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Title:
SPINDLE SLEEVE FOR A MACHINE-TOOL
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2005/002790
Kind Code:
A1
Abstract:
The aim of the invention is to develop a spindle sleeve for a machine-tool, whose thermal expansion can be measured with a reduced technical complexity and a high degree of reliability and precision for compensation purposes. To achieve this: a component (2) is placed coaxially in the spindle sleeve (1), said component being connected to the spindle sleeve (1) in a fixed manner in the vicinity of the force-fit between the tool and the spindle sleeve (1), extending as far as the end of the spindle sleeve (1) in the bearing carriage (4) and being axially supported in said bearing carriage (4); the spindle sleeve (1) has a thermal expansion coefficient that differs from that of the component (2); and during temperature fluctuations the alterations in length of the spindle sleeve (1) in relation to the component (2) are detected in the form of output signals by means of a sensor (7) as a result of the different magnitudes of the two thermal expansion coefficients and are converted into compensation values for the position-controlled displacement of the spindle sleeve by means of the bearing carriage (4), using an electronic evaluation system and a tool-control mechanism.

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Inventors:
Müller, Lutz (Steinwiese 56, Chemnitz, 09116, DE)
Zander, Andreas (Rudolf-Marek-Str. 6, Chemnitz, 09112, DE)
Application Number:
PCT/DE2004/001390
Publication Date:
January 13, 2005
Filing Date:
July 01, 2004
Export Citation:
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Assignee:
UNION WERKZEUGMASCHINEN GMBH CHEMNITZ (Clemens-Winkler-Str. 5, Chemnitz, 09116, DE)
Müller, Lutz (Steinwiese 56, Chemnitz, 09116, DE)
Zander, Andreas (Rudolf-Marek-Str. 6, Chemnitz, 09112, DE)
International Classes:
B23Q1/70; B23Q11/00; (IPC1-7): B23Q11/00; B23Q1/70
Attorney, Agent or Firm:
Findeisen, Hübner Neumann Seerig (Portnitzstrasse 1, Chemnitz, 09112, DE)
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Claims:
Patentansprüche
1. Werkzeugmaschinenpinole mit einer Werkzeugaufnahme für Werkzeuge mit einem Werkzeughalter und einem Kegel zum Kraftschluss mit einer Pinole aus Stahl, wobei die Pinole in einer Hohlspindel, die in einer Bearbeitungseinheit drehbar gelagert ist, längs verschiebbar geführt wird und an einem der Werkzeugaufnahme gegenüberliegenden Ende in einem Lagerschlitten drehbar und axial gestützt angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass koaxial in der Pinole (1) ein Bauelement (2) angeordnet ist, das im Bereich des Kraftschlusses des Werkzeuges mit der Pinole (1) ! fest mit der Pinole (1) verbunden ist und in der Länge bis an das Ende der Pinole (1) im Lagerschlitten (4) reicht und im Lagerschlitten (4) axial gestützt angeordnet ist, die Pinole (1) einen anderen Wärmeausdehnungskoeffizienten aufweist als der des Bauelementes (2), und bei Temperaturänderungen die Längenänderungen der Pinole (1) gegenüber dem Bauelement (2) aufgrund der unterschiedlichen Größen der beiden Wärmeausdehnungskoeffizienten mittels eines Sensors (7) als Ausgangssignale erfasst werden und über eine Auswerteelektronik und Maschinensteuerung in Kompensationswerte für die lagegeregelte Pinolenverstellung mittels des Lagerschlittens (4) gewandelt werden.
2. Werkzeugmaschinenpinole nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Wärmeausdehnungskoeffizient der Pinole (1) mindestens 2fach höher ist als der des Bauelementes (2).
3. Werkzeugmaschinenpinole nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Wärmeausdehnungskoeffizient der Pinole (1) mindestens 2fach niedriger ist als der des Bauelementes (2).
4. Werkzeugmaschinenpinole nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Bauelement (2) aus einem Kohlenfaserverbundwerkstoff gefertigt ist, dessen Wärmeausdehnungskoeffizient gleich Null ist.
5. Werkzeugmaschinenpinole nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Bauelement (2) aus einer Stahlsorte gefertigt ist, deren Wärmeausdehnungskoeffizient um das Mehrfache niedriger ist als der der Pinole (1).
6. Werkzeugmaschinenpinole nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Bauelement (2) ein Rohr ist.
7. Werkzeugmaschinenpinole nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Bauelement (2) eine Stange eines Spannsystems (5) zum Kraftschluss des Werkzeuges (8) mit der Pinole (1) ist.
8. Werkzeugmaschinenpinole nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (7) als Wegsensor ausgebildet ist, wobei im Bereich des Lagerschlittens (4) eine Messhülse (6) auf dem Bauelement (2) und der Sensor (7) am Lagerschlitten (4) befestigt sind.
9. Werkzeugmaschinenpinole nach Anspruch 1 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (7) als Kraftsensor ausgebildet ist, wobei die Spannkraft zum Kraftschluss des Werkzeuges (8) mit der Pinole (1) durch Federn am Ende der Stange aufgebracht wird, und die Änderungen der Spannkraft aufgrund der Längenänderung der Pinole (1) bei Temperaturänderungen erfasst und in die Kompensationswerte für die lagegeregelte Pinolenverstellung mittels des Lagerschlittens (4) gewandelt werden.
Description:
Werkzeugmaschinenpinole Die Erfindung betrifft eine Werkzeugmaschinenpinole mit einer Werkzeugaufnahme für Werkzeuge mit einem Werkzeughalter und einem Kegel zum Kraftschluss mit einer Pinole aus Stahl, wobei die Pinole in einer Hohlspindel, die in einer Bearbeitungseinheit drehbar gelagert ist, längs verschiebbar geführt wird und an einem der Werkzeugaufnahme gegenüberliegenden Ende in einem Lagerschlitten drehbar und axial gestützt angeordnet ist.

