| ANSPRÜCHE 1. Sprühvorrichtung, die mit einer verlängerbaren, vorzugsweise teleskopierbaren Halteeinrichtung (1), einer Aufnahme (2) für eine oder mehrere Sprühdosen (3), einem Handgriff (4) sowie einem Auslösemechanismus (5) ausgestattet ist, dadurch gekennzeichnet, dass zur Auslösung der Sprühdose (3) an der Sprühvorrichtung ein Anschlag (5) vorgesehen ist und dass ferner mittels einer innerhalb eines verlängerbaren Führungsrohres (6) vorgesehenen Schubstange (7) die in der Aufnahme (2) fixierbare Sprühdose (3) gegen den Anschlag (5) geführt werden kann. 2. Sprühvorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme (2) aus einem zylinderförmigen Behältnis (8) besteht. 3. Sprühvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Behältnis (8) oberseitig umlaufend elastische Führungszähne (8a) angeordnet sind. 4. Sprühvorrichtung Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass unterhalb der umlaufenden Führungs- und Zentrierzähne (8a) ein Gewinde (8b) vorgesehen ist und dass nach Einschub der Sprühdose (3) in die Aufnahme (2) eine konische Überwurfmutter (9) mit Innengewinde über die Führungszähne (8a) geschoben werden kann. 5. Sprühvorrichtung nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet. dass im oberen Bereich des Führungsrohres (6) eine Halterung (10) (fest) für die Anschlagstange (2a) angeordnet ist, an der mittels einer Führung (11) der Anschlag (5) bzw. die Anschlagstange (5a) auf verschiedene Sprühdosenhöhen eingestellt werden kann. 6. Sprühvorrichtung Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet. dass die Fixierung der Anschlagstange (5a) an der Führung (11) durch die Verwendung eines Klemmmechanismus (12) mittels einer Schraubfixierung (12) erfolgt. 7. Sprühvorrichtung Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Fixierung der Anschlagstange (5a) an der Führung (11) durch die Verwendung einer formschlüssigen Zahnverbindung (13) erfolgt. 8. Sprühvorrichtung nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass am Boden des Behältnisses (8) Führungsstangen (15) angeordnet sind, welche durch die fest installierten Führungen (16) am Führungsrohr (6) gleiten und ein Drehen des Behältnisses (8) bzw. der Sprühdose (3) verhindern. 9. Sprühvorrichtung nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet. dass an der Schubstange (7) bzw. am Führungsrohr (6) eine Nut (17) vorgesehen ist, welche mittels eines Bolzens (18) am Führungsrohr (6) bzw. der Schubstange (7) ein Rotieren des Behältnisses (8) verhindert. 10. Sprüh Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorangegan- genen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verlängerung der Halteeinrichtung (1) durch die Verwendung von zusätzlichen Verlängerungsstücken des Führungsrohres (6) und der Schubstange (7) erreicht wird. 11. Sprühvorrichtung Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Verlängerungsstücke eine Schraub Verbindung aufweisen. 12. Sprühvorrichtung Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass Führungsrohr (6) und Schubstange (7) teleskopisch ausgestaltet sind. |
BESCHREIBUNG
Technisches Gebiet
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Sprühvorrichtung, die mit einer verlängerbaren, vorzugsweise teleskopierbaren Halteeinrichtung, einer Aufnahme für eine oder mehrere Sprühdosen, einem Handgriff sowie einem Auslösemechanismus ausgestattet ist.
Stand der Technik
[0002] Derartige Sprühvorrichtungen dienen in erster Linie dazu, Sprühdosen im Innenbereich oder im Freien in größeren Höhen vom Boden aus ohne großen technischen Aufwand und insbesondere ohne den Einsatz einer Leiter oder einer ähnlichen Vorrichtung zur Höhenüberwindung gefahrenlos einsetzen zu können.
[0003] Aus den deutschen Gebrauchsmusterschriften DE20205003U1 und DE20104693U1 sind derartige Sprühvorrichtungen mit einem verlängerbaren Kraftübertragungssystem und einer Halterung - z.B. einem Schnellspannsystem - für Sprühdosen bekannt. Die Sprühdosen werden dabei über einen Verbindungszug (Seil- oder Drahtzug) mittels eines Auslösehebels oder einem ähnlich gearteten Auslösemech- nismus, der oberhalb der Sprühdose angeordnet ist, ausgelöst. Der Verbindungszug wird in DE20104693U1 über Umlenkrollen geführt. In DE20205003U1 besteht dagegen eine direkte Draht-/Seil- verbindung zwischen Handgriff und Auslösemechanismus. Diese Einrichtungen sind in erster Linie für Markierungs- und sonstige Sprüharbeiten mit Farbsprühdosen vorgesehen.
