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Patent Searching and Data


Title:
SPECTACLE LENS RETAINER
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/096972
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a spectacle lens retainer (1) for securing a spectacle lens (2) to a spectacle frame (3), wherein said spectacle lens retainer (1) comprises a first securing device (4) for securing the spectacle lens retainer (1) to the spectacle lens (2), and said spectacle lens retainer (1) comprises a second securing device (5) for securing the spectacle lens retainer (1) to the spectacle frame (3).

Inventors:
LINSENMAIER, Frank (Schurwaldstraße 12, Weinstadt, 71384, DE)
LALIC, Senad (Husarenweg 10, 2301 Groß-Enzersdorf, 2301, AT)
VOIGT, Johannes (Große Mohrengasse 23/19, 1020 Wien, 1020, AT)
BERGER, Nils (Marianumstraße 12, 9494 Schaan, 9494, LI)
Application Number:
EP2018/081513
Publication Date:
May 23, 2019
Filing Date:
November 16, 2018
Export Citation:
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Assignee:
VIEWPOINTSYSTEM GMBH (Franz-Josefs-Kai 47/3.OG, 1010 Wien, 1010, AT)
International Classes:
G02C1/06
Domestic Patent References:
WO2013063428A12013-05-02
Foreign References:
US20160202496A12016-07-14
US20090296042A12009-12-03
US6848786B12005-02-01
US2887008A1959-05-19
JP2005157047A2005-06-16
JP2001033735A2001-02-09
US4021103A1977-05-03
Attorney, Agent or Firm:
GIBLER & POTH PATENTANWÄLTE KG (Dorotheergasse 7/14, 1010 Wien, 1010, AT)
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Claims:
P A T E N T A N S P R Ü C H E

1. Brillenglashalter (1 ) zum Befestigen eines Brillenglases (2) an einem Brillengestell (3), dadurch gekennzeichnet, dass der Brillenglashalter (1 ) eine erste Befestigungseinrichtung (4) zum Befestigen des Brillenglashalters (1 ) an dem Brillenglas (2) aufweist, und dass der Brillenglashalter (1 ) eine zweite

Befestigungseinrichtung (5) zum Befestigen des Brillenglashalters (1 ) an dem Brillengestell (3) aufweist.

2. Brillenglashalter (1 ) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass eine erste erforderliche Befestigungskraft der ersten Befestigungseinrichtung (4) unterschiedlich ist zu einer zweiten erforderlichen Befestigungskraft der zweiten Befestigungseinrichtung (5) ist.

3. Brillenglashalter (1 ) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die erste erforderliche Befestigungskraft größer ist als die zweite erforderliche

Befestigungskraft.

4. Brillenglashalter (1 ) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die erste erforderliche Befestigungskraft kleiner ist als die zweite erforderliche

Befestigungskraft.

5. Brillenglashalter (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Befestigungseinrichtung (4) und/oder die zweite Befestigungseinrichtung (5) als Klemmverbindungseinrichtung ausgebildet sind.

6. Brillenglashalter (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Brillenglashalter (1 ) als ein umlaufender und in sich geschlossener Rahmen ausgebildet ist.

7. Brillenglashalter (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Befestigungseinrichtung (4) und/oder die zweite Befestigungseinrichtung (5) entlang eines Umfanges des Brillenglashalters (1 ) angeordnet sind.

8. Brillenglashalter (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Brillenglashalter (1 ) einen Grundkörper aufweist, dass an dem Grundkörper die erste Befestigungseinrichtung (4) und die zweite

Befestigungseinrichtung (5) angeformt sind, dass der Grundkörper die Form eines geschlossenen und umlaufenden Flachbandes aufweist, und dass der

Brillenglashalter (1 ) zu einer, dem Auge zugewandten ersten Seite konisch zulaufend ist.

9. Brille (6) umfassend ein Brillengestell (3) mit elektronischen Bauteilen sowie Brillengläser (2), dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eines der

Brillengläser (2) mittels eines Brillenglashalters (1 ) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 8 an dem Brillengestell (3) befestigt ist.

10. Brille (6) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die

elektronischen Bauteile zumindest eine auf ein Auge eines Trägers der Brille (6) gerichtete Kamera aufweist, und dass insbesondere die zumindest eine Kamera in einem Nasenbereich der Brille (6) angeordnet ist.

