| JP2001238966 | COATING APPLICATOR FOR ADHESIVE TO VITAL TISSUE |
| WO/1997/006739 | APPARATUS FOR ABLATION OF A SELECTED MASS |
| WO/2004/067053 | MEDICAL DEVICE COMPRISING A LONGITUDINALLY EXTENDED IMPLEMENT |
Finkele, Christoph (Studerbildstrasse 9, Neustadt, 67434, DE)
Maslanka, Herbert (Im jungen Steigle 4, Tuttlingen, 78532, DE)
Finkele, Christoph (Studerbildstrasse 9, Neustadt, 67434, DE)
| 1. | Sprühsonde zur Applikation fließfähiger ZweiKomponentenSubstanzen, insbesondere eines medizinischen ZweiKomponentenKlebstoffs, umfassend ein flexibles oder im Wesentlichen starres Mehrlumenrohr (1) mit mehreren voneinander getrennt längs des Mehrlumenrohrs (1) verlaufenden Lumina (9, 11 , 39, 41 ), die an einem Ende des Mehrlumenrohrs, dem Sprühende (15), jeweils für sich frei münden und an seinem anderen Ende, dem Zuführende (13), mit gesonderten Anschlüssen (19, 21, 31) für die Zuführung der SubstanzKomponenten und von Druckgas, insbesondere von Kohlendioxidgas, verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass das Mehrlumenrohr (1) ein Hüllrohr (3) sowie in dem Hüllrohr (3) angeordnete Trennwände (5, 7; 53, 55, 57) aufweist, die in dem Hüllrohr (3) zumindest an dem Sprühende (15) in einem etwa in der Mitte des Hüllrohrs 83) gelegenen Querschnittsbereich zwei nebeneinander verlaufende Lumina (9, 11) für die beiden SubstanzKomponenten und einen auf beiden Seiten des Querschnittsbereichs der SubstanzLumina verlaufenden Lumenbereich (39,41,89) für das Druckgas abteilen, wobei die gesamte lichte Querschnittsfläche des GasLumenBereichs (39, 41 ) größer ist als die lichte Querschnittsfläche der beiden SubstanzLumina (9, 11) zusammen. |
| 2. | Sprühsonde nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die beiden SubstanzLumina (9, 11) zumindest im Bereich des Sprühendes (15) sich im Wesentlichen über die gesamte Breite des Hüllrohrs (3) erstrecken und zwei GasLumina (39, 41 , 89) voneinander abteilen, deren Querschnittsfläche zusammen größer ist als die Querschnittsfläche der beiden SubstanzLumina (9, 11 ) zusammen. |
| 3. | Sprühsonde nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die beiden SubstanzLumina (9f,11f) zumindest im Bereich des Sprühendes (15f) rundum im Wesentlichen im Abstand von der inneren Umfangsfläche (33f) des Hüllrohrs (3f) verlaufen. |
| 4. | Sprühsonde nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die innere Umfangsfläche (33f) des Hüllrohrs (3f) zumindest im Bereich des Sprühendes (15f) wenigstens eine Wendelnut (93) oder/und eine Wendelrippe (95) aufweist. |
| 5. | Sprühsonde nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Hüllrohr (3) Kreisquerschnitt hat und die beiden SubstanzLumina (9, 11) zumindest im Bereich des Sprühendes (15) nebeneinander auf einer Durchmesserebene des Hüllrohrs (3) liegen. |
| 6. | Sprühsonde nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Substanz Lumina (9, 11) Kreisquerschnitt haben. |
| 7. | Sprühsonde nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Substanz Lumina (9a, 11a) beiderseits der Durchmesserebene des Hüllrohrs (3a) durch zueinander zumindest angenähert parallele Trennwände (53, 55) von den GasLumina (39a, 41a) sowie durch einen zwischen den Trennwänden (53, 55) quer verlaufenden Trennsteg (57) voneinander getrennt sind. |
| 8. | Sprühsonde nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Trennsteg (57) mittig zwischen den Trennwänden (53, 55) verläuft und SubstanzLumina (9a, 11a) mit etwa gleich großen Querschnittsflächen abtrennt. |
| 9. | Sprühsonde nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Substanz Lumina (9c, 11c) beiderseits der Durchmesserebene des Hüllrohrs (3c) durch zueinander zumindest angenähert parallele Trennwände (53c, 55c) von den GasLumina (39c, 41c) sowie durch eine zwischen den Trennwänden (53c, 55c) und zumindest angenähert parallel zu diesen verlaufende weitere Trennwand (71) voneinander getrennt sind. |
| 10. | Sprühsonde nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die SubstanzLumina (9, 11) und das Hüllrohr (3) an dem Sprühende (15) des Mehrlumenrohrs (1 ) im Wesentlichen in einer gemeinsamen achsnormalen Ebene münden. |
| 11. | Sprühsonde nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Hüllrohr (3) oder/und jedes SubstanzLumen (9, 11) an dem Sprühende des Mehrlumenrohrs (1) eine seinen Innenmantel zu dem Sprühende (15) hin erweiternden Mündungskonus (43, 45) bildet. |
| 12. | Sprühsonde nach einem der Ansprüche 1 bis 11 , dadurch gekennzeichnet, dass das Hüllrohr (3) und die in dem Hüllrohr (3) angeordneten Trennwände (5, 7; 53, 55, 57) im Wesentlichen über die gesamte Längserstreckung des Mehrlumenrohrs (1) gleichbleibende Axialquerschnittsform haben. |
| 13. | Sprühsonde nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Hüllrohr (3) oder/und die beiden SubstanzLumina (9, 11) durch voneinander gesonderte Rohre (5, 7), insbesondere Metallrohre gebildet sind. |
| 14. | Sprühsonde nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Hüllrohr (3) oder/und die beiden SubstanzLumina (9, 11 ) gemeinsam durch ein StrangextrusionsProfilrohr gebildet sind. |
| 15. | Sprühsonde nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Hüllrohr (1d, e) nahe dem Sprühende (15d, e) in seiner dem GasLumenBereich (39d, 41 d) begrenzenden Wand wenigstens eine Durchtrittsöffnung (73; 73e) für Gas aufweist. |
| 16. | Sprühsonde nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchtrittsöffnung als in einer schräg zur Achse (75; 75e) des Hüllrohrs (3d, e) geneigten Ebene (77) verlaufender, bezüglich einer rechtwinklig zu dieser Ebene verlaufenden Axiallängsschnittebene (79; 79e) des Hüllrohrs (3d, e) symmetrischer Schlitz (73; 73e) ausgebildet ist. |