Es ist bekannt, dass zur Erfassung des thermischen Zustandes der Arbeitsspindeln von Werkzeugmaschinen die Anordnung von Temperaturmessstellen erfolgt. Dabei werden Messwiderstände als Sensoren in gleichen Abständen längs in die Spindel eingesetzt und mit Kunstharz vergossen. Am hinteren Spindelende ist von der umlaufenden Spindel zum feststehenden Lagerbock hin eine berührungslos arbeitende Messwertübertragungseinrichtung angeordnet, so dass die Signale zur Messwertverarbeitung mit Digitalisierung weitergeleitet werden könne. Die Übertragung der Temperaturmesswerte wirkt unabhängig von der Spindeldrehzahl vom Stillstand bis zur Maximaldrehzahl. Über eine telemetrische Strecke erfolgt sowohl die Steuerung der Messwiderstände als auch die Abgabe der Messwerte.

Die aus den Messwerten errechneten Spindeldehnungen sind die Ausgangsgrößen für die über die CNC-Steuerung zu erfolgende Kompensationen. Diese Art der Ermittlung der thermischen Dehnung der Arbeitsspindel zwecks Kompensation ist auch bei einer Werkzeugmaschinenpinole relevant.

Bei einer Werkzeugmaschinenpinole mit einer Werkzeugaufnahme für Werkzeuge mit einem Werkzeughalter und einem Kegel zum Kraftschluss mit der Pinole ist die Pinole in einer Hohlspindel einer Bearbeitungseinheit drehbar gelagert und am gegenüberliegenden Ende in einem Lagerschlitten drehbar und axial gestützt angeordnet. Diese Kompensationseinrichtung weist den Nachteil auf, dass zur Erfassung und Übertragung der Messwerte zwecks der Errechnung der thermischen Dehnung ein hoher technischer Aufwand notwendig ist. Weiterhin ist die thermischen Dehnung grundsätzlich von den Messwerten abhängig, so dass falsche Messwerte eine falsche Dehnungsermittlung ergeben, die sich weiter als eine wertmäßig unkorrekten axialen Zustellung der Pinole auswirkt.

Aus der DE 10123717 A1 ist eine Spindelwelle für eine Motorspindel bekannt, die im Gehäuse der Motorspindel in einer Festlagerung und einer Loslagerung aufgenommen ist, wobei das aufgenommene Werkzeug das bearbeitete Werkstück bei angetriebener Spindelwelle an einer Werkzeugschnittstelle kontaktiert und die Werkzeugschnittstelle bei der Werkstückbehandlung eine Verlagerung in axialer Richtung der Spindelwelle erfährt, wobei ein Wegsensor an der Spindellagerung zur Ermittlung der axialen Verlagerung der Werkzeugschnittstelle vorgesehen ist.