11. Brille (6) nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Brillengestell (3) geschlossene Aufnahmeöffnungen (7) zur Aufnahme der

Brillengläser (2) aufweist.

12. Brille (6) nach Anspruch 11 , dadurch gekennzeichnet, dass der

Brillenglashalter (1 ) aus der Aufnahmeöffnung (7) hervor ragt.

13. Brille (6) nach Anspruch 11 , dadurch gekennzeichnet, dass der

Brillenglashalter (1 ) im Wesentlichen komplett in der Aufnahmeöffnung (7) angeordnet ist.

14. Brille (6) nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmeöffnungen (7) im Wesentlichen gegengleich zu einem

Außenumfang der zugeordneten Brillengläser (2) ausgebildet sind.

Description:
Brillenglashalter

Die Erfindung betrifft einen Brillenglashalter zum Befestigen eines Brillenglases an einem Brillengestell gemäß dem Patentanspruch 1.

Es sind Brillen bekannt, bei welchen elektronische Bauteile im Brillengestell eingebettet sind. Derartige Brillen sind beispielsweise sogenannte Eye-Tracking Brillen, welche die Blickrichtung des Trägers über eine eingebaute Kamera erfassen können. Um ein möglichst ungestörtes Tragen dieser Brillen zu ermöglichen, können derartige Brillen vom Aussehen her herkömmlichen Brillen nachgebildet sein. Da derartige Brillen in der Anschaffung teuer sind, sind die Brillengläser oftmals häufig zu wechseln, damit eine Brille von verschiedenen Personen mit unterschiedlicher Sehstärke benutzt werden kann. Zum Wechseln werden wie bei einer herkömmlichen Brille die Brillengläser aus dem Brillengestell gedrückt, und andere Brillengläser eingesetzt.

Nachteilig an daran ist, dass bei einem Wechsel der Brillengläser durch die aufzuwendende Kraft die elektronischen Bauteile beschädigt werden könnten. Weiters wird das Brillengestell durch die elektronischen Bauteile üblicherweise fragiler. Durch ein häufiges Wechseln der Brillengläser entsteht auch ein hoher Verschleiß des Brillengestells.

Aufgabe der Erfindung ist es daher einen Brillenglashalter anzugeben, mit welchem die genannten Nachteile vermieden werden können, welcher einfach aufgebaut ist und bei bestehenden Brillen einfach verwendet werden kann, und welcher

Beschädigungen am Brillengestell durch ein häufiges Wechseln der Brillengläser vermeiden kann.

Erfindungsgemäß wird dies durch die Merkmale des Patentanspruches 1 erreicht.

Dadurch ergibt sich der Vorteil, dass das Brillenglas nicht mehr direkt in ein bestehendes Brillengestell zu drücken ist, sondern dass zwischen dem Brillengestell und dem Brillenglas ein zusätzlicher Brillenglashalter ist, welcher das Wechseln der Brillengläser vereinfacht, das Brillengestell vor Beschädigungen und Verschleiß schützt, und ohne konstruktive Umbauten des Brillengestells verwendet werden kann. Dadurch können bestehende Brillengestelle mit elektronischen Bauteilen, welche besonders fragil und teuer sind, von einer Vielzahl an Personen mit unterschiedlicher Sehkraft genutzt werden, ohne das gesonderte Umbauten am Brillengestell notwendig sind. Der Brillenglashalter kann dabei besonders kompakt und das Aussehen der Brille wenig störend ausgebildet werden.

Die Erfindung betrifft weiters eine Brille gemäß dem Oberbegriff des

Patentanspruches 9.

Die Unteransprüche betreffen weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung.

Ausdrücklich wird hiermit auf den Wortlaut der Patentansprüche Bezug genommen, wodurch die Ansprüche an dieser Stelle durch Bezugnahme in die Beschreibung eingefügt sind und als wörtlich wiedergegeben gelten.