[0004] Nachteilig ist, dass diese Sprühvorrichtungen erstens in ihrer Konstruktion sehr kompliziert und daher in der Herstellung aufwendig konzipiert sind. Zweitens eignen sie sich nahezu ausschließlich für den Gebrauch von Farbsprühdosen an leicht zugänglichen Stellen. Für den Einsatz von Spraydosen zum Beispiel zur Insektenvertilgung an schwer zugänglichen Bereichen erweisen sich beide aufgeführten Sprühvorrichtungen durch die Verwendung von Draht- und Seilzügen außerhalb der Halteeinrichtung als ungeeignet.
Darstellung der Erfindung
[0005] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine Sprühvorrichtung zu schaffen, die es erlaubt, große Flächen in größeren Höhen und an schwer zugänglichen Stellen, bspw. im Geäst eines Baumes oder Strauches, möglichst gefahr- und problemlos besprühen zu können. Zudem soll die erfindungsgemäße Sprühvorrichtung einfach in ihrer Konstruktion und Handhabung sein.
[0006] Erfindungsgemäß wird die voranstehende Aufgabe mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Sprühvorrichtung sind in Unteransprüchen angegeben.
[0007] Danach ist eine Sprühvorrichtung der eingangs genannten Art dadurch gekennzeichnet, dass zur Auslösung der Sprühdose an der Sprühvorrichtung ein Anschlag vorgesehen ist und dass ferner mittels einer innerhalb eines verlängerbaren Führungsrohres vorgesehenen Schubstange die in der Aufnahme fixierte Sprühdose gegen den Anschlag geführt werden kann.
[0008] Der Auslösevorgang erfolgt über die Betätigung eines am Handgriff angeordneten Auslösehebels, welcher die Sprühdose in der Aufnahme durch die Schubstange gegen den über ihr befindlichen Anschlag drückt. Der Sprühvorgang bleibt solange aktiv, bis durch Loslassen des Auslösehebels der Druck auf die Schubstange genommen wird.
[0009] Der wesentliche und entscheidende Vorteil der vorgeschlagenen Sprühvorrichtung besteht somit darin, dass sie unabhängig von äußeren Einflüssen - wie bspw. vom Baum herausragenden Ästen oder dergleichen - nahezu unbeeinflusst funktioniert.
Kurzbeschreibung der Zeichnungen
[0010] Weitere Ziele, Merkmale, Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten der Sprühvorrichtung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung mehrerer Ausführungsbeispiele anhand der Zeichnungen. Dabei bilden alle beschriebenen und/oder bildlich dargestellten Merkmale für sich oder in beliebiger Kombination den Gegenstand der Erfindung, unabhängig von der Zusammenfassung in einzelnen Ansprüchen oder deren Rückbeziehung.
[0011] In den Zeichnungen zeigen
[0012] Fig.l die Sprühvorrichtung in einer bevorzugten Ausführungsform, in seitlicher Ansicht,
[0013] Fig.2 das Behältnis 8 zur Aufnahme 2 einer Sprühdose mit gelöster Überwurfmutter 9,
[0014] Fig.3 das Behältnis 8 mit Überwurfmutter 9 in geschlossener Stellung,
[0015] Fig.4 die Halteeinrichtung 1 mit Halterung 10 (fest), Führung 11 für die Anschlagstange 2 und Schraubfixierung 12,
[0016] Fig.5 die Halteeinrichtung 1 mit Halterung 10 (fest), Führung 11 und formschlüssiger Zahnverbindung 13.
Ausführung der Erfindung
[0017] Die Aufnahme 2 sollte so konzipiert sein, dass alle handelsüblichen Sprühdosen 3 verwendet werden können. Wie die Fign.l und 2 zeigen, besteht die Aufnahme 2 vorzugsweise aus einem zylinderför- migen Behältnis 8, in welches die Sprühdose 3 gestellt werden kann. Oberseitig sind an dem Behältnis 8 umlaufend elastische Führungszähne 8a angeordnet.
[0018] Unterhalb der umlaufenden Führungs- und Zentrierzähne 8a ist ein Gewinde 8b vorgesehen. Nach Einschub der Sprühdose 3 in die Aufnahme 2 wird eine - vorzugsweise konische - Überwurfmutter 9 mit Innengewinde über die Führungszähne 8a geschoben. Die Überwurfmutter 9 wird nun festgedreht, so dass die Führungs- und Zentrierzähne 8a gegen die Sprühdosenaußenwand drücken und die Sprühdose 3 zentrieren und fixieren. Beim Losdrehen der Überwurfmutter 9 lösen sich die Führungs- und Zentrierzähne 8a wieder, bis die Sprühdose 3 problemlos entnommen werden kann.