| 17. | Sprühsonde nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass in Umfangsrichtung gleichmäßig verteilt wenigstens zwei, insbesondere nur zwei diametral sich gegenüberliegende Schlitze (73; 73e) vorgesehen sind. |
| 18. | Sprühsonde nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, dass der Scheitel (81) des Schlitzes (73) dem Sprühende (15d) zugewandt ist. |
| 19. | Sprühsonde nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, dass der Scheitel (81 e) des Schlitzes (73e) dem Sprühende (15e) abgewandt ist. |
| 20. | Sprühsonde nach einem der Ansprüche 16 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass der engste Abstand zwischen dem Sprühende (15d, e) und dem Schlitz (73; 73e) kleiner als 5 mm, insbesondere kleiner als 3 mm ist. |
| 21. | Sprühsonde nach einem der Ansprüche 16 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass die den Schlitz (73; 73e) enthaltende Ebene (77) um weniger als 45°, vorzugsweise um etwa 30°, gegen die Axiallängsschnittebene (79; 79e) geneigt ist. |
| 22. | Sprühsonde nach einem der Ansprüche 1 bis 21 , dadurch gekennzeichnet, dass das Sprühende (15d, e) des Hüllrohrs (3d, e) als auswechselbarer Kopf (85; 85e) ausgebildet ist. |
| 23. | Sprühsonde nach einem der Ansprüche 1 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden SubstanzLumina (9, 11) am Zuführende (13) über je ein flexibles Rohr (23, 25) mit einem der SubstanzAnschlüsse (19, 21 ) verbunden sind und dass die beiden SubstanzAnschlüsse (19, 21) mit zueinander paralleler Anschlussrichtung nebeneinnder auf einer geteilten Halterung (17) angebracht sind, deren Halterhälften (47, 49) in der Richtung, in der die SubstanzAnschlüsse nebeneinander angeordnet sind, relativ zueinander verschiebbar aneinander geführt sind. |
| 24. | Sprühsonde nach einem der Ansprüche 1 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass das Hüllrohr (3) am Zuführende (13) relativ zu den SubstanzLumina (9, 11) verschlossen ist und der GasAnschluss (31) am Hüllrohr (3) angebracht ist. |
| 25. | Sprühsonde nach einem der Ansprüche 1 bis 24 oder dem Oberbegriff von Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich des Zuführendes (13) zwischen jedem SubstanzLumen und seinem SubstanzAnschluss (19b, 21 b) ein zum SubstanzAnschluss (19b, 21b) hin sperrender, zum Sprühende hin öffnendes Einwegventil (67, 69) im SubstanzZuführweg (63, 65) angeordnet ist und dass im Bereich des Zuführendes (13b) zwischen dem Einwegventil (67, 69) und dem Sprühende ein Zuführweg für Druckgas in den Substanz Zuführweg (63, 65) mündet. |
| 26. | Sprühsonde nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, dass der Substanz Anschluss (19b, 21b) jedes SubstanzZuführwegs (63, 65) zusammen mit dem Einwegventil (67, 69) und einem DruckgasAnschluss (59, 61) für das in den SubstanzZuführweg (63, 65) einzuführende Druckgas zu einer Baueinheit zusammengefasst ist. |
| 27. | Verfahren zum Betreiben einer Sprühsonde zur Applikation fließfähiger Zwei KomponentenSubstanzen, insbesondere eines medizinischen Zwei KomponentenKIebstoffs, wobei die Sprühsonde ein flexibles oder im Wesentlichen starres Mehrlumenrohr (1b) mit mehreren voneinander getrennt längs des Mehrlumenrohrs (1 b) verlaufenden Lumina (5b, 7b) aufweist, die an einem Ende des Mehrlumenrohrs (1b), dem Sprühende, münden und an seinem anderen Ende, dem Zuführende, mit gesodnerten Anschlüssen (19b, 21b) für die Zuführung der SubstanzKomponenten und zusätzlich mit Anschlüssen (59, 61) für die Zuführung von Druckgas, insbesondere von Kohlendioxidgas verbunden sind, insbesondere in Form einer Sprühsonde gemäß Anspruch 25 oder 26, dadurch gekennzeichnet, dass das Druckgas während der Applikation der ZweiKomponentenSubstanz den Substanz zuführenden Lumina (5b, 7b) mit einem ersten Druck und während einer Applikationspause mit einem zweiten Druck zugeführt wird, der niedriger als der erste Druck ist. |
| 28. | Verfahren nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, dass das Druckgas mit einem ersten Druck zwischen 1 ,5 bis 2,5 bar zugeführt wird. |
| 29. | Verfahren nach Anspruch 27 oder 28, dadurch gekennzeichnet, dass das Druckgas mit einem zweiten Druck zwischen 0,2 bis 0,8 bar, insbesondere ungefähr 0,5 bar zugeführt wird. |
| 30. | Verfahren nach einem der Ansprüche 27 bis 29, dadurch gekennzeichnet, dass das Druckgas während der Applikation der ZweiKomponenten Substanz mit dem ersten Druck kontinuierlich und die beiden Substanz Komponenten portionsweise zugeführt werden. |
| 31. | Verfahren nach einem der Ansprüche 27 bis 30, dadurch gekennzeichnet, dass das Druckgas und die ZweiKomponentenSubstanz während der Applikation abwechselnd portionsweise zugeführt werden. |
Die Erfindung betrifft eine Sprühsonde zur Applikation fließfähiger Zwei- Komponenten-Substanzen, insbesondere eines medizinischen Zwei- Komponenten-Klebstoffs, wie zum Beispiel eines Fibrinogen-Thrombin-Ge- webekleber (Fibrinkleber).
Aus US 4 978 336 ist es bekannt, medizinischen Zwei-Komponenten-Klebstoff, dessen Komponenten in getrennten, an einem gemeinsamen Halter abnehmbar angebrachten Kolbenspritzen in einer gemeinsamen Düse des Halters zu mischen und das aus der Düse austretende Gemisch zu applizieren. Die Mischung der beiden Komponenten kann unzureichend sein und das Gemisch tritt aus der Düse als Strang aus, was bei einer Vielzahl Anwendungen die Verteilung erschwert.