Die Erfindung wird unter Bezugnahme auf die beigeschlossenen Zeichnungen, in welchen lediglich bevorzugte Ausführungsformen beispielhaft dargestellt sind, näher beschrieben. Dabei zeigt:

Fig. 1 eine erste bevorzugte Ausführungsform der Brille als Explosionsdarstellung;

Fig. 2 die erste bevorzugte Ausführungsform der Brille in einem

zusammengesetzten Zustand;

Fig. 3 eine erste bevorzugte Ausführungsform des Brillenglashalters als

axonometrische Darstellung;

Fig. 4 die erste bevorzugte Ausführungsform der Brille als Schnitt durch das

Brillenglas;

Fig. 5 die zweite bevorzugte Ausführungsform der Brille als Schnitt durch das Brillenglas;

Fig. 6 eine dritte bevorzugte Ausführungsform des Brillenglashalters als

axonometrische Darstellung;

Fig. 7 eine vierte bevorzugte Ausführungsform des Brillenglashalters als

axonometrische Darstellung; Fig. 8 eine fünfte bevorzugte Ausführungsform des Brillenglashalters als axonometrische Darstellung;

Fig. 9 eine sechste bevorzugte Ausführungsform der Brille als Explosionsdarstellung;

Fig. 10 die sechste bevorzugte Ausführungsform der Brille in einem

zusammengesetzten Zustand; und

Fig. 11 die sechste bevorzugte Ausführungsform der Brille als Schnitt durch das Brillenglas.

Die Fig. 1 bis 11 zeigen bevorzugte Ausführungsformen eines Brillenglashalters 1 zum Befestigen eines Brillenglases 2 an einem Brillengestell 3. Der Brillenglashalter ist eine Vorrichtung, welche vorgesehen ist ein Brillenglas 2 an einem Brillengestell 3 zu befestigen.

Vorgesehen ist, dass der Brillenglashalter 1 eine erste Befestigungseinrichtung 4 zum Befestigen des Brillenglashalters 1 an dem Brillenglas 2 aufweist, und dass der Brillenglashalter 1 eine zweite Befestigungseinrichtung 5 zum Befestigen des Brillenglashalters 1 an dem Brillengestell 3 aufweist. Dadurch kann der

Brillenglashalter 1 sowohl mit einem Brillenglas 2 sowie mit dem Brillengestell 3 verbunden werden, und derart mittelbar das Brillenglas 2 an dem Brillengestell 3 befestigen. Die Befestigungseinrichtungen 4,5 können dabei gezielt so ausgebildet werden, dass ein häufiges Wechseln ohne Beschädigungen des Brillengestells 3 möglich ist. Bei einer Abnutzung des Brillenglashalters 1 kann dieser einfach ausgetauscht werden.

Dadurch ergibt sich der Vorteil, dass das Brillenglas 2 nicht mehr direkt in ein bestehendes Brillengestell 3 zu drücken ist, sondern dass zwischen dem

Brillengestell 3 und dem Brillenglas 2 ein zusätzlicher Brillenglashalter 1 ist, welcher das Wechseln der Brillengläser 2 vereinfacht, das Brillengestell 3 vor Beschädigungen und Verschleiß schützt, und ohne konstruktive Umbauten des Brillengestells 3 verwendet werden kann. Dadurch können bestehende

Brillengestelle 3 mit elektronischen Bauteilen, welche besonders fragil und teuer sind, von einer Vielzahl an Personen mit unterschiedlicher Sehkraft genutzt werden, ohne das gesonderte Umbauten am Brillengestell 3 notwendig sind. Der Brillenglashalter 1 kann dabei besonders kompakt und das Aussehen der Brille wenig störend ausgebildet werden.

Bevorzugt kann weiters eine Brille 6 umfassend ein Brillengestell 3 mit

elektronischen Bauteilen sowie Brillengläsern 2 vorgesehen sein, wobei zumindest eines der Brillengläser 2 mittels des Brillenglashalters 1 an dem Brillengestell 3 befestigt ist. Insbesondere können beide Brillengläser 2 mittels jeweils einem Brillenglashalter 1 an dem Brillengestell 3 befestigt sein. Eine Brille 6 bezeichnet eine optische Vorrichtung, welche von einem Träger am Kopf getragen wird.

Hierbei ist in Blickrichtung des Trägers betrachtet lediglich ein Brillenglas 2 angeordnet. Der Brillenglashalter 1 hält daher das eigentliche Brillenglas 2 der Brille 6 und nicht lediglich zusätzliche Brillengläser, welche beispielsweise zum Sonnenschutz eingesetzt werden.

