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Title:
SPORT FIELD COATING
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/1983/002968
Kind Code:
A1
Abstract:
A coating comprises a lower or damping layer (1) and an upper or antiwear layer (2). Between the two layers there is arranged a metal reinforcing nest (3). Both layers contain rubber clippings (4), provided from worn out tyres. The lower layer, which is intended to damp the shocks to which the coating is subjected, further contains expanded clay spheres (5) which impart to said layer a particular elasticity and make it independent to air moisture during manufacturing.

Inventors:
Zurkinden, Pierre
Application Number:
PCT/CH1982/000024
Publication Date:
September 01, 1983
Filing Date:
February 19, 1982
Export Citation:
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Assignee:
Zurkinden, Pierre
International Classes:
E01C7/30; D06N7/00; E01C13/00; E01C13/06; E01C7/00; D06N7/00; E01C13/00; (IPC1-7): E01C13/00
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Claims:
1. Patentanspruch Sportplatzbelag, mit einer unteren Schicht (1) zur Dämpfung von Aufpralleinwirkungen auf den Belag, einer auf derselben angebrachten oberen Verschleiss schicht (2) und einem dazwischen angeordneten, zur Stabilisierung der Dämpfungsschicht (1) dienenden Armierungsnetz (3) , wobei beide Schichten (1,2) Gummi¬ schnitzel enthalten, die mit Polyurethan gebunden sind, und die Dämpfungsschicht (1) ausserdem Zusätze zur Einstellung ihrer Elastizität aufweist, dadurch gekenn¬ zeichnet, dass diese Zusätze aus expandiertem Blähton (4) bestehen. O PI__.
Description:
Sportplatzbelag

In der schweizerischen Patentschrift Nr. 601 567 ist ein Sportplatzbelag beschrieben, mit einer unteren Schicht zur Dämpfung von Aufpralleinwirkungen auf den Belag und einer auf derselben angebrachten dünneren Verschleissschicht. Die durch ein Netz aus Armierungs¬ eisen stabilisierte untere oder DämpfungsSchicht enthält in einer bevorzugten Ausführungsform ausser Gummischnitzeln, die von alten Fahrzeugreifen stammen und mit Polyurethan gebunden sind, auch noch mineralische Zusätze, mit welchen die Elastizität der Schicht auf einen gewünschten Wert einstellbar ist.

Solcherarts hergestellte Sportplatzbeläge weisen aus¬ gezeichnete Eigenschaften auf. Hingegen ergeben sich bei ihrer Herstellung noch einige Probleme und zwar infolge der Verwendung mineralischer Zusätze. Weil diese aus Splitt, Betonkies und/oder Sand bestehen, sind sie hygroskopisch. Der in ihnen enthaltene Anteil an Feuchtigkeit variiert daher innerhalb gewisser Grenzen. Bei der Herstellung der Dämpfungsschicht an Ort und Stelle hängt es somit stark davon ab, wie und wo die mineralischen Zusätze vorher gelagert worden sind, es ist durchaus möglich, dass der Feuchtigkeitsgehalt während der Herstellung des Sportplatzbelages ändert, indem dieser Gehalt in den späteren Nachmittagsstunden geringer sein kann als am Morgen bei Beginn der Arbeit. Dadurch ändern sich aber die Eigenschaften des Belages.

Ein weiterer Umstand ergibt sich daraus, dass die genannten Zusätze wegen ihrer Porosität auch das

Bindemittel, also das Polyurethan, teilweise aufsaugen und zwar in einem Ausmass, das teilweise von der Korn- grösse der Mineralien abhängt und daher eine genaue Dosierung des Bindemittels erschwert. Man ist dann bei der Herstellung auf Erfahrungswerte angewiesen, die man sich jedoch erst nach und nach erwerben kann. Sportplatzbeläge sollten aber gleich von Beginn an die richtige Zusammensetzung aufweisen. Zusätzlich erschwe¬ rend wirktsich noch der oft beachtete Umstand aus, dass bei zu hoher Feuchtigkeit der mineralischen Zusätze das Polyurethan zum Aufschäumen neigt.

