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Title:
SPORTING DEVICE MADE OF THERMALLY MODIFIED WOOD
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2010/079191
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a sporting device (1), in particular a table tennis racket or a golf club, comprising a handle area and an impact area (100) connected to the handle area (200), wherein the impact area (100) is composed at least partially of wood that has been thermally modified.

Inventors:
SCHNEIDER, Michael (Fluraustr. 59, Neuwied, 56567, DE)
Application Number:
EP2010/050095
Publication Date:
July 15, 2010
Filing Date:
January 07, 2010
Export Citation:
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Assignee:
TT-TUNING CENTER GMBH (In Metzlerskaul 14, Neuwied, 56567, DE)
SCHNEIDER, Michael (Fluraustr. 59, Neuwied, 56567, DE)
International Classes:
A63B53/04; A63B59/04; B27K5/06; A63B53/04; A63B59/00; B27K5/06
Attorney, Agent or Firm:
THUN, Clemens (Sonnenstraße 33, München, 80331, DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Sportgerät (1), Insbesondere Tischtennis- oder Golfschläger mit einem

Griffbereich (200), sowie einem mit dem Griflbereich (200) verbundenen Schlagbereich (100), wobei der Schlagbereich (100) zumindest teilweise aus Holz besteht, welches thermisch modifiziert wurde.

2. Sportgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens die nach außen sichtbaren Begrenzungsflächen des Schlagbereichs (100) und/oder Griffbereichs (200) aus thermisch modifiziertem Holz bestehen.

3. Sportgerät nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Sportgerät (1) wetterfest ausgestaltet ist.

4. Sportgerät nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Sportgerät einen Kernbereich aufweist, welcher mit einem Folienkunststoff vollkommen ummantelt ist, wobei das Verhältnis der Dicke der Folie zur Dicke des Kernbereichs in wenigstens zwei aufeinander senkrecht stehenden Raumrichtungen kleiner als 1 :9 ist.

5. Sportgerät nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlag- (100) und/oder Griffbereich (200) wenigstens teilweise einen

Bereich aufweist, welcher aus herkömmlichem Holz besteht.

6. Sportgerät nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlagbereich (100) und/ oder Griffbereich (200) aus mehreren Schichten besteht.

7. Sportgerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Begrenzungsflächen der Schichten (110, 111, 112, 113, 114) in wenigstens einer Raumrichtung planparallel orientiert sind, wobei die planparallele Orientierung (120) der Schichten (110, 111, 112, 113, 114) vorzugsweise senkrecht zu einer Vorzugsprallrichtung (130) des Schlagbereiches erfolgt.

8. Sportgerät nach einem der vorigen Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine Anpassung der Pralleigenschaften durch die Materialauswahl des Schichtsystems (110, 111, 112, 113, 114) erfolgt.

9. Sportgerät nach einem der vorigen Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine Anpassung der Gewichtsverteilung durch die Materialauswahl des Schichtsystems (110, 111, 112, 113, 114) erfolgt.

10. Sportgerät nach einem der vorigen Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlag- (100) und/oder Griffbereich (200) aus wenigstens drei Schichten besteht.

11. Sportgerät nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlag- (100) und/oder Griffbereich (200) Verbundmaterialien aufweist, insbesondere Carbon, Aramid, Glasfaser oder Titan.

12. Verfahren zur Gewichtsreduktion eines Sportgerätes mit einem Griffbereich (200) und einem mit dem Griffbereich verbundenen Schlagbereich (100), wobei das Sportgerät (1) wenigstens teilweise aus Holz aufgebaut ist, dadurch gekennzeichnet, dass ein im Wesentlichen aus Holz bestehender Bereich durch einen Abschnitt aus thermisch modifiziertem Holz identischer oder geringerer Biegeelastizität ersetzt wird.

13. Verfahren zur Erhöhung der Biegefestigkeit eines Sportgerätes mit einem Griffbereich (200) und einem mit dem Griffbereich verbundenen Schlagbereich (100), wobei das Sportgerät (1) wenigstens teilweise aus Holz aufgebaut ist, dadurch gekennzeichnet, dass ein im Wesentlichen aus Holz bestehender Bereich durch einen Abschnitt aus thermisch modifiziertem Holz der gleichen Holzart ersetzt wird.

14. Verfahren zur Herstellung eines Sportgeräts nach einem der vorigen Ansprüche 6-11, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung der Schichten (1 10, 111, 112, 113, 114) wenigstens teilweise durch Heißlamination erfolgt.

15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufbringen einer obersten Deckschicht des Schlagbereichs (100) durch Heißlamination erfolgt.

Description:
Sportgerät aus thermisch modifiziertem Holz

Die Erfindung betrifft ein Sportgerät gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Bei vielen Sportgeräten mit einem Griffbereich und einem mit dem Griff bereich verbundenen Schlagbereich insbesondere im Tischtennis- oder Golfsport, besteht ein wesentlicher Teil des Schlagbereiches aus dem Werkstoff Holz. Teils geht dies auf Normvorschriften von Sportverbänden zurück, der weit wichtigere Grand liegt jedoch In den Eigenschaften, welche dem Material Holz zu eigen sind, insbesondere sind dies Gewicht, Oberflächenbeschaffenheit, Elastizität und auch Festigkeit.