Die Brille 6 weist ein Brillengestell 3 auf, welches insbesondere Ohrenbügel 8, Aufnahmeöffnungen 7 für die Brillengläser 2 und/oder eine Nasenauflage 9 in einem Nasenbereich aufweisen kann. Ein Brillengestell 3 wird häufig auch als Brillenfassung bezeichnet. Es ist vorgesehen, dass das Brillengestell 3 elektronische Bauteile aufweist, welche in den Figuren nicht dargestellt sind. Die elektronischen Bauteile können insbesondere in dem Brillengestell 3 eingebettet sein. Die elektronischen Bauteile können insbesondere Mikroprozessoren, Kameras,

Akkumulatoren, Funksender und/oder Funkempfänger umfassen.

Die Brille 6 weist weiters Brillengläser 2 auf. Diese Brillengläser 2 können gemäß den Anforderungen unterschiedlich ausgebildet sein. Die Brillengläser 2 können bevorzugt aus Kunststoff oder Glas ausgebildet sein. Die Brillengläser 2 können insbesondere als optische Linsen ausgebildet sein. Weiters können die Brillengläser 2 getönt, gehärtet und/oder entspiegelt sein. Die Brillengläser 2 können

insbesondere eine Standardform aufweisen, und müssen daher nicht speziell für den Brillenglashalter 1 ausgebildet sein.

In Fig. 1 , 2, 9 und 10 sind bevorzugte Ausführungsformen der Brille 6 dargestellt, wobei die Ausführungsformen der Brillen 6 in Fig. 1 und 9 in Einzelteilen, und in Fig. 2 und 10 zusammengesetzt dargestellt sind.

Besonders bevorzugt kann vorgesehen sein, dass die elektronischen Bauteile zumindest eine auf ein Auge eines Trägers der Brille 6 gerichtete Kamera aufweist, und dass insbesondere die zumindest eine Kamera in einem Nasenbereich der Brille 6 angeordnet ist. Die Brille 6 kann hierbei insbesondere eine Eye-Tracking Brille sein, welche die Blickrichtung des Trägers umfasst. Der Nasenbereich der Brille 6 ist jener Bereich, welcher zwischen den Brillengläsern 2 angeordnet ist. Gerade bei derartigen Brillen 6 ist die Verwendung eines Brillenglashalters 1 besonders vorteilhaft, da aufgrund der Kamera das Brillengestell 3 fragil ist. Vor allem bei einer Kamera im Nasenbereich ist das Brillengestell 3 gegenüber Verwindungen sehr empfindlich.

Weiters kann vorgesehen sein, dass das Brillengestell 3 geschlossene

Aufnahmeöffnungen 7 zur Aufnahme der Brillengläser 2 aufweist. Die

Aufnahmeöffnungen 7 ist jene Öffnung der Brille 6, durch welche der Träger der Brille 6 blickt. Hierbei kann insbesondere die zweite Befestigungseinrichtung 5 an einer Innenseite der Aufnahmeöffnung 7 anliegen. Die geschlossenen

Aufnahmeöffnungen 7 bedeutet, dass das Brillengestell 3 die Aufnahmeöffnungen 7 komplett umschließt.

Alternativ kann die Aufnahmeöffnungen 7 offen sein, also nur einen Teil des Umfanges umschließen.

Besonders bevorzugt kann vorgesehen sein, dass in der Innenseite der

Aufnahmeöffnung 7 eine umlaufende Nut 10 angeordnet ist. Diese Nut 10 kann wahlweise das Brillenglas 2 direkt oder die zweite Befestigungseinrichtung 5 des Brillenglashalters 1 aufnehmen.

Besonders bevorzugt kann vorgesehen sein, dass die Aufnahmeöffnungen 7 im Wesentlichen gegengleich zu einem Außenumfang der zugeordneten Brillengläser 2 ausgebildet sind. Dadurch kann wahlweise das Brillenglas 2 unmittelbar von dem Brillengestell 3 gehalten werden oder mittelbar über den Brillenglashalter 1 . Diese Ausbildung bedeutet auch, dass eine Brille 6, bei welche wie üblich die

Brillengläser 2 unmittelbar von dem Brillengestell 3 gehalten werden, ohne Umbauten an dem Brillengestell 3 oder den Brillengläsern 2 mit dem

Brillenglashalter 1 nachgerüstet werden kann.

Die erste Befestigungseinrichtung 4 kann insbesondere derart ausgebildet sein, dass diese an einem Außenumfang des zugeordneten Brillenglases 1 anliegt.

