| JP03085104 | TIPTOE REINFORCING RUBBER PIECE FOR TENNIS SHOE |
| JP2004113795 | SLIDE MEMBER AND SHOE SOLE |
| JP09065908 | SHOE |
SCHMIDT, Torsten (Fürst-Maximilian-Strasse 8, Kisslegg, 88353, DE)
Sportschuh, insbesondere Tennisschuh
Ansprüche
1. Sportschuh, insbesondere Tennisschuh, mit einer Laufsohlenschale aus einem elastisch verformbaren Material,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Laufsohlenschale in einen Fersenbereich, einen Vorderfußbereich und einen diese beiden Bereiche verbindenden Verbindungsbereich unterteilt ist, wobei im Fersenbereich ein Energieabsorptionselement integriert ist.
2. Sportschuh nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Energieabsorptionselement im mittleren Fersenbereich integriert ist.
3. Sportschuh nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Energieabsorptionselement aus einem elastischen Element in Hutform be- steht, dessen ausgestülpter Bereich durch auf Umfang verteilt angeformte Lamellen verstärkt ist.
4. Sportschuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungsbereich aus einem dreidimensionalen Formteil aus Kunststoff mit verglichen zum übrigen Laufsohlenschalenmaterial größerer Steifigkeit besteht.
5. Sportschuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Fersenbereich und der Vorderfußbereich ein oder mehrere Flächenbereiche mit einem oder unterschiedlichen Laufsohlenprofilen aufweisen.
6. Sportschuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der mittlere Bereich des Vorderfußbereichs an seiner nach innen weisenden Seitenkante abgerundet ist.
7. Sportschuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der äußeren Seitenkante des Vorderfußbereichs ein Kantenbereich aus einem vergleichsweise härteren Kunststoff eingesetzt ist.
8. Sportschuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Fersenbereich über den Verbindungsbereich derart mit dem Vorderfußbereich verbunden ist, dass die über das Energieabsorptionselement aufgenommene Energie auf den Vorderfußbereich übertragbar ist. |
Sportschuh, insbesondere Tennisschuh
Die Erfindung betrifft einen Sportschuh, insbesondere Tennisschuh, mit einer Laufsohlenschale aus einem elastisch verformbaren Material.
üblicherweise bestehen derartige Sportschuhe aus einem Schuhoberteil, welches mit der Laufsohle verbunden ist. Die Laufsohle ist dabei als elastische Laufsohlenschale ausgeformt. Gerade beim Einsatz eines Sportschuhs als Tennisschuh ist dieser hohen Belastungen ausgesetzt, die auf die Reibung zwischen Schuh und Tennisplatzoberfläche zurückzuführen sind.
Diesbezüglich ist es beispielsweise aus der AT 395516 B bekannt geworden, Tennisschuhe mit eigens vorgesehenen Zehenschutzkappen zu versehen, die einen im wesentlichen parallel zur Laufsohle verlaufenden asymmetrisch angeordneten Vorsprung aufweisen. Dieser Vorsprung ist dabei so dimensioniert, dass auch bei extremen Belastungen der Kappe diese nicht unmittelbar am Boden schleift, sondern lediglich die Schutzleiste auf Abrieb beansprucht wird. Daraus, dass die Schutzleiste zur Außenseite des Schuhs abfällt, ergeben sich verbesserte Bremseigenschaften.
Die EP 0 552 994 B1 beschäftigt sich damit, dass ein gattungsgemäßer Sportschuh zur Dämpfung von Stößen dienen soll. Hierzu weist der Schuh im Fersenbereich eine obere und eine untere Platte auf, die relativ zueinander bewegbar sind, wobei die Bewegung gegeneinander durch Torsionsfedern gedämpft wird. Die Integration der hier notwendigen gegeneinander beweglichen Platten in dem Laufsohlenbereich ist dabei aber nicht unproblematisch. Sie führt zu einer Verschlechterung der Biegeelastizität der Laufsohlenschale.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Sportschuh, insbesondere Tennisschuh, derart weiterzubilden, dass er extreme Belastungen während seines Einsatzes problemlos Stand hält und hierbei neben einer Vibrationsdämpfung während des Einsatzes die Laufeigenschaften verbessert.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch einen gattungsgemäßen Sportschuh, insbesondere Tennisschuh mit einer Laufsohlenschale aus einem elastischen verformbaren Material dadurch gelöst, dass die Laufsohlenschale in einen Fersenbereich, einen Vorderfußbereich und einen diese beiden Bereiche verbindenden Verbindungsbereich unterteilt ist, wobei im Fersenbereich ein Energieabsorptionselement integriert ist.