Aus DE 42 23 356 A und EP 0 316 222 A ist es bekannt, an den die beiden Kolbenspritzen haltenden Halter ein Mehrlumenrohr anzuschließen, in welchem zusätzlich zu den beiden die Substanzkomponenten führenden Substanz-Lumina ein weiteres Lumen enthalten ist, in welchem ein Druckgas vom Bereich des Halters zum freien Ende des Mehrlumenrohrs geführt werden kann. Die Substanz- Lumina und das Gas-Lumen münden an dem freien Ende des Mehrlumenrohrs, wo die beiden Substanzkomponenten von dem Druckgas versprüht werden. An dem Halter sind wiederum Anschlüsse für die beiden Substanzkomponenten wie auch für das Druckgas vorgesehen. Die vorstehend erläuterten, bekannten Sprühsonden haben ein ungleichförmiges Sprühbild und auch die Vernebelung der Substanz¬ komponenten ist für eine Reihe von Anwendungsfällen unzureichend.
Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Sprühsonde zur Applikation fließfähiger Zwei- Komponenten-Substanzen zu schaffen, die es erlaubt, die Substanzkomponenten besser als bisher zu vernebeln. Darüber hinaus soll die Sprühsonde eine einfache Konstruktion haben.
Die Erfindung geht aus von einer Sprühsonde zur Applikation fließfähiger Zwei- Komponenten-Substanzen, insbesondere eines medizinischen Zwei- Komponenten-Klebstoffs, umfassend ein flexibles oder im Wesentlichen starres Mehrlumenrohr mit mehreren voneinander getrennt längs des Mehrlumenrohrs verlaufenden Lumina, die an einem Ende des Mehrlumenrohrs, dem Sprühende, jeweils für sich frei münden und an seinem anderen Ende, dem Zuführende, mit gesonderten Anschlüssen für die Zuführung der Substanzkomponenten und von Druckgas verbunden sind.
Die vorstehende Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass das Mehrlumenrohr ein Hüllrohr sowie in dem Hüllrohr angeordnete Trennwände aufweist, die in dem Hüllrohr zumindest an dem Sprühende in einem etwa in der Mitte des Hüllrohrs gelegenen Querschnittsbereich zwei nebeneinander verlaufende Lumina jeweils für eine der beiden Substanzkomponenten und einen auf beiden Seiten des Querschnittsbereichs der Substanz-Lumina verlaufenden Lumenbereich für das Druckgas abteilen, wobei die gesamte lichte Querschnittsfläche des Gas-Lumenbereichs größer ist als die lichte Querschnittsfläche der beiden Substanz-Lumina zusammen.
Bei einem solchen Mehrlumenrohr tritt das die beiden Substanzkomponenten vernebelnde Druckgas, bei dem es sich bevorzugt um Kohlendioxidgas handelt, symmetrisch beiderseits des von den beiden Substanz-Lumina bestimmten Austrittsbereichs der Substanzkomponenten aus. Dies sorgt für eine verbesserte Verwirbelung der Substanzkomponenten. Da die für die Zufuhr der Druckgases zur Verfügung stehende lichte Querschnittsfläche des Gas-Lumenbereichs größer ist als die lichte Querschnittsfläche der beiden Substanz-Lumina zusammen, kann dem Sprühende des Mehrlumenrohrs für die Vemebelung der Substanzkomponenten hinreichend Druckgasvolumen zugeführt werden, ohne die Austrittsgeschwindigkeit des Gases übermäßig steigern zu müssen. Eine solche Sprühsonde eignet sich insbesondere für mikroinvasiven Einsatz zum Beispiel in der Laparoskopie oder in Verbindung mit einem Endoskop.
In einer bevorzugten Ausgestaltung erstrecken sich die beiden Substanz-Lumina zumindest im Bereich des Sprühendes im Wesentlichen über die gesamte Breite des Hüllrohrs und teilen zwei Gas-Lumina voneinander ab, deren Querschnittsfläche zusammen größer ist als die Querschnittsfläche der beiden Substanz-Lumina zusammen. Diese Maßnahme erlaubt die Nutzung vergleichsweise großer Substanz-Lumina selbst bei vergleichsweise engem Hüllrohr.
In einer anderen bevorzugten Ausgestaltung verlaufen die beiden Substanz- Lumina zumindest im Bereich des Sprühendes rundum im Wesentlichen im Abstand vom Innenmantel des Hüllrohrs. Die Substanz-Lumina liegen hierbei zweckmäßigerweise im Bereich des Sprühendes aneinander an oder sind miteinander fest verbunden und stützen sich im Abstand vom Sprühende entweder direkt oder über Stege oder dergleichen an dem Hüllrohr ab. Zumindest im Bereich des Sprühendes werden die beiden Gas-Lumina rundum von dem Druckgas umspült. Auf diese Weise lässt sich ein schmaler Sprühkegel mit im Wesentlichen kreisförmigem Basisquerschnitt erreichen. Dies gilt insbesondere, wenn der Innenmantel des Hüllrohrs zumindest im Bereich des Sprühendes wenigstens eine Wendelnut oder/und Wendelrippe aufweist, die dem Druckgasstrom einen Drall verleiht. Mehrere Wendelnuten oder Wendelrippen lassen sich nach Art einer mehrgängigen Wendel anordnen.
Das Hüllrohr hat bevorzugt Kreisquerschnitt und die beiden Substanz-Lumina liegen zweckmäßigerweise zumindest im Bereich des Sprühendes nebeneinander auf einer Durchmesserebene des Hüllrohrs. Die Substanz-Lumina können hierbei gleichfalls Kreisquerschnitt haben, was bei kreisförmigen Trennwänden den Vorteil hat, dass die Gas-Lumina die beiden Substanz-Lumina auf einer vergleichsweise großen Umfangslänge umfassen, die am Sprühende mit Druckgas umspült wird. In einer Variante kann aber auch vorgesehen sein, dass die Substanz-Lumina beiderseits der Durchmesserebene des Hüllrohrs durch zueinander parallele Trennwände von den Gas-Lumina sowie durch einen zwischen den Trennwänden quer verlaufenden Trennsteg voneinander getrennt sind. Der Trennsteg ist der Einfachheit halber als rechtwinklig zu den Trennwänden verlaufender, plattenförmiger Steg ausgebildet, kann aber auch jede andere Form haben, beispielsweise gebogen sein oder aber zu den Trennwänden geneigt verlaufen. Zweckmäßigerweise verläuft der Trennsteg mittig zwischen den Trennwänden und trennt Substanz-Lumina mit etwa gleich großen Querschnittsflächen ab. Es versteht sich, dass die Querschnittsflächen der Substanz-Lumina sowohl hier als auch bei den vorangegangen erläuterten Varianten auch unterschiedlich groß gewählt sein können, um sie auf diese Weise eventuell unterschiedlichen Fließeigenschaften der beiden Substanz-Komponenten anzupassen. Auch kann an Stelle des vorstehend erwähnten, quer zu den zueinander parallelen Trennwänden zur Trennung der beiden Substanz-Lumina vorgesehenen Trennstegs eine zwischen den Trennwänden und parallel zu diesen verlaufende, weitere Trennwand vorgesehen sein, die die beiden Substanz-Lumina voneinander trennt.