Die zweite Befestigungseinrichtung 5 kann insbesondere derart ausgebildet sein, dass diese an einer Innenseite der zugeordneten Aufnahmeöffnung 7 anliegt.

Insbesondere kann vorgesehen sein, dass eine erste erforderliche Befestigungskraft der ersten Befestigungseinrichtung 4 unterschiedlich ist zu einer zweiten

erforderlichen Befestigungskraft der zweiten Befestigungseinrichtung 5 ist. Die erste erforderliche Befestigungskraft ist jene minimal aufzubringende Kraft welche notwendig ist, um den Brillenglashalter 1 an dem Brillenglas 2 zu befestigen oder die Befestigung wieder zu lösen. Die zweite erforderliche Befestigungskraft ist jene minimal aufzubringende Kraft welche notwendig ist, um den Brillenglashalter 1 an dem Brillengestell 3 zu befestigen oder die Befestigung wieder zu lösen. Die

Befestigungskraft kann insbesondere eine Druckkraft sein. Durch die

Befestigungseinrichtungen mit unterschiedlicher erforderlichen Befestigungskraft kann eine der beiden Befestigungseinrichtungen derart ausgebildet sein, dass ein häufiges Wechseln einfach und mit wenig Kraftaufwand möglich ist.

Die Befestigungskraft kann insbesondere als eine Kraft auf ein Brillenglas 2 entlang der optischen Achse des Brillenglases 2 definiert werden, welche in Relation zu dem Brillengestell 3 ausgewirkt wird.

Bevorzugt kann vorgesehen sein, dass die erste erforderliche Befestigungskraft größer ist als die zweite erforderliche Befestigungskraft. Dies hat die Wirkung, dass der Brillenglashalter 1 schwerer vom Brillenglas 2 zu trennen ist, als vom

Brillengestell 3. Dadurch kann der Brillenglashalter 1 zunächst gut an dem

Brillenglas 2 befestigt werden, und anschließend das Brillenglas 2 gemeinsam mit dem Brillenglashalter 1 in das Brillengestell 3 eingesetzt werden. Dadurch ist nur wenig Manipulation am Brillengestell 3 notwendig.

Alternativ kann vorgesehen sein, dass die erste erforderliche Befestigungskraft kleiner ist als die zweite erforderliche Befestigungskraft. Dies hat die Wirkung, dass der Brillenglashalter 1 leichter vom Brillenglas 2 zu trennen ist, als vom Brillengestell 3. Dadurch können die beiden Brillenglashalter 1 einmal an dem Brillengestell 3 befestigt werden, wobei in weiterer Folge bei einem Wechsel der Brillengläser 2 das Brillengestell 3 nicht abgenutzt wird.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform kann vorgesehen sein, dass die beiden erforderlichen Befestigungskräfte im Wesentlichen gleich sind.

Besonders bevorzugt kann vorgesehen sein, dass die erste Befestigungseinrichtung 4 und/oder die zweite Befestigungseinrichtung 5 als Klemmverbindungseinrichtung ausgebildet sind. Hierbei kann insbesondere die erste Befestigungseinrichtung 4 derart ausgebildet sein, dass diese auf einen Außenumfang des Brillenglases 2 drückt, und derart den Brillenglashalter 1 an das Brillenglas 2 klemmt. Weiter kann insbesondere die zweite Befestigungseinrichtung 5 derart ausgebildet sein, dass diese von Innen an die jeweilige Aufnahmeöffnung 7 drückt, und derart den

Brillenglashalter 1 in das Brillengestell 3 klemmt. Durch eine Überwindung der Klemmkraft kann die jeweilige Befestigung hergestellt und wieder gelöst werden. Diese Klemmverbindung hat den Vorteil, dass Brillengläser 2 üblicherweise mittels einer Klemmverbindung in dem Brillengestell 3 gehalten werden. Dadurch können herkömmliche Brillengestellformen und Brillengläserformen mit dem

Brillenglashalter 1 benützt werden.

Die erste Befestigungseinrichtung 4 kann insbesondere als umlaufende, nach innen gerichtete Aufnahme ausgebildet sein, welche dazu vorgesehen ist den

Außenumfang des Brillenglases 2 aufzunehmen und derart das Brillenglas 2 zu halten. Die Befestigungseinrichtung 4 kann hierbei aus einem flexiblen Material ausgebildet sein.