Die DE 4009461 A1 weist eine Spindel für eine Werkzeugmaschine auf, die ein zylindrisches Element zur Aufnahme des Schaftes eines Werkzeuges umfasst, das durch Wickeln von Kohlenstoff-oder Glasfasern hergestellt ist, wobei die gewickelte Faser mit einem aushärtbaren Harz imprägniert ist. Durch den Aufbau ist es möglich, den linearen Ausdehnungskoeffizienten der Spindel herabzusetzen und dadurch die Bearbeitungsgenauigkeit zu verbessern.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine Werkzeugmaschinenpinole mit einer Werkzeugaufnahme für Werkzeuge mit einem Werkzeughalter und einem Kegel zum Kraftschluss mit einer Pinole aus Stahl, wobei die Pinole in einer Hohlspindel, die in einer Bearbeitungseinheit drehbar gelagert ist, längs verschiebbar geführt wird und an einem der Werkzeugaufnahme gegenüberliegenden Ende in einem Lagerschlitten drehbar und axial gestützt angeordnet ist, zu entwickeln, bei welcher mit verringertem technischen Aufwand die thermischen Dehnung der Pinole mit hoher Zuverlässigkeit und Genauigkeit zwecks Kompensation erfasst wird.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass koaxial in der Pinole ein Bauelement angeordnet ist, das im Bereich des Kraftschlusses des Werkzeuges mit der Pinole fest mit der Pinole verbunden ist und in der Länge bis an das Ende der Pinole im Lagerschlitten reicht und im Lagerschlitten axial gestützt angeordnet ist, die Pinole einen anderen Wärmeausdehnungskoeffizienten aufweist als der des Bauelementes, und bei Temperaturänderungen die Längenänderungen der Pinole gegenüber dem Bauelement aufgrund der unterschiedlichen Größen der beiden Wärmeausdehnungskoeffizienten mittels eines Sensors als Ausgangssignale erfasst werden und über eine Auswerteelektronik und Maschinensteuerung in Kompensationswerte für die lagegeregelte Pinolenverstellung mittels des Lagerschlittens gewandelt werden. Weitere Ausführungsformen der Erfindung zeigen die Unteransprüche 2 bis 9.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert. Die dazugehörige Zeichnung zeigt den Längsschnitt einer Werkzeugmaschinenpinole.

Die Zeichnung zeigt eine Werkzeugmaschinenpinole mit einer Werkzeugaufnahme 3 für Werkzeuge 8 mit einem Werkzeughalter und einem Kegel 9 zum Kraftschluss mit einer Pinole 1. Die Pinole 1 ist aus Stahl gefertigt. Sie ist in einer Hohlspindel 10, die in einer Bearbeitungseinheit 11 drehbar gelagert ist, längs verschiebbar geführt und gegenüber von der Werkzeugaufnahme 3 in einem Lagerschlitten 4 drehbar und axial gestützt angeordnet. In der Pinole 1 ist koaxial ein Bauelement 2 angeordnet, das im Bereich des Kraftschlusses des Werkzeuges mit der Pinole 1 fest verbunden ist und in der Länge bis an das Ende der Pinole 1 im Lagerschlitten 4 reicht und im Lagerschlitten 4 axial gestützt angeordnet ist. Dieses Bauelement 2 weist einen Wärmeausdehnungskoeffizient auf, der um ein mehrfaches niedriger ist als der Wärmeausdehnungskoeffizient der Pinole 1. Das Bauelement 2 kann aus Kohlenfaserverbundwerkstoff gefertigt sein, dessen Wärmeausdehnungskoeffizient gleich Null ist. Das Bauelement 2 kann auch aus einer Material gefertigt sein, dessen Wärmeausdehnungskoeffizient um das Mehrfache höher ist als der der Pinole 1. Aufgrund dieser verhältnismäßig großen Unterschiede der Wärmeausdehnungskoeffizienten der beiden koaxial angeordneten Bauteile, Pinole 1 und Bauelement 2, stellen sich bei Temperaturänderungen Längenveränderungen des Endes der Pinole 1 gegenüber dem Ende des Bauelementes 2 ein. Diese Längenänderungen werden von einem Sensor erfasst und als Ausgangssignale über eine Auswerteelektronik und Maschinensteuerung in Kompensationswerte für die lagegeregelte Pinolenvorstellung mittels des Lagerschlittens 4 gewandelt. Der Sensor ist in der Figur als ein Wegsensor ausgebildet, wobei im Bereich des Lagerschlittens 4 eine Messhülse 6 auf dem Bauelement 2 und ein Sensor 7 am Lagerschlitten 4 befestigt sind. Das Bauelement 2 ist eine Stange eines Spannsystems 5 zum Kraftschluss des Werkzeuges 8 mit der Pinole 1. Es kann aber auch ein Rohr sein, welches im Bereich des Kraftschlusses des Werkzeuges mit der Pinole 1 fest mit dieser verbunden ist. In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist der Sensor als Kraftsensor ausgebildet, wobei die Spannkraft zum Kraftschluss des Werkzeuges 8 mit der Pinole 1 durch Federn am Ende der Stange aufgebracht wird, und die Änderungen der Spannkraft aufgrund der Längenänderung der Pinole bei Temperaturänderungen erfasst und über die Auswerteelektronik und Maschinensteuerung in die Kompensationswerte gewandelt werden.

Bezugszeichen 1 Pinole 2 Bauelement 3 Werkzeugaufnahme 4 Lagerschlitten 5 Spannsystem 6 Messhülse 7 Sensor 8 Werkzeug 9 Kegel 10 Hohlspindel 11 Bearbeitungseinheit