In einer bevorzugten Ausgestaltung münden die Substanz-Lumina und das Hüllrohr an dem Sprühende des Mehrlumenrohrs im Wesentlichen in einer gemeinsamen achsnormalen Ebene. Durch einen geringen axialen Versatz der Enden der Substanz-Lumina relativ zum Ende des Hüllrohrs kann die Breite des Sprühkegels der Sprühsonde gesteuert werden.
Die Breite des Sprühkegels kann auch beeinflusst werden, wenn das Hüllrohr oder/und jedes Substanz-Lumens an dem Sprühende des Mehrlumenrohrs eine seinem Innenmantel zu dem Sprühende hin erweiternden Mündungskonus bildet.
Das Hüllrohr und die in dem Hüllrohr angeordneten Trennwände haben zweckmäßigerweise im Wesentlichen über die gesamte Längserstreckung des Mehrlumenrohrs gleichbleibende Axialquerschnittsform. Dies vereinfacht die Herstellung der Sprühsonde. Das Hüllrohr und die beiden Substanz-Lumina können hierbei durch voneinander gesonderte Rohre, insbesondere Metallrohre gebildet sein. Speziell das Hüllrohr besteht bevorzugt aus Metall, beispielsweise nicht rostendem Stahl, da die Sprühsonde in dieser Ausgestaltung in für die Praxis wünschenswerter Weise sehr biegesteif ist. Die beiden Substanz-Lumina können zur Kostenminderung gegebenenfalls aus Kunststoff bestehen. Das Hüllrohr und die beiden Substanz-Lumina können aber auch gemeinsam durch ein Strangextrusions-Profilrohr gebildet sein.
Die Sprüheigenschaften der Sprühsonde lassen sich beeinflussen, wenn das Hüllrohr nahe dem Sprühende in seiner den Gas-Lumen-Bereich begrenzenden Wand wenigstens eine Durchtrittsöffnung für Gas aufweist. Durch die Größe oder/und Neigung dieser Durchtrittsöffnung relativ zur Längsachse des Hüllrohrs lässt sich die Größe der Vernebelungströpfchen oder/und die Breite und Form des Sprühkegels beeinflussen. Ist die Austrittsrichtung der Durchtrittsöffnung zum Sprühende hin gerichtet, so wird ein Teil des durch das Hüllrohr zugeführten Gasstroms von außen gegen den Sprühkegel gelenkt, der dadurch schmäler wird. Insgesamt kann auf diese Weise ein dünnerer Sprühstrahl erreicht werden. Mündet hingegen die Durchtrittsöffnung von radial innen nach radial außen gesehen entgegen der Austrittsrichtung des Sprühkegels, so saugt die Gasströmung in dem Hüllrohr zusätzliches Gas aus der Umgebung an. Dies führt zu einer feineren Vernebelung und aufgrund der verstärkten Verwirbelung zu einem breiteren Sprühkegel.
In einer bevorzugten Ausgestaltung ist die Durchtrittsöffnung als in einer schräg zur Achse des Hüllrohrs geneigten Ebene verlaufender, bezüglich einer rechtwinklig zu dieser Ebene verlaufenden Axiallängsschnittebene des Hüllrohrs symmetrischer Schlitz ausgebildet. Ein solcher Schlitz lässt sich durch schräges Einsägen des Hüllrohrs problemlos herstellen und hat den Vorteil, dass er den Sprühkegel auf einem großen Teil seines Umfangs beeinflussen kann. Um eine gleichmäßige Beeinflussung des Sprühkegels zu erreichen, sind zweckmäßigerweise in Umfangsrichtung gleichmäßig verteilt mehrere Schlitze vorgesehen, der Einfachheit halber jedoch nur zwei diametral sich gegenüberliegende Schlitze. Es hat sich als zweckmäßig herausgestellt, wenn der engste Abstand zwischen dem Sprühende und dem Schlitz kleiner als 5 mm, insbesondere kleiner als 3 mm ist, um eine hinreichende Beeinflussung des Sprühkegels zu erreichen. Auch soll aus diesem Grund die den Schlitz enthaltende Ebene um weniger als 45°, vorzugsweise um etwa 30°, gegen die Axiallängsschnittebene geneigt sein.
Die Durchtrittsöffnungen bzw. Schlitze können unmittelbar in das ansonsten einteilig geformte Hüllrohr eingearbeitet sein. Um die Reinigung der Sprühsonde zu erleichtern kann das Sprühende des Hüllrohr jedoch auch als auswechselbarer Kopf ausgebildet sein, der die Durchtrittsöffnungen bzw. Schlitze enthält.
In einer bevorzugten Ausgestaltung sind die beiden Substanz-Lumina am Zuführende über je ein flexibles Rohr mit einem der Substanz-Anschlüsse verbunden, wobei die beiden Substanz-Anschlüsse mit zueinander paralleler Anschlussrichtung nebeneinander auf einer geteilten Halterung angebracht sind, deren Halterhälften in der Richtung, in der die Substanz-Anschlüsse nebeneinander angeordnet sind, relativ zueinander verschiebbar aneinander geführt sind. Eine solche, vergleichsweise einfache Konstruktion des Zuführendes der Sprühsonde erleichtert das Aufsetzen bzw. Abnehmen der die Substanz- Komponenten enthaltenden Kolbenspritzen, da sich der Abstand der beiden Substanz-Anschlüsse verändern kann. Insbesondere können die flexiblen, die Substanz-Lumina mit den Substanz-Anschlüssen verbindenden Rohre elastisch federnd ausgebildet sein.
Zu einer besonders einfachen Konstruktion gelangt man, wenn das Hüllrohr am Zuführende relativ zu den Substanz-Lumina verschlossen ist und der Gas- Anschluss am Hüllrohr angeordnet ist.