[0019] Wie aus den Fign.4 und 5 ersichtlich, ist im oberen Bereich des Führungsrohres 6 vorteilhafterweise eine Halterung 10 (fest) für die Anschlagstange 2a angeordnet, an der mittels einer Führung 11 der Anschlag 5 bzw. die Anschlagstange 5a auf verschiedene Sprühdosenhöhen eingestellt werden kann.
[0020] Die Fixierung der Anschlagstange 5a an der Führung 11 kann unterschiedlich ausgestaltet sein. In der Praxis haben sich die Verwendung eines Klemmmechanismus 12 mittels Schraubfixierung 12 (Fig.4) sowie die Verwendung einer formschlüssigen Zahnverbindung 13 (Fig.5) bewährt.
[0021] Die Befestigung der Anschlagstange 5a in der Führung 11 erfolgt bei der Schraubfixierung 12 vorzugsweise mittels eines Handrades 12a durch Lösen bzw. Befestigen einer Schraube 12b, die sich durch das Andrehen des Handrades 12a über ein Gewinde an die Anschlagstange 5a drückt bzw. sich wieder löst.
[0022] Bei Verwendung einer formschlüssigen Zahnverbindung 13 sind zwei versetzt gegeneinander anliegende Zahnreihen 13a, 13b vorgesehen, welche die Position der Anschlagstange 5a in der Füh- rung 11 fixieren. Für diese Einstellung sollten die äußere (vorzugsweise kürzere) Zahnreihe 13b und die innere - an der Schubstange fest angeordnete - Zahnreihe 13a - zum Beispiel mittels eines federbeaufschlagten Hebels 14 - leicht aus ihrer gegenseitigen Verzahnung gelöst werden können, wodurch ein Verstellen der Anschlagstange 5a ermöglicht wird.
[0023] Darüber hinaus sind auch weitere nach dem Stand der Technik bewährte Mittel denkbar, die eine Fixierung der Aufnahme 2 bzw. der Aufnahmestange 2a an der Führung 11 erlauben.
[0024] Um ein Drehen der Sprühdose 3 bzw. des Behältnisses 8 zu verhindern, können ferner - wie aus den Fign.1,4,5 ersichtlich -, am Boden des Behältnisses 8 Führungsstangen 15 angeordnet sein, wel- che durch die fest installierten Führungen 16 am Führungsrohr 6 gleiten. Alternativ könnte an der Schubstange 7 bzw. am Führungsrohr 6 eine Nut 17 vorgesehen sein, welche mittels eines Bolzens 18 am Führungsrohr 6 bzw. der Schubstange 7 ein Rotieren des Behältnisses 8 verhindert.
[0025] Eine Verlängerung der Halteeinrichtung 1 kann durch die Verwendung von zusätzlichen Verlängerungsstücken des Führungsrohres 6 und der Schubstange 7 erreicht werden. Diese Verlängerungsstücke könnten bspw. mittels Gewinde jeweils an Führungsrohr 6 und Schubstange 7 angeschraubt werden. Ferner bietet es sich an, Führungsrohr 6 und Schubstange 7 teleskopisch auszugestalten.
[0026] Die erfindungsgemäße Sprühvorrichtung beschränkt sich in ihrer Ausführung nicht auf die vorstehend angegebenen bevorzugten Ausführungsformen. Vielmehr sind eine Vielzahl von Ausgestaltungsvariationen denkbar, welche von der dargestellten Lösung auch bei grundsätzlich anders gearteter Ausführung Gebrauch machen. Liste der Bezugsziffern
1 Halteeinrichtung
2 Aufnahme
3 Sprühdosen
4 Handgriff
5 Auslösemechanismus / Anschlag
5a Anschlagstange
6 Führungsrohres
7 Schubstange
8 Behältnis
8a Zentrierzähne
8b Gewinde
9 Überwurfmutter
10 Halterung
11 Führung
12 Klemmmechanismus / Schraubfixierung
12a Handrad
12b Schraube
13 formschlüssige Zahnverbindung
13a innere Zahnreihe
13b äußere Zahnreihe
14 federbeaufschlagter Hebel
15 Führungsstangen
16 Führungen
17 Nut
18 Bolzen
19 Auslösehebel