Die Wahrnehmung des Benutzungsablaufs des Sportgeräts ist dabei stark von den verwendeten Materialien, insbesondere derer in der Konstruktion des Schlagbereichs, geprägt. Dies trifft speziell auch auf Holz als Werkstoff zu und führt dazu, dass bisherige Bestrebungen das Material Holz im Schlagbereich des Sportgeräts zu ersetzen - auch unabhängig von normativen Vorschriften - mit wenig Akzeptanz begleitet sind.

Ferner sind Sportgeräte in der Regel auf die Vorlieben und Bedürfnisse des Benutzers abgestimmt, so dass durch individuelle Anpassung des Sportgeräts eine Verbesserung des Benutzungsablaufs für einen spezifischen Anwender erreicht wird. Dabei sind jedoch durch den Werkstoff Holz materialbedingte Grenzen gesetzt, welche zum Beispiel das Gewicht und die Festigkeit der Konstruktion betreffen. Darüberhinaus ist durch die Beschaffenheit des Holzes die Robustheit des Schlagbereichs konstruktiv nur schwierig zu erreichen, wobei die Robustheit auch den Wetterschutz betrifft, besonders wenn die Sportart bevorzugt außerhalb geschlossener Räume ausgeübt wird. Und hinzukommt, dass das Naturmaterial Holz auch in der Verarbeitung die Einhaltung spezieller Randbedingungen - insbesondere Temperatur und Feuchtigkeit betreffend - notwendig macht. Darüberhinaus stellt die Verwendung hochwertiger Hölzer, z.B. in Form von sogenannten Tropenhölzern einen nicht unerheblichen Kostenfaktor dar.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es also, ein Sportgerät gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 zu verbessern, konstruktiv robust zu gestalten und dessen Herstellung kostengünstig und einfach zu ermöglichen.

Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche. Erfϊndungsgemäß weist das Sportgerät, insbesondere als Tischtennis- oder Golfschläger ausgeführt, einen Griffbereich sowie einen mit dem Griffbereich verbundenen Schlagbereich auf. Der Schlagbereich besteht zumindest teilweise aus einem Holz, welches thermisch modifiziert wurde. Unter thermischer Modifikation versteht man im allgemeinen eine dauerhafte

Veränderung der Holzeigenschaften über die Gesamtheit des Holzes hinweg, durch Erhöhung der Temperatur bei gleichzeitig vorherrschender sauerstoffarmer Atmosphäre ohne Zusatz von Chemikalien. Unter anderem bestimmt die Wahl des Temperaturbereichs maßgeblich die Veränderung der Materialeigenschaften. Üblicherweise werden dabei Temperaturen von 140 0 C überschritten, da ab diesem Temperaturbereich ein Abbau von Hemicellulose einsetzt. Ein bevorzugter Temperaturbereich für die thermische Modifikation ist jedoch der Bereich 170 0 C- 230 0 C. Für ein nach den oben beschriebenen Randbedingungen modifiziertes Holz ist u.a. die Bezeichnung Therrnoholz gebräuchlich.

Dieses Holz, ist in seinen Materialeigenschaften derart verändert, dass es gegenüber einem unbehandelten Holz derselben Holzart eine Biegefestigkeitszunahme von bis zu 45% aufweist, bei gleichzeitiger Gewichtsreduktion von bis zu 10%. Darüberhinaus ist eine erhöhte Resistenz gegen Umwelteinflüsse gegeben, welche eine vorteilhafte Verarbeitung und Verwendung des Holzes ermöglicht. Insbesondere weist das thermisch modifizierte Holz ein verringertes Quell- und Schwindmaß auf und die Ausgleichsfeuchte ist um bis zu 70% reduziert. Ebenso ergeben sich Vorteile in der Verarbeitung da innere Spannungen des Holzes bei der thermischen Behandlung abgebaut werden und eine hervorragende Dimensionsstabüität erreicht wird.

Somit ist durch die erfindungsgemäße Verwendung von thermisch modifiziertem Holz die Möglichkeit geschaffen, den Benutzungsablauf an individuelle Bedürfnisse anzupassen, die Konstruktion gegenüber herkömmlichem Holz robuster zu gestalten und die Herstellungskosten zu senken.

In einer vorteilhaften Weiterbildung ist vorgesehen, dass das thermisch modifizierte Holz an den außen sichtbaren Begrenzungsflächen des Schlagbereichs angeordnet ist. Damit ist eine Außenoberfläche geschaffen, welche extrem formstabil und robust ist und insbesondere eine verbesserte Dimensionsstabilität aufweist. Ferner kann auch vorgesehen sein, die Verwendung des Thermoholzes auf den Griff bereich auszudehnen, sodass auch diesem für das Spiel nicht unwesentlichen Bereich die Formstabilität des thermisch modifizierten Holzes zu Gute kommt. Desweiteren ist das Sportgerät vorzugsweise wetterfest ausgestaltet. Die oben beschriebene Grundwetterfestigkeit des Thermoholzes durch verminderte Wasseraufnahme sowie geringes Quell- und Schwindmaß bietet eine kostengünstige Möglichkeit mit konstruktiv geringem Aufwand und damit kaum den Benutzungsablauf verändernden Maßnahmen, die Wetterfestigkeit des Sportgerätes herzustellen.