Bei den Substanz-Komponenten handelt es sich vielfach um vergleichsweise dickflüssige Substanzen, die durch die relativ engen Substanz-Lumina zum Sprühende hin gedrückt werden müssen. Soweit der Förderdruck manuell über Kolbenspritzen erzeugt wird, müssen vergleichsweise große Presskräfte manuell auf die Kolbenspritzen ausgeübt werden. Ein weiterer Nachteil herkömmlicher Sprühsonden ist, dass die Substanz-Lumina ein Totvolumen für die Substanz- Komponenten bilden, welches am Hubende der Kolbenspritzen nicht mehr ausgeschoben werden kann und verloren geht. In einer bevorzugten Ausgestaltung können diese Nachteile vermieden werden, wenn im Bereich des Zuführendes zwischen jedem Substanz-Lumen und seinem Substanz-Anschluss ein zum Substanz-Anschluss hin sperrendes, zum Sprühende hin öffnendes Einwegventil im Substanz-Zuführweg angeordnet ist und wenn im Bereich des Zuführendes zwischen dem Einwegventil und dem Sprühende ein Zuführweg für Druckgas in den Substanz-Zuführweg mündet. Das in den Substanz-Zuführweg eingeblasene Druckgas fördert die Substanz-Komponenten unabhängig von der Zufuhr der Substanz-Komponenten an den Substanz-Anschlüssen zum Sprühende.
Die Substanz-Komponenten können portionsweise zum Beispiel aus Kolbenspritzen in die Substanz-Lumina eingeschoben werden, wo sie von dem Druckgas zum Sprühende gefördert und dort ausgeblasen werden.
Der vorstehend erläuterte Aspekt der Erfindung ist auch bei anderen Sprühsonden als der vorangegangen erläuterten Sprühsonde nutzbar, insbesondere auch bei Sprühsonden, die die beiden Substanzkomponenten ohne gesondert bis zum Sprühende zugeführtes Druckgas zum Beispiel in einer Mischdüse mischen und vernebeln. Der Aspekt hat damit selbständige erfinderische Bedeutung.
In einer besonders einfachen Ausgestaltung der Sprühsonde gemäß dem zweiten Aspekt ist der Substanz-Anschluss jedes Substanz-Zuführwegs zusammen mit dem Einwegventil und einem Druckgas-Anschluss für das in den Substanz- Zuführweg einzuführende Druckgas zu einer Baueinheit zusammengefasst.
Das die Substanz-Komponenten in den Substanz-Lumina fördernde Druckgas verbessert die Durchmischung und Vernebelung am Sprühende. Bei geeigneter Bemessung der Gasströmung kann auch darauf verzichtet werden, Druckgas gesondert bis an das Sprühende heranzuführen, so dass die beiden Substanz- Komponenten beispielsweise in einer Mischdüse am Sprühende gemischt und vernebelt werden. Ein besonderer Vorteil ist, dass das die beiden Substanz-Lumina während der Applikation fördernde Druckgas nach der Applikation die Substanz- Lumina freibläst, so dass diese in Applikationspausen nicht verstopfen. Von besonderem Vorteil ist ein Betrieb, bei welchem das Druckgas während der Applikation der Zwei-Komponenten-Substanz den Substanz zuführenden Lumina mit einem ersten Druck und während einer Applikationspause mit einem zweiten Druck zugeführt wird, der niedriger als der erste Druck ist. Da auf diese Weise die Substanz-Lumina kontinuierlich mit Druckgas gespült werden, wird das Verstopfen besonders sicher verhindert. Der erste Druck liegt bevorzugt zwischen 1 ,5 bis 2,5 bar, während der zweite Druck zwischen 0,2 bis 0,8 bar, insbesondere ungefähr 0,5 bar beträgt.
Während der Applikationsphase können die beiden Substanz-Komponenten kontinuierlich oder portionsweise in das seinerseits kontinuierlich strömende Druckgas eingeführt werden. Für manche Anwendungsfälle, insbesondere bei punktweiser Applikation, kann es jedoch von Vorteil sein, das Druckgas und die Zwei-Komponenten-Substanz während der Applikation abwechselnd portionsweise den Substanz-Lumina zuzuführen.
Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer Zeichnung näher erläutert. Hierbei zeigt:
Fig. 1 eine teilweise geschnittene Darstellung einer Sprühsonde gemäß der Erfindung; Fig. 2 eine Schnittansicht durch ein Mehrlumenrohr der Sprühsonde im Bereich seines Sprühendes, gesehen entlang einer Linie H-II von Fig. 1 ; Fig. 3 einen Querschnitt durch eine erste Variante des Mehrlumenrohrs; Fig. 4 eine teilweise geschnittene Darstellung des Zuführendes einer zweiten Variante der Sprühsonde gemäß Fig. 1 ; Fig. 5 einen Querschnitt durch eine dritte Variante des Mehrlumenrohrs; Fig. 6 eine Seitenansicht des Sprühendes einer vierten Variante des Mehrlumenrohrs; Fig. 7 einen Axiallängsschnitt durch das Mehrlumenrohr der Fig. 6, gesehen entlang einer Linie VII-VII in Fig. 6; Fig. 8 eine Seitenansicht des Sprühendes einer fünften Variante des Mehrlumenrohrs; Fig. 9 eine Stirnansicht des Sprühendes einer sechsten Variante des Mehrlumenrohrs und Fig. 10 einen Axiallängsschnitt durch das Mehrlumenrohr, gesehen entlang einer Linie X-X in Fig. 9.
Die Fig. 1 und 2 zeigen eine Laparoskopie-Sprühsonde zur Applikation fließfähiger Zwei-Komponenten-Substanzen, wie zum Beispiel einem aus den Komponenten Fibrinogen und Thrombin bestehenden medizinischen Zwei-Komponenten- Klebstoff (Fibrinkleber). Die Sprühsonde hat für die Anwendung in der Laparoskopie ein einige Dezimeter langes starres Mehrlumenrohr 1 mit, wie am besten Fig. 2 zeigt, zwei in einem Hüllrohr 3 nebeneinander verlaufenden, durch Rohre 5, 7 voneinander getrennten Lumina 9 bzw. 11 für die Zuführung der beiden Substanz-Komponenten des Zwei-Komponenten-Klebstoffs von einem Zuführende 13 des Mehrlumenrohrs 1 zu dessen Sprühende 15. Im Bereich des Zuführendes 13 sind an einer nachfolgend noch näher erläuterten Halterung 17 Anschlüsse 19, 21 vorgesehen, die über je ein Verbindungsrohr 23 bzw. 25 mit je einem der die Substanz-Lumina 9, 11 bildenden Rohre 5, 7 verbunden sind. An die Anschlüsse 19, 21 sind bei 27 bzw. 29 angedeutete Kolbenspritzen anschließbar, die die zu versprühenden Substanz-Komponenten enthalten. Einzelheiten geeigneter Anschlüsse 19, 21 und geeigneter Kolbenspritzen 27, 29 sind bekannt und beispielsweise in DE 42 23 356 A1 oder EP 0 315 222 A2 beschrieben.