Die zweite Befestigungseinrichtung 5 kann insbesondere als, bevorzugt

umlaufender, Fortsatz ausgebildet sein, welcher insbesondere dazu vorgesehen ist in die Nut 10 der Aufnahmeöffnung 7 einzugreifen. Der Fortsatz kann insbesondere als gefederter Fortsatz ausgebildet sein, wie beispielhaft in Fig. 4 dargestellt ist. Der Fortsatz kann aber auch bevorzugt als Fortsatz aus einem elastischen Material ausgebildet sein, wie beispielhaft in den Fig. 5 und 1 1 dargestellt. Der Fortsatz kann insbesondere an einem Außenumfang des Brillenglashalters angeordnet sein und nach außen weisen.

Alternativ kann die erste Befestigungseinrichtung 4 und/oder die zweite

Befestigungseinrichtung 5 als Schnappverbindungseinrichtung, als Einlegerahmen, als Schraubverbindungseinrichtung, und/oder als magnetische

Verbindungseinrichtung ausgebildet sein.

Insbesondere kann vorgesehen sein, dass die erste Befestigungseinrichtung 4 und/oder die zweite Befestigungseinrichtung 5 werkzeugfrei bedienbar sind.

Besonders bevorzugt kann vorgesehen sein, dass der Brillenglashalter 1 als ein umlaufender und in sich geschlossener Rahmen ausgebildet ist. Der Rahmen kann hierbei dem Außenumfang des Brillenglases 2 folgen. Durch den umlaufenden Rahmen kann der Brillenglashalter 1 besonders robust und einfach ausgebildet werden.

Insbesondere kann vorgesehen sein, dass der Brillenglashalter 1 einstückig ausgebildet ist. Dadurch kann der Brillenglashalter 1 entsprechend einfach ausgebildet sein.

Insbesondere kann vorgesehen sein, dass zumindets die zweite

Befestigungseinrichtung 5, insbesondere der komplette Brillenglashalter 1 , aus einem Material weicher als das Material des Brillengestells 3 ist. Dadurch kann ein Verschleiß des Brillengestells 3 gering gehalten werden.

Der Brillenglashalter 1 kann insbesondere einstückig aus einem Material gebildet sein. Das Material kann insbesondere ein Kunststoff sein, welcher eine

ausreichende Flexibilität aufweist. Das Material kann insbesondere ein Gummi sein.

Der Brillenglashalter 1 kann alternativ aus mehreren Materialien ausgebildet sein. Hierbei kann insbesondere ein Kern des Rahmens aus einem harten Material ausgebildet sein, und die Befestigungseinrichtungen 4,5 aus einem weicheren Material mit entsprechender Flexibilität.

Insbesondere kann vorgesehen sein, dass die erste Befestigungseinrichtung 4 und/oder die zweite Befestigungseinrichtung 5 entlang eines Umfanges des Brillenglashalters 1 angeordnet sind. Dadurch erfolgt auf einfache Weise eine Zentrierung des Brillenglases 2.

Bevorzugt kann vorgesehen sein, dass der Rahmen entlang seines Umfanges ein gleichbleibendes Profil aufweist. Hierbei sind auch die erste

Befestigungseinrichtung 4 und die zweite Befestigungseinrichtung 5 entlang des gesamten Umfanges gleichbleibend ausgebildet. Ein derart ausgebildeter

Brillenglashalter 1 ist in den Fig. 1 bis 3, sowie 9 bis 11 beispielhaft dargestellt. Hierbei kann das Material des Brillenglashalters 1 derart flexibel ausgebildet sein, dass das Brillenglas 2 in den Brillenglashalter 1 gesteckt werden kann, und der Brillenglashalter 1 in das Brillengestell 3.

Alternativ kann vorgesehen sein, die erste Befestigungseinrichtung 4 und/oder die zweite Befestigungseinrichtung 5 lediglich abschnittsweise entlang des Umfanges des Brillenglashalters 1 angeordnet sind. Dadurch kann die jeweilige erforderliche Befestigungskraft einfach vorgebbar reduziert werden.

In Fig. 6 ist eine bevorzugte Ausführungsform dargestellt, bei welcher die erste Befestigungseinrichtung 4 abschnittsweise, und die zweite Befestigungseinrichtung 5 vollständig entlang des Umfanges des Brillenglashalters 1 angeordnet sind.