In einer Weiterbildung kann vorgesehen sein, dass das Sportgerät einen Kernbereich aufweist, welcher mit einem Folienkunststoff vollkommen ummantelt ist. Das Verhältnis der Dicke der Folie zur Dicke des Kernbereichs ist in wenigstens zwei aufeinander senkrecht stehenden Raumrichtungen kleiner als 1 :9. Einerseits ist dies eine Möglichkeit zur Ausgestaltung und Verbesserung der Wetterfestigkeit. Gleichzeitig ist aber ebenso die Möglichkeit eröffnet, eine spezielle Oberflächenbeschaffenheit, etwa zur dauerhaften Verbindung weiterer Elemente des Schlagbereiches, herzustellen. Besonders einfach und vorteilhaft gestaltet sich die Ummantelung in Verbindung mit thermisch modifiziertem Holz aufgrund der Materialeigenschaften. Desweiteren sind die Veränderungen der Eigenschaften des Schlagbereichs des Sportgeräts durch diese Ummantelung kaum wahrnehmbar. Jedoch sind weitere Verbesserungen denkbar.

Insbesondere können zur Anpassung der Eigenschaften des Schlagbereichs eine Reihe weiterer Maßnahmen vorgesehen sein. Beispielsweise kann der Schlagbereich wenigstens teilweise einen Bereich aufweisen, welcher aus herkömmlichem Holz besteht. Eine erfindungsgemäße Ausführung schließt auch eine Ausdehnung der Verwendung herkömmlicher Hölzer auf den Griffbereich nicht aus, was unter Umständen zu einer verbesserten Gewichtsverteilung führen kann.

In einer Weiterbildung besteht der Schlagbereich aus mehreren Schichten. Ebenso ist dies für den Griffbereich denkbar. Beides bedingt möglicherweise, eine Anpassung und Abstimmung des Dämpfungsverhaltens des Sportgeräts bei der Ausführung eines Schlages und darüberhinaus vereinfacht dieser Aufbau eine zielgerichtete Modifikation der Eigenschaften des Schlagbereichs.

Zur Schaffung weiterer spezifischer Anpassungsmöglichkeiten und zur weiteren Verminderung des konstruktiven Anpassungsaufwands kann in diesem Fall vorgesehen sein, dass die Begrenzungsflächen der Schichten in wenigstens einer Raumriehtung planparallel orientiert sind. Vorzugsweise erfolgt die planparallele Orientierung der Schichten senkrecht zu einer Vorzugsprallrichtung des Schlagbereiches.

Im Falle einer schichtförmigen Ausgestaltung erweisen sich gezielte Abstimmungsmaßnahmen als besonders einfach. Beispielsweise erfolgt eine Anpassung der Pralleigenschaften des Schlagbereichs durch die Materialauswahl des Schichtsystems. Insbesondere ist hier denkbar Materialien mit unterschiedlicher Biegeelastizität vorzusehen. Und darüberhinaus ist beispielsweise ist auch denkbar, dass eine Gewichtsanpassung über die Materialauswahl des Schichtsystems erfolgt.

In einer vorteilhaften Weiterbildung besteht der Schlagbereich aus wenigstens drei Schichten. Beispielsweise kann dies eine gegenüber den weiteren Schichten dickere Trägerschicht sein, welche im Wesentlichen das Gewicht und die Festigkeit der Konstruktion bestimmt. Darüberhinaus sind vorteilhafterweise wenigstens zwei weitere Schichten mit dieser Trägerschicht kombiniert, um gezielt das Dämpfungsverhalten durch Materialauswahl anpassen zu können.

Ferner kann vorgesehen sein, dass der Schlagbereich eine Schicht mit

Verbundmaterialien aufweist, welche speziell durch ihre Zugfestigkeit und ihr geringes Gewicht bekannt sind. Insbesondere erweisen sich Carbon, Aramid, oder Glasfaser als geeignet, aber auch metallische Werkstoffe wie z.B. Titan. Dies ermöglicht eine steifere Konstruktion bei nahezu unverändertem Gesamtgewicht und trägt daher wesentlich zur individuellen Anpassung der Pralleigenschaften des Sportgeräts bei. Insbesondere ist die Verwendung dieser Materialien nicht auf den Schlagbereich beschränkt. Beispielsweise ist auch denkbar den Griffbereich mit diesen Werkstoffen auszustatten, auch in einer von einem Schichtaufbau abweichenden Form.

Ein weiterer Aspekt der Erfindung ist es ein Verfahren zur Gewichtsreduktion eines Sportgeräts mit einem Griffbereich und einem mit dem Griffbereich verbundenen Schlagbereich anzugeben, wobei das Sportgerät wenigstens teilweise aus Holz aufgebaut ist. Dieser ist durch ein Verfahren gemäß Anspruch 12 berücksichtigt, und sieht vor einen im Wesentlichen aus Holz bestehenden Bereich durch einen Abschnitt aus thermisch modifiziertem Holz identischer oder geringerer Biegeelastizität zu ersetzen, so dass eine Konstruktion identischer oder höherer Biegefestigkeit bei signifikant reduziertem Gewicht die Folge ist.