Das Hüllrohr 3 ist an dem zuführseitigen Ende 13 relativ zum Außenmantel der Rohre 5, 7 bzw. 23, 25 dicht verschlossen und trägt in diesem Bereich einen Anschluss 31 über den Druckgas, beispielsweise Druckluft, vorzugsweise jedoch Kohlendioxidgas, aus einer nicht näher dargestellten Quelle in die zwischen der inneren Umfangsfläche 33 des Hüllrohrs 3 und den äußeren Umfangsflächen 35, 37 der Rohre 5, 7 gebildeten Gaslumina 39, 41 eingeleitet werden kann. Das über den Gas-Anschluss 31 in das Hüllrohr 3 eingeleitete Druckgas tritt am Sp die ruhende 15 beiderseits des Bereichs der Mündungen der Substanz-Lumina 9, 11 aus dem Hüllrohr 3 aus und vernebelt sowie vermischt die Komponenten der Zwei- Komponenten-Substanz. Insbesondere zum Versprühen von Fibrinkleber bei einem minimal invasiven Einsatz, speziell einem endoskopischen oder laparoskopischen Einsatz, ist Kohlendioxidgas bevorzugt.
Wie Fig. 2 zeigt, haben das Hüllrohr 3 sowie die im Wesentlichen über die gesamte Länge des Mehrlumenrohrs 1 sich erstreckenden Rohre 5, 7 Kreisquerschnitt. Die Rohre 5, 7 haben einen Außendurchmesser, der etwa gleich dem halben Innendurchmesser des Hüllrohrs 3 ist. Ohne mit dem Hüllrohr 3 auf dessen Länge verbunden zu sein, orientieren sich die beiden Rohre 5, 7 deshalb nebeneinander in einer Durchmesserebene des Hüllrohrs 3. Die Gas-Lumina 39, 41 entstehen beiderseits dieser Durchmesserebene und haben zusammen eine lichte Querschnittsfläche, die größer ist als die lichte Querschnittsfläche der Lumina 9, 11 zusammen. Die Gas-Lumina 39, 41 liegen hierbei symmetrisch zu der Durchmesserebene und überdecken die äußeren Umfangsflächen 35, 37 der Rohre 5, 7 nahezu vollständig.
Wie am besten Fig. 1 zeigt, liegen die Stirnenden der Rohre 5, 7 und des Hüllrohrs 3 im Wesentlichen in derselben achsnormalen Querschnittsebene und sind an ihren Mündungen jeweils mit nach außen sich erweiternden Konen 43, 45 zur Steuerung des Sprühkegels versehen.
Die Substanz-Anschlüsse 19, 21 sind mit zueinander parallelen Zuführrichtungen an gesonderten Halterteilen 47, 49 vorgesehen, die über eine Zapfen-Loch- Steckverbindung 51 in derjenigen Richtung relativ zueinander verschiebbar geführt, in der die beiden Substanz-Anschlüsse 19, 21 nebeneinander angeordnet sind. Die Verbindungsrohre 23, 25 sind federelastisch und spannen die beiden die Halterung 17 bildenden Halterteile 47, 49 aufeinander zu vor. Der Halter 17 kann auf diese Weise Abstandstoleranzen zwischen den Kolbenspritzen 27, 29 ausgleichen, wenn diese ihrerseits in einem Halter fixiert sind.
Im Ausführungsbeispiel der Fig. 1 und 2 ist das Mehrlumenrohr 1 starr und das Hüllrohr sowie die Rohre 5, 7 bestehen aus Metall. Es versteht sich, dass das Hüllrohr 3 oder/und die Rohre 5, 7 aus Kunststoff bestehen können und insbesondere auch flexibel sein können, wobei jedoch Metall, insbesondere rostfreier Stahl für das Hüllrohr 3 bevorzugt ist, selbst wenn die Rohre 5, 7 der Herstellungskosten wegen aus Kunststoff bestehen. Die Rohre 5, 7 können ins- besondere auch über ihre Länge fest mit dem Hüllrohr 3 verbunden sein. Beispielsweise kann das in Fig. 2 dargestellte Mehrlumenrohr 1 auch als integrales Strangextrusionsprofilrohr ausgebildet sein. Schließlich kann das Mehrlumenrohr 1 auch beträchtlich länger als für Laparoskopie-Anwendungen dimensioniert sein und beispielsweise eine Länge haben, wie sie bei flexiblen Endoskopanwendungen üblich ist. Die Sprühsonde eignet sich insbesondere für mikroinvasive Eingriffe.
Im Folgenden werden Varianten der anhand der Fig. 1 und 2 erläuterten Sprühsonde beschrieben. Gleichwirkende Komponenten sind mit den Be¬ zugszahlen der bereits erläuterten Ausführungsbeispiele bezeichnet und zur Unterscheidung mit einem Buchstaben versehen. Zur Erläuterung des Aufbaus und der Wirkungsweise sowie eventueller Varianten wird auf die jeweils vorangegangene Beschreibung Bezug genommen.
Fig. 3 zeigt als erste Variante den Querschnitt durch ein Mehrlumenrohr 1a in Form eines einteilig strangextrudierten Profilrohrs mit einem Hüllrohr 3a, das beiderseits einer Durchmesserebene zwei zueinander parallele Trennwände 53, 55 sowie einen mittig zwischen den Trennwänden 53, 55 sich erstreckenden Trennsteg 57 enthält. Der Trennsteg 57 unterteilt den Zwischenraum zwischen den Trennwänden 53, 55 in zwei Substanz-Lumina 9a, 11a. Die Trennwände 53, 55 bilden zusammen mit dem inneren Umfangsmantel 33a des Hüllrohrs 3a auf sich gegenüberliegenden Seiten der genannten Durchmesserebene Gas-Lumina 39a bzw. 41a. Die lichte Querschnittsfläche der Gas-Lumina 39a, 41a zusammen ist größer als die lichte Querschnittsfläche der Substanz-Lumina 9a und 11a zusammen.