Die Erfindung bezweckt daher, diesen Zusatz durch ein besser geeignetes Material zu ersetzen und damit die Herstellung nicht nur zu vereinfachen, sondern wenn möglich auch einen Teil des Herstellungsvorganges vor¬ bereiten zu können, sodass an Ort und Stelle nur noch der eigentliche Einbau vorgenommen werden muss.

Ein Sportplatzbelag der eingangs erwähnten Art, der diesen Anforderungen entspricht, ist dadurch gekenn¬ zeichnet, dass die genannten Zusätze aus expandiertem Blähton bestehen.

Die einzige Zeichnung zeigt eine perspektivische Dar¬ stellung eines Ausschnittes des Sportplatzbelages. Dieser weist im Prinzip denselben Aufbau wie der Sport¬ plätzbelag nach der erwähnten schweizerischen Patent¬ schrift 601 567 auf, nämlich eine untere oder Dämpfungs- schicht 1, eine obere oder Verschleissschicht 2 und dazwischen ein die Dämpfungsschicht 1 stabilisierendes Netz 3 aus Armierungseisen. Beide Schichten enthalten Gummischnitzel 4, die aus alten Fahrzeugreifen her¬ gestellt und mit Polyurethan gebunden sind. Der gesamte

Belag wird auf eine hier nicht dargestellte Kiesschicht, die sogenannte Reinplanie, aufgebracht, welche für die Ableitung von Regen- oder Schmelzwasser sorgt. Während jedoch die Dämpfungsschicht 1 bisher mineralische Zu¬ sätze enthielt, ist sie nunmehr mit expandierten Blähton 5 versetzt, welcher vorzugsweise in Form von kleinen Kugeln vorhanden sit. Dieser Blähton hat die folgenden Vorteile.

1. Er ist nicht porös und daher nicht hygroskopisch. Somit weist er stets dasselbe spezifische Gewicht auf, unabhängig von der Luftfeuchtigkeit, die bei der Herstellung des Sportplatzbelages herrscht oder die während der Lagerung des Blähtons vorhanden war. Dieses stets gleiche Raumgewicht ergibt auch eine gleichbleibende Qualität des Belages. Auch das bisher oft beobachtete, bei zu grossem Wassergehalt der mineralischen Zusätze auftretende Schäumen des Polyurethans, das als Bindemittel für die Gummi¬ schnitzel dient, fällt nunmehr weg.

Durch das Fehlen der Porosität wird aber nicht nur die Wasseraufnähme verhindert, sondern auch das Aufsaugen eines Anteils des Polyurethans. Dieses kann daher genau dosiert werden, was zurweiteren Gleichmässigkeit des Belages beiträgt. Ausserdem wird auch bedeutend weniger Polyurethan benötigt als bisher.

2. Dank dieser Gleichmässigkeit kann nicht nur der Blähton selber, sondernauch die ihn enthaltende Dämpfungsschicht industriell vorbereitet werden und braucht dann nur noch am Erstellungsort des Belages verlegt zu werden. Eine solche Vorfabri-

kation war bei den mineralischen Zusätzen zwar auch möglich, führte jedoch zu Schwierigkeiten, weil während des Transportes ein Teil dieser Zusätze vor allem durch die unvermeidlichen Erschütterungen sich wieder aus dem Schichtma¬ terial herauslöste. Die Blähtonkugeln integrieren sich jedoch vollständig in dieses Material.

3. Das konstante spezifische Gewicht der Blähton¬ kugeln lässt eine gleichmässige Herstellung auch bei unterschiedlichen Kugeldurchmessern zu. Die bei den bisher verwendeten Mineralien beobachtete Abhängigkeit der Qualität von der Korngrösse ent¬ fällt damit.

4. Expandierter Blähton ist elastischer als die mine¬ ralischen Zusätze. Nicht nur wird der Belag dadurch elastischer, sondern auch unempfindlicher gegen¬ über extremen Temperaturschwankungen.

Durch die genannte Verwendung von Blähton wird ein sehr widerstandsfähiger und strapazierfähiger Sport¬ platzbelag erhalten.

O PI