Eine weitere dem Erfindungsgedanken zu Grunde liegende Aufgabe ist es darüberhinaus, ein Verfahren zur Erhöhung der Biegefestigkeit eines Sportgeräts mit einem Griffbereich und einem mit dem Griffbereich verbundenen Schlagbereich anzugeben, wobei das Sportgerät wenigstens teilweise aus Holz aufgebaut ist.

Erfindungsgemäß wird dies in einem Verfahren gemäß Anspruch 13 dadurch gelöst, dass ein im Wesentlichen aus Holz bestehender Bereich des Sportgeräts durch einen Abschnitt aus thermisch modifiziertem Holz der gleichen Holzart ersetzt wird.

Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es ein Verfahren zur Verfügung zu stellen, welches in vorteilhafter Weise eine dauerhafte und gegen Umwelteinflüsse resistente Verbindung der Materialien des Schlagbereiches gewährleistet.

Dies wird durch Anspruch 14 der Erfindung gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.

Ein Verfahren zur Herstellung eines Sportgeräts mit einem Griffbereich und einem mit dem Griffbereich verbundenen Schlagbereich sieht im Falle eines schichtförmigen

Aufbaus des Sehlagbereichs und der wenigstens teilweisen Verwendung von thermisch modifiziertem Holz im Schlagbereich vor, dass die Verbindung der Schichten wenigstens teilweise durch Heißlamination also bei Temperaturen zeitweise höher als 100 0 C erfolgt.

Es ergibt sich mit diesem Verfahren eine Möglichkeit eine widerstandsfähige dauerhafte und insbesondere wetterfeste Verbindung der Schichten des Sportgeräts zu schaffen, wobei das Verfahren durch den Entfall oder die Verminderung der Dauer möglicher Ausheizschritte durch die Verwendung von Thermoholz darüberhinaus wesentlich vereinfacht wird.

Eine vorteilhafte Weiterbildung sieht vor, dass das Aufbringen der obersten Deckschicht des Schlagbereichs durch Heißlamination erfolgt. Insbesondere wird damit eine dauerhafte Verbindung geschaffen, welche die Möglichkeit bietet erhöhten Wetterschutzanforderungen gerecht zu werden.

Nachfolgend soll die Erfindung anhand der beiliegenden Zeichnung näher erläutert werden.

Figur 1 zeigt Ausführungsbeispiele erfindungsgemäßer Sportgeräte, als

Tischtennis oder Golfschläger.

Figur 2 zeigt schematiseh einen möglichen Schichtaufbau des Schlagbereichs.

Figur 3 zeigt einen weiteres Aufführungsbeispiel eines Schichtaufbaus des

Schlagbereichs.

Figur 4 zeigt eine weitere Variante des Schlagbereichs.

Figur 5 zeigt den schematisehen Aufbau eines Tischtennisschlägers

Figur 6 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Schichtaufbaus des

Schlagbereichs eines Tischtennisschlägers.

Erfindungsgemäße Sportgeräte 1 zum Beispiel in Form eines Tischtennisschlägers oder eines Golfschläger sind in Figur 1 dargestellt. Diese weisen einen Schlagbereich 100 sowie einen mit dem Schlagbereich verbundenen Griffbereich 200 auf. Die Ausgestaltung des Schlagbereichs 100 ist erfindungsgemäß wenigstens teilweise mit einem thermisch modifizierten Holz vorgesehen. Beispielhaft ist in Figur 5 die

Ausgestaltung eines Tischtennisschlägers dargestellt, welcher im Griffbereich 200 mit zwei Griffschalen 201, 202 aufweist und dessen Schlagbereich 100 in Form einer Grundplatte mit Griffübergangsbereichen 220, 230 ausgeführt ist. Diese Grundplatte ist ebenfalls Bestandteil des Griffbereichs 200. Aufgrund der vorbeschriebenen Eigenschaften des Thermoholzes ergeben sich verschiedene Vorteile für die Benutzung, Konstruktion und Herstellung eines erfindungsgemäßen Sportgeräts 1.

Insbesondere kann gegenüber gewöhnlichen Hölzern eine steifere Konstruktion bei gleichzeitiger Gewichtsreduktion erzielt werden, was gewöhnlich auch mit Kostenvorteilen bei der Herstellung verbunden ist. Dies ist besonders dann wichtig, wenn es auf das zu erzielende Verhältnis zwischen Beschleunigung des Schlagbereichs 100 und Beschleunigung des zu schlagenden oder treffenden Objekts ankommt. Die Veränderung der Wahrnehmung des Benutzungsablaufs beschränkt sich im

Wesentlichen auf die beabsichtigten Modifikationen und besonders hervorzuheben ist, dass das Schlaggeräusch durch die Verwendung des thermisch modifizierten Holzes nahezu unverändert bleibt.