Fig. 4 zeigt eine zweite Variante, die sich von der Sprühsonde der Fig. 1 bis 3 im Wesentlichen dadurch unterscheidet, dass die an dem Halter 17b gehaltenen Substanz-Anschlüsse 19b, 21b jeweils zu einer Baueinheit mit einem Druckgas- Anschluss 59 bzw. 61 vereinigt sind, über den in einem Bereich zwischen dem Substanz-Anschluss 19b, 21b und dem im Substanz-Zuführweg nachfolgenden Zuführende 13b des Mehrlumenrohrs 1 b Druckgas, beispielsweise Druckluft in den Substanz-Zuführweg 63 bzw. 65 einleitbar ist. Zwischen der Einmündung des Druckgaswegs und dem Substanz-Anschluss 19b ist jeweils ein zum Sprühende hin öffnendes, zum Substanz-Anschluss jedoch sperrendes Einwegventil 67 bzw. 69 angeordnet. Über die Substanz-Anschlüsse 19b, 21 b zugeführte Substanz- Komponenten können auf diese Weise zum Sprühende durchtreten. Das an den Anschlüssen 59, 61 zugeführte Druckgas unterstützt die Förderung der Substanz- Komponenten durch die vergleichsweise engen Substanz-Lumina und vermag Totvolumen aus den Substanz-Lumina auszublasen.
Bei den Einwegventilen 67, 69 handelt es sich im dargestellten Ausführungs- beispiel um Lippenventile. Geeignet sind auch andere Ventilkonstruktionen, beispielsweise Einweg-Kugelventile mit einer zum Substanz-Anschluss hin gegen einen Ventilsitz federnd vorgespannten Ventilkugel.
Das in die beiden Substanz-Lumina der Rohre 5b, 7b eingeführte Druckgas unterstützt nicht nur das Fördern der Substanz-Komponenten, sondern verbessert auch die Vernebelung am Zuführende. Wird das Druckgas über den Abschluss der Substanz-Zuführung hinaus zugeführt, so werden die Substanz-Lumina 5b, 7b freigeblasen, und in Pausen zwischen aufeinander folgenden Applikationsintervallen wird sicher verhindert, dass die Substanz-Lumina 5b, 7b verstopfen. Während der Applikation wird das Druckgas zweckmäßigerweise mit einem Druck zwischen 1 ,5 und 2,5 bar zugeführt. In den Applikationspausen werden die Substanz-Lumina 5b, 7b jedoch weiterhin kontinuierlich gespült, jedoch mit einem geringeren Druck von beispielsweise 0,2 bis 0,8 bar, vorzugsweise ungefähr 0,5 bar.
Die Sprühsonde der Fig. 4 kann in unterschiedlicher Weise benutzt werden. Das zur Förderunterstützung und zur Spülung den Anschlüssen 59, 61 zugeführte Druckgas kann während der Applikation kontinuierlich zugeführt werden, während die Substanz-Komponenten entweder kontinuierlich oder portionsweise den Anschlüssen 19b, 21 b zugeführt werden. Insbesondere eine punktweise Applikation lässt sich aber erreichen, wenn das Druckgas und die Substanz- Komponenten abwechselnd portionsweise den Substanz-Lumina 5b, 7b zugeführt werden.
Wenngleich die Zuführseite der Sprühsonde gemäß Fig. 4 vorteilhaft bei einer Sprühsonde gemäß den Fig. 1 bis 3 eingesetzt werden kann, so kann die Idee der Druckgasunterstützung auch bei Sprühsonden eingesetzt werden, bei welchen in dem Mehrlumenrohr lediglich die Substanz-Lumina verlaufen, jedoch keine zusätzliche Gaslumina vorgesehen sind.
Die vorstehend erläuterten Mehrlumenrohre haben Substanz-Lumina mit etwa gleichen Querschnittsflächen. Abhängig von den Fließeigenschaften der Substanz- Komponenten können jedoch auch unterschiedlich große Querschnitte der beiden Substanz-Lumina gewählt werden. So können im Ausführungsbeispiel der Fig. 2 die Rohre 5, 7 unterschiedlich großen Innendurchmesser haben oder im Ausführungsbeispiel der Fig. 3 der Trennsteg 57 exzentrisch zur Mitte des Hüllrohrs 3a versetzt sein.
Im Ausführungsbeispiel der Fig. 3 ist der Trennsteg 57 als ebene, rechtwinklig zu den Trennwänden 53, 55 verlaufende Platte ausgebildet. Andere Querschnittsformen des Trennstegs 57 sind gleichfalls verwendbar. Beispielsweise kann der Trennsteg 57 im achsnormalen Querschnitt gewölbt oder winkelförmig geknickt sein. Auch kann der Trennsteg 57 schräg zu den Trennwänden 53, 55 geneigt sein. Fig. 5 zeigt eine dritte Variante eines zweckmäßigerweise einteilig strang- extrudierten Mehrlumenrohrs 1c mit einem Hüllrohr 3c, das wiederum beiderseits seiner Durchmesserebene zwei zueinander angenähert parallele Trennwände 53c, 55c ähnlich dem Ausführungsbeispiel der Fig. 3 enthält. Im Unterschied zu Fig. 3 unterteilt jedoch eine etwa parallel zu den Trennwänden 53c, 55c zwischen diesen sich erstreckende weitere Trennwand 71 den Zwischenraum zwischen den Trennwänden 53c, 55c in zwei Substanz-Lumina 9c, 11c. Die Trennwände 53c, 55c bilden zusammen mit dem inneren Umfangsmantel 33c des Hüllrohrs 3c auf sich gegenüberliegenden Seiten der genannten Durchmesserebene Gas-Lumina 39c bzw. 41c. Die lichte Querschnittsfläche der Gas-Lumina 39c, 41c zusammen ist größer als die lichte Querschnittsfläche der Substanz-Lumina 9c und 11c zusammen.
Die Fig. 6 bis 8 zeigen den Bereich des Sprühendes von Mehrlumenrohren, deren Hüllrohr zusätzlich mit Durchtrittsöffnungen für die Beeinflussung des Sprühkegels versehen ist.