Dadurch ist die erste erforderliche Befestigungskraft geringer als die zweite erfordern che Befesti gu ngskraf t .

In Fig. 7 ist eine bevorzugte Ausführungsform dargestellt, bei welcher die erste Befestigungseinrichtung 4 vollständig, und die zweite Befestigungseinrichtung 5 abschnittsweise entlang des Umfanges des Brillenglashalters 1 angeordnet sind. Dadurch ist die erste erforderliche Befestigungskraft größer als die zweite erfordern che Befesti gu ngskraf t.

In Fig. 8 ist eine bevorzugte Ausführungsform dargestellt, bei welcher sowohl die erste Befestigungseinrichtung 4 als auch die zweite Befestigungseinrichtung 5 abschnittsweise entlang des Umfanges des Brillenglashalters 1 angeordnet sind. Dadurch sind sowohl die erste als auch die zweite erforderliche Befestigungskräfte verringert.

Insbesondere kann vorgesehen sein, dass der Brillenglashalter 1 aus der Aufnahmeöffnung 7 hervor ragt. Dadurch kann ein Brillenglas 2 gehalten werden, welches auch direkt von der Aufnahmeöffnung 7 gehalten werden könnte. Dies ist gut in den Fig. 4 und 5 ersichtlich.

Insbesondere kann vorgesehen sein, dass die zweite Befestigungseinrichtung 5 innerhalb der Aufnahmeöffnung 7 angeordnet ist, während die erste

Befestigungseinrichtung 4 - in Blickrichtung des Trägers betrachtet - nach der Aufnahmeöffnung 7 angeordnet ist.

Alternativ kann vorgesehen sein, dass der Brillenglashalter 1 im Wesentlichen komplett in der Aufnahmeöffnung 7 angeordnet ist. Dadurch braucht das Brillenglas 2 - in Blickrichtung des Trägers betrachtet - nicht verschoben werden, wodurch der Brillenglashalter 1 das Aussehen der Brille 6 kaum beeinflusst. Hierfür müssen allerdings die Brillengläser 2 kleiner ausgebildet werden, sodass diese nicht mehr direkt vom Brillengestell 3 gehalten werden können.

Hierbei kann der Brillenglashalter 1 insbesondere als geschlossener Rahmen ausgebildet sein, dessen Innenumfang zur Ausbildung der ersten

Befestigungseinrichtung 4 konkav gewölbt ist, und dessen Außenumfang zur

Ausbildung der zweiten Befestigungseinrichtung 4 konvex gewölbt ist. Eine derartige Ausführungsform ist in den Fig. 9 bis 11 beispielhaft dargestellt.

Bevorzugt kann vorgesehen sein, dass der Brillenglashalter 1 - in Blickrichtung des Trägers betrachtet - eine, dem Auge zugewandte erste Seite, und eine, dem Auge abgewandte zweite Seite aufweist. Die erste Befestigungseinrichtung 4 kann insbesondere an der zweiten Seite angeordnet sein, und/oder die zweite

Befestigungseinrichtung 5 kann insbesondere an der ersten Seite angeordnet sein.

Besonders bevorzugt vorgesehen sein, dass der Brillenglashalter 1 einen

Grundkörper aufweist, dass an dem Grundkörper die erste Befestigungseinrichtung 4 und die zweite Befestigungseinrichtung 5 angeformt sind, dass der Grundkörper die Form eines geschlossenen und umlaufenden Flachbandes aufweist, und dass der Brillenglashalter 1 zu einer, dem Auge zugewandten ersten Seite konisch zulaufend ist. Die Form eines geschlossenen und umlaufenden Flachbandes ist hierbei die Form eines ringförmigen Bandes, wobei ein Bandquerschnitt länglich ist, mit der längeren Erstreckung als Breite und der kürzeren Erstreckung als Dicke. Der Querschnitt des Grundkörpers ist beispielhaft aus den Fig. 4 und 5 ersichtlich.

Konisch zulaufend bedeutet, dass ein Umfang des Flachbandes an der ersten Seite kleiner ist als an einer, dem Auge abgewandten, zweiten Seite. Hierbei kann eine, vom Brillenglashalter 1 umschlossene Durchblickfläche an der zweiten Seite größer sein als an der ersten Seite. Der Durchblickfläche bezeichnet hierbei die Fläche der vom Brillenglashalter 1 umschlossenen Fläche, welche vom Benutzer durchgesehen werden kann.