In einer vorteilhaften Konstruktion ist das thermisch modifizierte Holz an den außen sichtbaren Begrenzungsflächen des Schlagbereichs 100 vorgesehen. Im Falle eines Tischtennisschägers schließt dies besonders vorteilhaft auch den Bereich ein, welcher üblicherweise durch einen aufgeschäumten, gummiartigen Belag bedeckt ist. Die so gebildete Außenfläche erweist sich extrem formstabil, was Konstruktionsfreiräume für den inneren Aufbau des Schlagbereichs 100 eröffnet. Aufgrund des geringen Quell- und Schwindmaßes sowie die geringe Aufnahme von Ausgleichsfeuchte sind darüberhinaus gleichbleibende Eigenschaften des Schlagbereichs 100 unter allen Umweltbedingungen gegeben, so dass sich die Spieleigenschaften kaum verändern. Insbesondere gilt dies auch für Zeiträume, welche in etwa der Lebensdauer des Sportgeräts 1 entsprechen, da flüchtige Inhaltsstoffe sowie Harze während der thermischen Modifikation des Holzes im Wesentlichen entfernt wurden. Die hydrophoben Eigenschaften des thermisch modifizierten Holzes in Form einer um bis zu 70% reduzierten Ausgleichsfeuchte verbessern die Wetterresistenz erheblich. Somit stellt die Anordnung des Thermoholzes an den Außenflächen des Schlagbereichs 100 also einen Klimapuffer zur Verfügung, der auch einen Grundwetterschutz bewirkt.

Darüberhinaus kann in einer vorteilhaften Ausgestaltung vorgesehen sein, die Wetterfestigkeit auf das gesamte Sportgerät auszudehnen. Insbesondere kann auch vorgesehen sein das thermisch modifizierte Holz im Griffbereich 200 zu verwenden. Eine allumlanglich wetterfeste Ausgestaltung bewirkt zudem, dass zersetzungsbedingt keine neuen wetterempfindlichen Bereiche entstehen. Dies trägt insgesamt zur Langlebigkeit des Sportgeräts bei.

Die wetterfeste Ausgestaltung in Form von thermisch modifiziertem Holz schließt dabei die Verwendung von zusätzlichen Maßnahmen zur Erzielung der Wetterfestigkeit nicht aus. Jedoch bietet sich durch das Thermoholz die Möglichkeit auf die Verwendung sekundärer Schutzmittel im Bereich des Holzes weitgehend zu verzichten. Insbesondere kann vorgesehen sein, das thermisch modifizierte Holz im Kernbereich oder Zentrum des Schlagbereichs 100 anzuordnen, vorzugsweise auch in Ergänzung zur vorbeschriebenen Ummantelung des Schlagbereichs 100 mit Thermoholz. Durch die Pilzresistenz des thermisch modifizierten Holzes entfallt die Notwendigkeit der Imprägnierung mit einem fungiziden Mittel. Darüberhinaus kann vorgesehen sein, dass ein Wetterschutzlack, z.B. im Bereich des thermisch modifizierten Holzes, aufgetragen wird. Aufgrund der Grundwetterfestigkeit des thermisch modifizierten Holzes kann dabei eine deutlich geringere Lackdicke gegenüber einer herkömmlichen Ausgestaltung erreicht werden. Somit sind die negativen Eigenschaften dieser Schutzlackschicht, wie z.B. Veränderung der Härte- und Gewichtsverteilung weitgehend vermieden und dadurch die Spieleigenschaften verbessert.

Darüberhinaus ist durch die Verwendung von thermisch modifiziertem Holz die Abhängigkeit von ergänzenden Wetterschutzmaßnahmen reduziert. Insbesondere im Fall kleinerer mechanischer Beschädigungen z.B. im Bereich der Schutzlackschicht ist die Wetterfestigkeit weiterhin gewährleistet. In der Regel unterliegen die Zusatzstoffe zur Erzielung der Wetterfestigkeit einer gewissen Flüchtigkeit, welche sich einerseits in einer Belastung der Umwelt niederschlägt und andererseits dadurch die Dauerhaftigkeit des Sportgerätes 1 gefährdet. Die Verwendung von thermisch modifiziertem Holz, beispielsweise an den Außenflächen des Sportgeräts 1 , in Verbindung mit wetterfesten Klebe- und Lackmaterialien bietet bei identischer Ausgestaltung der weiteren Wetterschutzmaßnahmen eine verbesserte Dauerhaftigkeitsprognose, welche insbesondere durch kleinere Beschädigungen nicht wesentlich verschlechtert wird. Deshalb ist ergänzend vorgesehen, dass die verwendeten Klebe- und Lackmaterialien ebenfalls wetterfest ausgestaltet sind.