Das Energieabsorptionselement im Fersenbereich nimmt während des Einsatzes des Sportschuhs die über die Ferse aufgenommene Energie auf, absorbiert diese und verteilt die Energie über den gesamten Fußbereich, indem es die Energie über den Verbindungsbereich an den Vorderfußbereich weiterleitet.
Aus den sich an den Hauptanspruch anschließenden Unteransprüchen ergeben sich bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung.
Demnach kann das Energieabsorptionselement im mittleren Fersenbereich integriert sein. Hierdurch kann vorteilhaft die auf die Ferse wirkende Bewegungsenergie zentral aufgenommen werden.
Bevorzugt ist das Energieabsorptionselement aus einem elastischen Element in Hutform gebildet, dessen ausgestülpter Bereich durch auf Umfang verteilt angeformte Lamellen verstärkt ist. Diese Formgebung ermöglicht eine Aufnahme und Weitergabe der Bewegungsenergie von allen Raumrichtungen her ohne hier eine konstruktive Präferenz für eine Raumrichtung zu haben.
Der Verbindungsbereich zwischen dem Fersenbereich und dem Vorderfußbereich besteht vorteilhaft aus einem dreidimensionalen Formteil aus Kunststoff mit verglichen zum übrigen Laufsohlenschalenmaterial größerer Steifigkeit. Diese Dreidi- mensionalität kann dadurch erreicht werden, dass das Formteil aus rippenartigen dreidimensionalen Vorsprüngen geformt ist, welche von einem zentralen Mittelteil ausgehen. Insofern ähnelt dieses dreidimensionale Formteil dem Aufbau des menschlichen Brustkorbes. Es vermag die aus der Vibrationsdämpfung im Fersenbereich aufgenommene Energie an den Vorderfußbereich weiterzugeben.
Vorteilhaft weisen der Fersenbereich und der Vorderfußbereich ein oder mehrere Flächenbereiche mit einem oder unterschiedlichen Laufsohlenprofilen auf. Diese Laufsohlenprofile können je nach Belag ausgewählt sein. Somit kann es sich um eine typische Laufsohlenprofilierung für einen Sandplatz oder aber für einen Hartboden handeln.
Vorteilhaft ist der mittlere Bereich des Vorderfußbereichs an seiner nach innen weisenden Seitenkante abgerundet. Hierdurch wird das seitliche Rutschen während des Spiels positiv beeinflußt.
Besonders vorteilhaft sind an der äußeren Seitenkante des Vorderfußbereichs Kantenbereiche aus einem vergleichsweise härteren Kunststoff bzw. Gummi gebildet, das heißt als separates Teil eingesetzt. Dieser seitliche Einsatz führt zu einer wesentlich verbesserten Seitenstabilität und ermöglicht es dadurch, dass schnelle Richtungswechsel des Spielers durch eine unmittelbare übertragung der Kraft vom Schuh auf den Untergrund übertragen werden.
Besonders vorteilhaft ist der Fersenbereich über den Verbindungsbereich derart mit dem Vorderfußbereich verbunden, dass die über das Energieabsorptionselement aufgenommene Energie auf den Vorderfußbereich übertragbar ist, so dass diese Energie in eine Vorwärtsbewegung umsetzbar ist.
Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus einem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel. Es zeigen:
Figur 1 : verschiedene Ansichten einer Laufsohlenschale gemäß einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Sportschuhs,
Figur 2: eine Detaildarstellung des Energieabsorptionselementes, wie es im Fersenbereich des Sportschuhs gemäß Figur 1 eingesetzt wird,
Figur 3: zwei Darstellungen eines Details im Vorderfußbereich der Laufsohlenschale gemäß Figur 1 und
Figur 4: eine Darstellung des Verbindungsbereichs in der Laufsohlenschale gemäß Figur 1.
