16 benachbarten Zwischenräume 49. Somit ist das Abstandhalterprofil im Ausführungsbeispiel der Figuren 1 bis 5 bezüglich einer Längsmittelebene 53 durch den Hohlprofilstab 1 , welche im rechten Winkel zu den ebenen Zwischenbereichen 3a und 4a der Flanken verläuft, unsymmetrisch. Die Hohlprofilstäbe 1 sind jedoch gegenüber der anderen Längsmittelebene 54, welche pa- rallel zu den ebenen Zwischenbereichen 3a und 4a der Flanken verläuft, spiegelsymmetrisch.

In Figur 13 ist dargestellt, dass Hohlprofilstäbe 1 mit der in den Figuren 1 bis 5 darge- stellten Profilform auch umgekehrt orientiert zu einem Abstandhalter 16 geformt und in eine Isolierglasscheibe 15 eingebaut werden können, d. h., dass die Wand, welche in den Figuren 1 bis 5 die Basis 2 bildet, in Figur 13 die Innenwand des Abstandhalters 16 bildet, während die Wand, welche in den Figuren 1 bis 5 die Innenwand 5 des Abstandhalters 16 bildet, in Figur 13 zur Basis geworden ist.

Die Figuren 6 und 7 zeigen eine Weiterbildung des in den Figuren 1 bis 5 dargestellten Abstand halters 16. Die Abwandlung besteht darin, dass sowohl die Basis 2 als auch die Innenwand 5 fortlaufend mit Rillen 48 versehen sind, welche sich im rechten Winkel zu den ebenen Zwischenbereichen 3a und 4a der Flanken erstrecken, von den Flanken 3, 4 einen Abstand einhalten, sämtlich gleich ausgebildet und untereinander äquidistant sind. Diese Rillen 48 können durch Prägen gebildet werden. Sie erleichtern das Biegen oder Falten von Ecken des Abstand halters 16. Wegen dieses Vorteils ist es bevorzugt, die Rillen 48 vorzusehen. Sie eignen sich für alle Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung.

Das in den Figuren 8 bis 12 dargestellte Ausführungsbeispiel unterscheidet sich von dem in den Figuren 1 bis 5 dargestellten Ausführungsbeispiel nur in der Form der Zwischenräume 50, die an die Basis 2 des Abstandhalters 16 angrenzen. Während sich im Beispiel der Figuren 1 bis 5 die Zwischenräume 50 ausgehend von den ebenen Zwi- schenbereichen 3a und 4a bis hin zur Basis 2 stetig vergrößern, vergrößern sie sich im Ausführungsbeispiel der Figuren 8 bis 12 ausgehend von der Basis 2 bis hin zum ebenen Zwischenbereich 3a und 4a stetig, wodurch von der Basis 2 aus betrachtet ein Hinterschnitt entstanden ist, welcher an einer zur Basis 2 parallelen Wand 55 endet, welche den ebenen Zwischenbereich 3a bzw. 4a in Richtung nach außen, d. h. in Richtung zur Basis 2, begrenzt.

Im Hinblick auf Biegebewegungen der Glasscheiben 20 und 21 verhält sich die Isolierglasscheibe, die in den Figuren 8 bis 12 dargestellt ist, ähnlich wie die in den Figuren 1 bis 5 dargestellte Isolierglasscheibe. In Figur 14 ist dargestellt, dass auch die im Ausführungsbeispiel der Figuren 8 bis 12 zum Einsatz gekommene Profilform umgekehrt zu einem rahmenförmigen Abstandhalter verarbeitet und in eine Isolierglasscheibe eingesetzt werden kann.

Wenn alle Ecken des Abstandhalters 16 gebogen sind, liegen die beiden Enden des Hohlprofilstabes 1 einander gegenüber und müssen miteinander verbunden werden, um den Abstandhalter 16 zu schließen. Diese Verbindungsstelle sollte nicht an einer Ecke des Abstandhalters 16 liegen, sondern zwischen zwei Ecken, so dass die beiden Enden des Hohlprofilstabes 1 im Abstandhalter 16 miteinander fluchten. Zum Verbinden der beiden Enden des Hohlprofilstabes 1 wird zweckmäßigerweise ein Linearverbinder 17 in die beiden Enden des Hohlprofilstabes 1 gesteckt.

In Figur 15 ist dazu ein Beispiel dargestellt.

Bezugszahlenliste:

1. Hohlprofilstab

2. Außenwand, Basis

3. Flanke

3a/b/c. Teilbereiche der Flanken

4. Flanke

4a/b/c. Teilbereiche der Flanken

5. Innenwand

10. enger Spalt

15. Isolierglasscheibe

16. Abstand halter

17. Steckverbinder

20. Glastafel, Glasscheibe

21. Glastafel, Glasscheibe

22. Isolierglasscheibe

23. sekundäre Versiegelungsmasse

24. trockenmittelhaltige Masse, primäre Versiegelungsmasse

25. Fuge

26. Fuge

27. Innenraum von 16

31. Längsnaht

48. —

49. Zwischenraum

50. weiterer Zwischenraum

51. virtuelles Gelenk, virtuelle Schwenkachse

52. virtuelles Gelenk, virtuelle Schwenkachse

53. Längsmittelebene

54. Längsmittelebene

55. Wand

56. Spalt