Desweiteren kann - wie es das Ausführungsbeispiel in Figur 4 vorsieht - der Wetterschutz ergänzend durch eine Folie 115 - zum Beispiel aus PU, PVC oder PE - erreicht werden, welche einen Bereich des Schlagbereichs 100 vollkommen ummantelt. Die Dicke der Folie 1 15 ist dabei vernachlässigbar gegenüber der Dicke des ummantelten Bereichs. Vorzugsweise beträgt sie zwischen lμm und lmm und besonders bevorzugt zwischen 20 μm und 500 μm. Somit ist ein wetterfester Kernbereich geschaffen, auf dessen Außenseite vorzugsweise ein thermisch modifiziertes Holz 141, 142 angebracht ist, sodass eine wetterfeste vollständige Ummantelung des Schlagbereichs gebildet wird. Die Spieleigenschaften werden dabei kaum merklich durch die dünn gegenüber dem Kembereich 150 ausgebildete Folie 115 verändert, dadurch, dass das Verhältnis der Dicke der Folie zur Dicke des Kembereichsl 50 in wenigstens zwei aufeinander senkrecht stehenden Raumrichtungen kleiner als 1 :9 ist. Und darüberhinaus können diese Eigenschaften durch die Ausgestaltung des Kernbereichs 150 angepasst werden. Somit ist eine einzigartige Wetterfestigkeit, bei gegenüber einer herkömmlichen Konstruktion nahezu unveränderten Schlageigenschaften, gegeben.

Desweitem kann diese Folie zur dauerhaften Beschichtung des Schlagbereichs 100 dienen und somit eine Befestigungsgrundlage für weitere individuelle Anpassungen des Schlagbereichs 100 bilden. Im Falle des in Figur 1 dargestellten Tischtennisschlägers ist insbesondere die Verwendung der Folie als Befestigungsgrundlage für ein Schaummaterial vorgesehen.

Vorzugsweise ist als Anpassungsmaßnahme des Schlagbereichs 100 denkbar, dass der Schlagbereich 100 wenigstens teilweise herkömmliches Holz aufweist. Insbesondere weisen thermisch modifizierte Hölzer deutlich veränderte Materialeigenschaften auf, so dass die Kombination mit herkömmlichen Hölzern die Vielfalt der

Materialeigenschaften nochmals deutlich erhöht. Somit ist eine feinfühlige Anpassung gewährleistet. Speziell bietet dies die Möglichkeit die Prallcharakteristik aber auch die Gewichtsverteilung anzupassen. Daher ist die Verwendung herkömmlicher Hölzer nicht nur auf den Schlagbereich limitiert, sondern bietet sich beispielsweise auch im Griffbereich an.

Wie bereits durch Figur 4 und 6 angedeutet - ist in einem in Figur 2 dargestellten Ausführungsbeispiel vorgesehen, dass der Schlagbereich 100 aus mehreren Schichten 110-114 gebildet wird. Es erweist sich als vorteilhaft, eine Vorzugsrichtung für die Ableitung von Kräften durch ein Schichtsystem festzulegen. In Figur 2 ist dies nochmals verdeutlicht, insbesondere werden durch den dargestellten Schichtaufbau zwei Vorzugsrichtungen 131 und 132 festgelegt» welche die Kraftablenkung in unterschiedliche Richtungen zeigen. Insbesondere ist die Kraftablenkung durch die Biegeelastizität der Schichtrnaterialien festgelegt, so dass eine Verwendung des thermisch modifizierten Holzes in einer dieser Schichten beispielsweise die Möglichkeit eröffnet, die Kraftablenkung selektiv anzupassen, und vorzugsweise die Kraft in Richtung des zu schlagenden Objekts zu erhöhen. Im Falle des in Figur 6 dargestellten Tischtennisschläger sind dies vorzugsweise die außen liegenden Schichten 112 und 114.

Besonders vorteilhaft ist wenn die Begrenzungsflächen der Schichten 112-114 in wenigstens eine Raumrichtung 120 eine planparallele Orientierung aufweisen, wobei die Richtung der planparallelen Orientierung 120 senkrecht zu einer Vorzugsprallrichtung 130 des Schlagbereichs 100 ist. Neben der Kraftaufnahme des Schlagbereichs 100 durch die Führung und Befestigung des Griffbereichs 200 ist von entscheidender Bedeutung wie die Kräfte auf das zu schlagende oder treffende Objekt abgeleitet werden. Durch die planparallele Orientierung ist die Möglichkeit geboten mit Hilfe der Schichtdicke unterschiedliche Biegeelastizität aufweisende Bereiche zu schaffen, welche - in Kombination - zu einer veränderten Biegeelastizität und Biegedynamik durch ein verändertes Eigenfrequenzspektrum des Gesamtsystems führen. So kann vorgesehen sein, durch Variation der Schiehtdicke des thermisch modifizierten Holzes eine Anpassung der Pralleigenschaften in einer Vorzugsprallrichtung vorzunehmen.

In einer vorteilhaften Weiterbildung ist vorgesehen, dass die Anpassung der Pralleigenschaften des Schichtsystems 110 - 114 durch die Auswahl der Materialien des Systems erfolgt. Insbesondere führt bei festgelegten Schichtdicken die

Verwendung von thermisch modifiziertem Holz in der Regel zu einer Erhöhung der sogenannten Rücksprunghöhe.