In der Figur 1 ist eine Laufsohlenschale für einen Sportschuh, insbesondere einen Tennisschuh, die im allgemeinen mit dem Bezugszeichen 10 bezeichnet ist, in drei Ansichten dargestellt. Während in der Mitte die Ansicht von unten dargestellt ist, sind jeweils oben und unten die Seitenansichten zu sehen. Wie sich aus der Figur 1 ergibt, ist die Laufsohlenschale 10 dreidimensional schalenförmig ausgebildet, wobei sie insbesondere auch den vorderen Zehbereich abdeckt. Die Laufsohlenschale 10 ist gemäß der vorliegenden Erfindung in drei Bereiche unterteilt: den Fersenbereich 12, den Vorderfußbereich 16 und den diese beide Bereiche verbindenden Verbindungsbereich 14.
Insgesamt ist die Laufsohlenschale aus elastisch verformbaren Material hergestellt.
Im Fersenbereich ist ein Energieabsorptionselement 18 integriert, das in seinem Aufbau in der Darstellung gemäß Figur 2 wiedergegeben ist. Dieses besteht wie aus der Figur 2 hervorgeht, aus einem hutförmigen elastischen Element 20 mit einer Art Krempe 22, wobei außen oberhalb der Krempe 22 auf dem ausgestülpten Bereich des hutförmigen Elementes 20 auf Umfang gleichverteilt Lamellen 24 angeformt sind.
Bei entsprechendem Stoß auf den Fersenbereich 12 während des Laufens mit dem Sportschuh 10 wird das hutförmige Element zusammengedrückt, wobei es die aufgenommene Deformationsenergie gleichmäßig in den Fersenbereich wieder abgibt, von wo aus sie über den Verbindungsbereich 14 an den Vorderfußbereich übertragen wird.
Der Verbindungsbereich besteht, wie in Figur 1 besonders anschaulich dargestellt aus einem dreidimensionalen Formteil aus Kunststoff, welches verglichen zum üblichen Laufsohlenschalenmaterial eine größere Steifigkeit aufweist. Dieses dreidimensionale Formteil hat die Form von Rippen, die von einem mittleren zentralen Teil ausgehen. Wie aus der Figur 1 ersichtlich, erstreckt sich dieses dreidimensionale Formteil von der Sohle aus bis in die seitlichen Bereiche, wo die einzelnen Rippen wieder mittels eines Verbindungsstegs zusammengeführt werden. Der Verbindungsbereich 14 nimmt die gedämpfte Bewegungsenergie aus dem Fersenbereich 12 auf und verteilt diese auf den übrigen Schuhbereich, insbesondere auf den Vorderfußbereich 16, so dass dieser Verbindungsbereich auch als Kraftbrücke bezeichnet werden kann. Der Verbindungsbereich 14 weist eine Reihe von Durchbrüchen 26 auf, die eine zusätzliche Belüftungsfunktion aufweisen und nur über ein luftdurchlässiges Gitter den inneren Schuhbereich von der Umgebung abtrennen (vgl. auch Figur 4).
Der Vorderfußbereich ergibt sich in seiner Formgebung aus den Figuren 1 und 3. Hier ist die Laufsohlenschale im Bereich der Zehen hochgezogen, so dass hier ein entsprechender Schutz für die Zehen geboten wird.
Im mittleren Bereich des Vorderfußbereichs 16 ist die nach innen weisende Seitekante 28 abgerundet, um hier ein leichteres Rutschen auf dem Untergrund während des Spielens zu ermöglichen. Demgegenüber ist auf der gegenüberliegenden Außenseite eine Kantenverstärkung durch ein entsprechendes eingesetztes Teil zur Verbesserung der Seitenstabilität eingesetzt, wie dies insbesondere aus der Figur 3 deutlich wird. Dieses Verstärkungsteil 30 besteht aus einem Kunststoff bzw. Gummi mit vergleichsweise höherer Härte, das insbesondere auch schnelle Richtungswechsel ermöglicht, da es die seitlichen Kräfte beim Abstoßen des Spielers vom Boden besser und unmittelbarer auf den Untergrund überträgt.
Wie aus den Figuren ersichtlich, weisen sowohl der Fersenbereich 12 wie auch der Vorderfußbereich 16 an die Platzoberfläche angepaßte Profilflächen in der Laufsohlenschale auf. Diese sind im vorliegenden Ausführungsbeispiel nur beispielhaft wiedergegeben und können je nach Untergrund unterschiedlich ausgebildet sein.
Zur Darstellung der Funktionalität des Energieabsorptionselementes 18 ist seitlich im Fersenbereich 12 in der Laufsohlenschale 10 ein Sichtfenster 32 aus durchsichtigem Kunststoff ausgebildet (vgl. Figur 1).
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