Die Fig. 6 und 7 zeigen eine vierte Variante der anhand der Fig. 1 und 2 erläuterten Sprühsonde mit einem Mehrlumenrohr 1d, welches wiederum zwei in einem Hüllrohr 3d nebeneinander verlaufende, durch Rohre 5d, 7d voneinander getrennte Lumina 9d bzw. 11 d für die Zuführung der beiden Substanz-Komponenten des Zwei-Komponenten-Klebstoffs umfasst. Das Mehrlumenrohr 1d unterscheidet sich von der Variante der Fig. 1 und 2 im Wesentlichen nur dadurch, dass nahe dem Sprühende 5d auf diametral sich gegenüberliegenden Seiten in der die Gas- Lumen-Bereiche 39d bzw. 41 d begrenzenden Wand des Hüllrohrs 3d als Schlitze 73 ausgebildete Gas-Durchtrittsöffnungen vorgesehen sind. Die Schlitze verlaufen in einer schräg zur Achse 75 des Hüllrohrs 3d geneigten Ebene 77 und sind bezüglich einer rechtwinklig zu dieser Ebene 77 verlaufenden Axiallängsschnittebene 79 symmetrisch. Fig. 7 zeigt die Spur der rechtwinklig zur Darstellungsebene verlaufenden Ebene 77; die Axiallängsschnittebene 79 verläuft in Fig. 6 rechtwinklig zur Darstellungsebene und ist dort gleichfalls als Spur darge¬ stellt. Die in der Draufsicht bogenförmigen Schlitze 73 sind mit ihrem Scheitel 81 dem Sprühende 15d zugewandt, so dass das in den Gaslumina 39d, 41 d dem Sprühende 15d zugeführte Gas zum Teil vor dem Erreichen des Sprühendes 15d jedoch noch mit einer deutlichen Richtungskomponente zum Sprühende 15d hin aus dem Hüllrohr 3 austritt. Die aus den Schlitzen 73 austretenden Gasströme verengen den Sprühkegel der Sprühsonde. Zweckmäßigerweise ist der Winkel 83 zwischen der Ebene 77 und der Achse 75 kleiner als 45° gewählt und liegt bevorzugt in der Größenordnung von etwa 30°. Der axiale Abstand zwischen dem Scheitel 81 und dem Sprühende 15d sollte für einen möglichst großen Einfluss auf den Sprühkegel möglichst klein sein. Als geeignet haben sich Abstände kleiner als 5 mm, zum Beispiel in der Größenordnung von etwa 2 bis 3 mm erwiesen.
Die Schlitze 73 können bei sämtlichen vorangegangen erläuterten Varianten der Mehrlumenrohre eingesetzt werden. Im Ausführungsbeispiel der Fig. 6 und 7 sind lediglich zwei diametral gegenüberliegende Schlitze 73 vorgesehen. Es versteht sich, dass auch mehrere dieser Schlitze in unterschiedlichen Abständen zum Sprühende 15d hin vorgesehen sein können.
Bei der Sprühsonde kann es sich um einen lediglich einmal zu benutzenden Einwegartikel handeln. Insbesondere bei wiederverwendbaren Sprühsonden kann es von Vorteil sein, wenn der dem Sprühende 15d benachbarte Endbereich des Hüllrohrs 3d als abnehmbarer Kopf 85 ausgebildet ist, da das Sprühende 15d im Gebrauch zum Verkleben neigt und der Kopf 85 im abgenommenen Zustand leichter gereinigt werden kann. Für die abnehmbare Befestigung des Kopfs 85 kann beispielsweise eine in Fig. 7 bei 87 angedeutete Gewindeverbindung vorgesehen sein. Es versteht sich, dass der Kopf 85 auch bei den vorangegangen erläuterten Varianten der Sprühsonde eingesetzt werden kann.
Fig. 8 zeigt eine fünfte Variante eines Mehrlumenrohrs 1e, welches sich von dem Mehrlumenrohr 1d der Fig. 6 und 7 lediglich dadurch unterscheidet, dass die Scheitel 81 e seiner beiden diametral sich gegenüberliegenden Schlitze 73e dem Sprühende 15e entfernt gelegen sind. Auch hier liegen die Schlitze 73e im Bereich der vom Hüllrohr 3e begrenzten Gaslumina, jedoch definieren sie Gasdurchlassöffnungen, die aufgrund des in den Gaslumina strömenden Gases aus der Umgebung zusätzliches Gas ansaugen, welches am Sprühende 15d austritt. Diese Gestaltung der Schlitze 73e bewirkt eine feinere Vernebelung der zu versprühenden Substanz-Komponenten und eine Verbreiterung des Sprühkegels. Die Gestaltung der Schlitze 73e entspricht im Übrigen vollständig dem Ausführungsbeispiel der Fig. 6 und 7 und auch hier können mehr als zwei dieser Schlitze mit unterschiedlichem Abstand zum Sprühende 15e hin vorgesehen sein. Der Abstand der Schlitzenden vom Sprühende 15e ist zweckmäßigerweise kleiner als 5 mm und liegt bevorzugt bei etwa 2 bis 3 mm. Bleibt die Richtung der Schlitze 73e unberücksichtigt, so liegt auch hier der Neigungswinkel bei weniger als 45°, zweckmäßigerweise bei etwa 30°. Auch in der Variante der Fig. 8 kann der dem Sprühende 15e benachbarte Bereich des Hüllrohrs 3 als abnehmbarer Kopf 85e ausgebildet sein.
Die Figuren 9 und 10 zeigen eine sechste Variante eines Mehrlumenrohrs 1f, welches sich im Bereich seines Sprühendes 15f von den vorangegangen erläuterten Varianten dadurch unterscheidet, dass die Rohre 5f, 7f der beiden Substanz-Lumina 9f, 11f von der inneren Umfangsfläche 33f des Hüllrohrs 3f rundum im Wesentlichen im Abstand verlaufen, so dass im Bereich des Sprühendes 15f ein die Rohre 5f, 7f insgesamt umschließendes Gaslumen für das Druckgas entsteht. Im Abstand vom Sprühende 15f halten stegförmige Speichen 91 die Rohre 5f, 7f an dem Hüllrohr 3f.
Zumindest im Bereich des Sprühendes 15f ist das Hüllrohr 3f an seiner inneren Umfangsfläche 33f mit einer Wendelnut 93 versehen, deren Windungen durch eine Wendelrippe 95 voneinander getrennt sind. Die Wendelnut 93 bzw. die Wendelrippe 95 erteilen dem im Gaslumen 89 strömenden Druckgasstrom einen Drall, der den Sprühkegel der Sonde verengt.
Die vorstehend erläuterten Varianten des Mehrlumenrohrs lassen sich auch bei der Variante der Figuren 9 und 10 einsetzen. Insbesondere ist das Hüllrohr 3f im Bereich des Sprühendes 15f als auswechselbarer Kopf 85f ausgebildet, was auch die Herstellung vereinfacht, wenn die Wendelnut 93 bzw. die Wendelrippe 95 auf den Bereich des Kopfs 85f beschränkt sind.