Im Falle des in Figur 1 dargestellten Tischtennisschlägers kann beispielsweise vorgesehen sein, den Austausch eines Holzes durch ein thermisch modifiziertes Holz identischer Holzart vorzunehmen. Dies hat eine erhöhte Schlagdynamik - welche in Form einer vergrößerten Rücksprunghöhe messbar ist - zur Folge. Hölzer mit einem relativ geringen spezifischen Gewicht wie z.B. Balsaholz, weisen in der Regel eine starke Biegeelastizität auf. Diese wird durch ein thermisch modifiziertes Holz der gleichen Holzart gewöhnlich unterschritten, so dass bei Ersetzung eines leichten Holzes durch ein thermisch modifiziertes Holz eine bessere Erhaltung des Eigenimpulsbetrags des zutreffenden oder schlagenden Objekts vorliegt, was zu einem dynamischeren, härteren Schlagablauf fuhrt. Deshalb kann eine Ersetzung von Hölzern mit thermisch modifiziertem Holz gleicher Holzart vorgesehen sein, was zusätzlich wiederum zu einer Gewichtsreduzierung führt, da durch den thermischen Modifikationsprozess eine Massereduktion von bis zu 10% eintreten kann. Dies kann beispielsweise zur Anpassung der Pralleigenschaften durch eine geeignete Materialauswahl dienen.

Ferner kann beispielsweise ein Austausch eines Holzes mit hohem spezifischen Gewicht wie beispielswiese Eiche, Wenge, Rio-Palisander oder Azobe mit einer Rohdichte von 600-1200 kg/m 3 durch ein thermisch modifiziertes Holz einer leichteren Holzart wie beispielsweise Balsa, Ayous oder Tanne mit einer Rohdichte von 100 — 500 kg/m 3 , vorgesehen sein. Die Verwendung des thermisch modifizierten Holzes führt somit zu einer Gewichtsreduktion der Konstruktion. Die Biegeelastizität des thermisch modifizierten Holzes ist vergleichbar mit Holzarten, welche ein deutlich höheres spezifisches Gewicht aufweisen. Somit kann beispielsweise vorgesehen sein, bei nahezu unveränderter Konstruktion und unveränderten Eigenschaften ein relativ schweres Holz durch ein leichteres thermisch modifiziertes Holz mit identischer oder höherer Biegefestigkeit zu ersetzen. Dies kann beispielsweise zur Anpassung der Gewichtsverteilung durch eine geeignete Materialauswahl dienen.

Durch diese Maßnahmen kann das Gewicht eines Tischtennisschlägers von üblicherweise 90-14Og für den Fall harter Hölzer in den Bereich von 70-110g reduziert werden und im Fall weicher Hölzer von üblicherweise 60-85g in den Bereich 45-75g.

Für den Fall des in Figur 1 dargestellten Golfschlägers gelten die oben beschriebenen Möglichkeiten in zum Tischtennisschläger analoger Weise. Jedoch ist zu bemerken, dass bei der Verbesserung eines Golfschlägers das Hauptinteresse nicht in einer Gewichtsreduktion liegt. Stattdessen eröffnet die Ausgestaltung des Schlagbereichs 100 mit einem thermisch modifizierten Holz die Möglichkeit den Schwerpunkt des Schlägers etwa durch den Einbau von Zusatzgewichten zu verändern. Dies ermöglicht in vielen Fällen eine Verbreiterung der optimalen Prallfläche und kann zu einer verbesserten oder einfacheren Schlagführung beitragen. In analoger Weise ist dies auch beim Tischtennisschläger denkbar.

In einem weiteren Ausführungsbeispiel besteht das Schichtsystem 110-114 - wie in Figur 3 dargestellt - aus wenigstens drei Schichten. Insbesondere ist es vorteilhaft eine Trägerschicht 110 festzulegen. Durch diese gewöhnlich dicker gegenüber den weiteren Schichten 111-114 ausgebildete Schicht, ist im Wesentlichen das Gewicht des Schlagbereiches 100 festgelegt. Beim Tischtennissport gehen die Bestrebungen dahin, diese Schicht möglichst leicht zu gestalten, während beim Golfsport maßgeblich der erzielbare Gesamtimpuls eine Rolle spielt und somit sehr individuelle Gewichtsanpassungen der Trägerschicht vorgesehen sind. Planparallel zur Trägerschicht sind vorteilhafterweise symmetrisch weitere Schichten angeordnet. Insbesondere ist die Kontaktzeit des zu schlagenden oder treffenden Objekts mit dem Sportgerät 1 von entscheidender Bedeutung für die Beeinflussungsmöglichkeiten des Objekts. Daher bietet es sich an eine Schicht 111 oder 1 12 vorzusehen, welche dazu ausgebildet ist, die o.a. Kontaktzeit zu erhöhen und deshalb eine hohe Biegeelastizität aufweist. Darüberhinaus ist zur Erhöhung der Grundstabilität eine Schicht 111 oder

112 vorgesehen, welche ein Material hoher Biegestabilität aufweist. Vorteilhafterweise weist diese Schicht thermisch modifiziertes Holz auf.

Im Ausführungsbeispiel von Figur 3 ist darüberhinaus eine symmetrische Anordnung der Schichten 113 und 114 zu den Schichten 111 und 112 erkennbar, so dass insgesamt fünf Schichten dargestellt sind. Dies ist besonders vorteilhaft wenn zwei Seiten des Schlagbereichs 100 identische Schlageigenschaften aufweisen sollen.