Weiters kann insbesondere für mindestens 50%, insbesondere mindestens 70%, des Umfangs des Grundkörper eine Breite des Flachbandes mindestens dreimal, insbesondere mindestens fünfmal, bevorzugt mindesten achtmal, so groß sein wie eine Dicke des Flachbandes. Die Breite und die Dicke des Flachbandes beziehen sich hierbei auf die Form des Querschnittes des flachbandförmigen Grundkörpers entlang einer Umfangrichtung betrachtet. Die Breite des flachbandförmigen

Grundkörpers beträgt insbesondere für mindestens 50%, insbesondere mindestens 70%, des Umfangs des Grundkörper mindestens 2 mm, insbesondere mindestens 4 mm, bevorzugt mindestens 6 mm, besonders bevorzugt mindestens 8 mm.

Diese Form des Grundkörpers des Brillenglashalters 1 ermöglicht die Ausbildung mehrerer vorteilhafte Ausführungsformen.

Wie in den Fig. 4 und 5 gezeigt lässt sich dadurch besonders einfach ein

Brillenglashalter 1 ausbilden, bei welchem die Aufnahmeöffnungen 7 im

Wesentlichen gegengleich zu einem Außenumfang der zugeordneten Brillengläser 2 ausgebildet sind.

Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform, welche in den Figuren nicht gezeigt ist, kann vorgesehen sein, dass die zweite Befestigungseinrichtung 5 die Aufnahmeöffnung 7 hintergreift. Hierbei kann insbesondere vorgesehen sein, dass eine Außenfläche des Grundkörpers an einer Innenfläche der Aufnahmeöffnung 7 großflächig aufliegt. Großflächig kann in diesem Zusammenhang insbesondere bedeuten, dass die Außenfläche des flachbandförmigen Grundkörpers an

mindestens 50%, insbesondere mindesten 75%, der Innenfläche der

Aufnahmeöffnung 7 aufliegt. Die Aufnahmeöffnung 7 kann in diesem Fall glatt, also frei von einer Nut 10 sein. Der Brillenglashalter 1 kann hierbei im Wesentlichen komplett in der Aufnahmeöffnung 7 angeordnet sein. Dies hat den Vorteil, dass ein etwaiges Augmented Reality Display der Brille 6 möglichst knapp vor der Brille angeordnet werden kann, wodurch eine kompakte Bauform erreicht wird.

Dadurch ergeben sich mehrere Vorteile, insbesondere wenn die Brille 6 als

Blickerfassungsbrille ausgebildet ist. Einerseits ist eine große, konisch zulaufende Kontaktfläche bereitgestellt, wodurch Krafteinwirkungen auf das Brillenglas 2 in Richtung des Auges nicht zu einem, nach hinten hinausdrücken des Brillenglases 2 führt. Bei einer derartigen Krafteinwirkung auf das Brillenglas 2 in Richtung des Auges wird die Kraft auf eine große Kontaktfläche zwischen Aufnahmeöffnung 7 und Brillenglashalter 1 verteilt, wodurch eine Beschädigung oder Bruch des empfindlichen Brillengestells 3 vermieden wird. Ein weiterer Vorteil ist, dass bei einem Brillengestell 3 mit elektronischen Bauteilen der im Brillengestell 3 verfügbare Raum für elektronische Bauteile möglichst optimal genützt werden soll. Durch die Form des Grundkörpers als konisch zulaufendes Flachband kann der Raum im Brillengestell 3 zur Unterbringung elektronischer Bauteile optimal bei geringer Beeinträchtigung des Sichtfeldes genutzt werden.

Insbesondere kann vorgesehen sein, dass der Brillenglashalter 1 im Nasenbereich der Brille 6 eine Aussparung an der ersten Seite aufweist. Dadurch wird der empfindliche Nasenbereich einer Eye-Tracking-Brille von der Belastung des

Gläserwechselns oder einer einwirkenden Kraft verschont.

Weiters kann vorgesehen sein, dass das Brillenglas 2 im Nasenbereich der Brille 6 eine Aussparung an der ersten Seite aufweist. Dadurch kann das Brillenglas 2 nahe am Auge des Trägers angeordnet werden, ohne an dem empfindlichen Nasenbereich einer Eye-Tracking-Brille anzustoßen.