In einer vorteilhaften Weiterbildung kann vorgesehen sein, dass der Schlag- 100 oder Griffbereich 200 Verbundmaterialien wie beispielsweise Carbon, Aramid, Glasfaser oder Titan aufweist. Diese Verbundmaterialien sind bekannt speziell für ihre Zugfestigkeit. In Kombination mit thermisch modifiziertem Holz lassen sich so Schichten zusammenstellen, welche eine Biegeelastizität von Hölzern mit einem hohen spezifischen Gewicht erreichen. Das Eigengewicht der Thermoholz - Verbundmaterial — Schicht weißt jedoch nur einen Bruchteil des Gewichts des ersetzten Holzes auf, sodass damit ein enormes Potential zur Gewichtsreduktion geschaffen ist.

Da es sich bei den Hölzern mit hohem spezifischen Gewicht in der Regel um sehr teure sogenannte Tropenhölzer handelt, für welche keine nachhaltige Bewirtschaftung üblich ist, ist bei einer Ersetzung dieser Holzart durch ein thermisch modifiziertes Holz, sowohl ein Kostenvorteil geschaffen und als auch darüberhinaus ein Betrag zur Ressourcenschonung gegeben. Der Kostenvorteil dürfte selbst dann noch realisierbar sein, wenn die Tropenholzschicht durch eine Thermoholzsehicht, welche durch Verbundmaterialien ergänzt wird, ersetzt ist.

Die oben beschriebenen Anpassungsmöglichkeiten zur Erhöhung der Biegefestigkeit oder Gewichtsreduktion sind erfindungsgemäß nicht auf einen schichtförmig ausgestalteten Schlagbereich 100 des Sportgeräts 1 beschränkt. So ist beispielsweise generell denkbar in einem Verfahren zur Gewichtsreduktion eine Ersetzung eines im Wesentlichen aus Holz aufgebauten Bereichs mit einem im Wesentlichen aus thermisch modifiziertem Holz gebildeten Abschnitt gleicher oder höherer Biegefestigkeit vorzunehmen. Dies bewirkt in der Regel eine Konstruktion mit vergleichbarer Stabilität aber reduziertem Gewicht.

Darüberhinaus kann in einem Verfahren zur Erhöhung der Biegefestigkeit erfindungsgemäß vorgesehen sein, in einem Sportgerät eine Ersetzung eines im Wesentlichen aus Holz aufgebauten Bereichs mit einem im Wesentlichen aus thermisch modifiziertem Holz gebildeten Abschnitt identischer Holzart vorzunehmen. Damit eröffnet sich auf einfache und kostengünstige Art und Weise die Möglichkeit die Festigkeit zu erhöhen und insbesondere eine steifere Ausgestaltung der Konstruktion zu erreichen. Besonders ist dadurch auch der Konstruktionsaufwand erheblich reduziert, da keine weiteren konstruktiven Maßnahmen wie beispielsweise abschnittsweise Verdickungen oder die Ausgestaltung des Sportgeräts 1 mit Stützelementen anfallen.

Die Verwendung von thermisch modifiziertem Holz ermöglicht darüberhinaus die wesentlich einfachere Anwendung eines Heißlaminationsverfahrens zur Verbindung eines schichtförmigen Aufbaus. Unter Heißlamination versteht man gewöhnlich das Aufschmelzen eines Klebematerials bei Temperaturen größer als 100 0 C, hinzu kommt gewöhnlich ein gewisser Druck zur Verbindung der Bestandteile des Laminats, welches wenigstens zwei Schichten umfasst.

Die thermische Modifikation des verwendeten Holzes führt zu einem äußerst geringen Wasseranteil, sowie dem nahezu vollständigen Fehlen von flüchtigen Stoffen sowie Harzen. Darüberhinaus ist dieses Holz extrem formstabil, da u.a. auch innere Verspannungen des Holzes während der thermischen Modifikation abgebaut werden. Somit ist die Tendenz zu Ausgasungen bei einem Erreichen von Temperaturen über 100 0 C stark reduziert, sodass sich ein einfaches Heißlaminationsverfahren mit hoher Formstabilität des Laminats ergibt.

Insbesondere lassen sich so auch wetterfeste Laminatverbindungen herstellen, z.B. durch Verwendung einer entsprechenden Kunststofffolie oder wetterfestem Harz als Klebematerial. Besonders vorteilhaft kann auf diesem Wege ein Kernbereich in eine Kunststofffolie laminiert werden, sodass auf einfache Art und Weise ein Wetterschutz für diesen Kernbereich gegeben ist. Jedoch bezieht sich die Heißlamination der obersten Deckschicht nicht ausschließlich auf die Verwendung einer Kunststofffolie.

Im Fall von Tischtennisschlägern ist so auch eine nicht quellende, wetterfeste Klebeverbindung mit einem schaumgummiartigen Material denkbar, so dass eine Wetterfestigkeit für die Klebeverbindung des Belagmaterials erzielt wird.

Somit ist erfindungsgemäß die Möglichkeit geschaffen die Schlageigenschaften eines Sportgeräts gezielt an die Bedürfnisse des Benutzers anzupassen und somit zu verbessern, Gewicht zu sparen, das Sportgerät robust und langlebig zu gestalten und die Herstellung kostengünstig zu halten.